Ar. 53. Sonntag, den 2. Zuli 1882. VII Jahrgang. Cillier Zeitulig. Srschewt jeden Tonnerslag nnd Sonntag Morgens. — Pranumrr-lionSbtdinqunftkn: stüt GiUi sammt Zustellung ins Hau» ganzjährig fl. 6.—, balbiitbria si Z — f1- ' 50. monntli^ 5« lt. M>l Postversenduna ganzjährig fl. 6.4V. halbjährig fl. 3.20, vierteljährig fl. I.«0. — Redaction und Administration: Herren- gaffe Rr. ti. Eprechftunden de« Redacteurs täglich, mit Al>«nahme der Sonn- und Feiertage, von 9—12 Uhr Vor- und von 3— 6 Uhr NachmittaqK. _Inserate _werden billigst berechnet. Auswärts nehmen Inserate für die „Cillier Zeitung" alle bedeutenderen Annoncen-Expeditionen an. Pränumeratious Einladung. Die erste Hälfte des Jahre« 1882 ist nunmehr vollendet. Mit besonderer Genugthuung können wir auf die letzten sechs Monate unserer Thätigkeit zurück blicken. Unser redliche« Bemühen, das dentsch-nationale Bewußtsein gegen die ehrenrührigen Angriffe der flavisch-clericalen Partei mit dem vollen Einsätze unseres Könnens zu vertheidigen, hat gerade in der abgelaufenen Periode den lebhaftesten Anklang und die thatkräftigste Unterstützung gefunden. Wenn gegenwärtig auch noch die volle Schwere eines feindlichen Geschickes auf dem deutschen Stamme in Oesterreich lastet, wenn Mißgunst und Neid denselben unentwegt verfolgen, so tröstet, ja erhebt der Gedanke, daß die Widerwärtig« feiten und Bedrängnisse dort wieder einigten, wo eine Reihe von schönen Tagen nur Dis-Harmonien hervorriefen. Die Eintracht unserer Parteimänner, die dentsch-nationale Begeisterung, welche sich bei jedem Anlasse im Untcrlande manisestirt, bilden aber die mächtigsten Wogenbrecher gegen die slavische Hochfluth. Dafür nun zu sorgen, daß die Eintracht nicht gestört nnd Auf dünkten Wegen. Roman von Ed. Wagner. (54. Fortsetzung.) Meine liebe Miß Strange. Ihr Enthusias-mus in der Sache des unglücklichen Lord Strat-sord Heron beschämt alle seine Freunde, die so bereit waren, an seine Schuld zu glauben. Ich sehe, daß Ihr Interesse für ihn etwas mehr ist als mädchenhafter Enthusiasmus. Ich ahne, daß etwas Geheimnißvolles in Ihren Beziehungen zu der Familie liegt." „Und wenn das ist, kann ich es Ihnen doch nich erklären. Dir. Dalton, wenigstens jetzt nicht." erklärte Alexa. „Ich habe mich ganz der Aufgabe gewidmet, Lord Stratford's Namen wieder herzustellen, und werde nicht eher ruhen, als bis ich diese Aufgabe erfüllt habe. Ich bin Ihnen dankbar für Ihre Mitwirkung. — dankbarer, als Sie es vermuthen." Da eS schon spät war verweilte Alexa nicht länger. Dir. Dalton's Anerbieten, einen Wagen holen zu lassen, entschieden, aber dankend ab-lehnend, entfernte sie sich und machte sich auf den Rückweg nach dem Schlosse. Sie beschleunigte ihre Schritte und hatte bald das Torf und den Park im Rücken. Die Lichtstrahl?« aus dem Schlosse beleuchteten ihren Weg. Da plötzlich hörte ftc Knarren von Rädern die Begeisterung nicht gedämpft werde, halten wir als die vornehmste Aufgabe unseres BlatteS. Durch muthiges uud rücksichtsloses Auftreten gegen die dunkle deutschfeindliche Liga hat die „ßissier Zeitung" zum Aerger und Berdrufse ihrer Gegner immer größere Verbreitung gesunden, so daß eS heute kaum einen bedeutenderen Ort Unter-steiermark« gibt, wo sie nicht trotz der Bann-, nnd Fluchbnllen, mit denen clerical-nationale Zeloten sie zu belegen und zu ersticken suche», — aufläge. Stolz auf die Anerkennung, die wir in weiteren Kreisen uns errangen, danken wir heute aus vollem Herzen unseren Parteige-nossen für ihre thatkräftige Unterstützung. Gleichzeitig aber fügen wir unserem Danke die ergebene Bitte bei, uns auch in Hin-kunst treu und fest zur Seite zu stehen. Das Bewußtsein, in einem Kampfe gegen Hinter-list und Tücke einen mächtigen Rückhalt zu haben, stählt die Ausdauer und die Kraft, sowie die frohe Zuversicht auf deu endlichen Sieg der guten, der gerechten Sache, die Kampfeslust verdoppelt. Indem wir nun, einer alten Gepflogen-heit folgend, unsere P. T. GesinnungSge-nossen zu einem neuen Abonnement höflichst einladen, bringen wir gleichzeitig zur Kenntnis, hinter sich. Sie ging dicht an der Seite des Weges und schritt hastig weiter. Nach einer Weile hatte ein Wagen sie erreicht und ein Mann, in dem sie Pierre Renard erkannte, steckte den Kopf aus dem Fenster heraus und sah überrascht auf die schlanke Gestalt, die er ebenfalls sogleich erkannte. Im ersten Moment wollte er aus dem Wagen springen, er besann sich jedoch; aber in dem Blick, den er ihr zuwarf, lagen die tätlichste Wuth und die wildeste Rachsucht. Der Wagen, in dem Pierre Renard sich befand, fuhr auf der Fahrstraße mit ihren Windungen weiter, wahrend Alexa die Stufen der Terrasse hinabstieg und in das Schloß trat. Sie begegnete Pierre in der großen Halle. Er zog seinen Hut. aber sie that, als bemerkte sie es nichtund eilte an ihm vorüber auf ihr Zimmer. Daß seine Rückkehr durch ihren Besuch in London veranlaßt worden, schien ihr unzweiselhaft. „Meine heutigen Schritte waren zur rechten Zeit unternommen," dachte sie, während sie sich zum Diner ankleidete. „Morgen werde ich unter Renard's Aufsicht stehen. Er ist gekommen, um einen neuen Angriff aus mein Leben zu machen. Ich muß jetzt auf meiner Hut fein. Wenn nicht Mr. Dalton einen Geheimpolizist hierherschicken wollte, würde ich das Schloß verlassen; denn ich fürchte mich vor Renard. Wenn ihm der daß wir in Folge der stärkeren Auflage un-feres Blattes in die angenchnie Lage versetzt wurde», auch den Umfang desselben vom 2. Juli ab zu vergrößern. Von nun an wird die „ßiMer Zeitung' eine eigene Aenilleton-Aeil'age enthalten. Die Stelle unter dem Striche wird nach Ablauf des Romanes „Anf dunklet» Wegen" mit einem Feuilleton ausgefüllt werden. Mit der Veröffentlichung de« überaus spannende» und anziehende» Romanes Drei Glockenfchläge oder Z)as Heöeimniß von Ho;y Dell, von Henry C. de Milte. — Deutsch von Alfred Mürenberg beginnen wir bereits in der heutigen Nummer. Zum Schlüsse erlaube« wir uns noch die Versicherung anSzusprechen, daß wir auch in Hinkunft den wirthschaftlichen Fragen und der TageSgeschichte des Unter« landeS unsere besondere Aufmerksamkeit widmen werden. Hochachtungsvoll Die Redaction u. Administration der „Cillier Zeitung." Müller meine Unterredung mit ihm erzählt, wird er nicht ruhen, bis er mich getödtet hat." Sie hatte ihre Toilette beendet und begab sich in das Speisezimmer, wo sie allein war. Der Kellermeister und ein Gehülfe warteten ihr auf. Sie fühlte sich sehr gelangweilt in der Stille und Einsamkeit und noch mehr von der drückenden Schwüle im Gemache. Sobald de: Anstand es erlaubte, stand sie mit einen» tiefen Seufzer auf und ging zu ihrer Wirthin. Mrs. Jngestre saß aufrecht im Bett und ihr Mädchen war gerade damit beschäftigt, sie zu pflegen, wie ein kleines Kind : aber nicht mit einer Krankensuppe, wie man erwarten sollte, sondern mit einem Mittagsmahl, wie es auch Alexa aufgetragen war. „Setzen Sie sich, meine Theure." sagte MrS. Jngestre. „Ich bitte Sie sehr um Ver-zeihung, weil ich Sie heute nicht empfangen konnte, aber ich war wirklich außer Stande, Sie zu sehen, mein liebes Kind. Wie haben Sie sich die Zeit vertrieben ?" ..Am Vormittag fuhr ich in's Dorf und am Nachmittag machte ich einen Spaziergang," erwiederte Alexa. „ES freut mich. Sie heute Abend besser zu finden. Soll ich Ihnen etwas vorlesen?" „Wenn ich gegessen habe, mögen Sie mir vorlesen, daß ich bald einschlafe," sagte Mrs. Der steirische Parteitag. Am 16. Juli d. I. tritt in Cilli der stei-rische Parteitag zusammen. AnS der ganzen Steiermark beschickt, wird derselbe Zeugniß ab-legen von der Solidarität sämmtlicher Steter-märker, von der Einmüthigkeit ihrer Gesinnun» gen : Da» Band Jahrhunderte altcr Zusammenhörigkeit um keinen Preis zerreissen zu lassen und innerhalb der weißgrünen Grenzpfäble Steirer bleiben zu wollen, gleichviel ob die Wiege un-term Dachstein stand oder ob die rebenumkränzte Untersteiermark die engere Heimat war. Von der südlichsten Grenze der alten deutschen Mark wird der feierliche Protest gegen die LoSreissungS-gelüste fremder Söldlinge erklingen, welche Zank und Hader unter den wendischen Landsmann streuten, nur um ihren selbstsuchtigen Plänen Vorschub zu leisten. Die Slovenisirung von Schule und Amt, sei sie durch schöne Redensarten noch so sehr verklausnlirt, — bedeutet ja nur den ersten Schritt zur Entfremdung des Eingeborenen vom deutschen Theile der Steiermark und der LoStrennung des Unterlandes. Mag man von der Liebe zur ererbten Scholle denken wie man will, der Grundsatz steht begründet durch die Weltgeschichte, daß Jahrhunderte lange Zusam-mengehörigkeit zwar durch das Schwert getrennt, aber nie und nimmer durch ein papierenes Ge-setz vernichtet werden könne. Was Blut zusam-mengeschweißt. werden einige slovenische Hetzer nicht zerreißen können. Solcher Kitt hält auch gegen die Versöhnungsversuche derjenigen, deren Lippen von Frieden und Liebe überfließen und deren Thaten Haß und Unfrieden stiften. In einer kurzen Spanne Zeit ist es den dentschsühlenden Steiermärkern gelungen, auch die Führung jenes Theiles der Mark wieder zu erlangen, welche durch jahrelange politische Unthätigkeit vernachlässigt, dem Gegner als Experimentirseld seiner Erfolge dienen konnte. Diese Zeit ist Gott sei Dank vorüber. Wer mit offenen Karten spielt, muß eben des UebertrumpfenS gewärtig sein. Das Aufraffen der Deutschen in Steiermark gibt Zeugniß, daß wir die Gefahr erkannten; es gibt aber auch die Gewähr, daß, wenn wir auch spät, so doch zur rechten Zeit am Kampf-platz erschienen, um unseren Gegnern zu zeigen, daß wir die Herren im Lande sind und bleiben wollen, solange eS eine Steiermark gibt. Die Gegner, welche unseren Parteitag be-gniben, weil wir ans Parteidisciplin über dessen Borbereitungen schwiegen, mögen gewärtig sein, daß das großartige Fest, das alle Steirer an der Südgrenze ihrer Heimath vereinigen wird, ein Ehrentag für die Steiermark ist, dessen Be» dentnng größer sein wird, als alle slovenischen Tabors der Vergangenheit und Zukunft. Wenn Männer, wie Graf AttemS. der als erblicher Pair beS Reiches zu den ersten Stützen Jngestre ernst. „Ich muß essen, daß ich wieder neue Kräfte bekomme. Zwänge ich mich nicht zum Essen, würde ich zusammenknicken wie eine Blume beim ersten Herbstfrost." Sie beendete das Mal und entließ ihr Mädchen. Alexa nahm ein Bnch und indem sie eS aufschlug uud darin blätterte, sagte sie: „Pierre Renard ist gekommen — vor etwa einer Stunde V „Renard? Dann ist der Marquis wohl auch gekommen?" fragte MrS. Jngestre ver-wunden. „Nein, er kam allein. Er hat von unserem Besuch in London gehört und ist gekommen, unS zu bewachen," sagte Alexa. „Dieser freche, abscheuliche Mensch!" rief MrS. Jngestre, welche den Diener ihres Schwa-gers nie hatte leiden mögen, und die nun anfing. Alexa'S Ansicht, daß Pierre Renard der Mörder des vorigen Marquis war, zu theilen. „Sie müssen sehr vorsichtig und verschwiegen sein, wie daS Grab, Alexa." Diese schien eS für das Beste zu halten, MrS. Jngestre von ihren heutigen Forschungen nichts mitzntheilen. Sie lenkte, um die Ruhe ihrer Wirthin nicht zu stören, das Gespräch auf ober-flächliche Dinge, dann begann sie zu lesen und las so lange, bis Mrs. Jngestre eingeschlafen der Krone zählt, wenn unsere Reichs- und Land-tagsabgeordmten sich der Bewegung angeschlossen haben, so hat diese ohne zu schmeicheln, eine größere Bedeutung, al» wenn die Matadore der Älpencroaten die Werbetrommel für die Tabo-riten rühren und der staunenden Mitwelt ver-künden, daß 1'/, Millionen Slovenen ein König» reich bilden wollen. Und indem alle Steirer für die Solidarität der alten Steiermark eintreten, legen sie feierlich Zeugniß ab, daß unsere Hei-mat auf deutscher Grundlage ein deutsches Land bleiben will. Die Grundsätze, nach welchen Oester» reich unter Maria Theresia und Jojef II. regirt wurde, sind die unseren, der Kampf, den wir gegen die Slovenen kämpfen, gilt einer guten Sache und darum wird auch der Erfolg nicht ausbleiben. Niedergeschlagen durch den große» Effect der Petitionen für deutsch« Schule und Amt im Unterland, wird den Friedensstörern der deutsche Parteitag erst vollends die Augen öffnen, und hoffentlich den Spnck auf immer bannen, der den Frieden der beiden Nationali-täten in Untersteiermark zu stören versuchte. Cilli aber, die alte deutsche Stadt, kann stolz sein den Parteitag der Steirer innerhalb seiner Mauern tagen zn sehen. Hin Kemeinderatt)slcandat. Orig.-Corr. der „Cill. Zeit." Laibach, 29. Juni. In der letzten Ge-meinderaths>itzung provocirte der slovenische Ge-meinderath Dr. Zarnik einen derartigen Scandal, daß mehrere deutsche Gemeinderäthe die Sitzung verlassen mußten. Wir sind eS zwar schon längst auS der Landtagsstube gewöhnt, derartige Scandale nnd Scandälchen von den slovenischen Volksbeglückern in Scene gefetzt zu sehen, unser Gemeinderathssaal allerdings wird sich an diese famosen, das parlamentarische Anstaiidsgefühl arg verletzenden Komödien erst gewöhnen müßen. Es ist zu entschuldigen, wenn ein Volks-Vertreter durch ei» nicht weniger als objectives Leiten der Verhandlungen seitens des Vorsitzenden seinem Gefühle der Empörung freien Lauf läßt, wenn ein Parlamentarier durch Jnvection per-sönlicher Natur derartig gereizt wird, daß er den Rahmen des parlamentarischen Anstandes überschreitet, ganz anders aber verhält sich die Sache, wenn ein Scandal in einer Körperschaft lediglich nur aus keinem anderen Motive, als aus reiner Scandalsucht provocirt wird. Und darin sind unsere wendischen Volksbeglücker wahre Meister! Wenn einmal die Geschichte des slovenischen Parlamentarismus geschrieben werden sollte, wird man wohl auch auf jene schwarzen Punkie des parlamentarischen Lebens nicht vergessen, die ihres Gleichen höchstens bei unseren Brüdern jenseits der Leitha zu finden sind. Mit einem gewissen Unbehagen er-innern wir uns der widerwärtigsten Scenen, die war, worauf sie sich wieder in ihr Zimmer begab. Sie saß bis spät in die Nacht am Fenftcr und sah hinaus aus die See. Sie hatte das Licht ausgelöscht und sich zum Schutz gegen die ein-dringende kühle Nachtluft in einem Shawl ge-hüllt. Von den Erlebnißen des TageS schweiften ihre Gedanken zu ihrem Vater. Wo war er? Hatte er England verlassen? Diese Frage be-unrnhigte sie. Er hatte sich von Leicester-Square entfernt und nicht an sie geschrieben. Sollte er noch in der Umgegend von Montheron weilen? Oder war er in die Hände seiner Feinde ge» fallen, die seine Gefangennahme noch nicht ver« öffentlich» hatten ? Die Uhr schlug zwölf und noch faß Alexa sinnend am Fenster. Im Schlosse und ringsum-her herrscht tiefe Stille. Plötzlich streckte sie ein leises Geräusch an ihrer Thür auf. Sie richtete sich empor und lauschte aufmerksam. Der Drücker der Thür wurde leise, fast geräuschlos bewegt. Alexa'S Herz schien still zu stehen. Ihr erster Gedanke war an ihren Vater. Sollte er gekommen sein, um ihr einen Besuch abzustatten ? Sollte er sich irgendwie'Eingang verschaft und ihr Zimmer entdeckt haben? Doch das war undenkbar. Der Eindringling mußte Pierre Renard fein! seinerzeit im Krainer Landtage von den Herren Toman. Costa und de« nun zu seinen Vätern heimgekehrten Ritter von Trsteuischki herauf-beschworen wurden, welche aber traditionell als landesüblich von den Herren Zarnik und Genossen fortgeführt werden. Nun tagt gegenwärtig der Krainer Landtag nicht, und weil die Ge-müther der Slovenen durch daS Cillier Sträfgericht arg verstimmt sind nnd daS Bedürfniß eines Racheacte« ihre Brust beklemmt, muß der Gemeinderathssaal herhalten. In der Debatte über einen Gegenstand vollständig inferiorer Natur beliebte eS dem GR. Dr. Zarnik nicht weniger als viermal das Wort zu ergreifen, obschon die Geschäfts-ordnnng nur für zweimal ein solches gewährt. DaS heißt doch die Geduld der Gegner auf eine harte Probe stellen! Nun die Sache ließe sich vielleicht noch in den Kauf nehmen, wenn besagter Gemeinderath im Interesse des behan-delnden Gegenstandes das einemal zum Worte sich gemeldet hätte. So unglaublich da« scheint, sprach GR. Zarnik in der Debatte: ob am alten Markte in Laibach während der Wochen-markttage leer« Wägen ausgestellt werden dür-sen oder nicht, viermal! In derselben Debatte ereignete e» sich, daß er die Gemeindcräthe Deichmann und LandeSgerichtSrath Zhubar persönlich insiiltirte und ihnen vorwarf, sie wären niemals Anwälte der Armuth gewesen und können deshalb so herzlos sein, weil sie noch am I. jedes MonateS mit ihrer Quittung den Ge-halt zu beheben brauHen! Obschon eS sehr auffiel, daß Bürgermeister Graffeli ein solches Vorgehen ungerügt ließ, wollten die deutschen Gemeindcräthe die Sache doch vorübergehen lassen. Allein Herr Zarnik meldete sich nach Schluß der Debatte nochmals zum Worte, an-gedlich zu einer factischen Berichtigung. Allein worin bestand diese factische Berichtigung? In dem. daß er neuerdings Herrn Deschmann in persönlicher Weise in die Rede bezog und als die deutschen Gemeinderäthe unisono vom Bür-germeister eine Rüge für diese« unerhörte Bor-gehen verlangten, dieser aber lautlos die wider-wärtige Scene beobachtete, da machte der ge-waltige Taborredner seinem Ungestüm über die ,nom«lint.»rji' vollends freien Lauf. Mit wah-rer Berserkerwuth schlug er mit geballter Faust auf den Tisch und schrie, daß die Fenster des Gemeinderathssaales erklirrten: er werde wann er will sprechen und lasse sich dies von Nie-mandem vorschreiben. Als auch der Bürger-Meister dies spurlos vorübergehen ließ, erhoben sich die Gemcinderäthe Deschmann und Zhuber und verließen die Sitzung. Leider folgten nicht alle deutschen Gemeinderäthe diesem Beispiele und die Äitzung konnte mit knapper Beschluß-sähigkeit noch weiter geführt werden. DieS der sachliche Bericht der letzten Ge- Sie hatte die Thür verschlossen und von dieser Thatsache schien sich derjenige, der einzu-dringen versuchte, zu überzeugen. Im nächsten Augenblick wurde daS Knarren eines Instruments im Schloß hörbar und der Thürschlüssel fiel ans den Fußboden deS ZimmerS nieder. Eine kleine Pause folgte. Alexa wagte kaum, zu athmen. Versuchte ihr Feind mittelst eine« Nachschlüssel« die Thür zu öffnen? Wieder knarrte eS am Schloß, als werde ein Instrument in's Schlüsselloch gesteckt, und nach einer Weile bemerkte Alexa, daß ein selt-sammer Geruch das Zimmer erfüllte — der Geruch eines erstickenden GaseS, der nicht nur ihre Sinne, sondern auch ihren Willen und Körper lähmte. Begreifend, daß Pierre Rcnard einen neuen teuflischen Plan ersonnen hatte, sie zu vernichten, beugte sie sich weit aus dem Fenster hinaus und athmete in langen Zügen die ftische Lust ein, welche neu belebend auf ihre Nerven ein-wirkte. Mehrere Minuten verstrichen in peinlicher Stille. Die todtbringende Essenz, welche ihr Feind in'S Zimmer tröpfelte, würde unfehlbar ihre Wirkung gethan haben, hätte sie geschlafen, wie Pierre eS geglaubt hatte. Endlich, eine halbe Stunde war verflossen, — 3 — meinderathssitzung. welche uns Anlaß zu einigen Recriminationen bietet. Nach dem unglücklichen Ausfalle der letzten Gemeinderathswahlen beschlossen die deutschen Gemeinderäthe, ihre Mandate nicht niederzulegen, erklärten aber die« in geeignetem Momente thun zu wollen. Nim dieser geeignete Moment scheint unserer Ansicht nach, gekommen zu sein. Die angegriffene» Herren Deschmann und Zhuber theilen in diesem Falle unsere Anschauung, da sie den Sitzungssaal verließen und die Character-festigkeit dieser Herren möge auch den übrigen deutschen Stadträthen zur Nachahmung wärm-stens empfohlen werden. Wie weit will nian es denn noch ankonimen lassen? Dank der wirk-lichen »npartheiischen Methode deS Herrn Bürgermeisters, der leider von einigen wenigen ÄuSgleichSmännern unserer Partei hochgehalten wird, sind die deutschen Gemeinderäth^ gegen die rohen Ausfälle der slovenischen Spießgesellen vogelfrei erklärt. Herr Grasfeli hat die Probe seiner Un° Parteilichkeit bei der Leitung der Gemeinderaths-sitzungen bestanden, man muß sich nun voll-kommen klar über die Eventualitäten der Zu-kunft sein und zur Einsicht kommen, daß es kein anderes Auskunftsmittel gibt, als den Ge-meinderathssaal vor der Hand nicht mehr zu betreten. Die deutsche Partei unserer Stadt wird dieses Vorgehen nur billigen. Man schrecke nicht vor jenen Hermaphroditen zurück, die noch immer die Versöhuungstrommel bei jeder Ge-legenheit rühren, die gehören, Dank der Aera Taaffe. längst nicht niehr zur Partei. Der Deutsche soll nicht gebückt einherschreiten im eigenen Hause. Laibach ist eine durch deutsche Cultur emporgebrachte Stadt, der gebildete Theil der Bevölkerung spricht, denkt und fühlt nur deutsch. Wenngleich momentan von der Stadtvertretung durch eine Ungunst des Schick-sales ausgeschlossen wird sich am historischen Factum nichts ändern lassen. Man treibe den Hexensabath nur weiter, man muthe aber den Deutschen nicht zu, daß sie bei dieser Komödie der Irrungen auch mitthu» werden! Darum wollen wir hoffen, daß die deutschen Gemeinderäthe Laibachs im Bewußtsein ihres nationalen Selbstgefühles das Terrain den Gegnern vollständig überlassen mögen. Die Be-völkerung Laibach's aber, die bereits einmal Gelegenheit hatte, die Segnungen der slove-nischen Wirthschaft kennen gelernt zu haben, wird endlich auch zur Einsicht kommen, welch' grobes Verbrechen sie begangen habe, als sie von der deutschen Partei sich losgesagt. Auch ihr wird einmal die Binde von den Augen fallen und das Bild der slovenischen Mißwirth-fchaft wird klar vor ihr liegen. als ein leises Geräusch verkündete, daß Renard sich entfernte, in der festen Ueberzeugung, daß seine Absicht erreicht und Alexa todt s'i. 50 Kapitel. Eine Erscheinung. Als am folgenden Morgen Alexa sich zu Mrs. Jngestre begab und die Halle betrat, öffnete Pierre Renard ein wenig seine Thür und sah begierig durch die Spalte auf das Mädchen. Schon feit einer Stunde hatte er ge-laue« und bei jedem Geräusch die Thür ge-öffnet, in der Erwartung, einen durchdringenden Schrei zu hören bei der Entdeckung, daß Miß Strange todt sei. Bei ihrem Anblick erschrack er heftig, als wäre sie eine geisterhafteErfcheinung. Er war kaum im Stande, zu begreifen, daß sein teuflisches Unternehmen wieder ohne Erfolg ge° blieben und der Gegenstand feines wildesten Hasses abermals seiner Hand entgangen war. Er lehnte in einer An Betäubung "an dem Thürpfosten, als Alexa in dem Zimmer ihrer Winhin verschwand. „Wieder ist sie mir entkommen!" murmelte er. wie er wieder Herr seiner Gedanken war. „Wie ging das zu? Ihr Fenster muß offen gewesen sein. Sollte sie meine Absicht vermuthet haben und auf ihrer Hut gewesen sein? Nein, nein, ihr Entkommen war Zufall, reiner Zufall; das soll beim nächsten Male nicht geschehen." Hell erreich und Serbien. Seltsame Gerüchte durchschwirren die Lust, Graf Khevenhüller, so berichtet man. habe dem König Milian mit einer österreichischen Occupa-tion gedroht für den Fall, als die Radikalen wieder ans Ruder kamen, und man versicheN. daß nur unter dem Drucke Oesterreichs der König von Serbien sich dazu entschlossen habe, den sogenannten Staatsstreich auszuführen. Was die letztere Behauptung betrifft, so mag an derselben wohl etwas Wahres sein, denn der Einfluß Oesterreichs ist ohne Zweifel mächtig am Hofe zu Belgrad; von einer Verleitung zum „Staatsstreiche" aber sann schon deßhalb nicht die Rede sein, weil dieser Staats-streich nur in den erhitzten Köpfen der serbischen Radikalen und in der Phantasie der im russischen oder englischen Solde stehenden Korrespondenten gewisser Blätter existin. Wie bekannt hatte die radikale Opposition durch ihren korporativen Austritt au? der Skup-schtina diese beschlußunfähig gemacht. Nun ent-hält jedoch die serbische Verfassung die Bestim-mung. daß Abgeordnete, welche die Ausübung ihrer Mandate verweigern, nicht wieder gewählt werden können, die Regierung hatte daher, als die Radikalen. Dank der panslavistischen Wühle-reien im Lande dennoch wiedergewählt wurden, das volle Recht, diese Wahlen als gesetzwidrig für ungültig zu erklaren und die in der Mino-rität gebliebenen Gcgencanditaten der Radikalen, mit Rücksicht auf die Un^iltigkeit der für die letzteren abgegebenen Stimmen, als legal ge-wählt in die Skupfchtina zu berufen. Nicht minder unwahr, als die Behauptung vom Staatsstreiche. scheint auch die Meldung zu sein, Graf Khevenhüller habe mit einer öfter-reichischen Okkupation gedroht, ja officiöserseits wird sogar versichert, daß unser answäNigeS Amt an eine bewaffnete Intervention in Ser-bien gar niemals gedacht habe. Da wir nicht den geringsten Anlaß haben, den Grafen Kal-noky für einen besonders energische» Mann zu halten, zweifeln wir auch gar nicht an der Richtigkeit dieses Dementi, wir können uns je-doch hiebei nicht verhehlen, daß eS sehr wün-schenSwerth wäre, daß unsere gemeinsame Re-gierung sich mit dem Gedanken an die Occu-pation Serbiens vertraut mache; denn unseres Erachtens sind die Verhältnisse in dem kleinen Nachbarstaat« verworren genug, uni eines schönen TageS ein militärisches Einschreiten Oesterreichs unvermeidlich erscheinen zu lassen. Man hat zur Zeit des Berliner CongresseS sehr viel gesprochen von der österreichischen Macht- und Interessensphäre; in dieser Jnter-essensphäre aber liegt Serbien gewiß nicht minder, als Bosnien und die herzegowinesische Steinwüste, deren Besetzung Graf Andraßy Alexa sagte Mrs. Jngestre nichts von dem erneuten Angriff auf ihr Leben, und als sie etwa eine Stunde später dem Diener begegnete, da verrieth sie mir keiner Miene, daß sie Kennt-niß von seiner Feindschaft und seinen teuflischen Plänen gegen sie hatte, was ihn in seiner Ver-muthung bestärkte, daß sie nur durch Zufall dem Tode entgangen war. Die Rückkehr Pierre Renard'S ohne seinen Herrn gab der Dienerschaft Stoff zu allerlei Muthmaßungen. Dem Gerede wurde jedoch ein Ende gemacht durch die Erklärung Renard'S, daß sein Herr ihn nach einigen wichtigen Papieren geschickt habe, und daß er, da die-selben verlegt worden, vielleicht ein paar Tage auf dem Schlosse verweilen müßte. Als er am Vormittage zu einer spätern Stunde in die Bedientenstube trat, hörte er einige Männer über das Montheron-Drama reden. Er hörte aufmerksam zu. und auf seine Fragen erfuhr er, was die Veranlassung zu der Unterhaltung gegeben. Es war nämlich der Aberglaube unter den Leuten verbreitet, daß der Geist des ermordeten Marquis wieder er-schienen sei. uni das Schloß zu beunruhigen, und daß dieser Geist in der Nacht wiederholt in den Ruinen auf der oberen Terasse gesehen worden sei. Pierre Renard horchte hoch aus bei diesem seinerzeit für unerläßlich hielt. Die Interessen-sphäre Oesterreichs erstreckt sich übrigens nicht blos auf die occupirten Provinzen und auf Serbien, sie umfaßt auch das ganze Gebiet an der unteren Donan, im Norden, wie im Süden, und wenn von officiöser Seite der Satz aufge» stellt wurde: „Oesterreich bis an'S ägäische Meer^. so können wir dem mit gutem Rechte den Satz gegenüberstellen: „Oesterreich bis an'S schwarze Meer!" Die Interessen, um deren Wahrung es sich hier handelt, sind zweifacher Art. Sie sind zu-nächst wirthschaftlich, da der Orient das natür-liche Absatzgebiet für unsere Industrie bildet und eS ebensosehr ein Zeichen der Schwäche, als des völligen Verkennen« unserer wirthschaft-licheu Verhältnisse wäre, wenn wir dieses wich-tige Gebiet so in aller Seelenruhe den Eng-Kindern zur Ausbeutung überließen. Sie sind aber auch politischer Natur, denn nichts Ge» ringeres. als die Machtstellung unseres Reiches ist'S, welche es auf der Balkanhalbinsel zu wahren gilt. Diese Machtstellung muß erhalten werden unter allen Umständen. eS darf nicht geduldet werden, daß der Panslavismns im Süden un-serer Monarchie sich breit macht, noch weniger aber dürfen^ wir zugeben, daß eine Handvoll in russischen« Solde stehender Schreier in Serbien gegen unseren berechtigten Einfluß wühlt. Wo vitale Interessen unserer Monarchie in Frage kommen, wie es auf der Balkanihalbinsel und speciell in Serbien der Fall ist, da hön alle Gemüthlichkeit auf, da ist keine Nachsicht und Nachgiebigkeit am Platze, da bedarf es eines kräftigen und zielbewußten Auftreten», wenn wir nicht zu ernstem Schaden kommen sollen. Graf Khevenhüller hat dem König Milan nicht gedroht und Graf Kalnoky denkt nicht an eine Okkupation des kleinen Nachbarstaates. Hoffentlich aber thut er eS in Zukunft. Wohin man mit Unentschlossenheit und Halbheit kommt, dafür habe» wir ein lehrreiches Beispiel an England. Möge unser auswärtiges Amt sich vorsehen, daß eS uns in Serbien nicht ähnlich ergehe, denn Schlappen, wie sie daS britische Jnselreich feit einiger Zeit erleidet, kann Oester-reich wohl kaum ertragen. Graf Kalnoky hat auch zur Zaghaftgkeit keinen Grund und er braucht nicht ängstlich nach Petersburg zu blicken: denn für eine kräftige Politik haben wir jederzeit einen kräftigen Rückhalt an dem ver« bündeten dentschen Reiche, dessen Interessen im Orient mit den unseren identisch sind. Totitifche Wundschau. Cilli. I. Juli. Inland. In Brün fand am 29. Juni ein Gewerbe-tag statt, der nach längerer Debatte die Belcredi' fche Gewerbenovelle acceptiNe. Bericht. Auf weitere Erkundigung erfuhr er, daß das Gerede von einem Stallknecht ausging, welcher vor zwei Tagen zur späten Nachtstunde von seiner Braut aus dem Dorfe gekommen war. Vom Dunkel der Bäume aus hatte er eine menschliche Gestalt auf der oberen Terasse hin- und hergehen sehen. In der Meinung, eS sei einer seiner Kameraden, war er näher ge-schlichen, um ihn zu überraschen. Aber der Schreck hatte ihn betäubt. Als er hinter einer Marmorstatue hervortrat, fand er sich einem großen, vornehm aussehenden Manne gegenüber dessen Gesicht todtenbleich und kummervoll aussah und dessen Augen ihn in die Erde zu bohren schienen. Die Gestalt sah geisterhaft auS, wie ein Schatten, versichene er, und zog sich lautloS von ihm zurück. „Warum dachtet Ihr. daß eS ein Geist war?" fragte Pierre lachend. „Weil, obwohl meine Kniee zittenen und mir zu Muthe war, daß ich kaum mein Gebet stammeln konnte," antwoNete der Stallknecht, „weil ich sehen konnte, daß er wie ein Mont-heron aussah. Er trug sich in der stolzen er» habenen Weise, welche man, wie ich gehön habe, an ihnen stets bemerkt hat. Ich weiß, daß eS deS Marquis Geist war, der keine Ruhe findet, weil sein Mörder nicht bestraft worden ist." „Da sein Mörder ihm schon längst in die Die Residenzpresse schweigt vollkommen über die Affaire von TiSza Eszlar, nachdem die Alliance israelite jetzt den Versuch wagen will, die Judenfrage durch Stillschweigen aus der Welt zu schaffen. Die Ausregung in Ungarn ist ungarischen unparteiischen Journalstimmen zufolge im Wachsen begriffen, nachdem eS durch die gerichtlichen Erhebungen nahezu erwiesen ist, daß der Tisza-Eszlaer Mord von Juden ver-übt wurde. Ausland. Der preußische Finanzminister von Bitter hat demissionirt und foll Fürst Bismarck nun auch das Finanzministerium übernehmen. Der ganze preußische Ministerrath wird bald durch Bismarck allein repräsentirt sein, nachdem derselbe bis jetzt schon Ministerpräsident. Mi-nister des Aeußcren und des Handels war. AuS Irland wird wieder ein Agrarver-brechen berichtet. Der Agent Blake und der Verwalter Keane sielen dem „Capitain Mond-schein" zum Opfer. DieConferenz inConstantinopel in Sachen E g y p t e n s hält Europa in Athen, bis jetzt ist ein Ende der Verwicklung nicht ab-zusehen, umsomehr als trotz allen Bemühungen die Gegensätze zwischen den West- und Öst-mächten immer schärfer hervortreten. England scheint gewillt auf eigene Faust in Eaypten Ruhe zu schaffen und hat sich des Suezkanals schon jetzt so gut wie bemächtigt. Ob Frankreich und insbesondere Italien abgesehen von der Türkei und den Oftmächten wohl eine bewaffnete Intervention Englands dulden werden? Von der Beantwortung dieser Frage hängt zur Stunde der Weltfriede ab. —-______ Korrespondenzen. Cilli, 30. Juni. [Gegen die Sloveni-sirung.j Mit großer Freude bringen wir die Mittheilung, daß die Zahl der Petitionen auS Un-tersteiermark um Erhaltung der deutschen Sorache in den Mittelschulen und Aemtern, sowie um größere Rücksichtnahme deS deutschen Unterrichtes in den Volksschulen am Lande die Zahl h u n-dert weit übersteigt. Daß der Bauer in Un-tersteiermark mit seinen deutschen Landsleuten friedlich und im besten Einvernehmen lebt, und daß er mit unS keine Versöhnung braucht, haben wir oft genug betont. Wer immer bei uns die Verhältnisse einer ruhigen Beurtheilung zu unterziehen Gelegenheit hatte, wird und muß uns Recht geben, — wer aber unsere Verhältnisse nicht durch eingehende Prüfung, sondern vom Hörensagen kennt, wer sich allenfalls von Dr. VoSnjak und Eonforten Bericht erstatten läßt über hiesige Zustände, kurz wer Untersteiermark vom politischen Standpunkte au« falsch beurtheilt, für den mögen die Peti-tionen der Beweis sein, daß die untersteirischen andere Welt gefolgt ist, könnte er ihn doch lieber dort zur Verantwortung ziehen, als daß er hierher zurückkommt und uns zum Tode er-schreckt!" bemerkte ein anderer Stallknecht. ..Was mich betrifft, werde ich mich wohl hüten, nach Dunkelwerden auS dem Hause zu gehen. Ich fürchte mich so leicht vor nichts, aber wenn eS Geister betrifft, nun, da bin ich so zaghaft wie ein Mädchen," „Saht Ihr, in welcher Richtung der Geist verschwand?" fragte Renard. „Er verlor sich wie ein Schatten in der Richtung nach den Ruinen," lautete die Antwort. „Einige Minuten stand ich wie zu Stein ver-wandelt, und schlich ich mich in's schloß. Alles Geld in der Welt könnte mich nicht bewegen, nach zehn Uhr Abends hinauszugehen." „Wahrscheinlich kehrtet Ihr auf dem Wege nach dem Schlosse in einem Wirthshause ein. nachdem Ihr Eurem Schatz „Gute Nacht" ge-sagt." spottete Renard. „Ihr mögt sicher sein, daß der ermordete Marquis jetzt nicht umher-wandelt, nachdem er sich achtzehn Jahre lang ruhig verhalten hat. Die ganze Sache war, Ihr fürchtet Euch vor Eurem eigenen Schatten oder vor eiuer Statue. Ja, was doch so ein gutes GlaS heißen Weines zu bewirken im Standeist; es macht sogar, daß man Gespenster sieht!" Pierre Renard galt im Bedientenzimmer — 4 — Bauern gegen den VersöhnungShader Stellung zu nehmen beginnen. Die Deutschen deS Unterlandes haben sich seit den Tagen deS Bürgerministeriums um die politischen Verhältnisse so gut wie nicht geküm-mert. Höchstens hie und da. wenn'S zur Land-tagS- und Reichsrathswahl kam, war ein kurzes Erwachen, ein jähes Aufschrecken bemerkbar, aber bald nach dem errungenen Wahlsieg trat wieder Lctargie in die Reihen unserer Parteigenossen. Man ließ den Dinge» ihren Lauf, und erwartete von den liberalen Regierungen, ohne ein Wort mitzureden, das Beste. Es war aber nicht immer das Beste was unS gegeben wurde, ja wir behaupte», daß wir gar keinen Grund haben der liberalen Versöhnungsmeierei ein dank-bareS Andenken zu bewahren. Für die politischen Verhältnisse des Unterlandes war die liberale Regierung kein Glück. Der Rückschritt und die Slavisirung unserer Volksschulen sind mit den liberalen Regierungen so eng verknüpft, daß schon dieser hochwichtige Fall allein allen Vor-theilen einer sonst fortschrittlichen Regierung«-tendenz die Wage hält. Den bedeutungslosen krainischen und unter-steirischen Schreiern mußte der Schnabel gestopft werden. — Wie auch heute schätzte man diese Leute nur nach dem Lärm den sie machten, und die wichtigste Jnstutition des Staates, d i e Schule, wurde ihnen geopfert! Mehr denn eine Landgemeinde petitionirte vergebens nach deutschem Schulunterricht — es war umsonst. Man wollte versöhnen, d. h. man gab^ ohne Rücksicht auf Volkswohl und Staatsinteresse dem nach, der heftiger schrie. So sehen wir un« denn seit jener Zeit in« Besitze slavisirter Volksschulen, und im angenehmen Besitze einer Lehrerschaar, die zu 50°/« aus slavophilen Fanatikern besteht. Der Landsmann aber schüttelt bedenklich den Kopf über das was sein Sohn nicht lernt, und das ist: die deutsche Sprache. Wenn doch z. B. daö Unterrichtsniinisterium einen vollkvm-men unparteiischen Mann unsere Gegenden be-reisen ließe, so würde es schäyenSwertheS Material sammeln, und eine der nächsten Regierungs-vorlagen müßte lauten: Einführung des deut-schen Unterrichtes in den Marktfchulen, allntäh-liger classenweiser Uebergang vom slovenischen zum halb und ganz deutschen Unterrichte in den Jahrgängen der Volksschulen am Lande. Die Begründung der Regierungsvorlage wäre eine sehr einfache. Volkswohl, Volkswille. Wir meinen, daß diese beiden Schlagworte genug enthalten um einiger Berücksichtigung werth zu sein, und wer eS hören und kennen lernen will, daß über 90'/, der besitzenden Classe der Landleute im Unter-land diese beiden Schlagworte mit Bezug ans den deutschen Schulunterricht im Kopfe, im Her-zen und im Munde führen, der braucht nur in als ein kluger Mann und darum wurde seine letztere Aeußeruug als Scherz aufgenommen, der ein schallendes Gelächter hervorrief. Der Geisterseher ärgerte sich, verbiß aber eine Er-widerung und brummte nur einige Worte vor sich hin, die zum Glück für ihn Pierre Renard nicht verstand. Unter dem noch anhaltenden Lachen der Anwesenden schritt Pierre hinaus. Als er in die Halle kam. gewahrte er einen Fremden, der MrS. MatthewS zu sprechen wünschte. Die Haushälterin ließ den Freniden in ihr Zimmer komme», wo sie in einem Lehnstuhl am Kamin saß, mit einer Handarbeit beschäftigt. Beim Eintritt deS Fremden erhob sie sich, und auf ihrem Gesicht prägte sich deutlich eine große Ueberraschung auS. Sie hatte den Geheim-Polizisten erwartet, den Mr. Dalton ihr zu schicke» versprochen hatte; aber dieser Mann schien ihr eher das Gegentheil von dem Er-warteten zu sein. Er war noch sehr jung, ruhig, etwas zurückhaltend und leise in seinen Be-wegungen, — ein wahre« Ideal von einem Diener. „Sie wünschten mich zu sprechen?" fragte MrS. MatthewS. „Ja, Mistreß," antwortete der Fremde mit einer Verbeugung. „Ich wünsche eine Stellung und wollte sehen, ob Sie nicht eine für mich da» erstbeste Dorf bei unS zu gehen und sich zu erkundigen. Wir möchten ihm hiebei nur da« Eine zur Bedingung machen, daß er den Kaplan und den Lehrer von seiner Unterredung mit den Bauern ausschließe. So weit sind wir also, daß die Bauern selbst anfangen gegen die jetzige Kindererziehung Front zu machen. ES wird da-her auch jeder vernünftige Mensch einsehen, daß den deutschen Petitionen ein höherer Werth bei-gelegt werden muß, als den von Kaplänen und Lehrern erpreßten und erschwindelten Sloveui-sirungsgesuchen! Die Deutschen im Unterlande haben ausgeschlafen und ausgeträumt, sie wer-den sich auch nicht bald wieder ein X für ein U vormachen lassen, und gehen seit ihrem po-litischen Auftreten Hand in Hand mit den Bauern. Die erste Frucht dieser gemeinsamen Thätigkeit ist die stattliche Anzahl der Petitionen, die im Sinne des Volkswillens, des Volkswohles und des Staatsinteresses verfaßt sind. Allen, die sich um unsere Bauern so warm annehmen, gebührt der wärmste, der herzlichste Dank. Die Roßfliegenstiche unserer politischen, interessirten Gegner, geniren wohl Niemanden im Unterlande mehr, seit das Gesumse und Geschrei, seit die Denun-tiationen und Verdächtigungen bei unseren Bauern den Credit verloren; — darum muthig vorwärts, Einer für Alle, Alle für Einen! Wien, 30. Juni. (Orig.-Corr.) [Z u rn K a-pitel der Gleichberechtigung.) Hof-fen wir! Die „Narodni Lisch" und das Organ Sr. Excellenz des Herrn Dr. Prazak, die in Brünn erscheinende .Morawska Orlice* entwickeln einen so regen Wetteifeir im Herabsetzen der Wichtigkeit der Kenntnis der deutschen Sprache, daß wir doch wohl hoffen dürfen, fortan mit dem Vorwürfe des „förmlichen Verbotes" der zweiten Landessprache verschont zu werden. Die-{er Vorwurf, der uns Deutschen sowohl von dem Herrn Fürsten Carl Schwarzenberg als von dem Herrn Dr. F. L. Rieger und erst kürzlich von dem Ehrenblatte: „Politik" gemacht worden ist, trifft uns nämlich darum so schmerzlich, weil er auf der vollständigen Verkennnng der wahrhaft versöhnlichen, von dem ausgesprochensten Rechts-gefühl getragenen Gesinnuug der Deutschen ins-besondere in Böhmen beruht. Wahrlich nicht aus Unduldsamkeit, nicht aus Mangel an fteund« schaftlichem Sinne für die tschechischen Landes-brüder schufen die Deutschen jenen An. 19 des Staatsgrundgesetzes über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger, welcher die Ausübung des Zwanges zur Erlernung einer zweiten Landes-spräche gegenüber den Mitgliedern jeder Natio-nalität ausschließt. Wohl hatten sie dazumal die Empfindung, daß durch die Aufhebung des ob» ligatorischen Unterrichtes der deutschen Sprache an den tschechischen Mittelschulen einem für die Tschechen wohlthätigem Zwange bedauerliche hätten. Ich werde Alles thun, was Sie von mir verlangen. Die Haushälterin sah den Mann zweifelnd an. Nein, er konnte kein Geheimpolizist sein. Nie war ihr ein eifältigeres, gewöhnlicheres Gesicht vorgekommen als diese«. „ES ist hier keine Stelle frei." sprach sie etwas kurz. „Ich kann Ihnen keine Anstellung geben." „Ich kann Ihnen gute Referenzen zeigen, Mistreß," sagte der Mann. „Mr. Dalton, der Pfarrer von Mont Heron. empfiehlt mich Ihnen bestens." Da« Gesicht der Haushälterin klärte sich auf. „Ah, ich verstehe," rief sie. Kommen Sie näher, Sir, und setzen Sie sich." Sie machte die halb offen stehende Thür zu während der Fremde näher trat, „Ich erwarte Sie," sagte MrS. MatthewS, „aber ich würde Ihren wahren Charakter nicht errathen haben. Haben Sie einen Brief von Mr. Dalton?• Der Mann zog einen Brief aus der Tasche nnd reichte ihn MrS. MathewS. Derselbe ent-hielt eine einfache Empfehlung deS Ueberbringers, welche mit den Worten schloß, daß Mr«. Mat-thewS in dem Mann einen treuen Diener finden werde, wenn sie ihn engagiren sollte. „ES ist AlleS in Ordnung," sagte Mrs. Weise ein Ende bereitet wird; aber von der ver-nünftigen Lebensregel: Beneficia non obtrndun-tur (Wohlthaten soll man nicht ausdrängen) ge-leitet, schufen sie jenes Gesetz, welches den Un-terricht der deutschen Sprache an tschechischen Mittelschulen nicht etwa verbietet, wie die „Po-litik" lügt, sondern es den Tschechen freistellt, denselben zu pflegen oder nicht zu pflegen. Anch nicht eine Spur von Vorrecht wurde der deut-schen Sprache, den deutschen Mittelschulen wie überhaupt den Deutschen eingeräumt; denn auch sür die deutschen Mittelschulen wurden der lln-terricht der tschechischen Sprache nicht verboten aber auch nicht befohlen. An die Möglichkeit, daß die Tschechen über diesen Art. 19., der ja fast ausschließlich den Zweck hatte, den Klagen über den Mangel der Gleichberechtigung der tschechischen Sprache jeden Boden zu entziehe», später Klage führen werden, dachte kein Mensch: vielmehr trösteten sich viele Deutsche, welche sich nur mit schwerem Herzen entschlossen hatten, die tschechischen Mittelschulen von dem wohlthätigen Zwange zuni Unterricht der deutschen Sprache zu befreien, daß die Tschechen, als ein eminent practisches Volk, aus freien Stücken die so nütz-liche deutsche Sprache emsiger pflegen würde», als sie eS thaten als sie dazu gesetzlich gezwun-gen waren und diesen Zwang bitter empfanden. Es kam jedoch anders. An den tschechischen Mittelschulen wurde die Pflege des deutschen Sprachunterrichts jämmerlich vernachlässigt. Es ist allerdings richtig, daß der tschechische Sprach-unterricht an den deutschen Mittelschulen gleich-falls vernachlässigt wurde und daß die Mittel-schulen beider Nationalitäten in Böhmen einan-der in dieser Beziehung Nichts vorzuwerfen ha-be». Aber die Wirkung für die Mittelschulen war eine verschiedene, während den deutschen Mittel-schülern aus ihrer Unkenntnis der tschechischen Sprache kein Nachtheil erwuchs. wurden die tschechischen Eltern zu ihrem Schrecken gewahr, daß sich die mangelhafte Kenntnis der deutschen Sprache als eine sehr schädliche Lücke der Bil-dung ihrer Mittelschuljugend fühlbar machte. Ist es aber gerecht, ist es auch nur billig für diese Verschiedenartigkeit der Wirkung uns Deut-sche verantwortlich zu machen? Gewiß nicht. Gleichwohl hat man es tschechischerseitS bisher gethan. Da es sich nun aber nach dem sicher-lich empsehlbaren Zeugnisse der .Narodiii Listy" und der .Morawska orlice* herausstellt. daß die deutscht Sprache bei Weitem die Wichtigkeit nicht habe, welche ihr von den dummen Deut-schen zugeschrieben wird und da demgemäß der tschechischen Jugend die Unkenntnis des Deut-schen nicht mehr zum Schaden gereicht, entfällt für die hohe Regierung fortan die Nothwendig-keil den Tschechen die Bitterkeit des n a t ü r l»-ch e n Zwanges zur Cultivirung der deutschen Sprache dadurch zu versüßen, daß sie auf die MatthewS. „Ich habe mit dem Kellermeister über Sie gesprochen, und er wird Ihnen Be-schäftigung im Hause geben. Sie sollen die Stelle eines Heizers versehen und haben als solcher alle Zimmer zu heizen, einschließlich das der Diener Mylords." „Ich zweifle nicht daran, daß ich mir die Zufriedenheit deS Kellermeisters erwerben werde," bemerkte der Mann ruhig. „Er hat den Heizer auf eine Woche fort-geschickt, ura Ihnen Platz zu machen," sagte die Haushälterin. „Mr. Puffet ist in die Sache eingeweiht und er wird eS Ihnen hier so an-genehm wie möglich machen. Sie sind gerade zur rechten Zeit gekommen," fügte sie mit leiserer Stimm hinzu. „Pierre Renard kam gestern Abend ohne seinen Herrn nach Hause. Er be-absichtigt irgend etwas Unheilvolles auszuführen. ES wnrde an die Thür geklopft und Alexa trat ein. Beim Anblick des Fremden wollte sie sich zurückziehen, aber die Haushälterin rief sie zu sich. „DaS ist unser neuer Heizer, Miß Strange." fagte sie. „Ich habe ihn eben auf Grund der Empfehlung Mr. Dalton'S eiigagirt." Alexa betrachtete den Mann anfmerksam nnd dieser begegnete ihrem Blick mit Interesse. Er hatte durch Mr. Dalton von Alexa'S Ent-deckung gehört und sich selbst die Idee gebildet, — 5 — Deutschen einen künstlichen durch keinerlei praktisches Bedürfnis gerechtfertigten Zwang ausübt, ihre Mittelschuljugend mit dem nutzlosen oder minder nützlichen Studium der Sprache Tschechs und Sechs zu plagen. Das von den beiden genannten tschechischen Blättern constatirte Avancement der tschechischen Sprache zu einer Cultursprache mindestens vom Range der deut-schen enthebt den Herrn Leiter des Justizmini-steriums der national - tschechischen Pflicht eine künstlich». Gleichberechtigung zu schaffen, in-dein er bei ConeurSausschreibungen für die Be-setzung von Richterstellen in rein st deutschen Gegenden die Kenntnis beider Landessprachen als ein unumgängliches Erfordernis bezeichnet. „Wir sind nicht" — schreibt das Organ Sr. Ex-eellenz des Herrn Dr. Prazak in einer Anwand-lung von Gnädigkeit wörtlich — „gegen das Deutschlernen, sondern stimmen der Ansicht zu, daß sich Jedermann diese Sprache aneigne, so weit er dieselbe im praktischen Leben nöthig hat." Vielleicht gestattet der Herr Leiter des Justiz-Ministeriums die Ausdehnung dieses Grundsatzes auch aus uns Deutsche? Wir wolle» es hoffen! Kleine Clironiti. Cilli, >. Juli. [A u s z e i ch » u n g.) Der Kaiser hat in Annerkennung hervorragender Verdienste für die Niederwerfung deS Ausstände« in den insnrgirten Provinzen, den Gouverneuren von Bosnien und Dalmatien. FZM. Freiherr« von Dahlen und FML. Freiherrn von Jovanoviö, das ^Groß-kreuz deS Leopoldsordens verliehen. [Spende.] Der Kaiser hat dem Schützen-vereine in Windisch-Graz eine Unterstützung von 6V Gulden gespendet. [P u t e r Donatus f.] Gestern um halb zwei Uhr Nachmittags starb der ehrwürdige Kapucinerpater Donatus Schuster in Folge einer Lungenentzündung. Der Verstorbene, der ob seines leutseligen Benehmens und seines ur-wüchsigen Huinors in den weitesten Kreisen recht beliebt war, trat erst nach vollendetem 32. Jahre als Novize in den Lrde», nachdem er früher als absolvirter Techniker mehrere Jahre als Geometer in Ungarn und Croatien ge-arbeitet hatte. DaS Kapucinerkloster verliert mit Pater Donatus einen thätigen aufopferungsvollen Geistlichen. Friede seiner Asche! (R o h it s ch'S auerbrunn.] Unter den gegenwärtigen Kurgästen genannter Anstalt befindet sich auch der Bicepräses des Abgeordneten-Hauses Baron Gödel-Lannoy. Für die errsten Tage des Monates Juli ist das Eintreffen des Reichskriegsministers F.M.L. Grafen Bylandt-Rheidt angemeldet. [Blitzschlag.] Vorgestern Abends schlug der Blitz in das AufnahinSgebäude der Südbahn in Tüffer, ohne indeß einen Schaden an- daß ein Geheimniß sie umgeben müsse. Auf den ersten Blick sah er nun. daß sie nicht war, was sie zu sein sich den Anschein gab. Er war aufs Schloß gerufen worden, nni ein Geheim-niß zu erforschen; er entschloß sich, zum Zeit-vertreib auch daS andere zn ergründen, nämlich das über Alexa's Geburt. Ein kurzes Studium des ruhigen Gesichtes des Mannes überzeugte Alexa, daß er die nöthige Umsicht und Kenntniß besaß. Sie fühlte ein gewisses Vertrauen zu seinen Fähigkeiten und beschloß, ihm ihr volles Vertrauen entgegen zu bringen. Nach einigen Fragen die er zu ihrer Zufriedenheit beantwortete, erzählte sie von Pierre Renard'S gestrigem Mordversuch. MrS. MatthewS Schreck war groß. John Wilson, so hieß der Frenide, hörte ausmerksam zu, unterbrach sie aber mit keiner Fraye, sondern ließ sie Alles erzählen, was ihr Feind bisher gegen sie unternommen hatte. „Aber warum ist er Ihr Feind. Miß?" fragte John Wilson. „Warum trachtet er nach Ihrem Leben?" Alexa wurde glühend roth, dann bleich bis auf die Lippen. „Weil er mich fürchtet," antwortete sie. „Er weiß, daß ich ihn für den Mörder seines srüh-eren Herrn halte und er denkt, daß es mir ge-lingen möchte, ihn zu entlarven." zurichten, da er sich in den Blitz-Platten des Telegraphen Apparates verfing. Nur die Zacken der Blitz-Platten selbst wurden in der Größe eines Thalerstückes geschmolzen. [Wolkenbruch u n d H a g e l s ch l a g.] Wie man uns erzählt, ging Freitag über Stranitzen, Gonobitz und Umgebung ein Wol-kenbruch mit Hagel nieder. HiS zum Schlüsse des Blattes sind uns nähere Nachrichten über dieses Elementarereignis nicht zugekontinen. Das-selbe richtete auch im Neuhauser Thale großen Schaden an, und schwoll der Neuhausbach derart an, daß er stellenweise die Bezirksstraße unterspülte. [Zur Marburger Gerichtshof-f r a g e^ In Bezug auf die von den Marburgern gewünschte Errichtung eines Gerichtshofes in Marburg wurde in der letzten Sitzung des dortigen Gemeinderathes beantragt, es fei im Principe auSzusprecheii. daß Marburg bereit sei einen Betrag zu leisten. Die Summe werde später festgesetzt: der Bürgermeister möge sich mit zwei Gemeinderäthen zu dem Herrn Justiz-leiter nach Wien verfügen, um zu erfahren, welchen Plan die Regierung bezüglich der Cr-richtung eines Gerichtshofes habe und wie ge-baut werden solle. Entsprechend diesem Antrabe werden die Herre» Bicebürgeruteister Ludwig Bitterl von Tessenberg und Dr. Schmiderer mit dem Herrn Bürgermeister demnächst nach Wien abreisen. [Lebensgefährliche Verletzung.] Wir brachten in unserer letzten Nummer unter diesem Schlagworte eine Notiz, welche bezüglich des Thäters dahin richtig zu stellen ist daß nicht Herr A. Krischan sondern ein Schmied aus Lemberg Namnis Alois Wouscheg dem in Bade Neuhaus bediensteten Zuckerbäcker lebens-gefährliche Messerstiche beigebracht habe. [Die „H e r b st z e i t l o se."] Der dies-wöchentliche Figaro schreibt: „Fürst Bismark behauptet, daß unsere Verfassungspartei durch die M a ß l o s i g k e i t ihm Forderungen" und die „M a ß l o s i g k e i t in der Doctrin" die Dynastie genöthigt habe, sick an eine andere Partei anzulehnen. — Wir dächten, daß die Berfaffungspartei in Bezug auf Freiheitsfragen nicht blos eine „Herbstzeitlose" sondern nur allzusehr ein „Maßliebchen" gewesen sei." [Aus L a i b a ch> wird uns geschrieben: „Der AuSgang deS Preßprocesses, in welchem der slovenische Schriftsteller AlleSovee eine cha-rokteristische Rolle spielte, hat hier die Gemüther der slavischen Krainer gar gewaltig erregt. Jeder schimpft und poltert nach seiner Art, und ärgert sich darüber, daß man der verehrlichen slooe-nischen Journalistik in ihre Kanen geguckt hat. Ein „Laibacher Müssiggänger" wie sich der Gimpel selbst nennt, vergleicht Dr. Schrey mit einer Viper, einem Salamander und einem „Wenn er den Mord begangen hat," be-merkte John Milson, „und dafür seine Strafe erhält, so ist das nur Ihnen zu danken, Miß. Niemanden würde es eingefallen sein, das Er-kenntniß des Gerichts umzustoßen, bis Sie die Umänderung zur Möglichkeit machten. Sind Sie eine Verwandte der Familie, Miß?" fragte er respectvoll. Alexa erbleichte wieder. „Miß Strange," fragte Mrs. MatthewS lächelnd. „O, nein, gewiß nicht. Sie ist als Gast bei Mrs. Jngestre; sie hat das Geheim-niß ganz auS eigenem Antriebe aufgenouittie» und bringt die Wahrheit an'S Licht, obwohl sie keinerlei persönliches Interesse an der Sache hat." John Wilson dachte anders. Mrs. Matthews gab die Geschichte von der „Erscheinung deS Geistes" auf der Terasse zum Besten, die sie von einem Mädchen gehört hatte. John Wilson horchte gespannt zu. Alexa erschrak. Das angebliche Gespenst mußte ihr Vater sein, welcher auf der Terrasse ihrer wartete. Sie beschloß, diesen Abend länger als sonst draußen zu bleiben, und dann würde sie ihn-gewiß sehen, hoffte sie; denn höchst wahrscheiii lich hielt er sich in der Nähe des Schlosses auf. (Fortsetzung folgt.) Eichkätzchen, kritisirt die Rede desselben selbst-verständlich mit erheiternder Verbissenheit und sagt, der Genannte habe selbe vor einem nach Wein und Schnaps st inkenden Au-d i t o x i u m gehalten. Wir wissen nicht, ob der betreffende Feuilletonist in der Nähe de» slovenischen Berichterstatters saß, eS also möglich wäre, daß er immerhin eine Sinnestäuschung ulcbt habe. Nun abcr zu deS Pudels Kern. Die Schimpfereien im „Narod" sind so alt als er selbst, und eS wird einem anständigen Manne wohl nicht einfallen, sich über dieselben aufzuhalten. — Solches ungefähr sagte Dr. Schrey in Cilli und damit verwundete er offenbar das Ehrenblatt am Aergsten. Mit durchschossenen Lettern steht eS da geschrieben daß Euch aber die Lügen und Verleumdungen in slovenischen Zeitungen wenig oder nichts gefähr-lich erscheiden, daß solche Sachen nur in deutschen Blättern gefährlich sind, — das ist etwas Originelles, aus daS könnt' ihr geschwind ein „Patent" nehmen." Der Müßiggänger ver-spricht nun ordentlich zu denunciren u. dgl. m. So hat man ein kleines Bild unserer Zustände. [Wie die Slovenen ihre Schrift-st e l l e r ehren.] Der „Slovenski Narod" vom 26. d. M. schreibt in einer Cillier CorreS-pondenz wörtlich: „Was soll ich Ihnen aber vom Auftreten des AleSovec (Redacteur deS stov. Witzblattes „Schmeißfliege", und Zeug« im Proceß Suppan-Leon) vor den Geschorenen schreiben. Eine so traurige Figur habe ich noch nicht gesehen. Noch jetzt wissen wir nicht warum Ale^ovec als Zeuge citirt wurde, es sei denn dafür, daß er sich als CorreSpondent bekenne. Besser sie hätten ihn in Laibach behalten und nicht hergeschickt; nur damit die Gegner ihren Narren aus slovenischen Journalisten machen." Wenn man bedcnkt, daß AleSovec der Heraus-geber und Redacteur des einzigen slovenischen illustrirten Blattes und CorreSpondent der „Novice" ist, so ist dieses Urtheil mehr als hart zu nennen, zumal als doch die biederen Slovenen nicht annehmen können, daß uns irgend einer ihrer Journalisten und Schriftsteller imponirt. [Im Brunnen ertrunken.] In Podora siel am 27. d. Mts. daS 4'/,iährige Mädchen der Inwohnerin Agnes Kollaritsch in den Brunnen und ertrank. [Ein N ih i l i st e n st ü ck ch e n.] Dem hiesigen Kreisgerichte wurde die Anzeige erstattet daß in dem Hause vis-a-vii der Essigsabrik in Savoden der Sparherd dadurch gesprengt wurde, daß ein unbekannter Thäter ein Buchenscheit anbohrte, es mit Pulver füllte und unbemerkt unter das FeuerungSmateriale practicirte. [S ch u b b e w e g u n g.1 Im Monate Juni wurden durch das Stadtamt Cilli 65 Echüblinge expedirt. Die Zahl der in diesem Monate von genanntem Amte selbst gefällten VerschiebungS-Erkenntnisse betrug 26. [Nach Jahren.] Folgende romantische Geschichte theilt die „Frankfurter Zeitung" mit: „Vor zwanzig Jahren verließ ein hiesiger Bürger seine Frau mit ihrem Kinde. Siebzehn Jahre hörten sie nichts von ihm. bis vor drei Jahren aus Amerika ein Brief von ihm mit einer kleinen Einlage hier eintraf. Er theilte seiner Frau mit, daß er noch lebe, eS ihm gut gehe und er ihr noch weitere Mittel zum besseren Leben senden wolle. Die Tochter faßte hierauf den Entschluß, nach Amerika zu gehen, dort eine Stellung an-zunehmen und im Stillen zu beobachten, was ihr Vater mache. Sie fand Stellung und erfuhr, daß ihr Vater eine glänzende Wirthschaft mit einer Haushälterin betreibe. Eine Stelle in dem Hause des Vaters ward frei, und sie war so glücklich, dieselbe zu erhalten. Ohne sich im Geringsten zu verrathen, lag sie ihren Pflichten ob. Der Herr war ihr sehr zugethan und nach-dem vor einigen Monaten die Haushälterin ge-storben, warb er um die Hand des Mädchens, wobei er ihr allerdings die Mittheilung machte, daß er sich vorerst von seiner in Frankfürt lebenden Frau scheiden lassen wolle. Da brach das Mädchen in Weinen aus, legitimirte sich niit ihren Papieren als seine Tochter, theilte ihm mit, daß die Mutter noch lebe und bereit sei, nach Amerika zu komme». Heute ist dieselbe dorthin abgereist. [Ein lustiges Abenteuer! passirte einer dramatischen Sängerin, die der Ancienne-tät und ihrem Lebensalter zufolge zu den jüng-sten Mitgliedern der Berliner Hofbühne zählt. Die Sängerin weilt mit ihrer Mutter in dem lieb» lichtn Aussee, wo sie gänzlich unbekannt bei ge-wöhnlichen Bauersleuten wohnen, um einen recht ursprünglichen Naturgenuß zu haben und dem Hotelleben zu entgehen. Dieser Tage stellte sich in ihrem bescheidenen Logis ein Fremder vor, der ihnen, wie die Mutter der Sängerin bemerkt hatte, auf ihren einsamen Bergpartien bereits wiederholt in einer gewissen Entfernung gefolgt war. Auf Befragen, was er wünsche, gab der Fremde an, er habe die Absicht, „das Glück des Fräuleins zu machen". Mutter und Tochter ver-mutheten einen HeirathSantrag und sahen den Fremden groß an. . .Der Zufall war so gün-stig," fuhr derselbe fort, „mich wiederholt auf Ihre Spur zu leiten, und so oft ich Ihnen folgte, hatte ich das Glück, einige kleine Gesangproben mit anzuhören, welche mich überzeugten, daß Ihr Fräulein Tochter eine für die Oper" durchaus ge-eignete Stimme besitzt." — Die Sängerin hatte nämlich in ihrem jugendlichen Uebermuth, wenn sie sich mit ihrer Mutter allein glaubt«, zu jo-dein versucht, und diese „Gesangprobe" war ge-meint. „Ich bin der Impresario G. aus Wien." stellte sich der Fremde vor. „und wenn Sie mich Ihres Vertrauens würdigen wollen, so glaube ich, Ihnen nach vollendeter Ausbildung eine be-deutende Operncarriere verbürgen zu können." „Das ist sehr schön," erwiederte die junge Da-me, mühsam das Lachen verdergend, „aber ich werde kaum hinreichend Zeit finden, ich bin näm-lich vorläufig noch für drei Jahre an der Ber-liner Hofoper engagirt. .Der Impresario war starr; als er sich ermannt hatte, griff er nach dem Hut, um sich eiligst zu entfernen. Jeden-falls beweist das Instige Erlebniß, daß die Her-ren Directoren und „Kunstunternehmer" fleißig und überall aufpassen, ob sich nicht wo ein Opern-stimmchen bemerkbar macht. [Reclame auS vergangenen Ta-g e n.] Lewald'S „Europa" brachte in den 30er Jahren folgende Notiz: „Wirkung deS Selters-wassers." Herr Arnold, vormaliger Capitän der englischen Marine, bewohnt ein einsames Land-haus auf der Straße nach Aberdeen. Kürzlich wird er in der Nacht durch ein Geräusch geweckt und überzeugt sich bald, daß Jemand den La-den seines Zimmers erbrechen will. Er hatte keine Waffen, aber die Geistesgegenwart verließ ihn dennoch nicht. Er ergriff eine Krücke mit Selterswasser, schnitt den Bindfaden im Finstern entzwei, hielt mit dem Dauuien den Pfropf fest und erwartete ruhig, bis daß der Dieb das Fenster geöffnet und sein Gesicht ihm zugekehrt haben würde. Nachdem dies erfolgt war, ließ der Capitän den Pfropfen los; die Explosion war fürchterlich und der Dieb, von dem Knall erschreckt, glaubte nicht anders, als daß das Selterswasser, das sein Gesicht überschwemmte, sein eigenes Blut sei, das ans einer fürchterli-chen Wunde hervorströmmen müßte. Er siel zur Erde und schrie: Gnade und Barmherzigkeit! Nachdem sich Herr Arnold überzeugte, daß er es nur mit einem zu thun hatte, sprang er zun« Fenster hinaus, band ihm die Hände und führte ihn zum nächsten Dorfe, um ihn den Händen der Constabler zu überliefern. Es ist einem Je-den anzurathen, statt der Pistolen sich in Zu-knnft mit dieser unschuldigen Waffe zu versehen. Stößt man auf keine Diebe, so hat man den Vortheil, sich mit seiner Vorsichtsmaßregel er-frischen zu können." [G a r i b a l d i c u l t u s.] Das Neueste auf dem Gebiete des GaridaldicultuS ist die Idee, die Heldenthaten des Verblichenen durch ein Colossalgemälde zu verewigen, an wel-chem die bedeutendsten italienischen Künstler Jahre lang arbeiten werden. Das gigantische Unter-nehmen geht von dem Maler Alberto Gallim-berto in Turin auS. Die betreffend« .tella" wird aus nicht weniger als hundert Gemälden beste-hen und soll nach der Fertigstellung zu einem Riesenpanoram a benutzt werden, daS nicht nur in allen italienischen Großstädten, son- dern auch im Auslande ausgestellt werden wird-DaS ganze enorme Project, das fast grotesk er* scheint, soll spätestens bis 1883 fertig gestellt werden. Wie wir der „Rassegna" entnehmen, ha-ben bereits die gefeiertsten italienischen Künstler ihre Mitarbeiterschaft zugesagt. Ein Fünftheil des Reingewinns kommt später dem Garibaldi-Monument zu Gute. [Einige Notizen ^ur Entstehung der Zeitungen.] Dieselbe datirt von den einzelnen gelegentlichen Neuigkeitsblättern, welche zur Mittheilung wichtiger Thatsachen schon im 16. Jahrhundert verbreitet wurden. DaS älteste fliegende Blatt stammt angeblich sogar schon aus dem Jahre 1488. Eines der ersten solcher Zeitungsunternehmungen ist da« deS Buchdruckers Hans Äpffel in Wien, welcher im Jahre 1595 unter dem Titel „Neue Zeitungen" eine Ueber-ficht über die Ereignisse in« Türkenkriege herausgab. Wahrscheinlich entstammte dieser Anregung jene Anordnung Rudolph'S II., welche derselbe im Jahre 1597 zur Herausgabe einer zusammen-hängenden ordentlichen Zeitung für ganze Monate getroffen haben soll. Aus den historischen Mo-natSblättern entwickelten sich Wochenblätter, welche zu Anfang des 17. Jahrhunderts schon in ziemlicher Anzahl in Deuy'chland angetroffen werden. In Wien gab es im Jahre 1623 zwei Zeitungungsunternehmen und auS dem Jahre 1626 sind die Ueberreste einer größeren Zahl uns erhalten. Johann B. H^cque hatte von der Universität daS Privilegium erhalten, italienische (wälsche) und lateinische Zeitungen zu drucken; erstere waren die .Italiani Affisai*. Dieses Privilegium ging auf Hacque'S Nachfolger, Johann van Ghelen, über; das erste tägliche Blatt in Wien gründete Johann van Ghelen im Jahre 1703 unter dem Titel: „Wiener Diarium", aus welchem sich allmählich die heutige „Wiener Zeitung" entwickelte. In Ungarn erschien die erste monatliche Zeitschrist im Jahre 1721 in lateinischer und im Jahre 1781 in magyarischer Sprache in Preßburg. Gegenwärtig giebt es in Oesterreich-Ungarn 1200 Journale, während die Gesammtzahl der auf der ganzen Erde her» ausgegebenen Zeitungen und Zeitschriften 26000 beträgt, wovo» 14.000 auf Europa, 11.400 auf Amerika. 400 aus Asien, 150 auf Austra-lim und 50 aus Afrika kommen. Die Zahl der Abonnenten kann auf mindestens 20 Millionen und jene der Leser auf ungefähr daS Sechs-fache veranschlagt werden. [Der Handel in der Wüste] wird merkwürdigerweise mit deutschen Münzen getrieben und zwar mit sogenannten MariaThe-resiathalern, welche alle die Jahreszahl 1780 tragen, wenngleich sie zum größten Theil später geprägt worden sind. Dieser Levantinerthaler mit dem Bilde der Kaiserin Maria Theresia ist auS dem europäischen Verkehr längst verschwun-den, gilt dafür aber noch in Nordost. und Inner-afrika bei mehr als 70 Millionen Negern als gangbare Handelsmünze. Dieser Thaler ist also immer „courant" geblieben. — [Deutsche Lehrmeister] In allen Welttheilen sungiren die Deutschen in allen möglichen Zweigen deS menschlichen Wissen« :c. als Lehrmeister; in China, Japan, in der Türkei und von verschiedenen anderen exotischen Regierungen werden deutsche Lehrmeister von AmtSwegen reqnirirt. Soeben wird auch aus Griechenland berichtet: AuS Deutschlaud treffen binnen Kurzem Genie-Officiere und Cioil-Jn» genieure in Athen ein, um die neuen, von der griechischen Regierung projectirten öffentlichen Bauten zu leiten. Die deutsche Regierung hat sich mit der Zulassung solcher Missionen höchst entgegenkommend erwiesen. [Verrath e n.] Der „GauloiS" erzählt: Ein Schriftsteller ist bei einem Ataire aus dem Lande zu Gaste: DaS Gespräch fällt auch auf die Musik, und der Gast fragt seinen Wirth: „Lieben Sie Rossini?" — „O, ich vergöttere ihn," erwiederte der Maire rasch. — „Kennen Sie auch seinen Barbir?" — „Nein, ich rasir« mich selber." [Die kleinste Baby auf der Welt] ist vor einiger Zeit in einem Minen-lager bei Kandalaria in Nevada geboren wor-den. Der Vater, ein Bergmann wiegt 190, — 7 — die Mutter, eine kräftige gesunde Frau. 160 Pfund, das Knäblein wog bei seiner Geburt 8 Unzen, war aber körperlich vollkommen ebenmäßig auS-gebildet. Sein Gesichlchen hatte etwa die Größe einer Roßkastanie und ei» Ring, den jeine Mama a»f dem kleinen Finger trug, wurde mit Leichtigkeit über das Bein bis an das Knie gestreift. Drei solcher Zwerge können in einer Cigarrenkiste Versteckens spielen, und doch meinte der behandelnde Arzt, die Pygmäe könne recht gut am Leben bleiben und gedeihen. sFolgendes texanische Kraft stückche n,] welches, wie ein deutschamerikanisches Blatt meint, nicht verfehlen kann, demnächst von transatlantischen Zeitungen mit der ganzen Feierlichkeit wiedererzählt zu werden, welche die-selben für die lustigen Einfälle der „knnni meu" der amerikanischen Presse zu haben pflegen, ist einem südlichen Blatte entnommen: Ein junger Mann, der in einem Billardsalon von San Antonio einer »ben vor sich gehenden Partie zusah, kam auf den Gedanken, mit einem andern Zuschauer zu wetten, daß er im Stande sei, einen der Elfenbein-Bälle in den Mund zu nehmen. Er that eS auch richtig, war aber nicht im Stande, den Ball wieder herauszubekomnien. Man mußte ärztliche Hilfe herbeiholen, und es währte wohl eine Stunde, bis dieselbe den Ball mit Hilfe von Zangen, Brecheisen und Hebeln glücklich wieder ans Tageslicht befördert hatte. Es ist unmöglich, zu schildern, was während dieser Stunde von Pete FreeS, jenem der beiden Spieler ausgestanden wurde, welcher nur noch ein Paar PomtS zu machen hatte, und jetzt so lange warten mußte, bis er die Partie, welche um das inzwischen getrunkene Bier gespielt ward, be-endigen konnte. Er stürzte wie ein Raubthier auf den endlich wieder zum Vorschein kommenden Ball loS. hatte ihn in einer Sekunde aufgesetzt, und in den nächsten zehn Sekunden die Partie als Sieger mit aller der Grazie zu Ende gebracht, welche ihn längst zu», anerkannt besten Billard' Spieler in San Antonio Eounty gemacht hat. [(Sin intelligenter Methodisten-Reverend] in Massachusetts hat, schreibt ein Newyorker Blatt, einen neuen Klingelbeutel erfunden, der so eingerichtet ist. daß jedes»,al ein lauter, schußähnlicher Knall ersolgt, wenn man einen Knopf oder ein falsches und durch-löchertes Zehn-Centsstück hineinlegt Am ersten Sonntag, an welchem der Patent-Klingelbeutel in Gebrauch genommen wurde drang die Polizei in die Kirche ein, weil sie glaubte, es sei daselbst eine mörderische Schlacht im Gange, wie der-gleichen in Amerika wohl vorfällt. Herichtssaaü Die 3. diesjährige Schwurgerichtssession wurde Mittwoch den 28. t>. geschloßen. AlS Letzangeklagter erschien der 28jährige Schuhma-cher Franz Wesiak auS UnterjakobSthal. Die Anklage legte ihm zur Last, daß er amAdeiHe des 18. Februar l. I. die Stall»ng des Johann Schlick anzündete, wodurch außer dem genann-ten Gebäude auch das darin befindliche Vieh und diverse Wirthschastsgeräthe ein Raub der Flammen wurden, weiters, daß er eine neue Fünfgulden-Note für eine Zehngulden-Note bei Bezahlung eine Zeche verausgabte und sich den entsprechenden Bettag ausbezahlen ließ, — daß er diverse kleinere Effecten entwendete, daß er fremdes Eigenthun« boshaft beschädigte und daß er mehrere Personen mißhandelte und ihnen vorschlich leichte Verletzungen beibrachte. Nach dem Verbiete der Geschworenen wurde Franz Wefiak zu schweren Kerker in der Dauer von 1» Jahren verurtheilt. s„E e n B i s k e n v i l le."] „Aber, liebster Herr JerichtShof, wenn der Mensch keen Jeld «ich hat, denn kann er doch nich bezahlen, denn aus de Rippen kann man't sich doch »ich schnei-den!" so antwortete der dieser Tage wegen strafbaren Eigennutzes in Berlin angeklagte Maler Obschinsky auf die Bemerkung des Präsidenten, daß man im gewöhnlichem Leben eine Wohnung eben nicht eher verlassen dürfe, ehe man nicht die Miethe bezahlt. — Präsident: Sie wohnten beim Rentier Poppclauer 'i — Angeklagter: Ja wol, leider, ick wünschte, ick hätte die Bude nie gesehen, denn wissen Se, wenn man een BiScken hohe Absätze hatte, denn pinselte man mit de Haare an de Decke, un der Ofen un de Thür, de litten a» Alters-schwäche, so daß man sich nich traute zu niesen aus Angst, deß der ganze Klumpatsch zusammen-stürzt. — Präs.: Sie hatten 18 M. postnumerando zu zahlen ¥ — Angekl.: Ick habe ooch immer pünktlich berappt. — Präs.: Ja. nur am 8. December nicht. — Angekl.: Ick will Ihnen und treffend sagen, wie man zu so was kommen duht. Poppelauer kommt also am achten zu mich un klingelt an meine Dühre — un er klingelt immer gleich gut, Herr Präsident — un sagt: Hören Se mal, heute ist «un schon der neunte; nee, sage ick, et is erst der achte. — Präs.: Nun. das ist doch ganz egal. — Angekl.: Det behauptete Pappelauer ooch, aber ick sagte, et wäre nich scheen, daß er mir schon um eenen Tag beschummeln will, und es wäre nich scheen, daß er mir um das powre Sünden-geld so treten däht, wo er doch wüßte, daß ick erst mein Jüngstes unter den Gottesacker ge-bracht, und Hunger weh thut. — Präs.: Und dann sind Sie grob geworden? — Angekl.: Det kam erst später. Poppelauer wird sich näm-lich noch seinen Vicewirth rufholen, und wie die beeden Jammergestalten in meine Thüre stehen . . . Präs.: Da sind sie ausfallend ge-worden. — Angekl.: Nee, da habe ick Poppel-auer'n mitsammt dem Vicewirth ransgeschmissen — Präs.: Sie haben eine seltsame Methode: Wenn der Wirth nach Miethe kommt, dann werfen Sie ihn hinaus und nachher rücken Sie. — Angekl.: Det kam erst sväter. Poppelauer hat mir also verklagt, und kurz vor den Temin kam mir janz zufällig der Gedanke: wat sollste dir mit dem Menschen rumdiskuriren, du ziehst lieber aus. — Präs.: Uud da haben Sie so in ganz zufällig Ihre Sachen in aller Stille zusammengepackt und haben dem Wirth das R chsehen gelassen. — Angekl.: Zu seine Vorsehung habe ick mir ooch nie aufgespielt. — Präs.: Auf Berlinisch ausgedrückt, sind Sie also in aller Form „gerückt." — Angekl.: (schreit) Bezahlen Sie mal die Miethe, wenn Sie nich wissen, wovon der Schornstein roochen soll. — Präs.: Haben Sie hier nicht solchen Mund, sonst werden wir Ihnen zeigen, daß man hier nicht lange Umstände mit Ihnen macht. Sie könnten gleich hinten ein paar Tage sitzen. — Angekl.: Lieber Herr Jerichtshos, drücken Se man een Oge zu. Et is een Erbfehler von mir daß ick immer quasseln muß. — Präs.: Sie scheine» ei» äußerst frecher Mensch zu sein. — Angekl.: Sie bekennen mir. — Präs.: Sie sind schon ftüher bestraft? — Angekl.: Ist aber schon lange her. — Präs.: Als die Frau des Wirthes Sie am Ausziehen verhindern wollte, haben Sie Ihr sogar zugeruseu: „Halten Sie den Schnabel!" — Angekl.: Na ja. det hätt' ick lieber nich thu» sollen. — Der Gerichtshof verurtheilt de» Angeklagten zu vierzehn T a-gen Gefängniß, eine Sttafe, die dem An-geklagten den Stoßseufzer entlockte: „Au Backe, es ist aber een biskcu ville!" Harmlose Kissier Plauderei. „Sehr verehrte Redaction! Der in der letz-ten Nummer veröffentlichte Prospect hat eine gewisse Classe von Menschen entzückt, ia man könnte sagen, berauscht. Also endlich lassen Sie sich erweichen und bieten die Spalten unter dem Striche den feuilletonsüchtige:» Schreibern mit einer Opferwilligkeit dar, die mit jenem des Alt-vaterS Abraham fast wetteifern kann. Sie sehen es doch endlich ein, wie sauer eS dem ohnehin schwergeborenen, nur zu oft bei den Haaren her« beigezerrten Witz und Humor wird, sein Dasein zwischen verzweifelten Saatenberichten, der mise-radlen Fahrordnung und dem mageren Frem-denverkehre zu fristen. Wie soll auch ein deut-scher Feuilletonist fließend und dabei witzig schrei-ben, wenn er bedenkt, daß seine Geistesproducte an wenig empfehlendem Orte zur Schau gestellt werden. „Freiheit liebt das Thier der Wüste, frei im Aether herrscht der Gott" darum gewäh-ren Sie Freiheit demjenigen, der zwar über das ABC des Feuilletons noch nicht herauswuchs. der sich auch durchaus nicht einbildet daS Z desselben sobald zu erreichen, sondern als guter Oesterreicher die Mittelmäßigkeit stecken, ebenso dürfte manche „eiserne" Jungfrau, >ie das Mittelalter hinter sich hat zu finden ein. Auch Daumfchrauben nebst Gebrauchsan-Weisung für angehende Schwiegermütter und endlich bezahlte und unbezahlte Bierrech-nungcn, ließen sich en misse eruiren. Die letzteren würden zwar die Gegenwart allerdings weniger interessiren, weßhalb man auch dem freundlichen Spender die Zusicherung geben könnte, solche Documente 30 Jahre, schon des ehelichen Friedens wegen unter Schloß und Riegel zu halten. Die Nachwelt aber würde daraus ersehen, daß wir kein Pygmäengeschlecht waren, welches nichts vertragen konnte. Meiner unmaß-geblichen Meinung nach könnten im Museum auch die Photographien der immer seltener wer-den Sommerfrischler Cilli's aufgestellt werden, denn letztere werden in Bälde wirklich eine Rari-tät sein. Zum Schlüsse möchte ich auf eine Eigen-thümlichkeit, die vielleicht auch eine Denkschrift verdiente, aufmerksam machen. Obzwar wir nämlich kalendarisch gegenwärtig Sommer haben, so scheint doch irgendwo ein besonders rauhes Wetter eingetteten zu sein, denn wir bemerken in unserer Stadt auf einmal so viel orientalische Schwalben, welche sich sammeln, um ehestens ihre überseeische Reise anzutreten. Nun viel Glück, ihr lieben Vögelein! —R.— Hingesendet.*) MTTONi! bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Halten, Halskrankhalten, Magen- und Blaeenkatarrh. PASTILLEN (VerdauBagaiettchen). Heinrich Mattoni, Karlsbad (Böhmen). *) Für Form und Inhalt ist die Redaktion nicht verantwortlich. Volkswirtschaftliches. sZ u r F ö r b e r u n fl deS Obstbaues.] Die landwirthschaftliche Filiale Trifail hat be« schlösse», an ihre Mitglieder aus den Baum-schulen in Trisail und Hrastnigg Obstbäume um ermäßigten Preis abzugeben. sLocalbahnSpielfeld-Radkers-bürg.] Die Generaldirection der Südbahn hat in einer Zuschrift dein Marburger Gemeinderath angezeigt, daß sie nun entschlossen sei, die Local-bahn nach Radkersburg von Spielfeld aus zu bauen und nicht durch Windisch-Büheln, wie Marburg und die Gemeinde an der Pößnitz es wünschen; die Strecke Spielfeld-Radkersburg koste weniger, da sie nicht so viele Schwierig« leiten verursache. sW i l d s ch o u u n g.] Im Monate Juli befinden sich nachstehende Wildgattungen in der Schonzeit: Thiere und Wildkälber, GemSwild, Rehgaisen und Rehkitzen, Feld- und Alpenhasen, Fasanen. Au er und Birlhenue», Rebhühner, F«; Ha Haselhühner, Schnee- und Steinhühner, Wild tauben, Wachteln, Sumpf- und Moosschnepfen. [(Sin Mittel gegen das Ferkelfressen der Säue.] Nach einem englischen Blatte wird in der „Wochenschrift für Thier-Heilkunde und Viehzucht" folgendes durch einen Farmer empfohlenes Mittel gegen das Ferkelfressen der Säue erzählt: „Sobald ich ein Mutterschwein habe (die alten sind die schlimm-steu), daS im Begriff ist zu ferkeln, so suche ich mir aus der Raucherkammer ein altes, übrig gebliebenes Stück fleisch, am besten ein solches mit einem Knochen, da die Schweine gerne nagen und gebe es der Sau. Ihr Appetit scheint dergleichen ungestüm zu ver-langen. Denn es ist manchmal erstaunlich zu sehen, mit welcher Gier das Fleisch verschlungen wird. Ich habe gesehen, daß die Schweine Koni, Gesöffe und Ferkeln unberührt ließen für ein Stück alten salzigen Fleisches. Ein Stück von vier bis fünf Pfund reicht hin, den Appetit zu befriedigen und die »Neigung, die Jungen aufzufressen, zu verhindern. sD er Saaten st and in Ungarn.] Ten im ungarischen Ackerbauministerium bis zum 29. Juni eingelaufenen Saatenstandberichten zufolge, verspricht der Weizen im allgemeinen eine gute, in den südlichen Comitaten eine ansgezeich-nete Ernte. Roggen bietet weniger Aussichten. Frühjahrsgetreide steht gut. Aremdenversteyr in Sissi. Hotel Erzherzog Johann. Rudolf Blaschka, Kaufmann, Wien. August Hübner, Kaufmann, Wien. Johann Lander!, Kaufmann s. Frau, Villach. Heinrich Glück, Kaufmann Budapest. Dr. Johann Zindler, k. k. LandeSschulinspektor, Graz. Franz Müller, Bergwerkbesitzer, Graz. E. v. Gyujto, Gutsbesitzer, Graz. August Kniezner, evang. Pfarrer, Laibach. E. Dernjae, Reisender, Wien. Hotel weißer Ochs. H. v. Schönburg. Privat s. Familie und Dienerschaft, Dresden. I. Hoffmann, Escamoteur Agram. I. Freiherr von Bezecny, geheimer Rath. Wien. S. OrNczk, Privat, Venedig. S. Vock, Kanfmann, Wien. E. Friesb, Reisender, ' Wie». L. Rebernigg, Werkmeister, Vordernberg. M. Reich, Reisender. Wien. O. Mokry. Schrift-steiler Prag. A. Silberer, Gasthofbesitzer. Steyr. I Hochsinger, Getreidehändler. Stuhlweißen-bürg. I. Polaczek Privatbeamte, Marburg. S. Goritschnik. k. k. Finanzconcipist, Marburg. M. Eder. Kaufmann, Nürnberg. C. Strell, Reali tätenbesitzer, Wels. H. Schwarz, Reisender Graz. G. Tallian, Kaufmann s. Frau, Wien. L. Patatscheg, Reisender, Münchengrätz. H. Nastopil Kaufmann. Brünn. S. Fünkler Reisender Wien. Hotel Elefant A. Arko. Weinhändler, Agram. M. Hau-derS, Pferdehändler, Graz. S. Vidic, Reisender, Wien. F. Tassini, Gutsbesitzer, Trieft. A. He° nizek. Zimmermeister, Agram. A. Bestebner, Bildhauer, Agram. Gras G. Mosetti. Privat. Bologna. A. Krenner, Realitätenbesitzer, Bi-schoflak. Gasthof gold. Engel. S. Grünwald, H. Grünwald. Reisende, Wien. M. Kronfeld. Weinhändler. Gr. Kanicza. Sl. Röck, Fiaker. Graz, I. Zech, Typograph, Augsburg. I. Margreiter, Tischler, Graz. I. KlenovSek, Lehrer St. Egidi. I. Saulik, M. Kozlovic, Tapezierer, Agram. Kourse der Wiener Aörse vom 1. Juli 1882. Goldrente...........95.45 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 76.80 ,, „ in Silber . 77.45 18G0«r Staats-AnlehenSlose . . . 130.— Bankactien........... 8.27 Grediiactien..........311.75 London............120.30 Napoleond'or.......... 9.56 k. k.hMünzducaten........ 5.66 100 Reichsmark.........58.80 3T,a,l^r-Ord.n\xng' Gr i 1 t i s vom I Juni WH«. Trlaet—Wien. Courirzug Nr. 1, Ankunft Cilli 1 Uhr 26 Min. Nacht*. Abfuhrt » I.W, , Anschluss Pragerhof, Eilzug Nr. 20*2. ab :t Uhr Früh. » Marburg — Eilzug Nr. 8, Ankunft Cilli I Uhr 17 Min. Mittags. Abfahrt » 1 » 19 , , Anschluss Praeerhof — » Marburg Pootaug Nr. 406, ab 3 Uhr Nachm. Postzug Nr. 5, Ankunft Cilli 6 Uhr 14 Min. Abends. Abfährt , 6 , 19 , Anschluss Pragerhof Postz. 206 ab 7 Uhr 53 Min. Abend«. , Marburg — Postzug Nr. 7, Ankunft Cilli 3 Uhr 10 Min. Früh. Abfahrt . S . lS . , Anschluss Pragerhof, Postz. 204. ab« Uhr 30 Min. Vorm. » Marburg, » 404, , 9 , 15 , . Secundirz. Nr. 93. Ankunft Cilli 9 Uhr 4 Min. Abends. Gemischter Zug Nr. 97, Ankunft Cilli 9 Uhr 11 M. Vorm. Abfahrt » 9 , 19 , , Anschluss Pragerhof — » Marburg wie bei Zug Nr. 3. Wien—Trieat. Courirzug Nr. 2, Ankunft Cilli 2 Uhr 41 Min. Nachts. Abfahrt » 2 » 43 , „ Anschluss Steinbrück, Gemischter Zug Nr. 512 ab 4 Uhr 55 Min. Früh. Eilzug Nr. 4, Ankunft Cilli 3 Uhr 40 Min. Nachm. » » 3 » 42 „ , Anschluss Steinbrück Postzug Nr. 502, ab 5 Uhr 45 M. Nachm. Postzug Nr. 6. Ankunft Cilli 10 Uhr 22 Min. Vorn». Abfahrt , 10 , 27 , » Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 4. Postzug Nr. 8, Ankunft Cilli 1 Chr 45 Min. Nachts. Abfahrt , 1 , 50 „ . Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 2. Secundärzug Nr. 94 Abfahrt Cilli 6 Uhr Fröh. Anschluss Steinbrück — Gemischter Zug Nr. 98, Ank. Cilli 5 Uhr 20 M. Nachm. Abf. , 5 „ 34 , . Anschluss Steinbrflck — Courirzüge 1 nnd 2 veikehrcn mit Wagen I.. II. und 111. Classe; die Eilzüge 3 und 4 mit Wagen I. und II. Classe. Die EilzOge halten während der Badesaison tu TüflV-r und Ksimerbad. Bei den Postzügen werden nach Marburg Tour-und Itctourkarten u. u. III. Classe mit zweitägiger Gültigkeitsdauer ausgegeben. Wichtig ftir jeden Haushalt! Complelte BrilaBiasilber-Spciseservice für nar fl. 8 In eleganter Fa^on, durchaus frei tob oxydirenden Bestandtheilen und Ton vorzüglicher Dauerhaftigkeit der silberähnlichen Farbe, ist ausser echten Silber allen anderen Fabrieaten vorzu-ziehen. Für nur 11. W erhält man nachstehendes gediegenes Britaniasilber Service aaa den feinsten und besten Britaniasilber. 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Silberne Medaille. Spielwerke 4—200 Stücke spielend, mit oder ohne Eipres-sion. Mandoline, Trommel, Glocken, Castagnetten, Himmelsstimmen, Harfenspiel. etc. Spieldosen 2—16 Stück spielend, ferner Necessaires. Cigarren-Ständer, Schweizerhäuschen. Photographie - Album, Schreibzeugs, Handschuhkasten. Briefbeschwerer, Blumenvasen. Cigarettcn-Etuis, Tabaksdosen. Arbei.atiache, Flaschen. Bicrgliser. Portemonnaies, Stühle, etc. Alles mit Musik. Stet« das Neueste und Vorzüglichste empfiehlt J. H. Heller, Bern (Schweiz) D^t* Nur directer Bezug garantirt Ächt-lieit: illnetrirte Preislisten sende franco. ?»n>i»q^s^ mz »jn judy '08 «iq jaqnidaojj uioa u^!(JiM|»idS' uoa ttiojn«x aaP ■'»tun nauiuioif sjuiuj 000*08 uoa un usi-uoqai j.>p 240 HEFTE ODER 10 BANDE. NT3iVJ. 1U3Q N fl H U 3 I A — 9 — - Ein Kutscher, der 20 Jahr« bei einer Herrschaft gedient hat, 43 Jahre alt ist, «acht wegen Todesfall »eine^Herrn einen anständigen Ponton. Anfrage unter M. 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Activa.....................................fr. 74.122.865 - Jahreseinkommen ans Prämien und Zinsen...................... 14,886.1!«4 8V Auszahlungen fUr Versicherung»- und Rentenverträge Rückkäufe ctc. seit 1848.....„117.896.639 80 In der letzten zwülfmonatlichen Geschfcftspi'riode wurden bei der Gesellschaft für . . . . „ 59,712.065 — neue Antrüge eingereicht, wodurch der Geeaniintbetrag der in deu letzten 28 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als . ................. 1.063 400.000'— stellt. Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien-Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent . 14,077.985.10 . 105,349.613.85 , 58,733.650— ,1.003,700.000 — lurt _________|_____ WM fall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reduzirte Polizen aus, für welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. 64—12 LProipect« und alle weiteren Ausschlösse werden ertheilt durch die Herren Agenten und vun den^ Oenerul-A.frontou fiit- Hrnln und 8ilil«tcinriuurk. Valentin Zeschko. Triester-ftrasse Nr. 3 in Laibach. I>i« Vertretnil* für BCDSTEIKKMAKK b«i JOSKK HIMA In CILLI. (Graxergaas»'. ~\X7"äscürLe- und Modewaaren-Niederlage ron 0, J. Hamann, I_a,rba,c£i_ Herren- und Knaben-Wäsche, Damen- und Mädchen-Wäsche. — Wirkwaare. Cravatten, Taschentücher in allen Farben, Qualitäten und Grössen in- und ausländischer Fabrikate. Ferner: Mieder und Geradehalter, deutsches und französisches Fabrikat, stets 1000 Stück in allen Weiten, Qualitäten und Farben auf Lager. Preis-Courant und Stoffmuster, unter Umständen auch fertige Gegenstände, werden auf Verlangen eingesandt, und Nichtconvenirendes retourgenommen. Wäsche mein eigenes Fabrikat. Mich jeder weiteren Anpreisung enthaltend, und nur au* mein bekanntes Prinzip: „Stresa-g-ste Soliüt&t" hinweisend, bitte mir im balle eines Bedarfes das Vertrauen gütigst zuzuwenden und mich mit geschätzten Aufträgen zu beehren. Hochachtend 267—11 O. T. Hamann, W;l»ehe-Fabrikant. Balsam, aremat Salicjl-Mmtaer nr «o kr., -ma ScMmaeiies Salicjl-Zalmpiilvtr AO kr., umftttehrHeh* Tollest fnrliltet. ««Ich« sich timitl fciirch Ihr« ffiiitnit) «iant &»• »kSlendeu Was ect»»tb»Nl Ä«rSch« »as d«m Vlaad« ua» de» «>»««. Haupt-Depot: J. 1% EIM. Mobre» Avoldrkr. Wien, Tuchlanben Nr. 27. Wr«)! Je«. I'tirfflrll nrr. 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Derselbe, aus den heilen, heilkräftigsten Arzneikräutern sorgfältigst bereit-'t, bewährt «ich ginz zuverlisslich bei allen Verdauungthetchtrerden, namentlich bei Appetitlosigkeit, taurem Auf*to**en, Blähungen, Erbrechen, Leih- und Mageutchmerten, Mogenkrampf, Ueberladung de* Magen* mit Speisen, VerieJdeimung,Blutandrang, Hämorrhaiden, Frauenleiden, Darmkrankheiten, Hypochondrie und Melancholie (in Folge von Verdauung tMrungen); derselbe belebt die ge*ammte Thätigkeit der Ver-tlautHtg, erzeugt ein gesunde* und reinet Blut und dem krankeit A*«rj>er wird »eine frühere Kraft und Getundheit wiedergegeben. In Folge dieser seiner ausgezeichneten Wirksamkeit ist derselbe nun ein Kichere» und bewährte* Volk*-Isautmitlel geworden und hat »ich eine allgemeine Verbreitung verschallt, 1 Flasse 50 kr., Doppelflasche 1 fl. Tantende von Anerkennung» »eh reilx>n liegen xar An»iciit bereit. Derselbe wird auf frankirte Zuschriften gegen Nachnahme des Betrage» nach allen Richtungen verschickt. Herrn Apotheker B. Fragner in Prag. Seit 2 Monaten bin ich von • inem Magenleiden gequält, und trotzdem ich verschiedene Mittel angewendet habe, war es mir nicht möglich. mich zu heilen, aber kaum nachdem ich 6 Flaschen Dr. Rosa's Lcbensbalsam genommen habe, bin ich gänzlich hergestellt weshalb ich es als meine Pflicht betrachte, diesen Balsam jeder Person, die das Unglück hat, magenleidend zu »ein, warm zu empfehlen. Mit besonderer Aehtnng Lulgl Pippan, Kaufmann in Triest. Warnillin I Um unliebsamen Mi*sven>täud-VYdrllUliy. nissen vorzubeugen, ersuche die P. T. Herren Abnehmer überall ausdrücklich: iir Rohr* i.«-!»«• nsbalKani au» B. Fragner'* Apotheke i n Prag zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehmung gemacht «»SS Abnehmern an manchen Orten, wenn selbe einfach Lebensbalsam und nicht ausdrücklich Ih-, liota't LebtnebaUam verlangen, eine beliebige nichts wirk, ode Mischung verabreicht wurde. Echt ist Dr. Rosa's Lebensbalsam zu beziehen nur im Haupt-Depot det Erzeuger» II F It A u \ i: lt. Apotheke (tum iehwsrion Adler" In Prag, Kek der ttpornerirsssc Nr. ZOS-Z u in den anten nneeführten Depot«. Cilli: Apotheke ..Buunibach"; J. Kupfer- sclimied, Apoth. (trag: J. Pnrgleitner, Apoth., Joh. Eichler, Apoth.; Wend. v. Trukotay, Apoth.; AdoU Jakii. Apoth: Ant. Nedwed, Apoth zum Mohren: Rieh. Hanzlik, Apoth.; Dr. A. Wunder, Apoth.; Anton Reiche), Apoth.: Fr. X. Gschihay. Apotheke der barmherzigen Brüder; Admont: 0. Schert, Apoth.: llflltsc" I,nnd»l»er>t: H. Müller, Apoth.; Feldbac": J. Koenig. Apoth.; Uonobitz: J. Pospisil, Apoth.; lseibnitz: Ottmar Russheini, Apoth.; Leoben: Karl Filipek, Apoth.; Marburg: Wenzl König, Apoth; J. d. Banealari, Ap«th.; Jos. Noss, Apoth.; Mttrzzugclilng: J. Daniel ; Pettau; lg. Betabalk, Apotn. z. gold. Hirschen; Hugo Eliasch, Apoth.: Radkersburg. C. Andrien, Api.th.; Hottenmann: Fr. Xav Illing. Apoth.; Stainz: V.Timouschek, Apoth.; Wildon: Otto Rchwarzl, Apoth.: Windigcligratx: 0. Kor-dik. Apoth. Kiimnitlielie Apotliekrn in Oesterreich. sowie die meisten Material-Handlangen habe« Depots dieses Lebensbalsam*. Daselbst ist auch tu haben: Prager Universal-Haussalbe, ein sichert* und erprobte* Mittel zur Heilung aller Entzündungen, Wunden und Geiehwüre. Selbe wird mit sicherem Erfolge angewendet bei der Entzündung, Milchstoekung und Verhärtung der toeMichen Brutl bei dem Entwöhnen de* Kindel ; bei Abscesscn, Blutschwtiren, Eiterpusteln. Karbunkeln; bei NagelgescbwOren. beim sogenannten Wurm am Finger oder an der Zehe ; bei Verhärtungen. Anschwellungen, Drüsengeschwülsten; bei Fettgewächsen, beim Ueberbeine; bei rheumatischen nnd gichtischen Anschwellungen; chronischen Gelenkentzündungen am Fusse, Knie, Hund und Hülsten; bei Verstauchungen; beim Aufliegen der Kranken, hei Schweissfüssen und Hühneraugen; bei aufgesprungenen Händen und flechtenartigen Schrunden; bei Geschwülsten vom Stich der Inscckten: bei alten Schäden, eiternden Wunden; Krebsgeschwüren, offenen Küssen. Entzündungen der Knochenhaut etc. Alle F.nti&ndangcn. Geschwülste. Verhärtungen, Anschwellungen werden in kürzester Zeit geheilt: wo es aber schon «nr Eilerbildung gekommen Ist, wird das Qesehwär in kürzester Zeit ohn« Schmers aufgesogen und gehellt. Is Dosca i 25 und 35 kr, f.c/i iirbtilhcittt. Na» erprobteste und durch viele Versuche als das v«rl&N»llrl»*lr Mittel bekannt, »ur HHInnff U» r Rcbwer-)i5ri|?keit uu«l nur Krlanifung den g-abzllch verlorenen (Schrtrc*. Ein Fliiarlicbew 1 II. 9. W. IDie tiisenluuidlimü D. Rakusch. Cilli empfiehlt Portlancl-f "enient, RONAI-CEKIGIT (Perlmooser. Steinbrücker, Trifailer, Tüfferer) Bautraeger, Eisenbahnschienen, Schliessen, Baubeschlaege, besorgt: iPaelt- und Mauerziegel» A. Vidal & Gomp. k. k. priv. Kaffee-Surrogat-Fabrik \iciloriIorl ($»rol) B»TeilNl>ur| (Württrtnbfrj) empfehlen nasser dem bisher erzeugten bestrenornmirten EI E3KT-K1A nun auch ganz reinen, echten CICHOKIEN-KAFFEE, in Packeten oder Carton» in allen Specerei- und Deliertesscn-Handlungen zu haben. Die überraschend günstige Aufnahme unseres neuesten Erzeugnisse» beweist, dass es gelungen ist, dem vielseitig ausgesprochenen Wunsche nach einem ebenso guten uls billigen Kaffee-Surrogate vollständig zu entsprechen nnd bitten wir stets ausdrücklich Viil»!'» Feigonkaffee oder Vidal't Cirhorivnkaffee jju verlangen und ans unsere Unterschrif oder Schutzmarke zu achten. 5to'2—20 s o ö pfi fl SÄ Cw Bergep'» medicinische 0 Q isi P3 H Ph & W N o fl • : HH ^ U o & < » b«(«br« man auadrQeklick Btrfer'a Tb««r* ••Is« und ackU aas dia bekaauU Schatxaarka. B*i hartnlkfkiirrn HanilHdaa wird aa Sulla der Tkaanaifa all Krsolf Berger's med. Theer - SchwefeJseife aayawaadal, aar taliab« man, wenn dia*a ?arjar>j«n wardaa aollu » nur dia Berser nfh«> Tbaar-ikkwafakaaif« sa varlanfaa. da dii muUndl^rhfn laitotionaa wirkanfvloaa Kirauijai»«« »iad. ▲la mlldarf Thccrarlf« xar Baaaillf«ag allar Unreinheiten des Teint», rar?« üaai- «ad KapfaaaaeHIA?« dar Kiadar, »awfa ala unöbartrpfni o r+- sr © *r 0- 1-i 5 a ■— *1 C- O S-a" CD fl CD M» L' Interpröte! The Interprete t L' Interprete fr««i5slsr»af für Deutscht T mzNschcs 3»«m«s für Deutsch« 4 itoNenisches 3ottnus für Deutsche mit erläuterndea Anmerkungen, alphabetischem Vocabulaire und vervollkommneter Ansiprachebezeichnung de* Englische! und Italieaiachefl. Herausgegeben nnd redigirt Billigste ausländische Lectäre. Emil Sommer. Erleichterter Sprachnnterricht. 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Januar 1880 und erfreuen sich sämmtliche drei Journale durch ihren hohen wissenschaftlichen und practischen Werth einer ganz ausserordent-lichcn, die äussersten Grenzen Deutschlands und Oesterreich-Ungarn» umfassenden und im Auslande sich bis Ostindien nnd Amerika erstreckenden Verbreitung. — Inhalt der drei Journale völlig verschieden: Tagesgeschichte, populärwissenschaftliche und vermischte Aufsitze, gediegene Novellen, Interessante Processe etc. eto.: ferner ■ nthält jede Nummer einen deutschen Artikel mit Anmerkungen zum Uebersetzen in die betreifende Sprache, dessen mnstergiltige i'cbertragung hierauf zur Selbstcorrectur in der nächsten Nummer folgt. — Wöchentlich eine Nummer. — Quartalpreis fttr jedes der drei Journale, bei der Post, dem Buchhandel oder direct. nur 1 Mark 75 Pf. (1 fl. 5 kr. 0. W., 2 Fr. 50 ccnt.). Prou eines einzelnen Monates direct 00 Pf. — Probenummern gratis. — Inserate (ä 25 Pf. die -Ispaltige Petitzeile) von erfolgreichster Wirkung, —18 Edenkoben, in der baver. Rheinpfalz. Die Dil'CCtion. — 12 — •Allen Freunden und Bekannten, von denen ich nicht persönlich Abschied nehmen konnte, tage ich an dieser Stelle ein MerzUrhe* W^'OetroM" ! CILLI. 2». Juni 18*2. -1 Marie Mrihed ____ CONCERT im Gaitin-Salon,.Goldener Löwe". Cillier Musik. Feinstes Pilsner Bier, Istrianer-, Tiroler- und Türkenberger-Weine sind im Ausschank. Vorzügliche Köche. 372—1 Einkehrgasthaus sehr guter Poeten, mit grosser Frequenz ist vom 1. August an, zu verpachten. Näheres in der Expedition. ♦ I Ciiffechaus-lleberiiahme. Ich zeige hiemit höflichst an, dass ich da» bisher unter der Firma „CulFee Laiüii^S Po«t(iukw<< Xi . «t» (Kralnx'Bches IIiiiihi übernahm und weiterführe. Es wird stets meine grösste Sorge sein, mpine geehrten Oilste in jeder Hinsicht iu- *j friedenzustcllen und bitte uin recht zahlreichen Zuspruch. JJ Hochachtungsvoll Victor SUbilf. •( A Rosenblüthen \ E|n Commil in schöner und frischer Auswahl tu haben iui Stefan Bahr'schen Victualiengeschifte, Hauptplatz Nr. 105. Cilli. 344—lOj •wwwvwwww» «357—2 mit den besten Referenzen, bewandert in der Gemiacht-waarenbranche, wünscht seinen Posten zu verändern. Anträge unter J. P. poste restante Cilli. 356—3 5 » i Avis für Zahnleidende. Beehre mich hiemit anzuzeigen, dass ich täglich von 9 bis 12 nnd von 2 bis O. 4 Uhr in Cilli „Hotel Ocbften", Zimmer Nr. 3 zahnärztliche Ordination halte. M #, Aufenthalt bis 8. Juli. L# V 264— A. Pttlcbel. Zahnarzt aus Laibach. Torzfig llrli, 1*1 vom 361 — 1 S. JXJT .T ci. J. un im Ausschanke im Hotel „zum Elefant" in Cilli. Samstag, den 8. Juli 1882 findet im Kainay'sehen Hause eine Bettzeug, JlotX'llI etc. statt. «» \<*i tl hi 'i'i i Tu Die Unterzeichnete beehrt sich dem geehrten Publicum von Cilli und Umgebung höflichst bekannt zu geben, dass sie am hiesigen Platze, Grazergasse Nr. 87 ein Moden - Geschäft i M H eröffnet hat. Ich empfehle mich zur Anfertigung aller Arten von Toiletten nach jedem beliebigen Journale, ferners für Herren-, Damen- und Kinderwäsche, gut passend, solid gearbeitet und zu billigsten Preisen. Auch empfehle ich mein reichhaltiges Lager in Unterziehleibchen, Beinkleidern, Socken, Kinderkleidchen, Schürzen mit gestickten Streifen. Echte Fischbein-Mieder, Corsetts in schöner eleganter Form und vorzüglich passend. Zur Saison werde ich stets bemüht sein, das Neueste in Damen- und Kinderhüten, Blumen, Federn, Bändern, Spitzen und Aufputz-Stoffen in grosser Auswahl auf Lager zu führen. Vordruckerei and Stickerei von Monogrammen etc., nach den neuesten Zeichnungen, l'lissefalten werden täglich gelegt. Indem ich um recht zahlreichen Zuspruch bitte, zeichne ich Hochachtungsvollst AI. ¥aii|»otitsch9 371—3 Grazergasse Nr. 87. »a«oa»♦*tt«*»<> i.0*0»»»<»»o.o«.>»ttottoa a«o»»»««««<> Eigenthum, Druck und Verlag von Johann Raknsch in Cilli. Verantwortlicher Kedacteu; Max lievezzi.