Nr. 121. Dienstag, 31. Mai 1898. Jahrgang 117. Aibacher Mung. «nzilbA .^""sPrtlS - M!t Postversend,i na: ganzjähr!« fl. 15. halbjährig fl. 7 50. Im Comptoir: lltln. c!, ,"' h°l»jähr!g fl. 5-50. Für die Zustellung ins Haus aanzjähri«. fl. 1. — InsertlonSaebür: Für ^ ° ^nlerate bi« zu 4 Zellen 25 lr, größere per ^eile 0 lr,- l>cl üstereu Wiedclholuugen per Zelle 3 lr. Die »llaib, Zta,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. Die Udminiftratlon befindet sich llongressplah Nr. 2, die Nedactlon Varinherzigergasse Nr, 15, Sprechstunden der Medallion von 8 bi« 11 Uhr vor» mittags. Unfrantierte Vriefe werben nicht angenommen, Manuscripte »Icht zurNckgestellt. Mit 1. Juni beginnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Unv.^^lÜnumerations-Bedingungen bleiben wandert und betragen: "it Postversendung: für zaibach: 8°Mrig . . 15 st. _ kr. ganzjährig . . », st. - lr. fahrig . . 7 '. 50 . halbjährig . . 5.5». M°n« V"s ' » ' 75 . vicrtel/ährig . 2 . 75 « "°n°tllch... i . 2» . monatlich. . . - . »« « «lbon^ ^'k Zustellung ins haus für hiesige "nenten per Jahr 1 Gulden. portn^?? ^tr Pränumeratwns - Velrage wollen "Nei zugesendet werden. ?!^ Jg. u. Kleinmmir ä: Fed. Zamberg. Amtlicher Cheil. All^kMk k. und k. Apostolische Majestät haben mit Gu s °M" Entschließung vom 13. Mai d. I. dem TruHs s)"' Friedrich Dobner von Dobenau die ^>eisen-Würde allergnädigst zu verleihen geruht. Re^Ä^ k- und k. Apostolische Majestät haben mit Hinan, ^ Entschließung vom 14. Mai d. I. dem A nMthe der Finanzprocuratnr in Trieft Dr. Heinrich latbez ö den Titel und Charakter eines Oberfinanz-leiben "" Nachsicht der Taxe allergnädigst zu ver-^" geruht. ^__________ Kaizlm. p. Ällers^? k. und k. Apostolische Majestät haben mit 3inni?'^ Entschließung vom 8. Mai d. I. dem Bert>i ° s,^^tespicicntelt Peter Ghilloni das silberne geruht "i niit der Krone allergnädigst zu verleihen bruSerei^^' .^ 1«W wurde in der l. l. Hof- und Staats» ^"viiuu. "lelblatt, das chronologische und alphabetische Rechte in«^^ böhmischen Ausgabe des Reichsgeschblattes vom ,6 3ieiHs .""b bas XXVII. Stück der böhmischen Ausgabe «endet, ^lleietzblattes vom Jahre 18l18 ausgegeben und ver< Nichtamtlicher Theil. Delegationen. (Fortsetzung,) H Budapest, 25. Mai. ergreif^ ^"^ Kriegsuiinister v. Kriegha m in e r k^I^sWort und erklärt: Bevor ich auf die Beantwortung der von den einzelnen Herren Delegierten gestellten Fragen eingehe, kann ich mit Freuden constatieren, dass jeder Herr Redner, ob er pro oder contra gesprochen hat, seine Ausführungen mit dem Ausdrucke des Wohlwollens und der Sympathie auf die Armee eingeleitet hat, wofür ich den Herren meinen Dank sage. Der Herr Del. Bielohlawek hat zunächst den Wunsch nach Einschränkung des Präsenzstandes und Verringerung der großen Uebnngen ausgesprochen, indem dadurch Ersparungen herbeigeführt werden könnten. Den großen Uebungen wird in allen europäischen Armeen großer Wert beigelegt. Die Staaten, welche diese Uebungen rechtzeitig durchgeführt haben, haben dadnrch große Erfolge errungen, da von den Commandanten des Corps angefangen bis herunter die Truppen durch die Uebungen kriegsgeschulter geworden sind. Es wäre ein großer Fehler, in dieser Richtung Ersparungen zu versuchen. Der Herr Delegierte hat bemerkt, dass verschiedene Stunden für das Ausrücken nnd Einrücken bei den Truppen bestehen. Dies sei eine ganz natürliche Sache. Die Ausrückung findet nach Compagnien statt. Eine Compagnie macht eine Feldübung, die andere geht auf den Exercicrplatz. Die eine braucht fünf Stunden, die andere ist in drei Stunden fertig. Die letzte Beschwerde des Herrn Delegierten war die, dass die Unterofficiere in einem Regimente sich alle Distinctionszeichen kaufen mussten. Vielleicht hat sich einer die Distinctionszeichen selbst gekauft, weil er feiner gearbeitete haben wollte, aber dass einer dazu verhalten worden wäre, ist eine Veschnldigung, wegen der ich den Betreffenden zur Verantwortung ziehen müsste. Wenn der Herr Delegierte mir den Truppenkörper nennen könnte, wo dies vorgekommen sein soll, würde ich die Sache erheben. Ich glaube aber, das ist kaum möglich. Dem Delegierten Tschernigg erwidernd, bemerkt der Minister, die Strafprocessordnung ist mit Beschleunigung ausgearbeitet worden. Es haben sie alle Factoren zur Begutachtung bekommen und sie liegt sammt der Einführungsuerordnung bei den betreffenden Ressortministericn, deren Zustimmung sie gebraucht, und wird dann den Gesetzgcbnngen beider Reichshälften vorgelegt werden. Die Vergütung für die Einquartierung gehört in das Ressort der Landesvertheidigungs' Ministerien und ist gesetzlich geregelt. Der Herr Del. Tschernigg hat über Misshandlungen bei den Truppen gesprochen und wie ich sagen kann, in wohlwollendem Tone, der aber die vorgebrachten Dinge umso schärfer hervortreten ließ. Ich kann auf diese Dinge nicht eingehen, wenn er nicht die Güte hat, mir concrete Dinge zu nennen. Der Herr Del. Turnherr hat über die Mannschaftskost gesprochen und getadelt, dass kein schnelleres Tempo eingeschlagen werde, um zu erreichen, dass die Soldaten jeden Tag ein warmes Nachtmahl bekommen. Dieses ist wohl angebahnt worden, kann aber doch nur mit einer successiven Steigerung behandelt werden. Ueber die zweijährige Dienstzeit ist auch von verschiedenen Herren Delegierten gesprochen worden, und ich glaube, es liegt hier eine falsche Auffassung in Beziehung auf den Kostenpunkt vor. Wenn wir die zweijährige Dienstzeit nicht mit dem erhöhten Recruten-contingent einführen, so hieße das, den Präsenzstand um ein Drittel verringern; denn es ist doch klar, wenn man zwei Drittel statt des Ganzen nimmt, so wird ein Drittel weniger. Die zweijährige Dienstzeit ist also ohne Erhöhung des Recrutencontingents überhaupt unmöglich. Abgesehen hievon, muss ich aber auch noch auf die Schwierigkeiten hinweifen, welche sich der zweijährigen Dienstzeit entgegenstellen und bei uns doppelt hervortreten infolge des verschiedenen Bildungsgrades der Bevölkerung. In dem geringeren Recrutencontingente liegt es, dass beispielsweise in diesem Jahre von 240.000Tauglichen nur 126.000 als Necruten eingereiht werden, während die anderen, wenn sie auch auf keine Begünstigung Anspruch haben, nur infolge ihrer höheren Losnummer zum Präsenzdienst nicht beigezogen werden. Mit dem niedrigen Recruten-contingent hängt es auch zusammen, dass die so gewünschten Beurlaubungen im dritten Jahrgange nicht durchführbar sind. Ueber das Lieferungswesen, welches der Herr Del. Dr. Kienmann berührt hat, möchte ich nur sagen, dass ich alle Institutionen, wie sie in Niederösterreich durch den Landtag angebahnt worden sind, mit Freuden begrüße. Ich habe schon wiederholt betont, dass die landwirtschaftlichen Genossenschaften und Lagerhäuser im Interesse der Armen ebenso liegen wie im Interesse der Producenten. Der Deleg. Graf Kottulinsky hat über die vierte Waffenübung gesprochen. Ich habe schon erwähnt, dass diese Angelegenheit dem Landesvertheidlgungsministerium zukommt. Er hat auch über die Unterofficiere gesprochen. Wie aus dem Gesetze vom Jahre 1879 zu ersehen ist, ist die Verbesserung der Lage der länger dienenden Unterofficiere angebahnt und auch die er-wähnte Einführung von Abfertigungen ist bereits in Feuilleton. ^"" vergessene ^e der Jütischen Alpen. ^n HrauProf. Ulba Hininer in der Section .ttmill. es deutsche,, und österreichischen Alftenvereins. lralibel"'-.^. wenigstens das ermüdende Auf- und Ab- ^ weit?,« «/" widerspenstigen Latschen vorüber, denn Echuttr A lWieg liegt klar vor uns. Ueber kleine ^"'renend? ^?^ Grasbänder führt er steil, aber sehr Ehrend « s""während die herrlichsten Ausblicke ge- ^Unnnlw, >"" ""s der Ostseite der Höhe zu. Den obersten den letzte» ^"/^ ^ eine menschenfreundliche Hand in Mirens,«^ ^k" dem Berge abgenommen; der ganze ^a'M^w'tano ist bis auf die Wurzeln nieder- ^nstumm?' ^ geht s'ch's zwischen den schwarzen ^bschicu/l. " " "us der nicht minder schwarzen, fetten ^ Uhr a,?" und leicht dahin. Dass es schon gegen A^ela Nii3^ wir den Scheitel der unartigen Mi),,?,, "^ gewinnen und bei der drallen ^ der ss,,.t""sele Besuchskarte abgeben, liegt weder Ms ^ >!""U"g noch an der Schwierigkeit des ^seres'«;'/," lediglich an der großen Gemüthlichkeit ? wir dpn , ""b deni zeitraubenden Geplänkel, mit ^ abtrnk» """""holzbewachsenen Berge einen neuen s.. Kein m ?°Uten. Mel d,V^Wa.er, der auf gemiedenem Pfade zum Walt he '.5 Wmschönen, wohlausgeprägtcn Aerg- ""IlMiegen ist, wird von hier scheiden, ohne durch die Umschau, die sich ihm da bietet, sich reich belohnt zu fühlen. Wie alle Seitenäste, die aus dem Herzen der Triglavgruppe abzweigen, eine mehr oder minder umfassende Uebersicht über einzelne Theile dieser reichgegliederten Hochgebirgslandschaft bieten, so auch die Bergflanke rechts von der Krma, deren kühnst aufragendes Fclsgestcll wir mit der vodnik znü unter unseren Fuß gebracht haben. Schon die Vorstellung der ungeheueren, stufenlosen Steilwände, mit denen die Gipfelfläche nach der Nord- und noch mehr nach der Westseite hin in eine furchtbare Tiefe abfetzt — ein unvermittelter Absturz, der an Grausigkeit hinter der weltberühmten Nordwand des Triglav nicht viel zurückstehen dürfte — erweckt dem nicht ganz Schwindelfreien Grauen. Ein Abblick vom änßersten Rande dieses Felsensöllers benimmt selbst der Brust des Verggeübten den Athem. Und nicht nur in einer Wand ___ und das ist eben das Großartige dieser Scenerie — sondern in einer ganzen unheimlichen Waudflucht setzt dieser, auf der Südseite so heiter übcrgrünte Gebirgswall zu dem walddunklen Grunde der Krma ab. ,, ^, ^ , , Die reizende Umschau, welche d,e 1)« doInp « ö darbietet, in allen Einzelheiten bloßzulegen, kann hier nicht meine Aufgabe sein. Ich beschränke mich daranf. die Hauptpunkte herauszuheben, welche das Kennzeichnende dieses Rundbildes ausmachen und die mir aus dieser keck gethürmten Warte jedesmal den höchsten Genuss bereitet haben. Dazu rechne ich vor allem den großartigen, nicht nur höchst lehrreichen, sondern auch malerisch schönen Einblick, den man hier in die östliche Gipfelwelt des Triglav und der Rjovina erhält. Wie von keinem andern Gipfel der Iulifchen Alpen kann man von hier aus den Lauf des Krma-thales, über dem der ehedem fo gefürchtete und wohl auch überschätzte Werner als plattengegürteter Grenzwächter hereinblickt, bis in seine obersten Faltungen vollständig verfolgen. Die Karawankcn Md vom Mittagstogel bis zum Hochobir, die Steiner Alpen in ihrem westlichen Theile in vollster Deutlichkeit aufgefchlossen, von den waldfinstern nnd almenbelcbtcn Hängen der Polluka und Ilovca gar nicht zu reden, die wie aufgeschlagene Bücher vor dem trunkenem Auge des Beschauers liegen. Frei nnd ungehemmt schweift der Blick durch das Savethal hinab bis zu den Hügeln derVransica und den das Laibacher Feld umkränzenden Höhen. In die Kette der niedern Bill ich grazer und Vifcho flacker Berge fügen sich im Südosten die fesselnde Pyramide des Kr a in er Schneeberges und die sanften Kerbungen des Birnbaumer-waldes. Auch im Südeu sind die nächsten Nachbarn der 1) obo 1 a poö nicht hoch genug, als dass nicht der ganze Ostflügel der Wo ch einerberge mit der freundlichen ^) rnu. pi- ut, duftumflofsen herübergrüßen könnte. Vom Thal und See sieht man hier freilich nichts, denn da schiebt das neidische Brüderpaar der Draski» Gipfel unserer Ncugier einen Riegel vor. Alles in allem: ein Anblick, der sich neben viel theuerer erkauften Gebirgspanoramen unseres Krainer Oberlandes sehen lassen darf und selbst dm verwöhnten Alpinisten fesseln mujs! Laibacher Zeitung Nr. 121. 984 31. Mai 1898. diesem Budget enthalten. Das hiedurch angestrebte Resultat wird sich wohl nicht auf alle Regimenter gleichmäßig verbreiten, weil die Grundbedingungen für das Weiterdienen in den verschiedenen Ländern sehr verschieden sind. Immerhin ist aber auch auf diesem Gebiete ein Fortschritt erzielt worden, nachdem nicht nur die Dienstprämien geblieben, sondern auch Vorsorgen getroffen worden sind, dass der Unterofficier bei seinem Austritte eine Abfertigung bekommt. Was die Gagenerhöhungen betrifft, so ist es selbstverständlich, dass dies mein wärmster Wunsch ist, und ich würde nicht verdienen, auf diesem Platze zu sein, wenn es nicht mein Bestreben wäre, das vorgestreckte Ziel zu erreichen. Desgleichen ist es mein ununterbrochenes Bemühen, zu erzielen, dass die Versorgungsgenüsse der Witwen und Waisen von Beamten und Officicren wenigstens mit denjenigen der Civilbeamten gleichgestellt werden. Sie können überzeugt sein, dass ich sowohl die Frage der Erhöhung der Gagen als der Versorgung der Witwen und Waisen nach Officieren und Beamten meine volle Aufmerksamkeit und Thätigkeit zuwenden werde. Was die Kosten der Gagenerhöhung für die Officiere betrifft, möchte ich ihnen auf Grund einer Zusammenstellung, die ich gemacht habe, die Beruhigung geben, dass dieselben im Verhältnisse zur Gagenerhöhung der Civilstaatsbeamten eine geringe Summe darstellt. Ich glaube nicht zn irren, dass die Erhöhung der Gehalte der Civilstaatsbeamten in allen Königreichen und Ländern sich auf etwa 18 Millionen belaufen dürfte, während die Kosten der Gagenerhöhung, die ich für die Armee geplant habe, nicht ganz fünf Millionen betragen. Ueber die Betheiligung des Kleingewerbes an den Heereslieferungen habe ich mich schon im Ausschusse ausgesprochen. Was das Avancement der Militär-beamten betrifft, fo hängt dasselbe davon ad, ob sich auch ein Abgang ergeben hat. Man könne nicht in einer Beamtenbranche nur hohe Diä'tenclassen haben. Quin-quennalzulagen in der Armee einzuführen, wird kaum möglich sein. Was das Impfen anbelangt, so glaube ich in dieser Frage auf die Meinung einzelner hin keine radicalen Umänderungen vornehmen zu dürfen. Wir haben mit dem Impfeu die vorzüglichsten Erfahrungen gemacht. In Garnisonen, wo Vlatteru aus-, gebrochen sind und die nöthige Vorsicht beobachtet wurde, dass die Mannschaft mit der Bevölkerung nicht ^ in Contact kommt, hat sich nicht ein einziger Fall einer Infection ereignet. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Der Delegierte Dr. Schücker hat Klagen über sehr viele unserer Sanitätseinrichtungen vorgebracht. Ich glaube, dass der Betreffende, der diese Daten ge«! liefert hat, doch nicht die Einsicht in all dasjenige haben dürfte, was in Bezug auf unfere sanitären Einrichtungen geschehen ist und geschieht. Auch in dem Dreißig-Millionen-Credit sind Vorsorgen für sanitäres Mahnahmen einbegriffen. Zum Schlufse bemerkte der Minister, dass die Belastung des Pensionsetats gegen das Vorjahr zurückgegangen ist. (Beifall.) (Fortsetzung folgt.) Politische Ueberficht. Laibach. 29. Mai. Der vom niederösterreichischen Landtage beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des Realschulgesetzes für Nieder-österrcich durch Einführung des Neligions - Unter -richt es an den Oberclassen der Realschulen, hat die kaiserliche Sanction erhalten. In der Schluss sitzung der ungarischen Delegation sprach Minister Kallay den Dank und die Anerkennung Sr. Majestät des Kaisers für die rasche und gründliche Erledigung der Vorlagen aus und dankte ferner namens der gemeinsamen Regierung für das derselben entgegengebrachte Vertrauen. Präsident Hell machte in seiner Schlussrede den Vorschlag, den Dank wie der Anerkennung Sr. Majestät des Kaisers im Protokolle Ausdruck zu geben. Der Vorschlag wurde zustimmend, angenommen. Der Präsident Hell erklärte: «Die Delegation hat im Bewusstsein ihrer Verantwortlichkeit dafür vorgcsorgt, was sie der Stellung, dem Ansehen und dem Gewichte der Monarchie sowie der Sicherung der Wehrfähigkeit der Monarchie und des Landes schuldig ist.» Der Präsident schloss: «Erheben wir uns in unseren letzten Worten zu dem, der mit seinen großen fürstlichen Tugenden und Thaten uns jederzeit und überall erhebt, blicken wir zu ihm empor, der mit seiner großen, edlen Gestalt nicht nur unsere Blicke auf sich lenkt, soudern cmch unsere Herzen an sich fesselt und unsere Herzen mit einer über das traditionell ererbte Maß unserer pflichtschuldigen Treue und Loyalität hinausgehenden Verehrung, Bewunderung und Hingebung, mit Dank erfüllt, der, von der Liebe seiner Völker und seines treuen ungarischen Volkes umgeben, vor uns steht und den inmitten dieser Liebe, dieses Dankes die göttliche Vorsehung lange, lange glücklich in Kraft und Gesundheit erhalten möge, damit er die Liebe und den Dank seiner Völker noch lange, lange genießen könne. Es lebe Se. Majestät, nnser geliebter und großer König Franz Josef!» (Stürmische Eljenrufe.) Zur Wahlbewegung im deutschen Reiche wird mitgetheilt, dass die Zahl der nationalliberalen Neichstagscandidaten gegenwärtig 122 beträgt. Eine aus Rom zugehende Meldung betont, dass der Tod des Mar ine ministers Vrin im gegenwärtigen Augenblicke auch in politischer Beziehung einen schweren Verlust für die Regierung bedeute, da Brin unter den piemontcsischen Deputierten einen großen Anhang hatte. Die Schwierigkeit der Situation, in der das Cabinet sich befindet, erscheine dadurch erhöht. Die Neubesetzung des Marineministeriums sowie des schon seit einiger Zeit vacanten Ministeriums für Post und Telegraphen wird erst nach Stellungnahme der Kammer gegenüber den von der Regierung einzubringenden politischen und ökonomischen Vorlagen erfolgen. ! Wie man aus Paris meldet, ist der dortige ^bulgarische diplomatische Agent, Herr Gcschow, über telegraphische Anweisung seiner Negierung nach London abgereist, um bei der Leichenfeier Gladstones den Fürsten Ferdinand und die bulgarische Negierung zu vertreten. Nach einer aus London zugehenden Meldung hat der Sultan die Ernennung des englischen Bot- schafters in Petersburg, Sir N. N. O'Connor, zum Botschafter beider Pforte bereits agmert. ^" O'Connor wird Mitte Juni die russische Hauvtjtaoi verlassen. . Wie man aus Petersburg meldet, trifft M morgen der Emir von Bokhara ein. Er wlrd m Winterpalais absteigen und zwei Wochen in Petersburg verweilen. .« Aus Athen wird gemeldet, dass die Ausland reise des Königs Georg nunmehr als feststehet'" anzusehen sei. Gegen die Mitte Juni beabsichtigt on König dem russischen Kaiser einen Besuchs zustatten. . , Nach einer weiteren, aus Athen zugehe"^ Meldung haben sich den Truppen, die zur WiedH bcsetzung Thessaliens abgegangen sind, ^ thessalische Flüchtlinge angeschlossen, die ungesäumt m>> ihren unbeweglichen Gütern Besitz ergreifen sollen..^ Negierung habe eine große Anzahl dieser Flüchtling mit Geldmitteln unterstützt. Tagesueuigleiten. — (Eisenbahn-Conferenzen.) .Die Eise^ bahn-Conferenzen in Lindau in Baiern sind been ^ worden. Außer dem hielten an drei aufeinander folgenden Tagen auch ^ niederösterreichisch-ungarischc und der österreichische' ungarische Eisenbahnvcrband ihrc diesjährigen Konferenz ab. Nach Erledigung der anhängigen Tarifangelegenhelt ' namentlich betreff der Import- und Exporttarife '"^ beziehungsweise von Vosnien und der Hercegovina, w die seit langem eifrig studierte Frage einer Vereinfach der kostspieligen und complicierten CartellabrechilUNg österreichischen, ungarischen und bosnisch-hcrcegoliiiniH Bahnen neuerdings eingehend verhandelt. . ^) — (Ernteaussichten in Frankre'^ Ueber die Ernteaussichten liegen die folgenden ^'".^. Nachrichten vom 10. d. M. vor: Die Anbaufläche > Getreide übertrifft jene in den Jahren 1896 und 1» , Der Stand des Wintergetreides ist alls 33 Departcl»^ sehr gut, aus 51 gut und aus 3 ziemlich gut; ^"' „t, Frnhjahrsgetreides ist aus 15 Departements sehr 3 aus 31 gut und aus 4 ziemlich gut gemeldet. ..^1, — (Die Tretmühle in den engl»!^^ Gefängnissen) soll endlich abgeschafft und att ^ dessen nützliche Arbeit stir die Gefangenen ""^M werden. Das englische Criminalrecht hinkt bet"^ dem der anderen Länder nach. Der Minister des ^" beabsichtigt auch noch weitere Reformen durchz">") . Bisher mussten die Sträflinge die ersten 26 Tage ^ Matratzen auf Brettern schlafen. Das soll abgw" ^ werden. Auch soll unschuldiges Gespräch unter den ^ lingen hinfort nicht mehr gänzlich verboten sein. . ^ — (Einc Niesenkan 0 ne.) Die Ame"«^ stellen jetzt eine Kanone fertig, welche die größte ^ mächtigste wird, die bisher existiert. Diese Kanone .^ wie wir einer Mittheilung des Patent-Bureau 3 ^ ^» in Wien entnehmen, 126 Tonnen wiegen, d. i. ^ .»l mehr, als die große Krupp-Kanone, die uach Ehicag ^ Ausstellung gesendet wurde. Das Kaliber dieser ^ ^ ist 0 400 in, ihre Länge 14 8« ni, ihr Durchmesser ^ Verschlusscnde 1 52 m. Die Geschosse wiegen das e> ^, Gewicht von 1043 Kilogramm, also mehr als l während jede Puluerladuug 453 Kilo wiegt. Das ^^ Z)ev Gvannr vorn Oolde. Moman von Drmanos Gandor. (24. Fortsetzung.) Thora war einige Schritte zurückgewichen. Hochaufgerichtet, mit erhobenem Haupte und glänzenden Augen, das vollendete Ebenbild ihres Vaters, stand sie vor ihm. In diesem Augenblicke war jede weiche Regung aus ihrer Seele geschwunden. Thora fühlte nur die grenzenlose Ungerechtigkeit, welche in dem Verhalten des Vaters lag; etwas in ihr bäumte sich auf, verhärtete ihr Empfinden und forderte ihren Stolz heraus. «Ich will alles thun, was du verlangst, Vater», sagte sie ruhig, «aber ich kann nicht einen Mann heiraten, den ich nicht liebe, ja, den ich zu verachten Grund hatte. Ich kann mich uicht für mein ganzes Leben unglücklich machen, bloß, weil du es befiehlst. Das wäre kein Act kindlicher Liebe, fondern lediglich blinder Sclavengehorfam —» Der Senator zeigte mit gebieterischer Handbewegung nach der Thür und Thora gicng, ohne noch ein Wort zu sagen, ohne sich noch einmal umzublicken. Auf der Treppe begegnete ihr Mathilde. Ein Strahl höhnischen Triumphes stammte iu den stcchcudcn Augen der jungen Frau auf, als sie Thoras Blässe und den tiefen Ernst in den Zügen der jüngeren Schwester wahrnahm. >. , 'Hohl leinen Erfolg gehabt'., sagte sie mit dmbo^chem Lächeln. «Wirklich schade und wirklich wvmderbar. da du doch die Gelegenheit, dass Onkel Christian oder ich nicht oben waren, so gut wahrgenommen hattest! Ja, liebe Thora, dir ist hier jetzt ein« für allemal die Petersilie verhagelt. Daran änderst du nichts!» Thora würdigte die höhnischen Auslassungen ihrer Schwester keiner Antwort. Ohne sich umzublicken, schritt sie die Treppe hinab. An der Thür zu Theodors Zimmer klopfte sie an und trat, seine Aufforderung dazu nicht erst ab« wartend, in dasselbe ein. Der Professor saß vor seinem Schreibtisch. Aber er arbeitete nicht. Tief in Gedanken versunken, lehnte er in dem Armsessel davor, den Kopf auf die Hand gestützt. Bei Thoras Eintritt fuhr er nervös znsammen. «Du, Thora?» sagte er. «Du siehst so ernst aus! Was bringst du?» «Ich war soeben bei dcm Vater!» erwiderte Thora. «Er will keine Versöhnung. Er hat mich hinaus-gewiesen, und meines Bleibens kann hier im Hause unter diesen Umständen nicht länger sein!» Theodor schwieg ein paar Secunden. «So gehst du mit mir!» entschied er. «Ich will ohnehin zum Herbst wieder nach Bonn übersicdelu. Ich werde mir dort eine Haushaltung einrichten, die zugleich auch dir eine Heimat sein wird.» Thora schüttelte den Kopf. «Nein, nein, Theodor», fagte sie, «du meinst es gut mit mir, aber das will ich nicht. Der Vater würde es dir übel nehmen, wenn du mich bei dir aufnähmest und in dieser Weise gewissermaßen gegen ihn Partei ergriffest. Ich werde mir meinen eigenen Weg durchs Leben bahnen. Ich werde solange für' mich selber forgen, bis der Vater einer VersöY ^ zugänglich ist. Einmal wird er sich doch besinn" ^. einsehen, dass er mir mit seiner Härte unrecht »y ^ Theodor drückte seiner Schwester liebevo" Hand. yMc» «Ich glaube dir, dass du den ehrlichen ^^ hast, Thora», sagte er, «und ein starker Wille „^ viel zu vollbringen. Aber du hast es nicht ers v ^ wie schwer einem Mädchen und besonders e"" chl bildeten Mädchen der Kampf ums Dasein ge, ^, wird. Deshalb darfst du meine Hand nicht z" ^ stoßen. Wir beide halten znsammen, und )"" ,,jch! ganze Welt gegen uns. Wer weiß, ob ich t»eu^ eines Tages mehr bedarf, als du heute lMM"^ltc»' Es lag uuendlich viel Wärme in feinen ^" ^l Thora fühlte das auch heraus, und in "Usbre^,j Empfindung schlang sie beide Arme um 69 Hals und küsste ihn. „eintt «Wir sprechen wohl noch einmal darüber», ^ch sie. «Ich gehe jetzt in mein Zimmer und den einmal ruhig über alles nach!» , ^el>' Sie versucht es auch, ihre Gedanken zu >" ^hc und alles zu erwägen, aber die dazu noWa> ,st, fehlte ihr. Allein dennoch fagte ihr die N"'^j dafs Theodors Ausfpruch über die Stellung ^.,! selbständig den Kampf nms Dasein führenden j ^i Mädchens richtig sei nnd dass es ihr sch""^,,. werde, überhaupt eine passende Existenz zu ftno ^ Während sie noch hin und her grübelte u' .^ einem Entschluss raug, trat Ferdinand in lhr ^ ^ Ohne Gruß und Einleitung kam er auf den " , seines Erscheinens. (Forlsehmig fulgt.) i jacher Zeitung Nr. 121. 985 81. Mai 1898. Ms ? ^°" b^ Kanone auf mehr als 25 Kilometer Ack? " loerden. Die Herstellungskosten dieses Monstre-^Mbetragen 27, Millionen Gulden. Merarisches. die ^? ^ sich die Culwr erstreckt, hat sich auch H 'Große Moden welt», mit bunter Fächer« bas"n ' ^^lag John Henry Schwerin, Berlin W. 35, Liebt ^""^^ erworben. Das ist indessen sehr begreiflich, fail,/ '""" bM'e künstlerisch ausgeführten Köpfe, die ^ Mächtigen Stahlstich-Modeil-Colorits, Ganzsignren Klle °^'Unbleanx, welche prächtige Genrebilder dar-han^' ^k" entzückenden Details, die große Wra-^ warbeitenbcilage, die illustrierte belletristische Beilage, Neila "^^ Nomanbeilage «° q,^ ^"gesottenes Obst. Eine ansgezeichnetc Er> ^ ^lng hj^,^ b^,^,^ eingemachte Früchte, weshalb vnses"^ ^^"sfran versännlt, ihren Hanshalt damit zu griiü ^^ Hausfrau wird es nun mit Frendcn be-^^en, dass die bekannte Verfasserin des «Wiener Koch-Eich.^u'tschaftsbnches. Amalic Grünzweig Edle von Ecile ?- "' ^^lagc von s^ioriz Perles, Wie,«, 1., das V"'^ ^' "nen vorzüglichen Behelf, betitelt: «Ueber säf^,, """chen und Aufbewahren von Früchten, Frucht-Wa 6 ^ nnd Gemüsen», Preis 60 kr. (Mrk. 1), N^-Mebcll hat, ill welchem die besten Rcecpte und so Ä^c zum Einsieden des Obstes :c. enthalten sind, knackt ^ Frau init Leichtigkeit die schmackhaftesten ein-praktn^" ^"chle selbst bereiten kann. Dieses äußerst Hauls, s ll"d billige Büchlein sollte deshalb in keinem Mte fehlen. s^3" bemsclbcn sicher noch möhr Freunde zuführen e>»es lv"" bl'chcr hatte. Der Preis ist im Interesse '"ordci! "'""k" Verbreitung auf uur 90 kr. festgesetzt hirsia^m " ^^^r Rubrik Besprochene kan,l durch die N^, Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. !^^/rg bezogen werden. ^cal- und^rovinzias-Nachrichten. ' Mugsteu. latbol^ ^'^^^ Psillgstfest, das Gründungsfest der Word,, 3. ^^^' ^t nach geheiligtem Branch gefeiert Nlit ^ ?^ ^oulkirche war an beiden Feiertagen gefüllt Herze?!/"^"' ^" gläubigeu Gemüthes lind andächtigen Geiste 5^ ^"^^ Saerament, in dem sie vom heiligen die ^,."!^""den gestärkt werden, cmpfiengen. Das Glück, bedeut. 5> ^"' ^"^^r, fiir die ja Pfingsten Freudenfeste wocht, ^ ^ Segenswunsch der Eltern begleitet, uer-Cs a.>^. ^^ verdrießlichste Negenwetter nicht zu trüben, grosje m« allerdings den Menschenkindern nicht das blühend U^ der Natur ill Flur und Hain, nnter der M,? ^^äuchern, unter wogenden Getreidefeldern, in wurden k'^ Schölcheit und Pracht zu feiern. Zwar voll A wenigen Stunden, die uns gestern nachmittags Firml^""^cmä wetterwendisch beschert waren, von bereif 5" ""^ Nichtftrmlingen weidlich ausgenützt, doch der ,, ^ ^"^ hcrabströlncudc wolkenbruchartige Rcgenflnt des 3",^e"oe eill rasches Ende. Der schönste Theil in, K s? Psingstfestes eiltfaltcte sich daher diesmal ihren ,,^b" Familie, wo die helle Freude der Firmlinge freuten !v"^^"' Ausdruck faud. U,ld die Erwachsenen die Mi« ^ '"^- denn es gibt nichts Angenehmeres, wie so viel ?"'^' ^' '""r 's sonst zu erkläre», dass sich die Alten und il,r ^ "'^ ^'chc lnachtcn, u,n zunächst ihreu Kindern einen s s Freunden, sodann auch manchen Fernstehenden 55irmlin " Tag zu bereiten. Beim Anblicke der putzigen 'vach,v.^ "" Iestgewande finden außerden, die Er-' "'" herzersrcuellden Gennss in der Erinnerung an ihre eigene sorglose Kindheit. Die Liebe zu den Kindern kommt daher zuerst in vollem Umfange zum Ausdrucke. Nun liegt es aber im Wefen der Liebe, dass sie, einmal geweckt und in Wirksamkeit gesetzt, nach einer weiteren Ausdehnung und Bethätigung verlangt nud sich zur allgemciuen Menschenliebe entwickelt. Es ist ja eine Eigenthümlichkeit des menschlichen Herzens, dass es, je mehr es von seiner unendlichen Fülle austheilt, im Gegensatz zn allein Räumlichen oder Körperlichen nicht etwa ärmer, sondern immer reicher wird, reicher an Liebe nnd an allen Segnnngcn, die damit verknüpft sind. So kommt es denn, dass eiu so unendlicher Zauber, eine so unaussprechliche Poesie diese gesegneten Feiertage begleiten! Zahlreichen Geschäftsleuten, insbesondere den Gartcn-wirtcn, bereitete freilich das ungünstige Wetter leider großen, großen Schaden, denn gerade Pfingsten bedeutet anch für sie sonst die Zeit der Ernte. Der Fremdenverkehr war natürlich kaum nennenswert, die angesagten Concerte unterblieben. Hingegen waren alle Pfingstzüge der Süd-bahn mit Reisenden überfüllt, die gegen Trieft fnhren. Eines zahlreichen Besuches erfreute sich die Adelsberger Grotte, die gegen 2000 Personell besichtigten. Bericht des k k. Gewerbe-Inspectors über den IV. Aufsichtsbejirk. (Fortsetzung.) Von größeren Banten, die im Bezirke durchgeführt wurden und erhöhte Unfallsgefahr mit sich brachten, ist eines Brückenbaues zu gedenken, bei welchem zwei Pfeiler mittelst Caissons gemauert wurden. Schon vor Beginn der Arbeiten wurde den Vorkehrungen zur Verhütnng von Caissonerkrankungcn Anfmcrksamkcit zugewendet nnd trotz« dem, dass die Maximalgründungstiefc nnr 8 in betrug, wobei im Caisson ein Luftübcrdruck von nur 0 8 Atm» sphären erforderlich wurde, der Betriebsleitung die ärzt> liche Voruntersuchung der Caissonarbeitcr als nothwendig bezeichnet. Ganz besonders erwähnt sei auch, dass der Stadt-rath vou Marburg zur Sicherung der Banarbciter eine Zusammenstellung der Sicherhcitsvorkehrnngen veranlasste und herausgab. Die Verhältnisse bezüglich der Krankenversicherung boten den Aufsichtsbeamteu mir wenig Anlässe zu be> sonderen Beobachtungen oder zu positivem Eingreifen in der Sache. Was diesfalls im Berichtsjahre vorkam, beschränkte sich auf vereinzelte Wahrnchmnngcn bei In< spectionen über Nichtanmeldung von Arbeitern zur Kranken« Versicherung. Es betraf dies 2 Steinbrüche, 2 Ziegeleien, 4 Sägewerke, 1 Stöckefabrik, 1 Tischlerei, 1 Gerberei, 1 Pfcrdckotzcu-Fabrik, 1 Brauhaus, 1 FruchtsäftoFabrik und eine Holzschleiferei. Erklärt wnrde diese Unter» lassung damit, dass die betreffenden Gewcrbeinhaber die bezüglichen Arbeiter als Dienstboten uud nicht als gewerbliche Hilfsarbeiter ansahen, oder aber damit, dass diese Arbeiter nur in zeitweiliger Verwendung staudcn. Bei mehreren Betrieben auf dem Lande wurde die Nicht-anmeldnng dnrch die Abneigung der Arbeiter gegeil die Krankenversicherung herbeigeführt, die über das Wesen derselben, ihre Vortheile uud die ihnen erwachsenden Ansprüche ganz uud gar im Unklaren waren und deshalb von dein Beitrittc und den Einzahlnngen nichts wissen wollten. In einer Mühle waren die Arbeiter der betreffenden Krankencasse mit zn niederen Lohnsätzen gemeldet worden. Die Krankenversicherungs-Beiträge wurden fast ansnahms« los von beiden verpflichteten Parteien in der vom Gesetze vorgeschriebenen Höhe geleistet. In 18 Fällen zahlte der Unternehmer den ganzen Versicherungsbeitrag allein. In einem Fonrniersägewerke wurde die durch ein so< genanntes Uebereinkommcn gedeckte Praxis beanständet, wonach die Arbeiter die ganze Prämie znr Krankcncasse einschließlich der auf den Gewerbeinhabcr entfallenden Tangente zahlten, während diefer wieder die Kosten der ganzen Unfallversicherung bestritt. In einem Falle war zu Gunsten eines Bauarbeiters zu intervenieren, bei dem es zweifelhaft war, welche Kon den verschiedenen Kranken-cassen, denen er der Reihe nach angehört hatte, für dcn Fall seiner Erkrankung zahlungspflichtig sei. Der Mann wurde vou eiuer Casse au die andere gewiesen und solcherart wochenlang ohne Unterstützung gelassen. Häufiger kamen wir in die Lage, uns mit der Uufallvcrsichernng der Arbeiter zn beschäftige!,. So fanden wir bei den Inspcetionen Betriebe, deren Unternehmer es unterlassen hatten, der Pflicht zur Anmeldung bei der UnfaNucrsichcrmlgs-Anstalt zn genügen; solches wnrdc in 1 Steinbruche, in 3 Sägewerken, 1 Lohbrechc, in 1 Lodenfabrik, in 3 Fabriken zur Herstellung von Nahrungsund Gcuussmitteln uud in l Baumaterialiengeschäfte constaticrt. Die Unterlassung hatte in mehreren Fällen ihren Grnnd darin, dass die Inhaber über die Vor-schristcn des Gesetzes nicht genau unterrichtet waren und bezüglich ihrer Betriebe es nicht ganz außer Zweifel staud, ob dieselben der Vcrsichernngspflicht unterlägen Bei den gegen Unfälle versicherten gewerblichen Betriebe» wurde in einer nicht unbeträchtlichen Zahl derselben die ganze Prämie von dcn Unternehmern bestrittcn. Bei cincr BahilbaU'Untcrnehmnng waren die den Arbeitern gemachten Abzüge für die Unfallversicherung höher, als sie zu sein hatten. Es wurde selbstverständlich diese Un- gehörigkcit sofort eingestellt. In 1 Steinbruche, 1 Säge llud 1 Holzschlciferei wurde beanständet, dass die zn leistenden Versicherungsbeiträge entweder erst nach einem Halbjahre oder wohl gar erst am Schlüsse des Jahres, wenn cndgiltig abgerechnet wnrde, abgezogen wurden. (Fortsetzung folgt.) — (Das k. k. Handelsministerium) hat der Handels- und Gcwcrbekammer nachstehenden Finanz-ministcrial-Erlass vom 27. April 1897, Z. 21.086, z»r Kenntnis gebracht: »Ueber vorgebrachte Beschwerde», dass die Verlantbarungen über das Aufliegen der Erwerb-steuerregistcr ill ungcuügeudcr Weise erfolgen, auch abgesehen hievou aber deu Erwerbsteuerpflichtigen gegenwärtig nicht in einer zur Begründung ihrer etwaigen Reeurse alisreichenden Weise die Möglichkeit der Einsichtnahme ill die Erwcrbsteuerregister geboten werde, findet das Finanzministerinm zur Darnachtung in künftigen Fällen Nachfolgendes allzuordnen: 1.) Die Steuerbehörden haben die Kuudmachung über das Aufliegen der Erwerbsteuerregister zugleich niit der Veranlassung ihrer ortsüblichen Verlautbarung nnd Aufnahme in das Amtsblatt jeweils auch der Handels- und Gewerbekammer ihres Bezirkes mitzutheilen, welcher es sohin überlassen bleibt, deren etwaige weitere Publieicruug durch die Tagcs-blä'tter oder dergleichen zn veranlassen. 2.) Die Steuerbehörden haben nach Ablauf der im Artikel 38, Z. 4, V. V. 1, Vorgesehellen Frist denjenigen Erwerbsteuertrüger», welche sich durch ihren noch nicht in Rechtskraft erwachsenen Erwerbstcner-Zahluugsauftrag diesbezüglich legitimieren, die Einsicht in das Erwerbstcuerregister zu ge-währen, insolange sich das Erwerbsteuerregister in der in Artikel 38, Z. 4, vorgeschriebenen Form im Besitze der Steuerbehörde befindet. Dies gilt iusbesondcre auch für die im Laufe der Veranlagungsperiode gemäß H 60 P. St. G. neu veranlagten Erwcrbsteuerträ'ger.» * (Menagerie Kludsky.) Die Menagerie vou Karl Kludsly, die uou ihrem früheren Aufenthalte in Laibach noch in gutem Angedenken steht, bietet in der gegenwärtigen todteil Saison eine willkommene Abwechslung, da sie viel Sehenswertes und auch Lehrreiches enthält. Besonders schöne nnd wohl-gepflegtc Ranbthiere, darunter eine Löwin mit drei Jungen, sowie viele andere und anch seltene Thicr-arten sind zn sehen. Angenehm fällt die Reinlichkeit auf, die sonst nicht zn den hervorragendsten Tugenden voll Wandermenagerien gehört. Sehenswertes wird auch auf dem Gebiete der Thierdrcssur geleistet. Insbesondere finden die Leistungen eines vom Director Kludsty wohlerzogenen Dickhäuters, dessen seelische Eigenschaften von guter Abstammung zeugen, vielen Beifall. Der stattliche ^ Elefant bietet in Gesellschaft eines lustigen Pouys besonders der Jugend Augenweide. Etwas gruslichcr sind die knhueu Productionen eines Dresseurs im Käfige mit Löwen, Wölfen und Panthern. Sie werden aber mit großer Sicherheit und Geschicklichkeit ausgeführt und finden daher großen Beifall. * (Placat - Sä ulen.) Der Inhaber des Placatierungs-Vnreans Herr Kalifch erhielt die Bewilligung zur Aufstellung von Placat-Säulen, die zweifellos einem fühlbaren Acdürfuiffe entsprechen, da hiedurch das An-kündewesen geregelt wird. — (Promenade-Concerte) werden diesen Donnerstag nnd an allen folgenden Donnerstagen der Sommerszeit unter Tivoli von der Musikkapelle des 27. Infanterieregiments veranstaltet. * (Kraniche.) Freitag, den 27. d. M., um halb 12 Uhr nachts flog ein Zng Kraniche, dem bekannte» Geschrei nach zu urtheilen, in beträchtlicher Höhe über den Schlossberg, in der Richtuug von Süden nach Norden, welchem 20 Minuten später ein zweiter Zug, aber iu viel »iedrigercm Flngc folgte. Merkwürdig ist es, dass die Kraniche heuer nnsere Gegend bei so später Jahreszeit passieren, da dies sonst schon Anfangs oder Mitte April zn geschehen pflegt. — (Gemeinde-Vorstandswahlen.) Bei der anl 14. d. M. stattgehabten Wahl des Gemeinde-Vorstandes in der Ortsgcmeinde Obergurk wurdcu Johann Znpanc, Grundbesitzer in Snoile, z»m Gemeindevorsteher, Josef Hribar, Grundbesitzer in Vidcm, Franz Rebol, Krämer in Gmajna, nnd Anton Globular, Gruudbesitzer aus Vcl. Lese, z» Gemeinderäthen gewählt. — Bei der Gemeinde - Ergä'nznngswahl der Ortsgemeinde Bresnitz wnrdc an Stelle des verstorbene» Gcmcinderathes Mathias Cop, Franz Paplcr, Besitzer in Doslowitsch, für den Nest der laufeudeu Fuuctionsperiode zum Gemeinderathe gewählt. — (Einbruchsdieb stahl.) Der entwichene Zwängling Valentin Vcrhnnc aus Toftolje, Genieinde Selzach, der bereits zweimal wegen Verbrechens und zweimal wegeil Uebcrtretung des Diebstahls bestraft wnrde hat sich am 15. Mai zwischen 5 nnd 7 Uhr früh, als fälnmtlichc Hanslcnte sich nach Selzach in die Kirche begaben, alls den Dachboden und von demselben über die Stiege in das Hans des Lnkas Pctcrnel in Topovlje, Gerichtsbezirk Bischoflack, eingefchlichen und Kleider nnd Victualien im Gesammtwerte von 22 fl. 38 kr. entwendet. Derselbe wird steckbrieflich verfolgt. I, Laibacher Zeitung Nr. 121. 986 31. Mai 1898. — (E r n e u u u n g.) Se. Majestät der Kaiser geruhte attergnädigst den Oberst Richard Freiherrn v. Buttlar zu Braudenfels, genannt Treusch, des Infanterie-Regiments von Milde Nr. 17, zum Commandanten des Infanterie-Regiments Ritter von Succovaty Nr. 87 zu ernennen. ** (Neubauten.) An der Petersstraße ist der Bau des der Frau Christina Schinzl gehörigen Hanfes und an, Alten Markt der Bau des Hauses des Johann Podlesnit im Zuge. — (Brand.) Am 26. d. M. gegen halb 4 Uhr nachmittags ist auf dein Dachboden des Besitzers Anton Leskovc in Zaplana, Gemeinde Oberlaibach, Feuer ausgebrochen und äfcherte binnen zweieinhalb Stunden den mit Stroh gedeckten Dachstnhl und die auf dem Dachboden aufbewahrt gewefeucu Kleidungsstücke uud Wirt-schaftsgeräthe ein. Das Feuer hat die vier Jahre alte Johanna Leskovc, welche sich vor dem Hause aufhielt, zuerst bemerkt, worauf sie ins Zimmer eilte und die darin befindlichen Personen hievon verständigte. Die im Haufe befindlichen Personen vcrfuchten einige Effecten zu retten, was ihnen aber nicht gelang, da das brennende Dach bald vom Dachstuhl herabstürzte, wobei die Besitzerin Maria Leskovc, die vor das Hausthor getreten war, von dem brennenden Stroh verschüttet wurde. Die Unglückliche wnrde erst, als das Feuer bereits gelöscht war, vor dem Hausthor als verkohlte Leiche aufgefunden. Auch Agnes Leskovc und Maria Erzen waren zur Zeit, als das brennende Dach herabstürzte, im Hause, wo sie auch so lange verbleiben mussten, bis das Feuer von den hinzugekommenen Nachbarn soweit gelöscht worden war, dass sie ans dem Hanse gelangen konnten. Das Haus war derart mit Rauch gefüllt, dass für die weiteren darin gezwungen weilenden Personen in hohem Maße die Gefahr des Erstickens bestand. Die Gefährdeten hatten sich in ihrer Verwirrung in einen im Zimmer befindlichen Kleiderkasten verkrochen und blieben darin so lange, bis die Nachbarn in das Haus eindringen konnten und sie retteten. In dein beim abgebrannten Hause befindlichen Stalle sind auch dreizehn Schafe, vier Schweine und zwei Kälber verbrannt. Leskovc erleidet durch diesen Brand einen Schaden von 1500 fl., welchem nur eine Versicherungssumme von 300 fl. entgegensteht. Wie die Erhebung ergab, hat die umgekommene Besitzerin Maria Lcskovc die glühende Asche auf den Dachboden anfbewahrt, und es dürfte wohl dadurch das Feuer entstanden sein. —1. — (Die Obstbauenquete in Nudolfs-wert) findet am 2. Juni im Gastlocale Tucet statt und beginnt pünktlich um halb 11 Uhr vormittags. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 27. ans den 28. d. M. wurden sieben Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Bettclns, zwei wegen Excesses, zwei wegen Vaciercnsundeinc aufGrund stcckbrieflicherVerfolgung wegen Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit. — Vom 28. auf den 2!). d. M. wurden drei Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Bcttelns von Hails zn Haus und zwei wegen Trunkenheit und Excesses. — Vom 29. auf deu 30. d. M. wurdeu sieben Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Bettelns voll Haus zu Haus, eine wegen liederlichen nächtlichen Herumstreifeus, drei wcgeu Trnnkcnheit nnd zwei wegen Excesses. — Vinccnz Fcrlii', Krankenwärter im hiesigen Civilspitale, hat angezeigt, dafs ihm gestern früh der in ärztlicher Pflege in der Krankenanstalt befindliche Ferdinand Keber einen Rock, ein Paar Höfen und ein Paar Stiestetten im Werte von 13 fl. gestohlen hat nnd sodann aus der Anstalt entwichen ist. —r. Neueste Nachrichten. Das Leichenbegängnis 3r. k. und k. Hoheit des Erzherzogs Leopold. Aus Wien wird vom 28. d. M. telegraphiert: Das Leichenbegängnis Sr. k. und t. Hoheit des Erz. Herzogs Leopold fand um 4 Uhr nachmittags in feierlicher Weife nach dem vorgeschriebenen Ceremoniell statt. Eine nach Tausenden zählende Menschenmenge erfüllte die Straßen, durch welche der Trauerzng sich bewegte. Die Truppen bildeten Spalier. In der Kirche fanden sich schon vor 4 Uhr die obersten Hofchargen, der crstc Generaladjutant des Kaisers, der Oberst-Hofmeister uud die Obcrsthofmeisterin der Kaiserin, Nuntius Tagliani, die Special-Gesandten, Graf Nigra als Vertreter des Königs von Italien und der portugiesische Gesandte als Vertreter der Königin-Witwe Maria Pia, ferner der rufsische Militärattache' Oberst Woronin, die Geheimen Näthe und Minister, Statthalter Graf Kielmansegg, der Marinccommandant Freiherr v. Spann, die ungarischen Minister Fejer-väry und Wlassics, Kämmerer, Truchsesse, das Präsidium beider Häuser des Reichsrathes, der Landes-nusschuss, Bürgermeister Dr. Lueger mit vielen Ge-meinderäthcn und Bezirksausschüssen, die Generalität sowie eine Deputation des Infanterie-Regiments Nr. 53 ein. ' Auf der Evangelium-Seite des -Presbyteriums uahmrn Seine Majestät der Kaiser, Prinz Friedrich 'Vmmch von Preußen, die Erzherzuge nnd Erz- herzoginnen, Prinz August Leopold und Prinzessin Clothilde von Sachsen-Coburg Platz. Ferner waren anwesend der Herzog von Cumberland nnd Prinz Wilhelm von Schaumburg.Lippc. Um 4 Uhr nachmittags langte der Leichenwagen vor der Kirche an. Der Sarg wurde vom Cardinal Gruscha an der Spitze der Geistlichkeit empfangen und unter Trauer-gebetcn in die Gruft getragen, begleitet von den Erzherzogen Ernst und Rainer, uud dortselbst nochmals eingesegnet. Prinz Friedrich Heinrich von Preußen legte persönlich einen prachtvollen Kranz am Sarge des Erzherzogs Leopold nieder. Ueber Anftrag des Königs von Spanien wurde auch eiu Kranz am Sarge niedergelegt. Aus Petersburg, 28. d. M., wird telegraphiert: Aus Anlass des Ablebens des Erzherzogs Leopold wurde eine viertägige Hoftrauer angeordnet. Eine Deputation des russischen Kasan'schcn Dragonerregiments Nr. 25, dessen Chef Erzherzog Leopold war, konnte zur Leichenfeier nicht rechtzeitig eintreffen. Sie kommt morgen früh an uud wird ebenfo wie die preußifche Officiersdeputatiou als Gast Seiner Majestät des Kaisers in einem Wiener Hotel wohnen uud dem Seelenamt am I.Iuni beiwohnen. Bei der Leichenfeier war sie, wie oben erwähnt, durch den rnfsischen Militärattache' Oberst Woronin vertreten. Der Grazer Gemeinderath aufgelöst. Die «Grazer Zeitung» meldet in ihrer Nach-mittags-Ausgabe vom 28. d. M.: «Die k. k. Statthalter ei hat den Grazer Gemeinderath aufgelöst.» Diese Meldung wird vom Grazer amtlichen Organ mit einem längeren Cummentar begleitet, in welchem die Grüude dieser Maßregel auseinandergesetzt werden. Zum Regierungscommissär ist k. k. Bezirkshauptmann Freiherr v. Hammer-Purgstall ernannt worden. Der mit der Leitung der Amtsgeschäfte der Stadt Graz betraute t. t. Bezirkshauptmann Heinrich Freiherr von Hammer-Purgstall erließ an die Bevölkerung von Graz einen Aufruf, in welchem er seine Berufung mittheilt und insbesondere zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnuug ermahnt. Dieser Aufruf wurde au vielen Stellen in der Stadt affichiert. Eine größere Abtheilung Gendarmerie wurde zur Verstärkung des Sicherheitsdienstes concentriert. Es ereignete sich kein Zwischenfall. Infolge des Negen-wetters sind die Straßen abends wenig belebt. Ministerkrise in Italien. (Original-Telegramm.) Rom, 28. Mai. Infolge von Meinungsverschiedenheiten im Ministerrathe in Betreff des parlamentarischen Arbeitsprogrammes erklärte Minister Marchese Visconti - Venosta, seine Demission geben zu wollen. Infolge dessen überreichte Marchcse Nudini im eigenen wie im Namen der Collegen die Demission des Gesammtcabinets dem Könige. Der König beauftragte Rudini, ein neues Cabinet zu bilden. Es cursiercn verschiedene Gerüchte über die Art der Lösung der Ministerkrise dnrch Rudini. Man glaubt, dass mehrere Senatoren in das neue Cabinet eintreten werden. R o m, 30. Mai. Rudini setzte die Conferenz mit mehreren Politikern fort. Die «Opinione» fagt, General Pelloux sei heute in Rom eingetroffen und habe mit dem König und fodann mit Nudini conferiert. Letzterer setzt seine Bemühungen, die Krise beizulegen, mit der Ueberzeugung eines baldigen Gelingens fort, doch wird die Liste vor Donnerstag nicht officiell bekanntgegeben werden, da man für diesen Tag den Admiral Cancvaro in Rom erwartet, auf dessen Mitarbeiterschaft das nene Cabinet zählt. Der «Italic» zufolge köune man die Portefeuilles des Innern, der Justiz, des Krieges, der Marine, des Ackerbaues uud des Unterrichtes bereits als besetzt betrachten. Es fehlt nur uoch die Genehmigung des Königs. Die Wahl der Minister der öffentlichen Arbeiten, der Finanzen und der Post dürfte keine großen Schwierigkeiten bereiten. Rom, 30. Mai. «Popolo Romano» erklärt, di Nudini beabsichtige, das neu zu bildende Cabinet aus Mitgliedern beider Kammern zusammenzustellen, und zwar werde er den Senat in höherem Maße berücksichtigen uud weder einer noch der anderen Fraction der Kammer den Vorzug gebe». Der spanisch-amerikanische Krieg. (Original Telegramme.) Madrid, 30. Mai. (Kammer.) Ein Deputierter fragt dcu Colonienminister, ob er geneigt sei, der Kammer den mit den Aufständifchcn auf den Phi-lippinen anlässlich deren Unterwerfung abgeschlossenen Vertrag mitzutbeileu, ferner verlangt er eine weitgehende Amnestie für die deportierte» Aufstä'ndifchen von den Philippinen, die sich in afrikanischen und spanischen Gefängnissen befänden. Der Coloniennnmstel erwidert, vor Einführung von Reformen, die gM erfolgen würde, fei jetzt mehr als je cine UntersnanW bezüglich der Amnestiefragc nothwendig. Die — Die Regierung hat ein Ausfuhrverbot für Silber ^ lassen. ^.., Madrid, 30. Mai. Ueber die Position des M' schwaders Cerveras liegt leine sichere Nachricht v^' Gerüchtweisc verlautet, es habe gestern Santjago " Cuba verlassen, doch ist diese Nachricht durch le»" ufficielle Depesche bestätigt. ^ , , .„, K eywest, 30. Mai. Der mit Kohlen beiM' englische Dampfer «Neformel», welcher bei dem ^ fuche, den Hafen von Santjago de Cuba anzulaufr«, gekapert war, ist hier eingetroffen. ^. London, 30. Mai. Der «Standard» nM^ aus dem Lager der amerikanischen Truppen im S« ^ Virginia: Präsident Mac Kinley inspicierte Sams"^ das aus 13.000 Maun Freiwilligen bestehende zw Armcecorps. Eine beträchtliche Anzahl war hierw oy' Waffen, ganze Regimenter ohne Uniform erschuf ' Der Präsident äußerte sich dem Kriegssecretär und o General Miles gegenüber, die Vorbereitungen s" Feldzug seien unvollständig, zumal ihm die ^M> 1 zugekommen sei, dass die Freiwilligen in TanlliN i in gleicher Verfassung befänden. Der Kriegst" fügte hinzu, im Hinblicke anf diefcs fei die sosoutt Absendung von 20.000 Mann nach Puerto M" "> möglich. s London, 30. Mai. Wie «Daily Teleg"P1 meldet, will sein Correspondent in Washington" hoher, mit dem Staatsdepartement in VerlulM ^» stehender Quelle erfahren haben, dafs wichtige ^q)".^ zu einer englisch-amerikanischen Allianz bereits geleitet wären. .^ :,^ Hongkong, 30. Mai. Der aus MnM ' Holio eingctrosfene englische Kreuzer «Pique» """) / dafs in diesen Städten vollkommene Niche hcni", Große Mengen an Lebensmitteln kommen f^da""' aus dem Innern. Die Spanier arbeiten eifrig an Vefcstigungswcrken. ^,.,, Havanna, 29. Mai. Gestern ""sch""'" die amerikanischen Schiffe aus der Schwelte Santjago de Cuba. Die Richtung, in welcher jtt gedampft sind, ist unbekannt. Ein gwhes, " Barcelona kommendes Segelschiff ist mit einer ^aoln^ von Lebensmitteln gestern mit Umgehung der Vlom in Nucvitas eingetroffen. ^ Newyort, 30. Mai. Die «Tribuna» '""" aus Wafhington: General Shaster in Tampa hatte . Weisung erhalten, den größten Theil seiner StrcuN! und die für den Transport vollständig ansgernne^ Regimenter einzuschiffen. Die besten Schiffe ?^"^ organisierten Geschwaders Sampson würdcn ^ pedition begleiten nnd deren Ausschiffung >AvM Dasfelbe Blatt meldet ans Port au Prince, da!" , seien ans Santiago de Cuba Nachrichten eingetroN ' denen zufolge die Flotte Cervcras 800 ÄrtilleN!' und Ingenieure, 20.000 Mausergewehre und e^ große Menge Munition für fchwere Geschütze Santiago de Cuba ausgeladen haue. s,.Z NewYork, 29. Mai. Eine Depesche"» «Ncwyork Journal» aus Washington meldet, da»»".. Geschwader Sampsons nach Keywcst zurückgekehrt ^ und es dem Commodore Schley überlassen h" s „^ Blockade von Santjago fortzusetzen. Dem Verney» nach hat Sampson einen Angriff anf Havanna '. Wafhington, 30. Mai. Der Marinesecw^ Long erhielt eine Depesche des Admirals SchlcY .^ heute früh 12 Uhr 30 Minuten in welcher mitgc")' wird, dass sich die spanische Flotte in Santiago Cuba befinde. Gelegratntne. Wien, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Seine Majestät d" Kaiser begab sich heute um 2 Uhr nachnu W mittelst der Aspangbahn nach Laxcnbnrg zum Ml"/ der Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Step'. . Potsdam, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Der «a^ empfieng heute nachmittags den chinesischen Oesano Lii Hai Hnan. . . .„st Marseille, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Bei der Mln^ Drumonds kam es zn Kundgebungen, die in Schlaf" ausarteten. Die Polizei zerstreute die Mamfestaw nnd nahm mehrere Verhaftungen vor. ,„ Brüssel, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Nach dem " vollständigen Wahlergebnis setzt sich die Kammer n 112 Katholiken, 28 Socialisten, 6 Liberalen' 0 Nadicalen zusammen. Die Mehrheit der.«""^ in der Kammer beträgt 72 Stimmen gegen 70 m früheren Kammer. Die Mehrheit der Katholiken Senate von 36 Stimmen bleibt unverändert. ^LaibacherMitung Nr. 121. 987 31. Mai 1896. nun ^"' 29- Mai. (Orig.-Tel.) Das Armeeverord- yll''^blatt, welches mit Trauerrand erschienen ist, ver- F-Wcht eine kaiserliche Cabinetsordre, wonach die wcierc des Grenadierregiments Nr. 6, dessen Chef rua„d Se. k. und k.Hohcit der durchlauchtigste Herr herzog Leopold war, für acht Tage Trauer Neai ^^"^"'ua, 36- Mai. (Orig.-Tel.) Die koreanische izu^Mlg hat beschlossen, drei weitere Häfen zu er-eiklll? "'^ Tlnkmn zum offenen Handelsplatze zu Angekommene Fremde. Hotel Elefaul. ^ E»^ ^l) Mai. Durchlaucht Priuz de Polignac, Pobwein. ! lu'.7'^pslmacher, Ingenieur, s. Gemahlin; Walland, Ia< ^l>gens,^n'aml, Fischer, Guschch s. Gemahlin. Krum, Kfltc.; ^rbeun."' Ingenieur I Offcuheim, Private, Wien. — Bertolo. docat n. "/ ^- Gemahlin, Oradenberg. — Dr. Meueinger, Ad> lejlhitz ^uufeld. ^ Schmid, l. u.l. Major; Dr. Auluh; Lu> >z ' ^"ier; Scharz, Steiner s. Gemahlin, Harter, Kflte., Vüris ^^dm. Mayer, Asnieri, Private; Nosier, Privatier, ftivaie ^^"l-de Maisonrouge, Private, Esana. — Mdm. Danios, İn. ' ""lnes. — Wagner, Rentier, Dijon. — Nozon. Ksm., «bu^^"ttemes Maniago, Besitzer; Iammatta, Bipretti, «w,,m^,ue.; Tuschetti, Fabrikant, Udiue. — Goldschmied, "llinz. __ Teröel, Ksm., Linz. - Kaula, Kfm., gara. «. Hotel Stadt Wien. !i>au."!/?- Mai. Dr. Ioh. Tertnil, f. k. Gymn. -Professor. ^ Vl^°ll, Beamter, s. Frau, Marburg. - Hagn, Conditor; Datier l'^^^al: Vauerf, Oberftabsarzteus»Witwr; Fischer, My ^>-"amilie, Budapest. — Adrijan, Privatier, s, Frau; >t>au Av"^^ s-Frau; Iwanluwitsch, Kohn, Bienenfcld. ^ffia»^?"^", ztsttc., Wien. — Marangon. Lehrer; Familie ^"bentr.. ^ ?nvat; v. Ncuwelt, Doctorslvitwe; K'. u. I. Saiz, ^!tin,D'^"est. -. Bndinl, Privatier, s. Tochter. Villach. -»-'Ha N- ' Nudolfswert. — Sartori s, Fran, Weisl, Priutrs.; ,""> Gia?"^"' ^ Frau; Schiftowih, Selchermeisterin; Meixner, .> u. f, Hü- .^ Illlttilie Haidvogt, Privat, Melk. — Schaschel, Ml>. ^ ^'«e ° Ingenieur; v. Bolzano, l. u. l. Hauptmaim, ^'tt. s ^"lf, Hotelier, s. Frau, ttarlstabt. — Koröic, Pri> ^ft. !^"chter. Petriuja. — Neumann u. Korecic, Studenten, ^t ^^""edl-, Director, Lengenfeld. — Familie Korsuf, ^. ^??^""' ^ Winller, Private, Pettau. — Familie 3>' i!aH ".' ^inz. — Lonöar, Privatier, f, Frau, Moräntsch. >il'»c>te-^ l- u. k. Lieutenant, Mosterueuburg. — Bienert, '>t. '^ "'"t, Fabrikant, Reifenberg. - Wcstwischuil. Maga-»^'. Kl.. 9' ^ ^ulo. Privatier; Weiser, Kfn,., Agram. — ^li'bt°,^'Zurich. - Casper, Kfm., Gotischer. - Hille, ""'!chl, ^'Nl- — Neinhuld Schreidl, Kfm., Neuulirchen. -lm., Tiiplil). - Linzer, Kfm., Innsbruck. H tz^ Hotel Lloyd. ^tt. ^3 7. bis 31. Mai. Crepar, Ingenieur, Trieft. -^ l. u ,° e. Innsbruck. — Cmetil, Bahnbeamter, s. Frau tz7"n. ^..'"eutenant; Noman, Kfm.; Pirlmayer, Ritter von »h "--^ «n/°?ch. Tfchallencr, Malschwebcr, Forstakadcmiler, °?' lli^""va. l. l. Forstwart. Gottschee. — Krominsli, Apo< ^ ^"t. Hz-'.7- Dr. Stettuer, Hii.-Landsberg. — Basius, In». V"°i,N^"' ^Mosettig, Bahnbeamter, s. Frau, Bozcn. ^Nz. ^^l.tätenbesitzcr, Fantsch - Rumpf, Forstakademiker, Ksi^t, R„?wdez, Agronom, St. Bartholmä. — Ostermann, V ^t. R^"'^"t- - Fuls, Private, Mottling. — Premrou, V' ^ 5^nl' ^ Juli, Kfln., Hrrmannstadt. — Vool, Kfm., 5i!'>^ Vl "' ^fn'-' Marburg. - Hoffmann. Kfm., Reichen« ^' Kfm" ' ^lm., Prem. - Perliö, Kfm., Agram. -^^^^rohsonntag. ^l>.^n, 3n «« Verstorbene. "''«taße« ^"a i. Josef Haller, Hütteningenieur, 34 I., ^^ ' t-Mkysi» pulm. Lottoziehung vom 28. Mai. Graz: 23 7 44 25 43. Wien: 55 62 29 87 45. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Z -^3 ^ 3" «""" de« Himmel« I3D Z 1s-ch^_______________^^^ „«" 2 Ü. N7"?3l-5^I3^ 3lÖ. schwach Regen ^ 'Ab. 730-8 12-0 NW. schwach____belvöllt_______ 7 U. Mg. 728 3 12 0 NO. schwach Regen 29. 2 » N. 729 U 111-2 NNO. schwach Regen 10 2 ^ . Ab. 728« 12-7 SO. schwach Regen_______ 7U.Mg, 728 3 12-7 S. schwach , bewölkt 30. 2 » N. 727 4 17 1 S. schwach ^ theilw. heiter 10-0 ^ . Ab. 728 2 ^24___S. schwach > thettw. bew^ 3i'i 7 Ü, Mg'l 72i) "^ 8"6^ OSO. schwache Diebel ! 4 ö' Dai< Tagesmittel der Temperatur vom Samstag, Sonntag und Montag 12-8°, 13-«' und 14 1°, beziehnugsweise um 2-8°, 21° und 1 7 " unter dem Normale. Montag um 4'/i bis b'/« Uhr nachls Platzregen mit Gewitter und etwas Hagel. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«Iauuschowsly Ritter von Wissehrad. Dk eluzi^e Vilwqnellc. d^r von der ärztlichen Jury die groß? MllnlniumH Ml-daill? znelkannt worden ist. Franz Josef-Bitterwasser ist seit 20 Jahren als das Vcste seiner Art anrrlannt nnd »ilbrraN crhä'.tl.ch». Dilettion ii, Vxdupest. Laibacii, Lattniallee. Täglich zu sehen: Karl Kludsky"' unstreitig größte wandernde Menagerie Europas, mit Elefanten und Pony-Circus. Fast alle Thierspocies der Welt sind vertreten, dabei eigene Löwenzüchterei. Fütterung und Vorführung der Löwen, Tiger, sowie des unstreitig bestdressierten Elefanten der Welt mit einem russischen Vollblut-Wallach durch die Dompteuse und den Dompteur finden täglich um 5 Uhr und 7 Uhr nachmittags statt. An Sonn- und Feiertagen um II Uhr, 3 Uhr, 5 Uhr und 7 Uhr Fütterung und grosse Vorstellung. mi*»»*»-l##« I. Platz 50 kr., II. Platz 30 kr., Gallerie 20 kr. (2089)2 Orlgrizial- Somatose - Kraft -Wein enthält in 100 g medic, feinslen Malaga 5 g Somatose. Vollkommen gelöst. Gesetzlich gesohiitzt. Erprobtes ISülir- und Krältig-ung-s-Mlttol, bereitet unter der Controle des physiologischen Institutes der chemischen Fabrik in Elberfeld. Originalpreis einer Viertelliter-Flasche 1 fl. 60 kr. fcoiiintose-Kruft-BisquIt ö Stück 30 kr. 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Ndrost,. 500 st. 751-75«- Giro-u Cassenu, Wiener, 2Nafl. 25!) — 2Nl - HDutl,elb.,0es!,.2»Ull,2z»/.<. 84'5l! 85- Länberbanl, Oest.. »00 si. . . 32« z«, 25» - Oesterr-ungar, «ll»l, X» st. . »l, — 91«, - Uülonbsnl »00 ll. - > > > li»?H««»8l.0 P - Veld War« Attien von Hianüpott« Anternehmungen (p«r Etücl). AuP«>Tepl, Eilend. 800 fl. . 1N10 1U47 Wl>m. Nordl,.,!^!! 150 fl, . . Ä!4 50 2«5 — NllMiehrader Eis. 500 sl. «U. '.7?ü 177? bto, bto, (lit. M 200 fl. . L25 50 «2« — Douan ' Dampüchisfnhrt« < Ges., Oeslerr., 5»U X)U!l. 3 25 ^«875 PingDill« liilcnb. 150 ft. s.. 95 75! U»>'25 «laatöcilenbal,» 200 fl. V. . 3 2'ldüoidb, «erb-V. 200 fl. «lM. 207 -- 206 — ?,amwlll,Gef..Wr,,1?afl,«.W. —--, —>— bto, 4 80 Egydier ltifen' unb Ltahl.Ind. In Men 100 N..... »4 zu 85 5„ «!ss,>bal,n».'ü«il)«,, llrste, 80 fl. i»?-— 13» — „Elbtlnühl", PaVlerf. u. V >«. »g _, 94 — Liesinger Vrnnerri 100 fl. . , ,4« by ,47 zg Muii!n„.HeIell!ch,, Oest,. n!p!ne 1^4 5,, ^ _ Planer Eiftü'Inb.'Ves. 8lX> sl. 740 _ 742 — v»>a.o Tarl. 2ltinl»l)Ien A) ft. 825 — «28 — „VZU^l^" P^er,,!»vft. ,14 , zi« ^ Veld Ware Irlfallrr ssol!leüw,.-W»Nsso» Ueihansl,, «llg,, ln Ptft, 80 fl......... «56 — «UN — Wr, Vaugfstlllchaft wo fl. . . Ilu 15 li'15 Wieüerberzer Z!e,el'«ctten^l«l. »30 75 li,'7 75 ,i,erse z,s. (per S«2<>l^s> Llarn Uose 40 fl. <5M. . . . «5 — „z-zo 4»/„N,!«l»°D«mpl!ch lOUfl.sVt. 171-— z?5 — Ose„er Lu>,!!>!'!! Krenz, Uüss, Vef, »., l»ft. iy-^ 11'— Rudolpl, ^«se 1« l>..... 27-— 28 — Tal«, Uose 40 fl. LVl. . . . 85 — 8^5« Lt,.Gf,i°l«.Uole 4<» jl, «W. . 795^ «!»-5<, Waldsleln L«le »!, fl, «M. . . 59-»!«.. . Glwii>sl!ch, b. 8«/. Vr.-Echn»». b, Vobt!isreb!lanst»lt, I. ,;._ V«ib«cher 2»l«...... z.» — 2z _ zevlft», «mslerba,» ....,,. 9? 7b 9!» 80 Deutsü't PlHtze ...... 5»'8?^ 5» — Uvüdun........ 120 4 lW'»<» Poris....... , 47 N2» 47 70 «t, Peler«bui« ..... 1^7 87 127 87 Daluten« Vucalen........ 5 i!8 57^) «o.Franc« Stacke..... u b» «55 Dtutiche Meichsbantnot«» . . z»»? z« »2^ It»Uen>