PrSnomtrali««»-preist: Für Laibach: «»nzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . . 1 „ 20 „ vierteljährig. . . 2 „ 10 „ Vi»natliit . . — „ 70 „ M i t der Post: «»n, jährig . . . 11 fl. — Ir. Holdjährig . . . fi „ 50 „ vierteljährig. . . i „ 75 „ 6är Zustellung in« Hau» vierteljährig 25 It.. monatlich i) h, Tin,eine Nummer» « ft. Laibacher Tagblatt. Änontmt MittheUungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. «tialilif n Babnhosgasse Nr. 13*. ütprlilion und 3nftraltn-ßurran: «ongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung ron 3. ».Kleinmayr»!?. Bamberg >. infcrtimpnift: Für die einfpaltigc Petitjeile 3 kr. bei zweimaliger Einschaltung L 5 kr. dreimal 1 7 kr. Jnsertionsstempel jedesmal 30 kr. Lei gröberen Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 87. Montag, 17. Avril 1871. — Morgen: Apollonia. 4. Jahrgang. Der WienerGemcinderath «nd Döllinger. Die große Bewegung, zu der Professor Döllin-gcr den Anstoß gegeben, greift bereits über die Grenzscheide herüber. Den Kundgebungen zu Gunsten des muthigen Stiftsprobstes in München, welche t>on einigen politischen Vereinen der deutsch-österrei-chischen Provinzen ausgegangen, hat sich jetzt der erste Munizipalkörper des Reiches, der Gemeinderath von Wien, angeschlossen. Mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Majorität hat derselbe den Beschluß gefaßt, „Herrn Professor Döllinger für seine mannhafte Geistesthat die dankbare Anerkennung und die Simpathien der Wiener Bevölkerung in einer Adresse auszudrücken." Damit über den Zweck dieser Demonstration und über die Motive, welche den Gemeinderath zu derselben bestimmten, kein Zweifel obwalten könne, wurde ferner beschlossen, gleichzeitig an das Gesammtministerium eine Petition zu richten, welche auf eine gesetzliche Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche, und auf Zurückweisung geistlicher Uebergriffe durch entsprechende legislative Vorkehrungen dringt. Dieser Schritt der Gemeindevertretung von Wien wird, so bemerkt die „Pr.," nicht vereinzelt bleiben; binnen wenigen Tagen werden alle namhaften Stadtgemeinden Deutsch-Oesterreichs dem Beispiele Wiens folgen. Die Agitation wird sich aus den Nathsstuben in die Vereine, in die Gemeinde selbst verpflanzen und Dimensionen annehmen, welche keine Regierung unbeachtet lassen und über die auch das Ministerium Hohenwart-Jireilek nicht mit ablehnendem Achselzucken zur Tagesordnung übergehen kann. Mit dem heutigen Beschluß treten mm auch bündele ihrer Stammesgenosse» draußen im Reich ein in den Kampf wieder die ncukatholische Lehre der römischen Konzilsbeschlüsse. Aus Frankreich. Auf dem Kriegsschauplätze im Seinethaal, westlich von Paris, haben die R-gierungStruppen eine Schlappe erlitten. Der Spezialkorrespondent der „Times" gibt auch nach Mittheilungen, welche er von einem preußischen Generalstabsoffizier erhielt, die Gründe dafür an. Mac Mahon wollte nämlich am 12. den großen Angriff unternehmen. Und zwar sollte derselbe mit Umgehung von Astlivres über St. Quen gegen die Umfassungsmauer geschehen und durch das Thor von St. Quen in die Stadt gedrungen werden. Die Zustimmung der Preußen für diese Operation auf neutralem Terrain war bereits ertheilt. Um den Ueberfall — denn auf einen solchen war es abgesehen 7- zu maskireu, sollte gleichzeitig auf der ganzen Linie von Chatillon bis Asnivres ein Scheinangriff gemacht werden. Allein der Plan wurde dem Kommandanten Dombrowski verrathen; dieser machte zeitlich genug den Vorstoß gegen ASniöreS und Mac Mahon konnte seinen Angriff nicht ausführen. Die neuesten Nachrichten aus Paris gestehen zu, daß die Insurgenten Neuilly nicht zurückerobert und die Versailler Truppen aus den Positionen am rechten Seine-Ufer nicht verdrängen konnten. Nach dem erfolgreichen Sturm der Parlameutstruppeu auf Neuilly vom 7. April zogen sich die Jnsur- Operationsbasis aus die Versailler auö Neuilly zu verdrängen. Diese Versuche mißlangen regelmäßig, Cluseret wurde in Folge dessen seines Kommandos enthoben und der Pole Dombrowski zum Chef.General ernannt. Dieser Herr Dombrowski kommandirt seit dem 7. April in Paris. Seine Operationen hat er damit eingeleitet, daß er sein Zentrum gegen Neuilly vor-rückcn ließ, seinen linken Flügel ins Boulogner Gehölz bis hart an die Seine vorschob und mit dem rechten Flügel über Asniöres eine Diversion gegen die linke Flanke der Versailler Truppen unternahm. Die Vorschiebung deö linken Flügels sollte den vordringenden Feind zum Rückzug über die Seinebrücke von Neuilly zwingen, weil eine heftige Beschießung von rechts und ein gleichzeitiges Engagement in der Front etwas unbequem werden können. Aber die Versailler sind nicht über die Brücke von Neuilly zurückgegangen; sie haben vielmehr den Mont Valerien mit den TirailleurS Dombrowski's im Boulogner Gehölz sprechen lassen und die Schützen der Pariser Kommune in respektvoller Entfernung gehalten. In Paris ist jetzt keine andere Fahne gestaltet als die rothe. An Lebensmitteln fehlt es immer mehr; die Kommune ließ deshalb in der Gegend zwischen der Stadtmauer und St. Denis requiriren, welche im Präliminarfrieden für neutral erklärt wurde. Darauf ließ der Oberkommandant der deutschen Truppen eröffnen, daß im Wiederholungsfälle sofort die Feindseligkeiten eröffnet würden. Es beutet Alles darauf hin, daß diejenigen Kräfte, über welche die Nationalregierung einstweilen geilten unter Cluseret gegen die Stadtumwallung, ........................... ..V.w. ...... ____ respektive ait das Thor Maillot zurück und versuchten, verfügt, zu einem größeren Schlage nicht ausrachen die Deutschen Oesterreichs in aller Form als Ver-1 nachdem sie sich verbarrikadiri, von ihrer neuen Die Losung wird demnach heißen: Warten und sich Jeuilleton. Zwei Hechte. Der bekannte Professor Leo in Halle verglich vor mehr als 10 Jahren Napoleon den Dritten mit etnent Hecht im Karpfenteich und zwar in folgender drastischen Weise: finmaiS“1 üki0e" "Esse» wir gestehen, daß wir Navolcm?^ eine göttliche Mission des Kaisers w7d ?° IT* »«"«-reim umsnpnril„V < Karpfen leicht Krankheiten LenD^Ä toe,mJie Mr zu faul i,n Wasser in den ftnvif V'4?” "ach Bedürfnis; Hechte „„ ,5°rpfeElch zu setzen, um die Karpfen h fr» mlt' ~ u°d da nun einmal Europa Wdirt .«Sk ®Qsfcv eines ZivilisativnSkarpfen-!2 ,iÄ bet r,l'bm ist' »nd unser Herrgott W - • l '. “ )“be,t scheint zum jüngste» Tage, e.7 Äei ,T Ä Haupthecht in den Teich m Go" erhalte lhn uns zur Gesundheit!" m. .drofessür Ico hat m diesem eigentümlichen Jetgletch fast d.mnatonich bte wirkliche Bestimmung “t6 Napolcomdeit gezeichnet, denn trotz seiner Frie-°ensfrascologie hat eS wohl kein Mann besser ver- standen, durch stcteö Jntrigniren und Oueruliren die staguirenden Gewässer deö europäischen Karpfenteiches in Aufregung und beständiger Vibration zu halten, wie gerade der kaiserliche Hecht in der Seine. Eine überaus glückliche Idee hatte übrigens vor wenigen Jahren, wenn wir nicht irren, war cs im Frühjahr 1867, der Berliner Kladderadatsch, der das Leo'sche Bild aufgriff, aber statt des einen Rechtes — zwei substitnivte. Der geniale Wilhelm Scholz zeichnete den europäischen Karpfenteich und darin die beiden Hechte — Napoleon und Bismarck. Das Bitd erregte damals großes Aufsehen wegen der wirklich köstlichen Portraitähnlichkeit der beiden flechte, aber wir glauben, daß erst jetzt die historische Bedeutung deS Bildes erfüllt ist. Die beiden Hechte standen sich drohend gegenüber in einer Situation, die jeden Augenblick den Ausbruch deö Kampfes befürchten ließ. Die Hechte gehören zu den Raubthieroi, und wie auf dem Hühnerhofe schließlich nur ein Hahn der «»gebietende Sultan sein kann und der Streit nicht eher ruht, bis der etwaige Rivale zum Schweigen gebissen ist, so geht es auch mit den Hechten im Karpfenteich, der eine ruht nicht eher, bis der Rivale sich ohnmächtig und gedemnthigt in den Grundschlamm deö Teiches verkriecht oder biö er tobt und besiegt aus der Oberfläche herumtreibt. Es war ein gewaltiger Kampf zwischen diesen beiden europäischen Hechten ; mit raffinirter Schlauheit wurden von beide» Seiten die Vorbereitungen zum Entscheidungskampse getroffen. Verwundert und mit ängstlicher Spannung folgte» die Zuschauer de» scheinbar oft bedeutungslose» Zickzackbewegungen der sich gegenseitig scharf obferoivcitben Rivalen; Scheinkämpfe mit vorgeschobene» diplomatischen Aalen und politischen Karpfen wurden entrirt, um die Aufmerksamkeit vo» de» Hnuptaftionen abzulenkeii. Der Hecht an der Seine machte einen kecken Vorstoß in bei- Luxemburger Frage, bcr raffinirte Sprcchccht parkte aber den Stoß und brachte ihm i» bcr belgische» Eisenbahnsrage durch den diplomatischen Aal Frere Orban die erste empfindliche Schlappe bei. Endlich waren alle Vorbereitungen getroffen und der Hanptkampf begann. Thunnhoch schlugen die Welle» des Völkermeeres von dem erbitterte» Kampfe empor, dunkle Nacht, Donner und Blitz hüllte die Kämpfenden ein unb wie jetzt enblich bas beschwichtigcnbe Oel bcr Ruhe bte luilbaufbrnufcnbett Wogen geglättet hat unb bie Sonne bes Friedens heiter vom blauen Himmelszelt auf die Szene des grausamen Kampfes hcrabschaut — da hat das Verhängnis; sich erfüllt. Der vordem allmächtige Seinchccht ist ohnmächtig unb besiegt ans Lanb ge- verstärken. In dieser Hinsicht wird aus Lille gemeldet, daß General Ducrot aus den zur See an-kommenden Gefangenen eine Westarmee bildet, deren Ankunft man jedoch mit sehr gemischten Gefühlen entgegensieht. Ein Zuwachs wäre der Regierung schon erwünscht; allein man fürchtet die imperialistischen Einflüsse unter diesen Truppe». Mit den Versöhimngöversuchen sieht cs schlimm aus. Die Antworten Thier's lauten so energisch und gleichzeitig so drohend, daß die Führer der Insurrektion es wahrscheinlich auf das äußerste werden ankommen lassen. Der Kommunalrath verwarf auch bereits die Vorschläge des Chefs der Exekutivgewalt. In Paris bereitet man sich zum Kampfe vor, errichtet Erdwerke und Barrikaden. Es ist nun begreiflich, wenn unter solchen Umstünden sich die Deutschen ernstlich mit dem Gedanken an eine Intervention beschäftigen. Bereits stehen deutsche Schild-wachen längs der Nordbahn von St. Denis bei Paris, bis auf 200 Metres Entfernung von den Festungswerken. Aus Berlin ist General Hann, Kommandant des zweiten Armeekorps, aus den Kriegsschauplatz abgegangen. Fabrice soll bereits in St. Denis sein, wo auch Werder erwartet wird. Nach einem Pariser Telegramm der „Times" vom 13. d. haben sich die bei Eourcelles abgeschnittenen ‘2000 Mann Versailler Truppe» den Insurgenten als Gefange»e ergeben. „Daily News" meldet, daß Werder in St. Denis angekommen ist. Das Ranbsistem gewi»»t, i» der „heilige» Stadt" a» Ausdehnung. Freitag früh fand im Hotel Thiers' eine Hausdurchsuchung statt. Die Vorgefundene» Papiere wurde mit Beschlag belegt, das Silberzeu g in die Münze geschickt. Die Nationalgarde hat das Hotel besetzt. Die Kmmmtnc began» auch, i» den Kirchen von Paris genaue Durchsuchuugen vornehmen zu lassen. In mehreren Fällen wurden die vorhandenen Silber geräthe in die Münze gesendet. DaS „Jonrual Offizicl" der Regierung veröffentlicht ein Zirkular, welches sagt, daß ein Ausfall der Insurgeuteu gegen die Südforts kräftigst zurückgewiesen wurde. Die gegenwärtige Absicht du Regierung ist, ihre Positionen bis zu dem Tage zu behaupten, an welchem man durch eiue entscheidende Aktion diesem beklagenSwerlhen Bürgerkriege ei» Ziel zu setze» versuche» wird. Bis jetzt ist »ichts bedeuteuderes zu melden, als die Ankunft von Truppe» und Material. Assy sitzt noch immer in der Eonciergerie, ihm wurde der Hutmacher Amouroux beigesellt, der in schleudert, während der behäbige Spreehecht unangefochten die Gewässer durchstreift, als alleiniger Hecht im europäischen Karpfenteich! Das Wachsthum der Städte in Kanada, namentlich derjenigen in der großen Provinz Ontario, ist staunenerregend. Besonders Toronto bietet in seiner kurzen Lebensgeschichte das lebhafteste Beispiel einer raschen Entwicklung. Wir stehen im Februar 1795 am Rand einer schönen eisbedeckten Bucht, die sich eine englische Meile weit bis zu einer Sandbank erstreckt, gegen welche der Ontariosee mit wildem Wellenschläge anbraust. Wir versuchen gegen Norden zu blicken, aber die Aussicht ist durch unendliche schneebedeckte Wälder unterbrochen. Die Sonne scheint hell und die kalte, klare Luft gibt dem Körper und Geiste die Elastizität, um sich trotz der Euifamkeit und Wildheit der Szene behaglich zu fühlen. Hungrige Wölfe heulen und furchtsame Hirsche flüchten nach dem dichten Buschwerk, welches den Wald im Westen begrenzt. Jetzt entdecken wir Fußspuren im Schnee. Auch finde» sich Anzeichen von Menschenwerk; rothe Schuppen sind die Wigwams zweier Familien der Miffessauga-Jndianer. Alles ringsum ist wüste. Der den letzten Jahren des Empire gleich Affy eine Rolle als Agitator spielte uud noch am 11. im Name» der Koinnnl»e den Tra»erz»g bei Beerdi-guttg der bei Neuilly gefallene» Natio»atgarde» führte. Aiiderc Mitglieder der Kommune habe» die Flucht ergriffen, darunter Vcrmorel und der Doktor Gonpil. Um dieser Flüchtlinge wie der Ausreißer von der Nationalgarde habhaft zn werden, ist die Durchsuchung au den Stadtthore» verschärft uud es ist die Rede davo», den Eisenbah»verkehr ganz zu verbieten, namentlich den auf der Nordbahu. Die Aussichten der Napoleonideu. Da man vo» London einiges über bonaparti-stische Pläne meldet, so ist eine Beleuchtung der Ehanßen Napoleons gewiß zeitgemäß. Wäre eS der Regierung von Versailles rasch geglückt, de» Aufstand der Pariser Kommune zu bewältige» oder mit Hilfe einer starken Partei der Ordnung in Paris selbst ei»e» für die Republik uud die Freiheit günstigen Ansgleich zu erziele», so wäre der Bonapar-tismns »ur eine scheinbare Gefahr geblieben. Im schlinimsten Falle hätte der OrleaniSmnö die Mission desselben überkommen, die Gesellschaft vor den sozialistische» Idee» zu „retten." Allein der Orlea-»ismns zeigt sich so sehr oh»e Kern, daß der BourboniSmuS, den man längst begraben wähnte, keck sein Hanpt erhebt und Henry V. in manchen Kreisen schon als König betrachtet wird. Ein solches Treiben protegirt den Jmperalismus, der doch vor allen Dingen modern war und sich mit den demokratischen Formen abznsinden wußte. Endlich zeigt sich der Royalismus trotz seiner Keckheit zu schwach, Thiers, der den Bourbonisten als wesentlichstes Hinderniß für ihre Pläne gilt, zn beseitigen. In demselben Maße, als sich die gemäßigte Republik und die bourbonische Restauration zu schwach zeigen, um in entscheidender Weise die entsetzliche Krise zu beenden, bessern sich die Aussichten der Bonapartisten. Ihr Herr und Meister verstand das „Ordnung inache»" doch bei weitem besser. Je weniger die bisherige» Armeen von Versailles int Stande sind, den Aufstand zu bemeistern, und je mehr Zeit verstreicht, um eine Formirung der aus der Gefangenschaft zurückkehrendeu kaiserlichen Heere zu ermöglichen, desto gewisser werden sich unberechenbare imperialistische Elemente in der Belagernngs-und Beruhiguugöarmee kundgebeu. Würde es nicht vielleicht am Tage des Sieges nur eiues einzigen entschlossene» Generals bedürfen, der, seiner Truppen sicher, ein Pronunziamento zu Gunsten Napoleons IV. machte? Bei dem jeder sichere» Benr- »ächste Punkt mit zivilisirter Bevölkerung liegt 200 englische Meilen östlich, der Westen und Norden ist noch im unbestrittenen Besitze der Rothhäute. Wir treten in ein Wigwam ei» uud finde» die Judianer »icht mit Kriegsfarbe bemalt, wohl aber in tiefer Bekümmerniß. Sie haben das Gesicht des weißen MaitneS gesehen uud wissen, daß, wenn der Schnee geschmolzen und die Erde trocken geworden ist durch den warmen Sonnenstrahl, ihre Jagdgründe auf immer für sie verloren sind. Sie kommen nun, um auf ihren Häuptling z» höre», der ihnen ihr Schicksal voraus verkündigt in der Sprache Long-fellows: Witsche Manito, der Mächtige, Sprach zn mir in einem Tranme, Auch erblickt iS in dem Traume Die Geheimnisse der Zukunft, Auch der Tage, die ta kommen: Sah nach Weste» zieh'n^die Schaaren Unbekannter, mächtiger Stämme. Alles ianb war voll von Menschen, Rastlos drängend, treibend westwärts. In der Sprache zwar verschieden, Aber alle eines Sinnes. In den Wäldern klang der Axthicb ic. * * • * Sah die Reste unseres BolkeS Fortgeschwemmt nach Westen weiter, Wild und trübe wie Gewitter, Me verwehte Hkrbstesdlätter. thcilung und logischen Schlußfolgerung spottenden Charakter der französischen Nation ist auch eine bonapartistische Restauration möglich, »»d zwar um so mehr, wenn dieselbe durch ein Fernbleiben des kaiserlichen Ehepaares und durch eiue halbliberale Regentschaft von tüchtigen Generalen und wenig kompromittirten Minister» erkauft würde. (Tpst.) Politische Rundschau. Laibach, 17. April. Die vielbesprochene Vorlage des Grafen Hohenwart wird, wie das „Wr. Tgbl." hört, nachdem sie bereits die Zustimmung des Kaisers erhalten, iin Laufe dieser Woche eiugebracht werde». Nach 5"-deutuuge», die das Blatt über diese Vorlage «'• halten, dürfte sie dc» gespannte» Erwartungen schwerlich entspreche» und vielleicht den hochtönenden Titel einer Aktion gar nicht verdienen. Auch scheint in der letzte» Zeit in Betreff der föderalistischen Neigungen der Regierung eine Ernüchterung cingetrete» zu fein, die schon seit der Anwesenheit Rieger's da-tirt und durch die Wahrnehmungen, die Herr fiabit-tinek nenestenö in Prag zn machen Gelegenheit'hatte, ; noch erhöht worden, weshalb denn auch die Vorlage : ii» Laufe der Berathnngen, die ihr gewidmet waren, ■ solche abschwächende Modifikationen erfahren habe» soll, daß sic die Tendenz, der sie ursprünglich hätte i gewidmet sein sollen, kaum mehr zum Ausdruck j bringen wird. , Das „Wr. Tagbl." erörtert gelegentlich der j Kaiserreise die Forderungen der Trientiner. Eö bestehen, sagt das Blatt, in Trient drei Parteien! eine klerikale, eine liberalifirende und eine revolutionäre. Die Bestrebungen der klerikalen Partei sind hinlänglich bekannt. Freiherr von Giovanelli hat sic oft genug im Abgeordnetenhause und während der Dclegntionssitzungen zum uuverholcuen Ausdruck gebracht. Die liberalisirende Partei wünsO die Abtrennung des Trientiner Kreises von Tirol, einen selbständigen Landtag, eine selbständige Autonomie. Die revolutionäre Partei strebt die gänzliche Lostrennung des Trientiner Kreises vom öfter- ; reichlichen Staatsverbaude a». Das „Wr. Tgbl." sagt, es sei schwer, sich für oder gegen die Forderung der liberalen Partei zn entscheiden. Jede Modalität habe vieles für und ebenso vieles gegen sich-Aber es lasse sich schon jetzt profezeien, daß unter diesem Ministerium die Wälschtiroler ihr Ziel uid)1 erreichen werden, weil die tiroler Ultramontanen die grimmigsten Gegner der Lostrennung sind, Gras i Hohenwart aber seine g»te» Freunde nicht vor den Kopf stoßen wird. Sechzig Jahre später stehen wir an demselben Fleck. Die Szene hat sich geändert. Jetzt stehe» wir in der Mitte von Toronto, einer Stadt von 60.000 Einwohnern. Wir blicken nach Westen, wohin die Hirsche vor den Wölfen flohen, und finden lange Reihen glänzender Läden mit Fenstern von Spiegelglas und gefüllt mit den reichsten Waare» von Europa. Der Boden, auf welchen sie gebaut sind, ist 1(X) L. für je einen Fuß Frontseite werth-Wo der Wald stand, ziehen sich jetzt weithin breite Straßen, die sich in rechte» Winkeln schneide» und , von glänzenden Hänsern nnd reizenden Villen 9e‘ bildet werden; außerdem finden wir zwei höhe" Schulen, zwei Kathedralen, 24 Kapellen, ein schönes Postamt uud ein großes Krankenhaus. Manche dieser Gebäude sind architektonisch schön und tritt1 den für jede Stadt Europu's eine Zierde sein. , _ Ebenso war vor weniger als 50 Jahren die Stelle, wo jetzt London in Kanada steht, eine dWc Wildniß ohne Lichtung ans viele Meilen im Umkreis, und jetzt hat die Stadt 20.000 Einwohner, obgleich sie 30 englische Meilen landeinwärts vo>u nächste» Hafenort am See entfernt ist. Hainilt»n wurde 1813 gegründet und hat jetzt 25.CKX) wvhnern; 1870 wurde» mehr neue Häuser geba> als je in einem Vorjahre. Auch Ottawa ist bedtU teitd gewachsen, seitdem die Regierung dahin verM Wie aus Prag telegrafirt wird, stellt dort das czechischc Subkomitee für die Schul-Enquete an die Regierung das naive Verlangen, diese solle den politischen Behörden aufgeben, die Behelfe l)e\beizu-schassen zur Widerlegung des günstigen Berichtes, den der Laudesschulrath über den Stand der Schul-angclegenheit erstattet. Wenn das Subkomitee noch gesagt hätte: „Zur Kontrole" des Berichts! Aber nein! Die politische Behörde soll den autonomen Landesschulrath „widerlegen" auf Befehl der Regierung! Auch eine „autonome" Anschauung. (Pr.) Auf Anregung Böhme's, Professors an der Reichenberger Handelsschule, fand in Prag unter dem Vorsitze des Grafen Schönborn eine große K a -t h o l i k e n v e r f a m m l u n g zur Vereinigung auf politischem Gebiete statt. Das Programm der Versammlung lautet: Einstehen für die volle Freiheit der katholischen Kirche und ihrer Rechte in Schule und Amt; Einstehen für die Wiederherstellung der päpstlichen Souveränität, für die berechtigten Forde, rungen der Länder, für Versöhnung der Nationalitäten auf Grundlage der christlichen Liebe, Schutz gegen Massenverarmung durch eine volkswirthschaft-liche Gesetzgebung, welche auf christlichen Prinzipien ruht, schließlich Einstchuug für die Heiligung des Sonntags. Außer der zwischen der österreichisch-ungarischen Monarchie und dem Fürstenthume Montenegro abgeschlossenen Telegrafeu-Konvention soll noch auf te Initiative des Fürsten von Montenegro eine Po>tlo»venlion und ein Uebereinkommen wegen Herausgabe von gemeinen Verbrechern abgeschlossen werden. Die Verhandlungen darüber sind im Znge. Der deutsche Reichstag nahm die Reichs- v°rf°ssung in dritter Lesung mit allen gegen sieben Stimmen an. — In Betreff der n o r d - Schleswig>fche» Frage finden Besprechungen »Nb zwar unter Vermittlung Rußlands. Bis- 0,'vt zu, daß der Prager Vertrag in Betreff rlf v ° '"takt und in voller Rechtsverbind-"chkeit geblieben. .. Die Großindustrie des Elsaß macht den Deut-lcheii viel Sorge. Heber die Rückabtretnng des Induitneortes Mühlhausen au Frankreich sollen Unterhandlungen eingeleitet sein. Im deutschen Reichstage will die liberale Partei eine Interpellation ein-bringen wegen der Lage der I n d u st r i e l l e n im Elsaß; dieselben haben große Waarenmasseu aus-flcstnpclt, welche sie weder in Frankreich noch in Deutschland ab setzen können, da beiderseits Zollinien gezogen sind. Die Interpellation wird dahin gehen, was der Bundesrath gegenüber dieser singulären -age zu thun gedenke, um den Interessen der Jn-dustne des Elsaß, wie jener des Zollvereins, die vor einer Uebrrschwemmung mit jenen Waaren-massen ebenfalls zu schützen sei, gleichmäßig gerecht zu werden. Die französische Nationalversammlung hat das Mnnizipalgesetz mit 499 St. gegen 18 angenommen. Die aus dem Kriegsschauplätze jetzt angesammelten großen Ctreitkräfte lassen eine bevorstehende Entscheidungsschlacht vermuthen. Die Pariser fangen an die wahre Sachlage einzusehen, die Insurgenten sind entmuthigt. Die Zeitungsgerüchte über eine Allianz zwischen Rußland und der Pforte sind, einem Petersburger Telegramm der „Pr.“ zufolge, unbegründet, nicht minder das in Wien aufgetauchte Gerücht von einer bevorstehenden Zusammenkunft zwischen dem Czareu und dem Sultan. wurde. Durch den Ban von Eisenbahnen schwangen sich in wenigen Jahren Dörfer zu volkreichen Städten empor; am meisten aber trug die Ausdehnung der Industrie zum Emporblühen dieser Plätze bei. Vor 10 Jahren noch fand sich kaum eine wahrhaft bedeutende Fabrik, jetzt können sie nach putzenden gezählt werden. Ontario war noch vor fahren ein glänzendes Verkaufsfeld für icüt ,..ef,cr'*u6 der Fabrikate der Nnionsindnstrie; briTatrjcbei10 durch einheimische Fa- importirten wenigsten« Ä Quatitiit bcn ^"her sind selbst den ausländi?^'^ Wollenwaaren auch nach den Vereinigte?^» . unb werden tiirlich erfordert die Jndustt e ,^ 9?(,: und deren Bau gibt wieder ein?3eenÄ“1tn' menge lohnende Beschäftigung. Gesch^e Ler ^gesucht und oft sind sie gar nicht J halte,,. Große und immer mehr sich vergrößernde Gießereien sind in regelmäßiger Thätigkeit und selbst NahniaWnen werden in großartiger Anzahl sabri-' ®IC. clJt,c Fabrik dafür wurde 1860 in Ontario gegründet und hatte auf 5 Jahre ein Privileg um. Jetzt sind bereit ein Dutzend daselbst und ewige Derselben arbeiten besonders für den enropäi- Zur Tagesgeschichte. — Professor Oppolzer ist schwer erkrankt. Skoda und Duchek diagnostiziren eine „subakute" Tuberkulose. Man zweifelt an dem Auskommen des be-rUhmien Arztes. — Der „Figaro“ verzeichnet nachstehende seltene Ereignisse: „Der Tod de« Bürgermeister« Zelinka hatte seinerzeit die ungeheuerste Verwunderung erregt; denn in Wien war ein — ehrlicher Mann gestorben! Noch größere Berwunderung aber erregte der Tod des Seehelden Tegetthofs; denn der Tod hat uns einen — genialen Oesterreicher geraubt! Freuen wir uns, daß uns solche schmerzliche Verluste nicht mehr viele bevorstehen !" — Tran erfrier für Tegetthoff.) Aus Triest, 11. April, meldet die „Tr. Zig." : „Je 17 Kanonenschüsse, in Intervallen von einer Minute von Sr. Majestät Kriegsschiffen „Minerva" und „Curtatoue" im Hafen von Triest abgefeuert, gaben gestern hier das traurige Zeichen des Leichenbegängnisses des verewigten Marinekommandanten Wilhelm v. Tegetthofs, welches »m die gleiche Stunde, 4 Uhr Nachmittags, in der Hauptstadt des Reiches ftaltfanb. Mit dem ersten Schüsse hißten alle im Hafen liegenden Schisse, das Kastell so wie die öffentlichen Gebäude die Flaggen auf halben Topp und da« Geläute der Glocken au« allen Kirchen mischte seinen wehmüthigen Klang mit dem Donner der Geschütze, die Cent Sieger von Helgoland und Lissa, dem unersetzlichen Chef Sr. Majestät Kriegsmarine den Scheiden,ruß gaben. Die Konsuln aller fremden Mächte hatten sich dieser Trauerfeierlichkeit freiwillig angeschlofsen und von allen Konsulatsgebäuden wehte die nationale Flagge mit Flor behängt auf halbem Topp. — Aus Fiume, 10. April, wird berichtet: „Während des ganzen heutigen Tages trauerten alle im hiesigen Hafen vor Anker liegenden Kauffahrteischiffe, selbst die ausländischen, durch auf den halben Topp gehißte Flagge; dasselbe Trauerzeichen führten da« Gubernialgebäude und die Marineakademie." — Das Wiener Hilfskomitee des Deutschen Bereins versendet einen summarischen Bericht über seine Wirksamkeit. Nach demselben haben die Sammlungen 42.296 fl. in Barem und einen nahezu ebenso hohen Werthbetrag in Naturalgaben erreicht, so daß das Gesammtergebniß in runder Summe sich auf 80.000 fl. beläuft. Der Verein entsendete die Doktoren Steiner, Mayerhofer, Pflcger und Kudlich, sowie fünfzehn Barmherzige Schwestern auf den Kriegsschauplatz. Die Sendungen von Liebesgaben erstrecke» sich auf die Lazarethe in Dresden, Leipzig, Berlin, Hanan, Mainz, Frankfurt, Köln, Linz am Rhein, Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart und München. — Die Münchener Stadtpfarrer wollten gestern durch eine Erklärung von den Kanzeln die Behauptung Döllingers widerlegen, daß die Geistlichkeit selbst nicht an die Unfehlbarkeit glaube, u. zw. wie folgt: Wir halten fest an den KonzilSbefchlüffen als katholische Christen, rotil wir von Christus angewiesen werde», aus die Kirche zu hören; als katholische Priester, um nicht den Pfarr - Angehörigen das Beispiel des Ungehorsams zu geben; als Staatsbürger, weil wir überzeugt sind, daß das Unfehlbarkeits-Dogma das katholische Volk nie in Kollisionen mit der StaatSbürger-pflicht bringen kann. — Im Tonhallenprozesie (wegen der Exzesse bei der deutschen FriedenSseier) in Zürich verurtheilte das Kriegsgericht drei Angeklagte zu dreimonatlichem Gesängniß, Tragung der Prozeßkosten und Entschädigung eines Verwundeten, sowie zur Entschädigung der Tonhalle. Die übrigen Angeklagten wurden wegen Mangels an Beweisen sreigesprocheu. — Auf den Straßen von Paris sieht man keine Damenhüte mehr, da diese zu aristokratisch sind. Die Frauen tragen Kapuzen oder Kopftücher. — Der Kaiser von Rußland wird Mittc Mai zum Kurgebrauche in Kisiingen eintreffen und auf der Durchreise dem Berliner Hose einen mehrtägigen Besuch abstatten. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Konstitutioneller Verein in Laibach.) Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Vereinsmitglieder zur 30. Versammlung einzuladen, welche Dienstag den 18. April l. I. Abends halb 8 Uhr im Kasino-Glassalon stattfindet. Tagesordnung : 1. Die Haltung des Abgeordnetenhauses; 2. Resolution für Döllinger und Petition an die Regierung und den Reichsralh auf staatliche Abwehr — in der Unfehlbarkeitsfrage. — (DasLcichenbegängniß de« Herrn Dr. Nikolaus Recher) fand gestern unter außerordentlicher Theilnahme der Bevölkerung statt. Seit dem Tode des Herrn Bürgermeisters Ambrosch erinnern wir uns keinen so imposanten Leichenzug gesehen zu haben. Die erste krainische Leichenbestattungs-An-stalt des Herrn Doberlet hatte die Beerdigung in der gewohnten würdigen Weise besorgt. Zahlreiche frische Kränze schmückten den Sarg, während ein prachtvoller Kranz mit weißgrüner Schleife, von den Mitgliedern des Gemeinderathes ihrem verblichenen Kollegen gewidmet, von einem HauSofsizier der LeicheubestattungS-austalt vorangetragen wurde. Vor dem Sarge schritten die Zöglinge der Institute Mahr und Waldherr und jene der Handelsschule. Hinter demselben folgten zunächst die Familienmitglieder und Verwandten de« Verstorbenen, dann der gefammte Gemeinderath. Der, konstitutionelle Verein und der Laibacher Turnverein waren durch Deputationen vertreten; ferner schlossen sich der Landespräsident, der Landeshauptmann und zahllose Leidtragende aus allen Ständen und Berufs-klasseu dem ungeheueren, wahrhaft unabsehbaren Trauerzuge an. Die Straßen und Plätze, durch welche sich der Kondukt bewegte, waren ebenfalls von Menschen dicht besetzt. — (Die freiwillige Feuerwehr) hielt gestern Früh des ungünstigen regnerischen Wetter« halber die beabsichtigte große Uebung nicht ab. Es hatte zu derselben, wie wir hören, eine Abtheilung der Gurk-selber Feuerwehr kommen wollen, am SamStag Abend wurde jedoch bereits nach Gurkfeld telegraphisch abgesagt, dafür wird aber am kommenden Sonntage (bei nur halbwegs günstigem Wetter) eine große Wasier-übung stattfinden und werden dazu Deputationen au« Gurkfeld und aus Cilli erwartet. — (HerrGraf Anton Auersperg) (Anastasius Grün) beging am 11. d. M. in Graz seinen 67. Geburtstag; er wurde mündlich, schriftlich und telegrafisch von seinen zahlreichen Verehrern begrüße. — (Ernennung.) Das hohe k. k. Finanzministerium hat den als Konzipist bei der Finanzprokuratur in Innsbruck eingetheilten vormaligen Pro-kuraturS-Adjunkten Dr. Guido Visconti, welcher auch durch längere Zeit der hiesigen Finanzprokuratur zugetheilt war, zum Adjunkten bei der kärntnischen Finanzprokuratur ernannt._______________ Witterung. Laibach, 17. April. Gestern Nachmittag Aufheiterung, Abends sternenhell, (leute trübe, Südwestwind mäßig. Wärme: Morgen« 6 Uhr 4- 7.4“; Nachm. 2 Uhr + 12.6° R. (1870 + 9.6°; 1860 4-9.4°). Barometer im fafltn 324.9tV". Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme 5.6°, um 1.7° unter dem Normale/das gestrige 8.7", um 13 über Demselben. Der vorgestrige Niederschlag 5.08'". Eingesendet. Beseitigung aller Krankheiten ohne Medizin und ohne Kosten durch die delikate Gesundheitsspeise Revales-ci6re du Barry von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50foch in anderen Mitteln erspart. 72.000 Zertifikate Uber Genesungen an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust-, Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem-, DrUsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Kopien gratis und franko gesendet werden. Zertifikat-Nr. 64210. Neapel. 17. April 1862. Mein Herr! In Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Ab-wagerung uttto Leiden aller Art. Ich war außer Stanve zu lesen oder zu schreiben; hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper, schlechte Verdauung, fortwährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenausregung, die mich hin- und hertrieb und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ; dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte, sowohl Inländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciäre versucht, und jetzt, nachdem «ch drei Monate davon gelebt, sage i* dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung Marquise de B r 6 h a n. In Blechbüchsen von % Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Kevalescifere Choco)at6e in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du B a r r y L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur und Anton KriSper; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg PiSztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Hafelmayer; in Graz Oberranzmeyer; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Angekommene Fremde. Am 16. April. Elefant. Mihelac, Radolica. — Caliqaris, Festtara, -■ Vertol, Festiara. — Kovac, Besitzer, Wippach. — Stern Sam. und Sigm., Kaufleute, Agram. — Kopak, Zilli. — Liechtsckieindl, Studirender, Wien. — Novak, Studirendcr, Steinbüchel. — Heller, Wien. - Fritze, Fabrikant, Prag. — Jelauscheg, Besitzer, Feistriz — Kornitzer, Reisender, Wien. — Rupuik, Privat, Ragusa. — Billiger, Privat Triest. — Paulucich, Privat, Triest. ■- Rossi, Kausm., Turin. — Dr. Wolf, f. f. Landesgerichtsrath, Rudolfswerth. — Globocnik, erzbischöflicher Kanzler, ^'örz. — Baronin Taufsrer, Graz. Stadt Wien. Servakori, Kausm., Villach. — Kern, Kaufm., Wien — Spitaler, Privat, Graz. — Einstein, Kaufm., Stuttgart. — Baron Marburg, k k. General, Marburg. — Langer, Gutsbesitzer, Pogauitz. — Dr. Beuedikter, Mediziner, Treffe». — Graf Pace, Privat, Pouovii. Balerleelier Hof. Kanz, Warasdin, — Mäher, Triest. Verstorbene. Den 16. April. Zäzilia Herleinsberger, Bürgers tochter, alt 33 Jahre, in der Stadt Nr. 160 an Erschöpfung der Kräfte. — Lukas Ucep, Taglöhner, alt 26 Jahre, *™ Zivilspital an der Abzehrung._________________________ tm Wiener Börse vom 15. April. Staatsfonds, i Selb Butt b»-rc.R-ntc, »st.Pav. 69.- 69.10 dt», bto. üft.inSttb. «8.76! 6S 86 Epte »CD 1864 . . .! 89.60 90 - Sote eon 1860, iinnje 96 40 96 61 8ofe eon 1860, Sitnft. i(i8.— i(8 60 Vrämienl». e. 1864 .1 m.— m 50 Qrundentl.-Obl. I ©ttietmatl juSfciit.l 98.-* amten, Ärein | n. Äflftcnlanb 6 Bngatn . . ju 6 Rtoat.u. ©Iat).5 6te6en6ätg. „ 5 Oest. Hyv«th.-Baul. Prlorltäts-ObU». &tlbfc.=®ef. ju 500 SJt. bto. ®on« 6 »6t. 9!otb6. (100 fl. liTi.). -©t«6..8.(a00fl.8.to.)! 89.— 94.— 86.60 79.70 80.— 83.60 84.— 74 76 15.- Aotlou. Sottonelbanl . . . 780.- 784 — Union« ®«n! . . . 269.26 269.75 Brebitanftalt . . . | *78 81, Ü7S.Ö0 K, 6. $8comt)tc=t.=$!. >35.— — .— Fraulo - Austria . .114.- 114.2« «atl. »etb.«9lorbb. .1 2192 22V5 SübbLhn-G-Ielllch. . 18' 80 182 -Jfdf. Slil»d«h->vah«. *:o 50 SSt -wri'-Putrtriy&abn >61 ?5 *67 50 tficfccvti.Sltentatjn .; 6125 109 Jf Sl-atKahn. ; . ,,416.— Rolf. Rr.'-,..äoli;f5b.. 197.—1198 -■ Sliwclet E.-B. 168—18^5(1 ififitb-Bium. Bahn . 173.— 174. Pfandbrief*. Biation. L.W. Berieft). Ena. ’titb.-tetitnti!’.. Mz.öst.Bob.°«rreb>'.. bto. in 33 j.tutfs. . 98 6’>! 98.-iJv.Hö #0.50 106.40 il06.9C 87.- I 87,25 Lose. Credit 100 fl. ö. W. Don.-Dampfsch.-Ge ,u 100 fl. CM. . Triest» 100 fl. CM. bto. 60 fl. Ö.2B. Cfenct . 40 ff. ö.A Salm . „ 40 „ lalffl) . „ 40 „ larv . „ 40 „ ©t. ®enot8„ 40 „ Windis-dgratz 20 „ Walbstem . 20 „ Krg'evild . 10 -Slubolftistift. 108,« Weoha9l(S$icn.) :%i&. 100 ft. ftibb.ti ftrantf. 100 R. t „ vonbon 10 PI. t^tei Paris 100 Francs ÄHtneea. *0»8tenc8ftiie . Bcr-'illSk!?alkr . 6Sill>r.t . . Geld! Ware NS — 113.25 28 239 50 «6 90 96.10 1 «S.— 89 20 139.- 139.40 184.- 134.50 89.00 90 20 97.— 97 25 162 75 163 - 99.— 100.- 182.— 125- 68.— 60.- 63.— 34.- 39.- 40.- 29.— 30.- 35.- 86.- 31.60 32 5i- 21.50 22.50 22 — *3 - 16 iO 17.- 15.50 16 | 1104.50 104 70 j 5 04 80 104 W) 1185.25 125 ^0 1 . 5 8' , ! 5 t,0 .1 9.97 | 9 97' .] 1.84» 1.8» .1122 £0 •123 — Telegrafischer Wechselkurs vom 17. April. 5pcrz. Rente österr. Papier o9.—. — ■F>perz. Reuic üfterr. Silber 68.80. — 1860er Staatsanleben 96.30. -Bankaklieu 746. — Kreditaktien 278.70. — London 1^5.20 — Silber 122.40. - K. f. Münz-Dukalen 5 8!». — Na poleonSd'or 9.96'/,. Lottoziehung vom 15. April. Trieft: 25 22 65 45 54. Danksagung. Für die so große Theilnahme während der Krankheit unb für die so außerordentlich zahlreiche Betheiliguug der hiesigen Behörden, Korporationen, Vereine, dann der Bürgerschaft von Laibach, Krainburg, Lack und der vielen anderen Privaten am Leichenbegängnisse des Herrn Dr. Nikolaus Necher sagt ihren tiefgefühltesten Dank (167) die trauernde Familie Recher. Grubenbrunn in Oberschischka sind zu vergebe«. Wohnungen' mit oder ohne Möbel (171) Freiwillige Malm. Mit Bewilligung des löblichen Stadtmagistrates Laibach wird (170— 1) oiii &o. d. M. Vormittags im Freiherr v. Zois'fcben Hause am Rann Nr. 174, 1. Stock, nebst mehreren anderen Einrichtungsstücken und Gegenständen eine sehr hübsche Garnitur Saloneiurichtung im Wege btt freiwilligen Lizitation gegen gleich bare Bezahlung veräußert werden. Kauflustig- werden hiezu eingeladen. Römerbad (das steirrischr Gastrin), Eröffnung der Saison am 1. Mai, an der Südbahn (vom 1. 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