■roohaint wöchentlich siebenmal Sehr Weitung (Tel Intern*. Nr. 2*70) eewie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul 4 Brief! Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden eicht returoleil ta Maribar: Jurčičeva ul 4 (Verwaltung*. Bezugspreise: Abholee. monatL 23 Din, zusteilen 24 Din. durch Post monatt 23 Din. für das übrige Ausland monetl 36 Dia Einzelnummer t bis 2 Dh^ rer Leitung Spanische Kabinettsbildung verzögert M a d r i b, 15. Dezember. Ministerpräsident A z a na unterbreitete gestern dem Präsidenten der Republik die Liste seines Kabinetts. Die Liste wurde angenommen. Indessen entstanden neue Schwierigkeiten Drei sozialistische, in Aussicht genommene Kabinettsmitglieder, und zwar Arbeitsminister Caballero, Unterrichtsminister Fernandos de los Rios und der Minister für öffentliche Arbeiten Prieto erklärten, daß sie ihre Teilnahme an der neuen Regierung erst von der Zustimmung ihrer Partei abhängig machen müßten. Dasselbe erklärte der Radikale, Außenminister Lerroux, so daß sich allem Anschein nach die Kabinettsbildung verzögern dürfte. G.M. König Alexander ins Ausland abgereift Der Ministerrat mit der interimistischen königlichen Macht ausgestattet Demission des chinesischen Staatspräsidenten Schanghai. 15. Dezember. (Reuter). Tschiangkaischek ist zurückgetreten, seine Demission wurde angenommen. * In Schanghai fanden vor einiger Zeit Verhandlungen über eine Einigung zwischen Nanking und Kanton statt, in denen Kanton als Bedingung den Rücktritt Dschiangkaischeks stellte. Die Verhandlungen wurden zwar abgebrochen, aber auch innerhalb des Kuomintang entwickelte sich eine Bewegung gegen den Staatspräsidenten. Durch den Rücktritt Tschiangkaischeks ist nun ein Hindernis der nationalen Einigung aus dem Weg geschafft. Einvernehmen der südöstlichen Agrarstaaten. Bukarest, 15. Dezember. Der rumänische Ackerbauminister, der an der in Sofia stattgefundenen Konferenz der Agrarstaaten teilgenommen hatte, äußerte sich in zufriedenstellender Weise über das Ergebnis. Ein Einvernehmen sei erzielt worden, auch habe man die Tschechoslowakei für das System der Präferenzzölle gewonnen. Die Nachrichtenagentur „Avala" berichtet: Die heutigen „Službene Novine" veröffentlichen den nachstehenden Ukas: „Wir Alexander I., von Gottes Gnaden und nach Willen des Volkes König von Jugoslawien, beschlossen auf Grund des Art. 40 der Verfassung des Königreiches Jugoslawien sowie im Wunsche, eine Zeitlang außerhalb der Grenzen der Heimat zu verbringen, daß Uns in der Ausübung der königlichen verfassungsmäßigen Macht vom Tage der Abreise bis zum Tage der Fiasko 6er Basler Verhandlungen? Hiobsmeldungen in Berlin — Einige Staaten gegen die Verlängerung der deutschen Kredite . B e r l i n, io. Dezember. In hiesigen Finanzkreisen treffe» aus Basel Meldungen ein, die nichts mehr und nichts weniger besagen, als daß die Verhandlungen im Schöße des Fakultativkomi-tees ohne irgendwelche positive Ergebnisse ihrem Ende entgegen zu gehen scheine». Einige Staaten sprechen sich nämlich gegen den Rappen „belard", der aus dem Rennstall des Lord Torrington stammte. Dadurch wurde die Schauspielerin mit dem reichen Aristokraten bekannt. Die Bekanntschaft führte schließlich zur Ehe. Die Trauung fand in den Räumen der britischen Botschaft in Paris statt. 1921 ließen sich die Ehegatten scheiden. Lady Torrington geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Freigebig, wie sie war, gab sie ihr Geld ohne jede Berechnung aus, bis sie vor Jahresfrist ohne Geld war. Die letzten Monate lebte sie in einer bescheidenen 2-Zimmerwohnung in einem entfernten Bororte Londons. Der Grund des Selbstmordes der Lady Torrington ist in der schwierigen materiellen Lage zu suchen. Am Vorabend des Selbstmordes suchte sie zum letzten Male den Klub auf, in dem sie in ihren Glücksfahren zu verkehren pflegte. Englands Frauen erobern die Klubs In keinem Lande kämpften die Frauen fa hartnäckig für ihre politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung wie in England. Dieser Kampf gehört nun der .Vergangenheit an. Nach dem Kriege erhielten die Engländerinnen alle Rechte. Sie werden in das Parlament gewählt, bekleiden hohe Stellungen, leiten Zeitungen, spielen eine bedeutende Rolle in dem Veveinsleben und in der Gewerkschaftsbewegung. Auch gibt es ttt England weibliche Richter und Geistliche. Nur eine Feste vermochten die Frauen in die Verlängerung der deutschen kurzfristigen. MM, ^ jetzt nichtzu erobern: die Anleihen aus, für die Deutschland weniger! ^bS. In das Mecheck,g,re des englischen als 8 Prozent Zinse« zu zahlen verpsljMet! öMchaftlichen ,Verkehrs wurden die Frau-ist. Die Vertreter der Vereinigten Staaten en mc^- Melassen. Häufig paßtertc es, daß B e ograd, 15. Dezember. Rückkehr der Ministerrat im Sinne der Verfassung vertritt. Unser Ministerpräsident und Innenminister erfülle diesen Ukas. B e o g r a d, 15. Dezember 1931. Alexander nt, p. Der Ministerpräsident u. Minister des Innern: Peter Žinkovič m. p. (Es folgen die Unterschriften sämtlicher Minister.) nehmen hingegen eine Haltung Deutschland sehr gewogen ist. ein, die Pfunöenttoerlungsverlufte genehmigt Eine stürmische Nachtsitzung der französischen Kammer 321 gegen 269 Hitlers Luftflotte. Berlin, 15. Dezember. Die „Berliner Zeitung" berichtet, Hitler habe die listenmäßige Erfassung aller nationalsozialistischer Piloten und Flieger ange-"rdnet. Er will einen eigenen Luftdienst der bationalsozialisiisckien Partei begründen. Das ^latt stellt fest, daß die Formierung der Luftflotille mit sportlichen Beweggründen totchl wenig Bewandtnis habe. Börsenbericht Zürich, 15. Dezember. Devisen: Beo-sirad 9.06, Paris 20.145, London 17.70, P'vwyork 513.25, Mailand 28.32, Prag " 20, Berlin 121.90. . Z a g r e b, 14. Dezember. Devisen: Mai Ad 287.54—293.54, London 188.11-fva.fil, Newyork Scheck 5609.93—5626 93, 221.10-221.76, Prag 166.87— ‘•37, Zürich 1097.85—1101.15. i u b l j a n a, 15. Dezember. Devisen: 'J'ch 1097.85_1101.15, London 100 86-g^-30, Newyork 5612.68—5629.68, Paris ^1.16—212.82, Prag 166.87—167.37, 286.16—296.16. Die Kammer hat nach einer stürmischen Debatte, die bis fast drei Uhr früh andauerten, den Vertrag zwischen dem Staat und der Bank von Frankreich über die Deckung der im Noteninstitut wegen Entwertung des Pfund Sterlings entstandenen Verlustes von 2.5 Milliarden mit 321 gegen 269 Stirn men der Linksparteien angenommen. Die Linke bekämpfte das Projekt der Regierung mit aller Heftigkeit. Der Mehrheitsberichterstatter Barett und Finanzmi- Paris, 15. Dezember, nistet Flandin versuchten den Eindruck zu machen, als sie auf die ausländische» Angriffe gegen die Bank von Frankreich und die vom Finanzministerium betriebene Po-litik hinwiesen. Ministerpräsident Laval betonte die ausländische Bedeutung der von der Rational-bank befolgten Devisenbewirtschaftung und stellte damit im Zusammenhänge die Vertrauensfrage. Die Gegenanträge der Linksparteien wurden obgelehnt. Schweizerische Elnfuhr-droffelung Eine neue Vorlage des Bundesrates. — Einschränkung der Einfuhr aus Ländern mit Devisenbewirtschaftung. Bern, 15. Dezember. Der Bundesrat ließ dem Nationalrat eine Gesetzesvorlage zugehen, durch die der Bundesrat ermächtigt wird, mit gesetzlicher Giltigkeit ab 13. d. M. die Einruhr aus dem Ausland mit besonderen Zöllen zu besteuern. Der Bundesrat wird ferner ermächtigt, kurzfristige Handelsverträge mit jenen Staate» wbzuschließen, die den Devisenverkehr für die Auszahlung eingeführter ausländischer Waren eingeschränkt haben. Aus aller Well Lady Torringtons Selbstmord Lady T o r x i n g t o n, eine der populärsten Gestalten der englischen Gesellschaft, beging vor einigen Tagen Selbstmord. Im Alter von 16 Jahren verließ Eleonore Sow-ray, so lautete der Mädchenname der Lady, ihr Elternhaus und ging ein Engagement in einem Wanderzirkus ein. In kurzer Zeit entpuppte sich die junge Eleonore als Schauspielerin von Format. Sie ging zur Schau-spielbühne, erfreute sich in London eines großen Erfolges und wurde allgemein beliebt. Neben dem Theater hatte Eleonore Sowray noch eine andere große Passion: das Pferderennen. Im Jahre 1910 gewann ihr einziges Rennpferd, entgegen aller Erwartung, beim Rennen in Ostende den ersten Preis und schlug den allgemeinen Favoriten, die Gattin, die ihren Gemahl von seinem Klub abholen wolle, damit vorlieb nehmen mußte, bei dem Portier vorzusprechen und geduldig auf das Erscheinen ihres Mannes zu warten. Den Männern zum Trotz versuchten die Damen der Londoner Gesellschaft eigene Klubs zu gründen, in die den Herren der Schöpfung der Zutritt strengstens verboten sein solllte. Diese Klubs hatten keinen Erfolg. Es scheint aber, daß in der letzten Zeit auch die geheiligte -Stätte der alleinigen Männerherrschaft, die Klubs, zu wanken beginnen. Der Klub „Reform", einer der hartnäckigsten und traditionellsten Männerkluös Londons, entschloß sich, zweimal in der Woche, Sonnabeirds und Sonntags, Damen als Gäste in seinen Räumen zuzulassen. Dieser Entschluß wirkte in der englischen Gesellschaft, die auf althergebrachte Tradition schwört, wie eine Bombe. Die Londoner Blätter weisen daraus hin, daß der Beschluß der Klubdirektion mit nur einer Stimme Mehrheit nach leidenschaftlicher Debatte gefaßt wurde. „Eine Stimme Mehrheit ist auch eme Mehrheit", erwidern darauf die Anhänger der Gleichberechtigung der Frauen. Andere Klubs versuchten, das schwierige Problem auf eine andere Weise zu lösen. Der Carlton-Klub ließ neben seinem alten Klubgebäude eine Art Depandenoe errichten, in die Puch Frauen Zutritt haben. Der bekannte litrarische Klub „Atheneum" verkündete, daß die Frauen in der Zeit von 12 bis 3 Uhr mittags seine Räumlichkeiten auf* suchen dürfen. Allerdings bleibt ihnen das Betreten des Speisesaales und der Teesalons verboten. Kurze Nachrichten L o n d o n, 15. Dezember. In Downing Street fand heute eine Kabinettssitzung statt. Die Ministerbesprechungen werden den morgigen ganzen Tag über andauern. Zur Beratung stehen zahlreiche Fragen der internationalen Politik des Empire. Pari s, 14. Dezember. Ein großer Teil der afrikanischen Nordküste ist von einem verheerendem Wirbelsturm heimgesucht worden. In Tunis wurde das Kraftwerk derart beschädigt, daß Kinos. Theater und Vergnügungslokalc gesperrt werden mußten, während die Zeitungen nicht erscheinen konnten. Iw Hafen von Bi-zerta wurden mehrere Schiffe beschädigt. Auch Schneefall hat sich hinzugesellt. Amunösens größter Irrtum Ein „Canncnland", das der berühmte Forscher entdeckt haben will, gibt es ticht In dein ungewöhnlich aufschlußreichen Rechenschaftsbericht des bekannten amerikanischen Polarfliegers E. Byrd, den dieser unter dem Titel „Flieger über 'dem Sechsten Erdteil" (Verlag Brockhaus, Leipzig) der breiten Oeffentlichkeit überlieferte, macht Byrd viele überraschende und für die Geschichte der Polarforschnng wichtige Mitteilungen. Byrd berichtet u. «... daß er auf seinen Flügen über die Antarktis zum Südpol herausgelunden habe, daß es das von dem berühmten norwegischenPolarforscher Roald Amundsen entdeckte „Carmenland" in Wir-lichkeit nicht gibt. An der Stelle, wo sich das „Carmenland" befinden soll, ddht sich nach-den Angaben Byrds die Tafel der Roßbarre unabsehbar ostwärts. „Stauwälle oder Luftspiegelungen müssen Amundsen irregeführt haben, denn wir stellten fest, daß sich die Eis bank' mindestens 160 im. nach ' Osten fortsetzte", berichtet Byvd wörtlich. Blutige Kommuniftenexzcsse am Hamburger Weihnachtsmarkt. Hamburg, 14. Dezember. Auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt kam es gestern zu blutigen Zusammenstößen zwischen Kommunisten und der Schutzpolizei. Die Kommunisten mengten sich unter das Publikum und versuchten die- Käufer wegen der Preispolitik aufzuwiegeln. Die Polizei griff ein und versuchte das Terrain zu säubern. Es kam zu einem Revolvergefecht, wobei ein Demonstrant getötet und vier andere Personen schwer verletzt wurden. Es gab ferner eine große Anzahl von Leichtverletzten. Schließlich wurde der Weihnachtsmarkt polizeilich geräumt. Die Genaiskanöidatmen Vier wählbare Senatoren des Drau-Banats und deren Vertreter gestern nominiert Wie die um Mitternacht zur Ausgabe gelangende Folge des „Jutro" berichtet, wurden in einer vom Bürgermeister Dr. Puc einberusenen Konferenz der Vertrauensleute der Senatswähler die Kandidaturen zum Senat im Drau-Banat aufgestellt. Es wurden folgende Kandidaten bestimmt Dr. Vladimir Ravnihar, Rechtsanwalt in Ljubljana. Dr. Miroslav Ploj, ehemaliger Grotz-Lupan in Maribor. Dr. Janko Rajar, veterinärärztlicher Delegierter in Wien. Tr. Fran Novak, Rechtsanwalt in Ljubljana. Zu Stellvertretern wurden no- L j u b l j a n a, 14. Dezember. miniert: Dr. Alojzij G o r i L a n, Bürgermeister in Celje. Jakob Zadravec, Industrieller in Sredisöe. Ivan Sancin, ehemaliger Landwirt-schaftinspektob in Ljubljana. Ciril Pirc, Bürgermeister in Kranj. Die Wahlen zum Senat finden bekanntlich am 3. Jänner statt. Jedes B«nat bildet einen Wahlkreis für sich. Das Wahlrecht besitzen sämtliche Skuptschtinaabgeordncte, die Mitglieder des Banalrates und alle Bür germeister und Gemeindevorsteher im Banat. Das Drau-Banat wählt vier Senatoren und vier Stellvertreter. Der pfrimer-prozkß Der 13. September vor dem Schwurgericht — Verhör mit Dr. Pfrimer Weltstatistik der Zeitungen. č Die erste Stelle auf dem Gebiete des Zeitungswesens nimmt Deutschland ein. Es erscheinen in Deutschland 3353 Tageszeitungen. An zweiter Stelle stehen mit 1942 Tagesblättern die Vereinigten Staaten von Amerika, denen Frankreich mit 1500 Zeitungen folgt. In England werden auffallenderweise nur noch 255 Tageszeitungen gezählt. Es sind durchwegs große Blätter mit sehr Hoher Auflage, die die mittleren und kleinen Ortszeitungen verdrängt haben. Was das Verhältnis der Zahl der erscheinenden Blätter zur Bevölkerungszahl anbetrifft, so steht in dieser Beziehung die Schweiz an der Spitze aller Länder der Welt. In der Schweiz erscheinen 506 Blätter, also je eine Zeitung auf 8000 Einwohner. Den zweiten Platz nimmt Dänemark ein. Es zählt je eine Zeitung auf 13.000 Einwohner. In Deutschland entfällt . jede Zeitung auf 18.700 und in U. S. A. auf 61.000 Einwohner. Im Prozeß gegen die Heimwehrputschisten, die -am 13. September die „Macht im Staate" an sich reißen wollten, wurden 4000 angeklagte Personen von vornherein ausgeschieden, so daß eigentlich'nur sieben Hauptangeklagte als Rädelsführer des Putsches aus der Anklagebank sitzen. Des Hochverrates sind angetlagt: der Rechtsanwalt Doktor Walter Pfrimer aus Judenburg, der Weinhändler Konstantin Kammcrhoser aus St. Matern im Mürztal, Oberst i. R. Richard F l e ch n e r aus Schladming, O-berst i. R. Viktor Hofer aus Aüssee, Hauptmann t. R. Franz Harter aus Trieben, der Privatbeamte Karl H a r a n t aus Kirchdorf, Forstrat Franz S e i t n e r aus Klachau und der Kanzleivorstand Johan R i e d l e ch n e r aus Kirchdorf in Oberösterreich. Ten Vorsitz führt der Präs. des Landesgerichtes Dr. Spanner, die Anklage vertritt der erste Staatsanwalt Dr. Sellig, der auch die 50 'Seiten umfassende Anklageschrift ver- G r a z, 14. Dezember, faßt hat. Die Verteidigung Dr. Pfrimers übernahmen die Rechtsanwälte Dr. Ludwig Pramer aus Linz und Dr. Walter Kleß aus Graz. Die übrigen Angeklagten werden von Dr. Bußon, Dr. Richard Widitz, Dr. Ruk-kensteiner, Dr. Glaser und Dr. Delpin verteidigt. Die Rechtsanwälte beschlossen vollkommen einheitlich vorzugehen. Unter den prominentesten Zeugen sind Landeshauptmann Dr. Rintelen und General Hülgertg aus Kärnten eingeladen. Von seiten der Staatsanwaltschaft wurden 29 Zeugen in Vorschlag gebracht. Für den Prozeß herrscht riesiges Interesse. In Graz sind 34 ausländische Journalisten und Korrespondenten aus Berlin, München, Warschau, Budapest anwesend, u. a. auch der Korrespondent der „Newyork Times". Für die Verhandlung wurden die umfassendsten Sicherheitsmaßnahmen getroffen, zum ersten Male ist im Saale auch das Photographieren erlaubt. Dr. Pfrimer erklärte bei der Einvernahme, er fühle sich nicht schuldig, da der Der Bau eines Niesendampfers eingestellt Die schlechten Aussichten für den Schiffsverkehr haben die englische Schiffahrtgesellschaft Cunard Linie gezwungen, den Bau eines Riesendampfers einzustellen. Der Dampfer sollte mit 73.000 Tonnen Wasserverdrän- gung der größte und schnellste Ozeandampfer der Welt werden. Die Engländer wollten damit den Schnelligkeitsrekord des Lloyddampfers „Bremen" schlagen. Hochverrat nur gegen eine legale und legitime Verfassung begangen werden könne. Die österreichische Verfassung sei weder legitim noch legal, da das österreichische Volk nie darüber entscheiden konnte, ob es eine republikanische oder monarchistische Staatsform haben wolle. Erst ein Plebiszit darüber könnte die Grundlage für eine Verfassung bilden. Mit den Gesetzen des alten Oesterreich, die zum Schutz des absoluten Monarchen geschaffen wurden, werde ihm jetzt der Prozeß von der freien Republik gemacht Hierauf schilderte Dr. Pfrimer den bereits hinlänglich bekanten Verlauf der Ereignisse vor dem 13. September. Nach Dr. Pfrimer wurden noch die Angeklagten Kammerhofer, Flechner und Harter einvernommen. Die Verhandlung wurde um 7 Uhr abends geschlossen. Mold an der Geliebten B u d a pe st, 14. Dezember. Heute begann der Mordprozeß gegen den 31jähri-gen Handelsagenten Thomas Schrei-b e r, der am i0. März d. I. seine Geliebte, die 20jährige Marie Nagy erwürgt und ihre Leiche in einen gesteckt hatte, der zwei Tage später tn einem Eisenbahnzug gefunden war de. Schreiber konnte erst zehn Tage nach der Tat von der Polizei ausfindig gemacht und festgenommen werden. Die Anklage beschuldigt Schreiber, das Mädchen ermordet zu haben, weil er seiner überdrüssig gewesen sei und auch befürchtet habe, daß es die Beti ügereien Schreibers, deren Mitwisserin es war, einmal verraten würde. Der Angeklagte, eine typische Figur der Budapester Unterwelt, in der er die zweifelhaftesten Geschäfte vermittelt hatte, verteidigt sich damit, daß er das Mädchen im Affekt getötet habe, weil er es dabei überrascht hätte, als es die Phtographie eines anderen Mannes küßte. Diese Verantwortung, die offenbar darauf abzielt, die Tat nicht als gemeinen Mord, sondern als Tötung im Affekt darzustellen, schien auf die Richter keinen glaubwürdigen Eindruck zu machen; zu dem Prozeß, der drei Tage dauern dürste, herrscht großer Andrang des Pv blikums, besonders der Damenwelt; zur Aufrechterhaltung der Ordnung traf die P» lizei im Gerichtsgebäude Absperrungsmaßnahmen. Kino Burg-Tonkino: Bis auf weiteres gelangt der große deutsche, sensationelle Sprech-und Tonfilm: „Menschen hinter Gittern" zur Vorführung. Ein erstklassiger WroB film mit Heinrich George, Dita P a r-I o, Gustav Dies! und Paul Morgan in den Hauptrollen. Dieser Film 'st von st hoher Klasse, daß es jedermann würmstens anempfohlen wird, ihn anzusehen. Union-Tonkino. Nur noch einige Tage die Militäroperette „Liebes'o-’twmitbo" zur Vorführung. Liebeskommando ist ein selten ichöner Militärfilm, mit keinem Humor und modernsten Schlagerliedern. JU den Hauptrollen: Dolly Haas, Tobor v. H a l m a y und Gustav Fröhlich. <$3 Wird abgebaut Fd. Die Zeiten sind schlecht, es wird abgebaut. Wo etwas mit Ziffern zu tun hat, wird es geringer. Das Einkommen und das Auskommen. Am liebsten möchte man die Ziffern ganz streichen, besonders die roten im Kalender, denn diese machen, die meisten Kargen. ■Man redet so lange davon herum, daß vom Schenken keine Rede sein kann, bis es Ernst wird und die erste Silbe beim „Unmöglich" zu wackeln beginnt und dann sols man womöglich Wunder wirken, damit die liebe Frau und die lieben Kinder, die auf das Wunder warten, nicht verwundert sind. Kurzum, man muß machen, als ab der Abbau nicht auch den Ausbau, des Weihnichts-baumes betroffen hätte. Aber wie? Ich bin da ein >wenig durch die Stadt spaziert und habe in die Geschäfte geschaut. Und heute und . in den nächsten Tagen versuche ich, Ihnen die Typs zu geben, wie das Weihnachtswunder doch zustande kommt. Es ist zwar Mannt, daß die „Nora"-Fa-brikate sehr gut sind und daß sie Spitzenleistungen der deutschen Radioindustrie darstellen. trotzdem war. ich'von der Leistung der „Nora"-Apparate, die mir bei der Fir- l ma W i p P l i n g e r, Jurčičeva ulica 6, I gezeigt wurden, sehr überrascht. Die Appa-' rate sind fabelhaft in ihrer Klangreinheit und Trennschärfe und in diesem Sinne kaum zu übertreffen. Ich interessiere mich auch für das Werk, welches diese Apparate erzeugt. Die „Nora"-Werke zählten, wie ich höre, zu den größten und ältesten Radiofabriken Europas. Sie erzeugen in ihren Wer ken die Apparate vom Rohmaterial beginnend bis zum fertigen Produkt. Beschäftigt sind in der Radioerzeugung rund 3000 Ar beiter und die Produktion ist ständig im Wachsen. Biele Hunderttausende von „No-ra"-Apparate sind bereits im Betrieb. Als Geschenkartikel eignen sich die „Nora"-Appa rate infolge der ganz hervorragenden Leistungsfähigkeit und verhältnismäßig billigen Preislage außerordentlich gut. Ein guter Radioapparat ist tatsächlich auch ein Geschenk, das den größten Reiz für sich hat. Porzellan fehlt unter keinem Weihnachtsbaum. Die schönsten Erzeugnisse von Meißen und Rosenthal habe ich bei B e r ritz a r d in der Aleksandrova cesta gesehen, wo sich auch eine reiche Auswahl besonders aparter Bleikristalle in allen Preislagen fin det. Porzellan ist noch immer das edelste Weihnachtsgeschenk. Die staunend billigen Glasservice ergänzen aber jeden Gabentisch, und bilden gleichzeitig einen wirklich praktischen Geschenkartikel. Es gibt noch andere Dinge, die man schenken muß: Briefpapier! Bei Zlata 33 r i s n i k in der Slovenska ulica ist eine fast unübersehbare Heerschau von solchen Kassetten zu finden. Dazu gehören noch Füllfedern und Schreibtischgarnituren. Diese finden sich hier in allen Ausführungen u-Qualitäten. Nicht vergessen darf man, hier auch ein Amateuralbum anzuschaffen, das in den verschiedensten geschmackvollen Dessins vorliegt. Nebst vielen anderen Geschenken muß man sich aber auch die herrlichen Vasen in Schwarzsilber ansehen. Natürlich darf auch das Geschenk für den Gaumen nicht am Gabentisch fehlen, denn der Weihnachtsbaum ist sonst unkomplett. Änderte in der Gosposka ulica hat so schöne Geschenkkörbe „Universum", die Delikatessen aus allln Weltteilen beinhalten. Ein besonderes Geschenk sind aber seine Spe zialpackungen an Kaffe und Tee in allen Sorten und Preislagen, Aufmerksamkeiten, die den Mann und die Frau erfreuen. Dazu noch reizende Bonbonseren in allen Größen, eine Flasche Liqueur, einheimischer, holländischer oder französischer Provenienz, einige Flassen Dessertwein oder spanischen Wein I und — nicht zu vergessen, ei"e Fb»!ch> Cham j pagner, sei er nun Inländer oder Franzost und feine Bäckereien, von welchen Anderst große Auswahl besitzt und auch diese Seist ist fertig, wenn man noch etwas feine Cho' kolade für seine Frau und die Christbauw-behänge zur Erhöhung der Feierlichkeit 9C* kauft hat. Ein praktisches Geschenk, für das die ^ me sehr dankbar ist, ist ein Dauerwellenguk' schein des Spezialsalons für DauerwcbkN M a r e s in der Gosposka ulica. Sechs 2P nate Freude an der Lockenfülle lohnt d^st zarte Aufmerksamkeit. Das Möbel- und Teppichhaus Kar Preis, Gosposka ulica 20, bringt liche Artikel für die Wohiningseinrnhtung als passende Weihnachtsgeschenke. In 31»1 tracht der schlechten wirt'eba't'ick'eü -M. sind die Preise bedeutend herabgesetzt, so? der Einkauf nicht nur in den Lurusau?!"^ rungen, sondern auch für Minderbem'-schon zu erschwinglichen Preisen erst. kann. Besonders soll hier auf das groge ^ ger an Vorhängen und Borhangstoftesb < pichen „Banya", Ueberwürfen, Bett-Tischdecken, Stores, Stepp- und Aolld Rauchtischchen. Fauteuils. Ottomanen alle Tapezierer- und Bettwaren sen werden. Haben Sie aber schv" das neueste Mittwoch, kn lß. Dozsmber 1931.' iiiiii— iiiiBHiiiiBT "i i Lokale Chronik D ensiag, den 15. Dezember Kampf der Teuerung ähaffenbefuä) der gestrigen Protestversammlung Die gestrige, von kn 25 im Aktionsausschuß zur Bekämpfung der Teuerung zusammengeschlossenen Standesorganisationen «unberufene Versammlung verlies im Zeichen eines einmütigen Protestes gegen die hohen Mieten, die unerschwinglichen Preise der wichtigsten Lebensmittel und die Reduzierung der Gehälter, (schon lange vor Beginn füllten den riesigen Saal der Union-Brauerei über 2000 Personen, darunter auch zahlreiche Frauen, Mb darauf waren auch die Galerien dicht besetzt. . Mit temperamentvollen Worten erösf-nete bald nach 19 Uhr der Vorsitzende des Aktionsausschusses Herr M a l e n s e k die Massenversammlung, wobei er in kurzen Aul rungen den Zweck und die Bedeutung der V wtestkundgeBung darlegte. Ais erster Redner trat sodann der Eisenbahnbeamte Herr Tum p ej auf, der vor allem die große soziale Not der Eisenbahn-bediensteten schilderte und gegen die Herabsetzung der Löhne und Reduktion der Arbeitszeit Protest erhob. In längerer Rede beschäftigte sich hierauf der Beamte des Kreisamtes für Arbeiterver-sicherung Herr P e t e | a u mit sozialen Fragen. Energisch nahm er gegen die Kartellwirtschaft und die übertriebenen Zölle Stellung, brandmarkte das Vorgehen einiger Arbeitgeber und setzte sich für die gesetzliche Bemessung der Wohnungsmieten ein. Ter nächste Redner, der Leiter des städtischen sozialpolitischen Amtes Herr B r a n d u e r, befaßte sich ausschließlich mit den Wohnungsmieten. Auf Grund gesammelter Daten stellte er sest, daß die Mieten seit Aushebung des Mieterschutzes. im Jahre 1927 um 100 und um noch mehr Prozente erhöht wurden. Ter Vorsitzende brachte sodann eine Resolution zur Verlesung, die u. a. nachstehende Forderungen aufstellt: Die Existenz der mittleren Volksschichten erscheine infolge der hohen M i e t e n geradezu gefährdet. Da, auch die diesbezügliche Aufforderung des Banns erfolglos blieb, wird die Maximierung . der Mieten aus Grund der Goldparität von 1:10 aus dem Jahre 1913 gefordert. Staat, Banate und Gemeinden sollen darin den ersten Schritt tun. Die Verkaufspreise diverser Lebensbedarfs artikel seien nicht im geringsten Einklang mit den Einkaufspreisen. Insbesondere seien die Preise der Textilprodukte horrend übertrieben. Die Behörden sollen den Gewinn der Industrien genau überprüfen, damit dieser nicht die gesetzlich bestimmte Höhe überschreite. • Energisch wird gegen sedc Herabsetzung der Gehälter Einspruch erhoben, bis nicht eine gerechte Relation zwischen den Einkünften und den Lebensmittelpreisen auf Grund der Goldparität geschaffen werde. Durch die Herabsetzung der Gehälter werde die Kaufkraft der Konsumenten nur geschwächt und damit die allgemeine Krise nur noch erhöht. Es sei festgestellt worden,daß die Reduzierung der Bezüge der Staatsbeamten und Ruheständler, die bisher schlecht bezahlt waren, nicht am Platze war, da hiedurch die allgemeine Krise nur noch verschärft worden sei. Auch sei durch die Einschränkung der Arbeitszeit in den Staatsbahnwerkstätten nicht die Arbeitslosigkeit behoben, vielmehr die Kaufkraft der Beschäftigten geschwächt worden. Der Ausbeutung der Arbeiterschaft fei*, tens des fremden Kapitals, das unseren Arbeitern nicht einmal eine dem Menschen wür dige Existenz gewähre, seien Grenzen zu setzen. Ferner wird gefordert, daß zur Behebung der Wirtschaftskrise auch das Kapital seine Opfer bringe, indem es durch die Reduzierung der Arbeitszeit bei Beihaltung der bisherigen Gehälter zahlreichen Arbeit» losen Beschäftigung verschafft. In dieser Hinsicht wird auch an die offiziellen Stellen appelliert, durch Bauten usw. kn vielen Erwerbslosen Arbeit zu verschaffen. Mit Genugtuung werk die Nothilfsaktion der Maribor« Stadtgemeinde . be- wirb die Solidarität mit der Arbeiterschaft kr Eisenwerke in Jesenice ausgedrückt, die gerade zu den Weihnachten wogen Einstellung des Betriebes brotlos wurde. Nach einstimmiger Genehmigung dieser Refutation begaben sich die Versammlungs-teilnehmer ruhig nach Hause, ^Allerhöchste Anerkennung für verdienstvolle Feuer wehrmänner Die „Službene Novine" veröffentlichen heute einen Was Sr. Majestät des Königs, dem zufolge auch eine Reihe von verdienstvollen Mitgliedern unserer Freiwilligen Feuerwehr und deren Rettungsabteilung mit dem Savaorden ausgezeichnet wurden. Es sind dies die Herren Feuerwehrhauptmann Hans Voller, Medizinalrat Dr. Josef Urbaczek, Chefarzt der Rettungsabteilung Dr. Karl Ipavic und Hauptmannstellvertreter Dr. S ch m i d e r e r, die alle mit dem Savaorden vierter Klasse ausgezeichnet wurden. Wir gratulieren! WEGEN ZU GROATEN LAGERS >5”’ veikaufen wir bi> Weihnachten Silber, sowie Ch i n asilber war en (Essbestecke auch e'nzeln Körbe, Likörservice Aufsätze usf.) zu tief reduzierten Preisen wir sind billig — bitte überzeugen Sie sich — kein Kaufzwang, M. JLGER-Iev /IN, Karibor Zahlungs-Erleichtei ungen! Uhrmacher und Juwelier Gosposka ulica Nr. 15 M. Die heutige Nummer der „Mariborer | Zeitung" erscheint wegen einer längere Zeit! andauernden Unterbrechung des elektrischen' Stromes um einige Stunden verspätet und außerdem sah sich die Redaktion genötigt, heute nur das wichtigste Material in Betracht zu ziehen. Die P. T. Leser mögen also diese unverschuldete Verspätung entschuldigen. •— Die Redaktion und die Verwaltung der „Mariborer Zeitung". m. Evangelisches. Donnerstag, den 17. b. um 10 Uhr vormittags wird anläßlich des Geburtstages Se. Majestät des. Königs Alexander J. in der evangelischen Christuskirchc ein F e st g o t t e s dien st stattfinden. m. Brennmaterial für Stadtarme. Ab 15. d. wird das städtische sozialpolitische Amt Anweisungen für Ären»material an Stadtarme verabfolgen. V m. Erhört die Weihuachtsbitte der kinderreichen Familie eines mittellosen Invaliden, der außerhalb der Stadt wohnt und daher von der städtischen Nothilfsaktion ausgeschlossen ist! Kleinere Spenden in unver- Sü. Hutmodell gesehen, das im Salon B i r g-nt a t, e r in d« Gosposka ulica ausgestellt ist? Es ist so kleidsam und schick und wird Ihrer Frau Gemahlin ganz bestimmt gefallen. Dabei sind Damenhüte heute wirklich nicht teuer. Billigkeit ist überhaupt das Schlagwort, unter dem dieser Hutsalon heuer sein Weihnachtsgeschäft vorbereitet, wozu er sich aber noch mit einer fabelhaften Auswahl von Hüten in allen Farben und Geschmacksrichtungen versehen hat. Dann fehlen noch die Kleinigkeiten, die uran nicht missen kann. Bei W c i l e r itt der Gosposka ulica finden sich diese kleinen praktischen und schönen .Zerstäuber und diese eleganten Toilettegarnituren, Manikurekas-setten in allen Preislagen, praktische Bürstenkassetten und Parfümspezialitäten. Hier sind besonders die Parfümerien der Firmen D'Orsay, Hutnut und Lenthöric zu finden, 'N soviel Duftnuancen, daß jeder Geschmack befriedigt werden kann. Diese Fläschchen in i^en verschiedensten Kassetten sind überall dort gesucht, wo man ein Geschenk ergänzen ober eine zarte Aufmerksamkeit erweisen will.. Schön sind auch die verschiedenen Sorgst San de Gelegne, bann Puderdosen ans Silber, die verschiedensten Toiletteseifen, Rasierapparate, Hautcreme und Toilettege-kustände. Ein passendes Geschenk für kn Haushalt ist aber auch ein elektrischer Staub sauger oder ein elektrischer Parkettmischer, ebenso aber auch ein Kokosläufer oder eine der vielen Matten, die direkt ent» Japan bezogen werden und die für das Badezimmer so notwendig sind. Die Photozentrale B l a 8 i r am Trg Svobode ist ein Spezialgeschäft für Photo und Kino. Herrliche neue Modelle von'Klein Apparaten, mit welchen man diese so modernen Photonotizen machen kann, sind hier erhältlich. Ein Photoapparat ist wie kaum ein anderer Artikel ein Geschenk, das leicht erschwinglich ist und Frau, Mann und Kind die größte Freude bereitet, denn Photographieren ist Universalsport geworden. Ein ganz eigenartiges und geeignetes Weihnachtsgeschenk ist aber ein Klassenlos von der Bančna poslovalnica Bezjak in der Gosposka ulica 25, es bringt Glück und Gewinn. Nun kommt für groß und klein die beste Weihnachtsüberraschung. Die bekannte Firma Otto Perc, Musikhaus, hat alles, was Sie sich an Musikinstrumenten wünschen ton nen. Verschiedene Instrumente, Jazzartikel, reizende Grammophone und große Auswahl von Platten und Zieh- sowie Mundharmonikas. Besuchen Sie diese Firma und Sie werden alles finden und Ihren Lieben mit einem Instrument viel Freude bereiten. verblichen Lebensmitteln und Geld für diese bedauernswerte, wirklich unterstützungswürdige notleidende Familie nimmt die Redaktion der „Mariborer Zeitung" entgegen. nt. In das Schncereich unserer Bergwelt wird uns heute, Dienstag, der bekannte heimische Amateur-Photograph Vlado C i-z e l j führen, worauf wir unsere Berg-ivennde und Skijünger noch einmal aufmerksam machen. nt. Mannergesangverein. Die Herren Solisten werden ersucht, das Notenmaterial vom „Fnbeleit Bauer" zu retournieren. m. Spende. Für den mittellosen Invaliden und für die arme. Familie spendete „U." je 10 Dinar. Herzlichsten Dank! * Mittwoch, Donnerstag, Kabarettabend« in der Velika kavarna. — Weihnachispro-gramm. 16182 rechten Hand und schwere innere Verletzungen. Desgleichen hat sich der Zustand des 31jährigen Besitzersohnes Anton Oblak aus Vrbje verschlechtert. c. D«n Bauch mit einem Atesser aufgesetzt. Sonntag abends wurde beim Besitzer Franz Deželak in Slivno bei Saško Schnaps gekocht. Gegen 4 Uhr früh schlief kr Besitzer hinter km Ofen ein. Ein im Hause weilender Knecht des Nachbars wollte die Gelegenheit ausnützen und schlich sich in das Zimmer kr Frau des Besitzers. Diese begann aber um Hilfe zu rufen. Ihr Mann erwachte und eilte ins Zimmer, worauf er beit Knecht hinauswarf. Bald darauf kam der Knecht zurück und stieß dem Besitzer fein Messer in den Bauch. Deželak wurde mit dem Rettungsauto nach Celje gebracht, wo man ihn im Krankenhause sofort operierte, so daß für sein Loben nicht Gefahr besteht. Sport : Der Mariborer Skiklub hält Mittwoch, den 16. d. um 20 Uhr im Hotel „Orel" eine wichtige Sitzung ab. Aus (Seife c, Beflaggung am Staatsfeiertag. Donnerstag, den 17. d. wird kr Geburtstag S. M. des Königs auch in Celje festlich begangen werden. Die Hausbesitzer haben an diesem Tage alle Gebäude mit Staatsfah-nen zu beflaggen. —- Der Bürgermeister Dr. Goričan. c. Todesfälle. Montag, den 14. d. um 1 Uhr früh starb im 66. Lebensjahre Herr Karl 11 r ch, städtischer Wachmann i. R. und Inkassant des städtischen Gas- und Elektrizitätswerkes. Der Verstorbene war der Vater des Rechtsanwaltsauwärters Herrn Dr. Karl Urch in Celje. Das Begräbnis findet Mittwoch, den 16. d. um 15 Uhr nachmittags von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes aus statt. Samstag, den 12. d. starb litt Allgemeinen Krankenhause Frau Maria W a i d a im hohen Alter von 83 Jahren. Die Verstorbene war die Witwe nach dem schon vor Jahren verstorbenen Bezirksiekrtär Herrn Waida in Celje. R. t. P.! c. Das dreizehnte Todesopfer der Autobuskatastrophe. Das schreckliche Autounglück verlangte nun das dreizehnte Opfer. Sonntag, den 13. d. um halb 19 Uhr abends erlag im Allgemeinen Krankenhause seinen Verletzungen kr 52jährige Kaufmann und Besitzer Andreas 8 e p e c. Bei km Unfalle erlitt er einen Schädelbruch, eine schwere Gehirnerschütterung. Verletzungen an der Theater und Kunst WatlonaUfteater in Marivoi Aeperwire Dienstag, d en 15. Dezember um 20 Uhr: „Heirat". Ab. C. Mittwoch, kn 16. Dezember: Geschlossen. Donnerstag, den 17. Dezember um 20 Uhr: „Kralj na Betajnovi". Ab. D. Festvor. stellung anläßlich des Geburtstages S. Nt. des Königs. + Ompteda gestorben. M ü n ch e m Georg Freiherr v. O m p t e d a ist einen tückischen inneren Krankheit erlegen, die ihn seit vier Wochen ans Bett gefesselt hatte und zu der in den letzten Tagen eine Lungenentzündung chinzugÄsmmLn War. Ompteda stand im 63, Lebensjahre. Zuletzt arbeitete er an einem großangelegten Werks über den Alpenkrieg. Ompteda stellte in seinen zahlreichen Romanen und Novellen mit Bor-liebe Personen und Ereignisse aus Adels- und Offizierskreifen dar. + Roebbeling Burgtheaterdirektor. Dr. Hermann Roebbeling wurde im letzten Ministerrat in Wien zum Burgtheater-direktor ernannt. Mit Rücksicht auf seinen laufenden Vertrag kann Direktor Rocbk-ling erst am 1. August 1932 sein Amt an* treten. Bis dorthin wird ein Provisorium geschaffen. Radio Mittwoch, 16. Dezember. Ljubljana 12.15 und 13: Reproduzierte Musik. — 17.30: Salonquintett. — 21.15: Populäres Konzert. — Beograd 21.30: Bläserkonzert. — Wien 19.40: Neue Tonfilmwerke. — 20.20: Bunter Abend. — 22.20: Populäres Konzert. — M ü hlacker 19.45: Tänze und Märsche. 21.15: Kammerkonzert. — Toulouse 19.45: Operettenmusik. — 20: Wiener Orchester. — 21.15: Opernarien. — 21.30: Symphouieorchoster. — 24: Klassische Musik. —.Bukarest 19.30: Uebertragung aus der rumänischen Oper. — Rom 21: Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla". — Langende r g 20: Gestohlene Musik. — Danach Nachtmusik. — 23: Konzertübertragung aus Dortmund. — Prag 19,30: liebertragung aus dem Nationaltheater. — Mailand 20.45: Operettenabend. Budapest 19.20: Vom Menuett bi? zum Rumba. — 21.35: Beethoven-Abend. — Anschließend Zigeunerkapelle. — Wa r s ch a u 20: Leichte Lieder und Volksweisen. — 20.30 Konzert des Musikkonservatoriums. ~ 28: Leichte und Tanzmusik. — Daventry 21.15: Symphonieorchester. — 23.40: Tanz? Unterstützet die flntituberkulosenliga! ,MaM»rer Z-eWng* Nummer 3-M BBMB——■ 11 i " VfVvi - vlTffr ' -irtjgffih'i - ■ .Lu* .58 Mitkwoch, fort IR. Dezemfor 1931'. Gandhis Abschied Einem neuen Kampfe entgegen Gandhi nimmt Abschied von Europa. An die Wahrheit ihrem Wesen einem trüben Tag hat er London verlassen, Paris passiert und seine Reise nach Rom fortgesetzt, wo er vom Paipft empfangen werden soll. Er ist gedrückter Stimmung, dieser Heilige aas Indien. Er hat in der Tat allen Grund dazu. Die zweite Konferenz am Runden Tisch ist gescheitert. Ihre Ergebnisse wurde in Indien mit Enttäuschung und Wut ausgenommen. Bereits tobt in Bengalen, einer der größten Provinzen Indiens, der offene Kampf gegen England. Der Boykott der englischen Waren ist angekündigt und von der Leitung der Gandhi- nach aktiv ist. davon durch- Die letzte Bauernhütte ist drangen." „Unsere Methode ist im Okzident ebenso verwendbar wie im Orient. Im Kriegsfälle ist es besser, sich erschießen zu lassen, da der Krieger sowieso ein Lebensopfer bringt, ehe man die anderen tötet." „Wir wollen den Gegner nicht vernichten, sondern überzeugen." „Das Ideal ist weder Wissen noch Unwissenheit: der Mensch muß sich selbst erkennen." „Weim Indien frei fein wird und Ruß- Partei bchürwortet worden. Schon in bot' ^ W )Wt> fischen ihnen kein nächsten Tugen wird unk der W-ederaufnah- ^stehen." me der Gehorjamsvevweigerung gegenüber .... den englischen Behörden gerechnet. Da liegt „Wenn nur die Frauen zu vergessen wüssten, daß sie zum schwachen Geschlecht gehören, würden sie den Krieg verhindern eines Men- sur Gandhi wirtlich keine Veranlassung vor, froh zu sein. Aber Gandhi ist ein Philosoph. Eigentlich s Trinen. ■ dürste er über den Ausgang, der Londoner!. »Äch brn^gegen Ausbeutung Verhandlungen nicht sonderlich erstaunt: durch den anderen, fein. Er kennt ja die Menschen und es! »Es läge keine Gefahr darin, daß dürfte für ihn in dieser Hinsicht keine Ueker-; befreites Indien einigen Intellektuellen ge-raiHungen geben. Trotzdem ist Gandhi kein: horchte. Dies wäre dein Gehorsam von eurer Skeptiker und kein Pessimist. Denn er hat bewaffneten Macht.vorzriziehen. Tie Inder sich in den Dienst einer Aufgabe gestellt, an können Analphabeten fein, aber die Kultur deren Ausführbarkeit er glaubt: die Befrei- des Herzens und des Verstandes besitzen." Ung Indiens. Darüber Hinaus, denkt er aber! —----------------- ■ an die ganze Menschheit Und auch da ist er j zwar traurig, aber zuversichtlich. i Hier einige Aussprache,' die Gandhi ins Paris zum Besten gegeben hat. ! ^ f ,, , a r „A-«-«i,t mW- «n »ri-s-n. . Das JuteimcW gr»ßn-dtl!»m Nachtlebens m Addis Abeba von Lügen und Heucheleien; die aus den kriegerischen Methoden hevvorgehen." So spricht Gandhi, der Weise aus dem Orient von heute. So spricht er, wohlge-merkt, zu Europa. Die Gedanken sind zum Teil keineswegs neu, aber sie würben von Gandhi mit seltener Klarheit formuliert Sie klingen für unser Ohr etwas, sagen wir, unzeitgemäß. Das liegt aber an uns und nicht an Gandhi. Bis jetzt konnte der indische Prophet mit seiner Methode nur das eine erreichen: Die Engländer mußten sich an einen Verhandlungstisch mit den Inder setzen. Noch vor kurzem faß Gandhi im Gefängnis und jetzt wurde er von dem englischen König empfangen und hat mit dem Ministerpräsidenten Großbritanniens wie mit seinesgleichen verhandelt. Die Ergebnisse der Verhandlungen entsprechen jedoch nicht den Zielen Gandhis und seiner Anhänger. Wird er nun den Kampf wieder aufnehmen, um mehr zu erreichen? Es scheint, als wäre diese Frage bereits entschieden. Das Beispiel BengalenS dürfte bald von ganz Indien übernommen werden und es ist nicht ausgeschlossen, daß der große Führer der nationalen Bewegung bei seiner Heimkehr fein Land in Aufruhr verfindet. Das würde für ihn ein tragischer ein i Anblick sein. Die Hoffnung, daß er in Frie-den, nach beendeten Kampf die Augen wird schließen können, dürfte für ihn gering sein Indien geht neuen Kämpfen entgegen und Gandhi mit ihm, falls er der Führer des indischen Volkes bleiben will. Neues neben Allem Abessinien ist ein reiches, fruchtbares . ... . ,, • ,,,. . . Land. Gewaltige Viehherden weiden an den „ -'Z? T'- UnabhanM- j Bergabhünaen Ebenholz, Gummi und Mak- keitskamps em Ereignis von Weltbedeutung „x.*. - • - • ist, an dem alle interessiert sind. Denn mir sind 350 Millionen, ein Fünftel der Mensch heit." „Unsere Bewegung ist nicht paff in, weil | kabalsam sind die pflanzlichen Produkte der u tropischen Täler, und ans der Hochebene ’: wächst wilder Kaffee. Abessinien ist die Urheimat des Kaffees. Durra und Sesam, Gra Winter-Fahrolan giltig ab 4. Oktober 1931. Ankunft der Züge in Maribor iibhf. Zeit Zugsart i aus 0.50 Schnell Wien 2.56 solit. Sušak 3.25 Triest. Fiume, Budapest 6.45 Personen Ljubljana. Čakovec 7.35 Prevalje 7.42 Gemischt 5t. Hi 8.12 Personen Wien 9.11 Budapest. Mur. Sohola 9.25 Ljubljana Zagreb 11.36 •§ Triest. Zagreb 12 24 ' M Semmering 12 47 ,, Klagenfurt 14.01 Schnell Prag. Wien 14.35 Gemischt St Ili (Sonn- u. Feiertg.) 14.45 Schnell Split. Beograd 15.00 Triest. Fiume 15.11 Gemischt St. Ili (an Werktagen) 17.49 Personen Budapest. Mur. Sobota 17.59 Triest Zagreb 18.05 Wien 18.26 Gemischt Fala 20.45 St. 111 21.26 Personen Klagenfurt 21.45 Wien 22.22 Jubliana Zagreb 22.48 •• Kotoriba. Mur. Sobota Abfahrt der Züge von Maribor Hbhf. Zeit Zugsart nach 1.15 Schnell Triest. Fiume, Budapest 3.18 Split. Sušak 3.45 Wien 5.15 Personen Mur Sobota. Budapest 5.30 Liubliana. Zagreb 5.40 Gemischt klagenfurt 6.30 St. ili 6.55 Personen Wien 9.10 „ Zagreb. Triest 9 40 „ Wien 11.50 Kotoriba. Mur Sobota 13.15 Wien 13.18 Klagenfurt 13.28 Gemischt St. Ili 13.30 Personen Rakek 14.23 Schnell Triest Fiume 14.36 Split Beograd 14.50 Personen Brezno (Sonn- u Feiert) 15.45 Schnell Wien Prag 16.55 Personen Fala (an Werktagen) 17.00 Mur. Sobota. Budapest 17.25 Zagreb Triest 18.40 Klagenfurt < 1845 Gemischt St Ili 20.13 Personen Wien j 21.50 n Zidani most. Čakovec I mttäpfel und Dattelpalmen, saftige Bananen und Orangen gehören gleichfalls zum : pflanzlichen Reichtum des Landes. Maultier» ! Pferde- und Kamellarawanen durchziehen s die Landstraßen. Sie sind mit Früchten, El-' fenbein, Häuten, Fellen und Wachs beladen. Ein kraftvolles Land, das niemals von Feindeshand besiegt, von fremden Eroberern unterjocht wurde. Die Herrscher Abessiniens hielten seit Jahrtausenden ihren Thron mit Waffengewalt aufrecht und verstanden es, die Machtgelüste zahlreicher Häuptlinge im Keime zu ersticken. Nicht der älteste, sondern, der kräftigste und tapferste Sohn eines toten Herrschers bestieg den Tron seines Vater. Die Dynastie suchte sich im halbwilden Lande stark zu erhalten, indem sie diese einzig dastehende dynastische Erbfolge proklamierte. Ihr Begründer, Menelik der Erste, war der Sohn des biblischen Königs Salomo und der Königin Saba. So behaupten wenigstens die abessinischen Chronisten. Heute, in der Regierungszeit des Ras Ta-fari, der sich vor Jahresfrist unter dem Namen Halle Silassi zum König und selbstherrschenden Kaiser Aethiopiens feierlich krönen ließ, stellt das abessinische Land eine seltsame Mischung von Neuem und Altem dar. Man sieht, wie die Maschinenkultur eindringt und allmählich die patriarchalische, biblische Lebensweise verdrängt. Die Lehm-houser in Addis-Abeba sind mit Schiefer bedeckt. Neben einem Kamel, das plump und schwerfällig durch die Straßen der Stadt schreitet, sieht man amerikanische Automobile dahinrasen. Die A'merikanisierungsten-denz ist unverkennbar. Etwa 50 Amerikaner ............... ~ ' ' msten, besuchen amerikanische Hochschulen. Landwirt- r .v. _ Cif- _ COT. t„f. nähert, kann weiße Gewänder am nackten Leibe tra- 53on Zeit zu Zeit gibt es Filmvorstellungen in Addis-Abeba. Die Einwohner geraten ans diesem Anlaß in größte Begeisterung. Und Ras Tafari erscheint persönlich mit seinem Gefolge. Am besten haben ihm der Film „Ben Hur" und der Südpolfilm Byrds gefallen. Gleichzeitig mit dem Film wurde die abessinische Hauptstadt auch von anderen weniger lobenswerten „Errungenschaften" der abendländischen Kultur beglückt. Zu den Krönuugsfeierlichkeiten wurde eine Tänzerinnentruppe auf Persönlichen Wunsch des Königs aus Paris nach Addis Abeba engagiert. Die Residenz des Königs der Könige sollte zu einer modernen Hauptstadt gestaltet werden, und zu einer solchen gehört auch das frohe mondäne Nachtleben. Die Wahl des Beauftragten des Königs fiel in Paris ans die Persische Tänzerin Lia Niako. Sie erklärte sich bereit, als Primaballerina an der Spitze der Tanztruppe in Addis Abeba aufzutreten. Die Freude der abessinischen Höflinge und Militärs an den Tänzen der schönen Lia Niako und ihrer Truppe war grenzenlos. Als die Krönungsfeierlichkeiten beendet waren, entschlossen sich die Tanzgirls, in Abessinien zu bleiben. Sie meinten, in keinem anderen Lande der Erde stehe die Kunst so hoch in Ehren, wie gerade in Aethiopien. Es dauerte nicht lange, und Addis Abeba konnte sich eines Nachtlebens erfreuen, wie es in den Lokalen von Montmartre nicht schwungvoller und ausgelassener zu sehen ist. Sogar die Hyänen, die in nächster Nähe der Hauptstadt die nächtliche Ruhe der Einwohner zu stören pflegten, zogen sich, von dem Lärm der Nachtlokale gcängstigt, in die Wüste zurück. In der ersten Zeit tanzten die Girls und die abessinischen Krieger sahen zu. Es erwies sich aber für sie auf die Dauer als unmög-glich, bei den Klängen der Saxophone ruhig sitzen zu bleiben. Die abessinischen Offiziere erfaßten ohne große Schwierigkeiten alle Regeln des Steppens und entpuppten sich als galante und begabte Tänzer. Französischer Sekt begann in Strömen zu fließen. Und bald geriet die Disziplin der abessinischen Krieger in Verfall. Die Offiziere versetzten sogar ihre kostbaren Dolche und Schwerter, um den teuren ‘Seit zu bezahlen. Da würde Ras Tafari zornig. Er gab den Befehl, die Verabreichung von Champagner in den Lokalen von Addis-Abeba zu verbieten. Die Offiziere sich sollten in Zukunft nur am guten und billigen heimischen Getränk, dem alkoholhaltigen abessinischen „Taj" berauschen. Polizeirazzien wurden int ternommen, um die Durchführung des kaiserlichen Befehls zu kontrollieren, Da aber die Pariser Tänzerinnen für den „Taj" nichts übrig hatten, erloschen allmählich die Lichter der Nachtlokale, verstummten die Sa- xophonklänge, und die Tänze hörten auf. Die schöne Lia verschwand. ^ Es ist wieder ruhig geworden in der äthio gischen Hauptstadt und nur die Hyänen veranstalten wie früher ihre Heulkonzerke vor den Toren Addis Abeba. Das Intermezzo des großstädtischen Nachtlebens nach Pariser Muster war beendet. ilngifiiger Kaffkk — ungifiiges Morphium Professor M u ch, der Leiter des Hamburger Instituts für Jinmunitätsforschung, der als Sachverständiger im Calmette-Pro-zeß der Oeffentlichkeit bekannt wurde, hat eine Entdeckung gemacht, die zum Kegen für die Menschheit werden kann und wird, iO'&akb sich die großen Erwartungen erfüllen, die man nach den bisherigen Versuchen an diese wissenschaftliche Erkenntnis in Fachkreisen knüpft. Es gelang ihm nämlich, Mittel zu finden, um die Reiz- und Genuß, mittel völlig zu entgiften, ihnen also alle Annehmlichkeiten zu lassen, ohne daß sie schädigend wirken können. Reizmittel wirken als schwere Gifte meist stark gesundheitsschädlich. So ist es mit dem K a s f e e, dem Alkohol, dem Tabak, und nicht zuletzt mit dem Morphium bestellt, das ursprünglich wegen seiner schmerzstillenden Wirkung als ein großer Segen für die kranke und leidende Mensch* heit empfunden wurde, bis sich herausstellte, daß es durch Gewöhnung des Körpers an das Gift zum „Morphinismus", also zu einer schweren chronischen Vergiftung führen kann. Taufende Tragödien von „Morphiumsüchtigen" beweisen, welche unheimliche Gewalt dieses Gift auf den Körper ausübt. Jahrelanges Siechtum, völliger Körperverfall, geistige Umnachtung und Selbstmord sind oft die Folgen, zumal es mir schwer gelingt, den Kranken das Morphium zu entziehen. In letzter Zeit erregte das tragische Schicksal der Maria Orska, die dem Morphium verfallen war, Aufsehen. Professor Much hat nun eine Möglichkeit gefunden, die Gifte zu „binden", und zwar durch chemische Stoffe wie Lipoide, fettähn-fiche Stoffe und Planzensäuren, die die vorteilhafte Eigenschaft besitzen, die Gut-stoffe in den Genußmitteln an sich zu ziehen und unschädlich zu machen, ohne den Geschmack im Geringsten zu beeinflussen. Jeder wird alfo_ in Zukunft in der Lage sein, seine Tasse Kaffee völlig unschädlich zu machen und auch atu spätesten Abend sein „Schälchen Heißen" zu trinken, selbst dann, wenn er sonst noch Kaffee „kein Auge zumachen" kann. Auch die überempfindlichste,! Menschen, die schon nach einer Tasse Kaffee Herz-krä rupfe und Hautausschläge bekommen, sollen noch der neuen Behandlung des Kaffees keinerlei Erscheinungen krankhafter Art answeisen. Die Methode wird noch geheim gehalten, bis sie geschützt ist. Nur so viel kann gesagt werden, daß das.„Entgiftungsmittel" aus einem kleinen Würfel besteht, der sich im heißen Kaffee auf lost und die Gifte „bindet". Aehnlich verhält es sich mit anderen Giften, wie z. B. dem Morphium. Für die leidende Menschheit sind die Erfolge, die auf diesem Gebiete erzielt worden sind, von allergrößter Bedeutung, denn in Zukunft wird es möglich fein, den Kranken schmerzlindernde Mittel zu verabreichen, ohne daß die Gefahr der „Gewöhnung" an das Morphium entsteht. Diese „Gewöhnung" ist bekanntlich die Hauptursache der sogenannten Morphiumsucht, denn die Kranken steigern >ie Gaben im Laufe der Zeit und gewöhnest ich schließlich so sehr an den Genuß dieses stauschinittels, daß sie ihm nicht tnehr ent-agen können. Bereit sein, ist alles Im Leben. Dazu gehört heute unbedingt auch die Kenntnis über die Fortschritte in Wis* senschaft und Technik. Diese Kenntnis vermittelt In fesselnder Form die illustr Wochenschrift »Die Umschau«-Verlangen Sie kostenlos daS Probeheft 10 vom Verlag u6f Umschau in Frankfurt a. M- ' Blücherstraße 20/22. Die Umschau ist seit 30 Jahren ihrem Oehiete -io>- beste in dir Willi .SmMBLn..y., ..,.,va6Ü Ultrarot ein Helfer in vielen Nöten Don Dipl.-Ing. Dr. Arthur Hamm. Keime Naturerscheinung ist wohl in unserer Zeit mehr den Anforderungen des täglichen Lebens dienstbar gemacht worden als die Strahlung. Vom Licht ange-fllngen, das ja nicht nur zur Beleuchtung dient, sondern zahlreiche technische Prozesse erst ermöglicht, über die Wärme zur Elektrizität und nach der anderen Seite zu dm Röntgen- und Rad’umstrahlen werden alle vorkommenden Strahlen irgendwie technisch genützt. In der fast, lückenlosen Reihe klaffte nur ein Spalt, war eine Strahlenart enthalten, die noch gänzlich unbeschädigt war, die sogenannte ultra- oder i n s r a-roten Strahlen. Das Spektrum unseres Tageslichts, der Regenbogen, wird auf der einen Seite begrenzt von rotem, auf der anderen Seite von violettem Licht, zwischen diesen beiden Farben ist alles enthalten, was unser Auge aufzunehmen vermag. Aber jenseits des Violett’kolgen die ultravioletten Strahlen, deren Heilwirkung heute wohl allbekannt ist, die aber auch zu allerhand technischen Zwecken gebraucht werden. Ihnen entsprechen jenseits des Rot die ultraroten Strahlen, die unser Gefühl aufnehmen kann, aber nicht unser Gesicht: sie haben nämlich eine recht kräftige Wärmewirkung. Mit ihnen wußte man bisher nichts Rechtes anzulangen, da ihre Wirkung zur eigent lichen Wärmeerzeugung nicht stark genug war. Erst spät wurde man auf ihre Besonderheit au'mertsam, die darin besteht, vermöge ihrer größeren Wellenlänge auch trübe Luftschichten durchdringen zu können, als es sichtbare Strahlen, nämlich das Licht, vermögen. Als dann Luftschiffahrt u. Seefahrt nach wirksameren Signalisierungsmitteln ver langten, die auch bei Nebel nicht versagen, entsann man sich dieser Eigenschaft. Aber noch fehlte es an der notwendigen Ergänzung jedes Senders, dem Empfänger. Da trw es sich gut, daß teils zu Zwecken der Bsidtelegraphie, teils aus rein wissenschaftlichen Ursachen in neuester Zeit die lichtelektrischen Zellen entwickelt worden waren, die selbst ganz schwache Lichtemdrücke in elektrische Ströme zu verwandeln vermögen. Elektrische Ströme aber kann man durch die bekannten Verstärker, die sich in nichts Wesentlichem von dem in jedem Rundfunkgerät eingebauten Verstärker unterscheiden, bis zu jeder beliebigen Höhe verstärken Wofür nun ein solcher Ultrarot-Sender und -Empfänger in Frage kommt, ergibt sich eigentlich schon aus dem Obengesagten. Vor allem für Signalisterungszivecke eignen sie sich. Die Natur selbst gibt da einen nicht mißzuverstehenden Hinweis. Warum sehen Sonne und Mond, wenn sie tief am Horizont stehen, immer dunkelrot aus? Weil von allen Strahlen, die sie aussenden, nur die -unkelroten, die trüben, mit Feuchtigkeit gefüllten Luftschichten durchzudringen vermögen, während die anderen sestgchalten werden. Bei Nebel hätte also ein gelbes bis rotes Signallicht am meisten Aussicht, gesehen zu werden, ein Grund, der mitbestim-mend war für die Einführung gelben Lichtes bei Au to m o b ilscheinwerser n. Noch besser sind aber die Aussichten für Ultrarot. Bei einem Nebel, in dem die Sichtweite bis uw ter 100 Meter zurückgegangen war, konnten ultrarote Signale doch auf 10—11 Kilometer Entfernung empfangen werden. Und auch. diese Entfernung geht nicht wesentlich zurück, wenn der Nebel so dick wird, daß man buchstäblich nicht die Hand vor Augen sehen kann. Für Schiffe, die im Nebel immer stark gefährdet sind, ist also ein Ultrarot-Sender viel wertvoller als die Schiffs-glocke oder Nebelhorn, deren Ton doch auf höchstens einige hundert Meter zu hören ist. Ultrarote Strahlen. zu erzeugen, ist nicht schwer. Jede Lampe erzeugt mehr von ihnen als sichtbare Strahlen; wir spüren sie als Wärme. Wenn man die sichtbaren Strahlen wegjchakft, hat man einen Ultrarot-Sender. Das Wegschaffen geschieht auf einfachste Art durch ein passend gefärbtes Glas, ein sogenanntes Filter, das alles verschluckt und nur Ultrarot durchläßt. Große Reichweiten kann man aber damit noch nicht erzielen; dazu ist nötig, daß durch einen Hohlspiegel die ausgesandten Strahlen in ein Bündel .zusammengefaßt werden. Sehnlich sind ja auch die Scheinwerfer gebaut. Nur ist hinsichtlich des Empfanges noch ein großer Unterschied. Trifft ein solches Strahlbündel eine Empfangszelle, so löst es hier wohl einen Strom aus, der sich aber nicht weiter verstärken läßt, weil es ein Gleichstrom ist, d. H. ein solcher, der immer in gleicher Richtung fließt. Würde der Senderstrahl ständig schwanken, so wäre die Folge, daß in der lichtelektrischen Zelle ein Wechselstrom. entsteht, der bequem zu verstärken ist. Das kann man nun leicht erzielen, indem man dem Lampenstrom einen Wechselstrom überlagert, in der Art, wie es früher mal bei der singenden Bogenlampe geschah. Aus diese Weise kann man dem ausgesandten Strahl sogar eine Kennung geben, indem er in bestimmten Rhythmus abgeschwächt und verstärkt wird- ..Mariborer Zeitung" Summer 336. Bfrttoir 'iriifii“' .. . ...3 Damit ist aber das Anwendungsgebiet der ultravioletten Strahlen keines vegs er schöpft. Ein interessanter Fall liegt dann vor, wenn es gilt, Körper aufzusuchen, die gegenüber ihre Umgebung eine erhöhte Temperatur haben, denn ein solcher Körper, also etwa ein heißer Schornstein, wird stets ultrarote Strahlen aussenden. Die rot empfindliche, lichtelektrische Zelle wird sie leicht herausünden, besonders wenn sie mit einem Hohlspiegel und guter Optik versehen ist, so daß sie nur aus Strahlen reagiert, die aus einer bestimmten Richtung kommen. Ein solches Suchgerät wird in der Technik manche wertvollen Dienste leisten können, z. B. um aus der Entfernung die Temperatur irgendeines Körpers zu bestimmen. Auch zur Rauntsicherung lassen sich die ultraroten Strahlen verwenden, gerade wegen ihrer Unsichtbarkeit. Man stellt einen kleinen Sender auf, dessen Strahl durch Reflektoren kreuz und quer durch den Raum geschickt wird, bis er schließlich auf eine lichtelektrische Zelle Hallt. Betritt jemand den Raum und kreuzt dabei den Strahl, den er gar nicht -bemerken kann, so ist die Zelle einen Augenblick stromlos, wodurch ein Signal ausgelöst wird, Licht eingeschatter, oder sonst eine Wirkung herbeigeführt wird, die dem Eindringling jedenfalls unsym;ia-thi'sch sind. Sogar zur automatischen Steuerung von Verkehrsampeln sind die ultraroten Strahlen verwendet worden. Die Anwendungsmöglichkeit ist also, nachdem Technik und Wissenschaft in Zusammenarbeit erst einmal die Grundlagen geschaffen haben, so vielseitig, daß wir sicherlich auch bald mehr davon hören werden. B. Glück, wo bist du? Ein Wunschbüchlein itt Bildern von Bruder Balduin, in Worten von Bruder Odilo. 6 farbige Ml tafeln. Gefchenkausst. Tit. 2.—. Verlag „Ars sacra" Josef Müller, München 13, Friedrichstrabe 13. b. Sind Sie schon einmal einem See-Elefanten begegnet. Geheimrat Heck, der Direktor des Zoologischen Gartens, Berlin, bringt im neuen (Dezember-) Heft des „Kosmos" eine ganze Reihe solcher besonders anschaulicher Beispiele. Da ist der Kahlkopfgeier, der Rhinozeros- oder Nashorn-Vogel, Marabu, der Schuhschnabel, der Löwe. Wie >a überhaupt der „Kosmos" in allen seinen Auf. sätzen, ob sie aus der Welt der Moleken, ob sie vom größten Vulkan der Welt oder vom Zaunkönig, ob sie von Himmelskunda, von Tieren, Pflanzen, Menschen erzählen, unendlich viel an Anregungen zur Vertiefung von Kenntnissen und Erkenntnissen zu bieten vermag. Drei Monatshefte und die Buch Beilage für Mitglieder vierteljährlich nur 2 Rm. b. Das arme Jesulein. Eine Weihnachtsgeschichte in Wort und Bild von I. Lohatta» Morpurgo. 24 Seiten mit 11 ganzseitigen farbigen Bildern. In Halbleinen Mark 4.20. Verlag „Ars sacra" Josef Müller. München 13, Friedrichstrabe 18. Ein neues Buch von Jda Bohatta bedarf kaum einer besonderen Empfehlung. b. . Und sie brachten ihre Kinder zu ihm." Ein Büchlein für Mutter und Kind aus dem Weg zum eucharistischen Heiland. Von A. Pichler. 13 Bilder in Kupfertiefdruck. Geb. 2 Mark. Verlag „Ars sacra" Josef Müller. München 13, Frieda chstraße 18. Ein warmherziger und überzeugender Anwalt der Frühlommnnion der Kinder. b. Märchenbücher zum AuSmaleu. Aschen-pu'tel — Schneewittchen — Die Sterittoler. —> Mit Bildern nach Buntpapierschnitten und einer Anleitung zum Nachschneiden von M. OlympioS Schweizer. In farbigem Umschlag. Je Mk. —.90. Verlag „Ars fowa" Josef Müller. München 13, Friedrichstraße 18. — Die schönen Märchen der Brüder Grimm: „Schneewittchen" „Aschenputtel", „Die Sterntaler", üben immer noch ihre alte Zauberkraft auf die Kinderwelt aus. Und gar, wenn sie in so hübschen Bündchen mit farbigen Bildern geboten werden. Das Schönste aber ist dies: jedem farbigen Bild des Büchleins steht eine Zeichnung gegenüber, die von den Kindern selbst bemalt werden kann. b. Ein verdorrte- Herzloin blüht. Eine Geschichte aus heiligen Tagen erzählt von Marga Müller, gemalt von Joses Madlener. 10 ganzseitige farbige Bildtafeln und viele in den Text gestellte einfarbige Bilder. In Halbleinen geb. Mark 5.—. Verlag „Ars sacra" Josef Müller, München 13. Friedrichstraße 18. — Marga Alarm Roman von Alfred Schirokauer. Copyright 1930 by Wilhelm Goldmaun Verlag, G. m. b. H., Leipzig. (3. Fortsetzung.) „Ich war oft vor deinem Palais", bekannte er. „Ich weiß." „Das weißt du?! Sie nickte schelmisch. „Ich habe dich einmal gesehen. Und dann immer erwartet. Tagelang habe ich am Fenster meines Boudoirs gesessen und aus dich gewartet." „Geliebte —!" flüsterte er erschüttert. Sie hob in einer hilflosen Bewegung beide Arme und ließ sie wieder matt in den Schoß zurückfallen. „Aber jetzt, John, jetzt wollen wir —“ Sie sprang auf. Plötzlich standen sie wieder voreinander. Gesicht dicht an Gesicht. „Jetzt will Ach wissen, was uns wieder trennt", rief sie inbrünstig auf-flammend. Es schien, als wollten ihre Lebenskräfte, ihr Ungestüm, ihre blutvolle Lebendigkeit das eng umschließende Kleid sprengen. „Durch das lange Leid um dich bin ich so sehr ein Teil von dir geworden — wie mein Kops — mein Herz.' Nichts von dir kann mich mehr beleidigen, so gehörst du zu mir. — Meine Sehnsucht nach dir hat mich in dich hineingebrannt. Nie waren zwei Menschen mehr eins, durch Schmerz und Entbehren zusammengeschweißt. Ich weiß, es ist etwas außer dir, das nicht du bist, eine Macht, die stärker ist als meine Liebe, als deine Liebe, als meine Anziehung, als mein Reiz, meine Ausstrahlung auf dich. Ich möchte dieies Fremde, dieses tödlich Feindliche, erwürgen — morden, wenn es lebte. Aber es ist nichts Lebendiges, Greifbares. Es ist etwas Geister Halles. Das fühle ich." Sie stand von Leidenschaft geschüttelt vor ihm. J-ihr.Iang Gestautes barst aus ihr hervor. Ergebnis von tausend Stunden ver. zweifelnden, hirnzermarternden Suchens u Grübet ns. Er fühlte die laviere Flamme weiblicher Menschlichkeit die ihm aus ihr entgegen schlug, empfand die reine Glut, in der sie brannte, und — wandte das Gesicht ab. „Ich kann es dir nicht sagen", quälte er hervor zwischen sestgeschilossenen Lippen. Sie schluckte. Dann rannte sie wieder mit ihrem vollblütigen Temperament gegen das Bollwerk seiner erbitternden Verstocktheit an. „John", ries sie, „ich kann nicht glauben, daß es etwas gibt, das du mir nicht sagen kannst? Warum denn nicht? Warum denn bloß nicht?! Ich bin dir doch so nah wie ein Mensch dem ändern sein kann. Oder nicht?" Sie blickte ihn fordernd an und warf mit einem nervösen Ruck die Locken hinter das Ohr zurück. „Doch" gestand er. „Und dennoch gibt es zwischen uns etwas, das du mir nicht sagen kannst? Etwas Lebenswichtiges, das immer wieder zwischen uns steht! Nur deshalb will ich es wissen. Ich will mich nicht in Geheimnisse drängen, die mich nicht kümmern. Aber dieses — dieses Würgende, Feindliche! Sag es mir, >ag es mir! Und wenn du ein Verbrecher wärst, wenn du gemordet hättest — was wäre mir das? Sag es mir doch ganz menschlich . ich verstehe alles — alles, was dich 'betrifft!" Sie wartete. Er wich ihrem Blicke aus. „Vielleicht warft du noch sehr jung, hast gesündigt — was heißt zwischen uns gesündigt?! Ein albernes leeres Wort. Vor mir kannst du nicht gesündigt haben. Ich liebe dich, wie du bist — mit allem — mit deiner Vergangenheit, wie sie auch ist. Nur sprich endlich!' Hab Vertrauen! Vernichte nicht unser Leben durch eine falsche unselige Scham. Laß mich begreifen, warum du mich immer wieder von dir stößt, und laß mich dir dann sagen, daß es'nichts an meiner Liebe und meinem Ausgehen in dir ändert. Allein finde ich nicht den Schlüssel zu diesem vernichtenden Geheimnis." Sie sah. wie er grausam mit sich rang. Da trat sie zu ihm, legte die Hand --- sie zitterte — auf seinen Arm und 'lästerte innig: „Es ist nicht Neugier — es ist doch nur Zu-Dir-Gehören. Mit-Dir-Sein-Wollen. Mit-Dir-Tragen." Da war er überwältigt. Da riß er sie in die Arme und dicht an ihrem. Munde raunte er: „Du Herrliche — du Wunder! Ich will es dir sagen. Nichts soll mehr zwischen uns stehen. Setz dicht" Er preßte sie in den Sessel nieder. Ging, sich sammelnd, durch das Zimmer. Sie wartete, blickte zu Boden m dem Gefühle, ihn jetzt nicht stören, nicht unterbrechen, das Losringen des Bekenntnisses von seiner See le durch ihre betonte Gegenwart nicht hemmen zu dürfen. Er ging mit kleinen Schritten auf und nieder. Seine Brust arbeitete. Fast sieben Jahre trug er wortlos sein tragisches Geschick. Das eingefressene Schweigen scharrte mühsam nach Worten. Da schlug die große Standuhr in der Ecke mit ihrem herrlichen Orgeltone zehnmal. Angelit sprang empor. Stand vernichtet — veränstigt. „Ich — muß — fort", stöhnte sie verzwei feit. Verwirrt fand er sich zurück aus der Qual der Loslösung von dem Mysterium seines Lebens und starrte sie ohne Verstehen an. „Ich muß fort", wiederholte sie verstört. „Der Herzog darf nicht wissen, daß ich das Haus verlassen habe. Er ist fanatisch cifer- Er war noch immer so verloren an den Entschluß, endlich zu sprechen, zu bekennen, daß er nicht begriff. „Ich muß vorsichtig sein", klagte sie. „Warum gehst du nicht fort von ihm, wenn du ihn nicht liebst?" fragte er hart. „Wozu? Eine Ehe besteht nicht zwischen uns. Schon damals in Japan nicht_ mehr. Wo ich bin, ist doch gleich, wenn ich nicht bei dir bin. Wozu dann Skandal und Ausregun gen, Erörterungen, Mißhelligkeiten? Wozu? Alles ist doch so gleichgültig, wenn ich nicht mit dir leben darf. Alle diese Jahre habe ich nur für diese Stunde der Aufklärung gelebt." Sie suchte mit den Augen ihren Pelz. Er holte ihn. Während er ihr beim Anlegen half, fragte er: „Wann kommst du wieder?" „Ich weiß es nicht. Sobald ich kann. Und dann — wirst du mir alles sagen?" Er nickte schwer. „Ich will es nicht in Eile und Hast hören, und dann mit deinem noch warmen Bekennt nis, der höchsten Gabe deiner Liebe und dei- nes Vertrauens, davoneilen. Ich hake Jahre gewartet. Ich kann noch Tage warten, Ich habe dich nun ja gesehen und gefühlt und geatmet. Gute Nacht, du geliebter Mensch, der du mein Leben bist!" Da schrie er aufgewühlt auf, und Tränen Kürzten ihm aus den Augen, zum ersten Mole, seit er ein Mann geworden war. 5. Angelit war längst gegangen, hinaus in den triefenden gelben Nebel der Londoner Januarnacht. Sie duldete nicht, daß er sie begleitete. „Wir müssen vorsichtig sein, so lange ich die Herzogin Breton de los Herreros bin", lächelte sie traurig zum Abschied. „An der nächsten Ecke finde ich sicher eine Taxi —i nein, laß keine holen." Sie war gegangen. Di« düstere Bibliothek war wieder leer und stumm, wie sie seit Iah reu gewesen war. Doch anders — anders. Ihr Odem lebte zwischen den dunklen Wänden. Es war nicht mehr die Verzweiflungsstätte eines vergrämten, verlassenen Mannes, der sich heimlich in Sehnsucht und in spukhafter Erinnerung eines furchtbaren blu tigen Tages seiner Vergangenheit • aufrieb und zerfleischte. Die Gnade seines Lebens hatte nun dieses Zimmer, dieses Totenhaus geweiht und verklärt. Alles war anders geworden, geheiligt und neu belebt. Rutlaud saß wiedr an dem Schreibtisch vor den Papieren und Akten feines „Werkes". Sein Gesicht war gelöst, die Schullern zuckten. Der Panzer ferner Züge und "einet Brust war geborsten. Er fühlte und wußte, hatte es voll -Ohnmacht in jeder Sekunde ihrer Gegenwart empfunden, wie leblos, kalt, brutal und engstirnig er ihrem großen heißen Frauen tu me gegenüberstand und -hrer rückhaltlosen freien Menschlichkeit. Er schäm tc sich seiner schmerzlichen Unzulänglichkeit. Es war ihm unmöglich gewesen, gleich durch die eiserne Schicht — hart wie die Stahlplatten, die sein Werk sabri.nerte. hindurchzudringen. Er bekannte sich, daß er klein gewesen war, ihrer Größe, ihrem großzügigen Allesgewäbren aegenüber — damals in Japan und heute wieder. (Fortsetzung folgt) Müller erzähl unč in ihrem neuen Buch von einem arm geborenen und durch die Härte der Menschen noch ärmer gewordenen Büßte;n romt degsame Ergebnisse, die sein verdorrtes Herziem zum Blühen bringen. Eine Magd zündet das erste Sich klein in dem dunklen Kinderhrrzen an, mit Müh« und viel Geduld bringt sie es endlich zu einem matten Glimmen. 6. Der kleine Nachanael. Sine Dreikönigs-gefchichte von Maria v. Hutten. 33 Seiten Text und 8 KupfertiefdruckMder. 40 Pf. Verlag „Ars s«n»", München 13, Fried richstmße 18. b. Frohbotschaft der Erlösung. Von P. Beda Naegel« O. Carm. D. 12«. 32 6er. ten Text und 8 Bilder. 40 Pfnenig. Verlag „Ars facta" Josef Müller, München 13, Friedrichstrasie 18. b. Dr. Hans Winkler, Wertvolles Spielzeug. Ein Wegweiser für Eltern beim Einkauf von Epieldingen. 21 Seiten. Verlag von Ernst Rein-. havdt -in München. Brosch. 80 Pf. ». Friedrich von Gagern: Geister. Mnger. Gesichte. Gewalten. Format: Grchokta». zirka 600 Seiten Umsang. Äw- 13 RM. br. 10 RM. i L. Staackmann » Verlag, Leipzig. Inhalt: 1. Buch: Vovgesichte. 3. Buch; Ferngesich'e. 3. Buch:! Doppelgänger. 4. Buch: Meldungen- 5. Buch:! Hellseher. Ein einzigartiges Werk, ein erschöpfen; des und packendes Kompendium der übersinnlichen Dinge. In souveräner Beherrschung des gesamten Quellemnaterials und mit der überall spürbaren wissenden Kenntnis und Erkenntnis der tieferen Zusammenhänge und letzten Hintergründe führt uns der Dichter durch das große Reich der Erscheinungen, der Vovgesichte _ und Ferngesichte, der Meldungen und geheimnisvoll waltenden Kräfte und Gesetze. Für jeden Gebildeten, selbst für iben Wissenschaftler ist die es Werk als umfassendes und aufschlußreiches QuelleNbuch unenKehrlich. Aber >en Inhalt wirkt nirgends belehrend oder wichtigtuerisch, dafür üben der Stil, die große Sprachkunst des Verfassers und daS meist unheimliche Geschehen einen Bann aus, dem sich kein Leser zu entziehen vermag. 6. Richard Satz: Schnaps, Kokain und Lama». Kreuz und quer durch wirres Südamerika. Verlag Ullstein Berlin. Preis Br. Mt. 4.50, Gzln. M 6.50. Und wieder ist es die nur Richard Katz eigne Art des Erzählen?, Me fernem neuen Buch den Reiz gibt und dem Leser d'e Atmosphäre der durchreisten, durchwanderten und durchlebten Länder in bunter Farbigleit vor die Augen zaubert. 06 ein. „Schiff durch die Wiese" fährt oder ob Katz am „Skelett P zarros" steht, 06 ihn die „abscheulichste Bergkrankheit der Welt" befällt, oder ob er von den „Urwald-indianern", von den „Frauen in Rio" oder von „Zucht und Unzucht im Uvyakd" berichtet, immer ist mit dem geschildertem Erer qnis, der Anekdote, dem Stimmungsbild ein tieferdringen-de? Problem verknüpft, ein Problem der Politik der Wirtschaft, der Natur, der Liebe, des Lebens. 6. Trotz allem:, wir schenken! — auch in die-fern ' Jahre. Es gibt unzählige - Wege, mit bescheidenen Aufwendungen Freude zu machen und diese Wege zeigt wieder rechtzeitig vor dem Fest die große Wo Hnach's-Sondemummer des „Häuslichen Ratgebers" unter obigem Titel. Die Weihnachts-Sondernummer ist überall ,zu haben zum regulären Heftpreis von 40 Pfennig, wo nicht, vom Verlag Otto Beyer Leipzig, Behevhaus. b GrotzraumWirtschaft — Der Weg zur Europäischen Einheit. Ein Grundriß, hecausgegeben von Dr. Wilhelm Gütige und Dr. Wilhelm Grotkopp, mit einem Geleitwort von Reichs-Minister Treviranus, unter Mitarbeit von Prälat Franz Plaskovicz. TemeSvar, Professor Dr. Karl Brandt. Berlin, Professor Dr. phil. Ing. agr. Otto von Franges, Zagreb, Professor Dr. Elemer HantoS, Budapest Zentraldirektor Fr. Hilmer, Brünn, Rechtsanwalt Dr. Horst Holstein, Berlin, Prof. Dr. Richard Kerschagl, Wien. Dr. Robert Eiegert, Berlin. 160 Seiten. 1931. Preis Mk. 7.50. Verlag „Organisation". Verlags Gesellschaft m. 6. H. (S. Hirzel), Berlin W. 8. Leipzigerstrqße 115-116. Klar wird von allen Autoren herausgearbeitet, daß nur, ein« grundsätzliche Umstellung feer Handelspolitik den Weg !u neuen Verhältnissen bahnen könne, umsas--nd wird ferner ausqezeigt welche Konsequenzen eine Acndening der Handelspolitik für die Agrar- und Jndustriewirtschaft dieser Länder hat. 6. Die Zeitschrift „Deutsche Frauenkultur" (Herausgeber Verband Deutsche Frauenkultur E. V.) erscheint im Verlag Otto Beyer. Leipzig. Preis der Einzelheftes i Mark. Mitglieder des Bertkandes erhalten die Zeitschrift durch die Ortsgruppen. b. Di« Nachfolgestaat« Oesterreich. Ungarn, Tschechoslowakei und ihre wirtschaftlichen Kräfte von Dr. Gerhard Schacher. Ferdinand Enke-Berlag. Stuttgart 1931. Geh Mk. 13.20, geb. Mk. 1520. Schacher ist schon bekannt durch sein im vorigen Jahr erschienenes Werk „Balkan und seine wirtschaftlichen Kräfte". Auch diese Abhandlung bekunde eine hervorragende Kenntnis der soziologischen, wirtschaftlichen und politischen Struktur der Nachfolgestaaten der gewesenen österr.-ungar. Monarchie. Nach einer Einleitung wind jeder der drei Staaten nach folgenden Kapiteln: 1. Land (Geschichte und Bevölkerung; AirtschaftsgeorgraphischeS Verfassung und Politik; Staatsfinanmm. Nationalbank und Wah-rungSwesen); 8. Die Wirtschaft (Land- u. Forstwirtschaft. Bergbau, Handel und Verkehr, Kapitalmarkt und Banken); 3, Außenhandel und Handelspolitik (Handelsbilanz. Warenaustausch rchels- und Zollpolitik) gesondert behandelt, daß die Grundlinien der staatlichen und wirtschaftlichen-Ausbaues der drei Länder ähnlich dargeleqt sind wie die der Balkanländer. Das Buch Schachers verdient unsere volle Aufmerksamkeit. da zwei von diesen Staaten uns benachbart fird, während wir mit der Tschechoslowakei enge wiuschaftliche und kulturelle Besetzungen pflege^ Der Landwirt Die Fütterung der Mastrinder Brm Diplomlandwirt Dr. phil. Hubmann. Di« Rindermast wird in der Hauptsache erst an ausgewachsenen Tieren vorge.iomi-men. Diese setzen im Verlause der Mast fast ausschließlich Fett an. Eine Muskel-, das 'heißt Fleischbildung, braucht hier nicht wehr zu erfolgen. Aus diesem Grunde ist bei der Mast ausgewachsener Tiere eine stärkere Ei« rveißfütterung nicht erforderlich. Es wird zwar aus allen drei Nährstoffen des Futters iFett, Kohlenhydrate und Eiweiß) Fett im tierischen Körper gÄkiLet. Da aber aus den billigen- Kohlehydraten des Futters die Fett Bildung mindestens ebenso leicht erfolgt ist wie aus dem teuren Eiweiß, so wäre es unwirtschaftlich, mehr Eiweiß zu verfüttern, als notwendig ist. Es dark aber auch bei dem Mastvieh mit dem Eiweißgehalt nicht zu weit heruntergegangen werden, weil sich sonst Nachteile einstellen. Bei einem zu geringen Gehalt an Eiweiß leidet die Schmackhaftigkeit des Futters, die Freßlust geht zurück. Weiterhin ist zu beachten, daß die Masttiere erhebliche Futtermassen zu verarbeiten haben. Hie für sind große Mengen von Verdauungssäften erforderlich, die, nur gebildet werden können, wenn ein gewisses Maß an Eiweiß im Futter vorhanden ist. Der Fettgehalt des Futters, das man an Masttiere verabreicht, spielt keine besondere Rolle. Eine übermäßige Fettmenge wirkt sogar ungünstig auf Freßlust und Futterausnützung ein. Auf 1000 Kilogramm Lebendgewicht dürfen keineswegs mehr als 0.8 Kilogramm Fett täglich im Futter verabreicht werden. Das Futterfett übt übrigens einen Einfluß auf die Beschaffenheit des Körperfetts aus. Es kann eine ziemlich.unveränderte Ablagerung im Tierkörper Vorkommen. - Roggen, Gerste, Erbsen,- Bohnen, Kartoffeln, Rüben, - Palm!- und Kokoskuchen liefern einen harten Talg. Dagegen wird ein weiches Körperfett von Raps, Sonnenblumenkuchen, Reisfuttermehl, Mais, Hafer und Weizenkleie gebildet. Man hat es also in der Hand, auf die Beschaffenheit des Mastproduktes einen Einfluß zu nehmen. Die zu verfütternden Nährstoffmengrn sind hier verhältnismäßig leicht zu berechnen. Man muß nur den Nährstoffgehalt der einzelnen Futtermittel kennen. Darüber geben die landwirtschaftlichen Kalender Ausschluß. Für 1000 Kilogramm Lebend ge sicht sind erforderlich 10,5 bis IS,5 Kilogramm Stärkswerte mit 1,5 bis 1,7 Kilogramm Eiweiß. Es muß natürlich!dafür 'gesorgt: werden, daß im:Mastfutter eine bestimmte Menge Rauhfutter enthalten ist. Wenn Heu zur Verfügung steht, so ist das gut. Ausgewachsene Tiere lassen sich aber auch mästen, wenn nur Stroh als Rauhfutter dafür verhastden ist. Daneben sind Rüben, Kartoffeln, die Abfälle der technischen Nebengewerbe, wie Schnitzel, Treber, Schlempe, Pulpe, auch Sauerfutter sehr brauchbare Mastüttermit-tel. Die Auswahl unter den Kraftfuttermitteln ist eine, sehr große. Man kann verwenden, was zur Verfügung steht, wie Getreide schrot, Kleien, Futtermehle, getrocknete Fa-brikSabfäll«, Melasse, alle Urten von Oe«u-chen. Unter diesen sind sogar die sonst für Zucht- und Milchvieh ungeeigneten, wie Mohn, Leindotter und Hanfkuchen recht wohl am Platze. Ein besonders werbwlles Mastfuttermittel ist heiße Schlempe. Zu dieser kann man auch größere Strohmengen füttern. Am Anfang der Mast werden von den Tieren große Futtermengen ausgenommen Mit der Zeit aber sinkt dann die Freßlust. Da muß man nun weniger Rauhfutter futtern. Auch Melasse kann die Freßlust wieder besser anregen. Der Verlauf der Mast. Fe weiter die Mast vorwärts schreitet, desto geringer wird die Zunahme an Lebend-gelwicht. Es ist dann immer mehr Futter notwendig, um ein Kilogramm Lebendgewicht zu erzeugen. Bon einem gewissen Zeit- punkt an kann eine Gewichtszunahme überhaupt nicht mehr festgestellt werden. Aber dafür wird die Mastqualität umso besser, weil das Wasser, das in den Zellen sich befindet, allmählich durch Fett ersetzt wird. Bei zu langer: Ausdehnung wird aber die Mast leicht verlustbringend. Im allgemeinen muß bei der Mast der Grundsatz gelten, sie so rasch wie möglich zu beenden, weil dann kürzere Zeit Erhaltungsfutter und Haltung sowie Pflege notwendig ist. In erster Linie ist es eine zweckmäßige und reichliche Ernährung, die die Mast verkürzt und somit verbilligt. Eine gewisse Ausnahme 'bilden die abgemagerten Arbeitstiere, namentlich Zugochsen. In den meisten Fällen werden die Zugochsen in recht abgetriebenem Zustand zur Mast aufgestellt. Dann müssen sie erst an die Verarbeitung großer Mastfuttergaben gewöhnt . werden. Anfänglich ist auch etwas eiweißreicher zu füttern, damit die trockenen Muskelfasern aufquellen und mit Fleischsaft durchdrängt werden. Die Tiere haben auch Unterhautbindegewebe zu bilden, zwischen denen das Fett ausgenommen wird. Auch hiefür ist etwas Eiweiß notwendig. Bei der Mast ausgewachsener Tiere wird im wesentlichen nur Fett gebildet. Hiefür eignet sich im allgemeinen ein Futter mit geringerem Ei-weißgehalt. Wo aber jüngere Tiere gemästet werden, die neben Fett auch noch Muskeln ausbilden, also Fleisch ansetzen, da muß schon arbeitsreicher gefuttert werden. Der Eiweißgehalt des FutterS spielt •da eine umso größere Rolle, je jünger die Tiere sind. Ein wichtiges Gerät für die Mast ist die Viehwaaae. Die Tiere sollten mindestens alle vierzehn Tage gewogen werden. Man hat so eine sehr'gute Kontrolle, ob die Fütterung eine richtige ist. Im Durchschnitt kann man mit zwei Kilogramm Lebendgewichtszunahme je Tag und Kopf zufrieden sein. („Der deutsche Landwirt" — Prag.) VflanzenMutz im Mona Dezember Mit dem Monat Dezember tritt Ruhe u. Stille im Jnsektenreich ein. Im allgemeinen sind die Witterungsverhältnisse so, daß bis Weihnachten kaum mit nennenswertem Schneefall zu rechnen ist. Im Frühjahr hän sen sich die Arbeiten an und für sich, so daß jeder Tag mit gutem Wetter recht ausgenützt werden sollte. Dem Vogelschutz ist im Dezember erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Zur Durchführung des Vogelschutzes gehört auch die Vernichtung solcher Tiere, die den Vögeln erwiesenermaßen nachstellen, wie Katze, Wiesel, Marder, Elster u. a. Auch Ratten und Mäuse gehören zu den Feinden der Vogelwelt; sie sind in Gärten und im Haus unschädlich zu machen.^Außer Fallen verschiedener Art wendet seit Jahren schon einen besonderen Ratten- und Mäuse-bazillus an, dazu noch andere wirksame Mit tel. Von Wichtigkeit sind die Vorbeugungsmittel gegen Wildschaden. Bei ihrer Aniven dung ist zu.'beachten, daß derartige Verfahren zu wiederholen sind; auch wechselt man vorteilhaft mit den Mitteln, da die Tiere sich mit der Zeit an den üblen Geruch gewöhnen. In der Praxis soll sich ein Anstrich mit Fäkalien gut bewährt haben. Soviel steht jedenfalls fest, daß das für so viele Zwecke empfohlene wasserlösliche Obstbaum karbolineum auch als Vorbeugungsmittel gegen Wildverbiß wirksam ist. Zum Pflanzenschutz gehört ferner das rechtzeitige Bestellen des Ackers und des Gartenlandes. Insbesondere ist jetzt dir beste Zeit, den Wiesen Thomasmehl und Kai-nit zuzuführen. In Küche und Keller und auf dem Speicher ist Umschau zu halten, damit nichts dem Verderben ausgesetzt ist. Der Komposchausen verdient in dem Abschnitt Schädlingsbekämpfung besondere Be achtung, weil er bei unsachgemäßer Behandlung und Pflege ein Vermittler verschiedener Bvdenschädlinge sein kann. Es muß wie derholt darauf aufmerksam gemacht werden, daß alles mit Ungeziefer und Krankheiten behaftete Laub, Gehölz, Strünke usw. nicht auf den Komposthaufen, sondern ins Feuer gehören. Blumenzwiebeln werden oftmals von Wurzelmilben befallen. Ein Bestreuen mit Tabakstaub oder Insektenpulver ist zweckmä sttg. Erwähnt seien noch die verschiedenen Baumschwämme. An den Obstbäumen tritt häufig der Feuerschwamm und der Schwefelpilz auf. Wir haben es hier mit den Fruchtkörpern verschiedener Pilzarten zu tun, deren Myzel (Wurzelgeflecht) die bekannten Hvlzzevsetzungen verursacht. Wo die Obstbäume derartige Schwammbildungen zeigen, kann man ohne weiteres annehmen, daß die Zersetzung der Stämme und Aeste schon 'weit vorgeschritten ist. Zumeist kann dann nicht mehr viel getan werden. Auf alle Fälle müssen solche Schwammgebilde ent fernt werden, weil sie für die übrigen Bäume eine Ansteckungsgefahr sind. Bei den Beerensträuchern finden wir eben falls gefährliche Schwammarten verschiedener Form. Hier ist im vorhinein ein Heran sneh men und Verbrennen der betreffenden Pflanzen notwendig. Wenn auch das Vorhandensein der Mistel (Viscum album) in den Gärten nicht sehr häufig ist und ein ordnungsliebender Besitzer diese kaum aufkommen läßt, so sei die Mistel dennoch hier mit angeführt. Die von der Mistel besetzten Aeste sind am besten ganz herauszunehmen oder, wenn dies nicht angängig sein sollte, mindestens die betreffenden Aststücke wegzunehmen, und zwar ein größeres Stück unterhalb der Ansatzstelle, damit das im Holz sitzende Wurzelgeflecht restlos wegkommt. Bei den Kirschen fallen uns die sogenannten Hexenkesen auf, die große nestartige Gebilde zeigen. Auch hier ist ein Pilz (Exoas-eus cerasi) der Urheber der Krankheit. Ein Zurückschneiden bis auf gesundes Holz ist durchzuführen. Gesunbkeltspfleae d. Heilkraft-Erde. Unter dem Nainckrt Heilkraft-Erde wird seit kurzer Zeit eine von dem deutschen Naturforscher Dr. H. H* ctsche in den Urstof'en der Schweizer Bergvelt ent deckte, radiumaktive Erdart in den Verkehr gekracht, vielseitig mit Erfolg an ;e wendet und lebhaft weiterempfohlen. Sie miri) völlig sandfrei geliefert, läßt sich gut einnehmen, ohne den Magen und Darm zu belästigen, assimiliert sich beim Durchgänge tn't den schädlichen Stoffen, die im Magen und Darm vorhanden sind und bewirkt auf diese Weise eine vollständige Entgiftung oes Darmes, welcher Erfolg schließlich zur Heilung von vielen Magen- und Darmkrankhetten führt. d. Gegen Magenschmerzen bewährt 'W eine aus 2 Gr. Menthol und 50 Gr. Milchzucker hergestellte Mischung. Man nimm dreimal täglich eine Messerspitze voll von diesem Pulver in einem halben Glas -t-ai-ser gelöst. Auch bei üblem Geruch aus dem Magen hat sich das Mittel als wirksam erweisen. d. Zur Beseitigung der Nasenröte fiehlt Bruck die äußere Applikation von Benzin. Durch die Verdunstungskalte werden die erschlafften Gefäße wieder zusaw-mengezogen. Mehrere Lagen Mall sind Benzin zu tränken und, ohne zu reiben, r» ze Zeit an die betreffende Stelle z» druck,' Die Nase erscheint bald glatt und 'pantV Wegen' der leichten Brennbarkeit des * zins darf die Prozedur bei künstlicher leuchtung nicht vorgenommen werden. /«henkt diesmal praktisch! Für Kinder 1595 ( Pullower von 38 — Gamaschen v. 18*— Westen „ 28*— Haferlsocken 7*50 Sweater „ 44*— Kappen v. 8*— Sheker „ 55*— Strümpfe „ 5*— Bamastiienhose „ 58*— Handschuhe # 13*— C. BUdefeldt, Maribor w JUem&c Anzeiq&t t a* AAA AAAiMA . Verschieden es SdvwvdvdwdGdddvvwvv- Gesucht lö'.rb ein Bankeinlage- buch mit mindestens 200 000 Din für eine beiderseits konve-nierenbc Kompensation. Zu-'chrijten unter „Sicherheit" in de Verw.______________16125 Prima Vollmilch um 2.50 Tin wird täglich ins Haus gestellt. Poste restante unter „Milch". Pesnica. _ _ 16003 Kompl. weiches Schlafzimmer, 2Ö00. hart. Schlafzimmer, 4000 — Küche 1000 Din n. andere Tischlerarbeiten werden b.uiflst ausgeführt. 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