^-81. Donnerstag den 8. Muli 1830. Nuberni^l - Verlautbarungen. Z. 623. (1) »ä Qnll. !^r. 111H2. V e r l au t b a r u n g^ in Privilegi en - Angelegenhel ten. — Mit den hohen Hofkanzleidecreten vom 24.und 29. April, dann 5. Mai l. I., Zahl 9I63, 9Z64, 9665, 10202 und 1020.3 sind nachstehende Beschreibungen der nunmehr erloschenen Privilegien herabgelangt: Beschreib« t'. g e n. Erstens. Verfahren: Leder, Leinwand und Taffct wasserdicht zu machen, von Joseph von Saurimont, (priv. am 22. Juli 1821.) __ Das Wasserdichtmachen des Leders, un.ö der oben genannten Stosse wird durch eine Auflösung des Lcderharzes (Kavutschkö) in Ochl, welche auf bekannte Weise zubereitet und vor dem Gebrauche filtrirt worden ist, bewerkstelliget. Auf das Leder wird die Auflösung warm,, und wenigstens dreimal miteincm Pinsel aufgetragen, und nach jedesmaligen Bestreichen laßt man die Haut guttrocknen. —Nach dieser Vcr-bereitung erhalt das Leder die Apretur durch Glänzen und Schwarzen. Bei der Anwendung der Kakutschuks-Auflösung auf Leinwand und Taffet, muß dieselbe verdünnet werden, und wan tragt sie ebenfalls im warmen Zustande und unter Mitwirkung der Sonnenhitze auf die.auf Rahmen gespannten Stoffe auf. Zur Erleichterung beim Auftragen der Auflösung wird ein schachtclförmiges Instrument angewendet. — Um Sohlenleder wasserdicht zumachen, benützt der gewesene Privilegiums-Besitzer Wallrath, (Spermacet) womit tne Sohle zu wlcderhohl-ten Malen bei Anwendung der Hche eingelassen wird. — Zweitens. Saemaschme, von "loys Bach in Wien, (priv. vom 26. Februar ! m^^ ^^ bl'-'jer Saemaschlne, die unter ^/, A ber breuwürfigen Säemaschmen ge-p"'^ .'"'^ bey Same aus einem Faß auf ein unter demselben befindliches Kuaelsegmcnt, welches entweder mmels der H,nd oder durch einen geeigneten Mechanismus m eine kreisförmige Bewegung gesetzt wird. Letzteres steht mit den Rädern des Gestelles in Verbindung. Es ist begreiflich, daß durchdie Schwungkraft der Same nach allen Richtungen ausgestreut wird, und d^e Wirkung dieser Maschine soll sich auf eine Flache von sechs Schuhen erstrecken. — Drittens. ZouriQ 6? I2IN6, von M. A. Settler in Brunn, (prw. am 25. August 1823.) — Dieser neue Stoff, welcher sich vorzugsweise zu Damenkleidern eignet, hat eine Kette von Seide und einen Eintrag von getrampelter (nicht gekämmten) Schafwolle eben dadurch, daß der Einschuß gestrichene und mcht gekämmte Wolle ist, erlangen du Zeuge eine besondere Dauer und Festigkeit, so daß sie selbst ganz durchnäßt oder gewaschen, sich an Form, Glatte und Farbe ganz gleich bleiben sollen. — Viertens. Elastische Bander, von Georg Griller in Wien/ (priv, am'19. August ,62 l.) — Diese Bander können auf den gewöhnlichen Posamentirer-Handstuhl oder auf dem mehrläufigen Schub-oder Bandmühlstuhl erzeugt werden. — Das Wesentliche bei der Fabrikation dieser Bander besteht darin, daß eme doppelte Kette aufgezogen wird, und daß man em doppeltes Werk (Litzen) benutzt, die stärkere, unten liegende Kette ist vorhanden um-Draht emzuschieben und We zweite obere Kette bildet die Steppnaht.— Das Wesentliche und Neue bei dieser Arbeit besteht in der Anschnürung des Werkes. Im Uebri-gen wird wie auf einem gewöhnlichen Bandstuhl gearbeitet. — Fünftens. Verbesserter Mühlstuhl, zur Erzeugung brochirtcr und quadnl-llNcr Bander, von Joseph, Götel in Wien, (priv. am 11. December 1821.) — Das Wesentliche dieses Bandstuhles besteht in der Benützung von fünf sogenannten Rechen, welche die Tritte oder Schemel mittels angebrachten Federn in Bewegung oder in Ruhe bringen.— Sechstcns. Lusterlampe, von Carl Demuth, in Fünfhaus nächst W'.en, (priv. am 19. August' 1821.) — Diese nach den Prinzipien der argandlschen Lampen eingerichtete Lusterlampe 566 hat acht in kerzenahnlichen Röhren befindliche Dochte, welche auf bekannte Welse höher oder tiefer gestellt werden können; das Ganze lst so genau geschlossen, daß kein Abtropfen des Ochls statt findet, und daß sonach die gewöhnlichen Tropfgläser entbehrlich werden. — Siebente ns.^Verbesserte Knöpfe mit Tuch-, Kasimiroder iVeidenüberzug, von Johann Herttl und schnell in Wien, (prlv. am 21.April 1824.) >— Das Wesentliche bei diesen Knöpfen besteht in der Art und Weise der Befestigung de5 Tuchoder Zeugüberzuges; auf einem am Rande auf-getieftcs Elsenblattchen mtt eingenleteter Oehr, welches mit dem gewählten Stoffe oder Gewebe überzogen ist, wird ein zweites,,, in der Mitte mit elner Oeffnung vorgesehenes Elsenblattchen aufgesteckt. Beide Blattchen werden mittels eines Preßwerkes so fest an einander gedrückt, daß sich das übergedogeneTuch over der zeugartige Stoff am Rande fest .eingezwängt und eben darum nicht mehr emporheben kann. — Das Ausschneiden der Gewebesblattchen so wie das Durchschlagen d.er dünnen Eisenbleche, das Auftiefen des Randes an dem einen Elsendlättchen und das Zusammenfügen der Blattchen bet der Vollendung .der Knöpfe geschieht mit eigenen Pr.sscn und Stanzen. — Achtens, -lio^r el^K. (eine Art Wachsleinwand), von Joseph Groll und Sohn in Wien, (priv. am 6. .Vial 1623.) — Die Fabrikation dieser Wachsleinwand, welche statt der wollenen Fußtepplche gebraucht werden soll, besteht in folgenden: Tril-lich oder Segeltuch enthalt nämlich emen dreifachen Anstnch oder Grund. Zuerst wird mit einem Gemische aus Rockenmehl und Pergamentleim der Grund aufgetragen, welcher nach dem Trocknen mit Bimsstein geglättet wird, und worauf die aus Firniß aufgelösten Kopal und Kolophonium bestehende Grundfarbe als zweiter Uebcrstrich ckommt. Auch dieser Anstrich wird mit Bimsstein geschliffen und ein dritter Grund von belieb.!ger Farbe gegeben; der mit zerriebener Bergkreide gemengt und mit Flaschenlack verdünnt ist; hierdurch wird das Fabrikat lind und biegsam. Nach neuerlichen Abschleifen mit Bimsstein wird die letzte dem gemachten Grunde entsprechende,Farbe aufgetragen und die Leinwand mittels Druckmödeln nach Teppichart bedruckt. Ein Ueberzeug von Glanzfirmß gchtdem Fabrikate die Zanzliche Vollendung. — Pfannen - Ofen zur Glasperlenfabrikation, von Ludwig Mengardi, (priu^ am Zo. März 1824.) — Das Wesentliche besteht m der besondern Einrichtung öes Ofens und in der Gestalt des Gefäßes (der Pfanne) in welchem die zerhackten Glasstängelchen die Kugel oder Perlenform er- halten. — Der Ofen hat mehrere Oessnungen, wovon eine zur Aufnahme der Pfanne dient, die andern theils zum Heitzen, theils zur Beförderung des Luftzuges vorhanden sind. — Die Pfanne hat auf allen Seiten gerundete Wände, welche die Form eines Kreisabschnittes haben. Ein an einer Seite der Pfanne angebrachter ^clel mtt einem Kurbelknie ragt aus dem Ofen heraus, und dient, der Pfanne eine Schaukelbewegung zu geben. — Neuntens. Maschine zum Gebrauche beim Abteufen und Verhauen der Schächte, so wie auch beim Fortschlagen v,l-glen zu verleihen befunden, und zwar: 2.) Dem Joseph ^c.f^ko, bürgerl. Powmentl-rer, wohnhaft ln ^tockcrau, Nr. 74, Nie« deröfierrelch, für d,e Dauer von jwel Jahren, auf die Erfindung und Verbesserung Mittelst elnes angebrachten neuen Mcchams-mus mit emer em;«gen Maschine neue Gattungen von Schnüren und Btrtcln zu erzeugen, wozu sonst neun Maschinen erforderlich waren, wobel die Gcknüre und Böneln, dle aus Gesplnnssen jcdcr Art erzeugt werden kön« nen, die bisherigen an Schönheit und Güte übertreffen, und letztere sich insbesondere durch ihre Farbenschatlirung und durch billige Prel: se empfehlen. — d.) Dem Franz Hegler, Bildhauer, wohnhaft in Wien, Wieden, Nro. 556, für die Dauer von fünf Jahren, auf dle Erfindung eines mechanischen Meß- und Ein-^yeilungs - Rades, mittelst welchen Flachen-- und ^edirgbraume, in der Lange, Breite und in chrem Umfange, fahrend oder zu Fuß gehend, ^ll einer außerordentlichen Schnelligkeit und ^cstlmmthelt gemessen, und Eintheilungen nach veueblger Distanz gemacht werden können. — ^) Dem Johann Davld Weber, Weinstein-^adnkant, wohnhaft in Venedig, Nr. 629, au'f d^ n "' ^'^ du Dauer von drei Jahren, tclst Anwehn ^"""'") ^'' Gattung, mitten Naill'-n. -5 ^"^ einfachen ganzunschadli-^tt^n' w^'' statt des früher dabei ewirke,. ohne daß l^^^o.« wns h-erdurch eme Aenderung erleiden. -Wurde m Danztatsmcksichten als zuläßig er- klärt. — 6.) Dem Wilhelm Leschcn, bürgcrl. Forte-Piano-Vcrfertiger und Inhaber eines ausschließenden Privilegiums, wohnhaft in Wien, Wleden, Alleegasse, Nr. 9I, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Verbesserung an dem Forte-Piano, wornach die Hammerstiele, mittelst neu erfundener Büchsen, auf eme einfache und dauerhafte Art, dergestalt mit den Gabeln verbunden werden, daß sie kein Oehl brauchen, daher diese Hammer Nicht wie bei den gewöhnlichen, mit Oehl befeuchteten Gabeln vertrocknen und stocken, auch wahrend des stärksten Spiels, weder herausspringen, noch klappern können, und woraus sich auch der Vortheil ergebe, daß die Reinheit des Tones besser erhalten werde, die Mechanik viel dauerhafter sey, viele, den Instrumenten nach-thelllge Reparaturen beseitiget werden, und das öone-Piano einen höheren Werth erhalte. Auch sey diese neue Vorrichtung an einer'Mechanik mit Stoßzungen von demselben Nutzen. — e.) Dem Franz Koblentk, bürgert. Schlos-sermeistcr, wohnhaft in Wien, Schottcnfeld, Nr. iä2, für dle Dauer von drei Jahren, auf die Erfindung einer aus Eisenblech verfertigten Vorrichtung, mechanischer Klappen, Wind fang benannt, welcher die regelmäßige Rauchableuung aus den Schornsteinen und Heitzapparaten bewirke, und alle bisherbekann-tcn derlel Vorrichtungen übertreffe, indem dieser neue Windfang so eingerichtet sey, daß der Rauch immer von jener Seite, wo er gegen den Wind gedeckt ist, seinen Ausgang nimmt, 1o, daß weder ^5onne, noch Regen oder Schnee, auf die Rauchableitung nachtheilig einwirken könl^n, daher das Zurückbleiben des Rauches in den Schornsteinen, und dessen Verbreitung in der Küche und m den übrigen Gemachern vollkommen beseitiget sey. — Ist in technischer Beziehung anstandslos befunden worden. — f.) Dem Joseph Riffel, befugter Regen- und Sonnenschirm-Fabrikant, wohnhaft in Wien, St. Ulrich am Platzel, Nr. 9, für die Dauer von zwei Jahren, auf die Erfindung in der Verfertigung der Regen- und Sonnenschirme, wornach die^ Sprcitzstangen oder sogenannten Gabeln von runden oder viereckig gewalzten Eisendraht mittelst einer eigenen Bcitze so gereiniget werden, daß tneselben mit drei Theilen Blei, und nur einem Theile Zinn sich überziehen lassen, den bisher bekannten ganz verzinnten Gabeln gleich kommen, und den Vorthell gewahren, daß hierbei drei Theile Zinn, welches theuerer als das Blei lst, erspart werden, und auch eine längere Dauer des Fabrikats erzielt werde. — 3.) Dem Anton Kunn, be- 563 fuater SeidewSchönfarber, wohnhaft in Wien, Gumpendorf, Nr. 99, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Entdeckung m der Mailänder Schwarzfärberei mit Glanz, wodurch^dleselbe die Mailandische nicht nur cm Reinheit, schwarze und Glanz übertreffe, sondern auch die Er-genschaft besitze, daß die Seide wegen chrer Biegsamkeit und Güte, die sie durch den Farbenstoff erhalt, nicht springen könne, und nicht spießig werde, wobei übrigens dem oft eintretenden Mangel der hiesigen Fabrikanten an dieser Seide vorgebeugt werde, und dieselben bn dem Umstände, daß diese Farbern nun auch aufdem hiesigen Platze ausgeführt werden kann, mehr als dre Hälfte »m Preise gewmnen, und m der Qualität der Fabrikate, welche sie zum Farben abgeben, nichtgetäuschtwerden können — li.) DemPhilipp KarcheredEomp., Fabrikanten, wohnhaftin Straßburg, für dicDau-er von fünf Jahren, auf die Verbesserung, wornach mittelst emer Maschine ein Mann von mittlerer Kraft, binnen i5 Minuten bis 1000 Pfund auten Teiges ohne Berührung der Haw de kneten, und das Brot mittels eines oconoim-schen Backofens mit beweglichem Boden, bet welchem Jedermann den gehörigen Wärmegrad aeben kann, gut, unten und oben gleich rein, mit Ersparung an Zeit und Brennstoff, von welchem letztem verschiedenartige Gattungen anwendbar sind, gebacken werden könne.-^ m Sanitätsrücksichten gegen dem als zulassig " kannt worden, daß bet der Brotknetmaschine alle mk dem Teige in Berührung kommende metallene Theile nur von Eisen oder Zmn seyn dürfen — Dieses wird mit dem Bemerken zu>r allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Bezeichnung des mit dießortiger Currende vom l3. ' Novemberv.I., Zahl2ä385, bekannt gemachte Privilegiumsobjcctes des Grundbesitzers m Cremona, Joseph Giudice, in Gemaßhett des hohen Hofkanzteidecretes vom 29. Apnl d. I., Üabl c)^55, folgendermassen zu lauten habe: Erfindung darin bestehend „Röhren aus Stem, für lMmer dauerndeRegenwasserleitungenstatt der bisher gebräuchlichen Röhren aus Weißblech, aus ^Kupfer, aus gebrannter Erde, aus "yol', und der Wasserleitungen ausMauerwerk ".zu verfertigen." - Laibach am 21.Mai iL3o. Joseph Camillo Freyherr v. Schmidburg, ^ ' Gouverneur. Joseph Edler v. F ö l sch/ k. k. Hsfrath. Johann Schneditz, k. k. Gubernialrath u. Protomedicus. Z. 835. (2) Nr. iZi^lM. Kundmachung des k. k. illvrischen Gubernlums zu Laibach. — Womit der Zeltpunct bestimmt wird, binnen welchem d»e Brauer und Fleischhauer zur Aus« füllung der, Behufs der Vkrzehrungssteuer zu führenden Empfangsregisser zu schreiten ha< den. — D,e hohe k. k. allgemeine Hofkammev hat über die hochdahln gestellte Anfrage, bin« nen welcher Zelt die Brauer und Fleischhauer zur Ausfüllung der, Behufs der Verzehrungs« steuer zu führendenEmpfangsceglsterzu schreiten haben, mit Decrn vom z^. Mal l. I, Z. 1Z672, Folgendes zur Richtschnur zu bedeuten befunden: — Was d«e Brauer betnfft, so sind diese verpfi«htet, längstens innerhalb sechs Etuns den nach der Vollendung des, mit der Zah-lungsl Bolleti bedeckten Brauverfahrens das Gebraude »n die Empfangsregister einzutragen. —> Als das Ende deS Gcbraudcs hat der Zeit« punct zu gelten., m welchem das Gebraude aufdem KühMocke aus dem Zustande der Wallung und der Sledhitze, in den der Ruhe und Abkühlung übergegangen »st. Den Fleischhauern dagegen wlrd zur Pfilcht gemacht, daS ge, tödtete Vieh soglnch nach der Tödtung abzus wagen, und das ohne Absonderung lrgend eines Theiles erhobene Gewicht in die Empfangs« register einzutragen. — Welches zur Wissens schafc und genauen Darnachachtung hiemit allgemein kund gemacht wird. — Laibach am 17. Iunl i63o. Joseph Camillo Freyherr v.Schmidburg/ Gouverneur. Joseph Edler v. Folsch/ k. ki Hofrath. Joseph Wagner,, f. k. Gubernialrath. Z. 3i2. (3) Nr. iZ^2^. Verlautbarung. Das fünfte und siebzehnte krainerischeGym-nasial-Untcrrichtsgclder.Stipendium, jedes im jährlichen Ertrage von 5o fl. C. M., sind in Erledigung gekommen. Diejenigen Studierenden, welche eines dieser Stipendien zu erhalten wünschen, haben sonach ihre mit dem Taufscheine, Dürftlgkeits-, Pocken- oder Impfungszeugnisse, dann mit den Studienzeugnissen von dcn Semestralprüfungen des laufenden Schuljahres belegten Gesuche bis i5, August l. I. bei dieser Landcsstelle einzureichen. — Laibach am 14. Juni i63o. Friedrich Ritter v. Kreizberg, k. k. Gubernial-Secretar. 56g Z. 8ii. (3) Nr. 12605. Ci v c u la v e des k. k. illyrischen Guberniums zu Laib ach. — Ueber die Anordnung, daß dic Brauer künftlg jedes zum Klcinverschlelß bestimmte Biergefäß gleich bei der Anzapfung nach seinem Inhalte m dem Ausschankregisier als verausgabt zu verbuchen haben. — Um den Gcfallsverkürzungen von Seite derjenigen Brauer, welche die Vcrzehrungssteuer nach dem Tariffe entrichten, zu begegnen, und die Kontrolle der statt gefundenen Biererzeugung zu erleichtern, hat die hohe Hofkammer mittelst hoher Verordnung vom i3. April d. I., Zahl 122^9, zu beschließen geruhet, daß die Brauer künftig jedes zum Kleinverschleiß bestimmte Biergcfaß gleich bei der Anzapfung nach seinem Inhalte in dem Ausschankrcgister als verausgabt zu verbuchen haben, wie es das mitfolgende Formulare nachweiset, und daß sie die summarische Uebertragung der in jedem Monate in dem Ausschankregister em-gestelltcn Bierquantitat in das Aussioßrcgister nach der mit dem Circulars dieser Landesstelle vom 26. Juni 1829, Zahl 1371 / im Formulare Nr. 22, vorgezeichneten Art, wie bis? her vorzunehmen haben. — Laibach am ^ Juni i8Zo. Joseph Camillo Freyherr v. Schmidburg, Gouverneur. Joseph Edler v. Fölsch, k. k. Hofrath. Joseph Wagner, k. k. Gubernialrath. Provinz Ausschank-Register v 0 n d e m in 3u!) lÜ0N8eris»U0N8 - Rro. befindlichen Brauhause des N. N. für den Monat November i3 Als Beilage zum Ausstoß - Register, Post-Nro. Bier Zum kleinweisen Verschleiße und zum hauslichen '------------------------ Fas- Gcbrauche wurde verwendet s. Quantität Tag j"^ Monat und I^a h r Stück Emr.! Maß 1 November 1829, angezapft.......... 1 4 >- 12 detto detto .......... 1 4 — 18 detto . detto.......... 1 4 — 29 detto detto.......... 1 /,. — summe der Verwendung zum kleinen Verschleiße und hauslichen Gebrauche............ 4 16 — Anmerkung. Die obbenannte Summe der klemwelse bc- ausgabten Bier- Quantität wurde in das Ausstoß- Regi- ^ ster, 5nl» Post-Nr. übertragen. . Aemtliche Verlautbarungen. Z. 834. (2) Nr. Z593. Kundmachung. Die k. k. sieyermarklsch-kärntnerischeTa, back- und Gtampelgefallen - Administration wlrd am ,3. Iul» l. I., um 10 Uhr Vor« mittags, in ihrem Amtsgebaude in Gray, m der Raubergaffe, Nr. 378, lm zweiten Glocke, übcr vie Lieferung des, lm M«luarjahr i33i bei der k. f. Taback-Fabrik in Fürstenfeld er-forderlichen Schrenzpapieres, von i5i2 Bal« len , 18 Zoll hoch und i5 Zoll breit, m»t Vorbehalt der höhern Genehmigung, eme öffentliche Versteigerung abhalten. Die Liefcrungs-lusslgen haben bei dieser Versteigerung ein Reugeld von i^3 st. E. M. zu crlegen und die Fähigkeit zur Leistung der Caution auszuweisen, welche auf den 10 o^c» Betrag der ganzen Lieferungsköstcn bestimmt werden wird. Das Pavlermusser und die Contracts« Bedingungen können wahrend der vorgeschriebenen Amtsstunden bei der Administration hier, und be» der Fabriks-Verwaltung m Furstenfcld, eingesehen werden. Bonder k. k. Taback« und Vtämpelge« fallen-Administration. Gray am 20. Juni i83o. Z. 8io. (3) Nr. 1266^289. Licitations-Verlautbarung. Von der k. k. illyrlsch - küstenlandlschen Taback- und Btampelgefalls - Administration wird Hiemit zur aügemeinin Kenntniß gebracht: daß am 29. Juli d. I., del ihr ,n dem Amts- gebaude, Nr. 2^7, am Schulplatze, eine ?i-citation zur Lieferung nachstehender Amtßcrfor, derniffe unter Vorbehalt der höheren Ratification , werde abgehalten werden, als: 46 Dutzend Bleyssiften, 6 „ Röthel, 5c)ä3 Stück Federkiele, i»ä Schachtel mittlere Oblaten, Ü25o'Btück, i3 Buch Postpapier, ^l „ Regalpapier, 5l „ Medianpapler, 56 „ Fließpapier, z5a ^ Packoapler, /»6 Pfund femcnl Kisten-Nagcl, und 5c)c>0 „ kleine ^ 56 Klafter drei Schuh langen buchenen Schelte» Holzes. Wozu die Ltefcrungslust'gen mildem Be^ satze verständiget werden, d>iß der Ersteherder Holzltcferung eine Eautlon von 40 st. zu erlegen haben werde. Die Lleferungsbedingtnffe können in den gewöhnlichen Amtsstunoen in dem Admmlstrai nons-Bureau eingesehen werden, laibach den 29. Juni i33o Z. 622. (3) Verlautbarung. Am 16. August i83'^/ und in den darauf' folgenden Tagen, werden in 1.000 der f. k. Slaatsherrschaft Adcleberger Elchenwaldung bei Slaoina, ^3a Stücke ausgesuchter Elch^-stamme für Schlffbauholz, und ausser dlcnn, wenn sich Abnehmer finden, auch Elchenüätr.« me zu Piloten »n dem Koschancr Walde , an den Meistbietenden veräußert werder. — D'.e Kaussusiigen werden daher nnt dem Beisaye hierzu eingeladen, daß dle dleßfälligen Ver« kaufsbedingniffe bei d^mVerwaltungsül/le dcr erwähnten Staatshcrrschaft täglich in den vorgeschriebenen Amtsssunden eingesehen nerden können. — Verwaltungsamt der Elllütkhcrrl schaft Adelsberg am 20. Juni i83o. Z. 3o5. (3) ^ ^citations -Ankündigung. Das k. k. Ober-Commando dcr Kricgs-Marme macht allgemein bekannt: daß am 2. 571 des künftigen Monates Augusi, Vormittags um 11 Uhr, der k. k. Manne-Rath, in dem gewöhnlichen Saale über dem Arsenalsthor, die Licitation wegen Ueberlassung an den Best- bletenden der dreijährigen Lieferung der, der Marine zum Schiffbau nöthigen Kupferarbeiten eröffnen wird. Der dicSfalligc dreijährige Contract wird vom Tage der von dem hohen k. k. Hofkriegsrath ertheilten Genehmigung beginnen, und die ^cserung selbst erstreckt sich sowohl auf das Materiale als auf dessen Verarbeitung; die zu liefernden Artikel sind Haupt« sachlich folgende: a.) gestreckte Kupferplattcn zum äußern Beschlag der verschiedenen Knegs-Schiffe, die Kleinsten zu 3 ^chuh, 6 Zoll ^an-ge, und i Schuh Breite, jede 5 Pfund und 6 5oth schwer; die Größten müssen 5 Fuß lang, einen Fuß und 6 Zoll breit, und n Pfund und 16 Loth schwer seyn; 1..) dlchte Platten von verschiedenen Dimensionen und Formen nach dem verschiedenen Gebrauche für welchen sie bestimmt wcrden; c.) große Nagel von verschiedener Lange, nämlich: von Z Zl/> bis i9 Zoll ohne den Kopf; 6.) verschiedene kleme Nagelsorten, wovon die hauptsächlichste in den ganz kleinen, zum Beschlag der Schlffe nöthigen Nageln bestehet, sie sind 14 Linien lang, und es müssen davon 160 Stücke auf ein Pfund gehcn; e.) Kupfcrstangen von verschiedener Kange und Dicke, mit vlerecklgten, runden oder ovalen Kuppen, nach Maßgabe ihrer Bestimmung. — Die zu liefernde Quantität wird Nicht bestimmt, der Unternehmer ist verbunden diejenigen Qualitäten und Quantitäten von verarbeitetem Kupfer einzuliefern, welche "c k. f. Marine durch die Arsenals-Oberverwaltung im Laufe des dreijährigen Eon-"actes v.on ihm abfordern wird. Man bemerkt ^lchts destowenlger, daß der wahrscheinliche ^coarf an Kupfcrarbeiten sich ohngefähr auf "0,000 Pfund, das lst 20,000 Pfund beilau, uns^'eo"" der drei Jahre erstrecken kann, undeichadet des größern Quantums, dessen 5ci ^ 5.",e benöthiget seyn könnte. — Um d'e Con """'" Melassen zu werden, müssen Rathes"!"^" " Gegenwart des Marine-Baren er ^ ^" von 4000 st- C. M. jm daß sie k.nV^ ""b sich über dieses ausweisen, Lieferung b ss^i^' ^"'l besitzen, um die tract ftlbst ^") ^ !'""^' ^ Der Eon-von 6000 fi. C. M ""5 ^"^ eine Caution ft Cannon wird ebeH'5 "'^"' «nd die-als auch ln Staatspav"^ un baren Gelde, Obglc.ch der Lleftrung^^^genommen. -^ ^ ^""tract, w;e oben gesagt wurde, der Genehmigung des hohen k. k. Hofkriegsrates unterworfen ist, um seine volle Gültigkeit zu erlangen, sc ist er dennoch für den Eontrahenten von dem Tage an verbindlich, an welchem dieser das Versteige-rungs-Protocoll unterfertiget haben wird. -« Die näheren Lieferungsbedingniffe sind in der gedruckten Kundmachung bei dem Mllitar-Com-mando in Laibach zur Belehrung der Concur-renten ersichtlich. Venedig am 16. Juni i33o. Der Ober-Commandant der k. k. Kriegsmanne: Amilcar Marquis Paulucci, Vice-Admiral, Der Ober-Verwalter und öconomifche Referent des Marine-Arsenals; Johann Franz Edler v. Zanetti. vermischte Verlautbarungen. Bon demrereinten Nezirss. Gerichte der hell. sckast Radmannstorf lrird biemlt betannt gemacht: Es sey aui Ansuchen des Anton Puschauz ron Pli» staua, wider O^rl Nitlas ^entei pon Neumarttl,. !n die stebetene ereculive Felldietung der gegneii, fchen, mit Ps^noreat belegten Realitäten, näm« lich des zur Hertsckast Neumalkll, zub Ulb. Nr. 253 und 2Z4, dienstbaren, ganz neu erbauten, üuj Hooo st. gerichtlich stesä ähten Hauses, und der, zur Pf>)rlllrchcnaült Neumarttl untertbänigen. auf 2535 st. bewcltbeten Meierei Sauroth, ge« rvlsllget, und biezublel Termine, als: der 3o. Iu» ni für den ersten, der 5,» Juli für den zweiten, und der 3». August l. I. für den dritten, jedes« mal Vormittags von 9 diö ,2 Uhr, im Wohnorte des Zlequirten zu Neumarttl mit dem Beisaye angeordnet worden, daß, wenn diese feilgebotenen Realitäten bei der ersten oder zweiten Fellbietungs« Taasahuna nicht um den Echäyungswerth oder dac» über an Mann geblacht werden sollten, selbe bei tcr dlitcen auch unter dem Schähungswelthe hint« angegeben werden würden. Wozu sämmtliche Kauflustige mit dem ein» geladen werden, daß sie die Schätzung und die Li-citationsbedingnlsse in den gewöhnlichen Amtsstun» den täglich in hiesiger Gerichtslanzlel einsehen tonnen. Vereintes Bezirks. Gericht Radmannsdsrf am >. Juli z65o. Anmerkung. Bei der ersten Feilbietungs. Tagsatzung ist kein Kaustustiger erschienen. s. 628. (1) Nr. 22?3. Edict. VomBezirks Gerichte Rupertshoszu Neustadt! wird allen Jenen, welche auf die auf dem Joseph Wcchapp'lchen, zu Neustadt!, 8ud Consc. Nr.9^, gelegenen, der Stadtgült Neustadt!, 5ud Reclif. Vlr. 6, 54. ^ 104, dienstbaren hause, sammt da« zu gehörigen Sntitäten intadulirte, au die Anton Eerm'lche Pupillalmafsa lautende Echuldsbligatisn Z72 Vom 3a. Actober »777, inw^ul^ta 2». März »778, pr. 20c» ft. ^ "ja Interessen, einen gegründeten An» spruchzu machen vermelnen, hiermit aufgetragen, ihre diehfälNgen Neckte und Forderungen so gewiß binnen einem Jahre, sechs Wochen und drei Ta. gen, geltend zu macken, als sonst nach Verlauf die. ser Frist der erwähnte ^chulodrlef auf wettereS An. suchendes gegenwärtigen Yausdesihers, Joseph We» chapp, ohne weilers amortlsirt werden roülde. Neustadt! am »l. December 1L29. Z. 656. (») 2ä ^'r. 698. Edict. Bon dem vereinten Bezirts. Gerichte der Herrschaft Rad man nsdorf wird hiennt betannt gemacht: (Ks.scy auf Ansuchen des Alex Fcloner von Klain. burg, GcwalcSlläger des Primus Pogazhneg^on Siegersdorf, gegen Johann Wünschet von ^ne« gcrsdorf, in die gebetene cxecutlve Feilbietung der gegnerischen, zu Siegersoorf liegenoen, der löbl. Herrschaft Kieselstein, sud ^lh. Nr. 5a, dienstba. ren, mit dem Pfandrechte, und gerichtlich auf 5og ft. 55 kr. geschätzten ganzen Kaufrechtshube, sammt An« unoZugehor gewllliget, und sind hie. zu drei Termine, als: der 26. Juni für den ersten, der 27. Juli für den zweiten, und der 25, August d. I. für den dritten, jedesmal vormittags von 9 bis »2 Uhr, in I^ocadeö (tzxe quirlen zu Hiegersoorf mit dem Belsahe angeordnet worden, daß, wenn die feilgebotenen Realitäten bei der ersten oder zweiten Fcilbietungs «Tagfatzung nicht um den Scha'Iungsroerth oder darüber an Mann gebracht werden sollten/ selde bei der dritten auch unter demselben hintangegeben werden wülden. Wozu Kauflustige mit dem eingeladen wer« den, daß sie die Schätzung und Licitationsbeding» niste zu den gewöhnlichen Amtsstunoen täglich dei diesem NeziltS» Gerichte einsehen tonnen. Vereintes Bezirts > Gericht Radmannsdorf den 2H. Mai ilBa. Anmerkung. Beider ersten Feilbietungs» T.aqs.iyung ist kein Kauflustiger erschienen. Z. Ü3o. (2) Edict. Von dem vereinten Bezirts- Gerichte Neudegg wird hlemit delannt gemacht: Es wurde über An» suchen dcs Herrn Di. Maximilian Wurzbach, Cu-lütor dcr Anton Mcscönuschen Vcrlahmasse, ge« gen Maccas Fatosw ron 3oo^,, wegen turch das Nltheil, clcio. 25. März 1629, dehauplctcn boa ft. sammt Zinsen und Untozcu, die executive Fell« dietung der, dem Marcus Iakosch in Lcog gehöli« gen, der lödl. Fceosasscn» Aominisiration und oem Gute GräUlach di^-nstra!-?, auf ,962 ft. 45 kr. gcricht. Ucb geschätzten Realitäten und Fadrn ss: gewilligt, und hiezu drei Feilbictungs - Tagsahungen, näm» lich : am 2^. Iun,, 27. Juli und 26. AuaM d. I., jederzeit Vormittags von 9 dis 12 Udr/ die Rea» litäten. und Nachmittags von 5 bis 6 Uhr die Fahrnisse im Orte Loog mit dem Beisahe anbe» räumt, daß, wenn gedachte Realitäten und Fahr» msse hei der ersten oder zweiten Versteigerung nicht um den Echähungswerth oder darüber an Mann gebracht werden sollten, diese beider dritten auch unter dem Schätzungswerthe hintangegeben werden würden. Die Kauflustigen werden hiezu mtt dem Beisätze vorgeladen, daß die dießfälligen Licita« tionsdedingnisse täglich in diesiger Amtstanzlei ein» gesehen werden tonnen. Die intabulirten Gläu» diger werden von dieser Versteigerung durch Ru» briten verständiget. Vereintes BezirkS-Gericht Neudegg am 6. Mai iL3o. Anmerkung. Beider ersten Versteigerung hat sich für das Reale lein Kauflustiger gemeldet. z. Z. lZ07. (3) Nr. iZlg. Edict. Von dem Bezirks-Gerichte zu Münken-dorf wird hiemit kund gemacht: Es sey über Anlangendes Herrn Andreas Zettel, penfiomr« ten Eameral - Verwalters zu Lalbach, von diesem Bezirks: Gerichte in tue Ausfertigung der AmortlsaNons - Edlcte, dcs zwischen Herrn Andreas Zettel, als Eesslonar des Valentin Klementschltsch, gewesenen Spttal »Pachters , und Matthäus Smolmker, Unterthans der Herrschaft Kreuz, wegen eines Sackzehend« rückftandes pr. 53 ss. 16 kr. am 29. August i6o5 gerichtlich abgeschlossenen, und am Io. Auguft i8c>5 auf des Letzcern, der löblichen Herrschaft Kreuz, »u^ Rcct. Nr. 167 dlenftba-ren halben Hübe intabulmen Vergleichs, gewilliget worden. Es haben daher alleIene, welche aufden gedachten gerichtlichen Vergleich aus was immer für einem Rechtsgrunde Ansprüche zu machen gedenken, solche binnen der geschlichen Frist von einem Jahre, sechs Wochen und drei Tagen/ so gewiß hierorts anzumelden, als »m Widrigen auf weiteres Anlangen der obge« dachte gerichtliche Vergleich, eigentlich das darauf befindliche Intabulat,ons eCertlficatfür getödter und wirkungslos erklart, und dessen Extabulation bewilligt werden würde. Bezirksgericht Münkendorf den 26. September 1629. Z. 626. (3) Im Hause Nr. 35, in der Gradlscha« Vorstadt/ sind zwei Quartiere, jedes bestehend aus drei Zimmer, einer Küche, einem Gvels« gewölbe, einem Keller und einer Holzlege, auf künftigen Michaeli zu vergeben. Das Nähere erfahrt man im Haus?, Nr. 22, in der Gradlscha s Vorstadt.