Nr. 2)9. Freitag, 12. November l90'». 128. Iahrgum,, Mbacher Leitung Pl«nu«cl«iloneprel<»: M!t Postversendung: ganzMri« l» K. halbjHhri« ib «, Im »miton „lln,iühr„e Inserats , ft<« ,u 4 Zeilen 50 l,, «rsßere pc. ZeOe lL l,, bei öfteren Wlederholunoen per Zelle « d. 1 Dir »linibache» ss^tliüss» erjcheint fHsslich. mil «u»nabü>f bei ?onn- uitt, ^eieNoae. 2i> ^Idministratlo« b?sinde< sich Mllok!öfi die «lbattlon NMo5i6ftlllke v,l, «>, LvreckNunbrn drr Hi^nlüo:, vun « b<» 10 Uln vlirmi, Unfranlieite >l9 ^)ir. ^b«) wurdc dic Usitl'lvrrmcitnnss solgcndl-r Vrrß?rzengnissc vcrbotcn: Nr. 2^ .rrnlelüi» uolil 4. November 190'^. Nr. 4 .V/ll.'Il'nii i.üi». oom 1. Novrmbrr 1W9. Nr, 43 .(1jahl unserer Parteimitglieder ist mit dem zweiten Teil des Rufes vollständig einverstanden, blicht nur wir Industrielle, auch andere sehen klar, welche Gefahr im Tozialismus liegt, und lvir lch-nen jede geistige Geineinschafl mit der Rede des Kanzlers in Newcastle ab. (5s wird lnanchc Abtrünnige, zweifellos aber viele Laue geben, die nicht znr Urne gehen. Die radikale Linle wird für sich selber und gegen jede der beiden großen Parteien kämpfen. Mithin droht gerade hier ein sehr empfindlicher Verlust für die Negierung. In Irland werden die Katholiken entweder den Nationalisten folgen oder ihren Priestern, welche für die unioni-stische Regierung, da5 heißt, gegen die liberale Er-ziehunaspolilit wählen. Im eigentlichen England und auch in Schottland sind die Katholiken von je Tories gewesen und haben fast durchwegs aristokratische oder feudale Neigungen. Wenn inan nun dao Gros der übrigen Wähler betrachtet, so könnte man orei Gruppen unterscheiden. Tie stärkste Gruppe wird vou deneu gebildet, welche zur Fahne ihrer Partei bedingungslos halten, vom Großvater auf den Enkel, gleichviel was die momentane Politik der Partei sein mag. Ich schätze ihre Stärke aber nicht über etwa ll> Prozent. Die Hälfte der übrigen steht unter dem Einflüsse lokaler Verhältnisse und vor allein von Persönlichleiten. Die restierenden dreißig Prozent: das ist gerade die unbelannte Größe. Ich möchte sie die schweigenden Wähler nennen, gegenüber den Verjammlungsschreiern der ersten beiden Gruppen, namenilich der zweiten. Diese Gruppe wird also viel zu vergeben und zu versagen haben, und ich fürchte, sie lviro sich unserer Regierung gänzlich versagen. Es ist meine ehrliche Ansicht, daß die allgemeinen Wahlen leine Art von Interimistilum, keine ledigliche Schwächung der Regierungsmehrheit bringen werden- ich glaube fest, daß es zu einem der gewaltigsten „turnover" kommen wird, welche die Geschichte der englischen Wahlen kennt und daß unsere Regierung mit einer Niederlage aus dem Amte scheiden wird. Ich bin lein Schutzzöllner par excellence, aber daß wir unserer Industrie dem auswärtigen Wettbewerb gegenüber die Möglichteil größerer Sicherung schauen müssen, davon bin auch ich überzeugt." Die Wahlrcform in Frankreich. llber die Gründe der ablehnenden Haltung, oie der französische Ministerpräsident Vriano in der Kammer bezüglich einer sofortigen Verwirklichung der Wahlreform eingenommen hat, schreibt die „Franks. Ztg.": In seiner Rede am 2^. Oktober hat Vriand die Gründe seines Widerstandes an^ gegeben. E'5 sind deren zwei. Herr Vriand wußte, daß die radikale Majorität gegen die Wahlreform sei, und er wollte,'wie er erklärte, „gegen dir Majorität, die ihm ihr Vertrauen gewährt hatte, leinen Staatsstreich inachen". Der zweite Grund ist, das; er glaubte, die Wählerschaft sei auf die gründliche Umwälzung, die von der Wahlreform bedingt werde, nicht genügend vorbereitet, so daß die republikanische Partei bei den nächsten Wahlen einen Sprung ins Dunkle machen würde, zumal da sie lange nicht so gut organisiert sei wie ihre Gegner, die Tozialistcn und die Parteien der Rechten. Der erste Grund schien dadurch beseitigt zu sein, daß die stammer sich mit großer Majorität für beide Grundsätze der Wahlreform, Listenwahl und Verhältniswahl, ausgesprochen hat. Herr Vriano merkte aber, daß nur ein geringer Teil der Radikalen sür die Verhältnis- LeuMewn. ^ KUnstlerPflicht. Von ^obl'vt d<' M<'r>.-.. (Schlus;., Marie hatte den Erguß schweigeud über sich ergehen lassen und war dann ganz leise in eine dunkle Ecke des Ateliers geschlichen, wo sie nun auf einem niederen Stuhl kauerte. Ein leises regelmäßiges Stöhnen bekundete, daß sie weine. Vr6->l>ichol gab sich den Anschein, es nicht zu hören. Die Kinder kamen Heini. Als sie ihre Mutter in Dränen fanden, brachen sie in lautes gellendes Geschrei aus. Dies versetzte Pr^michol in unbeschreibliche Wut. „Da hätten wir ja die .Familie'. Diese »erd — —, gepriesene bürgerliche .Familie', die unsere Begabung erdrückt und uns der Kunst raubt. Aber ich habe das nun satt!! Wenn ich solange auf den Erfolg warten mußte, so tragen nur diese dumme Heulerei, diese idiotischen Szenen schuld, ^iese brüllenden Würmer sind schuld, daß ich nicht 'uehr Meisterwerte zustande gebracht. Was verstehen die von Ästhetik! Nunmehr aber mag ein anderer Neh das gefallen lassen. Ich sattle um. Visher war uh ein guter Junge, der sich von Philistcrvorurtei-en und ehelichlrauten Prinzipien tyrannisieren ließ. ^v ist unerhört. Ein treuer Künstler! Ist so etwas !chon dagewesen? Unglaublich! . . . Adieu, meine Gnädigste, ich gehe mich amüsieren." Vr^michol schlug laut die Tür zu und stimmte d'e Quadrille aus „Orpheus in der Unterwelt" an. Im Atelier, das inzwischen dunkler nnd ulmtler geworden war, weinten die Kleinen still vor "ch hin und ihre Mutter, die sie vergeblich zu trösten l'M'uchte, weinte mit ihnen . . . Es brauchte nicht viel, und auch Pn-michol wavc, sobald er erst auf der Straße war. in Tränen "usgebrochen, wenn er an das Leid dachte, das er >''0.0W Franken angeboten, als Entlohnung der Kommission, welche einen griechischen Ziviltoder unler Zugrundelegung des Zivilrcchtes in Teutschland auszuarbeiten hat. Tic spanische Presse bereitet, wie aus Madrid gemeldet wird, dein König Manuel von Portugal eine äußerst sympathische Aufnahme und bringt auf der ganzen Linie den Wunsch nach möglichst enger >'lnlehnung der zwei Königreiche auf der pyrenni-schen Halbinsel aneinander zum Ausdrucke. Tie zwischen König Alfonso und seinem Gaste beim Galadiner gewechselten Toaste waren von größter Wärme und Herzlichkeit. König Manuel, welcher im königlichen Paläste abgestiegen ist, verbleibt in Tpanien bis Freitag. Es sind Besuche in Toledo und im Escurial, eine Jagd auf der Casa Eampo und ein Frühstück in Aussicht genommen, welches die Offiziere des spanischen Regiments, dessen In^ Haber Tom Manuel ist, ihrem königlichen Ehef anboten. Tagesneuigleiten. — sEchte und falsche Gemmen.j Die kostbarste 5lunstsammlung auf dem tleinslen Raume ist unstreitig eine Sammlung antiker geschnittener Steine. Scholl im höchsten Altertum, von den Vabyloniern, Ägyptern, Persern und Phönikern, ist der Steinschuitt ausgeübt worden, cr erreichte aber seine höchste Vollendung in Griechenland. Vor allem aus dieser Heil gibt es klunst. werle von einer Größe der Auffassung lind Feinheit dcr Ausführung, daß solch eine Gemme nicht hinter den höchsten Werten der Plastik zurücksteht und einen Zeus von Otriloli oder einen Apoll von Belvedere in ,n!<s< eiu Unterscheiden oft überyaupl nicht möglich, und so laufen uoch heute in manchen allerersten Sammln»-gen wunderbar feingeschnittene Stücke mit, die von äußerst geschickten Fälscyern der Renaissance oder des 18. Jahrhunderts als antik gefertigt wurden und als antik heule noch gelten. — lDic Schwindler im Amtstalar.j Aus Verli», 10. d., wird gemeldet: Drei junge Schwindler, vo» denen der eine, ein gewisser Lothar Lülge, als Schreiber einmal beim Landgericht angestellt war, verübten ciuett bodenlos frechen Schwindel. Vor einigen Wochen stähle» sie aus dem Landgerichtsgebäude in der Grunderslraße verschiedeile Talare und Mützen der Richter. In dieser Meldung durchsuchten sie unbeanstandet verschiedene Zimmer und erbeuteten aus einem verschlossene» Schrank ein Bündel mit Kustenrechnungsformulare», außerdem eiuen Stempel des Landgerichtes. Mit Hilfe der nunmehr leicht zu fälschenden Papiere zogen sie mm als Gerichtsvollzieher herum uud nahmen' in mindestens dreißig fällen Einkassierungen von zusamme» :zl)l)0 Mark vor. Schließlich wurden zwei der Gauner verhaftet, während Lülqe nach Wien flüchten konnte, wo er gestern ebenfalls festgenommen wurde. Einer der Gauner halle die ^rechyeit so »veil getrieben, das; er sich beim Landgericht II einem Sichler als Rechts anwalt vorstellte und ihn mit Erfolg um einen grüße« ren Netrag anpumpte. folgen des Ttcinheil.Prozesj'es.j Im Pariser „Matin" spottet ein Mitarbeiter über die Aufregung, die der Prozeß gegen Frau Steinheil in der Öffeni-lichleit hervorgerufen hat. Man liest da: Ich begegnete einem meiner Freunde, der einen Ehrenhandel aus» zutragen hat: „Wann werden Sie sich schlagen?" -„Ach, nichl vor vierzehn Tagen." — „Warum so spät?" — „Ja, wegeu der Assäre Steinheil. Ein Duell is! eine schöne Gelegenheit, in der Össenllichleil vou sich redett zu machen, aber jetzt haben alle Leitungen der« maßen ihren Plcch mit dem Prozeß gefüllt, daß s>> davon iilchl sprechen würden." — — Ich begegnete dann einer jungen Dame, die am Theater angestellt ist, und fragte sie: „Eh bien, und Ihre Heirat, die ma» sür die ersten Tage des November anqelündiql hatte?" — „Ach, die ist auf den nächsten Monat verschoben, denn wenn ich jetzt heiraten würde, hätte keine Zeitung auch nur drei Zeilen für mich übrig, uud es wäre wahr» hastig nichl der Mühe wert, sich zu verheiraten, wen» das nichl ein bißchen Reklame mache." Der Mitarbeiter des „Matin" bemerkt mit vollem Recht, daß gegen» wärtig alles zurückgehalten wird: die Verleger gebe» keine neuen Bücher heraus, die Theater verschieben die Premieren, uud die großen Schileider lancieren keine Neuheiten, sogar Deputierte wolle» iu dieser Woche Zirkusleute. Roman von Karl Munsmaun. lL-niziqc autonsicrte Übersetzung. l^st. Fortsetzung.) (siachdru«! veiboten.) .,Icy ineine. das; es nicht recht von dir ist, daß du unseren Abmachuugen zuwider einen Artisten in unserem Hause empfängst," cntgcgnete dcr Fürst iu einem alles andere eher als sicheren Ton. „Wer sagt, das; ich einen Artisten empfangen habe?" fragte die Fürstin, während sie ihre Augen scharf auf dem Gemahl ruhen lies; und beinahe drohend eineil Schritt näher an ihn herantrat. „War eo nicht ein Artist? Es war doch der Jockei, den wir jüngst im Nouveau Cirque sahen," antwortete der Fürst verlegen und fügte zögernd hinzu: „Und für den du dich scheinbar sehr interessiertest." „So, das meinst du? Nun, dann hast du dich diesmal nicht getäuscht." Noch einmal brauste die Erregung in dein Fürsten auf und er sagte fast mutig: „lim so verkehrter ist es von dir, das; du ihn hier empfängst. Ich füge mich in alle deine Launen, obgleich sie zeitweise kostbar genug sind. Ich unterwerfe mich deinen, Willen in jeder Beziehung. Ich gestatte dir..." „Ja, du unterwirfst dich, weil du nur zwischen Männern Mann bist und weil deine 'Natur nur dann zufrieden ist, wenn sie unter der Herrschaft einer Frau steht. Deshalb bin ich dir auch für deine Nachgiebigkeit keinerlei Tank schuldtg. Was ich aber fordere, ist, daß du mir glauben sollst, wenn ich dir sage: Der Mann war kein Artist: KdenfaNs nicht für mich." , ..Nicht für dich?" sagte der Fürst erstaunt, ..wie M ich das verstehen?" ..^as sollst du erfahren", natwortete Tolinda ^.^""" 'V" Schreibtisch, aus dem sie ein Packchen Papiere nahm. „Seh dich hierher und lies dtes durch. Der Fürst setzte sich. Als er sertig war, sagte seine Frau: „Verstehst du jetzt den Zusammenhang? Ich habe während aller dieser Jahre unsere Verabredung nicht nur gewissenhaft gehalten, sondern noch mehr getan. Erinnerst du dich noch einer weiteren Zusage, die ich dir machte? Noch ehe der Termin abgelaufen ist, löse ich dieses Versprechen ein. Bitte, sehe deinen Namen hier unter." Dcr Fürst ergriff begierig die Feder uud schrieb mit großen Buchstaben: Michael RalefÖli. Tann nahm er die Hand seiner Gattin, küßte sie und sagte: „Habe Tank, Dolinda, du has» diesen Tag zu dem glücklichsten meines Lebens gemacht." l 2. K a p i t c l. Hugo fuhr indessen in dcr größten Erregung die Boulevards hinab. Sein junger Sinn dürstete nach Rache für die Beleidigung, die ihm zuteil geworden war. Daß er den Fürsten Ralessti fordern und töten wolle, darüber war er sich klar. In Gedanken genoß er schon den Anblick des blutigen, entseelten Körpers, über den dcr Arzt sich kopfschüttelnd beugte. Der Fürst mußte sür die Behandlung, die er Hugo und seinem ganzen Stand zuteil werden ließ, sein Leben lassen. Was war aber mit der Fürstin zu machen? Bei diesem Punkt stand ihm der Verstand still. In seiner Phantasie entwarf er einen Rachcplan nach dem anderen. Keiner genügte ihm aber. Selbst bei dem Duell mit dem Fürsten, das sein Blut anfänglich etwas gekühlt hatte, wurde er jetzt bedenklich. Was würde er damit erreicht haben, wenn er Rateföti niederschoß? Gerade das, was er verhindern wollte. Alle würden glauben, daß zwischen ihm und der Fürstin ein Verhältnis bestanden hätte. Und wie würde er, der soeben erst seine Rolle als Josef so standhaft durchgeführt hatte, in den Augen Maria Olingas dastehen? Hugo wurde ganz wirr im Kopf. Schließlich kam ihm ein Gedanke. Er wollte mit Mr. Iame? sprechen. Dieser war Gentleman durch uud durch, und er würde unbedingt seinen Worten glauben, wie unwahrscheinlich sie auch klingen mochten-Jedenfalls würde cr von ihm auch einen eines Mannes würdigen Rar empfangen. Er beschloß, den Gedanken sofort zur Ausfüti rung zu bringen. Mr. James war zu Hause und öffnete selbst. »Ist Marin Olinga hier?" „Nein, sie ist in die Stadt gefahren, um einige Einkäufe zu machen." „Dann können wir also ungestört zusammen sprechen." „Vollständig. Aber du bist so erregt! Was ist dir? Beruhige dich nur erst." „Ich bin außer mir vor Wut uud ich könnte jeden Menschen nicdcrschlagen, der mir in den Weg tritt, und alles zermalmen, was ich iu die Hände bekomme." „Potz Wetter! Dann bist du ja für deine U>" gebung gefährlich," antwortete Mr. James lächelnd. „Sie dürfen sich nicht über mich lustig machen, Mr. James, das kann ich nicht vertragen." „Das tue ich auch nicht," sagte Mr. James gutmütig. „Sprich dich nur offen aus, wenn du glaubst, daß ich dir helfen kann. Aber seh dich nur erst und zünde dir eine Zigarette an." Einen Augenblick später war sie aber wieder ausgegangen, und Hugo drehte sie zwischen den Fingern hin und her, während er mit nervöser Hast erzählte, was er soeben erlebt hatte. Als cr fertig war, rief cr heftig aus: „Nun, was sagen Sic dazu?" Mr. James hatte aufgehört zu lächeln. Je Weiler Hugo in seiner Erzählung kam, desto gespannter und erregter wurde der Ausdruck in dem Blick des sonst so ruhigen Schulrcitcrs. Seine Antwort war deshalb fast ebenso heftig im Ton wie Hugos Frage. (^ort sehnn«, folgt,) Laibllcher Zeitung Nr. 259. 2337 12. November 1U0U. leine Interpellatioilen einreichen, wl'il sie glauben, das; die ^itunge» nicht genilgeiid Platz für die KaniNier. Verhandlunge» haben. Man dürste in dieser Woche die Quadratur des Zirkels lösen, lein Mensch würde davon Notiz nehmeii. ^ »a»che", der eine Anzahl seltsamer Beispiele relapilliliert. So fand man vor lnrzem vor der Tür eines Loildoner Schaukhauses einen sterbenden Mann. Man schleppe ihn in die Wirtschaft nnd bettele t>en Nnqliictlielien ans ein Lager' dann aber wnrden slifurl N^elten abgefchlufsen iiber die sensationelle ^rage, >.'b der völlig Erschöpfte nnn sterben oder leben werde. Als ein herbeigerufener Arzt eintraf, war die beiden» schafl der Wellende», bereits so hoch entflammt, das; sie dem Vertreter der Heilkunde den Zutritt zn dein Kran» len gewaltsam zu versperren suchten. Die ans den Tod gewettet hallen, erllärten jede ärztliche .Hilfeleistung für ein unfaires Manöver, das den natürlichen Ans» vird er voranssichtlich vorsichtiger sein. Ein anderer bekannter Newyorker Bankier mußte nach der Wahl in zerlnmptem Anzug aus einem Schubkarren, der von einem Schwein gezogen wurde, die ganze Länge der fünften Avenue Hinabsahren. Er hatte natürlich bald sine Eskorte von Hunderlen amüsierler Zuschauer, die >hm spotteud das Geleile gabeu. Zuin Schlns; innßle der unvorsichtige Dollarlönig mitten auf dem Madison Tcmare aus der Tasche eiueu Hausen roher ^iübeii ziehen, eincn Teil davon selbst verzehren nnd mit dem Zieste das Schwein füttern. Man merkte dem braven Millionär an, daß er fich dabei fast zu Tode fchämte, "ber als Mann von Ehre galt es, Wort zu hallen, »nd so verzehrte er ans der Madison Square zusammen »'it seinem Schwein seine Nüben. t einigen Tagen kann man Damen sehen, welche "llen Neugierigen sichtbar angebrachte Uhren am oberen Stande ihrer Hüte tragen. Das Zifferblatt ist geschmacl. ^'Il innerhalb einer großen Schleife angebracht ?^r durch deu Bandausschnitl hiudurch zu sehen. Für die Trägerin selbst ist diese nene Mode aller» d>ngs nichl sehr prallisch, da sie ja gar nicht wissen ^nn, was die Slnnde geschlagen Hal, es sei denn, daß ^Nc> Hutuhr mit einem Schlagwerk verjehen würde, "'stu angenehmer aber wirkt die Einrichtung aus die Passanten, welche sich jederzeit davon überzeugen kön. "l'n, wie spät es ist, wenn sie einen Blick aus diese sandelnden Normaluhren werfen. Man kann gelrost ^nehmen, daß die Amerikanerinnen die Mode nur ge> ^>"!fen haben, um die Aufmerksamkeit aus ihre Hüt? >l> lenken. Sie selbst aber haben eine neue Ausrede Pfunden, um sich so oft wie möglich vor den Spiegel ,l> stellen oder vor den eleganten Schaufenstern der, "l'wyorter (Geschäfte stellen ' zu bleiben. Sie wollen cben nur nach der Uhr sehen. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Die Hyssicnc der Ttiidtc. (Fottscl)ll„ll.) , 2 ch w i m ni bade r. An Anlage und Betriebs» b)!en stellen die größten Anforderunge-n die Schwimm- under, welche so diinensionierl »verden, daß man pro WO Einwohner 1,5. bis 2 Quadratmeter Wasserober. ache rechnet, die kleinste Ausführung jedoch minde- > !^i/" ^">adrallueler Wasserfläche erreicht. Die Tiefe "'s Wasserbassius beträgt ans der Nichtschwimmerseile - . bls 1,2 Meler, au, der Schwimme, seile 2,8 bis -',>' Meter «Mindestmaß für Kopfsprünge 3/' Meter). ^,l>r einen einwandfreien Äetrieb von BassinsschwimM'. '"dern empfiehlt sich eine tägliche oder doch wöchentlich mindestens zweimalige Entleerung nnd Neinigung der "»Klioden und CeilenN'ände voil^ dein sich ansetzende» Schlamm, anßerdem eine fortlaufende Wassererueue-rnng, welche etwa '/:>» des Nassininhaltes stündlich be» tragen soll. Der dauernde Abfluß erfolgt zweckmäßig durch gleichförmig am äußeren Ende angebrachte Öffnungen mit Näpfen, welche das Spulum der Bade» gaste aufzunehmen haben. Um die Nasjinentleerung und Neusüllnng ohne Belriebsnnlerbrechung durchführen zu sönnen, ist es notwendig, die Ablaufeinrichiuug su vor» zusehen, daß die vollständige Enlleernng in 1 bis 2 Ttnnden, und die Nenfüllnng in 5> bis 8 Stnnden dnrch-geführt werden kann. Es kann alsdann der Wasserwechsel über Nacht erfolgen. Diese Einrichtung stellt sehr erhebliche Anforderungen an die Wärmezentrale, welche in der kurzen Zeit den gesamten Wasserinhall von der Temperatur des Pumpbrnnuens ans die Tem> peratur des Nadewassers >22 Grad <'j erwärme« muß. Betrachtet man die damit verbundenen Betriebskosten sür ein Schimmbassin normaler Ausführung von 8 Meter Breite und 20 Meter Länge, dessen Inhalt zirka 350 Kubikmeter beträgt, so ergibt sich bei einem Kostenpreis von 10 !> pro Kubikmeter siir eine ein» malige Nenfüllnng ein Aufwand für Waffer voll 35 ^', während der Brennftoffanfwand für die Erwärmung dieser Wassermenge mindestens mit 25 bis 30 l< zn veranschlagen ist- dazu treleu die täglichen Kosten für die fortlaufende Wasfererneuerung mit rnnd 20 li. Man erkennt daraus die erhebliche wirtschaftliche Be» deutung, sosern die Möglichkeit besteht, Waffer und Wärme durch die Verbindung der Hallenschwimmbäder mit Dampskraftzentralen kostenlos zn erhalten. Da die Hallenschwimmbäder meist als gemeinnüt'.ige Einrich. ln»g von den Gemeinden erbaut werden, so sind diese sehr wohl in der i^age, ihre elektrischen Veleuchtuugs. und 5irastzentralen räumlich mit den Badeanstalten in solche Beziehung zn bringen, daß die Abwärme der elektrischen Zentrale für die Naoeaustalt nichbar ge-macht werden kann. Es kann nicht nachdrücklich genug anf die Vorteile solcher Kombinationen hingewiesen werden' da die modernen elektrischen Tampfzentralen mit Turbinen ausgerüstet siud, welche vollständig öl-freies Kondensat liesern, so kann die Abwärme solcher Maschinen nicht allein indirekt nnter der Verwendung von Oberslächenkondensaloren, sondern anch direkt bei der Anssührnng mit Einsprii>>londensalion Verwen-dung finder. Aas siir gewöhnlich vollständig nutzlos absließeude, für Badezwecte mehr als notwendig vor-gewärmte Waffer kann selbst anf größere Entsernnng für Schwimmbassins Verwendung finden, da die bei der Fernleitung in ^raqe kommenden Wärmeverluste bei fachgemäßer Ausführung der Nohrleitung nur wenige Prozente ausmache». Als wichtige, zu jeoem Schwimmbad gehörige Nebeneiurichluug sind die. sogenannten ^teinigungsbäder zu betrachten, welche ohne Unterschied von jedem Bade. gast vor Be»üi)ung des Schwimmbassins, hauptsächlich z»n Vorreinigung der ^üße benüht werden müssen. Es empfiehlt sich zn diesem Zwecke die bauliche Einrichtung so zu treffen, das; das Schwimmbassin »ur »ach dem Passiere» dieses Neimguugsraumes zugänglich ist. Weiterhin ist dafür Sorge zu trage», das; die Bade. gaste »»it entkleideten ^üßen »ichl den gleichen Weg zn passieren haben, den sie mit dem schmnhigen Tchnh. werk aus dem freien betreten. Man erreicht dies i» ein. sacher Weise dadurch, daß die Auskleidekabinen durch einen äußeren Gang betreten werden, während der Austritt uach dem Baderanm dnrch eine zweile Tür er° folgt, welche dem Zugang gegenüber liegt. Eine gute Eiwärmung nnd ^ilslung des Hallenbades ist zur Ver» meidnng von Nebelblldnng nnd Wasserniederschlagen an den Begreuzuugswäiiden als selbstverständlich zu be» trachten. Um die Verwendung von Käufern ans den Gängen nm das Bassin hernm entbehrlich zu machen, empfiehlt es sich, daselbst den Fußboden mit Hohlniumen zu versehen, welche entweder mit Heizröhren zur Erzielnng eines warmen ^»ßbodens versehen werden, oder dnrch welche die hochlemperierte ^nft znr Heizung nnd Lüftung der Schwimmhalle hindnrchgesührl wird^ Durch diese Einrichtnng fällt der nmftändliche täglich vorzunehmende Transport der nassen Käufer, das über Nacht nolwen-dige Trocknen dieser Läuser weg, und ma» erzielt einen hygienisch einwandfreieren, leicht zn reinigenden ^»ß. boden. Zweckmäßig ist die Verbindung von sogenannten Anwärmeräumen, welche durch die Ansiechterhaltnng einer höheren Temperatur in Verbindung mit aus^ gestellten Turngeräten die Badelnst erhöhen. Die Einrichtungstosten der Hallenschwimmbäder schwanken zwischen 15,0 bis 200 1< piu Quadratmeter überbauter Grnndfläche. Steht eine Dampfzentrale zu Gebote, so ta»n mit dei Anlage eines öffentlichen Zentralbades auch die einer öffentlichen Dampfwäscherei verbunden werden. All. gemein sind die Gefahren der ilbertragniig von Inset-tionskrankheiten dnrch schnuchige Wäsche bekannt. Man brancht nur auf die kolossale Verbreitung der als Volkskranlheil charakterisierten Tuberkulose hinzuwei-seu, um die Notwendigkeil einer unler behördlicher Ans. sichl stehende» Dampfwäschere, zu erkennen, in welcher alle Keime von Infektionskrankheiten dnrch die hohe Temperatur unfchädlich gemacht werden. Einen großen hygienischen Übelstand bildet oie Gewinnnng des Eises ans stehenden Gewässern und Pfützen. Deshalb ist man überall bemüht, diesen, llbel» stände dnrch Errichtung von Eisfabriken abzuhelfen. Es könnte» daher praktisch alle vier Betriebe, elektrische Zentrale mit der großen Dampfanlage, Zentralbad, Dampfwäscherei nnd Eisfabrik vereinigt werde». Im Sommer brancht ma» wenig Wärme für die Wäscherei, Zeunalbao und Lichterzeuguug, aber viel sür die Eis> erzeugung; im Wiuler ist gerade das Umgekehrte der ^all — die Vereinigung des technischen und lommer» ziellen Betriebes nnler einer Leitung würde auch die. Regiekosten bedeutend verringern. ^sür unsere Laibacher Verhältnisse lohnt es sich gewiß der Mühe, dieser ^rage ans dem Gebiete ors hygienischen Fortschrittes näherzutreten und zu stuvie» reu, ob der Grund bei der elektrischen Zentrale genug groß wäre, diese Anlagen daselbst zn nnlerbringen. In absehbarer Zeil wird in dieser Gegend wegen der Be-lästigung dnrch die hohen Schlote in der Nachbarschaft und wegen des iu der unmittelbaren Nähe befindlichen Irren-Siechenhauscs leine andere bauliche Entwicklung möglich sein. Der Gemeinderat vo» Laibach faßte ii, del jüngste» Zeit deu Beschluß, ein größeres Anlehen zu kontrahieren, um einige moderne Einrichtungen zu ermöglichen. Obwohl Laibach in der moderne» Enlwick. lnng rasch fortschreitet, fehlen nns trotzdem, wie wir ans dem Gesagten ersehen konnten, wichtige hygienische Einrichluugen. Es i>< gewiß nicht z» viel verlangt, »venn wil »leinen, Haß gewisse derzeit nichl dringend notwendige Projekte des Gemeinderates c^is eine ,pä-lere Zeit verlegt werden sollten. Viel dringender und für die Gesundheit der Bevölkerung notwendiger sind das Zentralbad, die Tampfwäscherei nnd die reine Eis. gewinnling, zndem anch i» gewissem Sinne rentabler, weil sie mit einer bestehenden Alilage eventuell verbun. den werden könne». Alle luaßg^benden Faktoren würden gewiß der Gemeinde bei der Verwirklichung dieser Pläne an die Hand gehen, die gesamt« Bevölkerung aber mit Freuden diesen Schritt begrüßen nnd gewiß auch bereit sein, zur Deckung dieser Kosten materielle 5pser zu bringen, wenn es nutwendig sei» sollte. Jedenfalls lohnt es sich der Mühe, diese Anregullg näher zu studic' "u. ,',-<- ^»li.il,: /f«. 5,!xi-<.'r<.s<^,.i.j. v". Preis geh. 2 l< 2<^ 1,, geb. 2 l< «s» !i, zum Unterrichtsgebrauche an M,ttel,chl,len, an denen Geschichte und Geographie in den Oberllassen in sluvenischer Sprache gelehrt wird, die Approbation erteilt. ^__^ lTtaiistisches Jahrbuch der autonomen Bandes« verwaltun.q.j Nber Ersuchen der s. f, Tlatistischen Zentraltommission in Wien wurden von der Landes» regiernng die unterstehenden Politische» Bezirtsbehürden aus das Erscheinen des 8. Jahrganges des „Statistische» Jahrbuches der aulouume» Laudesverwallung" m Kenntnis gefetzt. Der vorliegende Jahrgang bringt außer den alljährlich zur Darstellung gelangenden Materieu eme Statistik der Mittel.' und SpeziaL schulen, eine aus deu jüugsteu Neformen des Landtags» Wahlrechtes ausgebaute Laublagswahlstatistik und den ersten Teil der sür alle Länder in Alissicht genm». menen Statistik über die Ansaabe» nnd Einnahme» der Ortsgemeinden. Der Preis des >», Verlage der k. k. Hof- und Staalsdruckerei erschienenen Bandes stellt sich sür Hmler ans 14 K. .,-. " lErblosc Vcrlassenichajt.j Lnnt Mitteilung der k. !. Seebehörde i» Trieft ist der angebliche öfterrei-chische Staatsangehörige Enge» Vogel, ».'elcher als Malrose am englischen Dampfer „Trafalgar" ein-geichisft war, am l2. Dezember 1W8 infulge eines Un-falles in Newcastle, Neusndwales, gestorben. Er war 4! Jahre all, angeblich in Wien geburen und befaß außer der englische» Discharges tei»e Legitimations. Papiere. Das Board of Trade ist bereit, dem l. u. l. General..^ulisularamte i» Londoii den Nachlaß, be» stehend ans einem Lohnreste von H 38,8«, einem Sacke nnd einer Xiste mit Effekten, auszufolgen, sobald es die Erklärung abgibt, daß die Erben des Verstorbenen in der österreichisch.nngarischen Monarchie lebende Staatsangehörige sind. Über Ersuchen der genannten Seebehörde wurden von der Landesstelle die politischen Bezirksbehörden angewiesen, behufs Beschaffung der in Nede stehenden Erklärung, Erhebungen iiber die Iden» titäl nnd Zuständigkeit des Verstorbenen, bezw. über das Domizil seiner Erben zn pflegen nnd ein positive" Achilla! der k. k. Seebehörde in Trieft direkt bekannt, zugeben. ^ - lÄau. nnb öffentliche Arbeiten.j Der heurige trockene Spatherbst Hai die Bansaifon um ein paar Wochen verlängert, die äußeren Maurerarbeiten bei den noch im Bau befiudlichen Gebäuden beschleunigt und deren Unterdachbringung ermöglicht. Außer zwei piojellierlen, aber verschobenen Ädaptierunqen ifür Gasthauszweckej werde» heuer alle größere» mimeus-werte» Äauaussühruuge» zum Schlüsse gelange», wie der »achsleheiide Stand zeigt.- Der No'hbau des V. Kubelkasche» Hauses a» der ^ranz Ioses.Tlraße »st iiber die Höhe des zweiten Stockwerkes, der des zweiten H. Priv^'ssck^ii Gebäudes bis zum Dachstuhl gelangt. Die ^abriksgebäude der „Xoliiisla Tovar»a" an der Martiiisstraße sind im Nohbau als vollendet zu be-trachte». Das Haus deS ^r. Igli^ an der Ecke der Vrhovecgasse und des Tabur ist nnter Dach gebracht. Beim nenen Schultralte des Kollegium Mariauuui a» der Poljanastrnße lunrden die Dachdecker, uud Zimmer» manllsarbeite» i» A»grisf geiwmme». Vor dciu Hause des V. >lubelka a» der Poljanastraße ist die Pflaster, legliiig im Zuge. Das im Nohbau sertiqe imd uuter Dach gebrachte Haus der I. Kos in der Umill» und Methodgasse nnrd getroctliet. In der Schienstättaaü.. ist der Nohbau der Villa 7er av b.s Ä Dack itu ! vollendet, desgleichen der der Villa de3 Al'", N "!'.. Laibacher Zeitung Nr. 259. 2338 12. November IK0U. Grubcrkai. Infolge Abtraguug des allen Gebäudes der M. Turk a>i der Radetzlystraße hat ein Teil dieser Straß»? eiue Regulieruug erfahre»: zllgleich wurde der Gehweg daselbst gepflastert. Das erste Haus des H. Prw.^ek au der Sonllengasse ist verputzt, desgleicheu die Villa des Dr. Franz Tonliu^el iu der Eyrill. und Methudgasse soivie sämtliche drei Villen au der Rosen» bachstraße. Der Rohbau des Toppelhallses Barbi^-Kos in der Gerichlsgasse ist bis zur Höhe des zweiten Stock, werles fertig. Die Gr»»da»shebn»ge» au der Rönler» inauer »verden fortgesetzt. Auf deiu freieu Platze vor der ueueu Landwehrkaserne au dcr Poljanastraße, ist die Pflasterleguilg im Zuge. Tie ilördiichc Hofseile er» hielt eine Einfriedung. Auf dem Marieuplatz ist auf der Sammelstelle des Kabels ein Kiosk aufgestellt wor» den. Die drei Wohnhäuser der Wohnliilgsbaugenosseil. schaft iu der Hilschcrgasse sind im Rohbcili bis zur Höhe, des zweiten ^tockwerles fertig, die Villa Sprcitzer mu Tabor ist nahe bis zum Dachstuhl vollendet. Au der Marlinsslraße find die Maurer, und Vetonarbeiten vor und unter dem Durchbruch zu Ende geführt; die Benützung für den Verkehr ist bevorstehend. Tieserlagc wurde vom Jägerhause der Firma Krifper H Tomaxi<> au der Wiener Straße das Bahngeleise auch ans den Nahngrnnd gelegt nnd mit dem Geleise der Südbahn verbunden. Änf dem neuangeleglen Parte auf der nördlichen Tivoliwiese wurde in der abgelanfencn Woche »»it weiteren Anpflanzuilgen begonnen. In der Nonneil' gaffe wnrde das neue Objekt des Ursulincrinnenkoli' vents lTuruhalle faiut Waschraum) bereits mit den er» forderlichen Gerätschaften ausgestattet. Anf den eheinals Zeillcrsckivn Gründen find die Gruudanshebungen für deu deutscheu Theaterbau seit zwei Wochen im vollen Zuge. Die Hanptfront des Theatergebäudes lvird der Erjaveeftraße zugelvendet sein. Die beiderseitigen freien Stellen längs des Gebäudes sollen durch Rosen und! Anpflanzungen eine kleiue parlähnliche Verschöuerung erhallen. Der rückwärtige Baugrund wird dem Ver. nehmen nach parzelliert werden, Im Gebäude der Alten Schießstätte (nun Eigentunl des Slovenischeu christlich» sozialen Verbandes) werdeu Adaptierungen durchgeführt. Die Näume des ersten und zweiten Stockwerkes werden nämlich vor allem zu Theaterzwecken iu Ausprnch ge' nommen iverdeu. Dafür foll in erster Linie der große Saal faml Galerie in rekonstruierter Form dienstbar gemacht »verden. — Ein Teil der friaulischen Arbeiter und Maurer hat bereits Laibach verlassen. x. — lDie Arbeiten im Gruberlanal.) Dcr strömende Teil der Laibach, der vor zehn Tagen durch die geöffne-ten Schleusen seinen Einzug ins Flußbett gehalten, richtete arge Verwüstuugeu an, die noch heute zn seheil sind. Die hölzernen Materialwagen wurdcu weg» geschwemmt, ja selbst die schweren eiserneu Hunde wur-deu mitgezogen, während die beladenen vom Geleise in die Ticfstellcn des ausgegrabenen Bettes stürzteil. Die Wassermassen rissen ferner an mehreren Stelleu die llcincn Geleise samt deu befestigten Schwellen anf und trieben damit sowie mit der hölzernen, rechts längs des Flußbettes gelegten Rinne ihr Spiel. Iu dieser Woche wurde eiu Teil dieser Schäden mit der größten Au» strengung wieder gut gemacht, aber die Entfernung der großen Wasserlachen bedarf noch einer energischen Aktion. Der jetzige Stand der Arbeiten ist infolge der obgenanuten Slörnugen nachstehender' Nach Enlser. uullg des im Bette angesammelten Wassers schritt man zur Auffiuduug der abgeschwemmteu Materialwagen, zur Herstellung der verschobenen nnd beschädigten Ge-leise uud der hölzerneu Rinne. Hierauf wnrde mit der Fortsetzung der Ausgrabungen und Materialabsührnng begonnen. Infolge verringerter Arbeiteranzahl schreiten jetzt die Arbeiten freilich langsamer vorwärts. Die Strecke von der Einmündung bis zur Poljauabrücke weist in der Mitte des Bettes bereits die Tiefe von zwei Metern der neuen Ausgrabuugen auf. Obwohl zwischen den beiden Brücken zwei Tampfmotorc für die Echuttabführung zur Verfüguug stehen, schreiten die Arbeiten nicht im gewünschten Tempo weiter. Ein Teil der Arbeiter ist zur Beseitigung des Rasens an» rechteil User beschäftigt. Im Kanal bei deu Stützmauern wur< den bisher drei Betouwände errichtet. Behufs Erleich' teruug steht ein Motor z^ir Verfügung. Die Geleise find nahe bis zur Unlerkrcnner Brücke gelegt. Die alten Maucrwändc werden in der ganzen Lauge Betonwänden Platz machen. Da wird die Erwciternng des Bettes den schwierigsten Teil bilden, aber günstiges, trockenes Wetter vorausgesetzt, werden sich diese Arbeiten normal abwickeln können. Freilich wird für die Vertiefungs-arbeiten (Ausgrabungen) die Anzahl der Handlanger im Frühjahre erheblich vermehrt wcrdeu müsseu. x. " Oollaudierung des Militärvcrpflcgümagazins in Ubmat.1 Über Ansuchen dcr k. uud k. Militärbauabtei. lung findet am 17. 0. M. um halb M Uhr vormittags die kommissionelle Kollaudierungsverhaudluug des Neu» banes dcs l. und l. Militärverpflegsmagazines iu Udmat unter Intervention eiues Staatsbautechnikers dcr I. l. Landcsregiernng an Ort und Stelle stall. —r. — lDie Tchillcrfeicr,j welche Mittwoch, deu 10. d., abends uach dcr Theater-Festvorstellung in der geschmack- voll gezicrteu Kasinoglashalle vou Mitgliedern des Deutschen Turnvereines veranstaltet wurde, war begreif. l'cherweisc bei der vorgerückten Stunde ill Uhr abends), in der sie beginnen mußte, nicht stark besucht. Es war "nc kleine Gemeinde, die aber, wie dcr Vorsitzende ^chulrm Prüf. Binder bemerkte, durch Begeisterung einer t',,^ ^ "'? '^'l abging. Die Feier, die uach ^ eili.l 3. ' ^"'^'"" ^"'ch den Vorsitzenden mit dem Ä'^r^ "'l)"ll ihren besonderen f s ^ schwungvolle Rede. mit der Pro- n„m ^1. bitter von Cchoevftl den Dichter feierte nnd die Bedeutung dcs Tages beleuchtete. Der Chor „Hymnus an die Freude", der uuu folgte, gab der dadnrch geweckteu Stimmung begeisterten Ausdruck. Das Mitglied der deutschen Buhne Herr Alfred Mahr sprach in hinreißender Weise das „Lied von der Glocke", das ranschenden Beifall erweckte. Herr Emmerich L a n g tillg zwei Lieder vor, darnuter „Des Mädchens .Ullage" in der Verlonnng von Schubert und Herr Konzert' meister H ü l l I verstand es durch sein Geigenspiel Stimmungen auszulösen, die dem Wesen des Dichters trefflich entsprachen. Mit dem packenden Tcharlied aus Wallenslein „Wohlauf Kameraden, aufs Pferd" endete die einfache, aber würdige Feier, die allen Teilnehmern unvergeßlich seiu wird. Die Mitwirkenden wie alle, die die Feier vorbereiten halfen, haben sich den vollen Dank der Teilnehmer verdient. — öffentlicher Vortrag.) Tie Arbeiterorganisa, lion „Vzajemnost" ueranstallele gestern abends lim 8 Uhr im großeil Saale des „Mestni Tom" einen öfsent. lichen Vortrag, der das Thema „Luft lind Leben in didaktischer nnd praktisch aufklärender Form behandeln sollte. Der Vortragende, Herr Gymnasialprofessor Josef R e i s n e r, wurde dieser Tendenz iu erschöpfen, der Weise gerecht und ergänzte seine belehrenden lind durchwegs übersichtlich und populär gehalteneu Erörte» rungeu durch eine Reihe von Erperimenten, die er alls dem Vorlragspulte zur Ausführung brachte. Es wnrden die physikalischen und chemischen Erscheinungen von Lnst und Wasser demonstriert und uameullich diejenigen Wirkungen der Luft hervurgehobeu, die nns letztere als einen wenngleich uusichlbareu Stoss erscheinen lassen, der ebenso wie jeder andere Körper den Naturgesetzen unterworfen ist. Ebenso wnrde, ausgehend vom Iioi'l'sn-v:,,'l,l! der Alten, der luslleere Ranm erörtert nnd die interessante anf Nnll fich reduzierende Wirkung nnd Ge-genwirknng des Außen' und Innenlufldrnctes beim menschliche!, nnd tierischen Organismus erklärt. Auch fanden die Verstärkung des Luftdruckes durch Veroich. lung der Luft »ud ihre praktische Anwendung im Windkessel der Feuerspritze, die chemischeu Evscheiuuugeu uud Veränderungen der Luft sowie die Regenerieruug der Lnfl durch die Pflanzen prattifche Erörterung. — Die Ausführungen fanden ein zahlreiches, sehr anfmerl-fames Anditorium, das sicher nicht ohne Nutzen aus dem Vurlragssaale schied. — lDer slovenische kaufmännische Verein „Mer» kur"j veranstaltet Mittwoch, den 17. d. M., um halb 9 Uhr abends iu seineil Lokalitäten einen öffentlichen Vurtrag des Herrn Rudolf 5ega über die Banlpolilil nnd die Trennung dcr österrcichisch'Uugarischen Bank, also über eine der wichtigsten wirtschaftlichen lind po» litischen Fragen. Bekanntlich läuft am 31. Dezember 1910 das Vanlprivilegium ab und bishin miiß die Enl» scheiduiig darüber fallen, ob wir noch Weiler eine ge. meinsame Baut habeu lverdeu, oder ob deren Zwei» teilung eintritt. — Zum Vortrage sind nicht uur Ver» eiusmitglieder, sondern auch alle jene eingeladen, die sich um die Vankfragc inleressieren. — «„Lustiger Abend.") Über Marcell Salzer, der am 18. d. M. hier iil der Tonhalle anstrelen wird, änßern sich die Feuilletons hervorragender Zeitungen lvie folgt: Stuttgart, „Würll. Ztg.": „Eiu Abeild bei Mareell Salzer ist das Herzerfrischendste, Ergötzlichste, Wundervollste, was man sich denken kann." — Slutt» gart, „Schwab. Merkur": „Wer in diesen verdrießlichen Zeiten die Menschen so zum Lachen zu briugen ver^ steht wie Marcell Salzer, der ist ein Wohltäter der Menschheit!" — „Kölnische Ztg.": „Wer ihn hört, vergißt die Zeit." — Darmstadt^ „Hess. Voltsbl.": „Wo er auch hinkomml, strömt ihm die Menge zu. Er kann die Menschen lachen und weinen machell." — „Leipziger Tageblatt": „Zu Marccll Salzer! das ist die Parole für alle, die sich nach des Großstadtlebens Hasten nnd Plagen uud oft recht laiigweiligen Verguügungen froh und gesuild lachen wollen. Ein -Licht, und Freuden» bringer, ein lachender Philosoph ist uuser Mareell Tal» zer." — Karten bei Richard Drischel, Blich, und Musi-lalienhandluug, Kongreßplatz. — (Von dcr Erdbebenwarte.) Wie die Redaktion des „Herald" ans Paris unserer Warte berichtet, war der Schauplatz der jüngsten seismischen Katastrophe in Westindicn gelegen. Es trat daselbst ein Seebeben, ver» buudcn mit fürchterlichen Stürmen, anf. Ter von nns schon am 9. November augezeigle, starke Vodenslurm steht iu inuiger Beziehung zu diesem Elemeutarereig. uisse uud ist also als ein Echo der weltfernen, zytlunalen Stürme allzusehen. — Das Beben, das am II». d. M. alle seismischeu Instrumente der Welt in Tätigkeit ver» setzte, war von außeroroeutlicher Stärke. Selbst unsere nncmpfindlichstcn Apparate, die nur dazu bestimmt sind, örtliche Erichütteruugeu aufzuzeichnen, hatten die Schwanknngcn der Erdrinde stuudeulang angezeigt. li. — lTanitätö.Wocheilbcricht.j In der Zeit von, 24. bis 30. Oktober I9<)9 kamen in Laibach 19 Kinder zur Welt s24,7l) pro Mille), dagegen starben 17 Per. soncn (22,10 pro Mille), nnd zwar an Wochenbett, sieber 1, an Tuberkulose 2 ldaruuler l Fremder), iu-folge Unfalles 2 uud an sonstigen Krankheiten 12. Un» ter den Verstorbenen befanden sich 8 Fremde s47,<»5 <^,) und ll) Personen aus Anstalten <58,82 55). Iufektions-crlranluugcu wurdeu gemeldet: Scharlach 4 l> davou aus der Umgebung ins Landesspital überführt), Typhus 2 l> davon vom Lande ins Landcsspital überführt, l Soldat befindet fich im Mililärspitale), Diphlheritis 1, ägyptische Angenkrankheit 1. — <(5in Teil der Älusiktapelle der Slovenischc,, Philharmonie) konzertiert heule bei den Abeudvorstel-lungen dcs Elektroradiugraphen „Ideal" in, Hotel „Stadt Wien" von -^5i Uhr an. - lPlöjjlich gestorben.) Der 36jährige KeusclM Franz Ienlo in Vetter bei Alllack wurde am 9. d. M. nachmittags vor seinem Hanse tot aufgefunden. Da er öfters mit seiner Frau in heftigen Wortwechsel a/riel nnd »ach solcheu Vorfällen feine» Zorn im Trunks z» erstickeil Pflegte, was anch ani kritifchen Tage der Fall war, dürfte cr einen Tchlagansall erlitten haben. —o— lNenwahl dcr Tanitätsdistlittovertretuug in Gurlseld.j Geivähll )v»rde Herr Johann Sterle in Gurkseld zlim Obmauue lüld Herr Tr. Georg P n<^so vo» ebeildort zu dessen Stellvertreter. -''- - sInternationaler Zooloqcntonqreß llNO.j Der achte Internationale Zoologeul'ougreß !9l<» findet i» Graz vom l5. bis 2<>. Angnsl stall. An dem Kongresse können nicht nur Berufszoulogeu, souderu auch alle Freuilde der Zoologie (Herren nud Dameu) teilnehme», nnd zwar als stimmberechtigte Mitglieder (Beitrag 25) Krone») oder als Teilnehmer (Beilrag l2 .Kronen). Die Beiträge sind an die Sleiermärlische Eslomple-bant in Graz einznsenden. Ter Kongreß wird am I5>. August 3 Uhr nachmillags eröffnet, vom lb'. bis !9. August finde» vormittags die Sitzungen und Vor' Nage statt, die Nachmittage find Ausflügen in dic Um» gebnng von Graz gewidmet. Für Samstag den 20. Angnsl isl ein Vesnch des Erzberges nnd des Leopoldsteinersees in Anssichl genommen, für den 2l. eine Fahrt mit der Karawankenbahn nach Trieft nnd Miramar. Vom 22! bis 27. August ist eine Eflursw» nach Talmatie» mit dem Besuche vou Celiuje vor» gesehen, an welche sich eventuell eiue Tour durch Vos« nieil nnd die Hercegovina ailschließen soll. Anlncldung'.'» für die Talmatienfahrl (Preis 2l»<> kroueu samt Ver-pfleguilg), so»vie die Fahrt uach Bosnien sind womöglich >chon jetzt, spätestens bis 1. Inni N»Il> an das Präsi-dium des achten Inler>la begleichen sollte. Der empsehleuswerle l^ast wnrde dem Bezirksgerichte überstellt. Wie wir nun erfahre», heißt der Zechpreller Michael Pu^ uud stammt ans St. Mareiu in Unterkrai». Er wird wegen Veruntreu^ nng vo» 4<» K znm Schaden eines Gastlvirk's an der Karlstädter Straße verfolgt. Außerdem wird Pu« be» schuldigt, ill Inuerlrain einen Eiubruch verübt und ei»e» Geldbetrag von 320 I< nebst einer Taschenuhr erbeutet zu haben. Der Verhaftete wurde dem Landes» gerichte überstellt. - sDic Trifailcr ttohlcnwcltsgeicllschaftj tcilt lins mit, daß sich ihr Zentralbnrean' i» Wien vom 15. d. M. ab l/', Falkestraße 1, befindet. " slfin ergrauter Verbrecher.) Kürzlich wurde mil' geleill, daß der alte Einbrecher Jakob Krt nach ^inem im Pfarrhofe zn Radoinlje verübte» Gelddicbstahle flüchtig gclvordeil war. Vorgefler» wurde null der ergraute Verbrecher iu Sleiu ailgehalten und dem dortigen Bezirksgerichte eingeliefert. - ll>!i^ „»ünoi-in,» ist der Titel des Werkes; Perosi hat den Text hiez" selbst geschrieben und dazu hauptsächlich die Bibel, ins-besondere die Teile des Buches Hiob, verwendet, die vom Tode handeln. Laibacher Zeitung Nr. 259. 2339 12. November 1909. - lIn Heclamö Universal.Nibliothetj sind sol-qcnd,' Bände neu erschienen: Nr. 5141 di'? 5>14!i. A. E. Brlichuoqel: ^riedeniau Bach. Noiuan. Mit eiin'r Einleitung von Gcorq Richard .^iruse un^ zwei Musis-beilaaen. Zweiter Aand. — Nr. 5144. Paul Heyse: Müller und Tochter. Drama in fünf Alien. lDen Büh. Nln sicc^cnübcr Manuskript.j — ?lr. 5145. Leonard Mrrricl: <3in Nouibenerfol^ nnd andere Novellen. Autorisierte ttdersehunq ans dein lHuqlischen von Anna Kellner. — Nr. 514L. Paul Lindau: Drei Sa» tiren des ^ucian. ^-ür die dc-ulsche Viihne bearbeitet. 'Einrichninq des Berliner Theaters. Mit drei Telora-tion^planen. — Nr. 5147 bis '5149. Schweizerisches Hwilqeschliuch vom l<». Dezember ll)<>7. HeranslMeben, l'inl^lcitet »nd mit einem Sachregister versehen von Dr. Walther S t n b e r. Nr. 5150. ^ Malten: Nur eine Maad. Novelle. Telegramme des t. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der österreichische Thronfolger mit Gemahlin in Berlin. Verlin, >l. Noveinber. Erzherzog ^rcinz ^erdi» nand und Gemahlin Herzogin Cophie von Hohenberq lrafen nm 1L' Uhr 47 Minuten miltaqs cinf dem ÄN' Halter Vahnhofc ein. Zum ^mpsanqe »varen ainoesend: Baiser Vilhelm in der Uniform seines österreichischen Husarenveqiments, ferner Prinzessin (5itel Friedrich, Reichskanzler v. Netl)u,auN'Holln.ieq, Ctaatsselrelär v. Tchoen nnd der Nolschasler v. TMl)en>)i»Marich mit den Herren der Nolschasl. Die Beqriisznng »oar sehr herz» lich. Kaiser Wilhelnl überreichte der Herzogin einen Maiqlöctchcilstrciuß. Nach i>em Abschreiten der (5'hreil-tompanie und nach der Abnahine des Vorbeimarsches fuhren die Herrschaften ins Neue Palais. Parlamentarisches. Wien, 11, November. Der VerfassumMnsschus; nahm einhellig einen Antrag des Abg. Dr. Adler an, wonach oie Bewilligung des Vndqelprovisorinms nur mit Huslilnnnmg des Parlaments erfolgen darf und die Anwendung des ^ 14 darauf verfassungsmäßig unbedingt ausgeschlossen ist, Uwnach ferner jene Regierung, die als Ausweg aus politischen Schwierigkeiten znin § 14 «.reist und jene Parteien, die das geschehen lassen oder durch ihre Politik dahin drängen, die volle Verantwor» tuns, für den Versassungsbruch tragen. Wien, 11. November. Ein ttommuniquü deS Polen. l!ul>? besagt: In der Strung der parlamentarischen Kommission des Polenllubs sind die Minister Vienerth, Niliusli und Dulemba erschieilen. Der Minislerpräsi» bent dankte dem Präsidium des Polrnllubs für dessen vermittelnde Tätigkeit nud driictte den Wnnsl!) aus, occh sie sortgesehl werden möge. Nach längerer Debatte wurde dle Hortsel.',nns> der Verhandlungen mit den Par» teien in Aussicht gestellt. Hieraus fand eine Konferenz des Präsidium? des Poleuklnds mit der Slavischen Union statt. Die Beschlüsse der Slavischen Union sollen morgen dem Poienflub mitgeteilt werden. Ungarn. Budapest, II. November. sUnqarisches Telegra-pheu.Korrespondenzbureau.) Am Abend sano eine Kon-ferenz der Unabhängigleitspartei nnter dem Vorsitze des Handelsministers 5lossulh statt. Zu Neginn der» selben unterbreitete Abq. Hollo sollenden Antrag: Die Unabhängigkcits. und 48er»Partei spricht aus, das; sie der Verlängerung des Privilegiums der gemeinsamen Vanf nicht zustimme und das; sie nur eine solche Ne» ssicruug unterstütze, welche außer der Schassung des allgemeinen Wahlrechtes die Errichtung oer selbstän» distrn Vanl am 1. Jänner 191! in ihr Negiernng5> Programm aufnimmt nud welche mit Vermeidung jeder Koalition und Kooperation aus der Unabhängigkeit^» und 48-erParlei als der parlamentarischen Mehrheit gebildet N'ird. Die Partei iprichl serner ans, daß dem Äbgeordnelenhnuse seitens der Partei ein Antrag zu unterbreiten ist, demzufolge ail den Baiser eine Adrejse ^erichtcl wird, ans daft die Krise möglichst rasch aus Grundlage dieser Prinzipien gelöst werde. Behufs Ab» sassung dieser Adresse ist ein i^igliedriger Ansschnß zu entsenden. Die Partei erachtet die Unterstützung dieses Antrages und die Anhänglichkeit an die in diesem Parteibeschlüsse niedergelegten Prinzipien als eine der Parteilreue entspringende Pflicht. Nachdem Abg. Hollo seinen Antrag eingebracht hatte, erhob sich Handels» luinister Kossnlh nnd brachte gleichfalls einen Antrag kln, in weichem in der 7^>;V' die Forderung nach der Miständigen Vanl ausgestellt wird, ohne das; aber deren Errichtlm'h an einen vermin geknüpft wäre. (Gleichzeitig "klärte Kiossnth, das; er bei der Abstimmung die Per'-trauenssrage stellt. Es folgt unter grofter Erregung die Abstimmung, welche ergab, das; 1^« Abgeordnete für den Antrag Hollo und 74 Abgeordnete für den Antrag «ossuth gestimmt haben. Daraus erhob sich ttossuth und ertläsl^ es bleibe ihm nunmehr nichts anderes übrig, als aus der Partei auszulreten. ttossulh verlies; hieraus nut seine,, 74 Anhängern den 5tlnb. Die Znrüclgeblie-bcurn sctzten hieraus die Beratung fort. Hierauf über-nahm Graf Theodor BathyaM) den Vorsitz und erklärte, er woll< zunächst konstatieren, das; sie mcht Ursache des Ausschlusses ^iossulhs und seiner Anhänger seien, denn ^le. führten nicht den Kamps um Personen, sondern um Prinzipien. Hieraus wurde sür oen morgen z» wählen» den Adreßausschuf; Abg. Ludwig Hollo' als Präsident kandidiert und beschlossen, morgen um U Uhr abends eine Konferenz abzuhalten behufs Neubesetzung der sreigewordenen Stellen. Die Anhänger Kossulhs kon» sliluierlen sich unter dem Vorsitze des Alterspräsidenten Arpad Szenlivanyi zn einer besonderen Partei, welche den Namen 48er an» nahm. Unter großer Begeisterung wuroe ^runz Kossuth zum Präsidenten, Paul Hoitst) zu»u Vizepräsidenten und Emil Nagt) znm Qnästor geioählt. Hieraus wollte man den (trafen Appo>N)i zum Vizepräsidenten wählen, was dieser jedoch ablehnte. Die Krctafragc. Kondon, !>. November, In Besprechung der von der ^inlei an die Mächte gerichteten Note, betreffend Kreta, sagen die „Times"! Es ist sicher, daß beim gegenwärtigen Stand der Dinge in Europa und im nahen Osten keine der Mächte dein in der Note gestellten Verlangen beipflichten kann, welches eher ein Zuge. sländnis der Minister an die Forderungen des Volles, als der Ausdruck von Hofsunngen ist, deren Erfüllung sie selbst erwarten. Die kretische ^rage neuerlich auf« zurolleu, wäre die größte (Gefahr siir die Nuhe im nahen Osten, deren Aufrechterhaltung als letzte ^olge der klugen und patriotischen türkischen Politik, deren Aufgeklärtheit die „^imes" in warmen Worten preifen, nur zu wünschen sei. Eisenbahunuglült. Nom, !1. November. Ein henle früh uon 15 woll nach Rom abgegangener Persouenzug ist unweit der Station Monteeelio entgleist und die Nöschuug hinab» gestürzt. Vou Nom nnd Tivoli sind unoerweill Hilss« züge an die Unsallslelle abgegangen. Alom, li. November. Bei dem gemeldeten Eisen» bahnuufalle nächst Montecelio sind süns Waggons die Böschung hinabgestürzt. Es wurden ungefähr :><> Per-sonen verletzt, darunter zehn schwer. llngliickSfällc zu Wasser. Nularcst, 11. November. Ans der Tonan ist gestern eine mit 12 Lastwagen beladene ^fähre, auf der sich auch 1ki Personen befanden, gegenüber von Nraila in» folge Eindringens von Wasser umgekippt. Drei Personen kamen hicbei nms Leben. Vl Ferrol, 11. November. Eine ^ischerbarle lct)ei» terte bei der Einfahrt in den Hafen. Die aus acht Per» sonen bestehende Bemannung ist ertrunkeil. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Nacb ttataienen Masern ist SCOTTS Emulsion das sicherste Mittel, ernsthaften Krankheiten vorzubeugen. Wer SCOTTS EMULSION das erste Mal versucht, ist erstaunt, wie rasch sie die geschwundenen Kräfte zu erneuern vermag. Der guto Ruf, den SCOTTS EMULSION überall genieföt, begründet sich hauptsächlich auf der Reinheit fund Vorzüglichkeit aller ihrer Uestandteile. Selbst auf den empfindlichsten Magen und den geschwächtesten Organismus übt Scotts Emulsion den günstigsten Einiluß aus. Nur SCOTTS EMULSION ist die wahre und unübertreffliche Kclit nur rnit dioser , . Marko-dem Fischer Musteremulsion. (H21*)4-2 7«5S!?;"Z^ Freis der Originulflasche Z K SO h. fa)irens ] In allen Apotheken käuflich. Meteorologische Veobachiungcn in Laibach Serhö^e 30« 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 n.n.. - !^ei! 3^ i i ^^ << 2 N. N. 7^> I , 40 O. schwach ! halb bew. ^ 9 U. Ab. 733 7 ' -0'b 3lO. schwach ! heiter , 12>7U. F. 75l-0 -3 7 windstill ^ Nebel 0 0 Das Tagesmittel del gestrigen Temperatur beträgt-0-1». Normale 4 6°. Wetter voraus jage jür den I.i. November für Steler, marl, Kärntcn und Krain: Meist trübe, mit zeitweisen Nied«. schlägrn, mäßige Winde, sehr lühl, unbestimmt, unbeständig; für das jtüstcnwnd: Meist trübe und regnerifch, mähige Winde, lühl, unbestimmt, unbeständig. Seismische Berichte nnd Beobachtungen der Kaibacher Erdbebenwarte ^Ort: Gebäude drr l, l. Staats'Obrrrcalschule.) i'ligr: Nbrdl. Breite 4l;»0A'; Ostl, Länge von Greenwich l-i' :ll'. Nessi „ n ^ 3 5 « Z Herb. ZK ZK tzff IFg «Z 2 « dlstanz « .« L >« ^3 «-^ ^« L lim ll m » ll m » l> m » ll N » !> m ^ HriestI ! 10. 7300 072tt!4,------------!------------07 39 36 08 25-! ! a^0) M> i e li : 10. 8700 0?2ü— ------!— —80-------09-(00l) Nebenbericht: Die in den letzten lagen in Rocca bi Papa verzeichneten Nahbeben stehen im Zusammenhange mit Erschütterungen in den Albanerbergen bei Rom, — Äm 7. No» vember gcgrn 15 Uhr* 30 Minuten und 16 Uhr 45 Minuten Aufzeichnung eines Nahbebrns in Rocca d< Papa. — Nm tt. November 17 Uhr 45 Minuten Aufzeichnung eineS Nah-brbens in Ischia. Boden unruhe: Abnehmend. (2208) Staatlloh geprüfte 7-6 Lehrerin der englischen n. französischen Sprache Lehrerin der französ. Sprache an der k. k. Lebrerinneubildiin:'"-""--«"1» ;" ' ¦^¦¦^¦]l) Udl. Übersiedlungs -Anzeige. Beehre mich dem P. T. l'ublikum sowie den »ehr geehrten Kunden j ergebeiiHt anzuzeigen, daU ich mit meinem Friseurgeschäft von der Sohellenburggaste Nr. 3 in die ^^ S^ Judengasse Nr. 3 ^5 ttberaledelt bin. \ Indem ich für das mir bisher in so reichen Matte geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich höflichst mir dasselbe auch weiterhin gütigst j bewahren zu wollen. . ! Prompte und beBte Bedienung zusichernd, zeichne (H921) 3—1 hochachtungsvoll Sktepl»*»» üostanjec, Friseur. Laibacher Zeitung Nr. 259.___________________________________2140_________________________________________,2. November 1909. Kurse an der Wiener Korse (nach dem offiziellen Oursblattej vom ll. November W09. Die notierlcn Kurjc »«stehen sich >n Kiünenwähiung, Dir siotlerung sämtlicher slltiin mib der ..Diversen Lose" ocrslch» sich per «Ltücl. ___________ Gelb Warf «lllgcmewe Staatsschuld. .Finheilliche Rente: »'. lonver. fteuerfrci. Kronen (Mai Nov.) per Ku,!°. ö, W. Silber («prllvrt., per «asse......98 1b 9», »»SOei Itaai«Io!c 500 fl. 4"/^ :6? 2b l?i 2b l8«0er ,, 100 fl. 4°/„ 263 - 69 - l»«4« ., 100 fl. . . 3«0 - 3i!U - l»«4« ,, 50Zill»s»schnll« oerschttibnnzen. ^»laoeth Bahn i. G,, steucrsr., zu 10.000 fl.....4"/, —'- --'- !^anz Ioseph-Bahn i» Silber (div. 2t.) . . . . 5>//>/n I18 5b liu-b» ^Uz. Karl Ludwig-Äahn (blv. stücke) Kronen . . . 4«/« 94 bO 9b b0 tiuoolf-Äahn i» Kronenwühr. fteuerfr. (div. Et,) . . 4"/" »4 2b 9b 2b «".'railberger «ahn. stfr, 4/^°/„ .... 484b0 42SÜ0 X'tlo Lalzburg-Iirol 200 fl, ö. W. O. 5°/,, . . . ,418 7b 420 75 f»rem«tal-Nahn 200 u. 2000 Kr. 4"/n.........l91 - 192 - c>»eld Ware P«ni Hlaall z»t Zahlung ilb«» no»»«« Gisnli«!,u>Pli»ri<»t»' PbllguUliutn. «ühm, Nestbah». En>, >8»f», H00, 200« u. 10.000 Kr. 4°/o »4'8" 9l> 80 sslisllbetl, «ahn M0 i>, 3000 M. 4 ab 10"/^......ne SN N7'!»c a W, 4"/„........1,5 '^ !18'7°> IerdinandK-Üloidbahn Em. 1886 9? »5> 9» !5 detto 9« «5 Franz Ioseph-Bavn Em 1384 ibiv. Et.) Ellb. 4°/„. . . 9««c> 97 i> Galizischc Narl Ludwig-«ahn (d/,"/„ «f. 9« «e g<> Vorarlberger Nahn 9b1i2't5 4"» linear. Rente in Kronen» währ. stfr. per Kasse . . 91-S5 92-15 4"/„ detto Per Ultimo 91 9l 92-il, 6'/l"/„ detto per Kasse «,-75 8i 9l> Ungar. ^rümien.«nl. il 100 f!. 2I2-- 2lk- drtto ll 50 fl 211 75», f. 7K Thelk-Meg.-Lose 4°/„ . . . .i4625<ü"Äb 4"/„ ungar. Gruüdeiltl.-Oblia. 92 4ü 93-40 4"/^ lroat. u, slav, Grdentl.-Obl. 94 — 9b'- Nndere öffentliche Nnlehen. Voi»!, ^anbcs»A»l. (dw.) 4"/» 92'— »3 - VoOn.-herce,,. ltisenl,. -Landes- «lnlehen ^d,v.> 4>/,"/„ . . W-75 99-?» 5"/„ Tonau-Neg.-Anlrihr 1U78102>- - - Wiener Berlehrs-Anl. . , 4°/„ 94l»« 9b 20 dettll 1900 4°/s, 94 Ü0 9bÜ,U Mnlehen der Stadt Wien , .I0i2«l02 2« dctto (T. oder G,) l«?4 »20 - l21 - dett« (1894).....92 70 9»-7^ delto (Gas) v. I, 1888 . 85'.. LL-. detlo Meltr.) v, 1.1«X) »h-»5 98-35 drtto !I»V.-U.)V.I.1902 96 1« 97-10 Uoisebaii-Anlehen verlosb. 4"/„ 96 7b 97 7b Nujsische Etaatsanl. v. I, 1UN« f, ion Kr. p. », . . 5"/,, -- - '-detto pcr Ultimo . . 5«/„ 101- INI bN Bulg. Otaati! - Hypothekar Änl. 1892......S«/n !2t 93 6Ü Pfandbriefe usw. Ä0dl'Nll.,alIa..üst. i, 50I.t!l.4°/n 94-30 »!i-30 Nühm. Hvvolhelenb, verl. 4°/„ 9? — 97--<0 Ncntral-Bod.-Krfb.-Bl., »sterr., ^5 I, verl.....4>/,"/l, !U2'2b 1l»3-i!b dfllll »!5 I. Verl. . . . 4"/„ 9« 7b 97'75 j,rcd,.Ii!st..österr..I.sjell.-Unt. u. üsfentl.Arb, Kat. ^. 4°/^ 9» ,0 «4-l« i/andesb, d. ,Nij». walizicn und Lodom, 57'/, ^. ruclz. 4°/,, »4-- 9b' - Nähr. Hnpotheleud. ucrl, 4°/„ 9»»5 9?^2> N.'öftcrr. La»dr»-Hl,p.-Anst.4°/» 96'25 »?- b delto iilll. L"/„ Pr. nerl. »'^"/n ^7 50 ß«-bo dctto il.-SchuIdich, uerl, 3>/,"/>> 8? bo 8«>b0 delto verl......4°/° 9N'- 97'- Ofterr.-lingllt. Va»l 5l» Iah« «rrl, 4"„ ö. W.....97-9.'. 98-95 dcttll 4"/., »r......38--- 9U' - Eparl., «rNe öN., K«I, uerl. 4"/„ 39»2b i,»v 2i> Eisenbahn-Prioritäts» Obligationen. Astcrr, Norowcstb. 200 fl. S. . 103 «0 !04'80 Vlaalilbahn 5<>o ssr..... z«f> - 389'- Lübbahn k 3"/n Jänner-Juli 500 ssr, ,per Lt.) . . . 27b-b0 27? b0 Eildbahn k 5" „ 200 fl, S. °, G i i u-9c> N9'30 Diverse Lose. sseriln«llche fos«. 3°/, Vudenliedii-Lo!c (im. 1880 LW-?t> W2 75 delto Em. 188» L63-Ü0 27b ü« 5°/« TonauMcgul. Lose l00 fl. 270- 2?«>- Serb. Pram.Anl.p 100 ssr.«"/» 94 7b 10« 7b Dn»tliin»llch, ^,sl. ^ut,ap,'Vasi!lla (I>l>mba»):> sl. L2 «0 L4-60 ftn'diüole 100 sl...... üi«-~ b«2'— Elaru-Lose 4» fl. KM, . , . 1?1— >81 — Ofcner Lose 4« I!......—— --'— Palsty-Lose 40 illl'bo «udolf-Lose 10 fl......68'- 74'- Valm Losc 40 fl. KM- . . 274'^ 2l<4-Tüvl. lt.-B.Nnl. Präm.-Obllg. 400 ffr. per Kosse . , . 2l4>?b «lb'«5 detto per Medio . . . 2l4'6b 2Ib 75 Gell, Wnre Wiene, Komm,-Lose l>, I. 1»74 blib'— b4b-Vew,-Lch. d. 8«/» PrHm,-Schuld d. Vodenlr.NnN, lim, 18M! »»- 97- Nktien. I»nn»pol<»!!ln«40'— Kaschau - Oderbergrr liisenbah» 200 !l. V....... 362'bo 8««-— Lemb, - Czern,- Iassy-Tlsenbah» Gesellschaft, 200 fl. L, , , bb9'bo bst- ^!ol,d, öst., Trieft, 50« fl,, «M. b»b- b3»'- Österr, Nordwcstbahn 200 fl, S, ^- --- detto(!it, tt)200s!, E. p. U!l. —— —— ^rua-LuxerEisenb, loosl.abast. 223'— 223 b« 3taai«ellenb, ^«0 fl, T, per Ult. 74» 75 ?4.1'7.'> Lüdbahn ^00 fl, Nilber perUlt, i2?>Sb >26«b TOdnorddcntsche Nerbindungsb. 200fl, KM...... -'- —- Iran«port-Ges,, iüicrn,, A.-V. 2N0 Kr........ 9b — Ilb - Ungar, Westvah» (Maab-Vraz) 200 sl. S....... 4«4 7b 40b'7b «r. Lolalb.-Artisn-Ge!. »W fl, Li!?— 2U0-' Banlen. ilnlil°-16!l'- Il6b — ^entl.-Vlld.-Krebbl. öst, 200fl. b74'— b??'-Kreditanstall für Hnndel und Gewerbe, 320 Kr., per Kllsse —'— .-'- dctto per Ultimo 6bi>'2l» Us« «f» »rebildalll, ung. allg., 200 fl, 7?!>— 773 - Dcpositcnbanl, alla., ^00 fl. , 4«o--- «ob« Eilomple - Oeselllchast, nieder- üsterr., 400Kr..... 828- S»6 - Giru- ». Kasscnverein, Wiener, 200 sl........ 460' - 4«b'- Hypotheleubaul, üst. 2«0Kr. 5"/„ »0^-- 809 50 Lauderbanl, üsterr.. 200 fl., per Kasse....... - -- -- oetlo per Ultimo 492— 49»'-,,Merlur", Wcchlclstub.-Mllen- Geselllchast, 200 fl. . . . «2?--- »31-— cstcrr.'Unnar. «anl 1400 «ir. 1?«l>'—1775 — Unloilbanl ^00 . , 24»»? L« 50 Verrehrsbanl. all«, 140,1,, , »4»«!» «8 sb Ind»firll'stntlMkd«ungen. »Naugcscllsch,, all«, öst., 100 fl. is»'— L01-bl» Än'ler Kohlenbcrgb.-Gc!. loofl. ?z, — 7:.4— Elsenbahnuerlchr«.Anstalt, äst.. 100 fl........ 4b»— 4»7 - Elsenbahnw,-Lelhg.. erst». 100fl. L,u- Lilbv ..«lbemühl". Papiers, u. «.-«, 100 sl........ t88>- i»«b" «ilettr.-Wts,. allg, «sterr.. 20« sl. »«,-- »8b' - Elcltr.-Äesclllch., intern. 200 sl. —--. -'- (zlellr.Gclellsch.. Wr. !n Llqu, L47-- »49 50 Hirtenberger Patr,-, Zündh. u, Met-ssabril 40« «r. , , ,10b-Ulft — Üicsinger Brauerei 10N fl, . . ««« — lil — Mll»lll»-we!., öst. alpine 100 sl. ?«z?b 7«<'7b .,Po!oi-Hl!ltc", Tienelssuhftahl- F,-A.-M. 200 sl..... 499" b9b — PranerElsen-Inbustrie-Gtselllch. 200 sl........ 2«1»'' «62«^ >iima- Murany - Salgo-larjaner «lsenw. «00 sl..... 66» L5 6S^2b «algo-Tarj. Steiu'^hlen 1«0 sl. «»6— 62» 00 ..Nchlbglmühl", Papiers.. 200sl. zoo— »ili ^ „Schobnica", «.-». f. Petrol.. Industrie, bW Kr. . . . «?-— l>40— „Elcl,rerml!hl",Papierf,u,V.V. 44«'- 4« — Trisailer nuhleniu,.«. 70 fl. . 30«'- 2«20 Wienerbera» ZlegelI..«N..Grl. 72?- ?«— Devisen. KulZl zichlln «l» Hchsck». «msterdam....... 198 b<» I3«7i) Dluische «aillplähe , , , . li?-?b l< . , . 9b'0? »b-22» London........ L4!'l2'241-42' Paris......... »b S.°. »b'8L° St. Petersburg...... 254 7» 2.'ib'2b Zurich und Vai-gjtss#eti/iit t. Privat-Depots (Safe-Deposits)I - unter eigenem VerochluS der Partei. I t»r?i»mni rjK Btriiilam * Int« timit ntf us liri-lMto. I SBMEVliBlBXR'MBneHiHMHMiHMHBBHasni^ii^BB^Baü^^^^Ba^iiHiHHKMH