Ni. 258. Montag, 9. November 1896. Jahrgang 115. Mblllher «'NM^«"""""«:, Mit P ° s, ver, r „ duna : «onzjähr!« st. lü. hnlbjührig fi, 7 k.o Im I ° mptolr: müie <^/l, ' h"ll>jahrlz fl, ü l.u. ssiir dlr ^usteN»»« l»« Hau« nanziähr^ sl. l, - Insrrtl« »Lalb. Zlli.» erscheint tsstl mtt Nusnahmc bei Vonn» und F,lerta«, Die Ub»lnnu!rrlpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. w ^e. k. und k. Apostolische Majestät haben mit (>"f HM unterzeichnetem Diplome dem Obersten des Mnteneregiments Graf von Khevenhüller Nr. 7 .M Gutherz den Adelsstand mit dem Prädicate ^ruck schütz, allergnädigst zu verleihen geruht. ^ ^ l. und k. Apostolische Majestät haben mil l "eryöchst unterzeichnetem Diplome dem Zöglinge der ^"^technischen Militär-Akademie Wilhelm Wagner m ^delstand mit dem Ehrenworte ?^l^lische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. November d. I. den >n der privilegierten Lampm- und Metallwaren-Fabrik °er Firma R. Ditmar in Wien in Verwendung Menden Arbeitern Josef Ursel und Heinrich T'lschinsky, in Anerkennung ihrer vieljährigen, ^em und demselben Fabriks.Uuternehmen zugewendeten !^uen und belobten Berufsthätigkeit, das silberne Vrr-^ustkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Se. t. und t. Apostolische Majestät haben mit ^rhöchster Entschließung vom 1. November d. I. dem ,,l der Kleiderfabrits-Firma M. Moitl Sühne, Hof-^le 'x? !" ^ag, bediensteten Altgesellen Adalbert seiner vieljährigen, einem und demselben Geschäfts-Unternehmen zugewendeten treuen und belobten Berufsthätigkeit, das silberne Ver-dienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat den Bezirkslichter in Wolssberg Ferdinand Riedinger zum Rathssecretär bei dem Landesgericht in Klagenfurt ernannt. Der Ackerbauminister hat die Forstmeister August Vühm und Rudolf Sperlbauer zu Forsträthen, letztere» extra «talum, ernannt. Nichtamtlicher Theil. Wilhelm Herzog von Württemberg f Seine königliche Hoheit Wilhelm Herzog von Württemberg ist am 6. d. M. nachts an einem Herz-schlage in Meran verschieden. Er war, al« der nächste Agnat des württem« bcrgischen Künigshauses, da König Wilhelm II. keinen Sohn besitzt, auch am nächsten zur Thronfolge in Württemberg berechtigt. Deswegen ist auch Herzog Wilhelm im Jahre 1891 aus dem activen Dienste in der üsterreichisch'ungarischen Armee ausgeschieden. Sein Anspruch geht nun auf seinen jüngeren Bruder, den FML. Herzog Nikolaus, über, der aber gleichfalls klnderlos ist. Herzog Wilhelm von Württemberg war einer der verdienstvollsten und zugleich populärsten Österreichischen Generale; das Ansehen, das er genoß, hatte er nicht bloß seiner Bedeutung als Stratege und Heerführer, als viellnchr der persönlichen Tapferkeit. Unerschrocken« heit und Schlagferti.qkeit zu danken, die er auf dem Schlachtfelde unter den größten Schwierigkeiten und Gefahren bewiesen hat. Er ist trotz der schweren Verwundungen, die er wiederholt erlitten hat, 34 Jahre lang im activen Dienste gestanden und hat alle Feldzüge der österreichisch-ungarischen Armee seit dem Jahre 1848 mit rühmlichem Erfolge mitgemacht. In der Armee genoß er hohe Verehrung, und sein Andenken als Oberst der Belgier wird in diesem Regiment immer in hohen Ehren gehalten werden. Bemerkenswert ist auch, dass er der erste Militär- und Civilgouverneur von Bosnien und der Herzegowina war und daselbst den Grund legte, auf dem dann die spätere Verwaltungsorganisation aufgebaut wurde. Herzog Wilhelm von Württemberg war am 20. Juli 1828 zu Karlsruhe in Schlesien geboren, stand fomit im 69. Lebensjahre. Er war der Sohn des Herzogs Eugen (gestorben 1857) und dessen zweiter Gemahlin Helene geb. Prinzessin von Hohenlohe-Langenburg. Der Vater des Herzogs Wilhelm war kaiserlich russischer General und hatte bei Lühen und Bauhen ruhmvoll gestritten. Herzog Wilhelm studierte in Breslau und Genf, trat aber in jungen Jahren in die österreichische Armee ein. Am 16. October 1848 wurde er vom FM. Grafen Radetzky zum Ober» lieutenant im Infanterieregiment Nr. 1 ernannt und trat den Kriegsdienst in Mailand an. Er machte den Feldzug des Jahres 1849 grgen Piemont in der Di« Vision weiland Sr. k. und k. Hoheit des FML. Erzherzogs Albrecht mit und that sich namentlich in der Schlacht bei Mortara ruhmvoll hervor. Er wurde dort am Kopfe verwundet und zwei Tage später bei Novara durch das Kniegelenk geschossen. Am 17. Mai 1849 wurde der Herzog zum Hauptmann beim 45. Infanterie-Regiment ernannt, und am 24. April 1850 verlieh ihm Seine Majestät der Kaiser das Ritt rkreuz des Leopold-Ordens. Nachdem Herzog Wilhelm zum Obersten und Regiments Commandanten des 27. Infanterieregiments ernannt wurde, zog er mit dem letzteren in den Krieg gegen Frankreich und Piemont, wo er namentlich in der Schlacht von Magenta (4. Juni 1859) ruhmvoll kämpfte. Se. königliche Hoheit nahm die Fahne des ersten Bataillons seines Regiments aus der Hand des schwergetroffenen Fahnenträgers und sprengte seinem Regimente voran, mitten shinein in den tobenden, mörderischen Kampf. Den heldenmüthigen Leistungen des Herzogs fowie den hiedurch erzielten Erfolgen wurde von seinem Brigadier GM. Freiherrn von Ramming und vom Befehlshaber aller bei Magenta im Kampfe gestandenen k. k. Truppen FML. Grafen Clam-Gallas sowie von allen Kampfgenossen das glänzendste Zeugnis ausgestellt. Auf Grund der in diefer Schlacht voll« brachten Waffenthat wurde der Herzog mit dem Orden der eisernen Krone zweiter Classe ausgezeichnet und in der Folge nach dem Votum des Ordenscapitels durch Seine Majestät den Kaiser lraft Promotion vom 21. Mai 1861 mittelst Verleihung des KleinlreuzeS zum Ritter des Maria«Theresien.Ordens promoviert. Der Herzog kämpfte dann noch in der Schlacht von Solferino und wies, durch vier Stunden im Geschützfeuer stehend, die feindlichen Reiterangriffe zurück. Nach dem Kriege in die Garnison Wien versetzt, Feuilleton. Unerbittlich Gericht. Noman von F. Klinck. y (34 Fortsetzung.) lugte k c 2'k"6 Nicht zu der Mutter, trotzdem sie sich <5ord'?r.. ' Hubert Grüner mit der an sie gerichteten ^ost? "^ habe. Allein sie sollte der Mutter Mike? ^"' während grenzenloser Jammer ihr Herz Uegenwär?"^"^' von ihr zu glauben, dass sie ^tuluann ^ande sein würde, der Mutter eine Zilgen? ö" gewähren. Dieselbe musste ja in ihren Butter V "^ ^ litt. Oder sollte sie etwa der !^ten? K n."?^ erheuchelten Fröhlichkeit gegenüber-^liillt sn?sV" ihr sagen, dass sie sich glücklich und Nernd ms/^ Die Kunst der Verstellung war ihr "^ waren M^" ^Me «uch üben können? Und °'" ^e"n?^^"N"le in ihrem Leben hatte ihr heute zegen die F'?^' ^ss sie Pflichten habe, Pflichten 3"sglück 1 n "^""^ ^ es nicht zuviel sei, ihr Mcht ein?? m ^e zu opfern. Denn was war die """ Mebr ^mdung zwischen ihr und Franz . Cie U ^ e>"e solche? 3"erw". 'W nicht einmal das sein können, 2'' Und w ,n bass seine künftige Gemahlin ihm sein Ugandans'"/" "'ch! den Platz an Heinz von """ft auf ^ "^ ber doch, wie er ihr gesagt, in ' oem Lande bleiben würde, ausfüllen konnte, wie sollte es dann möglich für sie sein, in jene Kreife zu dringen, die Franz allein als diejenigen an» erkennen wollte, in welchen alles das zu finden sei, was er vom Leben erhoffte? Ihre Gedanken jagten sich förmlich, aber es war gerade, als ob die letztere Betrachtung ihr etwas von ihrer vollständig verlorenen Ruhe zurückgab. So gieng sie auf ihr Zimmer, das neben der Schlafstube der Mutter gelegen war, um hier weiter zu denken und zu sinnen. Sie öffnete das Fenster, obgleich jetzt der Regen in Strömen flofs und sie nichts sah, als nur Wasser und Gestein. Die Bergeshöhen waren in Nebel und Dunst gehüllt und die thalabwärts führenden Wege öde und menschenleer. Alles hatte sich in die Häuser geflüchtet. Gestern und heute! Gestern saß sie hier an derselben Stelle, das Herz bis zum Uebermaße voll von Glück. Heute fühlte sie sich so namenlos elend, wie nur ein unvorbereiteter großer Schmerz elend machen kann. Einen Unwürdigen hatte Onkel Grüner ihn ge-nannt. Es war grausam und ungerecht. Sie schämte sich nun doch, dass sie Heinz nicht energisch vertheidigt hatte. Aber im ersten Augenblick, als der Onkel das furchtbare Wort gesprochen, war sie vollständig übei> wältigt gewesen, und ehe sie Kraft zu einer Entgegnung gefunden, waren noch ungleich schlimmere Worte ge« fallen. Ein Unwürdiger war der geliebte Mann nicht, aber — Thränen drängten sich auch in diesem Augen« blicke wieder unter den gesenkten Wimpern hervor — in einer Sache hatte Onkel Grüner Recht gehabt: sie würde nicht imstande sein, sich in jenen Kreisen zu be-wegen, in welchen Heinz von Hohenlandau zu leben gewohnt war. Ein tiefer Seufzer entrang sich ihrer Brust. Dann aber? Sie fuhr sich mit dem Tuche, welches sie wiederholt an die Augen geführt, um die Thränen zu trocknen, noch einmal über die Stirne, und el hatte den Anschein, als ob mit dieser Bewegung auch der letzte Schatten verschwunden sei, der darauf gelagert hatte. Wie leuchtender Sonnenschein lag es Plötzlich auf dem lieben Gesicht; in den Augen, welche noch Thränen zeigten, lachte wieder das Glück. Heinz von Hohenlandaus Bild war Plötzlich vor ihrem inneren Auge aufgetaucht; sie sah ihn vor sich, die ehrlichen blauen Augen mit innigem Ausdruck auf sie gerichtet. Sie musste des Morgens gedenken, an welchem sie ihn zuletzt gesehen hatte, wie er an dem Wagen vorübergeritten war, um ihr ein letztes Lebewohl zu bieten. Nein, er war alles andere, als ein kühl berechnender Mann; er war eine warmherzige, edle Natur und liebte sie, wie sie ihn liebte. Nun konnte sie freien, leichten Herzens zu der Mutter gehen und ihr ein Trostwort sagen, aber nicht in dem Sinne, wie Herbert Grüner es gewünscht hatte. Sie bot ihr diesen Trost schon durch ihren Anblick. Frau Hartner täuschte sich keine Minute darüber, dass die Heilerkeit ihres Lieblings nicht eine erkünstelte, sondern der Wiederschein eines leichten, frohen Herzens war. (Fortsetzung folzt.) Laibacher Zeitung Nr. 258. 2208 9. November 1896. wirkte der Herzog mehrere Jahre als Commandant feines Regiments, dessen Ausbildung er auf eine hohe Stufe brachte. Den Krieg, der im Jahre 1864 gegen Dänemark geführt wurde, machte der Herzog mit seinem Regiment im 6. Armeecorps unter FML. Freiherrn von Gablenz mit. Er kämpfte bei Ober-Sell und Schleswig und trug im Gefechte bei Oeversee (6. Februar) mit seinem Regimente zum Erfolge des Tages hervorragend bei. Der Herzog wurde damals durch einen Schuss in den Fuß schwer verwundet und sank be-wusstlosH nieder. Von ^Sr. Majestät dem Kaiser für Auszeichnung vor dem Feinde außer der Rangstour zum Generalmajor befördert, schied Se. königl. Hoheit am 8. Februar von seinem Regimente, dem er durch fünf Jahre angehört hatte. Am 10. März 1864 wurde Herzog Wilhelm mit dem Commandeurkreuz des Leopold'Ordens ausgezeichnet, und weiland Se. Majestät König Wilhelm von Preußen verlieh ihm den Orden pour Is merits. Im Jahre 1865 erfolgte die Er» nennung des Herzogs zum Oberst-Inhaber des Infanterie» Regiments Nr. 73. Im Kriege von 1366 machte der Herzog den Feldzug gegen Preußen mit und führte seine Brigade in den Kämpfen bei Königgrätz, Blumenau und Pressburg, wofür ihm die Allerhöchste belobende Anerkennung ausgesprochen wurde. Am 24. October 1869 wurde Herzog Wilhelm von Württemberg zum Feldmarschall«Lieutenant und am 28. Jänner 1874 zum Commandanten der 7. Infanterie-Truppendioision in Trieft ernannt, an deren Spitze er die Occupation Bosniens im 13. Armeecorps unter FZM. Freiherrn von Philippovic mitmachte. Der Herzog schlug die Insurgenten in dem Gefechte bei Rogelje am 5. August und brachte ihnen in dem entscheidenden Gefechte bei Iaice am 7. August nach achtstündigem Kampfe eine vollständige Niederlage bei. Am 11. August besetzte der Herzog das Ziel des Marsches: Travnil. Anlässlich der zur Verstärkung der Occupations-Truppen erfolgten zweiten Mobilisierung geruhte Se. Majestät der Kaiser den Herzog von Württemberg zum Feld» zeugmeister und zum Commandanten des 13. Armeecorps zu ernennen. Am 6. September nahm der Herzog die unterbrochenen Operationen wieder auf. Am 18. September wurde er zum Stellvertreter des Commandanten der 2. Armee ernannt, und am folgenden Tage verlieh ihm Se. Majestät den Orden der eisernen Krone erster Classe mit der Kriegs-Decoration. Am 18. November 1878 wurde Herzog Wilhelm zum commandierenden General und Chef der Landesregierung in Bosnien und der Hercegovina ernannt, welchen schwierigen Posten er mit Thatkraft und voller Hin« gebung bekleidete. Die Erfolge, welche der Herzog während seiner Amtsthätigkeit in Bosnien erzielte, sind in jeder Hinsicht hervorragende gewesen. Im Herbste des Jahres 1879 besetzte der Herzog einen Theil des Sandschaks Novibazar, wofür ihm ein huldvolles Allerhöchstes Handschreiben zutheil wurde. Nach zweieinhalbjähriger rastloser Thätigkeit in den Occupations-Gebieten stellte Se. kön. Hoheit FZM. Herzog von Württemberg die Bitte um Enthebung von seinem Posten, welcher Bitte Se. Majestät der Kaiser am 6. April 1881 mittelst eines Handschreibens unter Verleihung des Großlreuzes des Leopold-Ordens bei gleichzeitiger Ernennung des Herzogs zum com» mandierenden General in Lemberg willfahrte. Im Jahre 1883 wurde der Herzog zum Commandanten des 11. Corps in Lemberg und am 13. September 1889 zum Commandanten des 3. Armeecorps und commandierenden General in Graz ernannt, von welcher Stellung er am 18. October 1891 enthoben wurde. Se. lönigl. Hoheit Herzog Wilhelm hatte außer seinen dienstlichen Reisen vielfache größere Reisen zum Zwecke militärischer und geographischer Studien im Orient, in Italien, Frankreich, Spanien, England und Amerika unternommen. Alle militär-wissenschaftlichen Bestrebungen unterstützte er lebhaft. Aber nicht nur als militärischer Fachmann und Kriegsheld, auch als Mensch war Se. königl. Hoheit eine bedeutende Persönlichkeit, und alle. die mit ihm jemals in Verkehr getreten waren, wussten seine Hochherzigkeit und Liebens-Würdigkeit zu rühmen. Herzog Wilhelm war auch lönigl. württembergischer General der Infanterie und zweiter Chef des Grenadierregiments König Karl Nr. 123 und des lönigl. preußischen Infanterieregiments Hcrwarth von Vittenfeld Nr. 13 und Rechtsritter des Iohanniter-Ordens. Politische Ueberficht. Laib ach, 7. November. Wie bereits gemeldet, wurde in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses nach längerer Debatte, in wilcher conti'n die Abgeordneten Scharschmid, Russ, Schücker, Iaworski, Menger und Fournier (Generalredner) sowie i>rc> die Abgeordneten Stranöky. Lewa« lowiti. Feijantll, Vaöaty, Prinz Friedrich Schwarzen- stimmten die Iungczechen, das rechte Centrum und die Südslaven. Abg. Iaworski erklärte, der Polenclub wünsche aufrichtig die Herstellung der Eintracht zwischen beiden Volksstämmen in Böhmen, stimme aber gegen die Dringlichkeit, nachdem der Ministerpräsident den festen Willen zur friedlichen Beilegung der böhmischen Contro-uerse ausgesprochen habe. Abg. Prinz Schwarzenberg beionte, seine Partei habe stets die nationale Gleichberechtigung vertreten. Die Deutschen in Böhmen seien nicht unterdrückt. In Sachen des culturellen Forlschritts und der nationalen Gleichberechtigung sei seine Partei mit den Iungczechen solidarisch. Herr Ministerpräsident Graf Vadeni beantwortete die Intelftcllation Barnreithers wegen Sistierung einer Spende der Bezirksvertretung Neuern für den deutschen Nationalfond uud erklärt, weil andere autonome Körperschaften ähnliche Beschlüsse ohne behördliche Beanstandung fassten, wurde die Rücknahme der Sistierung verfügt. Die Regierung werde es jedoch nicht zulassen, dass das Vorgehen der betreffenden Körperschaften zur Verschärfung der nationalen Zwistigleiten beitrage, und werde in derlei Fällen in objectiver Weise ihre Pflicht thun uud alles vermeiden, was auch nur den Schein eines parteilichen Vorgehens erwecken könnte. Der Herr Iustizminifter beantwortete die Interpellation Pacals und erllärte, er sei bereit, für die Alters- und Invaliditätsoerforgung verdienter, dienst-unfähiger Diurnisten zu sorgen. Seit dem Jahre 1873 besteht die Gepflogenheit, für dieselben Gnade zu erwirken. Mit dem Erlasse vom 5. October 189li erhalten die Diurnisten des Iuftizdienstes nach fünf-fähriger Dienstleistung eine zehnprocentige Erhöhung des Diurnums. Abg. Posch und Genossen interpellieren den Herrn Ministerpräsidenten wegen einer von der Finanz-Landesdirection in Steiermark einem Sleuerbeamten wegen seiner politischen Haltung ertheilten Rüge. Die Hamburger«Enthüllungen» machen in der deutschen Presse noch immer von sich reden. Das Thema wird von den verschiedensten Seiten behandelt und man kann constatieren, dass sich all-mählig ein ziemlich übereinstimmendes Urtheil über sie herausgebildet hat. In einer Berliner Zuschrift des «Hamburger Correspondenten» wird die Frage aufgeworfen, aus welcher Quelle Fürst Bismarck nach seinem und seines Sohnes Herbert Rücktritt wohl erfahren haben möge, dass im Jahre 1890 die Erneuerung des deutsch < russischen Neutralitätsvertrags, über den die «Hamburger Nachrichten» zu berichten wissen, von deutscher Seite abgelehnt worden sei. An den Verhandlungen über die Erneuerung seien damals nur der Reichskanzler Caprivi, der Staatssecretär des Auswärtigen Amtes Marschall und der russische Botschafter Graf Schuwalow bethciligt gewesen. Die «Agcnzia Stefani» meldet aus Djibuti vom 6. d. M.: Ein von Adi-Sebaba hier eingetroffener Courier berichtet, dass Major Na ran-tini am 6. October mit einer 609 Mann starken, bewaffneten, ihm entgegengesandten Escorle in Aoi> Sebaba eingetroffen sei. Die Escorte begleitete ihn anf dem ganzen Wege von Harrar nach Schoa. Am 7. October wurde Narantmi in officiellcr Weise mit den größten Ehrenbezeigungen von Menelik zur Uebergabe seines Beglaubigungsschreibens empfangen. Die Begegnung trug einen sehr herzlichen Charakter. Menelik berief augenblicklich die einflussreichsten Würdenträger aus der näheren Umgebung nach Adi-Sebaba, damit dieselben den Verhandlungen beiwohnen. Major Narantim glaubt, dass seine Mission gemäß den Intentionen der italienischen Regierung sich auf gutem Wege befinde, hält es aber für wahrscheinlich, dass die Verhandlungen vor November nicht beendet sein werden und die Nachrichten über das Ergebnis derselben erst im December werden an der Küste eintreffen können. Das Fliedeusbedürfnis sei ein allgemeines im ganzen Lande, aber es bestehe immer noch ein starker Verdacht, dass Italien seine Haltung ändern werde. Die Zahl der Gefangenen Meneliks betrage ungefähr 1300. Sie werden sehr gut behandelt, seien in ihrer persönlichen Freiheit nicht behindert und erfreuen sich eines ausgezeichneten Wohlbefindens. Major Narantini besuchte die Gefangenen und kann sie auch bei sich empfangen. Wie gerüchtweise verlautet, hätten die spanischen Truppen auf Cuba die Bande des Insurgentenführers Maceo in der Provinz Pinar del Rio geschlagen und derselben einen Verlust von zweihundert Mann beigebracht. — Reuters Office meldet aus Newyorl vom 5. d. M.: Ueber die Kämpfe bei Guaimaro auf Cuba liegt hier eine Meldung vor, derzufolge die Stadt, die seit 17. October von 5000 Aufständischen belagert worden war, sich ergeben hätte. Nach einer der «P. C,» aus Constantinopel zugehenden Meldung entwerfen Berichte, die von frem)en Consul», Mitgliedern der römisch-katholischen Geistlichkeit und anderen vertrauenswürdigen Persönlichkeiten her:ühren, ein trostlose Bild von den Zu* ständen in den kleinnsiatischen Proving Die Nothlage sei, trotz der guten Ernte, m vM> Gebieten eine so große, dass der Ausbruch ep'denn^" Krankheiten infolge mangelhafter Ernährung und M eine Hungersnoth ernstlich befürchtet werde. ^ Provinzbehörden werde eine ungerechtfertigte V und Strenge gegen die armenische Vl'völkerlMg ' geworfn. 'Dichr Vorwurf treffe größtenteils !>^ höhere Functionäre, die schon während der vorMig Massacres und Plünderungen «us ihten zMiiwarw Posten standen und denen direct oder "d'"" " Verantwortung für diese Ereignisse zufalle. Es ^. / wie allgemein betont wird, dringend geboten, alle compromitlierten Fnnctionäre durch andere P.^"^ leiten zu ersetzen, da andernfalls eine Pa^st^wu» jener Gebiete und die Durchführung irgend we^ Reformen unmöglich sei. ^. Tagesneuigleiten. — (Die Vermählung im Allerhöchst^ Kaiserhause.) Per Herzog von Orleans über"'«, vor seiner Abreise den Mitgliedern der l""^''^ Aristokratie eine zur Erinnerung an die H^«""'^ geprägte Medaille. Auf der einen Seite derselben findet fich da« Porträt der Neuvermählten, auf d" dein das Datum des Hochzeitstags. — Der Kön'g Portugal verlieh der Herzogin Maria DoMea . Orleans den portugiesischen Louisen ^ — (Russische Bahnen.) Wie «" B, «Politischen Corresponoenz» aus Pettrsblttg '^N' wurden technische Vorarbeiten für den Vau einer ^ bahn von dem befestigten Platze Lucl (2°lyy"^e D Druülopol in Angriff genommen. Diese Linie °" zn>eise zur galizischm Grenze verlängert werden, beM" "Asche sich in der galizischen Station Solal an die ou" Linie anschließen. "Local- und Prsuilizial-Nachricht^ Sandels- und Gewerlickammer in A" (Fortsetzung.) , ^, dass 2.) In der letzten Sitzung wlllde Nlltgel" .^„l, die Handels- und Gewerbekammer in 'lM " Mil" an die k. k. Landesregierung das OesuH " ^jhach unternehme und Bamnaterialienhändl'-r ^ B um Aufhebung der Einschränkung bc«m ^^ u« Baumaterialien aller Art, welche z"/"p" ^iM zum Wiederaufbaue der durch das Erdbeben ^^o und Umgebung beschädigten und einaest"^ ^s ^ bestimmt sind, befürwortete. Nach eine'"" ^ 6"°. k. k. Eisenbahnministerium gelangten ^"A^lM v, bahngesellschaft habe« sich in der M«'" Me Frachtbegünstigungen, welche seitens der/'^ss ' Stantsbahnen und der Südbahn ""5 ^che «>' Erdbebenkatastrophe gewährt wurden, U"^.. ^,n y geschliechn. Das hohe l. l. EisenbahnM.mste^^M' im Hinblick auf die hier in Vetracyi ^ vm finanziellen Interessen und um 3" "^Mch""^ durch die in Rede stehende Modisica: « ^r ^ geschaffen werden, welche den bcl EUY^ „WH,, günstigung verfolgten Intentionen ''^ ^hH,, die Einberufung einer Konferenz o' Fl^ Factoren behufs Klarstellung der ewMu» ^ angeordnet. .... „ nattgef'" aU^l) Vei der Conferenz war auch die Kammer oeMA < Zpl0 ^, nebst den Bemerkungen im letzte" ^^M ^" infolge Zuschrift des l. k. ^an e p^'^,f d. ^„ 16. September d. I. die Intcressenten ^, m ,^„ der Südbahn gewährten VegünstlgllNgen ^^lst ^ Blättern aufmerksam machte. DaS l. t-^schNI setzte writers die Kammer nm oe^ ^^ch^Zeitung'Nr. 258. 2209 9. November 16W. blall- !°^ d' I- in Kenntnis, dass im Verordnung«-tem r i «c5^Ä^"'" und Schiffahrt vom 15. Sep-144?,/^' .^^ ^5, unter Post.Nr. 1440 und Ha«/., ^"blication in Angelegenheit der einheitlichen naZ c<"?ber Frachtermäßigungen für Baumaterialien und^ V °"l den Linien der k. k. Staatsbahnen ?^bahn-GeseNschllft enthalten ist. kl« ^ ^ ?"skn gewährt die Südbahn 50 pCt. Nach. be <>^ " ^" Frachtsätzen auf Grund der Gebüren-..Mungstabellen des Localtarifes mit der Ve-Kilum. ^ "'^ ""^" Durchlauf von mindestens vierzig Een? ""b mit der weiteren Maßgabe, dass bei L^??' l"r welche die Frachtzahlüng nach dem d«X?^' respective für mindestens 10.000 k8 des l>3"^len Wagens erfolgt, ein Einheitssatz von fteuer " ^"^ eventueller ungarischer Transftort-Eenknn ^^ ^ und einen Kilometer und bei l>'^ k s? " geringeren Quantitäten ein solcher von lleittl ^ ^"^ eventueller ungarischer Transportes» A'° ^^ ^ ""b einen Kilometer resultieren M,n, . > "^ünstigungen betreffen Sendungen von ^"«lallen aller Art bei frachtgutmäßiger Ve-Cla,' ^ "°" sämmtlichen Südbahnstationen und den Nllck n " der Wien.Pottendorf-Wiener-Neustädter Bahn Mt !, °!^' Dieselben werden nur den Bauherren UeNM» ^" deren eigenes vorheriges Einschreiten Niaim^ b^liglichen Eingabe muss eine Beschei« .« des Magistrates der Stadt Laibach angeschlossen lyi^"U8 welcher die Gattung und das beiläufige Ge-zua? wrSendung, der Name und Wohnort des Ve-v^".chUgten sowie die Eisenbahnversandtstation her-189« ^"' D°6 Zugeständnis gilt vom 1. October D ° b's auf Widerruf, längstens aber bis Ende geaen c ^97 und wird im Rückoergüluugswege laut- ^ ^'^ betreffenden Bauherren als Empfänger cum- . "r'ginal'Frachtbriefe durchgeführt, welche Do. Ml' ^"9stens zwei Monate nach Ablauf der Be-ilWngsdauer in Vorlage gebracht werden müssen, für ^" ^ ^ österreichischen Staatsbahnen gewähren H..Sendungen ^on Baumaterialien aller Art als de« ?" von allen Stationen der im Abschnitte 4 Lini. Gütertarifs Theil II, Heft 1, angeführten w? "°ch Laibach vom 1. October 1896 bis auf ^'l"es, längstens bis 31. December 1897, einen ^^"ntigen Nachlass von den Frachtsätzen auf Grund ^ebürenberechnungs-Tabelle unter Ziffer VII des sin??«? ^ ^ Localgütertarife bis zur Grenze des nyettssatzes von 0-1 kr. pro 100 Kilogramm und Kiloaramm^"'^ ^s Frachtsatzes von 4 kr. pro 100 Ve ^ nur den betreffenden Lin.^ -. »elvit und über deren eigenes vorheriges Mr/'^N > l t 2^ bezüglichen Eingaben sind °n lr l. l. Staatsbahndlreclion in Villach zu richten und Uu instruieren, wie die an die Südbahn. Die Durch. Mung der Begünstigung erfolgt auch hier im Rück-"M'itungswege gegen Vorlage der auf den Bauherrn " s Empfänger lautenden Original-Frachtbriefe, welche M Behufe der Liquidation bis längstens Ende Wruar 1898 an die k. l. Staatsbahndirection in '"ach zu bewirken ist. (Fortsetzung folgt.) Weinbautag in Nudolfswert. II. diz^/serent Director R. Dolenc behandelte sodann Hebln. ^"^ der Tagesordnung: «Welche einheimische «üb k empfehlen sich vor allem für die Vermehrung Heben?""^ °"^ ^^ ^" Veredelung der amerikanischen ^lchti , l ^^"" betonte bei diesem Thema vor allem die ^hlnrn a? ^" Production einer guten und concurrenz» «»,«"" Handelsware und macht auf die Nothwendigkeit "etbess ' ^° Qualität des Unterlrainer Weines zu 2°labe ''<, "^ ^" handelssählger zu machen, wozu sich «eleaen^i. ^^ ^"^age neuer Weingärten, die schönste Nahl l "^' ""b zwar durch eine entsprechende ^lllnae ^Misten Rebsortcn, die zur Rebveredelung ^"zelnen " ""^" lollen. Sodann übergieng er aus die °"lPsM ""y"N'ischen und fremden Rebsorten und Hue" u"« Rücksichtnahme aller guten und schlechten zur Nerm 5 °"lelben insbesondere nachstehrnde Sorten ^ißwein ?2 in den neuen Anlagen, und zwar sür Elpa W ., "lhen Portugieser (Kraljevlna), Grgania. Zotten?"' Welschriesling, welßm Burgunder, die illr 3lD.? '"l und Vcltliner und schließlich Plavec; ?'"Mett^ ^ledoch den blauen Kölner, die blaue ^inl, ^^berfelder), Vlauflänlisch und I5e1in8ka ftaltrnen ysÄ ^'^" lehr interessanten und populär w bannten ^""U ^'Ute Redner d5N Antrag, nur schule n n "^" ^°"^l in der landwirtschaftlichen °i"s ««"., bach als auch in allen übrigen Rebschulen "wenden. Veredelung der amerikanischen Reben zu ^rlen°2"Nl A. Wutscher beantragte nebst diesen ,"^'n nötdl.^" Uliw" und rothen Silvaner, welche ^ M f"?"kn Gebieten bei guter Qualität des Mines i,'^(Up^ ?' ^"le die einheimische Sorte Onu selche, n^!.'"^' blauer ahornblättriger Wippacher), °"ch das atte Holz lluchtet. ! Lanblagsabgpordneter Pfarrer Schweiger aus Radovlce erklärt sich mit den Nussührungen und dem Antrage des Directors Dolenc einverstanden, empfiehlt jedoch für Weihkrain vor allem drei Sorten, nämlich den rothen Portugieser, den Heunisch (dolinu,) und Ranina (weißer ahornblältriger Wippacher oder Augfter), welche in Weißlrain allgemein verbreitet sind, sehr reich tragen und die besten Weißkrainerweine liesern. Nachdem noch der Weingartenbesiher Vajul aus Äozilouo bei Mottling die Sorten Kratlopecelj und Ruza (rothe Eicheltraubc) als empfehlenswert bezeichnete und sich der Wanderlehrer F. Gombac, bei fast allgemeiner Zustimmung sowohl gegen den Heunisch, als auch gegen die letztgenannten R?ben äußerte, wurde der Antrag des Referenten, Directors R. Dolenc, mit dem Iusahantrage des Correferenten A. Wutscher einstimmig angenommen, der Antrag des Pfarrers Schweiger blieb jedoch in der Minorität, nachdem nur die Theilnehmer aus Weißlrain dafür stimmten. Bei der F>age: «Welche Veredklung»mcthode liefert die besten Resultate?» trat Kaplan Vojanc aus St. Lantian von seinem Referate, ang?sichls der anwesenden Fachmänner zurück, stellte jedoch zwei Anträge, welchevon den Versammelten einstimmig angenommen wurden. Per erste Antrag lautete dahin, dass in Hinkunft auch der Verlauf von Gummi» bändern zum gwccke der Grünveredelung von der Gesellschaft vermittelt w:rden soll, beziehungsweise, dass die Gesellschüst in ihrem Fachorgane jene Firmen namhaft machen soll, welche ein gutes V^redelungsgummi liesern; nach dem zweiten Antrage soll die Gesellschaft darauf hinwirken, dass die Weinbauern in den neuen Anlagen die Reben nicht zu dicht sehen, wie dies jetzt hie und da beobachtet wird. Referent Dr. Romih aus Vurlfelb empfiehlt so» dann als Slandortsviredelung sowohl die Grün« als auch die Trockenveredelung, welch letztere sich nach seiner bis» herigen Erfahrung als sogenannte Vogenveredelung noch am besten bewährt. Ec stellt den Antrag, dass die Wein« bauer sowohl in der Grün« als auch in der Trockenveredelung eingeübt werben sollen. Coireferent Director Dolenc bemerk», dass die Grün» und die Trockenveredelung am Standorte sowohl hoch (als sogen. Vogenveredelung) als auch ganz niedrig am Voden ausgeführt werden kann; bei ersterer Methode müssen die Reben vergrubt werben, bei letzterer je. doch nicht, was die vollste Beachtung verdient. Vei der Trockenveredelung ist man außerdem nicht so an die Zeit gebunden. Rebner macht hlebei aufmerksam auf die Erfahrung seine« einstigen Schüler« Sancin, nach welcher man die Trockenveredelung am Standorte auch zur Ielt des größten Sajlflusses mit Erfolg ausführen kann, wenn man die Vorsicht beobachtet und unter der Veredelunas-stelle die Unterlage durch das Anschneiden entsprechend verändert, so dass der übermäßige Saft abgeleitet wird Correferent A. Wulscher befürwortet als Standorts. Veredelung auch die Grün. sowie die Trockenveredelung bemerkt jedoch, dass der Erfolg der Grünveredelung von der Witterung abhängt, jener der Trockenveredelung jedoch nicht, auch ist die Trockenoeredelung billiger. Wanderlehrer Fr. Gombac bespricht auch die Vor. züge der Tlockenveredelung als Stanbortsveredelung gegen« über jenen der Grünveredelung. Als Vrandveredelung empfiehlt er die Trockenveredelung der Wurzelreben. Der technische Leiter der staatlichen Weinbau« angelegenheilen V. Tlalicly empfiehlt als Standort«. Veredelung ganz besonder« auch die niedrige Grünveredelung, weil hiedurch das nachherige Vergruben, welches mit bedeutenden Auslagen verbunden ist, entfällt. Referent Director R. Dolenc bemerkt, dass die Grundvcredelung von Schnitt- und Wurzelreben für den gewöhnlichen Weinbauer zu umständlich ist; er befürwortet da« directe Aussrhm von amerikanischen Reben und das nachherige Veredeln der bereits wachsenden Unterlagen. Arbeilsleiter der ärarischen Rebschule in Tschernembl, Lehrer Retina, empfiehlt als Slandortsveredelung die Grünverebclung und das nachfolgende Vergruben der Reben, wegen angeblicher besserer Fruchtbarkeit vergrubter Reben. Als Vrundveredelung von Schnittreben empfiehlt er ganz besonders die sog. Moosveredelung. Nachdem noch der Arbeitsleiter Drasler au« Landftrah die Grünveredelung in Schuh genommen und das Einlürzen der Edellriebe an den grünveredelten Reben behufs besseren Ausreifens derselben empfohlen hatte, besprach der Gutsbesitzer Lot, sin aus Tschernembl die Moosveredelung von Schnittreben. Wanderlehrer F. Gombac theilte dieselben Anschauungen, Besitzer Prijatelj au« Dvor bei Zt. Ianj machte nochmals auf die Vorzüge dl!r sog. Vogenveredelung aufmerksam. Sodann wurden bei der Abstimmung alle Anträge der Referenten, wonach sowohl die Grün« als auch die Trockenoerebelung am Standorte, sür die Zimmerverebelung (Grundveredelung) von Schnitt« und Wurzelreben aber die Trockn« (mit Kork«) ober Moosveredelung auch weiterhin praltlciert werden soll, angenommen._______ * Philharmonische Gesellschaft. In der gestern stattgesundenen Jahresversammlung der philharmonischen Gesellschaft ward ungernem Er-lreuliches von dem erjpriehlichen und erfolgreichen Willen, von dem Vlühen und Gedeihen des ältesten Musilinftituls der Monarchie den zahlreichen Mitgliedern berichtet. Vesonders wichtig ist der Umstand, dass die finanzielle Lage der Gesellschaft nunmehr günstig, das Schreckgespenst des Deficits gebannt ist und mit voller Beruhigung der Zukunft entgegengesehen werden kann. Nachfolgend der Verlauf dcr Versammlung. Der Oesellschastsdireclor Herr Regierungsralh Dr. ttee«-bacher begrüßt die Versammlung, dankt den Anwesenden für ihr zahlreiches Erfcheinen und wirft einen kurzen Rückblick aus die Geschichte des verflossenen Vereinsjahrs, das sowohl in künstlerischer als anderer Beziehung von großer Ved'utung für das Musikleben unserer Stadt war. Er erwähnt der gediegenen Programme der Vereinsconcerte, in denen sünf Symphonien zum Vortrage gelangten und weist aus die glänzende Ausführung de« Oratoriums «Elia«» hin. Alles war von echt künstlerischem Geiste getragen und e« verriethen sämmtliche Aufführungen die würdigste Interpretation der großen Meister. Die Kammermusilabenbe standen auf der Höhe ihrer Aufgabe, erfreuten sich einer regen Theilnahme seitens des kunstsinnigen Publicums und zeugten von der opferwilligen Begeisterung aller Mitwirkenden sür das Gebiet der intimsten Kunstgattung. Redner spricht daher den ausübenden Künstlern, vor allem jedoch dem Eoncertmeister Herrn Ger finer, der sich der ebenso schönen wie schweren Aufgabe unterzieht, die Kammer-musil liebevoll zu Pflegen und zu heben, den wärmsten Dank unter dem Veisalle der Versammlung aus. Der Mitglieberftand verblieb trotz des ungünstigen Einflusses der Erdbeben-Katastrophe auf der Höhe der vergangenen Jahre. Der Verein zählte zu Ende des Vereinsjahrs 400 beitragende Mitglieder. Die Schülerzahl (138) ist seit dem Erdbeben etwas zurückgegangen, wird sich aber zweifellos mit dem Aufblühen der Stadt wieder heben. Rebner gedenkt der Unterstützungen, die der Gesellschaft von Seite der Regierung, des Landes, der Stadt und der lrainischen Svircafse zutheil geworden, und es bringt über seinen Antrag die Versammlung hiefür ihren Dank zum Ausdrucke. Eine außerordentliche Unterstützung floss der Gesellfchast durch ein Legat des verewigten Herrn Max Krenner im Vetrage von 200 fl. zu, da« dem Lehrerpensionsfonde überwiesen ward. Die Gesellschaft hat an Herrn Max Kcenner leider ein treue« Mitglied verloren, da« jederzeit die Interessen derselben aus« wärmste vertrat. Ein zweites großmüthige« Legat widmete der Gesellschaft der verstorbene Vaurath Herr Goßler, dessen Name zum immerwährenden Gedächtnis auf der Gedenktafel verewigt wurde. Die Versammlung ehrt das Angedenken der beiden Wohlthäter durch Erheben von den Sitzen. Der Gesellschaftsbirector theilt ferner mit, dass der langjährige Archivar Herr Pasquali sein Ehrenamt aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt hat, und spricht demselben namens der Direction die Anerkennung für sein eifriges Wirken aus und fordert die Anwesenden auf, sich zum Zeichen des Danke« zu er-heben. Ein bemerkenswerte« Ereigni« in der Geschichte der Musikschulen bildete die über Auftrag be« Unterricht«. Ministerium« erfolgte Inspection derselben durch den l. l. Hoflapellmeifter Fuchs. Derselbe unterzog sämmtliche Abtheilungen durch zwei Tage einer eingehenden Prüfung und drückte sein anerkennendes Urtheil in den Worten aus, dass mit Berücksichtigung der hiesigen Verhältnisse da« Menschenmöglichste geschehe. Redner bespricht sodann das für da« Land und auch die Gesellschaft bedeutende Ereigni« des Besuch« Seiner Excellenz des Herrn Ministerpräsidenten Grasen Vabenl. Die Direction hatte die Ehre, Se. Excellenz in der Ton-halle begrüßen zu können, unb geruhte Se. Excellenz, seinen Namen in da« Ehrenbuch der Gesellschaft einzutragen. Die Serenade zu Ehren Seiner Excellenz war für den Männerchor ein erfolgreiches Gesangsseft, zu dem auch auswärtige Sänger, unter anderm 16 aus Gottschee, denen Redner den besonderen Dank aussprlcht, beitrugen. Der Gesellfchaflsdirector spricht ferner seine dankende Anerkennung dem Redacteur R. von Ianuschowsky und der Presse aus, durch die ln wohlwollendster Weise das Interesse der Gesellschaft gefördert unb die Auf« merlsamlelt der Mitglieder und de« Publlcums auf das Kunftinstilut gelenkt wurde. Rebner erwähnt sodann der traditionellen Ehrung der Herren Iührer, Gerftner, Moraweh und Karinger, bemerkt, dass die Direction den Lehrern die Gehalte aufgebessert hat und bespricht, die finanzielle Lage des Vereins, die, ungeachtet der außerordentlichen Auslagen infolge Wiederherstellung der Schäden an der Tonhalle nach dcm Erdbeben, wozu auch die Reparatur des Dachbodens kam, dessen Dippelbäume trotz des erft vierjährigen Gestand« des Gebäudes bereits schadhaft find, günstig ist, da die Gesellschaft einen Eassenrest zu ver-zeichnen hat, womit da« ersehnte Gleichgewicht im Haushalte zu verzeichnen ist. Angesicht« der erfreulichen Lage der Gesellschaft kann mit voller Befriedigung auf das abgelaufene Jahr, mit froher Hoffnung in die Zukunft geblickt werden, ^wenn die Bevölkerung die treue AlchänMteil, die fte Laibacher Zeitung Nr. 258. 2210 9. November 1896. der philharmonischen Gesellschaft durch nahezu zwei Jahrhunderte bewiesen, auch fernerhin bewahrt. T>ie Versammlung nahm den Bericht des Vor» fitzenden mit lebhaftem Neifalle entgegen. Dem vom Gesellschaft««Cassier Herrn Ka ringer vorgetragenen Rechnungsabschluss entnehmen wir, dass die Einnahmen im verflossenen Vereinsjahre 12.265 fl. 3 lr., die Ausgaben 11,875 fl, 23 lr. betrugen. Das Gesammlvermögen des Vereins beziffert sich auf 66.277 fl, 79 lr. Der Rechnungsabschluss wird einhellig genehmigt und der Bericht der Revisoren zur Kenntnis genommen. Ebenso erhält der Voranschlag für das Vereinsjahr 1890/97 mit dem Eciordernisse von 8343 fl. und der Bedeckung mit 8747 st. die Genehmigung. Unter allgemeiner freudiger Zustimmung spricht Herr Professor Dr. GratzY namens der Versammlung der Direction den Danl für ihr aufopferndes, vom schönsten Erfolge gekröntes Wirten aus. Regierungsrath Dr Keesb acher hofft, dass es auch der künftigen Direction gelingen wird, die Zufrieden« heit der Mitglieder zu erringen. Die bisherigen Revisoren Herr Dr. Vol und Herr Endlicher werden «it Acclamation wiebergewählt und es wird sodann die Wahl der Gesellfchaftsdirection vor-genommen, die nachstehendes Resultat ergab: Herr Dr. F. Kee« b » cher, Oesellschafts-Director; Directions« Mitglieder die Herren: Dr. Emil Bock, Josef Haussen, Wilhelm Jenny, Karl Karinger, Karl Leslovic, Hermann v. Nickerl, Emil Ranthartinger, Max Samassa und Heinrich Wettach. Der Vorfitzende schloss, nachdem sämmtliche Ve« wählten erllärt hatten, die Wahl anzunehmen, die Versammlung. ___________ — (Entscheidungen.) Der Oberste Gerichts» und Eafsationshof hat über eine diesbezügliche Nichtigkeitsbeschwerde entschieden, dass für periodische Druckschriften der § 9, al. 1 Pressgeseh die Angabe des Ver-legers und Herausgebers nicht cumulativ, sondern alternativ vorschreibt; es genügt daher die Venenung des einen oder des andern. — Ueber eine andere Nichtig« leitsbeschwerde hat der genannte Oberste Gerichtshof entschieden, dass, insolange der Verfall eine« verbotswidrig (8 5 des Gesetzes vom 29. Februar 1860, R. G. Äl. Nr. 35) aus dem Auslande eingeführten Thieres nicht rechtskräftig ausgesprochen ist, die Wegnahme des Thiere« au« dem amtlichen Gewahrsam, wenn sie, um den Verfall im Interesse des Eigenthümers zu vereiteln, erfolgt, nicht als Diebstahl, sondern nur Verantwortlichkeit wegen des im § 1 des Gesetzes vom 25. Mai 1883, R. G. Gl. Nr. 78 vorgesehenen Vergehens begründen kann. —u. — (Perfonalnachricht.) Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Supplenten an der Staats« realschule in Laibach Albln Velar zum wirklichen Lehrer an dieser Anstalt ernannt. — (Gemeinderaths'Sihung.) Der Laibacher Gemeinderath hält Mittwo t, den 11. November d. I., um 6 Uhr abends, im städtischen Rathssaale eine ordentliche öffentliche Sitzung. — (SlovenischesTheater.) Vorgestern wurde vor vollem Hause eine Reprise der Oper «Ooronjski siavöek» veranstaltet. Die Ausführung fand, da sich alle Darsteller um dieselbe besten« bemühten, eine sehr beifällige Aufnahme. — Morgen findet eine Reprise des Dramas «I2 osveto», Freitag die Erstaufführung der «Heimat» statt. In kürzester Z?it wird auch die Oper «Rigoletto» in Scene gehen. —n— * (Deutsches Theater.) Ein glücklicher Stern leuchtete der gestrigen Aufführung der beliebten, Melodien-und walzerreichen Operette «,Der Obersteiger». Das Haus war ausverlauft, die Vorstellung fehr gut vorbereitet, die Künstler bei besonders frischer Laune und das Publicum ungemein beifallsluftig. Man wird daher nicht vom Kritiker fordern, dafs er etwa grausamer als das Publicum sei, und er stimmt umso lieber in den allgemeinen Beifall ein, als die Künstler mit vollem Rechte das wärmste Lob verdienen. Die treffliche Leistung unserer schätzenswerten Opereltendiva Fräulein Seydl steht im engen Zusammenhange mit dem vorjährigen zünftigen Erfolge der Operette und verhalf auch gestern in erster Linie der Aufführung zu der glänzenden Auf» nähme. Elegant und anmuthig in Gefang und Spiel, ausgestattet mit geschmackvollen, reichen Toiletten erntete die liebenswürdige Künstlerin wiederholten stürmischen Beifall. Mit durchschlagender drastischer Wirkung führte Fräulein Perlinger die ans Burleske streifende Partie der Frau Zwack durch. Das «Zuviel» brachte hier keinerlei Schaden, denn harmlose Heiterkeit fördert die Gesundheit, und dafür sorgte die sympathische Dame in ausgiebigster Weise. Fräulein Reiner spielte und sang die Nelly mit gewohnter Routine und schönem Erfolge. Im Vergleiche zu seinen Vorgängern gestaltete Herr Trautmann den Obersteiger massiver, doch wollen wir damit nicht behaupten, dass seine Auffassung die un« richtigere ist, denn da« ist lediglich Geschmackssache. Der Künftltr fand vielen Veisall, der allerdings nicht immer seinen Stimmitttln galt. Herr Lerche nfeld sang den ?Ä^« ^»'ch schneidig und erzielte mit seinen l^vn. Nansen hoh«n Tün«n schonen Effect. Da» reizende Duett im zweiten Acte, von dem Künstler und Fräulein Seydl ausdrucksvoll gesungen, musste über stürmisches Begehren wiederholt werden; das gleiche schöne Los war dem prickelnden Damcnterzette beschicken. Die köstliche Leistung des H?rrn Felix als Zwack ist bekannt; mit den kleineren Partien fanden fich die Herren Lambertl, Ramharter und Ungar befriedigend ab. Besondere Anerkennung gebürt dem Ehor und dem Orchester, die sich unter der tüchtigen Leitung des Kapellmeisters Herrn Groß sehr wacker hielten. ^. — (Familienabend.) Der Turnverein veranstaltete am Samstag im Glassalon der Casino-Restauralion einen Familienabend, der zahlreich besucht, einen fröhlichen, gemüthlichen Verlauf nahm. Die frisch gesungenen Chöre und komischen Gesangsnummern, sowie die Vorträge des Militärorchesters wurden mit großem Beisalle vom dankbaren Publicum ausgenommen. — (Milder Herbst.) Als freundliches Zeichen des milden Herbstes in VeldeS sendet uns eine fleißige Leserin der «Laibacher Zeitung» in liebenswürdiger Zu» vorlomlmnheit frisch gepflückte reife Erdbeeren. — (Reblaus) Wie uns mitgetheilt wirb. wurde vor kurzem bei der sachmännifchen Durchsuchung dcr Weingärten in der Gemeinde Ratfchach die Verseuchung derselben durch die Reblaus constaliert, weshalb von der l. l. Vezirlshaufttmannschafl Gurlfeld das Reben-Ausfuhrverbot für diese Gemeinde erlassen wurde. —0. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 6. auf den 7. d. M. wurden 24 Verhaftungen vorgenommen, und zwar fechzehn wegen Bettelns von Haus zu Haus, sechs wegen Excesses, eine wegen Trunkenheit und eine wegen Vacierens. — Vom 7. auf den 8. d. M. wurde eine Verhaftung wegen Vettelns vorgenommen. —r. — (Ein vermisstes Mädchen.) Die zwölf« jährige Schülerin der 6. Classe der hiesigen deutschen Mädchenvollsschule Johanna Schwarz, Tochter des Werk« fllhrers der hiesigen Südbahnwerlftätte Johann Schwarz, ist feit Mittwoch, 4. d. M., abgängig. Das Kind verließ am besagten Tage Nachmittag um 4 Uhr das Schul« gebäube und ist seither verschwunden. Johanna Schwarz ist mittelgroß, blond, voll im Gesicht und hat fchwarze Augen. Bekleidet war fie mit einem rothcarrierten Sommer« kleid und einem weißen Hute. Es wird gebeten, Mittheilungen, welche zur Eruierung der Verschwundenen führen könnten, an da« hiesige Polizeicommissariat oder an die Eltern, Resselftraße, Eisenbahnerhaus L I. Stock, gelangen zu lassen. C« wird vermuthet, dass Johanna Schwarz, die am 4. d. M. in der Schule gestraft wurde, aus Furcht uor häuslicher Züchtigung entlief. — (Ueber die Kranlenbewegung) im hiesigen Landesspital im Jahre 1895 geht uns folgende fummarifche Zusammenstellung zu: Der Krankenstand betrug mit Schluss des Jahre« 1894 160 männliche und 110 weiblich,, zusammen 270 Kranke; im Laufe des Jahres 1895 wurden weiter« 2780 männliche und 1847 weibliche, zusammen 4627 Kranke aufgenommen. Von allen 4397 Kranken wurden 2568 geheilt, 1162 gebessert, 244 transferiert, Während 380 als ungeheilt entlassen werden mufsten und 294 gestorben find. Zu Beginn des heurigen Jahres belief sich demnach der Krankenstand noch auf 249 Perfonen. —0. — (Au« Gottschee) geht uns die Nachricht zu, das« seit vierzehn Tagen lein neuer Erlranlungssall an Scharlach in der dortigen Stadtgemeinde zugewachsen und Hoffnung vorhanden ist, dass die Epidemie intürze zum Erlöschen gebracht werde. —0. — (Ernte-Ergebnisse.) Ueber den Ausfall der heurigen Ernte im politischen Nezirle Stein wird uns berichtet, dass dieselbe im allgemeinen hinsichtlich der Sommersrüchle als ziemlich gut, hinsichtlich der Herbstfrüchte jedoch als mindergut bezeichnet werden kann. Obst gab es nur in einzelnen Gegenden. Der in mehreren Theilen des Bezirkes niedergegangrne Hagel hat großen Schaden an den verschiedenen Feldfrüchten angerichtet und dies insbesondere in den Gemeinden Nich, Mannsburg. Homez, Wolssbach, Radomlje und Neulhal. —0. Neueste Nachrichten. Budgetausschuss. Wien, 7. November. (Orlglnal-Telegramme.) Der Budgetausschuss nahm den Titel «Hochschulen» an. Unterrichtsminister Baron Gautsch, der zweimal in die Debatte eingriff, erklärte, der Gesetz« entwurf für den Neubau aller Wiener Universität«, kliniken, welche 11 bis 12 Millionen kosten, werde vorbereitet, jener betreffend den geschlichen Schutz des Ingenieurtitels fei nahezu fertig. In der Frage des Frauenstudiums werde die Zulassung von Mädchen als Unioersitätshorerinnen demnächst entschieden, wobei sie unter gewissen Bedingungen auch ohne Maturitätszeugnis zuzulassen waten; die Regierung habe die materielle Unterstützung der weiblichen Bildungsanstalten in Aussicht genommen. Es folgt die Verhandlung der Capitel Mittel« schulen und Volksschulen. Unterrichtsminister Baron Glitsch macht Mittheilungen über die Frequenz der Mittelschulen, welche insgesammt um 2285 Schüler gewachsen sei. Approbierte Lehramtscandidattn seW 324 vorhanden, jedoch keiner mit flovenischer mw serbokroatischer Unterrichtssprache. ., Aba. Povse besprach den bevorstehenden MaM an Lehrkräften namentlich für Mittelschulen, die am) für den slovenischcn Unterricht geeignet seien, ". hofft, dass die Budget-Ausschussanträae. welche ^ ausgiebigere Gehaltserhöhung fnr die Miltelschulleynl anstrebe»,, im Hanse znr Annahme gelangen weroe > Weiter befürwortete er, das Staatsuntergymnainu in Laivuch zu einem vollständig'» achtclass'ge" erweitern. Er urgierle die Verlegung des botany Gartens, dann die Elwriterung der l. k. 3"^"^,,' Laibach und wünscht die Verstaatlichung der FaM"" in Gottschek. ,./ Herr U'iterrichtsminister Dr. Freiherr v. Gau^ erklärte, die hinsichtlich der Unterbringung der W^ nasien in Laibach bestehenden, vom Abgeordneten ^ besprochenen Verhältnisse seien der UnterrichMerwaltu^ bekannt und gehe das Bestreben derselben day", "^ Angelegenheit baldigst einer gedeihlichen Lösung"' Regelung zuzuführen. Ein Gleiches gelte bezugucy " botanischen Gartens in Laibach. „. ,. RegierungLrath Seclionsches Gras Latour erllaur, was die vom Berichterstatter sowie vom Abg. A"» besprochene Angelegenheit der Fachschule 1^ ^"H Industrie in Gottschee betrifft, so sei Wesel veH allerdings in ein neues Stadium getreten, da 0 die bevorstehende Einstellung der Subvention " deutschen Schnlvereins diese Schule eventuell m M Bestände gefährdet werden könnte. Die Unters Verwaltung werde daher die Frage der höheren V ventionierung oder eventuell Verstaatlichung b">er her schon vom Staate subventionierten FaaM neuerlich in Erwägung ziehen müssen. Herzog Wilhelm von Württemberg f (Original-Telegrammes > ^, Stuttgart,?. November. Der «StaatsanM meldet, dass Se. Majestät der Kijnig v 0 n W u r t r berg anlässlich dcs Ablebens des Herzogs ^" . von Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm eM"^ leidstelegramm erhielt. Ferner ist dem ^A^e l Beileidstelegramm von Sr. Majestät dem ""^«t, Franz Josef zugegangen, worin derselbe «e dass seine Armee einen hervorragenden uno !^'A„ General verliere, dessen ehrenvolles Andenken dle schichte bewahren werde. -..M Wien, 8. November. Für den verewigten V'^ von Württemberg wurde eine sechstägige M ^ angeordnet. Wie aus Meran berichtet wird. ft"^ ^r Leichenfeier Dienstag statt. Se. k. und l. H^, ^d durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Ferd» „ wird Se. Majestät den Kaiser bei derselben ven Wien, Z.November. Seine Majestät d" "^ empfieng heute den hier eingetroffeuen Württemberg,,^ Oberst Hardegg, welcher an der Hoftafel nahm. __________ Landtagswahlen. (Original-Telegramme.) , >« hek Wien. 8. November. Das Gesammterge°w .^ Landtagswahlen der Stadtgemeinden NiedeiW ^.^ ist nunmehr folgendes: 10 Liberale, 23 ^ ' ^ sociale, 1 Deutschvolllicher, kein Schiwenanei. ^ Liberalen verloren 7. die Schönerianer ^ ^ »^ Pr-der Stichwahl in Waidhofen a. d. Thaya """ ghlt. Kopp (oeutsch°fortschrittlich) mit 479 Stimmen U ^. Auf den Gegenkandidaten Mtz (Schöner«^/ fielen 278 Stimmen.__________ Velegrarntne. .^t Wien, 8. November. (Orig.-Tel.) H"^ ein-die Kaiserin ist abends aus München m " getroffen. ^ ,,., liefti^!! Nimini, 8. November. (Orig.-Tel.) ^"'^^, M Regens ist das Wasser des Canals ausge' ^^r? hat die Vorstadt überschwemmt. Die HM or ^ übersteigt jene vom Jahre 1866 und " ^ e," gewissen Stellen 2 Meter. Der Schao^,^^ bedeutender, namentlich in der Vorstadt^' ^B" Nom, 8. November. (Orig.-Tel.) W« "' ^be" Stefani aus Massanah vom heutigen """ '^^ sich viele tigrinische Führer, darunter meyr" nil>" diesertage über Berufung Meneliks nach ^" ^. _-glaubt.'auch Nas Mangascha sei Angekommene Fremde. b°tcl sslefant. ^,.^lMI!.'l,' Am 5. November. Gräfin Heym; Stu"«," ^lcs,. .^M'! - Rcschauer, Privat, s. Gemahlin; Zobel, " ^ Up° ^ Kohn, Mautner, Stum, Tobis, Me., Wien. ^/'Zpcditc'^i,,»' Doppelhofer. Hauschcl, Me., Oraz. - E"« °"^, Kft" ,>n> ^ tcba. - Vicay, Weizen. Me., Fmme, ^ M^., ^e"' - Eternseld, K'sm., Wiesbaden. — Ielmcl, "' ^st, Melli her, Kfm., Donischale. ^«tssein, l- "^5".,' Am l,.November. Varon Jacobs v-Ka'tst ' ^„.st A^, WanzM, Kfm., Maacnfurt. - Stapf, - ttast, Ks'm, Lember«. - Schollander if,u.^^ ^."5 Obcr.Ing.; Wemreb, EWHel, ttalulll, Me.' ^ 95 M Kfm., Budapest. — Krämer, Kfm.. Muncyen-Abbazia. — Spitz, Ksm., Warasdin. _^ibacher Zeitung Nr. 258. 2211 9 November 1896. Hotel Stadt Wien. Malatll^: Nownber. Schweinburss. Pufchner, Friedrich, LUwy, Pliv.it m ^^' ^'"'' ^ Kastelch, Kfm.. Kandia. — Schleqel. -- t«^i >^^ (Slavonien). — Urwncii!. Gutsbesitzer, Billichqraz. AI. >"^ l.t. Notar, ittainbur«. - Müller. Techniker; Haul,' '^"°"sagent, Trieft. - Kutcj, Holzhäudler, Ielcndol. - y> "hrn-m. Ioscfsthal. Lel>rl>r 3 ^, November. Uaurie, Gutöbesilier und jchn.; Adam, ^ Ni!,/^' ^ ^")dll, Oberinspeetor: Kirchhof. Kfm., Wien. ll.cli ul"' "l"'< Zwitlau. — strantl. itfm.. Oablonz. - Pu< ^ N,i./°l"^' ^arlstadt. - Hofbauer, Holzhäudler, Neumarltl. U'eisÄ ^c^ ^'''"s>"'' Altcumarlt. - Lustersic. l. l. Post-Ftmn^ ^"n«nbl. - Ruprecht, Eifeubahning., ssreiwaldan. — !cr l i 3"'., Cipcl. ^. Acrdcrber, Holzhändlcr. Äiea. - Wuch-Un't«i>°'..l7^""lterin, Ncsfelthal. - Loretic. l. l. Postmeister, "o.utfchüu. - Lackner, l. l. Postmeister, Ob.-Vtiifel. Hotel Lloyd. L°vm.?"' ^-November. Iuvllnc. Lehrer: Knific. Gefchastsleitcr; «ha« . ,'FWrer. Zirlnih. — Schiiubcrger, Privatier; v. Re« l»l!tcr m ,""°^u""; Kohn, Reifender. Graz. - Ielol, Ve< l, l ^""lirchcn. ^ Nauth, Kfm.. Billichgraz. — Cepulie, Rllrr^ ^« Ltlllltllult , . 1«« fl. ,U8 — 184 - i>/ "/ U'i"""'""tt ftener,«! -'--------- di? ^"lü(>»lfrl>»ci!Nl>N!, INl'vb l0l'LI> °' c>t°. per Ultimo . . 101 >0 101 8U , '»»rrlbnune». ..^V°>„ «'' « ' sw'or,«! »M,M«fh'Vllhn in Nllber ^ «r'.l!0>,«l,N°m. . U9-5U lUU'bU ,K^«H,eu^.^..2°o.. ^^^-« "" N,«M. 21? »5 »17 75 «elb Wan Vom Vtnatt znr Zadlnng Ubernü»»»«,» Vlstud.'Vriar.' Obllgatll,»«. »llsabttybahn » u. »UNO M. fllr »<«! M. 4°/»..... I1S'80 117 SU «llilabtlhbllhn, 4<><> u, «000 M. »0<> M, 4°/„...... 121-.. j»I LN ssranz-Ioleph'«., ««. »«84,4°/„ USSN ION «0 GalizOche »arl °«udwl«. «ahn, ld10asi.,4'/,°/» 122 2l, 128-21, dtu. dto. SÜber iou fl., 4'/,°/„ 100?h 101 75 dto. Ltaat«.0blla,. (Ung. 0Nb,) v. I, 1876. b°/»..... 120-75 1217!, , d/,°/l>Lch°nllcgaI°Nbl.'Obl, 1«a — im W b«i>. Präm.'Anl. ^ INN st. 0. W. 15d i»0 15650 dto. dto. k 5<)fi. ». W. 153 5U ,54 — Thelß.«,«..Lo!e 4°/„ 100 fi. . 13? - 138 — Grundlntl. - Vbligalion«« (für 100 fi, l — — Prömicn U»l. d, Etadtssm. Ulen 1»4'5a I«5'5« Vbrsebau «»lehrn, verlolb. ü°/„ 101 25 102 »d 4" „ Krainer üanke«°«»lfl>en . »9 2z «»50 V«ld W»tt ßftndbrißft <»Ür«l»fl.). «oder. »ll,, «st. «n 50 I. «.»»/„». — — _,_. dto. «rim..Vchldv. »"/„ l. <5n. ,16—,t?_ bt«, dto, »»/ II. ««. ,i7-__ li? __ N..osteri,L _ lo«.»« 0eft..ung. Uanl verl. 4°/» . . loo-iu IU1-— dto. dto. 5UMl. ., 4«/„ . . im-,« ,«,._ Eparcasse. l.eft..»UI. ü'/,»/«dl, ,oi o0 — - Psioritlt».Gbligatton»n (für 10ll fi.). 8erblnand».Nllrdbahn «m, l»«» 10<1 45 1«1 45 Oesterr. Nordweftbahn . . , 110 85 m 85 Ttaatsbalm....... 220 50 »»z — Gübbllhn k »"/»..... 171'25 172 35 dto. i» 5°/,..... 127 75 128 75 Ung.gallz, Nahn ... 1U7 10 108 — 4°/„ Untertlalntl Vahntn 89 50 100 — Dlvns» los» (per Gtüll). «lldapcft.Vasilica (Dombau) . »90 ?>io Credlllose 100 st...... 197 l,U 198 50 «lary'llose 4« fi, «lVt. . . . 5? — 58 — 4°/„D°NllU.DllMpf!ch,lWss,»M. 140 — 144'-. Ofener Lose 4« fi...... b8 — 59 - - Palffy°!io>e 40 st, IM. ... 5? 50 58 - Rothen Kreuz, Oesl.«e«.°..l0fl. 1770 18 ?0 Nöthen Kreuz. Unn. «es. v, 5 fi. 10— 1050 N»d°lpl,l!v!c IN fl..... 22-— 24-— SaliwUose 4» N. llVl. - > > ?0— ?i>— Lt..Genoi«.U°se 4N fi, Walbsteln^ose 20 fl, «M. . . «0 - »z». «sindischzrilh Lose 20 st, «M. . b,Uodencrtb<»anstlllt,I,u, lassenv,, wiener,»00ll. »73 — »74 — HypotheN>.,Oeft.,,0l»fi.»5«/„E, 845« 8550 öänderbanl, Oest., «00 fi. . . »« ?z »47»5 Oefterr.'ungar. Vanl, »00 fl. . 98? — »41 — Unionbanl »00 fi......29» — 298__ «erlehrlbanl, «ll«., 140 fi. . l?» — 1«» — Altl»n «uu Vran«porl» Knt»r»»hmnng»» (per Lrült). «llbrrcht'Nahn 200 fl. Gilbn . — — — - «uffi«°Tepl, Giscnb, 800 fi.. . IS««, 1«»4 V«bm, Nordbahn 150 fi. . . «73 — «74 t»0 Vuschtiebrabec Ges., Oesterr., 5N„ fl, fi.e.W. 458 —«1 — bt». tm.l«,?.»««« , . . — — — — »«ld «<»« ««»«ad»»?!., «eue«»l.. Pr<». rit«t»«»ll«rn ll» st. . . . 103 — ,04 — Un«,»»uusi.b. >v» 50 »10 l»0 «Mener U«c«lb (per Stück). «auges,, «lla. »st., 10« fi. . . b»?5 »0 7!» »„y^ier ltisen. und Vtahl.Ind. in «ien l00 fi..... b8 — 00 — «ilenb»bnw..«eihg., Vrste, SN fi. 118— 11» — ..«lbenühl", Papieri. u. N. «. b»-> bb — L!efin«,r Vraunei 100 fi. . . 11? 50 118 l»0 Vtontan-Vesellsch., Oefl..alpine >»4»o «-SO Pla«n El!n"Ind..»es. »00 fi. «51 — «>»4-— VslaoU »40 Deutsche Plötze...... b8 7?;, 5» W London........ l l» 80 12» 05 Pari»......... 4? 52, 47 5?» Bt. Petersburg..... — — — — D»lnt»n. Ducaten........ b»» 5-?l «U.Franc«.Ttucle..... »b» 9 58, Deutsche «ie!ch»b»nlnoten . . 58'?? »8'S» Itillienüch» Uanlnoten . . . ««» "«» V»v!".«ubel..... >»7 l >7, Ähe Dachwohnung »l *unV K Nr* 8' an eine kinderlose MoiV' F"-U<*««>ten 32-1 »3 schönsten und best-* u- Pwd. Simonetti. Dank und Anempfehlung. Indem ich für das mir bisher entgegengebrachte Vertrauen bestens danke, gebe ich dem P. T. Publicum bekannt, dass ich im eigenen, neugebauten Hause am Krakauerdamm Nr. 4 das Gasthaus „zum Krebsen" eröffnet habe. Ich werde bemüht sein, die geehrten Gäste mit guten Speisen und eohten Oetränken zu bedienen. Ebendort sind jeden Freitag Fische zu haben. Zu zahlreichem Zuspruche empfiehlt sich hochachtungsvoll Johanna Kovaö (4764) Gastwirtin. Mte Wm welche die Erziehung und den Unter-riont der deutschen Schulfächer übernimmt, perfeel sranzöaisoh, engliioh und italienisoh (im Ausland erlernt) spricht und unterrichtet, wtinsoht Engagement zu einem oder zwei Kindern aus guter Familie. (Beste Wirkungs-Zeugnisse.) 2—1 Gefällige Offerten sub «O. 9677» an Rudolf Mosse, Wien, erbeten. (4765) Eine schöne Wohnung bestehend aus zwei Zimmern nebit Zugehör, 1st im Baron Sohwegel-! Bohen Hauie per Februar-Termin zu I vermieten. (4778) 3—1 I Anzufragen in der Kanzlei der i Krainiiohen Baugeselliohaft. (4642) 3—2 St. 6579. Oklic. Skrbslvo €ez posestnika Janeza Kepica vulgo Reäek iz Podreö št. 7, zavoljo zapravljivosti ukreneno, se je vzdignilo. C. kr. okrajno sodl^èe v Kranji dne 24. oktobra 1896. (4620) 3—3 St. 8580. Razglas. Neznanim dedièem in pravnim naslednikom tabularnega upnika Janeza Primca iz Ilir. Bistrice postavil se je France Gärtner iz Ilir. Bistrice kuratorjem ad actum in zadnjemu dostavil dražbeni odlok z dne 28ega avgusta 1896, St. 6603. C. kr. okrajno sodišèe v Ilir. Bigtrici dne 28. oktobra 1896.