PräuamrriNton» - prnlk ^ür Laidsch Ga»,jährig . . . 6 — r- Halbjiihri, . , . Z . - . Bierleijährig. . . i » r» . Monalliid . — , Lv . Mit der Post: »,u,jährig . . . s n. — kr. Halbjährig . . . 4 „ Lii , «teneljäbrig. . . r , »s . ^Lr AllSelluny ,2« Haus rirrkel-iLhrig -S tr., monalliS « kr. »tvztwe Nummer« 5 kr. Laibacher Ltdoklioii flahnholgaslr Ni. Lkotdiliov liad ZllleroirQ Lvrko«: -kÄgr«:yplah k) (Biichl--:.:» - < pr-S I. r. Ltitri:c;67^ L 2 ao.r ,7: . . Kür rie t.rllpalrige "-.-i r 2,7'/ü/,.Z:nr'^ » » ^ dreimal » 7 Bei '.T-Z ralen N»It2!tUs!? cnrlr ri !>!ot- k Anonimc Mittheilungen werden nicht '-erücksichligr; Manuskripte rnckl zurückzeseubet. Nr?293. Samstag, 24. Dezember. Morgen: Christfest. Montag: Stesan. Dienstag: Johann Ev. 1870 Der H. Feiertage wegen erscheint die nächste Nummer am Dienstag. H'ränumerations-Linladung. Mil Berufung auf die ausführliche Mittheilung „Au unsere Leser" in Nr. 289 des „Laibacher Tagblatt" eröffnen wir mit 1. Jänner l87l ein neues Abonnement und laden zu recht zahlreicher Betheiligung mit dein höflichen Bemerken ein, daß unser Blatt vom genannten Zeitpunkte an wenigstens einmal in der Woche eine Beilage erhalten und alle wichtigen Neuigkeiten in O r i g i n a l - Te l e -grammen bringen wird. Abonnements-Bedingnisse: Mr Laibuch: M i t!> rr P 0 st: Ganzjährig . . 8 fl. -10 kr. Ganzjährig . . 11 fl. — kr. Halbjährig . . 4 „ SN „ ! Halbjährig . . 5 „ 50 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ l Bierteljähriq . 2 „ 75 „ Monatlich ... — „ 70 „ ! Mir Zustellung ins Hans vierteljährig 25 kr., monatlich 9 kr. Einzelne Nummern 0 kr. Das „Laibacher Tagblatt" ist hiemit »och immer die billigste täglich erscheinende Zeitung und wegen seines großen Leserkreises zn Insertionen besonders geeignet. Reden bei der Versassmigsfeier. (Fortsetzung.) Fiuanzprokurator Dr. von Kattenegger. In warmen begeisterten Worten hörten wir mit den drei vorangegaugenc» Trinksprüchen den Ausdruck jcncr Gedanken nnd Gefühle feiern, die in der That der Seele jedes VatcrlandSfrmndcs, also jedes Bcrfassungssrcundes sich bemächtigen, indem er sich in jenes Fest versenkt, das wir heute feiern — unser politisches Auferstehungsfest; — denn Liebe und Treue zum Monarchen, zu Ge-sammtösterreich und zn nuferer Verfassung — zu dieser Dreieinigkeit, sic sind der Inbegriff der Idee, zn welcher ein durch Freiheit einigslarkeö Oesterreich uns begeistert. Allein nicht abgeschlossen — nicht vollständig könnte ich den Ausdruck unserer Gefühle erachten mit dieser Allgemeinheit der Idee; —cs gilt heute mehr denn je, daß sie sich im Leben unseres Ge-sammtvatcrlandcs bethätige — daß Keime und Blüthen zur Frucht werden trotz mancher Mißgunst inner-und außerhalb desselben. Keine Verfassung, meine Herren, wirkt durch sich selbst; — sic wirkt und fruchtet nur, indem sie geübt und vollzogen wird, und da sind es denn zunächst und zuoberst die von ihr eingesetzten Organe der Reichsvertretung, auf sie sich unsere Blicke richten, an die sich unsere Gefühle, unsere Wünsche und unsere Hoffnungen knüpfen. Wie überhaupt in den Zeiten von Noth und Gefahr sich der treue Freund, die feste Stütz: am treuesten, am festesten bewährt, so hatten wir — leider zu oft schon — Gelegenheit, dies an unserem Reichörathe zu erproben. — Ich rufe Ihnen nur die zwei hervorragenden Krisen unseres Versas- fungslebens ins Gedächtniß, deren eine im September 1865, die andere im Frühlinge des eden sich neigenden Jahres inaugurirt wurde; — ich rufe Ihnen ins Gedächtniß, wie beide sich beeilten, Hand anzulegen an die Existenz unserer Rcichsocrtrctung — ich rufe Ihnen ins Gedächtniß, wie nach all dem bangen Schwanken unserer ReichSrathSlosigkeit — die Thalsache seines Wiederzusammentrittes allein schon belebend nnd heilend wirkte; — und Sie werden sich bewußt sein, — wie unser heutiges Fest zunächst auch der Liebe nnd der Trcue für nnsere Reichsvertrctung gelte. Darf ich ja doch unfern NeichSrath als unseren Rechtshort bezeichnen, in welchem unsere verfassungsmäßige Freiheit ebenso, wie nnsere staatliche Einigkeit — jenen Schutz nnd Schirm erhalten, den sie in den atomistisch geteilten Vandesverlre-tnngen nun nnd »immer finden könnten. Eben weil wir Freiheit, Einigkeit, Släike, Ordnung unseres politischen und sicheres Jneinan-dergrciscn auch unseres sozialen und wirthschaslli-chen Lebens wollen, — wollen wir auch die Gewähr, die Stärke und die Unabhängigkeit, — kurz die Selbständigkeit unserer Rcichövertrelung; — darum wollen wir, daß der Reichsrath eine wahre Volksvertretung sei, — frei von Eii'flüsscn, w iche diese oder jene Minoritäten desselben außerhalb desselben einfetzen wollten, vor allem also wollen wir ihn selbständig in seiner Konslituirung, ungefährdet in seiner Existenz, — daß er nicht von dem Gna-denthume irgend eines Einzclthcils des Reiches zu leben habe, von einem Gnadcnthumc, wclches durch Sezession dem Reiche seine Volksvertretung zu ver kümmern in der Hand habe; daß er leb- von Rechts-, von Reichs- und Volkeswegen — nicht von Länder- oder Nationalitätenwegen. Und darin liegt eben die große Scheidung zwi schen uns und zwischen jenen, die in unserm politischen Lager nicht sind. Jenen, die da eine Reichsvertretung wahrhaft nicht wollen, und daher auch nur mit dem Worte, nicht aber mit der That das freie, einige Gefammev:terland Oesterreich. So haben wir denn allen Grnnd, den beiden Häusern unseres Reichrathes unseren FestcSgruß heute zu weihen. Ich theile nicht jene pessimistischen Anschauungen, die da unzufriedcn mit dem oft gestörten, minder fruchtbaren Gange unseres Verfassnngs-lebens — in gedämpfter Stimmung dem heutigen Feste dnrch ihre Ferne eine Theilnahme widmen — ja die Gefahr beklage», die Verfassung werde auf dem Papier bleiben. Die Nothwendigkeit der Verfassung und unsere Treue werden uns vor dieser Gefahr bewahren; insoweit jener Pessimismus einen Anhaltspunkt fände, müßte dieser uns gerade doppelten Sporn gebe» — uns selbst zu helfen durch unsere konstitutionellen Rechte. Unser Herrenhaus, dieser Stundenzeiger unserer Verfassungsuhr, wie hat es seine echt konstitutionelle Gesinnung durch sein staatsmäunisches Einstehen für die Prinzipien der Freiheit und Einigkeit in echt konservativer, d. H. staaterhaltender Weise bewährt; ich erinnere an jene denkwürdigen Debatten und Beschlüsse im Frühling 1868, die uns die Religions- und Gewissensfreiheit, die Gleichberechtigung der Konfessionen in Staat und Schule gewährten, und insbesondere die letztere sich selbst wiedergab, bis herab zu den Adreß-debatten des heurigen Oktober, welche den sichern Ankergrund sesthielten für unser stürmisch bewegtes Staatsleben. Wenn cs wahr ist, daß die ersten Kammern der Parlamente die Stabilität und den Regulator für überstürzende Ereignisse im parlamentarischen Leben zu bilden berufen sind, so hat unser Herrenhaus es bewährt, eS sei damit keine reaktionäre Ausgabe bezeichnet, und hat es bewährt, daß in den Prinzipien der Freiheit der wahre Kouscrvaiismus liegt. Nicht minder schulden wir unseren' Hause ker Abgeordneten unsere wärmste Bimpalkiie; — dieicr Minutenzeiger unserer Versassnngkiihr, er in erregbarer, leichtbeweglicher nnd in Parteikämpsen hervortretender durch die Natur und Zusammensetzung seiner Elemente, durch diese letzteren insbesondere ist er im Ansbaue der Prinzipien, welche Oesterreichs Verfassung seinen Völkern gewährt, mehr als billig beirrt und gehemmt; aber was wir an Erfolgen namentlich auf finanziellem und wirthschaftlichem Gebiet zu verzeichnen haben — es knüpft sich an di-Zeiten der Thätigkcit unser.ö Abgeordnetenhauses. Und so sehen wir denn die zwei Staatskör-perschaften, so verschieden in ihrer Sntslehungßweise in ihren Elementen, in ihren speziellen Gesichts punkten, — doch einig, Hand in Hand gehend i» zwei wesentlichen Momenten — einig in ihrem Leitstern -dem Gestirne unserer Verfassung und ihrer Prim zipicn; — einig im gemeinsamen Ziele, dem Ziele Oesterreichs, dem Wohle seiner Völker. Ich darf daher auf dieses Gefühl treuer Vaterlandsliebe wohl die schönen Worte des österreichischen Dichters anwenden: Zwei Seelen und ein Gedanke, Zwei Herzen und ein Schlag. So lassen Sic uns denn hoch leben, stoßen wir an auf das Dioskuren-Paar unseres ReiLSralhes. Dr. Schaffer. Die Feier der Bersaffuna ist das erhebendste und wichtigste Fest, wclches wahrhaft konstitutionelle Staatsbürger begehen können. Sie ist gewissermaßen der höchste Feiertag im Kalender des politischen Jahres und mir scheint es darum in einer so ernsten Stunde nicht unangemessen, einen Augenblick nach rückwärts zu schauen auf die Ereignisse, die sich vollzogen haben, seitdem wir das letzte mal in gehobener Stimmung vereint waren, das Fest der Verfassung zu feiern. Wenn ich Sie bitte, mir eine solche Umschau zu gestatten, so kann dieselbe bei der kaum minutenlangen Spanne Zeit, die eine Tischrede füglich in Anspruch nehmen darf, natürlich keine vollständige sein und sich nur auf einige Geschehnisse von ganz eminenter Bedeutung erstrecken, und auch diese nur in den allcrflüchtigsten Zügen betrachten. Und so will ich denn lediglich das Konzil und seine Folgen, die Entwicklung der Dinge in Italien und das Ende der römischen Frage (wenn dieser hoffnungsvolle Ausdruck heute schon am Platze ist) als diejenige Summe von Begebenheiten, denen, weil sie das Interesse der gesammten katholischen Welt, ja in entfernterer Weise das religiös-geistige Leben überhaupt berühren, dem Umfange ihrer Wirksamkeit nach der erste Platz gebührt — dann den gewaltigen, epochemachenden Bölkerkrieg. der in diesem Jahre im Herzen Europa'« entbrannte, als die tiefste und erschütterndste Umwälzung auf staatlichpolitischem Gebiete, — endlich die Lage der Dinge in unserem Vaterlande, als demjenigen Gegenstqnde, an dem wir das nächste und vitalste Interesse haben, in den allgemeinsten Umrissen besprechen. Der Ursprung des Konzils und dessen Zweck sind bekannt. Es sollte zum letzten entscheidenden Schlage des Mittelalterö gegen die Neuzeit ausgeholt und der ganze, ungeheuere Apparat des Jesuitismus aufgeboten werden, um die größte Monstrosität in die Welt zu setzen, die jemals dem Menschengeiste zu fassen zugemuthet wurde: die päpstliche Unfehlbarkeit, wahrlich nicht viel weniger, als die Entthronung des lebendigen Gottes durch den römischen Bischof. Und was vor einem Jahre niemand für möglich gehalten hätte, geschah: die päpstliche Jnsalli- bilität wurde Logmatifirt und die kühnen Träume der fanatischen KonzilSarrangenre schienen auf gutem Wege, sich zu verwirklichen. Doch die Nemesis folgte dem psäffischen Ueber-muthe diesmal auf dem Fuße. Die päslliche Herrschaft in weltlichen Dingen hat heute in Folge der Katastrosen dieses Sommers bereits ein Ende. Die jesuitische Kamarilla setzt zwar den Widerstand vom leoninischeu Stadtviertel aus noch fort, allein er wird erlahmen an der Unmöglichkeit, eine Aende-rung der Dinge hcrbcizusühren. So ist das Papstthum seiner eigentlichen Wirksamkeit: auf rein religiösem Gebiete das Oberhaupt der katholischen Kirche zu sein, wicdergegeben. Begreift cö seine Aufgabe, vermag cs sich den geistigen Forderungen uuserer Zeit jemals zu akkomodircn, wohlan, so kann es bestehen und in seiner Sfärc Macht und Ansehen genießen. Geschieht dies nicht, umso schlimmer für das Papst-thum. Es kann daun mit feinen Helfershelfern den Kampf noch eine Zeit fortsetzen, da und dort Er-folge erringen, der Freiheit und Aufklärung vorübergehend Schaden zufügen, aber je toller und fanatischer dieser Widerstand gesührt wird, desto früher wird dann der Riescngeist der Menschheit völlig über dasselbe zur Tagesordnung schreiten. Indem ich zum deutsch-sranz. Kriege komme, übergehe ich die eutferntcrn Ursachen dieses Krieges, ich übergehe das Jahr 1866, das schon erkennbar den Keim des gegenwärtigen furchtbaren Streites in sich trug, ich übergehe auch die nächsten Veranlassungen, die der französische Uebermuth geschaffen, um Deutschlands Volk endlich unter die Waffen zu rufen und zur Vcrtheidiguug seiner Grenzen und seiner Ehre zu Und gibt man da und dort einen Gedanken kund, So fließt uns von selbst ei» geflügelt Wort in den Mund. Wir haben Wehrverfassung und Wehrgesetz Und Heeresreformen ein ganzes Netz, Achtmalhunderltansend Bajonnetenspitzen, Gezogene Kanonen, selbst Kugelspritzen, Wir haben, wie k«um noch je, So und so viel Millionen Kriegsbudget, *) Borgetragen vom Vc/fasser Dr. Friedrich Kees-bach er bei der Versassungsfeier am 21. Dezember 1870. zwingen, aber ich will bei der Frage einen Augenblick verweilen, die veim Ausbruche des Krieges alle Gemütyer bei uns so sehr bewegte, welche Haltung Oesterreich dabei beobachten solle? Die Mehrheit des d-utscheu Volkes in Oesterreich und überhaupt alle besonnenen und klar sehenden Patrioten waren sogleich für die unbedingteste Neutralität; eine Minderheit, theils von dem Gedanken einer Revanche für 1866 beseelt, theils von ultramonlanen Vellei-täten für das katholische Frankreich gegen das protestantische Deutschland getrieben, schwärmte für eine aktive Parteinahme für erslereö. Es ist wohl überflüssig, heute weiter auseinander zu setzen, welcher dieser beiden Anschauungen der Erfolg Recht gegeben, und ich zittere bei dem Gedanken, wohiu unser armes Vaterland gekommen wäre, wenn man dem Begehren nach einer that-sächlichen Theiluahme am Kriege willfahrt hätte. Aber diejenigen verdienen gezeichnet zu werden, die sich erfrechten, die Deutsch-Oesterreicher wegen ihrer Simpathien für ihre Stammesbrüder Vaterlands-verrüther und Bismarck'sche Agenten zu nennen, die dem durch Jahrhunderte mit so innigen Banden an Deutschland geknüpften Oesterreich zumutheten, jenem meuchlings den Dolch in den Rücken zu stoßen und mit dem Feinde zu gehen, der nicht mir seit Menschcngedenken Deutschland bedroht und bekriegt, sondern von dem Oesterreich selbst nicht weniger Unheil und Schlimmes erfahren, als von irgend einem anderen seiner Gegner. Auch die liberale Partei in Krain wurde wegen ihrer Simpatheu für die Deutschen von ihren nationale» und klerikalen Gegner» verunglimpft. Und wer wagte cs, unser» Patriotismus in Zweifel zu ziehen? Das geschah von einer Seite, wo man gerade erst eine» südslavische» Ko»greß abgehalte», auf welchem der Name Oesterreich nicht mehr bekannt zu sein schien und nur als halbsburgische Lande alle mögliche» nud unmöglichen , Staatengebilde durch ein loses Band zusammenge-halten werden sollen. Doch ich verzichte für heute darauf, diese dankbare Abschweifung »och weiter auszuführen, und kehre zur Sache zurück. Das deutsche Volk, mit einer noch nie dage-weseue» Begeisterung und Einigkeit zur Verthcidi-guug des heimatlichen Heerdes in den Krieg ziehend, hat beispiellose Erfolge errungen. Die deutschen Heere steheu vor Paris, uud wenn auch das französische Volk, vom Alp des Despoten befreit, sich zur aufopferndsten uud ehrenvollste» Abwehr ausraffte, so kamr über de» schließlich,:» A»sga»g des Krieges doch kaum mehr ein Zweifel gehegt werde». Mit dem Blute seiner beste» Mäuner ist die ersehnte Einheit Deutschlands besiegelt worden und gallischer Uebermuth wird auf lange Zeit diese Und trotzdem ist, wie der Kriegsminister spricht, Das Heer nvä' immer schlagfertig nicht, Acht Wochen, so sagt des Kriegsministers Exzellenz, Braucht es zur Ausstellung an des Feindes Grenz, Erlauben Sie mir, das klingt doch etwas stark, Ist etwas saul im Staate Dänemark? Mit den Ungarn sing man zuerst den Ausgleich an, Jetzt sollen just die Polen dran, Und dieweil noch der Bürgerminister regiert, Ward heimlich schon mit den Ezecheu konserirt, Und später hat mau Minister in Prag gesehen In härenem Ausgleichsgewande betteln geh'n, Und so geht er fort der politische Tanz auf Eiern, Unsere ganze Staalskunst heißt Ausgleichsmaiern, Um auszugleichen in der Ausgleichsuoih, Schlägt man die Verfassung mit der Verfassung todt. Diese Ausgleichspolitik, wohin sie fuhrt, wißt ihrs? Ja? Ins Kloster, geh' ins Kloster Oselia. Als man Christus, de» Herrn, sah auf Erde» wandeln, Ohne mit Diplomaten und Mächten zu unterhandeln, Ohne Schutz bei Zuaven und Kanonen zu suchen, Ohne den Andersdenkenden zu fluchen, Als man ihn arm sah nud leiblich schlecht bestellt, Als er gar sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt," Wer hätte da gedacht auf den Slaudal der Frommen, Als man feinem Nachfolger die weltlicheMacht genommen ? kostbaren Errungenschaften nicht mehr zu gefährden wagen. Was seit Jahrzehenten die begeisterten Söhne Deutschlands ersehnt, ist eingetroffen. Deutschland ist einig, groß und mächtig, wie kaum je zuvor. Als Freund der strengen Wahrheit kann ich cs aber leider nicht lengne», daß das herrliche nun über Deutschland strahlende Gestirn auch dunkle Flecke» zeigt. Noch flattert über dem einige» Deutschland nicht die Freiheit verheißende schwarz-roth-gol-dene Fahne, und die immerwährenden Wendungen durch Gottes Fügung mahnen nur zu sehr an bekannte frömmelnde Versicherungen, wie deren auch wir kenne» zu lernen Gelegenheit hatte». Als ein Anhänger wahrer und echter Freiheit darf ich es nicht versch eigen, daß die Dinge in Deutschland in manchem Betracht eine bedauerliche Wendung zu nehmen scheinen, dennoch aber glaube ich, ist es nicht au der Zeit, zu verzage» »nd die Erwartung schon aufzngeben, daß das deutsche Volk nicht um die freiheitlichen Früchte seiner blutigen Siege werde gebracht werde». Die Zähigkeit »nd Ausdauer dieses Volkes, vor allem sein hoher Bildungsgrad geben nns die Bürgschaft, daß cs nicht nur die Einigkeit, sondern auch die Freiheit zu erringen wissen werde. Ich kann nimmermehr dem Gedanke» Raum geben, daß der herrliche deutsche Geist am Schlüsse des 19. Jahrhunderts deu Zäsarismus vertragen könnte, u»d so soll dieser Geist denn unsere Hoffnung sein, daß Deutschland sich nicht unter preußischer Spitze beugen uud daß aus der blutigen Einheit dem deutschen Volke auch die goldene Freiheit erblühen werde. Zum Schlüsse gestalten Sie mir jetzt noch ein paar Worte zur iunern Lage unseres Vaterlandes zu sprechen. Ich kann mich hier sehr kurz fassen, da schon ein verehrter Vorredner sich über diese» Gegenstand trefflich und nahezu erschöpfend geäußert hat. Es sind wahrlich keine frenudlicheu Bilder, die ich Ihnen vorzuführen vermag, wenn ich ihre Aufmerksamkeit auf die interne Lage des Reiches lenke. Im Frühlinge d. I. kam das Ausgleichsministerium ans Ruder. Sie kennen seine buntscheckige Zusammensetzung, seine bisherige so unersprießliche Wirksamkeit. Sie kennen sein immer Fräse gebliebenes, von vornhinein unmögliches sogenanntes Programm und die zahlreichen mißlungenen Versuche, die alle gemacht wurden und die aber, wären sie selbst gelungen, höchstens die Verfassung auf verfafsnngSmäßigem Wege beseitigt hätten. Und was ist heute die Summe aller Thäkig-keit dieses AuSgleichöministerinms? Die Deutschen NE"' Fortsetzung in der Beilage. "WE Cs scheint doch wohl eine ganz natürliche Sache, Daß man Religion nicht zum Polizeistaat mache; Bei dem Lärm der Frommen, denkt ihr des Spruchs, ich wette, kourciuoi tuut> äs drnit pour une oiiis- Der Franzmann bezahlt seinen frechen Uebermuth Mit schwerem Unglück, mit seinem Blut, Und siegreich, getragen von Ruhm und Ehre, Kämpfen in Frankreich Deutschlands Heere; Sie kämpfen für Deutschlands Einheit, das theure Gut, Für das der Deutsche freudig gibt sein Blut. Durch Freiheit zur Einheit, so hieß das stolze Wert, Und jetzt — jagt die Einheit die Freiheit fort; Dem freien Wort im Parlament ist der Weg verwehrt, Den Bebel und den Liebknecht hat man eingesperrt, Und täglich droht den Demokraten neue Rügung: Welche Wendung durch Gott es Fü gung! Wie wißbegierig die Welt, 's ist nicht zu sagen, Darum Hai sie stets offen so viele Fragen; Die deutsche Frage, die Frage der Rumänen, Die Fenier-Frage, die Frage der Slovenen, Die Alabama-Frage, die römische Frage, Fragen in allen Reichen, Jeuiilelcm. Gestttgette Worte. Politisches Scherzgedicht in Knittelreimen. Geistreiche Sprüche, lachende Witze, Rasch ausflammende Gedankenblitze, — Es spricht sie irgend ein großer Mann, Sie werden des Volkes Gemeingut dann, Sie finden beflügelt rasche Verbreitung Und täglich neuaugepaßte Deutung; Und so hört man zitiren an jedem Orte Großer Geister geflügelte Worte Und trifft mit solchem Wort zumeist Statt langer Reden ganz bündig den Geist, Beilage zum „Laibacher TagbltE Nr. in Oesterreich wurden mißtrauisch gemacht, die Freunde der Verfassung allenthalben im Stiche gelassen und entmuthigt, dafür aber gleichzeitig die ändern Nationalitäten nicht nur nicht versöhnt, sondern zum äußersten Widerstande ermnthigt und die Feinde der Verfassung und der Freiheit vermehrt und gestärkt. Die Lage unserer Finanzen wurde ui der empfindlichsten Art verschlechtert; der Glaub- an die Beständigkeit unserer staatlichen Grundlagen ist bei allem Volke tief erschüttert und die Achtung vor dem Gesetze, ohne welche keine Retzixrung möglieb ist, eben so tief gesunken. Ich male yM zu schwarz, ein solches Bild bietet sich oeu Vaterlandssreuudcn nach einem Jahre Ausgleichspolitik. Was a'vcr soll nun geschehen, was muß gethan werden, um endlich Rettung herbeizusühren, endlich unser so schwer erschüttertes Reich zu altem Glanze, zu alter Kraft auszurichteu? Stellen wir nnö nuscrcr bedrängten Lage mit Ruhe und prüfendem Ange gegenüber, so scheinen mir zwei Dinge gewiß zu sein, einmal, daß wir nicht die Verfassung als Urheberin derselben ansehen dürfen, eine Veifassung. die niemand einen gerechten Grund zur Beschwerde gibt und für deren Aufrecht Haltung eigentlich noch so wenig geschehen ist, dann aber, daß die Ausgleichstheorie gänzlich abgewirth-schastet habe, daß mit unnützer Nachgiebigkeit nichts mehr zu gewinnen sei, und daß nur Muth und Entschlossenheit uns aus einer fast verzweifelten Lage retten können. . Die Verfassung, ihr Bestand und ihre sreihett-liche Entwicklung muß also das erste Ziel einer entschlossenen und kraftvollen Politik im Innern sein, und ich stehe nicht an, dem bcizufügen, daß ich das deutsch-österreichische Volk in erster Linie für berufen und befähigt erachte, dieselbe zum Heile des Gc-sammtvaterlandeS ins Werk zu setzen. Die Grundlagen Oesterreichs in Beziehung auf Kultur und Geschichte, auf Politik und Recht scheinen mir dasür zu sprechen, und so wenig ich je die Bcrgewalti-gnug irgend einer Nationalität gut heißen könnte, so wenig glaube ich, daß man den Deutsch-Oester-rcichern in der inncrn Politik jemals ohne schwere Schädigung des Staates ihre hervorragende Rolle verweigern darf, wozu sie nebst vielen anderem schon berufen sind dnrch den Antheil, den sie genommen an der Gründung, dem Aufbaue und der Größe des Reiches durch alle Zeiten. Fasse ich also die hier flüchtig hingeworfenen Ideen zusammen, so muß ich sagen, daß uur Männer Oester-reich erhalten können, welche einen gesunden und klaren politischen Gedanken zu fassen und zu betätigen wissen; die gewillt sind, den natürlichen Grundbau des Staates achtend und schützend, sein von den Ja, ganz Europa ist ein großes Fragezeichen! Doch' vor allen ist die orientalische Frage brennend heiß. Weil niemand so recht sie zu lösen weiß. Niemand? Nein, neiu, — jüngst thät uns Einer laut verkünden, Die orientalische Frage wird in Laibach ihre Losung finden. Da kommt in den Sinn das Sprüchlein mir: O Spiegelberg, ich kenne dir! Man spricht jetzt oft und überall Von nusers alten Oesterreich's Verfall, Es hat gealtert, hat sich überlebt, Ein jedes Glied des Reich's nach außen strebt. Und doch weiß ich ein wundervolles Band, Das heilungsreich umschlingen möge unser Land; O laßt anssprechen mich das Zauberwort: Die Freiheit ist fortan Oestrreich's ZukunslShort; Pfropft dieses edle Reis vor allen Dingen, Dann wirst du, altes Oesterreich, dich wiederum verjüngen, Freiheit mit dir, dann wirst du nimmer wanken, Arm in Arm mit ihr, forderst du dein Jahrhundert in die Schranken. 293 vom 24. Dezember. Irrfahrten der Kompromisse nnd d^r Oportunität zu wandeln, und Entschlossenheit genug besitzen, unsere Verfassung «ach allen Richtungen hin mit voller Kraft zur praktischen Geltung zu bringen Indem ich dies ausspreche, habe ich nach meiner besten Uebcrzeugung als ehrlicher Qesterreicher die Antwort gegeben auf die Fragen: Was soll nun geschehen, auf welchem Wege kann unser thcuercs Vaterland gerettet, frei und glücklich werden? Dr. Racic. Meine Herren! Heute, da so wichtige Errungenschaften, so wichtige Prinzipien auf dem Gebiete des modernen politischen Staatslebens gefeiert werden, — heute darf auch in der Reihe der Trink-fprüche der Name des Landes nicht fehlen, auf dessen Boden wir stehen, auf dessen Boden so viele von uns geboren sind, — das «heuere Krain! AuSgestattet mit allen Vorzügen der Natur, umrahmt mit stolzen Gletschern und gewaltigen Gebirgen, liegt es da, ein reizendes Bild mit seinen romantischen Tristen und Seen, durchzogen von der mächtigen Save mit ihren klaren Gewässern, bewohnt von einem edlen, fähigen Stamme. So klein unser Läudchen auch ist, unter seinen Bewohnern sind Männer ausgewachsen, deren Namen die Welt nannte und noch nennt. Wer in dem Buche unserer Geschichte geblättert, der weiß, welch' wackeiu Antheil Krain vor Jahrhunderten an den Kämpfen gegen die Personifikation der Wildheit und asiatischen Barbarei nahm, mit welcher Opserwilligkeit unsere Vorfahren zu den Fahnen eilten, wenn der furchtbare Halbmond sich den Grenzen unseres Vaterlandes nahte, mit welcher Bravour und Todesverachtung sic unter der bewährten Führung eines Auersperg, Kaziau und Lamberger gegen die Türken sotten. Ja, meine Herren, es gab Zeiten, in denen die Bewohner Krains eines der vorgeschobensten Blockhäuser des gebildeten Mitteleuropa, dieWacht- stube der mitteleuropäischen Kultur im Südosten besetzt hielte», — damals waren Krain's Söhne Taboriten im echten Sinne des Woites. Wer von uns nennt nicht mit Stolz den Namen Anastasius Grün, welches Land beneidet uns nicht uui diesen Mann? Einer der hervorragendsten Dichter des Reiches, nimmt er auch im politischen Leben eine Stellung ein, die vom Einfluß auf das Schicksal unserer Verfassung ist, denn er ist ja einer der anerkanntesten Führer des österreichischen verfassuuglreucn Adels. An gar manchen heißen Parlamentstagen haben sich nicht blos die Augen der kraiuischen Verfaf-sungssreundc, nein ganz Oesterreichs auf unseren Grafen Anton Auersperg gerichtet, und fürwahr, die österreichischen Patrioten wurden in ihren E» Wartungen nicht enttäuscht. Fest und sicher hielt Auersperg das Panier der Freiheit immer in seiner Hand, seine feurigen, geflügelten Worte flößten feinen oft schwankenden Genossen immer neuen Muth ein, gar manchmal hatte die Sache des Guten nnr seiner Beredsamkeit Erfolg und Sieg zu verdanke». Dieser Mann, meine Herren, ist unser Mann! Wer von uns anerkennt nicht die großen Verdienste eines PreHern und Vodnik, wer anerkennt nicht ihren Ruhm? lind Vega! Geboren in einem ärmlichen Bauernhause, vertauschte Vehouc als Knabe seinen Hirtenstab mit Per Feder, brach sich Bah» ans dem dornenvollen Pfade der Wissenschaft, dann schrieb er seine Logarithmen, ein Werk, das sich nicht überlebt, das anerkannt dasteht an den Hochschule», als eine Riesenarbeit des Denkens. Wer kennt nicht den Namen des großen Staatsmannes Karl des V., des KrainerS Sigmund von Herberstein, wer nicht Valvafor? Als die große Revolution i» Deutschland aus-brach, als der Kampf der Reformatio» Europa in Flammen fetzte, ein Kampf, der auf dem Gebiele der Religion auch der Wissenschaft und Freiheit einen gebührenden Platz eiugeräumt wissen wollte, da stan den auch unter de» Trainern Männer aus, die es ehrlich hielten mit den deutschen Waffenbrüdern, dk freudig für die Idee der Reformatio» cinirate». Trüber, Dalmalin nnd vor allen der edle Bo-horiö, der Schüler des großen Melanchto» waren es, die Hand anlegten an die reformatorische Arbeit, erste« waren cs, die die Bbcl in s Slovenischc übersetzten. Meine Herren, welch' ein Kontrast zwischen damals und heute! Vor Jahrhunderten schon traten die Bewohner Krains in die Schranken für den Verband mit den österreichische» Ländern, fühlten sich solidarisch mit diesen, vor Jahrhunderten schon kämpften die bravsten Söhne des Landes für die Glaubensfreiheit. Und heute! — Was bieten heute die sogenannten Slovenensührer dem Volke Krain's, welche Lehren predigen sie heute dem Volke, welche Grundsätze vertheidigen sie? Sie schließe» einen Bund auf Leben und Tod mit dem Erbfeinde des geistigen Fortschrittes, mit jenen Männer», die keine Heimat haben, kein Vaterland kennen, — sic verkaufen, sie erniedrigen sich zu Sklavendicnsten jenen dunklen Massen, gegen welche und dcren Helfershelfer die Helden der Reformation geblutet, sic kämpfen nicht für das „Vorwärts", für die Parole unserer Zeit, nein mit blinder Wuth sticite» sie für das „Zurück," — die Devise des JesuitismuS, die Mifsionsprediger sind die Sturmböcke ihrer Ideen. Doch dasür, als Lohn sür diese SHavenarbeit werfen ihnen ihre Herren und Meister von ihrer reichen Tafel die Reste des Males in den Schoß, — die Bedingung ihrer politischen Existenz. Haben wir doch gesch.», daß selbst der Führer der sogenannten Jungslovene» zitternd in die Knie brach, als ihm die Hern» im Talare am Wahltage ihre Gnade zu entziehen drohten. Welch' ein Selbst bewußtsein! Wir sehen unsere Gegner mit aller Macht an dem Bande zerre», das uns an Oesterreich festhält, die Versassung anerkennen sie nur vom Standpunkte der Diäte» und Tabors, das eigentliche Ziel ihrer politischen Wünsche kennen sie selbst nicht, es ist so veränderlich, wie der Barometer ihres Egoismus. Sie nenne» uns Fremde, Preuße», sie nennen uns Renegaten! Ale wen» in nuferem Lager nicht Männer wären, deicn Namen einen flavifcheren Klang haben, als so mancher ihrer Führer, als wenn man ein Schleppträger des PapiSmuS, ein Lanzknecht des KrummslabeS sein müßte, um das Recht zu haben, national sein zu dürfe», als wenn man sein Vaterland nicht ehrlich lieben könnte, wenn man nicht Mitglied des katholischen Vereines ist. ES ist unsere Pflicht, nieine Herren, in diesen schwere» Zeiten tieu und fest auf unserem Posten zu verharre» , es handelt sich ja nnr darum, so viel Zeit zu gcwinnen, daß das Volk seine eigenen Wünsche »»d Bedürfnisse von denen der Aührer zu unterscheiden lerne. Ich verzweifle nicht an der Znkunft Krain's, so sehr cS auch versührt, so sehr cS auch betrogen wird, denn sicher muß die Zeit kommcn, in welcher die wahre Freiheit auch i» unserem Lande cine Heimat findet. Ich trinke daher auf die Zukunft Krain's, Hoch unser Kiai». Vom Kriege. Der deutsch-franzöf. Krieg ist ein ein wahrer Volkskrieg geworden. Im Frühjahre 1871 kann Frankreich 500.000 junge, geschulte Soldaten ins Fcld stellen, wenn bis dahin die feindliche Invasion nicht zu schr um sich greift und die Aushebung unmöglich macht. Gambetta hat seinen Feh' ler ringesehen, ungeschultc Truppen ccm Feind cntgegenu'stellen, und errichtet JnstruktionSlager. Anderseits werden, wie bereits erwähnt, in Nord-deutschland die letzte» Landwehrjahrgänge ausgeboten, um GarnisonSdienste zu leisten. Anfangs Jänner gehen auch die neu ausgebildetcn Truppen >n der Starke von zirka 120.000 Mann ebenfalls nach Frankreich ab. Der Pariser Ausfall in der Nacht vom 20 auf den 21. war gegen die Fronte des Gardekorpö und 12. Armeekorps gerichtet, welche ihre Stellungen im Nordosien von Paris, von St. Denis über Le Bourget, Bondy bis nach Brie sur Marne haben, derselbe wird nur als eine auf den Massen-auSfall vorbereitende größere Rekognoszirung angesehen. Die Pcrproviantiruug der deutschen Truppen ist jetzt eine bessere und billigere uud französische Lieferanten wetteifern mit deutschen. Distrikte, die vor Mouaten wie ausgefogen sich ausnahmen, werden Plötzlich lieferungsfähig. Für Versailles speziell ist es unangenehm, daß die Bahn nur bis Lagny befahren werden kann, wo am 15. d. »och Bor« räthe im Werthe von mehr als einer Million la-gelten. In Paris brannte man in Ermangelung des Brenuöles das kostbare Olivenöl. Versaill:s hat uie einen so großen Handelsverkehr gehabt, als jetzt. Da die dcntschen Soldaten gut bezahlen uud nicht lange handeln, so haben die Versailler pfiffiger Weise doppelte Pre se eingesührt: niedrigere für die französischen Einwohner, kolossal hohe sur die „?r»83i6N8." Um den Weihnachtsabend nach heimischer Weise zu begehen, sieht man sich schon nach WeihnaäitSbäume» um und glaubt man trotz aller Kriegsmisere an ein fröhliches Weihnachtsfeft im Lager. Vom Ober Rhein, 18. Dezember, wird geschrieben : Im Laufe dieser Tage passireu wieder 130.000 Mann frischer Truppen durch das Badische nach Frankreich, und nach dem Süden ging auch wieder badische Artillerie, denn je weiter sich der Kriegsschauplatz auSdehnt, desto mehr Mannschaft wird nothwendig. Ein Theil derselben ist bestimmt, die Etappenstraßeu zu dcäen, denn von Nancy an fühlen sich die Fuhrwerke der Proviauttieferauteu nicht mehr recht sicher vor den Uedersällen der Franktireurs. Auch das Ober-Elsaß bedarf verstärkter Besatzuug, obschou der Fall von Belfort schon in den nächsten Tagen erwartet wird. Politische Nuuüschau. Laibach, 24. Dezember. In der Pester ObnHaussitzung vom 22. Dezember wurden die Gesetzentwürfe über die Tadak-, Boden- und Hansslencr nnoerändeit angenommen. In der UntcrhauS-Sltzuug wurde ein diesbezügliches Nunliuni nngeluachk. Beide Häuser beauftraglen ihre Präsidenten, die Glückwünsche der Nation dem Könige und der Königin darzubringen. Nächste Siz-zung 10. Jänner. Das Pester Unterhaus hat einen ihm vorge-legte» Gesetzkniwulf über die Verlängerung des Ta-bakmonvpols nach lebhafter Debatte mit 186 gegen 125 Stimmen ungenommen. Die JndemnitätSvoi-lag' wnrde n.ich längerer Debatte ebenfalls angenommen. Die „Times" richtet den dringenden Äppell an Frankreich und Preußen, ein neues Blutvergießen ,u vermeiden; sic verlangt, daß Preußen in klarer Weise seine Bedingungen bekannt gebe. Zur Tagesgeschichte. — In Paris sammelt der Kapitän Beanro-gaire ein Freikorps von 12.000 Mann, zu dessen Bildung ihm Trochu die offizielle Erlaubnis ertheili hat. Dieses Korps will sich durch die preußischen Linien schlagen nnd in der Provinz eine Massenerhebung bewirken. Unter diesen Freiwilligen befindet sich der Direktor der Varikös, Bertrand, ferner ein Schauspieler vom Theater Franyais und einer vom Odeon. Das Korps steht zwischen Eonrbevoi und Rueil. — Was Trochu mit 120.000 Mann nicht gelang, wird Herrn Beaurvgaire schwerlich mit 12 000 Mann gelingen. — Garibaldi hat nach einem Schreiben des „Bund" aus Geus, 12. Dezember, eine badische Ambulanz durch Franktireurs trotz der Einsprache höherer französischer Linieuoffiziere mit einem eigenhändig geschriebenen Passirscheiu nach Basel escortiren lassen, von wo sie den Weg nach Dijon einschlug. — Republik auische Stimmen über den Krieg. Für gewisse Politiker, welche im gegenwärtigen deuisch-sranzösischen Kriege eine dem Kerne ihrer eigentlichen Gesinnung widersprechende affeklirle Schwärmerei für die jetzige französische Republik und ihre territoriale Integrität so gerne zur Schau tragen, mag folgende nicht nuintereffanle Bemerkung zur Kriegsfrage von Seite eines der bedeutendsten republikanischen Organe Amerikas reproduzirt werden. Der „Pionnier" sagt nämlich unter anderem: „Gegen den Krieg pro-testiren, während er im Gange ist, hat nur dann einen vernünftigen Sinn, wenn man entweder im Stande ist, ihm gewaltsam ein Ende zu machen, oder haltbare Mittel und Bedingungen vorzuschlagen, die den Frieden einletten. Die bloße uachgebetele Fräse, daß nach der Assaire von Sedan der Krieg ausgehört habe, ein gerechter zu sein, heißt gar nichts, wenn sie nicht die unsinnige Bedeutung hat, die deutschen Truppen hätte» ohne alle Garantien über den Rhein gehen sollen, um sich von aller Welt auslachen zn lassen." Unter Garantien versteht der „Pionnier" aber nur deu Wiederanschluß von Elsaß und Lothringen an Deutschland. Die echten deutschen Republikaner Amerikas sind also entschieden für eine solche Vereinigung. — Ans Mexiko wird gemeldet, daß der Präsident Don Benito Jnarez von einem Herzschlage getrofsen worden ist und sein Leben in Gefahr schwebt. Der Kongreß hat sich deshalb in Permanenz erklärt. Lokal- und PrvuiuziaL-Augelegeutzeireru - Chrorük. — (Die Laivacher Sparkasse) hat eine Konkurrenz zur Herstellung von Baupläne» fitr bas Oberrealschnlgebände anögeschriebe». Jener, welcher zur Ausführung gelangt, erhält als Preis 1500 fl., der diesem zunächst als beste erkannte einen solchen von 1000 fl. — (In der letzten La n de s a usfchu ß f iz-zuug) wurde beschlossen, im Sinne des Landtagsbeschlusses vom 24. August l. I. au den hiesigen Sparkasseverein das Ansuchen zu stellen, ob selber geneigt wäre, bei der demnächst in Angriff zu nehmenden Realfchulbaute durch Aussetzung euieS weiteren Stockwerkes oder durch einen anderen Erweiterungsbau auf der ohnehin sehr geräumigen Banarea des Belasti'fchen uud Zweyer'scheu Gartens die geeigneten und ausreichenden Räumlichkeiten für die Uuterbringung des Lan:eSmuseuniS zu beschaffen, wogegeu die entsprechende Zinsenzahlung mit Rücksicht auf das vermehrte Baukapüal vom Landessonde übernommen würde. Die Zustimmung des Sparkassevereines zu diesem Projekte wäre wohl der glücklichste Ausgangspunkt für die beabsichtigte Erweiterung und Reorganisirnng des Landesmuseums, wrr werde» auf diesen jedenfalls höchst beachtenswerlhen Schritt des krainifchen Landesausschusses ausführlich zu sprechen kommen. — (D i e W eb e r' f ch e Stiftung,) in Betrage von 75 fl. 30 kr. zur Heiratsausstattung armer Laibacher Bürgerstöchter, wnrde vom Stadtmagistrate der Tochter des Handelskammervizepräsidenten uud Neichsrathsabgeordnelen Joh. N. Horak mit Rücksicht aus ihre in diesem Jahre erfolgte Verehelichung mit dem HandelSkammerfekretär, Landtags- nndReichs-rathsabgeordneten I. Mnrnik verliehen. Es hatte sich, wie wir vernehmen, um die Stiftung eben nur diese einzige Kompetentin gemeldet. — (Gesellen- oder Lehrjnngenver-e i n?) Im Schöße des hiesigen katholischen Gesellenvereines ist ein arger Konflikt zwischen dem Vereinsvorsteher Dr. Leo Bo ne ina und den von besserer Einsicht geleiteten VereinSmitgliedern ausgebrochen. Ersterer will nämlich, daß auch Lehrjungen in den Verein ausgenommen würden, um wie er behauptet, denselben zu träsiigen, während die älteren Gesellen und Meister der Ansicht sind, daß der Verein nur für reifere Gewerbsgenoffen gegründet wurde und °die Lehrjungen nicht dahin gehören, da sie größleuiheils noch den Wiederholungsunterricht in der Sonntagsschule genießen und ihre sreie Zeit zur Erlernung der daselbst vorgetragenen Gegenstände benützen sollen. Herr Dr. Vonöina jedoch, der sich als unumschränkter Kommandant des Vereines betrachtet, wollte diese» Einwendungen kein Gehör geb.», ja er fühlte sich tief gekränkt, als ih» einige Mitglieder eine ganz objektiv gehaltene Denkschrift überreichten, um ih» von feinem Vorhaben abznbringen. Er wendete daher alle Ueber-redungskunst an einzelne schwankende Mitglieder an, um sie für seinen Plan zn gewinnen. Nachdem er sich so einige Stimmen gesichert, wnrde eine Generalversammlung ausgeschrieben, zu welcher stimmberechtigte Mitglieder, deren Opposition man besorgte, gar nicht eingeladen wurden, hingegen waren alle nationalen Korisäen als Mitglieder des Schutzvorstandes erschienen. Zugleich wurde das Schlagwort ausgetheilt, daß die Nemskulars die Lehrjungen unterdrücken wollen, daher sich die sloveuischeu Bereiusmitglieder die Beherrschung durch ei» paar Deutsche im Verein nicht gefallen laffen dürfen. Und so wnrde, nachdem Dr. Voncina in der Gcncralversainmluug leidenschaftlich gepoltert, Dr. Bleiweis salbungsvoll flovenisch gesprochen, und Dr. Costa aus die Gefahren hingewiesen hatte, die dem Vereine durch den Austritt des Vorstehers drohe», mit Majorität der Besch uß gefaßt, daß dem Vereinsvorstand das Recht znsteheu soll, Lehrjungen in den Verein einzusühren; ferner feieu fünf Vereinsmitglieder, welche eS gewagt Hallen, in dieser Frage dem Vorsteher Op° posiiivn zu niachen, von dem Vereine auszuschließen, übrigens aber kan», wie Dr. Costa sagt, jedermann, dem dieser Beschluß nicht genehm ist, aus dem Vereine austrete». Dieser drakonische Beschluß hat sowohl bei Geselle» alZ Meister» große Berstimiliung hervorgcruseu, de»» »ach de» BereinSstatliten dürfen Mitglieder »nr wegen unsittliche» Lebenswandels und beharrlicher Verletzung der Statuten auS dem Vereine gestoßen werden. Vo» den ftinf Ausgeschlossene» war die Mehrzahl seit dem Beginne deö Vereines sür die Vereiuszwecke sehr lhäiig, drei von ihnen wurden nach Erlangung des Meister-rechtes in Anerkennung ihrer Verdienste zu Ehreumit-gliedern ernannt. Der Verein ist nach seinen Statuten ein Gesellen-, nicht aber ein Lehrjungen-Verein, zu welche» ihn Dr. Voneina umgestalten will. Eine sta-tntcnwidrize Handlungsweise fällt daher dem Bereins-vorstande zur Last, nicht aber jenen fünf. Uebrigeus ist es in dem Vereinsleben wohl etwas unerhöries, so-gar Ehrenmitglieder anszustoßeu, wenn sie so frei sind, eine selbständige Meinung zu haben. Zu solchem Terrorismus kann sich nur ein Verein herbeilassen, in welchem die national-klerikale Herrschsucht am Ruder steht. Uebrigens sollen die so schmählich behandelten einen Protest bei der Regierung eingebracht haben, welcher jede Aenderuug der Vereinsstatuten an-zuzeigen ist. Sie legen darin gegen die Beschlüsse jener Persaiunlluug Verwahrung ein, und namenllich dagegen, daß die unter ihrer Milwirlung zu Staude gekommenen Geldmittel des Gesellenvereines für Zwecke welche Dr. Voncina mit dem künftigen Lehrjnngenverein verbindet, verwendet werden sollen. — (Ein Tröster der Gefallenen.) Ein arnies Bauernmädchen, die Tochter eines Inwohners der Pfarre Watsch, hatte einen Fehltritt begangen, dessen Folgen sie vor der Welt nicht mehr verbergen konnte. Die Unglückliche wurde Mutter, und erhielt einige Tage nach der Geburt ihres Kindes von ihrem Herrn Pfarrer Michael Tautfcher die Vorladung, im Pfarrhofe zur Verantwortung zu erscheinen. Der besagte Pfarrer gilt als ein sehr strenger Mann, er wird von seinen Psarrkindern mehr gefürchtet als geliebt, und eben dies mochte die krainifchen Volksführer veranlaßt haben, ihm emen Sitz im krainifchen Landtage zu verschaffen, wo Herr Tautfcher sich durch sein finsteres Wesen jedermann bemerkbar macht. Mit Angst und Besorgniß legte das arme Mädchen den Uber eine Stunde weilen Weg nach dem Pfarrhofe zurück. Der Herr Pfarrer, eben mit dem Stiefelputzen beschäftigt, tiberschllttcte die Eintreteude mit den ordinärsten Schimpfwörtern, er schäumte vor Wuth, und wie die Unglückliche später aussagle, mußte sie besorgen, „daß nicht seine Zähne ihr in die Augen fliegen wUrden." Zum Schluffe ertheilie er ihr auf den Heimweg den Trost, daß ihr jedes ehrliche Mädchen ins Antlitz spucken, und daß ihr auf der Straße der Teufel in der Person eines Städlers (äkrio) begegnen werde. Ganz verwirrt langte die Unglückliche zu Hause an, sie begann irre zu reden, nnd alsbald steigerte sich ihre Geistesverwirrung zur Tobsucht, in welchem Zustande sie die ärgsten Stellen aus der Strafpredigt des Herrn Pfarrers zu wiederholen pflegt, endlich mußte sie in das Irrenhaus nach Laibach transportirt werden. Dieser Vorfall hat im ganzen Bezirke Littai die größte Indignation hervorgerufen, nur auf die ze-lotische Geistlichkeit scheint er ohne Einfluß geblieben zu sein, denn kurze Zeit hernach predigte ein Kaplan in St. Martin bei Littai, daß keinem unehelichen Kinde die Taufe ertheilt werde, wenn nicht dessen Mutter vorher etliche male in dem Pfarrhofe zur Ablegung der Reue über den begangenen Fehltrit erschiene» sein wird, zugleich warnte er alle Pfarrinfaffen, bei Kindern solcher Mütter, die nicht vorher ihren Bußübungen im Pfarrhofe nachgekommen sind, Palheu-sielle zu vertreten. Sv wird im 19. Jahrhunderte das Beispiel des Stifters des Christenthums, der sogar die Ehebrecherin in Schutz nahm und sagte „Wer sich schuldlos fühlt, der erhebe den ersten Stein gegen sie" von den Dienern der Kirche befolgt. Liter arisches. Hanse. Wer ist nicht -UNI Hause", WNIII ki> im Winker draußen schneit nnd stürmt? Wer setzt sich dann nicht gen, an den Familicntisch nnd lüßi sich non denen etwa» rrziihleu, die da;n berufen sind, von den Schriftstellern nnd Reisenden, die oft ihr „zn Hanse" opfern, »m Ander» ein angenehmes Hanse" zn schaffe», wenn eö draußen uugnnüthtich wird? E« ist eine berechtigte Silttc, das; die lltttcrhaltnngMIMer ihre nenen Jahrgänge beginnen, neu in'S Lebe» trete», wenn die griinen Blätter an den Bäumen welke» n»d abfalle», wen» die Schwalben gegen Süden ziehen. Um diese Zeit füllt sich der Bücherlisch inil Uulerhaltnngölcktürc nnd wir begrüßen darnnter mit Verginge» das Eduard Hallbc>gel' sche „Zu Hause" in den ersten Hcsicu seines sechsten Jahrgangs. Es ist das enl-schieden eine der best n nnd billigsten illnstrirten Zettschristen, Welche nnS unser „Zn Hanse" nnd „die Tage, bon denen wir sagen: sie gefallen nnS nichl" erheitern können! Die ersten Hesle des Jahrgangs beginnen wieder mit zwei spannenden Novellen beliebter Schriftsteller. Die eine: „Verlorene Ehre", vo» de», bekannten Ewald August König, spielt in Deutschland; die anderem „I» dcr Tiefe," von dem Misenden Willibald Winckter, schildert nuS da« sonder bare Leben i» den tiefsten Schichten dcr amcrikanischc» Gesellschaft in drastischer Weise. Daneben finde» wir mehrere Mne pikante Geschichten, vortreffliche Bilder, wie „Die Ver-mchiiiiig eines si'anMschen KüraffierregiinentS in der Schlacht hei Wörth" — „Das Paffionsspiel in Oberaminergan" — „Beiui Holländer Michel" iMärchenbild) — Pläne, Kriegs-karte» , Bilderräthsel, illustrirlen Hnmor n. s w. n. s. w. Alles sjjr den enorui viMfn Preis von Tgr. oder !< kr. rheiu per Heft nnd Mi« der Aussicht ans eine rei,ende Gratis-Stahlslich-Prämie am Schluß de« Jahrganges. Das Bitd heißt: „In den Eidbeeren" und befindet sich in, erste,, Hist, iu sehr versteinertem Matzstabe kovirt Nachdem wir die ersten Hcstc von „In Hause" gcschen habe», Müffetl wir g'stehrii, daß es cigciillich kein „Zn Hanse" gibt, ivo diese billige »nd durchaus gute illnstririe Zeitschrift fehlt. ^ ______________' ______ MlttMW. Laibach, 24. Dezember. Schttcegestöber seit gestern Nachmittags auch in der Nacht anhaltend. Heute früh theilweise gelichtet. Wärme: Morgens 6 Ubr — 10.8°', Nachm. 2 Ulir — 8!»''R. (1869 -s-S.2"; 1868 -f- 9.6">. Barometer im steigen 321.74'". Das gestrige Tagesmittel der Wärme — 8.'ü", nm 6.5" unter dem Normale. Dcr gestrige Riederschlag zu Wasser ans.,elöst 2.46'". Von Weihnachten gilt folgende Bauernregel: Weihnachten naß, Gibt leere Speicher und Faß. Fällt dcr Christtag nahe gegen Nenmond, so folgt ein harter Winter; fällt er nahe gegen den Vollmond oder gegen den abnehmeudeu Mond, so kyinnit ein nasser nnd gelinder Winter. Theater- Morgen: Die Ränb r ans Maria buli» oder: Vie dienst dkö ('ilaube.iS. Schauspiet i» ^ Anf^üaeii. Montag' Stoivnische Vorstcllnng^ „VIsäeiü teäni," Lustspiel. „Sveti vever vL 8trs.Li," Schmauk, „ös.-robnv ß08li" (Zauliergcige) von Offenbach. Eiagesende«. Eine erwiesene Thatsache ist, daß alljährlich Hunderte Familien durch Betheiligmig an soliden Verlosungen ihr Glück begründen. Allen denjenigen, die daher geneigt sind, sich mit einer verhältniß-mätzig geringen Einlage an einer soliden Verlosung zu be-theiligeu, wird die im heutigen Jnseratentheile erschienene Annonce der Firma Isillvr Lotto»^iv«vr ür k'rLak-kurt Lu» deren Kollekte stets vom Glücke begün- stigt ist, zur besoudercn Beachtung empfohlen. Die delikate Heilnahrung Rgvrüsseiöro äu heilt alle Krankheiten, die der Medizin widerstehen, nämlich Magen-, Nerven-, Brnst-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athen,-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdanlichkeit, Lerstopfung, Fieber, Schwindel, Blnt-anfsteigen, Ohrenbransen, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin getrotzt, worunter ein Zeug-niß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Brshan a. A. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesoisrö bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis im Mediziniren. Castle NouS. Alexandria Egipten, lO. März 1869 Die delikate Rovkleseitzre Du Barry's hat mich von einer chronischen LeibeSverstopsung der hartnäckigsten Art worunter ich neun Jahre lang aufs schrecklichste gelitten und die aller ärztlichen Behandlung widerstanden, völlig geheilt, und ich sende Ihnen hiemit meinen tiefgefühlten Dank als Entdecker dieser köstlichen Gabe d.r Natnr. Mögen diejenigen, die da leiden, sich freuen : was alle Medizin mcht vermag, leistet D» Barry's Rövslesvisrs, deren Gewicht, wenn in Gold bezahlt, nicht zn thener sein würde. Mit aller Hochachtung C. Spadaro. 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November ISKS, Zahl 1580 — I8SS LUs^v-L«i0k»ISt« kik8kl!s-Xl-LU86!-l'0MLl>K, wo bei roLvIlnirs-ixsoi Vsdi-Luvlis selbst die Irkdlsts» Ltvllsa des «»uptss voN-werden: und rotks bekommen eine üunlrlo r»rds; sie »tLrkt den 8»rrdoüsn aus eine wunderbare Weise, b»- / jede Lrt von 8odi»i>pvnduaur>«: binnen vsrllxs» voll»t»»at^, v«r- / ^ Iiütst da« LusksIIo» üvr in trür- Lestsr 2slt xLnrllod „nd kür tmmsr, 8:tdt dem nor-L>om»So vo» 0»r1 ?olt in 'SVLsr» ausdrücklich zu verlangen, sowie obige Schutzmarke zn beachten. Nie-erlage der 8t^oI,-L!Ii»I««das bewährteste gegen Feuchtigkeit in der Befchuhung, i» allen Größe» von 20 bis 45 kr., on Zros bedeutend billiger bei (483—lO) Die söit lüusssr Als küiik- ^ /.eliu .Irüirei» A6A6,t unükor- tieMioIi den'Äirto ^airit/?8ok6 ^ alün oli-äkl8 Oel, 80^vio cH« j - liitt'ikU'i-<>t l . 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