Nbacher Nr, 336 " ' . halbl. ft. z.si,,. «<^ hit .^uftelluna «n« Hau« 0" bj. s.N lr, »tit b«r Post ganzj. »>. !». halbj. 7 0«. Donnerstag, 14. Oktober. 4 Stilen «5kt.. «lößel« p» »jeöchsts,"3 l- Apostolische Majestät haben «lit 5^>> Emp'^ ^'"b"l vom <;. Oktober d. I. den ^ Schl',.? Szalx'i in Steinamanqer. Dr. Lo-?"l^is'l"^ '" SMHmär u»d Dr. Ferdinand ?^'ch>''n > ,^ ' ^ ''llilchki, in Anerkennung ihrer anf M '°He d« ml'!'^'^"ltlich<>m Gebiete e.worbenen "l»^'/"nrde von Oheimen Räthen taxfrei ^^^^krlslhen geruht. Nichtamtlicher Theil. , Taz r Laibach, 12. Oktober. Mch u.^^., l> k. Handelsministerium nnd das ?''k md ^k' M.nisterinm filr Ackerban. In-ft^tt,^.?"'^l haben dem Gust.ni Tönnies. k7>»lde ". U' Lmbach. mlf eine Verbesserung dl>r "^rno. ""'" '^. Auqust 1880 ein ansschlie-'^'1!, ^">l.gnlm für die Daner eines Jahres er- 3^ vom"'/!^ infuse liohen Handelsministerial. >>sch, m"" ,^9en den allgemeinen dentsch-ez ^latl" ^"''la« handle, bemerkt das «Prager ftar^ KG.".° ^"^ ^'age gerechtfertigt erscheine, ob v°n F°"ar>sch """. das Politikmachen' den berufenen "« l '^ ^inehin ein sehr problematischer >v>"''^n ß^" "ehme,i. Die Abhaltung eine« solchen ^ssiv !."Pres'^^ urgieren im czechischen Club -^»^ltunl'. '"ldet — die Inngczechen. Die ^ Vre,, cZ °er Ezechen soll nach dem Wunsche ^w '"'stnim« ^°" l» eine offene Opposition gegen Ht VM^s!" ^aaffe übergehen. ,Man darf neu-se» h^ ^ ^t datz genannte Blatt fort —zu hören, ^hre., ^! Is»? ^'eger. Zeithammer und Genos-''^/r^den "^"brange erfüllten Iungczechen er-.^heUle,, °.!>'^ ^lltczechen haben bereits znr Ge-lani, V oh,',^'s der Besitz der Majorität im Reichs. '' le«,.'^ Km,^!^^" ll^l in^Ullto behauptet werden «, > uZchnngeu aus dem polnischen Lager die Wahrnehmungen der 'Urzlehuug nur lloch vermehrt haben. Hat doch ein Mitglied des Polenclub«, der Abgeord. nete Onyszkiewicz. erst vorgestern vor seinen Wählern erklärt, es sei keineswegs die Absicht des Polcnclubs gewesen, der Rechten ans Nuder zu verhelfen, da ein ausschließlich aus Mitglieds» der Rechten zusammen» gesetztes Ministerinn, gar nicht für lebensfähig gelten lönne, und im weiteren Verlaufe feiner Rede bemerkte derselbe Abgeordnet!'. eS war auch nicht der Wunsch des Polenclubs, dass die Ezcchen einen ausschlag, gebenden Einflnss anf die Negieiungsgeschäfte erlan« gen. Diese Aeußerungen stimmen ganz 'überein zn den Enunciationen der polnischen Blätter über die Stellung der Pulen als Mittelpartei. Angesichts solcher Verhältnisse werde» es sich die Czechen wohl zweimal überlegen, ehe sie die Bildung eines oppositionellen Flügels im eigenen La^er gestatten." Der genannte polnische Abgeordnete schloss seinen ebene»wähnten Rechenschaftsbericht, dass er ein Bündnis der Polen mit der Verfafsungspartei perhorre-sciere, selbst für den Fall, dass Galizien hieraus bc. deutende Vortheile erwachsen sollten, denn dadurch müssten die Czechen und die ..Rechtspartei auf Gnade und Ungnade den Ecntralisten ausgeliefert werden, womit die Polrn nie einverstanden sein können. Zum Thema der..Parteitage" weist der..Osten" darauf hin. dass hrute keine ernste politische Partei mehr die Verfassung bestreite uud somit anch keine ernste politische Partei sich zur ausschließlichen Hüterin der von keiner Seite angefochtenen Verfussnng aufwer-fen dürfe. Die ..Verfassungtzpartei" führe also diesen Namen mit Unrecht und sie habe nicht bloß alle Nicht-deutschen Oesterreichs, sondern auch einen Theil der Deutschen gegen sich. so das« sie nicht nur im Paria-mentr. sondern in noch höherem Grade in der Bevöl-kenmg in der Minorität sei. Es sei nun geradezu eine Auflehnnng wider alles constitutionelle Recht, wenn eine Partei solchen Umfanges die Zügel der Regierung an sich reißen will, statt sich darauf zu befchränken. durch staatsmännische Nachgiebigkeit und kluges Pac-tieren gegenüber den anderen Parteien auf dem von dem Ministerium Taaffe angebahnten Wege der Coali» tion zur Majorität zu gelangen. Die Stadt Wien aber möge beweisen, das« sie nicht „der Agitationsherd" einer Fraction, sondern die ..Metropole des Gesammtreiche s uud aller seiner Völker" sei. Znm Danke, den die »Deutsche Zeitung" den ..wackeren Nichtern von Eger" wegen Aufhebung der Confiscation der Karlsbader Resolutionen aussprach, bemerkt in treffendster Weise die ..Wiener Abendpost" : „Jeder gewissenhafte Richter wird wahrlich lieber einen unverdienten Tadel als ein derartig com pro mittlere „des Lob hinnehmen. Wenn zwei von ver- schiedenen richterlichen Instanzen in demselben Angele-genheit gefällte Erkenntnisse einander widersprechen — ein Umstand, der bekanntlich sowohl in der straf- als in der civilrechtlichen Praxis nicht selten vorkommt — so beweist dies eben nur. dass die Richter in Oesterreich wirklich unabhängig sind und nur nach bestem Wissen und Gewissen ihr Votum abgeben. Mit der Autorität der Regierung, beziehungsweise der Staatsverwaltung, hat aber ein solches Vorkommnis absolut nichts zu schaffen, da die Regierung die Unabhängigkeit des Richterstanbes gewissenhaft zu respectieren gewohnt ist. als jener Theil der Presse, der zwar stets auf die Unverletzlichkeit der Gesetze und die Unabhän» gigleit der Rechtsprechung pocht, trotzdem aber eifrigst bemüht ist. den Richterstand in das politische und nationale Parteigetriebe hineinzuziehen." Das Comilc der Ccntralcommission für die Grund-steuerregelnng führte die Berathung der Tarife Schlesiens für sämmtliche Culturen in erster Lefung zu Ende. In den steierischen Landgemeinden circuliert gegenwärtig der Entwurf einer Petition um Reform unfcrer Ägrar.Gesetzgrbung. Diefe Petition gipfelt in der Bitte. ..dass ohne Zögerung darau gegangen werde, durch gesetzliche Bestimmungen: 1.) Ürber die bäuerliche Erbfolge; 2.) üb?r die Theilbarkeit von Grund und Boden; 3.) über Hypothcka,Verschuldung und 4.) über Heimatsrecht, Helmatszuständigleit und Armenversorgung dem Bauernstande wieder dir Mög« lichkeit einer festgegründeten Existenz und jener Wohlhabenheit zu verschaffen, die sich nicht bloß für ihn, sondern auch für die Gefammtheit des Staates und der Gefellschaft, welche beide auf dem Bauernstände als ihrer festesten Grundlage beruhen, als rettend und heilfam erweifen wird. Die ergebenst gefertigte Gemeindevertretung bittet daher: Ein hohes Haus der Abgeordneten möge entweder aus eigenem Anlrisbe die Erlasfung der bezeichneten gesetzlichen Bestimmungen in Angriff nehmen, oder es möge mit seinem ganzen Einflüsse auf die hohe Regierung dahin wirken, dass dieselbe derartige Bestimmungen mit thunlichster Beschleunigung den gesetzgebenden Körperschaften zur ver-fassuugsmähigen Behandlung unterbreite." Vom Ausland. Die Zweifel an dem Erscheinen des Königs von Baiern bei dem Kölner Dombaufeste sind nun gehoben. König Ludwig hat in einem Handschreiben an den deutsche» Kaiser sein Ausbleiben entschuldigt. Unter drn demnächst ins Leben einzuführenden Projecten des Fürsten Bismarck figuriert an erster Stelle der Volkswirtschaftsrath. Die Debatte über die Zulässigleit nnd Nützlichkeit desselben nimmt Jeuisseton. " Zrre von Wardon-Hall. ""'"lvonNbr-chthenbrich,. ^F'°Nls (ü.For.sel»ma.) !>>,?. und Sor^"' hatte er mit so großer Oe- für sein Amßere« »7) Freund N.V"" Stunde berathschlagte er ^l? am bes3 "bow. ob nicht ein vernünftiges '< ^"ige7 ^s'' ""' die Folgen der lange« ''" ^ 'nit Vorn^" 5"°^"' und jkht über- '°zi^^ d V der^war. bis'auf Freund Grabow, ?" E.5. ^» der «, ^lcher im Ballsalon erschien ."slHllwonen ,^"fln Marion mit licbenswür-^5 s?. °uf t>r? ^"lM'- Aber er hörte nur ^'^/'ftn/s/i "Angenehme Unterhaltnng. zer-'"' Salon umher. Die ss"' i^iden. .." '" unter all' den Damen in V'R^VinllkK Smm am ersten in 'b "ich 5"e zart/ ?' ""lf^llcn. Sie musste a»s° l^ ^ fahlen, das«'"'" Rose und es konnte ye- l3 ^ ,'lw die r." '^ No" ansichtig wurde. ^^ ch. '^ und ^'^'de Erscheinung nicht. Sie ^ 2 "n. dasz ? " ""ter »iber sie nachdachte. ""K im Z !" °uch schwerlich in ihrer ein- "-mon erscheinen werde. Der Ge« danke machte ihn verstimmt und zerstreut; immer wieder blickten seine Angcn ruhelos nach der Eingangs-thür, durch welche er sie noch immer eintreten zu sehen hoffte, trotzdem er lange die Ueberzeugung gewonnen hatte, dass sie nicht kommen werde. Herr v. Saldern hätte nichts lieber gethan, als sich sofort zurückgezogen. Er überlegte, in welchem Theile des Schlosses er jene Märchenprinzessin ge-sehen nnd von welchem Punkte des Gartens er etwa das Licht in ihrem Gemache sehen lönne. Dann verlieh er den Salon; einige seiner Bekannten hatten ihn vermisst und spotteten bereits über seine Sentimentalität und mittlerweile rechtfertigte er diefe Spöttereien bereits zum Theil dadurch, dass er mit dünnen Lackstiefeln im Grase stand, welches der Thau gründlich durchfeuchtet hatte und nach dem Schimmer eines Lichtes fuchte. welches er nicht fand. Müde. verstimmt, übellaunig. — Dinge, welche Lieutenant v. Saldern nie gekannt. — kehrte er endlich in seine Gemächer zurück, ohne noch einmal die vielbewundertcn und umschwärmten Salonschönheiten eines weiteren Blickes zu würdigen. Im Ahnenfaal musste er noch einmal das schöne Frauenantlitz bewundern, und er war frst entschlossen, es mochte nun kosten, was es wolle, die Bekanntschaft des zarten Mädchens zu machen, aber auch der feste Entschluss nützte ihm mit Beziehung auf feine Ruhe und semen Schlaf nichts. Sein einziger Gedanke war. sie wiederzusehen und um ihre Liebe und ihre Hand zu werben. Er wusste ja nicht, wclch' ein Fluch auf den Töchtern der Wardon'fchen Familie lastete. Lange nach Mitternacht stellte Saldern erst seine Wanderung im Zimmer ein und machte wenigstens den Versuch, dem ermüdeten Körper einige Ruhe zu gönnen. Es gelang ihm auch insofern, dass er die Sonne nicht aufgehen sah, aber ihre Strahlen vergoldeten auch noch die Gipfel der düsteren Fichten, als er bereits angekleidet am Fenster stand und nachdenklich i» den schönen, sonnigen Aominermorgen hineinschaute. Es waren eigenthümliche Gedanken, welche den jungen, lebensfrohen Mann vcrswnmtcn. Er dachte daran, ob sie wohl noch schliefe oder — In demselben Augenblick — er konnte einen leisen Ausruf der Uebcrraschung nicht »mterdlücken — sah er eine Gestalt in seinen Gesichtskieis treten, welche ihn jedes weiteren Nachdenkens überhob. Dieselbe Erscheinung, welche so leioenschaftllch all sein Sinnen und Denken in Anspruch nahm, verschwand gerade in dem Lanbgange. welcher nach dein Park führen musste. Sie trug einen Morgenanzng von mattblauem Cachemire mit weißer Seidenverschnürung und rincn breitrandigen Strohhut mit Margareten« blumcu und blam'm Bande ansgeputzt. Herr von Saldern war für einen Moment selbst betroffen über seine rasche Fassungsgabe, mit welcher er jede Kleinigkeit an der äußeren Erfcheinnng der jungen Dame bemerkte. Aber im nächsten Angenblick war er anch fest entschlossen, diese günstige Gelegenheit nicht unbenutzt voriibergchrn zu lassen. Schnell ergriff er semen Strohhut, und eine Mi-nnte nachher fah man ihn denselben Neo. em chlaaen welchen die junge Dame genommen hatte. ' 1N54 in der deutschen Tagespresse immer größere Dimensionen an; auch über die Art der Einführung, ob durch Gesetz oder einfach auf dem Verordnungswege, weis; man noch nichts Bestimmtes; doch scheint das letztere wahrscheinlicher. Die erste Agitation für die Einsetzung eines Volkswirtschaftsrathes gieng vor zwei Jahren von den Schutzzöllnern auf dem deutschen Handelstage aus, der sich mit 55 gegen 40 Stimmen für den Antrag Bueck aussprach und ausdrücklich den Weg der Gesetzgebung hiefür forderte. Nach diesem Antrage sollten in den volkswirtschaftlichen Senat gesendet werden: Vertreter von Handel, Industrie, Landwirtschaft, Verkehrswesen und höhere Beamte der betheiligten Ressorts; es hieß weiter in dem Antrage: Die definitive Organisation des volkswirtschaftlichen Senats ist durch Gesetz festzustellen; feine Zusammensetzung hat theilweise aus kaiserlicher Ernennung, theilweise aus Wahlen obiger wirtschaftlicher Gruppen hervorzugehen. Damals trat namentlich warm für diesen Antrag Bueck, der jetzige Berather des preußischen Handelsministers Fürsten Bismarck, Herr Com« merzienrath Barre, ein. Die Pariser Kapuziner haben sich in Vertheidi« gungszustand versetzt und verbarrikadiert, um der Polizeigewalt Gewalt entgegenzusehen. Die Popularität der Väter wird sicherlich angesichts ihres Heroismus sich nur mehren. Was die Regierung anbelangt, so veröffentlichte sie Sonntags bezüglich ihres Vorgehens folgendes Communique: „Die Mitglieder des Cabinets traten gestern im Unterrichtsministerium unter dem Vorsitze des Herrn Jules Ferry zu einem Minister-rathe zusammen. Der Plan, nach dem die Märzdecrete ausgeführt werden sollen, wurde definitiv festgestellt und der Beschluss einmüthig gefasst. Das strengste Schweigen soll über das zu befolgeude Verfahren gewahrt werden, und man versichert, dass alle Angaben über diesen Punkt, die bisher von den Blättern veröffentlicht wurden, unrichtig sind. Nur so viel lässt sich sagen, dass die Vollstreckung der Decrcte ohne Verzug, wahrscheinlich schon in den ersten Tagen dieser Woche, erfolgen wird. Keine neue Aufforderung wird an die nicht anerkannten Congregationen gerichtet werden." Montag war noch keine Maßregel getroffen; es heißt jetzt wieder, man wolle die Rückkehr des Prä« sidenten aus dem Jura abwarten. Einer Pariser Correspondenz der „Bohemia" zufolge werden infolge Verwendung des Königs von Italien die Märzdecrete auf die savoyischen Cisterzienser in dem vom Hause Sauoyen gegründeten Priorat Hautecombe nicht angewendet. Aus Cetinje schreibt man der „Pol. Corr.": Es cursiert hier das Gerücht, dass im nächsten Frühjahre Fürst Alexander von Bulgarien hier zum Besuche des fürstlichen Hofes eintreffen werde. Dass in Sophia der Wunsch lebhaft hervortritt, zu Montenegro in intimere Beziehungen zu treten, ist Thatsache, und es ist nicht unmöglich, dass dieser Wunsch den Fürsten von Bulgarien hierher führen wird. Bevor jedoch dies Gerücht zur Wahrheit wird, dürfte sich noch manches große Ereignis abspielen. Der aus dem letzten hevzcgo-winischen Aufstande bekannte Anführer Peko Pavlovit soll am 1. d. M. aus Rjeka nach Serbien abgereist sein. Man zweifelt, dass ihn eine Mission an die Ufern der Save geführt habe. Der Fürst pflegt mit solchen Aufgaben in der Regel feine ersten Rat'hgeber zu betrauen. Es erscheint aber die Annahme berechtigt, dass die Reise des Peko Pavlovii nach Serbien einen officiösen Charakter habe. Es dürfte sich um verschiedene Dinge von geringer politischer Wichtigkeit handeln, deren Regelung wünschenswert erscheint. Einem solchen entschiedenen Willen gegenüber konnte freilich auch nicht vom Zufall die Rede sein, als er den Gegenstand seines Suchens endlich zwischen Garten und Park am Ufer des Teiches fand und sich so fast unter den Augen des Grafen Wardon ein Liebesverhältnis entspann, welches dieser erst entdeckte, als es zu spät war und welches ihn lmd seinen Sohn um seine ganze Zukunft betrog. Zu spät! zu spät! Zwischen dem Grafen von Wardon und Herrn vou Saldern kam es zu einer sehr heftigen Scene, welche ihren Ausgang in einem Duell fand. Herr von Saldern wurde schwer verwundet und dieses war es gerade, was Emmys Entschluss reifte, auch gegen den Willen des Stiefbruders des ersteren Gattin zu wer« den. Sie, welche nur einen schwachen, nachgiebigen Charakter gezeigt, legte plötzlich eine stnke Energie an den Tag, und es blieb dem Grafen Paul schließlich nichts anderes übug, als seine Einwillign»«, zu dieser Ehe zu geben. Nach dem Testamente des Vaters blieb Paul, bis Emmy ihr fünfundzwanzigstes Lebensjahr zurückgelegt hatte, mit ihr zugleich Besitzer des Schlosses, und da Lieutenant Saldern eine längere Zeit bedürfte, seine eigenen Angelegenheiten zu ordnen, so war es abgemacht, dass er einige Wochen nach der Hochzeit Wardon Hall verlassen soll, um für sich und seii: junge« Weid vorläufig iu der Stadt eine passende Wohnung zn finden. Fortsetzung folgt) Zur Abtretung Dulcignos. Auf die Nachricht, dass in dem am 10. d. M. abgehaltenen türkischen Ministerrathe beschlossen wor-den, „Dulcigno sofort an Montenegro zu übergeben und eine conforme Note an die Botschafter zu redi« gieren, welche die Hoffnung ausfpricht, dass die Mächte auf jede Flottendemonstration verzichten werden", con-centriert sich heute das politische Interesse. Neuere Meldungen darüber, was unter der „Uebergabe" Dul-cignos zu verstehen sei und in welcher Weise die Durchführung derselben seitens der Pforte beabsichtigt werde, liegen bis jetzt nicht vor. So lange diese näheren Aufklärungen fehlen — fagt die .'.Wiener Abendpost" — mufs wohl eiue gewisse Zurückhaltung inbetreff der Beurtheilung der gegenwärtigen Lage geboten, ein Miteiustimmen in vielleicht allzu sanguinische Darstellungen nicht räthlich erscheinen. Eine solche nüchterne Auffassung wird sich schon deshalb als gerechtfertigt erweisen, weil der Gedankenaustausch der Mächte über die erwähnten Eröffnungen der tür« kischen Negierung nothwendigerweise von einer abermaligen Pause in der Entwicklung der Dinge begleitet sein muss und auch die Mächte ihrerseits sich zu reserviertem Zuwarten veranlasst sehen dürften, bis sich die Mittheilungen der Pforte und der ganze Incidenzfall überhaupt in voller Klarheit Überfehen lassen werden. Unter den telegraphisch gemeldeten Iournalstimmen, welchen bereits die neue Nachricht zugrunde liegt, stehen einander besonders die Aeußerungen der „Nordd. Allg. Ztg." und der „Times" gegenüber. Während erstere in Uebereinstimmung mit der „Wiener Abend-post" keinen Grund für eine allzu sanguinifche Auffassung erblickt, geben die „Times" in optimistischer Weise den weitestgehenden Erwartungen Ausdruck, Hätte sich der Sultan — schreibt das „Frdbl." — vor acht Tagen, statt die unglückliche Note versende», zu lassen, zu der jrtzt getroffenen Entscheidung entschließen können, würde es wahrscheinlich gar nicht zu einer Discussion über weitere Zmangsnahmen gc-kommen sein. Da diese Discussiou alier einmal er» öffnet ist und außer der montenegrinischen anch die griechische Angelegenheit, sowie die asiatische und europäische Reformfrage fammt den türkischen Schulden auf die Tagesordnung gestellt sind, werden die betreffenden Verhandlungen wohl nicht so bald wieder geschlossen werden, es sei denn, dass die Pforte jetzt freiwillig und ohne Vorbehalt den ihr früher von den Mächten ertheilten Rathschlägen durch Thaten und nicht bloß durch Worte entspricht. Die „Presse" sagt: Es ergibt sich nun die Frage, was die nächsten Tage über geschehen werde. Soll die Erklärung des Sultans einen praktischen Wert haben, Europa wirtlich die Satisfaction erhalten, dass das Flottenanfgebot nicht ganz wirkungslos gewesen und dass die so nachdrücklich urgierte Dulcigno-Frage thatsächlich aus der Welt geschafft wird, so muss die mi-litärische Action wieder von vorne beginnen, Montenegro die Urlauber wieder einberufen, die Flotte die Kessel heizen und die Occupation des Küstennestcs zur Ausführung gelangen, was, wenn auch die Nizams in der That zurückgezogen sind, ohne einen heißen Strauß mit den Albanesen kanm ablaufen wird. Denn, dafs diese Halbbarbaren, nachdem sie so gründlich aufgewiegelt worden, nachdem die Pforte nicht bloß osfi« ciös, fondern geradeaus und officiell für fie Partei ergriffen, sich nunmehr gutwillig fügen werden, lässt sich nicht voraussetzen. Montenegro wird die Erwerbung Dulcignos theuer zu bezahlen haben. Montenegro und die Pforte. Der ottomanische Commissär und Militärcommandant von Albanien, Vely Riza P.scha, hat — um die überraschende Wendung, welche die Dinge in den letzten Tagen genommen haben, noch einmal zu reassu» nneren und deren Rückwirkung auf das Verhalten Montenegros mlürze anzudeuten — wie der „Pol. Corr." aus Cetinje geschrieben wird — dem montenegrinischen Truppen - Befehlshaber bei Sutorman, Ober°Wojwoden Bojidar Petrovi«!, eine Erklärung überschickt. dahingehend, dass jede Grenzüberschrei-tung durch montenegrinische Truppen mit bewaffneter Macht von türkischer Seite werde verhindert werden. Dadurch ist die Eventualität eines Krieges mit der Pforte in den Vordergrund gestellt worden. Es wird Montenegro einc Campagne förmlich und officiell aufgedrungen. Nachdem nun die fürstliche Regierung durch den Obercommandanten der co'mbinierten europäischen Flotte in positive Kenntnis gesetzt worden ist, dass seine Instructions ihm im Nothfalle nur die Be< schießung der festen Punkte gestatten, eine eventuelle Ausschiffung von Truppen aber nicht vorgesehen worden ist, so glaubt die fürstliche Regierung von jeder Action umso eher absehen zu sollen, als sie einerseits nur anf einen Zusammenstoß mit albanesischen Banden, nicht aber mit der ottomanischen Armee vorbereitet war, und als sie sich andererseits vor Dulcigno nicht engagiert sieht. Odschon das montenegrinische Volk zu keiner Zeit von einem, dnrch die Ereignisse und seine Interessen ihm aufgeorlma/neli Krieg mit der Türkei zurückgeschreckt ist, glaubt es doch. °"Mc. .K' rührten Verhältnisses diesmal ohne nuMau^ ^ ^ schen Beistand seitens der Mäch" den «neu ^ ottomanischen Pforte nicht aufnehmen 5"!°"^!! dome, der Minister des Auswärtigen, dm r ^ die Lage kommen, eine Note des eben M" ^ Haltes an die Adresse der Mächte gelang" 5" ^ Diese in der brennenden Frage ge""«'«'«" ^il hatte zugleich zur Folge, dass der 3" ' ^ß. Hi, des auf Kriegsfuß gesetzten Corps wl'la '^ ^ nunmehr nothwendig gewordenen "^'^V,H ^' Cabinet-, dürften eine gewisse Zeit '» ,.. ,,W d«' men. Die montenegrinische Negienmq "U^ ,„ nach rauf bedacht fein, mit ihren finanziellen-l"u ^„steü Möglichkeit zu fparen und dieselben ur <"' ^ Ereignisse der nächsten Zukunft beMtzuM^. ^ Ueberfall durch Albanesen wird mcht besursy ^. exponierten Grenzpuntte sind gehöngbeM^___^. Rumelische Zustände. ^ Der Zusammentritt der rumelischen P^ ^ Versammlung wird, wie man der «^'.^ galtet' Philippopel schreibt, gegen den 20 ^^ b' Einige Deputierte sind bereits daselbst miwr,^ ^, schon das Einberufungsdecret noch nicht ", i ^^. Einzelne der Vertreter legen eine sehr gem" ^, ^! niung bezüglich einiger Verwaltungszwe'^ ^ Tag, namentlich bezüglich solcher, welche °"z ^ ländische Fnnctionäre geleitet werden. ^ M M kleiden viele Ausländer ^ nicht durch Einheimifche erfeht werken "^M gibt aber auch zahlreiche andere, wcla^ >^>> Sinecuren innehaben und ihre Ze't "" ,MlM todtfchlagen. Die Deputierten sind nun c^ Ml die Parasiten unbarmherzig zu bewegen. ^ F> nur billig sein; denn neben ländischen Beamten gibt es in der ru"w''^ ,,i„el waltling leider Abenteurer, die dem ^ ^ Europäers Schande machen und durch oe , ^ x nung das Land absolnt nichts verliere» '^^ Assemblce wird anch endgiltig über oie ^ ^ einer rumelischen Provinzialbant und n^ ^F der Staatsbahn patronisierte P"jett "'" . ^ durch den Schipka-Pass zu entscheiden Y"^ ^ der Linie Iamboli-Burgas dürfte dles"" ^s^ sein, nicht nur weil die Pforte ^gcn dlch ^ dern weil anch das Land wnklich le'N ^ ^HM eine kostspielige Bahn zn bauen, bei der >' ^^ der ersten zehn Jahre nicht einmal aus " ^e ^ kosten kommen würde. Zu den F"^ ' gM.?„ nächste Session der Provinzialversannniu '^ ^,^)v sonders in Anspruch nehmen dürften, a 1 ^ H unerbittlich mit seiner Umgebung umM'""^ B ", und gar ihrer Aufgabe nicht gewcW " ^.schl » dritten Theil des Einkommens der Provms ^ Auch die Departements dcr Cwllvelw« ^ ^ Mifsbräuche auf, die eine sofortige ""'^Bt'"^ fchen; nirgends aber so gefährlich, als in den. "einen ^e,t bie^ rumeliens. Den besten Beweis H'W!^^'li^l"^ d>e fache, das« sowohl bei dem letzten als bei dem jüngsten Putsch 'mW'" ,h»"5> Miliz und Gendarmerie sich buchst^A hie ^ gezeigt haben, den Frieden herzust""' ,^„ M ^ liche Sicherheit aufrechtzuerhalten; ve ^ hei ^ fah sich die Localbehörde genöthigt, d" ^ ^l">> wohner oder vielmehr der Mitglied"" z,i ^ „Turnvereine" anzurufen, um die ^ MhB '^ zu treiben. Wozu nützt es unter d"', ^elh"! ^e monatlich bei 800.000 Francs filr " hM.F bewaffneten Macht auszugeben. "" „heite" / Disciplinlosigteit die ernstesten Verleg' ^ und dem Lande bis jetzt fast «och S" riellen Nutzen gebracht hat._______ KgesneuiakeM „,,F - (Ein weiblicher H""^/^'^ misch.Leipa schreibt man der ..Buhcm'a '^„„te ^, Resi" ist in Vöhmisch-Leipa eine w"^" l»iB "'^ ttlmg. die stets in Lumpen Stock cmherhumpelt und als c,ne PU" ^ lw ^' voll Haus zu Haus wandert «»d "l>c ,^ " , ihre Mansarde neben d"" ^es Kll" i" die außer ihr wohl jahrelang "'' ^,H-H,ßl'^l Wesen betreten haben mochte, selbst ° ^^^,l'»' dem sie regelmäßig den Quartlerzl" ^ e>> baren Kupfermünzen vorausbezahlte- 1985 »ung m, ^Ü""gc ließ sic sich verleiten, in dcr Woh-""k'l «ef.M. ^^"^unctcn nebst dem Almosen auch und zi, ^,„, " ^"'g "utznnchmcn. Sie wnrde ertappt ^G'üe V, ^" ^''"lts verurtheilt. Dies hatte das ""l> als er , > '^ ^°lizei.Inspcctors auf sic gelenkt !°^>>dete m.?/^ ^""^^ nach einigen gestohlenen Sachen kitte prallt. " ""^ 'hr eine Visite. Bein, Ein. b"' zurück ^ c"'^bt über den Anblick, der sich ihm ^"'»issbrol °^"^he Hügel vou Brotstücken, vom ^lvnrzbwt ^"^'""^"' "Uc Nuancen Weiß- und ^^°ru u„>! . ""^l" und Kuchen, allcs durcheinander, ^'"gc und ^M""'^lt; daneben die unglaublichste» !"^^u ci>./^^'<.!"^ ^0 Töpfe mit Fleischspeisen. ^aWuuchevt ^""^ Vegetation "«» Schwammbildungen ^ Peml/ ""^ ^'^ ^^" hochgradigen Fäulnis wegen ?"de die 2'?!'^" ^""ch ausströmten. Sosort M"d m.^ ^^ Sanitätscolnnlission auisiert und der '"'"'N'clnde, ^""'"' ^^ ""n Maden und Würmern ">cht >uc,ua„ ^'.''"^ "urdcn verscharrt und das Brot. ,°"l zwr, M ^bcn Centner, herausgeschafft und !?'" "Nr ^" ,^'Uaden. Bei der HcrauSschaffung ^^>, eii.L c.n ll^'cfer zutage, das sich da seit '"' das w ^ Schlaraffenlebens erfreut hatte, wichen >,' " /ucht das Einzige, was man da fand. "Vhligen °Uene Wechsel, bei welchen erst von l "' eihM," > l^' bei dem sich der ganze Schah be. > bttill >> "' ""^' °b sie noch Wert haben; !^ Nuten !""' l.ch°" °"s!"' ^"rs gesetztes Geld. > sund.. Papicrzchner gefunden. Der Name ^^,>'d Wen Bettlerin ist Kaufmann, ihre Zu-,. .^ .^ "uch nicht constatiert." °"iche Hm ^ ^ " au vun Orlcans.) Der fran-I ""t. ha/ '^ ^^ öffentlichen Arbeiten. Herr Sadi- > einetz ^""^. ^'^ d. M. in Compile der Enthül-^ Ill»afr7'. b'^'s beigewohnt, welches diese Stadt l °2 Dc> , ,""" ^llcans errichtet hat. Ein sehr ' klirrn '^ ^" Jungfrau bctauntlich vor meh-,, ^ s «<, ^ "cleans errichtet worden. << 2te cl>^ bem Aatica n.) Vor einigen Tagen M°"s dm,?^ ^° XIII. ein Schreiben des Königs !>? ""d der ^"""' '" welchem der König dem Papste N ^e «sl ^"'ll'" Dank für das ihren, »cugcbor-ti3 ^"pst is/^^le geweihte Linnen ausdrückte. — i . ^lrbci l '^'^ "ut einer umfangreichen litera. k„ " näch^ ^'chnftigt nnd wird aus dicfcm Grunde l>, "^ Tal, ^"t leine Andienzcn ertheilen. — In ,"'.Hof«V A'dt sich ein päpstlicher Abgesandter an rlMlen ,,, Honigs Mtesa in Ecutralafrlka. um die-2"Nen. ^ Wn Voll für die katholische Kirche zu ^ ^tte» ,.! Prälaten gehen zu ähnlichem Zwecke ^^(N^'dcn Afrikas. Lilien w' l^ "^ au b.) In der Provinz Girgenti H ° wei D.""l "Nl 4. d. M, nach lebhaftem Feuer-Mte ^ch °"ber gefangen genommen, die in ihrer fiil^Ni si "" Grundbesitzer. Terrana. gefangen beg^?" 3 e l.°^ ^" ^lde aufgegriffen hatten und i^We», E. "'sung sie von dcr Familie 62.000 Lire Aiinlif "2' H^"" Terrana zu befreien, bevor 'N he7l3to ^ ^bcn giengcn. htd ' '" 3 u " Gewinnu n g.) Die Rosenernte ^ii^ ^rttci'" .'" ?""i lwlzUglich ansgcfallcn. und >»i^. ob.l^ ^ "if mehr als eine Million Francs M '' als j„ ^°>e Vtoseu sich minder gehaltreich er-Mrt, ^ abael. ^" ^^;. welches das beste Ernte-^ i ^ 'N dc„ l !^"e" Deceuninms gcwefcn war. Es ^s ^^ratnm?^" !iw.000 Metikals (208 Metilals ^a». ^'ppoliel "leniil im Werte voll 923.077 Francs «"°e e Ü! p^ouci^^l""' ^rei Viertheile von diefem ^el ^rtheu s. ^^ District von Kazanlil. daS ^ft,' Die Ana? s """l aus Esli.Saghra und Philip, ^tsu. H' Ame "^ ll'^ hauptsächlich nach Frankreich. ^!k >efabriten r"'^ Deutschland. Die französischen z>de>t ""alität vn "^""ders die Pariser, laufen nur ^zw^'e Pr^ W"senöl. Oesterreich und Amerika i5<"ilal, 1?'e "«"ieren von 15 bis 22 Piaster "^"" 3^seniu "'äl'schen Parfumeure deckcu ihren ^---^^borzugsweife aus Ostindien. ^^ locales. " Handels, und Gewerbekammer ittr Krain. >ttks7" au)"^..U"d Gewerbekanmicr in Ra- ,"!> b ?' Das ' Z^schmuieu des Insectenpulvers ^H "uz den vN dalmatinische Insectenpnlver 7t!e/ ""l en,Eliten des ^l.i'v^ilU^mmn ^in«. '<> in N' und dieses f.ll. n.lr von jenen i, ff^sk,n "'M b'zo^en w.rde„, welche von ?^7as t t ^! ""N'Mtlert sind. 5 i^.ndifcheHdelz.ninisterium theilt mit, dass ^ »? 3z^7scmlrant vom 2. Juni 1880, ^r,l^2 Gesetz zum Schutze dcr Handels-' w den Niederlanden publiciert worden ist, das am 1. Iänn« 188! in Krafl tritt. Eine UebelselM'tt in dentschcr Sprache befindet sich in Nr. 2<) dcr Zeitschrift ..Austria". Nach Artikel 12 dieses Geschei haben die Markenbesitzer innerhalb scchs Monaten nach Aclwiernng, also in der Zeit vom I. Jänner bis Ende Inni 1881, um Erneuerung des Schrtzes bei der königlichen Arrondissemcnts-Rechlbank zu Amsterdam einznscyreilen; 8.) dasselbe theilt ferner mit. dafs mit 1./13. Jänner l881 in Nnfsland wesentliche Aenderungen hinsichtlich der Verzollung von Eisen, Stahl, Metallsabriiaten nnd Maschinen in Wirksamkeit treten. Der vollständige Wortlaut der diesbezüglichen kaiserlich rnssischen Ver-ordnnng ist in der ..Austria" vom 28. Anglist 1880, Nr. 35, veröffentlicht worden. ii.) Die Note der k. k. Finanzdirection für Kram, womit dieselbe die in der Eingabe vom 18. März 1880, Z. 482, an das k. k. Finanzministerium znr Sprache gebrachten Veschwerdepnnkte, betreffend die bei den lctzlen Stempelrevisioncn in Laibach erhobenen Stempel» anstünde, im Grnnde der mit Finanzministerialerlasfe vom 2. Juli, Z. 17,6!>5>, erhaltenen Ermächtigung in nachstehender Weise beantwortet: Zum 1. Punkte: Es kann nicht in Abrede gestellt werden, dafs bei dcr bei dem k. l. Landesgerichte in Laibach vorgenommenen Slcmpelrcvision ein Urtheil vom Jahre 1877 wegen mangelnde» Stempels be« anständet worden ist. Dafs dies geschehen konnte, erklärt sich zunächst durch den Umstand, dass im bezüglichen Acte das den Schluss des Verfahrens bildende Acte>we»zeichnis nicht beigelegen ist, fondcrn abgesondert verwahrt war, daher sich der Slempelrcviswns» Eummissär nicht sofort die Ueberzeugung von der Vei-bringung des Urtheilsstempels verschaffen konnte. Wenn er nnn ohne weitere Nachforschungen angenommen hat, dass der Stempel nicht beigebracht wnrdc, so liegt in diesem ganz vereinzelten Vorgänge doch noch keineswegs eine absichtliche Schädigung der Partei, und es wird bei nunmehr gelieferter Nachweisung der entrichteten Uilheilsgkbnr die der Partei irrthiimlich vorgeschriebene Gcbür in Abfall gebracht werden. Zum 2. Punkte: Dcr 'Strmpelrcvisions - Com-miffär hat gerichtliche Tagsatzungsprotokolle beanstän« det. weil in denselben Theilzahlnngen des Geklagten ans die eingeklagte Snmme vom Kläger bestätigt wurden, nnd das l. k. Ol'bürenbcmessnngsamt hat von diesen Bestätigungen die nach Tarifpost 47 entfallenden Scalagcblnen znr Zahlung vorgefchricben. Dieser Vor» gang muss als in der Tarifpost 53 des Stempel- und Gebnrcngcsctzrs begtündet erkannt werden. Nnr dann, wenn Zahlungzbl'stätignngen bei Vergleichen sich auf Actläge bezichrn, die Gegenstand des Vergleiches sind (z. V. cs wild ein Vergleich auf 200 fl. geschlossen nnd zugleich die auf diesen Betrag erfolgte Theilzah« lnng per 100 fl. bestätiget), unterliegen sie im Sinne der ersten Anmerkung zu Tarispost 47 u) des gedachten Gesetzes, als Vchandtheil de« Hauptgeschäftes (Vergleich) keiner befonderen Gebür. Znm 3.Pnnlte: Der Stempelrevisions'Commifsär hat die im Eivilvroccssverfahrcn vom Kläger bei-gebrachten abschriftlichen Rechnungen beanständet, weil dieselben theils nur mit dem Fünstreuzer-Stemvel, theils mit dem nachträglich beigeklebten Fünfzehnkreuzer-Veilagenstempel, theils als NuchauKzüge mit dem Vidimierungsstempel per 50 kr. versehen waren. Er ist dabei von der Ansicht ausgegangen, dass diese Rechnungsabschriften nach dem § 19, letztes Alinea des Gesetzes vom 8. März 1876, schon bei der Ausfertigung mit demfclbcn Stempel wie die Originalien hätten verfchen werden follen. Nachdem jedoch zufolge Finanzministerial-ErlafscS vom 29. März 1878, Z. 7543, Abfchriften von Rechnungen, welche in Eivilprocessen als Beilagen allergiert werden, lediglich dem Bcilagenstempcl unterliegen, so werden die dies« fälligen Anstände aufgelaffen, riicksichtlich die vor-geschriebenen Nachtragsgebüren abgeschrieben werden. Zum 4. Pnnkte: Es ist allerdings richtig, dass bilanzierte Conti bei der Verwendung als Beilagen dem Beilagenstempel nicht unterliegen- allein die be-anständeten bilanzierten Contis stellen sich thalsächlich als Abschriften von Rechnungen dar, welche dem Beilagenstempcl unterliegen, und es würde eine Umgehung des Gesetzes involvieren. wenn man ein und dasselbe Dokument, einmal, weil es zulässig mit dem Fünfkreuzer.Stempel versehen wurde, als bilanzierten Originalconto, und ein anderesmal. weil auf dem Stempel ganz vergessen wurde, als Abschrift geltend machen wollte. (Fortsehnn» jol«t.) — (Der Herr Landespräsident) hat sich am 12. d. M. nach Idria begeben. __ (Personalvcränderungen im trainischen Lehrst an dc.) Die „Laib. Schulztg." theilt folgende Pcrsonalucränderungen im krainischcn Lehr-stände mit: Herr Franz Paulin. Lehrer im Waldhrrr-schrn Institute, erhielt eine Unlerlehrerstelle an den städtischen jknabcnschulcn in Laibach. Von den abfol-vierten Lehramtszüglingen erhielten provisor,sche ^cyr-stellen die Herren: Franz Scsart die dritte und Joses Güdercr die vierte Lehrstelle an der Knabenschule m Guttschee, Franz Ioanc und Anton Lapajne au der j Knabenschule in Reif»iz. Die Herren I, Kermavncr und Adalbert Nibnilar wnrden zu definitiven Ober^ lchrern auf ihren bisherigen Dienstpostei!. nnd zwar ersterer zu Obrrloilsch, letzterer zu Uxterlgitsch. ernannt. Fräulein Amalic Spoljaric, prov, Lehrerin zu Planina, hat auf ihre Stelle verzichtet. Fräulein Francisca Zupan. prov. Lehrerin zu Godoviö, kommt in gleicher Eigenschaft nach Unterloitsch und Fräul, Marie Arrigler. absolvierte Lehramtscandidatin. als Prov. Lehrerin nach Ol'crloitsch. Als Aushilfslchrer wuroen im Loitscher Schulbezirle angestellt: Herr Franz Milavec in Schwarzenberg. Hrin-rich Lilar in Godovit und Fcrd. Strrl ,n Gcrcuth, Der Prov. Lehrer von Güriach bei Veldes, Herr I, Iegljit, kuinmt in gleicher Eigenschaft nach Lengmfelo, an seine Stelle dagegen Fräul. Ihan, bisher prov. Lehrerin in Vigann bei Raomannsoorf. Die zweite Lehrstelle zu Grafenbrnnn erhielt Fräul. Marie Ncgovetic. bieher prov. Lehrerin z» Adelsbcrg. Die zweite Lehrstelle zu Dornegg wnrde dem absolvierten Lehramtszögling Heiln I. Okorn, die zweite Lehrstelle zu Senosetsch drm bisherigen dritten prov. Lchrer dortselbst, Hermann Gra-di^nik, nnd die erledigte dritte Lehrstelle ebenda dem Lehrer Math, Hiti in Nussdorf. allrn dreirn provisorisch, verliehen. Die absolvierte Lchramtscandibatin Fräul. Marie Steiner wnrde als prov. Lehrer,» in Präwald angestellt, Herr Peter Ccbin, bisher zweiter Lehrer in Brunndorf, erhielt die Lehrstelle zu Dobrava bei Lai-bach, Herr Ioh Strehovec. bisher in italtenfeld. kommt als AnShilfslehrer nach Vrable, Herr Simon Hiti als solcher nach Nussdors, Franz Zamän, bisher in Dornegg, als Anshilfslehrcr nach Uiitcrscmon, Alois Sszun, gewesener Aushilfslehrcr in Gottsched, als folcher nach Nob, Jakob Märn von Suchen nach Prcssrr (definitiv), die absolvierte Lchrcuntsccmoidatin Maril' Äl»,hna als provisorische Lehrerin nach Altlag, Inlob Oftermann von Götteniz nach Rieg (deftnitiv), Paul Burstnik von Rieg nach Banjaloka (definitiv), Johann Wresitz von Banjalotc, nach Suchen (provisorisch), Anna K,iscr von der Knabenvolksschnle zu Neifniz an die Mädchcnschnlc dortselbst (provisorisch), Anton Bcrlan, All^hilfslehrcl, von Nob nlich Ambrus. Anton Lokcr, Leiter der zwei' klajsigcn Volksschule zu Altlag, wurde pensioniert. — (Theater.) Vor eixem dichtbeschten, in den Logen und Sitzplätzen autzvelk.mstem Hanse gieng grstcril dic Oper „F a n st" zili» rrstrnmale in der lallfrnden Saison in Scene. Wir kommen auf die Vorstellung morgen noch des näheren zn sprechen und wollen für hente nur bemerken, dafs die Aufführung dieser Llcblingsupcr des Laibachcr Pnblicnms durchwegs schr anständig ansfiel. Sowohl dic gesanglichen Leistungen der Darsteller als anch dic Haltung des Orchesters waren, von lleincrcn Mängeln aogeschcn, den hiesigen berechtigten Vlnfl'rdrr«»» grn ganz entsprechend. Das Publicum verhielt sich anfangs ziemlich kühl, erwärmte sich jedoch im dritten Acte zusehends und zeichnete von da an die Solisten, besonders Fräulein Endler (Margarethe) und Fräulein Erl (Siebcl) und Herrn Baum (Valentin) wiederholt durch lebhaften Beifall aus. Allgemein siel es auf, dajb das Bacchanal im letzten Acte — wir wissm nicht, aus welchen Gründen — von der Regie einfach ganz gestrichen wurde. — (Tombola.) Mehrere Schulfreunde in Littai veranstalteten dafelbft am 10. d. M. im Gasthaufe des Herrn Bürgermeisters Kobler eine Wohlthätigleit«'' tombola, deren Reinertriignis zur Unterstützung dürftiger Schulkinder bestimmt wurde. Dank der zahlreichen Betheiligung an derfelben und der von vielen gespendeten Beste wnrde für den wohlthätigr» Zweck ein Cr-trag von nahezu 70 fl, erzielt. — (Rebenlrankheit in Untertrain.) Wie wir vor kurzem bereits mitgetheilt haben, kam der trainischen Landwirtschaftsgcsrllschaft Ende des vorigen Monates ein Bericht des Herrn Anton Ogulin aus Nudolfswert zu, in welchem derselbe die Gesellschaft auf das Vorkommen einer neuen, in den unterkraim» schen Weingärten bisher noch nicht beobachteten Neben» trantheit aufmerksam machte. Der Herr Ncalschulprosrssor Wilhelm Voß in Laibach, der sich mit dem Special-stndium dcr Mykologie bekanntlich seit Jahren sehr ein» gehend beschäftigt und dem vom Herrn Ogulin eine Partie des inficierten Nebholzes eingefchickt worden war, hat dasselbe genau untersucht und cunstatiert, dass der daran wahrnehmbare Pilz jene erst vor zwei Jahren aus Amerika eingeschleppte 1'el0ü0«p0slr vitwoiu dc Ikn'i'>' ist, welche er am 26. September d. I. auf Wein« reden des Herrn Lahnil in Oberrosenbach zum ersten-male in Oesterreich entdeckt hatte und worüber wir in der Nummer 226 dcr ..Laib, Ztg." vom 2. d, M. be, reits eine nähere Mittheilung, auf welche wir die In-tercsfentcn hicmit verwcifen. veröffentlicht haben. Herr Ogulin hat von dirfer möglicherweife sehr gefahrdrohende» Entdeckung dem t. k. Ackerbauministcrium direct Bericht erstattet und dasselbe unter einem gebeten, srin von ihm dagcgr» vorgcschlagc»cs Mittel dnrch Eipettri, prüsc» z» lasscn. eventuell die Anwenduiig anderer wirksamer Vorkehrungen znr Beseitigung dieser ncnrn. in ihren Folgen noch nicht gcnan erforschten Nebentrankheit zu veranlassen. — (Burschenschlägcrei mit to'dtlichem A us gange,) Im Wirtshause des Bernhard Wantar in Tschatcsch bei Großlas im GerichMezute Tlrffcn 198« kamen am Sonntag, den 3. d. M., mehrere, verschie« denen Ortschaften angehürige Bauernburschen zusammen, welche in einem Dachzimmer gemeinschaftlich zechten. Bald geriethen dieselben jedoch in Streit, welchen der Wirt anfänglich dadurch zu schlichten versuchte, dass er zwei der erwähnten Burschen von der Gesellschaft trennte und in die ebenerdige Gaststube schaffte. Einer der letzteren, Namens Franz Lesjak aus Pasna bei Zagorica, ließ sich dies jedoch zu seinem Unglücke nicht lange gefallen und versuchte bald darauf wieder mit Gewalt in das Dachzimmer zu gelangen, um die durch die Intervention des Wirtes unterbrochene Keilerei mit den Oberen von neuem aufzunehmen. Dies sollte ihm aber sehr übel bekommen. Schon auf der Stiege «vurde er von drei Burschen empfangen, welche ihn mit Hacken und Knütteln niederschlugen, so dass er sogleich schwer verletzt die Treppen hinabstürzte; unten angelangt, fiel zu allem Nebcrflnsse auch noch der zweite, kurz zuvor gleichzeitig mit ihm hinabgeschaffte Kamerad über den Unglücklichen her und gab ihm mit zwei wuchtigen Knüttelhicben über den Kopf, die ihn vollends tödteten, den Rest. Die Thäter befinden sich felbstuerständlich in gerichtlicher Untersuchung. — (Gemeindewahl.) Bei der kürzlich statt« gehabten Neuwahl des Vorstandes der Ortsgemeinde Unterberg im Bezirke Tschernembl wurden Johann Maurin von Unterwaldl zum Gemeindevorsteher, Peter Paurin von Oberberg zum ersten Gcmeinderathe und Martin Weidetitsch von Unterberg zum zweiteu Ge-meinderathe gewählt. — (Gesetzsammlung) Von der im Verlage von Heinrich Mercy in Prag im Taschenformate erscheinenden Gesetzsammlung liegt uns das füufte Bändchen des Jahrganges 1880 der Neichsgesehe vor. Dasselbe umfasst in systematischer Anordnung die Publicationen des Neichsgesetzblattes, die in den Ressortblättern der einzelnen Ministerien enthaltenen administrativen Verordnungen und Kundmachungen, dann die Erkennt» nisse des Verwaltungsgerichtshofes, darunter zahlreiche hochwichtige Entscheidungen über die Gebürenbehandlung von Nachlässen, von Versicherungsanstalten, von der Hauszinssteucr. aus dem Bauwesen, dem Bergrechte, dem Schulwesen, über PatronatZstritte. Gebürenäqniva« lent u. a. m.________________ Neueste Post. Orissinal'Telegramme der „Laib.Zeitung." Paris, 13. Oktober. Das Bureau „Havas" meldet aus Skutari, Riza Pascha habe die Führer der Alba-nesen-Liga berufen und sie zur friedlichen Ueberqabe von Dulcigno ermahnt; eine große Volksversammlung werde deshalb stattfinden. Rom, 13. Oktober. Der Papst nahm die aus Gesundheitsrücksichten erfolgte Demission des Staats« secretärs Nina an. Es wird versichert, Iacobini werde Staatssecretär, Vannütelli Nuntius in Wien. Dubl'.n, 13. Oktober. Wegen befürchteter Unruhen wurden Truppenverstärkungen nach West-Irland dirigiert. __________ Wien, 13. Oktober. (Wr. Abdpst.) Se. Majestät der Kaiser geruhten heute nachmittags 5 Uhr dem zum Statthalter von Mähren ernannten Freiherrn von Koib-Weidenheim den Eid als geheimer Rath abzunehmen. Lemberg, 12. Oktober. (Presse.) Die Natio« nalen in Schlesien treffen die umfassendstrn Vmkeh-rungen, um Se. Majestät den Kaiser bci dessen bevorstehenden Besuch in ähnlicher Weise wie ill Galizien zu empfangen. Der Kaiser wird von mehreren Gemeinden, dann von Goralen in polnischer und czechischcr Sprache begrüßt werden. Budapest, 13. Oktober. Se. Majestät der Kai-ser hat den Obergespan des Comitates Bacs-Bodrog, Desioer von Gromon, unter Anerkennung seiner treuen und eifrigen Dienste seiner Stelle auf eigenes Ansuchen enthoben. Prag, 13. Oktober. Gestern abends ist hiev der vor kurzem in den Ruhestand getretene Vicepräsident der Finanzlandesdirection, Monz Czitann Nltter von Wahlborn, Besitzer des Ordens der eisernen Krone zweiter Klasse, im 67. Lebensjahre an Herzverfettung gestorben. Prag, 13. Oktober. (N. fr. Pr.) Morgen findet eine Sitzung des staatsrechtlichen Clubs statt, in welchem die Altczechen gegenüber dem Antrage der Jung-czechen auf Abhaltung eines allgemeinen czechischen Parteitages einen allgemeinen autonomisti-schen Parteitag in Wien unter Theilnahme der Polen beantragen werden. Paris, 13. Oktober. Präsident Grcvy ist Hieher zurückgekehrt und hat heute morgens einem Ministerrathe präsidiert. — Sicherem Vernehmen zufolge ist der gewesene Botschaftssekretär in China Patenotre zum französischen Gesandten in Stockholm ernannt worden. — Nachrichten aus Skutari zufolge schicken sich die Türken an, Dnlcigno zu übergeben. Pari«, 12. Oktober. Der „Agence Havas" wird aus Vaosich gemeldet, dass nur 3000 Monte» negriner auf dem Sutorman campieren und die übrigen zu Hanse eine Wiedereinberufnngsurdre abwarten. Die Seebehörde in Dulcigno hat ihre Maßnahmen für den Fall der unverzüglichen Uebelgabe der Stadt getroffen. Paris, 12. Oktober, nachts. Der Redacteur des „Gaulois", Ivan de Woestyne. ist wegen Verleumdung des Obersten Jung, den er bekanntlich der AuKlieferung der Mobilisierungspläne für die französische Armee an Deutschland beschuldigt hatte, zu sechsmonatlichem Gefängnisse, 1000 Francs Geldstrafe und 5000 Francs Schadenersatz verurtheilt worden. Der Gerant des Blattes, Ducartez. wurde zu 500 Francs Strafe verurtheilt, der Drucker freigesprochen. Vrindisi, 13. Oktober. Der König und die Königin von Griechenland sind heute an Bord der Jacht „Amphitrite" nach Corfu abgereist. St. Petersburg. 13. Oktober. Der „Negie-rungsbote" erklärt alle Gerüchte über Getreide-Ausfuhrverbote oder Verzollung des Exportgetrcidcs als vollständig unbegründet. St. Petersburg, 12. Oktober. Die „Agence Russe" erklärt die Nachricht von der Ernennung des Botschaftsrathes Onou zum russischen Gesandten in Bukarest für unbegründet; es sei eine andere Persönlichkeit für diefen Posten in Aussicht genommen. London, 13. Oktober. „Daily News" melden aus Castelnuovo vom 12. d.M.: Ein Cetinjer Tele-gramm meldet, dass die Uebergabe Dulcignos sofort erfolgen und Bozo Petrous sich heute nach Dlllcigno begeben werde, um das Commando der Stadt zu übernehmen. Konstantinopel, 12. Oktober, nachmittags. Die Pforte hat heute den Botschaftern folgende Note zugehen lassen: Die Pforte, in dem Wunsche, einen Beweis ihrer Loyalität und ihres guten Willens zu geben, erklärt, den Beschluss gefasst zu haben, den montenegrinischen Behörden Dulcigno abzutreten. Zu diesem Behufe wuo sie unver-weilt den Localbehörden kategorische Weisungen wegen Abtretung dieses Ortes durch friedliche Mittel zugehen lassen. Cine Convention wird die Bedingnngen dieser Abtretnng zu regeln haben. Die Pforte, welche dieses Opfer zur Beseiligung der Flottendemonstration beschlossen hat, hofft, dafs diese Demonstration in Erwägung dieses Opfers vollständig beseitigt werden wird. Telegraphischer Wechselcnrs vom 13, Oktober. Papier - Rente 70 <»5. — Silber - Rente 72-65. — Gold» Rente 80 25.- 1860er Staats'Aulehen 12!) 50. - Nankactien 821. — Crcditactien 28075. — London 11810. — Silber —. — K, k, Müuz-Ducaten 5-64. — 20.Franlcn.Stücke 9 40"/,... — 100-Neichsmarl 58 15. Handel und UolkswiMaD^ Laibach, 13. Oktober. ?lus erschienen: 12 Wagen mit Getreide, Stroh, 20 Wagen und 1 Schiff mit Hulz (W Ml""' _____________ Mlt.° M«,,' M ^ Weizen pr. heltolit. 9 10 10,5i» Nutter pr. ss'l° ' ^i^i" Korn „ 6 66 «!>0!Eier pr. St»"- - , g^ Gerste „ 4 34 5 20 Milch pr. Liter - l ß ^,^ Hafer „ 3 09 3 63 Rindfleisch pr.«'!" ^^ Halbfrucht „ — - 8 ^Mllisleisch „ ^-^ Heiden „ 5 36 6 — ^Schweinefleisch „ ^^ Hirse „ 4 87 5 «0,!Schöpscnflc>!cl' ,/. ^ z« - - Kukuruz „ 6 20 6 82 ha'hudcl pr, SNicl ^^- Erdäpfel 100 Kilo 2 68--------Tnubc» « 2 40 " Liuscu pr, hcttolit, 9------------!heu 100 Kilo . > ^ 73 . - Erbsen „ 9------------Stroh „ -,' Fisolen 6-------------Holz, har^ pr. ^ A Rindsschmalz Kilo - 90-------- Q.-Mcter ^ ^ M Schweineschmalz ., —74-------------- "eichcs. „ ^^2^ Speck, frisch ^ - 70 - -> Wem, roch., M^' ^ l<^ — geräuchert ^ ^_ 72 — - -^ wei^ .,___----------- 'Angekommene ^re'"de. Am 13. Oktober. _ ..,<,lcoüsu>. "" Hotel Stadt Wien. Ritter v. Schäffcr, t. t. Im^a^ l, „, Dr. Sccwald, l. t. llousul, Kairo. - ^,'" ?,„'' gici,^"' Graz, - Iatlic. Pfarrer, GMcniz. ^ ^ ,', D.l,,^ Trieft, - Popper, Alaschka, Äarach und ^ en 11. Olt 0 ber. Maria ^i'char' M 1. ^'ch" hilfsbeamtcnslochtcr, 3 I. 2 Mon., Ncitschulgail'- ^. pfung der Kräfte. ________^-----— Theater. ^ M'H Heute (gerader Tag): Die Flcdcrma ^,l v Operette i» .'j Ansziigeil nach Mcilhac und Hau^, I. Strauß. __^^7I Meteorologische BeobachwMen^n^^ 8 °z ft» Z: i ^ M 7 U. Mg' 735-25 ^10-3 SW. schwach, "^it" ^' III. 2 , N. 732 84 ^16 0 SW.sch'm'ch ,f" s7bc!0 „ 9. Ab. 734 07 ^10'4 SW.sch'«^ ,'" '.,,d h« Nachts Gewitter mit starten i1i^"!l"!> ,d ü llhl^,iss Nordost. Tagsüber ziemlich heiter, zwiM» ^^cttcllc'^M regen mit einigen Hagcllörncru; Abendrot!).^ M "'" Nordost. Das Tagesmiltcl der Wärme -^ " « - ^^^^ dem Normale.__________________________m^M^I^ Verantwortlicher Redacteur; Vtto^n^^^-^^ > Danksagung. > Allen Frculldcu und Äclan'itcli, >" «1 ,,„^st' M 10. d. M. an dem Leichcnbcgäl>g»>ssc "'"" « geliebten Oulcls, deö Herrn > Josef Zoörauz. ^„, W l. l. pens. Äuchhnllungsossicials und V"' ^ W bctheiligt habeu, sagt den innigste» D""l'" ^ nllcr Anverwandten _^ ^.j^Z > "<":^^ Curst an der Wiener Görst vom 12. Oktober 188l). (Nach dem officielleu Cursblatte.) »elb «va»« Paplerrente........ 7045 7060 vilberrente........ 7210 72 25 Voldrente......... 85 85 86 — Uose. 1854........ 120 50 121 50 . I860........ 12880 12920 . 1860 (zu 100 fl.) . . . 120 5,0 130 50 , 1864........ 170 - 171 — Ung. PrämleN'Anl..... 104 75 105 25 Credit-L.......... 175- 175 50 Thcih.Negulierungs« und Sze» gcdincr Lose....... 106 — 10« 25 Liudolf«.«......... 1550 1850 Prämienanl. der Sladl Wien N4 25 114 75 Vonan.Reaulierungs.Lose . . 112 50 113— Domänen «Pfandbriefe . . . 143— - — Oesterr. Eäiahschtin« 1881 rück« zahlbar......... 100' - 10050 Oesterr. Schahschcine 1882 rück» zahlbar......... 10150 102 - Ungarische Goldrente .... 10580 10595 Unaarisch, Eisenbahn-Anleihe . 121 — 121 50 "»»«llche Mlenbahn.Vlnleihe. »^""""wMclc...... 119 75 12025 V«lb War« l Grnndeutloftungsvbllgatisnen. > Äöhmeu.........10450 —.. Niederösterrelch......10h -> 106 — Galiz,en.........9U25 9« 75 Eiebenburaen.......9225 9275 Temeser Vana»......9250 l»350 Ungarn..........93 50 84 — Nctien von vanlen Anglo-österr. «anl.....10740 10770 Tredltaüstalt .......27820 27840 Depositenbank.......208— 804 ^ Creditanstali, ungar.....244 — !i44 50 Oesierrcichisch. ungarische Banl 8l7 - 810 — Umonbant ........105 50 10« - Verlehrsbanl.......'23 50 124 — Wiener Vantverein.....123 50 124 - Ncllen van Iraneport Nnterneh. mnnsten. «eld W«„ Älföld-Nahn .......148 - 14850 Ponau.Pamftsschiff.Vesellschaft 511- 514- Elisabeth.Westbatm.....186 50 187-50 F«rblnands«Nordbahn. . . .2390-^335 »elb war« Franz.Ioseph.Bllhn .... 1N4>- 165 - Galizische llarl'Uubwlg'Vahtt . 2U? - 2«? 50 Kaschau-Oderberger Bahn . . 123 50 12t — Lemberg'Lzernowiher «ahn . 159— 159 — Llol^d - Gesellschaft..... 672 - 674 - Oefterr. Nordwestbahn. . . . 169 50 170 „ lit. L. . 191 25 191 75 3iudolf ^ 20 - ^.- Not-n .... bv - ^. , Vllbergulden . - ^ " ^il KrainischeGruudeutla^il,^' Geld 101 ^. " .