M, 277. Montag, 2, Dezember 1912. l 3>. Jahrgang. Ieitma l^r3nnlner.,lion»prri«: Wi< Poslvsisrndüng! ganziäliria 30 ll, lialbjäliri« Ib li, Im Koütor: ganzjährig ^ll. ualbjälirig 11 k, Fiir die Zustellung ins Hllus s,aüzjähriy ^! Il, — Inlrrtio,i«li»I,i',hr: ssiir lieme Iüseratc bis zu 4 Zeilen bo K, grohcie per Zeile 12 b; be, öfteren Wiederholungen per Zeile 8 d. Tic »Laibllcke, Zeilxng» erschein! läglicl,, mi« Aüsnalmic der Sum,- »nd feiertags. Die Adminiliralwn befintxl sick Miilliöiüstrasie Nr, li<»: die Vrdaktwn 3)>il,uö>>:s!raiie ^>tt, ^0, öpna,slbilrger in. p. Der k. k. Landespräsident im Hcrzugtume 5train l>at dem Vorarbeiter bei der Kraini scheu Industrie» Gesellschaft Iol)ann R ozma n in Aßling die mit dem Allerhöchsten Handschreiben vom 18. Angnst 1898 ge° stiftete Ehremuedaille für vierzigjährige treue Dienste zuerkannt. Mch dem Amtsblatte zur 6 prävn» vom 23, November 1912, Nr. 22 <2on8ll0 Zn»!,^» vom ^?2, November 1912. Nr. 137 «Egerer Neueste Nachlichten» vom 23. November 1912. Nr. 94 «Nordböhmifcher Vollsbote» vom 23. November 1912. Nr. 118 «Ostschlesische Post» vom 2b. November 19 2. Nr. 105 «NrviUnkH liruu»,> vom ^U. November 1912. Nr. 404 «?l»vg. <Ürv«n^ IIr?u,t8lüi. vom 23. November 1912. MchwtnMcher Heil'. Minister des Innern Freiherr von Heinold über die Dicnstpragmatit. In der am 29. November abgehaltenen Sitzung be» grüßte es Minister des Iunern Freiherr von Heinold, baß die Svezialtommission,die Sanltionshinderuisse aus >>er Dienslpragmatik beseitigt hat, welche von der Regie. Ulng bereits im Abgeordnetenhause als solche bezeichnet wurden waren, ferner, daß die Kommission im großen llnd ganzen die Richtlinien eingehalten hat, die durch bie Regierungsvorlage und die Beschlüsse des Abgeord» Netenhauscs gegeben werden. Allerdings habe sich die Regierung in erster Linie dafür eingesetzt, daß die Dienst» Pragmatik selbständig unter Beseitigung der Sanktions» Hindernisse in jener Fassung angenommen wird, welche >'e durch das Abgeordnetenhaus erhallen hat, weil die Legierung Wert daranf legt, daß das Gesetz möglichst b^ld zustande komme. Die Regierung habe gegen die in der Kommission bestandene Absicht, zunächst ein Gesetz übcr die Pragma« tischen Bestimmungen zu schaffen nnd zweitens ein Gesetz, ii, welchem eine Neuregeluug der Gehalte und bie Zeitvorrückung aufzunehmen wären, Stellung ge» nummen und der Minister müsse im Intcrcssc des bal-°lgen Zuslandekommeils des Gesetzes znnächst begriißen, "lß an der Einheitlichkeit der Dienstpragmatik festge» halten werde. Gegen diese Trennung sprechen vor allem wichtige finanzielle Bedenken, da die Schassung eines besonderen Gesetzes über die Gehalte samt Zcitvorrückunß eine Mehranslagc von ungefähr 50 Millionen Kronen jährlich erfordern würde. Die Regierung anerkennt voll» ständig die wirtschaftlich prekäre Lage der A.amtenscyaft, die nnbedingt Abhilfe erheischt, aber undurchführbar ist diese Hilfe im Nahmen der vorhandenen Mittel. Anch die Regierung hnldige dem Grundsatze: weniger Beamte, aber gut bezahlte Beamte. Um diescn Grnndsatz durchzuführen, bedürfen wir aber der Verwallnngsresurm und einer vollständigen Umgestaltnng des Unlerrichtswescns, denn das Studium unserer Jugend ist leider auf den Staatsdienst abgestellt nnd es ist notwendig, erst ixn Strom der stndierenden Jugend, wenn man nicht eine wirtschaftliche Katastrophe für die Ingend herbeiführen will, vom Staatsdienst in die wirtschaftlichen Bernfe abznlenken. Dies geht ebensowenig plötzlich, wie die Verwallnngsrcform nnd daher müssen wir noch sür absehbare Zeit mit der gegenwärtigen Zahl von Beamten rechnen. Die Regierung hat für die höheren Nangtlassen im Rahmen der Dienstpragmalik nichts getan, weil sie die Zeitvorrückung für die höheren Nangllassen einznsühren nicht gesonnen ist nnd weil für ein Gehaltsgesetz die Mittel, nicht vorhanden sind. Um aber die vollständig begründeten Wünsche bezüglich der höheren Nangklassen zn berücksichtigen, ist im Nahmen des Gesetzes insofern Vorkehrung gelrossen worden, als dort Onadriennien sür die höheren Rangllassen eingeführt wnrden, die immer-hin eine nicht bedeutungslose Anfbessernng mit einem Mehraufwand von einer Million Kronen beinhallen. Selbstverständlich ist es, daß auch sür jenc Mehraus» lagen, die aus der Erhöhung der Gehalte der höheren Rangllasfcn envachfen, wie dies in der Kommission ge° wünscht wird, die Bedeckung geschaffen werden muß. Die Scl)asfung eines Gehallsgesetzes ohne Zeitvorrückung ist nichl angängig, »veil wir uns — darüber lönnen loir uns nichl tänschen — über die Frage der Zeilvorrücknng nicht mehr hinwegsetzen können. Auch umgekehrt geht es ^aus technischen Gründen nicht an, die Zeitvorrücknng aus der Dienstpragmalik oh'ne weiteres herauszunehmen nnd ein besonderes Gesetz lediglich über die Zcitvorrül-knng zu schaffen. Gegen die Zeilvorrücknng in der Dunst-Pragmatik können gewiß manche gewichtige Einwendnn-gen vorgebracht werden; manche Gründe sprachen aber anch für dieselbe. Daß die Zeitvorrückung eine Tötung des Ehrgeizes bedeute, ist g.wiß ein sehr wichtiges Bedenken, aber wir waren bemüht, es möglichst vollkommen durch die Einschränkungen, die in dieser Hinsicht ge« troffen wurden, zu beseitigen. Den Beamten ist nnter gewissen Voraussetzungen die Vorrückung in die Bezüge der höheren Rangllassen zugesichert, nicht aber das Avancement in die höhere Nangllasse. Die Erncnnnng in die höhere Rangklasse erfolgt nach wie vor nnab» hängig von der Zeilvorrüctung. Es ist daher noch immer dem besonderen Ehrgeiz Raum gegeben. Zweitens ist die Zcitvorrückung von der Bedingung der guten Qnalisila-tion, eventuell von der Ablcgung einer Fachprüfung lind davon abhängig, daß der Beamte nicht durch Disziplinar-strafen von der Vorrückung ausgeschlossen sei. Die Kom» mission hat dafür noch weitere Kautelen geschaffen, die keineswegs bedeutungslos sind. Durch die Einführung dcr Zeitvorrückuug wird eine nicht abzuleugnende Härte des heutigen Systems beseitigt, die darin besteht, daß in den verschiedenen Zweigen der Verlualtung und in den verschiedenen Län» dcrn trotz tx7 gleichen dienstlichen Verhältnisse ganz un» gleichmäßige Vorrückungsvcrhältnisse bestehen. Durch die Zeilvorrückung werden wir auch in die Lage versetzt werden, den richtigen Mann ans den richtigen Platz zu setzen, ohne anderc Beamte dadurch materiell zu schädi» gen. Bezüglich der Übergangsbestimmungen, betreffend Kompensationen sür jene, welche umer den Härtcn des jetzigen Systems infolge der längeren Dienstzeit ma» teriell gelitten halxn, betont der Minister, daß es sich , hier in Wirklichkeit um eine Schadloshallung Handell, ^ nnd daß gerade diese Bestimmungen von maßgeoend^-! Nedentnng sind. Wir legen aber auch deshalb besonderen Wert auf die Ilbergangsbestimmnng.n, weil sie die Vor. ,l lehrungen gegen die Teuerung im Rahmen der Dienst» Pragmatik sind, nnd weil wir trachten müssen, daß möglichst viele Beamte mit einem Schlage vor der Teuerung beschützt, also in höhere Bezüge gebracht werden. Der Minister wendet sich nun der Dienstpragmatik im allgemeinen zu, verweist darauf, daß diese s.it 45 Jahren das Parlament beschäftige und daß die meisten Knlliirstaaten bereits eine Di/nstpragmali!' geschasseil haben. Es ist für den Geist, der unsere Beamtenschaft beherrscht hat, bezeichnend, daß wir so lange Jahre hin» durch einer Pragmatischen Regelung des Beamlenver» hältnissts im Gesetzcswegc entbehren konnten. Dem Mi° nister liege es ferne, zn behaupten, daß die gnte alte Tradition in der Beamtenschaft überhaupt nicht mehr bestehe, immerhin hätten aber gewisse Ereignisse ge° zeigt, daß die Erfolge der Lohnlämpfe gegenüber den Privatunternehinnngen auch innerhalb des Kreises der Staatsangestellten in einzelmn Dienslzweigen nicht ohne Reflcxwirkung geblieben seien. Der Minister weist ferner anf die immer mehr znnehmendc, an nnd für sich nicht zu beanständende Vclälignng der Beamten auf dem Gebiete des Vereins« nnd Versammlungswesens und in der Ausübung der politischen Rechte hin und belont, daß die praktische nnd vernünftige Abhilfe die gesetzliche Re» gelung des ganzen Staatsdicnstverhältnisses ist. Die Re. gierung lvar bemüht, den Mittelweg zwischen zu großer Strenge und zu großer Milde zu finden. Die Staatsangestellten sollen in der Dienslpragmatik eine klare Richtschnur haben, welche Nechle und welche Pflichten sie besitzen. Eine verfehlte Auffassung bezüglich des Dienstverhältnisses besteht vielfach in der Richtung, daß durch den Pergleich mit den Privatdienftverhältniffen ein Recht anf Luhnkampf tonstrniert wird. Deshalb nxir es dringend notwendig, den 8 21 über die allgemeinen Pflichten der Beamten ansznnehmcn, worin ausdrücklich gesagt wird, daß der Beamte sich mit voller Kraft dem Dienste zu widmen nnd alles zn vermeiden hat, was den geordneten Gang der Verwaltung stören könnte. Diese Bestimmung wendet sich hauptsächlich gegen die Anfsassung, daß ein Streik oder passive Resistenz — auch eine Form des Streiks — zulässig und mit dem Trenverhältnisse des Beamten znm Staate vereinbar sei. Hauptsächlich wegen der passiven Resistenz ist auch von der Regierung der Paragraph 25 angenommen worden, weil es insbesondere gcwisse Vcamtenvereinc sind, die für die Passive Resistenz direkt oder indirekt wir» ken. Der Regiernng sälll es nicht bei, diesen Paragraph vexatorisch handhaben zu wollen, aber solchen Vereinen dürfen Beamte nicht angehören. Der verlangte Zusatz zum Paragraph 25 sei nach der Anfsassung des Ministers nicht unbedingt geboten, da schon der Paragraph 21 eine gellane Bestimmung gegen die passive Resistenz gebe. Der Minister bedauert, daß einige Beamlenvereine in letzter Zeit eine besonders aggressive Tätigkeit entwickeln und Erscheinungen zutage gefördert haben, die sich gar keine Regierung bieten lassen kann. Der Minister hofft, daß sich die Beamtenschaft nie zn nnüberlegten Schritten in dieser Hinsicht werde verleiten lasseil nnd daß im Inter» esse der Veaintenschafl selbst der Großteil, u>as wir mit Freuden konstatieren können, von den Traditionen der alten österreichischen Beamtenschaft beseelt und trotz der ungünstigen Verhältnisse ohne Murren und gewissenhaft ihre Pflicht erfüllen wird. Sollte es doch einmal zu einem solchen Kampfe kommen, lvas der Minister sehr bedauern würde, dann müsse er von jeder Regierung mit aller Energie Zu Ende geführt werden. Wenn die Ne» gicrung au die Regelung der materiellen Verhältnisse der Beamtenschaft und an die Schaffung der Dienst» Pragmatik schreitet, ist dies nicht wegen, sundern trotz dieser Agitation geschehen, weil sie nicht die vielen Un-schuldigen für die Schuldigen büßen lassen will und lvcil es traditionell und human ist, dafür zn sorgen, daß der Staat einen zufriedenen und daher arbeitsfreudigen Vc. Laibacher öettung Nr. 277. 2660 2. Dezember ?U12. amlellslaud besitzt. Wir sind darlllll auch sefteil Willens, i» materieller Beziehuiig zu helseu, soiveit lvir kölineil, aber ohne ueue Eteuervorlagen können die Mittel für die Durchführuug der Dieuslpragmatit und der damit zusaiiimenhängendeii Belange nicht aufgebracht lverden. Es muß daher bei allein Wohlwollen und beim besten Willen, den Beamten rasch zn helfen, das materielle Junktim mit den Steriervorlagen aufrecht erhallen werden. Wenn ich nun, schließt der Minister, das hohe Hans bitte, die Tieustpragmalik zum Veschlnsse zu erheben, so richte ich gleichzeitig an dao Haus Weiler die Bitte, auch auf die in Aussicht geuommeneu Steuervorlageu trotz mancher Bedenken, die hier dagegen bestehen »nögen, »oohlloollend und zusammenfassend ein Augeumerk zu lenken, wenn diese Vorlagen, wie ich noch immer hoffe, iu uichl zu ferner Zeit vom Abgeordnelenhanse an das Herreuhaus geleitet werden. l,Lebhafter Beifall.) Politische Uelierltcht. La i bach, 3<». November. Das serbisckie Regierungsorgan „Samouprava" richtet an die serbische Presse den Appell, die Interessen Serbiens nicht durch eiue herausfordernde Schreibweise zu schädigen. Die Vallaustaateu, sagt das Blatt, haben unter den gegeuloärtigeu Verhältnissen keine Ursache, mer, Verzweislnng und uil.udliche Trostlosigkeit, das ganze Elend luenschlicheu Leids stöhnt durch die wüsten Niederungen von (''ataldxa. Unendlich ergreifend wirkt aber, wie der Kriegskorrespondent des „Matin" berichtet, das tägliche Ab.ndgebet der Kranken. Müde, mit bangen, lässigen Gebärden schleppen sich die Cholera-kranken auf einen kleinen Platz zusammen, wo sie in Gc. meiilschasl ihre letzte Andacht zn Allah richten und Mohammed um seinen Beistand bitten. Dabei nehmen sie noch mit zitternder Hand die rituellen Waschungen vor und neigen ihr Haupt dcmülig gegeil Osten. Langsam nxiuken sie dann zu ihren Ruhestätten, die sie hinter einem Gesträuch oder in einer kleinen Erdmulde gefunden haben. Und immer wieder murmeln ihre bleich,,, Lippen die heiligen Sprüche des Korans . . . Fährt dann später der Nachtwind durch die einsame Landschaft, deckt er mit welkem Laub und fahlen Grashalmen arm» selige Leichen. — andelt worden; Sternenbanner — das Symbol der Freiheil! — schmückten die Wände, und das einzige Verdrießliche war wohl uur, daß die Bühne durch „schwedische Gardiueu^ vom Zuschauerraum gelrennt war. Auch waren die Parkettplätze zellenartiss gebaut' „Thealerdieuer" in blauer Uniform waren auch zahlreicher vertreten, als dies gewöhnlich im Theater der F-all zu sein pflegt. Auch niutele es etwas ungewöhnlich all, daß die Theaterdiener bewaffnet waren. Die Zu« schauer verfehlten nicht, durch würzige Zwischenbemer« klingen den Humor des Theaterstückes zu erhöhen. Zum Schlüsse hielt der Direktor des Gefänguisses eiue zün< dende Ermahnnng an die Versammelte», sich die Lehren der Vorstellung zu Herzen zn nehmen. Ter Erfolg der ganzen Vorstellung !var jedoch gleich Null, was schon daraus hervorgeht, daß beim Verlassen des Theaters die Alimentendrücler ein Lied anstimmten, das elilxi dem deutschen „Stiebel wull'n wir trinken, aber heiraten nicht" entspricht. — var bei Gericht gemacht worden, uud die seltsamsten Gerüchte gingen vou Mund zu Mund. Fast alle hielten Herrn Templelon für schuldig; ja eiuzelue woll» ten sogar wissen, er habe benits ein umfassendes Ge» sländnis über beide Mordtaten abgelegt, und die alte Betty Allauson sagte, dies hätte sie längst voransgewnßt, ein Mord könne nicht verschwiegen bleiben. Am Abende des dritten Tages sah Hermann mit seinem Freunde rauchend im Zimmer, als Thomas mit bleicher, verstörter Miene eintrat, um einen Besucher anzumelden, der ihm jedoch auf dem Fnße gefolgt war und bereits unter der Tür erschien. Es lvar Herr Rit» son, der erste Konstablcr, der einen Haftbefehl für Herrn Templeton hatte. „Ich bedanre, mein Herr, daß ich mit eiuer solchen Mission betraut wurde," sagle er höflich, „aber ich konnte nicht anders. Huffeutlich wird sich bald alles zu Ihrcu Gunsten aufklären." Ruhig und gefaßt hatte Hermann sich erhoben; er N>ar lol.nbleich, ein Widerstreit der Empfindungen tobte i,l seiller Brust. „Sie tun nur Ihre Pflicht, Herr Nitsun," sagte er. „Sie müssen mir noch einige Minuten gönnen, damit ich auch die meiuige tue. Thomas, Sie bleiben hier in diesem Zimmer. Seien Sie ein Mann, lieber Freund, gehen Sie Ihrer armen Schwester mit gutem Beispiel voran. Wenn Fritz kommt, senden Sie mir ihn nach, nnd bedenken Sie, daß ich keine Furcht habe. Der Himmel wird nicht zn lassen, daß das Unrecht fiir immer triumphiere. Nnd du, lieber Rolurt," fügte er bei, sich zu Westou wendeud, der wie vom Schlage gerührt schien, während Thomas die Hände rang und bitterlich stöhnie, „vergiß nicht, nm was ich dich gebeten habe. Ich bitte dich nochmals, erfülle meimn Wunsch bis znm letzten — bis zum äußersten." Weston sprang aus und ergriff des Freundes Hand. „Ich muß mit dir gehen!" rief cr aus. „Uumöglich taun ich dich der Gnade jen.r dickköpfigen Richter überlassen. Gnter Gott, was sälll ihnen uur ein? Sie müssen von Sinnen sein!" „Du vergißt dich schon, lieber Robert. Wenn dir mein Leben lieb ist, verlaß diesen Ort nicht. Tu weißt, daß du mir hier am besten dieneil kannst." Weston sank wieder auf einen Stuhl und ries: „Beim Himmel, Hermann, ich werde selbst noch deu Verstaub verlieren!" „Dies wirst du nicht, Robert," sagte Templelon, „um meinetwillen mußt du stark sein. Sieh hier — gerade, nxis ich zu vermeiden wünschte!" Susanne halle auf dem Gange einen zweiten Kon. stabler erblickt, deu sie kauute, und war in ihrer Un. ruhe zu Julie gelaufen, um diese zu benachrichtigen. Julie saß gerade bei der alle» Hanna, und als diese Susannens Worte vernahm, stürmte sie wie nxihnsinnig hiuans und in Herrn Templetons Zimmer hinanf. Hier sank sie ganz gebrochen Zu Boden »nd rief, ihres Herrn Knie mit beiden Händen umklammernd, mit erschöpfter Stimme: „Mein Herr! Mein lieber Herr! Lassen Sie mich sprecheil, ehe ich sterbe! Ich l>abe Ihnen lange und treu gedient; meiue Tage auf dieser Erde sind gezählt. Gewähren Sie mir diese Befriedigung, nach allem, lvas ich gelitten habe! Lassen Sie mich redeu, ehe ich sterbe!" Aufs tiefste ergriffen, versuchte Hermanu die Grei-siu auszurichten, sich von ihren umklammernden Händen loszumachen, vergebens. „Wo ist Fräulein Sand?" fragte er. „Ich wünschte anch ihr die Aufreguug zu er« spareu, aber niemand sonst hat Einflnß auf unsere arme Hanna, die ich doch nicht in diesem Zustande verlassen möchte." Julie lvar zu Fräulein Butler geeilt, in der Hufs' uung, diese würde doch gewiß jetzt endlich ihr Schweigen brechen, weiln sie ihren Vater am Leben wisse. Aber Fräulein Butler hörte mit großer Gelasseuheit ihren eUoas überstürzten Bericht an und versetzte kalt: „Es tut mir leid, aber schließlich kunnte er es nichl anders ern>arten. Zu fürchten ist uichls — er kam schon ein< mal davon und wivd es auch diesmal wieder." „O Fräulein Nnller, bedenken Sie die Qualen, die er erdulden muß. Sie werdeu doch wenigstens hinab-kommen, um ihn zu sehen?" „Uud zu welchem Zwecke? Ich kann ihm nicht-nützen; ich ziehe vor, hier zn bleiben." Julie nxindte sich ab, nm ihre Eutrüstuug zu ver' bergeu. Aus der Treppe begegnete sie Thomas und kehrte mit diesem iu das Zimmer zurück. Ihre Wangen glüh' ten, ihre Augeu funkelten; die Empörung über die U"-gerechtigkeit, deren Opfer Herr Tcmplcton wurde, verlieh ihr den Mut, desseu sie bedurste. Liebevoll ueigte s^ sich zu Hanna hinab: „Sie vergessen Ihr Versprechen, liebe F"'" Braun," sagte sie. „Sie wollten doch Vertrauen in G^' tes Gerechtigkeit haben und die Dinge ruhig abivartt'N' Sie betrüben Ihren Herrn, der doch all seiner Kr"! bedars. Kummen Sie mit mir, liebe Frau Braun." (Fortsetzung folgt.) i«a,^H?r Hew'"!,, Nr. ^77 ^lz67 2. Dezember 19)2. Dieses Baby ist die kleine Iusefine, die 15 Monate alte Tochter der Mrs. Perin Eothran aus Nord-Earolina. Mrs. Cuthran ist die einzige Tochter der Airs. George Howe, die wieder die einniste Schlvester des neugewählten Präsidenten Woodrow Wüsten ist. Die kleine Iosefine ist also die Großnichte Wilsons. Ihre Mama ist eine kaum 22jährige, sehr schöne Frau, die den größten Teil des Jahres mit den Töchtern ihres Onkels Wilson in Washington im Weißen Hanse verbringen wird, um dort das große mondäne Leben zu führen, von dem sie bisher in Nord-Earolina wohl kaum gelränmt l)«ben mag. Da sich aber die junge Frau von ihrem Baby nicht trennen will, so hat Woodrow Wilson seine Gastfreundschaft auch ans dieses ausgedehnt, und wenn Taft aus' zieht, werden zwei große Zimmer als Schlafzimmer und Spielzimmer für das Kind hergerichtet werden. Schon aber ist die kleine Josefine als Weißes Haus-Baby in gairz Amerika popnlär. — Din Feind des Spiegels.) Elsie: „Nach dem Waschen, sehe ich mir mein Gesicht immer im Spiegel an, ob es auch rein ist. Machst du das auch?" — Vobby: „Nee. Ich seh' ins Handtuch." Wal- und PromnMl-Mchnchtcn. Neue Erfahrungen auf dem Gebiete der Abwässer rciuigllUss. (Fortsetzung.) Je, größer die Selbslreinigungskraft des Wassers ist, desto größer ist seuw Produktion an Fischflcisch, und je mehr Fischleiber der Teich enthält, nm so mehr kann man ihm an Verunreinigung zumuten, ohne befürchten zu müssen, daß schädliche Folgen eintreten würden. Wir wissen alle, daß ein stchendes Wasser einem fließenden und besonders einem kaltsließenden Wasser in seiner PrudnMon an Füchfleisch weil überlegen ist. Diese Überlcg'.mggn haben dazn geführt, jene an-oeren kostspielig.n, viel Ranm einnehmenden Arten der Reinigung des organischen Abwassers durch den Versuch zn ersetzeil, die betreffenden Abwässer einfach im Teiche M reinigen, wobei als erwünschtes Nebenprodukt oicser Reinigung noch die Produktion einer großen Menge von Fischfleisch erhofft werden konnte. Diese Versuche, die hauptsächlich mein verehrter Lehrer Pro-sessor Hofcr in München als erster in größerem Maße durchgeführt hat, haben zn cincm vollen und wirtlich überraschenden Erfolge geführt. Hofer hat seit mehreren Jahren in verhältnismäßig kleinen Dimensionen diese Versuche fortgesetzt. Er hat zuerst das gesamte Ab» lvasser, und zunr Hansabwasser einer großen Irren» anstalt mit zirka 300 Insassen, in einem kleinen Karp. senteiche geklärt, ein gutes Abu^achsresultat an Karpfen »nd ein nicht fäulnissähiges Abflußlvasser erzielt. Ähn» liche Erfolge slvllten sich beim Abwasser von Brauereien, Brennereien usw. ein, bis sich eine Stadt sand, die die Courage aufbrachte, ihm ein erhebliches Terrain und das nötige Geld zur Verfügung zu stellen, um diese Sache in größerem Maßstab, durchzuführen. Diese Stadt ist Straßbnrg im Elsaß. Man kann natürlich nicht verlangen, daß Straßburg gleich ein Terrain von hundert Hektaren adaptierte und die kostspieligen Arbeiten im cfanzen Gebiete durchführen ließe. Die Stadt hat zunächst drei Hektar bereitgestellt, die nötige Leitung usw., kurz die ganzen Kosten für die Versuche gelragen, nnd unter der Kontrolle des Professors Hofer sind die Versuche vor zwei Jahren eingeleitet worden. Ich hatte das Glück, im vorigen Jahre im Sommer in Begleitung des Professors Hofer diese Versuchsanlagen zu besuchen und mit ihm eine ganz ausführliche, genaue mikroskopische Untersuchung derTeiche vornehmen zu köunen. Das Terrain von zirka drei Hektar war in vier oder fünf Einzelteiche eingeteilt, in die das nnr notdürftig mechanisch vorgeklärle, von ungelösten schwimmenden nnd sinkenden Bestandteilen befreite Waffcr hineingcleitet wurde, uachdcm es im Verhältnis von 1 : 2 mit reinem Flnßwasser verdünnt worden »var; d. h. es wurde ein Teil Abnxlsser auf zwei Teile Flnßnxisser, das ist eine außerordentlich starke Konzentration eines derartigenAb-Wassers, genommen. Hier wnrde nun ungefähr das Ab» Wasser von 2000 Einwohnern auf ein Hektar Teich» Ivasser berechnet. Das Ablvasser wnrde natürlich nicht in einem Strom in den Teich geleitet, sondern rings um oeu Teich herumgeführt, und alle paar Meter führte eine Nöhre in den Teich hinein, fo daß ihm überall kleine Ströme dieses schon verdünnten Abwassers zugeführt wurden. Dieser Teich stand das ganze Jahr unter der Controlle von eigens hiez» bestellten Lenten, die znnächfl verpflichtet waren, den Cauerslofsgehalt dauernd nach einer Methode zu kontrollieren, die anch der Laie schnell erlernen kann. Ihre Vcstimmnngen wnrden täglich im Laboratorium in München nach einer feinen chemischen Methode nachgeprüft und es zeigte sich dabei, daß der Saucrstoffgehalt des Wassers 'trotz der zugeführten Nienge von organischen Substanzen niemals nnler fünf bis sechs Kubikzentimeter pro ein Liter, d. h. nnter die Menge herunterging, die vollständig zur Fischzucht in den Teichen ausreicht. Es wurde dann der Teich nach nnem vom Professor ausgearbeiteten Voranschläge so reichlich mit Karpfen befetzt, daß man ans einen Znunchs von fünf Meterzentner Karpfen fleisch rechnen konnte. Außerdem tat man als Beisatz Regenbogenforellen hin« ^in. Das nxir allerdings ein elivas ge>oagtes Experiment, das eigentlich halb unfreiwillig, nämlich deshalb gemacht wurde, weil es versäumt wurden >var, rechtzeitig Hechte ln die Teiche einzusetzen; irgendein Raubfisch aber mußte ylnein kommen, weil mit dem zur Verdünnung vcrwcn° deten Flußwasser eine ungeheure Menge kleiner Weiß» fische, die eine ähnliche Nahrnng wie die Karpfen brauchen, hineingelangt waren, die diesen Nahrnngslonlur» lenz gemacht hallen, ohne nennenswerten Nutzen zu bringen. Es handelte sich aber von vornherein darum, ein Maximum der Ausnutzung der Teiche zn erreichen. Nnn nxir das vorige Jahr ein ganz besonders heißes Jahr, durch das natürlich, wenn es eine ungünstige Wirknng hervorgerufen hätte, noch nicht die Ansicht Hofers hinfällig gemacht worden wäre- denn mit so heißen Jahren braiicht man nicht zu rechnen. Aber die Mr» lung war überraschend. Die vier Teiche erwärmten s'ch im Maximum auf 32 Grad, die Regenbogenforellen be» gannen bei 30 Grad ansznfterben. Im ganzen starb die Hälfte der Regenbogenforellen; die andere Hälfte wnrde im Herbst abgefischt — lauter gesunde, starte, dicke nnd wohlbehaltene Fische. Also haben selbst die Salmoniden das so stark mit säulnissähigen Substanzen durchsetzte Wasser vollslän-dig gut vertragen. Es ist zu erwarten, daß in einem Jahre, das keine so exorbitante Hitze ausweist, alle gut durchkommen würden. Wir haben dann eine genaue Untersuchung der gc« samten Fanna und Flora des Wassers vorgenommen und gefunden, daß sicl^ im großen und ganzen diejenige Fauna nnd Flora hier angesiedelt hatte, die man eben im vernnreinigten Wasser als Komponenten der Selbst» reinigung zn erwarten hat. Allerdings zeigte es sich hie-bei, daß man es versänml hatte, verschiedene Tiere hinein zn impfen, die zufällig im ZnslnßNiasser nicht enthalte», Unren nnd die natürlich anch nicht von selbst entstehen konnten, hauptsächlich den Wurm Tubifcx. Das wurde nun nachgeholt. Die Teiche wurden damit geimpft und man kann imt ziemlicher Bestimmtheit annehmen daß der Effekt der Reinignng in diesem Jahre, wenn alle diese Organismen nachgeliefert sind, noch erheblich besser als im Vorjahre sein werde. Trotzdem war im vorigen Jahre der Esfelt schon so gnl, daß sich direkt im Abfinffe leine zehn Nieter nnterhalb der Teiche eine ganze Menge von Bachforellen außerordentlich wohl befand; anch die mitro» ! slopische Untersuchung der Fanna und der Flora hat das Bild eines reiueu Baches, wie man ihn für die Forellen, zucht braucht, ergeben. Das Resultat ist also ziemlich das günstigste, das überhaupt erwartet werden konnte. (Schluß folgt.) — Mapellanf Seiner Majestät Schlachtschiffes „Prinz Gugen".) Am Samstag um halb 12 Uhr vor« mittags wnrde Seiner Majestät Schlachtschiff „Prinz Engen" nntcr den üblichen Festlichkeiten ans der Werfte des „Slabilimento tecnico Triestino" zu San Marco bei Trieft von Stapel gelafsen. Als Taufpatin fnngierte Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Maria E h r i st i n a. — Das Schlachtschiff „Prinz Engen" ist das Schweslcrschisf des bereits in Dienst gestellten „Viribns nnilis" nnd des im heurigen Frühjahr von Stapel gelassenen „Tegetthofs". Das nene Schlachtschiff ist ans zähem Siemens-Martin-Stahl gebaut und hat eine Länge von 151 Meter, eine Breite von 27,2 Meter nnd einen mittleren Tiefgang von 8,2 Meter. Der TonnengelM beträgt 20.331 Tonnen. Um die Schwimmfähigkeit des Schlachtschiffes auch bei schweren Verletzungen des Schisfbodens zn sichern, ist dieser dnrch zahlreiche Längs» nnd Querschotten in eine große Anzahl wasserdichter Kammern geleilt. Alle Vita» len Teile des Schiffes sind gepanzert; das Gewicht des Panzers allein beträgt zirka 4500 Tonnen. Vom Bug bis zum Heck wird das Schiff in der Höhe der Wasserlinie von einem gewöhnlichen Panzerdeck durchzogen. Zum Schutze gegen Minen und Torpedos ist der Innen-boden von der Kimm bis znm Panzerdeck a»5 zwei Laqen von Spezialslahl gebildet. Sämtliche Kasematten sind durch Panzer geschützt. An Armiernng hat das Schlacht» schiff 12 Stück 30,5 Zentimeter-Geschütze L/45, zwölf Stück l5-Zentimeter»Geschütze L/50, 18 Stück 7-Zenti-meler.Geschützc L/50, 2 Stück 47»Millimeter°Schnell° feuertanonen L/44, 2 Stück 8°Millimeter.Mitrailleusen, 4 Torpedo-Laneierapparate und 2 Stück 7.Zcntimeter-Landungsgeschütze L/18. Die Maschinenanlage umfaßt drei Turbinenmascl)!nenkomplexe mit zusammen 25.000 Pserdckrästen, die dem Schiff eine Geschwindigkeit von 21 Seemeilen in der Stunde erteilen werden. Der Name „Prinz Engen" !var in unserer Kriegsmarine bereits dreimal vertreten, nnd zwar bei folgenden Schiffen: Raddampfer „Prinz Eugen" (1856 bis 1861), Panzer» fregalle „Prinz Eugen" (1862 bis 1876) Kasemattschiff „Prinz Engen" (1877 bis 1906). — scheu Lehrer; 8.) über den selbständigen Antrag des Ge« , meinderales Rojina betreffs Erhöhung der Äktivitäts« ^ znlage der städtischen Sichcrheilslvache. — V. Berichte der Aansektion: 1.) über die Znschrist des Vürgermei» sters betreffs Vergebung der Vauarbeiten für die neuen. Brücken über den Laibachflnß; 2.) über den Bericht des städtischen Vanamtes betreffs Schlußkollaudierung des Gebäudes der Vierten städtischen Volksschule Am Vrühl. — VI. Bericht der Schulsel'tion über den selbständigen j Antrag des Gemeinderates Iegli<"- betreffs ansschließ- licher Benützung der Schult,irnhallen zn Sclmlzwecken. — VII. Berichte des Schlachthansdirektoriums: 1.) über den Voranschlag des städtischen Schlachthauses pro 1913; j 2.) über den Bericht der Schlachthausverwaltnng betreffs diverser Übelstände im städtischen Schlachthanse. — VIII. Berichte des Direktoriums des städtischen Elektri. zitäts» und Wasserwerkes: 1.) über den Voranschlag des städtischen Wasserwerkes Pro 1913; 2.) über den Vor-anschlag des städtischen Elektrizitätswcrkes pro 1913; 3.) über den Bericht der Verwaltung betreffs einer Ab« i ändernng der ^ 3 nnd 6 des Statutes für das städtische Wasserwerk; 4.) über ein Gesnch der Besitzer an der Eesta v Ro5no dolino nm Einfiihrnng der elektrischen Beleuchtung; 5.) über den selbständige!, Antrag des Ge» meinderates Likozar betreffs Errichtung eines offen:» lichen Auslansbrimnens an der Untersrainer Straße; 6.) über den selbständigen Antrag des Gemeinderates Likozar betreffs Verlängerung der elektrischen Beleuchtung an der Nrnnndorser und der Uuterkrainer Straße. — IX. Selbständige Anträge: 1.) des Gemeinderates Thomas Novak betreffs Veschotternng der Pot na Rakovo Mo; 2.) des Gcmeinderales Ivan 3tefe: -l) betreffs Einführung des Koch- nnd Wirtschastsnnter' richtes an den städtischen Mädchenschulen; l>) betreffs Einführung des Ccheckverkehres bei der städtischen Kassa. — Hieranf geheime Sitzung. — Militärisches.) Ernannt wnrde der Hauptmann des Generalslabskorps Karl Plachola znm General» stabschef der 22. — Der Militnrobertierarzt Michael K napit sch (mit Wartegcbühr beurlaubt — Urlaubsort Laibach) des Feldkanonenregiments Nr. 7 wurde bei Transferierung zum Ulanenregimenl Nr. 5 in den Präsenzstand über« setzt. — Transferiert wird der Artilleriezengsuffizial Josef Omerzu vom Arlilleriezeugsdepot iu Hostiwitz zu jenem in Graz. — Dem Lenlnant in der Reserve Karl Sardinschel des Landwehr - Infanterieregiments Klagensnrt Nr. 4 wurde die Ablegung der Offizierscharge bewilligt. — ,a. für Nckruteninstruk-torcn.j Den dauernd beurlaubten Unteroffizieren uud Gefreite», des Asfenljahrgauges 1909, welche auf Grund eines im Oktober !9l2 erschienenen Erlasses des Kriegs. Ministeriums als Rekruteninslrnkwreu wieder cinberu. fen wnrden, ist diese Dienstleistung bis zur. Dauer von sechs Wochen als erste, darüber hinaus als erste und dritte Wasfenübnng anzurechnen. — lAenrlauliuliq von Zosslina.cn der Militär-bildnnsssanstalten.) Nach der Vorschrift über die Veur» laubung der Zöglinge der k. und l. Militär-Erziehnngs-nnd -Bildlingsanstalte!' konnte bisher nnr der Weih. nachlsurlaub allen Zöglingen bewilligt werdeu. Auf die übrigen Urlaube hatten nur jene Zöglinge Anspruch, die einen mindestens genügenden Gesamlersolg erreicht hat-ten. Nnnmehr hat das k. nnd k. Kriegsministerium diese Bestimmungen dahin abgeändert, daß'es in Hinkunft den Anslellnngskommandanten überlassen bleibt, auch Zög-linge mit nichl genügendem Gesamtersolge während der Hanptserien — für die ganze oder für eine kürzere Zek — zu beurlaubeu. — lSpenden für das Note Kreuz.) Der Landes« und Franenhilfsverein vom Roten Krenze für Krain hat folgende Spenden erhalten: die Sammluug des Zweigvereines in Gurlseld (3. Sendnng) 150 15 '54 1,; von der Nanmwollspi»nerei nnd Weberei Ed. Glanzmann nnd And. Gaßner in Nenmarktl ein Stück ge» bleichtes Tnch mit 52^ Meter nnd zwei Stücke rohes Tnch mit 105,6 Meter; von der „Schlaraffia Emona" in Laibach für Zwecke des Österreichischen Noten Kreuzes — lVom Volksschnldicnste.) Der k. k. Landesschul- rat für Krain hat die Znsammenziehung der Alltags-und Wiederhiilnngsschüler beim Religionsunterrichte an der Volksschule in Kaier im Schuljahre 1912/13 gench» migt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Lehrers Rai» mund M e5an die Volontärin Maria R n s znr Sup. Plenlin an der Volksschule in Sodcrschitz bestellt. — lGemeindewahleil.) Bei der am 10. November vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde St. Veit ob Laibach wurden gewählt: zum Gemeinde» Vorsteher Anton Belee in St. Veit. zu Gemeinderäten Valentin Eirman in St. Veit, Simon Iuvan in Sankt Veit, Johann Arhar ill Trala, Andreas Krcgar in Vi5» marje. Ignaz ^esenj in Brod, Valenlin Mral in Stane» öwe, Veit Merhar in Gnnelje und Valentin Babnik in Glince. — Bei der am 19. November vorgenommenen Neimxihl des Vorstandes der Gemeinde Liplein wnrden gewählt: zum Gemeindevorsteher Franz Pelerlin in Staro apno. zu Gemeinderälen Franz Norsnik Johann iloprivc und Johann Sever. ^iaibacher Zeitung Nr ^77. 2668 2. Dezembek 1912. — lEchwulgerichtsverhaudlnng.) Am Samstag hatte sich auf der Anklagebank der 1890 in Vodiee geborene und dahin zuständige Vefitzersfohn Franz Bnrgar »vegen Bruderinordes zn verantworten. Dor Sachverhalt ist folgender: Tie Besitzerssöhne Franz und Johani, Vur-gar lebten ,uiteii,ander in Unfriede»,. Franz Aurgar ivar sehr wirtschaftlich und arbeitsam, sein Brnder Io» Ixinn hii,gegen arbeitsscheu und dem Trnnke ergeben. Franz Burgar war mehrere Jahre in Alnerika, schickte vor dort der Mutter mehrmals feine Ersparnisse und brachte anch. als er im heurigen Sommer in feine Hei-mat zurückkehrte, einiges Geld mit, weshalb fich feine Mutler auch mit dem Gedanken trng, ihm den Besitz zu übergeben. Dies alles trug bei, daß Johann Nurgar seinem Prüder immer mehr abgeneigt wurde. Etwa drei Wocheu dor dein 9. Oktober d. I. kam es zwischen den beiden Brüdern aus einer geringfügigen Ursache Zu einer Auseinandersetzung, die anch bald in Tätlichkeiten überging. Während der Angeklagte seinem Vrnder eine Ohrfeige versetzte, zog dieser ein Messer und brachte ihm damit eine leichte Verletzung bei. Der Angeklagte war der Meinung, daß er sich beim Balgen mit dem Bruder selbst verletzt habe. Als er aber später vou einer dritten Person-erfuhr, daß er von seinem Vrnder mit dem Mes-ser gestochen worden lrxir, geriet er derart in Zorn, daß er sich mit einer Hacke bewaffnete und deu Bruder suchen ging, der sich damals in der Schmiede des Joses Dolni^ar anfhielt. AIs er znm Fenster kam, hörte er seinen Brnder Johann dem Tolnn-ar erzählen, daß er seinen Brnder mit einem Messer gestochen habe. Dies brachte ihn noch mehr in Wnl, und als Johann Bnrgar die Schmiede verließ, fprang ihm der Angeklagte nach nnd versetzte ihm mit der Hacke einen so wnchtigen Schlag 'inf den Kopf, daß Johann Nurgar sofort zu Boden fauk. Als er sich vom Boden erheben wollte, versetzte ihm der .lngeklagle noch einen zweiten derartigen Hieb anf den >tops, daß er ans der Stelle tot liegen blieb. Hernach stellte sicl, der Angeklagte selbst dem Gerichte, wo er wie» derholt aussagte, daß er die Absicht gehabt habe, seinen Vrnder zu Men. Auch im Lanfe der Vornnlerfuchnng gestand er die Tat vollkommen ein, behanptele aber, daß er nicht die Absicht gehabt habe, seinen Vrnder zu töten. Vou den Geschworenen wnrde die an sie gestellte Schuldsrage mit zehu gegen zwei Stimmen bejaht, worauf der Gerichtshof den Angeklagten zu sieben Jahren schweren Kerkers verurteilte. — Dchwurgerichtsverhandlungen in Nndolfswert.) Am 28. v. M. hatle sich der 20 Jahre alte Eisenbahn-bauarbeiter Alois i^ek an>? Gaberje wegen Totschlages zn verantworten. Der Sachverhalt ist folgender: Am 20. Ottober d. I. zechte Ka^ek mit mehreren Genossen in einem Gasthause in Bir5na vas, Gemeinde St. Mi-cl,ael'Stopi ihm und versetzte ihm zwei Schläge über die Hand. De/elan wich ins Gasthans zurück und erzählte seinen Genossen von dem Vorgefallenen. Dar» anfhin liefen alle im Gastzimmer anwesenden Arbeiter, unter ihnen auch der Angeklagte, in den Hausflur, wo sie mit den vor dem Gasthanse gestandenen Arbeitern zu» sammensließen. Unter letzteren befand sich anch ein gewisser Leslovec. Zwischen beiden Parteien entstand eine Nauferei, wobei der Anqeklagie, der mit einem Wagen» schwengel bewaffnet war, mit diesem dem Leskovee einen so wuchtigen Hieb anf deu Kopf versetzte, daß der Getroffene vor dem Arbeiter ^n^ter^i^, der ihm auch einen Schlag mit einer Eisenstange versetzte, bewnßtlos zn» famine,,brach. Man überführte Leskovee ins Spital der Barmherzigen Brüder in .^andia, wo er am 22. Oktober starb. Die Geschworenen bejahten die Hanplsrage auf Totschlag, aber anch die weitere Frage anf gerechte Notwehr, woraus der Gerichtshof den Angeklagten freisprach. " Am 23. nnd 30. v. M. saßen ans der Anklagebank fünf Burschen, und zwar Johann Dnle und Franz Rabzelj aus St. Kanzian, Franz Lindi«"! aus Dolenfa vas, Alexander Lipej aus Altendorf nnd Rudolf Eesar wegen Totschlages und schwerer körperlicher Vefchädi» gung. In der Nacht zum 9. Juli d. I. wurde bei den Nesitzern Anton Jerman in Modru5e und Anton Matko in Zbnrje eine Hochzeit gefeiert. Daran beteiligten fich mehrere Burschen als sogenannte „Vogljarji", nnter ihnen sechs Knechte des Gutsbesitzers Ulm. Um etwa 1 Uhr nachts traten letztere den Heimweg an. Bei der au der Straßenkreuzung bei Zburje steheuden Kapelle blieben die Burschen stehen und besprachen verschiedenes. Auf einmal vernahmen sie den Slnrmrnf „Hnrra, auf!" und bemerkte,,, daß sich ihnen einige Burschen, die sie iu der Dunkelheit nicht zu erkennen vermochten, im Lauf» schritte näherten. Pintaru- ging den stürmenden Nur» schen entgegen, wurde aber von ihnen mit Stockhieben zn Boden gestreckt und blieb bewnßtlos liegen. Auch die Burschen Ln^ar, Jane nnd Bla5i<> wurden so arg ge» prügelt, daß sie znm Teile zu Voden fielen. Sr^U! wnrde lebensgefährlich nnd die übrigen Vurfchen schwer ver» letzt. Nach vollbrachter Tat gingen die Angreifer gegen St. Kanzian. Eesar, Lipej und Rabzelj kamen aber noch einmal zurück und traktierten den bewnßtlos liegenden Lu5ar so unbarmherzig mit Stockhieben, daß Ln5ar an den erlittenen Verletzungen starb. Von den Geschworeneu wurde die Schuldfrafte bejaht. Dulc, Nabzelj uud Lipej wurden zu j<' 5^2 Jahren, Lindl'5 und Cesar zu je drei Jahre schweren, mit Fasten verschärften Kerkers ver-urteilt. H. — lZum Fremdcnvertehr in Lailiach.j Im verflösse» neu Monate sind in Laibach 6177 Fremde angekommen sum 726 mehr als im Vormonme und um 568 mehr als im gleichen Monate des Vorjahres). Abgestiegen sind in den'Hotels! Union 1488, Elefant ,1312, Lloyd 581, Eesar avstrijsti 305, Stadt Wien 217, Ilirija 207, ^lrnlelj 170, Südbahnhof 163, Tratnik 148, weitcrs in de„ sonstigen Gasthöfen und Übernachtnngsflälten 1586'Fremde.' '^—. — lDie agrarischen Operationen im Jahre 1911.) In Krai n waren im Jahre 1911 an agrarischen Ope° rationen fornlell abgeschlossen und faktisch dnrchgeführt: 1 Zusammenlegung mit 110 Hektar und 149 Beteiligten, 657 Teilnngeii mit 52,93l Hektar nnd 15.084 Beteilig-ten uud 4 Regulierungen mit 1258 Hektar und 305 Ve» teiligten. In Arbeit standen: 1 Zusammenlegung mit 20 Hektar und 2 Beteiligten, 153 Teilnngen mit i'9,676 Hektar und 4775 Beteiligten uud 32 Regulierungen mit 8352 Hektar und 3<>63 Beteiligten, nnd zwar er-folgle in 48 Fällen die Ausnahme des Operationsgebietes der Grundstücke, in 28 Fällen die Vewerlnng der Grnnd» stücke, in 43 Fällen die Absteckung und Vermarknng der nenen Grnndstücke. Ferner wurden im Jahre 1911 eingebracht: 5 Zusammenlegungsanlräge, 244 Teilungs» antrage, 71 Regnlierungsanlräge, zusammen 320 Ope« rationsanträge. Das für die Durchführung der agrari» schen Operationen im Lande znr Verfügnng stehende Personal bestand aus drei Lutalkommiffären, 3 technischen Leitern, 1 Inspellorassistenten, 11 Geodäten und 2 technischen Hilfskräften. Die Znnahme der Regulie» rnngsanträge hat erfrenlicherweife angehallen, was ins° besondere ans die erzielten Erfolge bei der Verbeffernng der Alpengebiele und der .^tarstweiden znrückzuführen ist. Einen ganz bedeutenden Umfang nehmen in Inner-krain die mit den agrarische», Operationen in Verbin, dnng stehenden Slraßenbanten znr Aufschließuug der zahlreiche», Gemeinschaflsgebiete und deren Verbindnng mit den uinliegenden Ortschaften ein, wie daraus zu entnehmen ist, daß im Jahre 1911 allein 103 Kilometer solcher Slraßenzüge für die Projeltsverfaffung traffiert wnrden. — Weiters wnrde die Aktion der Dnrchführung von Alpenmeliorationen in Verbindnng mit der Regulierung der gemeinschaftlichen Benütznngs- nnd Verwal» lnngsrechie auf den Gemeinde- nnd Gememschaflsalpen forlgesetzt. Bei 2 Alpengebielen unirden die Arbeiten be» endet nnd lollandiert, bei 13 Alpen, nnd 3 Hulweide-gebieten fortgesetzt und für 11 Alpen» nnd 1 Hntweide« gebiet die P^jekle versaßt. — Wn lebender Änerhahn in Krainliurg.) Man schreibt uns ans Krainbnrg: An, 30. v. M. gegen 8 Uhr friih gab es beim hiesigen städtischen Wagehause in der Nähe des Hotels „zur alten Posl" ein seltsames Schau» spiel: Zahlreiche Vollsschüler, die gerade aus dem Wege znr Schule begriffen »varen, mühlen sich mit dem Einsangen eines Anerhahnes ab. Dieser erhob fich schließlich anf den dort stehenden Kaslanienbanm, fiel aber hinler dem Wagehänschen herunter, wo er von einen, Schüler eingefangen und sodann del», Pächter des Krainbnrger Jagdreviers, Herrn Rndolf Kolalj, überbracht wnrde. Der Vogel, ein einjähriges Prachtexemplar, dürfte fich, von einen, Raubvogel verfolgt, in die Stadt verirrt haben nnd infolge Ermattnng herabgefallen sein. Vor etwa 15 Jahren hatte sich in ähnlicher Weise ein Auerhahn iu die Vorstadt Pungrt in Krainburg verirrt und vor 20 Jahren halte sich ein gleicher Fall in Straxi^öe bei Krainbnrg ereignet. — Den, Vernehmen nach wäre Herr 5.tokalj bereit, den schönen Anerhahn zn verkaufe». —^. — lMn Unterhaltungsabendj wird vom Gesangsvereine „Slavee" Sonntag, den 8. Dezember, im großen Saale des „Narodni dom" bei freien, Eintritte veranstaltet werdn. '" jDen Verletzungen erlegen.) Der Infanterist des 27. Landwehrinsanlerieregiments Anton Prestl, der am Dienstag nachts anläßlich eines Tienslganges anf der Siidbahnflrecke nächst der Grünen Grube von, Schnellzuge ersaßt nnd schwer verletzt wurde, ist gestorben. Am verflossenen Freitag nachmittags fand das Leichenbegängnis statt, an dem sich die Mannschaft aller hier dislozierten Truppen, ferner zahlreiche Offiziere beteiligten. " ft'lrbritertranc'porte.) Tiesertage gingen von, Süd-bahnhlife nach Amerika 40 Kroaten ab, während 90 Kroaten und 50 Montenegriner zurückkehrten. Aus Budapest kamen 160 Italiener an. — ^Verloren.) Ein Postsparkassebnch mit einer Einlage von 13 K, ein Geldtäschchen mit 10 K,cine Fünfzig-lronennoie. Banknoten im Betrage von 30 1< uud eine Handtasche mit 10 K. — iGefunden.) Ein Sack Linsen, ein goldenes Anhängsel mit einer Photographie, ein Palet Knüpfe nebst einen, Briese nnd ein Schuldbuch. Theater, Kunst und Literatur. "" l>laiscr Franz Iosepli-Iubilänmsthcatcr.) Die Ausführung der Operellennenheit „Hoheit tanzt Walzer" von Leo Ascher erfreute sich gestern dank einer trefflichen Ansführnng eines glänzenden Erfolges. Die angenehme, melodiöse Mnsik, die den Freunden der Operette die weitgehendsten Zugeständnisse machi, enthält neben dem unvermeidlichen Walzerinachen und Schlagern auch emp° sindsamc Gesangsnummer»,. Die Handlung lehnt sich an bewährte Vorbilder an, indem sie die alte Geschichte von der lebenslustigen Prinzessin vorführt, die dem unge-lieble» Manne zum Altar folgt, worüber einen, Herzens, gntcn Musiker fast das Herz bricht. Dieser wurde von Herrn Verko je nach der Stimmung ergreifend und erheiternd charakterisiert; Frend und Leid kamen in na- türlicher, herzcrwärmender Weise zum Ausdruck, ^-eine Partnerin, Fräuleiu Kram er, bot eine ebenso wirk» same gesangliche wie schauspielerische Leistung: beide halten für wiederholten reichen Beifall zu danken. Be-sonders gefiel das reizvolle Lerchendnett, wobei auch des Sologeigers anerkenneud gedacht sei. Fräuleiu Lain» bau er war ei» fesches, frisches uud sauberes Wiener Bürgerlind und erfreute sich des gewohnten Erfolges, den sie ehrlich mit Herrn Hilde teilte, der in mehreren allsprechende», Zwicgesängen seinen Tenor glänzen lassen konnte. Herr Iores wirkte mit kräftiger Komik als protziger Wirt, Herr Felix gab einen alten Veamten mit trenherziger Schlichtheit; Frau Falken st e i n lvar wie immer in Maske, Kostüm und Spiel urdrollig, und in Nebenrollen machten sich die Herren Herbst und Twerdy sowie Fräulein Göbcl verdient. Eine bc« sondere Anziehungskraft wird voraussichtlich das rei-zende Prinzenpaar, die kleine Stöger nnd die fünf» jährige Nada Poga^nik ausüben. Beide sprachen, sangen nnd tanzten mit' einer verblüffenden Sicberhi.'it sowie entzückender Anmut und mußten ihre Gavotte über stürmisches Verlangen wiederholen. Herr Kapellmeister Hager konnte für seine^ erfolgreiche Tätigkeit Nxirme Anerkennnng entgegennehmen, nicht minder Herr Berko für seine umsichtige und geschmackvolle Spiel» leilnng. Die Direktion halte dem hübschen Werke eine sorgsame Vorbereitnng, ein geschultes Ensemble, hübsche Kostüme und eine sehenswerte Ansslaltnng gegeben. — Das Theater lvar sehr gut besucht. ' ' ' .l. — sTlovenisches Theater.) Als die Zweite Kinder» Vorstellung in der lanfenden Saison wurde gestern nach» mittags das dramatisierte Märchen „Das tapfere Schnei» derlein" gea.eben. Die Ausführung erzielte bei den klei» neu Zufchanern einen vollen Erfolg und die mehr oder weniger Hnmorislischen Vorgänge anf der Bühne samt dem von, Personale mehr oder weniger glücklich vcr» brämlen Zngehör fanden deren lanles Wohlgefallen. Die Titelrolle spielte Fränlein Danilova mit gewandter Sicherheil, den König Herr Vnk^ek mil häuslicher Gemütlichkeit, den Hosnarren Herr Vohuslav mit flinker Beweglichkeit. Herr Verov 5 ek »oar als Kapi» tan Goliath ein grimmiger Riese, die Herren Kri-5a i nnd P o v h 5 als die fürchterlichen Ränber vermochten die tiefsten Töne hervorzubringen nnd, zu Tode verwundet, ihre Leiber gar gruselig emporzuschnellen. Herr Pe6ek entwickelte als Kammerdiener drollige Gravität. Fran Bnk«ekova erstaunliche Znngenser-tigkeit, Frau Iuvanova als Prinzessin gemessene Würde, Herr Grom als deren Freier schlotternde Feigheit. — Das Theater Ivar ziemlich gut besucht. ----Q---- Telegramme drs f. k. Telenraphen-Korrespondenz-Bureaus Die Lchrcrsschnltsfragc in Vühmcu. Prag, 1. Dezember. Über die gestrige Beratung >>es verstärkten Vorstandes des Verbandes der deutsch.?» Landlagsabgeordneten mit den Vertretern der dentschcn Lehrerorganisationen wurde folgendes Kommuniqnö aus» gegeben: Die Versammlung des verstärkten Vorstands der deutschen Landlagsabgeordneten mit den Hauptaus» schüfsen, bezw. Vertretern des deutschen Landes-Lehrer-Vereines in Böhmen und des deutschen Vürgerschullehrer« Vereines in Böhmen nahm einen völlig einmütigen Verlanf. Wiewohl es nicht angeht, den Inhalt der Ver« Handlungen schon jetzt der Lssenllichkeit zn übergeben, kann doch mitgeteilt werden, daß der Vorstand des deut» schen Landlagsverbandes sich mit dem Vorstand des eze» chischen Landlagsverbandes bezüglich einer gemeinsamen Beratung der beide» Landtagsverbände über die Lösung der Lehrergehallssrage nnd der damit znsammenhängen» den andere» A»gelege»heile» bemühen wird. Weitcrs wird auch angeregt werdeu, daß die deutschen und die czechischen Lehrerurganisationcn im gleichen Sinne an ihre Landesverbände herantrete!,. Paßzwang gegenüber Serbien. Nndapest, 1. Dezember. Das Amtsblatt publiziert eine Verordnung des Ministeriums, »vomit der Paß» zwang gegenüber Serbien wieder cmgeordncl wird. Brand. Prag, 1. Dezember. In der elektrischen Zentrale brach hente nachts in der Tischlereiabtcilung ein Brand aus. Den angestrengten Bemühungen der Feuerwehr ge» lang es. das Feuer auf die Tischlerei, die vollkommen eingeäschert wurde, zu lokalisieren. Der Krieg auf dem Balkan. Njcta, 30. November. Der König ist in Begleitung des Kronprinzen Danilo, der sich von seinem Unwohlsein erholt hat, in, Hauptquartier von Gruda eingetroffen. Der König richtete an die Truppen eine Ansprache, worin er die Tapferkeit und den gnten Geist der Sol» date», belobte und sie aneisertc, auch weiter den alten kriegerischen Traditionen der Montenegriner treu zu bleibeu. Nachmittags besichtigte der König die Positionen uud traf entsprechende Anordnungen bezüglich der Auf-stellung der Angrissslolonnen. Die Beschießung von Skutari erfolgte noch im Lanfe des Nachmittags mit schweren Batterien. Laibacher Zeitung Nr. 277. 2 «6 9 2. Dezember 191^. Njcka, 1. Dezciudcr. Wir ans dem Hauptquavlicr ^>n Grnda qciueldel N'ird, dauerte die Veschießunq vl,ni ^kutciri ^csleru ,',wei Stunden an. Echloere (Geschosse >>elcn mitleu in die Sladl uud richteten zweifellos gv-.'» nen Schaden cm. Heute friih »unrde die Altiun bei gün° ' Meiu Welter wieder aufgeummueu. Der Ki.iuist begad, !>ch unter die Truppen, wo er persönlich ,das Kmnmandli 'uhrt. Der Geist der Soldaten ist vorzüglich. Aalona, 30. November. Ium Präsidenten der provisorischen 3legiernnss »mirde der Mohammedaner Is» 'Nail Keinal. zum Vizepräsidenten der KathoM Caeeeoro, ,iUm Selretar der.^latholil Garaeusei qewählt. Ismail Ainal befahl, den in Tnra^o und Elbassan eingerückten derben leinen Widersland zu leisten, da die Machte die "eutralitäl Albaniens schuhen werden. Koustantinopcl, 30. November, lw Uhr abends.) ''öier ist das Gerücht verbreitet, das; der Minislerral die ^cdingunqen für den W a s s e n st i l l st and sl"lehnligt ^abe und der Irade, woinit die Ermächliqnnq zur UnleV' ^'lchnnn^ des Protololles erteilt werde, der Pforte befits übermittelt worden sei. Handelsminister Neschid Mascha >rerde sich uiorgeu nach (.'atald/.a begeben, um das Protokoll zu nuterzeichnen. .^ottsta«tinupcl, l. Dezember. (1 Uhr früh.) Das milcht von der Genehmiguug des Protololls wird be-luüiqt. Eine Delegation mit dem Handelsminister Ne^ schid' Pascha nnd dem Minister des Innern Neschid Vei "n der Spitze wird sich znr Überbringnug des Protokolls nach ('ataldxa begeben. Konstantinopcl, 1. Dezember. Das Waffenstill-. " nds - Prot o lo I l bestimmt: 1.) Der Waffcnstill-iland »uird für 14 Tage abgeschlossen. 2.) Die türkische ^lrmee nnd die Armeen der Alliierten behalten >hre slegeuwärligen Stellungen bei. 3.) Keiner der beiden ^eile wird in den Befestigungsarbeiten fortfahren oder Gruppen und Munition nachschieben dürfen. 4.) Die be-^Hcrtcu Festungen Adrianopel nnd Skntari werden während der 14 Tage verproviantiert, indem sie täglich Lebensmillelralionen für den betreffenden Tag erhalten. Konstantinopcl, 30. November. Der erste ^lügel-"djutanl des Sultans hat sich in Vegleitnng anderer Äügeladililanten nach dem Hauptquartier begeben, um ben Offizieren die Grüße des Sultans und Geschenke zu überbringen. Koustantiuoprl, 30. November. Nach den jüngsten "lill^nlischen Nachrichten sind die Lholera- und Dys» knteriesälle in der Armee von datald^a erheblich zurück» ssegcmge». Im Choleraparl von San Stefano sind gegen» bärtig nnr mehr 300 kranke in Behandlung. In 5>wn» sianlinopel sind gestern elf neue stalle und 19 Todes» fälle vorgekommen. Bis jetzt beträgt die Zahl der Er» lrynlnngcn 795, wovon 398 einen tödlichen Ausgang "ahmen. » Aerlin, I. Dezember. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wochenrundschau: Die abge» lausene Woche brachte aus verschiedenen Hauptstädten Meldungen über Anzeichen der Entspannung der internationalen Lage. Die Stellung der Mächte zu den durch ^n Val lau krieg aufgeworfenen fragen beginnt sich zu llären. Was die deutsche Politik betrifft, so werden die Erklärungen des Reichskanzlers bei der ersten Lesung bes Etats abzmoarten sein. Zwei Städte durch ciucu Taifnu zerstört. Washington, 30. November. Dnrch einen Taifnn 'wurden die Städte Taekoban und Lopiz auf den Philippinen zerstört. Hiebei sollen 17.000 Menschen getötet worden sein. Necantwortlicher Redakteur: Anton A u n t c l. MEINE ALTE Erfahrilnn lrh't mich, siir nieiü!,' Hau>pflc,il> nur Steckenpferd- ^>! ici! inilchieife uu» ^elssünnni H Co,, Tctschen a/E, zu verwende», ^Das Z!5,ck ^!, «n !> ül'erall erl,a>!,,ch,_________________(5ÜU 40 4« Neuigkeiten vom Büchermärkte. L e, m k e, Hermann, Die .^inenmtugraphie der Genen» ^art. Vcrgllnnenhcit und Zukunft, I< 1,W; Ungarische ^Undschlni für historische und soziale Wissenschaften, crstcr ^ahrnnnn,, 2. Heft, April U)12, hcrauöciesseben von Prof. ^r. Gustav Heinrich. K 7M; Grünuaum Fritz, Der Haupttreffer und andere Moiwloge. Heft 81 Verlogene Wahrheiten, K 1.—; Pfeil Nichard Graf U., Zwischen ^n Grienen, brosch. l< -i.80. geb. K 0.^-; Scholz Dr. ^.lcdrich, Die (5harattcrfchler des lindes, l< «,li(1; Hart. ?Ich Otto, >Nllturwerte aus der modernen Literatur. 7-Vand. sscb. K 7,20; Maeterlinck Maurice, Schatz ^r Armen, neu. X 0.— ; V o d e n Dr. Friedrich. Die In-^nttliedingtheit der Wahrheit und Erfahrunn. ic 8,—; 3lMquists Karl, Jonas Love Werte, 2 Vändc. geb. K 12.—; " arrct - Vrowninn Elisabeth, Die Sonette aus dem ?°rtugiesischen und andere Gedichte, I< 2.4U; Cohcn Ermann, Ästhetik des reinen Gefühles, 2 Vände, K 21,«0; l.U'n,„c!l ilonrad, Der große .^rieg 1870—1871, geb. ^^'W; Almanach der Quelle für das Jahr 1912. X 2,40; verstell, er Prof. Dr. Heinrich, Arbeiten aus dem ^urolllgischen Institute an der Wiener Universität. III. Bd.. ^Httt, l< 12,—; Keller Otto, Illustrierte Geschichte "" Musik. geb. X 24.—; B u r g I Dr. Georg. Die Hysterie uud die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Hysterischen, X 8.40; ^inte Dr. Franz K Glötzuer Iatob, Der wettertlilidliche Unterricht, ein systematischer Lehrgang, geb. K 4.2U; Ichwarz C., Die Erstarkung des weiblichen Geschlechtes. X —,72; Horn ich Dr. Rudolf, Viertes Jahrbuch des Vereines für christliche Erziehungswissenschaft, l< 7,20; Zauadil Anton, Klov^u^uc-ol!!^ »iuvuill, ^lc)v»,'!>8!lo8lci «lovui, 15 4,80 und l< 2,80 Vorrätig in der Vuch», Kunst, und Musilalienhand« lung Jg. v. Kleinmayr K ssed. Namber» in Laibach, Kon. grehplah 2. iitincmaiossraph „Ideal". Heute letzter Tag des sehr miliinellen Programmes. Tas jüdische Drama „Das vierte Gebot" zeigt uns ein außergewöhnliches Vild jü' discheu Fainilienlebenö. Sehr interessant sind diesmal die Kriegsberichte vom Baltan. Viel Heiterkeit erregen die komischen Bilder „Der beste Zauberkünstler", „Kittys Hochzeit", über alle aber „Wamperl und Siegellacks Liebesabenteuer". Dieustag: Allerneuestes vom Kriegs» schauplahe und „Weun die'Maske fällt". lAsta Nielsen-Serie.) ^5016) Angekommene Fremde. Hotel Elefant". Am 1. Dezember. Mayer, Fabrilaut. Budapest. — Mally, Fabrikant; Staudinger, Aetllcbsleilec, N^uma'ttl. — u, Hardtiviger. l. u, t. Oticrlrutnanls Gattin s. <,tiud; Schadin^ ger, Forstmeister, Gottschce. — Dr. Nebet. Hof« und Gerichts» advokat; Nostis, Lehrenn s. Mutter; Holzluccht, Private; Her manu, ztlasseii, Eckstein, ttstte.; Äreliach, Ächerer, Duschal, Fein^ tuch, Schwarz Goldmann. Haas. Säürsiu^cr, Njde., Wien. — Flühwüth, Rsd., Graz, — Weylaud. Pnvat. Villach. — Fleip, Chauffeur, Domschale. — Mawjc, Kfm,. ztilünburg, — Kusuia, Kfm. s. Sohu, Trieft. — Geijlvich, Nsm.. Dodova d. Nanu. Depot der k. u, k. Ueneralstabskarten. ^taßstad 1:75,000, Preis per Blacl 1 i< in Taschenformat aus Leinwand gespannt 1 K lj() n. Hz. ll. Acknlllljr i zel. VmllM LlMMW 2 Soeben erscßfenen and überaß »a 6abm Otfusirierter ^örisßofener Original* «¦ | I 0(neipp - (Rasender I 1913 It ] £*#/¦. so« IRsgr. zseb. OCneipp u fortgef. von fr/or&on. QLtih ! On elegantem (Farbendrud<''2fmscAsaggefitfttt n $KH mafii-j reichen <€ext-ßflustrationen a lReic66astigtr, /ntertasanttr ; ttOnfiaft über 'Wasserkur und naturgemäß» GtbtnswtJst h **Vos. 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Ab. 33-« 41 NO. schwach . 2l?U, F. 37 8 2 0STO. schwach » , 36'0 Das Taqesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt -0 3°, Normale 0 5" vom Eonntaa. 3 5°. Normale 0 4". Meine 8 Kinder die gesund und blüboud aussehen, habe ich Ubald von Trnköczy, Apotheker in Laibach, mit Malztee aufgezogen. Hunderte Mütter sind mir dankbar, weil sie meinem Beispiele folgen, welches auf vierzehn« jähriger Erfahrung beruht. Die Ernährung mittelst Mal/.teo, Marke Sladin, ist um die Hülste billiger als mit jedem anderen Niihrmittel, V4 Kilo-Paket kostet 60 Heller. Halztee als Frühstück, Jause ist emklüssig, gibt jedermann Blut, Kraft, Gesundheit, ruhige Nerven, gesunden Schlaf und dabei erspurt man im Haushalte noch f>U°/n an Geld. An Stelle der nährlosen Nervenerreger Kaffee und Tee besonders auch für Kranke empfohlen. Zu haben iu Apotheken, Drogerien, auch bei n Kaufmann, bei welchom die liilder meiner 8 Kinder zu Hi'hon sind. In Wien in den Apotheken: Trnköczy, V., Schönbrunnerstraße 109; III., Radetzkyplatz 4; VIII., Josefstädterstraße 25; in Graz: Sackstraße 4. Malztee, Marke Slailin, bereitet nach Dr. v. Trnköczy, ist nicht zu verwechseln mit Malzkaffee. Per Post das wenigste 5 Pakete franko 4 Kronen, 5 Kilo-Postpaket mit 15 Paketen Inhalt franko 10 Kronen, umgehend. 4224 20-16 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, den Herrn Dr. Anton Welzer gewesenen Lvegatten-Arzt der k. u. k. öfterr. Kriegs-Marine nach langen, schmerzvulk'n Leiden im Alter von 71 Jahren, versehen mit den Tröstnngen der heil. Religion, zu sich in ein besseres Jenseits zn berufen. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Verstorbenen findet Dienstag, den 3. Dezember um 3 Uhr nachmittags aus dem Trauerhause 3v. keti-k oesw Nr. 24 auf den Friedhof zum Heiligen Kreuz statt. Laibach, am 1. Dezember l912. Gleonora Melzer Anton Paul Melzer Gattin. Sohn. Leichenbchattmlgsanstalt Josef Turk. ^_______, .,____________________________________________________________, l Laibacher Zeitung Nr. 277. 2670 2. Dezember 191^. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Ills, Verkauf und Belehnuno von Wort- pipltren; Bdrsenordres; Verwaltung voi Depots, Safe-Deposits etc. Filiale der K. K. prfu. Oesterreichiscben i8B5) in Laibach [ril-Wi für Handel und bewerte Prešerengasse Nr. 50. Reserven: 95,000.000 Kronen. Escampte von Wechseln u. Oevlssoi fi«J'' elnlagen geg. Elnlagsbllcher u. Im Kofli'' Korrent; Militär-Helratskautionei «« Kurse a»i der Wiener Börse vom 8O> Jlsoveitiber Iftlg, Si-hluUkun» Geld 1 Wnre Allg. Staatsschuld. Pro*. „ (Mai-Nov.)p.K.4 82-76 82-96 Üj *"/„ ,, ,, P. U.4 82-76 8296 £ k. 8t. K. (Jan.-Juli) p. K.4 82-76 8296 . „ „ p. A.4 82 76 8296 2 4 8°/(1H.W.Not.Feb.AnK.»'.K.4-2 86'96 8616 Ja *2"/0 „ ,, ,, ,, p.A.4 2 8696 86-i6 B *2°l0 ,, Bilb.Apr.-Okt.p.K.4-2 S6-46 86'66 Wl4-8°/„ ,, ,, „ ,, p.A.4 2 86-46 S666 Lose v.J 1860iuö00fl.ö W.4 /«ßö 1616 LOBO V.J.1860ZU lüOD Ö.W.4 447— 469 — Lose V.J.J864/U tOO fl.ö.W... _ •_ —•_ LoeeY.J.18 Böhm.WoBtb. Em £8i<5 i. K. 4 8676 86 76 Ferd.-Nordb. E. 1886(d.S.). .4 9176 92-76 dto. K. lf)04(d.St.)K___4 9176 9^•7^ Franz JosefKb.E.)8H4(d.S )S 4 «776 88-7(~ G»llz.Karll u Iwigb. (d.St.)S4 8626 86 2* L »i!..-Stem Lkb. Vt00n.i000fl.4 92 76 937* ^chlußt- urp G«'l»l | Ware Proi.. em.-Czer.-J.E. 1894)d.S.)K4 8440 86 4'. N r wb., Oest. 200 fl. Silber 6 100 40 101 40 dto. L.A E.190»fd.S.)K8'/, 77 80 78 «c Nordwb.,üest. L. B.UOO fl. S..ri too-- tot- dto. L.B.E. 190S(d.S.)K 30 Rudolfsbahn E. 1H84 (d.S.)S. 4 86-16 87 it- ^tuatsoibOnb.-G. fiOO F. p. St. 8 369 — 369 20 dtn. fc>":.-Neti5OOF.p.Sl. 8 *ö<- 366-— SddnorddDutncheVbdgb.sl. S. 4 86'— 87 - l'ng.-gal.E. F.. 1887 200Silber 4 8S 80 84 60 Uug. Staatsschuld. Ung.StautBku»t>cn8uh.p.K.4V) 97-46 .975s I ng. Rente in («old ... p. K. 4 104-06 W426 Ung.Rentoi.K.Btfr.v.J.1910 4 82-80 /i3-- 11g. Hcnte i. K stfr. p. K.4 83— 83 20 ng. l'rötDieii-Anlchen ä lOOfl. 408- 420- r TheiBB-R.u.Szeg. Prin.0.4 277— 2S9-- lUirundontlnstg.-Oblg. rt.W. 4 86-60 86 60 Andere iifiVntl. Aslehen. MB.-herz. Eiß.-L.-A.K.1!M(2 4l/, 9f20 9220 ^r.Verkehrsani. A. verl. K. 4 8376 847t, • Mo. Km. 1900 verl. K . . . . 4 S4i6 86 it alizisches v. J. 189:< verl. K. 4 8260 83-60 Krain. L.-A.v. J. 18886.W. . 4 _•- 94-61, ähri-chesv. J. 1890 v.ö.W. 4 S86O 8t>-tt v.d.St.Hodap.v.J. 1908 v. K. 4 84 26 8626 Wien iKIck ' t. J. 1900 ¥. K. 4 84 60 86-60 s ien (Invests t. J. l»Oi?v. K. 4 *o 86 90 W icn V.J. 1908 V. K.......4 83-26 84 JA Rubs. St. A. 1HO6 f.100R p.U. :> 10320 103 70 Rul.St.-(Joldanl litO7 100K 4"/a 9/-— 92- Pfandbricte ncd Komniunaloltli^atiuneii. K.Hieukr.-A. ost., &O.I. ö. W i 8820 89-20 Kodonkr.-A.f. Dalmat v.K. 4 97- 97 7b Hiihni.Hypothekenbank IŠ ..5 100— 101 — ito. Hypothbk., i.67 J.7.K.4 912a 92 26 Siliußk.irn Gold | Ware Pro«. Böhm.Lb.K.-SchnIdBch.,f>0J.4 88 66 89-66 dto. dto. 78J.K. 4 886S 89-66 dto. E.-SehnldBch. 78 J. 4 8866 89-66 •aliz. Akt.-Hyp.-Bk...... ?. - •— _ •_ iitü. inh.60j. verl.K. 41, 92-- 98-- ¦ alii.LandoBb.ftlV,J.v.K 4l/2 92-— 93-— dto. K.-()bl.ilI.Em.42j. 4»/* 9/-- 91-70 str. Bodenkr.-A. 36 J.ö. W. 'i 99-26 10026 Htr.K.-Kr.-A.i.62VjJ.v.K. 4'/, 93-40 94-40 Vliihr. Hypoth.-B.ö.V\'. u. K 4 86-96 86-96 \ied.-öst.Land.-Hyp.-A.6^ J. 4 «7-7e 88-76 ¦ 'est. Hyp.-Bank i.5O J. varl 4 87-76 88 76 Oest.-ung. Hank60J.v. ö.W. 4 9i-60 92-60 <)to. 50 J. v. K........ 4 9Ž-- S3-— 1 entr. Hyp.-B. ung. Spark. 47^ 94 _- S6-— • '.nmrxbk., Pest. Ung. 41 J. 4'/i 94-60 96-60 dto. Com. O. i. S07, J. K 47, 93-76 9476 erm. B.-K.-A.i. 5()J. v.K 4'/i 93-26 94-26 S ark.Innerst.Bad.i 60J.K 47a 94-co 96-60 ilto. inh. 50J. v. K . . . . 4r 4 86— 4e-_ ,ark.V.P.Vat.C.O. K 4'/, 92-76 r.3 76 ITtig. Hyp.-B.in PestK . . .4' , 93-— s<-._ Ito. Kom.-Sch. i. 50J.t.K41/1 86-60 97-60 Kis^nbahn -Prior.-Oblig. KaBch.- 269-— 281 — • letto E. 1889 ä 100 Q. . . 8X 287 - 249--(ypoth.-B.ung Präm.-Schv 100 st. . .........4 284— 246-- -erb.Prämien-Anl. ä 100 Fr. 2 106-— U6-— ud,-Ba8ilica(Domb.)5H.ö.W 26— 80-— Srlilulikuri! Geld | Waru Cred.-AnBt.f.H.n.G.lOOfl.ö.W. 469-- 481-- Laibttch.Präm.-Anl. 20(1. ö.W 66- 72 — RotenKri-n£,Ö8t.G.v.l0fl.ö W 47— 63- detto ung.G.v. .. 5fl.ö.W. 29-26 36-26 Türk. E.-A.,Pr. 0.400Fr.p.K. 208-- 21V-Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874.....lOOfl.ö.W. 474-— 486-— • '¦winstsoh, der 3°/0 Pr.-Sch. d*rBod.-Cred.-Anst. E. 18K0 44— «0 — 'uwinstsch. der 3°/, Pr.-Sch. ¦ ierBod.-Cred.-Anst.E. 1889 63— 73 — -- HittenborgP.,Z.u.M.F. 400 K /2/0— 1226-- KöniRsh.Zement-Fabrik 400 K 378-- 379--- Lengenfol(l«rP.-C.A.-G. ^60 K /70- 174 — Schluflkor«^ Geld | Wag MontangeB.,öaterr.-alp. lOOfl. 969-6o\ B60'f> Porlmoosor h K. a. P. lOUfl 446— 4*9-PragerEi8eaind.-GeBoll. &00 K S240— 1260" Rimamur.-Salgö-Tarj. 100ß. 618— 689" Salgö-Tarj. Stk.-B.....100fl. 704- - 70S" Skodawerke A.-G. PUb. 200 K 732 76 73t 1* WalTen-F.-G.,Ö8terr. . 100H 102t- 103T" 'A^eiflenfelBStahlw.A.-G. SO^K 770 - 780-Wostb. Bergbau-A.-G. lOofl. «»•— 66t" Devisen. Knrte Sichten und SeheokH. Deutsche Bankplätze....... //«•«•* 118 *' Italienische Bankplätze .... 94 «7» 94-S~ London................ 24-22 34-1* Paria.................. 96-— W' Valuten. MUnidukaten............ 1144 U'4\ ¦0- Francs-Stücke.......... /9-24 19-2* iO-Mark-Stiicke........... 2» 70 tl"' Deutsche Reu: Iisban knoten .. //««¦» 118*1'' Italienische Banknoten..... 9470 94*' Kubel-Noten ............ 26326 264'' Lokal papier« uAoh PrivatDflller. d. PilUled. K.K. |irlv.oe»t.Credlt-AusUlt. Braaerei Union Akt. 200 K 0 236— 24V Hotel Uuion ,, 500 ,, 0 —— —" Krain. Banges. „ 200,,18K 200 210" ,, Industrie „ 200 ,, 440 460" Unterkruin.St.-Akt. lOOfl. 0 70 90— BankcinsfaB 6"/. Die Notierang sämtlicher Aktien und der ..Direraen Lose" vorsteht sich per Stät*-