Schristlettlmg: «»cha»»gafle fh. 5. CtlrMra »i. tl, hrtctirrfo». • »« «>»»»«! r«,„ch <«« A«»a»t»x tn ». ftriri-U«t s«, U—I« lld. Mm V Kttüm mtt tsfttwtti. ■aamlek »« irnntiu» »<»' twrilMaiVt »t»»! int ^»iiThms Hjt> »ett^eg •(. VJ *11 81 »*#. U'Btm Mni fS «tsn. Mn *:tt«ar* ürrit- ®tt . JV-rT>at ttiKWl e»«m *-ti> ch rd ».»» »' >»<>>.tafta-4 ,!» »•.-«» £ttroolln»q: ««themSgasie Nr. k. trtotn Wt. tl, tnttritl'cn f*\a( -«mt#ea c«ta Mt «*r« tau>«Ti» . . k »-fi*Iklükr«< . . . K «— . K JJ-— Mit 00 Gefangene ein. Teilvorstöße der Engländer bei Roeux und Bullecourt wurden abge-schlagen. Heere«grupoe de« deutschen Kronprinz'». Zwi-schen »em Winterberg und der Slr«ße Cordeny— Berrq au Bac schritten abend« frisch eingesetzte f,«n-zöstfche Kräfte »ach Trommelfeuer zum Angnffe. In heißem Ringen wurde »er Feind teil« durch Nah. kämpf, teil« durch Gegenstoß zurückgeworfen. Im übrigen war auch an der Aivn«- und Champagne-front die Gefechtitätigkrit, beeinflußt d»rch da« schlechte Wetter, ßeriager al« a» den Vortagen. 10. Mai. Heeresgruppe Kronprinz «upprecht. Bei Arra« ist der Artilleriekampf in weiterer Stei-gerung begriffen. Unsere Gräben westlich von Len« «ndAvio» waren gestern da« Ziel vergeblicher feind-licher Unternehmungen. Fresnvq blieb gegen erneute englische Angriffe restlo« in uaserer Hand. U« den Besitz von Bullecourt wogt der Kampf hin und her. Heere«gruppe de« Kr»npri»z«n. Zwischen Sois-fon« und Heims nahm die G«fcchtStiligk«il zeitweise wieder zu. hielt sich im allgemeinen aber in mäßigen Grenzen. Am Winterberg und b-i St. Marie-Ferm«, tstlich von Cormicy, wurden mehrere wiederholte französische Angriffe in erbittertem Nahkampfe und durch Gegenstoß abgeschlagen. Nordwestlich von ProSne« blieben feindliche Teilvorstöße erfolglos. 11. Mai. Heeresgruppe de« Kronprinzen Rup-precht. Die Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien er« reichte gestern an der ganzen Kampffront von Arra« größeres Maß. Teilvorstöße der Engländer bei Fre«. not). Roe"x und zwischen Monchq und Chnisy blie-den erfolglos Bei einem Versuche. Bullecourt du>ch Umfassung zu stürmen, wurde der Feind verlustreich abzewiesen. Heeresgruppe des Kronprinzen. Nach Verhältnis-mäßig ruhigem vormittag hat gestern abends die Kampität'gkeit zwischen Soifion« und Reim« wieder zugenommen. Stärkerer Artilleriekampf aller Kaliber »«wickelte sich besonder« an der Straße SoisfonS— Laon, beiderseits von Craonne, längs des AiSne— Marne-KanalS, in der Champame und stellenweise auch in den Argonnen. Stäikri« französische Angriffe zwischen dem Winterberg und der Straß« Cordeny — Bern, au Bac sowie bei ProSne« schlugen fehl. Heeresgruppe d:« GeneralfeldmarfchallS Her-zog Albrecht. Keine Ereignisse von Bedeutung. Im Luftkampfe und durch Abwehrfeuer wurden am 10. Mai 16 feindliche Flugzeuge und ein Fessel« ball»» zum Absturz gebracht. Leutnant Freiherr von mir zu haben, aus die Universität zu gehen und meine Fälschungen fortzufetzen? DaS Leben, „wo man eS packt", ist interessant, und ich habe de» Jnieref. santen genvg in meinen Kollegien, in meinen For-fchungen und in zwei Dutzend angefangenen Büchern, denen eS nur an leichtgläubigen Verlegern fehlt. Sollte e« mir Spaß machen, heute von 1» bis 12, morgen von 12 bis 2, übermorgen von 2 bis 4 und überübermorgen von 4 bis 6 Uhr bei Nacht und Nebel, bei Kälte und Regen Kompagniedienst zu tun und für ein bestimmtes Stück Kampfgraben zu sor-ge»? Man könnte sagen, das geht über den Spaß. Noch niedriger womöglich schwebten die Gedan-ken eine« Leipziger, der mir einen wütenden, pöbel-haften Brief schrieb. Er schrieb sogar, daß er es zwar nicht wüßte, aber vermutete, daß ich keinen Dienst verrichte, daß ich bloß in einer Unisorm herum „turnen" wollte und er rief mir „pfui?" zu. Hätte er nur etwas von mir gewußt. Hätte er nur ge-wußt, daß ich feit Iahren keinen Hut trng. Hätt« er nur gewußt, daß meine Kleider, sowohl meine Frau als auch meinen Schneider entsetzten, daß mein Schneider behauptete, meine Kleider seien nur ein Komplex von zusammengenähten Taschen, die ich ohne Rücksicht aus da« Aussehen vollrammelte. Und dieser Mensch sollte sich sehnen, in einer Uniform herum-zu'urnen? Nebenbei will ich bemerken, daß ich noch ni ht darüber klar bin, ob die Uniform mir die Vor-lüde für Taschen ausg«tri«bieg mit Frankreich allein gegeben wäre mir der Gedanke an Beteiligung vielleicht nich: in den Sinn gek»mmen. Auch din ich nicht sicher, daß «in Krieg nur mit Frankreich und mit Rußland mich zum Loldatwerden bewogen habe» würde. Al» aber England dazu kam, das mächiige England, Eng land, daS rücksichtslose Land, England, das die Buren-frauen und -kinder hingemordet hatte, England, da» brutal gegen Irland seit Jahrhunderten gehandelt hatte, England, das Indien auSsaugt und verhungern läßt — als England dazu kam. wußte ich, daß es sich um da« Ganze handelte. Ich wußte, was für Soldaien die Kolonialtruppen Englands waren, und ich wußte, was für herkulische Gcstalien eingreifen wi'rdeu, falls cS zur Teilnahme der weite» .Sport"-kreise käme, die sowohl in gebildeten wie in unge-bildeten Gruppe» des Volkes »ich breit machten. Da-her sagte ich mir sofort, als es klar wurde, daß England hinter Frankreich und Rußland stand: „Je-der. der eine Flinte tragen kann, muß jetzt mtl." So ist daher der erste Gedanke der gewesen, daß «» jetzt galt, alles einzusetzen. Ich fand keine Ruhe. Ich mußte etwa« tun. um »ie Besieg,in? der Feinde durchführe» zu helfen. Dabei habe iq mir Nummer 38 Ar Kailrrkrirgsanltilie. 'Die Vsrbereitungen jür dir sechste Knegsanleihe und im vollen Gange. Allmähl.ch steigert sich daS Interesse der Be»ölkervnz nicht nur sür die allge-meinen Vorgänge in Europa, s«ndern auch in ganz Kesonderer Weis« stk? die wirlschaslliche» Enlwicklnn-gen der jetzigen Zeit Unter solchen Ausblicken darf man erwarten, da» auch die 'echste KriegSanleihe ein Ergebnis liesern werde, welche» nach kaiserlichem Ausspruche „eine vsllwerlige Probe unierer nnge» brochene» finanziellen Kraft und unbeugsamen Ent> schlossenheit ablegen wird." Die ZeichnungSläligkeil jür die sechste KriegSanleihe tritt dieSmal im Zeichen einer ganz außer-ordentlichen Zelt ein. Der Kaiser hat, wie gemeldet wird, anläßlich der Enlgegennahme des Berichtes über die Vorbereitungen sür die sechste KriegSanleihe dem Finanzminister eine Drahlung zugehen lassen, in welcher der Monarch <„die Erwartung aussprtchl. daß da» österreichische Kapital und der gioße Kreis der Sparer in der jetzigen, sür eine glückliche Be-endigung deS Krieges besonders wichtigen Periode" für die Bedürfnisse des kriegführenden Staates eintreten werde. Mit einer Zeichnung von 12 Millionen Kronen zugunsten der österreichischen und 12 Millionen Kronen sür die ungarische KriegSanleihe hat sich Kaiser Karl an die Spitze der Zeichner gestellt. Der junge Herrscher hat aus diese Weise neuerlich dar-geta.>, daß er sür die Bedürfnisse deS Staates den gleichen offenen Blick und dasselbe reiche Verständnis besitzt, wie er in wiederholten Fallen seine Anteil-nähme auch für die Bedürfnisse des Volke« kundge-geben hat. Im vollen Ersassen der Wichtigkeit, welche der sechsten KriegSanleihe zukommt, hat Kaiser Karl in dankenswerter Weise führend in die Aktion ein-gegriffen. Das hohe Beispiel, daS der Kaiser hiemit gegeben hat, wird ohne Zweifel die beste Wirkung machen. Möge der Kaiser, wie er es in diesem Falle gezeigt hat, auch in allen anderen Belangen, die den St al und da« Volk berühren, unser Führer sein! ES gibt nur ein Losungswort: Völker Oesterreichs, scharrn wir unS um Kaiser Kai l! Zeichnen wir die 6. KriegSanleihe! Die Heldcn im Felde opfern Blut und Leben. Tu brauchst nur Dein Geld zu leihen. Zeichne Kriegsanleihe! keine überspannte Vorstellung von dem gemacht, was ich selber leisten konnte. Ein Major, dem ich mich vorstellte, als ich zum erstenmal in den Schützen« graben ging und dem ich von Herzen zugetan bin, Wiederholte mir neulich das Wort, daS ich zu ihm gesprochen habe. Ich sagte: „Em einzelner kann nur nseaig tun. Aber ich möch'e meinen Zentimeter schie-bien." Ebensowenig habe ich mir einen hervorragen-d»en Platz im Heere zugedacht. Vor sünszig Zähren iwar ich in der amerikanischen M'liz als Artillerist umd Znsanterist gewesen. Da» war aber die Zeit der Worderlader gewesen, Vorderladerka»»nen und Vor-bie sorglosen jungeu Rekiulen und sie Halle» schon angefangen, sich in der Welt zurechtzufinden. Sie hallen ihren Skalab-nd, ihren Slammtisch, ihren Familienkreis, und das alles war ihnen lieb und nötig geworden. Ohne doS alles wäre das Leben lii-tis. Biete von ihnen un» dies wurde mehr und mehr der Fall, als der Krieg sorlichriit u<.d noch allere Leute heranzogen, waren schon völlig selbltän big gewesen, und es wurde ihnen schwer, sich dem befehlenden Voigesetzttu zu unterordne-:. Die Kleinig-keilen de« Dienstes waren ihnen unangenehm. Wozu die« und wozu da«? „Wenn nur i.er Krieg vorüber wäiel' Ich habe gehofft, saß der Dienst eine« noch älteren ManmS den Jüngeren den Dienst onnchm borer erscheinen lassen >, ürde. Ich habe gehofft, daß die Unterordnung eines alt«» Mannes das S:ch> unterordnen einem jüngeren Manne leichler machen würde. Dl«>e Hoffnung hat mich tucht getäuscht. Osl habe ich Kameraden bemerkt, die hurtiger bei« spränge«, weil der alie Kerl schon da war'. Auch habe ich unzählige Male e» «lebt, daß Kameraden gerade aus Freundlichkeit un Güte zugegriffen haben, nm mir eine Sa e zu erleichtern. Das soll nicht prahlerisch gesagt werden, weder so oder so. Ich habe sogar als Vizeseldwedel im Schützengraben niedere Dienste vei lichtet, wo ich wußte, daß kräs. S-ive 8 Heldentod. Am 8. d. ist im Feldspitale zn Trieni der Reierveleutnant Med. Karl Reidinger, ein Sohn deS verstorbenen Marburger Notars Dr. Karl Reidinger im 22. Lebensjahre an den Folgt» einer Schußverletzung gestorben. Delr Großvater deS jungen Helden war durch viele Jahre als Bezirks-tierarzt in Eilli tätig. Auszeichnung. Der Kaiser hat dem sach-männischea Laienrichter au» dem HandelSstande beim Kreisgerichte in Eilli Joses Zarmer aus Anlaß sei-nes Scheidens v»n diesem Amte den Titel eines kaiserlichen Ralev verliehen. Soldatenbegräbniffe In den letzten Ta-ge» wurden nachfolgende Soldaten, welche in den diesigen Spitälern gestorben sind, am städtischen Heldensriedhose zur letzten R >he bestallet: am 7. Mai der Landsturm Sanitätssoldat MatiaS B'.alnik saus St. Nikolai bei Windischgraz) u:id am 9. Mai der Honwedinfanterist Johann Weber, deS HJR. 1. Kriegsauszeichnung Dcm Reservefeld, webel im Ins. Reg. «7 Ludwig Koratschw, ein Eillier, welcher schon auf verschiedenen Kriegsschau-Plätzen vor dem Feinde stand und derzeit an der rumän.-österr. Front tätig ist, wurde das Eisern Verdienstkreuz mil der Krone am Bande der Tapstr-keitSmedaiUe verliehen. Hochherzige Spende Ein wackerer Volk«, genösse, der nicht genannt sein will, spendete zu Han-d.n deS Herrn PfurrerS Maq für bedrängte Glau-benSgenofsen 370 K und 500 K Auch an dieser Zlelle sei ihm herzlichst gedankt. Rotkreuz Derkaufstag 1917. Wir machen nochmals ans den am 2. Juni l. I. von der Ban* deSleiiung der österr. Gesellschaft vom Roten Kreuze angeregten, in ganz Oesterreich stattfindenden Ver-kausStag aufmerksam, welcher so veranstaltet wird, daß die Geschäftswelt an diesem Tage einen nach eigenem Ermesse.» abzugebenden Perzenisatz der Brutto-einnähme deS 2. Juni 1917 dem Roten Kreuze zu» wendet. Eine Ueberprüiung der Berechnung der ab-gclieserten Summen duich das Rote Krenz findet natürlich nicht statt, da das Rote Kreuz in dieser Richtung den Geschaitsinhabcin doS vollste Vertrauen entgegenbringt. Sollle die Abgab: eines Hundert» satzes aber uuerwünschl sein, so kann die Teilnahme an dcm Rotkreuz VerkausSiage auch durch Zuwendung eines festen BelrageS erfolgen; da« Role Kreuz, daS natürlich durch die lange KriegSzeit ganz außerordent-liches zu leisten hat, ist für jede Förderung innigst dankbar. Die Anmeldungen, welche, wegen der Vor-arbeiten ehestens erbeten werden, können bei den Handelskammern von Graz oder Leoben, den Han-delSgremien, im kande bei alle» Zweigvereinen vom Rolen Kreuze oder aber beim Landes- und Frauen-hiissverelne v«m Kiole» Kreuze in Gcaz erfolgen. Von der Siidbahn. Versetz, wurden: d,e Revidente» Franzl Reindl von Bozen-GrieS nach Leibnitz, RenatuS Manzani von Adelsberg nach Op-cina Sudbahnhof, Anton Petrovic von Opcina-Süd- tigere jüngere Soldaten nur mit Murren einem Be-fehl gehorchen würden. Fast immer hat dann irgend einer mir beigestanden, > nd ich wußle genau, wie eS in den Köpsen von denjenigen ckvssah. die mit der Zunge flüsternd spalteten. Das sind die Gründe, die mich dazu gesührt haben, mich in meinem Aller als Freiwilliger zu ltellen; und dieselben Gründe haben mich bi# heute bei dem Heere gehalten. ES ist wahr, daß ich mit der Zeit befördert worden bin. Meine Beförderung ist aber nicht von sehr lange her. Ich treffe immer wieder m l Solvalen zusammen, die mich auS nächster Nähe in der Kaserne und im Felde gekannt habe» Gerade jetzt, wo so viele auS den älteren Jahrgängen der Landwehr und des Landsturm» zu be» Fahnen gerufen werden, gerade jetzt, wo ihnen der Dienst schwer fällt, wo die ungewohnten körper-lichen Anstrengungen und wo cie Entfernung von der lieben Heimat ihnen schiecklich vorkommt — ge» rade jetzt will ich dabei bleiben, um zu sagen:„Ja, es ist schwer, aber cs ist auszuhallen. Ja, eS ist schwer, ich weiß es. aber das Vaterland ist eS wert." Ko:s auf! Nur k:in Miesmachen. Grade aus k Tas Enoe ist nicht weit weg. Die Russen haben genug. Die Franzosen halfen genug. Die Serben, die Montenegriner, die Albaner, die Griechen u»d Rumänen sin^ »an England „geschützt" worden. Es sinv nur die Engländer, die noch nicht genug haben. Die Engländer sind es, die gern aus Deutschland ein zweites Irland oder ein zweites Indien machen würden. Mil ihnen werden wir allmählich fertig werde», und batitt kommt der Friede. Gvtt bring« ihn bald! Im Felde. 18. 11. 16. e*ir< 4 bahnhos nach Talloch. Felix Lenard von Rann nach Partschach a. S.; dir Assistenten Richard Maihiajch von Luttenbrrg nach Kindberg. Johann Zorko »in Salloch nach Beiden am Wörihersee, Joses Mala-xtim von Kindbetg nach ijuttenberg, Albert Graner von Grvbelno nach Kapsenberg-Südbahnhos; Franz Bajec von Monfalcone (evakuiert Prestanek) nach Adelsberg; die provisorischen Assistent«!, Anton Payrl von Puntiga« nach Spi«lf«ld-Straß, August Mehl? von St. Georgen »ach Greifenburg-Weißen-se«. Slefan Gricer von Greifenburg-Weißensee nach Sr. Georgen vom politischen Dienste. Der Slaithaller hat die StatlhaltereikonzeptSpraltikanten Dr. Kar', «lull. Karl Edlen von Kosfegg und Franz Schorn, letzteren in Rann, zu Staithalterei-Konjipisten er-nannt, den Stallhaltereikonzipisten Maximilian Steffan in Pettau zur Dienst! istung bei der Stall-hallerei einberufen und den Slattbalterei-Konzipisten Dr. Franz Sedlmayer der Bezirkohauptmannschaft Pettou zugeteilt. Gefunden wurde ein Geldtäschchen mil einem geringeren Bargeldinhalt« und zwei Wertgegenstänbe, da» vom Verlustträger beim Sladtamte gegen Nach Weisung des Eigentumsrechtes behoben werden kann. DafnisLiederabend, ver 3. Mai war «in Frendenlog sür da» musikalische Eifli. Im dicht« besetzten Stadttheater sang Viktor Heim I5derpräch-tigea DasniSlieder in der Vertonung von A. Bliimel. Arao Holz bot in seinen 79 »Freß>, Sausf. und BenuSlieder" de» berühmten Schäser» Dasni» äu-ßerst geschickte Nachahmungen der Schäferpoesie de» 17. Jahrhundert». A Bliimel hat sie alle vertont, teil» strophisch, teil» durchkomponiert. Bald ernst «inherschreilead, bald sich wieder im lustigen Walzer-reizen wiegend, einmal sogar ein ausgelassene» Polka temp» einschlagend, hebt un» Bliimel» innige Weise in lichte Weiten, in da» Sommerland de» raunenden Wienerwalde» I Dasni» ruft un» zu: Kommt mit mir hinau», laßt da» Grillisirren und Melancholieren und ergebt euch der Fröhlichkeit und »er LedenSfrende. ,,Ia nicht» wie Sonnenschein tünk ich die Feder ein/' — .Faßt andre grillisieren, ich dün soll Heiterkeit!" Da» sind zwei Wohlsprüche diese» stehen Leben»-genießer». Einige Bilder au» seinem bunte» Treiben will ich heraus greisen. „Er Hirt mit ihr den Gukug schien", ist vielleicht da» reizendste aller 15 Lieder! Auch da» „Nachtmusikgen" mit dem fast zu melodi-schen Kehrreim ,O sormosisfima »cni puella'« entfesselte einen wahren Beijallssturm. An einem schi nen Sommeriag streckt sich Dafni« „einsamd" im Grase hin und lauscht einem „Bögelgin", wie e» „izichwilschert, zürdt und zihbl", »a denkt er an sein Ende und an da» Ende alle» Bestehenden. „Sollt ich drämd nicht oft allein heymlig mit mir traurig sein?" Ein nächste» Bild: Er ist vor dem Ende seine» tollen Leben» . . . „Ganz welck und Lager — hasst" sieht er noch hartem Winter von seiner „letzten Streu" au» der Kammer und begrüßt noch einmal den Mai, da gewahrt er durch» Fenster ein« Mut ter, di« ihr Kind herzt. Er vergeht vor Sehnsucht, weil er sieht, „wie die Beyde sröhlig sind." Nun da» Schlußbild I Noch aus dem Grabe ipricht er zu den Lebenden, er fordert sie zum Lebensgenuß auf! „Horch drümb, was mein Staub dir spricht: So mhl Gold hat Ophir nicht al» in ihrem Munde die flüchtige Secunde! O Adame, o Eve. Vita som nium breve!" Ein ergreifender Abgefang, den Blü-mel hier anstimmt! Blümel ist in erster Linie ein feiner und eigenartiger Melodiker. Der monchmal sehr bunte und farbenprächtige Kloviersatz untermalt die Singstimme wunderbar! Heim hat einen hohen (singt er doch ein strahlendes A) weichen und voll-tönende« Bariton Diese rein gesangliche» Vorzüge und die hohe Musikalität mache» ihn so recht zum berufensten Verkündn der DasniSlieder. Mit welcher Liebe und welch innigem Verständnis hat sich Heim in da» Wesen dieser Weisen verliest! Btümel be> gleitete seine Lieder ganz unübertrefflich schön, er hals dem Sänger ordentlich singen. Hoffentlich kön-nen wir die beiden Künstler recht bald wieder in C«lli begrüßen! Keinen beionders guten Eindruck muß da» Eillier Konzertpublikum auf die beiden Künstler gemacht haben Der letzte Ton war »och nicht verklungen, schon stand alles auf und drängte zur Tür. Dies ist eine große Taktlosigkeit und ein echt philisterhafter Zug! Unterbrechung des Landschulunter richtes im Mai. Von der Statthaltern wird verlautbart: Mehrsach werden aus landwirtichast-lichtn Kreist» Ansuchen an den LandeSschulra: gestellt, mit Rüsicht aus die ungünstigen Witterungs-verhällnifse des heurigen Frühjahre», welche den Anbau der Feldsrüchte verzögerten, die Landschule,« im Mai für zwei Wochen zu schließe», um Le'rcn. Deutsche Wacht und Schülern di« Beteiligung am Anbau zu ermöglichen. Da der Bezirksschulrat gemäß § 55 Sch.» 11 O. obneweiter» ermächtigt ist, dir Hauptferien an einzelnen Landschulen zu teilen und einen Teil in die dringende Zeit der Feldarbeiten zu verlegen, wird der Bezirksschulrat angewiesen, an Lindfchn» len, wo die Verhältnisse e» erfordern, vierzehntägige Anbauferien im Mai zu bewilligen und die Fest« setzung de» Beginne» derselben den OrtSschulriten zu überlassen, dafür aber die Hauptferien entsprechend zu verkürzen. Wiederholung des Dafnis Lieder-abendes. Wir machen nochmal» darauf ausmerk-sam, daß der Abend, fall» genügend Vormerkungen stattfinden, im Lanfe der nächsten Woche wiederholt wird. Der Tag der Aufführung kann erst in den nächsten Tagen bekannt^ gegeben werden. Vormer, knngen werden in der Kanzlei dc» Herrn Dr. Fritz Zangger, Bahnhosgasse 1, ersten Stock, enl-gegengenommen. Der Deutsche Ilationaloerband für die Festbesoldeten. Die .Deutschböhm. Korr." meldet: Der Dentsche Rationalverband hat bekannt-lfj> in seiner letzten Vorstandssitzung die Einleitung eine» großzügigen Unternehmens zur Besserung der materiellen Loge der Festbesoldeten beschlossen und wird dieselbe in der kommenden ParlamentStogung aus da» tatkrästigste betreiben. Dieses Unternehme» versolgt vor allem die Durchführung von entspre-chenden GehaltSresormen sür die StaatSangestelllen und sür die Eisenbahner, und zwar in einem solchen AuSmaß, daß von einer wirklichen Hilfe sür diese Gruppen gespiochen werden kann. Außerdem ist die Einleitung eine» HntschuldungSversahren» jür die PrivatangesteUten geplant, die um so dringlicher be-zeichnet wird, al» die jetzigen TeuerungSverhSltniss.' den Privatangestellten t» an und sür sich schwer mache», mil ihren Bezügen da« Auslangen zu sin-den. Auf Antrag de» Abg. Heine wurden zur Siche-rung der Durchführung dieser beiden Pläne inner, halb de» Verbände» nn Ausschuß für die Angele-genheit der Festbesoldeten eingesetzt und in denselben die Abgeordnete» Denk, Hartl, Heine. Hojmann von Wellenhos, Kemeter, Kraft, Pacher, Roller und Wabcr entsendet. Dieser Au»>chuß, welcher mit den Organisationen der früher erwähnten BerusSstände Fühlung nehmen wird, wird die entsprechenden An-träge auSa'.deiten. Die GründungSsitziing sand am 9. d. statt. I» derselbe» wurden auch die einzelnen Berichterstatter gewählt. Eine Kundgebung des Deutschen Volksrates in Böhmen. Der Deutsche Volks-rat in Böhmen gibt feiner Ueberzeugung dahin Ausdruck, daß die rascheste Verwirklichung der deuischböhmischen Forderungen, welche in wetten Kreisen de» Volke» für die nächste Zeit erwartet wurde, unbeachtet des eingetretenen Wechsel» in der inneren Politik ei» Gebot der Selbsterhaltung de» Staates ist, da die ruhige und gesicherte Entwicke» lung Oesterreich« von ihrer Erfüllung abhängt. E» wird daher beim Wiederbeginn des parlamentari-schen Leben» eine selbstverständliche Pflicht der deut-sehen Politik sein, sür die Durchführung dieser For-derungen alle Kräfte einzusetzen. Der Deutsche Bolksrat hat sich niemals der Einsicht, daß volkS-tümliche Reformen in Oesterreich notwendig sind, verschlossen und ist bereit, seinerseits alle Mitarbeit zn leisten und schon während de» Krieges die not-wendige» Borbereitungen durchführen. Er hält jedoch dajür, daß die zeitgerechte Lösung der »böhmischen Frage" in ihren dringendsten Belange» unter keine» Umständen der Lösung anderer Probleme nach-gestellt werden dars, anderenfalls die jeder Ordnung der nationale» Kämpfe drohenden Schwierigkeiten mS U.igemeffeue erhöht würden und eine für da» deutsche Volk gedeihliche Fortentwicklung der wirt-schastliche» und sozialen Verhältnisse vereitelt wür-den. Wiederholt hat der Deutsche Volk»rat vor übertriebenen Hoffnungen aus eine kampslose Durch-setzung der deutschen Fordeiungen gewarnt. Der Wiedereintritt der beide» deutsche» Minister in da» Ministerium Clam-Martiuitz kann ihn zu einer Aenderung seiner Auffassung nicht bestimmen. Geschäftseröffnung. Zn der Klostergasse hat Herr Peter Bracic eine Pserdestnschhauerei er-öfftut. Nun ist auch der ganz arme» Bevölkerung Gelegenheit geboten, sich Fleifchnahrung zu ver-schaffen. Rohstoffoerein der Schuhmacher Am 6. Mai hielt Per Rohstoffverein der Schuhmacher im Gasthos zur Traube seine 15. Gcneralvcrsamm lung mit solgender Tagesordnung ab: I. Verlesung des Protokolles der letzten Generalversammlung; . schaftsbericht für das 15. Geschäftsjahr; . < . ^migung der Jahresrechuung, Erteilung dc» j'chluß betragen die Einnahmen 179.437 Kronen 55 Heller, die Ausgaben 176.942-42 K, die Aktiva 32.771-88 K, die Passiva 30 969 92 K, der Reingewinn 180196 K. Von dem erzielte» Reingewinne werden 342 76 K al» Gewinnvonra^ bestimmt. Der Warenumsatz ist um 64.64 l»57 K größer als im Vorjahre. Der Bericht stellt fest, daß sich da» Unternehmen in befriedigender Weife enl wickelt hat, obwohl die Beschaffung der Waren dem Verein viel Mühen verursachte. Weiter» sind im Jahre 6 Mitglieder beigetreten, so daß der Berein jetzt 79 Mitglieder zählt. Zn diesem Geschäftsjahre sind 7 Mitglieder durch den Tod geschieden, denen ei» ehrender Nachruf gewidmet wurde. Der G«. schäfts- und Kassabericht wurde einstimmig genehmigt und dem Borstande da» Absolutorium erteilt. Bei der vorgenommenen Wahl wurden Herr Johann Berna al» Direktor und Kassier, Herr Anton Rei-cher al» Kontrollor, die Herren MothiaS Morn. Martin Weber. Georg Supanz. Binzenz Godeh. Josef Potnik, Konrad Gorenjak und Johann Paj als AufsichtSräte gewählt. Zu der Schuhpreis Be sprechung wurde» die Vorschriften über die Preis berechnung von Schuhwaren vorgelesen und erklärt und den Mitgliedern die Musterbeispiele de» fteier-märkische» GewerbeförderungSinstiiuteS Graz eingr händigt E» wurde auch den Mitgliedern nahegelegt, sich der neuen PretSverordnung anzupassen, damit die Schuhmacher bei der Berechnung der Schuh waren keinen Anstand haben werden. Weiter» wurde von den Schuhmachern bemängelt. daß von der Wirtschaft»abteilung des GewerdesöroerungSinstitules Graz immer mehr Oderleder al» Bodenleder zuge-wiesen wird, wa» den Schuhmachern da» Arbeiten wegen Mangel an Bodenleder viel erschwer« Um 6 Uhr schließt der Vorsitzende die Versammlung und dankt sür das zahlreiche Erscheinen. Bei der Arbeit verunglückt- In Tüffer stürzte ein Landsturmmaun famt einem Leitungsmaste um und war nach wenigen Augenblicken tot Fremdes Verschulden an dem Unglück»sall« scheint ausgeschlossen. Amtsschimmels Triumph. In der «utg zu Marburg befindet sich eine Frau, deren Mann >eit anbei thalb Jahren im Felde steht. Dieser hatte, bevor er eingerückt war. bei seiner letzten Steuer -zahlung einen Heller zu wenig bezohlt. Dieser Tage erhielt seine Gattin einen Mahnzettel des k. C. Steueramtes Marburg, der sie aufforderte, diesen Heller zu entrichten, „widrigenfalls der Betrag turch Veräußerung de» beweglichen und unbeweglichen Vermögen» hereingebracht werden müßte". Die Ausstellung des MahnzettelS beanspruchte natürlich eine» Beamten, die Zustellung eine ExekutionSorgan. Die Frau wollte deu Heller sogleich entrichten, doch da wurde ihr bedeutet, daß sie außer dem einen noch zehn Heller für die Zustellung zu zahlen habe. guckerbezug durch Zucker oerarbei tende Industrien und Gewerbe Zufolge einer bereits für den Monat Mai geltenden Verfti gung de» Amte» für Volksernährung wir» den Zucker verarbeitenden Industrie» und Gewerben, deren durch-schnittliche Monatsbezüge im Betriebsjahre 1913/14 nachweislich 1<>00 Kg nicht erreiche» (sogenannte Kleinverarbeiter) einschließlich der Bäcker, Zucker- und Kuchenbäcker, Mandoleitibäcker und Lebzelter der Zucker nicht mehr durch die amtlichen BezirkSvertei-lungSjlellen, sondern ausschließlich durch besondere Jndustriezucker - Verteilungsstellen zugeteilt werden. Die Zuweisung eisvlgt in dem dish,rigen reduzierten Ausmaße aus Grund einer von der politischen Be zirkSbehörde einmal bis aus Weiter'S auszustellende» „Anweisung zum monatlichen Bezüge vo» Industrie-zucker". AIS Jndustriezucker dars von den Jndnstrie-zucker^BerteilungSstellen auSichließlich nur Krystall-zucker, Sandzucker und erforderlichenfalls Rohzucker zugewiesen werden. Die Ausstellung der Bezugsscheine auf Konsumzucker sür Gewerbe und Industrien Mnch die politischen BezirkSbehörden wird bereit» für den Monat Mai eingestellt; schon ausgestellte Bezug»-scheine düisen nicht eingelöst werden. Eine AuSuahme vo» dtesin Anordnungen bilden die Gast-, und Schank-gewerbe, welche den zum Versüßen der Speisen iot> wendigen Zucker nach wie vor aus Grund von Be- MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. $oattfaasftcif*6< der „peutschc» Wacht'' t» ßtlli. Nr. 19 Die „Elldmart" »schnitt jeden Sonnlag al« »nenlueltliche Beilage sür die Lese, tec »Deutschen Wacht". — Sinteln ist «Die Südmark" nicht käuflich 1917 (Nachdruck verboten.) röen von Vvünsu. Originalroman von Karl bert schnell auf ihn zu, legte ihm den Arm um den Nacken und suchte seine Hand zu ergreifen. Die aufquellende Bewegung benahm ihm fast die Stimme. „Nur deinetwegen, nur deinetwegen trifft e« mich so hart. Wos ich auch aufzugeben habe, e« kommt gegenüber deiner Lage nicht in Betracht. Mizzi — du kannst dir denken, daß ich da am verwnndbarsten bin, aber das schmettert mich nicht so nieder, wie der Gedanke an dich." Schönhag verzog das Gesicht und suchte den Teilnahmsvollen abzudrängen. „E» ist bei dir also schon r«in abgemacht, daß wir den hier eingesetzten Erben ganz still und laut-loS den Platz zu räumen haben?" Roberl zog sich wieder in kein« ansanglich« Hallung zurück. Die hart« Selbstzucht gab seinem Ton etwa» Unerbittliches. „Je lautloser, desto besser für u»S, Könntest du dir einen anderen Ausweg denken?• Schönhag sann nach. „Wenn diese Erben — zum Beispiel nicht auszusinden sind?" „Aber Papa! Großonkel Pcpi gibt alle Fiu-gerzeige dazu und spricht von vier Merswaldischrn Kindern. Die dürsten heute alle schon Enkel haben — wer weiß, wieviel. Und selbst wenn e» rchwie-rigkriten machen sollte, was nützt das un»? Wir haben daS gesamte Erbe in gemessener Frist her< auszugeben, gleichviel, für wen e« hinterleg« werden müßte." ..Da» ganze?" „Die Rechnung ist leider bald gemacht. Dein Bater war beim Tode seine» Vetter« über den Kops verschuldet, da« ist unbestreitbar. Durch die Ansprüche seiner überall ausiauchenden Gläubiger wurde da« Grünaver Elbe sofort bedeutend geschmä-lert und dürfte selbst heute noch nicht auf den nr-sprünglichen Stand gebracht worden sein. Al» Groß-vatrr s» zu vermögen kam, hast du erst die Mög> lichkeit gesehen, die Erkorene heimzuführen, deren Mittellosigkeit so lang da» Hindernis eurer Berbin-tung war. Wir haben also alle», wa» hier und in Grünau ist, nur vom Zoses Schönhag und können »on rechtSwegen nicht einen roten Heller, keinen Stein und keinen Faden behalten." Ferdinand suchte nach Worten. „Und wenn wir da» Testament anfechten?" „Ganz »»«ficht«!»». Wir würden damit nicht» andere« erreichen, al» daß die schmachvolle Begrün» dung von Aloi»' Enlerbung an die große Glocke gehängt wird. Möchtest du da» verantworten? Ich nicht." „Können »ir dadurch nicht wenigsten» Zeit ge-winnen?" »Spiegelfechterei treiben, um einstweilen noch im unrechtmäßigen Besitz zu bleiben? Nein, Bater, da» tätest auch du nicht. So läßt dich nur die Ber-zagtheit der ersten Stunde denken. Ein offene» Un« recht stützen, dich an eine Lüge klammern, von ihr leben, da« widerstrebt dir im Grunde ebenso wie mir. Die Handschrist müßte für un» Geltung haben, selbst wean sie sie vor Gericht nicht hätte. Wir sitzen in sremdem Gut, essen erschlichene» Brot, da« ist uns au« diese« Testament meine» Großonkel» klar geworden, uud da gibt e» keinen anderen Weg sür un«, al« den geraden und natürlichen: zurück-geb«», wa« wir nicht «ehr al« uns«r Eigentum an« sehen können. Würde die« nicht schon da« Gesetz fordern, wiir'» doch ei» Geboi der tkhre. Wozu ist man denn Kavalier?" Ferdinand maß den Sohn mit einem langen Blicke, au» dem aber ein, wenn auch widerwillig» Respekt sprach. Merkwürdig, daß Ihm der bisher insgeheim doch nur al« Knab« Geltende mit einem Male vollkommen erwachsen vorkam! Und als ein Anderer, zu dem ihm jetzt manche innere Brücke fehlte. „Ich ftanne nur," flüsterte er dann mit au»-getrockneten Lippen, .ich staune nur, wie leicht du dich darein gesunden hast, daß wir als Bettler au»-ziehen sollen." .Wer sagt dir, daß e« mir leicht geworden ist? Zch hab' seit heute srüh . . . doch reden wir nicht mehr davon! Es ist ja schon vorbei. Ge-schwankt hab' ich allerdings keinen Augenblick." „Wa» sind also deine Enlschlüsse?" „Morgen vor allem da» Testament bei Amt hinterlegen und dann . . ." »Dinn — ?" .Mit Brcuberg sprechen und seiner Tochier." „So eilig hast du'», die Schiffe hinter dir zu verbrennen?" „DaS Schwerste zurrst, dann schließt sich alle» Uebrige folgerichtig diran. Mit meiner diplomati-schen Lausbahn ist es natürlich vorbei. Zch lasse mich in« Ministerium versetzen; da sind mir aus gleicher GehaltSstuse die RepräsentationSpflichlen er-spart und wir kinnen bei vernünftiger Einteilung mileinander schon durchkommen.' „Tu und die Mizzi?" „Komteß Mari«? Abrr ich sag« dir ja, die Hochzeit wird selbstverständlich nicht statlfinden. Wie könnte ich an eine Heirat denken, wo mein« Ein» künst« jetzt sür dich und mich reichen müssen!" „Ach, so hast du dir'S zurechtgelegt? Dk willst mit deinem Beamtengehalt auch mich ernäh-rxn?' — Der Baron brach in ein krampfhafte« Lachen au«. „Wacker, sehr wacker, da bin ich frei-lich versorgt." „Du wirst sehen, wie ich mich einschränken kann, um dir die geringere Hälfte der Sntbehrun» gen aufzubürden. Heiter wird ei allerdings nicht werden. Aber schließlich leben die meisten Beamten mit noch Wenigerem — du weißl eS au» eigener Erfahrung — und allmählich muß ich doch auch vorrücken." „So könnt' e» noch kommen, daß wir mit ein» ander bi» zu — achttausend Kronen zu verzehren haben! So viel hast du bisher sür deinen Fiaker und deine Zigaretten ausgegeben." „Mach' mich nicht mutl»», Bater l Ich habe tintn battiigtn «K»l>»n«gst?n», kaft du mich ganz richtig beurteilst. Jetzt, bitte, bestätige mir, datz Ich mich auch in dir nicht getäuscht habe!" Schinhag prüfte mit überlegenem Lächeln feine wohlgepflegten Fingernägel. „Wie Ich sage: der echte Romanheld!" «Vater! I" Schinhag sührte andeutend die Hände an die Ohren. «Oder soll ich sagen: Theater Held? Dein prachtvoller Brustton erinnert mich faktisch an Rei-mer« al« jungen Piccolomini. Nur daß hier im Zimmer mein Trommelfell empfindlicher ist als im Burgtheater." Robert ließ sich mit einer Gebärde der Trost-losigkeit wieder in einen Scssel nieder. „Da« geht über meine Erwartung, da« ist noch ein Unerhörte«, daS mich ohne einer Rüstung trifft!' Schönhag neigte sich über den Tisch und tippte ihn leicht an die Schulter. „Laß un« doch vernünftig miteinander reden!" „Wenn e« heißen soll: mich zum Schurken machen zu wollen, so spar' dir die Mühe; ich weiche kein Jota vom Gebot des Rechte« und der Ehre." „Zum Teufel, jetzt wirst du mich bald nnge-duldig machen. Wer redet denn von Schurkereien und Aehnlichem? Das sind ja eben die abgeschmackten Redewendungen, das ganze Gehaben, daS ich Thea-terfum nenne. Ich will nur, daß wir im Tone nüchterner Kulturmenschen bleiben. Also höre mich an und laß mich zu deiner Beruhigung gleich vorweg sagen, daß ich in der Hauptsache eine« Sinnes mit dir bin! DaS Testa« ment muß natürlich respektiert werden; darüber kön-nen wir nicht hinweg." „Gott sei gelobt! Ich finde dich wieder!" „Ich könnte dir sagen, daß ein alter Soldat wie ich über die Pflicht zur Tapferkeit keine Worte macht und daß e« einem Kavalier ebenso überflüssig scheint, dcm Unausbleiblichen mit schmetternden Fanfaren entgegenzugehen, als c» weiblich zu be-flennen." Robert streckte ihm mit aufwallender Rührung die beiden Hände entgegen. Der Vater winkte ge-lassen ab. „Kein Pathos, wie gesagt! Mich ärgert so wa« nur. Trotzdem sollst du nicht glauben, daß ich mir darin gefalle, den Stoiker zu spielen. Da« wäre ja auch Pose. Du sollst im Gegenteil hören, daß ich eigentlich mehr Selbflnerleugnung übe al« du. Denn du bist in der Atmosphäre wahrhasten 9lcifiofratenlumS geboren. Bei mir könnt« das an- deiS sein. bin lebendig durch einen Teil der Vergangenheit unseres HanscS gegange«." Wa>. willst du damit/sagen?" „H'.us Schönhag! DaS ist mir lein so hoch-ragender Begriff wie dir, mein Sehn. Die Schön« l);igä waren schon einmal entwurzelt — mein Vater und ich haben eS empfunden — und nun soll cS zum zweite» Male geschehen. Du kannst noch nicht ermesse», was daS heißt. Du weißt nicht, daß ein verarmter Edelmann sich lieber gleich entschließt, sein Wappen und daS Ahnenzählen aufzugeben, um im rauheren LebenSlampse nicht behindert zu sein. Ich kenne das, den» ich habe zu unserem Adel erst zurückgesunden, wie meinem Vater eben die Erbschaft von Grünau zugesalle» ist. Da war auch ich wieder Idealist und — habe das arme Mädchen heimgeführt, da? deine Mutter geworden ist. — " wir also wieder enterbt, lo brauchen wir .... . u, iiichl uu uii|iotuili|(h« Anschauungen jti binden." Robert rückte den Kcpf. „Aber das hat man man doch im Blut." .Du — ja!" hätte Schönhag gern erwidert, begann sich aber anders und sagte mit bedächtigem Nicken: „DaS meine ich ja eben. Du kannst ander» nicht leben, sagst du. Wen» es so steht, dann gibt es kein Zaudern: ich geh' mit dir." „Dank. Vater, und du sollst sehen — aber du willst ja keine Sentimentalitäten." .Also zur Sache! Du mußt wissen, was du aufgibst und wie die Formalitäten zu erledigen sind. Du wirst morgen mit Gras Alfred und seiner Tochter sprechen, wie du natürlich mußt. Selbstver. ständlich dürsen sie von der satalen Testaments-gefchichle nichts erfahren. Wir wollen ja die Rück-sicht auf den Namen Schönhag nun einmal fefthal-ten, nicht wahr?" .Ich werde uur bekennen, daß wir plötzlich verarmt sind." „Heutzutage, wo alles an der Börse spielt, ist da» leicht genug zu begründen. Jedenfalls brauchen wir die peinliche Familiengeschichte mit den Merx« n IM nicht an die breite Ocffentlichkeit zu zerren. .oMa kaun nicht verlangen, daß wir Demütigungen aus i:n« nehmen, die niemand nützen." „Gewiß. ES kommt einzig daraus an, daß das Recht durchdringt." Schönhag nickte zustimmend. „Wenn'S auch nur ein Buchstabenrecht ist." „Du bist ja mit dem Iustizminister befreundet?" „Daran wollte ich dich eben erinnern, um dir den Vorschlag zu wachen, daß wir das Testament in seine Hände legen Er wird un» dazu verhelfen, daß UNS ein tzpleßruttnlaufen erspart bleibt." Schönhag nahm daS Dokument vom Tische, legte eS in die Brüche und machte Miene, eS zu sich zu stecken. »Du wirft doch nichts dagegen haben," sagte er mit sanslem Lächeln, „daß ich als Ehef deS HauseS eS seiner Bestimmung zuführe." .Dir kommt eS zu; gewiß." SchinhagS Lächeln wurde ironisch. »Im schlimm-sten Fall« bliebe dir ja immer »och die Möglichkeit, mich der Urkundenunterschlagung . . .' „Nicht so, ich bitte dich! Verzeih' mir, wenn ich dich vorbin gekränkt habe!" (Zortie»u»c> folgt.) Hedanken. Wenn der Mensch ernstlich erkrankt ist. dann fühlt er sich klein und schwach und die Welt gill ihm nichlS und verschwindet, nur Einer wird ihm unendlich, riesengroß, und daS — sein „Heiland". * Eine edle, treue Menfchenseele gesunden zu haben, ist köstlicher denn alle Schätze der Erde. * Eine« tut vor allem unseren Baterlande not und das ist: Sin moderner, konzilianter, demokra^ tischer Geist. * Extra pacem nou est vifa. * Die Rose. Sei der lieben Rose gleich, Die den Tau empfängt vom Himmelreich, Die zur Sonne immer strebt Und in hehrer Schönheit lebt. Dr. Paul Musil Edler von Mollenbruck. Vermischtes. Der gebilbeteKriegSlieferant. Einer meiner im Kriege plötzlich reich gewordenen Bekann« ten, so wi'd im „Figaro" erzählt, suchte in meiner Begleitung ein vornehmes Möbelgeschäft auf, um die Einrichtung für fein soeben gekauftes Schloß zu be-stellen. Besonderes Interesse widmete er hierbei der Bibliothek, indem er gesouderte Abteilungen für Wissenschaft, Romane, Reifebcschreiiungen usw. ein« gerichtet haben wollte. Dann meinte er: „Sie über, nehmen doch auch die Beschaffung der Glasscheiben?-„Selbstverftindlich", erwiderte der Verkäufer. „Und der Traneport ist auch Ihre Sache, nicht wahr!" „Gewiß". Befriedigt wandte sich mein Freund zur Türe; auf der Schwelle aber drehte er sich um und meinte: „Ja, und die Bücher . . die besorgen Sie einfach auch mit, nicht wahr?" Ruamrr 38 P-«t:che Wacht Seit- % t«gdscheinen der polilische« Bejirk»behSrd«« durch die «m< lichen H«jirk»»erleilu»g»ste>en zugewiesen erhallen, »t» Industriezucker. Verleitungsstelle« habe« zu fu». xer?»: fiir die politische« Se,irke Cilli Statt und EtUt Umgebung, Gonodch, Rann. Windischgrsj «nd die politische Exposttur Praftberg die Kolonialweren« gesellschast ..Union" in Eilli, sür alle übrige» poli» tischen Bezirke und di« Städte Kraz, Marb.irg und Petta« die Steiermärkische Zuckerzentrale in Die sogenannte» Großverardeiter, da» sind jene Zucker verarbeitenden Industrien und Gewerbe, deren M«,at»l>ezäge im Betriebs,ahre I91Z/I4 1000 Kg. überstiegen habe», ferner jene, die Jndustrieverdän-den angehören und die mit Heereslieserunge» betrau-ten Unternehmungen erhalten nach wie vor den sür ihre Betriebe erforderlich«« Zucker »on der staatlichen ZuckerzenIrale in Wien direkt zuge» ese«. Aus dem Ileunerausschuh des Abge ordnetenhauses. Letzten Freitag hielt der von dea Parteien de« Abgeordnetenhauses einges.tzte Neu> ueravsschuß unt«r Vorsitz de» Abg. Dr. Slextwender eine Beratung über die Scschäst»ordnung«ref»rm ab. Ueber ihren Verlauf berichten „Rarodru List?": «««geschieden wurd«n au» dem Elaborat in»beso„. d«re alle Disziplinarstrafen und Buhen gegen Ab-»«ordnete, ferner alle Paragraphen, die dem Präii. denten da» Recht einräumten, einzelne Abgeordnete auf unbestimmt« Zeit oder auf immer auSziischlieven, »btt die verschiedene Sttasen gegen Abgeordnete er-«itglichten, wie Mand«t»verlust, weiter jene P.rra-grapheo. die die Schaffung einer ParlamentSivache betrafen Dagegen «erde alle» belasten, wa« zur Vereinfachung und Abkürzung d«r Wechielieden bei-traqea kann ZnSbesondeie die Vorschriften, mit de-neu eine Sprechzeit für da« Plenum und für di-Ausschüsse und die Schaffung einer Rednertribüne eingeführt werden soll Die Mitgliederzahl de» Prä-fidlum« bleibt unverändert, ein Präsident und sieben Vizepräsident?» Ganz neu sind die Bezüge der Ab-geordneten sür die Ausübung ihr,» Mandat». E» wttfc beantrag«, die Abgeordneten mi^en monatlich «00 8 beziehe,i uns außerdem selten sie. insofern sie ständig außerhalb Wien» ihren Wohnort haben, vier-teljährlich 6(X) st für die W ener Wohnung erhalten^ Die wichtigste Aenderung. welche der Ausschuß Frei-lag durchführte, ist der Beschluß über den Antrag, welchen Di. Äaerureither uder seinen Entwurf stellte und der dahin ging, daß für alle Verhandlungen de« Parlamentes, für seine gesamt« Korresponderz nach außen ausschließlich die deutsch« Sprache eingeführt werde. Die Parteien deS Abgeordnetenhause» werden jetzt aufgefordert werden, einen Ausschuß von 26 Mitgliedern einzusetzen, der da» Elaborat de» pro-visorischen «uSschusie» fertigzustellen haben wird, be-vor der ReichSrat zusammentritt. Vorratsanzeige und Abaabeoorfilh ru»g für Eisenmaterialien. Die Handel«-u»d Gewerdekammer in Graz lenkt die Aufmerksam, keit ihrer Interessen:?» auf die Kundmachung der ElstwkomMission vom 28. Ap:il lSl7. mit der die Anzeige bczw Abgabe für bestimmte Eisenmaterialien verflögt wurde Anzeigepflichtig sind Roheisen. Halb-zeiig. Träger, Rund. Quadrat». Flach. Band und Fafs>o«eisen in Mengen von 10.000 Kg, und darüber, Wal $&iaht. Grob- und Feinblech« in Mengen von 500(0 kg und darüber, und schmied,«is«rne Röhren 'n Mengen von 2f>00 Kg. un: darüber. Zur An-ze'ge! verpflichtet ist jeder verarbeitet, Be'itzer und Veruvahrer solcher Vorräte. Für die «nzeige sind bnomdere Vordrucke zu verwenden, die bei ver Kammer zur Ab.abe aufliegen. UeberdieS sind noch ge-fond«erl anzuzeigkn Borrä e von 10.00t) Kg. und daru>ber an Rund- und Quadrateisen, einschließlich vetoxinsen in Stärken von 5 bis 20 Millimeter. Für letztere Eisensorten wurde die Abgabe ausschließ-lich imi die Militärverwaltung verfügt. Zhre ander-we,tnge Verwendung ist untersagt. Schließlich muroe die Anzeigrpflicht für Lagerudeitragunge» vorge-WWlWtbe«. ermöglich«« Trocknung und Dirrung aller Gemüse-und Obstarten, wie Futtermittel und beträgt die Leistung der genannten Anlage zirka 30.000 Kilogramm Rohmaterialien innerhalb 24 Arbeitsstunden. Die Anlagen solle« bereit» am 1. Juli 1917 in Betrieb kommen, fall« die zahlreichen Schwierigkeiten beseitigt werde« können. Wird die Beschaffung von Kok, und Kohle nicht möglich, so ist die Znbetrirb-setzung dieser Anlagen leider in Frage gestellt. Sehr zu begrüße« ist ferner auch die Ansnahme der fa-drikSmäßigen Eizeugung von Sauerkraut im Nähr-Mittelbetrieb der Firma ThomaS Göh. sowie die Er,eu» gungvonKaffee-Eriahmitttln. Diese» gewaltige Arbeit»-Programm der Geschäst»sührung ist besonder» z» be-grüße« in einer Zeit der Not, in der jede» Ber-derben selbst der unscheinbarsten Nährwerte uns dem Ziele unserer Feinde näher bringen würde. Schrifttum. Etngetenüel. Fabrik für Obst und Gemüsever roerrtung. Die Firma Thoi-as >iötz, Bierbrauerei >» Marburg an der Dran, bekannt weit und breit d"rckch ihr vorziig iches Götzcr W.-r, errichtet große Troackiiungsanlagen für die O » und Gemüsever-wermunz sowie Futtermittelerhal'Vli.. Diese Anlage erftereut sich des besonderen Jn:^ s de« Ministe. iiummS sür VrlkSrrnäi>ru> g i» Ci; und zwar um somelehr, da e» an derartigen, oie Bo ksernäh tunyig so beZeuifamen Anlogc» i. der Monarchie leide,-r fthll. Die Trocknu»g»an!ci^ > teils nach eige-[ 1 twüiicn, teil» nach Sn^m -jn t.rii>rnn, te Wie noch nie nehmen gerade heute, da der blu-tigste Kamps säst den ganze« Erdkrei» «schüttelt, die statistischen Verhältnisse der verschiedene« Staaten da» allgemeinste Interesse in Anspruch Handelt e» sich doch im gegenwärtigen Weltkriege um die Kräfte, die sich miteinander mesien. nicht bloß um die mili-tärifchen, sondern auch um die wirtschas lichen Kräfte. In solcher Zeit ist jedermann ein handlicher Rat« fchlagebehelf erwünscht, »er über die statistischen Ber« hältnisfe sämtlicher Staate» der Erde verläßliche Auskunst gibt, wie A. H,rtleben» Kleines Sta tistifches Taschenbuch, dessen 24. Jahrgang soeben erschiene« ist. Diese» praktische Handbüchlein enthält eine übersichtliche Zusammenstellung von Re-gierung»sorm, Staatsoberhaupt, Thronsolger, Dt}n«< stie, Flächeninhalt, absoluter und relativer Bevölker-unq. Nationalitäten, Konfessionen, Staatsfinanzen (Einnahmen, Ausgaben. Staat«lchuld). Handelsflotte, Handel (Einfuhr und Au»fuhr). Eisenbahnen, Tele-graphen, Telephon, Zahl der Postämter, Wert der LandeSmünzen in deulschen Reichsmark und österr. Kronen, Gewichten, Längen- und Flächenmaß.», Hohl-ma«e«, Armee und KriegSfloile, Landessaibe», Haupt-stadt und wichtigsten Or»en mil Einwohnerzahl jür jeden eiuzelnen Staat. Wie alljährlich ist auch dies-mal da« gesamte reiche staiistische Material genau durchgesehen un» mit Benüyung der besten Quellen nach Bedarf erneuert worden. Der Anhang bringt eine Reih« von vergleichenden Zusammenstellungen teil» sür die ganze Erde, uil» sür die Staaten Eu-ropa». und zwar betreffend die Armeen und Kriegs-stctten, die Eisenbahnen, Telegiavhen und Telephone. Handel und Handelsflotten, Staatsschulden, Kolonial» besitz, e»dlich die größte« Siädte »er Erde mit min-bestens 500 000 Einwohn-rn. Wer alle gegenwärtig Tag um Tag einlausen-den Nachrichten von den verschiedenen Kriegsschau-Plätzen zu Lande und zu Wasser mil Ausmei ksamkeit verfolgt, der fühlt da» Bevürsni» »ach rinem p akii-schen Behelf, der ihm das volle Verständnis und die richtig« Würdigung dieser Ereignisse erleichtert. Er verlangt «ufichluß über die militärischen, politischen und wirlschaf lichea Verhältnisse all der Staaten, die im blutigsten Kampfe miteinander ringen. Ein solcher Behelf ist A. Hartlebens Statistische Tabelle, deren soeben erschienener 25. Jahrgang ihm alle gewünschten Daien an die Hand gibt. In e>nem großen, ungemein übersichtlich angeordneten Tableau findet man die neuesten und verläßlichsten Nachweise über Armee und Kriegsflotte, StaatSsinanzen. Han-del und Verkehr, Wohnoile usw. sämtlicher Staaten der Erde z..iammenzestellt. Äuch die Angaben über die BersasfungSverhältnisse, Regenten und Dynastie« der einzelnen Staaten sind gerade jetzt von allge-meinem Interesse. Eingesendet. Errichtung von Soldatenheimen an der Front. Auf Allerhöchsten Bejehl werden jetzt überall bei der Armee im Zelde im Rahmen der m liiärischcn Wohljahrl» pflege Soldatenheime errichtet. Hier sollen die Truppen, die nun schon daS dritte Jahr fern von der Heimat in einem rpfer-und enibedrungsvollen Kampfe stehen, unter denen sich vielsach lchon mehnnals verwundete, dazu ältere Leute und Fantilienoäter brfindcn, sür d-e steten Siunden einen ruhigen, geistig und moralisch erhe-beiiden Sammelplatz finden. In einfach, aber einladend freundlich eiugerick- ! ,e.i töltun:n fol der Szldat in Rih: i-. Brief « seine Liebe« dahei« schreibe« könne«, di« Zeitung seiner Heimat lese« können, durch gute Bücher und Zeitschriften, ferner durch aigemefsene Gelelllgeei» Hebung und Bewahrung der M«ral, der Kampfe», srendizkeit finde«. Im Bereiche obiger MarschsormalionSgrupp« ist di« Errichtung mehrerer solcher Sold«tenheim« dri«. gend notwendig und auch schon im Zuge. Zn der Ueberwindung der Schwierigkeltn, bei der Aufbringung der für dies« Soldal«nh«ime «rfsr-derlichen sachlichen Mittel, wendet sich obige» Kom-«ando an die Heimat jener Soldaten, au» denen sich die Truppen obiger Marschsoimationögrupp« re krutieren, mit dem höflichen Ersuchen um Mithilfe, um Mitarbeit, a« der Förderung dieser Wohlfahrt»-pflege durch gefällige Ueberlafsung von sür die Svl-datenheime in Betracht kommenden Gegenstände« und Materialien, wie Bücher illustrierten und heitere« Inhalte», tageszeitungen usw, Spielen (Sch:ch, Domino; ausgeschlossen Kartenspiel), Fuß- und Schleuderdall. Musikinstrumente, Schreibmaterialien' AuSschmückungSgegenständen, wie einfache Wandbilder, Kalender, Karten usw , welche Spenden direkt «n das ,,k. ». k. Kommando der Marschsorm^tionSgruppe. Feldpost 279", mit dem Bermerk: ..Soldaunheim" gesendet werden wollen. Feldpost 279, am 5. Mai 1917. Die Sechste Kriegsanleihe liegi zur Zeichnung auf. Jeder tue seine Pflicht! Sammelt IIRI1M Kräuter I Geistlichkeit, Lehrer und Bürgermeister werden gebeten, bei der! Bevölkerung anregend zu wirken. Die Firma IRODU KUMZ, WIEN, XIX., POKORNYCUUSE 7, «endet auf Wunsch ein« KrButer-Uela und be-I zahlt für gesammelte Blumen, BMtter und KrSuter sehr hohe Preise. Traget bei zu den Erfordernissen! des Vaterlandes/ MÄTsTONTS EINZI8 IN SEINER [ANALYTISCHEN I BESOtAFFBOCIT. BESTES | ALTBEWÄHRTES FAMILIEN-6ETRANK. Seite i Deutsche £iü,:4 "Bmmci 38 WenzE Ncliril IIIUI« Musikinstrumentenmacher ICai^er Wilhelaistrass« Nr. 14 ■ Cilli ■ h"a>ex Wilhelmstrasse Nr. 14 Kei(l>h..Itigr* Ls^er in Violinen, Gitarren, Zithern, Mandolinen, Mund- nnd Ziehharmonikas, Vlolinkitsten nnd dergleichen flolkdlang-Lauten Bestandteile fQr sämtliche Musikinstrumente. Beste Violin- und Zitliersa'ten. Danksagung. FQr die un* so zahlreich zugekommenen Beweise herzlicher und liebevoller Teilnahme sowohl während der Krankheit nnd anlässlich des Ablebens unserer innigst-geliebten Mutter, bezw. Tochter, Schwester, Grossmutter, Schwägerin, Schwiegermutter und Tante, der Frau Luise Payer Hausbesitzerin wird es uns zur Pflicht, auf diesem Wege für die zahlreiche Beteiligung au dem Leichenbegängnisse nnd l'fir die schönen Blnmenspenden unseren tiesstgesflhlten Dank auszusprecheu. Cilli, am 8. Mai 1917. Die trauernden Hinterbliebenen. Erlaube mir hiemit bekannt zu geben, dass ich in der Klostergasse eine Pferdefleischbank eröffnet habe. — Die Fleischbank ist jeden Tag (ausser den fleischlosen Tagen) von 7 Uhr früh bis 11 Uhr vormittags geöffnet. Peter Bratschitsch. Jedes Quantum Topfen, Laibkäse, Schafkäse, Primsen etc. etc. kauft fortlaufend per Nachnahme L. Spielmann, Wien XVI., Lerchenseldergfirtel 53. — Zuschriften mit Preisnotierungeii erbeten. ' 7. . ' ' '■ - ' y ■ « - - :• - • • t ■ T,v(: * • ■ ■ » Postsparkasse Nr. 36.900 oo Fernruf Nr. 21 oo rumm Aelm Herstellung von Drucfarbcttert wie: lverke, Zeilschriften, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Kuverts, Tabellen, öpeisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, tobn-listen. Programme, Diplome, Plakate Ü2-*«ss>;*: 'V/> ' Inseratenannahmestelle für die Deutsche Wacht vermählungsanzeigen, Siegelmarken Bolletten, Trauerparten, Preislisten, Durchjchreibbücher, Drucksachen für Aemter. Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, tanfctmrtfchaft u. private in bester und solider Ausführung. 4 t Cilli, RathauSgaffe Nr. <5 ♦ ♦ ♦ ♦ I li Die behördlich konzessionierte Vermittlung für Realitätenverkehr der Stadtgemeinde Cilli besorgt alle Vermittlungen m Realitäten sowie Tauschgeschäften zu den günstigsten Bedingungen. Bei derselben- sind gegenwärtig mehrere Stadthäuser, Landwirtschaften und Realitäten aller Art und in allen Preislagen vorgemerkt und es werden Anmeldungen und Aufträge auf Ankäufe und Verkäufe entgegengenommen. Auskünfte werden im Stadtamte (Sekretär Hans Blechinger) erteilt. »U »• *>« «I* ••• W "»'V V» %" V«i" V* #•* • « «• V» '«'« • • • • • • »'« • • %'» «b •'* •'* • • • • •'* ,6 «>» •*» »'» • » »w .. «*• ... *>* __ TTTttTrtrTTTTtTTTTTTTTttTTTTfTTTTTTTTTTTtTf TTTTff Nummer 38 Deatsche Macht Et te 7 Ohne Jucker/ £?*${ WM" ohne jeden Jsuserfz überhaupt ^WW lassen sich mit -Konservengläser -Vorratskocher all« Arten Hansionsemn als angenehme, gesunde i billige Vorräte mühelos bereiten. Die in Hei eingekochten Beeren, Kirschen, Aprikosen, Birnen, Pflaumen, Aepfel. Oberhaupt alle Obstsorten halten sich bei unverändertem, natürlichem Wohlgeschmäcke und grösstem gesundheitlichem Werte ohne jeden Zusatz jahrelang frisch. — Ebenso kanu jedes andere Nahrungsmittel, insbesondere alle Gemüse (Sparge1, Bohnen, Erbsen u. s. w.), Fleisch, W urst, Pasteten, Pilze, Fische u. s. w. auf beliebige Zeit aufgehoben werden. Zu Original-Fabrikspreisen zu haben bei: Moriz Rauch, Kathausgasse 4. Töplitz (Kroatien) Auskunft ood Prospekt gratis. Gicht Rheuma Ischias. Kriegsinvalide und sonstige redegewandte Herren und Damen haben Gelegenheit, sich an einer patriotischen Aktion zu betätigen und dabei guten Verdienst zu finden. Aktionsdauer ungefähr 3 Monate. — Anträge unter i.Intelligent und beddrftig 55/lö7a* an die Annonzen-Expeditiou Jos. A. Kienreich, Graz, Saekstraase 4. ZI. 5174/1917. ■■ m « Kundmachung betreffend die Regelung des Verkehres mit versteuertem raffiniertem Spiritus und Spirituosen, sowie die Festsetzung der Höchstpreise fiir versteuerten raffinierten Spiritus, Inländer-Rum und Schankbranntwein Zufolge Verordnung des Amtes für Volksernährung vom 11. April 1917, R.-G.-B1. Nr. 162 und 163 wird kundgemacht: Für versteuerten raflinierten Spiritus, ferner für Inländer-Rum aus Spiritus durch Beimengung von Rnmessenz oder echten Rum hergestellter Rum), endlich für Schankbranntwein (unversüsster oder in ortsüblicher "Weise schwach versüsster, aus Spiritus auf kaltem oder warmen Wege mit oder ohne Beimengung aromatischer Essenzen hergestellter Branntwein) werden vom Amte für Volksernährung jeweils Höchstpreise für den Verkauf festgesetzt. Versteuerter raffinierter Spiritus sowie Inländer-Rum und Schankbranntwein müssen einen bestimmten Mindestgehalt an Alkohol aufweisen. Dieser wird für versteuerten raffinierten Spiritus beim Verkaufe in Mengen von mehr als 25 Liter mit 95 Volumprozenten, beim Verkaufe in Mengen bis einschliesilich 35 Liter mit 94 \ olumprozenten, für Inländerrum mit 40, für Schankbranntwein mit 25 Volumprozenten festgesetzt. Die Erzeugung anderer als der oben genannten Spirituosen ist während der Wirksamkeit dieser Verordnung nur jenen gewerbemässigen Erzeugern von Spirituosen gestattet, welchen zur Deckung ihres Zuckerbedarfes bisher Zucker in einer einem Bezüge in normalen Zeiten von miadestens 30 q jährlich entsprechenden Menge von der Zuckerzentrale Angewiesen wurde. Diesen Erzeugern ist jedoch die Erzeugung anderer als der oben genannten Spirituosen nur mit der Beschränkung gestattet, dass von den jedem Erzeuger jeweils zur Verfügung stehenden Spiritusmengen. nach Literprozenten gerechnet, mindestens ®/4 auf Inländer-Rum oder Schankbranntwein verarbeitet werden müssen und nur der Rest zur Herstellung anderer als der oben genannten Spirituosen verwendet werden darf. Mit der Ueberwachung der Einhaltung der vorgenannten Bestimmungen sind die Finanzorgane betraut. Die Erzeuger der oben genannten Waren, ferner deren Verschleiaser und Schänker sind verpflichtet, den Finanzorganen den Eintritt in die Betriebsräume, ferner die Entnahme von Proben aus den Vorräten sowie die Einsicht in ihre Bücher und sonstigen Geschäftsaufzeichnungen zu gestatten. Für entnommene Proben wird, soferne sich die Ware auf Girund der Untersuchung vorschriftsmäßig erweist, der Ersatz nach dem jeweils festgesetzten Höchstpreise vergütet. Anderenfalls wird keine Vergütung geleistet; in diesem Falle hat der Unternehmer unbeschadet der Sitraffolgen auch die mit der Probeziehung und der Untersuchung der P'robe verbundenen Kosten zu tragen. Die politischen Behörden erster Instanz sind berechtigt, im Falle d«er Verweigerung der Abgabe von Inländer-Rum und Schankbranntwein otder aus anderen wichtigen Gründen einzelnen Gewerbetreibenden die gllasweise Verabreichung von anderen Spirituosen als Inländer-Rum und Schankbranntwein zu untersagen. Durch diese Anordnung werden die bestehenden, den Ausschank v(on Spirituosen betreffenden Vorschriften nicht berührt. Alle vor dem Inkrafttreten der Verordnung vom 11. April 1917, Rl.-G.-Bl. Jlr. 162 abgeschlossenen Kauf-. Verkaufs- und Lieferungsver-trräge über versteuerten raffinierten Spiritus, Inländer-Rum oder Schank-brranntwein sind — Insoweit diese Verträge nicht bereits vor dem In-kirafttreten dieser Verordnung erfüllt sind — unwirksam. Schadenersatzansprüche wegen Nichterfüllung, welche vor dem Beginne der Wirksamkeit dieser Verordnung entstanden sind, bleiben unberührt, doch kann deer Käufer nicht Erfüllung, sondern nur Schadenersatz verlangen. Stadtamt Cilli, am 30. April 1917. Für den Verkauf von versteuertem raffiniertem Spiritus werdea bis auf weiteres folgende Höchstpreise festgesetzt: a) für den Verkauf in Mengen über 25 Liter K 6 50. Dieser Preis versteht sich für 1 Liter absoluten Alkohols. b) für den Verkauf in Mengen von mehr als 1 big einschließlich 25 Liter K 7 30; c) für den Verkauf in Mengen von 1 Liter und von weniger als 1 Liter K 9 30. Die sub b und c festgesetzten Preise verstehen sich für 1 Raum-liter von 94 Volumprozent Alkoholgehalt. Für den im Auftrage dsr Spirituszentrale durch deren Geschäftsstellen bewerkstelligten Verkäufer von versteuertem raffiniertem Spiritus gelten die von der Spirituszentrale mit Genehmigung des Amtes für Volksernährung jeweils festgesetzten Preise. Für Inländer-Rum (aus Spiritus durch Beimengung von Rumessent oder echtem Rum hergestellter Rum) von mindestens 40 Volumprozent Alkoholgehalt werden bis auf weiteres folgende Höchstpreise pro Raum-liter festgesetzt: a) für den Verkauf in Gefässen von über 25 Liter K 6 20; b) für den Verkauf in Gefässen von Liter bis einschließlich 25 Liter; ferner für den Verkauf in handelsüblich verschlossenen Gefässen von weniger als Liter, jedoch in einer Gesamtmenge von mindestens 5 Liter K 7-80; c) für den Verkauf in Mengen von weniger als >/, Liter K 9 40. Für Schankbranntwein (unversüsster oder in ortsüblicher Weise schwach versüsster, auf Spiritus, auf kaltem oder warmen Wege mit oder ohne Beimengung aromatischer Essenzen hergestellter Branntwein) von mindestens 25 Volumprozent Alkoholgehalt werden bis auf weiteres folgende Höchstpreise pro Raumliter festgesetzt: a) für den Verkauf in Mengen von über 25 Liter K 3 20; b) für den A erkauf in Mengen von '/» Liter bis einschliesslich 25 Liter: ferner für den Verkauf in handelsüblich verschlossenen Gefässen von weniger als 1/i Liter, jedoch in einer Gesamtmenge von mindestens 5 Liter K 4 20; c) für den Verkauf in Mengen von weniger als Liter K 5 40. Diese festgesetzten Preise verstehen sich gegen bar. ohne Skonto, ab Verkaufsstelle, jedoch ausschliesslich der Kosten der Füllgefässe nnd der Verpackung. Füllgefiiase sowie die Verpackung dürfen nur zum Selbstkostenpreise in Rechnung gestellt werden. In allen Lokalen, in denen Spiritus, Inländer-Rum oder Schankbranntwein feilgehalten werden, sind die hiefür jeweils festgesetzten Höchstpreise mittels vom Stadtamte Cilli als gesehen zu bestätigenden Anschlages ersichtlich zu machen. Uebertretungen dieser Bestimmungen und jede Mitwirkung bei der "V ereitlung der auf Grund dieser Verordnung festgesetzten Verpflichtungen werden — soferne die Handlung nicht einer strengeren Strafbestimmung unterliegt — von den politischen Behörden erster Instanz mit Geldstrafe bis 5000 K oder nach deren Ermessen mit Arrest bis zu sechs Monaten bestraft. Die eingangs angeführten Verordnungen sind am 22. April 1917 in Kraft getreten. Der Bürgermeister: Dr» V» Jabornegg. Sci:e 8 «ummtt A6 pfaff - nähmaschine * Unübertroffen im Nähen, Stopfen u. • Sticken! Neueste SpezialApparate! f Niederlage bei :: Jos. Weren Manufaktur-Geschäft Cilli, Rathausgasse Köchin für Aushilfe oder ständig, wird gesucht. 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Der Bürgermeister-Stellvertreter: Karl Teppej. Thomas Götz Fabrik für Obst- und Gemüseverwertung Marburg a. D. empfiehlt sich allen Gemüse-, Obst-nnd Edelobstproduzenten als Abnehmer sämtlicher Obst- nnd Gemüsearten. Liefernngsvereinbarnngen sind derzeit schon erwünscht, was mit Rücksicht ans die änsserst schwierigen Transportverhältnisse nnd den Emballagenmangel im Interesse' sämtlicher Obst- nnd Gemüseprodnzenten gelegen ist. tto 'S f^rudtsorten 'icl«rt ,u mslMflen Pr««r» Vereinsbuchdruckerei ..Celeja« Cilli. Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern nnd Nähmaschinen. Lag"" legerrstder, PsieSirädei*, Wafl'rnräder Kabl'l'Rder von AllelsnerkaMf! «llrln verkauf! 120 K aufwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Singer-Nähmaschinen von 65 K aufwärts. N0gd"9 Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 Sämtliche Bestandteile, LofUchlttache, Milntel, Sättel. Pedale, Laternen, Ketten, Lager, Freilaofnaben, Alte Fahrrader Pumpen. 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Böhmische Union-Bank Filiale Cilli. Gelte 10 Zjeichch- Wacht ^unnner 38 Zeichnungen auf die sechste österreich. Krteas-Anleihe nimmt entgegen die Sparkasse der Stadtgenieinde Cilli Die Zeichnung beginnt am lO. Mai 1917 nnd wird Freitag den 8. Juni 1911, 12 Uhr mittags geschlossen. Der Zeichnungspreis der steuerfreien 5.50% amortifaMfn Staatsanleihe beträgt . k 92.50 worauf wir eine Vergütung von gewähren, das sind.........% „ —.50 Nach Abzug der Vergütung beträgt demnach der Zeichnungspreis.......K 92.— Die Stückzinsen werden mit I. Mai 1917 verrechnet; der Zeichner hat daher 5.50°/» Stllckzinsen vom 1. Mai 1917 bis zum Zahlungstage zu vergüten. Die Zinsen der Abschnitte zu 100, 200, 1000, 2000, 10.000 und 20.000 Kronen werden in halbjährigen Raten am 1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres und bei Abschnitten zu 50 Kronen in ganzjährigen Raten am 1. April eines jeden Jahres nachhinein ausbezahlt. Da das Zinsenbezugsrecht jedoch schon mit 1. April beginnt, anderseits aber bei Abrechnung der Anleihe die Stückzinsen ab 1. Mai 1917 in Rechnung gestellt werden, so erwächst für den Zeichner der Vorteil eines einmonatigen Zinsenge-winnes, wodurch sich der oben angeführte Zeichnungspreis von Kronen 92.— auf K 91.54 verringert. Der Zeichnungspreis der steuerfreien 5.507o, am 1. Mai 1927 rückzahlbaren Staatsschatzscheine beträgt. . K 94.— worauf wir eine Vergütung von '/z"/« gewähren, das sind.......... —.50 Nach Abzug der Vergütung beträgt demnach der Zeichnungspreis.......~K 93.50 Die Stückzinsen werden mit 1. Mai 1917 verrechnet: der Zeichner hat daher 5.50°/. Stückzinsen vom 1. Mai 1917 bis zum Zahlungstage zu vergüten. Die Zinsen werden in halbjährigen Raten am 1. Mai und 1. November eines jeden Jahres nach» hinein ausbezahlt; der Kapitalsbetrag wird am 1. Mai 1927 zurückgezahlt werden. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli gewährt unter denselben Bedingungen wie die Oesterr.-Ung. Bank gegen Hinterlegung dieser oder der früheren Kriegsanleihen als Deckung bis zu 75°/o des Nennwertes Darlehen zum Zwecke der Einzahlung auf diefe Kriegsanleihe. Ueber die näheren Bedinguugen, sowie über die Arten der Zeichnungsmöglichkeiten, gibt die gefertigte Anstalt bereitwilligst schriftlich oder mündlich Auskunst. Die Kriegs an leihe ist ein Papier erster Güte und sichert dem Zeichner eine günstige Verzinsung des angelegten Kapitals. Unter Berücksichtigung des Zeichnnngspreises von K 92'— nnd des einmonatigen Zinsengewinnes stellt sich das Erträgnis im Falle der Einlösung im Jahre 1923 auf 7'29°/0. Abgesehen von der außergewöhnlich günstigen und sicheren Kapitalanlage ist es Pflicht jedes Einzelnen, zu einem glänzenden Erfolge nach Maßgabe seiner Mittel beizutragen. Bedenket, daß unsere braven Soldaten an der Front bereit sind, ihr Leben für das Vaterland zn opfern; bedenket, daß dnrch den Heldentod so vieler braver Helden, vielen Familien ein unersetzlicher, ja anch nicht durch Geld zu ersetzender Verlust zugesügt wurde. Von diesen Gedanken geleitet, kann es Euch nicht schwer fallen, dem Staate das zu geben, was eine siegreiche Kriegführung an baren Mitteln be-nötigt. Das Leben eines gefallenen Helden ist für ewige Zeiten verloren; durch die Zeichnung auf die Kriegsanleihe verliert man jedoch nicht nur nichts, — denn der Staat ist ja verpflichtet die Anleihe zur Rückzahlung zu bringen, sondern bat auch eine ansehnliche Verzinsung seiner Ersparnisse erreicht. Es bleibe keiner znrück und zeichne auf die sechste österr. Kriegsanleilze bei der Sparkaste w Stadtgemeinde Cilli Tci>c» un» B-naft: nsbuqd.ut-e!ei „viWcia" m teiu;. — PnantivvnuHtt ¥«uer: Hmeo öcjtBio,