715 Amtsblatt Mr Laibacher Ieitnng Nr. 99. Montag dm I.Müi 1871. (155-3) Nr. 2295. Kundmachung. Der gewesene Professor und Wcltpriester 3ranz Metelko hat in seinem Testamente vom l. Mai 1858 für sechs Landfchuttchrer in Kram, selche sich nach Anssprnch ihrer vorgesetzten Bc-hb'rdcn durch Siltlicht'eit, Berufseiscr, sorgfältige pflege der slovenischen Sprache in den Volksschulen und Veredlung der Obstbäume vortheilhaft auszeichneil, sechs Geldprämien iin derzeitigen ^nkoiumeusteuerfreien Iahresbetrage von je 42 st. ". W. gestiftet. Zur Verleihung dieser Prämicnstiftnngen für das Schuljahr 1871 wird der Concurs bis 15. Mai l. I. mit dem Beifügen ausgeschrieben, daß diejenigen Echullehrer, welche sich üder die obbezeichneten Ve-^inguugen ausweisen können, ihre diesfä'lligcn uwtivirten Gefuchc im Wege der vorgesetzten Behörde innerhalb der festgesetzten Competenzfrist hierorts zu überreichen haben. Laibach, am 30. März 1871. S. k. fattdesregicrung siir Kram. (149—3) Nr. 409. Concurs-Kundinachnng. An der österreichisch - ungarischen Schule in ^»nstantinopcl, welche nnter der Oberleitung der k> uud k. Votschaft und unter der Aufsicht eines ^ luis der österreichisch ungarischen Consulargemeinde llewählten Schulrathcs steht, ist die Stelle des Directors, mit der zugleich die Functionen eines Lehrers verbunden sind, zu besetzen. Mit dieser Stelle ist nebst einer geräumigen sl'eicn Wohnung sammt Beheizung ein jährlicher Gehalt von 1310 fl. ö. W. in Silber mit der ^llssicht auf Vorrückung in: Gehalte verbunden. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre Mit cincm vollständigen Nationale, Taufscheine, den! Zeugnissen über Studien und Lehrbefähigung, so! wie mit den Anstcllungsdecrcten nnd den Zeug-! Nissen über bereits geleistete Dienste instrnirten Gesuche bis zum 15. Mai entweder direct, oder durch vorgesetzte Behörden! bei dem k. nnd k. Consul in Constantinopcl als! Schulrathspräsidenten anzubringen. Der Ausweis l über die Kenntniß der deutschen nnd italienischen! "der französischen Sprache, so wie der Nachweis über die gesetzliche Befähigung zur Lcituug ciuer Unlerrcalschule siud unumgänglich erforderlich. Nach-^ise über die Kenntniß der uugarischcu uud sla-Ascher Sprachen crwüuscht. Laibach, am 10. April 1871. K. k. Landesregierung für Krain. j (173—1) Nl7l>08/! Concurs-Verlautbaruilg. Im Concretalstatus der politischen Behörden ^ ^ö Kilstenlandcs sind nachfolgende Dienstpostcn nledigt: l-Eine Statthaltern Concipistcn eventuell Bc-zirkscoiuulissärsstclle mit dein Iahrcsgchaltcvon ^ 800 fl. und dem Gradual - Vorrückungsrechte in die höheren Gehaltsstufen von 1000 fl. und 1200 fl., die Concipistenstelle mit dem Quartiergelde jährl. 200 st.; 2- eine Concepts-Adjnnctenstellc mit dem Iah-resgchalte von 500 si.; und 3- eine Concepts Adjunctenstelle uiit dem Iah-resgchalte von 400 si. Znr Wicderbcsetznng dieser Dienstposten wird "^ Concurs bis zuin 2 0. Mai 1871 "öffnet. Die Bewerber haben ihre gehörig instruirteu, und insbesondere mit den Nachweisen über ihre Befähigung für dcn politischen Verwaltungsdienst und über die Kenntniß !^v Landessprachen belegten Competenzgesllche binnen obiger Frist im vorgeschriebenen Dienstwege bei dieser Statthalterei einzubringen. Trieft, am 21. April 1871. Vom k. k. I wltl)altcrei-Prnsldium. (169—2) Nr. 2217. Kundmachung. Von dem k. k. Landesgcrichte Laibach wird bekannt gegeben, daß ans der Adjutenstiftung des verstorbenen Herrn Erasmns Grafen von Lichten-berg für angehende Staatsbeamte aus wenig bemittelten adeligen Familien, und zwar für Aus-cnltanten oder Conceptsprakticanten ein Adjutum jährlicher 525 st. ö. W. zu verleihen ist, dessen Betrag jedoch, wenn ein Bewerber glaubwürdig darthun sollte, daß seine Eltern, ohne sich wehe zn thun, nicht vermögen, ihm eine Beihilfe auch nur von 105 st. ö. W. zu geben, oder wenn er elternlos ist, daß die Einkünfte feines Vermögens nicht einmal 105 st. ö. W. erreichen, nach Zulaß des Stiftungsfondes auf jährliche 630 ft. ö. W. erhöht werden kann. Zur Erlangung des Adjutums sind nach den a. h. genehmigten Statuten vorzugsweise Verwandte des Stifters, dann Söhne aus dem Adel des Herzogthums Krain, und wenn nicht Com-petenten vom krainifchcn Adel hinreichend vorhanden sind, auch Söhne aus dem Adel der Nachbarländer Steiermark und Kärnten, und in deren Ermanglung auch aus allen übrigen deutsch-erb-ländischcn Provinzen berufen. Söhne aus dem landständischen Adel sind dem übrigen Adel und Auscultanten den Conceptsprakticanten vorzuziehen. Die Bewerber haben ihre mit Zeugnissen über vollendete juridisch-politische Studien, mit den Austcllungsdccreten uud mit den gesetzmäßigen Ausweisen über ihren Adel, ihre allfälligc Ver-wandtschast und Landmcmnschast belegten Gesuche durch ihre vorgesetzten Behörden bis 24. Juni 1871 bei diesem k. k. Landesgerichte zu überreichen. Laibach, am 22. April 1871. ^5lli) Nr. 2572^ l Gdictal-Vorladung. Von der k. k. Vezirkshauptmannschaft Gnrk-fcld werden wegen rückständiger Erwerbstcuer uach-steheude Gcwcrbsparteim unbekannten Ansenthal-tes, als: Franz Otzmüller, Stcuergemeinde Landstraß, > Art. 5tt, pr. 15 fl. l)2 kr., ^ Giacomo Treo, Stcuergcmcindc Landstraß, ! Art. 92, pr. 47 si. 42 kr., Michael Kosmac, Steuergemeinde hl. Krcnz, pr. 15 ft. 92 kr., aufgefordert, ihre Rückstände binnen 30 Tagen beim k. k. Steueramte Landstraß so gewiß einzu zahlen, als im Widrigen ihre Gewerbe von Amts wegen gelöscht werdend K. k. Vezirkshauptmannjchast Gurkfcld, am 24. April 1871. Der t. t. VczilkölMlfttmalm: (5hori„Sky. (165^ """ Nr. 2170. Am 8. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, wird in den AmtÄocalitätcn der gefertigten k. f. Bczirkshauptmauuschast die Minuendo Licitation betreffs der Herstellung ciues ucuen Thurmdaches an der hiesigen Vicariatskirche abgehalten werden. Die zn dieser Baute veranschlagten Kosten belaufeu sich uud, zwar: 1. für die Maurerarbeit anf . . 188 ft. 60 lr. 2. für die Zimmermannsarbcit auf 549 ft. 61 kr. 3. für die Schieferdcckerarbeit auf 471 ft.__kr. 4. für sonstige nothwendige Bei- schaffungen auf . . . . . . . 394 fl. 80 kr. zusammen daher auf . 1604 ft. 1 kr. Hiezu werden alle Unternehmungslustigen mil dem Beisätze eingeladen, daß Plan nnd Kosten^ Voranschlag zu Jedermanns Einsicht hier anstiegen, nnd daß schriftliche, mit 50 kr. Stempel versehene und 5"/„ Reugeld enthaltende Offerte vis znm Beginne der Lictation angenommen werden. K. k. DenrkslilNlptmmlnschast Vurkfeld, am 12. April 1871. (163—3) Nr. 5016. Es wird der Concurs zur Besetzung des Hundefängerpostens für dicfc Gemeinde mit dem jährlichen, bei der h. o. Municipalkassc zn bc hebenden Lohne pr. 200 fl. und dem Genusse einer Naturalwohnung eröffnet. Die Bewerber müssen ihre Gesuche, welche den Geburtsort, Alter, die geleisteten Dienste nnd eine starke und gesunde Constitution ausweiseu, längstens bis 15. Mai 1871 bei diesem Municipium einreichen. Alle Strafen bleiben ganz zu Gnusten des Hundefängers. Vom Mtlmilij'imtt dr, S'tndt Poln, am 16. April 187 l. Der Bürgermeister: Dr. Demartini. (172—3) '^Nr7'540. Concurs'Ausschmbung. Zur Besetzung einer Gesangenaufschersstcllc erster eventuell zweiter Klasse in der k. k. Ma'n-nerstrasanstalt in Laibach, mit der jährlichen Loh nung von 300 fl. eventuell 260 fl. ö. W., dem Genusse der kasernmäßigen Unterkunft nebst Ser vice, dem Bezüge einer täglichen Brotpurtion von 1 l/2 Pfund und dev Mon'tur uach Maßgabe der bestehenden Uniformirungs Vorfchrist wird der Cou curs bis 2. Mai 1871 ausgeschrieben. Die Bewerber nm diese Stelle haben ihre gehörig belegten Gesuche unmittelbar, und bereits in öffentlichen Diensten stehende Bewerber im Dienstwege bei der gefertigten Strashausverwal tung zn überreichen. Als Gefangenaufseher werden nur solche Be Werber angestellt, welche des Lesens und Schrei bcns uud der beiden Landessprachen kuudig sind, auch wird darauf gesehen, daß jeder anzustellende Aufscher wo möglich in einer gewerblichen Bc fchäftigung geübt oder doch erfahren sei. Jeder ausgeuommcnc Aufscher hat übrigens eine einjährige probeweise Dienstleistung als provisorischer Aufseher mit gleicher Löhuuug uud Bezügen zurüäzulegeu, woruach erst bei erprobter Befähigung dessen definitive Ernennung erfolgt. Bewerber ledigen Standes, welche eine längere Militärdienstleistuug nachweisen, insbesondere vorgemerkte Militäraspirauteu sür das Justiz-Ressort, werden vorzugsweise berücksichtiget. Laibach, am ^7. April !871.