Sonntag den Z. Hktoker 1881. XX. Jahrgang. „Marburger Zeitung" erscheint jede» Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise — siir Marburg ganzjährig 0 fl., halbjährig 3 fl.. vierteljährig 1 sl. 50 kr.; für Zustellung _in» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl.. halbjährig 4 N., vierteljährig 2 fl. InsertionSgebähr 3 kr. per Zeile. Kit wirthschastliche Frage «ad die politische Freiheit. Marburg, 1. Oktober. Von einem Redner de» Gewerbetages in Grag ist betont worden, daß wirthschastliche Fragen mit der politischen Freiheit nicht« zu thun haben. Die Wahrheit dieser Behauptung lassen wir nur gelten in Bezug auf einzelne Fragen; die Vesammtheit derselben — die wirthschastliche Frage al» solche — ist mit der politischen Freiheit innig verknüpft, ja unzertrennlich verbunde»i. Wenn alle streng gewerblichen Forderungen, die wir stellen, anerkannt «erden nnd e« dann nur tllchtige Gewerbsleute gibt, Männer von GeschästSehre und Arbeitsstolz, sächlich und sittlich in vollstem Make befähigt, so ist trotz all'oem die wirthschastliche Frage für das Ge» werbe noch nicht gelöst, noch telne Nachfrage gestchert, und keinen einziges Kundschaft noch gewonnen. Ohne kaufkräftige Bauernschaft warten auch die tüchtigsten Gewerbsleute in Zlädten und Marttgemsinden vergeblich aus Belebung der Geschäfte, auf Hebung de« Verkehrs. Ohne Schulbildung, Fachbildung und Organisation der Gewerbegenos^en kein Gewerbe-stand — ohne Staatshilfe keine erfolgreiche Vergesellschaftung, keinen billigen Kredit, kein gedeihliche» Schaffen. „Bürger und Bauern" sehen sich vor da» traurige Schicksaal gedrängt: Untergang in der Heimat oder Auswanderung, falls der Staat seitie innere und äußere Politik nicht grlwdlich ändert. Die allgemeine Verarmung kann nun bekämpft werden durch eine weitgehende und Hochgreisende Erfparungspolitik; diese aber ist undenkbar, wenn betreffs der Verwaltung, der Rechtspstege, des Heerwesens und der Diplomatie die Volkspartet nicht mit ihrem Programlne liegt. Der parlamentarische Kampf für diese» Programm kann gar nicht begonnen, geschweige denn gittcklich zu Ende i^esührt werden ohne die Ausdehnung de« Wahlrechtes, deren sich die vorgeschrittensten Rechts-staalen bereit« erfreuen — ohne das Recht der WSHlerabstimmung über wichtige Beschlüsse der Volksvertretung. Ohne Freiheit kein Wohlstand, ohne Wohl« stand keine zahlungssähigen Käuser gewerblicher Erzeugnisse. Die Wirthschast und die Politik haböti mit einander und für einander zu thun — so viel, dab eine die Lebensbedingung der anderen ist. Wirkt einmal diese Lehre überzeugend in der Werkstatt, aus dem Bauernhof und tagen die Versammlungen, in welchen freie Bürger ihr höchstes Recht wahren, dann tagt es auch für die Gewerbe. Franz Wiesthaler. Zur.geschichte des Tages. Der Regierung und ihren Partei-genossen wird es schtvül um den Kopf, seit auch Herbst die deutschnationale Fahne entrollt. Wenn der vorstchtigste und kllhlste Vertreter den Anschluß vollzieht, so muß die Bewegung eine stegverheihende geworden sein. Cäsar hat sich einem schwankenden Katzn anvertraut. Herbst besteigt nur ein sichere« Schiff, welches ihn und sein Glttck tragen soll. DieVerwaltungsplänederRegie-rung befriedigen keine Partei. Nicht allein die Deutschsreistnnigen verhalten sich ablehnend: sogar die Gruppen der Rechten widerstreben, obgleich aus anderen Gründen. Das Ministerium wankt aber trotzdem nicht — es sind ja nur Landtage, die hier verneinen, die einzeln und zusammen thatsächlich und verfassungsrechtlich eine so untergeordnete Stellung einnehmen, daß keine Regierung stch durch die gegentheilige „Meinung" beirren läßt. Nach einer Meldung der „Times" würde Oesterreich-Ungarn vo m Nachlaß d e« „Tod« ten Mannes" nicht nur Prevesa und Salo-nichi, sondern auch ganz Epirus und Mazedonien erhalten und die Schutzherrschast Über Griechenland. Dieser Plan soll von Bismarck selbst herrühren, der um so leichter von Nordwesten her nachrücken kann, je weiter nach Osien und Süden Oesterreich-Ungarn seinen Schwerpunkt verlegt. Der Battenberger hat wieder ein Mittel entdeckt, wie man den „Enthusiasmus" des Volkes erretten kann. Wie telegraphirt und gedruckt wird, hat die Errichtung des Staats-rathes in Bulgarien einen solche Jubel verursacht — derselben Körperschaft, die gewählt genannt und ^von Rechtswegen" berufen, jene Kreaturen vereinigt, deren die Diktatur als duldsamer Prügeljungen bedarf. Die äußerste Linke des französischen Abgeordnetenhauses erkennt die Gefahr, welche im Dunklen Welttheil droht. Die Expedition in Tunis bedeutet einen Krieg, der schwere Opfer an Gut und Blut auferlegt; ganz Afrika steht in Brand und die Beziehungen zu England, Spanien und Italien sind getrübt . . . so spricht diese Partei in einem Aufruf, welchen sie jetzt erlassen. Vermischte Nachrichten. (Ein weiblicher Pops.) Dem „RMj Kurier" wird aus Bohorodek. Gouvernement Moskau, gemeldet, man habe in dem Dorfe An cy-frow eine neue religiöse Sekte entdeckt, die bereit« mehrere hundert Anhänger zählt und ihre gotte«-dienstlichen Funktionen nicht durch einen Popen, sondern durch eine Frauensperson verrichten läßt. Die »Popin" muß unverheiratet sein und wird vom Volke gewählt. „Mutter" Kaifa — so ihr Titel und Name — hat aus den Gebeten ihrer religiösen Gemeinde den Czaren und die russisch-orthodoxen Bischöfe gestrichen und an Stelle derselben den Kaiser von Oesterreich und den griechisch-katholischen Metropoliten von Lemberg in die Gebete ausgenommen, weil in Oesterreich alle Bekenntnisse volle Freiheit ge« nießen, während sie in Rußland verfolgt werden. Eine Meldung über das behördliche Vorgehen gegen diese religiöse Sekte liegt bisher nicht vor. A e u i l l e t o n. Die falsche Vriaiessia. Eine Kriminalgeschichte. (Kortsehung.) Einundzwanzigstes Kapitel. Und wie verbrachte Eudora die wenigen angstvollen Tage, die dem Prozeffe vorhergingen? Tieser, bitterer Gram um den Verlust ihrer nächsten und theuersten Verwandten; glühende Scham über die schimpsliche Anklage, unter welcher sie litt, und schauderndes Entsetzen vor dem furchtbaren Schicksal, das ihr finster drohte. Jede einzelne dieser heftigen Empfindungen wäre genug gewesen, ihr Hecz zu zermalmen oder ihr Gehirn zu zerrütten, und sie war vom Schicksal ausersehen, sie alle zu erdulden. Oft, wenn sie mit geschlossenen Augen und mühsam arbeitender Lunge aus dem schmalen Bette ihrer GesängnißzeUe lag, glaubte sie, daß ihr zagendes Herz still stehen und ihr keuchender Alhem auf immer aushören müsse. Oft hoffte sie, daß es so sein möchte, und so wäre ihr Lebenslicht unter seinem Angstgewicht vielleicht wirklich erstickt, wäre die zarte Sorgsalt der wenigen ergebenen Freunde nicht gewesen, welche die sterbende Flamme nährten. Malcolm Montrose, Konsulent Fenton, Herr Anderson und Frau Barton, Alle bemühten sich, Eudora auf jede mögliche Weise zu trösten, zu erheitern, zu stützen und zu stärken. Selten wurde sie eine halbe Stunde während de« Tages allein gelassen. Die zärtliche Liebe ihres Verlobten verschaffte ihr Trost; das zuversichtliche Benehmen ihres Advokaten flößte ihr Hoffnung ein; die eifrige Freundschaft de« Inspektor« erfüllte sie mit Dankbarkeit, und die besiändige Ausmerk-salnkeit ihrer Wärterin ließ ihr wenig Zeit für brütende Melancholie. So vergingen die Tage, bis der verhäng-nißvolle Montag der Assiseil-Eröffnung herbeikam. Alle Klaffen der Gesellschast, in allen Theilen des Landes, nahmen das lebhafteste Interesse an dem bevorstehenden Prozeffe eines jungen, schönen und hochgeborenen Mädchens wegen des abscheulichen Verbrechens der Ver-gistung. Alle Personen, denen es möglich war, das Haus zu verlassen, kamen nach Alibeytown. um während der Abhaltung der Assisen daselbsi zu verweilen und bei dem Prozesse gegenwärtig zu sein. Schon am Sonnabend vorher begannen die Gast- lmd Logirhäuser und selbst die Privatwohnungen sich mit einer stet« wachsenden Menge von Gästen zu füllen. Am Sonntag war die Stadt ganz angefüllt. Am Montag, obgleich die Menge noch fortwährend hereinsjrömte, war nicht ein freies Zimmer oder Bett, umsonst oder slir Geld, innerhalb der Grenzen der Stadt zu bekommen. Jngie, der junge Adookatenschreiber, welcher in Fenton's Begleitung von London gekommen war, erklärte, daß Abbeylown während dieser Assisen ganz wie Epsom »u der Nennwoche ausgesehen habe. Der Lordoberrichter Baron Elverton hatte die Rundreise in diesem Jahre. Gegen neun Uhr Morgens, nachdem die Stunde der Ankunft der Richter durch den Te« legraphen gebührend angezeigt worden war, verfügte sich der Obersheriff mit seinein Stabe von Konstablern nach dem Bahnhofe, um Ihre Herrlichkeiten zu empfangen und nach der Stadt zu begleiten. Um zwölf Uhr Mittag« begab sich die ganze Gefellschast in seierlichem Zuge nach dem Gerichtsgebäude und eröffnete die Sitzung. Der ganze Nachmittag wurde von den einleitenden Geschäften der Session ilt Anspruch genommen. (Woher kommt das Wort Kandidat?) Die Gelehrten wissen'» recht gut, woher eü kommt, aber der holstein'sche Bauer weiß es doch noch besser. „AUeweg gut deutsch!" meint der Holsteiner, „wozu erst sremde Sprachen zu Hilse nehmen!" unv erklärt das Wort solgender-maßen. Wenn da ein junger Mann hohe Schulen besucht und viel gelernt hat. so geht er zum Examen. Und dann fragen ihn die Herren in wölben Binden hin und her, und der junge Mann antwortet — wenn er kann. „Dor heit dat denn", erklärt der Holsteiner weiter, „kann de dit und kann de dat? — Nn kann de dat, so is hei en Kandedat!" (Ein neuer Feuchtigkeitsmesser.) Die Kenntnib des Feuchtigkeitsgehaltes der Lust in Wohnräumen und anderen Lokalitäten, in denen sich Menschen durch längere Zeit auszn-halten gezwungen sind, ist in hygieinscher Be« Ziehung von grober Wichtigkeit. Sowohl abnorm feuchte als auch abnorm trockene Lust ist der Gesundheit nachträglich. Im Allgemeinen ist anzunehmen, daß eine Luft, die weniger als 50 Perzent und mehr als 70 Perzent relative Feuchtigkeit enthält, von nachtheiligem Einfluffe auf den Menschen ist, eS wäre denn, das diese (Grenze aus therapeutischen Nslcksichten nach oben oder nach r^nten überschritten werden mußte. In jedem Falle ist es al)er wichtig, ein Mittel in der Hano zu haben, die Feuchtigkeits-Berhällnisse genau kontroliren zu können. Bisher verwendete man zu diesem Zwecke außer dem jür den allgemeinen Gebrauch nicht genug bequemen Psychrometer Körper aus dem Thier-und Pflanzenreiche, namentlich solche von fase-rigem Bau, wie Haare, Fischbein, Darmseiten zc., welche hygroskopisch sind, das heißt die Eigenschaft besitzen, die in der Lust befindliche Feuchtigkeit an sich zu ziehen und durch den Grad ihrer Verklirzung oder Verlängerung annähernd den jeweiligen Feuchtigkeitszustand der Lust angeben. So primitiv diese Instrumente sind, ebenso unzuverlässig sind sie in ihrer Anwendung, da sie oft nicht genug empfindlich sind und zu ost regulirt werden müssen. Schubert in Meran gelang es nun, durch Kombination verschiedener Haare und unter Benützung anderer, von ihm geheim gehaltener Bortheile den Mangel der exakten Wirkung des einfachen Menfchenhaareß zu beseitigen und ein Hygrometer zu konstr«Uren, an welchen man, wie an einer Uhr, die Feuchtig' keitS-Perzentmengen ganz einfach abtust und welches, wie Vergleiche mit dem Psychrometer ergaben, anhaltend richtige Angaben über die relative Luftfeuchtigkeit macht. (Kaifer Jofes und die Herrnhuter.) In der „Ausburger Allgemeinen Zeitung" ver-dfsentlicht G. Wolf die Schilderung eines Besuches, den Kaiser Joses II. im Jahre 1766 in Herrnhut abgestattet. Der Bericht ist einer Der zweite Tag wurde zur Abwickelung jener gewöhnlichen ländlichen Fülle von Wild-diebstahl, Ruhestörung und kleinen Diebstählen verwandt, welche dem groben Verhör auf der Prozeßtabelle vorhergingen. Diese waren jämmt-uch vor der Vertagung des Gerichtshofes am Dienstag Abend abgefertigt. So wurde am Mittwoch Morgen zuversichtlich erwartet, daß, fobald der Hos sich versammelt, der Fall der „Krone versus Eudora Leaton, der Vergiftung angeklagt", aufgerufen werden würde. Derselbe Advokatenschreiber, dessen Talente mehr in der Anstellung von Vergleichungen, als in der Aussertigung von Astenstücken bestanden, erklärte, wenn die Stadt bei der Eröffnung der Assisen Epsom in der Rennwoche ähnlich gesehen habe, so hätte sie jetzt eine schlagende Aehnlichkeit mit diesem berühmten kleinen Dorfe am Dsrbytage gehabt. Abbeytomn war in der That voll bis zur Ueberfüllung. Jedes Haus, jede Straße, jede Durchsahrt war zum Ersticken mit Menschen besetzt. Alle Zugänge zum GerichtStjebäude waren von Wagen, Pferden und Fußgängern versperrt. Jedermann fchien mit der Idee gekommen zu sein, einen Blick der berühmten Gefangenen tu «haschen, wenn sie von dem Kerker nach Relation des damaligen Sekretärs der Herrnhuter Gemeinde, Namens Schneider, entnommen, uud wir geben ihm zum Theile hier wieder. Der Kaiser kam am 29. Juni de» genannten Jahres, Abends 8 Uhr, mit seinem Gefolge, in welchem die Generale Lascy, Loudon und Wies, die Grafen Nostitz und Kolloredo stch befanden, in Herrnhut an und nahm im „Gemeinlogis" (der Gemeinde-Diakonie) Wohnung. Bei der Ankunft wurde der Kaiser von dem Grasen Heinrich Neuß und den anderen Mitgliedern der Direktion der Brüdergemeinde empfangen. Eine Menge Landvolk und Einige vom Adel und der Kaufmannfchaft aus den benachbarten Orten Zittau, Löbau u. s. w. standen aus dem „Platze", um den Kaiser zu fehen. Kaum abgestiegen, begab sich derfelbe in Begleitung des Grafen Neuß und des v. Zezfchwitz und anderer Per« fönen in das Mädchen- und Jungfrauenhaus. Da man nicht genau wußte, wann der Kaiser die Anstalt beehren werde, so waren einige „Stuben", Klassen, ausgegangen und kamen theils während des kaiserlichen Besuches, manche erst, nachdem der Kaiser das Haus verlassen hatte. In dem Schwesterhause wurde der Kaiser von der Pflegerin, Louise v. Hayn, herumgeführt. Hierauf begab er sich zum Adend-Gottesdienst in den Versammlungssaal. Nachdem die Mädchen, sämmtlich weiß gekleidet (die Frauen trugeu braune Kleider), eine Kantate gesungen hatten, hielt auf ausdrüchliches Verlangen Johann v. Wattenville derselbe war Schwiegersohn des Gründers der Brüdergemeinde, des Grasen v. Zinzendorf, welcher 1760 starb) eine Rede und schloß mit einem Gebete für den anwesenden Kaiser und für die Landesherrschast. Besonders andächtig beim Gottesdienst war General Loudon. Nachdem derselbe beendet war, sprach der Kaiser verschiedene Herren an, blieb dann am Eingange stehen und betrachtete die eben heraustretenden Mädchen, bei welcher Gelegenheit er stch mit der Pflegerin Louise v. Hayn unterhielt. Hieraus ging er in sein Quartier und ließ stch in der Stühe des Kammerdieners vom Schneider Soenlund das Maß zu etlichen Unisormen und vom Schuhmacher Fröland das Maß zu Stieseln nehmen. Ferner kauste der Kaiser am anderen Tage beim Sattler und Riemer einige Sättel, Peitschen und Brieftaschen. Dann begab stch derselbe mit seinem Gefolge zur offenen Tafel, zu welcher sowohl die Ortseinwohner als auch viele Fremde, die nach Herrnhut gekommen, nach und nach zugelaffen wurden, um den Kaifer speisen zu sehen. Man ging zur Thür hinein, um die Tafel herum und zu derselben Thür wieder hinaus, so daß die Tafel, welche eine stunde dauerte, beständig mit einem Zirkel beweglicher Menschen umgeben war. Am Morgen des darauf folgenden Tag«s hörte der Kaiser sehr andächtig und knieend die Messe, expedirte dem Gerichtsgebäude gebracht würde, oder sogar mit der wahnfinnigen Hoffnung, einen Sitz im Gerichtssaal zu erlangen, und dem Prozesse beizuwohnen. Natürlich wurden di^ Meisten getäuscht; denn das enge Gerichtszimmer konnte nicht mehr als hundert Personen bequem fassen, oder eng zusammengedrängt, etwa zweihundert, obgleich bei dieser Gelegenheit beinahe dreihundert Personerl zwischen den vier Wänden desselben zusammengepreßt gewesen sein sollen. Der hohe und niedere Adel und die Gutsliesttzer der Grafschaft waren unter den Zuschauern vertreten, welche dieses Gerichtszimmer zum Ersticken füllten. In einem Theile des Saales, zur Rechten der Nichterbank, war die ganze Familie vom Anchorage versammelt; denn »licht nur der Ao-miral, Sir Jra Brunton, fein Neffe, der junge Lieutenant, seine Enkelin Annella, sein Gast, die italienische Prinzessin, sondern sogar seine Mutter und Großmutter, die beiden alten Damen. waren gegenwärtig, durch das außerordentliche Interesse des bevorstehenden Prozesses herbeigezogen. In dem allertiessten Schatten eines Win-kels hinter dieser Grllppe stand ein Manu alleitl, dessen Gestalt in einen langen dunkeln Mantel gehüllt und dessen Gesicht von einem tiesen Sombrero beschattet war. dann die Einkäufe und begab stch in das Ledigen-Brüderhaus, von da in die Knabenanstalt, in die Apotheke, in das Druckfabrikatshaus, zum Sattler- und Kaufmannsgewölbe und in die Tabak- und Siegellackfabrik. Dann ging der Kaifer nochmals durch da« Witwenhaus in das Haus der Ledigen Schwestern, um dieselben bei ihrer Arbeit in gewöhnlicher alltäglicher Kleidung zu sehen, erkundigte stch genau nach Alleln und sprach mit mehreren Personen. Zum Schlüsse versagte sich der Kaiser in das gräflich Reuß'sche Hau«, wo er von der Gräfin empfangen wurde, welche ihm einige Erfrischungen anbot, stieg dann in seinen Wagen, sprach nochmals seine besondere Zufriedenheit über den Ausenthatt in Herrnhut aus, und setzte dann die Reise über Zittau sort. Ueber den Gesammteindruck, den oer Kaiser zurllckgelassen, wollen wir den Verfasser dieser Relation, Sekräter Schneider, selbst sprechen lassen: „Seine (des Kaisers) ganze Größe legte stch hier durch einen unübersehligen Zulauf von Menschen zu Tage, denn alles Uebrige außer dem Kaiser war sehr ordinär (gewöhnlich) und naturell. Er trug an beiden Tagen nur eine grüne Unisorm von dem Dragoner-Regiment »nit dem Grobkreuz-Ordenszeichen. Doch hat uns Alle Ihr ganzes Betragen ungemein charmirt, indem es uns wie angemessen vorkam. Viele konnten es »licht begrelfen und fassen, daß der größte Herr stch hier so lange aufhielt, stch um alle Klelnigkeiten bekümmerte und in der ganzei» Oberlausitz diesen kleinen und geringen Ort so vorzüglich beehrte. Sie waren an dem Tage von Königsbrück elf Meilen zu uns gereift und haben stch daher in Bautzen, Hochkirch und Lobau sehr geschwind expedirt, sind auch deln Vernehmen nach, ohne fich aufzuhalten, nur durch die Stadt Zittau geritten. Diefer außerordentliche und große Vorgang kann uns wohl kaum gegönnt werden und muß uns neuen Neid erwecken. Da» war nun das erste und zugleich höchste gekrönte Haupt, so unseren Gottesdienst öffentlich und ziemlich attent abgewartet". (Pslege der Waisenkinder) Die städtischen Aerzte in den verschiedenen Bezirken Wiens, denen seit einem Jahre unter Anderm auch die Aussicht üder die in Privatpflege untergebrachten Waisenkinder der Stadt akivertraut ist, haben über ihre bisherigen Beobachtungen Berichte erstattet, welche ein sehr düstere» Bild über da» Schicksal der in die Privatpflege übergegeben Waisenkinder entrollen. So wird beispielsweise die Thatsache konstatirt, daß Leute Waisenlinder in Pflege erhielten, welche selbst nicht einmal eine ständige Wohnung besitzen, sondern sogenannte „Bettgeher" find. Die Verhältnisse stellten sich im Allgemeinen als so unbefriedigend heraus, daß eigen tUch in Hinsicht auf neun Zehntel aller Waisenkinder eine Veränderung der Pflege beantragt werden mußte. In einer geringen Entfernung, verdrieb-lich, fchweigsaln und allein, stand Norham Montrose. Alle waren von der Menge so dicht zusammengedrängt, daß sie sich weder bewegen, noch sich unterhalten, und kaum athmen konnten. Die ganze Versammlung schien so hestig gespannt aus den Beginn des Prozesses, daß sie kaum einlnal den Blick von der Thttr wegwandte, durch welche die Gefangene in den Saal gebracht werden mußte. Um halb zehn erschienen die Richter. Sobald der Lordoberrichter Baron Elverton und seine Amtsgenossen ihre Sitze eingenommen hatten, waren die Blicke der ganzen Verfamm-lung auf die Richterbank gerichtet. Es wurde befohlen, die Gefangene in den Saal zu flihren. Noch einmal wandten sich alle Blicke und hefteten sich mit gespannter Aufmerksamkeit auf die Thür, durch welche sie eintreten mußte. All' diefe eifrige Neugier in der Menge war darauf gerichtet, ein einziges, arlnes, erschrockenes, zitterndes Mädchen zum Verhör alls Leben und Tod bringen zu sehen. (Sortsehuug folgt.) Sehr viele der Pflege-Parteien gehören einer Klaffe an, deren Bildungsgrad sie schon von vornherein zur Erziehung ungeeignet erscheinen liebe; sie sind nümttch Strabenkehrer, Tagiühner. Pjltindner zc. Diese Leute hatten sich au» der Uebernahme von Pflegekindern einc förmliche Induftrie, eine Art von Ernührungszweig gebildet; sie sireiften die Verpslegungagebühr ein und ließen die Kinder in ÜbersaUten, schmutzigen Wohnungen, bei mangeihaster Nahrung ver-ltlmmern, indem sie die schwachen Kräste dersel» ben noch zu Dienllboten-Verrichtungen benützten. (Süd bahn.) Zwischen der österreichischen Negierung und der Slidbahn schweben gegen« wkrtig Verhandlungen bezliglich der Zahlung deg Kausschillingsreftes sllr die bei Gründung der Gesellschast vom Staate Übernommenen öslerreichlschen und ungarischen Linien. Dieser KausschiUlng ist in der Konzessious llrtunde vom 23. September 1858 mit 1l)V Millionen lSulden Oesterreichischer WSHrung in Silber fixirt, wovon bis zum Jahre 1366 70 Milltonen gezahlt werden mnhten; die restllchen Millionen Gulden sollten aus der Halste de» 7 Perzent tiberstetgenden Reinertrage» der gesammten !^inien der SÜdbahn-Gesellschast allmälig getilgt werden. In dem Vertrage vom 13. April 1867 wurde jedoch bezüglich der Zahlung diese» Nest» betrage» der solgende Modus seftgeftellt: „Der Restbetrag der laut Z 15 der erwähnten Kon-zelsion zu zahlenden Äblösungsjumme wird mit einem Zehntel des Brutto-Erträgnisses, soweit dasselbe 107.000 fl., beziehungsweise mit einem Viertel des Brutto Ertrügniffes, soweit dasselbe 110.000 fl. per Meile und Betriebsjahr übersteigt, allmälig erleg». Falls die iSeseUschast vom 1. Januar 1880 ad die Einkommensteuer zu zahlen haben sollte, so findet die Zahlung de» obigen Zehntels, respektive Viertel» an den Staat insolange und in dem Maße nicht statt, als dasselbe zur Entrichtung der Einkommen» steuer in Anspruch genommen werden müßte". Die Differenz zwischen der Regierung und der Südbahn betrifft nun die Frage, wie dieser letztere Paffus auszusafsen sei, d. h. ob bei Feststellung der Thatsache, daß die bezeichnete Quote des Brutto ertrages „zur Entrichtung der Einkommensteuer in Anspruch genommen werde müßte", der Betriebsüberschub oder der nach statutenmäßiger Verzinsung des Geseilichaste» Kapitals erübrigende Reinertrag der Rechnung zu Grunde zu legen sei. (Landwirthschast. Entaugen der Saat-kartoff>?ln.) Ein Verfahren, welches seiner Um-ftändtgkeit wegen für den Ackerbau im Groben nicht anwendbar ist, für den kleinern Landwirth aber und besonders für den Gärtner und Samenzüchter von um so größerem Werth sein dürste, als er auch hierin den Grundsatz, die höchstmögliche Rente aus der ihm angewiesenen Scholle zu ziehen, aufrechterhält, besteht im Ausschneiden der überstüsstgen Augen der Saatkartoffeln, durch welches schönere, größere und früher relfendv Knollen erzogen werden, als von Kartoffeln, denen alle Augen bslaffen worden stnd. Man verfährt in folgender Weise: Nach der KartoffelN'Ernte werden die schönsten Knollen mittierer Größe ausgewählt und in einem lustigen Schoppen so ausgeschichtet, daß ungesähr süns Lagen übereinander kommen. In diesem Lokal bleiben sie, so lange es die Witterung erlaubt, in der Regel bis Ende Oktober liegen; dann kommen sie auf die kühlste, aber ftostsreie Stelle des Kellers. Mitte oder Ende März werden sie aus dem Keller genommen und wle» der in den erwähnten Schoppen gebracht und bei etwa eintretendem Frost mit Strohmatten bedeckt. Unmittelbar vor oer Pflanzzelt werden dann von jeder Knolle die Keime bis aus zwei der stärksten, entweder mit den Fingern, oder bei robusten Sorten mittelst des Mesfers, mit etwas Fleisch daran, entfernt, dam»t die Neben« äugen nicht zum Austrieb komme« können. Im letzlern Falle ist anzurathen, die iOperation vler Tage vor der Pflanzung vorzunehmen, damit die Wunden trocken werden. Selbstredend müssen hierüber noch eingehendere Versuche angestellt werden, ehe dieser erhebliche Vortheil als allgemein sestftehende Thatfache betrachtet werden kann. ZIlarbmger Berichte. (Untersteirische Bäder.) Sauerbrnnn bei Rohitsch versandte im verflossenen Jahre 780.941 Flaschen im Werths von 77,434 fl. Die Gesammteinnahme dieser Anstalt belief sich aus 122,484 fl. gegen 124,306 fl. im Jahre 1879; die Ausgaben betrugen 78.899 fl. gegen 77,774 fl. im Vorjahre. Somit ergab sich ein Uederschuß von 44,709 fl. im verflossenen Jahre und von 45,407 fl. im Jahre 1379. (Städtisches Gesälle in Marburg.) Das Platzsammlung«- und Abmaßgesälle der Stadtgemelnde Marburg belies sich im Septem» ber aus lüi0 fl. 71 kr. Die Gesammteinnahme seit 1. Jänner beträgt 10.037 sl. 62 kr. gegen 9467 fl. 85 kr. in der gleichen Zeit des Vorjahres, 9271 fl. 40 kr. in den ersten drei Vierteljahren 1879 und 9223 fl. 94'/^ kr. in den ersten drei Vierteljahren 1376. (Sparkasse-Ausweis.) Im vorigen Monat wurden von 535 Parteien fl. 118.649 55 eingelegt und von 691 Parteien fl. 145.44816 herausgenommen. (Aushllsskasse - Verein.) Im Monate September betrugen die Einnahmen 33905 fl. 15 kr., die Ausgaben 32746 fl. 30 kr. (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden veim hiesigen Stadtrath folgende Gewerbe angemeldet: Weberei. Kärntner-Vorstadt, Ferdinand Petek Handel mit Spezereien und Vik-tualien, Stadt, Draugaffe, Alois Felder — Schuhmacherei, St. Magdalena, Franz Zigar — Handel mit Obst und Gemüse, Stadt, Haupt-plap, Johanna Löjchnigg -- Versertigung von Damenkleidern, Unterricht im Schnittzeichnen und Maßnehmen, Mathilde Edle von Weißen-bach. (Ortsgemeinde St. Andrä ob Heilen stein.) Die Katastralgemeinde Dobritsch trennt stch von der Ortsgemeinde St. Martin an der Pack und die Katastralgemeinde Sl. Andrä ob Heilenstein von der Ortsgemeinde St. Egyvi bei Schwarzenstein unv vereinigen stch Dodritsch und St. Andrä zu einer Ortsgemeinde (St. Andrä ob Heilenstein). (Hundesteuer.) Der Stadtgemeinde Cilli ist vom Landtag die Bewilligung ertheilt worden, die Hundesteuer — 2 fl. auf vier Gulden zu erhöhen. (Zins kreuz er.) Der Landtag hat beschlossen, der Stadtgemeinde Cilll die Einhebung der Hauszins-Steuer (2''/o) für die Jahre 1881 bis Ende 1839 zu gestatten. (Zum Tode verurtheilt.) Der Schuhmacher Joses Pregrao in TrebUsch, GerichlS-bezirk Drachenburg. halte am 26. Juli d. I. sein We»b Gertraud erschlagen, in den Hos-raum geworfen und dem Gemeindevorsteher an» gezeigt, der Tod sei durch einen Sturz erfolgt. D»e Untersuchung ergab jedoch, daß Pregrad sein Weib durch Schläge mit einem eisenbe-schlagenen Stiefel getödtet. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage und wurde der Mörder zum Strange verurtheilt. (Eine beschlußunfähige Bezirksvertretung.) Am 27. v. M. sollte b»e Bezirksvertretung von Pettau den Bezirks-Schul-rath wählen. Stebenunddreißig Mitglieder und eln Bevollmächtigter des Groß'Grundbesißers Grafen Wurmbrandt in Ankenstein waren erschienen und standen stch die Parteien in gleicher Anzahl gegenüber. Dle Natlonal-Klerikaieu erklärten aber die Vollmacht sür unzuläßig; die Deulsch-Liberalen blieben bei der Ädstmrmung in oer Minderheit, verließen den Berathungs saal und machten dadurch die Versammlung beschlußunfähig. (VomDeutschen Schulverein.) Aus Sauerbrunn und deffen Umgebung stehen viele Beitritte zum Deutschen Schulverein in Aussicht. (Verzehrungssteuer.) Am 6. Oktober wird bei der Finanzdirektion Marburg das Bezugsrecht der Verzetzrungssteuer von Most, Wein uno Fleisch für 1882, bedingt auch sür 1383 und 1884 in den Sektionen Pettau, St. Margarethen, St. Lorenzen, Haidin, Maria-Neustist, Friedau, Oberburg, Wernsee und Mureck verpachtet. Letzte Post Der Schulausschuk des Tiroler Landlag« fordert die Wiederherstellung de« Zustandes vor dem Erlasse des Neichs-Schulgesetzcs. Im tschechischen Klub wurde die Scheidung zwischen Alten und Jungen nach dem Antrage der letzteren vollständig aufgehoben. Bismarck soll sich der Neutralität Nusz-land« sür alle Fälle versichert haben. Ignatiess wird zu Beginn des nächsten Jahres mit ausgedehnten Vollmachten an die Spitze der Verwaltung treten. In ganz Albanien ist die l?!!ährnng im Zunehmen begriffen und haben sich bereits zehn Bergslämme gegen die Forderungen Derwisch Pajcha's verbündet. Farre hat im sranzösischen Mtnisterrath angezeigt, dasz die Operationen in der Richtung von Keruan wegen der anhaltenden Hitze vor zehn bis vierzehn Tagen nicht beginnen können. LandwirtpschafMches. Grnudsäi^e siir die Viehzucht. Jede» Thier kann nur dle Eigenjchasten vererben, welche ihm eigen sind, und zwar vererben im Allgenieinen Vater und Mutter gleich. Im Allgemeinen haben alle zeugungsfähigen Thiere dieselbe Vererbnngskrast, odgletch nicht zn leugnen ist, daß Tliiere von konstanter Zucht, d. h. solche, dcren Voreltern schon die sraglichen Formen und Eigenschaflen halten, manchmal mehr Sicherheit in der Vererbung bieten. Im großen Ganzen aber vererbt das erste aus einer Kreuzung hervorgegangene Thier so stcher, als ein Thier ungemischter Race. Wie die Natur durch die Vererbung für die Erhaltung der Raeen sorgt, so hat sie auf der anderen Seite auch das Bestreben, wieder abweichende Bildungen hervorzubringen. Dies zeigt stch dadurch, daß manchmal Thiere auftreten, welche nicht nur stark hervortretende ElgenlhümllchkeUen besitzen, sondern auch in bejonderem Grade die Fähigkeit haben, diese Eigenlhümlichk^it zu vererben; dleje besondere Vererbungssähigkcit geht aller nicht auf die Nachkommen über. Der Züchter muß immer ein Bilo von dem vor Augen haben, was er erreichen will, uno muß zur Zucht immer jene Thiere auswählen, welche diesem Bilde am meisten entiprechen. Sowie man in der Auswohl der Zuchtthzere weniger sorgsam wird, so geht die Konsormilät verloren. „Aehnliches mit Aehnlichem gibt AehnlicheS." Allein verwandte Thiere haben nicht nur die-lelben Vorzüge, sondern auch diejelben Fehler, und diese Fehler müssen beseitigt werden durch Paarung mit Thieren, welche nicht den entgegengesetzten Fehler, sondern den entgegengesetzten Vorzug hallen. Ungleiches mit Ungleichem gibt Ausgleichung. Eine entsprechende FlUternng ist die nothwendlge Begleitelin jeder Züchtung, welche ihren Zweck erreichen tvill. Klaus ch. Dom Aüchertisch. „Heimat." — Das letzte Höst des VI. Jahrganges tst besonders umsangre»ch nno lnetet viel des Jntereffanten. Der Roman „Schloß Mont-beliard" wird zum Abschlüsse gebracht, ferner enthält das Hesl die gemülhoolle Novelle „Treu und gut" von C. Wild; und d»e Elzat^lluig „Die Macht der Töne" voil Hermine C. Proschko. Gedichte haben beigestenert Aiitoi» Schels: „Leichler Abschied", Alsred Friedinann: „Das Königsschloß Cllltra" nnd Wllyelm Knnze: „Heimkehr"; sodann siiiden wir die Aussätze: „Fahrten und Abenteuer eines dalmatinischen Schiffskapitains" von Sp. Go^ccvi»!'; „Ausstng nach Tunis" von Catmllo Rieger, „Die Stäote-wayrzeichen und das Nathhaus in Oedenburg" v0lt Ivan Paur. „Der Rainazan" i)vn Henli) Snci,); „ReiSkofl-Sagen" iion N. „Ain Fenster ocs Eisenbahn-Koiip^»" vo.' iü^alomea Schwarz. „Die atmosphärische»! Kiäste und die Gebirge" von Professor Toula; »Jhcring und die Mode" von Iba Bortier; et,dlich „Aus einein Künstlerleben". — An Illustrationen enthält das Hest die PortrailS: Gras Moltke, Ge° neral-Konsul Petersen und Jvaii Turgenjew; sodann Reproduktionen der Gemälde: „Am Strande" von Burgert, „Die Beterin" von Ebert, „Landwehrmanns Abschied" von Weib, „Mondnacht aus dem Meere" von Nordgren, „Der erlegte Hirsch" von Decker und die Originalzeichnungen : „Der Nathhausthurm in Oeden» bürg" von Kronstein, „Ein seltenes Buch" von Roman Kochanovski und da» humoristische Bildchen „Ö Schrecken!" von Gustav Süß. — Abonnements auf die „Heimat- vierteljährlich 1 fl. 20 fr. (2 Mark), mit Postoersendung 1 fl. 45 kr. — auch in Heften ü. 20 kr. (3S Ps.) zweimal in jedem Monate. Durch alle Buch, Handlungen und Postanstalten zu beziehen. (Ber-lags-Expedition der „Heimat-, Wien, I., Seiler-stätte 1. Leipzig, Königsstrabe 3 j.Franz Wag-ner^). __ Sladl-Thtatcr in Mlirbarg. Sonntag den 2. Oktober 188!: Hasemann'S lLöchter. Original-Bolktstück mit Gesang in 4 Akten von Adolf L'Arronge. Musil von Carl Millö-ler._ Nr. K94> (1»«V Kundmachung. Am Oktober l. I. wird der gewerbliche Fortbildungs-CurS für Lehrlinge des GewerbestandeS eröffnet. Die Lehrlinge werden Sonntag, am 2. Oktober d. I. von 9 bis 12 Uhr Vormittags in der DirektionSkanzlei der städtischen KnabenvolkS-schule (Reaischulgcbäude) eingeschrieben. Dieselben haben daS EntlassungS- oder Ab-gangSzeugnib der Volksschule milzubringen. Dasclbst kann auch der Lehrplan dieseS Fortbildungs'CurseS eingesehen werden. Indem der gefertigte Stadtschulrath sämmt-liche Gewerbetreibende Marburgs hievon in die Kenntniß setzt, gibt er der Ueberzeugung Ausdruck, daß kein Lehrherr diese Gelegenheit, seinen Lehrlingen unentgeltlich die höchst wichtige weitere Ausbildung zu ermöglichen umsoweni^cr versäumen wird, weil es nach Z 95 der Gewerbe-Ordnung Pflicht jedes Lehrherren ist. seine Lehrlinge zum Besuche der gewerblichen Fachschulen anzuhalten. Stadtschulrath Marburg, 28. Sept. 1881. Der Vorsitzende: Dr. M. Reiser. Vl! II?' Lv ö?aii2öslscliör M suZliseliör 3xr2.elis in unä ausser äem Hanse dei 8eIliIIer8trAS8e Xr. Lk, 'UeinKrader'selies Haus, 2. Ltoek reelits. ^u Spreeken von 11—12 unä 2—3 Ilkr. 1()1(^ 2ur xvLkIIixo» LvkoKtuvx. Ilm irretiidrenäen (IsrUedten bsAs^nen, ^ir kiömid kelcanQt xewaelit, äass ^arie ?!eart äs ^Vingle, gedoren 2u (Zronodls iu ^ranlirmel», vielit läentiZeli ist mit I'rau ?ic:art, >ve1ek. Allshitsst^llffa in Marburg. Die ?. 1. Mitglieder werden hiemit verständigt, daß vom 7. d. M. an den gleichen Amtstagen von I«Va bis R>V-Vormittags amtirt wird. (1064 Die Direktion. A j««ge Vorstehhunde sind zu verkaufen. (1074 Auskunft bei Franz Grub er, HauplplaK. Mr laukenäes Soliul^al^r vviellei' vrvtinet von I!ilal>vmoi8vllv >velel!e im Lesit-ie voriilglioksr I.ökrdesÄkigung8-!Lvugni88v au8 fpAnkreiok ist, >V0 sie (tureli eine ü-eiUe von ^aliren, besvnäers in ?aris, nur in Iwollsten, vorneslmsten I^reisen 6er Aristokratie als k^r^ielierin unä I^edrerin tliätiK ^ar. Duieli äie liesonäers i'eine, evrreete ^nsspraede uilä köt^ei'en 8t)^1e, sovie llueli (luicli die m ?aii« 8eI1»st xeül»te voitreKlivke Avtkolle, naed Voi-«fki'it't ilortixoi' ^liaäemie, Iiat dieso I^skrerin aueli liierorts in Kursor Xeit mit domerkenLi^eitliem ge^virlct, äoi' clie doste ^nerkeununZ getunäon dei äen sekr geeinten Litern idrei' i^eknleiinnen, >vie auod dei ortaliKZueQ kvedKeaedteten tieinL-^xenossen dödeier LtellunK. (1l)22 Kravlt VllMi'e meelläiliqiiv. Saale dkl Vötz'scht» Aicrhallr. Täglich große brillante Borstclllmgcu. Heute Sonntag S außerordentliche BorsteUuugen. Aufang der ersten Nachmittag um 4 Uhr, der zlveitkN 7'/^ Uhr Abends. 1. Äheil: Per Kafen von Dewvork be» TageSnnbrnch. u. Theil: ^lne Winterlandschaft mit MoiideSaufsjallg. Ul. TheU: ^tne automatische Künsttergesellschast, bestehend auS Seiltänzern, Akrobaten, (Si)Mttastiker, Äallet. und Soloti^ern. IV. Tljtil: Da» beliebte Wandel-Piorama, btlenchtet mit Dromong'schem Ä^Ukllcht (LZydro-H^iengas). Preis, der PIStzr l SperrH (nummeiirt) kr. Erster Plap iiO kr. Zweiter Plap kr. Gallerie kr. Klnder jal)len am Sperrfij,, nnd ersten Plah die Hülste, am zweiten Plah 12 kr. Montag und Dienstag große Vorstellung. Reuez Programm. Anfang 7'/» Uhr Abends. Obiges Theater, im Besih eleganter Dekorationen, bi« jejtt unübertroffener Mechanik, v geschmackvolle Programme. hatte die Ehre, vor hohen niid Allerhöchsten Herrschaften seine Norstellnngen mitVeisall zn geben nnd wird auch hler die höchste Besriedigung des hochgeehrte-» ?. Publikums erlangen. Wegen Arrangement in Graz erstreckt sich mein Aufenthalt hier bl» zum IL. d. M. lobü Hochachtungsvoll ßiiierk«'. Eine Brieftasche wurde von der Schulidererallee bis iti den Friedhof verloren. Der redliche Finder wolle selbe im Hotel „Erzherzog Johann" gegen Ae» lohnung abgeben._(1l>ö6 In Brunndorf «»»stkansMZrSLknnnK Echter alter Wein per Liter L4 und kr. Achtungsvoll ^1054 Johann Nckrepp, Fl-ischer. s 0 I '».S » lS antiarthritlfcher anliryeumatischer lUutiviiliKuuAij-l'l»«« 1094) von fssnie lliillislm, Apithtkn i« Rtiikircht» wurde gegen Gicht, Rheumatismus, Kinder-fühen, veralteten hartnäckigen Nebeln, stets eiternden Wunden, Geschlechts- und Haut-auSschlW-Krankheiten, Wimmerln am Körper oder im Gesichte, tzlechten, syphttitischen Ve« schwiiren, Anschoppungen der Leber und Milz, Hämorrhoidal-Znstände, Gelbsucht, heftigen ^ Nervenleiden, Muskel» und Gelenksschmerzen, Magendrilcken, Windbeschwerdeu, Unterleibs-Verstopfung, Harnbeschwerden, Pollutionen, Mannesschwäche, Fluß bei Krauen, Strophel-krantheiten, Dritseugeschwulst und andere L.'iden vielseitig mit den besten Erfolgen angewendet, was durch Tausende von Aner-S kennuugSschreiben bestätiget wird. Zengnisse auf Verlangen gratis. Paekete sind i» 8 Gaben getheilt zu 1 Gulden, Stempel und Parkung 1v kr., zu beziehen. Man sichere sich vor Ankauf von Fäl-schnngen nnd sehe auf die bekannten in vie-ien Staaten gesetzlich geschützten Marken. Zu haben in Marburg, Alois -Quandest. Brnck a. M., Albert Langer, Ap. Bleiberg, Joh. Neuher, Ap. Cilli, Franz Rauscher. Cilli, Vaumbach'sche Apotheke. Deutsch.LandSberg. H. Müller, Ap. Fürsteufeld, A. Schröckeusux, Ap. Krohnleiten, V. Blmnauer. Friesach, R. Roßheim, «p. Friesach, Aichinger, Ap. Feldbach, Jos. R^önig, Ap. Graz, 3. Purgleitner, Ap. Gutlaring, S. Patterl. Gräfendorf, Jof. Kaiser. Hermagor, Jos. M. Richter, Ap. Judenburg, F. Senekowitsch. Kiudberg, 3. S. Karinüiü. Kapfenberg, Turner. Knutelseld, WUHelm Bischner. ttra.nburg, Karl Savnik, Ap. Klagenfnrt, Karl Clementschitsch. La,Vach, P. LaSnik. Leoben, Joh. Pferschy, Ap. Möttling, Fr. Wacha, Ap. Mürzzuschlati, Joh. Danzer, Ap. Murau, Joh. Steyrer. Neumarkt ^Steiermark), K. Maly, Ap. Pettan, C. Girod, Ap. Prehberg, Joh. Tribuc. RadkelSbnrg, Cäsar Audrieu, Ap. Rudolfswerth, Dom. Rizzoli, Ap. Straßburg, I. V. Karton. St. Leonhard, Puckelstein. St. Veit, Julian Rippert. Stainz, N. Timouschek, Ap. TarviS, Eugen Eberlin, Ap. Aillach, Math. Fürst. WaraSdin, Dr. A. Halter, Ap. Wilson, I. Berner. Wlnd.-Graz, G. Aordik, Ap. Wind..Graz, I. Kalligaritsch, Ap. Wind.-Feistritz, A. v. GutkowSki, Ap. ÜW Stilck silnstimrigt und geaichte tisknbeschlagcne Weinfässer verknust zu fl. 4 ' (1069 Marburg. Mit Boaen Beilaae. Eiil schönes Gewölbe in der Hegettyoffstraße, in tvelchem seit 15 Iahren ciu Knrzwaaren«, Wäsche- u. Schneidereigeschäst betrieben tvurde, ist sammt Wohnung zu vergeben. Anfrage im Comptoir d. Bl. (1(t62 Verantwortliche Stedaktion, Druck und Verlag von Eduard Sanschitz w Zaatgetreide-Vert»l»vs. t'aspI-H.Vvt-en pr. Hektoliter 12 fl. pr. Hektoliter 10 fl. vor zwei Jahren a»lS dem Kaukasus bezogen, bis dahin itnerreicht in Qllalität und Quantität, verkmlst (1V6K Leitgebel, Schloß Rothwein bei Marburg. Kiihe und Kalbinnen, Pinzganer, Miiit-ttialer und ^ltgiiner, sowie diverse Snffolk-Schlveine kaust (Ivli7 Leitgebel, Schloß RothU-einZ^bei Marbnrg. Marburg, MsütG Beilag« zu Ar. 11« der „Marburger Zeitung" (188l). vr. li^oman LouiiL Z iv I^lttrliulA (früllvr 8<:tm!^ki«go 3) i^otlnäkt Kiel» vom 27. kepdemkvr an in clor ViktfingkofgASSv 5, i. 8tovl< im klimnal» Krieliul^or'sellk^n »oZ. li'roiki^u». /^bonnvmvnts-/^nttigv. Erlaube mir den ?. I. Herrschasten ilnd Publikum bekannt zu geben, daß ich Bestelllnl-gen aus Theater-Fahrten im Abonnenient unter villigsten Bedingungen annehme. Hochachtungsvollst iv7l) NRiÄvir Fiaker,ib-sttzer, Bnrggasse Str. 2V Kundmachung. Die Marburger Sparkasse-Direktion wird am 4. Oktober d. I. Vormittag y Uhr in der Gemeinde Gatschnig, Station Pähnitz, aus der der Sparkasse gehörigen sogenannten Sentschitsch-Hube die Weinlese im Weingarten im LizitationSwege gegen gleich bare Bezahlung veräußern, wozu Kausliebhaber sreundlichst eingeladen sind. (1053 ansWie« gibt im Schnitt-Jonrnalzeichnen, Zuschneiden und Kleidermachen gründlichen Unterricht nach einer leichtsaßlichen Methode, wo jede Dame in kürzester Zcit nach jedem Journal arbeiten kann. Bitte die geehrten Damen, sich recht bald zu bemühen, da ich nur in der Winter-Saison hier bleibe. (l044 Auch werden außer dem Hause Lektionen gegeben. Hauptplatz Nr. 16, 1. Stock. vr>n Per Tiroler Kraulschneider empfiehlt sich bestens. (l042 Ges. Auftrüge Lendgasse Nr. 4 erbeten. Krügen und Manschetten werden sehr sein glanz'gebügelt und Vorhänge geputzt: Mühlgosie Nr. 7, im Hofe rechts. (106l kir sl« Vlirstiott empfehle ich rein geputzte vüKri» v für Itvder-, Lrat- uuü 8slodvllr»tv zu bllligsten Preisen in jedem beliebigen Quantum. 1073) AI. 2»Lk, SchlachthauSgasse Nr. 5. ^üelitiAer Vertreter für 6ie Horil/ krin/ v. !tlvnlle»rl'8elien kvlllen^verke iil KSHael» ^irä ^eAen Provision skr Usrburx unä IIw^edunK »usAvnowmen. ^ufrsALn »u äie evm-mersielle Oirel^tivn in Ora^, Herren-^asse 13._ _(1070 Ein (1065 UtvI»Ue«r LiiIutLsvt, der Kunden- und Fachkenntnisse besitzt, wird für den Verkauf von knrrenten Spezerei-Arti-keln in Marburg resp. ganz Stidsteiermark g e-sucht. Offerte mit Referenzen unter „Subagent 1882" befördert die Expedition d. Bl._ Mll Oeseliäft hier oder am Lande auf gutem Posten, welches auch von einer Frau betrieben werden kann, wird abzulösen gesucht. (1063 Briefliche Anfrage unter Chiffre „I.. Nr. 500" an die Exp. d. Bl. »WM ZkvrxiNttlAIK « M WM" Tfieerschwefel-Seift vedellttud wirksamer als Theerfeife, vernlcht'^ sie nnbtdivgt alle Arten Hantunreinigkeiten und erzeugt iu kürzester Frist eine reiur, blevdtnd Vtiße Haut. Vorräthig ü Stück 40 kr. in W Königs Apotheke._ (l072 MZin der deutschen und slovelnschen Sprache in Wor und Schrift kllndig und schon bei einer größern Herrschaft bedienstet, wird gesucht. Auükunst im Comptoir d. Bl. (1050 Gin kleines Hans in der Blumengasse, bestehend aus 2 Zimmern Kiiche und Boden, ist zn vermiethen. (V7ü Anzufragen bei Gebrüder Schlesinger Gin Lehrjnnge mit guter Schulbildung wird in der Buch dluckerei deö E. Lanschitz aufgenommen. Große Auslvahl llkU MIk'ü ^iiillsl'iisdriiikli! 1 Doso 90 Icr. 5 Dosk^n 1 ll. KIooIva1tl dei I'iisä. III. krz?. ksMZüzk tir. Z. K D Al^rtken-lIilinituieil kiir örtlnto von t1. tD 1)13 tl. !jO. j 8tl'au88t'e«iei'n vou 25 lcr. 1)13 '^0 il. pr. Ltüelc. (978 (Fi'ndlitZiuxe au8 Ltvtt'IauI» von ll. 1 l)i3 il. 15. WLigvnv färtiorvl. l odvin >ver<1en dinnen^ A vveuiAeu Ltuullen getardt. /'tt?' c/t'ö iel» Dem, cloi' lieiiu (joliiauellv von Kotliv'8 lAtinwaZssn ^ flaeon 35 kr., jemals ^ieclor /alln gelimer/^on delioinmt vtler nu3 dem I^uucle rieellt. l bis Uhr im GerichtSsaale Nr. 1 mit dem Beisätze angeordnet, daß diese Forderungen bei dieser Tagsatzung auch u»tcr dem Nenntvertlie hintangegeben tverden nnd daß der Meistbot sogleich zu erlegen ist. K. k. Bezirksgericht St. Leonhard am 24. September lööl. Ililoli'8 8e>clllk-k'ulver. vvau kut ^sllsr 3eliaodtvl. ^M W»» kti ^l8 I^^i ii rv i lni n sur erknl^i'oil^lwn j!uItan(Uul>A von liicttt, tk!ikuwl»li»mu»,.j6(ivr^it uuä l^st^munß^LN, tiopt-, ^kren- und /aimkctimki'?.; IQ ^orio von Utseiltüß^vn l>oi »llen Voitotxunfi^ou uQlj VVulldvn, dei j^^ut2üv<1unx«n unl! llesl-dwüten. I UN er lie Ii, mit ^/^ asser ß^Lmiselit, iwi pl«)t/Iiot»ew Ilvvoülgein, t^rllirsvlikn, liolilr und Durvttsall. VW^I>iKFr'SQlKt, vsllu joäv I^'Iskielw mit nisinoi' v utsrsvk ri t t und 8okut«marjiv verveken ist. In ^laschru s.Srliraiichs Änwcis»«g »v krü.tv. II allt^u im Ilaullel vorlcolnmsnäen Lvrtvn ?.u ^rz-tlivliov />v6olcon xsvixuöt ist. ^^^7 Preislst.ö.W.pr.^sches.Gcliranchsauwtisnng. dsi ^xotlieker, Ic.Ic. Ii051ie5öraut^,V»0v 'I'uvdlaudsn. IV«»« T I'udliltul» «u« «IrUeklIeU l'rttpnri^tv /.u Vt ilnuz^cu unti NU» ttvielui >v« leliv «»tt n»<;!nvr i^eUul!em»ikv unU ^»ivi>ivl»rllt v«»>teN«i» »«liul. i Al. Lerüaj«, Noriö (?o. unll F. Ikoss, ^potllölcer. .1. liuxtsrsettwied, „ l^aumdaetl's Lrbsn, ?vtt.ü.u: II. Liiasell, liacIlcersdui'Z: l!^. L. ^närieu, Eiseniiiöbel-Fabrik von Avlv!»»rck «ZK tZß». in VZS» III. Marzergasse 17 liefert nur soliäv Möbel für Ausstattungen, Eatons, HötelS, Reftauralioncn und Gärten. Neuer illustrirter Preis-Courant grati5 u. stavtl». Das Itttvriitttlttttaiv R'atvnt- der Firma koieksrä ötvomp. in^ion, III. 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Lr3edkint am 1. uvä 15. einsZ ^eäeu I^natg. ^ b o n n « m « n t ^ ? r 6 i 8 v. ^ Ppaokt/^usgabo: L'msavks /^U8gabo: ^ ^ädrliek > 24 /^rbkltsnommern, l^rogsfolio-k'yrmat, ontknl- svtdaltönä ausssr sammtUodsn Löstknätbsilsu äsr tsnd mioävstsiis 1ü9l) t)rixill»!-IIIukitrationsn, gji^fgLtign ^ug?«^I)v in isäsi' t^ummsr sin prsetit-200 8tio1l<,r«ivvi'!aken ote. , . ,. 2» t)nivr>,attun,^».»vidUttter, «ntkkitsnct t^ovsNen, vvU volorirtss t'anssr Orixival.Moäka.^quarsU, ^Oltskenekto vtl;. t^orresxionclsn^ im örivstca8tsn. ^slclje» in kür^estor ^git üis nsuvsto l'arissr AAoüs s, »„«,n mit »oo 8->>nittm,.°t«r,> in ^ I)»r°t«Iwn« I-nnxt. naturlivlisi' Kluksv. . ^^donnsments^irms dsi t'rsier ^oktvsrssnännx für ^linnnsmöntgprsi» fiir ()<;ktei'i'v!c;K.IInxarv visrtvi- . Otiftierrkikli - I5nA»rn vivrtsl^^kri^ tl. l..!0, Mlirie I)6i Irvisr I'ostvörssnüune 2.40. tiall)^aliri^ ». 2.40, it. 4.80. >Vien _ Adoinltme»i»-Kinlktl1uU nuf !?>r»flrirte Dainen- und ZUoden-Zeitnng. AboiiiituicnlspreiS vierteljährig iinr S'/, Mark (in 0est»rreich nach Com« ) Jährlich erscheinen: 24Nnmmtrn m. Moden u^Handarbeiten, ^ 24 Supplemente, 5W Zchnittmnster,_ 24nnmlntrn mit Unterhaltung, j 24 Seilagen. IT eolorirte Modenbilder. Nestellungcn auf diese veNevte und wettvcrvreitete Modenzeitung nehmen asse Auchhandtungen und Z^ostämter jederzeit entgegen. (I03ü 1 Voll 4SV »wUiodoll Nellbortodtoii brtiuloil vir toleonS« vior i Amtlicher Heilbericht deS Lazarus Hospitals Berlin: . " I „ _ >ie Kranken haben e» mit gropem vergnügen a Adelheid v. Bismarck. — Amtlicher Heilbericht des MilitAr HospitalS Kasftl? wurde hier mit größtem Heilerfolge angewendet, die Ihr ausgezeichnetes Malzbier haben e» mit großem Vergnügen getrunken. -------- ... Aerzte wie die verwundeten Patienten bringen ihre dankbarsi^ Anerkennung dem Herrn Hoff wegen seines 'Befriedigung beeile ich dies mitzutheilen. AZateSka Gräfin v. Kaickreu^h. — Tätlicher Hejlv»r»cht deS königlichen nicht hoch genug zu schalenden heilsamen Malzextrakts dar. Mit höchster Befriedigung beette ich mich, Ihnen Neserve-HospitalS Bernburq: Johann Hvff'scheS Malzextrakt, ^dieses so sehr heilsame Getränk fiir Körperschwache, hat den TyphuSkrauken die verlorene Sprachsahigkeit wiedergegeben und die ErnährungS-orgaue sehr gestärkt. Wittne, Major. — Amtlicher Hrilt?ericht deS AtrankevsHospitalS Celle; Wir hatten nicht wenig schlimme AmputationSfälle, in denen man sich «ach Ihrem stärkenden und erfrischenden Malzextrakt sehnte, vr. Ksi'rinx, Arzt. (94K Vornilnftigv kosunilkvitspilogs. M Vordeiizuiiz ii« l /^l ^ tZauz neues Shstem, ohue Rundgaug erfordern weuig Ausstellung^ presse« iu doppelter Geschwindigkeit i>29) (Kelt^srn) Tratllitnmühltl!, nettester ÄotlstruktiW. als frühere Kelteru, stud leicht zu handliaben, solid uud dauerhaft gebaut. Preise von ö. 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Verstorbene iu Marburj^. Am 23. Septeulber: Jpavie Karl, Dr. der Rechte, Advokat, 40 Jahre, Domgasse, Lungeneutziindung: 29.: Bogaditsch Kathariua, ArmeuinstUutöbetheilte, 30 I., Domgasse, Altersschwäche. In: offentl. Krankenhause: Am 2l. Sept.: Roj Filomeua, Wiuzerin, 4» I., Lungeuemphysem'. 24.: Jaklitsch Stefan, gewes. Hausirer, 80 I., ASeitiS; 27.: MreSuig Josef, Inwohner, 43 2., Lungentnberkelni 23.: Petritsch Marie, GlaS-Embinderin, 53 I., Mori'uS Brightiii Ruttiler Marie, Jumohnerin, 50 I., Lungen-Emphysem; 30.: Gaspe ritsch Maria, Magd, 21 I. Mori'uS Brijjhtii.