I Echriftleitung: NathanSgasse Wr. k. ZilOt'O Rr. 21, tntrrürbon. tagliAfatt tatMtiw Sosif i. rissige) cn 11—1* KU)t norm. 9anM4ftt7i rrtbrn »ich« BdMgcgeties, uamrnttfr s>»-rntaiucn t*rUtln)l|ilien ■anl iu 8n»oItBM #«« (teirfknnnj let Ml- tffdhtn «d'iiöifn nügts«. W UKtfciSnlcnijtn Dttrt-saAloj. •W.(X*ltt< IBoöf cilitrtnt lt»cn ShtlBDit nn» e»m*u» cktMM. f 9MOO. Ar. 24/85 Hilli, Samstag, den 22. Wärz 1913 Lerwaltno«: RathauSgaffc Nr. 5. trifft«! Rt. 21, Intmitin ?t,»g«dtdi»a»»se» D,»ck Mt Post kwa - ?>nl«lji>hr>, . . HckldjtbriZ. . . G-uMdii,. . . All» * i 111 mit in» foul V!»5»>ua . . . 9>kttel|Sijil9 . . fialtiijrij , . . «-»zillhri» . . . iJUrl flullonS «»hthe» f>® W< CedcutungSvvllften in der Geschichte des deutschen BolkeS. 1000 Jahre nach den glanzvollen Zeiten Karls des Großen — Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung. Zeit 1*0(3 seufzte eS unter der Faust Napoleons — ohne Kaiser, innerlich zerklüftet, obn-mächtig, hilflos. Dieser harten Zeit verdanken wir auch die ersten Anfänge des deutschen Turnens, oder, besser gesagt, seine erste Anwendung als völki-fcheS Erziehungsmittel und zugleich seine Erprobung ans den Schlachtfeldern des Jahres 1813. Iahn war schon 1806 freiwillig unter die Waffen geeilt, erreichte jedoch erst nach der Schlacht bei Jena das Heer, das sich, bis znr Vernichtung geschlagen, ans der Flucht befand. Der Schmerz über das Unglück des Vaterlandes bleichte dem erst Achtundzwanzig' jährigen sein Haar in einer Nacht. „Die Leiden des Vaterlandes habe ich tiefer gefühlt als mancher andere." bekennt er selbst. Iahn sann auf Rettung, doch auf andere Weife wie die übrigen Vaterlands-freunde. Auf die Jugend setzte er seine Hoffnung. „Den Leibern der Franzosen sollten die Leiber der Deutschen entgegengestellt werden." 1811 begann er mit dem Turne» auf der Hasenheide. Unter den Augen der Feinde, aber nur die Turner wußten den wahre» Zweck. Im Stillen wurde durch Steiu die Volkserhebung vorbereitet. Im Hornnng 1813 erließ endlich der König den Aufruf „An mein Volk!" Männer wie Fichte. Arndt, Schenkendorf, Hofer, Körner, Schill begeisterten das Volk durch Wort und Tat. „Alle wehrhaften Turner zogen ins Feld," berichtete Iahn in der Vorrede zur „Tnrnkunst", er selbst trat als erster mit Friesen in die Lützowsche Freischar, in der er zuletzt Befehls-Haber des dritten Bataillons war. Im selbe» Jahr noch wurde der übermütige Korse i» der Völker-schlacht gebändigt, der Feind über die Gre»ze ge-jagt. DaS Vaterland war frei. Volksbewußtsein, Gemeinsinn und Opfermut hatten JahnS Schüler befähigt, sich wirksam in den Dienst des Vater-landes zu stelle». Iahn ist zum VolkSerzieher ge-worden. Doch Verkennung und Verfolgung war sein Lohn. Er hatte „die gefährliche Lehre von der Ein-heit Deutschlands" aufgebracht. 1819 wurde er in Ketten in der Festung Küstrin eingeliefert und das Turnen verboten. Der Geist Melternichs lastete da-malS auf dem deutschen Volke. Erst am 15. März 1820 wurde Iahn auf Grund feiner Selbstverteidigung freigesprochen, blieb aber bis 1840 unter Polizeiaufsicht. 1842 wurde die Turnsperre in Preußen endlich aufgehoben, Iahn erhielt vom König das eiserne Kreuz und fchon zwei Jahre daraus konnte er öffentlich sagen: „DaS Turnen, aus kleiner Quelle entsprungen, wallt jetzt als frendiger Strom durch Deutschlands Gaue». Es wird künftig eine verbindende See werden, ein ge-waltigeS Meer, das schirmend die heilige Grenzmark Z)er Kopfpreis Eine wahre Geschichte aus der Herzegowina. Von L. W. RohowanSki. In Aviovac, auf der Hochebene von Gocko (Metohija) in der Herzegowina, saßen in der Kan-line des befestigten Lagers Gjuro VaSkovic aus Binkovce. ein starker slowenischer Bauernbursche, ihm gegenüber Mitar Bule, sein Freund. DaS Exerzieren war beendet, nun saßen sie beisammen und plauderten bei einem Glase Losovaca. Gjuro war gemeiner Soldat, Mit« Vule aber hatte es be-reit« zum Gefreiten geb«acht und daraus war er stolz Er hatte diefe Auszeichnung nur deshalb er-langt, weil er die deutschen Kommandos erlernt hatte und weil er deutsch lesen konnte. Mit besonderer Genugtuung riß er den Tag über sein breites Maul auf, wenn eS galt, vor dem inspizierenden Offizier cm dröhnendes „Habt Acht!" oder „Marsch!" hinaus-zubrüllen. Auch seinem Freunde Gjuro VaSkovic gegenüb:r sührte er feit seiner Beförderung zum Ge-freiten gerne daS große Wort. Ueberall las er Kund-machungen und belehrte dann abends seinen Freund Gjuro. „Weißt, was ich heute gelesen habe? Eine Preisausschreibung auf den Kops des Räuberhaupt-manneS Milan Ristic, kennst ihn?" Gjuro VaSkovic nickte stumm und hörte auf-merkfam zu, „Er hat durch viele Jahre die Straßen zwischen Gacko und Trebinje durch unzählige Ueberfälle auf fritdlich« Reifende unsicher gemacht. Daher hat die Regierung jetzt einen Preis auf seinen Kops gesetzt. Wer ihn bringt, erhält hundert Dukaten!" „Was? Hundert Dukaten auf den Kops deS Harambascha. des RäuberS? Weißt Du das sicher? Woher weißt Du eS?" Gjuro war dabei in die des Vaterlandes umwogt." Da» Turnen hatte die staatliche A»erkennung errungen. Bei uns in Oesterreich war erst durch die Ver-fassung vom Jahre tSSt die Bahn frei geworden für freiheitliche Vereinsgründungen. Noch im selben Jahre wurde der erste Wiener Turnverein gegründet und bereits im Jahre 1862 hatte auch Cilli seinen Turnverein. Die deutsche Turnkunst hat sich heute über die ganze deutsche und zum Teil auch nicht-deutscht Erde verbreitet. Die deutscht Turuerschaft allein zählt über zehntausend Vereine und wohl überall rüstet man jetzt zur Jahrhundertfeier der Befreiungskriege, Am 12. Jnli in Leipzig und ein Monat darauf in Eger wird sich der Heerbann der Turner ans den weiten Gauen Alldentschlands ver-ammeln, um daS Gedächtnis an die große Zeit der deutschen Volkserhebung an denkwürdiger Stätte zu eiern. Doch vielen wird es leider nicht möglich sei», daran ttilzuuehmen. Auch nicht nach Masscnwirkuug ollen wir streben, sondern nach Erhöhung unseres inneren Wertes. Der Opfersinn eines CillierS Bürgers hat unserem Turnverein eine Heimstätte ver-chasft, wie sie wenig Vereine nnfertr Heimat ihr eigen nenn», und die die Pflege des Turnens nnab-hängig von der Gunst des Wetters macht. Die innere Ausgestaltung der Halle geht nun ihrer Vollendung entgegen. Dies gibt dem Turnverein Gelegenheit, die Einweihung der Halle zusammen mit der Feier seines 50 jährigen Bestandes festlich zu begehen. Gesinnungsgenossen und Turner von Höhe gefahren und stieß die Worte überstürzend hastig heraus. „Auf der Amtstafel.deS Kotarski Ured in Gacko steht» mit großen schwarzen Lettern, ganz deutlich st-htS, andere haben eS auch gelesen." Gjuro ließ sich schwer aus die Bank nieder» fallen und starrte stumm vor sich hin. Er kannte Milan Ristic sehr gut, er hatte von einheimischen Bauern und Hirten, wenn sie sich, beim Feuer sitzend, Räuber- und Heldrngeschichten erzählten, auch über ihn viel erfahre». Von ihnen halte er auch gehört, daß Ristic erst in jüngster Zeit im GackoPolje gesehen worden sei und daß er sich von dort in die schwarzen Berge, nach Montenegro, ge flüchtet habe. Plötzlich hieb er mit seiner Faust so wuchtig aus den Tisch, daß der Gefreite zusammeiisnhr. „Hundert Dukaten!' schrie er. „noch ein Glas Schnaps — hundert Dukaten!" Wieder versank er ins Brüten. „Was hast Du?' forschte Mitar Vule. Gjuro gab keine Antwort, nur hie und da murmelte er „hundert Dukaten", dann ließ er sich wieder eine» Losovaca einschenken. Endlich wankten sie beide schwerfällig ihrem harten Lager zu. Gjuro VaSkovic schlief sofort ein, doch im Traume fah er Milan Ristic vor sich, er zählte immer wieder die hundert Dukaten nach, ob nicht einer abhanden gekommen wäre. Et sah sich als reichen, angesehenen Mann in feiner Heimat im Kreise feiner Verwandten, er führte ein kleines Häuschen auS Holz und Binsen aus. eine Seite so gar aus Ziegeln, er schritt erhobenen Hauptes zu den Eltern seiner Geliebten, feiner schwarzhaarigen Gjoka, uud sührte sie heim. Er stand vor seinem neue» Hause neben feinem Weibe und zählte die Schafe, die von der Weide heimkamen, er berechnete die Kälber, die ihm seine Kühe abwerfen würden, er ging in die Kammer und zählte die Flaschen Rakja nach, die er dort verstaut hatte, und rieb sich vergnügt die Schenkel. Dann sah er wieder den Harambascha vor sich, er jagte ihm nach über Berge und Klüfte, doch er konnte ihn nicht erreichen, so-bald er ihm nahe war, tat sich «ine Kluft auf, er stürzte hinein und zerschlug sich, daß ihm das Blut von Gesicht und Beinen herablief. Wenn er sich herausgearbeitet hatte, war der Räuber fchou wieder weit voraus und er jagte ihm neuerdings nach. Schweißgebadet erwachte Gjuro und blickte um sich. ES war noch stockfinster, alle um ihn herum schliefen fest. Er fetzte sich an den Rand seines Logers, feine Brust keuchte, er sah noch immer Milan Ristic vor sich dahinjagen. Langsam sammelten sich feine Gedanken, langsam entwickelte sich in feinem erhitzten Kopfe ein Plan. Er blickte mehrmals noch seinen Kameraden und schlich sich dann sachte zu seinem Tornister, aus dem daS Bajonett lag. Er nahm dieses und huschte damit vorsichtig auf den Gang hinaus. Draußen beim Dämmerfchein schliff er feine Waffe an einem harten Steine haarscharf. Unbemerkt erreicht« er wieder fein Lager, bald war der Morgen da und die Pflicht rief ihn. Den Tag über sprach er mit Mitar Vule kein Wort, auch abends nicht, als sie wieder in der Kan-tine saßen und Schnaps tranken, dem er diesmal noch mehr zusetzte. Nachts aber entkleidete jrch Gjuro «rst nicht, er legte sich nieder und stellte sich bald schlafend. Er lauschte auf die Atemzüge der Kamera-den, er laufchte aus jeden Ton. auf jedes Geräusch, »as von draußen kam. Borsichtig erhob er sich, als er die Zeit günstig hielt, nahm fein Bajonett und schlich ungesehen auS der Kaserne. AlS man ihn morgens vergebens suchte, war man gleich darüber Seite 2 nah und fern werden herbeieilen, um durch turnerische Arbeit im grünen Waffensaal unserer altehr-würdigen Festwiese diesen Ehrentag der Stadt und des Turnvereines Eilli mitzuseiern. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange. Darum auf, deutsche Juugmannschast CilliS! Auch dir gilt unser Rus zur Teilnahme an dieser frisch-fröhlichen Arbeit, heraus ihr deutschen Jungen, zeigt euch der Bäter wert, zeigt, daß im deutschen Volke nach 100 Jahren noch Kampsgeist schlummert! Politische Meriielrachtungen. Als die Lichter aus dem WeihnachiSbanme au-gezündet wurden, lastete ein schwerer Druck auf der Bevölkerung unseres Vaterlandes. Alle Möglichkeiten standen offen. Man legte sich natürlich, um sich zu beruhigen, die optimistische Auffassung zurecht, ob-wohl auch noch diese pessimistisch genug war. Tau-sende und Abertausende von Reservisten, die an die nordöstliche und an die südöstliche Grenze einberufen worden waren, um die Stände der dort den Bereit-fchaftSdienst versehenden Truppen zu verstärken, mußten daS Christfest fern von ihren Lieben feiern. Seitdem sind Monate vergangen. In den letzten Tagen haben die Beurlaubungen eines Teiles der einbernfenen Mannschasteu begonnen und in vielen hundert Familien wirv das Ostersest diesmal zugleich ein Fest des Wiedersehens eines teuren Verwandten sein, um die man sich lange, bange Wochen hindurch gesorgt hatte. Neberall dort, wo sich die zwi-schen Oesterreich-Ungarn und Rußland vereinbarte Demobilisierung der Grenztruppcn an der Heimkehr eines FamilieumitgliedeS bemerkbar macht, wird man sicherlich geneigt sein, die internationale Situa-tion günstiger und ruhiger zu beurteilen. Freilich, einer ernsten, kritischen Untersuchung hält ja jener begreifliche und entschuldbare Optimismus nicht stand. Die teilweise Entlassung der österrcichisch-uu-garischeu und russischen Reservisten ist ja sicherlich ein Moment, dessen Bedeutung nicht verkannt wer-den dars, es hat aber doch nur dazu beigetragen, den Ernst der Lage zu mildern, ohne imstande zu fein, ihn in da« Gegenteil zu verkehren. Die Gefahr eines kriegerischen Konfliktes der Monarchie mit dem ruffischen Nachbar hatte sich nur im Lause der langandauernden politischen Krise, die durch die Bal-kanereignisse hervorzerusen wurde, als allerdings sehr bedenkliche Nebenerscheinung eingcstellt. Durch die Verminderung der Spannung zwischen Oester- Wacht reich-Ungarn und dem Zarenreich wurde die Lösung jener Fragen, an welchen wir aus daS lebhafteste interessiert sind, leider nicht nur keinen Schritt vor-wärts gebracht, ja eS besteht nach irre vor die Gefahr, daß au» einer dieser Fragen, so zum Beispiel auS der Abgrenzung deS neuen.'stehenden albanischen Staates, sich ernste Konflikte entwickeln können, in die einzumischen Rußland sich verpflichtet erachten könnte. Die Freude, die die Beurlaubung fo vieler Taufende von Reservisten verbreitet hat, ist der Be° völkerung herzlichst zu gönnen, es muß aber, um unangenehmen Ucberraschungen vorzubeugen, davor gewarnt werden, aus dieser militärischen Maßnahme allzu weitgehende politische Konsequenzen abzuleiten. Das Interesse der innerpolitischen Ereigniffe ist durch die nun schon ein volles halbes Jahr an-dauernde internationale Krise stark in den Hiuter-gründ gedrängt worden. Die Vorgänge im Abgeord-netenhause, in dem der Schwerpunkt in den letzten Wochen vollständig in den Finanzausschuß verlegt worden war, um die unter der Kollektivbezeichnnng „Kleiner Finanzplan" bekannten Steuervorlagen zu erledigen, haben dann, wenn nach einer längeren Pause eine Plenarsitzung stattfand, stets die Oesfent« lichkeit in einer nichts weniger als vorteilhaften Weife auf die fönst in diesen Zeitlänsen wenig be-achtete Existenz des Parlaments aufmerksam gemacht. Mit Mühe und Not ist eS gelungen, dem speziell von sozialdemokratischer und radikal-slawischer Seite gehegten Wunsche nach Abführung einer großen, all-gerne ncn politischen Debatte die Erfüllung zu ver-sagen, wenn es auch nicht gelungen ist, den von südslawischer Seite unternommenen Versuch, die Bal-kankrise in die Diskussion zu ziehen, vollständig zu vereiteln. Durch einen früheren, als ursprünglich ge-planten Beginn der parlamentarischen Osterferien hat man aber wenigstens vermieden, daß die öfter-reichische Volksvertretung in einer Zeit, die noch immer des ernsten Charakters nicht entbehrt, der Ort von Auseinandersetzungen wurde, die im Ans-lande wieder hämische Freude ausgelost und die Feinde der Monarchie in der Annahme bestärkt hätten, daß der politische Auflösnngsprozeß im In-ueren des Reiches im volle» Gange und dessen Zer-sall nur mehr eine Frage weniger Jahre sei Es ist unter solchen Umständen ganz selbstver-ständlich, daß die politischen Osterbetrachtungen Heuer aus denselben ernsten Ton gespannt werden müssen, wie die, die zu Weihnachten und zum Iah-reSwechsel angestellt wurden. Vor allem darf aber diese Gelegenheit nicht versäumt werden, um au die deutschen Parteien Oesterreichs neuerdings die ein-dringliche Mahnung zu richten, sich der Bedeutung klar zu werden, weiche die sich auf dem Balkan vollziehende Umwälzung auch für die innerpolinsche Entwicklung besitzt. Die Frage der endgiltigen AuS- einig, daß er desertiert war, solche Fälle kamen ost vor, man erstattete die Anzeige. Gjuro strebte Montenegro zu, heimlich über-schritt er die Grenze. Er wollte sein Glück finden nild ahnte dabei nicht, daß er durch sein Entweichen auS der Kaserne ein Verbrechen begangen Hatte, wo-für ihn eine harte Strafe erwart««. Er wußte eS nicht und dacht« nicht daran, er dachte nur an seine Gojka und an die hundert Dukaten. Gjuro forschte überall «ach dem Räuberhaupt-mann und eriuhr, daß er tatsächlich vor Wochen im Gacko Polje sich aufgehalten, sich aber später, da er sich verfolgt sah, grollend nach Eetinje, in die Haupt-stadt Montenegros, geflüchtet hab«. Milan Ristic war ein armer, besitzloser, ge-hetzt« Flüchtling, dem sein blutiges Handwerk fast nichts eingetragen Hütte. Kein Haus, nicht einmal ein Obdach nannte er sein, er war angewiesen, die Nächte in Höhlen, verfallenen Hirtciihüttcn, unter Brücken zuzubringen. Gjnro verfolgte die Spur hartnäckig, wochenlang, trotzdem er vi^l Qualen und großen Hunger zn erleiden hatte. Nach vierwöchent-lichem Umherirren kundschaftete er ihn endlich aus und erfuhr, daß er sein kärgliches Nachtlager unter einer gewölbten steinernen Brücke aufgeschlagen habe. Gjuro Vaskovic wartete den Abend ab, schlich sich wie eine Katze zu der alten Brücke, »die im Mondschein gespenstisch anSsah und mit ihrem ge-bogenen Rücken einem Rieseulier ans der Urzeit glich, und lugte nach dem Räuber. Er konnte ihn nirgends sehen und eine Stunde verrann in Angft und Erregung. Da sah er auf einmal eine hohe, wilde Gestali, eine Bnschka in der Hand, den Hand-schar an der Hüfte, sich in die Niesenschatten der gigantischen Biücke haltend, unter den Brückenbogen schleichen und seine unbequeme Rast aufsuchen. Gjuro wollte gleich auf ihn stürzen, mit Not hirlt «r an sich und wartete, bis jener endlich fest einge-schlafen war. Zwei Stunden waren seitdem wieder vergangen, der Mond stand hoch oben und lenchtete mit mattem Scheine. Gjnro schlich sich ganz nah heran, sah dem schlafenden Ristic ins Gesicht, dann zog er fein Bajonett und trennte ihm mit einem Schnitts das Haiipt vom Riimpse. Schnell zog er ans seiner Hosentasche das aus grvbgewebter Hausleinwand verfertigte Schweißtuch. Es war mit goldenen Bln. meu gestickt, feine Gjoka hatte es ihm beim Ab-schiede auS der Heimat in den Tornister gesteckt. Er breitet« «S aus, legte den abgeschlagenen, stark blutenden Kopf darauf, knüpfte e? fest zn, fchivang dann das BÄidel aus den Rücken und suchte eilends daS Weite. Er marschierte Tag und Nacht, seine grausige Last am Rücken, dnrch Gebirg und Tal. durch Sitiuivüsten und Snmpse. jede bewohnte Ortschaft vermeidend. Nach sieben mühseligen Tagemärscheu gelaugte er zersetzt und zerschnnden wieder au die herzegowinische Grenze. Auf Schleichwegen passierte er die Grenze und erreicht« Gacko in finsterer Nacht. Er eilte sosort zum Tor deS AmtSgelxlndeS. Richtig, da stand es: KotarSki ured. Er klopfte scharf und verlangte dringend de« Haupimaun dcS Bezirkes zu spreäjen. Brummend ließ der Paudnr ihn eintreten, fragte nach seinem Begehr zu so später Stund« und führte ihn vor den Bezirks'.,auptmann. „Ich komme mir nur die hundert Dukaten holen, die aus den Kops des Harambascha Milan Ristic ausgesetzt sind," erklärte uueingeschüchtert, trotz der Heftigkeit deS Bezirkshauptmannes, Gjuro VaSkovic. „Wie kommst Du zu dieser Frechheit und jetzt in der Nacht," herrschte der Bezirkshauptmann ihn an, „wie heißt Du und wer bist Du?" Rummer 24/25» «inandersetzung zwischen Deutschen und Tschechen in Sudetenländern ha« nichts von ihrer Wichtigkeit verloren, zu dieser Frage aber, die so viele Jahr» zehnte hindurch fast ausschließlich die politische DiS-kussion beherrscht, ist mit einemmale das südslawische Problem hinzugetreten, das deshalb keine hinhal-teude Behandlung, sondern eine rasche Stellung-nähme «fordert, weil mit seiner Lösung die Aus-rechthaltung des politischen Prestiges aus dem Balkan, die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zu den Staaten, die das Erbe der Türkei an-zutteten willens sind, innig verquickt ist. Nicht» ist gefährlicher und unkluger, als wenn man über un-angenehme Dinge dadurch hinwegzukommen glaubt, daß man das Beispiel des Vogel Strauß nachahmt, der sich vor Gefahren bekanntlich dadurch am besten zu schützen glaubt, daß er den Kops in den Wüsten-sand steckt. Dnrch die Erfolge der Balkanslawen ist die südslawische Frage in Oesterreich-Ungarn plötzlich eine brennende geworden und dieser Tatsache muß Rechnung getragen werden. Der Staat wird sehen müssen, wi« er sich der neuen Situativ» gegenüber zu stellen hat, aber auch die Deutschen dürfen nicht länger zögern, sich angesichts der süd-slawische» Frage auf ein gemeinsames ^Programm zn einigen, dat allen Unklarheit«« und Schwankn«-ge» ei« Ende mache und dadurch die uneingeschränkte Befolgung der deutschen Gemcinbürgschast auch »ach dieser Richtung hin ermöglicht. Politische Rundschau. 4000 Lehrer stellenlos! Die Finanznot des Landes Böhmen, als Folge der jahrelang währenden Untätigkeit des Landtages, zeitigt Folgen, die geradezu als schreckliche bezeichnet werde« müsse». Seit 1908 unterblieb die Errich-tung neuer Lehrstellen sast gänzlich, weil dem Lan-deSauSschnss« daS Geld hierfür fehlte. Demzufolge konnten die Absolventen der Lehrerbildungsanstalten mir mehr zum geringen Teil unterkommen, so daß gegenwärtig mindestens 3000 Lehrpersonen stellenlos sind. Anfangs Juli kommen noch etwa 1200 Absolventen der LchrerbildungSanstalte» hinzu, wes-halb rund 4000 Lehrpcrsoiien vergeblich auf An-stellung warten. Etwa 1000 Lehrstellen sollten, da die gesetzliche Schalerzahl vorhanden ist, errichte« werden, uud über 1000 Lehrpersoneu warten aus die versprochene GehaltSregulieruug, um dann, da sie schon über 40 Jahre lang dienen, in den Ruhe-stand treten und den Stellenlosen Platz machen zu können. Wann wird dieser Tag komme»? Man Da nahm Gjuro seine tote Last von dem Rücken herunter und stellte sie dem Bezirkshauptmann auf den Schreibtisch. Dieser snhr entsetzt zurück, ein fürchterlicher Geruch drang in seine Nase. .Oeffnet lind schau, selbst." sagte Gjuro und lächelte schlau. Der Beamte öffuete das blutbespritzte Duck Erregt stellte er Gjuro zur Rede, wie er zu dem halbverwesten Kopse gelangt sei. Mit Stolz berich-tete dieser von seiner beschwerlichen Reise, erzählte vo« der Ankündigung und dem Entschlüsse, da» Haupt zu bringen, auf daS der hohe Preis gefetzt war. «Wie aber kamst Du dazu, ihm das Haupt abzuschlagen?" „Der Preis war doch ausdrücklich auf da» Haupt des Räubers gesetzt, hier ist das Haupt und jetzt verlange ich mein Geld!" „Das wirst Du wohl bekommen," entgegnete der Bezirkshauptmann, „doch weißt Du auch, daß Du fahnenflüchtig bist und dafür streng bestraft wirst?" Gjnro stand da, sein Gesicht leuchtete freudig, er hatte nur gehört, daß er das Geld bekommen werde. daS war ihm die Hauptsache, alles andere trat zurück. Der Bezirkshauptmann verständigte sosort die Kaserne nnd bald darauf erschien eine Patrouille i» der Amtsstube. Mitar Vule fübrte sie an. Er erkannte Gjuro nicht gleich, fo zerfetzt sah er auS. Als er ihm die Fesseln an die Hände legte und der Bezirkshauptmann gerade den Tatbestand emsig pro-tokollierte, flüsterte er ihm zu: „MagaraS, Du, Esel, Du, hast Du daS »ölig gehabt?" Gjnro aber lächelte noch immer und flüsterte zurück: „Ich bekomme ja doch die hundert Dukaten, werde ein reicher Mann und werde mein« g«li«bt« Gjoka heimführen!" Lachend trat er feine Festungsstrafe an. Nummer 24/25 geäfft,; jUslä,* Serie 3 kan« sich denken, daß die Berbilterung in der Lehrer-schaft täglich lvächst. Den Gewinn an den tristen Zuständen in Böhmen haben lediglich die Wirte und Bierbrauer, in deren Taschen jährlich gegen zwanzig Millionen Kronen der nicht mehr eingehobenen Bier-steuer fließen. Sollte der Fttianzplan im Reichsrate nicht angenommen werden und dem Lande aus demselben die in Aussicht gestellten zehn Millionen Kronen richt zufließen, dann ist das „reiche" Böhmen nicht mehr imstande, mü 1. Juni oder Juli die Lehrergehalte auszubezahlen. DaS sind wirklich „türkische Zustände!" Oesterreich und Montenegro. Die Nachlichten, die aus Skutari und Djakowa Zvmmen, lassen die Lage in den beiden Städten der« Art bedenk!ich «scheine«, daß die österreichische Regierung durch ihren Geschäftsträger Generalkonsul Weinzcttel Verwahrung gegen die Vorfälle einlegen ließ, die sich in den letzten Tagen in Skutari, Djakowa und Medua abspielten. WaS sich die Mon-tenegriner aus Wut darüber, daß es ihnen bisher nicht gelang, das von Essad Pascha heldenmütig vor-leidigte Skutari einzunehmen, an Uebeigriffe», Miß-Handlungen und Grausamkeiten gegen die Bcvölke-Hing der genannten Städie und der umliegenden Dörfer haben zuschulden kommen lassen, übersteigt alles, was in dem an Grausamkeiten so überreichen Balkankrieg vorgekommen ist. Die Ermordung und Mißhandlung katholischer Priester, die zwangsweise Ksnvertieruug katholischer und muselmanischer Al-dauer zur Orthodoxie, da» Niederbrennen von Waisenhäusern und zahlreicher privater Gebäude rsterreichisch-nngarischer Staatsangehöriger in Sku-uri, das Bombardement der östeircichifchen Gesandt-schaft in derselben Stadt und nicht zuletzt die gegen jvdo Völkerrecht verstoßende A»Haltung des Dampfers „Ekotna" seitens der serbischen Verbündeten haben da» Maß voll gemacht und die österreichische Regie-rung, die im vollsten Einverständnis mit dem rbmi« scheu Kabinette vorgeht, veranlaßt. rne»gische Vcr-fiellungeu bei der Regierung in Eetiuje einzulegen. 'Wir sind nur begierig, ob der König der Schwarzen Berge sich an den Protest der österreichischen Regierung. der eigentlich schon viel zu spät kommt, halten oder ob er weiter fortfahren wird, diese Politik der Nadelstiche seinem mächtigen Nachbar gegenüber an-zuwenden. König Georg von Griechenland ermordet. Dienstag wurde König Georg von Griechen» land eimordet. Die Tat geschah ia Salonichi, wo-hin sich der König begeben Halle, und zwar wäh-rend eines Spazierganges, den König Georg mit seinem Adjutanten unternommen halte. Der Mörder Irntte sich an der Ecke der Straße Hagia Triats, einige Schritte vom Polizeikommissariat des Stadt-teiles, versteckt. Als der König, von einem Spazier-gange ins Palais zurückkehrend, die Straßenecke passierte, feuert? der Mörder aus zwei Schrille Entfernung auS einem großen Revolver auf den König. Der Adjutant, welcher der Meinung war, der König fei nicht getroffen, stürzte sich aus den Taler und hielt ihn fest, bis ihn zwei herbeigeeilt« kretische Gendarmen festnahmen. Mittlerweile war König Georg zusammengesunken. Ein Kaufmann richtete den König auf und Soldaten transportierten den König dann in einem Wagen in das in der Nähe befindliche Mililärjpital. Auf dem Wege dahin ver-schied der König. Die Kugel halte da» Herz durch-bohrt. Der Mörder ist nicht etwa ein Türke oder ein Bulgare, wie zuerst vermutet wurde, sondern ein Grieche, und zwar der beiläufig 40 Jahre alte Alexander Schinas. Während des VerhörS gab er an, er sei insolge Rot und Krankheit Sozialdemokrat geworden. Er hat sich längere Zeit im Auslande ausgehallen und ist nach der Be etzung Salonichis dorthin zurückgekehrt. Nach späteren Nachrichten soll rr sich al» Anarchist ausgeben und den Eindruck der HeisteSgeslörtheit machen. Dieser Eindruck läßt sich übrigens auch durch die natürliche Aufregung, in welcher sich der Königsmörder befinden muß, er» klären. Der bisherige Kronprinz, der sich in Janina aufhielt, besteigt nun den griechischen Thron als König Konstantin. Sein ermordeter Vater gehörte dem dänischen KönigSgeschlechte an; in einigen Mo-naten wären eS 50 Jahre gewesen, seit er als er-wählt« König der Hellenen, von Kopenhagen kom-mend, griechisches Land betrat. Vor seinem halb-hundertjährigen Regierungsjubiläum traf ihn die Kugel deS Mörder». Kein Ende. Die Kriegineignisse am Balkan schleppen sich weiter. Die Vertreter der Mächte halten in London wöchentlich ungesähr eine Sitzung, in Petersburg konstituiert sich Ende nächster Woche eine zweite Bot-schasterkonsereuz. Abschließende Resultate sind »och nirgends zn sehen. Vor ungesähr zwei Monaten wurde in London der prinzipielle Beschluß der Schaffung eines autonomen Staates Albanien ge-saßt. Heute sind noch nicht einmal die Nordgrenzen festgestellt, die südliche Begrenzung, Staatöform, Persönlichkeit des künftige» Herrschers kam noch nicht zur Sprache. Der rumänisch-bulgarische Grenzkou» slikt ist durch den Entschluß der beiden Regier»»-gen, sich einer Entscheidung der Mächte zu fügen, >ie jetzt in Petersburg fallen soll, menschlicher Vor-aussiebt ebenfalls auf unabsehbare Zeit vertagt, und wa» den Friedensschluß zwischen der Türkei und der Balkannnion betrifft, so ist die Leidensgeschichte dieser Verhandlungen in zu srischer Erinnerung, sie wird soeben vor unseren Augen sortzesetzt, so daß es nicht notwendig erscheint, aus das geradezu Ekel erregende Spiel, das sich die Kleinstaaten am Balkan mit den Großmächten gestatten, näher einzugehen. Angesichts dieser unhaltbaren Zustände drängt sich von selbst die Schuldsrage auf. Die Verantwortung muß Europa zugeschoben werden, das in seiner Diplomatie über eilten Schneckengang nicht hinauskommt und die Balkanverbündeten zn ihrem von der „Times" als „Europäische» Skandal" mit siecht gekennzeichnete» Benehmen geradezu herausfordert. Die Mächte siud einig, die Balkanwirren keinen weiteren Umfang gewinnen zu lassen, man will einen europäischen Konflikt vermeiden, über dieses rein negative Programm kommt man aber nicht hinans. Sobald es an die nteniorische Beratung gehen soll, «in dem europäische» Skandal ein Ende zn machen, wirst sich Rußland sosort wieder als Proteklionsmacht der Balkanstaalen aus und die ganze Sache ist zum Stehen gebracht. Oesterreich-Ungarn und Rußland haben die Abrüstung an ihren Grenzen beschlossen, eS wird vielleicht auch eine Einigung über die Einteilung des so heldenmütig verteidigten SkntariS erfolgen, bis zn welcher Zeit aber die Bereinigung der Balkanfrage im großen erfolgt, ist nicht abznsehen. Und doch hätte gerade Oesterreich-Ungarn die Pflicht, im Interesse seiner Volkswirtschaft diesem terminlose» Spiel dnrch ein energisches Ausbrechc» aus dem Trott der Macht« ein Ende zu setzen. Dieser Schritt ist aber voraus« sichtlich nicht zu erwarten und so müssen auch wir zu unserem eigenen Schaden das Spiel bis zn sei-nem fernen Ende mitmachen. Aus Stadt und Land. Die nächste Nummer der Deutschen Wacht erscheint Samstag den 29. d. Eine Auszeichnung Peter Roseggers. Der Kaiser hat den Schriftsteller Peter Rosegger das k. u. k. österreichifch-ungarifche Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft verliehen. Evangelische Gemeinde An den beiden Osterlagen finden um 10 Uhr vormittags in der Ehriftuskirche Festgottesdienste statt. Am ersten Feiertag wird im Anschluß an den Gottesdienst eine AbendmahlSseier abgehalten werden. Deutschnationale Versammlung in Eilli. Donnerstag den 27. d. wird der deutsch-nationale Verein für Oesterreich, die Reichsorgani-sat:on der deutschradikalen Partei, im Deutschen Ha»se in Eilli eine Wanderversammlung abhalten, in welcher der deutschböhmische Landtagsabgeordnete Dr. Franz Perko über die böhmische Ausgleichs-srage sprechen wird. Es wird sich hiebei die Ge-legenheit bieten, dar;»!»», daß keinerlei Anhalts-punkte dafür bestehen, um auch in Sleiermark einen Ausgleich nach der Analogie des böhmischen Aus-gleiches zu inszenieren, weil ja die Verhältnisse hier zu Lande wesentlich verschieden sind. Dr. Franz Peiko ist ein hervorragender Redner und einer der angesehensten Nationalpolitiker unseres Reiches und r an kann seinen AuSsühruugen gewiß mit größter Spannung entgegensehen. Schon aus diesem Gründe, insbesondere aber auch deshalb, weil sich Gelegen-heit bieten wird, wichtige Fragen der heimischen Landespolitik zu erörtern, ist wohl ein massenhafter Besuch der Versammlung vorauszusehen. Jeder deutsche Volksgenosse ist bei der Versammlung herz-lich willkommen. Spende für die Armen. Anläßlich des Ablebens seiner Gattin Theresia Servec spendete Herr Rechtsanwalt Dr. Joses Sernec für die Armen der Stadt Eilli einen Beirag von 200 Kronen. Der steiermärkische Landes Tierzucht Inspektor Martin Zelovsek ist an Influenza-Lungenentzündung nicht unbedeutend erkrankt, so daß er daS Bett hüten muß und er wohl lange Zeit auch seine gewohnten Reisen n cht ausführe» können wird. Sammetturmergebnis aus den Büchsen des Deutschen Lchulvereines: Erzherzog Johann 41-50, Merkur 14, Krell 12*34, Deutsches Haus 7*27 Kronen. Deutscher Schulverein, Männerorts-gruppe Cilli. Samstag den 29. d. um * Uhr abends findet im Turmzimmer bei Deutschen Hauses die Hauptversammlung der Männerortsgruppe Eilli deS Deutschen Schulvereines mit nachstehender Tagesordnung statt: Tätigkeitsberichte; Neuwahlen; Anträge; AllfälligkS. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Zugleich sei auch aus das Preisrätsel im Märzhefte „Der Kamps umS Deutschtum" verwiesen. Die Lösung des Rätsels ist auf einer Schulverems-karte bis l0. April an die Kanzlei des Deutschen Schulvereines (Wien 6, Linke Wienzeile 4) zu senden. Die Gewinner der ersten zehn Preise entscheidet das Los. Zeitschriften sind noch zu haben bei Herrn Porsche. Von unserer Schaubühne. Mittwoch d-n 20. d. findet die letzte Vorstellung in dieser Spiel-zeit statt. Zur Aussührung gelangt der größte Operettenfchlager de: Spieljahres „Der Zigeunerprimas" von Enterich KälmSn. Diese reizende Opnctte geht am Johann Strauß Theater in Wie» der zwei-Nndertsteu Aufführung entgegen. Alle Operet! n-kräste sind in hervorragenden Partien beschäftigt und verabschieden sich i» dieser Aussührung vom Eilli« Publikum. Telephonmisere. (Ein Wetterstui y) Dienstag abends brach über unsere Stadt plötzlich ein Schneeslurm herein, der die aufgrünende Früh-lingSflur binnen einer halben Stunde in eine Winter« landfchaft verwandelt hatte. Den Kulturen gereichte die Schneedecke, die schon im Laufe des Mittwoch schwand, sehr zum Segen. Die Tclephonbesitzer aber wersen bei der unglaublichen Rafchheit, mit der TeUphonschäden hier beseitigt werden, wohl noch vielleicht eine Woche unter den Wirkungen dieses Schneesturmes zu leiden haben. Am BiSmarckpl.tze und vor dem deutschen Studentenheim bildete sich vo» dem herabgerissenen Telephonnetze förmlich ein Drahtknäuel auf der Straße, so daß geradezu (ine Unsicherheit für die Passanten geschaffen wurde. Man ist allgemein der Ueberzeugung, daß die Stärke un-serer Telephondrähle viel zu gering ist. da eS sonst nicht möglich wäre, daß bei jedem Schneegestöber gleich sast der gesamte Telephonverkehr der Stadt unterbrochen wird. Es wird entschieden notwendig sein, »aß unsere Telephonanlage in dieser Richtung untersucht und eine Rcmednr geschaffen wird, die um so gerechtfertigter wäre, als ja die Bevölkerung der Stadt Eilli an der Einrichtung des Telephons in eineni über die Zahl der Einwohner weit hinaus-ragendem Verhältnisse partizrpiert. Die Schillersammlung der Südmark hat nach dem im Märzheste der Südinarkmitteilun-gen veröffentlichte» dritten Ausweise mit 15. Februar einen Stand vo» 29.796-28 K erreicht. Zu dtei« Sammlung, die der Erweiterung der Waisensürsorge sowie den „Deutschen Heimen" im Süden zugute kommt, haben die einzelne» Länder solgende Teilbeträge beigesteuert: Kärnten 76615 K, Krain und Küstenland 154613 K, Niederösterreich mit Wien 11.272-65 Kronen, Ober öfterreich und Salzburg 361104 K, Sleiermark 12.113 59 Jt und Tirol mit Vorarlberg 463-72 K Für die Grenzsoldaten, die teilweise gar nicht in den Genuß der für sie gesammelte» Gelder kamen, sind in kurzer Zeit von den meiste» der hier genannten Länder nachträglich bedeutend höhere Beträge ausgebracht worden, wohl weil der betreffend wirtschaftliche Nutzen slawischen nnd jüdischen Al?obolverschleißern zugute kam. Bon der ersten Opfergemeinde der Südmark. Wie die Südmarkmitteilungen in der Märzsolge berichten, hat die erste Hundertschaft der freien Südmarkgemeiiide ihre Mitglieder angewiesen, besonders das Gedenkjahr 1913 durch eine ver« mehrte Opferwilligkeit zu feiern und durch Enthalt-samkeit von schädlichen Genüssen sowie durch ein schlichtes deutsche» Leben Mittel für die völkischen WohlsahrtSbestrebungen frei zu machen. Der erste SpendenauSwtis erreichte bereits die nennenswerte Höhe von 1456 K, die schon im ersten Monate von den Hundertschaften zur Einzahlung gelangten. Die-se» schöne Ergebnis veranlaßte Herrn Dr. Paul Mnstl v. Mollenbrück in GradiSka, den Opfer schätz durch eine zweite WidmungSspende von 1000 K zu mehren, wofür ihm durch die Hauptleitung ein künst- Seite 4 lerisches Gedenkbild gewidmet wurde. Ernste deutsche Volksgenosse», welche gleichfalls in diesem Sinne wirken wollen, sind gebeten, sich als freiwillige Spender von kleineren oder größeren Monats- oder JahreSfpargaben bei der Grazer Hauptstelle anzu-melden, die dann Erlagscheine zur Einfendung der außerordentlichen Zuwendungen zumittelt. Don der K. K. gentralkommission für Denkmalpflege. Das Projekt für eine Er. Weiterung der Pfarrkirche St. Georgen an der Süd-bahn kaun nicht gutgeheißen werden, weil dadurch die harmonische Archiiektur aus dem Anfange deS 18. Jahrhunderts zu ihrem Nachteile verändert würde. Der panflawistifche SoKoltag in Lai bach verboten. Für heuer war ein großer Sokol-tag. an dem die So olvereme aller slawischen Völker teilnehmen sollten, in Laibach geplant. Angesichts der hohen verräterischen Stimmung, die die gesamte panslawistische Jungmannschaft erfüllt, sah sich die Regierung aus Gründen der öffentlichen Ruhe und Ordnung veranlaßt, die Abhaltung dieses panslawi-stischen Festes zu untersage». ES wäre hiebei zweifel-los zu einer nachhaltigen panjlawistifchen Verbrüde-rung gekommen, die ohnedieS schon jetzt in vielen Belangen Südösterreichs in der bedenklichsten Weise zu!age tritt. Die Slowenischliberalen wollen nun bei der Regierung wenigstens das erreichen, daß ein Sokolsest gestattet werde, an dem nur Sokolvereine auo Oesterreich und Ungarn teilnehmen dürften. Da« mir ist natürlich nur eine Umgehung geplant, welche dem panflawistischkn Charakter der Veranstaltung keinen Abbruch täte, und es müssen auch gegen eine derartige Bewilligung die schwerwiegendsten Bedenken gellend gemacht werden. DaS Verbot eines groß' slawischen Festes in der Stadt Laibach wird von der gesamten slawischen Presse als eine Ungeheuer« lichkilt hiugestellt. Es ist fürwahr etwas Ungeheuer-lich S daran, nämlich das, daß die staatsfeindliche panflawistifche Propaganda bereit» so weit gediehen ist, daß selbst eine österreichische Regierung sich zu Rezressivmaßregeln genötigt sah. Eine derartige Ein-ficht unserer Regiernng ist so überraschend, daß e« geradezu ungeheuerlich ist. Die Klasfenlotterie. Für die Einrichtung der Klassenlolterie werden im Finanzministerium be> reils eifrig Vorbereitungen getroffen, wobei nament-lich die zahlreichen Schwierigkeiten für den Bertrieb der Lose überwunden werden müssen. Der Verkauf der Lose wird etwa Mitte Juni beginnen, die erste Ziehung dürfte Mitte Oktober stattfinden. Jede Lotterie Hit bekanntlich fünf Ziehungen und demnach auch jede» Los fünf Klafjen. Der Preis des Lose» für jede Klasse beträgt 40 st, daS ganze Los kostet also 200 K, Für jede Liehnng werden 100.000 Lose anugegeben, auf jedeS zweite Los muß ein Treffer entfallen. Die Zahl der Treffer steigt von Ziehung zu Ziehung und es wird sich wohl als notwendig herausstellen, diejenigen Spieler, welche nach der ersten oder zweiten Ziehung ihre Losanteile ver« kaufen, vor Verlusten beim Verkaufe ,u schützen. Der Verkauf der Lose wird in den Lottokollekturen, Tabaktrafiken, aber teilweise anch ftirch Bank«, und Wechielstuben gegen eine Provision von drei bis sechs Prozent erfolgen. Windischgraz. Am 18 d. fand die JahreS-Hauptversammlung der Männerortsgruppe deS Deutschen Schulvereines statt. Der Mitglied«» stand ist zümlich gleich geblieben, die Säckelgebarung ergab einen Ertrag von 263 64 K. Der Baustein der Stadt Windischgraz, be>ieh»ngsweise der hiesigen völkischen Vereine nähert sich auch seiner Vollendung, so daß in diesem Jahre nur mehr der Betrag von 300 K aufgebracht werden muß, um denselben voll-zumachen Die Reuwahl ergab, da der bisherige verdienstvolle Obmann, Herr Notar Dr. -KZinkler. eine Wiederwahl unbedingt ablehnte, folgendes: Ob» «an» Primararzt Dr. Han» Harpf. Stellvertreter Großgrundbesitzer Hans Schuller, Schriftführer Dr. Ferdinand Kunei, Stellvertreter Ode>offizial Vinzenz Merz, Zahlm«ister Gutsbesitzer Hans Kramer, Stell-Vertreter Dr. Rudolf Kalcher. Schwierige Verfolgung von Zigeunern. Am 18. d> nm ungefähr lialb 4 Uhr nachmittags tauchte in Savodna bei Eilli eine 11 bis 12-köpsige Zigennerbande mit mehreren bespannten Wagen auf. Die Bande blieb vor dem Greislergefchafte des Franz Wengnst in Savodna stehen und ein Weib davon begab sich in da» erwähnte Geschäft, wo es eine Zehnkronennote wechseln wollte. Wengust, der die gewissen Zigeunertricks kannte, welchselte der Zigeunerin vorsichtig die Rote und zählte ihr fünf 1 K-Stücke und ein 5 K-Stück vor. Die Zigeunerin gab sich jedoch damit nicht zufrieden und verlangte Deutsche auf einmal nur 1 K-Stücke. Bei dem Aufzählen dieser Stücke ließ Wengnst die Geldlade offen, was die Zigeunerin dazu benutzte, die früher vorgezählten 1 K-Stücke rasch in die Lade zu stoßen Dies kam dem Wengust verdächtig vor, hielt die Zigennerui an und zählte das Geld nach. Hiebei entdeckte er, daß die Zigeunerin nur 9 K in die Lade zurück-wars, während sie eine Krone blitzschnell bei sich verschwinden ließ. Auf das energische Verlangen des Wengust gab die Zigeunerin die Krone zurück, während Wengust die 10 K Note zurückbehielt und sie sofort unter gleichzeitiger Anzeige der G?udarmerie übergab. Nun verschwanden sosort die Zigeuner in der Richtung gegen Store. Als um 5 Uhr zwei Gendarmen bei Wengust erschienen, war aber ein Zigeuner mit einem Wagen zu Wengust zurück-gekommen und forderte von ihm die 10 K-Nvte zurück. Er legitimierte sich mit einem Reisepässe, der auf den Namen Adalbert Blach lautete. Er gab an, daß die in Rede stehende >0 K-Note ihm gehöre, er habe sie der Zigeuuerin zur Besorgung von Ein känsen gegeben. Den Namen der Zigeunerin wollte er nicht angeben nnd behauptete, daß dieselbe nicht seiner Bande angehöre. Nun wurde die Verfolgung der betrügerischen Zigeunerin, die mit den Übrige» weitergefahren war, unternommen nnd Adalbert Blach mußte immer hinter den Gendarmen fahren. Dies befolgte er und blieb sogar anfangs weit zn-rück. In Store wurde in Erfahrung gebracht, daß die Zige>'nerbande in Opoka an der Straße von Store nach St. Georgen Rast mache. Knapp vor dem Eintreffen iu diese Ortschaft hatte Blach die Geudarmeu wieder eiugtholt und wollte unbedingt vorfahre». Die Gendarmen ließen dies jedoch nicht zu und nahmen vor dem Gespann AiissteNuilg. Blach, der vermutlich zu dem Zwecke vorfahren wollte, nm seine Genossen von der Verfolgung zu verständigen, suchte trotz wiederholter Aufforderung, zurückzubleiben, doch vorzukommen und schlug auf sei» Pferd los, so daß sich die Gendarmen veranlaßt sahen, das Pferd festzuhalten. Auch dies half uichtS und Blach trieb das Pferd noch mehr an. Mit der größten Mühe konnte man daS Pferd erst zur Beruhigung bringen, als mau daS Gespann aus den neben der Stroße liegenden Acker ablenkte. Hiebei schrie der Zigeuner aus allen Leibeskräften und stieß alle möglichen Beleidigungen und Drohungen aus. Als er doch einsah, daß es ihm nicht möglich sei, weiter-zufahren, beruhigte er sich. Jnsolge dieses Schreiens wurde die in Opoka rastende Zigeunerbande auf das Herannahen der Gendarmen aufmerksam, raffle ihre Sachen rasch zusammen nnd fuhr nach St. Georgen weiter. Nach einer kurze« Strecke holte sie jedoch der eine Gendarm, der von Opvka aus mit einem Rade die weitere Verfolgung aufnahm, ein. Die gesuchte Zigeunerin konnte er aber nicht finden, da sie mittlerweile sich mit einer anderen von der Bande losgetrennt und in den nahen Wald geflüchtet haben soll. Dort dürste sie sich versteckt haben; die Durch-streifnng des Waldes konnte wegen der bereits ein-getretenen Dunkelheit nicht mehr vorgenommen werden. Adalbert Blach wurde dem Kreisgerichte Eilli ein-geliefert. Ein guter Fang. Am l8. d. wurde hier wegeu Zechprellerei ein Mann verhaftet, der angibt, im Jahre 1894 in St. Johann am Weinberge ge-boren zu fein und Josef Strahovnik zu heißen. Er machte im WirtS- nnd Delikatessengeschäfte der Frau Domenika Zamparntti eine Zeche vo» K 2-20 und versuchte »»bemerkt zu »»erschwinden. Doch gelang ihm dies nicht, sonder» er wurde, da er zur Be-zahlung der Zeche kein Geld hatte, einem Wach-manne übergeben. Bei der Leibesdurchsuchung wurden bei ihm 7 Dietriche vorgefunden, die er angeblich zum Ocffntii feines Koffers angefertigt haben will. Wie er selbst angibt, soll er am 16. d. nach einer fünfmonatlichen Kerkerstrafe wegen eines Fahrrad-diebftahleS aus der Strafanstalt Marburg entlassen worden sein. Er wurde dem Gerichte eingeliefert. Ein Rohling. Der Besitzersfohn Franz Krajne lebt schon dnrch eine Reihe von Jahren ge« trennt von seiner Ehegattin Amalia, die mit zwei Kindern bei ihrer Mutter Franziska Mravlak in Lipa bei Tüchern untergebracht ist. Der Haß gegen diese und feine Ehegattin, welche wegeu seines nu-gemein rohen Benehmens auf ein Zusammenleben mit dem Ehegatten verzichtete, veranlaßte ihn oft zu den verschiedensten Drohungen. So kam er auch am 13. d. um 7 Uhr abends im angeheiterten Zu-stände zum Hause seiner Schwiegermutter und be« gehrte Einlaß. Da man ihm aus Furcht nicht öffnen wollte, schlug Krajne der Reihe nach die Scheiben ein. Da er seine Schwiegermutter schon einmal im Jahre 1905 mit einem Messer schwer verletzt hatte, staun« .'4/25 und auch jetzt.die schaudererregendsten Drohungen gegen sie und seine Ehegattin fallen ließ, lebten diese in der größten Angst und wagten nie, abend« daS Haus zu verlassen. Krajne ist dem Trnnke er-geben und scheint auch schwachsinnig zu sein, we» halb die größte Gefahr besteht, daß er einmal in einem angeheiterten Zustande eine unmenschliche Tat zur Ausführung, bringen wird. Auch seinen Vater selbst bedrohte Krajne oft mit dem Ermorden und geriet schon wiederholt in heftige Streitigkeilen mit ihm, wobei es stets zu Tätlichkeiten und beiderseitigen Verletzungen kam. So schlenderte er am 16. d. M. gegen seinen Bater eine» eisernen Topf, wodurch dieser an der Hand verletzt wurde. Der Verletzte versetzte dasür seinem Sohne einige Stockhiebe über den Rücken. Nach diesem häuslichen Auftritte eilte der Sohn in feinem betrunkenen Zustande zn dem nahen Brunnen und stürzte sich hinein. J»«olge des raschen Eingreifens feiner Mutier und eines Arbeiters gelang es, den Lebensmüden zu retten. Am 19. d. kam es wieder zu einem Zusammenstoß zwischen Vater und Sohn, der wieder einige Fensterscheiben und Verletzungen kostete. Hiebei erhielt auch die Mutter mehrere derartige Stöße, daß sie zu Boden siel und mehrere innere Verletzungen erlitt. Auch gegenüber sremden Personen benahm sich Krajne äußerst roh. So brachte er am 19. d. auch dem 9jährigen Sohue der Maria Oevirk in Lipa ohne Grund durch eine» Stockhieb eine schwere Verletzung bei. Krajne wurde dem Gerichte eingeliefert. Hochverräterische Anficht? Karten. Seit Neujahr sind Ansichtskarten unter der flawi fchen Bevölkerung Oesterreichs in Verkehr ge'etzt worden mit der Ueberschrift: Stonja sr'rtskoga ua-roda od bocelka do danas (Geschichte deS serbischen Volkes von Anbeginn bi» heute) Auf diesen Karten sind zwei Landkarten eingezeichnet, von denen die linke das Reich Stephan Nemanjas, die^rech'.e jenes des Zaren Dusan vilni veranschaulicht; aus einem kleinen Vermerke „Wünsche. Serbiens" erhellt der Wunsch, eS möge Serbien, wie einst zur Zeit des Zaren Dulchan. im alte», bis in das jetzige Äebiet der österreichisch > ungarischen Monarchie, Kroatien, Slawonien. Südungarn, Bosnien und Dalmqtien erstreckenden Umfange wieder hergestellt werden. — Andere Ansichtskarten haben die Ünterschri't: Srb*ki vladaoci. Kujauri, »iespoti, kraljevi i carevi, od Stesaui Nemanje do daus (Die serbischen Herrscher, Fürsten. Deipoien, Könige und Zaren von Stephan Remanja bis heute). Diese Karten enthalten die Bilder und Rainen der angeführten serbisch?» Regenten, daS oben angebrachte großserbische Wappen, unter anderen jene DalmatieuS, Kroatiens und Bosniens. Die elfteren Kaue» werden bei der Firma David Kosiuer und Ei« in Prag hergestellt, die zweite Se» rie der Karten erwähnt als Verleger ausdrücklich in serbischer Sprache: Lukas K. Alexevie in Neusatz (Ungarn). Die Staatsanwaltschaften Oesterreich» haben nun über diese Ansichtskarten weqen ihres po litisch-demoiistraliven Charakters die Beschlagnahme verfügt, weshalb sie vom Postverk.hr anSgefchlo»en wurden. Gegen die Verleger derartiger Karten tuiri» gerichtlich vorgegangen werden. Verhaftung eines langgesuchten Ein brechers. Dem hiesigen Gendarmerie Wachtmeister Vinzenz Ritonja gelang es, in Pregrada mit Hilfe kroatischer Gendarmen einen äußerst feechen Dieb »nd Einbrecher zu verhaften. ES ist dies Rudolf Zagorsak, der hauptsächlich in Orten des SanntateS Einbrüche, Diebstähle und Schwindeleien ausführte. Zuletzt hielt er sich in der Umgebung von Sach'en-feld aus, wo er sich als Vetter deS Kaplans aus-gab und unter dem Scheine eines wohlhabenden Menschen manchen Schwindel auSsührte. Das Martyrium eines Weibes. Aus Drachenburg berichtet man: Der Grundbesitzer Joief Zorko, ein Alkoholiker, behandelt seine Gattin schon duich längere Zeit auf die unmenschlichste Weise. Er sinnt sür daS arme Weib wahre Martern auS; so schlug er sie ost mit einer Art Geißel, die an den Enden spitze Nägel hat, die so geformt, daß sie. wenn sie ins Fleisch eindringen und dann wieder herausgerissen werden, Fleischteile vom Körper ab-trennen. Der Körper des WeibeS ist daher v»ll Wunden und blutunterlausenen Anschwellungen, die sie in letzter Zeit zwange», sich zu Bette zu legen. AlS dies der herzlose Gatte sah, sperrte er die Türe zum Krankenzimmer ab und ließ die Frau mehrere Tage ohne Nahrung im kalten Zimmer liegen. Erst Nachbarsleute befreiten Anna Zorko. nachdem ihnen deren lange Abwesenheit ausfiel, aus ihrer qualvolle« Lnge, gaben der vor Hunger und Mißhandlungen ganz geschwächten Frau zu essen und erstattete» gegen Josef Zorko die Strafanzeige. Nummer 24/25 Deutsche Wacht eile 5 Ein Erfolg deutscher Bodenschutz-arbeit in der Gottscheer Sprachinsel wurde Dank der Bemühungen deS dortigen SüdmarkgaueS und des landwirtfchaftlichcn Wanderlehrer» Pregl erzielt. Es gelang nämlich, für das 185 Joch große Gut Mitterbuchberg bei Nessellal einen strammen deutschen Käufer aus Ocsterr-Schlesien zu gewinnen und dadurch einen wichtigen Grenzbesitz in der Gottscheer Sprachinsel unserem Volke zu erhalt»«. An dieser Stelle sei übrige»« bemerkt, daß gegen-wärtig infolge der bedauerliche» Auswanderung so vieler Gottscheer dieser Sprachinsel ungemein viele Besitzungen zu den denkbar billigsten Kaufpreisen abgegeben werden. Ein Automobilist mit dem Revolver. „SlowenSki Narod" meldet: Am Dienstag um halb 8 Uhr abends erschoß bei Kraxen in Krain ein ge-wisier Leutnant Prager den Besitzer Cerar. Zur selben Stunde, als eben ein sehr starker Regenguß und Schneegestöber herrschte, hatte Eerar der Besitzer des Hauses, in welchem der slowenische schritt-steller Josef Andrejc geboren worden war, Ware ge-führt. zuglrich aber kam auf der Straße ein Auio-mobil herbeigerast Im Automobil saß der Leutnant Prager und ein Soldat, auf dem Wagen aber fuhr der Vater Valentin Cerar und sein Sohn Michael Cerar, beide aus Kraxen. Das Auto fuhr in den Wagen hinein. Wie es dazu kam, daß der Leutnant Prager bald darauf auf den Wageulenker schoß und ihn lötete, ist noch nicht genau festgestellt. Nach dem zweiten Schüsse stürzte der Vater Valentin Cerar (Hausname Gmajnar) in den Kopf getroffen zusammen, das Auto aber fuhr weiter gegen Lukowiy, Dort meldete sich der Leutnant Prager bei der Gendarmerie und sagte, daß er geschossen habe, da ihn drei Unbekannte mit Steinen und mit der Peitsche überfallen hätten. DaS Anto halte die Laterne und die vordere Glaswand zerbrochen. Den angeschossenen Cerar trug man in das nahe Haus seines Sohnes. Der herbeigerufene Arzt Dr Churain auS Lukowitz verband die Wunde und zweifelte an der Genesung, da die Kugel bei der linken Schläfe eindrang und in der Mitte d«r Stirne auötral. Der Verwundete kam nicht mehr zum Bewußtsein und starb am Mitt» woch früh. Der erschossene Cerar war 66 Jahre alt und ein sehr gutmütiger Man». Er führte verschiedene Waren aus Laibach, wenn er zu Hause auf seiner Besitzung keine Beschäftigung hatte. Die Un-terfnchung wird zeigen, wie sich dieser Fall ereignete, doch ist eS notwendig, schon vorher darauf hinzu-weifen, daß ein leichtsinniges Schießen auf Menschen die schärfste Verurteilung verdient." — Hiezu wird bemerk«, daß dieses Auto, K I 301, am Dienstag auch in unserer Stadt im rasenden Tempo zwischen den Schulkindern, welche eben anS der Schule gin-gen. durchfuhr. Einem Zufall nur ist es zu danken, daß kein Unglück geschah. Die Anzeige wurde bereits erstattet. Blutige Folgen eines mißglückten Fenster Ins. Am 16. d. begab sich der Vergär» deiter Anton Kordon zur Wohnung der Bergarbei-lerSgaltin Sterban in Hrastnigg, wo seine Gel ebte wohnt, um bei dieser zu sensterln. Er mußte aber vorzeitig flüchten, da ihm sein Nebenbuhler, der Bergarbeiter Rudolf Kolar, mit einer Hacke auflauerte. Auf der Flucht begegnete Kordon dem Bergor-deiter Anton Krizmk, dem er auS Zorn über sein Mißgeschick einen lebensgefährlichen Messerstich in die rechte Brustseite versetzte. Auf die Hilferufe des Kriznik eilte der Bergarbeiter AloiS Zabker herbei, und versetzte dem Kordon mit einem Prügel einen fo wuchtigen Hieb auf den Kopf, daß Kordon so« gleich zu Boden stürzte. Run mißhdndelte Zabker den Kordon noch mit einem Messer derart, daß dieser lebensgefährlich verletzt wurde. versuchter Muttermord. Als am 16. d. die Besitzerin Anna PriSlan in Untergorce bei Fraßlau sich gegen 10 Uhr abendS auS der Wohnung ihrer Tochter in ihr Schlafzimmer begeben wollte, wurde sie, als sie die Tür zu diesem öffnete und Licht machen wollte, von einem Mann überfallen, der ihr unbe«erkt gefolgt war und sie nun mit einem Prü-gel zu Boden schlug, wo sie blutend liegen blieb. Aus ihre Hilferufe eilte die Tochter herbei, der die Mutter mitteilte, daß sie von ihrem eigenen Sohne Andreas überfallen wurde, welcher sie aus dem Wege räumen wollte, um den Besitz zu erben, den sie ihm bei Lebzeiten nicht übergeben will. Andreas PriSlan, der zwar die Tat leugnet, wurde auf Grund schwerwiegender Verdachtsmomente verhaftet und dem Bezirksgerichte Franz eingeliefert. Gerichtssaal. Ein falscher Jude. Als der -18 jährige Uhrmachergehilfe Wenzel Novak ans Bystra i» Böhme» am 11. Februar in Markl Tüffer festgenommen wurde, wurden bei ihm unter anderem ein aus den Jsraeliteu Jakob Wein-mann lautender HeimalSschein der Gemeinde Bystra, ein ArbeilSbnch und zwei offenbar von der Amt»-tafel abgerissene Kundmachungen der Gemeinden W^ndiichfelstritz und Gonobitz vorgefunden. Die Erhebungen ergaben, daß ein Jakob Weinmann nach Bystra gar nicht zuständig ist, drß aber dem Novak unter derselben Nummer anr 8. August 1912 ein auf seinen Namen lauteuder Heimalschein anSge-stellt worden war, welcher sich mit dem bei Novak vorgefundenen als identisch erwies. Daraus ergab sich, daß Normt seinen Hcimatschciu auf dc» Namen deS Jsraeliteu Jakob Weinmann' verfälscht hatte, was sich auch aus der Vergleichung der Schriftprobe erwies. Nowak soll sich den Erhebungen zu-folge in seiner Heimat stets für einen Jsraeliten ausgegeben und bei der israelitischen Bevölkerung um Almosen gebettelt haben. Hiebei legitimierte er sich mit dem gefälschten Heimalfcheine. Novak gab an, daß er zuletzt durch einige Monate in der Irrenanstalt in Mailand interniert gewesen und von dort am 20. Dezember 1912 entlasse» worden sei. Durch Erhebungen wurde festgestelll, daß er vom 20. Juli 1911 biS 1. August 1912 in der Irren-anstalt Bohuitz bei Prag interniert war. Nun be-fand sich aber in seinem ArbcilSbuche eine seilens seiner HeimalSgemeinde Bystra ausgestellte Bestätigung. daß er vom 17. September 1911 bis 20. Dezember 1912 beim Uhrmacher Franz Marek in Mailand beschädigt war. Der Gemeindevorsteher der HeimatSgemeinde gab nun, darüber befragt, an, daß Novak ihm ein in italienischer Sprache abge-faßles Zertifikat des österreichisch-ungarischen Kon-snlates in Mailand als ArbeilszengniS vorgezeigt habe, welches angebliche Zeugnis er, obwohl er der italienischen Sprache nicht mächtig sei, bestätigt habe. In Wahrheit war aber die vom Konsulate aii»>',e-stellte Urkunde nur eine Anweisung zur Ausnahme des Novak in eine Krankeuaustalt. Wie die oben-erwähnten Kundmachungen in seinen Besitz gekommen sind, darüber weiß Novak nichts zn sagen. Die Erhebungen ergaben, daß die Kundmachungen gerade an jenen Tagen, an welchen Novak in Windisch-feistritz beziehungsweise in Gonobitz war, abhanden gekommen sind. Novak hatte sich nuu am 15. d. vor dem hiesige., Kreisgerichte zu verantworten, und da daS ärztliche Gutachten für ihn sehr günstig lau-teie, wurde er freigesprochen. Eine raffinierte Betrügerin und Diebin. Die 24 jährige Bedienerin Angela Breznik auS RudolfSwerl, eine wegen DiebstahleS und Betruges oftmals vorbestrafte Vagantin. kam nach Abbüßung einer über sie vom Landesgerichte Graz wegen Ver-brechen des DiebstahleS und deS Betruges sowie wegen Uebertretungen der Veruntreuung und Land-streicherei verhängten zehnmonatlichen Kerkerstrafe im Dezrmber 1908 in die ZwaugSarbeitsanstalt Lankowitz, wo sie 21 Monate verblieb und im Oktober 1910 entlassen wurde. Von dort aus wurde ihr eine Stelle als Bedienerin im Waisenhause sür uneheliche Kinder in Maria-Trost bei Graz ver-schaff«, woselbst sie bi» Mai 1911 verblieb. Bald daraus stand sie wieder wegen Verbrechens des Be-trugeS vor Gericht und wurde abermals vom Lan-deSgerichte Graz zu siebe» Monaten Kerker verur-teilt. Diese Strafe hatte sie am L. Mai 1912 ver-büßt. Sodann wurde sie in ihre HeimatSgemeinde RudolfSwert verschoben, wo sie einen Monat bei ihrem Bater, einem pensionierten Gerichtsdiener, zubrachte. Von dort ging sie nach Graz; dort war sie bis Anfang November 1912 auf verschiedenen Plätzen als Bedienerin angestellt. Bald jedoch ver-siel sie wieder in ihr liederliches Leben und ver« schaffte sich die Mittel zu ihrem Lebensunterhalte durch verschiedene Betrügereien, die sie alle auf die gleiche Weise durchführte. Schon im Juni 1912 machte sie die Bekanntschaft der Elisabeth Puschmk, der sie unter der Vorspiegelung, daß sie von einer kranken Tante in Laibach in Kürze 600 K erben werde, im Lause der Monate den Betrag von 160-20 K herausschwindelte. Durch die Elisabeth Pufchnik lernte sie sodann noch die Elisabeth Recnik und die Helene Meseiitsch, beide in Graz, kennen und wußte auch diesen beiden Frauenspersonen grö-ßere Geldbeträge von zusammen 103 K herauSzu-locken, indem sie wieder von einer Erbschaft nach ihrer Tante und überdies noch erzählte, daß sie einen Geldbetrag von 600 K in der Sparkasse be< sitze, derzeit aber wegen Abwesenheit ihres Bruders, der angeblich Kaplan sei, das Geld nicht beheben könne. Hiebei wußte sie nach Angabe der Zeugen so geschickt und glaubhast ihre angeblichen Ver-mögensverhältnifse zu schildern, daß sie sich jedes-mal rasch das Vertrauen ihrer Opfer erwarb und die Geldbeträge ausgefolgt erhielt. Anfang Novem-ber 1912 verließ Angela Breznik Graz und begab sich in die Umgebung vo» Cilli, wo sie bis 4. Jänner 1913 bei der Wäscherin AgneS Eretnik in Savodna wohnte, die sie schon längere Heit kannle. Tatsächlich gab ihr diese auf die Vorspiegelung, daß sie ihr gut zahlen werde, da sie in der Postspar-fasse Geld angelegt habe, durch zwei Morale hin-durch Kost und Quartier, ohne aber jemals eine Zahlung erhalte» zu haben. Schließlich verschwand sie vou ihrer Quarliageberin am Morgen des 4. Jänner 1913 und wohnte sodann durch acht Tage bei der Hausmeisteritt Auna Ke> »nik i» Cilli. Während ihres Aufenthalles in Cilli und Umgebung verübte sie eine Reihe von Diebstählen und Betrü-gerne», wobei sie sich immer als eine fromme Frauenspetson auszugeben verstand und auch täglich die Kirche zu besuchen pflegte. Auf diefe Weise wußte sie der Elisabeth Baumgartner den Betrag vo» K betrügerischer Weife herauszulocken, in-dem sie auch dieser eine Geldeinlage in der Postsparkasse vortäuschte und ihr sogar auf deren wieder-holtes Mahnen brieflich unter dem fingierten Namen Emma Holzer, Sach'cnfeld, Zahlung versprach, um sie hiuzuhal en. WeilerS entwendete die Breznik der bereits genannte» Agnes Eretnik aus einem unver-sperrte» Ka>,en eine Krone, ebenso der Maria Go!ob, bei der sie einige Tage wohnte, einen Betrag von 50 K in Gold'lücke», nachdem sie sich das Vertraue» der Golob durch ihre Frömmigkeit und ein-schmeichelnde Reden soweit erschlichten Halle, daß die Golob sie allein im Zimmer ließ, wo sich daS Geld besand. Vom 18. bis 21. Jänner 1913 hielt sie sich sodann bei der Besitzerin Maria Presek in Arndorf auf, der sie angab, am nächsten Tage räch Sachseuseld ?um Kaplan Dobersek gehen zu wollen, um ihm ein Blumcnbukett zu überreichen. Dadurch und alle mögliche» Vorspiegelungen erreichte sie, daß ihr Maria Pesek tatsächlich das Nachtquartier in ihrem Hause anbot. Sie blieb wirklich zwei Tage dort und stahl während dieser Zeit ihrer Ouarlier-geberin ein schwarzes Umhängtuch und eine« Regen-schirm, worauf sie verschwand. — Breznik begab sich hierauf wieder nach Graz zurück, wo sie vom 31. Jänner bis 4. Februar bei der Näherin Maria Nistelberger wohnte. Auch dieser entwendete sie vor ihrem Abgange ein Paar Schnhe und sonstige Kleidungsstücke. Am 20. Februar gelang eS endlich, die Breznik in Marburg, wo sie mittlerweile wieder de-dienstet war, zu eruieren, worauf sie verhaftet wurde. Sie gestand sämtliche ihr zur Last gelegten Belrü-gereien uud Diebstähle, nur die eine Krone, deren Abgang Agnes Eretnik in Savodna nach dem Ver-schwinden der Breznik entdeckt hatte, will sie nicht gestohlen haben. Bei der stallgefundenen Hauptversammlung vor dem hiesigen KreiSgerichte wurde Angela Breznik zu zwei Jahren schweren Kerkers, mit einem Fasttage alle 14 Tage, verurteilt. ' ■> Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 24/ü DU Salzburger Ehen Salzburg den 14. März. Bor dem hiesigen Landesgericht war seinerzeit der Weltvriester HanS Kuchsteiger wegen Religion«-Nvrung angeklagt. Er hat bekanntlich katholisch ge-schieden« Personen eingesegnet, welche Einsegnung er „Salzburger >ihen" nannte. Zn der Vornahme die-ser religiösen Handlung erblickte die StaatSanwalt-schaft eine Herabwürdigung von Einrichtungen einer geietzlich anerkannten Kirche. Der Gerichtshof sprach Kirchsteiger jedoch frei mit der Begründung, daß er als Priester zum Spenden von Sakramenten berech-tigt fei und es sich bet der Einsegnung der fogenann-ten „Salzburger Ehen" um keine Herabwürdigung handle. Gegen diesen Freispruch erhob der Staat«-anwalt die Nichtigkeitsbeschwerde, die jedoch auS for-malen Gründen in nichlöffemlicher Sitzung verworfen wurde. Damit erscheint das freisprechende Urteil rechtskräftig. Verurteilung des Massenmörders Sternickel. Frankfurt a. O., 16. März. Nach dreitägiger, unter großem Zudrang des Publikums vor dem hiesigen Schwurgerichte statt-gehabten Verhandlung gegen den Massenmörder Sternickel und drei Komplizen haben gestern abends nach fast dreistündiger Beratung die Geschworenen das Schuldig des Mordes über die Mörder des Ehepaares Kailies und dessen Dienstmagd in Ortwig gesprochen und der Gerichtshof hat auf Grund dieses Wahrspruches August Sternickel und zwei seiner Mitschuldigen zum Tode verurteilt; der. vierte An-geklagte entgeht seiner Jugend wegen dem Richt-beil. DaS Urtnl des Gerichts lautet: Der Auge-klagte August Sternickel wird wegen Mordes in drei Fällen in Tateinheit mit schwerem Raube drei-mal zum Tode und wegen Brandstiftung zn fünf Jahren Zuchthaus, sowie zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Die Angeklagten Georg Kerften und Frauz Schliewen; werden wegen Mordes in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Raube je zweimal zum Tode verurteilt. Der An-geklagte Willi Kerften wird wegen Mordes in zwei Fällen tn Tateinheit mit schwerem Raube zu fünf-zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Kosten des Verfahrens tragen die Angeklagten. August Sternickel nahm das Urteil gefaßt entgegen. Nnr sein Gesicht scheint um eine Schattierung bleicher gewor-den. Die anderen Angeklagten waren vollkommen gebrochen und schluchzten. Die Verurteilten wurden gefesselt abgeführt. Vom Publikum, das zn Tau-feuden die Straße vor dem Gericht besetzt hielt, wurde das Urteil mit groger Befriedigung aufge-nommen. — Was die übrigen Straftaten Ster-Nickels anbetrifft, so werden die betreffenden Staats-anwaltschaften die Verfahren bis zu Ende durch-führen. In der Plagwitzer BrandstiflnngS- und Mordaffäre wird, wie bestimmt verlautet, bereits in den ersten Tagen des April ein Termin stattfinde». . Schrifttum. Frühe Ostern werden wir in diesem Jahre feiern. Wer an den Festtagen etwa wie der behäbige Privatier aus dem Titelblatt der Osternummcr der Meggendorfer Blätter ins Freie tritt und seine Blumenkästen inspiziert, wird recht froh sein dürfen, wenn sich dort die allererste» Knospen schüchtern hervorwagen. Das wird uns aber nicht abhalten, recht froh darüber zu sein, daß sich die Festtags-freuden in diesem Jahre so frühzeitig einstellen, und zu den ssesttagsfreiideu gehört auch die erwähnte Dfietnummer der Meggendorfer Blätter. Sie bringt eine hübsche Humoreske vom Cstereierjuchcn aus der Feder Peter Robinsons, eine ergötzliche Fabel i» Verse» vom Osterhasen und den ob seines Ruhmes eifersüchtigen Hühnern mit überaus drolligen Bildern dazu, sowie stimmungsvolle Ostergedichte. Eine ganz-seilige Illustration „Blühender Krokus" von Mila von Luttich gereicht mit ihrer farbenfreudigen Früh-lingSstimmung der Nummer zu besonderen Zierde. Die Osternummer der Megge»dorfer>Blätter ist ein neuer Beweis dafür, daß der Verlag und die Redak> tion der beliebten Zeitschrift alles daran setzen, ihren Lesern Vollwertiges in Bild und Wort zu bieten. DaS QuartalSabonuement auf die Meggendorfcr-Blätter kostet ohne Porto drei Mark und kanu bei allen Buchhandlungen und Postanftalten, sowie gleich-fall« beim Verlag bestellt werden. Probenummern ve, sendet der Verlag in München, Perusastraße 5, gerne kostenfrei. Nvt tx-iit mit «1.esc? Marke — •>m h 1 vrher — <1. Krr.ti*eirfc« clclich Scott * Emutiion- Es Ut äie Marie .Scott", wrlche. *cit Öfter 3$ Jahren eingeführt. für die Gute und Wirkung bürgt. PrHt tracht »ach Adrianopel ziehen, um bei der Vertei-digung der heiligen Stadt zu helfen. Der Brief schließt mit den Worten: „Ich lasse Euch meine Haare zum Andenken. Laßt mich nicht suche». Wenn mein Plan nicht gelingt, werde ich mich töten. Ich küsse die Hände aller, die nach mir fragen. Mutter, Dich küsse ich auf Deine gesegneten Hände und Augen." D«ö Lokal-Museum. Auler au Krinneruugeu au die PSmerzeit so überreiches Male«« ist au Douuerstageu uud Houutageu vou S—1 Zlhr geüsiuet, au anbeten Sagen der Woche vo« IN—12 ?lhr. pt« ?i« trittsgeöühr betrügt SV Keller. Sirolin "Koche" Ae ritt ich empfohlen bei allen Erkrankungen der Atmung sorg ane Lungenkrankheiten, Bronchialkatarrhen, Keuchhusten, Skrofulöse der Kinder. CrbaUfith m S Ufr Brudermord. Au« Lorient in Frankreich schreibt man: Aus einem Felde unweit der Stidt fand mau die Leiche eines 18 jährigen Burschen in ärmlicher Kleidung. Der Kopf des Toten zeigte hinter dem Ohr eine furchtbare Wunde. Ein Feld-arbeitet benachrichtigte die Polizei, daß er den Br» der deS Ermordeten vo» jener Stelle habe fortlaufen sehen. Man verhaftete den Verdächtigen und dieser legte ein volles Geständnis ab. Sein jüngerer Bru^ der hatte sich geweigert, feinen armseligen Verdienst von etwa 90 Centimes mit ihm zu teilen. Er griinmt darüber zog der Aeltere fein Taschenmesser und stieß es dem Bruder bis ans .Heft in den Hals. Dann nahm er dem Sterbende» das Geld ab und ließ ihn liegen. FMEiMEi ZIGARETTENPAPIERE j ZIGARETTENHÜLSEN ! Sie ubcien fcornua« als uneni>zell!>che Beilage fUt öte Lein »et .Deutschen Wacht". — ismwln ist .Die ©übrnart" nicht käuflich 1913 (Nachdruck verboten} Der (dllerbeiuch. AuS GrcteS Tagebuch. Von R. Zehn. Hurra! Hilde hat geschrieben und mich einge-laden, die Osterzeit bei ihr zn verleben. Ich freue mich riesig. Es ivird himmlisch werdcn! Hilde ist nämlich meine liebste Freundin, ist feil zwei Jahren verheirate! und lebt nun in München. Ich lief sofort zn Onkel und flog ihm um den Aals — ich armer Wurm bin nämlich Waise und lebe bei Onkel und Tante — und schmeichelte: .Einziges Onkelchen, zieh' die Spendierbüchsen an und schenk' mir das Reisegeld unv noch etwas darüber." „Hexe", sagte Onkel und sah listig-lnstig zn Tante hinüber, die am Nähtisch saß nnd eiwaS eilig, einen Gegenstand — was? konnte ich so rafch nicht erkennen — in ihren Arbeitskord verbarg. ..Hexe", wiederholte Onkel. .Du follst den nötigen Mammon habe». — ich hoffe. Du zahlst mit Zinsen heim." Dabei lachte er dröhnend und ging hinaus, das Geld zu hole». Verdutzt s.th ich ihm nach. Was hatte Onkel gefaselt? Ich sollte mit Zinsen heimzahlen? Ja, womit denn, ich besitze ja doch rein gar nichts! — Himmel, mir kommt plötzlich ein Gedanke, — meint er da etwa, ich soll mir in München einen Mann aufgabeln? Wenn ich wüßte, daß er so spekuliert, ließe ich die Reife zn Wasser zu werde». Zagd auf den Mann-zu machen, — pfui! ich verachte alle, die darauf ausgehen. Ich bin wirklich ein sehr anständiger Cha-rakter. Ich bin anßer niir! In welchen Abgrund von Falschheit und Hinterlist habe ich geblickt! Onkel. Tante und Hilde stecken unter einer Decke und ich soll das Versuchsobjekt sein. Der Vorsehung Dank! daß ich hinter ihre Schliche gekommen bin. O, ich kann es noch nicht fassen, daß Hilde — Hilde, die ich so riesig lieb hatte, sich an mir einen Kuppelpelz verdienen will! Ich war allein im Zimmer. Harmlos und guter Dinge rüstete ich zur Reise. An einigen Gar-derobcstücktn war iine Kleinigkeit zu nähen. Da ich nicht erst auf mein Zimmer wollte, holte ich mir ans Tanten» Ardeitskorb Mhntensilien. Hierbei entdeckt« ich einen offenen Brief — er war also der Gegenstand, d«n Tante so eilig verbarg. Zu meinem Erstaunen erkannte ich HildeS Handschrift. Unbedenklich öffnete ich und las: Liebe Frau RechnungSrat! Sie schreibt», das Gretes Zukunft ihnen am Herzen liegt, es sehr erwünscht sei, daß sie eine gnte Partie macht, was aber, da sie eben kein Ver-mögen hat, trotz ihres süßen Gesichtes, schwer fallen wird, denn: Am Golde hängt, Räch Golde drängt Doch alles . . . Ach, wir Armen! würde ich mit Goethe hin-zusetzen, hätte ich nicht zufällig erfahren, daß es auf dieser unvollkommenen Welt noch Männer gibt, die tatsächlich nicht r.ach Mammon trachten . . . Hören Sie nnd staunen Sie, wie der Zufall unseren Wün'chcn entgegenkommt! Es wird Ihnen bekannt sein, daß mein Mann überseeische Verbindnngen hat. Also: ein Geschäfts-freund in Brasilien hat an meinen Mann geschrie« ben, er beabsichtige nach Deutschland nnd speziell nach München zu kommen um sich eine Deutsche zur Frau zu suchen und bittet, ihm hierbei behilf-lich zu sein. Seine Mutter, die er sehr geliebt, sei eine Deutsche gewesen und er verehre daher die Frauen sehr. Er beabsichtigt ein« Liebesheirat, denn er sti in bisset Beziehung Idealist. Auch sei er 2 hinreichend begütert, um nicht nach Geld sehen zu brauchen. Liebe Frau RechnungSrat, ich bin rein toll vor Freuden nnd Uebermnt, hier ein bische» Schicksal zu spielen! S:nnor Romero SentoS — ein himmlischer Name, nicht wahr? Gerade wie in Roma-nen! — trifft an Öftersonnabend bei uns ein. Mein Plan ist fertig. Grete soll sosort ins Gefecht Wir richten es so ein, daß mein Mann nnd ich nicht zu Hanse, und Grete Senuor Romano allein empfangt. Das wird einen Knalleffekt geben. Denn sobald Grete sich unbeobachtet weiß, gibt sie sich natürlich und reizend. Um Himmels willen darf sie aber nichts von dem Plan ahnen. Denn sie hat in Be;ng auf Eheschmieden sehr strenge Begriffe nnd würde, sobald sie davon erführe, die Kratzbürste hervorkehren nnd alles vereiteln. Liebe Frau RechnungSrat, ich möchte Purzel-bäume schlagen vor Vergnügen über dieses Verlob-ungSprojekt, da» sicherlich zustande kommt. Ich lade Sie und Ihren lieben Mann bereits im Voraus zu dem Verlobungsschmaus ein! Also: Ans baldiges Wiedersehen! Ihre Hilde Westermann. Lange stand ich wie starr. Dann vernahm ich TauieS Schritt, versteckte schleunigst den Brief dort, wo ich ihn gefunden, und stoh ans mein Zimmer und riegelte hinter mir zu. Ich sank auf mein kleines hübsches Sofa nie-der und weinte bittere Tränen des Zornes, der Empörung nnd Scham. Daß ich so empfand, beweist wieder, daß ich ein sehr anständiger Charakter bin. Leider gibt eS ja heutzntag« genng Mädels, die sich mit Freuden in die Rolle finden würden, die mir zugedacht ist. Ich bin anders geartet! — Gottlob! — Mir ist es unzuträglich, sozusagen auf die Brautschau geführt zu werden, nnd mir ist Scn-nor Romero bereits verleidet, weil ich weiß, er wird mich daraufhin taxieren, ob ich ihm zur Frau recht bin oder nicht. O, könnte ich mich doch an der ganzen Kom-plottbande: Onkel, Tante, Hilde und — Sennor Romero Santos rächen! Allesamt sie düpieren! Das wäre herrlich! Ja, düpieren! Aber wie nnr — wie? Viktoria! Viktoria! Ich Hab'S! Ich hab'S! Anfangs wollte ich die Einladung einfach ablehnen. Dan« aber kam mir urplötzlich eine Idee — eine ganz entzückende Idee! Viktoria! Viktoria! Jetzt möchte ich Purzelbäume schlagen vor Vergnügen, meine teure Hilde! Ich nasführe sie alle, alle! Aber gründlich! Ja — ja. wer zuletzt lacht, lacht am besten! Wie meine Idee ist und wie ich sie anSzu. führen gedenke, das werde ich selbst dir, meinem lieben Tagebuch, nicht eher anvertrauen, bis — nun, bis sich die entzückende Idee abgespielt hat. Punktum. München, Ostersonnabend. Seit gestern bin ich bei Westermanns. Die Stadt ist entzückend und die Wohnung auch; die Fenster sehen aus den herrlichen Marienplatz mit seinem großartigen Leben und auch Treiben. Dazu an allen Fenstern Osterschninck — ich habe noch nie so wundervolle Ostereier und so natnrgetreu nachgebildete Häschen gesehen wie hier! In den Straßen werden Osterzweige ausgeboten, in den Metzgeriäde» prangen geschmückte Osterlämmer; in ?en Häusern duftet es nach Kuchen. Dazu läuten die Glocken der Kirchen in erhabenem Chor znr Ostermefse und der frühlingSheitere schein in der Natur ve-vollständig! das festlich frohe Bild. Nur in mir rumort es — unfestlich nnd heimlich. Ich bin von Hilde und ihrem Mann wahrhaft herzlich aufgenommen worden und mir wird daher meine Heuchlerrolle schwer. Nun, wenn ich nur halb so gut Komödie zu spielen verstehe wie Hilde, so wird mein Plan gc-lingen. Als Hilde und ich heute beim Frühstück saßen, sagte Hilde mit der unschuldigste» Miene von der Welt: „Grete, mein Schatz, heute mußt Du mich vertreten, falls Besuch kommt, während mein Manu im Bureau ist nnd ich ans. Denn der WohlfahrtSverein, bei dem ich Vorstandsdame bin, hat heute große Konferenz — ich werde vor Stunden nicht zurück fein. Mithinschleppen aber kann ich Dich doch unmöglich, mein Herz, Du würdest Dich furchtbar mopsen! Also — sehr wahrscheinlich macht heule ein Geschäftsfreund meines Mannes — Sennor «enioS aus Brasilien, hier Besuch. Sollte er seine Karte abgeben, so empfange ihn rech! liebenswürdig, Kind, und vergiß nicht, ihn in unserem Namen morgen zum Diner um zwei Uhr ein-zuladen." 0 „ES soll besorgt werden, Hilde," antwortete ich mit der nämlichen Unschuldsmiene, obgleich mir das Herz vor Erregung laut pochte. Nachdem Hilde fort war, lief ich spornstreichs in die Küche, lachte die Resi, die hier schwamm« knödel bereitete, an und sagte: „Es gilt einen Scher;, Resi. Seien Sie gefchcidt und passen Sie auf, was ich Ihnen sage. Also: Wenn in Abwesenheit Ihrer Madam ein Besnch kommt, so bin ich Ihre Ma> dam. — verstände» ? Sie haben nur zu sagen: Ich will'« der gnädigen Frau melden I Und nachher: Die gnädige Frau lassen bitten?" Die Resi lachte über da» ganze Gesicht. „DaS gnäd' Fräulein sollen schon mit mir zufrieden sein. 'Aber was wird dabei herauskommen?" .Da« lassen Sie nnr meine Sorge sein, Resi. Tun Sie nur, wie ich gesagt" Herrsch, da habe ich richtig mein Geheimnis verraten! Nun, dann will ich auch nur gleich hin-zusetzen, daß ich in Hildes Schlafzimmer geeilt bin und mir dort vor dem Spiegel ihr Morgen-Häubchen auf meinen brannen Lockenkopf gedruckt habe. ..Richt übel, Frau Weftermann," sagt« ich zu meinem Spugelbilde und machte ihm eine Kußhand zu. So, jetzt noch da« Schlüsselbund am Gürtel und --Fährt unten nicht ein Fiaker vor? Himmel — da klingelt es schon! Osterabend, nachts 12 Uhr. Die Würfel sind gefallen. Mein Debüt als Frau Weftermann, gegenüber dem Senn»r Romero Sentons, war glänzend. Merkwürdig nur ist es, daß das Gefühl de« Triumphes und der Freude über meinen gelungenen Sieg, nicht in mir ans-. kommen will. Warum muß denn der Brasilianer auch solch beredte A»gen haben? — Ich hatte ihn mir so sympathisch' und nicht so interessant gedacht. Doch ich will nicht vorgreifen, sondern der Folge nzch erzählen: Ich war kaum im Wohnzimmer, als ich die Resi draußen sagen hörte: „Ich will'S der gnäd' Frau melden." Gleich darauf hielt ich die Karte des Brasili-auer» iii der Hand. Und während ich meinte, er müsse daS Pochen meines Herzen« hören, so laut pochte die«, sah ich den Gast eintreten. Wie soll ich feine Persönlichkeit schildern? Er ist von fremdländischem Typus, und von achtungge-bietender Gestalt. Er hat wunderschöne dunkle Augen, dunkle« Haar und Bart. Seine Haltung. Manieren sein Akzent beim Sprechen, alles an ihm ist — ent« zückend. Er küßte mir die Hand, nannte mich gnädige Frau und hatte mich in wenigen Minuten in ein fesselndes Gespräch verstrickt. Ich sekundierte dem Gast. Ich bot «eine ganze gesellschaftliche Routine aus, gab mich aus das Lie-benswürdigste — ich mußte doch als Herrn Wester-manns Frau Ehre einlegen! Und hierbei — ja, e« war eigentümlich — fühlte ich mit Befriedigung, daß daS Bewußtsein, für den Gast eine verheiratete Frau zn fein, mir eine köstliche Sicherheit verlieh und ich alle meine Gaben entfaltete. Ich vergaß darüber völlig, daß Hilde jeden Augenblick zurückkehren konnte. Während ich beredt und beredter wurde, wurde der Gast schweigsamer, ja schließlich hörte er wir schweigend zu. Hierbei geschah eS — Nein — nein, ich schreibe e« nicht nieder! • Ja — ich schreibe es doch nieder, denn ich bin nun 'mal ein sehr anständiger Charakter. Also dabei geschah es. daß er mich mit Blicken ansah, wie eine verheiratete Frau nicht angesehen werden darf. Und während ich die« dachte und das Woit mir im Munde stecken bleibt, weil es wie ein Rausch über mich kam. ein traumhaft süßes Gefühl — aber gleichzeitig schreckhaft der Gedanken! du hott dir etwas Köstliches verscherzt — springt Senno^ Sentos plötzlich unvermittelt auf und verneigt sich: „Ich habe bereits zu lange Ihre Hüte in Anspruch genommen, meine Gnädige.' Mir fiel Hildes Auftrag ein. — „Mein Mann und ich bitten Sie, Sennor Sentos. am Ost^l-sonntag zum Diner um 2 Uhr, unser lieber G ut zu sein — Und was dann geschah? Nun, der, Brasilianer antwortete nicht. Endlich murmelte er etwas, d',5 ich aber nicht verstand. Er drückte einen brennen de» Kuß auf meine Hand, verneigte sich und war hinaus. Wie betäubt faß ich lange, lange. Dann sagte ich der Resi, ich hätte meine Rolle nun ausgespielt und jetzt starkes Kopfweh. Wenn Frau We> stermann heimkomme, möge sie ihr dies bestellen, und sagen, ich wünschte auf meinem Zimmer zu bleibe». Hier habe ich dann geweint, gerade so herz» brechend, wie neulich über das Komplott . . . Einmal kam Hilde an meine Tür und frug von draußen, wie e« mir ginge. „Schlecht," sagte ich. Ob Sennor Sentos dagewesen sei, sragte sie weiter. ..Jo," sagte ich lakonisch Ob er nett sei? .Ganz nett." Ob er zum Diner komme? „Ich denke." Eben verkündet die Uhr die erste Morgen-stunde. Ich will mich hinlegen und versuchen zu schlafen. Mir ist unruhig und qualvoll wie uie. Mein Koffer steht noch unausgepackt. Das war 4 meine Absicht. Um die achte Morgenstunde, wen» Hilde in der Osterfrühmeffe ist, reise ich nämlich heimlich wieder ab. Natürlich unler Hinterlassung einer brieflichen Erklärung. WaS Sennor Sentos zu der Komödie, die ich mit ihm gespielt, sagen wird — ich bin Gottlob! ja nicht dabei! — Daran in .19 ich nicht denken . . . » Ostermorgen. Ostern — Auferstehung . . . läuten die Glocken von den Türmen. Es ist so feierlich der Morgen. Blasse Son. »anstrahlen zittern über braune Blattknospen hin iiud die Vögel zwitschern in den Zweigen. Jetzt wird es aus den Straßen lebendig. Fest-Ich gekleidete Leute strömen den Kirchen zu. Eben e. schallt ein munteres: Fröhliche Ostern! Ach, wenn ich das auch sagen könnte'. Aber all mein Uebermut ist dahin. Schlaflos habe ich die Nacht vei bracht. Wie furchtbar ist doch Reue, wie furchtbar, wenn man etwas nicht rückgängig machen kann. Westcrmanns sind zur Kirche gegangen. Ich b n reisefertig. In emer Stunde geht der Zug — in wenigen Stunden bin ich. ach, wie weit, von Ro-wero Sentos entfernt . . . Ich werde ihn wohl niemals wiedersehen. — Die Flurklingel geht. Ich glaube, es ist der Briefbote. , Es klopft an meine Tür. Ich lache im> weine und jauchze in einem Atemzug. Wie kan» das Herz nur so viel Selig' keit faffen! ? Lachend brachte die Rest mir einen Brief. ..An Frau Weftermann, steht daraus. Aber auch der Name des Absenders: Romero Sentos. So hieß doch der Herr, der gestern hier war. Ich denke nun, das gnäd' Fräulein soll den Bries haben nnd nicht Madam." „Das denke ich auch, Rest," brachte ich her« vor. Ich dachte an Romero Sentos Blicke und die iuuere Stimme sagte mir: etwas Großes, Entfchei-dendes ist da. Als die Rest gegangen, erbrach ich den Brief. Darin stand: Sehr verehrte gnädige Frau! Sie «erden durch Ihren Gatten wisse», daß ich nach Deutschland gekommen bin, mir eine Frau zu suchen, denn ich fühle mich einsam, habe Sehn-sucht nach einen, trauten Heim. Dieser Wunsch ist jetzt vernichtet. Ich kehre nn-verzüglich nach Brasilien zurück, denn ich muß ler-neu zu vergesse«, daß eS in Deutschland eiue Fran gibt, die es in einer einzigen Stunde fertig brachte, »ies ungestüme Her; in Fesseln zu schlagen. Muß eS lernen, daß diese Frau nicht mehr frei ist und daß nämlich ihr Gatte meine größte Hoch-fchätzung genießt. Gnädige Frau, ich rufe Ihnen Lebewohl zu k Romero Sentos. Wie oft ich diese Zeilen gelesen, weiß ich nicht mehr. Nur, daß ein Singen «ud Klingen in mir war. Oder zog dies Singen nnd Klingen durch die Luft draußen? War es der Ostergrnß, der befeli-gende, den Gott mir gesandt? Ich beantwortete den Brief. Die Worte flössen mir nur so aus der Feder — mein Bekenulnis, das gleichzeitig ein süßes Bckennlnis verriet. Jetzt ist die Resi mit dem Brief fort. Wird er ihn noch erreichen? O du selige Osterzeit! Meine Hand zittert noch iii süßer Erregung, da ein glückbebender Mann mir zu Füßen lag und nnsere Herzen nnd Lippen sich fanden, während draußen die Glocken die Ostern einläuteten. Worte sind zn arm, unser Glück zu schildern. Nur so viel will ich »och hinzufügen: Als Wester-manns aus der Kirche heimkamen, traten wir ihnen als Brautpaar entgegen. Onkel und Tante sind ja bereits eingeladen. Sie werden morgen znr Verlobungsfeier eintreffen. — Ein Garten voll Frühlingsblumen schmückt mein Zimmer. Das schönste Osterei lacht mir entgegen und an meinem Finger glänzt der schlichte goldene Reif — alles Gabe« meines Romero. Ist es da ein Wunder, daß ich im Herzen die allerfchönsten Ostern trage? Zeder deutsch und freiheitlich Hettnnte ist Mitglied des Vereines „Areie deutsche Schute!" «iß in Wien. Obmann i Hermann Bratz in Hohenstadt. — Geschäftsstelle: Wien 7, Lerchenselderstrahe 5. Sintritlsgebahr 1 K. Mitgliedsbeitta«, mindesten» I ff. Gründunnsbeitrag So ff., Lebensbeitraq 30 ff. Die Ber-einSzeitschrist tostet für Mitglieder l K. Im B»chha>»»el 3 ff Zuschriften find im aNgemeinc« an die Geschäftssleve zn senden. Äummei 24/25 DcuUdic Wacht Seile 7 Nie ÄüÜmavßöüHevei befindet sich im Mädchtn-Siirgerschol-ordüude und ist jeden Slontag nnd Dienstag von 7»?—7*8 Rhr geöffnet. Hingesendet. Wiederholt wurde von autoritativer Seite her-vorgehoben, daß durch eine regelmäßige Mundpflege die Herabsetzung der Infektionsgefahr erreicht wird. Gut erhaltene Zähne ermöglichen eine größere «uS-nützung der Nahrungsmittel, wodurch der Organis-mus gekräftigt und gegenüber von Krankheiten und körperlichen Anstrengungen eine größere Widerstands« sShigleit erhält. AIS bewährte» Mittel zur rationellen Pflege des Mundes und der Zähne erweist sich Kalodont. welches infolge seines angenehm er-frischenden Geschmackes und feiner reinigenden Wir-kung das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet. Ein bewahrtes Hustenmittel. Wir machen unsere geehrten Leser aus HerbabnyS unter-vhoSphorigsauren „Kalk Eifen-Sirup" aufmerksam. Dieser feit 43 Jahren von zahlreichen und hervor-ragenden Aerzten erprobte und empfohlene Brust-firup wirkt hustenstillend und schleimlösend, sowie Appetit und Verdauung anregend; durch seinen Ge» halt an Eisen und löslichen Phosphor Kalk«Salzen ist er überdies für die Blut« und Knochcnbildung sehr nützlich. ..Herbabny» Kalk.Eiseu-Sirup" wird feines Wohlgeschmackes wegeu sehr gern genommen und sowohl von Erwachsene» als auch von bin zartesten Kindern vorzüglich ertragen. Alleinige Er-zeugung: Dr. Hell mann« Apothlke „Zur Barm-herzigte»", Wien 7,, Kaiserftraße 73—75. Man achte auf Name und Schutzmarke LACKE, EMAILLEN. FARBEN, FIRNISSE MARKE AT^Tin A \Tii 99 OREBON' sind (sie be«te»\ Fabrik Mähr.-Scliftnhere muß, wird gewiß gerne vernehmen, daß e« ein höchst einfaches Mittel zur Beseitigung diefer Haut-Mängel gibt. — Während man früher glaubte, durch Deckmittel wie Puder, Schminke usw. abhelfen zu können, welche die Poren der Haut verstopfen und so da« Uebel schlimmer machten, ist man jetzt zur Einsicht gekommen, daß eine wirksame Haut-pflege nur darin bestehen kann, die Hant vor allem frisch zu erhalten und kein hartes, kalkhaltige« Wasser zum Waschen zu verwenden, sondern ein, dem Regenwaffer möglichst ähnliche», weiches Wasser. — Dies erreicht man leicht und zuverlässig, indem man dem Waschwasser ein wenig von echtem Mack'S Kaiser-Borax beifügt, welcher nicht nur antifeptisch und reinigend wirkt, sondern bei regelmäßigem Ge-brauch der Haut natürliche Frische, Reinheit und Zartheit verleiht. Die wertvollen hygienischen und kosmetischen Eigenschaften des Kaiser Borax sind zur Genüge bekannt und soll hier noch erwähnt werden, daß derselbe nächst der Seife das populärste und meist gebrauchte Toilettemittel geworden ist. Bei allem Sport ist es wichtig, daß man den Körper vor plötzlicher Abkühlung schützt und die Schleimhäute des MuudeS und der Luftwege gegen die Einwirkung des Staubes bewahrt. Es ist hier vielleicht angebracht, den Rat eines erfahrene» Sportmannes mitzuteilen, der sichs zur Regel ge» macht hat, stet» FayS berühmte Sodeuer Mineral-Pastillen bei sportlichen Uebungen zu gebrauchen. Er verwendet sie etwa so, wie der Amerikaner sei-neu Kaugummi, nur natürlich mit erheblich große-rem Nutzen, da die Pastilleusalze die denkbar beste Wirkung aus die Schleimhäute ausüben und, was namentlich gegen das Durstgefühl wichtig ist, die Speichelabsonderung fördern. Der fllat ist jedenfalls gut und es kann nicht schaden, wenn auch unsere sportliebenden Leser eS einmal damit versuche». Moderne Hautpflege. Ei» schöner reiner Teint wird besonders von dem zarte» Ge'chlecht mit Rech« als ein wertvoller Besitz geschätzt. Wer ihn aber nicht hat, sondern mit unreiner Haut kämpfen Tempel K»k1»a*rer*lcU«l«a «tttetlietit« T»f«l*«tr*ak. ▼•rdtauBf ud Bloffwetfcwi l&rdtrad m • ■»d!iln»lqu»!t«, indiziert: akroa Mi*'*i>k»t*rrh, Stutil- V*ratopfuDg. Brlffliueh* Miere, L«b«r!*iden, CUtb-•■cht, BlofTwMhiel-Krank• Mtvn. Katarrh* der Atom!»«*-•rgan*. -IfMU Donotl Ei Quelle. Gehaltreichst* Hell-"I Ikrar Art. Haupt - _;aUon*n: Ckron. Dann- katarrk UailenaUin*, Fett-ratkt, Oiekt, Ziekarkararnkr Stärkste natürliche Magnesium— " laubersalzquell [ VeriroiUig lut Mcicimaik u. HnupUfput: I.ndwip Appel, Graz, Landhaus. _l I Der Fröblit lacht von ginra Heft An Keiner darf der famose aecht :^ranck: Kaffee-Zusatz fehle»; er gibt Würze, Kraft und schöne Farbe. Qualität birgt: Ansgiebigteit, Billigkeit, Wohlbekömmlichteit. und die Weli feiert di« blähende Jugend de» Jahres. Keine Zeit aber ist fstr die öefintbbetl gesährlicher. als gerade das FrÄhjahr, und nun erst recht muß man sich stet« vor Ertältunaen böten Man beugt ihnen vor, wenn empfindliche Menschen aus Spa »iergängen sich stets mit FayS ächten Sodener Mineral.Pastillen versehen und sie nach der Vor-scdris t qebrautben. Die Schachtel lost«! nur Kr. 1.25; achten Sie aber aus den Namen „F a y" und weilen Sie Nachahmungen »urüct Weiiere« Keirzeichen «miliche Bescheinigung deS Bürgermeisteramtes Bad Loden a T. auf weibe m Kontrollftreiien. Steckenpferd- Lilienmilchseife von Bergmann & ffo., TetfchtN a. 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Böhmischen Union-Bank gefassten Beschlüsse gelangt die Dividende für das Juiir 1912 mit Vierzehn Kronen per Aktie vom 19. März a. c. al» gegen den Kupon Xr. 33 der Aktien in Prag bei unserer Hauptkassa, in Bielitz, Bulnn, Cilli, Dornbirn, Gablonz a. N., Graz, Hohenelbe, JÄgemdorf, Klagenfurt, Königinhof a. E., Lcoben, Linz. Mibrisch-Schönherg, Neutitschein, OlmQtz, Reichenberg, Rnmburg, Saaz, Salzburg, Troppau, Villach bei unseren Filialen: in Braunau !. B., Friedek-Mistek i. Scbl. bei unseren Kxposituicn: inWien bei tmaererKommanditeKosenfeld&Co., Wien I., Bathausstrasse 20, zur Auszahlung. Die Kupons sind ari hmetisch geordnet mit Konsignationen einzureichen, wozu Blankette beiden Z hlstellen unentgeltlich verabfolgt werden. Prag, am 18. Marx 1913. Der Vorstand. (Nachdruck wird nicht honoriert). ISZl» ZI. 12046 Offertausschreibung. Zur Sicher stellnng der Rekonstruktion der Brücke Ober den Kötting-bach in Kirn. 122/8/10 der Triester Reichsstrasse (Bischotdorfer Brücke) findet bei der Bauabteilung der k. k. Bezirkshauptmannschaft Cilli am 12. April 1913 um 10 Uhr vormittags eine öfl'entlielie Offertverhandlung statt. Näheres ist aus der an der Amtstafel der k. k. Bezirkshauptmann« schaft Cilli angeschlagenen nnd im österr. Zentralanzeiger für das öffentliche Lieferungswesen, sowie in der Wochenschrift für den öffentlichen Baudienst veröffentlichten Ausschreibung zu entnehmen. Ausserdem werden bei der genannten Bauabteilung nähere Auskünfte erteilt. K. k. Bezirkshauptmannschaft Cilli, am 15. März 1913. Der k. k. Statthaltereirat: Müller. Neu etabliert! Neu etabliert! Jnsel Novak, mm Bahnhofgasse 8 C l III Spitalgasse 2. Anfertigung von erstklassigen Damengarderoben aller Art auf das eleganteste und solideste. Zu zahlreichem Zuspruch ladet ergebeust ein Josef Novak, Kleiderwach,r. 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Die tieftrauernd Hinterbliebenen. &rrl'