MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES Verlag and Srhriftltltung Marburg ■ 4 Drau Badgatta N. t Parnruti Nt U-HH U-4ti Ab tt Uhi (tSglirh auBei Samstag) int dl« Srh''lfUaltung nut auf Fern ruf Ni 20-67 •nairhbai Unverlangte Ziiirhrlftan werden Btcht rflrkgbtanrlt Bet «Amtlirheo Anfragen lit dai ROrkpoMr ' •Itulegcn Poatirherkkonto Wten Ni 54 608. Ge«rhAfta«te11an in Clllt Marktplatf Mr I? Fernruf Nr 1 und 'n Peltai» Ungartnrqnisp Mr 2 Pemruf Nr M STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Irachnini warktigU'^ t» Morgat*Mtung 8«tugtprait roran- lahlbart monatlirii RM i,iO amitbiiaBlirb ltt,P Rp Pnolxeitungfg^bQbii bei Lieferung Im Streifband lu/Qgllrb Portui bat Ahbolan In der Gex'hiflüilellr RM 2,— Altralr*' dur'^b Poll oaonatllch RM 2,10 lalnirl |y 8 Rpi Ho*tialtungig«bflhr| und M Rpl Zuatell qabObr Rlnirlnniniiiar' werden mir qegan Vnralniendunq da' Flnzelprame* ndei Vr. 272 - 83. Jahri^ang Marburö-Drau, Mittwoch, 29. September 1943 Einzelpreis 10 Rnf Der Führer an den Duce Anerkennung der faschistischen republikanischen Re^ierun^ durch Deutschlands Japan, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, die Slowakei und Nationalchina dnb Rom, 28. Septembcji In »inet Stadt in Norditalien bat am Montag die erste konstituierende Sitzung der faschistischen republikanischen Regierung Italiens unter dem Vorsitz des Duce stattgefunden. Der Führer hat an den Duci folgendes Telegramm gerichtet: »An den Chef der faschistischen republikanischen Reqterung Italiens. Benito Mussolini, Rom. Ducel Mit Freude und Genugtuung habe ich Ihre Mitteilung von der Gründung der faschistischen republikanischen Regierung Italiens erhalten Ich beehre mich, Ihnen. Duce, mitzuteilen daß die Regierung des Großdeutschen Reiches die von Ihnen gebildete neue faschistische republikanische Regierung Italiens anerkennt und entschlossen ist in treuer Bundesgenossenscbaft Seite an Seite mit Ihr den Krieg bis zum siegreichen Ende KU führen, Adolf Hitler.« Mit der Anerkennung der faschistischen republikanischen Regierung Italiens durch die Reichsregierung hat auch die Kaiserlich-Iapanische Regierung am Montag die Anerkennung ausgesprochen. Von den dem Dreierpakt angeschlossenen Staaten haben folgende die Anerkennung der Regierung Mussolini am Montag ausgesprochen; als erster Staat Rumlnien, dessen Staatsführer Marschall Antonescu an den Duce ein in herzlichen Worten gehaltenes Telegramm gerichtet hati Bulgarien, Kroatien und die Slowakei. Auch Nationalrhina hat, dem Beispiel Japans folgend, die neue Italienische fasrhistlsch-republikanische Regierung anerkannt. Wichtifle Kabinettsbeschlflsse to Chitsso. 28 September Dm neu# Kabineft der republikanisch-fciefilstischen Rei;ieruni; Ist nach einer Meldung des rOmisehen Senders am Diensta{2 unter dem Vorsits vOn Benito Mussolini zt] einer Sitzunf} ztisammenjje-Ireten und hat nach einer Erklärung des Re|{ierunjlschefs über die politische Lage folijende Beschlüsse gefaßt; 1. Der Sitz der republikanisch-faschi-1 ttischen Regierunf] wird in eine italieni-I sehe Stadt in der Nähe de:« Hauptquartiers verle({t. I 2. Der Senat, dessen Mitdlieder vom - Kfinig ernannt worden sind, wird auf|i[e-^ löst. 3. Die Marine-, Luft- und Heeresstreit-krftfte werden in die faschistische frei-witHitc Miliz der nationalen Sicherheit ' auff{enommcn 4. GemlB der Politik der Republikanisch-faschistischen Partei wird die Verschmelzung der 13 faschistischen Ge-werkschaftsverbände in einen einzigen Verband durchgeführt. 5. Die Kommission für die Untersuchung der unrechtmäßigen Bereicherung von Mitfjliedern der faschistischen Partei wird beibehalten und die Untersuchung auf alle Personen ausgedehnt, die in den letzten 30 Jahren fiffentliche Amter sozialer oder militärischer Natur bekleidet haben. Kroatien bricht mit Badogllo dnb Agram, 28 September Das kroatische MinlsterprSsidium gibt bekannt; König Viktor Bmanuel und seine Regierung des Marschalls Bndoglio haben am 3 September 1943 ohne Ubereinkunft und ohne vorherige Benachrichtigung Ihrer bisherigen Verbündeten mit dem Feinde Waffenstillstand geschlossen. Die Regierung Viktor Emanuel ist nach den Bestlihraungen der Waffenstlllstands-bedlngungen auf die Seite der Feinde getreten und hat die Wehrmacht des Königreiches Italiens dem feindlichen Kommando unterstellt. Die bisher ver- bündeten italipnischen Truppen, die sich auf kroatischem Boden befanden, nahmen zum Teil eine feindliche Haltung unserem Lande gegenübet ein Die Regierung des Unabhängigen Staates Kroatien beschließt infolgedessen den Abbruch der diplomdtischen Beziehungen mit der königlichen Regierung Marschall Bjdoglios, Das kroatische Mmlsterpräsidium ver-lautbart weiter; Die Regierung des Unabhängigen Staates Kroatien nimmt zur Kenntnis, daß Benito Mussolini eine italienische republikanische faschistische Regieru!\n gebildet hat, und anerkennt diese von heutigem Tage als die alleinige gesetzliche Vertretung des Italienischen Staates. Der neue ftalienhche Botschalter In Berlin dnb Berlin, 28 September Der vom Duce neuernannte italienische Botschafter In Berlin, Filippo Anfuso, traf am Dienstag In der Reichshauptstadt ein Im Namen des Reichsaußenministers von Rlbbentrop wurde der Botschafter vom Chef des Protokolls, Gesandten von Doemberg, auf dem Flugplatz befirOßt, Femer war der Italienische GeschSfts-trSger In Berlin, Graf Rogerl, mit dem Personal der Botschaft zum Empfang erschienen. Kroatische VerwaltnniJ fflr neuaniJeliederte Gebiete tc Agram, 28. September Die kroatische Staat8reni und «ur Einführung einer neuen Ordnung in der Welt «bgekchloisen hatten Di« togenanntcn Prl«d«n«r«rtrlg« de« letzt«n W«ltkrieg«« waren w«d«r Vertrag« noch PrledenivertrÄge. Sl« waren vl«lni«hr G«wa!tdiktate, die in Ihrem Wesen und In ihrem Geiste nicht die Bestimmungen des Friedens, sondern alle Keime und Anzeichen zukünftiger Konflikte zukünftiger Kftmpfe und zukünftiger Kriege trugen Die Völker wurden in Gemeinschaften zusr.mmen-gntnn. auseinnnrterqerisgen, abgeschnitten zerstückelt und in ganz unnatürliche und unerwünscht« Gemeinschaften wl« in eine Zwangsjacke g«7WÄngt. Jedem normalen Mensrhen war es von allem Anfang an vollkommen klar, daß jeder der Unzufriedenen — und die» waren alle — die erste Gelegenheit ergreifen würde um d'.e Fesseln zu sprengen, die Ihm felde und In betrügerischer Ahslcht von Greisen, die ]eder für sich Methu-sjlei^s JfihrqSnqe darstellten, alle zu-Srtmme.n aber «In vorsintflutliches Denken und Meinen von der Einrichtung der VÖlkerqemelnsrhaft hatten, aufer-locTt worden waren. Wl« Buropa von Bnglaad und Azn«rlka lorganiAiertt wurd«, wl«»«o wir Kroaten, di« wir durch unseren damaligen stärktsen Vertreter und Führer, den verstorbenen Stjepan Radle, der Frieden«-konf«r«nx «in« Eingab« mit «Iner unglaubhaft hohen Zahl von Unt«r«chrlften fllbertiuhdt hatten, «m b««t«a. Kroatien let^dem Dr«i«rpakt «m 15. Juni 1041 b«d-getr«ten im Glauben an de«««n Grundsatz« und an di« Mftnn«r, dl« dieser Weiternouerungsorganlsatlon vorstanden. Wir schritten blitzschnell von Sieg zu Sleq, wie dies in der Geschichte der Menschheit Überhaupi nicht seinesgleichen hat Dies konnte selbstverständlich unseren Feinden, den Schülern, den Vätern und Kindern Versailles, nicht angenehm sein Wir wissen, wie dieser Krieg «nden wird: mit einem «icheren Sieg. Wir wissen jedoch nicht, wie »ich dl« Ereignisse bis dahin entwickeln werden und müMen daher zu den größten Opfern und Anstrengungen bereit sein. Der Unabhängige Staat Kroatien wird unter der Führung des Poglnvnlk ruhig und mit vollkommener Zuversicht an der Seite eelnos großen deutschen Freundes und Verbündeten Ws zum sicheren Siefl« schreiten und voll Vertrauen In die Zukunft sehen, in der die neue und gerecht« Ordnung einer glücklicheren und bea«eren Menachhelt verwirklicht wird. Ungarn bleibt den ungeschriebenen Gesetzen der nationalen Ehre freu Der ungarische Außenminister von Ghyfzy orkllrte u a.; »Heate vor drei Jahfpn unterschrieben die Vertreter n-MjtsrhlRnrls, Italien-» und Japans den l)re raach'opakt. Das Ziel des Drel-mächtvpnkte* war die Verhinderunq der Ausweitung des Krieges, aber der Krieg mit Meiner unerbittlichen Logik breitete sich dennoch welter aus und erstreckt« sich auf unior« ganz« W«lt. Millionen stehen In Waffen, die Heftigkeit des Kampfes übertrifft Jede Vorstellung und wir müssen damit rechnen, daß er sich bis zur letzten Entscheidung noch weiter verschärfen wird Ergriffen und gerührt stehen wir angesichts des Heldenturas und der Leiden, an denen auch wir im VerhäUnlt lu unseren Kräften ehrenvoll teilnehmen, und Im Kampf für die Erhaltung uns«r«r nationalen Existenz und der «uropälscben Kultur «teilen auch wir weiterhin uns«r«ji Mann. Unsere gedanken gehen in dieser Stunde zu den befreundeten Völkern und drücken die aufrichtigen Äußerungen des Mitgefühls, der Hochschätzung und d«r menschlichen Solidarltlt «llen denen aus, die, iDit der Waffe in der Hand oder inmitten schwerer Prüfungen ihr« täglich« Arb«lt Terricht«nd, ihr« Pflicht erfüllen, und fOr dl« besser« und g«-rechtere Zukunft kimpf«n Un««re Politik bestätigen auch inmitten der «Ich ändernden Situation unveränderliche Gesichtspunkte: das treu« Einhalten der ungeschriebenen GesetM der nationalen Ehr« und d«r nationalen Interessen, dl« un-verbrüderliche Uberzeugung, daß nach dem gegenwärtigen Weltbrand die Epoche I des gerechten Friedens kommen muß, der alle Nationen, groß oder klein, gleicher mdßen die Lebensmöglichkelten und das Gedeihen sichert. Wir glauben an den Wert und die Kraft der christlichen Zivilisation und der europäischen Kultur an den Erfolg der Anstrengungen und Opfer der Menschen, di« guten Willens sind. Diesen Weg sind wir bisher gegangen und diesen Weg, den Weg der Ehre und der Interessen der Nation werden wir auch weiterhin gehen.c Runmänien, Brücke der Zivilisation Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Rumänisns, MIhai Antonescu, erinnerte nach einem Hinweis auf die Bedeutung des Jahrestages de« Dreimächtepakte« und der bei dieser Gelegenheit vom Reichsaußenminister, dem Duce und dem Japanischen Außenminister gehaltenen Reden an die Lage Rumäniens In den Sommermonaten 1940, als das rumänisch« Volk allein gelassen, sich ohne eigene« Verschulden einer erdrückenden Bedrohung aus dem Osten gegenübersah. Rumänien sei sich auch damals »einer Jahrhundertealten Mission als Grenzvolk Europas bewußt gewesen. »Rumänien hat nicht dulden können, daß es durch eine bolschewistische Invasion vernichtet wird und aufhört, ein europäischer Staat z« sein. Rumänien ist ein« Brücke der Zivilisation nicht nur fflr «Ich allein, sondern für den ganzen Kontinent. Rumänien habe eine historische Aufgabe zu erfüllen, Rumäniens Boden sei der Boden Europas, Rumänien stehe unter den Gesetzen Europas gegen alle Imperialisten. Im Herbst 1940 habe Marschall Antonescu dann i da« Schicksal dos rumänischen Volkes auf eine einzige Macht gestützt, die in i der Lage war, das Dasein des rumäni- | sehen Staates für die Zukunft zu ne- ; wtihrleisfpn. Dies sei der Sinn des Bei- | tritts Rumäniens zum Dreimächtepakt qowe^en. Die Bedeutung des Beitrittes ; sei Jp<1och nicht nur außenpolltifcher ! Natur. Außer einem Akt der Selbster-haltunq sei der Beitritt auch ein Akt der Verteidigung der sozialen Ordnung g« Wesen. Bei Beginn des Verteidigungskampfes des Großdeutschen Reiches gegen die Sowjetunion habe Marschall Antonescu die rumänische Armee an die Seite Jener Armeen treten lassen, welche die einzige Bürgschaft für die Wiederbefrei ung von vier Millionen Rumänen In den geraubten Gebieten darstellten. Allein hätte Rumänien diesen Kampf nicht auf nehmen können Seit dieser Zeit kämpften die rumänischen Soldaten nach den Gesetzen der Ehre und des Krieges Keine Macht der Welt könne Rumänien das Recht anf Verteidigung seines Bo dens absprechen. Hätte Rumänien von diesem Recht keinen Gebrauch gemacht, so wäre damit nicht nur das rumänische Gewissen, das Gesetz der Geschichte und F-iiropa«, sondern auch das lateinische Schicksfil vorraten worflen, da der Feind bis zur Adria vorgedrungen wäre Rumänien wäre zu einem Instrument dei Anarchie In dieser Zone geworden In dem gegenwärtigen Kampf sei Europa eine Insel der Zivilisation und der Kultur. Europa müsse leben Ohne Fnrnpa würde die Welt in die Barbarei ziiriirkfallpn Ups?Te Generation traqe das schwerste Schicksal, weil von Ihr Tnd oder Hrhetiung Furopas abhänge Rnnänion werde seine Pflicht erfüllen um Furopfi für immer zu retten. Rumänien verr^e seinen Weg mit ganzer Kraft und vollem Vertrauen bis zu Ende qehen für die Freiheit und für die Gerechtigkeit.« Die Grundsätze unserer Krie0ühning Gauschulungsamtslelter b«l Dt. Goebbels dnb Berlin, 28. September R«ich»iuiniiter Dr Goebbels «mpfiag am Muntjg di« Gduschulungsamtuieitar der NSDAP und dl« SchuluiiüBbeauUrag-tan de: Gliederungen und angoschlos-sen«;j Verband«, die zur Z«lt zu einer Arbtiitstnguug In Berlin versammelt siiwi. bt-m Empfang wohnte auch Reichs-leittii Di. Ley t>el. lu se.jff Anspiache gab Dr. Goebbels dea Paiie.genossen, deren Aufgabe «8 ist, (ins nutiunaisozialielische Gedankengut innier IIrIht jm deutschen Volke zu vera;iNü:n, e.n uuifassendes Bild der poDliÄCi.eii und militärischen Lage. Ferner zeiij.e Ur Goebbels den Versammelten Gruadijalzä unserei Kriegführung a^f, fi r; fjif- Vordiisbetzungen des sicheren -•jiis Sind. J^der Hammerschlajl ein Bcitrajl zum Endsieg Di*r lU'iciisjuncndführer In Linz dnb Linz, 2o. September Ai h Omer CjioUK'indfiebuna der Bch.ila-i.tloii Jugend in einer Werkhalle in L.a/ hrucu.li der KoichsjutiHndluhier Axni>.an schalfenden Juueiid des Gou<»W.i inusbon«', so rief der Reichs-jiiijeaill ii.idf.T Ju'iend zu, »diesen Kf.tci dUH Miii'-istot übtTzeununq besle-hru. In v..itli':stL'r l runt hat dfibei die Jufj •.;i i'.-. k.iaujfcn, um sich unseicr i'i..in .->■-ii: i:>'ii wüuJkj zu erweisen. Die «.(It.ifl 'i iK lug. nd beddif keiner beson-deu'ii l'd.ulu. iie hilft bei der binbrin-giiiig d','! Laile, sie leistete Werkdrbeit, s e ij. ' T'Ut die Verwundeten, sie be-vsdhil sah in don Gebieten des Luftter-rois IUI'! ibt als Luflwilii'n'r'lfer einge-fiel/.t. Zfili ;i ii h sind die lleldcntaten der Juqi ad, dio in brennende Häuser einried) II'(H-ii Sciiiniinqe und Greise gerettet h'ititMi Auch in der Berufsarbeit soll uiiii jr.iiß d'e Jugend ein Vorbild f.ein fui alle Jed'^r Hammerschlag, jeder loioistrifii ist ein Beitrag und ein Bf'l eniitn i zur frciheit und zum Siege. Jedei T nplfn Si hweiß, der 'i der Heimat mehr jerTissen v "! e'<»nart In den vordersten Gräben der Front einen TropIwn Blut Neditsch an da« serbische Volk dnb BcliJrnd, 28 September In i?rftßl<'r Aufmachunfj verftffenilicht das f ':sh|.i1t -Obnova- einen Aufruf des scrli;-i lM-n Ministerpräsidenten Gfnc-rolobrrst N.-dMsth, der bekanntlich vor kurzem zu H*" prechun<{cn über die politische Gfst.'illuni! in Serbien im Führer-hnuplfiiiirtici weilte, an das serbische Volk Darin verweist Neditsch darauf, daß nunmehr zwei Jahre verjJanjJcn sind, seitdem das scrbischc Volk mit seinem FJlut die Fehler jener bezahlte, die es für fremde Interessen in den KricjJ stürzten Er, der MinistcrprSsident, habe das ler-bische Vf)ll< dann auf jenen WeiJ geführt, der es allein vor seinem volU-n Unterband re'ten Ihen, so dringend der Wunsch des Prinzen von Pip-mont auch immer gewesen sein ma« Es blieb somit die Rolle des in Vnlhft-tümlichkeit machenden khniilichen Hand-fungsreisenden mit /ener endlosen Keife von Besuchen und Besichtigungen kreuz und quer durch Italien, demn Charakteristikum immer gleich blieb, sich auf keinen Fall durch die BeschäUigang mit den Problemen Italiens zu exponieren und damit als Thronfolger zu kompromittieren. Seine Frau, die gebürtige b''hische Prinzessin, entledigte sich dies r Auf'^a-ben mit größerem politischen Instinkt, wenn auch nicht im deutschfreundlicfien Sinne Bei Umberto selbst reichte es im wesentlichen nur zu dem immer viedcr-holfen »Einfall* aus, bfi Autofahrten »ine alte Frau oder einen Soldaten am Weg aufzulesen und eine Strecke wit mitzunehmen, worauf die Hof'Prp^se einen Schemabericht über die Herrens-(füte der Mitglieder des Hatises Savoven veröffentlichte, hei dessen Lektüre sodann über soviel kSnifliche Huld dem kleinen Mann programmtfemäß die Tränen in die Augen zu schießen hatten Dr r. h Der Reichsyerkehrsminister In Sofia dnb Sofi« 28 September Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmül-1er traf am Montag In Sofia ein, U «. stattete er dem Ministerpräsidenten, dem Elsenbahnmlnistei und dem Außenminister offizielle Besuche ab An dem Heldendenkmal der bulnarlschen Armee und auf dem deutschen Kriegerfriedhof legte Dr. Dorpmüller Kränze nieder Anschließend besuchte er die seinem MInislerlum unterstellten Außendienstetellen in Sofia. Am Dienstag begab sich d'^r Reichsminister in Beqleitiing des bulgarischen Eisenbahnministers Petroff in das Rila-Kloster, um am Grabe Könlti Boris HL einen Kranz itiederzuleaen Hohnlachen über Bado^lio dnb Rom, 28. September Der Intrigant Bddoglit hat nun auch von seinen eigenen Landsleuten erfahren müssen, wie man ihn einschätzt Als er in einem Lager von italienischen Gefangenen eine Ansprache halten wollte, wurde er mit Hohngelächlei empfangen. Darauf stimmten die Soldaten faschistische Lieder an Verqehlich versuchte Badoglio sich durchzusetzen Schließlich mußte er sein Auto wiedei besteigen und unverrichteter Sache abfahren Im Augenblick der Abfahrt drängte sich ein italienischer Soldat, bevor es der amerikanische Wachtposten verhindern konnte an den Wagen Badotilios nnd schrie Ihm die Worte ins Gesicht »Verkaufter Verräter«. ★ dnb Schaffung eines Miinltlnnsmlnf-sterlums In Japan. Die Errichtung eines Munitionsministeriums wird am Dienstag nachmittag vom lnformrltmi<1''Uiino fqnn Raiimi|/irlt»fr, H«iiptarhrlM1f>ltiing Anrnn Oprorhnrlt l ?l 'n tlrlanh «tellverlrolt-ndei hri(tl«trp| Robwrf 'I'» p Mnrt« ifQ « Onu fl Zli» ffli An»eiut>n dl# P»»l*lute Ni « »nin 10 Aprü liMi qditlq Aitifull H»»» Uot^riinq Hm hu hfth^rer '»'Ibi qlbt kalnitn Anipr>irli nuf ROrkfihlunq flni Rnritgt-a'ldKt HeiMUitU* htkästhott 60. Geburtstag eines bewährten Kämpfers Die Schule an der Grenze Bei Untersteirer- und Umsiedlerkindem — Der Beitrag einer Lehrerin Ganz knapp an der Grenz«, kaum 200 i Was wir zu «eben bekamen, enttchA j u Meter entfernt, liegt die Schule im Kreit ! digte un» auch für den weiten Weg und 7o?tnL A^itnn i bestärkte uns In der Überzeugung, daß Zeitung«, Pg. Anton Genchack, begeiit viele tausende anderer Schulen Im heute seinen 60. Geburtstag. Es ist ein Großdeutschen Reich und doch ist sie ereignisreiche» und im Dien«te des deut- einem gewissen Reiz ausgestattet, tchen Volkes kämpferisch geführtes jjjj. Nähe der Grenze verleiht. Leben, auf das Pg. Gerschack zurück- j ^,5 vor kurzem eines Nachblicken Die Lage und Entwicklung mittags der Schule auf der Landstraße seines Geburtsortes Radkersburq gab näherten, stellten wir mit Bewunderung Minem ganzen Wirken Sinn und Rieh- Schulgebäude inmitten ei-^g. Es war für den ausgezeichneten herrlichen schattenspendenden Obst-Offizier de« Weltkrieges eine Selbstver- galten» Hegt Die Neugierde nach Art itändlichkeit, daß er »ich nach dem Zu- Kind«, nach dem Fort-sanunenbruch und der wahnsinnigen ,chrltt und sonstigen Leben hat uns ver-Grenzzlehung, gerade auch mitten durch den Betrieb ein wenig zu stören, Radkersburg durch, wfort in die Front vorzustellen und mit Lehrkraft und der Kämpfer für das deutsche Volk Kindern zu plaudern. Wie betraten das stellte. Es kam Ihm dabei nicht darauf Haus und klopften mit Vorsicht an das !f' i? !. V ® ! Klassenrimmer. Niemand meldete sich die Verteidigung deutschen Bodens ein- geöffnet hat- zuaetzen. Die ^ ganze Tätigkeit von der 1 mußten wir mit Bedauern zur Kennt-Gründung der »Deutschen Grenzwacht. , nehmen, daß sich niemand Im Lehr-zu seiner heutigen Stellung, ^ zimmer befand Schon wollten wir wle-gradlinlger Weg als aufrech^r de t- enttäuscht den Rückweg antreten, scher Mann, der »eine ganze Kraft und ynter dem Hause, von Kinderstim- men gesungen, das Lied vom Vogel, der geflogen kam, ertönte, das zu unseren liebsten Erinnerungen an dat erste Schuljahr gehört. Vorsichtig bogen wir um die Ecke und erblickten ein recht liebliches Bild. Inmitten von ungefähr 20 sechsjährigen Buben und Mädeln ■afl die Lehrerin auf dem Rasen Kinder und Lehrerin waren so tn das Singen vertieft, daß sie uns gar ndcht bemerkten — und so beschlossen wir, uns versteckt zu halten und den Vorgängen auf dem Rasen unbemerkt zu folgen. Einsatz Fähigkeit immer dort zum brachte, wo e» notwendig war. Zur nationalsozialistischen Bewegung stieß er sehr früh. Er war es, der in den Anfangszeiten des Nationalsozialismus In Linz wesentlich am Aufbau einer nationalsozialistischen Presse* gearbeitet hat. Aus der von Ihm geleiteten »Volks-itimme« In Linz als Kampfblatt der Nationalsozialisten Österreichs sind unter seiner Leistung die anderen nationalsozialistischen Gaublätter hervorgegangen. Die journalistischen Kenntnisse, die Pg. Gerschack sich vorher schon als Hauptschrlftlelter großer Tageszeitungen 0. a. in Graz und Linz erworben hatte, verband er mit seiner kompromißlosen ttnd klaren Einstellung ale Nationalsozialist. Das Verbot der NSDAP tn öster-reich im Juni 1933 störte auch diese Aufbauarbeit und Gerechack ging nach mehrfachen Zwischenfällen und ■einer Verhaftung auf Befehl der damaligen Landesleitung der NSDAP nach München, wo er welter {ournaListisch alt Schriftleiter des OsterrelchU -hen Pressedienstes und Mitarbeiter einer ganzen Reihe deutscher Zeltungen arbeitete. Diese Mitarbeit an deutschen Blättern setzte er auch als freier Schriftsteller fort, bis im'Jahre 1937 er alt Gauamtsleiter der NSDAP zur Dienstleistung bei der Gauleitung Thüringen abgeelellt wurde imd dort verschiedene Sonderaufgaben übernahm. Nach dem Anschluß der Ostmark im Jahre 1938 kehrte er nach Graz zurück und wurde Mitarbeiter der »Tagespost* und spSter Verlagsleiter bei der Steirisrhen Verlagsanstalt. Als Im April 1941 der Ruf an Ihn ging, sich für den Aufbau der »Marburger Zeltung« zur VerfOfTunn ru stellen, folote er diesem sofort und hat vor allem In der Anfange^elt unter den schwierigsten technischen und i.ersonetlen Verhältnissen die Grundlage für di heutr aut ausgebaute »Marburqer ZHtung« gelegt. Es würde zu weit führen, alle Einzelheiten aus dem Leben Pg. Gerschacks aufzuzählen. Nicht ' unerwähnt soll f«" doch seine Tätigkeit bleiben, die er neben seiner rein )oum all «tischen Arbeit als Schriftsteller geleistet hat. Als Verfasser unzähliger Geschichten aus seinem engeren Helmatgeblet hat er einem breiten Leserkreis sein engeres Heimatgebiet zur Kenntnis gebracht. Wir wünschen Pg Gerschack, daß •eine so fruchtbare Schaffenekraft noch rlele Jahre erhalten bleiben mOqe. D'e •tolzeste Feststellung, die In Würdigung feiner Person zu treffen ist, bleibt wohl über alle fachlichen Fähigkeiten hinaus die Tatsache, daß er Immer als aufrechter Nationalsozialist Kämpfer war. Siegfried Treml Dat Eiserne ITrenz fflr tapferen KAt-veher. Der aus der Ortsgruppe Kfltsch Kreis Marhurg-Land, stammende Ober grenadler Franz Pototschnik wurde fflr tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem EK II ausgezeichnet. Vom Pffr^lchbatim gefallen. Die Ißjflh ilge Grundbesitzerstochter Anna Ertietzl aus Oberlosnitz, Gemeinde Wlndlschfel-ttritz, fiel beim Pflrsichptlücken vom Baume und brach sich die rechte Hand. — Dem 20 Jflhre alten Mechanik»»rqeh'l-fen Fmil Pacher mii* Drntiwpllpr fiel bei der Arbeit ein Splitter In das rechte Auge. die deutBchä Schule an der Grenze zur Errichtung des Grenzwalls einen erheblichen Antedl hat und haben wird. Nach dem fröhlichen Liede folgten Rasenspiele der Buben und Mädel. Sie lachten und sangen deutsche Kinderlieder dazu, die in ihrer ganzen Schönheit «r-itrahlten Lange hielten wiir es im Versteck gar nicht aus und traten hervor. Alt wir uns der Lehrerin vorgestellt hatten, ließen wir unserer Neugierde freien Lauf. Die Schule wird augenblicklich von 5fl Kindern besucht. Davon sind ungefähr die Hälfte Untersteirer, die andere Hälfte Kinder von Gottscheer Umsiedlern, die in der Nähe Bauernhöfe übernommen haben. Die Lehrerin selbst ist auch eine Umsiedlerdn, die viel von der völkischen Not In der alten Heimat zu eizählen weiß. Nun aber darf sie endlich das, wovon sie In ihrem bisherigen Leben nur träumen durfte: In einer deutschen Schule deutsche Kinder erziehen ohne daß ihr Prügel vor die Füße geworfen werden. Daß sie dazu auf Grund Ihrer reichhaltigen Erfahrungen berufen ist, haben wir bereits gesehen. Sie erzlhlt uns von den Kindern, nimmt da einen kleinen Gottscheer Buben, dort eine kleine Untersteirerln beim Schopf. Alle blicken schon mit Vertrauen zu ihr auf, obwohl sie kaum zwei Wochen die Schulbank drücken. Die Untersteirer können schon antworten, wie sie heißen und geben auf die Frage nach den umliegenden Ortschaften schon klare Antworten. Wie der Führer des deutschen Volkes heißt, weiß auch jedes Kind. Mit Stolz zeigt uns nach dem Unterricht die Lehrerin riesige Mengen von Kräutertee, die sie mit den Schulkindern bereits für die Soldaten gesammelt hat und noch immer sommelt. Auf einige Hauswirtschahliche Kräfte sind zu melden Dei Chef der ZivlIverwalUir.q m der Untereteiermaik — Beniiltragtei lüi Ai-beitsfragen — hat unter dem 16 Au'just 1943 im Verordnunqs- und .^misblciU Nr. iS, S. 185, eine Verordnung übei den Einsatz von hauswirtsrhaftl rhrn Arbeitskräften erlassen. Nach diesei Verordnung «ind alie Haushdltuncjen die eine oder mehrere hauswirtsch.iftlicha Kräfte beschäfliqen, zur Meldung derselben bis 25. Oktobei 1943 beim zuständigen Arbeitsamt (Hauptamt oder Nebenstelle), in dessen Bezirk die ilaus- Säcke voll getrockneter Schwämme, zu j Hegt, vei^flichlet Die Meldung denen noch immer neue gesammelt wer- Formblatt lu erstfltten da. den, Ist tl« besonders stolz. Die Schwämme sollen dat Essen In einem Snldntenlazarett schmackhafter machen. Freudig schildert sie die Begeisterung dei Kinder, wenn es heißt, für die Soldaten Tee oder Schwämme Im Wald zu sammeln. Als wir im Laufe des Nachmittags Abschied nehmen mußten, hatten wir noch mehr Achtung vor dem Lehrerberuf gewonnen. Es ist schwer, ein guter Lehrer zu sein Es gehört viel Wissen und Lebenserfahrung dazu, aus so vielen kleinen Erdenbürgern vollwertige Deutsche zu machen Daß unsere Lehrerin an der Grenze diesen Anforderungen entspricht, haben wir uns bei der Bevölkerung überzeugen können, die mit großer Achtung von ihrer Lehrerin spricht So wird In der Untersteiermark überall ein Baustein an den anderen gefügt. Bald wird es nur noch eine deutsche Untersteiermark geben Man muß nur Augen haben, es zu sehen. H. B. Olli ehrt seine Handwerker 01)erreichung der Urkunden an die Bundes- und Kreissieger Ist Alfuninium Ersatzstoff? Neue Arbeltsgemeinschalt des Stelrlschen Heimatbundes Aluminium, vor einigen Jahrzehnten noch teurer als Gold, dann als Ertatxstoff verschrien, ist heute aus dem gesamten Metallgewerbe — Dicht nur der Luftfahrtindustrie — nicht mehr wegzudenken. Seine Bearbeitung setit Kenntnisse voraus. Das Arbeits|{ebiet Berulsersiehung des Arbeitspolitischen Amtes im Steirischen Heimatbund fOhrt zunächst in Trifail, Marburg und Cilli Lehr|2emeinschaften für Aluminium-Bearbeitung durch. Hier wird allen Metallwerkern Gelefienheit geboten, die Eigenart diesei ^fetallet kennen und bearbeiten su lernen. Aluminium wird in allen Industriezweigen verarbeitet, da man heule schon das Aluminium in jeder Form bearbeiten kann. Man kann es gießen, formen, härten, schmieden, pressen, schneiden, biegen, drehen, hobeln, fr&sen, senken, reiben sägen, feilen, nieten, schweißen und löten. Angenehm empfindet es der Metall-werker, daß dieser Werkstoff eine sehr vielseitige Oberflächenbehandlung verträgt. Man kann et schleifen, polieren, durch Beizen und Ätzen ist eine leichte Oberflächenbehandlung möglich, ebenso lißt sich das Metall verhlltnismfißig leicht chemisch färben, sich mit metalli-vom Wesen der Arbeit und vom Adel, sehen Überzflgen und nichtmetnlllschen Belegen versehen und verträgt auch fast jeden Anstrich. Alle diese 'Vorzüge lassen klar erkennen, daß der Metallwerker sich in Zu-kunf' mehr mit dem Aluminium al* Werkstoff befassen und die fehlenden Kenntnisse auf diesem Gebiet erginzen, vielleicht auch nur erfrischen muß Zu diesem Zwecke fordert das Berufserziehungswerk im Arbeitspolitischen Amt zur Teilnahme an den Lehrtflngen »Atnminium-Bearbeitung« auf. Nähere Auskünfte und Am 24 September versammelten sich sprachen di« Leiter des Führungsamte» Anmeldungen nahmen entgegen: Tn Mar-di« Kreieamtsleiter und Ortsgruppenfüh- ! I, der Amter Volkewohlfahrt und Volk- bu^g das Rerufserzlehuntfswerk Bectho Dl« Handwerkerautttellung in Cilli Im November v. J. wat eine eindrucksvoll« Leistungsschau des heimatverbundenen untersteirischen Hanwerkertumt. Di« autgettellten Gegenstände erbrachten den lichtbaren Beweit, dafi das Handwerk Im Kreit Cilli die Jahrhundertealte deuttche Handwerkertradition tiotz der drückenden Fremdherrtchaft treu bewahrt hat und dat ihr der tchöp-feritche Eigenwille nicht durch Überfremdung verloren gegangen ist. Diese Lelttungtschau war aber auch mit einem Handwerkerwettkampf verbunden, deren Ergebnit im höchsten Maße erfreulich itt. Von 562 Wettkampfteilnehmern wurden nur 34 ausgeschieden. Die Betten beteiligten tich am Wettbewerb der Bundesführung In Marburg und konnten hier mit einer hohen Punktezahl unter die Bundessieger eingereiht werden. Im Rahmen einer schönen Feier fand Samstag, den 25. September, Im Festsaale des Kreithauset die feierliche Überreichung der Siegerurkunden ttatt. Nach dem Einmarsch der Zünfte erklang zur feierlichen Einleitung ein Musikstück von Händel. Die Mädelsingschar brachte weihevoll vorgetragen das Lied »Wir tragen das Vaterland«, worauf ein Lehrling Schillers Spruch; »Strebe zum Ganzen« vortrug. Nach dem Lied »Wir tragen und bauen das Reich« eröffnete der Abteilungsleiter für Handwerk im Arbeitspolitischen Amt der Kreisführung Clin, Kamerad Willy Tumschek, die Feier. Der Handwerkerwettkampf hat ge- zeigt, daß der Handwerker Im Kreit Cilli fähig ist, jederzeit mit den Beruftkameraden aus dem Altreiche in einen Leistungskampf zu treten. Uber Zweck und Ziel des Handwerkerwettkampfet tprach sodann Pg. Gratzer von der Bundesführung. Er sei eine Maßnahme, um das Vorwärtsstreben der einzelnen zu fördern und die schöpferischen KrSfte in unserem Volke zu wecken und zu heben. Die Verleihung der Urkunden sei nicht nur eine Ehrung des Ausgezeichneten sondern des Handwerks überhaupt. Er rief die Anwesenden auf, Pioniere des deutschen Handwerks und leuchtendes Beispiel zu sein, damit Ihnen besonders die Jungen nachstreben, um ebenso schöpferische Meister zu werden, wie sie selbst es sind. Für den Kreisfüh^er dankte Kreisamts-leiter Lenz den ausgezeichneten Hand-werkskameraden für die prachtvollen Arbelten. So treu wie sie zum Reiche halten, wird sie auch das Reich unter der starken Führung Adolf Hitlers beschützen und ihnen die Möglichkeit zur größten Entfaltung schaffen Sodann sprach Pg. Lenz über die Ethik der Arbeit und nationalsozialistische Arbeisauffassung, den nur die Arbeit verleiht, um dann den 15 Bundes- und 47 Kreisslegern die Urkunden auszuhändigen. Mit der Füh-rerehrung und den Liedern der Nation wurde dieser schöne Handwerkerfesttag beendet., Ein Grundsatz und ein Ziel Appell der Kreisführung Pettau rer des Kreiset Pettau zum großen ! bildung und der Bannführer. Dienstappell, der wieder zu einer ein- Kreisführer Bauer gab seiner Befrle-drucksvollen Kundgebung det Einsatz- | dlgung über den Verlauf der nun abge-willen« der politischen Führung dieses t tchlossenen Ortsgruppentage Ausdruck, Kreises wurde. Kreitbauemführer Stra-tchill hielt ausführliche« Referat über Fragen, die In diesem landwirtschaftlich stärksten Kreis der Untersteiermark besonder» vordringlich tlnd. Einen breiten Raum nahm In seinen Ausführungen auch die Neuregelung der Weinbewirtschaftung «In. Führunqsamtsleiter ! venstraße 4, In der flbrltfen Untersteier-mark die Kreisdienststrllpn des Arbeitspolitischen Amtes, AG Berufserziehung * Besuch ans Marburg tn Mnran. 31 Amtstrfiger des Stelrlschen Helmathun- wobei er den Ortsgruppenführera erneut »einen Dank für ihre bisher geleisteta vorbildliche Arbeit aussprach. »Wir sind, | des aus Mnrburq statteten am 24 Sepso führte der Kreisführer au«, »in diesem tember der Stadt Miirau eln^n wfllknm- Kreis zu einer verschworenen Gemeln-tchaft von Fanatikern zusammengewachsen, die nur ein Grundsatz bewegt; die Treue zum Führer und nur «in Ziel; Schamer beeprach die Vorbereitungen die Ausführung seiner Befehle«! Den für die kommenden Versammlungen, die Abschluß des Dienstappells bildete eint den Volksgenossen die nötige Aufklä- 1 umfassende Darstellung der politischen rung über die politische Lage des Rel- und militärischen Lage, die eine vor eichet bringen werden, sowie andere Auf- nem Jahre noch für unmöglich gehaltene gaben aus seinem Arbeitskreis. Femer , Steigerung der Kriegsanstrengunqen und menen Gegenbesuch ah.» Nach herzlichem Empfanq am Bnhnhof traf man sich abenrls zu einem qeselHqen Be'snm-mensein Am Samstna. den 2^ .Septem- durch dl« örtlichen Pollzeidienetstellen (Bürgermeisterämterl ausgegeben wird. In einem diesbezüqllchen Aufruf in der heutigen Ausqabe qibt der Rpfluftraqte für Arbeitsfraqeii bekannt, welche haus-wirtschaftllchen Kräfte unter diese Meldepflicht fallen Er macht außerdem darauf aufmerksam, daß von nun ab Haushaltungen Arbeitskräfte jeqllcher Art nur einstellen dürfen, wenn eine Zustimmung des Arbeltsamte« vorliegt. Der Vollstindinkelt halber wird darauf hingewiesen, daß die Entlas^iinq von hauswirtschaftlichpn Arbeitskräften wie bisher grundsfitzlich der Zus'rh-tifiten sich die Glete die G'iusonnenhpll-Stätte auf der Stohilpe Ab»>nds er-reichte die Ppstfreudf ihren Höhepunkt bei einem Knmersdschaftsabend mit Musik, heimatlichen KlSnqen und Vor-träqen, an denen eine luo^ndllche Slnq-schar, ein Frauenchor und der Mflnner-oesannverein teilnahmen Am Sonntag hpschloß Im Saal .Schi'ander der Brauerei Murau ein Iram«>rnf1srhaftl1chfs Treffen die echftnen Taqe Kriegsbeschädigte Pnsthalter Zu den Stellen auf den»"n Krlea'beschJIdfale mit Vorteil verwpnde» werden ki^nnen, gehören die Poststellen Dpt RHch-'pnsl-minister hat deshalb nnqeordnet daß Poststellen weitnehpnd zur ITnfprhrln-quna von KriensbeschÄdintpn heranrre-znaen werden sollen BesfbMrl'qip He-fo|qs'"haftsmitqlipder der Deuf*' hen Rpichsposi oenlePen hei dpt tJn^prhrln-quna den Vorzua Bei der Vprwflltunq einer Poststelle handplt sich nu' um eine Peschäftiounq im Nphpo^mf Schulvergönsfigun0en für Kinder Gefallener Wchrmachtfreistellen an höheren Srhulcr Unterland - Heimat - Reich Frauen und Mädel aus dem Altreich in Sallenburg Eine Gruppe von 21 Frauen und Mädeln aut dem Allreich weilte zum Ernteeinsatz in der Ortsgruppe Sallenburg im Kreis Cilli. Obwohl diese Ortsgruppe nur aus Streusiedlungen besteht, waren sie in einem Gemeinschaftsraum untergebracht, den sie sich mit geschickter Hand wohnlich und sauber herrichteten. Jeden Morgen ging es mit einem fröhlichen Lied zur Arbeit. Es wurde alles angepackt und mag es auch noch so schwer und ungewohnt gewesen sein. Anfangs gab es wohl Muskelkater und Sonnenbrand, denn das Jäten. Dreschen usw sind Arbeiten, die diese Frauen und Mädchen noch nie gesehen, geschweige denn je gemacht haben, aber das Lied erstarb nie auf ihren Lippen Sie waren in jeder Beziehung vorbildlich und wurden von der heimischen Bevölkerung schnell ins Herz gesthlos ten. Zumal sie auch den Bauernfrauen Im Haushalt mithalfen und durch eine feine und sinnige Art der Bäuerin und den Haustöchtern so manches belbrach ten, was das Leben verfichont und bisher in dieser weltabgeschiedenen Ge gend völlig unbekannt war In den Abendstunden saflen sie oft mit den Fa mlllen vor den Hausern oder Weinkel lern und sonqen Volkslieder. Auch Stdrerlieder hörte man da und dort anf klingen. Der Ernteeinsatz war aber auch volks-poldtitch tätig. So wurde eine Morgenfeier unter dem Motto »Untersteiermark — Heimat — Reich« durchgeführt, die von mehr alt 300 Volksgenossen besucht war Obwohl tie überaus tief und inhaltsreich war, wurde alles to wirklichkeitsnahe gebracht, daß auch der Um die Kinder von Wehrmachtange trägen um Aufnahme in eine National eine für die Außenwelt verblüffende i hörigen, besonders die von Gefallenen, politische Eiziehungsanstail muß be neue Machtentfaltunq des Reiches ge- I von Versehiten und von solchen, die achtel werden daß dort nii- iiberdurfh-bracht hat und deshalb die Gewißheit I infolge ihres Einsatzes jahrelang von des Endsieges noch eindeutiqer autzeigt, der Familie getrennt leben müssen, vor einer kriegsbedingten Beeinträchtigung a1« es bisher der Fall war Bunter Abend in einem Marburger Betrieb Da» Amt Volkbildung des Steirischen Heamatbundes hat mit der Zusammenstellung einer neuen Gruppe unter der einfachste Volksgenosse folgen konnte Spielleitung von Walter Haas einen gu und verstanden hat. Auch eine Ehe-schließungsfeier halfen die Frauen mit-gestalten und verschönten sie durch sinnige Sprüche und Lieder. Vor der der schulischen Entwicklung möglichst zu bewahren, bedarf es in erhöhtem Maße einer sachgemäßen Beratung der Erziehungsberechtigten In schulischen Angelegenheiten. Diese Feststellung wird In einer Verfügung des Oberkommandos des Heeres getroffen in der zu diesem wichtigen Gebiet folgende weitere Ausführungen enthalten sind- Eine schulische Beratung erfolqi im Abreise wurde gemeinsam mit dei Deutschen Jugend noch ein schöner Dorfnachmittag veranstaltet. Auf dem Dorfanger drängten sich die Menschen. Nach einigen Liedern und Tänzen und Schunkelliedern herrschte bald fröh lichste Stimmung Es Iconnte dabei ein schöner Betrag für das DRK zusammengebracht werben, Werkheim eines Marburger Großbetriebes ab und erntete reichen Beifall ten Griff getan D,„ec?upp...25 tnipeu"'v^'. die erste Probe ihres Könnens in dem Erzlehungs und Bildunqswesens ^tiftunP zu Vn . -pinr des Heeres, nötigenfalls im Benehmen . . 1, II . 1.4,.♦ , mit den zuständigen Dienststellen der Die unter dem Kapellmeister Mattau- qmndsätz sthek wirkenden Musiker ze^^gten ihr Reachtunq der Befugnisse der ein reiches Können auf dem Geb.e e der Wehrmachtanqehönoe leichten Musik Besonders sind die Lei- deutschen Heimsrhu- stungen der beiden Akkordeonisten natlonalpolitischen Erzie Petruschka hervorzuheben die m ihren hunqsanstditen nnterbrinqen wollen lei Darbietungen einen reichen Beifallssturm , Anträge über die Inspektion entfesselten Lili Deniont und Ruth Ja- Der Abschied fiel allen recht schwer, kohsen erfreuten mit Tanz und Gisela bei vielen gab es sogar Tränen Nur dat Versprechen, im nächsten Jahr wieder zu kommen, machte den Abschied etwas leichter Der Ernteeinsatz dieser Frauen und Mädel hal sich in det Ortsgruppe Sallenburg überaus gut ausqe-wirkt Sie selbst aber sind mit dem Bewußtsein heimgefahren, mehr als ihre Pflicht getan und In freudiger Arbelt ein Stück Deutschlaod nach Sallenburg gebracht zu haben. Sagan und Maria Kaufitsch mit einschmeichelnden Liedern, die die Herzen der Arbeitskameraden höher schlagen ließen Es war ein oelunqener Atmend ' , l i- i kt »i i iim.rii US wo. ri.. M ^ ____.gerufenen schulischen Notl.iqe in tle für rien die Arbeitskameraden dem Amt | _____.....n. __________ des Erziehunqs und Pildunaswesens ries Heeres Die Antrrfqe werden unter besonderer Berilcksichtiqunq der durch den Einsatz fies Vaters oder eines iin deren krieqsbedinnten Umstanrl hervor- Volkbildunq im Steirischen Heimat- j bund vielen Dank saqen | Wir vcrdwnkeln im September von 21 Uhr bis 5 Ubr zuständige n'enslsfelle weiternelcHet Eine begünstigte Aiifmbine von Km dem deren VSter rrt-'nllen sinH oder we gen ihrer dienstlichen Vciwendunri ianqe Zeit von dot Fsmilie getrennt leben müssen, ist gewjhrknHtct. Bei An schnittlich beqabte Junqen und Viade] aufgenommen werden Die stittunq »Großes Militrtrwaisenhdu^ Polsdim« kommt in erster Linie m Betrach* für Waisen und Halbwaisen von Gelaileneu Ode- solchen die »onst aul Clnind eines militärischen Versorgunqsgeset/es Wai-senversorqung erhalten hesnnder>i (iir Waisen und Halbwai«»«"' von \V'"hr-machtangehörigen des Fnedf'ii'^st.uifies j aller Dienstgrade sowie fil Kindi" von Schwerbeschädigten nar b einem imH-! törischen VeTSorgiiiiq'-n'"'Set/ Tin d ese e q- Sowohl in den donlsrhon Hfuiscluil^n wie auch In dort Nnliona'pnlilIs 1,"m FZ • zifhunqsansta Iten ^telK-n wu- l'C -fiiqiinn weite' miltei'l nt K rule' ■■ er WehimachlfHnrhör orn W-iif- freistellen und Wfhtma' h!>i 'Kt nem ermaß qtcn Fi;fhnn'T:''f"'*raf> 'iir Verfiiqunq Die PinwfMsnnci 'n Mp«;f I r-i i»r-folfit durch de Insp")--tmn • • np. hunq« und P Idun^T^v '.••■«»s rintu'i in e-sU" 1 ■rii»' '"ier larigdu-ritMiiU t "l^tivfi ^\':'h'rri tif.-i'fe-börider fO'fiz'p'o rn b' ■ ; , llnlerolfi7.inre iH-n - ■ v mi WelKm-icbtrinoehivi-ien rl» ten^tindes «Pe? Hier*!'!''"*1" \'Vhr-ni.icbifreisteüen und VVehrra.ichl-tffllcn eitigewlesen werdon. »Fröhnchcr Auftakt« In Cilll Der Relqcn der Veranstaltungen dei Amtes Volkbildung eröffnet Eine fröhliche, lachfreudiqa Gemeinde, d;e den groben Saal de» Deutschen Hau« SL^S biä auls letzte Plätzchen füllte, begrüßte am 21. September 1943, veranstaltet vooi Amt Volkbildunq CilH den • Fröhlichen Auftakt«, mit dem der Rel-qen der Veranstaltungen 43 44 eröffnet wurde Unter dem Motto »Für jeden etwds« reihte ilch eine qlAnzende Oar-bietunq an die andere, die In bunter l'lTiuierel oufs liebenswürdigste von Rlsa Si'nhl .indf'küridiql wurde Auch als ql.»n/endo Akkordeonistln »teilte «Ich Ris ) Siioh! voi und wurde stürmisch be-jiiliplt Mit vollendeter Exaktheit und luf* vornehmste abfrestimmt brachte dfls Akrohntenpaar Hamilton die schwieriq-n hnri'riktH zur Schau, denen spon-♦r. er iiüüitll dankte. Charly Kaufm^inn, pifi i'um-^p In seinem Fache, bestritt !■ n rnu.iknlifichpn Teil am Klavier in h: rv .rraqe.Tior Welse und zeiqte auch . .p qr!v rht kennzeichnet, stürmischen Bei- 'an. Die Mitte der Dar«tel1unq»reihe war r1' • W erer-Luft« qew'dmet, die von iJrr! r 'i(»n V'^'cleln einer Grupoe des ' V .11, •> ,i,Ti:,ot)prnh.illetts qemf>insflm (I--! Ti tSn/erisch hervorinnend, In r,, Hfl stii- und Tprh'en Köstü- rn '".. 'um Aiiirl'uck qehrncht wurde \!- VTm tt|e'^n r1"r Wiener Luft lernten V,- eine entTflrVende Plnuderin, Ger-tr--'V P'ii'"kner kennen die auch durch fiiiÄfT- 7r -'hTipf i]phrflrhtfi Wienerlieder r,-I.IIS \V onpr SMmn'iinn hervorrauberle. ^ c. i-i),. A^ippd«; Vnn"tp dn^ he- ■ ■ tp Piih''Vun den FilmVnm'Ver Ru* •| f r' hp.r'iB'^n d'?r verschiedene • t ' n«"ie •bl"i«r in vollendeter ■^'o'tnr) S-frh*e. wahre 1 a'"hSi^l-.-ti ■h^f\ uTifl dorn K''an7f h^r- • ■ H '■ Lp ?!t'inqpn einen wiird'q''n • •. a nnb. Stiindl <1- H»0 ZnsclMieide*:ystPrnen nur noch <■= . P .liei (i'ib es in Deutschland IR'l 7 • Die Leistunq der f.. j. dn:-un'er leiden, wt'ii \ ip-ollen eines Mpi'teis oft jp n - h einem anderen System arbei (i i",f wir auch ein Hemmnis für i' ir.iinlisieriinq dei Betriebe, Det (i:.' rii.r Si'hnei'iermei«ter Welter-! ,11 N i %cii Jahnen an diesem Problem : '..1 !i(«t .ils Leitet des Fnrschunqs ! I fs füi Zii'<(hneii']pfFchnik im Auf des ReichsliRndwerkermeisters -i" cim mit füh-enden Fachleuten . ] für die Meriensr^ineider drfs i' ' ninhoils-Zuschne^iesystem qe-■ r' .p Ris System wird erstmaliq Im ! ? nit't(.'i rieht des Handweiks dorn-iif^Iohrt Der Reichshandwerker-I. " '•••' ' hfit anqpordtint, daß künffiq nur if.. h Einheitssystem qelehrf wer- .11 rHrf Auch heim Damens'-hneMer-(! X/.V.-'bps'hneiderhflnHwerk ist die V loirlipitlifliiinq zu erwarten. WIRTSCHAR UND SOZIALPOLITIK Ungarns Wirtschaftsoffensive Die Gründe für die Erhöhu-ig des Banknotenumlaufs und die Preissteigerungen Der Krieg bedeutet naturqemAß für die Staaten Südoiteuropat eint; ongelieure wirtschaftliche Belastung. Die Krise zu Beginn der 30iger Jahre hat fleh nirgends so katastrophal ausgewirkt wie in diesen Teilen Europas. In den ersten zwei Jahren des Krieges waren die Staaten in Südosteuropa meist auch bemüht, derartige staatlich lenkende Eingriffe möglichst zu vermeiden. Erst die mit dem steigenden Warenmangel infolge fehlender Verbrauchslenkunq auftretenden Inflationserscheinunqen veran-laOtpn die Roq erunqcn Siidosteuropas der Reihe nach, stärker und stärker in die Wirtschaft ihrer Staaten einzugreifen Eine gewisse Sonderstellung unter den südosteuropäischen Staaten nimmt auch I in wirtschaftlicher Hinsicht Ungarn ein, weil sein industrieller Charakter im Lauf der Krieqsjahre immer bedeutsamer geworden ist. Das Pre;«problem und die Lohnfraqe sind viel schcirfer ausqppiägt, weil inflatorische Erschelnunqen automatisch zu einei immer größeren Öffnung der qefürchteten Preisschere führen müsuen Der ungarische Fmanzminl-ster Dr Remenyi-Schneller hat nun die Grundsätze der unqarlschen Wirtfichafts-führunq da'qeleqi. Zunächst w'es or darauf h.n, daß Ungarn keine Inflation zu befürchten habe, wenn die Innere O'd-' nunq, die Einheit und die Disziplin des Landes aufrecht erhalten hUiiben. woran man nicht zweifeln könne. D'e Erhöhung des Banknotenumlaufs sei noch ; keine Inflation, und ohne sie könne kein i einziges Land den Krieq finanzieren Einen dei Hanptqtüntle für die Frhöhn iq des Banknotenumlaufs bildeten rl c G<»-biptsverqrößerunq des Landr« sowie luch df «'liFonm'"ß'.n hed'nnt'^ prtifthte PedÄrf an Banknoten zur Abwicklung ! der Ernte. |Die Gründe der Preissteig e-; r u n q e n j Zum PreisproMem gab der Mmifiter eine Zustimmcnfassunq der Gründe für die Pre'ssteiqerunq seit 13.19 in vier Punkten- 1. Bei der St^ibilisieninq der Preislage am 1 September 1930 Liqen die landwirtfirhaftHchen Preise so niedrig. daß man im voraus wiißto. daß sie allmählich und schr-ftweise »rhöht werden müßten. 2. Die f'nHn/iellen Auswir-kumtn dnr vor dem Krieg beschlösse-I nen sozialen M'^f^nj'hmpn traten in dor Prrisbil'l'inq erst im Li^ufe de« Kripqos ! in Erscheinung 3 Infniqe kriegsbpd'rq-' te' nel'Tsfunqpn miiRte di*" '?'puerschr."u-be stSrker anqezoqpn werd^^n 4 Di« Srhwleriqkeiten der Rohstn'felnfnhr sowie die starke F'hfthnnq der Rnhstoff-preise Im Ausland wirkten s'rh auch in der Preisblldunq au». Die Kriegsfinanz polltik de» Landes Sehr beachtenswert lind die Erqeb-nlssp der ungarischen Krleqsfinanzpoli- tik, über die dei Mimstei berichtete. £r wies xuxKichst daraul tun, die Gmschian-kungen, die Ungarn aui wirtsclidftli-chem G»bi«t vornehmea muBte, («leD außetordenlllcb nulde an Vergimch zu ander«n Staaten. Derartige bmschidn-kungen beruliten weder aui politischen Stellungnahmen noch dul welldusciiduii-cher Lmstellung, eoudern e» sind Folgen de« Kriegszwangei AU ihre giößte Leistung könne die ungansche Fiuaiii-politik die latbache anführen, daß in diesem Krieg 70 v, H. der Knugsaubga-ben aus Steuern und nur 30 v. H. aus Anleihen gedeckt v/urden, im vongun V/eltkney dogegen nur 5 v H. aus Sleu-ereinnahmen und 95 v. H. aus Anleihen. Für Südosteuropa richtungweisend Die m den Ausführungen des ungarischen Finan^ministers zum Ausdruck gebrachten Prinzipien der ungarischen Wirtsrhaftsfühiung sind besonders be-; achtenswert, weil sie, über Ungarn hin-1 ausgreifend auch für die übrigen südost-. europäischen Staaten richtunggebend »ein können. Die inflatorischen Erscheinungen sind, die Slowakei und Bulga-: rlen ausgenommen, in den übrigen Ge-I bieten des Südostens noch viel starker ! Ungarn kann aber zweifellos darauf hin-I weisen daß sie In Ungarn insofern nicht ' allzu schwer sind als auch die Erhöhung der Löhne die Pieisste'gerunqen im allgemeinen erträqlich macht. Man darf nicht übersehen, daß das Hinkornrnfn der breiten arbeitenden Massen bedeutend gestiegen ist, wenngleich, prozentuai gerechnet, der Preisindei seit 1939 wesentlich schnellei gestiegen ist all der Lohnindex Uber «Inen Maximallobn hinweg bieten jedoch gerade die großen Industriewerke, die die Hauptmusen der ungarischen Industriearbeiter beschäftigen. getarnte Lohnerhöhungen In Form verschiedener sozialer Zuwendungen. Der Umstand, daß Ungarn ernährungspolitisch mehr oder weniger unab-hängiq ist und hinsichtlich der Versor« qung mit den notwendigsten Industriellen Waren ebenfalls eine gewisse Selbständigkeit erreichen konnte, erleichtert natürlich auch die Führung der ungarischen Wirtsrhaft während des Krieges. Während Kroatien in iedor Hinsirht während des Krieges auf Einfuhr angewiesen ist fehlt e« in Rumänien und Bulgarien an der notwendigen eigenen Industrie, so daß die Lage dieser Staaten in vieler Hinsicht komplizierter ist Dies läßt sich vor allem von Kroatien feststellen, wo die inflatorischen Erschei-nunqen schon ein wesentlich größere« Ausmaß angenommen haben als in Un-qam Allerdinqs ist dort. Ähnlich wie in Griechenland, die Verschärfung der Finanzlage 7u einem großen Teil auf da» Srhuldknntn der früheren ital'enisrhen Mil't^rbrhö'-den zu schreiben. Dbcdies ist Unqarn nur qan? kurze Zeit militSri-srhps Aufmarf:rhqehiet qew^sen nnd wurde von einentlirhen Kr'''ashandlun-qen vftll'q v'>TS'"hnTit. so daß seine w^rt-schiftl'cbp '"nlw'rklunn ke'nen außer-ordpntlirben S'ößpn ausgesetzt war Sowjetfrauen als Sklavinnen 'n Per(iwerkcn und der Todeshölle Es war einst gerade das bolschewisti-!• ho .Moskiu, das in höchsten Tönen ii'il;cher Entrüstunjl in die Welt hinauii-lir iler Natioi.nlsozialismus erniedrige •• F jij ^ur Sklavin Es wurde zwar bald ' ' 11 nm diese Crcueiwnlzf denn zu ! 1 l; wMfen dotli die hohen W«!rte und l< iil'iircilfn un'' «sozialen I-cistuniien, «•radc für 'Frauen und Mütler im ■i n 1 fulschland (ie?rhaffcn wurden. — .!.• I '-''cn •B. «chützer« vor Fraiuntum I",! . hl ohcr Würde ßaben aber nicht •n I 'ut d.?R Mißfallens von sich, #ls . H.-r.i '■■lUchcwistischcn Untcrweltstaat •r mcSr Nachrichten sickerten. d;e nr.-n ließen, dnß der Bolschewismus ' F nuri'um In der niederträchtigsten n-i ' F'lflpn trat. Es wird jetzt in ' ' ?»n fr-umphier -nd verkilndet, daß n-ir Hau«frauen als Traktoren- und ' - chcrfiihrerirncn in der Schwer-' ■ in c'en sibjrischfn GoldberiJ-'' f zu HiindertHus irden schu'ten. 1 wird so^ar der gefährliche ' 'er T\-lrtieriStfer in den urwirtli- der Materialschlachten einfjcsetzt chen NordiJebieten als neuer »Beruf* der Sowjetfrau (Jcnannt. Man rühmt sich, daß die Zahl der Kir-Ijisenfrauen, die als Bergarbeiter in die Gruben ßehen milssen, immer mehr an-steijie. und au* Taschkent wird ijemeldet. daO lausende usbekischer Mädchen als Hauer in den Kohlenschfichtcn unter Tafje, angeleitet von den besten Stachanow-.Ar-: heitern, ihre Norm genau so wie die männlichen Bergarbeiter erfüllen Was das für Frauen bijdcutet. unter schwierigsten äufleren Umständen zu schwerster Arbeit gezwungen zu werden, die nur kräf-ti<^e Männer ausfüllen können, braucht nicht erläutert zu werden Aber da röhrt sich keine Weltstimme der Empörung, denn diese "einzigartige Kviltursciiande verübt ja der jQdisch-hoIschewtsliBche »Idenlstaat». der die Gleichberechtigung der Frau so weit konsequent durchführt, daß er sogar Frauen in ganzen Fiataillo-nen in die Todeshölle der Material-schlachfen treibt Kroatien reguliert die Donau 124 kra Dämme werden repariert Die großen < eutschen Donau.egulle rungsfiibeiten unter denen das Vorha ben in Stiu« enyau bei Grein das bedeutsamste ist, haben üa/.u geiiihit, daß auch die anderen Länder als Anl e ler an diesem wichtigsten Verkehrsweg Mitteleuropas den Reguherungsarbeitcn in ihrem Flußgebiet p:höhte Aufmeiksam-keit zuwenden Auch für den jungen kroatischen Staat hiit f'ie Df>nau große Bedeutung als B iideglied mit dem euro Plüschen Westen und dem Südosten Kroatien hat nur 124 km des rechtcn Donaugobieles in seinem Besitz. Unter jugoslawischer Herrschaft wurden an den Dämmen kaum Reparatur.nrbeiten vorgenommen Fast jrd'.'s J.nhr wurde I das rechte Donauufer weithin überschwemmt Die Hauptdirektion füi öffentliche Arbeiten in Zagreb bemiibt s'rh jetzt energisch um f'en Aushau, die Reparatur und die Neuanlaqp dipser Dimme. die für die kroatische Srh'ffihrt und Landwirtschaft so sehr wichtiq sind Im Sta.its-hnu'ihalt sind für diesen Zweck 23 Mll-Honpn Kuna vornesehen Glpich'eitiq hat man die Absicht, die In d'p Donau mündenden Flüsse beson'Vrs die von der Fruskn Gora kommenden Wildwässer zu rernil'eren imd hofft r^amit nicht nur einen stetigen Peaelstand zu erreichen, sondern auch d'e öbprschwpnmunqen unmöglich zu machen Erweiterung der Bezuqsrhelnpfllrhl für Beltledern und Handschuhe. Dirch einen Nnchtraq 4 zur Anordnunq I 4."^ vom 21 Seofember 1943 der Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete Ist die Liste der bezngsbe«chränkten Sninn-stoffwaren* dahingehend geändert worden daß Bettfedern von Verbrauchern mit Wirkung vom 24. September IP43 ab nur auf Bezuqscheln bezonen v.'prd^n können Dazu gehören auch aufgearbeitete, gebrauchte Bettfedern fCouchPS), Inlette, Matratzen Keilkissen, Konfkls-«en, Derkbetten, UnterbeMeri S^ppp-und Daunendecken usw Gleichzeitig w'rd die noch bestehende Punkt^-frelheit für einige Arten von Handschuhen auf-qehohen (RA Nr 222, vom 25 September H41.) Relcfishahn befördert Kartoffeln nur noch als FrachlstOrkgut. Zur Entlastung des Ellstückgutverkehrs werden Kartof- feln zur Beförderung auf der Reichsbahn ab sofort nur noch als Frachtstückgut angenommen Die Beförderung von Kar-' löffeln als Espießnul, beschleunigtes Eil-slück- und Eilstückgut ist hl« aut weite-re.s ausgeschlossen. Nur einmalige Gültigkeit der Zucbt-pferdekarten. Im Gegensatz zur Pferde-karte fü? Nutzpferde, die eine Gült'g-keit von drei Monaten hat, ist die Gül-tiqke.tsdöuer der Pierdekarte für Zuchtpferde nur auf den einmalia^n Hesitz-wechsol von Züchter zu Züchter, gegebenenfalls unter Einschaltung eines Pfo'^dekaufmnnns oder Verkaufsvermitt-ler«, beschränkt. I Verlängerte Absatzerleichterung für f^ •l/saii''d|pn. Durch eine Bekanntma-chunq dar Gemeinschaft Schuhe ist die I Frist, in der Holzsandalen bi» zu be-I stimmten Preisgrenzen an Letztverbrau-I eher frttl abgegeben werden dürfen, bis 1 /um 31 Oktober 1943 verlängert wor-• den. Prelsp ffi-- Ölsaaten fn RnmÄnlen. Das Generalkommissariat für die Preisbildung hat den Höchstpreis für Sonnenblumen-I samen ie Waggon zu 10 000 Kilogramm I m't 2''>0 0nn Lei, für Leinsamen mit 4.'5ri noo Lp' für Hanfsamen mit 3fi0 000 Lei und ffl Soja mit .S20 000 Lei festge setzt Für Rl7lrus»fimen oelten 420 000 Lp' iinf' für Tahaksamen 400 000 Lei al» Höchstpreise SPORT u. TURNEN Kamp! der letzten Vier am 17. Oktober Die Sieger der dritten Schlußrunde lum Tschammer-Pokalwettbewerb, die mit den Begegnungen Dresdner SC— VFR Mannheim, 1. FC Nürnberg—Virnnt, Holsteio Kiel—LSV Hamburg und FV SaarbrQckeo—Schalke 04 am bommendeii Sonntag, den 3. Oktober, xur Durchfüh-rung kommt, treffen in der Vorschlußrunde aufeinander. Der Kampf dur leti-ten Vier gehl am Sonntag, den 17 Oktober, in neutralen Austragsorten vor »ich. Cillier Sport für das Kriegs-WHW Mit lobenswertem Eifer führte die SO Cilli, wie bereits berichtet, die angekündigten Veranstaltungen für das Kriegs-VCTIW am vergangenen Sonntag durch. Die Darbietungen am Vor- und Nachmittag lockten einige hundert Zuschauer an, wciche mit viel Interesse die einzelnen Kämpfe • verfolgten. Vormittag gab es im Stadtpark Tischtenniskämpfe und zwar je ein Einzel der Männer und Frauen und ein gemischtes Doppel, wobei man das hohe Können'de» steirischen Gaumeisters Edi Wretschitsch bewundern konnte Die darauffolgenden Darbietungen der Turnerriege brachten ausgezeichnete Leistungen und da» an-schfieOende ulkige Schneckenrennen der Radfahrer zeigte großes Können der Teilnehmer und brachte viel Lacherfolg, Alle Beteiligten der Vormittagskkmpfe sind Mitglieder der SG Cilli. Das FuQballspicl .am Nachmittag xwi-schen den Grazer Schiedsrichtern und den Altherren der SG Cilli brachte den Heimischen einen verdienten 4;1-Sieg. Man konnte auf beiden Seiten zeitweis« flberdurchschniftliche Leistungen feststel-l^n und die Wahrnehmung machen, daß einige der Aliherren auch in der Kampfmannschaft noch einen würdigen Platx einnehmen könnten Auf dem Sporlplatz der BSG Westen wurde ein Spiel zwischen der Ortsgruppe CilÜ-Köttinß und der Ortsgruppe Tüchern ausgetragen. Tüchern siegte überlegen mit 9:2. * Aua der Abteilung Rapid der Mar* burger Sportgemeinschaft. Mittwoch um 19 Uhr findet im Gasthaus Emerschitz in der Nagysliaße eine wichtige Au»-scbußsitzung statt, zu der alle Mitglieder zu erscheinen haben Der Abteilungsleiter. In der Kärntner Gauhauptstadt standen »ich die Lokalverelne KAC-Rapid und LSV gegenüber. Vor 1500 Zuschauern vermochte die Wettspleigemelnschaft knapp mit 2:1 (1:1) Treffern zu »iegen. Der Deutsrhiandnreli (.'54 0 00 RM, 3000 Meter) endete am Sonntag In Berlin-Ma-riendorf mit dem unerwarteten Sieg von Maiwein In 1:27,9 vor Missouri, Marco und Lucius. Bei den Tennismeisterschaften den GAK ging im MSnnerelnzel Garet» vor Dennino als Sieger hervor Pum und Rifickh besetzten d'e dritten PlÄtze. Bei den Frauen triumnhinrte Frau Deanino. Im MännprdoT>pe1 fiel der Sieg an Altmeister RIerkh und Pum, Spielfolge in der Gauli({a Die Paarungen In den Gruppen A und B der tteirlscben FuBballmeUterachaM Die Wettkämpfe um die steirische Fußbollmeisterschaft treten immer mehr in den Vordergrund Die untersteiriichen Titelar.wärier sind auch in diesem Jahr in der Gruppe B zusammengeschlossen und schicken sich mit allem Eifer an, den stolzen Titel eines steirischen Fuß-ballmeislcrs an sich zu reißen. Die Spiclfojifr ' eine Pastorstochter nicht ganz iJ '' I Höhe Aber nun lies den Brief. 1 "I i^t ein Pripiermes-^er.« :Ü! hnitt das Kuvert auf und las ' • n- lieb»' r:'fi. Seit 24 Stunden bin ich ' t in Berlini Konsultationen bei hw ■ .'jner Als er mich sieht, beglück V. i ith or mich, und als ich erstaunt ■'■n firi'jp wozu erfahr ich. daß Mini-,-i Ii rpktoj Müllersflort eben bei ihm '.vt^ n und ihm erzählt habe Innstet-I-; Ii - in: M nisterium berufen Ich bin ein w'nig 4; gerlich, daß man derglel-. : •!, vfi'i eini*m dritten erfahren muß A|m : ;n meinpm Stolz und memer I =>im' fvich verzifhen Ich habe es i;- immer gpwiißt (schon als I ni'h iiiM rlen I? h : hcriowern war| daß lIv'is riiis ihm werden würde. Nun k •":tn» PS Dir zugute Natürlich müßt ifi' r IIP Wohnung h'"t)en und eine an-•|i p nrii htiinq Wenn Du meine Hebe f -fi g .-iiLit mpines Rates dabei bedür |cii II kf'Hn'n, so komme so rasch es (, , i /ii!' erlaubt Ich bleibe acht Ttip r in Kur und wenn es nicht an -I-h' ' viPÜeirht noch etwas llnqeri s bv d-iirkt sich unbestimmt dar- lü.f US Irh hah)H eine Privatwohnunq ip 'Ir,' SrfiÄ.i-.vstrHßp qenommeri ne 1 (i-m mp niqpn sind noch Zimmer fiel VV.is e«i mit meinem Auqe ist, dar- über mündlich) vorläufig beschäftigt mich Eure Zukunft Briest wird unendlich glücklich' sein, er tut immer so gleichgültig gegen dergleichen eigentlich hängt er aber mehr daran als Ich. Gruße Innstetten küsse Annie, die Du vielleicht mitbringst. Wie immer Dein» Dich zärtlich liebende Mutter Luise von B Effi legte den Brief au» der Hand und sagte nichts Was »ie zu tun habe, das stand bei ihr festi aber »ie wollte es nichl aussprechen, Innstelten sollte damM kommen, und dann wollte sie zögernd Ja sagen. Innstetten ging auch wirklich In die Falle »Nun Effi. du bleibst so ruhig.» »Ach Geert, es hat allos so seine zwei Seiten Auf der einen Seite beglücltl es mich, die Mama wiederzusehen, und vielleicht sogar schon In wenig Tagen Aber es spricht auch so vieles dagegen.« • Was?. »Die Mama, wie du weißt, lat »ehr bestimmt und kennt nur ihren eignen Willen Dem Papa gegenüber hat sie alles durchsetzen können Aber ich möchte gern eine Wohnung haben, die nach meinem Geschmack ist, und eine neue Einrichtung, die mir gefällt.« Innstetten lachte »lind das Ist alles?« »Nun, es wäre gerade genug Aber es Ist nirbt alles." Und nun nahm »ie slrh zu ammf'n und sah ihn an und sagte »Und dann Geert Ich möchte nicht gleich wieder von dir fort.« •Schelm das sagst du so, well du neinp Schwäche kennst Aber wir sind alle so eitel, und Ich will es glauben Ich will es glauben und doch zugleich den Heroischen spielen den Entsagen den Reise, »obald du'» für nötig hältst und vor deinem Herzen verantworten kannst.« »So darfst du nicht sprechen, Geert. Was heißt das ,vor meinem Herzen verantworten Damit schiebst du mli, halb gewaltsam, eine Zärtlichkeitsrolle zu, und ich muß dir dann au» reiner Koketterie sagen ,Ach Geert, dann reise ich nie. Oder doch »o etwas Ähnliches.« Innsteften drohte Ihr mil dem Finger »Effi, du bist mir zu fein Ich dachte im mer du wärsl ein Kind, und sehe nun, dnß du das Maß hast wie alle andern Aber lassen wir das. oder wie dein Papa immer sagte. das ist ein zu weites Feld Sage lieber, wann willst du fort?« »Heute haben wir Dienstag Sagen wir also Freitag mittag mit dem Schiff Dann bin ich am Abend In Berlin.« »Ahgemachl Und wann zurück?« »Nun, sagen wir Montag abend Da» sind dann drei Tage.« »Geht nicht Das ist zu frflh fn drei Tagen kannst du's nicht zwingen Und so r^Bch läßt dich die Mama auch nichl fort.« »Also auf Diskretion.'. »Gut.« Und damll erhob ilch Innatetten um nach dem Landratsamte hinüberzugehen. * Die Tage bi» zur Abreise vergingen wie im Fluge Roswitha war »ehr glück lieh »Ach gnädigste Frau, Kessir» nun ja aber f^erlin ist es nicht Und die Pferdebahn Und wenn e» dann lo klin gelt und man nicht weiß, ob man links oder recht» »oll. und mitunter ist mli schon gewesen, als ginge alle» grad über mich weg Nein, so was i»t hier nicht Ich glaube, manchen Tag sehen wir keine sechs Menschen Und immer bloß die Dünen und drauHen die See Und das rauscht und rauscht, aber weiter ist es auch nicht».« »Ja, Roswitha, du haal recht. Es rauscht und rauscht Immer, aber e» ist kein richtiges Leben Und dann kommen einem allerhand dumme Gedanken Da» kann! du doch nichl bestreiten, da» mil dem Kruse war nicht In der Richtigkeit.« »Ach gnädigste Frau .♦ »Nun ich will nicht weiter nachfor sehen Du wirst es natürlich nicht zu geben Und nimm nur nicht zu wenig Sachen mit. Deine Sachen kannst du eigentlich ganz mitnehmen und Anniek auch.« »Ich denke, wir kommen noch mal wieder.« »Ja, ich Der Herr wünscht es Aber Ihr könnt vielleicht da bleiben, bei meiner Mutter Sorge nur, daß »le Annle-chen nicht zu »ehr verwöhnt Gegen mich wai »ie mitunter streng aber ein Enkelkind « »Und dann Ist Annlechen ja auch io zum Anbeißen Da muß (a jeder zärtlich sein.« Das war am Donnerstag, am Tage vor der Abreise Innsteften war über Land gefahren und wurde erst gegen Abend ziirilck^rwartet Am Nachmittag ging Gffi In die Stadt bis auf den Marktplatz und traf hier in die Apotheke und hat um eine Flasche Sal volallle »Man weiß nie. mit wem man reUt,« »agte sie lo dem alten Gehilfen mit dem »ie auf dem Plauderfuße stand und der sie anschwärmte wie Gieshühler selbst »fst der Herr Doktor zu Hause?« fragte sie weitet, als sie da» Pläschchen eingesteckt hafte. Gewiß gnädigste Praui er lat hier nebenan und liest die Zeitungen.« »Ich werde Ihn doch nicht »tören?« »O nie.« Und Effi trat ein Es war eine kleine, hohe Stube mil Regalen rings hemm, auf denen allerlei Kolben und Retorten standeni nur an der einen Wand befanden sich alphabetisch geordnete, vom mit einem Elsenringe versehene Kästen, in denen die Rezepte lagen Gieshühler war beglückt und verl» qen. »Welche Ehre Hier unter meinen Retorten Darf ich die qnädiqe Frau auffordern einen Augenblick Platz tu nehmen?« •Gewiß lieber Gleshübler Aber auch wirklich nur einen Auqenblick Ich will Ihnen Adieu saqen »Aber meine gnJIdlqste Frau, Sie kommen ja doch wieder Ich habe gehört, nur auf drei vier Tage .• »Ja, lieher Freund. Ich »oll wiederkommen. und es ist sogar verabredet daß Ich spätestens In einer Woche Wirde» In Kessln hin Aber ich könnte doch auch nicht wiederkommen. Muß Ich ihnen sagen, welche tausend Möglichkeiten es gibt Ich sehe. Sie wollen mir »agen, daß ich noch zu jung »ei , auch Junge können sterben Und dann »o vieles andere noch Und d« will ich doch lieher Abschied nehmen von Ihnen, als w&r' e» für immer.« STADTTHEATER MARBURG-Drau Mittwoch, den 29 Sepl 1941: Geschlossene Vorstelluna für die Wehrmacht DER KUHREIGEN. Oppr in 3 Akten von Wilhelm Kienzl Beqinn 20 Uhr. Ende 23 Uhr, Kein Kartenvetkaufl Donnerfitag, den 30 September 1943: Erst-aufführunq DEH I.CGNER Lustspiel In 3 Akten von Carif Goldonl Musik von C CzarnlawskY Preise I Beqinn 20 Uhr Ende 22.30 Uhr UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MASBURG-DRAU | BURG-L IC HI SPIELE HmU Ii II ». 10« (Ai Ptranit ni> Liiav MAranback, Karl tckBsMkk. Blukttli UarliM nr.H Dorn tu <•"> p1k«nt-«mO«anti>n Li»*t»piel Die Wirtin zum »Weißen RöQl« FOi Jugt-ndlltliv untai II Jabmo uirtii tugflnüttioi ESPLAMAOE in 18 311, Z0 4.S llhi Ar 13 45 («) 18 10 ?0 4^ (Jhi Lache Bajazzo lln Tobli-Pllm mit Paul Hflrbigei Montka Borg. Dag-■y Sarvaas, Ben|niiitno Glgll Karl Martcll. Hclof Mog und Guilav Waldaa. Ein nauartiget Mutikfllm, dai *00 L«on(.iival]o)> harrllchon Oparnraolodlen arfüllt, d«t lr#glnhe Gei-hlrk dei B«)biio argralfand ichll-dert. - Flli Jugendllcha alcbi lugalasiant I icltil«p(efe KaJertonsc^iile Mittwoch M. und Donnarftag, M. laptanbar Eine Frau wie du Brlgtila Mora*T und JoacbUo Gollictaalk In alnaii r rlubnlsfllmi Ptk JoganMIck« Btckl tM«>****>l Praltag, 1 Okt. gaachloiiana WahnnachtToratalluBf. BM»q-l.ich<«pe^e Pe^aii Mlttworh, lt. aod Donnrnlng, SO. Saptpaiihar Gern hab ich die Frauen geküßt mit Iwan Patrowliach, Thao Llngen, Elisa llllard u. a. Muilk von Fran» l ehAr — PQr lugenilllche ziigelaiian. Mittwoch und Donnaratag um 15 Uhr Jugandvorital-lung mit vollstHndiqera Ptngramm. BpI dan Abendvoratailungen waiden Jugandllcha wagen Platzronnqal Dicht vorgelatsan t icht«püeNI>eatfer Rann Mtttwof h 2» und Donnentag, .10. September ,,Baviria-Filnikun»t Fasching mit K'rln Hardt Hilda Köibtsr, Lotia Lang u. Fllr JugendllrhB nlihl tugi'l4t»unl Liclilsniete Mlttwurh 29 i'nrt Dnnn»r*lag, 30. September Poilzeifunlt meldet... F'i ipaiinende' Kriintrv»il(llm mit lola MUthel, Jaipar vi>D Oirtien u a. — FUr Jugendllthe nicht lugelaiien. Bli Donneraldg, 30. Seplrmhor Die schwedische Nachtigall Ein Ffifif ni ni I llir VVernff KdrI Ludwig DIehl, Joariilm GotlKkalk, Marianne SImsnn usw. — Spiel-Ipitiinc) Peter Pniil Brauer - Musik: Fran* Grothe POr Jugrndlirh« olchi lugelaxiiao» FilmiKealet Tüller Wegen Betrl«b!(itrrung bin aul weiteres genchloRxen. l"). und lö. Oktober Zieliunii 1. Klasse der 10. DeotHbcn RcitiisloBcric mmiti Staatiictie Lnftene-Bmorthme PlorDurit - Dfau. nt^rreiiD. 2) Fernruf 20-47 ______/H TU 3— RM )e Klasse _____/4 lu d— RM )e Klasse lu 12— RM le Kl.isse lu 24 — KM |e Kirtsse Name;_____________________________ Ausschneiden «ind einsenden! X Amtliche Bekanntmachuticien Der Landrat d«f Kreises P • 11 ■ n (Veterlnlramt) Viehseuchenpolizeiliche Anordnung Die mit meiner Anordnung vom 28. Juni 1943, ZI. Vet< nwnrlyehOhi be< Abholung dm Angabata }S Rpl bat Zuiandung durch Po't odei B<qeo Vnrisiniiendung dei Ba traaaa laurh gOltlqi Rnpfmarkeu) lufqfiiummun MlndettqeliUbi lOt elaa Kieme Anietqe I RM «M Zu verkaufen Slemens-Rundlunkempfünger, 3 Röhren, um 250 RM zu verkaufen Adresse In der »M. Z.«, Marburg-Drau. 887-3 Hausrat-Sachveneichnlsse runi Preise von 5 Rpf erhältlich in der Papierhandlung H. Sa* am Burgplatx. 808-3 Zu kaufen jfesucht Tausche 2 Zimmer und Küche In Brunndorf gegen gleiche od größere im Stadtzentrum. Für den Tausch kommen nur Eisen-bahnangehörige in Betracht, i Auskunh; Emil-Gugel-StraSe ' 38/82, Baracke.____ 884-9 Tauarha ichAnes Zimmer, Kfl- ^ che, Speii und Keller gegen 2- j Zimmerwohnung oder gleiche am rechten Drauufer. Anschr In der »M. 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Für den Tausch kommen nur Fl^enbahnangehöriqe In Betracht. Auskunft: Fmil-Gugel-Straße 38/82, Baracke. "_______ 903j9 Tausche schöne, abgeschlossene Zwelzlmme/wohnung im Neubau genen 2^-Zimmerwoh-nung. Zuschr \int<»r »Sonnig« an die »M Z.«, Marburg-Drau. 904-9 ünferrlcht CaratU gMtmr Aranai^ Präparat* - m» m» ~ ErmmlrLmjfmt Stellengesuche Handelskars Kowat^rh, Marburg, Herrengasse 46 Beginn sämtlicher Abendkurse am PrHtaq. den 1 Oktober M9 10 Schlüsselbund mit einem Lederriemen verloren. Abzugeben gegen Belohnung Emil-Gugel-Strafie 38 Zinuner 82, Baracke, Marburg-Drau. 886-13 Ver9chi'"''?nc8 Junge Kassierin sucht Stella. Zuschr. unter »Kassierin« an die »M. Z.t, Marburg-Drau. 894-5 Verantwortliche Stelle mit größerem Wirkungskreis von ehemaligem Kaufmann, mit Kontenrahmen, Durchschreibebuchhal-tung und Korrespondeni vertraut, gesucht. Gefl. Zuschriften unter »Deutsch 53« an die Verwaltung erbeten. 895-5 Kassierin sucht Stelle. Eintritt sofort. Anichr. In der »M. 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SlO-14 FimHo . Verluste Z«itungsauiträger-In für Pettau für die Vormittagsstunden drm-gend gesucht. Vorzustellen In der Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung«, Pettau. ___—6 Hausgehilfin nur für trtqsüber gesucht Gornikstraße 29 eben erdlq, zwischen 12 und 15 Uhr MarburqT)rau 7^18-^ Bilanzsichere Buchhalterin oder Buchhalter für täglich zwei Stunden wird sofort aufgenommen. Anzufragen In der »M Z.«, Marburg-Drau ____807-6 Ruhiges Ehepaar oder alleinstehende Frau als Hatishdlts-hllfe, arbeitsam, verläßlich, bekommt gute Aufnahme. Möbl. Sparhordzimmer, Verpflegung, Bezahlung. Zuschriften unter »Gute Leute« an die Geschäftsstelle der »Marburger Zeitunq«, aiH.________________37')-6 Suche drinqend Bedienerin. 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Zimmer, wenn möglich mit 2 Betten. Anschr, In dar »M. Z.«, Mar1>urg-Drnu 900-fl Großer weiRgrauer Hnse vom Gdrten am 27. d. vormittags durch junfje Burschen entwendet. Beobtichtungen und Anga ben d'^s Verbleibs bzw. Erfassung des Täters werden mit 20 RM belohnt, Regina Göttlich, Bruiindorf, Moltkogasse 15 (angrenzend Brunndorlei wald). ___ ______908-13 jtauer rechter Wildloderhand-schuh verloren Franziskanerkirche, Parkstraße, Carneristra-ße. Abzugeben gegen Belohnung Carneristraße l, Marburg-Drau. 875-13 Tausche 2 Paar guterhaltan« Dam«nichuh« Nr 38 für Nr. 39 oder Teppichläufer, drapp«n Pelzkragen. Zuichr unt. »Bald« an dl« »M. Z.«, Marburg-Drau. ' 912-14 Tausche Kotfergrammuphon mit Bingebdutem eiektr, Tonabnehmer und 10 Stück Scballplatten gegen eine gute Harmonika. Zuichr. unter »Plattensp.eler« an die »M. Z.«, Marburg Drau. 913-14 Tausche Damenstraßenschuhe Nr. 38 gegen Damearegen-schirm. Anträge unter »Regenschirm« an die »M. Z.«, Marburg-Drau 914-14 Tausche Speiskasten, Tisch, 2 Stockerl, Stellage, gegen Herrenanzug mittl Größe, Regenoder Hubertusmantel Krois, Marburg-Drau, Th, Körner-Straße 81. 916-14 Eiektr Kocher um 50 RM zu verkaufen. Gasthaus Dolin-schek, Marburg-Drau. Kärntner-straße. 915-14 Zweiflammigen eiektr. Kocher tausche gegen Damen-Goiserer oder Stiefel Nr. 37. Jevnischek, Cilli, Lahn 1. 381-14 Kasten, elntüriq, poliert, gegen qutes Gasbackrohr zu tauschen) einige Bilder zu verkaufen — Adresse erliegt in d Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung«, CillL 382^4 Zimmer mit 'i Betten auf 14 Tage in gutem Hause per sofort in Clin gesucht Angebote; Hauptpostlagernd Cilli, EF 100 901-8 Älterer PenslonUt sucht möbl Zimmer mit oder ohne Kost für Oktober oder November Zuschriften unt »Vornusznhinnq« an die »M Z.«. Marbtirg-D'-au 902-8 Rote Kreuz Wohnort- u. Anschriftänderunj^ müssen unsere Postbezieher solori dem /usiHn dlgen Poslami (nichi dem Ve-Iagl melden .Mnrbtirger Zellunq* Verlrlebsflbiell'ino NerliBt für dos Deutsche^ n unsere Posibezieher! Wenn der Postbote zu Ihnen kommt und die Bezugsgebühr für die »Marhiirger Zeitungt einhebt, bitten wir Sie. damit In der Zustellung keine Unterbrechung eintritt, die Zahlung nicht zu verweigern Bezugsgebühr ist immei in voraus SU bezahlen »Marburger Zeitung«, Vertriebsablellung I " i Tausche schöne, sonnige Ein- j zimmerwohnung im Neubau, , qeqen , Zweiziminerwohnunq j womöql. mit Bad. Gehe dazu fast neues Fahrrad Adr In rler »M. 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Die beglückende künstlerische , Höhe seiner Darbietungen gestaltete es darüber hinaus für die sehr zahlreich [ erschienenen Zuhörer zu einem starken. ; freudig bedankten Erlebnis. i Haydns Symphonie Nr, 6, »Die Sym I phonle mit dem Paukenschlag«, eröffnete . mit ihren, zarten, heiteren so ungemein anmutigen Klängen den Abend. Unter der sicheren und zugleich lockeren, von einem durch und durch musikalischen Temperament getrhgenen Stabführung Hermann Frlschs, der sein willig folgendes Orchester — bald dämpfend, bald lockend, bald hochreißend und dann wieder in wiegende Rhythmen Ausschwingen lassend — zu schönem Erfolg führte, kamen alle Feinheiten des Werks zu reinster Gelhing: Das nalv-relzende Adagio cantabile, die schalkhafte Grazie des Vivace assai, das mit seinem vielfältig abgewandelten, in den verschiedensten Tonarten wiederkehrenden Thema wohl den bekanntesten Teil der Symphonie darstellt, das ein wenig fllt-vflterisch elnherschreitende Andante, das Menuetto, das fast wie ein Wiener Ländler klingt, und endlich das schon Volksdichter Otto Pilanzl gestorben Ei Künder salzbur^ischen Volkstums Es ist ein tragischer Zufall, daß just In dem Augenblick, da das Salzburger Heimatwerk sich anschickt, salzburgi-sche Art in einer Großveranstaltung herauszustellen, deren urtümlichste und reinste Verkörperung, der Volksdichter Otto Pflanzl, in aller Stille dahingegangen ist. Sein tiefes, aus reinem, gläubigem Herzen quellendes Gemüt und sein urgesunder deutscher Humor haben in seinen Gedichten und Schnurren ihren Niederschlag gefunden Er lehrte, durch die Tünche einer verlogenen und oberflächlichen städtischen Kultur hindurch zu den reinen Quellen ewigen Volkstums vorzudringen. So ist Pflanzl, aus einem Kreis und einer 7.elt stammend, in denen die Werte de« Volkstums noch galten, über Irrungen und Wirrungen hinweg, in denen das Volk sich zu verlleren schien, feste Brücke geworden zu unserer Zeit, In der die gesunden Kräfte des deutschen Volkes wieder ihren Erwerker fanden. So Ist es mehr als ein Zufall, wenn gerade Pflanzl, der hei Tausenden von Ge- legenheiten zu Hochzelt und Taufa, zu Begräbnis und (rohem Pest nach gutem alten Brauche aus tiefst gefühlter Teil- Mozart'schen Geist vorausahnende entzückende Allegro di niolto, das man nur mit Bedauern sich zum Finale runden hörtel Nach einer kleinen, von immer wieder anschwellendem Beifall erfüllten Pause folgte Beethovens Violinkonzert D dur op 61, das in der großartigen Einfachheit seiner Themen eines der schönsten Violinkonzerte der gesamten Mu-sikliterntur darstellt und allgemein als Gradmesser für das technische und musikalische Vermögen eines Geigers gilt. Dieses Werk, dessen Besonderheit darin besteht, daß Beethoven hier, entgegen s einer sonstigen Gepflogenheit, das Thema des ersten Satzes, AMegro ma non troppo, dem des zweiten — Larghetto — sehr stark annähert, fand in Walter Schneiderhan, einem der führenden Geiger unserer Gauhauptstadt Graz, einen hervorragenden Interpreten. Walter Schneiderhan verfügt über eine unerhörte Technik und eine tiefe, echte Musikalität. Sein bei aller Wärme der Empfindung immer beherrschtes Temperament verleiht Ihm eine kraftvolle Sicherheit der Bogenführung, die selbst die höchsten Töne wundervoll klar und edel gelingen läßt Besonders sein Adagio im zweiten Satz, der die strenge Liedform wie zu einem ungeheuer stimmungsvollen Landschaftsbild auflöst, war herrlich Das Orchester gab der Geige unter Professor Frlschs feinfühlig verständnisvoller Führung eine schmiegsame Begleitung und Untermalung Die Begeisterung der Hörer, die nach diesem Werk besonders groß war, rief neben dem So listen auch den Dirigenten wiederholt auf das Podium zurück Den Abschluß des Konzertes bildete die Symphonie Nr. 4 d-moll op 120 von Robert Schumann, ein dämonisch nähme an Freud und Leid Festsprüche schwungvolles Werk, dessen einzelne Ab- und Gedichte verfbflt hatte, am 6. April 1938, als der Führet zum ersten Male nach dem Anschluß der Ostmark nach Salzburg kam, Im Karabinierl-Saal der Residenz mit einem »elbstverfaßten Ge- schnltte — Introduktion, Allegro. Romanze, Scherzo und Finale — In einem Satz vereinigt, eine rauschende Klangfülle auf- und abschwellender Stimmungen darstellen, die In der tonschönen, dicht den Führer begrüßen durfte Nie- , vom leidenschaftlichen Temperament mand anderer hätte dies besser vermocht als er, der mit seinem Leben und Schaffen so tief innen, inmitten der Gemeinschaft stand. Jede Zeile, die er in seinem Leben geschrieben, jedes Wort, das er gesprochen hat, ist ihm aus dem des Dirigenten gelenkten Sprache des Orchesters die Zuhörer wie mit einer Flut von Gedanken und Gefühlen überschwemmte und davontrug. Nach diesem köstlichen musikalischen Erlebnis dem noch einmal langer und tiefsten Zusammenhang mit dem Volke, j frpufjjfyster Beifall folnte, nfthm man die dessen Sorge und Nöte er wie kein an derer gekannt und geteilt hat. erwachsen. In Würdigung der großen Verdienste, die Pflanzl sich um die Pflege salzbur-glschen Wesens und salzburglscher Art erworben hat, hat Gauleiter und Reichs-statthalter Dr Scheel ein Parteibegräbnis angeordnet schönsten Erwartungen für die weiteren Veranstaltungen de« kommenden Konzertwinters mit nach Hause. Fr P Der Dichter Hermann Claudius erhielt anläßlich der dritten niederdeutschen Dichterstunde im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin den Mecklenburgischen Schrifttumspreis 1943 Wie ich zum Erzählen kam Von Heinrich Zerkauten Es war auf einer Vortragsreise durch die Kurmark Bis hinauf zur damals noch Eolruschen Grenze ging die Reise. Wir amen auch durch dis ntille Heimatdorf meines Begleiters und an der Schule vorbei, in der er selber einst Schreiben und Rechnen erlernte Ob wir einmal Halt und dem Lehrer unseren Besuch machen wollen? An die fünfzig Kinder zählt« die Dorfklasse junge und schon ältere, Buben und Madel. Wir platzten mitten in den Unterricht hinein, und der Lehrer bittet mich, SP'nen Schülern etwas vorzulesen. Vorlesen? Ach was wußten die Kinder von mir, was irh von ihnen? Die da in den Bänken snßen, die waren wohl zunächst ebenso überrascht wie Ich selber. Ich glaubte auch, in Ihren jungen Augen ein gespanntes und leicht komisches Mißtrauen zu entdecken. Wie sie aber so vor mir saßen, brav und neugierig zugleich da stand unbewußt die eigene schöne Schulzeit in Bonn am Rhein wieder vor mir auf • Ich hielt mein Heft In der Hand, aus dem f'h d e Rtieinfahrt des jungen Bonner Replhoven vorzulesen gedachte Statt dessen aber, mit selber ein wenig wunderlich, begann ich von meiner eigenen Schulzeit zu erzählen, von jenem Tag aiKh mit seiner grimmigen Not, da Ich me,n Taschentuch zu Hause vergessen hatte Täglich überprüfte unser Fräiilpin Lehrerin die Sauberkeit der Taschentücher Mein Gesicht lief rot an v'v '=!rhrpfk und Angst: ich hatte das rrp'ne vprnessi^n Mir liefen schon d'e hellen Tränen aus den Augen. Da schenkte mir In meiner ersten Wirrnis das Fräulein Lehrerin die erste bewußte Lebensfreude Sie sagte gelassen und sfhllchi, ohne zu strafen- »Geh es dir holen zu Hause.« Schon hat fleh der Blick der Jungen Augen da vor mir gewandelt. Ich kann es deutlich feststellen Der neben ihrem Lehrer steht, von dem dieser eben gesagt hat er sei Dichter — er Ist |a nur einer der Ihrigen, merken die Kinder Er könnte noch mitten unter Ihnen sitzen, sie brauchten nur ein wenig enger zusammenzurücken. Er erzählt auch längst nicht mehr von der eigenen Jugend, er Ist schon bei Beethoven der auch einmal In Bonn zur Schule ging Der Dichter braucht nicht einmal sein Heft aufzuschlagen das er immer noch geschlossen In der Hand hält um vom lunqen Beethoven zu erzählen dem »Spanlol«, wie ihn die Schulkameraden seiner braunen Gesichtsfarbe und seines dunklen Haares wegen hänselten Oh ja, sie wissen genau, wer Beetho-V« war und was er uns Deutschen und der Welt zu bedeuten hat Er war kein verwöhnter Sohn reicher Eltern Die Innere Not blieb Ihm Zelt seines Leben« Ins Gesicht geschrieben Der innere Reichtum aber jubelt dafür aus seinen Noten für und für, die Liebe zu seiner Mutter Magdalena, der Trotz und da» Anstemmen gegen alle Fährnisse dp« Lebens der Wille zum Durchbruch in »Eroica«, die heiße Liebe zur Gemeinschaft In der »Neunten«. Und nun schlage Ich doch mein Heft auf und lese die Rheinfahrt des jungen Beethoven nach Amsterdam Die da vor mir wissen genau Bescheid Sie lachen wissend, wenn Beethoven dem Schiffer Anton das Spucken nachmachen will — sie verstehen auch warum es ihm hernach glücken muß. Ja — und damit wären wir wohl am Ende Oder nicht? Ich glaube nicht. Der sich jetzt von den Kindern der Dorfschule verabschiedet, sieht aller Augen auf sich gerichfet. Er hat seine Geschichte gelesen, nachdem er sie vorher »erzählte«. Und da« war gut so. Er hat wieder etwas gelernt In der Schule, das er seit diesem Tage nie mehr vergessen hat: daß nämlich da« gesprochene Wort viel länger anhält als das gelesene Daß die gesprochene Erzählung die Brücke von Mensch zu Mensch rascher und ver-läRIlcher schlägt als alle geformte Wortkunst. Wie auch das Leben selbst ursprünglicher bleibt denn die blasse Theorie Ursprünglicher und vielfältiger Denn was hier am Beispiel nur des jungen Beethoven aus meinem Roman »Musik auf dem Rhein« aufgezeigt wurde, die« habe Ich seither in manninfacher Form abgewandelt, je nach der Zuhörerschaft ja auch nach dem Anlaß einer derartigen »Lesung«. Gibt es vor der EJ. etwa ein danbareres Thema als das der See und der deutschen Kriegsmarine? Ich brauche nur von meinen Fahrten auf Einheiten unserer Marine nach Island zu erzählen oder von der Reise mit dem »Wilhelm Gustloff« nach Madeira — und schon stand ich selber mitten In der Formung etwa des Tages von Eckernförde aus meinem Roman »Narren von gestern — Helden von heute«, der das Schicksal Brommys beschreibt. des ersten Admirals der ersten deutschen Flotte. Ein kleiner Sprung über hundert .lihre, und der Zuhörer steht vo' dem gewaltigsten Ereignis neuester Kriensführiing, d»" Besetrimg Norwegens dor kühnen Wikingerffihrt unserer hpllen Gegenwart Seitdem rilsn fürchte ich mich nicht mehr vor Dichterlefcurujtn in Schulen, ob sie au'-.h stillhalten würden, die so wachen und grimmig mitleidlosen Zuhörer, denen keiner sin X für ein U machen kann Ich stelle mich vor sie hin, Aug In Auge, Ich ringe mit ihnen mit allen Teufeln unvorhergesehener Ablenkung, bis sie mit Haut und Haaren gefangen sind vom Wort, vom WortI Das kleine Herz Von Allred Baresel Seit Peter dem Vater vom Bahnsteig nachwinken durfte, als er ins Feld rückte, haben es ihm die rauchenden und pustenden Lokomotiven, die ar damals zum ersten Male sah. angetan Es gibt keinen anderen Spazierweg mehr als das Bahngelände, und täglich muß Mutter mit ihm hinaus um Züge fahien zu sehen Gewiß gibt es angenehmere Wanderungen, als am Güterbahnhof auf und ab zu g^en Aber Peter läßt keine Ruhe Seit Wochen geht das nun schon so, Mutter kann es dem Jungen alcht abschlagen Abej einmal hat sich dieser seltsame Ausflug doch gelohnt Auf einem Ne-bengeleise ist gerade ein Militärtransportzug angekommen, ein Signal wird geblasen die Soldaten dürfen aussteigen und Kaffee an der Feldküche holen, die inmitten des langen Zuges auf einem offenen Wagen thront. Auf el-mal schaut Frau Hilde in freudigem Erschrecken wie gebannt hinüber' der dort — nein, es erscheint unmöglich Und doch - sie erkennt ihn unter hundert anderen heraus, es ist ihr Soldat, ist Ppters Vateri Sie winkt Ihm zu, er erkennt sie. Welch ein Zufallt Aber er Ist ja nicht nur der Vater seines gellebten Jungen der dort drüben am Bahndamm steht, er Ist jetzt der Gefreite Müller der 3. Kompanie, und als solcher klappt er mit strahlendem Gesicht die Hacken zusammen — das dort Ist seine Frau, und ob er sie mal herüberrufen dürfe? »Natürlich« sagt der Leutnant und schon stürmt Frau Hilde heran Der Gefreite Müller hält seinen Jungen im Arm, er herzt und küßt ihn, nach so langer T'en-nung, und aus allen Abteiifens em schauen sie heraus und sehen ihm vergnügt zu Peter schmiegt sich an 'hn, aber nicht sehr lange, dann hebt er den kleinen Finger, zeigt auf die Lokomotive und sagt begeistert »Puff-Fuff« Der Junge soll seinen Spaß haben. Vater trägt ihn dicht neben die rauchende Maschine, und Peter ist auOer sich vor Freude denn so aus der Nahe hat er die großen Räder iind den zischenden bampl noch nicht gesehen. Frau Hilde steht daneben und dn kt ihrem Mann stumm die Hand Es gäbe so viel zu sagen manches zu erzählen, bei diesem unverhofften Wiederseien nach langer Trennung Aber sie vermag doch nichts dagegen, wenn er auf diese Art mit seinem Jungen glücklich ist Es sind nur wenige Minuten dann erklingt das Signal zum Einsteigen Peter muß Abschied nehmen — von seiner geliebten Lokomotive der Zug rollt davon, aus allen Fenstern winken sie Frau Hilde zu Der Gefreite Müller ist glücklich. durch einen seltenen Zufall hat er während der Transportfahrt seinen Jungen in den Arm nehmen können und er ist Ihm auch gar nicht böse daß er über der Lokomotive den Vater vergaß fm Gegenteil, er weiß nun. daß das kleine Herz, dessen Klopfen er doch verspürte, die Trennung nicht so schwernimmt, wie er es sich In wachen Nächten Im Felde manchmal weismachen wollte Das kleine Herz Ist bei Mi'tter gut aufgehoben ...