Prii»umkrat1«ng-Preise: Für Laibach: «an,jährig . . . S fl. 1» kr. Halbjährig . . . < „ so „ Vierteljähri,. . . 2 „ 10 „ «'»atlich . . . - „ 7, „ Mit der Post: Ganzjährig . . . n fl. _ fc. Halbjährig . . . 5 „ so „ yinteljährig. . . 2 „ 75 „ Tür Zustellung in# Hau« viertel- >ährig 85 tr., monatlich 9 fr. Einzelne Viummcnt 6 tr. Laibacher Mflblatt Anonime Mitiheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Rtluklien Vabnhosgasse Nr. 13b. •lytMtioe uni Inserate»-ßurritu: Aongtefjplat Nr. 81 iBuchhandlung »on 3. e.itleinmafrr * ff. Bamberg). 3nfcrlion»prtift: Für die einspaltige Petitzeile 3 tr. bei zweimaliger Einschaltung 1 9 tr. dreimal i 7 fr. JnjertionSstempel jedesmal 30 tr. Bei größeren Inseraten itnl öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. s2][^22lbbbsb!S, Dienstag, 2. Mai 1871. — Morgen: Kreuzerfindung. Alll Scheidewege. Selten hat eine Flugschrift politischen Jnhal-Aufsehen hervorgernfen, als die t 0 8cln Titel bei Otto Wigand in Leipzig er-loy ,ene, von einem Dentschösterreicher, man sagt gefeierten Landeshauptmann der Steiermark, vsh °i! av c *b' "der von Dr. Rechbauer her-fn»kC , 'uit unverdaulichen gelehrten Brocke», Li- lrn.tm )ch^chten volksthiimlichen Tone, darauf orrfiu t L ™ den Lebensfrage» der Mon-un« J» QrU1^U9änfilid)Cn Massen zu dringen, tritt uns otc Arbett entgegen. Auf dem beschränkten maume Von 4x3 Seiten entwirft nns der patriotische -tiertoffet ein anschauliches Bild von jenen u n -9 eint Ha*« wy s At pt« tu st Staat 4. Jahrgang. cm anichaniichce jöud von jenen un -lichen Mächten in Oesterreich, die den verneinen, die dessen Bestand frevelhafter Weise untergraben. Er zeichnet in wenigen, aber markigen Zügen die widerhaarigen czechischen Föderalisten famrat ihrem bunten Anliana. den jnnfHvn, mamgeit ^ugtn oic luiomjaaugen qea)i|0)Clt ralisten famrat ihrem bunten Anhang, den Hof! lern, den Feudalen, der ganzen schwarze Rotte der ? at>enrüV^uttc unb b'^ack, den geschwornen Feinden der Menschheit und jedes Fortschritts im Staatswesen. 2Lto®Ctn.ben Hauptinhalt des Büchleins, das wir näher ftizzjE" '"tnrc'^ dringend empfehlen, «i erste Abschnitt geißelt die von oben befolgte freicn Ha>'d," den Unverstand der leitenden ael Lftpva^tCtUlvCr^in; unb Herschwanken, den Man-es mit firfw'U' ^e' ba6 ziellose Treiben, welches sacke» iii ril’9t' bQ^ lv*v immer von den That- lachen nberrascht werden. • der Abschnitte weist der Berfasser an Tre>m»nn«n s- ^schichte nach, wie die slavischen fr3? (llftt unserm Staate Wurzel geschla-gräk blieb d>> erschütternden Schlage von König-STRühror»;» s. »Keuche Völkerbewegung" auf die _ hlereien der Czechen mit ihrem vergilbten „Staats- rechte" beschränkt, den übrigen slavischen Stämmen waren noch nicht die gemeinsamen Interessen mit ihren czechischen Brüdern zum Bewußtsein gekommen. Erst seit das deutsche Volk seine Kraft bekundet und ein baldiges Erstehen eines einigen Deutschlands ahnen ließ, erst da trat in der slavischen Völkerbewegung ein Wendepunkt ein und ward das Schlagwort ansgegeben: „Lieber russisch, als deutsch!" Die czechischen Deklaranten in Böhme» und Mähre», die Schwärmer für ein sloveni-fches Zukunftsreich sagten offen heraus, niemals hätten sie eine besondere Anhänglichkeit für Oesterreich gehabt, gehe Oesterreich in Trümmer, bann „wollen wir lieber mit Rußland, als mit Deutschland gehen." Gleichzeitig erklärten ihre Verbündeten, die Schwarzen und Feudalen, Oesterreich habe kein Recht zu bestehen, wenn es nicht mehr der Hort des Papstthums und der katholischen Kirche sein wolle. Es erfolgten nun einerseits die Moskauer Pilgerfahrten, denen sich anderseits bald die Romfahrten auschlvssen. Ein gemeinsamer Sammelpunkt für diese Bestrebungen war bald gefunden, nämlich erbitterter Kamps wider die Verfassung und Nied er trete II des deutschen V olks-t h u m s , des letzten freiheitlichen Elementes in Oesterreichund da das czechische Staatsrecht die übrigen Stamme wenig kümmerte, so lautete das neue Schlagwort: „Föderalismus." I» Oesterreich ermangelt diese Staatsform jeder historischen Grundlage. Sie hat nur dort ihre Berechtigung, wo bisher unabhängige Staaten sich freiwillig zu einer Union verbinden. In Oesterreich aber sollen nicht selbständige Staaten, sondern Provinzen eines Reiches ihre Beziehungen unter einander und zur Krone ordnen. Wenn da unter der Maske des Föderalismus die Selbständigkeit augestrebt werde, so sei dies Abfall, auf de» die Deklaranten mit Bewußtsein hinarbeite». Nicht die freiheitliche Entwicklung des Volkes, nicht der Bestand Oesterreichs liegt ihnen und ihren Verbündeten, de» Feudalen und Römlingen, am Herzen, sondern die Befriedigung ihrer Herrschsucht, die Wiederherstellung der patriarchalen Regierungsform und mittelalterlicher Zustände, wo Herreu und Pfaffen allein das Regiment in Händen haben. Der Verfasser geißelt die Thorheit der Regie «mg, die immer und immer wieder mit den Aufwieglern unterhandelt und ihren Sondergelüsten das Wohl des Reiches und die höchsten Güter der Freiheit zu opfern bereit ist. Dann verurtheilt er im Abschnitte „Der Liberalismus und die schwarze Armee" schonungslos und leider mit nur zu großer Berechtigung das Gebühren der sogenannten liberalen Partei. Unwissend und. verblendet, wie eine Fraktion derselben einmal ist, habe sie die Macht und die Bedeutung der Gegner unseres Staatswesens unterschätzt. De» Blick abwendend von dem Kampfe auf Lebe» und Tod, den wir in der Heimat zu bestehen, wenden die sogenannten Demokraten selben nach außen und schreien über die angebliche Knechtschaft, in der das deutsche Volk draußen im Reiche schmachte, während daheim die geeinte slavisch-kleri-kale Rückschrittspartei an der Unterwühlung der Verfassung arbeitet und ihre Orgien feiert. Sie merken es gar nicht, wie die Seifenblase, die man in Oesterreich „Freiheit" nennt, zerplatzt und zergangen ist. Nichts als leere Fräse» allüberall und keine Thaten, während die Römlinge mit ilren Po-lipcuarmcn Ue Masse» umschlingen und ihre Fühler bis in die höchsten Kreise ausstrecken und alle Schichten umfassen. Mit Beschämung gewahrt man, wie schwach die Streiter der Freiheit sind, die gegen die Schwarzen und Nationalen das Feld behaupten sollen. Einige Zahlen mögen sprechen. Während die Verfassungstreue» wenig mehr als 80, größtentheils nur auf Jeuilleton. Lob der Katze. Von Louise Otto. MeienS Een Thieren sind vielleicht die Katzen am schroff^" Antipathien und Simpathien einerseits ^ J-^ üegeuüberstehei,. Es spricht dies schende GUltmirt1 stark vorherr- Werth dieser Tki«- anbcm1cito gerade für den hohen die man fast ^te seltene Eigentümlichkeit, glaube, es gibt wenig? Ä* könnte - denn ich Sleichgiltig sind, cutiucdcf rbcnm bic Tatzen »der sie lieben sie, und JSa U“a6$eum dieselben Maria Stuart sagen • S Icbc Katze kann mit viel geliebt!" Das ncht» 1 ‘”urbe ti,et gehaßt und so bei stark autnLS au$ im Menschenleben nur deutenden Persönlichkeiten. 3nbiuibuatitäten' bei be- KatzeÄkamitNck^b)i'li *** btn ^giptern, war die manen fhiert, « ^. 9 auch bei den alten Ger« im Mittelalter m ^olle, später aber, '»lkiaiter, kam sie in Verruf und zur Zeit des Hexenglaubens war sie eine Persönlichkeit, die mit all dem mächtigen und wüsten Zauberspuk, von dem man so viel zu erzählen wußte, in der engsten Verbindung stand. Wo man damals zur Nachtzeit Katzen miauen Hörte, da witterte man gleich alle» Ernstes etwas wie Hexensabbat!) und war obenei» fest überzeugt, daß sich Hexen in Katze» verwandeln konnten, wie daß sie dieselben zu ihren treuesten dienstbaren Geistern zählten. Ja cs geschah oft, daß man fcho» diejenigen Frauen, die sich Katzen hielten, nur darum in Verdacht nahm, Zauberkünste zu treiben und mit beut Bösen in irgend einer Verbindung zu stehen. Und dennoch hielt dies gerade jene Frauen nicht ab, sich Katzen anzuschaffen, sie zu hegen und zu pflegen, wie kaum ein anderes Thier. Daß die Katzen zum Gefchlechte der Raub* ihiere gehören und selbst in der Zivilisation diese ihre Natur nicht verleugnen, ist freilich für manche Menschen Grund, sie zu hassen. Wer sie sich hält, damit sie Ratten und Mäuse vertilgen, erklärt sie wohl darum für nützlich und beutet wohl diese Eigenschaft zum eigenen Vortheil aus, ist aber sofort entrüstet, wenn dieselbe Eigenschaft einmal einen Nachtheil mit sich führt — wen» die Katze einmal statt in de» Mänsekarninern im Taubenschlag aufräumt oder statt einer garstigen Ratte ein reizendes Sing-vogelchen frißt — ober die kühnere Eigentümlichkeit des Zuftanbes der Kultur vertauscht und nicht mehr „raubt," scmder» zivilisirt nur „stiehlt" und „nascht," und sich heimlich durch List und Geschicklichkeit aneignet, was nicht für sie bestimmt war. Aber wenn so die Katze doch nur dem ihr ange-bornen Triebe und ihrer eigensten Natur folgt, so geschieht es meist mit so viel Kühnheit als Klugheit, so viel Grazie als Gewandtheit, daß sie auch dabei noch Bewunderung verdient. In einer wohlgeordneten Hauöwirthschast und bei einiger Achtsamkeit ist es aber nicht allzu schwer, sich gegen ihre etwaigen Uebergriffe zu sichern und außer dem schon erwähnten macht sie ihre Reinlichkeit, Häuslichkeit und Anhänglichkeit wie Anspruchslosigkeit zu den beliebtesten und liebenswürdigsten Haussieren. Denn was man von der Falschheit und Heimtücke der Katzen sagt, beruht meist nur auf Ver- leumdung. Sie schmeicheln keineswegs jedermann, wie man ihnen zuweilen nachsagt, sie verschenken ihre Zuneigung meist nur an solche Personen, die ihnen gewogen sind. Kaum weiß ein anderes Thier die Städte beschränkte und von wenig Kenntniß und Verständniß geleitete freiheitliche Verciiie aufzuweisen haben, befinden sich aus demselben Gebiete, ausgedehnt wie ein Spinnennetz über das ganze Land, nicht weniger als 800 politisch-katholische Vereine. Dazu die materiellen und geistigen Hilfsmittel, die stramme Gliederung und Parteidisziplin der Gegner. Jeder Bischofssitz ist ein Standlager für die Heerschaaren, eine Werkstätte, wo die Waffen gegen den modernen Staat mit den Ketten für die Bolks-freiheit geschmiedet werden. Derartige Hauptquartiere der finstern Partei zählen wir nicht weniger als zweiunddreißig unter uns, und waö die Einkünfte der Feldobristen der schwarze» Armee in Oesterreich betrifft, so befinden sich welche unter ihnen, die über mehr als eine Million iin Jahre verfügen, ja der geringste Domherr in Olmütz, der nichts für den Staat leiste, beziehe noch seine zwan-zigtausend Gulden jährlich, während der Schullehrer am Hungertuche nage. Neben diesen Gcneralstäben der schwarzen Armee in den Diözesen bestehen gewissermaßen Regimentsund Bataillonsstäbe in den Dechanteien, Pfarreien und Lokalkaplaneien. Die Vorstände dieser Stationsplätze sind die unmittelbaren Führer der großen Massen: sic kommen beständig mit denselben in Berührung, wirken ans sie ein in Kirche und Schule, im Beichtstuhl und von der Kanzel. In diesen kleineren Standlager», deren wir in Zisleithanie» nicht weniger als 9889 zähle», werden unausgesetzt Tag und Nacht die Millionen geistesarmer willenloser Menschenkinder vo» cincnt schwarzen Offizier-korps von 17.000 Mann für das jesuitische Papst-thnm gedrillt, ihnen die Lehre eingeprägt, daß nicht das Vaterland vorausgehe, sondern Rom, daß man der Kirche mehr gehorchen müsse, als den Staats-gcsetzen. Dieser Führertruppe getreulich zur Seite stehen die Hilssschaareu der 6000 Mönche und 5000 Nonnen, die von ihren 679 Lagerplätzen, den Stiften und Klöstern aus, von denen manche die Reichthiimer von Fürstenthümern besitzen, die verderbliche Saat auf den Boden des Familienlebens streuen. Die Mächte des Himmels, der Hölle und des Fegfeuerö werden ausgebote», um die denkfaule Masse des Volkes gehörig mürbe und dem unfehlbaren Papstthum knechtergcbcn zu machen. Die Beichtstühle, diese modernen Folterkammern der Seele, deren wir blos 27508 zählen, bieten das geeignete Feld dafür, die Staatsgrundgesetze zu unterwühlen. Und was in den Beichtstühlen nicht breiweich geworden, wird von den Kanzeln herab, deren blos 15648 der Schaar zu Gebote stehen, verflucht und verdammt. Nebst diesen, furchtbaren Rüstzeug stehen ihnen noch alle durch die Verfassung verbürgten Vorrechte, die freie Presse, das Vereins- und Versammlungsrecht diese gleich bei dem ersten Begegnen herauszufinden, und wenn eS eine ihrer besonderen Eigenthümlich-keiten ist, daß sie besonders an dein Hanse hängen, das sie einmal bewohnen, so ist eö doch nicht wahr, daß ihre Anhänglichkeit an dasselbe immer über die an Personen ginge. Ich habe viele Katzen gekannt, die in Familien, die ihre Wohnungen wechselten, in jeder neuen Wohnung wieder heimisch wurden und nicht mehr nach ihrer alten zurückkehrten, sobald die bekannten Menschen nicht mehr da waren. Daß sie aber ihren Herren oder Herrinnen nicht überall nach-lausen, wie die Hunde, sondern allein ansgehen und wieder kommen, macht sie eben mit zn den bequemsten Hausthieren. Man spricht geringschätzend von den Anlagen und Fähigkeiten der Katzen, z. B. „ein Katzengedächt-niß" ist eine übliche Bezeichnung für Vergeßlichkeit — es ist dies aber ganz falsch,^ denn die Katzen merken sich Persone» und Orte sehr gut, auch die Stnnden, zu denen sie Nahrung oder Leckerbissen bekommen, die Stelle», wo sie ungestört ausrnhen dürfen, die Hand, von der sie gestreichelt werden. Allerdings lassen sie sich nicht ziehen und dressiren wie Hunde, und selbst etwaige Prügel machen keinen großen Eindrnck — daß sie diejenigen fliehen und zur uneingeschränkten Verfügung, so daß es als ein leuchtendes Zeugniß für die göttliche Macht der unsterbliche» Freiheitsidee gelten kann, wenn ihnen dennoch nicht die Verfinsterung gelungen, wenn dennoch hiej lind da ein Verstandesblitz die Nacht der Masse» erhellt. Dieser großartig und einheitlich gegliederten Macht gegenüber eutwickel» die Deutschen und die Verfassungspartei viel zu wenig Rührigkeit, viel zn wenig Thatkraft und rücksichtslose Energie. Besonders ließen die Vertreter der Versassnngspartci iiu Reichörathe diese nur zu oft im Stiche, zeigten der strenggegliedcrten, wohldisziplinirien Gegnerschaft gegenüber keine stramme Parteiorganisation, ja pak-litten wohl gar manchmal mit den Gegnern. Während die geistlosen klerikalen Blätter in den Städten eö mit der freiheitlichen Presse nicht aufzunehmen vermögen, machen sic dagegen beim unwissenden Landvolk, daß sich leicht übertölpeln läßt, desto bessere Geschäfte. Es ist darum durchaus nothwendig, daß die liberale Partei durch die Presse auch aus das Landvolk zu wirken suche, um auf diese Weise wenigstens einigermaßen ein Gegengewicht gegen das Lug- und Trugsistem der Klerikalen zu schaffen. Alle die Machtmittel, welche die Verfassung an die Hand gibt, müsse» mit Ernst gehandhabt, die Wirksamkeit der Presse und des Vereinswesens auch aus die Markte und Ortschaften deö Landes ausgedehnt werden. Die Deutsche« sind es bis jetzt gewesen, die unter allen den zahlreichen Parteien einzig und allein treu an Oesterreich festgehalten. Ihre Haltung allein hat den Kitt gebildet zwischen den auseinandergehenden Elementen. Sie werden zur Verfassung stehen, wird zum Schlüsse versichert, so weit ihre Pflicht geht und ihre Macht reicht. Sie bekämpfen den heillosen Wahn, daß in einer Zeit, wo nur Einheitsstaaten mit freier Selbstvcrwaltnng das Recht des Bestandes genießen, eine Großmacht Oesterreich denkbar sei, wenn eö sich in Atome zerspalte. Der Regierung wird gesagt, sie stehe am Scheidewege, sie möge wählen. ______________________________________ Der Bürgerkrieg tu Frankreich. Wie ein Telegramm gestern meldete, nahmen die Versailler am Sonntag den Park, das Schloß und den Friedhof von Jssy, erbeuteten 8 Kanonen und Munition, machten 100 Gefangene; von der Einnahme des Forts, das nach einer Depesche Elu-serets heldenmüthig vertheidigt wird, verlautet noch nichts. — Im Westen, bei Asnieres, dauert der Kamps ohne ersichtliches Ergebniß fort. Der „Moniteur" meldet, daß ein 12.000 Mann starkes Korps die Stellungen von Asnicreö umgangen und Genne-villiers bis zur Insel St. Oven besetzt habe. hasse», die sie etwa geschlagen. So sind sie weder unterwürfig »och gehorsam wie der Hund — sie bewahren sich ebe» das Recht der freie» Selbstbestimmung, und im gewisse» L>i»»e hat darum ihre Anhänglichkeit, die nicht Pflichtgefühl wie beim Hund, sondern ein freies Geschenk der Neigung oder Dankbarkeit ist, einen um so höheren Werth. Schon in einem Märchen Tieks ist es sehr hübsch entwickelt, wie die Katze» fähig find, alles das zu leisten, wodurch die Hunde die treuesten und vertrautesten Gefährten der Menschen geworden, wie sie aber sich vornehmen, diese Fähigkeit nicht zu zeigen, damit man sie sich nicht auch so unterwerfe, sie sich so dienstbar mache und mißbrauche, wie die Hunde, die so oft die schlechteste Behandlung von ihren Herren nicht nur ertragen, sondern schweifwedelnd hinnehmen und immer anfö neue sich mißbrauchen lasse». Die Katzen wollen sich eben ihre Unabhängigkeit bewahren, das ist ihr ganzes Verbrechen! Daß man noch bis heute, in einer Zeit, wo fast für alles neue Steuern ausgeschrieben, die Katzen steuerfrei gelassen, könnte man für einen weitem Beweis anführen, einmal, daß der Staat, indem er sie selbst außer dem Gesetz erklärt, entweder zn verstehen gibt, daß sie viel zu nützliche Geschöpfe sind, Zwei Parlamentären der Pariser Freimaurer antwortete Thiers, er wünsche wie jedermann das Ende detf Bürgerkrieges, aber Frankreich könne nicht vor einigen Insurgenten kapiruliren. Sie sollten sich an die Kommune wenden, um den durch sie gestörten Frieden herbeizusühren. Man glaubt in Versailles, die Insurgenten werden die Südforts, die nicht mehr zu halten sind, in die Lust sprengen und als Ersatz dahinter Erdwerke errichte». Die Eiseiibahngescllschasten bezahlten der Kommune die verlangten Summen.______________________ _ Politische Rundschau. Laibach, 2. Mai. I Inland. Die Amtsblätter in der Proviiy 1 sind jetzt auch mit ihrem Latein zu Ende, d. H. B der Artifelfcihe, die sich mit dem Beweise abmlM, daß die Hohenwart'sche Vorlage weder der Krone, noch dem Ministerium, noch dem Reichörathe trag thun. Das wird wohl nicht der Fall sei», wofern das Abgeordnetenhaus darüber zur TageS-Ordnung übergeht. Aber ist es nicht unendlich naiv, der Welt beweisen zn wollen, ein Gesetz schade niemandem ! Sonst werden Gesetze doch gegeben, weil sie eint Notwendigkeit, weil sie für das allgemeine Bes» sind. Die Anwälte der Regierung machen auch nW den entferntesten Versuch, darzuthmi, daß die Erweiterung der Landtagsbesugnisse eine zwingende Noch wendigkeit sei, daß sie auch nur einen Bruchtheil der Gegner befriedige. Eins jedoch hat dieses kops- . lose, alles Verständnisses bare Vorgehen der Regie* > rung erreicht, den Uebermuth der siavisch-ultramo»-tauen Reichsfeinde ins ungcmcfsene zu steigern. D«$ deutsche Ezechenblatt, gegen den Plan eines neuen ParlamentSgebündes wüthend, bricht in die höhnenden Worte ans: „Wir wissen, daß Holz mit der Zeit fault und daß Bretterhänser mit der Zeit, brüchig werden, allein so lange, als der Zisleitha-nisinus und der zisleithanische Parlamentarisinns dauern werden, wird das Bretterhaus vor bei*1 Schottenthorc auch noch halte»." Das bciitffi Ezechenblatt in Brünn, daß eine K r ö i, u» n & -kiiehe in Prag gebaut wissen will, nennt es Lau-besverrath, wenn Schlesien und Mähren nicht untrennbar mit Böhmen vereinigt wird. „Bis zum | letzten Blutstropfen, selbst gegen .die Hölle," werde die Zusammengehörigkeit, unbekümmert um das fiugirte Deutschthum, vertheidigt werben. Das staatsrechtliche Programm der Jungczeche n hat auch bereits eine Erweiterung erlangt: Keine» Landes-minister für Böhmen, sondern ein v o l l st ä n d i g e s ezechisches M i n i st e r i u m, verantwortlich bei» böhmischen Landtage, wird gefordert. Das find einige Proben, welcher Erfolge sich die ministeriellen Experimente bei den Völkern zu erfreuen haben. um gegen sie etwas zu thun, das zu ihrer Verminderung führen könnte, ober daß man sie überhaupt uut ihres unabhängigen Sinnes willen in einen' wohlgeordneten Staatshaushalt nicht einznreihen wisse und sic darum besser ganz ignorire. Doch lassen wir alles weitere! diejenigen unserer Leserinnen, die eine Katze zur Haus- und Zimmergenossin haben, werden uns beistimmen, i'1* dem sie das weiche Fett ihres Mictzchenö strcichel»-■ bas mit eingezogenen Krällchen auf ihrem Sd)# l liegt und schnurrend mit den vielsagenden griwenH t Augen zu ihnen aufsieht, baß bie meisten Katzen > „viel besser find, als ihr Ruf" uub baß nicht ihre i Sharaktcreigcnthiimlichfeiteu, sonbcrit bi s Vorurtheiv i bas ihnen feindlich entgegentritt, die schlechte Behand- - luug, die ihnen nur zn oft widerfährt, daran sclM . sind, daß sie so falsch und tückisch werden. t tiigctt aber, welche einmal gegen die Katzen ei» Antipathie haben, ihre Nahe oft schon empfinde"' ) ohne sie zn sehen, ihres kaum hörbaren Schleiche» ' t ihrer behenden Sprünge ooer ihrer leuchtenden Au^ t nnb ihrer tiegerartigen Bewegungen willen sich t heimlich von ihnen berührt fühlen, werben auch d" " - unsere Apologie ber Katzen nicht von ihrem W>de , willen gegen sie befreit werben. Sonst beschäftige» sich die böhmischen Blätter gegenwärtig auch viel mit der päpstlichen Unfehlbarkeit. Der „Pokrok" veröffentlicht eine Adresse der Geistlichen an die Bischöfe, worin auf Zurückziehung des Unfehlbarkeitsdogma'S, auf Bildung einer Nationalkirche mit flavischer Kirchen-sprache, Einberufung einer czechischen Kircheuver-sammluug und günstigere Stellung des niederen Klerus gedrungen wird. Der „Pester Lloyd" läßt sich von Wien melden, der Minister-Präsident Graf Hohenwart versuche, eine Majorität im Abgeordnetenhause für die Anschauung zu gewinnen, daß sein Elaborat, weil es keine Verfafsuugs-Aenderuugen involvire (!), zur Annahme nur der einfachen, nicht der Zweidrittel-Majorität bedürfe. Solches Borgehen würde allerdings den in der Hohenwart'schen Dienstag-Rede entwickelten Anschauungen entsprechen, ist aber doch nicht glaublich. Eine derartige Behandlung der Bor-lage wurde den unter Protest erfolgenden Anstritt rCr>, ^r^Ufn08pavtet zu Folge haben, und — noch 1 Sr* ®ctc3,rtc« nicht gewählt. ■JlMÖlöUD. In der dem deutschen Reichs-g e vorgelegten Denkschrift über den Gesetzentwurf wegen der Bereinigung von Elsaß und Loth-ge», über welche Länder „die Landeshoheit im rnciche ruht," wird zum erstenmal amtlich ausge- ‘ m'!' ^6 au eine Abtretung Weiße nburgs an Baiern nicht gedacht wird. Die jüngsten Erklärungen Bismarck'ö im Reichstage dürften der saumseligen, wo nicht böswilligen französischen Regierung einen heilsamen Schrecken eingejagt haben. Die „Spener'sche Ztg." ist in der Lage zu melden, daß die Verpfleguugö-rückstände gezahlt wurden, daß deshalb die Requisitionen eingestellt wurden. Uebrigens ist im letzten Kriegsrath, dem auch Bismarck beiwohnte, eine letzte Frist festgestellt und der Versailler Regierung kundgegeben worden, bis zu welcher die deutsche Kriegsmacht selbsttätig zur Wiederherstellung der Ordnung in Paris auftreten werde. Es soll bei dieser Festsetzung betont worden sein, daß die deutsche Regierung genügend den Willen dargethan habe, sich nicht C Tlu dln gelegenheiteu Frankreichs zu mischen; ."1° ^'dauernder Bürgerkrieg aber, hervorgernsen 51 Utl011' welche sich in den ärgsten und nJrv lmtm^en n'9cl)c> mit den materielle» ropa's iStl'rh'tCre^CU • Deutschlands, ja ganz Europas nicht langer vereinbar sei. ei» „uv* d'tte zahlreicher Gemeinden, alljährlich ft ‘TI-*6 Rutsches Volks- und Kirchen- schen 9?i>iApl2ni’erUUfl bcr Wiedererrichtung des dent-Ilycn Reiches anznordnen. beantmnrtH,. trouillengange zerriß eine feindliche Kugel feine jugendliche Brust. Doch vorwärts will er — den Tod in der Brust will er sich rächen an dem versteckten Feind. Da — noch eine Kugel streift feine Seite, ein Blut« ström bricht aus seinem Munde — langsam zieht er sich zurück, umsaust von den Kugeln des Feindes. Das Gewehr sest umklammernd, bricht er endlich zusammen. Im Lazareih wird seine Wunde untersucht. Mehrere Rippen waren zerschmettert, die Leber verletzt, das Brustbein durchbohrt. Bang hing das matte Auge an den Lippen des Arztes, der zuckt stumm die Achseln — sein Auge sagt nur zu deutlich: Du bist verloren! — „Eine Bitte, Herr Ober-Stabsarzt, wollen Sie mir dieselbe gewähren?" — „Was wünschen Sie?“ — „Bitte, schreiben Sie nicht in die Verlustliste: Schwerverwundet. Schreiben Sie: Leichtverwundet! Wie würden meine guten Eltern sich bekümmern, wenn sie diese Schreckeusworte lesen. Bin ich tobt, dann mögen sie erfahren, daß ich nicht mehr leide. Warum soll ich ihren Kummer mehren, da mir ihre Liebe doch keine Hilfe bringen kann?“ Der Wunsch des Schwerverwundeten wurde erfüllt, und in der Verlustliste erschien folgende Meldung: Schlesisches 10. Grenadier-Regiment. Patrouillengang am 15. November 1870. Grenadier Gustav Sauermann, Tscheschenheide, Kreis Guhrau. L. v., Schuß durch die rechte Brust. Leicht verwundet — Schuß durch die rechte Brust! Ob die bekümmerten Eltern diese Widersprüche wohl erkannt? — Wieder Erwarten genas der tapfere Krieger, obwohl er furchtbar litt. Täglich wurde ein Guttapercha-Schlauch durch feine Brust gezogen — doch in allen feinen Briefen, die er in die Heimat senden ließ, standen die Worte: „Ich habe feine Schmerzen." Geschmückt mit dem eisernen Kreuze, ward er ins Breslauer Kloster der Barmherzigen Brüder gebracht, wo er seiner völligen Heilung entgegensieht. Was ziert den jungen Krieger mehr, das Ehrenkreuz — oder jene schlichten Worte: „Ich habe keine Schmerzen" ? Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — Die k. k. Landesregierung für Ärain hat dem Verwaltuugsrathe der k. k. priv. Kronprinz-Rudolfs« bahn die Bewilligung zum Baue und Betriebe einer aus dem Bahnhofe in Laibach abzweigenden Flügelbahn zu der an den gedachten Bahnhof angrenzenden Kosler'schen Bierbrauerei ertheilj. — (Ernennungen.) Der Justizminister hat den Bezirksgerichtsadjnnkten in Gottfchee Gottfried Brunner zum Bezirksrichter daselbst ernannt. — Das k. k. Finanzministerium hat den Verwalterssnb« "tituten der Religionsfonds - Domäne Sittich Franz Belle zum provisorischen Verwalter auf der Religionsfonds-Domäne Landstraß und den Grundbuchsführer zu Tschernembl Johann Maintinger zum provr-orischen Verwalter auf der Religionsfonds-Domäne Sittich ernannt. — (Zur Aufklärung.) Die in Nr. 67 des „Laibacher Tagblatt" besprochene Fahrpreisdifferenz auf der Strecke Krainbnrg-Laibach beruht nicht etwa auf einer Unrichtigkeit der hinausgegebenen Tarife, sondern in der Abrundung der faktischen Meilenentfernung auf halbe und ganze Tarifmeilen. Die neueren Bahnen haben nämlich nicht das Recht, wie die alten Bahnen, jede Entfernung unter einer halben Meile als volle halbe, und die Entfernung über eine halbe Meile als volle Tarifmeile zu berechnen, sondern es sind Bruchtheile bis 0.25 ganz zu vernachlässigen, von 0.26 — 0.75 für eine halbe, und erst von 0.76 für eine ganze Tarifmeile zu berechnen. Die Entfernungen Krainburg-Lack und Lack-Laibach stellen sich folgendermaßen zusammen: Von Krainbnrgbis Lack 1.19, daher 1 Tarismeile; von Lack bis Laibach S. B. 2.64, daher 2.5 Tarifmeilen; im ganzen jedoch von Krain-bnrg bis Lack S. B. 3.83—4 Tarifmeilen, während bei getrennter Kartenlösung durch die Vernachlässigung der Bruchtheile sich nur 3.5 Tarismeilen ergeben, und dies nur zum Schaden der Bahnanstalt und nicht des Publikums. — (Pravnik slovenski.) Am 1. Mqi sind die Nummern 9 und 10 dieser slovenischen juridischen Zeitschrift erschienen. Aus dem reichen Inhalte heben wir von größeren Artikeln die Fortsetzungen der Abhandlung über die Advokatie und der von Dr. V. Leitmaier geschriebenen Abhandlung über das Verbrechen der schweren körperlichen Beschädigung hervor. — (Gurkselder Feuerwehr.) Die Stadt-repräfentanz in Gurkseld hat in der am 30. April abgehobenen Sitzung zur Anschaffung der Ausrüstung sür die Steiger der uenkreirteu Feuerwehr einen Beitrag von 100 fl. bewilligt. — (Lnbiana in Galizieu.) Viele Laibacher werden sich noch des interessanten Karbonaro, Marchese Pallavicini, erinnern, welchen in den dreißiger Jahren das hiesige Kastell beherbergte und dessen längerer Gefangenschaft eine kurze Jnternirnng in Laibach selbst folgte, lieber diese interessante Persönlichkeit brachte die „Gartenlaube", 2. Heft, vom Jahre 1870 Mittheilungen von Emil. Pirazzi, in welchen die vieljährigen Leiden des Gefangenen geschildert werden, freilich mit einem Beisatze, der beweis,, mit welcher Leichtfertigkeit bisweilen „Geschichte gemacht" wird. Der Biograf Pallaviciui's erzählt nämlich, wie eines Tages ein kaiserlicher Kommissär in GradiSca erschien, mit dem Auftrag, „Nummer 56" in die Gefängnisse von Lubiana — in Galizien zu übertragen. Von Gradisca nach Galizien! DaS ist wie eine Deportation nach Sibirien! Einigermaßen ändert sich jedoch die Sache zu Gunsten der Menschlichkeit, wenn man sieht, wie dem Biografen Palla« vicini's fein mangelhaftes Studium der Geografie einen bösen Streich gespielt hat. Die Versetzung erfolgte nach Laibach, dessen Kastell ein gesünderer Aufenthalt ist, als Gradisca, war also immerhin eine Besserung der Lage des bedaueuswerlheu Mannes. Der Gelehrte, der „Gartenlaube" las wahrscheinlich oder hörte den Namen „Lubiana" ohne den Beisatz „Laibach" und suchte und fand vermuthlich einen ähnlichen in Galizien. Mngesendel. Beseitigung aller Krankheiten ohne Medizin und ohne Kosten durch die delikate Gesundheitsspeise Kevales-ciöre dn Barry von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50fach in anderen Mitteln erspart. 72.000 Zertifikate über Genesungen an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust-, Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem-, DrUsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Kopien gratis und franko gesendet werden. Zertifikat-Nr. 64210. Neapel, 17. April 1862. Mein Herr! In Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder zu schreiben; hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper, schlechte Berdauung, fortwährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nerveuausreguug, die mich hin- und hertrieb und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ; dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte, sowohl Inländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Itevalescifere versucht, und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Revalesci6re verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergeslellt und mich in den Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung Marquise de Br6hau. In Blechbüchsen von '/, Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Revalesci&re ChocoJatöe in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fi. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du B a r r H & ßo. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur und Anton Kr iS per; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg PiSztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Graz Oberranzmeyer; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Du Bnrry'ei Kevaleeelere Cliocolate in Pulver iittb Tablette» ist von nun wieder vor-riithiü bet Eduard Malir in Laibach. Witterung. Laibach, 2. Mai. Gestern Abends Aufheiterung. Schönes Abendroth. Die Alpen sind in eine frische Schneedecke gehiillt, Krimberg nnd die höheren Berge der Umgebung tief herab beschneit Große Reifgefahr. Nach Mitternacht trat dichter Nebel ein. Vormittags wechselnde Bewölkung. Nachmittags Nordwestwind mäßig. Die Alpen wolkensrei Wärme: Morgens 6 Uhr + 3 3“, Nachm. 2 Ubr + 12.0» 11. (1870 + 10.2°; 1869 + 16.2"). Barometer im steigen 326.94"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme l 4.1°, um 4.9° unter dem Normale. Der gestrige Niederschlag 15.20'"________ Den 1. Mai. Herr Johann Saxer, Zuckerbäcker, alt 58 Jahre, in der Stadt sJZr. 286 au der Lungenlähiming. — Johann Malavasii, Knecht, alt 42 Jahre, im Zivil-spital am Eiterungsfieber. Anmerkung. Im Monate April 1871 sind 69 Personen gestorben, unter diesen waren 42 männlichen und 27 weiblichen Geschlechtes. Angekommene Fremde. Am 1. Mai. Elefant. Birkmayer, Pfarrer, St. Leonhart. — Cordula, Pferdehändler, Triest. — Tauier. Pfarrer, Vac. — Exdus, Realitätenbesitzer. Leoben. — Triller, Notar, Lack. — Ronsperger, Wien. — Alina, Graz. — Sagorc, Littai. — Thomann. Steinbüchel. — Stare, Manusburg. — Süß, Wien. — Podboj, Laudstraß. — Zaghaft, Invalid, Agram. — Jmmamc, Jglau. — Merk, Privatier, Wien. — Jellonscheg, Oberlaibach. — Germ, Gutsbesitzerin, Rudolfswerth. Stadt Wien. Burischovski, Fabrikant, Wien, — Zu-inann, Kaufmann, Wien. — Graf Lichtenberg, Agram. — Kremt, Besitzer, Feistriz. — Waller und Uhl, Kauf-lente, Wien. — Graf Pace, Privatier, Ponovii. — Blau, Kaufmann, Wien. Gedenktafel über die am 5. Mai 1871 stattfindenden Lizitationen. 2. Feilb., Eenica'sche Real, Rudolfswerth, BG. Ru-dolfswerlh. Telegramme. (Orig.-Tel eg r. des „Laib. Tagblatt.") Versailles, Montag Abends. Die Kapitulations-Unterhandlungen mit Fort Jffy wurden definitiv abgebrochen. Die Kanonade hat wieder begonnen. In Lyon brach gestern eine Emente aus; die Ordnung wurde jedoch rasch hergestellt. Die Munizipalwahlen in den Departements am 30. April sind konservativ republikanisch ansgesallen. — In Paris wurde Cluseret abgesetzt, verhaftet und durch Roffel ersetzt. Cecilia wurde zum Komandanten des Forts Jffy ernannt. London, 1. Mai. DaS Unterhaus genehmigte die Erhöhung der Einkommensteuer. Berlin, 1. Mai. Die „Kreuz-Zeitung" de-mentirt, daß der Kaiser im Juni nach Karlsbad reist. Versailles, 1. Mai. Fort Jffy wurde gestern Abends durch einen Parlamentär zur Kapitulation aufgefordert; die Unterhandlungen werden fortgesetzt. Mschie-sgrich! Allen lieben Freunden und Bekannten, bei welchen vor meiner Abreise an den neuen Bestimmungsort persönlich zu verabschieden eS mir nicht vergönnt war, mein herzliches Lebewohl! (204) Viucenz Skodier. Villa Stein Kaiser iraiij Jofefs- Änü Hü§er. ftiir die beginnende Saison ne» dekorirte, vollständig eingerichtete einzelne Zimmer und Familienwohn,Ingen mit Milche«. (176-3) Bestellungen: Hrn. Konstantin Trapp, Inspektor. Verstorbene. Den 29. April. Dem Anton Nedoma, Heizer, sein Kind Antonia, alt 14 Tage, in der St. Petersvorstadt Nr 79 an Fraisen. - Paul Bervar, Scilerlehrinng, alt 15 Jahre, im Zivilspital an der Abzehrung. — Dem Franz Kralj, Kutscher, sein Kind Zäzilia, alt 6 Wochen, m der Gradlscha Vorstadt Nr. 61 an der Lnngenlähmung. D e n 3 0. A p r i l Dem Herr» Franz Mateuäe, Hausbesitzer, sein Kind Johanna, alt 2 Jahre, in der Tiriian-vvrstadt Nr. 79 an der heutigen Brünne. — Blasius viaz-gon, Inwohner, alt 55 Jahre, im Zivilspital an hirnlähmung. JHunDmacfjuiifl. Die gefertigte Kommission eröffnet die II. königl. ungar. Staatslotterie, deren ganzer Reinertrag zufolge a. g. Bestimmung Sr. Majestät zur Nnterstiitznng der im Jahre 1848/9 invalid oder arbeitsunfähig gewordenen Honved gewidmet tft. , , Diese Lotterie enthält 4388 Treffer mit einer Ge-winnstsnmme von 340.000 Gulden. darunter den ersten Haupttreffer mit 100.000 fl., de» zweite« Haupttreffer mit 20.000 fl., zwei Treffer iX 10.000 fl., zwei in 5000 fl., zehn L 1000 fl., zwanzig ä 500 fl., einhundert ;t 100 fl., zweihundert ü 50 fl. und viertausend L 10 fl. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am 30. Juni 1871 in Ofen durch die gefertigte Kommission. Ein Los kostet 2 fl. 50 fr. Lose sind zu haben bei der Staatslotterien-Kommissiou (Kameral Gebäude), bei den Lotto-, Steuer-, Salz- und Postämter», bei den Eisenbahn- und Dampsschiffstatiouen und bei den übrigen, in allen größer» Städten ausgestellte» LoSticrfchleißotgaHe». Königl. ungar. ständige Staatslollrrint- der Ge- Ofen, den 15. März 1871. Alois v. Mota, Kaiser /ran; Jolrfs-M (an der Eisenbahnstation „Markt Tüffer" in Steiermark). Diese Kuranstalt ist mit allem Komfort auägestattet und hat sowohl allgemeine, als Separat, Wannen-, Spritz nnd Donche-Bader. Die Heilquelle (bekanntlich die mächtigste und wärmste unter den steierischen Thermen) ist de» Quelle» von Wildbad itzastein analog, mit denen sie gleiche Eigenschaften und Wirkungen hat. In Nerven- und Frauenkrankheiten (Migräne, Krämpfen, Menstrualfehlern, Schmerzen und Koliken beim Eintritt der Regeln, passiven Blut- und Schleim-stiiffen rc.) in Lähmnngcn, Häinorrhoidal- und Riickenmarksleidcn, in gichtischen und rheumatischen Nebeln gibt es fei» Heilmittel, welches die außerordentliche Heilkraft dieser Bäder ersetzt. Zur Unterkunft der Kurgäste stehen im Badhause gegen hundert Zimmer bereit. Außerdem findet man Ausnahme und Beköstigung i» mehreren Gast- nnd Privathäusern, die in der Nähe der Kuranstalt zu diesem Zwecke erbaut worden sind. (169-3) Weitere Auskunft ertfieift die Direktion deö Franz Josefs-Bades zu Markt Tiiffer, welche Preistarife und Beschreibungen des Bades gratis und franko versendet. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-239) heilt brieflich der Spezialarjt für Epilepsie Doktor O. Kllllseh in Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits Uber Hundert geheilt. I Wiener Börse vom 1. Mai. BttuatafondB. Lperc. Rente, öst.Pap. bto. bto. öst.iuSilb. ‘■int e von 1854 e von 1860, e »on 1860, ! «Clb ÜBtittl 69.80 59.4ojoeft. JpDbolb.-IOanl 9*!— Sä.isIP^äorlt&to-Oblltf. (Belb Be« (131-6) fön. ung. Sektionsrath. Prämirusch. v. 1864 Qrundontl.-Qbl. Etiterniar! }u5t>i5t. Bärnten, Jtratn u. Küstenland 6 . Ungarn . . ju5 „ ftroat. u. Stab. 5 » eiebcnbtttg. „ 5 „ Aotlon. Rationatban! . . . Union - Bank . . -trebitanftelt . . . n. ö. @«comt>te»@ef. vnglo-österr. Bank . Den. Bobcncreb.-A. . Oest Hvvoth.-Bant. etcicr. e«comet.-at. Franko - Austria . . Äaif. Ferb.»!Horbb. . Sübbahn-S«I«llIch. . »ail.SUiab-tb-Bahn. rarl-knbwig-Bahn Siebenb. ®ifenba6n . Staatsbahn... • Ralf. Franj-Oofefsb.. gtinfl.»®arcfct E.-B. «lsölb-vium. Bahn . Pfandbriefe. Nation. ö.W. verloSb. an«. Bod.-Credttanst. Ällg.öst.Bod.-Tredtt. bto. tu 33 j.rütts. . »7.60 97.70 lOft.— 1( 9 25 126.— 126.25 93.— 94.-- 86—, 80 — 83.60 74 75, 86.50 80 25 84.— 75. 756.— 751.— 865.- 265.50 >82.70 *82.80 895.- 897.— 163.—'1-63.5C 265.—! 867.— 86—1 87. 240.-1 —. 112.10 132.25 2250 8264 177.40.177 824 25 884.60 166.25 8( 6 60 174.-174 50 423.50j4‘ 200 fl. ö.W.) Staatsbahn Pr. Stück Staateb. Pr. St. 1867 SHubolfab.(800fl.6.W.) Fr«n,»JoI. (sooft.©.) Loea. ürcbtl 100 fl. ö. W $cn.=tarnt) ffA.-@cf. ju 100 fl. CM. . . Itieflct 100 fl. CM, bto. 50 fl. ö.W. Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 40 . Palff» . » 40 , STatb . „ 40 „ St.<8enoi6„ 40 „ Mndifchgratz 20 „ Waldsteiu . 20 „ «lgl-vich . 10 „ SRuboifsftift, ioS.!B. Weobeel(SiUion.) «ufjsb. ioofl.fflbb.ro. Franlf. loofl. . „ London 10 Pf. 6tcd. Pari« 100 Franc« . Mänsen. 112.25,112.66 23 1.- 239 60 16 75 97.-89.—, 89.10 139.25 139.76 134.50 135.— 89.90 90. SO 96 90 97.1» 163.50,164 — 99.- ;i«.-58 — 53.— i 39.— 29.— 35.-29.— 21.50 ; 22.— I 17. 14.50 Statt. Bitiit.vSDucaten. 20-Franc«ftück. . . BersinSthal« . . Silber . . 104.20 104.35 124 90 5 88 9.91 > 1.84 122.26 Truck von Jgu. e. Kleinmayr 4 Fed. Bamberg in Laiba». Verleger int ftir Telegrafischer Wechselkurs vom 2. Mai. 5perz. Rente öflerr. Papier 59.15. - 5perz. Ren» österr. Silber 68.80. — 1860er Staatsanlehen 97.25. Bankaktien 748. — Kreditaktien 281.10. - London 12^; — Silber 122 35. — St. t. Miiu,-Dukaten 5 88'/. poleonsd'or 9.91. die Red«kti»n verantwortlich: Ottomar vamderz. I 100.— 124 — 60.— 34.— 40.-30.— 36.— 30.— 82.50 23 — : 8.-15.6V 104.80 104.45 125.— 5.90 8.91 1.84 128.60 Na-