1864. fUmlzßlall zur Laikacher Zeitung. April. (122—3) Nr, !tt5 Konkurs behufs der Verleihung der Theaternnterneh« mung am landschaftl. Theater in Naibach. Von dem Landes-Ausschusse des Herzog-thums Krain wird hiemit der Konkurs behufs der Verleihung der Theaterunternehmung am landschaftl. Theater in Laibach für die Saison von 1864 auf 1865 ausgeschrieben. Die Saison beginnt im Monate September des laufenden, und endet mit Palmsonntag des kommenden Jahres. Der Unternehmer ist verpflichtet, ein den gerechten Ansprüchen dcS gebildeten Publikums entsprechendes Schau- und Lustspiel, Vaudeville, sowie Posse und Operette beizustellen, und alle aufzuführenden Stücke mit einer decenten, szenischen Ausstattung zur Darstellung zu bringen, daher derselbe für eine anständige Garderobe, und insoweit das vorhandene Szenarium nicht genügend ware, auch für neue Dekorationen selbst zu sorgen hat. Der> Unternehmer trägt die Kosten der Beleuchtung des innern und äußern Schauplatzes, der Vorhallen, der Stiegen« und Logen-Aufgange, sowie alle Auslagen für die, bei seinen Vorstellungen aus öffentlichen Neinlich-keits- oder Feuerrücksichten nothwendige Aufsicht. Nur bei Festvorstellungen aus öffentlichen Rücksichten wird die Beleuchtung des äußern Schauplatzes vom Thcatcrfonde beigestellt. Der Unternehmer ist ferner verpflichtet, für den Lokalarmenfond im Laufe der Saison eine ganze, oder zwei halbe Bencfizc.Vorstcllungrn zu geben. Endlich ist derselbe gehalten, eine Kaution von Achthundert Gulden öst. W in Baarem "der in öffentlichen Obligationen nach dem Tageskourse zu erlegen, und sich im Uebrigen nach den bestchc^d.en Theatcrvorschriften und Gesehen zu benehmen. Dafür wird ihm: n) die unentgeltliche Benützung der Bühne und der Garderobe «Zimmer zum Behufe theatralischer Vorstellungen, l>) das Recht, 66 Sperrsitze im Parterre, sowie auch jene auf der Nobel^Gallerie, die vier Proszeniums'Logen im l. und 2, Stocke, dann eine Theater-Loge im 2. Stocke zu vcrmiethen, ferner «) das Recht, für die Dauer der Unternehmung von durchreisenden Künstlern, welche ihre Vorstellungen oder Produktionen in Laibach geben wollen, die üblichen Entschä-digungs-Prozente zu verlangen, oder sich mit ihnen abzufinden, endlich "". baarer Zuschuß von Eintausend dann für die R traa "3. ^ äußern Schauplatzes ein Belttag ^n cm Hundert M.lden ö W. aus dem Theaterfonde zugesichert Die weiteren Bedingungen können täglich zu den gewöhnlichen Amtsstunden in der Erv' ditskanzlci eingesehen werden. ^' Bewerber um diese Unternehmung haben ihre Gesuche mit der Nachweisung ihrer bishe. rigen Leistungen, dann des Besitzes der nöthigen Kaution, Bibliochek und Garderobe bis 13. Mai l. I. beim kraimschcn Landes-Ausschusse einzubringen, Vom krainischcn Landes - Ausschüsse. Laibach am 24. März 1864. (123—2) Nr. 650 pr. Konkurs. Im Sprengel der k. k. steierm. -kärnt.« krain. Oberlandcsgcrichtes sind 2 Aubkultantenstcllen mic dem Adjütum von Ü!5» st. für daS Her-zogthum Krain zu besetzen Bewerber haben ihre Gesuche im vorschriftsmäßigen Wege bis Ende April d. I. bei dem gefertigten Präsidium einzubringen. Vom Präsidium des k. k. Oberlandesge» richtcä Graz, am 18 März 1664. (1L0—3) Nr. 1853. Erkenntniß. Das k. k. Landesgericht als Preßgericht zu Laibach hat Kraft der ihm von Sr. k. k. Apostolischen Majestät verliehenen Amtsgewalt am 22. Jänner »«64, Z. 8248, zu Recht erkannt : Der Inhalt des in den Numcrn »4, »5 und 16 der zu Laibach erschienenen periodischen Zeitschrift »^>l-oj"vomIahre18U3 enthaltenen Artikels: »Wsli v »»'dim^'ill ln^Iliul-ocluili M0jl»ll« begründe den Thatbestand dcö im §65 lit.' n deö St. G. bezeichneten Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe, und cS werde nach § 36 des P. G. die weitere Verbreitung der oben angegebenen Numern dieser Druckschrift verboten. Dieses Erkenntniß ist auch von dem k. k. Oberlandesgcrichtc Graz unterm 8. März 1864, Z. 22U4, vollinhaltlich bestätiget worden. Laibach am !5. März »864. (125-3) Nr. 144. Konkurs. Beim k. k. Kreisgerichte Neustadtl in Krain ist eine Gerichts »Adjunktcnstelle mit dem Gehalte von 735» si., eventuell mit 630 si. oder 5,25» fi. in Erledigung gekommen. Dle Bewerber haben ihre vorschriftsmäßig belegten Gesuche mit der Nachweisung der Kenntniß der Landessprache binnen vier Wochen beim gefertigten Präsidium einzubringen. K. K. Kreisgerichtö. Präsidium Neustadtl am 25. März l«64. (97-3) Kundmachung. Bei dem k. k. Staatsbuchhaltungs-Rechnugs-Departcment in Laibach werden am 2. April 1864 verschiedene Kanzlcieinrichtungöstücke licitunäo gegen sogleiche Bezahlung an die Meistbietenden verkauft werden. K. k. Staatsbuchhaltungs-Rechnungs-Departement in Laldach am ,2. März 1U«4. (117—1) Nr. 177. Lizitations-Knlldmachnng. Die hohe k. k. Landesregierung hat mit dem Erlasse vom 15, März l. I , Nr. l »3 l!», nachstehende Konservations - und Rekonstruktions-bauten an den Reichüstrassen dieses Baubezirkes nebst Lieferung der Vauwerkzeugstückc für das Verivaltungsjahr IKlN zur Ausführung bewilliget, und zwar: Auf der Triester S trasse. 1. Herstellung einer Wandmaucr im D. Z, 1V/11 —l2 im Vaubetrage mit 262 si. l I kr. 2. Herstellung der Lcistenmauer im D Z. Vll/l—2 im Betrage mit 117fl. 25kr. 3. Herstellung eineü Seitenrigols im Dist.' Zeich. VÜ/2 —3 im Orte Adelsberg mit . . ' . . 2l3 si. 43 kr. 4. Herstellung eines Seitcnrigols im Distc Zeich. VM/I3—14 im Orte Prawald mit ... 191 si. 21 kr. 5. Adgrabung der Erd - und Kothaufwürfe im'D. Z. VlI/7—8 mit 255 fl. 18 kr. Auf der Wippach.Gö'rzer Strasse: 6. Rekonstruktion von 2 Stück Durchlässen in den D. Z. l/9—10 und Il/10—11 mit ... ,86 fl. 26 kr. 7. Rekonstruktion zweier Durchlässe im D. Z. Il/2—3 mit . . 186 fl. 26 kr. 8. Rekonstruktion eines Durchlasses mit 2 Oeffnungen im Distanz «Zeichen 11/3—4 mit . . . 2l7 fl. 31 kr. 9. Rekonstruktion der Leistcnmaucr im D. Z. 0 / 12—13 im Betrage mit l60 fl. 31 kr. 10. Rekonstruktion der Lcistenmauer im D. Z. Il/5—6 im Betrage mit 313 fl. 66 kr. Auf der Birnbaumer Strasse: 11. Rekonstruktion zweier Durchlasse im D. Z. Vl/10 —11 und V1/15—V1I/0 im Betrage mit . . 232 fl. 33 kr. 12. Herstellung eines Durchlasses im D. Z. Vli/U—1 mit . 140 st. 43 kr. 13. Rekonstruktion des Durchlasses im D. Z. Vli/6-7 mit . 107 fl. 52 kr. »4. Konscrvation eines Durchlasses im D. Z. Vll/13-l4 und e,ner Brücke im D. Z. V1ll/2—3mit Holzoberbau pr, 1l5fl.90kr. 15. Rekonstruktion eineö Durchlasses im D. Z. V1l/l4—l5 mit . 128 ss. 64 kr. 16. Rekonstruktion der Stützmauer und gleichzeitige Regulirung der Fahrbahn im D. Z. Viil/l—2mit . 387 fl. 29 kr. 17. Rekonstruktion der Leistenmauer im D. 3. VIil/14—l5 mit . .250 st 84 kr. Für die sämmtlichen Strassen: 18. Anschaffung verschiedener Bauwerkzeugstücke im Betrage mit . . 215 fl. 85 kr. Wegen Hintangabe dieser Strassenbauten und Lieferung des Bauzeugcö wird die öffentliche Lizitation objektcnweisc in der oben ange« führten Reihenfolge am 11. April 1864, mit dem Beginne um 9 Uhr Vormittags, bei dem k. k. Bezirksamte zu Adelsberg vorgcnom« men, wozu Unternehmungslustige eingeladen werden. Die bezüglichen Pläne, Einheitsprcisver-zeichnisscn, dann die summarischen Kostenüberschlage nebst den allgemeinen und speziellen Baubcdingnissen können m den gewöhnlichen AmtSstunden Hieramts taglich und am Lizsta» tionstage bei dem genannten k. k. Bezirksamte von Jedermann eingesehen werden. Jeder Baubewerber hat vor dem Beginne der mündlichen Limitation em 5A Vadium des Flskalprelscs von dem Objekte, für welches ein Anbot beabsichtiget wird, entweder im baaren Gelde oder in Btaatspapieren nach dem bö'rr semäßigen Kurse zu Handen der Lizitations. Kommission zu erlegen, welches, wenn er nicht Ersteher bleibt, nach beendeter Lizitation zurück gestellt werden wird. Uebrigens steht es den Unternehmungslustigen frei, sich durch einen Bevollmächtigten vertreten zu lassen, oder ihre mit einer 50 Kreuzer Stcmpelmarke verschenen, gehörig versiegelten Offerte, worin das Anbot, wenn sol« chcs auch für alle Bauobjekte gestellt werden zollte, dennoch für jedes Objekt speziell mit Ziffern und Buchstaben anzusetzen ist, bei dcm k. k. Bezirksamtc in Adclsberg jedoch vor dem Beginne der mündlichen Verhandlung zu überreichen, und der Offercnt, wenn er das 35a» dimn nicht im Vaaren oder in StaatSpapieren beilegt, sich über den Erlag desselben bei emer öffentlichen Kasse mittelst Vorlage des Depositenscheines auszuweisen hat. K. k. Bczirks.Bauamt Adclsberg am 17. März 1864.