80. Jahrgang Erschein l wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). > / rifHeilung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-08. 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. Nr. 25 Donnerstag, den 1. Februar 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 32.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. PfGIS Olfl 1*50 Mariborer AeUuitg Das Echo der Rede Hitlers Stifümmung in čer Meinung Italiens / London . Das Unmögliche eingefehen, Frankreich von England zu trennen Varis hat die Rede gleichgültig emgegengenvmmen Rom, 31. Jänner. (Avala.) DNB berich tet: Die Berliner Rede Hitlers hat in italienische» politischen Kreisen volle Zustimmung gefunden. Die italienischen politischen Kreise verweisen insbesondere auf die Parallele, die der Führer und Reichskanzler zwischen Italien und Deutschland zog, die im Laufe der Geschichte um ihren Anteil am Reichtum der Welt betrogen worden und die heute als junge Nationen ihr Recht verlangen. In italienischen politischen Kreisen wird in erster Linie auf jene Fiihrerworte hingewiesen, denen zufolge Deutschland und Italien seit Jahren eine gemeinsame Politik betreiben, eine Politik, d e sich in keinerlei Weise verändert hat, da die beiden Mächte in Uebereinstimmung ihrer Interessen durch engste Freundschaft verbunden seien. Einmütig wird in italienischen Kreisen auch unterstrichen, daß die Probleme, die z-wischen den Nationen schweben, in der gleichen Art und Weise gelöst werden müssen wie die sozialen Fragen. Größtes Gewicht wird von seiten der italienischen politischen Kreise den Worten Hitlers beigemessen, die er an die Adresse Englands und Frankreichs gerichtet hat. In Italien herrscht die allgemeine Auffassung vor, daß die ganze Welt diese Worte verstehen werde, und] zwar umso mehr, als Hitler nicht nur das unerschütterliche Vertrauen zwischen der Reichsführung und Nätion hervorgehoben habe, sondern auch die Tatsache, daß die Vorbereitungen, die das Reich im Lau fe der letzten Monate getroffen hatte, in großem Maße alle Erfolge Deutschlands im Laufe der letzten Jahre übersteigen. London, 31. Jänner. (Avala.) R e u-t e r meldet: Obwohl es noch nicht möglich ist, eine totale Reaktion der Londoner maßgeblichen Kreise auf die Rede Hitlers zu bieten, wird dennoch betont, daß der größte Teil der Rede den mehrfach zum Ausdruck gebrachten Argumenten über den Krieg gewidmet ist, der Deutschland aufgezwungen sein soll. Die Rede enthält auch die bekannten unrichtigen Behauptungen i>jer Deutschlands Friedenswillen. Hitler sprach in einem leb haften Ton und befand sich die ganze Zeit seiner Rede in der Verteidigung. Unter den politischen Punkten, die Hitler erwähnte, konnte die Beobachtung gemacht werden, daß er die Interessen Italiens als identisch mit den deutschen Interessen charakterisierte. Was die übrigen Feststellungen betrifft, die in der Rede Hitlers entstanden sind, wird auch auf die Behauptung ver- wiesen, daß Deutschland die erste Großmacht der Welt sei. Auf diese Weise wird gezeigt, daß Deutschland keinen Zweifel darüber hegt, welchen Platz Deutschland in der Ordnung der Dinge einzunehmen hätte. Hitler charakterisierte ferner seine Gegner in dem Sinne, daß sie in der Miniatur kopiert hätten, was er in Form kolossaler Pläne verwirklicht habe. Man müsse annehmen, daß sich diese Behauptung wahrscheinlich auf die Rationierung beziehe. Der größte Teil der Rede Hitlers war gegen England gerichtet, es fehlte aber auch nicht an Angriffen gegen Frank reich. Die große Lehre, die sich aus der Rede Hitlers nach englischer Auffassung ergibt, ist die Einsicht im Hinblick auf die Vergeblichkeit seiner früheren Bemühungen, Frankreich von England zu trennen. Paris, 31. Jänner. (Avala.) H ä v als berichtet: Die gestrige Berliner Rede des deutschen Reichskanzlers ist in Paris mit Gleichgiltigkeit hingenommen worden. Es herrscht hier die Auffassung vor, daß die Rede weder ein neues Argument noch eine neue Indizie enthalte. Die Themen vom Versailler Diktat, von der stärksten Nation der Welt, von den Gegensätzen zwischen besitzenden und besitzlosen Völkern seien, wie es hier heißt, genügend bekannt. Es fällt hier auf, daß der Führer nach einer längeren Ironisierung britischer Frömmigkeit den Allmächtigen um Intervention in Angelegenheiten Deutschlands aufrief. In der Darstellung Hitlers Ober die internationale Tätigkeit des nationalsozialistischen Regimes ist nach Auf fassung französischer Kreise besonders jener Teil der Rede charakteristisch, der sich auf das Jahr 1938 bezieht. Man verweist hier darauf hin, daß das Jahr 1938 jenes Jahr gewesen sei, in welchem Oesterreich und der Sudetengau okkupiert wurden. 1938 sei auch das Münchner Jahr gewesen. Dieses Jahr sei von Hitler als das Jahr der gegen Deutschland gerichteten Provokationen gewesen. L o n d o n, 31. Jänner. (Avala.) H a -v a s berichtet; In politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß Premierminister Chamberlain im Laufe seiner heutigen Rede zumindest gründsätzlich die gestrige Rede Hitlers beantworten u. den Thesen Hitlers die Thesen Englands und Frankreichs entgegenstellen werde. In politischen Kreisen erwartet man ferner, daß Chamberlain auch über die Verantwortlichkeit für diesen Krieg sprechen und in dieser Frage die Argumente Hitlers mit sei neu Gegenargumenten beantworten wird. Bulgarien für den Frieden i m <§me Erklärung Kjuseivanovs Wer Sie Außenpolitik des Landes Beziehungen zu allen Nachbarstaaten, 3. wirklich! werden können. Bulgarien Strikte Neutralität als Sicherung eines wünscht, in kein Kriegsabenteuer hinein-solchen Friedens, 4. Gerechte und freund- zutorkeln, es will vielmehr an den Seg-scbaftliche Wiedergutmachung der Unge- j nungen des Friedens teilnehmen.« Sofia, 31. Jänner. (Avala.) DNB teilt mit: Die bulgarische Presse veröffentlicht eine Erklärung, die Ministerpräsident Kjuseivanov dem Istanbuler »T a n« itn Zusammenhang mit den außen , FascBtingsamsiag (3. Feber) 1 I m I Iiub. vGaiaredtoute9 I. S. S. K. „MARIBÖR” III Sokolski dam (Union) rechtigkeiten, die in der nahen Vergän- politischen Zielen Bulgariens gegeben i genheit Bulgarien angetan wurden. »Bul- hat. Die Ziele. Bulgariens können in folgenden Punkten zusammengefaßt wer- garien«, erklärte der Mia'ste'präs'dent, »ist fest überzeugt, daß d ese vier Punkte den : 1. Bedingungsloser Friede, 2. Gute j der bulgarischen Außenpolitik leicht ver- Der bulgarische Min sterpräsident erklärte ferner, es gebe keine einzige Frage, die mit beiderseitigem guten Willen und in Freundschaft nicht gelöst werden könnte. bekannt: In der Woche vom 21. bis 28. d. M. wurden 12 Schiffe mit Waren im Gewichte von 21.000 Tonnen beschlagnahmt. Seit Kriegsbeginn wurden 270 Schiffe mit 502.000 Tonnen Waren mit Beschlag belegt. Der verschärfte Seekrieg geht Wetter Aach einer Meldung des Deutschen Nachrichtenbüros wurden gestern wieder Zahlreiche Schiffe von deutschen Fliegern verftnlt oder beschädigt Mafsenangriffe der Aussen Berlin, 31. Jänner. (Avala). DNB meldet: Deutsche Luftstreitkräfte haben auch am 30. d. Erkundungsflüge über der Nordsee und der englischen Ostkiiste von der Themsemündung bis zu den Orkney-itfseln durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit wurden neuerdings sieben bewaffnete Handelsschiffe versenkt, ein weiteres Schiff wurde schwer und ein anderer Dampfer leichter beschädigt. Außerdem xvurden noch zwei Patrouillensc.hifje versenkt. Trotz des heftigen Flugzeugabwehrfeuers der englischen Schiffe und des Einsatzes zahlreicher feindlicher Jagd t'ugzeuge blieb nur ein einziges deutsches Flugzeug zurück. London, 31. Jänner. (Avala). Reuter meidet: Im Laufe des 30. Jänner grifon deutsche Luitstreitkräfte vier britische Schüfe an, darunter die Dampfer ;Cory 1 o n<; (4553 Tonnen) und »T r i u m p h« (Leui Tonnen). Ein deutsches Flugzeug wurde hiebei abgeschlossen. An der schöt. usti-.p. r=;> -tv vermochte, sich eine Hein-; www •' vn; der Verfolgung durch britische Flugzeuge in den Wolken zu I verlieren, nachdem sein Maschinengewehr vorher außer Funktion gesetzt wurde. Der brit. Dampfer »Jersey Q u e en« wurde bei Great Yarmouth ebenfalls angegriffen. Rundfunkhörer aus diesem Bezirk- vernahmen SOS-Rufe eines anderen Dampfers. Bald darauf kreiste ein dreimotoriger Bomber über der Stadt und sauste auf die im Hafen liegenden Patrouilleschiffe nieder. Der Bomber schien derte zwei Bomben, von denen jedoch beide ihr Ziel verfehlten. Man vernahm dann in der Nähe von Yarmouth mehrere Explosionen, die von Bombardements deutscher Bomber'auf englische Schiffe herrühren mochten) Zwei deutsche Bomber überflogen sehr niedrig eine Stadt an der Ostkiiste Schottlands, ebenso zwei Heinkelmaschinen, die über einer anderen schottischen Stadt gesichtet wurden. Britische Jagdflugzeuge nahmen (he Verfolgung der feindlichen Maschinen auf. Ein deutscher Bomber iib.er.fIog die Ostkiiste hei Durham sehr niedrig und warf zwei Bomben ab, die ihr Ziel verfehlten. Im Schutze der Dunkelheit verschwand der Bomber und wurde von britischen Jägern noch weiter verfolgt. London, 31. Jänner, (Avala). Reu-t e r meldet: Wie von amtlicher Seite in Erfahrung gebracht wird, haben an den gestrigen Luftangriffen auf England zwischen Aberdeen im Norden und Kent im Süden rund zwanzig deutsche Maschinen teilgenommen. Die Deutschen griffen mehrere Handelsschiffe und ein Feuerschiff an. Mehrere der angegriffenen Handelsschiffe befanden . sich im G^leitzuge. Die begleitenden Kriegsschiffe feuerten unablässig auf die feindlichen Maschinen. Eine Heinkelmaschine, die bei North Cam brian einen Fischerdampfer zu versenken versuchte, wurde abgeschossen. Die deutschen Flugzeuge sind nach den erfolgten Angriffen auf britische Handelsschiffe an der schottischen Küste abgezogen. Es wird angenommen, daß einige der Flugzeuge durch Einschüsse beschädigt worden waren. Paris, 31. Jänner. (Avala). H a v a s berichtet: Das französische Manneministerium gibt folgende Blokadeergebmsse Helsinki, 31. Jänner. (Avala.) d a-vas meldet: An der Front am Ladogasee setzen" die russischen Truppen ihre j verzweifelten Angriffe fort. Die Russen j dürften nach hiesiger Auffassung begriffen haben, daß die Rückzugsverluste grö ßer werden, deshalb ziehen sie den i Kampf mit den Finnen dem Rückzug durch unwegbarc Gebiete vor, in denen i sie dem Hunger und der Kälte preisgege-, ben werden. Die Sowjetsoldaten kämp-j fen tapfer, sie sind jetzt auch vorzüglich bewaffnet und ausgerüstet. Die finnischen Truppen kämpfen mit größten Schwierig lernten, da sie sich am Ladogasee im Bewegungskrieg befinden und sich außerdem vor Masseneinsätze der Russen gestellt sehen. Moskau, 31. Jänner. (Avala.) DNB meidet: Der Generalstab des Leningrader Mibtärkreises berichtet am 30. d.: Keine bedeutsameren Ereignisse. Sowjetluft-streilkiäfte vollführten mehrere erfolgreiche Angriffe auf feindliche Reserven und militärische Objekte. Zürich, 31. Jänner. — Devisen : Beograd 10, Paris 10.08kl, London 17.80, Newyork 446, Brüssel 75.70, Mailand 22.51, Amsterdam 236.75, Berlin 178.75, Stockholm 106.17K., Oslo 101.35, Kopenhagen "6.10 Sofia 3.30. Budapest 87, Athen 3.55, Istanbul 3.30, Helsinki 775, Balkankonferenz und Jugoslawien w BUNDESOBMANN DR. JANKO ÜBER DIE MISSION DER DEUTSCHEN VOLKSGRUPPE JUGOSLAWIENS. Novfsad, 31. Jänner. Vergangenen i hierin nienm dem nachzusitehen geden-Samstag fand im Hab ag-Haus das Neun-J ken. Opfer ist ein so heiliges Wort, daß durch Schiffe zu erreichen ist. Damit sind die 8000 Bewohner nach 11 Jahren zum erstenmal wieder isoliert. Im Jahre 1929 war Texel vom 10. bis 13. Feber, völlig abgeschlossen von jedem Verkehr. Inzwischen hat- jedoch die Insel einen Flughafen erhalten, so daß eine Verbindung durch Flugzeuge aufrechterhalten werden kann. /Das unsterbliche- Hühnerherz« schlägt nicht mehr. i Newyork. Im Institut Rockefeller hat dieser Tage das künstlich erhaltene Hühnerherz zu: schlagen aufgehört, das dort seit 28 Jahren in einem Glasbehälter mit entsprechender Lösung gehalten wurde. Es stammte von einem Hühnerembryo, also einem Wesen, das nie wirklich gelebt hat, und erhielt sich pulsierend 28 Jahre hindurch. Es galt als Wunder der Wissenschaft. Theoretisch gesehen, war dieses Herz unsterblich, aber es hat ihm in dem letzten Jahr die sorgfältige Behandlung gefehlt. So ist denn »das »unsterbliche Herz« nach 28 Jahren gestorben. Zuletzt gab das institut Rockefeller, das diesen Schatz hütete, v/egen des starken Zustromes der Interessierten die Wiederkehr eines neuen Jahrestages des Eies nicht mehr bekannt, weil der Zudrang nicht mehr.zu bewältigen war, Filmdokument soll ein Jahrtausend überdauern. Japan begeht heuer den 2600. Jahrestag der Begründung seines Imperiums. Im Rahmen der hierfür vorgesehenen Feiern wird auch der Film als geschichtliches Dokument verwendet werden. Die Gesellschaft für Photographie will nämlich 2600 Photos auf Kleinbildfilmen aufnehmen, und zwar von der kaiserlichen Familie, von Persönlichkeiten aus der Politik und dem sonstigen öffentlichen Leben, aber auch Photos aus dem 1/erkehrsieben — und vor allem aus dem Alltag der Bevölkerung. Diese Sammlung wird in einer unzerstörbaren und luftdicht abgeschlossenen Metallkassette "feierlich begraben werden. Erst tausend Jahre später soll die Kassette wieder ausgegraben werden. Zahlreiche Opfer eines Kurpfuschers. Im Dorfe Gornja Tramošnica in Bosnien wurden in der letzten Zeit viele Bau ern von einer Hautkrankheit befallen. Statt sich an einen Arzt zu wenden, nahmen die Erkrankten die Hilfe des 83-jährigen Kurpfuschers Ivo Brkič der in Ostra Luka lebt, in Anspruch. Der alte Quacksalber verabreichte den Kranken für gutes Geld eine Salbe, mit der sie sich einreiben sollten. Nach der ersten Einreibung erkrankten aber zwanzig Bauern un ter Vergiftungserscheinungen. Sie hatten große Schmerzen zu leiden. "Vier Kinder, die man ebenfalls mit der Salbe bestrichen hatte, starben unter furchtbaren Qualen. Einige andere Kinder konnten nur durch rasches ärztliches Eingreifen gerettet werden. Der Kurpfuscher wurde festgenommen. Er behauptet, die Salbe schon hundertmal mit Erfolg angewandt zu haben. Das Necessaire im Handtaschenbügel Das »Handwerkszeug«, das die Dame heute zur täglichen Schönheitspflege stän dig bei sich tragen will, fand bisher meist im Innenraum der Handtasche einen mehr oder weniger festen und geeigneten Platz. Naturgemäß störte ,es dort oft, die Platzfrage war also bisher in. keiner Weise be friedigend gelöst. Jetzt kommt aus Offen bäch die Nachricht, daß man dort in den neuesten Modellen, die für die Leipziger Frühjahrsmesse 1940 (Beginn 3. März) bestimmt sind, einen neuartigen Etui-Bügel verarbeitet, der eine geradezu ideale Lösung der Platzfrage für die Schönheitsutensilien bedeutet. Es handelt sich dabei um einen durch deutsche und viele Länderpatente geschützten Bügel, dessen Innenraum die Aufnahme der Schönheits. Pflege-Utensilien wie Kamm, Spiegel, Pu der, Lippenstift usw. gestattet. Diese Geräte sind in diesem Bügel handlich und übersichtlich geordnet, ohne — wie sonst häufig — sich im Innenraum der Tasche zu verlieren oder zu stören. Eine ganz flache Abwandlung dieses Bügels enthält sämtliche Artikel, die zur Nagelpflege unentbehrlich sind. In Fachkreisen ver- te Landestrachtfest des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes statt, zu dem Tausende von Deutschen als allen Gebieten Jugoslawiens, in denen Deutsche siedeln, nach Novisad gekommen waren. — Dem Fest wohnten Banus Dr. R a d i v o-j e v i č, ein Vertreter des Stadtpräsidenten, Polizeichef Vojnovič und ein Vertreter des Armeekommandanten bei. Die deutsche Gesandtschaft in Beograd hatte zwei Vertreter entsandt. Bundesobmann Dr„ Janko legte in der Festansprache den Sinn des Trachtenfestes dar. Die Tracht solle zeigen, daß die Deutschen in Jugoslawien sich verpflichtet fühlten, das kulturelle Erbe ihrer Väter zu erhalten und zu mehren. Wenn man die Geschichte der letzten Jahrhunderte durchblättere, so müsse man feststellen, daß die Deutschen Jugoslawiens auf Grund ihrer Kulturleistungen aus ihrer jetzigen Heimat nicht wegzudenken seien. Seit einigen Jahrhunderten hätten j Deutsche im Banat, in der Bačka, in Syr- I mien und in der Baranja, in Slawonien und in Slowenien eine Heimat und einen Wirkungskreis gefunden. Viele Schioksaisschläge haben das Deutschtum in diesen Gebieter) erdulden müssen. Aber um so fester sei cs mit diesem Land verwurzelt und durch keine Drohungen daraus zu vertreiben. Wie es niemandem gelingen werde, die Deutschen von der erarbeiteten Heimatscholle, zu verdrängen oder sie in ihrem Pflichtbewußtsein dem Staate gegenüber wankend zu machen, so werde es auch niemandem gelingen, sie in ihrem natürlichen Recht einzuschränken, sich innerlich zu vervollkommnen u. Kulturwerte zu schaffen. Das Beisammen leben verschiedener Völker habe eine gegenseitige kulturelle Befruchtung zur Folge und diese ermögliche manchen äußerlichen Wechsel von einem Volk zum anderen. Aber auch dies, könne nichts daran ändern, daß in jeder Volksgemeinschaft eine, besondere einheitliche Kultur mit besonderen Ausdruckswerten entstanden sei. »Es gibt einen höchsten Maßstab für den Wert von Menschen und Völkern, denn, ob sie die Fähigkeit und. den Willen zum Opfer haben. Wenn wir Deutsche als Volksgruppe unter Völker treten, dann sollen die Völker wissen, daß wir spricht man sich von diesem neuen Bügel und den mit ihm ausgestatteten Handtaschen ein gutes Geschäft, da aus verschie denen Ländern schon öfters Wünsche nach einer derartigen Lösung laut gewor den sind. es übd wäre, ihm irgend einen herausfordernden Klang zu geben. Völker, die selbst zum Opfer bereit sind, werden sich hüten anzutasten, was den anderen notwendiges und heiliges Leben ist. Das ist die Haltung, die allein eine wirkliche Ord nung der Verhältnisse von Volk zu Volk möglich macht. Wir sind als Volk vom ungebrochenen Willen erfüllt, im Rahmen der uns gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten unser eigenes nationales Leben aus zuleben.« Humoreske von Draga Nitsche-Hegedušič Also ein Los hatte gewonnen, von allen zehn Losen das eine. Nun war die ganze Verwandtschaft um den Familientisch versammelt und wartete. Da war Herr Krämer, Kaufmann en gros und en detail, mit seiner Frau und seiner Tochter Susi, die Frau des Oberlehrers Reiter mit ihrem Sohn Robert, Witwe Weltmann von der verarmten Seitenlinie, mit ihren Kindern Franz, Hedwig und Hansi, und Fräulein Amalia, kurz Tante Mali genannt. Oberlehrer Reiter war zur Losstelle gefahren, den Gewinst zu holen. »Vielleicht ist es das Auto!« meinte Herr Kramer behaglich, »das wäre mir recht. Denn so einen Wagen könnte ich gut brauchen, zu Geschäftszwecken, oder auch so —« er kniff vielsagend das linke Auge ein. »Auch so!« rief ‘ seine blonde Tochter Susi begeistert und lehnte sich in den Stuhl zurück, als säße sie schon in dem Fond des Wagens. »Davon ist doch keine Rede!« ereiferte sich Frau Reiter. »Die Lose haben wir alle gemeinsam gekauft, also muß auch der Gewinn unter uns allen aufgeteilt werden! Ich sagte ja damals gleich, daß wir die einzelnen Lose irgendwie bezeich. nen sollten, und ich bin gewiß, daß es gerade mein Los ist, welches den Treffer gemacht hat. Ich habe schon immer Glück im Spiel gehabt, immer . . . !« »Nun, nun, die Haupttreffer werden ja auch in Bargeld abgelöst«, begütigte ihr Sohn, Provisor in der Schwanen-Apothe-ke, »aber es wird ja gar nicht der Haupttreffer sein, denn sonst hätte es ja Onkel Reiter gleich im Telephon gesagt. Er sagte nur: eines unserer Lose hat gezo | gen.« j »Vielleicht ist es das Motorrad!« rief Franz mit schriller Stimme — »das Motorrad wäre gerade für mich!» Die Witwe Weltmann sah erschrocken von ihrem vorlauten Sohn auf die Schwägerin Reiter. Aber diesmal ließ sich die Frau des Kaufmanns vernehmen. »Ausgeschlossen!« grollte sie, »auch das müßte selbstverständlich gleich veräußert und der Erlös zwischen uns geteilt werden. Jedem das Seine, mein lieber Junge, — aber die heutige Jugend ist eben schrecklich egoistisch«. »Aber das Fahrrad!« wagte der kleine Hansi jetzt schüchtern einzuwenden, »das Fahrrad könnte ich doch behalten?« »Gewiß!« mischte sich nun zum erstenmal die sanfte Stimme Tante Mali’s ein, deren Liebling der kleine Neffe war — »wer von uns braucht schon ein Fahrrad?« '»Erlaube —«, begann Herr Kramer, aber Witwe Weltmann gab, teils um von ihrem Sohn abzulenken, teils durch Tante Mali’s Mithilfe gestärkt, nun zu bedenken: »Vielleicht ist es die Nähmaschine?« Und da wurde ihr Wunsch auch schon zur Bitte: »Die könnte ich so nötig brauchen und ihr alle habt ja schon eine.« »Nur vergiß nicht, daß meine schon alt ist«, schnitt ihr Frau Kramer kurz das Wort ab, »und eine neue wäre mir auch lieber, wo doch Susi jetzt heiratet und wir so viel nähen müssen.« »Susi heiratet?« . fragte Robert verblüfft, »ja, wen denn?« »Den Herr Doktor, der bei uns wohnt«, erwiderte Frau Kramer großartig. »Aber Mutter, das ist doch nicht wahr! Er hat doch nur gesagt, weil ihm mein Apfelstrudel so geschmeckt hat, mich heiratet er sofort.« »Nun also!« trumpft die Mutter auf, »er hat es gesagt und er wird es auch tun!« Kriegerisch blickte sie in die Runde. »Aber wenn es die Küche wäre«, meinte jetzt die achtzehnjährige Hedwig träumerisch -— sie war seit kurzem Braut -—-»die weißlackierte Küche, die möcht’ ich wohl haben! Was kriegt man schon im Verkauf dafür und teilen kann man ja so was nicht.« »Warum nicht?« wollte Herr Kramer wissen, »ich frage, warum nicht?« »Weil dann niemand etwas davon hat», sagte Hedwig mehr logisch, als keck. Aber das ging gegen Herrn Kramers Würde. Sein Gesicht rötete sich, während seine gemütliche Laune ins Gegenteil umschlug. Jedoch bevor er zum Reden ansetzte, fühlte sich seine Frau berufen, einzulenken: »Den Tisch und das Wasserbankerl lcanns du ja behalten, meintwegen die Kohlenkiste auch«, bestimmte sie in einem Anfall von Großmut, »aber die Kredenz, die tat ich schon für uns beanspruchen«. »Und wir anderen?« erboste sich Frau Reiter mit erhobener Stimme, »wie kommen wir dazu, dann leer auszugehen? Und die Kohlenkiste, die will ich haben, meine ist schon aus den Fugen . . .« »Das ist doch unverschämt!« schrie Witwe Weltmann hysterisch, »da streiten sich die reichen Verwandten um ein paar Möbel . . .«" . Und nun ging der Tanz los. Nur Tante Mali blieb still und rutschte ängstlich auf ihrem Stuhl umher. »Heiratest du wirklich?« fragte unterdessen der Robert die Susi. »Freilich«, gab sie schnippisch zur Antwort. »Wenn wir erst das Auto haben, setzt der Vater es schon durch, daß wir es behalten, und dann wird der Herr Doktor mich noch lieber mögen.« »Geh -— nur wegen des Autos? Schau, ich mag dich auch ohne dieses und ohne Apfelstrudel . . .«, er tastete verstohlen unter dem Tisch nach ihrer Hand. »Du, am Ende ist’s die Aussteuer, Tisch- und Bettwäsche, und so süße Nachthemden aus Seide, mit Spitzen oben dran — für dich . . .« Susi bekam hochrote Wangen. »Woher weißt du denn, daß auf den Nachthemden Spitzen sind?« »Na ja, ich stell mir’s halt so vor«, flüsterte Robert verliebt und hatte nun endlich Susi’s Hand gefunden. Da schrillte die Glocke und der Kampf im Zimmer fand ein jähes Ende. Hansi stürzte hinaus, um zu öffnen. öberlehier Peiler war da und alles sah ihm gespannt entgegen. »Na«, sagte er mit einem undurchdriug liehen halben Grinsen, und warf ein kiel- | nes Päckchen mitten auf den Tisch — »da habt ihr euren Treffer!« Zehn Hände griffen darnach. Aber Frau Kramer hatte das Päckchen bereits erfaßt und hastig ausgewickelt. Eine Brosche kam zum Vorschein, eine kleine, einfache Brosche mit einem blauen Stein in der Mitte. »Gold?« fragte Herr Kramer sachlich und setzte seine Brille auf. »Was fällt dir ein!» lachte Reiter belustigt, »einer der letzten Treffer, ich habe die Wahl gehabt zwischen einer Handschuhschachtel und Ding da.« »Da wäre die Handschuhschachtel noch klüger gewesen«, sagte Frau Kramer eisig und legte die Brosche aus den Hän. den. Enttäuschung malte sich auf allen Zügen. Keiner warf mehr einen Blick dar auf. Nur Tante Mali. Tante Mali griff ängstlich, als könne es ihr noch immer verwehrt werden, nach der verachteten Brosche und fragte ungläubig: »Darf ich sie behalten?« Und als sie ihr niemand streitig machte, nestelte sie damit ihr Halstuch zusammen, trat einen schüchternen Blick in den Spiegel und war selig. »Wirklich wunderhübsch!« sagte Robert bewundernd und half ihr in den Mantel. »Und du sollst es auch als Erste wissen, Tante Mali«, lachte er strahlend: »Susi und ich sind uns einig und ich bin sehr froh, daß wir das Auto nicht gewonnen haben!« Bei Stuhlträgheit, Aufblähung, Sodbrennen, Kopfschmerzen infolge Verstopfung bewirken 1 bis 2 Glas natürliches »Franz-Josef«-Bitterwasser gründliche Reinigung des Verdauungsweges. Das Franz-Josef-Wasser wird auch von Bettlägerigen gern genommen und gut gefunden. Reg. S. br. 15.485/35. MMue-UstmMt f+ Erika Druzovič in Berlin. Erika Druzovič ist wieder in Berlin tätig und tritt gegenwärtig im Plaza-Variete in dem Stück »Wir schalten uns ein« von Walter Kollo auf. R-] Neuer italienischer Dramenpreis. Der Verband der italienischen Schriftsteller und Verleger hat einen Preis von 10.000 Lire für die Schaffung des besten Dramas ausgesetzt, das sich an die Jugend wendet und im Geiste des Faschismus dichterisch gestaltet ist. d. Die Grundlagen des Talmud. Der nichtjüdische Standpunkt. Von Walter Fasolt. Hans W. Pötsch Verlag, Breslau. 196 Seiten. Preis gebunden 3.85 Mark. Seit Eisenmenger (etwa im Jahre 1700) haben die Auseinandersetzungen über die jüdischen Gesetze (Talmud, Schulchan aruch und das damit zusammenhängende jüdische Schrifttum) immer weitere Kreise gezogen, wenngleich sich die Gesichts punkte in der Beurteilung dieser Frage entscheidend geändert haben. Mit dieser Angelegenheit befaßt sich auch das vorliegende Buch, dau überaus interessant geschrieben ist. Heitere Ecke Hausangestellte zum Besucher: »Die gnädige Frau läßt Ihnen sagen, sie sei nicht zu Hause.« Besucher: »Und ich lasse der gnädigee Frau sagen, ich sei gar nicht hier gewesen!« * Möller war in Geldverlegenheit und versuchte nun, seinen Zigarrenhändler, hei dem er seit Jahren ständiger Kunde war, um 60 Dinar anzupumpen. Der Geschäftsmann wollte nicht 'gern einen guten Kunden verlieren und gab ihm das Geld. . »Ich werde den Betrag in sechs Monatsraten zurückzahlen!« sagte Möller. »Und welche Garantie können Sie geben, daß Sie das Geld auch jedesmal haben?« fragte der Zigarrenhändler. »Ich werde die ganzen sechs Monate nicht rauchen!« gab Möller zur Antwort. * Ski-Heil. »Die erste Hälfte meines Urlaubs habe ich in den Alpen verbracht!« -»Und die andere Hälfte?« ,ln einem Gipsverband h. Aus Stadt Mttd (imeku Maribor. Mittwoch, een 31. Senner Reue Festsetzung 6er MinimaWhlie ZWEI VERORDNUNGEN DES BANUS DES DRAUBANATS. __ ERHÖHUNG DER ARBEITERLÖHNE. — MINDESTENTLOHNUNG DER HANDELSGEHILFEN UND DER PRIVATBEAMTEN. Auf Grund der Konferenzen mit den i Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerorganisationen hat Banus Dok tor Natlačen zwei Verordnungen erlassen, die sich auf die Minimalentlohnung der Arbeiterschaft in den Privatbetrieben sowie auf die Mindestentlohnung auf die Handelsgehilfen und die Privatangestellten beziehen. Mit der ersten Verordnung werden die bisherigen Minimallöhne der A rb c i t e r in den Privatbetrieben mit Rücksicht auf die zunehmende Teuerung etwas erhöht. In der bisherigen Verordnung des Banus werden d. minimalen Stundenlöhne von 2 bis 3 Dinar abgeändert, und zwar für Arbeiter und Arbeiterinnen im Alter von mehr als 18 Jahren in den Industriebetrieben in Orten mit mehr als 5000 Ein wohner in den unter Art. 2 der früheren Verordnung unter a), b) und c) angeführten Unternehmungen auf 3 Dinar, im Handel und im Gewerbe unter a.) und b) auf 3 Dinar und unter c) auf 2.75 Dinar, für Arbeiter unter 18 Jahren auf 3, 2.75 und 2.50 Dinar, in den Wirkwarenbetrieben usw. auf 2.50 und 2.25 D.nar, je nachdem es sich um Bedienstete über oder unter 18 Jahren handelt. Diese Verordnung tritt 60 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt für das Drau-banat in Kraft. Durch die zweite Verordnung wird bestimmt, daß die Handelsgehilfen einen Mindestgehalt von 900 Dinar monatlich zu erhalten haben, die Privatbeamten in den Industrie-, Gewerbe-, Handels-, Verkehrs-, Bergwerks-, Forst-, Bank-, Versicherungs- und ähnlichen Unternehmungen sowie in den Bau- und elektrotechnischen Betrieben dagegen 1000 Dinar monatlich. Ueberstunden werden mit 50% Zuschlag entlohnt. Besteht die Entlohnung teilweise in Naturalleistung, so werden die Kost mit 240 und die Wohnung mit 60 Dinar monatlich berechnet. Diese Verordnung erlangt mit der Veröffentlichung im Amtsblatt für das Draubanat Giltigkeit. WoilM? ß&s eefaktih Sie k% mmm Mummet /..... waltung den Jahresbericht über die Tätigkeit samt dem Rechnungsabschluß für das abgelaufene Jahr vorzulegen. Entfaltet die Stiftung ihre Tätigkeit in mehreren Banaten oder im ganzen Staat, dann ist der Bericht dem Unterrichtsministerium einzusenden. Für Zuwiderhandelnde sind strenge Strafen festgesetzt. Bis morgen Donnerstag. i Feber werden sowohl die großen als auch die kleinen Anzeigen für die kommende, am 3. d. erscheinende Sonntagsnummer der »Mariborer Zeitung« in der Verwaltung des Blattes (Kopališka ulica 6) entgegen genommen. Da am Freitag, den 2. d. die Verwaltung des Blattes wegen des Feiertages geschlossen bleibt, können an diesem Tage keine Anzeigen für d e Sonn tagsnummer angenommen werden. Die geschätzten Inserenten werden deshalb höflich ersucht, die Sonntagsinserate schon Donnerstag, den 1. d. bis. 18 Uhr in der Verwaltung des Blattes abge ben zu wollen. DIE VERWALTUNG DER »MARIBORER ZEITUNG«. Las Wetter Wettervorhersage für Donnerstag: Vorwiegend bewölkt, wechselnde- Schnee-fäHe zu erwarten. Das städtische Gaswerk zu neuem Leben erwacht MODERNISIERUNG DER ANLAGE. — ERHÖHUNG DER RENTABILITÄT. Eine der wichtigsten Unternehmungen der Stadtgemeinde Maribor ist unzweifelhaft das Gaswerk, das bereits sieben Jahrzehnte besteht, im Vorjahr jedoch zu neuem Leben erwacht ist. Diese städtische Unternehmung war viele Jahre das Sorgenkind der Stadtbetriebe, da sie einerseits aus ihrer Passivität nicht herauskommen konnte, andrerseits jedoch ihre Auflassung als öffentliche Institution nicht opportun erscheint. Bis zum vergangenen August befand sich im Gaswerk ein veralteter Horizontalofen mit sechs Retorten und einem Generator für Schwarz- und Braunkohle. Am 23. August wurde jedoch der Betrieb im neuen m o de rn e n Kammerofen aufgenommen, der bereits bedeutend bessere Ergebnisse erzielt, als dies früher möglich war. Ueberhaupt wurde das gesamte G a s w e r k modernisiert und auf eine rationellere Betriebführung umgestellt, die eine viel größere Ausbeute an Gas und Nebenprodukten, wie in erster Linie Koks, dann aber auch Teer und, anderen chemischen Stoffen, ermöglicht. Die Automatisierung des Betriebes •ermöglicht eine Verbilligung der Arbeitsleistung, wodurch die Rentabilität dieser städtischen Unternehmung für die Zukunft gesichert erscheint. Nach den uns zur Verfügung gestellten Daten wurden im Vorjahre insgesamt rund 871.000 Kubikmeter Gas erzeugt, wo zu 1871 Tonnen Kohle benötigt wurden, und zwar Schwarz- und Braunkohle. Der Hauptabnehmer ist der Haushalt, der nicht weniger als 75 Prozent der erzeugten Gasmenge verbraucht. Der Rest verteilt sich auf den Eigenverbrauch und m. Aus dem Staatsdienst. Der Bäurat Ing. Janko Kukovec wurde von Novo mesto nach Celje versetzt. m. Promotion. An der Zagreber Un-iver sität wurde heute Branko saTa.mun, ein Sohn des Rechtsanwaltes Dr. Šalamun in Ptuj zum Doktor der Medizin promoviert. Wir gratulieren! m. Aus dem Männergesangverein. Don nerstag, den 1. Feber wird in der Garn-brinushalle eine kleine Faschingsunterhaltung stattfinden, zu der unsere Fttun-de sowie die Familien der Mitglieder Herz liehst eingeladen sind. Separate Einladun i den unerläßlichen Verlust, der bei der j Erzeugung von gasförmigen Stoffen nicht völlig abzuwenden ist. Der neue Kammer- 1 gen werden nicht ausgegeben. Beginn j ofen schränkt den Gasverlust auf ein Mi- ’ um 20 Uhr. : nimum ein. Das Rohrnetz wird in den letzten Jahren durch stärkere Röhre ausgetauscht MILLIONEN WARTEN AUF SIE! Beschaffen Sie sich Lose der Staatlichen Klassenlotterie beim »Putnik«! Ziehungen der V. Hauptklasse schon vom 10. Februar bis 7. März 1940. 36.000 Tref. fer im Gesamtbeträge von 56,946.000 Dinar. Versuchen Sie ihr Glück! und erweitert. Neue, stärkere Röhre wurden in einer Länge von 955 Meter verlegt, wobei das Leitungsnetz um 94 Meter vergrößert wurde. Bei den Konsumenten ist ein Zuwachs von 113 Interessenten zu verzeichnen. Immer mehr Häuser werden an das Gasrohrnetz angeschlossen, seitdem die Hausfrauen die Vorteile des G a s k o e h e n s, insbesondere in den Sommermonaten, erkannt haben. Die Zubereitung von Speisen am Gasherd ist auch billiger, da die Hitze beliebig reguliert werden kann. m. Den 80. Geburtstag beging dieser Tage die Oberrevidentenswitve Frau Julie S t a u t z. Der allseits verehrten Jubilarin, die sich der besten körperlichen u. geistigen Frische erfreut, auch unsere herz liebsten Glückwünsche zum schönen Le-bensiubiläutn! m.Alie Stiftungen sind im Sinne der geltenden Bestimmungen verpflichtet, bis spätestens 31. März d. ,i. de* Banatsver- m. Taschend'ebstähle. Dem Besitzer Anton S. kam in einem hiesigen Gastlokal die Brieftasche mit 150 Dinar abhanden. — Dem hiesigen Photographen Kieser ent wendete jemand aus der Tischlade einen Betrag von 380 Dinar. m. Eine goldene Füllfeder wurde gestern bei den »Drei Teichen« gefunden. Der Verlustträger möge sich bei der Polizei melden. — m. Ein neues Sokolheim wird der So-kolverein in Pesnica bauen. Ein entspre-! chendes Grundstück wurde bereits käuf-j lieh erworben, auf dem vorderhand ein I Sommerturnplatz eingerichtet werden soll. m. Tödliche Alkoholvergiftung. In Sv. Daniel bei Muta trank der Keuschier Georg Račnik Branntwein in solcher Mer» ge, daß er bald darauf der erlittenen Alkoholvergiftung erlag. m. Den 1. Feber, d. i. bereits morgen, Donnerstag, findet mit aller Prachtentfaltung das traditionelle Bergfest unserer immer zahlreicheren Bergfreunde statt. Wer wirklich einen Abend in echter berg-kameradschaftlicher St'mmung verbringen will, versäume nicht das morgige Bergfest in den Sokolsälen aufzusuchen m. Wetterbericht vom 31. Jänner, 9 Uhr: Temperatur 7 8, Feuchtigkeitsmesser 99%, Barometerstand 734.5, windstill. — Gestrige Maximaltemperatur —3.8, heuti* Fast io Millionen Dinar dem Feuer entrissen IMMERHIN UM 1,028.700 DINAR BRANDSCHADEN IN MARIBOR IM JAHRE 1039 — JAHRESTAGUNG UNSERER FREI WILLIGEN FEUERWEHR. — ge Minimaltemperatur —8 Grad. Neuschnee 6 cm, Schneehöhe 49 cm, Niederschlag 7.4 mm. m. Den Bund fürs Leben schlossen dieser Tage cand. iur. Zoran Mulej und Frl. Carmen T o m a z i n. Trauzeugen wa ren Schriftleiter Jaroslav Dolar und Magistratsbeamter Franjo Pivka. Wir gratulieren! m. Im ehrenden Gedenken an den verstorbenen Universitätsprofessor Dr. P. Grošelj spendeten die Altherren der hiesigen akademischen Verbände 600 Dinar für die Studentenküche in Maribor. MILLIONEN WARTEN AUF SIE! Beschaffen Sie sich Lose der Staatlichen Klassenlotterie beim »Putnik«! Ziehungen der V. Hauptklasse schon vom 10. Februar bis 7. März 1940. 36.000 Treffer im Gesamtbeträge von 56,946.000 Dinar-. Versuchen Sie ihr Glück! m. Junger Mann, der viel Arbeitsgeist besitzt, aber doch keine Arbeit findet, sucht Stelle als Geschäftsdiener oder dgl. Die Adresse dieses wirklich unterstützungsbedürftigen jungen Mannes, der auch für seine Eltern zu sorgen hat, liegt in der Redaktion des Blattes auf. * Faschin^dienstag im Zeichen der Masken in der »Velika kavarna«! 756 m. Die Vieh- und Schweinemärkte wieder gestattet. Da die Maul- und Klauenseuche schon stark nachgelassen hat, hat die Banatsverwaltung in Maribor die Abhaltung der Vieh- und Schweinemärkte wieder erlaubt. Der erste Schweinemarkt wird Freitag, den 9. Feber und der erste Rindermarkt Dienstag, den 13. Feber abgehalten werden. dm Piui ,^ygyr«.-vCTv- p. Gestorben sind in Ptuj in den letzten Tagen die 51jährige Winzerin Johanna Škrabi aus Janžki vrh, der 57jährige Aus zügler Alois K o 1 e t n i k aus Mala Varnica und der 30jährige Keuschler Franz Pesek aus Doklece. — R. i. p.l p. Tanz auf der Alm. So betitelt sich die große Veranstaltung des SK. Ptuj am Faschingsamstag, den 3. Feber in den adaptierten Räumen des Vereinshauses. Um nur einiges zu verraten, sei auf die Kellerbar, auf die Bauernstube und auf das Jägerstiibl aufmerksam gemacht. Es werden auch zwei Tanzkapellen mitwir-ken, gleichzeit'g ist für allerlei Ueberra-chungen und drgl. vorgesorgt. p. Unfall. Bei den Säuberungsarbeiten auf der Straße gegen Ormož wurde der Straßenmeister Ivan Mlatl aus Sorba vom Schneepflug gegen einen Apfelbaum gedrückt, wobei er schwere innere Verletzungen erl'tt. Er wurde ins hiesige Krankenhaus überführt. p. Im Kino Royal wird bis einschließlich Freitag, den 2. Feber der galante Ausstattungsfilm »Rote Orchideen« mit Olga Čehova, Camila Horn und Albrecht Schönhals aufgeführt. dm PMfraue po. Das traditionelle Bergfest des Slow. Alpenvereines wird am 2. Feber um 20 Uhr in den Räumen der hiesigen Sparkasse stattfinden. Die Musik wird die bekannte Eisenbahnerkapelle »Drava« aus Maribor besorgen. Es haben sich bereits zahlreiche Gäste aus Rogaška Slatina, Štore, Celje und aus anderen Gegenden angemeldet. po. »Unter glühender Sonne« lautet die Devise der heurigen Faschingsunterhaltung des Sokol, die am Fasch.ngdienstag in sämtlichen Räumen des Hote’s Mahorič s attfinden. Die umfangreichen Vorbereitungen lassen darauf schließen, daß Heute abends halten unsere Freiwillige Feuerwehr und deren Rettungsabteilung ihre 69. Jahrehauptversammlung ab, die neuerdings von der Schlagfertigkeit unserer Wehrmannschaften Zeugnis ablegen soll. Die Feuerwehr mußte im Jahre 1939 insgesamt in 47 Fällen zu Hilfe eilen und zwar schritt sie bei 36 Bränden ein, während in den übrigen 11 Fällen ihre Hilfe bei größeren Unglücksfällen notwendig war. Die Zahl der Großfeuer belief sich im Vorjahre auf 5, mittlere Brände waren 7 zu verzeichnen und in den übrigen 24 Fällen handelte es sich um kleinere Feuers brünste. Die von den Bränden vernichteten Werte beliefen sich auf 1,028.700 Dinar, während Werte von insgesamt 9 Aehnlich wie die Mariborer Stadtbetriebe, ist auch die Elektrizitätsgenossen-schaft in Ptuj unentwegt auf die Versorgung von Stadt und Land mit billigem Strom bedacht. 15. Jahre besteht schon diese Institution und hat in dieser Zeit Großes geleistet. Zwei Aufgaben hat sich die Genossenschaft gestellt: die Elektrifizierung der Stadt Ptuj, dann aber auch der näheren und weiteren Umgebung, vor allem des Draufeldes sowie des anschlie- MILLIONEN WARTEN*AUF SIE! Beschaffen Sie sich Lose der Staatlichen Klassenlotterie beim »Putnik«! Ziehungen der V. Hauptk asse schon vom 10. Februar bis 7. März 1940. 36.090 Tref. fer im Gesamtbeträge von 55,946.000 Di. nar. Versuchen Sie Ihr Glück! ße.nden Hügelgebietes. Zur Erreichung des gesteckten Zieles wird alljährlich bedeutende Arbeit geleistet. Die Elektrizitätsgenossenschaft zählt bereits tausend Mitglieder aus allen Volks schichten. Mit eigenen Mitteln erbaute sie eine 30 Kilometer lange Stromleitung mit das heurige Faschingfest am Faschingdienstag alle bisherigen Unterhaltungen in den Schatten stellen wird. Den Höhepunkt wird der Abend gewiß mit dem Auftritt des Balletts erreichen, das in jeder Hinsicht der Devise »Unter glühender Sonne« gerecht werden soll. po. D-r Sokoiverein in Poljčane, der heuer in sein 10. Vereinsjahr tritt, hielt vorigen Sonntag seine Jahreshauptversammlung ab, in der folgende Leitung gewählt wurde: Starosta I. Kovič, Vize-starosta F. Heric, Ausschußmitglieder Zita Mesarič, Po’dka Gasparič, Anica Požeg, L. Mesarič, J. Vovšek, J. Perdija und Paula Perdija. Für den Bau des neuen Sokolheimes wurden bisher 75.000 Dinar verausgabt. Mindestens dieselbe Summe wird die Innenausgestaltung erheischen. • c. Einendes Leichenbegängnis. Auf dem Friedhof von Braslovče schloß sich am Sonnabend vormittags die Erde über Neža P u n c e r, die in der Nacht zum Donnerstag das Opfer eines Raubmordes wurde. Choräle des Männerchores aus Braslovče leiteten die Trauer ein. — Die Freiwillige Feuerwehr mit Banner, der Katholische Kulturverein sowie zahlreiche Leidtragende, Freunde und Bekannte der Dahingeschiedenen nahmen daran teil. — Dekan Johann Atelšek, der unter großer Assistenz die Einsegnung vornahm, gab in erhebender Gedächtnisrede ein Lebensbild der stillen, braven, arbeitsamen, allzeit hilfsbereiten und wohltätigen Millionen 498.000 Dinar dem Vernichtungs werk des Feuers entrissen werden konnten. Die Löscharbeiten erheischten eine Gesamtzeit von 691 Arbeitsstunden. Natürlich brachten unsere braven Wehrmän- MILLIONEN WARTEN AUF SIE! Beschaffen Sie sich Lose der Staatlichen Klassenlotterie beim »Putnik«! Ziehungen der V. Hauptklasse schon vom 10. Februar bis 7. März 1940. 36.000 Tref. fer im Gesamtbeträge von 56,946.000 Dinar. Versuchen Sie ihr Glück! ner auch den Umgebungsgemeinden ihre Hilfe und halfen überall tatkräftigst mit, wo es galt, Leben und Eigentum des Näch sten zu schützen. acht Transformatorstationen. Die Zahl der Stromzähler hat sich bereits auf 1500 erhöht. Im abgelaufenen Jahr wurden an den Konsumenten rund 700.000 Kilowattstunden Energie abgegeben, um gute 25.000 Kilowattstunden mehr als im vorangegangenen Jahr. Die Genossenschaft berechnet den Haushaltstrom nur mit 3 Dinar pro Kilowattstunde und den Industriestrom sogar nur mit einem Dinar. Angesichts des niedrigen Strompreises ist es nicht zu verwundern, daß die Elektrifizierung in Stadt und Land so rasche Fortschritte zu verzeichnen hat. In den letzten Jahren verlegt die Elektrizitätsgenossenschaft ihre Tätigkeit immer mehr auf die Versorgung des flachen Landes mit Kraftstrom. An ihr Leitungsnetz wurden bereits die Ortschaften Sv. Vid, Pobrežje, Hajdina, Tržeč, Lancova vas und sogar Podlehnik an geschlossen. In den nächsten Jahren kommt eine Anzahl von Ortschaften am anderen Drauufer an die Reihe, so Spuh-Ije, Zabovci, Markovci, Nova vas, Bukovci, Stojnci und Podvinci. Frau. Viele Blumen bildeten das Symbol steter Erinnerung. c. Weinausstellung. In Dramlje findet vom 2. bis 4. Februar ein Weinmarkt mit einer Weinausstellung statt. Die Schirmherrschaft über diese Ausstellung hat Herr Senator Alois Mihelčič aus Celje übernommen. Die Ausstellung mit der Weinkostprobe wird am 2. Februar (Lichtmeßtag) um halb 9 Uhr vormittags im Slomšek-Heim eröffnet. c. Der Kraftsteilwagenverkehr auf der Strecke Celje __ Kozje — Podsreda ist bis auf weiteres eingestellt worden. Die Straße ist so schlecht gepflügt, daß ein Befahren mit Kraftwagen teilweise unmöglich ist. Auf der Strecke Celje — Solčava verkehrt der Kraftstellwagen nur zwischen Celje und Ljubno. c. Einbruch. In letzter Zeit wiederholten sich in Celje und Umgebung Einbrüche und Einbruchsversuche. Nun haben wir neuerlich wieder einen solchen Fali zu verzeichnen. Von einem bisher unbekannten Täter wurde in die Wohnung der Kaffeehausbesitzerin Frau Helene Kru sie in der König Peter-Straße eingebro-chen. Er entwendete aus einer versperrten Tischlade 2800 Dinar Bargeld sowie Schmuckgegenstände im Werte von 9600 Dinar. c. Kino Union. Mittwoch, Donnerstag, und Freitag das ausgezeichnete Filmlustspiel »Liebe streng verboten«. Zwei Berlinerinnen werden zu Studienzwecken nach Wien geschickt und erhalten nebst vielen guten Ratschlägen auch ein »Lie-besverbot« von daheim mit auf den Weg Was freilich nicht verhindert, daß beide, die resche Grete Weiser sowohl wie auch die reizvoll-zarte Carola Höhn, ihre Sarg’s KALODONT gegen Zahnstein Mmšam Ifoates REPERTOIRE. Mittwoch, 31. Jänner: Geschlossen. Donnerstag, 1. Feber um 20 Uhr: »Die unentschuldigte Stunde«. Ermäßigte Preise. Freitag, 2. Feber um 15 Uhr: »Alles zum Scherz«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. — Um 20 Uhr: »Via Mala«. — Ermäßigte Preise. Samstag, 3. Feber um 20 Uhr: »Othello«. Sonntag, 4. Feber um 15 Uhr: »Die verkaufte Braut«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. — Um 20 Uhr: »Konto X«. Ermäßigte Preise. Im-Mmo Esplanade-Tonkino. Bis einschließlich Mittwoch die fabelhafte, unterhaltende u. prunkvolle Ausstattungsoperette »Die Lie-besserenade« mit Jeanette Mac Donald. — Ab Donnerstag die große Lachbombe, der lustigste Film des Jahres »Das Ekel« (Der geschorene Igel) mit Hans Moser, Ernst Waldau, Hans Holt, Junkermann u. a. Burg-Tonkino. Premiere des letzten deutschsprachigen Zarah Leander-Filmes »Das Lied der Wüste«. Eine schöne Frau zwischen zwei Männern, die in inniger Freundschaft zu einander verbunden sind. Zarah Leander löst das Dilema mit ihrem urpersönlichen Charme und rettet den einen der beiden vor dem sicheren Tode. Es empfiehlt sich die Karten im Vorverkauf zu lösen! — Es folgt der große Tanz iustspielschlager »Ammanda«. Union-Tonldno. Bis einschließlich Freitag »Zum Verbrechen gezwungen«. John field in der Hauptrolle spielt jenes gehetzte Tier in menschlicher Gestalt, das aus Newyork fliehen muß, weil es des Mordes beschuldigt wird. Nun beginnt der Kampf des Rechts und Unrechts bis zum glänzenden Siege. In diesem Filme wirkt eine ganze Garde Hollywooder Filmkünstler mit. — Unser nächster Film ist ein Doppelprogramm: »Herr der Unterwelt«, ein erstklass’ger Gangstertum und »Banditen des wilden Westens«, ein Cowboyfilm mit dem berühmten Dick Fo-ran. 3I;po!ljefenna®tD!en1 Bis zum 2. Feber versehen die S v. Areh-Apotheke (Mag. Pharm. Vidmar) am Hauptplatz 20, Tel. 20-05, und die St. Magdalenen-Apo-t h e k e (Mag. Pharm. Savost) am Kralja Petra trg 3, Tel. 22-70, den Nachtdienst. Herzen rettungslos und endgültig an zwei furchtbar nette, lustige Wiener (Karl Schönböck und Wolf Albach-Retty) verlieren. Der immer gekränkte Hans Moser ist auch dabei. auf der Mim SporSklufo Ptuj Z. Feber Wereinshaussaal Fortschritte In der Ce*tri* sizierung des Lraufetdes 15 JAHRE ELEKTRIZITÄTSGEN OSSENSCHAFT VON PTUJ. — ■□■□■DHDBOBOBinBCjBinSäOäEOäSQBÜB D D BÜKOSOBDBOHDaOBDBDnCMaBnBn« Pnii/Ix/W LenkMr fl Der WErtWafi zur Steuerreform Eine Denkschrift wird dieser Tage von der Wirtschaftskammer in Ljubljana im Namen aller Kammern Jugoslawiens dem Finanzministerium überreicht werden, wie dies in der Ljubljanaer Tagung vor zwei Wochen beschlossen worden ist. Die Kam mern sandten bereits ihre Vorschläge u. Bedenken hinsichtlich der eingeführten i Steuerreform nach Ljubljana. Wie es ' heißt, wird aas Ministerium die Denk-i sehrift sorgsam prüfen und dann eine 1 neue Kammerkonferenz einberufen, um | ihre definitive Ansicht zu hören, worauf einige Aenderungen der Steuerbestimmun gen vorgenommen werden sollen. Börsenberichte Ljubljana, 30. Jänner. Devisen: London 176.70—179.90 (im freien Verkehr 218.27—221.47), Paris 99.85—102.15 (123.40—125.70), Nevvyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 995—1005 (1228.18 —1238.18), Brüssel 750.50—762.50(926.90 938.90), Amsterdam 2349—2387 (2901.17 2939.17), deutsche Clearingschecks 14.70—14.90. Zagreb, 30. d. Staatswerte: 2Vi0/oKriegsschäden 423—426, 4% Agrar 50—52, 4% Nordagrar 50:50—53.50, 6% Begluk 73.50—75.50, " 6%‘dalmat. Agrar 68068.50, 6% Forstobligationen 0—68.50, 7% Investitionsanleihe 98.50. 0, 7% Blair 87.50—0, 8d'ü Blair 95—98; Priv. Agrarbank 190—197. X Die gewerblichen Vereinigungen Sloweniens sollen in den nächsten Tagen von der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie aufgelöst werden. Gegenwärtig gibt es 152 Gewerbeinnungen im Draubanat, nach deren Auflösung neue, 50 an der Zahl, ins Leben gerufen werden sollen. Die Dekrete über die Auflösung sollen bereits geschrieben sein. Der Gewerbestand Sloweniens ist Uber diesen Schritt der Kammer sehr aufgebracht. X Ein neues Tagblatt wird mit 1. Feber in Beograd zu erscheinen beginnen. Es ist dies der »Trgovački Glasnik«, der bis zum Jahre 1935 gegen vier Jahrzehnte die Interessen der serbischen Kaufmannschaft vertreten hat. Nach diesem Zeitpunkt wurde das Wochenblatt »Trgovač-! ke Novine« herausgegeben, die jetzt ein- I gestellt werden, um das frühere Blatt als Tagblatt wieder erscheinen zu lassen. X Italienische Preiserhöhungen. — Aus Rom drahtet DHD: In Italien wurde außer der Erhöhung der Preise für Eisen,! Stahl und. Schrott auch eine Preiserhöhung für Maschinen genehmigt. Danach dürfen die Preise für Erzeugnisse der Maschinenindustrie, die auf Sonderbestellungen angefertigt werden, in dem Ausmaß erhöht werden, daß den gestiegenen Selbstkosten entspricht. Die neuen Preiserhöhungen gelten vom 1. Jänner 1940. — Das Korporationsministerium hat die Preise für Quecksilber und Aluminium erhöht. Während der Inlandpreis für Quecksilber bisher trotz den Preiserhöhungen für zur Ausfuhr bestimmte Partien unverändert auf 1000 bis 1050 Lire je Fla sehe gehalten wurde, ist er nunmehr auf 1400 Lire je Flasche erhöht worden. Die Preise für Aluminium sind ab I. Jänner 1940 um 50 Cent je Kilogramm gegenüber den Preisen vom Juli 1937 erhöht worden. Das bedeutet eine Steigerung um durchschnittlich 4 Prozent. Die Höchstpreise für Schwefel sind um rund 7 Prozent her-aufgesetzt worden. Bretter als Schutz aufzulegen. Bei günstigem Wetter wird ausreichend gelüftet. 1. Fruchtfolge im Gemüsegarten. Es gibt für den Gemüsegarten eine große Zahl von erprobten Möglichkeiten der Kulturfolgen. Wo im Herbst Stallmist in den Boden kam, werden z. B. im April Frühkohlrabi gepflanzt, die das Beet Mitte Juni räumen. Ihnen folgt Blumenkohl, Erfurter Zwerg, den man im September und Oktober erntet. Oder es wird als erste Kultur früher Kohl einschließlich Blumenkohl gesetzt, der Mitte Juli zur Ernte kommt. Danach pflanzt man Salatrüben, die im Oktober erntereif sind. Oder man baut im April Frühkohlrabi mit Salat als Zwischenfrucht, denen später Steckrüben folgen. Ferner wird auf ein Beet im März Spinat gesät, der Mitte Mai das Land räumt. Danach kommt B!u menkohl, Erfurter Zwerg, mit Ernte Ende August. Hier kann noch eine dritte Kultur folgen, und zwar Spinat, der bis Ende Dezember geerntet wird. Auf dem im Vorjahr mit Stallmist gedüngten Land wurde im September Spinat ausgesät, der Anfang Mai abgeerntet wird. Es folgen Gurken oder Winterkopfkohl. Bei den Gurken pflanzt man an den Rand der Beete Rosenkohl. Nach dem Winterspinat können auch Erbsen gelegt werden, die im Juli das Land räumen. Als Folgefrucht kommen Grünkohl oder Winterendivien und Kohlrabi. Auf ungedüngten Boden mit Spinataussaat im Herbst kann im Frühjahr nach der Ernte eine Düngung mit gut verrottetem Stallmist gegeben werden. Es folgt der Anbau von Frühkopfkohl, der im Juli oder August erntereif ist, oder Blumenkohl, danach Kopfsalat, Endivien oder Chinesischer Kohl. Vor einer Stallmistdüngung im Frühjahr konnte im September auch Feldsalat (Ra pünzchen) gesät werden, dem nach der Düngung Spinat folgt. Darauf wieder baut man Busch- oder Stangenbohnen. Es gibt also eine große Zahl von Möglichkeiten, den Boden intensiv bei sachgemäßer Wahl der verschiedenen Kulturen auszunutzen. 1. Die Kulturtiefe des Gemüsebodens. Die Schichten, durch welche die Pflanzen wurzeln durchdringen, können gar nicht weit genug reichen. Im allgemeinen beträgt sie nur Spatentiefe. Man sollte aber durch regelmäßiges Tiefgraben und -pflügen für eine ständige Erweiterung dieser Schicht sorgen. Sehr bewährt haben sich auch Tiefenlockerungen durch Bodensprengungen. Wer einmal einen Bo den tief rigolt und dann z. B. mit Schwarzwurzeln oder Rüben bestellt hat, wird erstaunt sein, wie lang diese Wurzelgemüse werden, d. h. bis zu welcher Tiefe sie Vordringen. Auch Kohl und anderes Gemüse bilden erstaunlich lange Wurzeln. Aus dem Ackerbau ist bekannt, daß in Böden, die durch Sprengung tie- Spori ©prungmeifterfchaft von Maribor BÜRGERMEISTER DR. JUVAN ALS SCHIRMHERR. AUSSCHREIBUNG. .— DER WORTLAUT DER dm imd 1. Frische Petersilie während des ganzen Winters zu haben, ist sehr einfach zu bewerkstelligen. Dazu schlägt man Petersilien wurzeln, von denen die alten Blätter weggeschnitten wurden, in Töpfe oder handliche Kasten ein. Im hellen Keller oder an Fenstern treibt Petersilie bereits bei 6—8 Grad sehr schön. Keineswegs sollen die Pflanzen zu warm stehen. In größeren Mengen kann Petersilie in Mistbeeten getrieben werden. Bei Frost sind dann neben den Fenstern noch Der Mari bo rer Wintersport-Unterverband bringt am S o n n t a g, den 4. Feber, wie bereits berichtet, auf der Schanze in Betnava bei Maribor die Sprunglaufmeisterschaft von Maribor zur Durchführung. Die Schanze gestattet Sprünge bis zu 40 Meter. Die Kämpfe nehmen um 14 Uhr ihren Anfang. Startberechtigt sind verifizierte Wettbewerber des Jugoslawischen Wintersportverbandes. Die Anmeldung ist mittels des vorgeschriebenen Mel debogen bis spätestens Samstag, den 3. Feber mittags vorzunehmen und zwar an die Adresse: »Mariborski zimsko-sportni podsavez, Maribor, Prešernova ul. 30a«. Für nachträgliche Anmeldungen, die bis eine Stunde vor Beginn der Wettkämpfe entgegengenommen werden, ist eine Nenn gebühr von 10 Dinar zu entrichten. Die ärztliche Untersuchung der Wettbewerber sowie die Verlosung der Startnummern werden Sonntag; den 4. Feber um 10 Uhr vormittags im Aljaž-Zimmer des Hotels »Orel« vorgenommen. Gestartet wird nach dem Reglement des Jugoslawischen Wintersportverbandes. Jeder Teilnehmer startet auf eigene Verantwortung. Die Verkündigung der Resultate sowie die Preisverteilung findet Sonntag abends um 20 Uhr im großen Saal des Hotels »Orel« statt. . Anschließend folgt ein geselliger Abend. Die Schirmherrschaft über diese größte lokale skisportliche Veranstaltung hat Bürgermeister Dr. Juvan übernommen, der damit neuerdings sein großes Interesse an dem Aufbauwerk unseres Sports bekundete und gleichzeitig die Bedeutung der Veranstaltung ganz besonders unterstrich. Das Kampfgericht setzt j sich wie folgt zusammen:. Obmann Zor-zut, technischer Leiter Purkelc, Schiedsrichter Aljančič, Golubovič, Vetrih und Voglar, Anlaufrichter Ing. Lah, Aufsprung richter Forstnerič, Auslaufrichter Jenko, Ansager P. Polak, Weitenmesser Čerin, Divjak, 0. Polak und Simčič, Sanität Primarius Dr. Lutman. Aunösc beröffenllici)! XennlS-remgiifie Nach den vielen Fachleuten, die alljährlich die Listen der besten Tennisspieler der Welt herausbringen, hat nun auch Jugoslawiens gefeierter Tennismeister Franz Puiičec, der bekanntlich zurzeit in Indien seinen Siegeszug fortsetzt, eine Tennisweltrangliste veröffentlicht, die in der Beograder »Politika« zum Abdruck kam. Punčec stellt sich die Reihung der besten Tennisspieler für das Jahr 1939 wie folgt vor: 1. Riggs (Amerika); 2. Bromwich (Australien); 3. Quist (Australien); 4. Punčec (Jugoslawien); 5. McNeill (Amerika); 7. Van Horn (Amerika); 8. Cooke (Amerika); 9. Henkel (Deutschland); 10. Tloczynski (Polen). : Wieder ein jugoslawischer Boxer eines unnatürlichen Todes gestorben. In Stara Pazova erlitt der erfolgreiche jugoslawische Boxer žika Atanackovič bei einem Exzeß in einem Gasthaus derart schwere Stichverletzungen, daß er diesen kurz darauf erlag. fengelockert sind, Getreide, Lupien u. a. bis zu 4 Meter (!) lange Wurzeln bilden. Die Vorteile dabei sind verschiedene. Die Wurzeln erschließen in der Tiefe eine Menge seither ungenutzter Nährstoffe. Darüber hinaus aber zehren sie während etwaiger Trockenperioden : von dem Grundwasser, so daß ihnen Oberflächentrockenheit des Bodens gar nichts anhaben kann. Umgekehrt saugt der tiefengelockerte Boden überschüssige Wassermengen auch bei wochenlangen Regenperioden auf, ohne daß die Pflanzen durch stauende Nässe zu leiden hätten. Durch Sprengung der tieferen Schichten werden auch etwa undurchlässige Schich ten zertrümmert, die seither den Wasserhaushalt des Bodens ungünstig beeinflußt haben. Rigolen und Tiefensprengun gen sind mechanische Mittel, um die Erträge zu steigern. Unter den heutigen Ver hältnissen haben sie besonders Wichtigkeit, da sie Nährstoffreserven des Bodens aufschließen und Höchsterträge bringen, ohne daß vermehrte Düngemittel aufgewandt werden müßten. Was hier von dem Gemüseboden gesagt wurde, gilt auch für den Obstbau und für den Ackerbau. fMmmstkes d. Wie erkennt man Wundinfektionen? Den Beginn einer Wundinfektion zu erkennen, ist für den Laien ungemein wichtig, da so früh wie möglich Gegenmaßregeln getroffen werden müssen. Man merke sich folgendes: Wenn die bis dahin ziemlich schmerzlose Wunde sich in ihrer Umgebung zu röten und zu schwellen beginnt, die Gegend der Verletzung sich heiß anfühlt und von der Wunde aus unter der Haut dem Auge sichtbare rote Streifen zum Rumpfe verlaufen, auch wohl die nächstgelegenen größeren Drüsen, wie die der Achselhöhle und der Leistengegend, schmerzen und anschwellen, dann liegt eine Wundinfektion vor, welche schleuniger ärztlicher Hilfe bedarf. Das Allgemeinbefinden pflegt dann auch gestört zu Sein, ein gewisses Unbehagen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, deuten auf den beginnenden Krankheitsprozeß hin. d. Ein wirksames Gurgelwasser bei Heiserkeit. Bei Heiserkeit und Halsschmerzen haben sich Gurgelungen mit Glyzerinwasser gut bewährt. Hiezu verrührt man einen Teelöffel voll Glyzerin mit einem Glas lauen Wassers. Das Gurgeln ist alle zwei Stunden vorzunehmen. Nach Verlauf von drei Tagen ist das Übel gewöhnlich geheilt. b. Ko je kriv za rat? Dokumente aus dem englischen Blau, und dem deutschen Weißbuch. Verlag »Sedma' Sila«, Beograd. Preis 4 Dinar. ... b. Naše gorice. Organ des Weinbauvereines für das Draubanat. Maribor. Jännernummer. Erscheint monatlich. Jahresabonnement 30, für Mitglieder 20 Dinar. b. Industrija i Rudarstvo. Monatsschrift für einschlägige technische und Wirt schaftsfragen. Beograd. Jahresabonnement 400, für das Ausland 500 Dinar. Die erste Nummer dieser neuen Zeitschrift bringt interessante Abhandlungen aus der Feder anerkannter Fachleute und wird in Wirtschaftskreisen sicherlich den gebührenden Anklang finden. b. Kosmos. Illustrierte Monatshefte für allgemeines Wissen. Jännernummer. — Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart Preis samt Buchbeilagen vierteljährlich 1.85 Mark. Auch die neueste Nummer bringt wieder eine Fülle von populären Abhandlungen aus verschiedene Wissens gebieten. b. Zeit im Querschnitt. Halbmonatsschrift. Verlag Dr. Joseph Wrede, Berlin. Abonnement vierteljährlich 1.70 Mark. Zeitberichte, Wiedergabe der wichtigsten Ereignisse usw. In der Traufe. »Ich werde heiraten; das Gasthause-'-sen ist mir zuwider!« »Da haben Sie recht, Herr Lenke! Wer ist denn Ihre Braut?« »Die Wirtin vom Schwarzen Adler... Japan hau! die Slaöt der ausgetktz!en Mädchen w eder auf / EhinMche FrauenrepubNk erliegt dem Kriegssturm Kwai-tong, die Stadt der ausgesetzten chinesischen Mädchen, im Frühjahr 1938 von ihren kämpfenden Bewohnerinnen zum Teil zerstört, ist jetzt von den Japanern wieder aufgebaut worden. Wir schreiben das Frühjahr 1938, die Zeit des japanischen Vormarsches im chinesischen Kampfgebiet. Die Truppen des Mikado stehen dreihundert Kilometer nord östlich der Stadt Nanking und marschierten gegen Kwai-tong, eine typisch chinesische Siedlung mit genau 3987 Einwohnern, mit einer riesigen starken Mauer, über die die japanischen Soldaten Witze machen, als sie ihrer ansichtig wurden. Die Mauer, sagen sie, hält uns auch nicht mehr auf, also nähern sie sich ohne große Vorsicht dem Wall, der sich um Kwai-tong zieht. Da — was bedeutet das? — Tack-tack-tack hämmert es ihnen entgegen. Tack-tack-tack! Maschinengewehrfeuer! Wie gut die Chinesen schießen! — In rasendem Lauf stürmen die Japaner die feuerspeiende Mauer, überklettern sie, drin gen in die Stadt ein. Verblüfft lassen die Soldaten für einen Augenblick ihre Geweh re sinken: vor ihnen Stehen und kämpfen Frauen! Junge und alte Frauen mit fanatisch glühenden Augen, verbissenen Mienen, entstellt von Haß und Verzweiflung. Mädchen mit Gewehren und Pistolen bewaffnet, kauern hinter heißgeschlossenen Maschinengewehren. Kein Mann tritt den Eroberern Kwai-tongs entgegen, aber eine Truppe von 2798 weiblichen Soldaten, eine ganze Stadt, die Stadt der ausgesetzten Mädchen. Die Japaner erholen sich von ihrer Ueberraschung, gehen mit gefälltem Bajonett vor, treiben die wütend kämpfenden Amazonen in die Enge und nehmen sie gefangen. Nur wenige Verteidigerinnen von Kwai-tong bezahlen ihre Kühnheit mit dem Leben, Kwai-tong aber — ihre Stadt, die einzige Frauenstadt der Welt — geht in Flammen auf. Erst viele Stunden später erfahren sie aus den Vernehmungen der trotzig antwortenden Gefangenen, daß sie nicht eines der vielen Frauenbataillone Tschiang kaischeks, sondern eine ganze Bevölkerung vor sich hatten, die unter dem militärischen Oberbefehl ihres »Bürgermeisters« stand, einer Redakteurin der Tages zeitung von Kwai-tong: die Frau hatte sich geweigert, die Waffen niederzulegen unZ jagte sich eine Kugel in den Kopf, als die Japaner zu ihrer Gefangennahme schreiten wollten. Kwai-tong war nur von Frauen u. Mäd- chen bewohnt, und zwar von ausgezetz-ten Waisen. Bis heute herrscht in China die grausame Unsitte, einen Teil der neugeborenen Mädchen auf dem Felde auszusetzen. Den Eltern sind nur männliche Nachkommen erwünscht. Ein Mäochen kann ja nicht vor den Ahnentafeln beten, und darum galt Mädchenaussetzung nicht als Verbrechen, sondern als eine Selbstverständlichkeit. Als Ende dieses Jahrhunderts die ausländischen Missionare dem von allen Regierungen stillschweigend geduldeten Mord entgegenzutreten versuchten, stießen sie auf den Widerstand der herzlosen Eltern, und sie mußten sich darauf beschränken, die ausgesetzten Kinder geradezu aufzusammeln u. in der Mission erziehen zu lassen. Die amerikanische und die belgische Mission von Föng-jang entriß in der Zeit von 1881 bis 1908 jährlich 100 bis 150 Mädchen dem Hungertode auf freiem Felde und brachte sie in ihren Anstalten unter. Viele von ihnen heirateten später Landarbeiter und Bauern, die jenigen aber, die wegen eines Makels ihrer ungeklärten Abstammung keinen Mann finden konnten, erhielten von der Mission Land geschenkt, das sich bei dem damaligen kleinen Dorf Kwai-tong mit seinen 200 Einwohnern befand. Etwa 10 Jahre vor dem Weltkrieg lebten in Kwai-tong bereits 600 junge Mädchen, die zufrieden ihrer Arbeit nachgingen und glücklich waren, eine menschenwürdige Existenz und ein Heim gefunden zu haben. Aber es geschah, was geschehen mußte: viele Bauern verliebten sich in die Mädchen, verließen ihretwegen die Ehefrauen. Die eifersüchtigen Frauen fielen über die Mädchen her, u. es entbrannten regelrechte Amazonenkämpfe, bei denen bald die eine, bald die andere Partei siegreich war, — die Jungmädchenkolonie aber stets von den Ehemännern unterstützt wurde. So ging es nicht weiter! Die Mission entschloß sich, den gesamten Grundbesitz von Kwai-tong aufzukaufen und den bedrängten Mädchen zur Ver fügung zu stehen, aber nur unter der Voraussetzung, daß die Bauern das Dorf verlassen und sich eine neue Heimat suchen. Und die Bauern zogen ab. Das Experiment glückte. Die Mädcher oewiesen, daß sie gute Landarbeiterinuii. «/aren, und schon nach kurzer Zeit konnten sie, begünstigt durch mehrere gute Ernten daran denken, nicht nur feste Häu ser zu errichten, sondern auch Geschäfte zu gründen. Ein kleiner Amazonenstaat wuchs aus dem Boden, in dem jede Arbei* — die landwirtschaftliche, handwerkliche und kaufmännische — von den Frauen u. Mädchen selb-st vorgenommen wurde; die Verdienstmöglichkeiten in der Frauenrepublik Kwai-tong lockten viele Männer an, aber die Bewohnerinnen verwehrten den unerwünschten Besuchern schon am Eingang der Stadt durch eine bewaffnete Sicherheitswache den Zutritt in die Siedlung, so daß die Männer schimpfend wie der umkehren mußten. Dauernd trafen neue Zöglinge aber auch reiche Geldmittel ein, außerdem aber auch viele ausgesetzte Mädchen. Im Jahre 1935 besaß die Frauenstadt eine eigene Tageszeitung, die von sechs Schriftleiterinnen redigiert wurde, ein Kino mit 350 Plätzen, einen Soortnlatz, auf die drei Vereine spielten, mehrere Speisehäuser, Teehäuser und — was das wichtigste war — einen Sicherheitsdienst von 100 Mann, Verzeihung! Frauen. — Diese Truppe, die mit drei Maschinengewehren, Gewehren, Revolvern ausgerüstet war, schützte die Stadt von den wiederholten Ueberfällen von Räuberbanden, die m der Siedlung begüterter Frauen besonders reiche Beute erhofften. Von der Stadtmauer, die zur Abwehr der Räuber erbaut worden war, eröffnen die Amazonen gegen die heranrückenden Banden ein wohlgezieltes Feuer. Dreimal kehrten sie noch wieder, als sie aber immer wieder mit blutigen Köpfen heimgeschickt wurden, vergessen sie schließlich das Wiederkommen, und die Frauenrepublik hatte ihre Ruhe. Die Japaner haben Kwai-tong, den einzigen größeren Amnzonenstadt der Welt, wieder aufgebaut. Viele Mädchen naben zwar die Stadt verlassen, doch nimmt man an, daß sie nach Ende des Krieges in ihre Heimat zurückkehren werden und daß Kwai-tong eine neue Blüte erleben wird. E. Tewes. faauekwdi . .-;y v,-zrn.«>.» Aus bunten Bauemlüchem ''/828346' B 28349 »Hat es in Ihrer Familie schon einmal eine berühmte Persönlichkeit gegeben?« »Ja! Mein Onkel war der fünfzigtausendste Besucher einer Ausstellung!« * »Fritzchen, trag’ mal schnell den Käfig mit dem Papagei hinaus!» »Warum denn, Mutter?« »Vater sucht seinen Kragenknopf!« Mit den drei Blusen zeigen wir reizende Vorschläge für oie Verwendung kleinerer Stoffreste. Wie die einzelnen Schnit teile aufzulegen sind, veranschaulichen die Uebersichten. Mit etwas Geschick u. Fantasie lassen sich die schönsten Kleidungsstücke hersteilen. Beyer-Modell B 28 349 (für 92 cm Oberweite). Drei Bauerntücher von je 64 cm im Quadrat ergeben diese jugendliche Schoßbluse, die aber auch im Rock getragen werden kann. Das schmale Kragenbündchen wird vorn zur Schleife gebunden. Beyer-Modell B 28 346 (für 88 cm Oberweite). Dieses reizende Blüschen wur de aus drei bunten Bauerntüchern, von je 50 cm Quadrat gearbeitet unter geschickter Ausnützung der Bordürenkanten zur Schmuckwirkung. Weiße Pikeekragenek-ken. Beyer-Modell B 28 356 (für 84 cm Oberweite). Aus 1 Meter Stoff von 90 cm Breite läßt sich dieses jugendliche Blüschen arbeiten. Der Vorderteil ist seitlich gereiht, die dem Kragenbündchen angeschnittenen Enden werden vorn zur Schleife gebunden. HAuwte J Zigeuner des Herzens Von Draga Nitsche-Hegedušic. Angela strich die Geige, das dunkle Haar fiel ihr in das zarte bräunliche Gesicht. »Wunderbar war es,« sagte Joachim — »und ich Lebe Dich!« Sie standen im Künstlerzimmer. Der Applaus draußen wollte nicht enden aber Angela hörte es nicht, sie hörte auch Joachims Stimme nicht, das letzte Thema rauschte noch in ihrer Seele, Grieg’s' trau riges Sehnsuchtslied. »Laß das!« bat Joachim und zwang ihr das Instrument aus den Händen. »Komm zur Erde, Angela, wir müssen zum Festessen.« Sie hob die dunklen Augen, wie einer, der ausweiter Ferne zurückkehrt. »Direktor Wernhagen wartet.« drängte Joachim, »und Du mußt es ihm heute sagen, daß Du die Tournee nicht mehr mitmachst. daß Du heiratest, Angela, — mich heiratest, o Liebste!...« Er war! sich in die Knie und preßte sein Haupt in die Seide ihres Gewandes, das kühl und keusch an ihrer schmalen Gestalt herniederfloß. Sie hob mit einer kleinen, rührenden Geste die Hand und legte sie auf sein Haupt, »loachim, —« ihre Stimme war Wie ein Geigenlaut so weh und leise, _______ »ich kann nicht, Joachim. Heute hab' ich’s erst wieder gefühlt — ich kann Deine Frau nicht werden !« »Angela!« Er sprang erregt empor und packte sie an den Schultern. »Du willst doch nicht sagen, daß Du zu wenig Liebe für mich hast?« Sie lächelte schmerzlich. »Ich liebe Dich zu sehr und sage alle meine Sehnsucht, all mein Empfinden der Geige hier. Das tut so wohl und weh. Ich kann nicht glücklich sein Joachim, und auch nicht froh, nicht satt an Deinem Tisch sitzen und brav Dein Heim hätten. Ich muß wan dern und Unruhe spüren und in fremden Augen lesen, daß ich zaubern kann. Ich muß frei sein, Joachim!« Sie hockte nun auf einem Stuhl, lässig zusammengekauert, — ein fremdes Wesen. fern und unverständlich. »Aber Angela!« rief foachim —« Komm doch zu Dir! Hast Du mir nicht Dein Wort gegeben, haben wir nicht noch gestern unsere Zukunft besprochen, warst Du nicht glücklich im Bewußtsein immer bei mir sein zu können, umhegt, umsorgt ^ehütet... Hast Du alles vergessen?« Nun kam em tiefes Mitleid in ihr Geweht. »Ich habe nichts vergessen, Joachim, verzeih mir, ich bin noch bei Grieg. Reich mir den Mantel, rasch man soll nicht auf uns warten. Und mach kein so trauriges Gesicht!« — Voll war es im Saal, und fröhlich. Angela hatte den Ehrenplatz zwischen Vern hagen und dem großen Sänger Ribo’di. Unwirklich schien sie, in einem fremden Re'z, mit dem zarten Braun der Haut, dem Weiß der Seide und dem blauen Schwarz der Haare. Ihre Augen waren Flammen, genährt aus unbekannten Tiefen. Joachim sah sie in Tränen verlöschen, als Ripoldi sang. Aber gleich lachte sie wieder, die Locken lagen gelöst auf der weichen Rundung ihrer Schultern. Einmal drängte er sich zu ihr und küßte ihre Hän de. »Der Wagen wartet, Angela — ich bringe D:ch heim!« Aber Angela wollte nicht. »Laß uns tanzen, Joachim,« bat sic »vielleicht ist es heute das letztemal!« Er fühlt sie kaum in seinen Armen und sie war doch früher so müde gewesen. Zum erstenmal verletzte ihn das Ungewisse ihrer Art. Zigeuner des Herzen waren sie alle, diese Künstler und lebten nach ihren dunklen Bräuchen und Gesetzen. »Weiß es Vernhagen schon?« flüsterte er ihr zu. Sie nickte unbestimmt, ihr Gesicht war blaß. »Küsse mich!« bat sie — »und sei gut zu mir!« Im kalten Vestibül bängte er ihr den Mantel um, Im Wagen schlief sie an seiner Schulter. Aber als sie am Ziel waren, wollte sie nicht, daß er zu ihr hinaufkäme. »Ich muß allein sein,« sagte sie, eine kleine Unruhe schien dahinter zu stek-ken. Dann hob sie plötzlich die Arme und preßte ihn an sich mit einer jähen Wildheit, die ihn erschreckte, und fremd an ihr war. »Ich liebe dich — ich liebe Dich« stammelte sie. Taumelnd und zerrissen stand er auf der Straße. Fiebernd war seine Nacht und voll dunkler Träume. Am Morgen, kaum daß die Läden offen waren, kaufte er Blumen, eine Fülle exotischer Fremdlinge, die unter dem dün nen Seidenpapier froren. Dann stand er vor ihrer Türe und klopfte — kein Laut war zu hören und niemand kam öffnen. Bis der Portier sich verwunderte: Das Fräulein sei doch heute mit dem Nachtschnellzug fortgefahren, nachdem sie gestern das Zimmer gekündigt hatte, jawohl ... Die unnatürliche Starre des Besuchers und seine Blässe erschreckten den alten Mann, aber bevor er noch etwas sagen konnte, stand Joachim wieder auf der Straße. Schon gestern ... Es war sehr kalt, aber er spürte es nicht. Schon gestern ... Und plötzlich sah er Angelas Augen, mit dem undurchdringlichen Blick, der voller Rätsel war, sah das weite Glück in den dunklen Tiefen, wenn sie ihre Geige spielte. Grieg’s Sehnsuchtsmelodie begann leise in ihm zu klingen. Und eine Ahnung rührte ihn an, daß Liebe nur in der Sehnsucht und nicht in der Erfüllung ruht. Ich muss sagen ! 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Michael muß daran denken, wie erlöst r war, als ihm der alte Forke ganz be_ | utsani und vorsichtig diese neue Tatsa- i he beizubringen suchte, daß Tora nun-j lehr den Martin zum Manne wolle. Sie i öge ihm den Martin vor, darüber brau- j he man sich gar nicht zu wundern, das a eben nur eine Folge der ganzen ver-anschten Angelegenheit. Einmal habe er Wind von der Seite geblasen, einmal on der, daß man sich zum Schluß gar icht mehr ausgekannt habe. Es hat wohl ine Entschuldigung sein sollen; der For. e hat dabei auch immerzu Tabak in sei-e Pfeife gestopft, obschon die doch ingst voll war. Als Michael Tora darauf in ansah, hat sie seinem Blick standge-alten, aber er hat gewußt, weshalb sie as große Opfer brachte. Sie wollte ihm amit bedeuten, daß sie selber auch stark u sein vermochte, daß — obwohl ihre roße Liebe noch ihm gehörte — sie sich on Anka nicht zu beschämen zu lassen edachte. Es war doch ein eigenes Ding m den Stolz des Menschen. . . Er wußte uch, daß sie nicht in ihr Unglück ging, ■en sie den Martin nahm, und der hat im herzlich die Hände geschüttelt. »Nun hol dir die Anka, Michael. Es gelt schließlich doch alles so, wie es der lerrgott von Anfang an vorgesehen hat!« Und sie haben alle einträchtig mitein-.ander bei Tisch gesessen. Als er gehen wollte, da hat Tora ihm die Hand gegeben: »Ist’s nun gut, Michael?« »Ich danke dir, Tora, und du sollst auch zeitlebens einen wahren Freund an mir haben!« So waren sie in Frieden und Freundschaft auseinander gekommen, und er läßt sich nach wie vor bei den Forkes regelmäßig blicken. Tora aber und Martin setzen ihre Ehre darein, ihn jedesmal ein Stück Weges zu geleiten. Da haben die Leute, die sich gern um anderer Menschen Angelegenheiten kümmern, nun übergenug zu reden und zu zischeln. Michael lächelt still vor sich hin. Wie klein ist das alles vor so manchem unsagbar Großen im Menschenleben . . . Weiter schreitet der Bauer vom Brandtnerhof. Still ist’s um ihn her. Ein weihevoller, schöner Sonntag. Der Wald nimmt Michael auf. Es duftet hier nach Nadeln und nach Pilzen. Sollte es am Ende gar schon Pilze geben? Dafür war es doch eigentlich noch zu früh! Wahrhaftig, da steht solch ein kleiner Kerl mit braunem dicken Kopf und einem weißen, runden Stiel. Man kann es ja mitnehmen, das vorwitzige Männlein. Blaubeeren wuchern dagegen in dich ten Mengen. Wahrlich, welch einen Segen bietet der Wald! Michaels Blick umfaßt die hohen Birken, die mit ihren weißen Stämmen leuch tend vor dem dunklen Grün der Nadelbäume stehen. Da nähert sich jemand auf dem wei- chen Waldboden, Michael dreht sich unwirsch herum. Die »Unke« ist’s! Muß die gerade jetzt dahergeschlichen kommen und ihm diesen Frieden stören! Er grüßt sie, schließlich hat sie ihm nichts Böses getan. »Na, Brandtner, was machst denn hier? Bist zufrieden in diesem Jahre? Reiche Ernte wird’s geben, mein’ ich.« »Der Herrgott hafs gut gemeint.« »Ja, er gibt seinen Segen denen, die da tüchtig zugreifen. Und zugreifen kannst du, das ist wohl wahr. Was macht die Bäuerin?« »Danke der Nachfrage. Sie ist heute zur Kirche gegangen.« »Brandtner, du solltest dir eine junge Bäuerin holen!« »Wüßte nicht, da ßdas gar solche Eile hätte. Die Mutter ist noch alleweil rüstig und —« »Na, na, stimmt schon. Aber du bist jung, Brandtner. Junge Jahre vergehen gar schnell. Ist man alt, tut einem jede Stunde leid, die man verpaßt hat.« Ihn durchzuckt der Gedanke: Weiß die »Unke« etwas? Er besinnt sich auf Marie Krauers Vermutung, daß vielleicht die Mutter Klaasen darüber unterrichtet ist, wo Anka sich verborgen hält. Mutter Klaasen stochert mit ihrem Stock im Moos herum. Ihm widerstrebt es, sic nach der Verschwundenen zu fragen. »Brandtner — wohin wirst du denn dann einmal auf die Brautschau gehen?« »Was mengt ihr euch hinein?« »Nun, nun, warum so garstig? Jeder gönne ich eben den Platz neben dir nicht, Brandtner!« Er muß lachen. Sicher bedient sich da eine der alten Hexe, damit die ihn aufmerksam machen soll. Er hat ja schon ge nug Winke in dieser Hinsicht bekommen und weiß genau, wieviele nun auf ihn warten. »Das ist hübsch von euch, Mutter Klaa sen, daß euch nicht jede gut genug für mich dünkt. Aber gebt euch keine Mühe: j Ich denke jetzt an keine Heirat!« »Solch ein Entschluß will mir doch nicht richtig erscheinen, Brandtner. Ne-i ben den Bauer gehört nun einmal eine Bäuerin. Wirst doch keine Ausnahme ma chen wollen?« »Wenn die Richtige kommt, sperr ich mich ja auch nicht.« »Hast noch die Anka gern?« »Ja, damit ihr es nur gleich wißt! Nun i klatscht es ruhig weiter, was mache ich i mir schon daraus!« Da geht die Alte davon, ohne auch nur noch ein Wort an ihn zu richten. Und j er nimmt an, daß sie ihm nun wohl gram i ist, weil er so grob zu ihr gewesen. Aber es’war die einzige Möglichkeit, sie end-i lieh los zu werden, I Mutter Klaasen indes humpelt durch den Wald. Sie wirft diesen und jenen Pilz in ihren Korb und murmelt dabei: »Er hat sie noch gern. Nun ist’s gut.« Wie sie wieder im Dorf ankommt, strö men die Kirchgänger gerade aus dem Gotteshaus. Sogleich bleiben ein paar j Frauen bei ihr stehen. »Na, Mutter Klaasen, wißt ihr etwas Neues?« »Ja! Der Förster geht in Pension. Der Wilhelm Varrnkreuth ist beim Obstpflük-ken vom Baum gefallen und hat sich das Bein gebrochen. Die Flora Türke wird den Schuster Jessen heiraten, und dem Müller Bernau haben sie vorige Nacht die Forellen aus dem Kasten gemaust.« »Sonst ist weiter nichts?« Die eine der Frauen hat es enttäuscht gefragt. »Ich wüßte nichts weiter, Moosbäuc-rin. Ja, ehe ich’s vergesse: Der Deinige soll der Kellnerin in Götzen schöne Augen gemacht haben. Spendiert hat er sogar. Muß weiter. Gehabt euch v/oh! alle zusammen!« (Fortsetzung folgt.) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPEIt. — Druck der „Mariborska tiskarna'' in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantworU/tii Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.