Echnftlkituna: «athausgnff» Nr 5 «t. >1. Intern»»«. « »,,»!>»»»«' T««I>ch t«> drr So»»- u isrie». M|l> Ml II—1# Ml« (»rm. *«BMi»trtb<« lettW» m«l «■eMÜtebf»! MBtnToff «in* fe»>»«|ni richt latllntil«««in mannt bic S«r»»ltn»l ll-,e» »re«(s«r,9 der billigt >n>-•<•«■>(» «ckUttni cutMjf*. — Sri Blrtrrtol«»ij<« fttt*-BOÄUi- r» ,®eut(ch« Bo*f nilVtnt fr*« Wut« «4 »»» tomltH MM. P»sil»«»s»flk°»it»»t» SO > Lcrvaltutia. W«tbau#anff« Nr. 5 t (loten f«. »i, intcmba«. Vt,IIgsde»il>KI>IgN> X »rct| t<< HoS l>rz»zn> r »ititf.jdSrij ...Hit* H»ltjichi tn« . . . . I II» ftSt »« H»u«s «°»»tl»d . . . .« » l« . . Il I — H,I»j»»»l» . . . r *■— Äaiuj»hrt> .... * «*•— »Ut» «nlUa» ciliMni M »'« fl»i« jiortiHtf« •« 6« H|nn ttlB|tl«l(t( »M IK'II icltrn di« )»t tiWUOsiij. Ht. ts giat. Mttwo«, 3 Mär, 1909. 84 JaKrganft, Via facti. Morgen in acht Tagen wird der Reich»-rat wieder zusammentreten und die Situation ist heute bereit« soweit geklärt, nl« man das Zi,l ver tschechischen Parteien deutlich erkennt Die Verhandlungen, die die tschechischen Partei-sührer in den letzten Tagen mit den Sndslaven gesührt haben, sowie die Haltung der tschechischen Blätter läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß die Tschechen, ohne daß sie sich bereit» über die einzuhaltende Taktik schlüssig geworden wären, oU;« aufbieten werden, um da« gegenwärtige Minister«»«! zu stürzen. Wohl erklären sie, nur den Kopf des Ministerpräsidenten zu verlangen, allein hinter dieser Bescheidenheit birgt sich die entschiedene Absicht, einen Systemwechsrl herbei-zuführen. Das gegenwärtige Ministerium hat bisher keinen Schritt getan, der als eine Uiisrenndlich-feit gegen die tschechische Bevölkerung ausgelegt werden' könnte; allein die Tschechen vcrl-ngen bekanntlich mehr als ein neutrales Kabinett, sie wollen in Oesterreich keine andere Regierung gelter^ lassen, als eine solche, die den Staat zur Dienstmagd des tschechischen Chauvinismus macht. 5aS tt-binett Bienerth hat sich bisher nicht geneigt gezeigt, diese Rolle zu übernehmen. ES hat vielmehr einen löblichen Anlauf genom« nun, die Ordnung auf dem Gebiete der staat-l-cheu Verwaltung in Böhmen wieder herzustellen und die nationale Frage m diesem Kronlande Kolatienlieve. Anna Petrowna Derenowna war ei» herrliches Mädchen, würdig des besten ManneS, der auf der Welt zn finden war. Und sie fand diesen Mann, wenn auch nicht aus dem Wege, auf dein sie ihn suchen mochte. Ein flotter Dragoneroffizier machte ihr den Hof. einer jener Schmetterlinge mit Gold-stern und Sporen, deren Name nicht wert ist. der Vergessenheit entrissen zn werden. Er täuschte das Mädchen und ging eines Tage» weit rneg. ohne vorher Anna Petrowua zum Altar geführt zu haben. Doch so weit konnte er nicht gehen, daß ihn die schöne Betrogene nicht hätte finden können. Sie forschte den Trenlosen in der Residenz deö Zar? ans und schoß ihm am hellichten Tage, mitten im Gewimmel einer lebhaften Straße, eine Kugel in die Brust. Der Offizier starb nicht, er genas. Dies bceni-flnßte als Milderungsgrund das Urteil über Anna Petrownu. Sie erhielt nur — hundert Knutenhiebe zugesprochen. Wäre ihre iiugel tödlich gewesen, so hätte das Urteil auf zweihundert gelautet. Wer in dem finsteren Lande an der Wolga mit der Knute gestraft wurde, der hat für Europa aufgehört ein Mensch zu sein. Wenn er nicht nnter der Hand des Profoßen ins Jenseits wandert, so schickt man ihn in ein irdisches Jenseits, nach Asien; dort kann er diese» schöne Leben fortsetze«, so lange eS anhält. Der schönen Anna Petrowna wurde erklärt, daß sie für den sehr zweifelhaften Fall, wenn nach den hnndert 5tuu!e«hiebcn noch die Seele in ihrem zarten Körper sei, nach dem frenndlichen kopal gehen und dort bis an ihr Lebensende bleiben würde. Dort dürfe sie auch heirate». An Männern wäre dort kein Mangel. Die freundliche Festung »opal auf gesetzlichem Wege zu regeln. Gerade das aber bedeutet in den Augen der Tschechen einen uulilgdaren M.kel, ein Verbrechen, da» nur durch den Stur; de« Kabinetts gesühnt werden kann, l^ewiß bilden sich die Tschechen nicht ein durch die Beseitigung des gegenwärtigen Kabi-nett» zn einer antideutschen parlamentarischen Kombination gelangen zu können, wa» sie aber zu erreichen hoffen, ist die Installierung einer Regierung, die den Gedanken einer gesetzlichen Regelung der nationalen Frage in Böhmen fallen läßt, dafür aber den Tschechen die Mög-lichkeit bietet, die Tfchechisiernng der staatlichen Berwaltuug in Böhmen via facti fortzusetzen. — Die Tschechen wollen keine wiikl-che Ord-nung der Dinge in Böhmen, sie wollen nicht, daß die Sprachenfragc gesetzlich geregelt werde weil sie wissen, daß dabei ihre wahnsinnigen Forderungen nicht berücksichtigt werden könnten, da der Staat von dem was die Tschechen ihm lasfen wollen nicht leben kaun. Gesetzlich sind die Ansprüche der Tschechen also unter keinen Umständen dnrchzusetzen und darum perhorre-szieren sie den Gedanken einer gesetzlichen Nen-ordnung der Dinge in Böhmen, um dmch Revo-lutioniernng der tschechischen Beamtenschaft und parlamentarische Erpressungen via facti sich stück' weife zu nehmen, was im ganzen jedes Paria» ment und jede Regieruno ihnen verweigern müßte. Die gegenwärtige Regierung hat die tfche-chifch? via facti Politik vorläufig zum Still-stunde gebracht und will sie durch die Aufstellung gesetzlicher Normen in sprachlich.r Beziehung liegt auf der Zinne eines aumutigen Bergrückens in Mittelasien und eröffnet eine so schöne Aussicht, daß man mit sechs Kanonen eine ganze Kirgisenhorde wegfegen kann. Die Gegend hat noch andere Bor-zügt. So begegnet man dort ans zehn Meilen in der Runde keinem Baum und keinem Strauch und kann drei Tage aus dem Rücken des schnellsüßigen ttamels diese' Wüsteneien durchstreisen, ohne auf Triukwafser zn stoßen. Der nächste Nachbar ist der mit Rußland freund -schaftlich r»erbüudctr Sultan Karakalp, Einriß mit Namen. Seine Gattin ist eine treffliche Mutter: sie verfertigt höchst eigenhändig die «leider ihrer Kinder, und zwar in einsachster Weise, indem sie die Wan-gen von Zeit zu Zeit in ein aus dicker, fetter, roter Tonerde bereitetes Bad fetzt uud die Tonhülle auf dem Äörper trocknen läßt; so können sie wenigstens von Mücken und Gelsen nicht gestochen werden. Ihr hoher Gemahl trägt nur im Winter einen vollstän digen Anzug; im Sommer ist er bloß vom Gürtel abwärts bekleidet und heftet sich den Orden des heiligen Wladimir nur so auf die nackte Brust. In der Festnng Hopal selbst wohnen der russi-sche Kommandant niid seine Soldaten, die hündisch ergebenen kirgisischen Diener und oie Frauen ihrer Herren. Zweimal im Jahre jetzt sich ans der Festung Jekaterin ein Zug berittener Kosaken in Bewegung, der den Bewohnern von Xopal Mehl, Branntwein, andere das Leben versüßende Dinge und die Briefe bringt. Sie sind also nicht ganz abgeschnitten von der Welt. Mit dieser reizenden Gegend wurde Anna Pe trvwna bedacht, doch mußte sie zuerst die hundert Knntcnhiebe überstehen, denn die Festung jiopal gibt man nicht umsonst. Unter den Hieben kan» eine Frau sterbeu. Aber auch schon, wenn ihr der Profoß auch für die Zukunft unmöglich machen, und da» ist der Grund au» dem die Tschechen auf den Sturz dk» Kabinett» hiuarbeitnt. Sie wer» den in der kommenden Tagung dc» ReichSrateS versuchen, durch Opposition und durch Obstruk-tiou ihr Ziel zu erreichen, ihre Bemühungen werden aber vergeblich sein, weun die deutschen Parteien in richtiger Erkenntnis der Lage die Regierung in Stand setzen, auf die Unterstützung seitens der Tschechen und ihrer Verbündeten zu verzichten. Ob da« Parlament arbeiten wird oder nicht kommt dabei nicht in Bet acht, denn da eine ollfällige Obstrnktion der Tschechen nur dadurch zu beheben wäre, daß das Regierung»-system im Sinne der tschechischen via facti Politik geändert werde, die Arbeitssähigkeit de» HauseS also nur durch die Preiögebuug verstaatlichen und der deutschen Interessen erkaust werden könnte, können die deutschen Parteien ebenso wie die uichtdentschen staatSerhalteuden Fraktionen nicht einen Angenblick darüber im Zweifel sein, daß die Rrgieruug von ihnen anch dann in der nachdrücklichsten Weise unterstützt werden müßte, wenn sie sich angesichts der tsche-ch,scheu Obstruktion genötigt sehen werde, auf eigene Verantwortung hin an Stelle eines arbeit»« fähigen Haufe« zu handeln. Ob die einzelnen deutsche» Parteien mit der Zusammensetzung des gegenwärtigen Kabinetts ganz einverstanden sind oder nicht, ist ohne Belang gegenüber der Notwendigkeit unter allen Umständen eine nick-läusige Entwicklung d r Dinge in Böhmen im Smne der Tschrchisieruug via facti zu verhindern. das Hemd von den Schultern reißt nnd dc» nächst-stehenden Kosaken winkt, ihre beiden Hände zu er-greifen nm sie aus den Rücken zu schnalle«, damit die Hiebe leichter zu ertrage» seien, daran schon glaube ich, kann eine Fran sterben. Anna Petrowna, d.e mutige Anna Petrowna stürzte vor Entsetzen in die «nie, verhüllte sich das Antlitz mit den Händen nnd zitterte wie Espenlaub. Der P,osoß griff nach ihrem Halstuch, sie schrie aus, als hätte sie glühendes Eisen berührt uud doch konnte das nicht schmerzen. „Tarboga!" rief der Profoß, woraus der an-gerufene 5iosak ans Reih uud Glied trat. Das verurteilte Mädchen war bereit, mit allen zehn Nägeln ihr Brnsttnch zn verteidigen und kratzte wie eine wilde Katze. „Ergreise ihre Hände und gib acht, daß sie nicht beißt I" Hierauf umklammerte der ttvsak tnit eisernen Fäusten Anna Petrownas zarte, weiche Hände, daß sie sich nicht zu bewegen vermochte. Ste biß anch nicht, sondern sah dem Soldaten nur mit ihren beiden großen Augen ins Gesicht. Und in diesem Blicke lag ein Zauber, wilde Tiere zn zähmen, lag ein so gewaltiger Schmerz, ein stummes Flehen, daß die harte »iosakenseele schmolz nnter der Glut dieses Blickes. Als der Profoß wieder nach dem >tleid des Mädchens griff, das wie erstarrt da lag, sagte ihm Tarboga: „Rühre sie nicht an! Ich nehme die Hälfte der Strafe auf mich!" „Mit welchem Rechte, mein Löhnchen?" .Mit dem Rechte, da« mir zusteht, wenn ich heirate. Du weiht, der Gatte dars die Sträte seiner Frau teilen." „Das ist wahr. Entkleide dich also — du wirst es aber bereuen." Dir neue 220 Millionen-Anlrihr. Der österreichische Finanzminister hat am letzten Samstag vierptozeiitige Schatzscheine im Betrage von 220 Millionen «tonen mit dreijähriger Lauf« zeit zum «nrse von V7 30 begeben. Die Operation war hauptsächlich infolge der starke» Jnaaspruch-nähme der «asseubestände unter dem srüheren Finanzminister KorsttowSki notwendig geworden. Der Finanzminister entschied sich für die Begebung von Schatzscheine« — die übrigens um '/, % niedriger verzinsen als die kürzlich von Ungarn begebcnen — weil die Ausgabe von Renten bei dem derzeitigen niedrigen Kursstände dieser Papiere mit starten Ver-lusteu Verbunden gewesen wäre, anderersseits aber die Begebung von schatzscheinen gegenüber t>:r von von dem früheren Leiter des Finanzministerium» verfügte» Inanspruchnahme eines Kontokorrentkredits bei den hiesigen Banken eine Ersparnis von über zwei Millionen «ronen bedeutet. Die Operation bewegt sich innerhalb des Rahmens der von dem Reichsrat bereits ordnungsmäßig bewilligten, aber noch nicht in Anspruch genommene Kredite (222 Millionen «ronen), erfolgte im Einvernehmen mit der Staatsschuldenkontrollkommission und wird dem Reichsrate sosort nach der Wiederanfnahme seiner Beratungen in der Form einer eigenen Vorlage unterbreitet werden. Wenn einige Wiener Börsenblätter entdecken wollen, daß dieser Schritt des Finanzministers eine die Rechte der Gesetzgebung beiseiteschiebende nnd den StaatSkredit gefährdende Maßregel bedeute, so ist das barer Unsinn. DaS Recht der Gesetzgebung ist dadurch gewahrt worden, daß der Betrag der Schatzscheine sich innerhalb der bereits Verfassung»-mäßig bewilligten Kredite Ijält. Wenn der Finanzminister dabei sich nicht an den Renteutypus hielt, wie das Abgeordnetenhaus seinerzeit beschlossen hatte, so handelte er damit, wie schon angedeutet wurde, im Interesse des Staates ltttb wird dafür beim Parlamente die Indemnität ansprechen und auch erhalten. Daß der Finanzminister aber mit der Begebung nicht bis nach Einholung dieser Indem-uität wartete, liegt daran, daß solche finanzielle Operationen je nach der Lage des Geldmarktes, unter Umständen also sosort durchgeführt werde» müssen. Hätte» der Finanzminister, beziehungsweise die Regierung in diesem Falle nicht auf eigene Ver« autwortung gehandelt, sondern die Beschaffung des Geldes bis zn dem Zeitpunkte verschoben, wo die Bewilligung des Reichsrates znr Ausgabe von Schatz-scheinen bereit» vorgelegen haben würde, so würde sie damit übrigens den Tschechen eine Waffe in die Hand geaeben haben, da sie durch Obstruierung der Tarboga entkleidete sich bis zum Gürtel, ließ sich den Strick um beide Hände binden nnd so zum Balken emporziehen, während man ihm die Füße mit einer vierundzwanzigpfündigen Kugel beschivertc. Der Prosoß war wütend. — Mit beide» Händen schwang er die Knute, hieb mit voller «rast zn und frug bei jedem Hieb: „Run, mein Sohn, gelüstet dich noch nach dem schönen Mädchen? Willst dn noch immer ein hübsche» Weibchen? Freust dich aus den Hochzeitstanz? Hast dir ja ein nettes Ding ausgesucht." Tarboga biß seinen Schnurrbart zwischen den Zähnen, nm nicht zu heulen vor Schmerz. Anna Petrowna aber sah halb wahnsinnig, wie da« Blut jenes Opfers niedertropfte, das die Hälfte ihrer Strafe übernommen hatte. Jetzt wird gleich fle an die Reihe kommen. Die fünfzig waren abgezählt. „Noch zehn für da« Mädchen!" brummt« Tar-boga vom Strick herab. „Ah, bist wirklich ein braver Bursche? Wart nur, jetzt geb ich dir von meinen besten!" Und er gab ihm von den besten. Anna Petrowna spaltete jeder Hieb, de» kie sehen nnd hören mußte, das Herz. Es waren schon sechzig. „Roch zehn!" brummte der Kosak. Der Profoß kam jetzt in helle Wut. Mit dem Grimm eines wilden Tiere» schlug er sein Opser, das für einen anderen die gräßlichen Schmerzen ohne Wehklagen ertrug. Nur dreißig blieben noch für Anna Petrowna. Der Kosak schaute von seiner Martersäule auf sie hernieder und sah sie vor Angst sinnverwirrt vor sich hinstarren. „Noch zehn!" röchelte er au» keuchender Brust. Deutsche Wacht betreffenden Vorlage die denkbar stärkste Pression auf die Regierung ausüben können. — Daß die tschechischen Parteien von dem zielbewußten und resoluten Vorgehen der Finanzverwaltung nicht be-sonders erbant sind, ist darnach begreiflich, daß aber mich die „Neue Freie Presse" diesen Unmut teilt, stellt entweder ihrem politi chen Urteil ein schlechtes Zeugnis aus oder aber läßt den Verdacht auf-kommen, daß zwischen der Wiener Börsenpresse uud der tschechischen Politik immer noch Beziehungen bestehen. _ Politische Rundschau. gu den Landtagswahlen. Die Ausschreibung der Nemvahleu sür den statischen Landtag ersolgt in den nächsten Tagen. Wie uns von maßgebender Seite bestätigt wird, sind folgende Termine festgesetzt: Für die allge-meine Wählerklasse, erster Wahltag am 7. Mai,Tag der allsälligen engeren Wahl: 14. Mai. Für die Wähletklassc der Landgemcinden 17., bezieh nugsweise 22. und 27. Mai: sür jene der Städte und Märkte 24., beziesilngsweise 28. uud 2. Juni; sür die Wählerklasse der Handels- und Gcwerbckammern 24., für jene des großen Grundbesitzes 29. Mai. Bosnien und die givilliste. In der letzten Sitzung der bosnischen Ver fassungsengnete ist vou verschiedene» Teilnehmern der Wunsch ausgesprochen worden, daß Bosnien uud die Herzegovina einen ikitrag zur Zivilliste leisten möge. Der RegieningSvertreter nahn, diesen Wunsch znr Kenntnis, worüber mau in Budapest verstimmt ist da man in der Bewilligung eines Beitrages znr Zivilliste seitens des künstigen boS-nische» Landtages einen Akt der legislativen Sou-veränität Bosniens erblicken zu miiss?» vermeint. Das ist nnn insofern nicht richtig, als diese Sou-veränität ohnehin vorhanden ist, da der künftige bosnische Landtag keiner anderen parlamentarischen Körperschaft untergeordnet -fein und auch in Bezug aus die, seiner Beschlnßsassnng nicht unterliegenden gemeinsamen Angelegenheiten nicht von Ungarn oder Oesterreich oder den beiderseitigen Delegationeil bevor-mundet werden soll, sondern die diesbezüglichen Reckte voit der Krone im Namen Bosniens aus-geübt werden sollen. In dieser Beziehnilg würde also die Bewilligung einer bosnischen Zivilliste keine Aenderung des bestehenden Zustandes bedeuten, wohl aber würde dadnrch der staatsrechtlichen Stellung Bosniens im Sinne einer trialistischen Gestaltung der Dinge präjudiziert werden, da tatsächlich die allerdings bereits vorhandene staatsrechtliche Parität Mau gab ihn» auch diese. Doch sein heißer Atem genügt »och, zu wieder-holen: „Roch zehn!" Beim nennzigsten Hiebe konnte er nicht mehr sprechen, seine «rast verließ ihn, die Augen sielen ihm zu. „Nun, mein Sohn, willst dn auch noch die letzten zehn sür das schöne Mädchen ?" Er konnte nicht mehr sprechen, doch mit dem «ops nickte er „Ja". Da sprang Anna Petrowna vou der Erde aus, riß sich mit eigener Hand das Tnch von der Brust und indem sie es auf TarbogaS blutenden Rücken breitete, deckte sie ihn mit dem eigenen Leibe, hielt die schneeweißen Schultern dem Peiniger hin nnd schrie mit wilder Leidenschaft: „Ich lasse meinen Gatten nicht zn Tode bluten! Mir die übrigen!" . . . Und darauf wurden sie Mann und Weib. Ge-wiß liebten sie einander sehr, und sie leben wahr-scheinlich jetzt noch in der Festung Kopal. AleAedoute. Humoreske von Wilhelm Kowarz. Der im Lichterglanz hell erstahlende Saal bot heute ein eigenartiges Bild. Von den dunklen Gestalte» der in Fracks und Uniform erschienenen Herren hob sich in buntem Farbenspiele die große Zahl der in Dominos ge-kleideten Frauen und Mädchen ab. Ja, wer er-gründen könnte, wa» sich hinter der mit Spitzen behängten garstigen MaSke und hinter den bauschigen Falten de» weit wallenden Gewandes birgt? Doch da waltete unüberwindliche Strenge, es war Masken- 18 des Kaisers von Oesterreich, des «önigS von Ungarn nnd des bosnische» Souveräns auch äußerlich zum Ausdrucke komme» würde. Panslaoistisches. Der altruthenische Abgeordnete Hlebowicti sprach auf einem Petersburger panslaoistischen Bankette für die Vereinigung des russischen Katpathenlandes (Galizien) mit Rußland. Hlebowieki gehört der „Slavischen Vereinigiguug im österreichischen Abge-ordnetenhanse an. Die Moskauer „Slavische Ge-sellschaft" des .(Generals" Spiridowitsch veröfient-licht einen Austin an die Vertreter, in dem es heißt: „Fürchtet euch vor Oesterreich-Ungarn nicht, das ein morscher Staat ist. Die allslavischen Ideen, welche wir im vorigen Jahre auch auf dem atavistischen Kongresse in Prag verkündet hatten, haben ihre Wirkung nicht versehlt uud ihr dürft sicher sein, daß unsere slavischen Brüder in Oesterreich-Ungarn mit euch sühlen und mit ench eines Sinnes sind, wie wir Russen. Seid überzeugt daß Rnßland mit euch sein wird, nnd daß sich die slavischen Völker Oesterreich-Ungarns. allen voran unsere tapferen tschechischen Brüder, erheben werden, nm dem Doppelaar fein wohlverdientes Ende zn bereiten..." Die Kroaten. Wahrend in den Verhandlnngen zwischen der ungarische» Regierung und der kroatisch-serbischen Koalition in Kroatien über einen neuen ungarisch kroatische» Ausgleich wieder eine Stockung einge-treten ist, bemüht sich die „reine Rechtspartei" (Starcevicgrnppe), die den Zusammenschluß Kroatiens mit Bosuieu uud Dalmatieu zu einer dritten, staats-rechtlich gleichberechtigte« Ländergruppe im Rahmen der Gesamtmonarchie anstrebt, der Entwicklung der Dinge in «roatien eine ihren Bestrebungen günstige Wendung zn geben. Infolge dessen hat fle alle Mit-glieder der kroatisch serbische» Koalition ansgefordert, ihre Delegiertenmandate sür den ungarischeu Reichs-tag niederzulegen. Dieser Aufforderung hat zunächst da« bisherige führende Mitglied in der koalitio nistischeii Rechtspartei, Abgeordneter Zagorac, Folge geleistet nnd in einem an de» Präsidenten Iusth gerichteten Schreiben folgende Gründe hiefür angeführt: „Ich bin überzeugt, daß es auf diese Art zwischen den Magl^ren und nns nicht zum Frieden und zu einem Einvernehmen kommen kann. Wir müssen bemüht sein, die gegenwärtigen, ans dem Ausgleichs Verhältnis resultierenden Fesseln zn zerreißen, die nns im Jahre 1868 anserlkgt wurden. Können wir neben Ench uusere Freiheit und Selbständigkeit nicht erreichen, so werden wir uns einen besseren und ehrlicheren Herrn suchen. Dieses Recht wird nnS nicht nur unser erhabener Herrscher, sondern ganz Eliropa zubilligen. Ench dienen dürsen wir nicht. zwang vorgeschrieben und eS durfte seine Dame es wagen, sich zu demaskieren. Das war wohl das Grausamste, weil keine Lösung des Rätsels zn er-hoffen stand. Welch komische Szenen spielten sich ab! Dort wiederholte sich das beliebte Operettenthema, daß die Fran von ihrem eigenen Gatten nicht erkannt nnd mit LiebesanträAen hartnäckig versolgt wird, hier flüstert« nnd wisperts in allen möglichen Sopran-lagen, damit der neugierige Ritter nicht auS der Stimme das richtige ErkennnngSmittel gewinne. Die Nebeilräume, in denen vertrauliche Nischen nnd Ecken eingebaut sind, locken mit ihrem magisch-roten Lichte immer mehr Pärchen herbei die dann beim perleude» Weine von der Maskenfreiheit ans-giebigen Gebrauch macheu. Ein junger Kadett führt ebeu eine große, starke Dame herein. Es müssen berauschende Worte sein, die er von der geheimnisvollen Sphinx nimmt, denn seine Angen leuchte» glutvoll aus uud sein vom zartem Flaum bedecktes Gesicht erglüht im Liebes-feuer. „Also du kennst mich, schöne Maske?* hört man ihn sagen, „ich bin doch erst so kurze Zeit hier in Garnison?" Mit verstellter Stimme antwortet die Schöne: „DaS mag schon sein. Doch was frage ich nach der Zeit. Ich sah dich und dein munterer Blick, deine biegsame, schlanke Gestalt zog mich an; so faßte ich Mnt und bat dich zum Tanze. Aber nun wollen wir uns beim Champagner gütlich tun. Ich verspüre einen tüchtigen Hungert Zögernd verlangsamt der Kadett die Schritte. Es ist Faschings- und dazu Monatsende. So lieb das Dämchen tut und ist, die Rechnung wird nicht stimmen. Doch wer vermag Sireuenlockungeu zu widerstehen?" Mit sanftem, vielverspechendem Arm- Nummer 18 Deutsche Wacht «£«t« 3 Eure Sklaven sein wollen wir nicht." — Die kroatisch-serbisch« Koalition war bekanntlich in der Absicht gegründet worden, die nationalen Bestrebungen der Kroaten im Anschlüsse an Ungarn zn verwirk-tichen. _ Aus Stadt und Land. Generalversammlung des Cillier Gewerbebundes. Sonntag hielt obgenannter Bund seine Jahresversammlung ab. Man konnte ans einzelnen Ausführungen entnehmen, mit welchem ausrichtigen und innigen Arbeitseifer alle Mitglieder den Vereinsbestrebnngen nachkommen. Herr Kammer-rat Mörtl eröffnete die Sitzung, begrüßte alle er-schienenen Mitglieder, so auch den Vertreter der Presse und ließ die einzelnen Berichte zur Verlesung bringen. Denselben konnte nur die einstimmige Aner-kennung zu Teil werden, nachdem alle tätigen Per-einSmitglieder nicht nur ihrer Pflicht nachgekommen sind, sondern auch den Beweis erbracht haben, daß sie mit Herz und Hand ihrem Bunde angehören. Einen ausführlichen Bericht, sowie auch die zur Erörterung gelangten Anträge werden wir in der nächsten Folge unseres Blattes in eingehender Weise bringe». Auszeichnung. Der hiesige Schneidermeister Anton Selisek wurde ans der internationalen Ans-stellnng zu Brüssel mit der goldenen Medaille nnd Ehrenkreuz prämiiert. Auszeichnung. Der Kaiser hat dem Direktor der niederösterreichischen Landes Hanptkaffe Franz Kosicik den Titel eines R:gierungSrateS verliehen. RegierungSrat Kosicik war bis vor etwa drei Jahren Vorstand der Fiuanz-Landeskasse in Graz. Spar- und Vorschuhverein Cilli. Einlagcstand mit Ende Jänner 1909 K 1,211.438 5! Zuwachs im Monate Feder 1909 „ 20 <>8513 Einlagcstand mit End« Feber 1908 K 1,232.183*70 Musikverein Tilli. (Zweiter Kammer-musikabend) Wegen plötzlich eingetretkner Hlnder-nisse kann die angekündigte Sonate für Violoncello und Klavier vo» Richard Strauß nicht zur Auf-sührnug gelangen; es wurde dafür die Violoncello-Sonate vou Johannes Vrahms, E»moll, op 23 eingeschoben; Herr Dr. K. Roic hat sich in letzter Stunde bei eil erklärt, de» schwierigen Klavierpart 4« übernehmen. Wir machen das muiikliebende Publikum der Stadt Eilli nochmals aus diesen »ammerrnusikabend, der am Mittwoch den X März, um 8 Uhr abends im kleinen Saale de« Dculsche» Hauses staufindet, aufmerksam Insbesondere bildet die Aufführung deS Bläse, seplells vo» L. v. Beethoven, eineS selten qehöiten schwierigen Werkes sür Eilli ein musikalisches Ereignis. drucke zieht sie ihn in das grüne Dunkel der blumen« umrankten Ecke, die gänzlich seitab nnd geschloffen ist und so vor jeden Störenfried sichert. Wie an-mutig sie sich niederläßt. Vertraulich und doch wieder vornehm. Nun streist sie die langen Handschuhe ab. „Welch liebliches, schönes Händchen," rnstent-zückt der Kadett und drückt einen feurigen Kuß daraus. Sie entzieht saust widerstrebend dem tollen Schäcker die Hand und winkt einen vor,»bereitenden »iellner herbei. „Darf ich ei« Menn zusammenstellen ?" srägl die Schöne mit einschmeichelndem Tone. Wie könnte da der MacSfohn widerstehen? Und sie hat einen ganz vorzüglichen Geschmack, nur wenig Rücksicht aus die geringe Gage des Herrn. Dazu ist die (>kigenerhöhung nicht einmal in Sicht gewesen. Doch der Leichtsinn der Jugend, der übersprudelnde Witz und nicht in letzter Linie die besondere Aufmerksam» feit der Dame, lassen unseren Kadetten gar bald alle Soögen vergesse» nnd daS Glück der Gegenwart ge-nießen. Nebenan ist ein Kichern und Kosen hörbar; ringsum scheint Frau Minne ihr Lager ausgeschlagen zu habe». Und wie die Zeit verrinnt. Dabei diese l,artl>erzige Bestimmung, daß um ein Uhr die Säle geräumt werden müssen. „Mein lieber Freund," so sagt nun der vor« nehme grüne Domino, .wir müffen scheiden. Meine Angehörigcn werden mich schon lauge vermissen." Daraus hielt er die Hand fest und sprach: „Und soll ich es nie ersahren, wer die Holde, Süße ge-wesen, die mir so schöne Stunden geschenkt?" „Ich glaube eS ist besser, wenn wir uns nie mehr wiedersehen", antwortet sie. Doch dem Unge-stüm des junge» Mannes kann auch die hartherzigste Dame nicht dauernd Widerstand leisten. „Gilt denn. CUlier Männergesangverein. Noch wenige Tage trennen unS vom Jagaball. Groß war die Ausgabe, die der Ausschuß aus sich genommen hatte, keine Müh« hat er gescheut, um die Arbeiten glücklich zu beenden Mit dem Ausschicken »er Ein-ladungen ist bereit« begonnen worden. Sollten jedoch Freunde und Gönner keine Einladung «hallen haben, so möge man dieS bei der großen ArbeitSiüUe ent» schuldigen. Jeder Deutsche ist herzlich willkommen, auch wenn er keine Einladung erhalten haben sollte. Wir sind überzeugt, daß sich der Jagaball würdig der in srüheren Jahre» vom Männerzefangvereine veranstalteten großen Unterhaltungen an die Seite stellen und es sicherlich niemand bereuen wird, daran teilgenommen zu haben. Also, Alles, was deutsch heißt: .Aus zum Jagaball am <3. März 19001" Das Waldhorn- und Gesangquartett des Drucker Männergesangvereines hat heute seinem Ehrenmitglied? und Vorstand des hiesigen Männergesangvereines Herrn Karl Teppei, die Zusage zum Besuche des am 6. März statt-findenden JagaballeS übermittelt. So steht uns denn für diesen Abend anßer den vielen bereit« verratenen Vergnügungen auch ein seltener Kunst« gennß in Ansticht, ivelcher sicherlich nicht verfehlen wird dem wackeren Vereine abermals zahlreiche Frennde znznsühren. So hofft denn dieser auch alles getan zu habe», um die Veranstaltung sowohl gemütlich, als auch abwechsluugsreich zu gestalten; deshalb ans Wiedersehen beim Jagaball!" Cillier Turnverein. Wie alljährlich. so hat auch Heuer der Verein am Faschingdienstag in de» Festräumen des Deutsche» Hauses das bewegteste und prächtigste Bild deS heurigen Faschings in seinem „Narrenabend" entrollt. Es scheint, als gewännen die Fastnachtsfeste deS Vereines von Jahr zu Jahr an farbenfi oher Pracht und wundervollen Effekten. Die künstlerische Laune der Cillier Damen- und Herrenwelt hatte in bunten Trachten ihren vor» nehmen und zugleich humorvollen Geschmack gezeigt und in der ungezwungendste». keine Rangsabstusungeu kennenden Heiterkeit ein Zauberrcich geschaffen, in dem sich das überiprudelnde Fastnachtstreiben in höchster und unerschöpflichster Fülle an lustigen Ein-sällen abwickelte. Da grüßten beim Eintritt schon die schöne buntsarbige „Tulpe", di« prächtige» Früh-lingsblumen und anmutigen „blauen Schwalben". Dominos in allen Faiben schwärmten durch das lichtvolle frohe Reich der Poesie. Die gelben Dominos hielten sich noch im Rahmen der Ordnung, aber ein großer schwarzer Domino aus der Herrengasse entwickelte sein destruktives Talent ui>d hatte bald Anhang in den bunten .Kindern und „Luflschifserinne»" gefunden, die vom jüngsten Fest der höheren Regionen einlam noch in Eilli zurückgeblieben waren. Und zwischen diese Lust und Poesie die Prosa: ein derber origineller „Wasserer", ein paar „Wäschermädeln", ich komme morgen in dein Stammcase." „Woran werde ich mein Glück erkennen?" fragte er mit vor Erregung bebender Stimme. „Wir wollen beide mit der rechten Hand zweimal nacheinander die linke Schläfe berühren, so," und sie machte eine recht mutige Bewegung vor, die er gelehrig wiederbolte. Noch eiu Blick, ein Händedruck und ehe er sichs versah, huschte die volle (gestalt mit anmutigen Schritten hinaus und entschwand seinen Blicken. Als sich der Kadett von seinem SinneStanmel ermannte, fiel sein Blick auf den Tisch O weh! Da stand, wie die zur Tat erstarrte Sünde, der Flaschen schier nicht enden wollende Reihe, starr und stumm und grinste nach dem schmächtigen Geldtäschchen des Krieger«. Kurz ge« faßt tritt er ans den nächsten, ihm begegnenden Kameraden zn nnd macht mit Ersolg eine kleine Anleihe. Stolz rüst er dem Zählkellner, der eil-sertig mit fliegenden Frackschößen herbeikommt. Doch wer beschreibt sein Stannen, als er die srohe Bot-schaft vernimmt: ..Alle« beglichen." Also war es doch kein Ladenmädchen, das zii einem guten Nachtmahl kommen wollte. Auch keine Lehrerin, sür die er sie ob ihrer Kistreiche» Unierhaltnng hielt. Vielleicht eine Schauspielerin? Doch die pflegt Soupers nicht zii zahlen. Ach, nun hat ers. Daß er auch uicht gleich daran dachte. Natürlich mußte es eine Tochter an« reichem, vor-nehmen Hanse sein, vielleicht gar eine Millionärin? Wie er bei einem Spiegel vorbeikam, betrachtete er wohlgefällig fein Bild. .Ich bin anch ein fescher Kerl", dachte er bei sich, „ein GlÜckSjunge, sagte mciue Mutter. Nun kriege ich eine reicht >m Antlitz kehrte er in den großen Tanzsaal zur i. Hier hatte die vorgerückte Stunde alle Geister i)roh- „Landstreicher' uud „Wahrsager", „niederes Volk", da« sich hineindrängt, wo Gold und funkelnder Glanz und würziger Tannendust, direkt von Graz bezogen, den Alltag nicht aufkommen lassen will. Eine Rauch« fangtehrergluppe tat ihre üppigen, schwarzen Scherze an zarter und bartloser, empfindlicher Gesichtshaut. Und dazwischen drängte sich, wenn die Besen etwa« unfanst über eine hochgelehrte ernst« Miene fuhren, „Sonnenschein und „Regen". Neben dem „Deutschen Schulveiein", der in der deutschen Schule in Store von dem Narrenfeste gehört, promenierte ganz friedlich und leger ein baumlanger, hagerer Gentlemann, der jedem sein ,0 jes* und „Hoso are pou* zufchuarrte. Aber man merkte, daß der Sohn Albions mehr alt da« verstand, denn seine Gestalt tauchte immer wieder unter den heitersten Kreisen der weiblichen Saal-Hälfte auf. Ganz einsam und verlassen nahm sich dagegen der schlankgebaute „Pierrot" au«, der bt« zur Demaskierung unter seinem Fächer sein Geschlecht geschickt zu verbergen wußte und selbst von Kennerinnen nicht erkannt wurde. E« würde zu weit führen, weiter aus Einzelheiten und Maskenscherze einzugehen. Er« wähnen wollen wir nun noch, daß auch die „Süd-mark" ihr Scherflein einforderte, aber vielleicht reicher an BIum » heimkehrte, kurz, alle« wurde karikieit von der schönsten .Polin" bis zur „blauen MouS", alle Zwischenstufen duichmessend und allrS aus« nn-logischeste in diese weilen Grenzen einordnend in köstlichster, humorvollster Weise, so daß all der geist» reiche Unsinn, man verzeihe dieses Paradoxon, im Ganzen ein farbenprächl ge«, imposantes Bild bot. daS die letzte Steirertruppc. die foi tging zu dem Ruf veranlaßte: „Servus! War schon so waS da, ohne Schorschel, ohne Bschesina?' Monatsausweis des Einlagenstandes gegen Kassenscheine und Einlagsbücher der k. k. priv. Böhmischen Unionbank: Stand per 30. Jänner 1909 . K 67,018.555-67 „ „ 27. Feber 1909 . . „ 67,954.581.05 daher Zunahme K 936.025 38 Gründung des Südmarkgaues Marburg. Vorgestern nachmittags wurde im Kanno (1. Stock) di« Gründung des SüdmarkgaueS Mar-bürg, deS 23. Südmarkgaues. vollzogen. Der Ob« mann der MännerortSgruppe Marburg (von welcher die Anregung zur Gründung dieses GaueS ausging). Herr Direktor Schmid. begrüßte die Erschienenen, unter denen sich daS Mitglied der Hauptleitung, Herr Heinrich Wastian, und der Südmarkwan-derlehr^r Herr Heeger befanden, auf das Herzlichste. Ihren Beitritt zum Gaue haben bisher angemeldet die Südmarkoi isgi uppe» Marburg l beide Ortsgruppen) Petiau (beide Ortsgruppen«, Friedau. Windisch-Feistritz, Pragerhos, St. Lorenzen ob Mai bürg, Mahrcnberg Drautal-Hohenmauthen, Jaring. Brunn« dorf, Luttenberg. Mureck, Radkcrsburg, Roßwein sin» und der Lnst entsacht. In stillem Glücke sah man Pärchen ganz enge aneinander geschmiegt, leicht schwebend über die Parketten walzen; andere tollten in wilden Sprüngen durch den Saal. Nur eine Frage schlng immer wieder an« Ohr! „Wer bist dn?" Frau Neugierde feierte Triumphe. Wie wenig ge« hört doch dazu, den Scharssinn de§ Menschen irre zu führen? Ein wenig das (Gesicht verdeck, und jeder Anhaltspunkt für ein sicheres Erkenne» fehlt. Jetzt wirbelten mit lantem Wirbel drei schlanke Dominos herein und stürzte» sich aus den behäbig in der Mitte stehenden Oberst. Ehe der sichs ver« sah, war er umgarnt nnd in dem tollen Wirbel aufgenommen, der ihn fchäckernd nnd kichernd nach den roterleuchteten Champagnerrräumen zog. Hier hatten die drei Dominos bald die gefüllte Börse des lustige» Oberst ausfindig gemacht nnd nun begann ein wüstes Gelage. Da tönten schrille Schläge des Zinibal« nnd verkünde» das C»de des Festes. Unbarmherzig werden die fröhlichen Pärchen verscheucht, die Lichter verlöscht, die Säle versperrt. Die Wagen staue» sich aus der Straße. In einem Einspänner zu-sammcngcdrängt. fahren die drei lustigen Gtnossinnen des Obersten, die sich als flotte Kadetten entpuppten und sich vor lache» nicht erholen können, weil es ihnen gelungen, ihren obersten Ehef so zu rupfen. * » * Zur festgesetzte», Zeit fiudet sich unser Kadett im Ease ein. Eine erdrückende Fülle herrscht hier und die Damen sind in der Ueberzahl. Wie soller seine Schöne, von der er den Rest der Nacht ge« träumt, finden? Heute gibtS für ihn kein fesselndes Jonrnal. selbst die lustigsten Witze mögen nicht Seite 4 und St. fLeouhard W.-B. Die neugegründeten Ortsgruppen Nanu bei Pettau und Saldenhofen konnten sich noch nicht äußern Begrüßungen waren eingelangt aus Hohenmauthen. Mahrenberg, Zankt Leonhard, Frieda» und Radkersburg. Der Draht-grüß des Obmannes des Deutschen Volksrates Doklor Delpin in Friedau, wurde besonders lebhaft begrüßt. Herr Heeqer hielt sodann einen ausführlichen Bor» trag über die Zwecke und Ziele der Südmarkgaue, schilderte deren Aufgaben die sich ans den Ausbau der Südmarkorganisation und aus die Bertiesung des Südmarkgedankens usw erstrecken uud cha-akterifierte die Gauleitung als notwendiges Zwischen- und Bindeglied zwischen den Ortsgruppen und der Hauptleitung Direktor Schund betonte sodann, daß durch die Gaugründung nicht nur eine regere Füh-lungnahme mit den Ortsgruppen erzielt, sondern anch für die Zukunft ein völkisches Bollwerk errichtet werde, Dr. von Plachky (Pettau) verlas sodann die Satzungen deS WaueS, die einstimmig genehmigt wurde», Die Gründung desGaues wurde ebenfalls einstimmig angenommen, desgleichen sein Name: „Südmarkgau Marburg." Durch .^urus wurde» sodann gewählt in die Gauleitung: Professor Sep-perer (Gauobmaun), Fillipovich, Frau Johanna LudI, Frl. Emma Rößler (sämtliche in Marburg), Goschenhofer, (Radkersburg), Hallecker (Pettau), Dr. Mühleisen (Windifchfeistritz) und Dietrich (Mahren berg.) Herr Heinrich Wastian begrüßt«! sodann den neue» Gau im Namen der Hauptleitung aus das herzlichste. Ein Zitat aus Kenrad Meyer wandle der Redner auch auf unser Tun an: „Es reut uns mit zerknirschtem Sinn, daß wir nicht stels Kämpfer gewesen sind!" Wir haben unendlich viel versäumt und vor unS haben wir große und schwere Arbeiten. Aus die heute Gewählten falle schwere Verpflichtung, die angesichts der wachsenden Arbeit sich stets noch steigern werde. Zum Schlüsse seiner mahnenden und anfeuernden Worte rief er dem neuen Gaue zu, dieser möge im Sinne der Arbeit, im Sinne wirklicher Pflichterfüllung kraftvoll und entschlußsrendig ins Leben treten. Lebhafter Beifall folgte den Worten des Redners. Als Vertreter des Cillier 'Rachbar-gaues überbrachte Dr. Ambroschitsch aus Eilli dessen Grüße und Wünsche. Mit frohen Hoffnungen habe man an der Sann dieser Kaugründung entgegeuge-sehen. Im Unterlande sei der völkische Trutzgedanke von der praktischen Seite aus erstanden; einst werde die Zeit komme», da die Südmark alles erfüllt, was von ihr erhofft werde. Redner regte eine ge-meinsame Tagung beider Gaue an und schloß ebenfalls unter lebhaftem Beifall. Nach Besprechung mehrerer innerer Angelegenheiten wurde die erste Gautagung des Südmarkgaues Marburg zur völkischen Arbeit geschlossen. seilten Gedanken von dem erträumten Eheglücke abzubringen. Ob sie ihn wohl sieht? Ob er ihr auch bei Tag gefallen wird. Welche Haarfarbe sie wohl hat? Jedenfalls Dunkel. Doch auch blond hat feine Reize. Etwas start ist sie, doch das ist ein Zeichen von Gesundheit. Und reich, reich muß er jetzt werden. Wie werden ihn feine Kameraden beneiden? Seiner ahnt etwas. Alle halten ihn noch für den mittellosen, schlichten Kadetten, Indessen hat er doch schon sein Glück gemacht. Ob er ihnen wohl eine Andeutung machen soll. Während der junge Krieger noch so nachdachte, richtete ein nebenansitzender Leutnant das Wort an ihn: „Was hast du nur Fritz, du scheinst ja ernste Gedanken in deinem Kopfe henimznivälzen? Hast doch nicht gestern noch im Spiele verloren?" Lachend erwiderte Fritz: „Ich verloren? Im Spiele mag sein, aber in der Liebe habe ich ge-wonneu. Das schönste und reichste Mädchen interessiert sich sür mich". Allgemeines Staunen und Ueberrafchung malte sich auf den aufmerksam gespannten Gesichtern. „Woher weißt du denn das so sicher?" „Je nun, ich war doch gestern ans der Redoute und während drei meiner Kameraden den Oberst rupften, hielt ich im verschwiegenen Separe das schönste Mädchen im Arme, Doch davon erzähle ich kein Wort weiter," so erklärte Fritz und ver-suchte abermals dem Simplizissimus einige Aufmerk-kett zuzuwenden. Wenn nur diese Ungeduld und Neugierde nicht in ihm bohrte und brodelte! Unstet irrten seine Augen über die Tische, die sich zu leeren begannen. Die meisten Damen erhoben sich bereit», um heim zu gehen, die meisten warfen auch kokette Blicke auf die flotte Sriegerschar, aber da» Zeichen machte keine. D-ichche Wacht Einführung des Postnachnahmever kehres mit Ruhland. Im Pakelverkehr mit Rußland sind vom 14. November 1909 an Nach-nahmen biS 1000 K (im Bcrkehr aus Rußland biS 400 Rubeli zulässig. Die Nachnahmegebühr sür Pakete nach Rußland beträgt fünf Heller für je zwei Kronen des Nachnahmebetrages oder einen Teil hievo», mindestens jedoch 20 Heller. Im Falle der Nachnahmebelastung unterliegen auch Postsrachtstücke dem Frankozwang. Name und Adresse deS Absenders müssen sowohl auf dem Pakets als auch auf dem Abschnitt der Begleitadresse genau und deutlich an-gegeben sein. Die Ueberweisung der Nachnahmen zu Paketen aus Oesterreich an das k. k. Postsparkassen-amt oder ein öffentliches Kredilinstitut ist zulässig. In Rußland beträgt die Frist sür den Bezug ker Nachnahmepakete !4 Tage, vom Tage der Avisierung des Empfängers an gerechnet. Im übrigen gelten die gleichen Borschriften, wie sonst im internationalen Paketnachnahmeverkehr. jedoch i>t zu beachten, daß die Ausgleichung der Nachnahmebeträge wie im Post-anweisungsverkehr mit Rußland durch Austausch von Listen zwischen dem GeldanweisnngSamt in Wien und dem Postamt Warschau erfolgt; aus Grund der Liste» fertigt das AuSwechSlungSpostamt des Aus-gabelandes der Sendungen die Postanweisungen aus. die den Absendern ausgezahlt werden. Wackere Priester. Am 14. Feder wurde in dem kleinen Gebirgsone Wald bei Leoben eine Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines gegründet, dem schon in der gründenden Versammlung 23 Mit-glieder beitraten. Besonders erfreulich ist der Umstand, daß in der einmütig verlaufenen und vorzüglich besuchten Versammlung sowohl der evangelische Pfarrer Friedlich Hochhäuser als Obmannstellvertreter, als auch der katholische Pfarrer P. Konstantin Lerl als Zahlmeisterstcllvcrtreter in den Ausschuß traten. Dies ist wohl wieder ein Beweis dafür, daß die Schutz« arbeit keinen Partciunterfchied kennt. Nichts ist wertlos. Alle, die Freunde deutscher Schutzarbeit sind, macht der Deutsche Schul-verein auf das Sammeln sogenannter Abfälle und Makulatur aufniersam, >io> k'toppeln und Korkpfropfen, Flaschenkapseln, Staniolpapicr, ungebrauchte Post-erlagscheine JubiläumSdriefmarke» höheren Wertes (3. ü und 1t) Heller nicht) werden vom Deutschen Echulverein entsprechend verwertet und bilden für ihn eine nennenswerte Einnahmequelle. Größere Mengen sortiert, beziehungsweise abgewogen mögen an die Vereinsleitung Wien I, Bräune» straße 9, Posterlagscheine an Profcstor Dr. Franz Bittner in Aufsig. Korke direkt au die Fabrik Kleiner £ Bockmayer in Mödling eingesandt werden, Einen hübschen Wandschmuck >ür Kanzleien, Schulzimmer und Wohnräume bildet die I» das Zeichen! Seine Kameraden fragten schon ob er kleine Inwohner erobert habe, da er sich fortwährend kratze• er aber wurde immer ärgerlicher, nervöser, mißtrauischer. O diese Weiber. Alle sind falsche Schlangen, die im Taumel der SinneSlnst alles Mögliche versprechen, dann aber ans Halten gar nicht mehr denken. Nnn faß er nnrmehr allein an feinem Tische. Anch sonst wäre» nur vereinzelt hie nnd da Gäste zu erblicken, aber Damen keine. Oder doch eine. Dort in dn Ecke saß neben ihrem Gatten, der — gedankenschwer sein Haupt stützte, die gesiirchtete Frau Oberst. Eine alte Dame, mit weißem Haare. Er traute seinen Augen nicht. Wie er jetzt hin sah, erblickte er das Zeichen. Ganz deutlich, wie gestern machte sie . I. und Pharm. Asp. Start Lobe gegeben, in welchen daS bürgerliche Leben ilnserer Stadt in harmlos nlkiger Weise geken»zeichnet wurde-, einzelne Persönlichkeiten, die in Windischgraz leben, fanden ebenfalls ihre launige Darstellung. Daß Herr Apotheker Karl Rebnl mit seinem Naritätenkabinett nnd seiner Berhohnigelnug der Windiichgrazer elektrischen Beleuchtung und Wasserleitnug nicht fehlte, ist wohl selbstverständlich. Außerdem sorgte eine böhmische Musikantenkapelle neben unserer heimischen Schrammelmusik sür den musikalischen Teil des Abends. Da war es denn nicht zn ver-wunder», daß dem Tanze bis in die frühen Morgen' stunden eifrig gehuldigt ivnrde. Das Ergebnis der Veranstaltung brachte dem strammen deutschen Turn-verein ein ganz schönes Neinerträgnis. Am nächsten Tag fand dann noch als Nachfeier eine schliche Gasselschlitteniahrt nach St. Gertraud 511 den« beliebten Fuchs-Lippe statt, eiiieni treuen Anhänger unserer nationalen Vereine. So schloß diese Faschings-Veranstaltung mit dem Ergebnis, daß der dentsche Turnverein von Windischgraz nach anßen hin seinen festen inneren Halt nnd seine Treue zur guten Sache bewies, nnd daß die innige» Verbindungen, die ihn mit der deutschen Bürgerschaft der Stadt nnd mit den völkischen Vereinigungen derselben bisher ver-banden, noch fester sich knüpften, ein gutes Vor-zeichen für das kommende VcreinSjahr. Sriestlasten der Verwaltung A. V. Die «nnouze kostet zwei üronen. verstorbene im Monate Februar 1909. Supauek Joses, 23 Jahre alt, Postosfizianl Johanna Jesenko, 68 Jahre alt. Arztenswiiive. Erich Schramm, 1 Jahr alt, Jnstrumentenmachers-kind. Johann Spelz, 88 Jahre alt, Privatier. Maria Ledl, 3 Monate alt, DienstmädchenSklnd. Im allgemeinen Krankenhause: Anton Äor>e, 63 Jahre alt, Inwohner. Maria Konee, 60 Jahre alt, Taglöhnerin. Maria Erzeniinik, 48 Jahre alt, Taglöhnerin. Georg Mernik, 43 Jahre alt, Tagarbeiter. Theresia Soler, 21 Jahre alt, Dienstmädchen. Theresia Zwikl, 80 Jahre alt, Gemeindearme. Vinzenz Sentjnrz, 52 Jahre alt. Knecht. Johann Mikek, 67 Jahre alt, Ortsarme. Johann Berzlan, 68 Jahre alt. Inwohner. Elisabeth Kosir, 84 Jahre alt. Gemeindearme. Agnes Emaje, 33 Jahre alt, Taglöhnersgattiu. »aspar Spolenak. 33 Jahre alt, Taglöhner. Vermischtes. (Die Zustände in Prag.) I» Prag wnrde wieder am hellichten Tage nnd in nner belebten Straße ein der Burschenschast „Earolina" ange-hörender Student von Tscheche» überfallen »nv geprügelt. Der Student mußte die Flucht ergreifen, da kern Wachmann zu sehen war. Als er später einen Polizisten traf, weigerte sich dieser einzn-schreite». (Ein furchtbares Erdbeben in Persien.) Nach verspätet bei der Regierung in Teheran ein-gelangten Meldungen sand am *3. Jänner in der Provinz Luristan ein äußerst starkes Erdbeben statt. 60 Ortschaften wurden zerstört, einige sind sogar einfach vom i'vdeu verschwunden. 5000 bis 6000 sind umgekommen. (Ein findiger Bahnwächter.) Der folgende heitere Fall wird aus Ungarn berichtet: Als der Abeudzng der Staatsbahnen jüngst an einem Wächter- Hanse vorbeifuhr, kam einem mitreisenden Klassen-ingenienr die Gestalt des vor dem Häuschen stehen» den Wächters sehr merkwürdig vor. Krast seiner Machtvollkommenheit ließ er den Zug halten nnd sah sich die kuriose Figur i» der Nähe an. Die Beschau ergab ein lustiges Geschichtche»: Der Bahnwächter hatte seine Uniform einem Holzstücke Hinge, hängt nnd daran auch eine Lampe befestigt, dieiveil er iu seinem wohlgeheizten Zimmer den Schlaf des Gerechten schlief. Sein praktischer Sinn kam ihm diesmal teuer zu stehen; er wurde sofort ans dem Dienste entlassen. >.Eine gehaltvolle Zeitungsanzeige) erschien jüngst in einer amerikanischen Zeitung. der ..Sun": „Ich habe die Elire, allen Freunden nnb Bekannte» mitzuteilen, daß meine liebe Iran mir gestern dnrch den Tod entrissen worden ist, gerade als sie einem Sohne das Leben schenkte, für den ich eine gute Amme suche, bis ich wieder eine hübsche junge Lebensgefährtin gesunden habe, die 20.000 Dollar im Besitze hat nnd mir helfen will, mein best' empfohlenes Wäschegeschäft zn führen, das ich jetzt in einem Ausverkaufe zu jedem annchmbareu Preise auflösen will, ehe ich in das nene Hans übersiedle, das ich mir in der 12. Avenne Nr. 174 habe bauen lassen, wo ich noch einige prächtige Räume zu ver-mieten habe." Der findige Amerikaner teilt in den: einzigen Satze, den seine Traueranzeige bildet, wohl-gezählt zehn verschiedene Tatsachen mit. Kavallerie-Attacke. Schwank in drei Akten vo» Heinrich Swbitzer nnd Fritz Friedmann-Fredrich. Am Dienstag ging dieser bekannte nnd am Raimnndtheater in Wien mit durchschlagendem Erfolg gegebene Schwant, anch über unsere wenig glatten Bretter. Und doch ging alle? so ziemlich glatt ab. Abgesehen von dem verspätete» Beginne der Vorstellung — derselbe war durch die Ungunst des Wetters bedingt — und dein manchmal krampf-haften Anklammern einiger Darsteller an die Keimt-uisie des Souffleurs, der sich vernehmlich mühen mußte iim den vielen Ansordernngen zn entsprechen, war die Anfsührnng eine gelungene. Besonders die in den Hauptrollen beschäftigten Darsteller trugen ihr Beste« dazn bei. u«S den Abend zn einem ver-anügte» zn inachen. Von den Damen müssen wir Frl. Mizzi KovaeS. Frl. Andrea Jenseit nnd Fräulein Melitta Wernay lobend erwähne». Gerade bei Beurteilung dieses Stückes, scheint es uns mm am Platze, einmal an das Spiel des Fräulein Mizzi »ovaeS, unserer strebsamen Naive» eine tiefere Sonde zu fetzen. Wir wollen dies nicht vom Stand-pnnkte des Prvvinzrezensetlten tun, sondern von dem des Kritikers, der mehr verlangt und zu erhalte» sucht, als was ihm in der Provinz geboten werden kann. Wir wollen dies anch nicht tun nm der jungen Künstlerin etwa die Freude an ihrem Streben zn verleidet, im Gegenteil, wir wollen hieinit nur zeigen, daß wir mit voller S»i»ipathie dos Streben der jungen Dame zn würdigen wissen, nnd gerne bereit sind ihr den Weg. wenn schon nicht zn weisen, so doch anzudeuten, auf dem sie znr vollkommene» Ausgestaltung ihrer Individualität kommen soll. Da^ Gebiet der Naiven, das jeder Anfängerin, die das nötige Temperament ihr eigen nennt, am besten zusagt, hat anch in Frl. iiovacs eine selten begabte Vertreterin gesunden. An ihrem Spiel ist wenig Mache; man sindet wenig Gezwungenes, außer in Haltung nnd Geberde. Die Bewegiingen sind noch etwas eckig, noch nicht routiniert, das Spiel der Hände manchmal gezwungen, es macht den Eindruck des ungeübten, unbehaglichen, das nnS in manchen' Rollen gar oft ganz gut erscheint, anderseits wieder störend wirkt. Die Sprache, W>» einem angenehm klingenden Or^a» unterstützt, ist rein und sür den Zuhörer angenehm Doch auch diese leidet manchmal unter deui oft plötzlich über-sprudelnde» TemperamentsauSbrüchcn die ein Eha-rakteristikon der jungen Künstlerin sind, und die in unS daS angenehme Gefühl deS ungezwungenen aber sich in die Rolle noch nicht ganz hineingelebte» weib-liehen EharakterS, erwecken. Routin und fleißige Arbeit wird auch dieS zu ünew hoffentlich vollendeten Ganze» bringen. D)ie8 kurz ein Mahnwort, das vielleicht dazu dient, die Künstlerin in ihrem Streben zu unter-stützen. Wir hoffen Frl. Kovae» bald aus einer größeren Bühne zu sehe». Bon den Herren erwähnen wir Herrn HanS Walter, Herrn Bollmann, Herrn Hofbauer, die ihren Rollen vollkommen gerecht wurden. Si'.tt 5 Die Zwischenpausen wurden diesmal in angenehmer Weisedurch reizende Stücke von der Musikkapelle unter Herrn Schachenhofer angenehm ausgefüllt. U. H. Eingesendet. Im zarten KindeSalter drohen den kleine» Lebewesen zahllose Erkrankungen durch Verdanungsstörnngen. Hiergegen gibt es keinen besseren Schutz als die Ernährung mit „Knfeke". welches alle gnten Eigenschaften in sich vereinigt, die einer rationellen Kindernahrnng znkommen, es ist leicht verdaulich, äußerst nahrhaft, fördert die Muskel» und Änochciibilduiig. verhütet nnd beseitigt Darmkatarrh. Diarrböe, Brechdurchfall k. Aus Gießhübl Sauerbrunn wird gemeldet, daß dort die Füllnngen nnd trotz des drohenden Frostes auch der Versandt des altbekannten Gieshiiblers schon in seinem ganzen Umfange wieder aufgenommen werde» mußten. Die eben beendete Nensassiing der Quellen ergab ei» geradezu brillantes Resultat und wird das regste Interesse aller erwecken, die iu diesem Sommer die Ursprnngsstätte dieser für Heil« »nd Erfrischnngsbedürftige anerkannt werwollen Quellen aufsuche». Wiener X-Strahlen, politische, soziale und finanzielle Revne. Herausgeber: Dr. Heinr. Gloga», — Unter diesem Titel erscheint seit Jänner 1909 im KommisfionSverlag von Rudolf Lcchner und Sohn, Wie» I.. Seilerstätte 5, eine Zeitschrift, die berechtigt ist, in allen Kreisen Ansscheii zn er-regen. — Die .X-Strahlen" erscheinen in entspre-chender Ausstattung, wie HardcnS „Zukunft". — Inhalt des 6. Hefte« (27. Feber 1909): L'liomnie inagqitf, gezeichnet von Theo Zaschc. —Unser erster Erfolg. — Graf Knuo (Berlin) an Graf Niki (Wien). — Usurpierte Schätze. Von Röntgen. — Die größte» Aerzte. Von Erwin Bilz. — Gras nnd Kausmann. — Wiener Theaterbild anno 1909. Von Adolf Baierle. — Die verlorene Schülermatrikel. — Ssauin. Von M. Artzibaschew. — Wie unser Fremdenverkehr gelobe» wird. — Unhaltbare Zustände. — Preis des Heftes 30 Heller. Viertel-jähriges Abonnement 2 Kronen Zn beziehen durch alle Buchhandlungen »nd von der Verlagsbnch-handlnng selbst. Neckarsulmer Motorräder. Die Neckar-snlmer FahrradwerkeA.G., Königl.Hofl., Neckarsiilm erzengen seit 10 Jahre» Motorräder, die sich steigen-der Beliebtheit erfreue». DieS geht wohl am besten daraus hervor, daß die Firma für das Jahr 1909 eine Erweiterung ihres Betriebes vornehmen mußte nnd daß über 15.000 Motorräder in allen Welt-teile» lausen. Die Neckarsnlmer markanten Type» deS Jahres 1909 sind folgende: Das leichte Ein-eylinder-Motorrad 1 */»H1' mit 38 kg, das Zwei-cyli.ider 2'/,IIP mit 45 kg Gewicht, ein 4II? Ein-eylinder und ein 7>/,IIk'Zweicylinder unter anderen vielen Type». Mit dieser Serie ist wohl allen motorradsportlichen Ambitionen vollständig entsprochen-, wer für daS handliche leichte Motorrad schwärmt, wird ebenso befriedigt wie derjenige, der den starken Zweicylinder sür Beiwagenzwecke benützen will. Die DoppelübersetznngSnabe ermöglicht als Beiwagen« gesährt oder Transportfahrzeng da? Erklimme» der schwierigsten Steigungen mit großen Lasten. Der reichillnstrierte Prachtkatolog bietet jedem Interessenten eine Fülle neuer Modelle nnd eine Reihe praktischer bequemer Einrichtungen. Das ist eben eint böse Zeit, Frau Müller, >•.> jetz, nicht wehr Winler und doch auch noch nicht 2» «ommtr. Wer da Nicki so» ist, bo'i sich leicki einen tflditiaen Knack». Dein Himmel aber sei Dant — bei mir ist alle« n es und. Ich habe stet? Fay» eckte . Soden ii die Schachtel. ßjQ die man überall kaufen taun. Lassen Sie sich aber %-g unter leinen Umständen irgend eine Rachadinun,, S& aushängen. sondern verlangen Sie immer ausdrücklich die echien von Zay. 0»»chs-ansfall von 4,060.000 Mark im Monat e> ,« Deutsche Wacht Durch diesen BerbrauchsauSfall jener 45 000 Arbeitslosen werden wiederum tausend« von Unter-nehmern »>>d Arbeitern in ihren Einnahmen ge-schmälert uud zu BerbrauchSeinfchränkungen gezwungen nnd wieder müssen andere Produzenten mit ihren Arbeitern BetrxbSeinschränknngen nnd ArbeitSvermindernngen, hiermit natürlich auch Ein-kommeuSveräuderungen erleide». Uud immer weiter« Kreise werden von der Wirkung eines solchen Ber-branchSauSfalleS in Mitleidenschaft gezogen. Die Wirkung dieses BerbrauchSaussalleS und der damit zusammenhängenden Arbeitslosigkeit wirkt aber ungemein schärser in den Großstädten, als auf d«m Lande und in kleinen Provinzstädtchen. In letztere» wäre eS de« Arbeitslose» immerhin möglich, durch Pachtung eines Stückchen Landes anch ohne größeren Verdienst (Lohn) wenigstens das Leben zn sriste«, und mit Hilft vorübergehender Arbeitsgelegenheiten die geringen Mieten aufzubringen. Nicht so in der Großstadt, wo die Mieten hohe nnd die Lebensmittel »ur durch Barkäuse nnd zu verhältnismäßig hohen Preisen erhältlich sind. Hier müssen LohnauSsälle ungünstig aus die Ernährung wirken und gleichzeitig den Verbrauch anderer Ver brauchSartikel ausschließen, und dies um so inten-siver, je mehr ihre Kapitalien in Jndustriewerten iAklien) angelegt sind. Dividendenverminderungen und Kursrückgänge sind die erste natürliche Folge, ihre Weiterwirkung die Verschärfung dieser Rück-gänge. Auch diese Einnahmeverniiuderunge« nnd Kapital-Verluste wären ebenso wie das Mißtraue» der Kapi-talisteu zu de« Geldbedürftigen reine Privatangelegenheiten der Betroffenen, wenn nicht schon das gesamte VolkSvermögen darunter leide» würde, und die Staatseinnahmen vou ihrer Wirkung betroffen wären. Verminderte Steuereinnahmen stehen ver-mehrten ZinsanSgaben sür Staatsanleihe» gegenüber nnd werden verschärft durch vermehrte Ausgaben, die für die Sicherheit des Staates erforderlich ge-worden siud. Hier tritt aber «och der Umstand verschärfend hinzu, daß die nachteilige» Wirkungen der beiden Formen deS Geldmangels sich mit jedem Tage vermehre», de»n die Wirkung des VerbranchSauS-falles muß sich immer weiter ausdehne», solange die Ursache desselben nicht beseitigt wird, sie nniß immer weitere Erwerbskreise in ihren Einnahmen benachteiligen nnd in ihrer Ste»erkraft schwäche» Hierdurch wird die Steuerlast immer drückender uud die kauskrast aller stets vermindert, so daß auch diejenige» VolkSkreise, die ihre« Verbrauch uicht ei», geschränkt habe«, schließlich doch hierzu gezwungen werden. Leider besser« sich die Verhältnisse nicht vo« selbst, anch die hohe Staatsregier«ug kaun sie nicht ändern, fnnst hatte sie sie vielleicht nicht zu dieser Schärfe answachfe» lasse». Das Voll aUeiu kann eine Besserung schaffen. Vou seinen drei Haupt-erwerbsklasse« (siehe Abschnitt L nnd 3 der ..Ur-fachen des Geldmangels"), könne» die Arbeiter nur die ihnen aufgetragenen Arbeiten ausführe» »ud für die dafür erzielte» Löhne eine» entsprechenven Verbrauch entwickeln Das haben sie stets prompt besorgt »nd diesem Umstände ivar die Hebung des allgemeinen Wohlstandes dcr guten Jahre zu»t großen Nummer 18 Teil zuzuschreiben. Wirksamen Einfluß an der Beste-rung der jetzigen allgemeinen Notlage können nur die beiden andern Haupterwerbsklassen ausüben, die Kapitalisten und die Unternehmer. Daß reichlich Leihkapital vorhanden ist. ist am Anfange diese« Artikels nachgewiesen worden, da» reichliche Vorhandensein der Unternehmungslust äußert sich am kräftigsten im Suchen nach Leih-kapital. Dieser Kapitalbedarf ist in dem letzten Jahre scheinbar gesunken, denn er hat sich nicht so dringend geäußert, wie 1907/08, weil die Aussichtslosigkeit aller Bemühungen bei der Beschaffung von Leihkapital auch den Kühnsten zur Einstellung dieser Bemühungen zwang, aber verschwunden Ist dieser Bedars keineswegs. DaS einzige, dafür aber auch umso wirksamere Mittel sür die Besserung der jetzigen unglückliche» Zustände ist und bleibt die Beseitigung de» Mißtrauens derKapitalisten gegen da» Unternehmertum. Hierbei müssen beide Teile mitwirken, liier muß auch das Gesetz mitsprechen, es muß die Unredlichkeit nach Mög-lichkeit verhindern, nnd kann dies nur, in-dem es die Gefahren bei der Manifestatio» erhöht und den Gläubiger« Vorteile gegenüber den böswilligen Schuldnern einräumt. Hier hilft nur eins, man erforsche die Ursachen der jetzigen Notlage, die Ursache» des Geldmangels, e» werden sich, wenn man diese erkannt hat. schon Mittel und Wege znr Beseitigung der Uebelstände. zur Besserung der allgemeine» Wirtschaftslage finden lassen. _ Deutsche Volksgenossen! Nach jahrUanger freudig geleisteter Arbeit und Dant der opierwilligsten Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau de« Deutschen Hauses bis zur Vollendung gediehen. Die prächtigen Räume dc» stolzen Baue« sind ihrer Bestimmung übergeben worden. FreigemuleS, frischet, völkische« Leben ist in da» Hau» ein gezogen, da« für da« ganze deutsche (Eilli und alle Freunde dieser Stadt, sür die deutschen Bereine, sür alle Schichten der deutichen Bevölkrung bestimmt ist. als Heimstatt deut-scheu geistigen Streben» und deutscher Lebenssreude. al« Pflegestätle deutschen Wesen» in den Südmarten de» deut» ichen Gebiete«. Da» Hau» ist erstanden durch rübmen«werte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bei denen deutsche Einigten und Brüderlichkeit herrlich zu Zage traten. Jetzt gilt es das Geschaffene zu erhalten alv stolzes Bild völkischen L»bc»S, a « Sammelpunkt aller Deutschen au« nah und fern, so daß jeder deutsche Bolk«genosse mit ausrichtiger Freude und m>t Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. Ta» Deutsche Hau« so »u erhallen, daß e« unser aller Stolz und Freude ist, da« Leben im Teutschen Haute so zu gestalten, dab e« da« völkische und wirtschaftliche Gedeihen Teutsch Cilli» in d.dcutungevollem Maße sörde t, da« ist tine Ehre-ausgäbe sür die Deutschen liiUi« und aller Deutschen, die treu zu Cilli sieben! In erster Linie obliegt diese Ehrenpflicht den deutscher Bewohnern Cilli«. ES gibt wenige Städte aus deutscher, Erde, in welchen die nationale Ovierwilligkeit so sehr die Gesamtheit beseelt, wie unier tampsumtoste«, allezeit sieg-reiche« Cilli, wo in bewunderung«n>üidiger /reise arm un» re ch. hoch und nieder sreudig die schwersten Opfer bringt am Altare de« deutschen Bolk«tum« und auch >ür da Teutsche Hau« Opfer gebracht ivu» en, die ber «ewu» derung und dauernden Tanke» wert sind. Ausweis über die im stSdt. Schlachthause in der Woche vom 15,. bis 31. Februar 1909 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. N a »n e de« Fleischers Schlach!»na?n dt«. ei«ge inreben-iube. mehrere Joch Grundstöcke i*t in Hoelien'pjr b. Cilli a. Rekhsstrasse nnter »ehr günstigen KanfbL-disigungen nm d?n Betrag von 18.000 K «o!ort verkauflieh. Zu verkaufen event, sn verpachten ein neutuodero erbaute« Geschäfts- und Wohnhaus im Sunntsle. Im Hause befindet sieb ein gnt besuchtes Einliobrgasthaus nebst Schnapspchank u. Tsbak-1 rutlk. 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