Aezugspreise ^tir Hsterreich-Ungarn ganzjährig K 5 -halbjährig K ‘2'50 jür Amerika: ganzjährig D. 2- — iflt das übrige Ausland ganzjährig K 6 50 Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Briese ohne Unterschrift werden nichtberücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Kottscheer Woten in Gottschee 9h. 121. Berichte sind zu senden an die Schriftleitung des K-ttfcheer Anteil in Gottschee. Anzeigen Qt.lernte; werden nach Tarif berechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage bei Gotische er Boten erhältlich. Bostsparkassen-Konto Nr. 842.285. Wr. 4. Kottschee, am 19. Ijeöruar 1916. Jahrgang XIII. Wie soll die Volkser-iehung nach dem Kriege werden? (Volksschule und praktisches Leben.) II. Die von Dr. Rieger und Dr. Martinak aufgestellten Forderungen und Verbesserungsvorschläge sind zum Teile nicht ganz neu, sie werden durch den Weltkrieg nur deutlicher und stärker empfunden und in eine schärfere Beleuchtung gerückt. Schon in_ der letzten Thronrede unseres Kaisers war es ausgesprochen, daß die Schule in vollkommerem Maße als bisher" den praktischen Bedürfnissen der Bevölkerung — die Stadtschule den Bedürfnissen des städtischen und gewerblichen Lebens, die Landschule den Bedürfnissen der Landwirtschaft — sich anzupassen habe. Unser Landsmann Prof. Dr. Rud. Peerz führte vor wenigen Fahren in einem in Krieglach (Steiermark) gehaltenen Vortrage u. a. aus: „Mit der Lehrerschaft ist auch die Pädagogik von der Scholle aewichen, es ist die Schule den natürlichen Verhält-nissen entrückt, dem Volke entfremdet worden, d. H. wenn wir um uns blicken, fehlt es an der bodenständigen Gestaltung des Unterrichtsstoffes. Übertriebener Idealismus, der in den Stebziger-iahren des vorigen Jahrhunderts allenthalben üppig emporschoß, haftet unserer Schule an und reißt sie in die Höhen mit, die wir scheinbar" erreichen, in denen wir aber unsicher sind. Wenn man den Lehrstoff, der unseren Schulen zurzeit zugemessen ist, so recht ins Auge faßt, merkt mau' auf den ersten Blick, daß er nicht allerorts gelten kann. Das ist unnatürlich über alle( Maßen . Uns Lehrer trifft nicht die Schuld, sondern jene, die Lehrpläne und Methode machten. Aber zu leiden haben wir. Der Bauer findet in unserer Schule wenig Greifbares und wendet sich von uns ab; er nennt die Schule unpraktisch. Nicht ganz mit Unrecht. Man muß beim Lesen beispielsweise im ersten Schuljahre hasten, um das vorgeschriebene Lehrziel zu erreichen. Die Folge? Schlechte Leser in den Oberklassen und im Leben. Wir kleben an den Hebungen des Sprachbuches, an all dem Regelkram und Formenwerk! Die Folge? Schlechte Stilisten, Staatsbürger, die nach acht Zähren Schulgehens nicht einen Brief gut schreiben können. Das Rechenbuch reißt uns mit seinen unpraktischen Beispielen mit, indes die Aufgaben tausendfältig zum Fenster heretnsehen Die Folge? Der junge Mann kann sich in seinen eigenen Verhältnissen nickit helfen. Und so geht es weiter von Gegenstand zu Gegenstand. Überall veralteter Stoff, hemmende Methoden, oberflächliches Wissen, geringes Können. Nicht den Rückschritt wollen wir, aber eine der Lit (und dem Standorte der Schule) entsprechende Auswahl des Stoffes, eine sinngemäße Anordnung, eine natürliche, tatsächlich „freie" Methode, bodenständigen Unterricht mit augenscheinlichen Erfolgen» ^^rischen Landtage wurde vor ein paar Jahren von (freiheitlichen) Abgeordneten darüber Klage geführt, daß die hohe Zahl der Bürgerschulklassen nur dazu diene, dem Gewerbe- und dem Bauernstände den Nachwuchs zu entziehen. Jeder absolvierter Bürgerschüler fühle sich erhaben über den Gewerbe- und den Bauernstand. Er wolle nur Beamter werden, wodurch ein Schreiberproletariat herangezogen werde. Unter 1200 Villacher Lehrjungen gebe es nur 2 (!) 'Bürgerschüler. Das rühre vom Lehrpläne her, der zu wenig den gewerblichen und landwirtschaftlichen Bedürfnissen angepaßt sei. Ein Redner bedauerte cs besonders, daß manche Lehrer den bäuerlichen Beruf gering schätzten. Alle aber waren darin, einig, daß die Schule ihre Aufgabe, für das gewerbliche und landwirtschaftliche Leben vorzubereiten, viel zu wenig erfülle. Es sei nicht notwendig, sagte Abg. Dr. Stein wen der, unter Beifall des Landtages, daß die Kinder alles Mögliche wissen. Es wolle der Knabe dann nicht mehr Knecht, das Mädchen nicht mehr Kuhdirn bleiben. Im krainischen Landtage wurde bereits im Jahre 1909 das gegenwärtige Volksschulwesen als ganz unpraktisch bezeichnet, weil der Lehrplan keine Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse der Stadt- und Landbevölkerung sowie auf die Bedürfnisse der einzelnen Stände nehme. In einer Lehrerversammlung in Laibach (1911) wurde verlangt, die Volksschule, beziehentlich die Wiederholungsschule müsse die Grundlage zu einer entsprechenden Fachbildung geben, ohne welche unsere Landbevölkerung mit den immer mehr Heranwachsenden Zeitbedürfnissen nicht Schritt halten könne. Die Unterrichtsgegenstände müßten, insbesondere in der Wiederholungsschule, den praktischen Bedürfnissen und J)en Verhältnissen der Landwirtschaft angepaßt werden, für die der Schule entwachsene Jugend müßten landwirtschaftliche Fortbildungskurse errichtet und müsse auch außerhalb der Schule und der bereits jetzt bestehenden gelegentlichen landwirtschaftlichen Vorträge und Kurse die fachliche Ausbildung der Landwirte und Landwirtinnen gefördert werden. Die Landmädchen sollten in weiblichen Fortbildungsschulen auch in der rationellen Hauswirtschaft unterwiesen werden. — Für solche landwirtschaftliche Fortbildungskurse fehlt es heute freilich noch vor allem an geeigneten, entsprechend vorgebildeten Leitern und Lehrkräften. Es müßte da der landwirtschaftlichen Unterweisung vorerst an den Lehrerbildungsanstalten ein weiterer Rahmen im Stundenplan eingeräumt, die Landwirtschaftslehre durch landwirtschaftliche Fachlehrer gelehrt werden und müßte den Volksschullehrern durch Gewährung von Stipendien die Teilnahme an den praktischen Kursen an landwirtschaftlichen Landesanstalten erleichtert werden. Schließlich sei noch ausdrücklich bemerkt, daß wir nicht etwa wünschen, daß die Volksschule etwa ganz einseitig auf jenen bloßen Nützlichkeitsstandpunkt herabgedrückl werde, der die Jugend nur zu den praktischen Aufgaben des Lebens abrichten will. Das sei ferneI Die Volksschule hat auch eine elementare allgemeine Bildung zu bieten, jedoch eine solche, die mit den Wurzeln in der Heimat und Umwelt haftet und nicht die sich natürlich ergebenden Ausblicke ins praktische Leben unbeachtet läßt. Zwischen Schule und Leben soll keine Kluft gähnen, am wenigsten die Kluft unpraktischer, falscher Gelehrsamkeit. Not bricht Eisen. Das wird auch eine der Folgen des großen Krieges sein. Dieser hat uns allen aufs eindringlichste zu Gemüte geführt, wie entscheidend wichtig eine vorgeschrittene Landwirtschaft ist, die ohne Zufuhr von außen Heer und Bevölkerung zu ernähren vermag. Zur Hebung der Landwirtschaft muß aber auch, soweit dies nur irgend möglich ist, die Schule Mitwirken. Die Unterrichtsverwaltung wird also zu erwägen haben, in welcher Weise auf dem Lande Knaben und Mädchen schon in der Volksschule für ihren künftigen landwirtschaftlichen Beruf ohne Beeinträchtigung der allgemeinen Lehrziele spezifisch vorgebildet werden könnten. Nach der Schulentlassung hätte sodann eine praktische obligatorische Form des (landwirtschaftlichen) Fortbildungsunterrichtes die Leistungsfähigkeit für den landwirtschaftlichen Beruf noch zu erhöhen. Landwirtschaftliche Fortbildungsschulen werden nach dem Kriege zu einer Notwendigkeit werden. Wenn der Unterrichtsverwaltung die glückliche Lösung dieses Problems gelänge, würde sie sich den größten Dank nicht nur der ländlichen sondern der gesamten Bevölkerung verdienen. Die Erfahrungen dieses Krieges bilden einen starken Antrieb, die Lösung dieser Frage tatkräftig in die Hand zu nehmen. Ein frischer, kräftiger Zug weht heute schon vielfach dort, wo einst nur grauer Aklenstaub heimatberechligt war. Möge dieser Zug auch den alten Schulstaub, soweit er wirklich nur wertloser Staub ist, wegblasen und die Schule, vor allem die Volksschule, den Bedürfnissen des Lebens näher rücken. Non scholae, sed vitae discimus. Nicht für die Schule lernt man, sondern fürs Leben. Aus Stabt und Land. Hottschee. (Kriegsauszeichnungen für die Staatsbeamten.) Dem Hofrate der Landesregierung in Laibach Herrn Rudolf Grafen v. Ch orinskr) wurde das Komturkreuz des Franz Josef-Ordens mit dem Stern verliehen, dem Titular-Hofrat Herrn Wilhelm Ritter Lasch an v. Moorland der Charakter eines Hofrates. Der Titel und Charakter eines Landesregierungsrates wurde dem Bezirkshauptmann Herrn Johann Kresse in Laibach und dem Bezirkshauptmann Ernst Freiherrn v. Schönberger verliehen. Das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens erhielten der Oberrechnungsrat bei der Landesregierung in Laibach Herr Alois Verderber und der Oberrechnungsrat der Finanzdirektion in Laibach Herr Adolf Langof. Dem Direktor der Fachschule für Tischlerei in Gottschee Herrn Josef Kna b l wurde taxfrei der Titel eines Kaiserlichen Rates verliehen. Dem Hilfsämter-Direktions-Adjunkten bei der Landesregierung in Laibach Herrn Matthias Kren und dem Forstinspektionskommissär erster Klasse Herrn Anton Locker in Wolfsberg wurde das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone, dem Bezirksförster Herrn Theodor Trug er in Gottschee wurde das Silberne Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Dem Direktor der Staatsvolksschule in Trient Bezirksschulinspektor Herrn Rudolf Schlenz wurde der Titel eines Kaiserlichen Rates verliehen, dem Hilfsämter-Direktions-Adjunkten im Ministerium des Innern Herrn Wilhelm Kump das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone. — Im ganzen wurden in Krain 45 Staatsbedienstete ausgezeichnet, in ganz Österreich mehr als 1500. Diese Auszeichnungen sind, wie die Wiener Presse bemerkt, der Lohn für die von der Beamtenschaft dem Staate und der Bevölkerung geleisteten Dienste während der Kriegszeit, die in den einzelnen Ministerien und in vielen Ämtern eine Unsumme von Arbeit zu bewältigen gab und bis heute zufriedenstellend geleistet wurde. ■— (Auszeichnungen vom Roten Kreuze.) Seine k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Salvator hat in Anerkennung besonderer Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege u. a. nachstehende Herren mit dem Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration taxfrei ausgezeichnet: den Präsidenten des Zweigvereines in Gottschee, k. k. Bezirkshauptmann Otto Merk; den Anstaltsarzt im Vereins-Rekonvaleszentenhause Kaiser Franz Josef-Asyl in Laibach Dr. Hans Högier; den Präsidenten des Zweigvereines in Rudolfswert, k. k. Landesregierungsrat Wilhelm Freiherrn v. Rech6ach. — (Beförderung.) Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Hauptlehrer an der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Laibach Herrn Alois Petsche mit der Rechtswirksamkeit vom 1. Februar d. I. in die achte Rangsklasse befördert. •- (Kriegsauszeichnungen.) Dem Leutnant i. d. Res. Herrn Heinrich Rauch, IR 17, wurde die allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben. Dem Hauptmann-Rechnungssührer Herrn Johann Kropf des Pionier-Zeugsdepots wurde das Goldene Verdienstkceuz mit der Krone verliehen. — Dem vor dem Feinde gefallenen Kadetten i. d. Res. Herrn Dr. Josef Ecker des IR 17 wurde die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse verliehen (von uns bereits mitgeteilt). Die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klaffe erhielt der Fähnrich i. b. Ref. Herr Viktor Theiß. Die Bronzene Tapferkeitsmedaille wurde dem Fähnrich i. d. Res. Herrn Otto Tschinkel, IR 17, verliehen. — (Im Kriege verwundet.) Aus der Verlustliste 360: Johann Arko, Kadett i. d. Ref., IR 17, verw.; Otto Tschinkel, Fähnrich i. d. Ref., IR 17, verw. — Berichtigung: Joh. Petsche statt Petocho, Kadettaspirant, IR 17, verw., kriegsgef., Vereinigtes Evakuationsspiial Nr. 48 in Orel, Rußland (war verwundet gemeldet); Josef Fink, Leutnant i. d. Ref., kriegsgef., Katty Kurgan, Gebiet Samarkand, Rußland (war verwundet gemeldet). — (Beförderung.) Der Leutnant i. d. Res. Herr Rudolf Schadinger des FKR 8 wurde zum Oberleutnant i. d. Reserve ernannt. — (Kriegsauszeichnungen.) Dem Feldwebel Johann Hiris des IR 17 wurde die Goldene Tapferkeitsmedaille verliehen, dem Feldwebel Karl Porupski die Silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse. Der Landsturiiiinfanterist Karl Grübet des IR 17 erhielt die Silberne Tapserkeitsmedaille 2. Klasse. Dem Feldwebel Joses Hutter, IR 17, wurde das Silberne Verdieustkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Der Zugsführer Ernst Turk, IR 17, bekam die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Die Silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse erhielten ferner Korporal Leopold Kump, IR 87; Landsturminsanterist Johanu Turk, IR 17; Zugsführer Peter Staudache r, IR 17; Korporal, Titular-zugsführer Johann Weiß, IR 17; Infanterist Johann Meditz, IR 17. Dem Korporal Raimund Rom, IR 17, wurde die Silberne Tapserkeitsmedaille 1. Klasse verliehen. Dem Inf. Ferdinand Stalzer, IR 17, wurde die Bronzene Tapserkeitsmedaille verliehen. Der Korporal Johann Weber, SappBat. 3, erhielt die Silberne Tapserkeitsmedaille 2. Klasse, desgleichen der Zugsführer Ferdinand Wessel, LJR 27, bei der LGT Abt. 113. (Bisher 103 Kriegsauszeichnungen an Offiziere und 184 Kriegsauszeichnungen an Unteroffiziere und Mannschaftspersonen, zusammen 287 Kriegsauszeichnungen in Gottschee.) — (Todesfall.) Am 15. Februar starb in Krainburg Frau Wilhelmine Merk, Hofratswitwe, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, im 77. Lebensjahre. Die Verstorbene ist die Mutter des Herrn Otto Merk, k. k. Bezirksoberkommissärs und Ämtsleiters der Bezirkshauptmannschaft in Gottschee. Sie ruhe in Frieden. — (Vom k. k. Staatsgymnasium.) Der Lehrkörper der Anstalt übermittelte dem Kriegshilfsbureau in Wien weitere K 29'97 als Kriegsspende. Im ganzen wurden bereits K 45648 gesendet. •— (Sehtwillige Zuwendungen.) Der am 10. Dezember in Graz verstorbene emer. Notar Herr Dr. Emil Burger hat für die Armen der Stadt Gottschee letztwillig 500 K vermacht. Ferner erlegt die Witwe des Verstorbenen über Wunsch des Verblichenen für völkische Zwecke der Stadt Gotlschee den Betrag von 17.000 K unter Vorbehalt des Zinsengenuffes auf Lebenszeit. Herr Dr. Burger, der für Gottschee stets die wärmsten Sympathien hegte, hatte bereits bei seinem Scheiden von Gottschee im Jahre 1902 bekanntlich 3000 K für gemeinnützige Zwecke der Stadt Gottschee gespendet, welcher Betrag sich durch die neuerliche Zuwendung nunmehr auf 20.000 K erhöht. — (Platzmusik und Militärkonzert.) Samstag, den 5. Februar, traf mit dem Vormittagszuge die Musikkapelle des IR 7 in Gottschee ein. Nachmittags fand vor dem Schlosse eine Platzmusik statt. Abends wurde im Saale des Hotels „Stadt Triest" ein Konzert abgehalteu. Die Militärmusikkapelle wurde nicht müde, durch nahezu ununterbrochenes Spiel eine festlich gehobene Stimmung hervorzurufen und wachzuhalten. Die ausgezeichneten Darbietungen fanden rauschenden Beifall. Die österreichische Volkshymne, das „Heil dir im Siegerkranz", die türkische und die bulgarische Natioualhymye wurden stehend angehört und mit begeisterten Heilrufen begrüßt. Für den wohltätigen Zweck (Rotes Kreuz) wurden über 250 K vereinnahmt. Am darauffolgenden Sonntage besorgte die Mililärmusikkapclle die Musik beim Hauptgottesdienste um 10 Uhr vormittags. Die trefflich ausgesührten weihevollen Weisen entsprachen der andachtsvollen Stimmung der überaus zahlreichen Kirchenbesucher. Nachmittags wurde vor der Volksschule (Abteilung des Rekonvaleszentenheims) und dem Marienheime wiederum Platz-mustk abgehalten. Die Militärmusikkapelle hat sich hier im Sturme die allgemeinen Sympathien erobert. — (Für das bulgarische Rote Kreuz) haben u.a. nachstehende Pfarrämter aesammell und gespendet: Gottschee K 60'97, Mitterdorf 50 K, MöfefK 40'31, Masern K 14-40, Pöllandl 4 K. — (Todesfall.) Zu Schlögelsdorf in Mähren ist am 13. Februar Frau Josefa Verderber geS. Loy, Private, nach langem Leiden, versehen mit den Peil. Sterbesakramenten, im 84. Lebensjahre gestorben. Sie ruhe in Frieden. — (Vorzeitige Reifeprüfungen.) Die Reifeprüfungen an den Mittelschulen werden Heuer wahrscheinlich schon im Mai, teilweise sogar schon im April abgehalteu werden. — (Feldgruß von der Südwestsront.) Wir erhielten folgende Feldpostkarte: Im Felde, 4. Februar 1916, Feldpost 53: Die herzlichsten Bergheilgrüße aus der Südfront senden allen Golt-scheer „Pupperln". Franz Poje, Malluer, Eppich, Samide, Sobetz, König, Windischer, Boschtiantschitsch, Bosenely. — (Aus den Verlustlisten.) Aus der Verlustliste 360: Inf. Alois BolteLar, IR 17, 10. Komp., Gottschee (Bezirk), kriegsges., Rußland; Ins. Josef Debeljak, IR 17, 7. Komp., Gottschee (Bez.), kriegsges., Rußland; Inf. Jakob KriL, IR 17, 3. Komp., Gottschee (Bez.), kriegsges., Rußland; Inf. Josef Novak, IR 17, 4. Komp., Gottschee (Bez.?), kriegsges., Rußland; Gefr. Rudolf Oswald, IR 17, 6. Komp., Rudolfswert (Bez.), knegs-gef., Rußland; Gefr. Joses Petsche, IR 17, 4. Komp., Gottschee (Land), kriegsges., Rußland; Gefr. Josef Pleschl (Plesche?), ^R 17, Gottschee (Land), kriegsges., Rußland; ErsRes. Peter Rauch, IR 17, Tschernembl (Bez.), kriegsges., Rußland; Inf. Franz Schweiger, IR 17, 3. Komp., Tschernembl (Bez.), kriegsges., Rußland; Inf. Karl Stine, IR 17, 3. Komp., Rudolfswert (Bez.), kriegsges., Rußland; Inf. Joses T erd an, IR 17, Gottschee (Bez.), kriegsges., Rußland; Feldw. Florian Hutter, IR 17, 11. Komp., kriegsges.; Inf. Ferdinand Mauser, IR 17, 5. Komp., venv. —-Aus der Verlustliste 362: Zugssührer Anton Bri3kl, F^B 7, tot; Gefr. Josef Hiris, LdstJR 27, Gottschee, tot; ^nf. Alois I«flitsch, LdstJR 27, Gottschee (Land), tot; *jnf. Alois Kordiš, LdstJR 27, Gottschee (Bez.), tot; Inf. Alois Matz die, LdstJR 27, Tschernembl (Bez.), tot; Jäger Franz Mauser FJB 7, tot; Jäger Alois Schweiger, FJB 7, tot; Zugs;. Johann Svreitzer FJB 7, tot; Korp. Matthias Sprertzer, LdstJR 27, Tschernembl (Bez.), tot. - Aus der Verlustliste 367: Gefr. Alois Fink, IR 17, 10. Komp, Gottschee (Land), kriegsgef.; ^ns. Johann Gliebe, IR 17, 6. Komp., Gottschee (Land) kriegsges..; LdstJns. Adolf Höqler, IR 17, 11. Komp., Gottschee (Land), vero.; Inf. Josef Hudolin, IR 17, 8. Komp., Gottschee (Bez.), tot; Inf. Martin Jaklitsch, IR 17, 12. Komp., vero.; Inf. Johann Jonke, IR 17, 7. Komp., vero.; LdstJns. Franz Debelak, IR 17, MGA 1, tot; Inf. Franz Kolman, IR 17, 5. Komp., vero.; LdstJns. Benedikt Köst»er, IR 17, 11. Komp., Gottschee (Land), tot; Inf. Ignaz Krater, IR 17, 12. Komp., vero.; Inf. Franz L ackner, IR 17, 7. Komp., tot; LdstJus. Johann Baraga, IR 17, Gottschee (Bez.), tot; Inf. Johann Gacnik, IR 17, Gottschee (Bez.), tot; Inf. Ludwig Germ, IR 17, Gottschee (Bez.), tot; Inf. Josef Gradišar, IR 17, Gottschee (Bez.), tot; Jus. Johann Jamnik, IR 17, Gotlschee (Bez.), tot; Inf. Leopold Jamnik, IR 17, Gotlschee (Bez.), tot; Inf. Johann Kvas, IR 17, Gottschee (Bez.), tot; Ins. Ludw. Oblak, IR 17, 7. Komp., Gottschee (Bez.), tot; Stabsfeldwebel Florian Perz, IR 17, Gottschee, tot; Inf. Franz Pirnat, IR 17, 8. Komp., Gottschee (Bez.), tot; Inf. Anton Prelesnik, IR 17, 7. Komp., Gottschee (Bez.), tot; Inf. Georg Ravnikar, IR 17, 12. Komp., Gottschee (Bez.), tot; Gefr. Joses Röthel, IR 17, 12. Komp., Gotlschee (Land), tot; LdstJns. Josef -samec, IR 17, 11. Komp., Gotlschee (Bez.), tot; LdstJns. Anton Stand ach er, IR 17, 11. Komp., Gottschee (Land), tot; LdstJns. Josef Verderber, IR 17, 11. Komp., Gottschee (Land), tot; Inf. Josef Žagar, IR 17, 6. Komp., Gottschee (Bez.), tot; Ins. Johann Terkulj, IR 17, Gotlschee (Bez.), kriegsges., Rußland; Inf. Rudolf Rom, IR 17, 6. Komp., Gottschee (Land), kriegsgefang., Rußland; Inf. Ferdinand Witt ine, IR 17, 6. Komp., Gottschee (Land), kriegsges., Rußland; Inf. Paul Tschernkowitsch, IR 17, 7. Komp., vero.; Inf. Franz Verderber, IR 17, 4. Komp., verm.; Inf. Johann Verderber, IR 17, 7. Komp., verw.; Inf. Anton Weber, IR 17, 12. Komp., verw.; Korp. Franz Jurmanu, IR 27, 11. Komp., verw. — Aus der Verlustliste 369: Unterjäger TitZugsf. Alois ®liebe, LdstB 163, zuget. dem Halb« brigadekommando Nr. 50, Gotlschee (Land), tot. — Aus der Verlustliste 371: Inf. Anton Turk, IR 17, 3. Komp., verw.; Res. Gefr. Matthias Fritzel, IR 17, 8. Komp., verw.; LdstJns. Joh. ©liebe, IR 17, 4. EK, verw.; ResGefr. Karl Gramer. IR 17, 12. Komp., verw.; LdstZugsf. Franz Jak litsch, IR 17, 2. EK, verw.; Ins. Johann Knöspler, IR 17, 3. EK, verw.; ResJnf. Anton Krak er IR 17, 4. Komp., kriegsgef. (Rußl.); Inf. Franz Kramer, IR 17, 2 MK, kriegsgef. (Rußl.); ErsRes. Joses Kramer, IR 17, 5. Komp., kriegsgef. (Rußl.); ErsRes. Johann L o b e, IR 17, 2 EK, kriegsgef. (Rußl.) — (Freie Stelle.) Beim Steueramte in Gottschee wird eine männliche oder weibliche Schreibkraft auf unbestimmte Zeit — etwa für die Dauer des Krieges — sofort ausgenommen. Taglohn K 2-65. Kurzgefaßte eigenhändig geschriebene Gesuche sind an das hiesige k. k. Sleueramt zu richten. — (Die „Amtliche Landesstelle für Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide in Krain"), die vom k. k. Landespräsidium, bezw. vom k. k. Ministerium des Innern für Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide in Krain ins Leben gerufen worden ist, hat nunmehr mit ihrer Tätigkeit begonnen. Behufs Durchführung der gestellten Aufgaben wurde eine besondere Dienststelle mit der Bezeichnung: K. k. Arbeitsvermittlung an Kriegsinvalide, Landes st eile Laibach, eingerichtet. Sie befindet sich in der Direktionskanzlei der k. k. Staatsgewerbeschule (I. Stock, Tür 21) und steht unter der Leitung des Vorsitzenden des Kuratoriums Regierungsrates Johann Šubic, Direktors der k. k. Staatsgewerbeschule. Die Arbeitgeber aller Kategorien werden vom Kuratorium dringend eingeladen, freie Stellen, Arbeitsplätze und Verdienstgelegenheiten, für welche Invalide in Betracht kommen können, den heimkehrenden Kriegern zu reservieren und der „Amtlichen Landesstelle" namhaft zu machen. — (Vom Wetter.) Dezember und Jänner waren sozusagen schnee- und eislos. Nun hat sich am 9. Februar ein ausgiebiger Schneefall eingestellt, der auch am nächsten Tage noch fortdauerte. Die Bauernregel „Dorothe bringt den meisten Schnee" hat sich nur um wenige Tage geirrt. In den folgenden Tagen trat eine mäßige winterliche Kälte ein, die immer mehr zunahm. Wir bekamen wieder echten Winter. Dann kam Schirokko und Tauwetter, sodann Schneefall. — (Warum Triest von den Italienern nicht mit Bomben beworfen wird.) Der Berichterstatter des „Pester Lloyd" befragte den Kommandanten eines unserer größten Hydroplan-flugparks, warum die Italiener, die bisher über Triest flogen, diese Stadt nicht beschießen. Die Antwort lautete: „Erstens möchten die Italiener Triest unversehrt haben, zweitens, drittens, zehntens: eine einzige Bombe über Triest geworfen, und wir geben eine Revanche, die am meisten Venedig, oder besser gesagt, die Ruinen Venedigs zu beklagen hätten. Oas wissen die Italiener und diese Überzeugung dürfte doch gewisser sein, als der ganze Sommerrausch, den sie von der Eroberung Triests träumten." — (Die Gesuche um Enthebung von derMilitär-oder Landsturmdienstleistung) sind einem Erlasse des k. k. Finanzministeriums zufolge mit 1 K für jeden Bogen, die Beilagen hiezu mit je 30 h zu stempeln. Ungestempelte Gesuche werden nicht erledigt oder im kurzen Wege den Parteien zurückgestellt. — (Die „geistige Prothese".) Herr Prof. Dr. Rudolf Peerz schreibt, die Erkenntnis, daß bei dem künftigen Erwerbe der Mittel für den Lebensunterhalt in erster Linie eine wenigstens teilweise Beherrschung der deutschen Sprache als Handels-und Wirtschaftssprache notwendig werden wird, habe vielleicht nirgends so tief gegriffen wie in der Armee, draußen auf den Schlachtfeldern und bei den Siegesmärschen in fremdes Land. In Wien ist auf die Bitte von Kriegsbeschädigten verschiedenster Volkszugehörigkeit ein Sprachkurs zur Erlernung der deutschen Sprache ins Leben gerufen worden, der von Magyaren, Polen, Italienern, Slowenen, Rumänen und auch Tschechen besucht wird, die einander an Eifer überbieten. Als Lehrkraft wirkt aus freien Stücken ohne eine Entlohnung die Wiener Fachlehrerin Marianne Dorn. Herr Prof. Dr. Peerz meint, diese „geistige Prothese", nämlich unsere kommende deutsche Wirtschaftssprache, sollte allen Kriegsbeschädigten zuteil werden, die sie brauchen. — (Austausch invaliderKriegsgesangen er zwischen Österreich-Ungarn und Italien.) Nach einer Meldung der „Tribuna" fanden durch die Vermittlung des Roten Kreuzes zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien Verhandlungen statt, betreffend den Austausch invalider Kriegsgefangener. Der Austausch soll Anfang April erfolgen. — (AusschlußreichsitalienischerBauhandwerker.) In der Sitzung des Klagenfurter Gemeinderates vom 8. Februar wurde u. a. das Memorandum des Oberbaurates Pierl, betreffend Heranbildung deutscher Bauhandwerker unter Ausschluß der Reichsitaliener verlesen, worin eine Reihe von Anregungen zur Heranbildung solcher gegeben wurde. Auch der Landesausschuß erklärte diese Vorschläge als erörterungswürdig. Es wurde beantragt, zu diesem Zwecke eine Versammlung aller berufenen Faktoren in Klagen-furt einzuberufen. — Es wäre wünschenswert, daß in dieser Sache auch in Krain etwas geschähe. — (Die Zurückerstattung von Darlehen für unsere Gefangenen in Sibirien.) Das Fürsorgekomitee des Roten Kreuzes für Kriegsgefangene ersucht um folgende Verlautbarung : Zahlreiche Kriegsgefangene in Sibirien haben von der „Hilfsaktion für deutsche und österreichisch-ungarische Kriegsgefangene in Sibirien" in Tientsin (China) Darlehen erhalten und erhalten noch weiter solche. Die Angehörigen der Kriegsgefangenen werden in der Regel von Tientsin aus davon verständigt und aufgefordert, die Beträge durch die Deutsch-asiatische Bank in Berlin (Einzahlung bei der Kreditanstalt in Wien) an die Hilfsaktion zurückzuerstatten. Es ist nur recht und billig und eine Pflicht der Dankbarkeit den edlen Helfern gegenüber, daß diese Rückzahlungen mit möglichster Beschleunigung gemacht werden; es empfiehlt sich aber auch im Interesse der Angehörigen der Kriegsgefangenen, die dadurch in die Lage versetzt werden, die Hilfe dieser so segensreich wirkenden Aktion auch weiter in Anspruch zu nehmen. — (Allgemein ungünstige Lage unserer Feinde.) Auf den Kriegsschauplätzen ist augenblicklich ein gewisser Stillstand eingetreten. Die Salonichier Front wird bald große Aktualität gewinnen. Die russische Offensive ist gänzlich erfolglos geblieben. Solange jedoch die kleine Kamarilla, die gegenwärtig in Petersburg noch am Ruder ist, herrscht, kann dort kein Staatsmann gegen den Krieg anstreten. Die Zustände in Italien find krisenhaft. Das Kabinett Salaudra ist erschüttert. Der englische Terror knebelt die Italiener jedoch. Das albanische Abenteuer gilt als für Italien verloren. Briand versuchte, die Italiener zur Teilnahme an den Aktionen des Vierverbandes zu bewegen. Salandra scheint hiezu geneigt, Cadorna jedoch nicht. Einer dieser beiden Männer wird also wohl wahrscheinlich weichen müssen. Die Kriegslage ist derzeit die, daß die Italiener unsere Offensive befürchten. Die serbische und montenegrinische Frage gilt als erledigt. Was die rumänische anbelangt, so wird wohl keine derart falsch gedeutet und Übertrieben, wie diese. Es ist ein besonderes Verdienst unserer Diplomatie, daß sie sich den klaren Blick bewahrt und den vorläufig einzig gangbaren Weg beschreitet. — (Nachlässe von im Kriege Gefallenen ober Gestorbenen.) Die kaiserliche Verordnung vom 15. September 1915 sieht auch weitgehende Erleichterungen vor für Nachlässe nach denjenigen Personen, die als Mil i t ä rp ers o n e n am Kriege teilgenommen und ihr Leben infolge ihrer Kriegsdienst-ieiftung eingebüßt haben, sei es, daß sie im Kriege gefallen sind, fei es, daß ihr Ableben auf die unmittelbaren Folgen einer im Kriege erlittenen Verwundung oder einer Krankheit zurückzufühcen ist, die sie sich infolge ihrer Kriegsdienstleistung zugezogen haben. Diese Begünstigung entspricht der (wohl selbstverständlichen) Erwägung, daß die nächsten Angehörigen derjenigen, die ihr Leben der Verteidigung des Vaterlandes geopfert haben, gerade auf dem Gebiete der Erbgebühren eine schonende Behandlung verdienen. Die in der kaiserlichen Verordnung vorgesehene Erleichterung besteht darin, daß die ans solchen Nachlässen herrührenden Anfälle an Aszendenten (Eltern, Großeltern) und Deszendenten (Kindern, Enkeln) des Kriegsteilnehmers sowie, an dessen Ehegattin bei einem Verlafsenschafts-tverte bis zu 20.000 K von der Erb- und Jmmobiliargebühr befreit sind, bei einem Verlassenschaftswerte von mehr als 20.000 bis zu 50.000 K aber nur einem Viertel, bei einem höheren Verlassenschafts' werte hingegen nur die Hälfte der tarifmäßigen Erb- und Jmmobiliargebühr unterliegen. Diese Begünstigung wirkt aus den ganzen seit 1. August 1914, als dem Beginne des Krieges, verflossenen Zeitraum zurück. — (Zur Nachmusterung der Gemeindevorsteher) hat das Landesverteidigungsministerium angeordnet: Vom Landsturmdienste enthoben dürfen nur solche Gemeindevorsteher werden, die die Gemeindegeschäfte bisher ausschließlich selbst geführt haben und nicht durch ein sonstiges geeignetes und nicht militärpflichtiges Mitglied des Gemeindeausschusses auf Kriegsdauer vertreten werden können. In gleicher Weise wird das Kanzleihilsspersonal der politischen Bezirksbehörden nachzumustern sein. — (Vorsicht bei Postsendungen nach Amerikal) In jüngster Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß aus Ungarn auf neutralen Schiffen nach Amerika gesendete Korrespondenzen von den Engländern mit Beschlag belegt wnrven. Das Handelsministerium macht deshalb das Publikum aufmerksam, bei Korrespondenzen nach Amerika im eigenen Interesse entsprechende Vorsicht an den Tag zu legen und die Sendung unersetzlicher Dokumente vorläufig möglichst zu vermeiden. — (Frühjahrsanbau.) Bezüglich des Frühjahrsanbaues in Krain wurde im Einvernehmen mit der k. k. Landesregierung vom k. und k. 5. Armeekommando folgendes verfügt: In den einzelnen Bezirkshauptmannschaften ist unter Heranziehung der Gemeindevorstände und der Erntekommissionen usw. der Anbau zu regeln und mit allen Mitteln zu fördern. Jeder Bezirkshauptmannschaft wird ein Anbauoffizier zugewieseu. Diesem obliegt die Vermittlung der militärischen Aushilfen und die ständige Orientierung des Armeekommandos (Q.-Abt.) Über den Fortgang der Arbeiten. Die Anbauoffiziere haben mit der Bezirkshauptmannschaft, den Gemeindevor- ftehern und Ecntekommissionen in engster Fühlung vorzugehen und sich bei ihnen ehestens über die anbaufähige Fläche, die ortsübliche Änbauzeit, das vorhandene Saatgut, die vorhandenen zivilen Arbeitskräfte (bei Heranziehung der Frauen und der arbeitsfähigen Jugend), die vorhandenen Gespanne und landwirtschaftlichen Geräte und die noch weiter nötige militärische Aushilfe zu orientieren. Da letztere naturgemäß nur eine beschränkte sein kann, ist die ganze Anbau-nftion auf eine behördlich geregelte, auf gegenseitige Unterstützung aufgebaute, jedoch unter strengste militärische Kontrolle gestellte Pflichterfüllung der Gemeinden zurückzuführen und die militärische Aushilfe nur als ein Plus zu betrachten. Die Beistellung von militärischen Arbeitskräften und Gespannen erfolgt kostenlos; für deren Verpflegung sorgt die Armee. Nach Maßgabe der Verhältnisse werden Kriegsgefangene zugewiesen werden. Die bisher angesprochenen militärischen Aushilfen werden beigestellt. Wo die Bevölkerung nicht selbsttätig mithilft, ist sie, wenn nötig, unter Inanspruchnahme der Gendarmerie zur Arbeit, eventuell bei gegen* ,eiliger Aushilfe von Ortschaften auch auf fremden Feldern zu verhalten. Der strengen Schonung aller Kulturen durch das Militär ist ein besonderes Augenmerk zuzuweuden und ist jeder achtlos verursachte Feldschaden dem Armeekommando (Q.-Abt.) zu melden, das strengstens gegen den Schuldigen vergehen wird. Das noch fehlende Saatgut wird durch die k. k. .Landesregierung bei der Kriegsgetreideverkehrsanstalt oder beim Ackerbauministerium angefordert und zugeschoben werden. Da dessen Menge noch nicht verläßlich bekannt ist, haben sie die Anbauosfiziere möglichst zu erheben und hierüber ein Summar an das 5. Ärmeekommando (Q.-Abt.) in Tabellenform vorzulegen. Es ist von der größten Wichtigkeit, daß diese Meldungen bald eintreffen, da bei dem allseitigen Bedarfe an Saatgut in der Monarchie eine Erfüllung dieser Forderung nur zu gewärtigen ist, wenn sie rasch erfolgt. Anderseits dürfen die Meldungen den tatsächlichen Bedarf nicht überschreiten, müssen also auf konkreten Erhebungen beruhen. Mit allen Vorarbeiten für den Anbau (Herrichten der Felder usw.) ist ungesäumt zu beginnen. _ (Umtausch von Sommer- und Wintergetreide.) Das k. k. Ackerbauministerium hat verfügt, daß alle Landwirte, die für Saatzwecke geeigneten Sommerweizen oder Sommerroggen besitzen, den sie sonst vermahlen würden, ihre Vorräte der Kriegsgetreideverkehrsanstalt abzugeben haben. Als Ersatz hiefür erhalten sie von der genannten Zentrale ein entsprechendes Quantum Winterweizen, bezw. Winterroggen. — (Keine Verständigung vor den Hauptschlachten im Frühjahr.) Der „Tagesanzeiger" meldet: Aus allen kriegführenden Ländern kommen Nachrichten von großen Vorbereitungen für die kommenden Hauptschlachten. Immer mehr wird es klar, ehe diese furchtbaren Entscheidungen gefallen sind, werde eine Verständigung nicht zu erreichen sein. Die Hoffnung, die man noch vor kurzem hegen konnte, ist jetzt endgiltig geschwunden. — (Das Züricher Auskunftsamt für Vermißte.) Eine rege Tätigkeit entfaltet das in Zürich (Schweiz) bestehende .Bureau für Aufsuchung von Vermißten", das hauptsächlich Nachforschungen nach Militär- und Zivilpersonen auf der westlichen und der österreichisch-italienischen Front sowie die lieber« mittlunq von Briefen und sonstigen Sendungen zwischen Österreich-Ungarn und Italien sich zur Aufgabe gestellt hat. Um Krieger zu suchen, deren Namen auf keiner Gefangenenliste und auf keiner Toten- oder Verwundetenliste aufzustnden sind, hat sich dieses Bureau gebildet. Mehr als 30 Züricher Damen arbeiten dort ohne Ent-lohnunq an dem Humanitären Werke. Eine reichhaltige Kartothek von vielen Tausend Nummern hilft die Arbeit erleichtern. B,s jetzt sind mehr als 20.000 Anfragen beim Züricher „Bureau für Aufsuchung von Vermißten" eingegangen, darunter gegen 6000 aus Österreich-Ungarn. Durch Anschlag der Vermißten!,sie tn den zahlreichen Gefangenenlagern der verschiedenen Lander ist es in sehr vielen Fällen gelungen, die Vermißten aufzusinden oder doch deren Tod festzustellen. Und jede Nachricht ist für die Angehörigen doch besser als gar keine. Aus den einlaufenden Anfragen ist eme inter- essante Beobachtung für die verschiedenen Nationalitäten gemacht worden. Während der Deutsche und der Österreicher mit wenigen Notizen den Sachverhalt mitteilen, nur mit knappen Angaben, wann und wo der Vermißte zuletzt gesehen worden ist, hat der Franzose schon aus eigenem Antriebe Forschungen angestellt, und kann dadurch oft bedeutend helfen. Militär- und Zivilbehörden, besonders die Gefangenenlager-Kommandanten zeigen dem Bureau großes Entgegenkommen. Nicht selten schicken sie aus dem Felde Lichtbilder der Gräber, in denen die Gesuchten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Natürlich gibt es auch Fälle, wo jede Nachforschung vergeblich bleibt, der Vermißte nicht mehr aufgefundeu wird. Seit der kurzen Zeit seines Bestehens hat das Züricher Bureau über 1000 Vermißte ermitteln können. Die Tätigkeit des Bureaus in der Aufsuchung vermißter Zivilpersonen in Österreich und Italien erstreckte sich_ auf die Übermittlung von Briefen und das Aussinden von Vermißten. Bisher wurden über 16.000 Briefe übermittelt und konnten von 4000 Vermißten etwa 1800 aufgefunden werden. — (29.000 Invalide.) Im ungarischen Abgeordnetenhause teilte Ministerpräsident Graf Tis za mit, daß die Zahl der bisher festgestellten Kriegsinvaliden 29.000 beträgt. Diese Zahl werde aber jedenfalls eine beträchtliche Steigerung erfahren, weshalb die Zahl der Institute, in denen die Invaliden zur Nachbehandlung unter* gebracht werden, ständig vermehrt werden müsse. — (Der russische Außenminister über die Kriegs* dauer.) Der russische Minister des Äußern Sasonow erklärte einer Abordnung von Zeitungsschreibern, man müsse sich aus einen neuen Sommerseldzug vorbereiten, denn wahrscheinlich werde der Krieg noch das ganze laufende Jahr hindurch währen und bestenfalls im November beendet fein. — (Ein abgelehntes Friedensvermittlungs an-gebot.) „Judependauce Roumaine" meldet: Der Papst hat den Vierverbandsmgchten die Vermittlung des Friedens Angeboten. Die Regierungen der Vierverbandsmächte haben dieses Angebot höflichst, aber mit'der größten Entschiedenheit zurückgewiesen. — (Die Weihnachtsspenden der krainisch en Schuljugend.) In der in der Laibacher Zeitung veröffentlichten Fortsetzung des Ausweises über die Weihuachtspäckchen, die bei der Natural-Sammelstelle der k. k. Landesregierung für die Soldaten im Felde einlangten, sind unter anderen ausgewiesen: Die Volksschule in Obergras 15 Päckchen, in Pöllandl bei Töplitz 18, in Unterdeutschau 42, die Knabenvolksschule in Gottschee 164, die Mädchenvolksschule in Gottschee 120, die Volksschule in Nesseltal 40, das Pfarramt Mitterdorf. 10, die Volksschule in Altlag 70, m Tschermoschnitz 60, im Marienheim (Gottschee) 103, das k. k. Staats-gvmnasium in Gottschee 166, die Volksschule in Morobitz 24, Rieg 19 Suchen 16 Weihnachtspäckchen. — Die Schulen in Kram haben im ganzen 33.304 Weihnachtspäckchen für die Soldaten im Felde gespendet. ^ ^ r — (Grundverkehrskommission.) Am 9. Februar fand beim k. k. Bezirksgerichte in Gottschee die erste Sitzung der Grundverkehrskommisston statt. Während der Dauer des Krieges ist nämlich die Übertragung des Eigentumsrechtes eines Grundstückes nur mit Genehmigung der Grundverkehrskommission zulässig. Wir werden demnächst die kaiserliche Verordnung vom 9. August 1915, R.-G.-Bl. Nr. 234, über die Veräußerung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke ausführlicher besprechen. — (Neue Verordnung über die Broterzeugung.) Zur gewerbsmäßigen Erzeugung von Brot darf nach der Verordnung des k. k. Landesprästdenten für Kram vom 5. Februar d. I. Weizenbrot-,. Weizengleichmehl und Roggenmehl nur in einer Menge verwendet werden, die 80% des Gesamtgewichtes nicht übersteigt. Die restlichen 20% haben aus Ersatzstoffen zu bestehen und es sind die Broterzeuger verpflichtet, beim Verkaufe von Brot die bei der Erzeugung desselben verwendeten Ersatzstoffe bekanntzugeben. — (Der Anspruch auf den Un ter h alts b e itr ag) ist nunmehr dahin erweitert worden,, daß auch die von der Ehegattin in die Ehe mitgebrachten unehelichen Kinder, die Wahlkinder und Wahleltern, die Pflegekinder, die Eltern der unehelichen Mutter des Emgeriickten, die nach Einrückung des Mannes zur militärischen Dienstleistung geborenen Kinder und kriegsgetraute grauen anspruchsberechtigt sind. Bei der Beurteilung des für den Unterhaltsbeitrag maßgebenden durchschnittlichen Tagesverdienstes ist auf die im betreffenden Berufszweige des Eingerückten gegenwärtig herrschenden Lohn- und Perdienstverhältnisse Bedacht zu nehmen. Vorübergehende Verdienste ans Feldbestellungs- und Erntearbeiten bilden keinen Anlaß für eine Einstellung, Schmälerung ober Verweigerung des Unterhaltsbeitrages, ebenso kleinere Nebenverdienste der Frauen von Eingerückten, wenn der Nebenverdienst den Unterhaltsbeilrag nicht übersteigt; sind aber anspruchsberechtigte Kinder vorhanden, kann der Nebenverdienst das Einundeinhalbfache, falls wenigstens drei Kinder unter 8 Jahren in Betracht kommen, das Doppelte dieses Unterhaltsbeitrages erreichen. Der Ehefrau und den ehelichen Nachkommen eines Eingerückien ist der staatliche Unterhaltsbeitrag (Unterhaltsgebühr und Mietzinsbeitrag) stets im vollen gesetzlichen Ausmaße zu bemessen. — (Höchst preise für Sch weinefett und Schweinespeck.) Bis einschließlich 15. März 1915 sind folgende Höchstpreise festgesetzt: Beim Verkaufe von Schweinespeck durch den Erzeuger an Wiederverkäufer per 100 kg Nettogewicht: Tafelfpeck 564 K, Rückeu-fpeck 612 K, Rohspeck (gesalzen) 556 K, Rohspeck (geräuchert) 600 K, geräucherter Tafelfpeck 609 K, geräucherter Rückenspeck 660 K, un-geräucherter Streifei'fpeck 582 K, geräucherter und paprizierter Streifen-speck 628 K, abgebrühter Speck 628 K, Dessertspeck 690 K. Im Kleinhandel, das ist bei der unmittelbaren Abgabe an den Verbraucher per kg: geschmolzenes Fett (Schmalz) K 6'76, Schmer, Filz K 6'48, Rohspeck K 5'64, Tafelfpeck K 612, Rückenfpeck K 6 68, geräucherter RohspeckX6'54, geräucherter TafelspeckX6'64, geräucherter Rückenfpeck K 7'20, ungeräucherter Streifenspeck K 6 36, geräucherter unb paprizierter Streifenspeck K 6'84, abgebrühter Speck K 6'84, Dessertspeck K 7'52. — (Die Pferbeklaff ifi kation.) Das Pferbestellungs-gesetz ist durch eine kaiserliche Verordnung dahin abgeändert worden, daß sür die Wertbestimmung der Pferde auf die feit der Mobilisierung eingetretene Erhöhung ber Pferbepreife Rücksicht genommen wirb. Es würbe anläßlich ber bevorstehenden eineinhalb Jahre nach ber Mobilisierung ftatifmbenben Pferbeklafftfifation bie An-orbnnng getroffen, baß bei biefer bie Schätzung nach bem gegenwärtigen Werte zu erfolgen habe. — (Höchstpreis für Fettf chm eine.) Die Knnbmachnng des k. k. Landespräsibenten vom 19. Dezember 1915, Z. 35.871, ist aufgehoben worben unb es barf in Hinkunft beim Hanbel mit Fettschweinen ber Preis von K 2'70 für 1 kg Sebenbgewicht ausnahmslos nicht überschritten werben. Diese Verfügung ist mit 6. Februar 1916 in Kraft getreten. — (Auf nah me ber Vorräte an versteuertem Zucke r.) Die Aufnahme ber Vorräte an versteuertem Zucker ist mit bem Stichtage vom 25. Februar 1916 angeorbnet worden. Diese Aufnahme bezieht sich außer ben Zucker verarbeitenden inbustrieUert unb gewerblichen Betrieben (Zuckerbäckereien usw.) auch auf bie Vorräte des Groß- und Kleinhandels. Ausgeschlossen von diesen: Erhebung bleiben bie Vorräte aller Haushaltungen. Die Vorratserhebung erfolgt mittels amtlicher Anmelbeblätter, die im Wege der Gemeindevorstehung spätestens 3 Tage vor dem Stichtage erfolgt werden. Die Vorräte sind nach dem Stande vom 25. Februar 1916 anzumelben. Die ausgefüllten Anmelbeblätter sinb bei ber Gemeindevorstehung spätestens drei Tage nach dem Stichtage zu überreichen. Die am 25. Februar 1916 auf bem Transporte befindlichen Vorräte sind vom Empfänger binnen 3 Tagen nach dem Empfange anzumelden. Verheimlichungen werden mit strengem Arrest von einem Monat bis zu einem Jahre bestraft. Neben der Freiheitsstrafe kann auch Geldstrafe bis zu 20.000 K verhängt werden. Wer die Angaben nicht innerhalb der gefetzten Frist fiefert, die an ihn gerichteten Fragen zu beantworten sich weigert ober unrichtig beantwortet, wirb mit einer Gelbstrafe bis zu 2000 K ober mit Arrest bis zu drei Monaten bestraft. — Man will eben einen Überblick gewinnen; eine Zuckerknappheit besteht nicht. Willerdorf. (Kriegsfürsorge.) Dem Frauenkronenfonde wurden von hier weitere 25 K, dem Flottenvereine 23 K zugewandt. — (Sterbefülle daheim und im Felde.) Mit rauher Hand hat ber Tob in letzter Zeit in mehreren hiesigen Familien Lücken gerissen. So starb dem Besitzer Erker in Mitterborf Nr. 24, der in Judenburg Militärdienste leistet, unerwartet schnell dessen Frau Josefa Erker im Alter von 39 Jahren. Sie war Mutter von drei Kindern. — Am vergangenen Donnerstag hat man unter allgemeiner Beteiligung bie Witfrau Maria Erker aus Mitterborf Nr. 27 zu Grabe getragen. Ihren Lebensabend hat sie bei ihrem Sohne, dem Pfarrer von Möfel zugebracht und dort ist sie auch trotz liebevollster Pflege der schon etliche Jahre dauernden Krankheit erlegen. Ihr Wunsch, in Mitterdors beerdigt zu werden, rombe erfüllt. Durch Milbtütigkeit, gelassenes Wesen, burch Ergebenheit im Leiben hat sie stets schönes Beispiel gegeben. Möge ihr dies im Jenseits reichlich vergolten werben I — Der brüte Sterbefall ereignete sich im gelbe an ber Jfonzoftont unb betrifft den Kadetten Ferbinanb Ja klitsch aus Mitterborf Nr. 30. Am 12. Februar ist er von einer seinblichen Kugel löblich getroffen worben. Strebsam als Stubent war er nebstbem bei allen häuslichen unb Feldarbeiten Eltern unb Nachbarn ein immerbereiter Mithelfer; beseelt von glühenber Vaterlanbsliebe verzichtete er auf jeben Urlaub. So beschaffen war ber gute Ferbinanb, ber nun — noch nicht 20 Jahre alt — sein Leben bem Vaterlanbe zum Opfer gebracht hat. — (Genoss ensch aftsver sammln ngen.) Am Sonntag ben 27. Februar um halb 3 Uhr nachmittags hat bie hiesige Raiffeisenkasse unb bie Vieh- und Schweinezuchtgenossenschaft in ben Gasthausräumlichkeiten besHerrn Georg Petsche Hauptversammlung. Hiebei wirb zuerst vom Vorstanbe unb Aussichtsrate Bericht erstattet, bann bie Jahresrechnung überprüft unb schließlich Neuwahl Des Vorstanbes unb Aufsichtsrates vorgenommen werben. Sollte zur angefagten Zeit bie nötige Zahl von Mitglieberu nicht anroefenb fein, so findet eine halbe Slnnbe später eine zweite Versammlung statt, bie bei jeber Zahl von anwesenben Mitgliebern gültige Beschlüsse fassen wirb. Zwifchlern. (Heldentod.) Infanterist Johann Jaklitsch, LJR 20, aus Zwifchlern ist im April 1915 in den Karpathen vor dem Feinde gefallen. Die Nachricht davon ist erst jetzt in die Heimat gelangt. Lange Zeit hat der vor dein Feinde Gefallene als vermißt gegolten. Einen Monat darauf, im Mai v. I., ist auch dessen Gattin in Zwifchlern gestorben. Mosel. (Todesfälle.) Am 3. Februar l. I. starb Johann Staudacher, Holz- unb Kohlenhändler in Verdreng Nr. 10, 45 Jahre alt; am 15. Februar Maria Erker in Obermösel, Pfarr-hof, Mutter bes Herrn Pfarrers Josef Erker, 70 Jahre alt. Die Leiche ber letzteren würbe nach Mitterborf überführt unb neben ihrem Gatten zur letzten Ruhe bestattet. Die Verstorbene war eine sehr fromme Frau unb hat ihre lange Krankheit mit ber größten Gebulb ertragen. Hötlenitz. (Humor im Schützengraben.) Von einem eifrigen Leser des „Gottscheer Boten" auf bem norböftlichen Kriegsschauplätze langte vor kurzem folgenbes Schreiben hier ein, welches berebte« Zeugnis vom guten Humor ablegt: Stuff von biefer langweiligen Ruhe beabsichtigen wir, benuiächft ein Kostümkränzchen abzuhalten, zu bem wir bie geehrten Leser bes „Boten" höflichst einzulaben uns erlauben. Besonbere Einlabungen werben wegen Mangels an Papier nicht ausgegeben. Die Unterhaltung wirb aus den herrgottsweiten Feldern von Galizien unter freiem Himmel, auch bei schlechtem Wetter, abgehalten werben. Leiter ber Veranstaltung ist ber bekannte Kapellmeister Schlagbolzen. Tanzorbnuug: Salvenfeuer - Einzelmarfch, Sprungvorwärts - Polka, Einzelfeuer-Solotanz, 15 cm Kanonenbonner-Marsch, Aroplanbomben-Länbler, Bims unb Fahrküchen kommen-Galopp, 30 5 cm Brummer-Walzer, Hanbgranaten-Schottifch, Sturm-Schnellpolka, Russenflucht-Polka. Herren werben ersucht, im Hecht- ober schmutziggrauen Kostümen mit $ Lenä genü aus Mao vorst Ster 8. F derer Fahr Fani Seel hiesic Tfck Mitt unb 2 Ul: des 5 Rech rates Neffi tägli Mor in N K2( welcl Spei gen betet Mo Hud Johl Mar Mar N. 9 Mar Ich Elif-Lenc Rötl Arch fpeu verei habe gab Amc ringi Jon rmg unb 1 R ring an ht. tbe dt. her ieu -4, seit ter ter ors em ach >eii tbe >eit ies all len rar am ren !0ll be- hre lag iff- )en ng. tet, Des zur :'Ub Ulg Se- ch, oor not >er- sen mn 45 in= Die ben ine ten em gs- hes ng- hen chst zen aus tel, an« rg: ler« ler, jet, Ifo. ren mit Marschadjustierung zu erscheinen. Die Beleuchtung erfolgt durch Leuchtgranaten und Leuchtraketen. Auch in sanitärer Hinfiicht ist genügend Vorsorge getroffen." — (Spenden.) Für das bulgarische Rote Kreuz 13 K, au£ der Familien-Sammelbüchse für die Kriegsfürsorge 7 K. Westeltak. (Sterbefall.) Am 6. Februar starb hier Frau Magdalena Wüchse, die Schwiegermutter des Herrn Gemeindevorstehers Hans Wüchse, nach kurzem Leiden und Empfang der hl. Sterbesakramente im 77. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis am 8. Februar lieferte den besten Beweis für die allseitige Beliebtheit, deren sich die Verstorbene erfreute. Die freiwillige Feuerwehr, deren Fahnenmutter die Tochter der Verstorbenen, Kaufmannsgattin Frau Fanny Meditz in Steyr ist, nahm gleichfalls daran teil. Das hl. Seelenamt für die Verblichene ist Dienstag den 15. Februar in der hiesigen Pfarrkirche abgehalten worden. — (Beförderung.) Der Lehrer von Nesseltal Herr Max Tschinkel, der als Kadett an der Südwestsront steht, wurde Mitte Jänner l. I. außertourlich zum Fähnrich befördert. — (Die ordentliche Hauptversammlung) des Sparund Darlehenskasfenvereines findet Sonntag den 5. März I. I. um 2 Uhr nachmittags im Amtslokale statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. '2. Bericht des Aufsichtsrates. 3. Genehmigung des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1915. 4. Wahl des Aufsichtsrates. 5. Freie Anträge. Der Vorstand. — (Postalisches.) Vom 1. März l. I. an wird die Post Nesseltal-Gottschee (zweispännige Postbotenfahrt) statt wie bisher täglich nur mehr viermal in der Woche verkehren, nämlich am Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag. Hbermösek. (Liebesgaben.) Für unsere Kriegsgefangenen in Rußland wurden durch Herrn Johann Hutter in Niedermösel K 20 70 gesammelt; durch Matth.Jonke in Oberpockstein K 13 40, welche bereits an das Kriegsfürsorgeamt abgesandt wurden. Allen Spendern besten Dank. Morobitz. (Naturalspenden für das Rekonvaleszentenheim in Gottschee.) In der Gemeinde Morobitz spendeten Naturalgaben für das Rekonvaleszentenheim in Gottschee: Morobitz: Anton Brischki Nr. 20, Josef Grabner 16, Matthias Hudolin 19, Lena Hudolin, Johann Händler 13, Maria Jonke 18, Johann Loser 11, Haus Loser, Oberlehrer 4, Paul Michitsch 35, Maria Maurin 14, Katharina Mallner 8, Franz Muchitsch 21, Maria Michitsch 15, Franz Poje 5, Franz Poje 10, Maria Poje 2, N. Panther 12, Michael Pirschitz, Hochw. Pfarrer Alois Perz 1, Maria Stampfl 6, Maria Trocha, Rosa Verderber, Rosa Wittreich 17, Johann Weber 3, Franz Schager 7, Johann Zurl 9. — In lauf: Elisabeth Hutter Nr. 17, Agnes Michitsch 1, Josefa Michitsch 13, Lena Ostermanu 5, Maria Poje 8, Franziska Poje 7, Josefa Röthel 4, Marg. Stampfl 11, Marg. Schega 2. — Plüsch: Josef Arch, Franz Krische, Stephan Oswald Nr. 8, Matthias Tscherne. — Eben: Agnes Michitsch. Kandkern. (Rotes Kreuz.) Markus und Lena K o v atsch i tsch spendeten für das Rote Kreuz 20 K. Kölschen. (Flottenverein.) Für den österreichischen Flottenverein (U-Boot) wurden 73 K gesammelt. Meg. (Zweite Edelmetallsammlung.) Gespendet haben in Rieg: Frau Magdalena Ostermanu 1 Goldring („Gold gab ich für Eisen"), 1 Goldohrring; Johann Kohl 5 Silbermünzen; Amalia Wiederwohl 1 Ehering („Gold gab ich für Eisen"), 2 Goldringe; Maria Miklitsch goldene Ohrringe und Silbermünzen; Maria Jonke 3 Goldringe, 2 Ohrringe, 1 Armband; Pepi Dulzer 1 Goldring; Josefa Jonke 1 Silbergeldbörse; Lena Reischl Goldohrrmge und Goldbrosche; Maria Gerbitz Silbermünzen; Franz Kraus 1 Ring; Juliana Lauritsch 1 Ohrring; Marg. Krisch 2 Goldohrringe; Gend.-Wachtmeister Lizovic 1 Silberuhrkette, 1 Silberloffel, 1 Goldring („Gold gab ich für Eisen"); Kath. Lampeter 4 Maria» Therefientaler; Maria Rogale eine alte Goldmünze; Maria Erker Nr. 65 Ohrringe; Maria Jeschelnik 1 Goldring; Stephan Erker Silbermünzen, 1 Ohrring aus Gold; Magdalena Erker Nr. 26 Ohrringe; Lena Wittine 2 Goldringe, 4 Silbermünzen; Anna Wittine goldene Ohrringe, 1 Maria-Theresientaler; Maria Wittine Nr. 43 2 Paar Goldohrringe; Anna Fritz 1 Maria-Theresientaler; Maria Weber 1 Goldring; Peter Schmalz 1 goldenes Kettchen; Maria Loser 1 Goldkettchen, Gertrud Braune 1 Ring, Goldohrringe. — (Strohzöpfe.) Bei 300 kg Strohzöpfe wurden hier geflochten. Oberorter Mädchen wetteiferten mit den unterortern. Die Buben haben aber fleißig von Haus zu Haus Stroh gesammelt und zugetragen. Bravo! Hberstiegendorf. (Naturalspenden für das Rekonvaleszentenheim) in Gottschee haben hier gegeben: Magdalena Jonke Nr. 10, Agnes Maichin 5, Franziska Poje 9, Maria Pulre 6, Maria Verderber 4, Matthias Verderber 2, Maria Žager 1. Srtchenreuter. (Für das Rekonvaleszentenheim Jn G o t t s chee) haben hier Kartoffeln usw. gespendet: Agnes KajfeL Nr. 3, Josef Meisel 4, Agnes Ostermanu 1, Ursula Panter 2. Laibach. (Das Ordenskleid angenommen.) Holland kommt die Nachricht, daß in der Stadt Nymegen die Witwe des ehemaligen Landespräsidenten von Krain, Viktor Freiherrn von Hein, Frau Olga Freiin von Hein, geb. Gräfin Apraxin, in den Ordensstand getreten ist. Sie hat sich den geistlichen Orden der „Trösterin der Armen Seelen" gewählt und ist am 7. Februar d. I. als Schwester Marie von St. Viktor eingekleidet worden. Als Landespräsidentin von Krain entfaltete sie eine rege Tätigkeit auf dem Gebiete der christlichen Nächstenliebe. Sie stand an der Spitze mehrerer weiblicher Wohltätigkeitsvereine in Laibach. Wo sie nur konnte, griff sie helfend ein. Das Asyl für weibliche Dienstboten „Josefinum" in Laibach, der Vinzenzverein ebenda, das Waisenhaus in Gottschee wüßten von manchem Beweise ihrer Mildtätigkeit zu erzählen. Auch später, als sie bereits nach Wien übersiedelt war, entzog sie sich nicht völlig dem Orte ihrer früheren charitativen Tätigkeit. Vielleicht hat sie gerade durch diese ihre Herzensgüte die Gnade des Klosterberufes von Gott erlangt. Leoben. (Trauung.) Am 12. Februar fand in der hiesigen Stadtpfarrkirche die Trauung des Kaufmannes und Hausbesitzers in Mürzzuschlag Herrn Max Fuchs mit Fräulein Helena Perz, Tochter des Kaufmannes Herrn Andreas Perz in Leoben, statt. Den Trauungsakt vollzog Hochw. Herr Al. Lackner, Pfarrer in Kindberg, ein Vetter der Braut. Trauzeugen waren für den Bräutigam Herr Schrittwieser aus Langenwang und für die Braut ihr Oheim Herr Georg Perz. Das Hochzeitsmahl wurde im Großgasthofe Gärner eingenommen. Wien. (G r a f K i n s k y fl.) Der Oberstallmeister des Kaisers Geheimer Rat Ferdinand Graf Kinsky ist am 3. Februar im 50. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Der Verblichene war ein Schwager des Fürsten Karl Auersperg. Der Witwe des Dahingeschiedenen kamen Beileidstelegramme zu von Sr. Majestät, ferner vom Thronfolger Erzherzog Karl Franz Josef und den übrigen Mitgliedern des Kaiserhauses, ebenso vom deutschen Kaiser und vom König von Bayern. Am 7. Februar fand in überaus prunkvoller Weise das Leichenbegängnis statt. Nach der Einsegnung wurde die Leiche zum Franz Josefs-Bahnhofe gebracht, von wo sie zur Beisetzung in der Familiengruft auf der Domäne Zlonitz übergeführt wurde. Briefkasten. Hraser, Sansalito, bezahlt bis 1. Jänner 1917 Sei einmaliger Einschaltung koste, die oiergesxallene RIetndruckzeile ober eten Kaum 10 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Sei Linschallungen durch ein halbes Jabr wird eine zehnxroze, tige, bei solchen durch das ganze >br eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Linschallun, gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger oor der Zweiten (Ein fchaltung zu erlegen. — Ls wird höflichst ersucht, bei Bestei lungen von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stet, aus den „Gottscheer Boten" ZU beziehen. Umin der Deutschen a. ßottsebee + Vom tiefsten Schmerze gebeugt, geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die Nachricht von dem Hinscheiden ihrer geliebten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, der Frau Withküinne Merk Kofratswitwe welche Dienstag den 15. Februar 1916 um 9 Uhr vormittags, nach Empfang der heil. Sterbesakramente, im 77. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. . Die irdische Hülle der teuren Verblichenen wird Donnerstag den 17. Februar in Kramburg eingefegnet, sodann nach Laibach überführt, in der Totenkapelle zu St. Christoph am 17 d. M. um 3 Uhr nachmittags nochmals emgesegnet und dortselbst m der Familiengruft zur letzten Ruhe beigesetzt werden. Kramburg, den 15. Februar 1916. Emik Wer«, k. u. k. Major des IR 9; Htto Werk, t f. Bezirks-oberkommissär; Wilhelmine Wendlik, Merta Dr. Hregorie, Kinder. Anim Werk geb. Hmersa, Iosefine Werk geb. Aackner, Schwiegertöchter. Wiktor Wendlik, Ar. Wiktor Hregorie, Distriktsarzt, Schwiegersöhne. Sämtliche KnKel uttb Enkelinnen. Danksagung. Für die zahlreichen liebevollen Beweise der Teilnahme an-läßlich des Ablebens unserer geliebten guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, die uns von allen Seiten entgegengebracht worden sind, sprechen wir Hiemit unseren herzlichsten Dank aus. Insbesondere danken wir der hochwürdigen Geistlichkeit für ihren Beistand, dem Herrn k. k. Oberbezirksarzte Dr. Savnik für bie aufopferungsvolle Pflege, ferner dem hochgebotenen Herrn Hofrat Gras Chorinsky, den hochwohlgeborenen Herren Landeshauptmann i. R. Edlen von Detela, Hofrat Ritter von Salten-enger, Hofrat Ritter von Lafchan, Landesregierungsrat und Pra-sidialsekretär Kresse, Oberrechnungsrat Verderber, Bezirkshaupt-mann Schitnik, Kais. Rat Savnik und überhaupt allen und ledern für die ehrende Begleitung der teuren Verblichenen m Kramburg und Laibach zur letzten Ruhestätte. Die trauernden Kamillen: Kmil Werk, Mo Werk, Dr. Wiktor Hregorie. Danksagung. Für die uns zuteil gewordenen Beweise inniger Teilnahme anläßlich des Hinscheidens unserer herzensguten Mutter,^bezw. Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante, der Frau Magdalena Wüchse sagen wir ans diesem Wege allen Freunden und Bekannten sowie für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse, insbesondere der freiwilligen Feuerwehr in Nesseltal, unseren wärmsten Dank. Die trauernd Kinteröliebenen. in Wien. Sitz: i., Himmetpfortgasse Nr. 3 wohin alle Zuschriften 511 richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Zusammenkunft: Jeden Donnerstag im Wereinslokale „Aum roten Igel", I., Alvrechtsplatz Wr. 2. t Wir geben allen Verwandten, Freunden und Bekannten bie schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Mutter, Großmutter und Schwiegermutter, Frau Maria Erker am 15. Februar in ihrem 70. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden und andächtigem Empfange der heil. Sterbesakramente in ein besseres Jenseits abzubernsen. Die teure Verblichene wurde am 17. Februar nach Mitterdorf überführt und daselbst um 10 Uhr vormittags auf dem dortigen Ortsfriedhofe bestattet. Wir bitten, der Verstorbenen im Gebete gedenken zu wollen. Obermosel, am 19. Februar 1916. Josef Erker, Pfarrer in Mosel; Alois, Aranz, Anton, Söhne. Maria, Magdalena, Töchter. Johann Jonke, Schwiegersohn. Anna Erker geb. Schmutz, Anna Erker geb. Aerger, Schwieger-töchter. Sämtliche Onkel und Enkelinnen. Danksagung. Für die vielen Beweise rührender Anteilnahme anläßlich des schmerzlichen Verlustes und beim Begräbnisse unserer innigst, geliebten Mutter, Großmutter und Schwiegermutter sprechen wir hiemit unseren herzlichsten Dank ans. Die tiestrauernd Hinterbliebenen. Knoppern in jeder Menge zu Höchstpreisen kauft Karl D'eteln, Lederljandlnng in Gottschee, Kanptplatz. Abonnieret und leset den Gottscheer Boten! Verantwortlicher Schriftleiter C. Erker. - Herausgeber und Verleger Joses Evvick. - Buchdruckerei Josef Pavlicek in Gottschee.