^72. Mitluwch alN 30. März 1864. Die „Lalbllche, Zeitlmg" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Veilagen im Comptoir ganftiiyrig II fl., halb» jöhrlg 5 fi. b0 lr., mit Orruzliand im Comptoir ganzj. 12 fi., halllj. 6 si. Flir die Zustellung in'« Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband mib ge« dructter Adresse 1b fl., halbj. ? fl. 50 lr. Insertwnsgeblllir fNr eme Garmond - Spalteuzelle oder den Raum derselbe», ist silr Imaligc Einlchal« tung 6 lr., fl!r 2malil,e« lr., filr Amaligc 10 lr. n. f. w. Zu diesen Gebilhrcn ist noch der Insertion« - Stempel per 80 lr. für eine jedesmalige Emschaltuug hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für S Mal, 1 fi. 40 kr. für 2 Mal und 90 lr. ftlr l Wal (mit Inbegriff be« Insertionsstcmpel«). Ml April beginnt ein neues Abonnement auf die „Laibachcr Zeitung." Der Pränumerationö'Preis beträsst vom ». April bis Onde Juni »8tt^ Im Comptoir offen......2 fi. 75) kr. Im Comptoir unter Convert ... 3p — » Für ^'aibach iu's Hans zugestellt . 3 ^ — « Mit Post unter Kreuzband .... 3 ,, 75 « Vom ». April bis <3nde December l»tt4 Im Comptoir offcn......8 fi. 35> kr. Im Comptoir unter Collvcrt ... 9 « — . Für Laibach in's Hans zngestcllt . 9 « — « Mit Post nnter Kreuzband . . . . 11 « 25 . Laibach Gnde März l8ft4. Ign. v. Kleinmayr ör F. Dambcrg. Amtlicher Theil. ^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Alter. Üöchster Einschließung uom 20. März d. I, den No. bile Ambrogio Lngo und den Dr. Antonio Ma-rcsio»Bazolle zu Depnlirtcn bei dcr lombardisch» uenctianischcn Zentral-Kongregation für den nicht« adeligen Grundbesiß der Provinzen Vicenza und Bcl« Inno allergnädigst zn ernennen geruht. Nichtamtlicher Theil. Vom Herrn FM3. Gablenz ist folgende Er-klarnng eingegangen: »Vci den fortwährend einlaufenden vielfachen spenden für las mcincn Befehlen unterstehende Armee« korps schc ich mich vcranlapt. im Wlge der OcffclU» lichkeit sowohl im eigenen, als im Namen der mci» ^r Führung anverlrantcn Truppen den herzlichsten ^a,ik fs,r ^i<. hj^z^ch bethätigte wohlwoUendc ui.d pattiotischc Gssinnnng hicmit ein für alle Mal ans« z>>wrcchci,, indem die vielfachen »lnd dringenden Go 'chäflc. welche unsere Verwcndnng vor dem Feinde >Ms auferlegt, cs nicht gestalten, fernerhin in jedem lmzclnen FaUc dcm aufrichtig empfundenen Danke vmcidc^ ^^^"' freundlicher Theilnahme Worte zn nnserc^un.?/t!!?i>.' ^ cbcn diese Verhältnisse, welche ist u es 7,' "'.fmerksamkeit i.n Dienste Sr. Ma« Hauptquartier Kolding an, 25>. März 1864 Gab lenz. FML. «aibach, go. März. Vom Kriegsschauplätze ist, außer von cincm ^orpostcngcfscht. nichts Ncueö zn melden, und dir "onfereuzfragc soll wieder einen Schritt vorwärts ge. wacht haben, indem nämlich Frankreich dem englische» -uorschi.1^ einer Konferenz ohne Waffenstillstand und -"c bestimmter Vcrhandlungsbasis seine Zustimmung lv^l ' ^'k" s'-'l! — das ist die ganze Summe der q,"'"''b der zcituugsloscn Osternfcsttagc aufgestauten "luigltiien. Die merikanische Frage ist dnrch die verschieden« artigsten Gerüchte in den lchten Tagen wieder ln den Vordergrund getreten. Wir geben unten einige An. dentnngen dcr «Tricstcr Zeitung" wieder, ohne für deren Nichtigkeit einstehen zn' können. Hoffentlich wird die «Wr. Ztg.» oder die „G. C." morgen schon durch eine anthcntisebc Mittheilung über alle diese Gerüchte Aufklärung geben. Von dcr Suliuamündung kommt die Nachricht, von einem Vorfalle. der in den nächsten Tagcn gc. wiß seine Nolle in dcr Tagcsgcschichte spielen wird. Die türkischen Behörden sind cincm großen Waffen« schmuggcl anf bic Spnr gekommen uud haben cinrm flanzö'sischcn Schiffe an dcr Snlinamündung mit Vrr« nichlnng gcdrobt. Dcr Schiffölapitän des in Galah statlonirenden Kriegsschiffes hat sogleich zwci Kano« ncnlioote znm Schuhe des französischen Schiffes abgesendet, nnd^ cs ltchcn somit Drohllug gegen Dro» hling. Autorität gcgcn Autorität einander gegenüber. Wahrscheinlich sind in diesem Augenblicke auch berrits coglischc Kriegsfalirzcxgc an Ort nnd Stelle nnd wir können das Schauspiel erleben, daß troh der Ncntra« lisatiou des schwarzen Meeres ein Navarin <>n nnni-uluro oder ein Sinope im kleinen Maßstabe sich dort wiederholt und die türkische Flagqe im schwarzen Meere uon dcr französischen verhöhnt oder g.ir be« kriegt wird. Dcr revolutionäre Spnk in den Donau« fürstcnlhümcrn ist damit auf cine eigenthümliche Weise zn Tage gekommen. Ieht fehlt nur noch der Ziegen» Hirt von Caprcra. Vom Kriegsschauplätze. Am 26. d. M. sollte da« östcrr. Schrauben« Linienschiff «Kaiser", auf welchem dcr Contre-Admiral WüUcrslorf, Kommandcnr dcr kombinirlcn osterrci-chisch.prcnßischcn Eskadre seine Flagge aufhissen läßt. aus dcm Hafen uon Pola anslaufen. Die Fregatte ^Schwarzcnberg" war am 18. d. schon in den Tajo cingclanscn. Sie rcmorquirle an diesem Tage die dänische Vrigg „Grethc". welche sie 50 Meilen snd. westlich vom Kap St. Vinccut gcnommcn hatte. Mit dcr Frcgattc lief auch eas österreichische Kanoneubool ,Seehund" ein. Die beiden Schiffe wollten im Tajo das Eintreffen des «Kaiser" und einer Korvette ab« warten. Da die portugiesische Regierung gegcu ihr Verweilen mit dcm dänijchcn Schiffe im Tajo Ein» spräche erhoben, werden sie wahrscheinlich in einem Hafen am biskayischcn Meerbusen vor Anker gehen. Die Vereinigung unserer Kriegsfahrzcnge mit den preußischen Schiffen, die im Hafcu vou Brest anker« ten. wird in kurzer Frist vor sich gchcn und dic Jagd auf dic dänischen Kreuzer im Kanal nnd in der Nord. see beginnen. Unle'dcß hat dcr „Nicls Inrl" das Weite gcsncht; er liegt im Dock uor Kopenhagen Die Nachricht, dänische Kriegsschiffe befänden sich nicht mrhr an der pommerischen Küste. erweist sich als un. richtig. Seit dcm Gefecht uom 17. d. sind in dcr Nähe von Arcona und Stnbbenkammcr (die beiden nördlichen Vorgebirge Nügcns) fünf dänische Korvetten und eiue Fregatte bemerkt worden, und zwar Schranbcndampfcr, von denen dcr tine drei Viertel» meilen von Arcoua und zwei in dcr Nähe von Stub« deukammcr auf Nügeu durch Zimmerlcnte bcdcntendc Reparaturen uoruchmcn ließen. Am 18. waren zwei Korvetten nicht in Sich«, welche wahrscheinlich nach Kopcnl'agcn gesteuert waren, um dorthin die Vcr< wunpetcn zu bringen. Am 22. war zu diesen Schif« fcu noch cin Schranbcndampfcr gestoßen, welcher mit vielen Salnischüsscn empfangen wurde. Zu einem Zusammenstoß mit der preußischen Marine ist cö seit dem 17. nicht wieder gekommen. Die dänischen Schlachtbcrichte uon der Stellung bei Düppcl uud Fridcricia lauteu weniger mn» thig und zuversichtlich wie vordem. Der Verlnst Fchmarn's. das Gefecht von NackebüU. das erfolg« lose Seegefecht überlcgeuer dänischer Schiffe mit klei-neren preußischen, das widerstandslose Dnrchstreifcu Iütlands über Aarhuns hinans. Alles das preßt den Dänen fortwährend Klagcu ab. Vald hat das lDbcr-lommandl' Schnld, bald wird auf die Schweden nnd Engländer geschimpft, die noch immer keine Hilfe bringen. Aber von Nachgiebigkeit für die Nechte Schleswlg'Holsteins kein Wort. Nur Rache uud Ver« geltuug deu Aufrührern, welche die dänische Herr« schaft für gebrochen halten, die den öanbcsfcind un< tcrstühcn. die Fahne vcrlasscn und überlaufen, das ist das einzige Gefühl in Dänemark. — Indeß ver« schlimmern innere Reibungen die Stimmung. Die Gcsammtstaatöpolitlkcr beschuldigen die Eidcrpolitikcr. den Staat in den Abgrund gebracht zn haben, nnd diese beschuldigen jene. die Freiheit aufgeben zu wollen. Die absolutistische Partei im Lande gewinnt hierbei neue Chancen, und Nicmand verhehlt sich, daß alls dcm ganzen Wirrwarr nur durch Wiedereinführung des Absolutismus beranszukommen ist. Aus dem preußische» Hauptquartier wird gc« schrieben: Der Feind halte seine Schildwachkctle dnrch« schnittlich 300 Schritte uon den Schanzen und 400 Schritte uon den unscrigen cutfcrnt. Dcr Voden steigt gleichförmig bis zn dcn Schanzen auf 4« bis 600 Schritte Eutfcrnuug auf, ist glatt rasirt und mit dcn Schanzenungcthümcn gekrönt, die von Fcuer« schlündcn starren und die preußische Stellung über« ragen. Anf dcm Wcstrandc dcr Insel Alscn lirgt von Sondcrbnrg nach Norden hin ebenfalls eine Reihe stattlicher Schanzen in Entfernungen von etwa 400 Schritten, die theilwcise noch nicht fertig sind. Die größten bei Vrosagcr und Nönhof zählen 8—10. die anderen 3—4 Geschühe. Die Ufer sind beiderseits nicht steil, nnr bei Sondcrbnrg steigen sie mit der Stadt etwas stcilcr auf und überragen die böchstcn Schanzen nm etwa 100 Fuß. Die mittlere Breite des Suudcs ist 750 Schritt; bei Kjar. dem linken Vorpostenflügcl dcr Prcußcn. 600 und dic bei Son« derburg nur 300 Schritt. Prcnßischerscits stehen uom Wenningbnnd bis znm Alscngrund 14 Feldwachen in einem fünf Viertelstunden langen Bogen um die Schanzen herum, die Stelluug ist daher eine sehr enge. Aus Frldericia liegen drei dänische Tele-gramme uom 22. und 23. uor. Das erste besagt: Der Feind beschoß gestern die Stadt von denselben Batterien aus, wie vorgestern. Das Fencr war doch etwas rulngcr während des Vormittags, nahm aber am Nachmittage au Heftigkeit zn. Gegen Abcnd hörte das Feuer ganz anf und Allcs ist dcm Anscheine nach ruhig bis jeyt. Vormittags 10'/. Uhr. 14 Ver« wundete kamen gestern cin. — Das zwcitc lautct: Kopenhagen, 23. März. Ein Thcil Fridcricia'S ist durch das Vombardcmcnt angezündet. Dcr Kom« mandant dcr Festung verweigerte die Uebcrgabc derselben. Die spätesten Nachrichten melden, daß dcr Feind außerhalb dcr Schußweite ist. — DaS dritte lautet: Kopeuhageu, 23. März. Nach einer Meldung dcö Kommandanten uon Fridericia hatten sich die Allilrtcu bcreitS Tags vorher ans dcn Stel« lungcn, von welchen sie die Stadt beschossen, zurück« gezogen. Einzelne Patrouillen waren im Lanfc des gestrigen Tages uud in der lehten Nacht erschienen nnd hatttu mit deu dänischen Vorposten einige Schüsse gewechselt. Alnoer, 23. März. Die Kanonade zwischen unsern Enfilirbattericn am Wcnningbnnd und den dänischen Schanzen nahm heute einen ungcmcin hef« tigen Charaktcr an. Die Dänen antworteten, was biülicr noch nicht dcr Fall gewesen, llngcmcln energiich. Sic mögen wohl einsehen, daß man chlicn »aher uno näher anf dcn Leib rückt. Dic kräftig Antwort ya le noch kräftigere Anfragen zur Fo^e. ^'c sich "bcr >c-dialich auf Schanze 2 und Schanzc 4 erstreckten. 286 Schanze 1 fenert nicht mehr. Sic ist zwar »och ar« mirt. aber verlassen, da sie unsern Geschützen zll ex-ponirt war. um einen erfolgreichen Kampf begiilnen zu können. Auch Schanze 3 antwortet schwach; da-gegen hält sich Schanze 2 außerordentlich brav. Die Dänen halien übrigens schlechtes Material, die Pro« jeklilc nud Granaten krcpiren selten. Daher kommt es, daß unser Verlust bis jctzt so gering gewesen ist, auch hente. — 38 gefallene Dänen der Bataillone, die dem 64 Infanterie» Regiment gegenüber standen, wurden von den Muskctireu des genannten Regiments feierlich in Düppel begraben, und mau sctztc ein einfaches Kreuz mit kurzer Inschrift anf das Grab. Gcld, Miren. Ninge. Notizbücher ?c. der GcfaUenen sind durch einen Parlamentär den Däne» übergeben worden. Oesterreich. Trieft, 29. März. Die »Tr. Ztg." schreibt: Die Verzögerung, wrlche der Empfang der mekikani« scheu Deputation in Miramar erlitten, bat lliren Grund ln der noch nicht erfolgten Regelung der Rechte und Ansprüche Sr. kaiser!. Hoheit des Herrn Erzherzogs Ferdinand Max auf den österreichischen Thron. Es liegt nicht in der Absicht des zukünftigen KaiserS von Mexiko, seine Ansprüche als nächster Agnat des Kai-sers von Oesterreich aufzugeben, während, wie es als gewiß erscheint, in dem kürzlich iu Wien stattgehabten Familicnratbe ein Verzicht, d. i. eine Thronentsagung für Oesterreich, verlangt worden ist. Um die Mei« nungsverschiedcnheit. die durch die Natur des spezieUen Falles erklärlich wird. in welchem cS an jeder Ana« log'e für Oesterreich fehlt. anSzuglcichen und ein Kompromiß zu Stande zu bringen. haben sich am Sonnabend bereits die Herren Varou v. Meyseubng, Unlerstaatssekrrlär im Ministerium des Aeußern, und Baron u Lichtcnfels. Präsident des Staatsralhes, hierher begeben, und auch die noch mehrere Tage dauernde Anwesenheit des Herrn Erzherzogs Leopold steht damit in Verbindung. Die Ordnung der AgualtU' rechte muü natürlich dem Empfang der Deputation uno lcr Annahme der mefikauischen Krone voralis» geben, und es ist dalier auch ein ganz bestimmter Tag für Beides noch richt festgestellt, doch hossle mau beute Früh, daß bis Sonnabend spätestens dieser wichtige Punkt seme Erledigung gesunde» habcn werde, während im Lmife des Tages erzählt wnroe, der Empfang der Deputation sei uoch über dicse Woche hinaus aufgeschoben. Zugleich vernimmt man, Se. kaiserl. Hobelt werde noch einmal nach Wien rtiscn. Der Titel Sr kaiserl. Hoheit als Herrschers iu Mexiko ist bereilö festgestellt und wird lallten: Maximilian I., Kaiser von Mexiko. Cattaro 15. März. Iu Cettinje arbeitet nwn eifrig a„ dem Van des für die Fürstin Dariula bc< stimiuten Palastes, die im kommenden Mai nach Mo»» tenegro zurückkehren will. Ausland. Vondon, 23. März, Die Wirkungen des nor« bischen Krieges auf den Handel beginnen sich fühlbar zu macheu. Aus Leilh in Schottland schreibt mall. der SchiffahriSverkehr habe schon schwer gelitten und mau fürchte, daß bei einer längeren Dauer dcsKrie» geö die Geschäfte im Allgemeinen sehr zu Schadeu kommen werden. Seit läugcrer Z?it liegen deutsche Schiffe iu deu Docks, well die Kapitäne sich nicht getrauen, die Heimfahrt anzutreten, und ihre Zahl mehrt sich von Woche zu Woche. Die Eigner deut» scher Schiffe, welche Frachten vou deutschen Häfeu uach Lrith übernommen halten, haben um Nückgän> gigmachiing der betreffenden Kontrakte gebeten, und es siud nun l'littischc Fahrzeuge abgeschickt worden, um die Kargos abzuholen. Dänische Schiffe sind in derselben Lage; so daß der Schiffahrtsverkehr mit der Ostsee jetzt hauptsächlich iu deu Händen brittischer Schiffshcrrcn ist, uuo briltische Schiffe werden deß< halb recht gut bezahlt, besonders weil mau noch so viel wie möglich cxporliren will. ehe die Häfen wirk« sam blockirt siud. Auf Dampfschiffe refiektirt mau vornehmlich. Dampfer, die heute ankommen, haben morgen schou ihre neue Fracht und stechcu sofort wie« der in See, und es sind deßhalb Massen von Hafen« arbeitern Tag und Nacht in Thätigkeit. Aus Vondon, 24. März. wird bcm .Botschafter" geschrieben: «Der Garibaldi-Enthusiasmus steht be-reits in vollster Blüthe nnd unsere großen Blätter lrageu, obzwar die Regierung das Ausucheu an die Redaktioucu gestellt, kalmircud zu wirken, das Ihrige, zu seiner vollen Entfaltung bei. »Times" und «Daily News", welche beide heule ihre Leader dem «Helden von Eaprera" widmen, rathen zwar von tumullnari« schen Demonstrationen ab. aUein sie fordern zn einem herzlichen Empfange auf uub überströmen von Huldigungen. Hierzu kommt noch der Garibaldi« Paroxismus unserer Penny« Vlätter. unter welchen dicßmal der von persönlichen Freunden Garibaldi's rcdigirte .Advertiser" an der Spitze steht. Ueber den Empfang erfahren wir Folgendes: Die City schickt dem Gaste einen Dampfer eulgegeu. den er iu Graves-end, also am Eingang der Thcmsf, besteigen wird. Auf diesem wird cr die Thcmsefahrt bis London Bridge machen, von wo aus sämmtliche Züufte uud Arbeiter «Associationen, die mit ihren Fahnen anS« rücken, Spalier bilden werden. Die Arbeiter geben ihm zu Ehren ein großes Banket, desgleichen die Oily in Guild Hall, bei welcher Gelegenheit Gari-baldi vom Lord Mayor das Ehreubürgerrechtö-Diplom der Stadt London überreicht werden wird. Kurz, die Wogen der Bewegung gehen höher, als es dem Steuermann in Dowiug Street lieb zu seiu scheiut. Das Programm der mexikanischen Anleihe wird dieser Tage erscheinen. Wie ich erfahre, ist Herr Glyu zum mexikanischen Konsul für England dcsignirt." Petersburg, 21. März. Graf Baranoff. der nach Warschau zur Proklamirung der Baucrneman« zipation entsendet worden war, ist von dort zurück» gekehrt nnd nach deu Eindrücken, die er mitbringt, stände zu befürchten, es werde die Maßregel, obwohl radikaler als die in Rußland vor drei Jahren pro» llamirle Emanzipation, nicht den günstigen Erfolg haben, den sie in Rußland gehabt. Der polnische Bauer, dem nicht einmal wie dem russischen das gc« meiudliche Selfgouverntment gelassen war, erfasse den Sinn der kaiserlichen Wohlthat gar nicht und die Gemeindc-Alltonomie sei ihm namentlich unbegreiflich. Vielleicht sieht Varanoff iu diesem Punkte zn schwarz u»d weiß nicht den moralischen Werth abzuschätzen, der einer befreiten Volksklasse innewohnt. Richtiger mögen seine Besorgnisse srin, insofcrue sie deu Ein» stuß deS Klerus zur Basis haben; Graf Barauoff meint, der Bauer werde sich durch diesen vor wie uach bearbeiten und leiten lassen und so durch dessc» Vermittlung der Leitung reS Adels uillergrordnct bleiben. So der kais, Gcnnaladjulant; die Znknnft allein kann lehren, ob er recht gesehen. Corfu, 15. März. Die Wcgschaffung der Kanonen uud dcS Kriegsmaterials geht nixuögcseßl fort, doch fehlen noch viele Transportschiffe, obgleich auch ein Paar Linienschiffe uo» Malta hleherkamcu. um die schweren Arnistronglauonen zn laden. Gestern erhielt das 9. Linien > Regiment den Befehl, sich für den 22 d. zur Abfahrt nach Gibraltar bereit zu hal< «en. Binnen drei bis vier Wochen wird daS englische Pvvlclloral aufhören. u»i der griechischen Herrschaft Platz zu mache». Ic liährr t?cr Tag der Ainicxiou hcrauuaht, destomehr finstere Gesichter sieht man mitcr der Bevölkerung Sicher ist, daß viele Personen, selbst von der Oppositions«Parlei. sich nicht einbilde« ten. daß es den Engländern mit der Abtretung der Insel Ernst sei. In Athen ist zur Stuude noch kein hallbares Ministerium, waS sollcu sich oah,r die Ionier vou einer solcheu schwcmkeudeu Regicruug versprechen? Hier fängt man an, in Furcht zu gerathcu, ra eö einige Zeit uach dem Abgang der Eügläuder wohl zn Unordnnngen kommen nurd. Zwar erwarlct man hier im nächsten Monat eine griechische Besatzung vou 800 bis 1000 Mann mit Inbegriff vou 200 Gen. darmcn, allein wie sollen diese ausrcichcn. wenn ein Bauernaufstand ausbricht, und mehrere Tausend Land» leule plötzlich über die Stadt herfalle,, uud ihre Rache au ihreu mißliebigen Brotherren ausüben? Viele fremde Familien bereiten sich zur Abreise vor. Die Malteser, besonders alö englische Unterthanen, sind vom gemeinen Volk nicht wohl gesehen, wlßhalb schon mehrere Hnndert von hier abgereist sind. und noch mehr ihnen folgen werden. Selbst die Lohnlnlschcr, welche mcistenlheilö Malieser sind, werden wegen Mangel an Verdienst größlcnthells von hier weggc. hen. Der Handel liegt ganz danieder; die Maulh, welche früher monatlich 8000 Pfo. St. Einnahme hatte, nahm in den leßtcrn Monaten nicht die Hälfte mehr ein. Mit Einem Wort: die bisher in fort. schreitend blühendem Siand gewesene Insel Corfu wird binnen kurzer Zeit zu einer unbcdeuteudeu Pro« vinzialstadt Griechenlands hirnbsinlen. Mal- und PrmnM-Nachrichtcn. Laibach, 30. März. Heute hat der Landtag seine, durch die Feier« tage unterbrochene», Sitzungen wieder aufgenommen. Anf der Tagesordnung steht der Vortrag über deu Rechenschaftsbericht des Landesansschusses und even» tncll der Bericht des LandesauSschnsscs über die Pnl> fuug der Ackcrbauschule nnd die Hufbeschlag-Lehran» stall. — Unsere gestrige Notiz bezüglich des Landtags« Abgeordneten Herrn Vilher ist dahin zn berichtigen, daß eine Neuwahl für den 30. April noch nicht angeordnet ist. — Ein Versuch, das Institnt der Dicustmänncr hier einzuführen, wird gemacht. Hoffentlich wird er gclillgcu. — Eine italienische Akrobaten-Gesellschaft ist hier angekommen nnd wird im Theater Vorstellungen geben. — Die Höhcrc Genehmigung für die projcktirle Ulmcn imlu5li-ii»l« ii.Ul'iollicu iu Triest ist verflossenen Samstag dort eingetroffen. Rinderpest.) Nach Mittheilung ans der Mili-tärgreuze hat sich iu den letzten 14 Tagen der Stand der Rinderpest im dortigen Verwaltungsgebicle unverändert erhalten. Mit alleiniger AnSnahme des Gradiskancr Grenz - Regiments . welches leider noch lmmcrfort einen wöchentlichen KraukenzuwachS von durchschnittlich 300 Stückeu ausweist, enthalten die Berichte sämmtlicher übrige» Negimentöbezirke nur vereinzelte neue Erkrankuugssälle. Nach den wenig übereinstimmenden Grcng - Sanitätöbcrichten läßt sich bezüglich des Standes der Rinderpest in der angren» zenren Provinz Bosnien entnehmen, daß anch dort im Allgemeinen die Seuche der Intensität nach wesentlich nachgelassen habe, jedoch sowie dicßscits mit abwechselnder Daner bald dort, bald da mehr oder weniger wieder anflritt. Das kra mische Nationalmuseum und seine Neugestaltung. (Ein Wort an den hohen trainischen Landtag.) Schon 1809, knrz vor dem Einrücken der frau-zösischeu Regimenter in Krain. die dann bis 1813 im Lande blieben, hatte die kramischc Landschaft die Errichtung eines vaterländischen Museums beschlossen, doch dieser Beschluß ward währcud des Interregnums ualürlich nicht ausgeführt, da es während dieser Zeit keine Landschaft gab. Anch 1819. als die Landschaft wieder rehabililirt war und ein «Verein der vaterländischen Geschichlöforschcr für Illyrien' projektirt wurde, tauchte dalici das Bild eines Natioiwlmuseums wieder auf. aber auch jetzt fand es kciue Verwirk-lichnug. Erst 3 Iabre später — 1821 — legte der damalige LaudeSgouv,rneur vou Kraiu, zugleich Präses der «stäud. Vcrorduetc».Stelle". der für Kunst und Wissen begeisterte Frcih. Josef Kamillo von Schmid-l,urg. Schwiegervater des gegenwärtigen Herrn Lan< dcShanptmannö Anton Freiherrn Codelli« Fahnenfeld der Sländeuersamiulllug den Plan der Gründung cineS vaterländischen Musrums vor und molwirte diese Vorlage mit deu Worten: „Vaterlandsliebe durch V"> trvwndsklnldc zu »ährci, ist ein uou uirleil gutgesinnten und erleuchteten Männern des österreichischen Kaiscrstaatcs augenommenell Wahlspruch, dem ulele Museen anderer Provinzen ihre Entstehung verdanken. Krain war in gewisser Hinsicht früher als mancheS andere Erbland von obiger Wahrheit burchdruuge». wie dieses die /^lulVmia ()s>< > ^criu» (1693) — die erste Akademie der Wissenschaften in Oesterreich — uud ihre Tochter, die unter der glorreichcu Regierung der Landesmuttcr Maria Theresia im I. 1767 ge< gründete Gesellschaft des Ackerbaues uud der uützlichc,! Küuste bew.isen," Lauter Beifall und begeisterte A»< nähme folgen der patriotischen Rede des edlen Frei-Herrn. Sogleich werden Aufrufe iuö Land erlassen, die die Bewohner in warmen Wortcu um Beiträge für das zu grüudeude Institut bitten. Mau sammclt aUer Orten in- und außerhalb des Landes mit großer Rühllgksit nnd stapelt Jahr um Jahr ansehnliche Gaben auf. Doch erst 10 Jahre später (1831) ist man mit der Einrichtung und Ordnnng soweit, um den ersten Mnsenmösaal zu eröffnen, und znuörderst >st es die das allgemeinste Interesse erregende Naturgeschichte, die iu reicher und durch die seltenen Erem< plare der Hierlands heimischen Grottenfanna auch für Fremde anziehender Vertretung vorgeführt wcrdc,, kann. Glaf Hohcnwarlh. der inzwischen an dic Spitze der Mllscumsgründmig gelrclcu war, nnd dll ersternannte Kustos der Anstlilt. Herr Freyer, habe» sich nm diese erste Aufstellung nnd Ordnnna.' unuer< gänglichcs Verdienst erworben. Da nnn sowohl die Menge der bereits gemachten Acqulsilloncn als deren gleich anschanlichc nnd fachgemäße Anordnung bei Fachmännern nnd Laien volle Anerkennung ernteten, nnd da nebenbei gedruckte Ver' zeichnisss als Beilagen der Landeszeitung die Naiuc» der Geber publlzirtcn. so ist eS erklärlich, daß ci'l wahrer Wetteifer unter den Krämern in Darbringn»^ von Gabeu für das Museum entstand. Durch diese lebhafte Betheiligung des Publikums au dem G^ dcihcn deö ncnen Institntcs hinwieder anfgemuntert, ging Graf Hohcnwarlh weiter und rief dcu Patriots dlu ursprüuglicheu Plau der Abtheilung des Museums nach den sechs Sektionen: 1) Archäologie. 2) Geschick"' 3) Literatur. 4) Ratnrgcschichte. 5) Kullnrgeschichl/ und Kunst nud 6) Apparate und Modelle (Technology uud Industrie) in's Gedächtniß. Dem umsichliat"' die Bedürfnisse des Iahrl'undeils mit richligem Takle erkennenden Grafen schwebte das Bild einer nlü d c m M ll sc »l m vcrbuudeueu per in ane » le n Ausstcllul, g von landwirlhschaftlichcn Gerathen und Ind nstrlecrzen g n isst" vor, uud cr betonte in seinem Aufrufe von 18o4 285 bisse Punktc dcö Programms ganz besonders. AIS alich diese Anregung niä't fruchtlos blieb und die lrainischcn Lanowirthe Modelle von bereits eingebür« gcrlcn und von »och im vcrcinzcltcn Gebrauche stehen, den, aber bcivahrteu Ackerwcrkzcugcn einsandten, als bic lrainischcn Industriellen Proben und Muster ihrer Erzeugnisse mit beigehefteten Verkaufspreisen ans« stellten, als adelige Familien, Korporationen und ein« zclnc, die Pergament« und Papiernrkunden der Vor« fahren interessante andere Handschriften, dann gc» druckte Werke krainischer Schriftsteller, Inschriflstcinc, Münzen, Alterthümer aller Art dcm Museum als Geschenk oder zur Aufbewahrung übergaben, da trat nun der Graf 1836 noch mit dcm Wunsche auf, es möge auch die heimatliche Knnst in ihren vorzüglichsten Vertretern, den aus Kram gebürtigen Maler». Kupfer« stcchern und Graveurs, in nnscrm Nationalinstitutc Berücksichtigung finden, und alsbald liefen auch für diese Abtheilung ganz wcrthoollc Beitrage ein. Man sieht ans dieser kurz skizzirten Entwicklungsgeschichte unseres MnscumS, daß es im Lande Kram nur des anreglndtii Elementes bedarf und die Menge ist im Flußc! Diese reichen, seit den Tagen Hohen-warlhö Jahr um Jahr noch anschulich vermehrten Schaße der von Fremden stets und überall mit Ach« tnng genannten »Landcsanstalt" haben seit dcm Be« ginne ihr LogiS in den der Landschaft gehörigen sog. Echulhause (auf dcm Iahrmarklsplaße), wo ihnen aber leider nur ein verhältnißmäßig kleiner Naum gegönnt ist, da im selben Gcbäudc fast sämmtliche kaiscrl. Schulen mit ihren Kabinctcn, die kaiscrlichs Bibliothek und der historische Vcrcin untergebracht sind. Daher kömmt cS nun. daß ansehnliche Abthei« lnngcn dcs Museums, so die reichhaltige und höchst wertyvolle Münzsammlung, so wie die allen, nicht selten kunstvoll gcmallen Handschriften, die Auto« graphen berühmter Kraincl. so wie viele Erzeugnisse heimatlicher Kunst in Laden verschlossen bleiben müsse,, und so der unmittelbaren Anschauung des Besuchers entzogen sind. daß die Exposition landwlrthschaftlicher und industrieller Gcgeustäude nicht weiter fortgesetzt, geschweige den Vcdürfnisscn unserer Zeit angemessen ausgedehnt werden konnte. Auf daß aber die Stifiung unserer Eltern, die zur Sicherung der Anstalt ..anf cwigc Zeiten" neben den Werthstücken auch eine erkleckliche Geldsumme znsammenbrachtcn. in ihrem Sinne erhallen bliebe, daß sie dcm Gcistc dcr Zcit angepaßt und für die stndicreudc Jugend, sowie für die Gelehrten, Künstler und Industriellen wahrhaft nuhbringend gemach! würde, wollten wir, wenn auch vielleicht nicht für dcn Moment, die zu einem Theile aus den, Landes« und Mnsealfulide zum audcrn aus freiwilligen Bei« trägen dcr Bewohner zu ermöglichende Adaptirnug eines eigenen Gebäudes für das ncuzngestaltendc Mnseum befürworten. In dcm neuen Hanse, wo die viclcn jcht verborgenen Schäße ausgestellt sich ausbreiten nnd durch ncnc Gaben vermehren könnten, wäre dann auch leicht cine ncuc, vielleicht folgende Ausstellung und Anordnung zu treffen: 1. dic natur« historische Sammlung, 2. Tracht, Sitten und Gebräuche des Volkes, sein Lebcu im Hause u. s. f., 3. die Hanptmomcnte dcr Landcsgcschichte, dcr Lite» ratlir nnd Kullur, 4, eine Porträtgallcric berühmter Krainer ans allen Vcrufözwcigen und damit verbun» den eine Ansstcllung von Autographen, 5. Inschrift« steine und andere Alterthümer. 6. die Münzen. 7. Werke heimatüchcr Künstler, woran sich nach und nach cinc Gcmäldegallcrie anschließen lind in welcher Abtheilung anch jährlich cinc Wanderausstellung von Gemälden, z. P. des Knnstocreins. unterkommen könnte. 8. die Modelle dcr Landwirlhschaft, Proben dcv heimatlichen Industrie nnd Gewerbe, womit jähr-l'ch riu Bazar des Neuesten vom Wiltmarlte ucrbun. dcn werden könnte. Als Abtheilung 9 träte dann m,d «""d^"lchiv — die Sammlnng dcr Urkunden M„s. ,'? ^ ^^^" landschaftlichen Archivs, dcs in ^. ^^ historischen Vereins und dcr zalilreich ^Xc'^ndW^^ theilung 1 und 8 zu scheid!., ^"^" ">" Ab. Die Näumlichkcitcn des zu adaplirendcu Gebä.i. des (vicllcichl dcs BallhanscS) könnten dann a^, h Versammlungen des Mnscalvereines. dcr ^ll.iill. d/r jnristischcn Gesellschaft, dcs historischen Vereins ' des Vercinö dcr Acrzte. der Landwirthschaflögcselischaf, der Handelskammer u. s f, dienen. glcichwie in dcu-selben populär« wisscnschafüichc Vortrage aus aiw, Diszipiinei, untcr leicht möglichrr Demonstration l'c« illglicher Mnscalgcgcnständc gchaltcu werden könnlcu. Und welch' großer Vortheil erwüchse nicht aus »olchlm Neben« und Ineinander dcr verschiedenen Sammlnngcn. aus beu vielfachen Berührungen der cinzcluen Bereinc?! Sollten abcr finanzielle Rücksichten für den Augen« blick eine derartige Neugestaltung des Nationalmnscums nicht ermöglichen, ft, hätte nach unserer, auf das genaueste Studium dcs reichen Inhaltes und deS leider f^st durchwegs trostlosen Zusmndes allcr unserer krain. Sammlnngcn basktcn Ucberzcugnng, die train. Land« schaft für ihre Person dem wissenschaftlichen Geiste lind dem materiellen Dränge» des Jahrhunderts gc< genüber für heute scholl die nllabwliSliche Aufgabe, nlindcstcns in dein ihrer Obhnt anheimgegebenen Na-tionallustitule die darin stirfmntierlich behandelten Abtheilungen der Landes- und Kullurgcjchichlc, dcr Alterthümer und vorzüglich die dcr Knnst und In« dnstrie zu glcichcr Ordnung, Aufstellung uno Ve» wcrthung zu bringen, wie dieß bisher auSschließllch, Dauk dcr Bemühungen des Kustos (Neichsralhcö) Karl Deschmann. in vorzüglicher Weise dcr natur« historischen Sammlnng zu Theil wurde! Die Landschaft ist — wir berücksichtigen hier nur die praktische Seite — solche Aufmerksamkeit schuldig: deu Urkunden und Akten (denen die landschaftlichen im größten Durcheinander befindlichen beigesellt wer« den müßten, oder umgtlehrt), weil das neue land« schaftlichc Leben ihrer schon in den nächsten Slßungs-Perioden dcs hoycu krain. Landtages vielfältig benö-thigcn wird. den Gegenständen der Kunst und In« dustric. weil diese dcr endlich doch zu Stande gebrach, ten Obcrrealschulc als durchaus unentbehrliche Samm< lung von Vorbildern höheren Ranges beim Unterrichte dienen sollen! Dieß zur Erwägung und Bcherzigung dcm hohcn kram. Landlage dcö Jahres 1864. R» v « Zur Hopfenkultur. Vom Herrn Josef Schöffl, Präsidenten dcs landwirthschafllichen Kreieuercines in Saaz in Böhmen, dessen Lcistuugcu im Hopfenbau bei allen landwirthschaflllchcn Ausstellungen mit Auszeichnung anerkannt wurden, erhielt dag Zentrale der k. k. Land. wirlhschaflgesellschaft in Laibach, wclcheö von dem« selben schon selbst vorzügliche Hopfcnpfimizcn bczogen hat, nachstehende Annonce für die Herren Oekonomeu Krain's. wclchc den Hcpfcuball versuchen wollen: «Die immerwährende Vergrößerung und Vcr« mchrung der Brancrcicn. besonders in dcn k. l. östcrr. Ländern und iu Frankreich, sowie die alljähr« lich steigende Konsumtion des Aicrcs hatten in dcm lehlcu Dczcnnillm zllr Folge, daß die Hopfenprcise gegcu die frühcren Jahre im Verhältnisse znr Ernte hoch standen. Ungeachtet wir durch die ganzen Jahre keine Mißernte auf ocm Kontingente hallen, stellte sich doch der 10jährige Durchschuittöpreis für den Saazcr Hopfen anf 170 ft. pr. Zcutner. Dieser hohe Preis spornte Laudwirlhe in allcn Gegenden an, Hopfen anzupflanzen und selbes hat mitunter ein glän. zcndcS Nesnltat gclicfcrt. Da die Kullur dcr Hopfenpfwnze vielleicht den Landwirchcn, die erst begannen, sie anzubauen, nicht sattsam bekannt sein dürfte, so erlaube ich mir. sie anf meine Brochure vom I. 1863 »Praktische Anlci« tuug zum Hopfcnban in Saaz" aufmerksam zu machen. Auch dürfte Hopfcnproduzenlen nicht bekannt sein, daß die Güte nnd Qualität dcg Hopfens ncbst dcm Boden und Klima hauptsächlich durch die Pftanzen. die znm Anbaue genommen werden, bedingt ist und daß dieselben, wenn sie degencriren, gewöhnlich schlechtere und selten bessere Qualität liefern; so mache ich dieselben aufmerksam, daß von mir alljährlich im Frühlinge Vcrscndnngcn von Saazcr Hopfenpstanzcn nach allen Gegenden geschehen, und ich ersuche alle Icnc, die Saazcr Hopfenpftanzen beziehen wollen, sich dcr nachfolgenden Adresse zu bedienen: Josef Schöffl. Präsidentdes laud w irth schaft -Iichcn Saazcr Kre is vcre i ncs.' bemerkt wird schließlich noch, daß die Versendung der Hopfcnpfiauzcn im Monate April beginnt. Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. Wien, 3O. März. Die „General-Korrespondenz" meldet: Der englische Vor, schlag einer Konferenz ohne Vasiö, ohne Waffenstillstand, ist von Nesterreich, Preu-ften, Dänemark, Frankreich und Nuftland angenommen. (5in IVaffeueinfuhrverbot für Galizien ist erlassen. Prinzessin Hildegarde ist an einer Nip« penfellentzünduug erkrankt. Vom Kriegsschauplatz nichts Bedeutendes. Lissa, 27. März. Das Linienschiff «Kaiser« und das Admiralschiff «Elisabeth' haben, auS Poln kommend und südwärts dampfend, so eben die biesl« gen Gewässer passirt. (C. O. Z) Gravenstrin. 28. März. Morgens. Die Vor-posten dcs linken feindlichen Flügels wurden heute m die Schanzen zurückgeworfen. Die Vorposten dcr Bri« gadc Nnucu stehen auf 509 Schritt an dcn Schau« zcn in Grä'bcn. Kurzes heftiges Gefecht; starkes Kartätschen« und Granatfeucr alls dcn feindlichen Schan-zcn. Die Prenßen haben 20 Verwundete, darunter die Lieutenants Eckardstcin und Ialmuud des k. Leibregl-mcntS, uud haben 30 Gefangene gemacht. München, 28. März. Hcnte fand cine Volksversammlung von mindcstcnS 8000 Thcilliehmern troh Ncgen und Schnee statt. Nach knrzcn Ncdcn wurde die Frankfurter Erklärung unverändert mit großer Bcgcistcrnng angenommen. Hamburg, 28. März. Die aus Kopenhagen bler eingelangte «Berlingskc Tidcndc" vom 26. d. M. meldet: Der König ist am 25. Abends iu Fridcricia angelangt und gedenkt nach Jutland abzureisen. Aus Christiania wird vom 23. demselben Blatte gemeldet: Das Ansschnßgulachteu dcs Storthings be« merkt: Obwohl Norwcgeus Volk kcine nähere politische Verbindung mit Dänemark wünsche, so würde doch Dänemarks Untergang im höchsten Grade die Theilnahme dcS norwegischen Volkes erwcckcn, dahcr cmpfiehlt drr Ausschnß die Annahme dcö Ncgiernngs» anlragcs, jedoch wird die Bedingung gestellt, daß sie nnr stattfinde. wenn Schweden und Norwegen anch Aliirtc hätten. Dinstag findet cine Sipnng des Storthings statt und Denncrötag wird dic Ausiösnug dcs-sclbcn erwartet. Aus Stockholm, vom 23. März. meldet «Bcr« lingskc Tidendc": Dcr Befehl zur sofortigen Ausrüstung dcs Schranbcnlinicnschiffcs „Karl Johann« lind der Fregatten »Nörköping" und ^Iofcfinc" wurde ertheilt. Die Sosa« und Andraleibgarde hat Befehl, mit einem Feldbalailllon jcdeö Regiments sich marschfertig zu hallen. 3lom, 27. März. Der Papst wohnt hcnte deu Ostcrzcrcmonien in der Basilica dcs Vatican« bei und ertheilt dcn Segen, dcs regnerischen Wetters halder, im Innern dcr Kirche. Bukarest, 27. März. Ans Galah wird unterm 26. gemeldet: Zwei mit Waffen und Mnnition für die Donaufürstcnthümcr beladcnc Schisse sind in Su« lina angckommcn und wurdcn von cincm türkischen Kricgödampfcr angehalten und aufgefordert, ihrc La« dnng auszlilicfcru. Eines dcr Schiffe — dem östcr» rcichischci, Lloyd gehörend — kam der Anffordcrnng ilach, das andere — ein französisches — verweigerte den Gchorsam. Der türkische Kommandant drohte, das Schiff ln den Grnnd zu bohren, bewilligte dcmsclbrn jedoch auf Vcrlangcn cine vicrnndiwanzigstündige Bedenkzeit. Dcr französische Kapitän schickte sofort' cinc Dcpcsche nach Galap, um dic Hilfe cincs französischen Kriegsschiffes zu rcqnirircn, woranf alsbald zwei Kanonenboote nach der Snlinamündung abgingen und sich zu bcircn Seiten dcö bedrohten Schiffes vor Anker legten. Der türkische Kommandant hat seine Drohnng bisher nicht ausgeführt. Konstantinopel, 26. März. MuNaoha Pascha hat aus Gesundheitsrücksichten das Portefeuille dcr Finanzen an Ciani Pascha abgetreten. Mexiko, 1. März. Die Franzosen besetzten Zacatccas. Nulata« hat sich für die Franzosen erklärt. Inarcz hat dic Abdankung verweigert. New-Aork, 17. März. General Grant wurde znm Obcrkoinmandantcn dcS Hccrcs ernannt. Präsi« dcnt Lincoln fordcrtc bis znm 15. April einc Vermehrung der Armcc um 200.000 Mann. Markt- und Geschäftsbericht. Krainburg, 29. März. Auf dem bcutigrn Markte sind erschienen: 40 Wagen mit Gctrcide und 4 Wageu mit Spcck. dcr Zentner zu 25 st. (Woch cumar kt« Prcis c.) Wcizcn pr. Mchcn ss. 5.50; Korn fi. 3.— ; Gcrste fi. —.—; Hafer ft. 2.30; Halbfrnchl fi. —.—; Hcidrn fi. 2.70; Hirse fi. 3.— ; Kukurul) fl. 3 50; Erdäpfel fi. 1.50; Linsen fi __.^.; Erbsen fi.—.— ; Fisolen st, 4.20; Rinds' schmalz pr. Pfund kr. 50. Schwcincschmalz kr. 44; Speck, frisch kr. 28, dctto geräuchert kr. 40; Butter kr. 38; Eicr pr. Stück kr.2> ; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfnnd kr.'i8, Kalbfleisch kr. .20, Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; H"h"' dcl'pr. Stück kr. —. Taubcn lr. 15; Hcu pr. >Z'r. fi. 1,60, Stroh kr. l'O; Ho!; hartes, pr. Klafter fl. 5,10. dctto wciches, st. 3.50; Wein, weißer, pr. Eimcr ft. 7. ' ^^..... Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck uud Verlag, von Ignaz v.Kleinmayr sk Fedor Vamberg iu Laibach. 288 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der l. k. öffentlichen Äörsc in Wien dcn 29. März 1864. f»7„ M.tas!iq»r6 72.50 1860-cr Anltihc 93.05 ü°/„ N.it.-'.'lul.h. 80,- Silber . . . N7 -A.i!,fc,sti<„ . 7az, — Aralnsch, V,zirfS^dju»ft. vun Llias. Vaicrischer Hof. Hlir OönuM'fNi, H^lidclsmann, von Agr.nn. Mohren. Die Htlnil: Ä!l,»chi> Stfrft.ir der Kunsi-reltel - Wcscl!sch,'st, vun Veocdig. — Hcelorn, litsgiss »r d^r Kuüstr.itsllöl.ftllsch.ift, von Paris. — Amor. A^lNt, von Tries!._____________ Gdikt. In Folge Bewilligung des k. k. städt. deleg. Bezirksgerichtes Laibach ddto. 24. März 18U4, Z. 4316, werden die in den Verlaß des Anton Jakob Postl gehörigen Fahrnisse, bestehend in Lei-beskleidung, Vettgewand, Haut", Bett- und ^eibeswasche, in Einrichtungsstücken, in Porzellain-, Steingut- und Glas-Waaren, in diversen Nippes- undRococo-Ge^ genständen, im Küchengeschnre, in Wandbildern und Delgemälden und sonstigen Gegenständen, am 3«. März l. I. und den darauf folgenden Tagen in den gewöhnlichen Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags und von 3 bis Uhr und Nachmittags um 3 Uhr, die von dem abgetragenen Hause gesammelten ooppelten und einfachen Thüren sammt Verkleidung, die in- und auswendigen Fenster sammt Nah' men und Jalousien, Wandkästen, und inwendige Fensterbalken, dann Bettstätten, Tische und sonstige Geräthschaften, ferners ein eisernes Thor, eiserne Fenstergitter, eiserne Balken, Dfenge-stelle, Ofenthürl, Kamindacheln, Drahtgitter, Ziehbrunnenstangen von 8 Klafter Länge sammt Zug, alte Nägel, altes Kupfer und sonstige Eisenbestanrtheilc gegen sogleiche Baarbezahlung veräußert werden. Daselbst sind auch 124 Stämme zu Dippelböden, 3 Klafter 2 Schuh lang, ganz ausgetrocknet, aus freier Hand zu verkaufen. Laibach am 18. März 1864. K (5«1-1) R ^^1^ räftige Männer, H 2>sX welche deutsch und H l^n und ^ ^^^ ^schreiben können, und A ^^ Platzkenntniß hier R besitzen, werden in Dienst ge-^ nommen. eä Anfrage am Donnerstag A den 31. März um 11 Uhri A Vormittags im „Baierischen i N Hof" Thür-Nr. 7. I Jemljejo se v slu/.bo | krepki moski, kteri | znajo nemski in slo- jj venski brati in pissiti, g in so zvcdeni v terz- k nili zadevkih teg*a rnesta. u Popraseva se v eetrtik k 31. marca ob 11 predpoldnv \ v g*ostivnici „zurn Baierischen ¦< Hof", durna st. 7. I (598—1) Jfleel. und €hir9 JDr« JWowy H,U die ärztliche Leitung dcr uon Dr. Schindler, dcm Nl,chfol^cr Prießiul^'s iu Gräfenbera., angekauften Allllmasser ^eisanftalt zu 6t. RMglmd hei iiraz üdlrnomlncn und oidinirt jedcu Samstag luo« Graz im Gasthaxsc zur «Kaiscr» krone" uoli 3—5 Uhr. So.^lcichc Aufnahme m drr A»f)alt. — Sommer» und Winter »Saison. Tä'aliche Vricfpostonliindung mit dem dloß 2 Stunoen eut'crntcu Graz. I (4i)7r2) 1 I Casino -Anzeige. | j3 —<^««5>ä(fe^^£^----- %• Den verehrten Mitgliedern des Easino-Vereines ^ wird hiermit bekannt gegeben, daß am U Mittwoch den <). April l. A ß in den Vereinslokalitäten A abgehalten wird, der um acht Uhr Abends beginnt. ^F Von der Casino-Vereins-Direction. D l?mb-______——?-!____^,____________________________.^—^-_________, °<^.1 (500-2) Das Höchste in der hygienischen Kosmetik gegen dacl Anöfalleu und Ergraucu der Haare und fnr dcn Nachwuchs derselben bei Kahltopfia.cn leistet I»l. ssIn«I>'H k. k. ftrioilcgirtc Mcdttrillll - HamMchZ - Krastpomadc in Verbindung mit dem gleichnamigen Orientalischen Haar- nnd Bartwuchs-Wasser, welche nach dcm chemisch - nualytischcu llutcrsnchnug^befnndc des k. f. Wiener Professor tlll'hillsky, auö einer sehr glucklich gewählten Mischung von neutralen, dem Haarschaftc ersprießlichen Stoffen bereitet sind, die nach dcm heutigen Stande dcr Wissenschaft und Erfahrnng nicht alleiu förderlich fül' die Erhaltung dcö Haares gcltcn, — also das Ausfallen desselben verhindern, —sondern erfahrungsgemäß die periphcrische Zir-üllation anlegen, sohiu folgerichtig auch die naturgemäße Entwicklung der Haarzwiebel, das ist den Nachwuchs der .>> aare bewirke u. Dieselben sind pv. Tiegel oder Flacon zu » ft. ßtz» kr. »ist. N3. gegen Post- uachuahnie zu bcziehru im Zentral-Depoc dcs ^i. ^«n««^ in Wien, Wicden, Hauptstrassc Nr. A7, und iu dcr k. k. Hof-Apotheke. In Llttllllch einzig allein in der Handlun., dcs Hrn. .si>lß. li l'tl^t'IllNVit/. ^ MM- ]Vie«lciIa^e Hir V^ruin^ KYaiiciskaiicrgassc i^r «, vi^-u-vis rtem l*ftiiii»nmclc. Der Gefertigte cm^fi.hlt seil, arostes Lager von Metall-Leichen-Tärssen uo» aul-rkaont schöner A»ost.Mmlg. mit Schlob uclscyci, mid hcr> mclisch schlilßl'ar. um deu niedern Preis von tt fl. unc' anfwa'rts; iusliesoi'dcrc Vcsil)cln uon Giüfttn a»z>lc>l,pfrh!eu. — so wie scm grojjco Lngcr von Holz-Leichen- Särgen, ciusack. lackilt. polilitt odcr mit Sammtüberzug um z fi. 4O kr. und aufwärts, rann GrabEireiiKeii. Er ül'ssnimmt dic Aufstellung und Ausschmückung von Katafalken, die Decorirung von Ueichenzimmeru, wobei das Ausräumen der Zimmer beseitigt wird, um dcn überrascheud billigen Preis von »<> fi. n»o aufwärts. Ebenda befindet sich eine große u,it allen in das Tauezir- und Tischlergeschäft cinschlagcndcn Aitilel,'. Um recht zahlreichen Zuspruch billet Franz Doberlet. ----------B Hiezu eill halbcr Vogen Amts- und Ilttclligcnzblatt.