LMcherDMung. >tr 123. si. >>, h«lbj. 5.50. ssur die Zustellun» in» H<,u« halbj. s.n lr. vt« bei Post «anz>. fi. »5, haldj. ll. ?.„". Dinstag, 2. Juni I»1«ltl«««««»i»yl bl< »«Heil». l»«l «Ull., zm. 90l»., »«.fi,l.»y; f<,»Kpi.tzeNt»».«»«., »«.»»l., ««. l» »r. n. s. «r. Insnti°,«H«»p«l ,«b«»«. »0 lr. 1874. Amtlicher Theil. «Ve. t. undl. Apostolische Majestät haben mil Aller. Mttr Entschließung vum 22, Mai l>. I. die Wahl tcs «lnton Lasch an zum Bürgermeister der LandeShaupl' stobt Laibach allergnllbigst zu bestätigen geruht. Se. l. nub f. Apostolische Majestät haben mil Aller-^chslir Entschließung vom ^ll. Mai d. I. dem mil bcm "l l lmd Charakter eine« Satlhaltereirathes bellcideten ^^irlshauplmanne Franz Nowak die erledigte Stelle l>l>t«! stellvertretenden ^cgicruln;sralhes bei der Landes-l<9>Ulli,g ,„ itlaaenfurt allcrgl äoigst zu verleihen geruht. Wasser m. i». Se. t. lmd k. Apostolische Majcstat haben mit Alltr. ^hster Entschließung vom 2-^__ , Nichtamtlicher Theil. Die Vlatternepidtmi« in ssreßnitz und ?leßnltzberg. in der GezirlShauptmunnschaft Littai, ^ 18. Mai als erloschen erllärt worden. Es er-Mlen seit 24. Februar 86 (22 Männer. 26 Weiber, 3 Kinder), es genasen 78 (18 Männer, 25 Weiber, "Kinder), es starben tt (4 Männer, 1 Weib, 3 Kinder). Iournalstimmen vom Tage. > Die wiener Glättler beschäftigten sich stall mit ^ plötzlich aufgetauchten Agitation inbetreff des Nn- ^usses Dalm aliens an Kroatien, welchen Ngi- ?'°NlN nach der Mittheilung der pcster .Reform" /"/ förmliche kroatische Verschwörung, unter Leitung ' Vischofs Stroßmayr. zugrunde liege und deren Lichts Ziel sei. den DuallsmuS selbst aus den Nnaeln ".'llben. Die meisten Journale wollen sich bezüglich Fr Ngilationcn leinen ernsten Besorgnissen hingeben u° weinen vor allem, daß das dalmatinische Voll selbst ' ./ Vtstttbungen der Agitatoren nicht theilen. Auch die 'Wen Stimmen der ocrfassungsjrcundlichen Journale ^!stn den Enthüllungen der pester „Reform" leine ernst- ^ Bedeutung zu und verwerfen die Nnmxionsbestre. Kn- Dagegen schließt die „Politll" aus jenen ^lerllen. daß daS dreielnige Königreich sich am Vor« abende seiner Wiedergeburt befindet und wünscht, daß di: bezüglichen Bestrebungen zur Lösung der Existenzfrage des slavischen Südens in Oesterreich mit Erfolg gekrönt werden, nachdem auch im Norden ein ähnlicher NnnähcrungSprozeß zwischen blos räumlich getrennten Vollselemenlen ein dringendes Slaatsinter' esse sei (?). Das „Prag er Abendblatt" meint, cs sei eine arge Täuschung des „Vaterland", wenn cs glaube, daß die VcrfassungSpartli irgend »clche Hoffnung auf die Iungczechen hege und «ich ir. den Erwartungen getäuscht sehe, weil diese in der Tycatel frage capilultert haben. Die Anhänger der Verfassung haben nicht nöthig ans Zerwürfnisse im czechischen Lager Speculations zu bauen, denn sie repräsentieren lcinc bloße Partei, sondern die überwallende Mehrheit aller österreichischen Stämme und Parteien. Die durch den Austritt mehrerer Flüsse verursach-ten Schäden dielen dem „Czas" und ,.Dz. p." Anlaß zu eingehlllden Betrachtungen über die ökonomisch: Lage des Landes. Beide Blätter stimmen darin über» ein, daß es in der Hand des Landes liege, dem Wüthen dcS Elements für die Zukunft entsprechend, durch Requlie» rung der Flüsse vorzubeugen. Um dem momentan:« Elende abzuhelfen, sei es nothwendig, dem Lande mit einem Darlehen und zum Theile mit einer »icht rückjahlbaret« Geldunterstützung beizuspringen. Eine berliner Eorrespondenz der ,.K o l n. Zt^" sagt: „Graf Andrassy wollte ohne Zweifel in den Delegationen auf die Befestigung der guten Beziehungen zu Deutschland und Ruhland einwirlcn, die übrigens notorlfch nichts zu wünschen übrig lassen." Das „Journal dcS Debals" bringt einen längeren Artikel, worin es die diesjährige Session der österreichisch-ungarischen Delegationen bespricht Das genannte Blatt bemerkt im Eingänge sei« ner Erörterungen, daß die in Pest gcsühiten Debatten im Gegensatz zu denen der früheren Jahre sehr ruhia verlaufen sci^n; so habe der Kriegsminister leinen Anlaß gehabt, sein Budget gegen überspannte «bstrichsfordl« rungen zu vertheidigen, und Graf Andrassy habe, wenn möglich, noch größere Erfolge als in den vorangeganae» nen Jahren erzielt. Die Delegationen seien durch die in ihren Commissionen vom Minister dcS Auswärtigen gegebenen Erklärungen so befriedigt gewesen, daß sie sei» ner Politik ohne weitläufige Discussion vollständig zugestimmt hätten. WaS Ungaln sclbst anbelange, so er« freue sicl, Graf «ndrassy dort nach wie vor derselben Populaiiliit, die ihm zur Zeit seines EabinetspräsidiumS in Pest zutheil geworden; er sei der Günstling der Na» tion. „Die Ungarn sind überzeugt — fährt daS „Iour» nal des Debats" fort — daß die auswärtigen Geschicke der Monarchie sich in sehr guten Händen befinden, und eS erfüllt sie mit Stolz, daß einer der ihrigen nicht nur einen hervorragenden Einfluß im Rathe der Krone besitzt, sondern sich auch einer großen Autorität in Europa erfreut." Bezüglich der vorerwähnten Erklärungen wisse man, wie bereits bemerkt, daß sie sehr detailliert gewesen und die Ausschüsse veranlaßt haben, daß sie dem Grafen ihr unbedingtes Vertrauen auSsprachen und ihm die Votierung seines Budgets ohne irgend welche Abänderung anboten, eine Ansicht, die auch von der Delegation in öffentlicher Sitzung ratificiert worden, wühlend fie fich gleichzeitig mit der Annäherung an die Mächte vollständig einverstanden zeigte. Aber auch dcr Einfluß, den Graf Andrassy auf die Majorität deS österreichischen ReichSralheS übe, sei von Jahr zu Jahr im Steigen begriffen und die österreichische Delegation habe von ihm nicht einmal ein allgemeincs Expose über die auSwälli-gen Angelegenheiten verlangt, sondern blos in der Commission einige Fragen an ihn gerichtet und deren Be< anlwoilung mit großer Befriedigung entgegengenommen. „Die offene und klare Sprache dlS Grafen Anbrassh, seine erfolgreichen Bemühungen zur Herstellung eine« freundlichen Einvernehmens zwischen Oesterreich und allen seincn Nachbarn, seine beständige Fürsorge für die Aufrechterhaltung deS Friedens haben ihm ein fast unbe> grenzte« Vertrauen zugewendet." Ulber die Verhältnisse zum Vütican habe Graf Anblafft) Eltliirungln in der Commission gegeben und dvtt auch gleichzeitig auseinandergesetzt, warum er die an die Curie entsendete Note, die gewissermaßen nur eine Ergänzung eines Schreibens Sr. Majestät deS Kaiser« an den heiligen Vater gewesen, aus formalen Rücksichten nicht veröffentlichen könne. Die mitgetheilte Analyse der Note habe jedoch hinlänglich bekundet, wie sicher die dem Vatican gegenüber eingenommene Haltung des wiener Cabinets gewescn sei. Auch in dieser Richtung habe Graf Andrassy die Sympathien der Majoiilüt gewon« nen, gleichzeitig aber auch eine versöhnlicheie Stimmung im Vatican zu erzielen und überdies nachzuweisen ver« möcht, daß die Aushebung der österreichisch-ungarischen Botschaft am päpstlichen Hofe zum mindesten inopportun sein würde. Mit großer Genugthuung hebt daS „Journal de« Debats" hervor, wie lactvoll und verständnisreich e« vom Grasen Andrassy gewesen, nicht von französischen »Rlvancicgelüsten" zu sprechen und sich einfach aus eine kategorische Verneinung jeder in naheliegender Frist drohenden Kriegsgefahr zu beschränken. Die Situation Oesterreichs im Vollercongrelse habe Oraf Anbrassy praci« und treffend charakterisiert. Die extravaganten Gerüchte endlich über eine angeblich in AuSficht genommene Theilung des Orients und eine radicale Umgestaltung der «feuissellM. Getrennt und verstoßen. Noman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) OlsteS Kapitel. sin verhängnisvoller Brief. lhll, ^"d Ehampney schritt auf daS Zimmer zu, welches ll„ ""s früheren Zeilen als daS Boudoir feiner Gat-^ plannt war und klopfte an die Thür; doch leine ^ ^ "folgte. Er wiederholte sein Klopfen ungedul-^ " "blich die Thür auf und trat inS Zimmer, ^"land war darin. Lord Champney sah sich oerwun» ^ "''' und sein Glicl fiel auf die halb offcnc Thür ^"Moßenben Zimmere. Uuwillllihrlich that er einige ^ 2 ""wilrlS, blieb jedoch plötzlich stehen, denn in lii,^ Himmer sah er feine Frau am Fenster sitzen, ll „z t.inen Gegenstand in ihrer Hand haltend, welchen l,^" t'ne zierlich eingerahmte Photographie erkannte. V^arbara drückte daS Bild zärtlich an ihre Lippen, t» h"d Thränen aus ihren Äugen perlten, und steckte Hlnh "" an ihren Busen, als ob es der gewöhnliche t>n fz sstiben wäre. ttord Champmys Lippen entfuhr <1" h.^ auf; sic wurde todlcnbieich, als ihr Blick den »R«. Leidenschaft glühenden Augen ihres Galten be. "Ile hier?" rief sie, etwas verwirrt. >e« Malanec mögen immerhin ihrem Lostrennungsgelüsle die Zügel schießen lassen, aber ein ernster Staatsmann lann doch nicht die Aufgabe haben, den Ausgleich durch Anspielungen zu gefährden, welche in Ungarn jedenfalls Verdacht erregen müssen. Die ,«gramer Ztg." veröffentlicht unter dem Ti-tel: „An die lroatenfeindlichePresfe inVu-dapest" folgenden Artikel. „Pester Lloyd" macht sich zum Echo der von uns blos wegen ihrer Absurdität erwähnten Hallucinationen der pester „Reform". Auch ,P. Lloy)" verirrt sich so weit. dieselben als beachtenswerthe Enthüllungen'zu traktieren, die mit seinen „von verläßlicher Seite" kommenden Mittheilungen übereinstimmen, weshalb er den ganzen „R«fotM"'Artilel mit der obenerwähnten Elnbe< gleilung reproduciert. „(kntHt v»cuu8 viator- möchten wir am Endt als einzige Antwort lines völlig ruhigen Gewissens ausrufen, auch nmm die gegen Kroatien geschleuderten Denunc'alioulli mchl von so gsculichen Wi« dcrsprüchen wimmelten, dah fie ja eine die andere ent> lräften. Indes sind wir autorisiert, aus jedenfalls ver»! läßlicher Quelle schöpfend, zu erklären, daß alles in dem! „Reform"'Artilel vorgebrachte von Anfang bis zu Ende! eine böswillige und dazu topflos ersomienc Lüge ist. In! detaillierte Dementierungen einzugehen, erachten wir aus! dem oben anaeführten Beweggründe unter unserer Würde,' nur eines wünschten wir näher zu beleuchten: Aus unseren Sympathien zu den Dalmatinern haben wir nie ein Hehl gemacht; wenn die gegenseitigen Abgeordneten Besprechungen halten würden, um über die Opportuni« tät eines jedenfalls bevorstehenden und im Interesse der Integrität der ungarischen Krone gebotenen, in naher oder weiterer Ferne licgcndm Anschlusses Dalmatiens an das dreieinige Königreich ihre Ansichten auszutauschen, fänden wir darin nichts weniger als eine Konspiration. Eher würden wir es nerstchen, wenn uns ungarische Or gane vorwerfen möchten, daß uns die Frage des Anschlusses Dalmatiens an's Mutterland ganz kalt und gleichgiltig läßl. Doch nicht einmal solche Besprechungen haben stattgefunden; die dalmatinischen Vertrauensmann ner sind über Pest Hieher gereist, und müßte man daselbst viel besser informiert sein. als wir hier in Ngram, die wir diefe Gäste nur 12-24 Stunden beherbergten, daß es diesmal nur ein ganz materiellcs Interesse, nemlich die Richtung und der Anschluß d?r dalmatinischen Bahnen war, was die Herren Monti und Klaics früher, wie gt< sagt in Pest. sodann in Agram zn verweilen vlranlaßle. Wie eifrig Hcrr Paulmovics conspirierte, geht am besten aus dem Umstände hervor, dcß er soeben eine Pilgerfahrt nach Palästina anzutreten gesonnen ift. Doch wozu diese Rectificationeri? wir kennen ja die Quelle, aus der die Feinde Kroatiens zu schöpfen belieben, sie entspringt einfach der blinden Wuth. daß unsere fünf kroatischen Stimmen in den verflossenen Delegationen für die Vorlagen der Regierung eingestanden und hlemlt ihr loyalstes Interesse für die Würde und Kraft des Dop-ptlreiches bethätigt haben. Hätten die kroatischen Dele-alerten gegen die Vorlagen gestimmt — würden die Delegationen mit einem Miston geendet haben, wer weiß, ob man sich nicht veranlaßt gefunden hätte, aus diesem Umstand eben auch eine Waffe gegen Kroatien zu schmil den und unsere Vertreter bei der Krone wegen Illoyalität zu verdächtigen. Hat man denn in Pest alles Ver» ständnis dafür verloren, daß ja Kroatiens und Ungarns Zukunft solidarisch mit einander verbunden ist? „Viäs-ant «noii.^ Politische Uebersicht. «aibach, l. Juni Der .Pester Lloyd" bringt nachfolgende Mittheilung: „Die mehrfach auftauchende Nachricht, daß das Cabinet von Berlin in Wien Schritte gethan habe, um die osficlelle Anerkennung der gegenlrärligen Regierung in Spanien zu «rwi ken, ift nichts weiter als die Wiederholung eines bereits in den vlrschieden» sten Varianten gemachltn Versuches einer Pression auf die öffentliche Meinung. Deutschland so wenig als England, das man früher in gleicher Weise vorschob, hat einen Schritt in dieser Richtung gethan, ja das Eabinet von St. James soll einen seiner diplomatischen Agenten im Auslande, der etwas dergleichen auf eigene Fauft unternahm, förmlich desavouiert haben. Die Gc< ziehungen Oesterreich-Ungarns zu Spanien, d't jetzt das, was man einen osficiüsen Charakter nerml, tragen, sind durch nichts au« jencr Grundlage gerückt, die Graf Andrassy in der letzten Delegation deutlich genug kennzeichnete. Wenn die deutsche Regierung heut« den Grafen Hatzfeld nach Madrid enlfendet, so bedeuM dies eben nur einen Personenwechsel, der die Natur or auswärtigen Beziehungen durchaus nicht alteriert. lKin solcher Pc'sonenwschstl soli auch tücksichllich des öfw' reichisch ungalischen Gesandttlipostens m Madrid bevorstehen und wird uns Graf Rudolf, der sich auf den» schwierigsten Posten in Constanlinopel so sehr tlplobtl, als derjenige Diplomat bezeichnet, der auserseheu ist, sobald sich die Vcrhällmsse in Spanien einigermaßen consolibiert haben, die Teilung der Gesandtschaft >« Madrid zu übernehmen/' Der Gesetzentwurf über die Regelung des Versah' rens in Verla ssenschasts, und Vormund« schafl S an gelegellheiten ift, wie der „P. LlovV' erfährt, bereits so weit gediehen, daß dessen Beendigung in kurzer Zeit entgegengesehen werden lann. Nach tlü-giltiger Feststellung diese« Entwurfes soll auch bezüglich der Grundprinciplln zu einem den Wirkungskreis der Waisenbehölden betreffenden Gesetzentwurf eine au« M^ gliedern d?s Justizministeriums und des Ministerium« des Innern zusammenzusetzende gemischte Commission einberufen werden. Der Van us oou Croat ien hat eine Etiqul^ Commission zur Durchberalhung der von der cloatlschlN Landesregierung dem Randlage vorzulegenden Gesl^ vorlagen ewbcrufen. Die Aufgabe der Commissio'' besteht - wie die „Agr. Ztg." meldet — darin, "» die Justiz von der Verwaltung getrennt wird, daß d"' durch Ersparnisse im Landesbudget erreicht werden u"b endlich, daß im Wege von Gesetznovellen einiae VeM' mungen des strafgerichtlichen und civllrechtllchen Prozeß' Verfahrens im Sinne der modernen Anforderungen i« diesen VerwaltungSzweigen und zum Vortheil der bl' treffenden Parteien abgeändert werden. Nachdem biest Gesetzvorlagen theils juridischer, theil« politischer ^a<^ find, wurde auch die Enquüle'Commlssion von Sr. <öl">' lenz dem Vanus in eine politische und eine jurit»^ Section eingetheilt. Wie die „Nationalliberale Eorr." mittheilt, n"'» dem preußischen Landtage in der nächsten Scs!<°" von Seiten dls Cullusministers außer den bereits "< Aussicht gestellten Gesetzentwürfen, betreffend das Un«^ rlchlswesen und die Verwaltung des Vermögens der l>>' thollschen Gemeinden, auch noch ein solcher behufs "^ gulierung dcS Kloster, und Ordenswesens v^' gelegt werden. — Der madrider Correspondent ^ „Journal des Debatb" glaubt. Gras Hatzfcld n>u^ nichl wegen der Hohen zol lern » Candidatur ^ Paris gemeldet wird, sind die Verhandlungen libel Grenzregulierung dts Visthums Nancy ^ läufig abgeschlossen. Die deutschen Agenten hibe" ..Sie haben lein Recht, auf die Ueberlieferung eines Geheimnisses zu dringen, dessen Existenz Sie als ein Verbrechen betrachten. Sparen Sie Ihre Veledigungen, Lord Ehampney. ich bin unglücklich genug, durch die Trauung an Sie gebunden zu sein, ich bin sicher eben so unglücklich wie Sie, und würde alles, was ich habe. hingeben, wenn ich dadurch meine Freiheit erkaufen ksnnte." Der Lord erbleichte. „Sie werden auf Ihre Freiheit warten müssen bis nach meinem Tode," sagte er. „Dann können Sie hei« raten, wenn Sie wollen. So lange ich aber lebe, sollen Sie »«der sich selbst noch mir Unruhe machen." Lady Barbara setzte sich ans Fenftir und blickte wie gedankenlos in die Ferne. „So weigern Sie sich. mir da« Bild zu zeigen?" fragte der Lord. ..Gewiß!" „Dieses Geheimnis ift also eine neue Kluft zwi» schen uns," sagte Lord Champmy ernst. „Ich habe nicht« mehr in dieser Angelegenheit zu sagen. Eine Ver» söhnung zwischen unS ift aber zur Unmöglichkeit gewor» den, e« sei denn, daß Sie in weiblicher Dimulh zu mir lommen und das Bild in meine Hand legen." „Dann werden wir unS nie versöhnen," versetzte Lady Barbara mit verächtlichem Lachen. „Go sei eS. Und nun lassen Sie mich auf den eigentlichen Zweck meines Besuche« kommen. Ich habe hier ein Bouquet —" sadly Barbara wandte sich um, indem sie hastig fragte: ..»ür mich?" ,.E« ift für Sie." erwidert del Lord. „Dann geben Sie e« mir. Sidney," sagte die Lady freundlich. Sie glaubte, ihr Gatte hätte die Blumen als Vorboten deS Friedens für sie bestimmt und bereute fast, fo hart gegen ihn gewesen zu sein. «Wie lieblich die Blumen sind." Ohne ein Wort zu erwidern, näherte sich ihr Lord Champney und legte das Bouquet in ihren Schoß; dann blieb er einige Schritte vor ihr stehen und beobachtete fie mlt seltsamem Lächeln. Die Lady tändelte mit den Blumen und entdeckte bald daS kleine Billet. Sie erschrak und blickte verwundert zu ihrem Galten empor. Nehmen Sie eS hllaus und lesen Sie e«", sagte dieser mürrisch. „Wie ganz anders möchte diese Unterredung geendet haben, wenn nicht der Hwischenfall mit dem Bilde gewesen wäre", dachte Va,bara, indem ihre zitternden Finger das Billet herauszogen und öffneten. Sie fuhr jedoch erschreckt zusammen und ihre Hand sank auf den Schoß nieder, als sie die Schrift^üge erblickte. „Nun?" fragte Champmy kalt. „Ich — ich erkenne die Handschrift", murmelte Barbara. „Da« glaube ich wohl", versetzte der Lord. „Ich vermuthete es. Lesen Sie den Brief." .Ich kann nicht — ich will nicht!" rief die Lady. den Brief in ihren Fingern zerdrückend. „Ich bestehe darauf. Wenn Sie es nicht thun, bestärken Sie nur noch meinen Verdacht. Sie llnnen die Handschrift, und es würde den Nnfchcln haben, als ob Vie auch den Inhalt kennen, ohne den Brief gelesen zu haben, was natürlich ein Einverständnis zwischen Ihnen und dem Schreiber vorausseht. Wenn Sie ihn nicht lesen wollen, will ich es thun." Diese Worl« bestimmten Barbara, den Brief zu lefen, aber die Buchstaben tanzten wie Kobold« .^, ihren Augen. Als sie zu Ende war, lehnte sie ^ <„. Sessel zurück und verdeckte mit der Hand ihre ^"L^ „Sie sind fertig?" fragte Lord ChampnlY-ich ihn auch lesen. Lady Barbara schüttelte den Kopf. «,,^l „Barbara", sagte Champmy mlt ernster, dew«^ Stimme, „wenn du srei bist von Falschheit ""° <"» recht, wirft du mir den Brief gebm. Hat dl« ' ^ jemand darin beleidigt, werde ich ihn bestrafen !» ^ dir zugefügte Unrecht. Ich bitte dich. zeige «" Brief, wenn du unschuldig bist." „Ich kann nicht." . bn Seuszer entrang sich deS Lords ^ ^ttlN seiner Gattin da« Herz zerschnitt. Ihre 3«^" ^ll' sie in die peinlichste Situation verseht, ihr U"g "" ^ni. ständig gemacht. Der Brief war von Oberst ^»^^„e welcher ihr darin in den überschwänglichsten "". ^u"9' Liebe betheuerte und ihr dankte für die Erm"^ «^,^ welche sie ihm gegeben, woraus er ersehen, ° " ^cM Liebe von ihr erwiedert werde. Er bat sie- " » ^s bestimmtln Punkte nahe der See. „wo wir "^ ^ letzte mal trafen", sich einzufinden. und l^°"^ gehö-t Bemerkung, daß er von ihres Mannes """ " „,eldt' habe, daß dieser Umstand ihn aber nicht abya" seinen Vtllehr mit ihr fortzusitzen. . ... zlbsiHl ES schien Lady Barbara, als ob es n ° ^ ^ des Schreibers gelegen, daß der «rief m,t , ^,^l« leumdungen und Lügen in die Hünde »y" ^c fallen follle, damit der letzte Rest feiner Newun» vernichtet würde. „ . ^,e,runS Was follte sie thun? Durch Ueberl«'« ^,.< Vriefes würde irgend ein Unheil, ein Sl"" ^e facht lverbm, die Versicherung ihrer un,«v ___867 btn französischen alles wünschenswerthe Entgegenkommen Pfunden, und man hat sich ohne Schwierigleiten über °>t Verthellung der Gebiete geeinigt, welche der Juris' dtt!,(!.i des Bischofs von Nancy entzogen werdensollen. Duellen werden zum Theil an Metz, zum Theil an Straßburg abgegeben, so zwar, daß die kirchliche ^ltnze zwischen den Diöcesen Metz und Slraßburg im »llMielnen mit der politischen Grenze der Vezirle Loth, WM und (ölsah zusaminenfallen wird. Die VerHand. un«eu unterliegen jetzt noch der Genehmigung des päpst-uchtn Stuhles, dem sie von Frankreich unterbreitet wer-"n. Diese Genehmigung wird als unzweifelhast be« uachtct. Aus Rom wird der florentiner „Nazione" gemelkt, daß die italienische Regierung an ihre abwe« lwdeu parlamentarischen Anhänger die Aufforderung ge-lichtet habe, in den Kammersitzungen zu erscheinen, um m Opposition die Spitze zu bieten, und daß die Session noch vor dem in Nusslcht genommenen Termin werde llschlossen werben, wenn jene Aufforderung nicht die gc-düüschte Wirkung habe. Die rumänische Regierung hat das Salinen-^tsetz aus der Kammer zurückgezogen. Die Kammer dotierte das Glsltz zur Vermehrung des rollenden Eisen-bahnmaterials. Aus Constantinopel liegt folgende Nachricht b°r: In den Städten Malalia und Mardin, wo die vassunistcn die überwiegende Majorität bilden, nah-lnen die türkischen OehSrden denselben die Kirchen ^tg, die Schulen, als Gemeindegut, übergaben sie an ble Cupollanisteu und lerltllcn behufs AufrechMhal-lung der VollSruhe die Hassunistischen Notablen als ^ißcln ein. Das Rlpräsentanlenhaus der großen nordamerl-'aNischen Union nahm das Gcsetz, betreffend die vtrabsetzung der Präsenzzahl der Armee an. — Dcr Finanzbericht flir Mai wird die Abnahme der Amtlichen Schuld um 3 bis 4 Millionen constalieren. Gegen die Rinderpest. (Schluß) Das Promemoria berührt hierauf die für geleultes ^>th aus dem Staatsschätze bisher geleisteten Entschädign und sagt sofort: . «Dem Ausschusse, meist aus alten erfahrenen Land-. ^en bestehend, die warme Patrioten sind und denen ? llgene Ich ferne steht, sind alle diese Gedenken nicht ^ jlht aufgetaucht, denn sie lasten schon lange wie ein ^ auf unserer Vandwlrthschaft, aber sie wurden nur schärft, weil der erwähnte Mis^cc unserer heimischen ^zucht immer größere Dimensionen annimmt. , Hiemit wären die Punkte 1 und 2 ^»«mliwi- be-^ltl, wiewohl sich der Ausschuß bei der bltressenden 5^«ralhsverhandlung vorbehtllt, des nähern einzuge-!? und schlagende Äewelse anzuführen für die Richtig-" seiner Anschauung. Werden die Desideria !l(i 1 und 2 beachtet und die l^lathlncn Maßnahmen consequent durchgeführt, und sie l v,?5 ^^ lchon cin eindringliches „Nouo to^oi« und > ^lltn durchgeführt werden trotz aller etwaigen Recriml-^, °nen von den Eonsumenten respective Fleischhauern , 't"s oder anderer großer Städte und den Importeuren 2 Oesterreich, weil das Slaatsinteresse als daS «M tlscheinl, so ist die nothwendige Conftquenz die , ^Wng von Schlachthäusern auf Staatskosten. Unbe-lhts ^" Nlüsse die Manipulation darin unter staatli- l ^^ Aufsicht ftaltsindtn. l ES sind folgende Conlumazen nach Nusspruch von glaubwürdigen und erfahrenen Experten am geeignetsten in Podwoloczysta, Novosielica. Zurin, Neu«IStany Vrody in Schlachthäuser umzugestalten, und zwar in Schlachthäuser ebenbort, in nächster Nähe der Eisenbahn oder wo deren Verlängerung bis an die Schlachthäuser ohne großen Kapitalsaufwano ausführbar ist. Die l. l. Ministerien des Innern und des Ackerbaues fowie des Handels sollen diejenigen Eisenbahngesellschaften, in deren Bahnen die Fleisch-ApprovistonierungSllnien einmünden, bestimmen, sogenannte Fleisch'Cilzüge mit Els-»aggons nach den Großstädten zu expcdilren, wie eS deren nach London und Paris zur Genüge gibt, welche Fleisch und Gemüse aus den Erzeugungsorten, welche Seefische von den Seelüsten aus in die Großstädte befördern. Von Schaden können solche Eisenbahngesellschaf-ten nie sprechen, weil sie einen höheren Frachtsatz lordern können, nachdem daS Fleisch immer billiger z. B. nach Wien kommt, als lebendes Vieh, das per Stück von Grody l'/, bis 2 Centner an Gewicht verliert! Ein oder Mi Schlachthäuser ohne ^uxus, nur praktisch construiert, wären, der Ansicht des Ausschusses nach, noch diesen Herbst 1871 in Angriff zu nehmen und wären alljährlich in jener Anzahl zu vermehren, daß in länßftens vier bis fünf Jahren alle Eontumaz-austallen überflüssig wären und der Import lebenden Viehs aushören könnte. Der Punkt 4 ist unbedingt mlt „Ja" zu beant-worten. Bestallung aus Reichsmitleln? Neil die einzelnen Kronländer theils nicht die Miltel, theils nicht den guten Willcn haben und ihren eigenen Vortheil nicht einsehen, was dcr hohen l> l. Regierung leider besser bekannt sein muß als dem Ausschusse. Durch die Landtage wird diese dringliche Frage :u1 caiond^ ^luvc^ verschoben werden. Ein eigener Landes-Oberveterinärarzt müßte dem l. l. Nckerbauministerium (mit Sitz und 'Stimme in diesem so wichtigen Ministerium) zugetheilt werden und soll derselbe selbständig, ohne dem Ober« Landesmedicinalralh im Ministerium des Innern subordiniert zu sein, geriren können.' Eine Regierungsvollage dieserhalb, inclusive der Anstellung von Veznlethicrärz. ten in genügender Anzahl, wäre schon bei Beginn der nächsten NeichSrathssitzungen dringend nöthig. Was den Punkt l> betrifft, so kennt Ungatn, re. spective seine Regierung, alle wunden Stellen seiner VollSwirthschaft, namentlich aber müssen ihm die Lücken in seiner Viehstatistil ober doch das alljährlich steigende Minus seiner Viehbestände trotz PuSzta und sabelhasten Vodenreichlhums nur zu gut bekannt sein, als daß es sich sträuben würde, mit der ciSleilhanischen Regierung in Verhandlung zu treten, jene Maßregeln gesetzlich einzuführen, welche diesseits dcr Leitha als nothwendig erkannt werden sollten. Zu Punkt 6 muß die t. k. Regierung einc Verord-nung ms Lcben rufen, daß nur ^' ^ wären alle Anzeigen meiner Falschheit darin brief,« ""b ^ erklärte dennoch den Inhalt deS !hy!" sür eine gemeine Lüge, würdest du mir Glauben '" eln^'"'" s°ate der Lord kurz. ..Kein Mann würde ^relk "'" ""b schuldlose Frau einen solchen Brief "N. Sind in diesem solche Thatsachen enthalten?" ^tln ^"bara zwang sich zu einem schwachen l^s"^le, diese Frage an mich?" erwiederte sie. «Bin lh '"tief in Ihrer Achtung gesunken, daß Sie befürch-^rltb . »^ lnW"2t Briefe, wie der eben von mir ».Nein. das bist du nicht." !>^""ann werde ich eS auch nie!" rief Lady Var-dttf^ufllehtnd und ihm einen seltsamen Blick zu. !" tzm?! " ^" W°" sagen konnte, hatte sie den Brief h, w" zerrissen und diese zum Fenster hinaus gewor. > ° '" der Wind auffing und dem Meere zutrieb; b foln ^ ^ Bouquet und ließ es den Fragwen- bltjhHs soll ich von dieser Handlung denken?« fragte """« der Lord. „Einfach, daß ich nicht glwillt bin, Sie zu meinem Vertrauten zu machen." „So muß ich denn da« schlimmste glauben." „Glauben Sie, was Ihnen beliebt." „Sage mir wenigstens, wer der Schreiber des Briefes ist." „Niemals! Das ist mein Geheimnis und ich werde eS bewahren." „Lord Ehampmy unterdrückte eine auf seiner Zunge schwebende Verwünschung. „Damit ist jede Aussicht auf Versöhung geschwunden!" sagte er zerlnilscht. „Ich hasse Sie nun ebenso sehr, als ich Sie einst lieble. Liebe und Verachtung können nicht zusammen in einem Herzen wohnen. Ich werde nie wieder einen Annäherungsversuch machen, Madame. Ich bedaure, daß Sie mein Weib sind, aber ich bin nicht geneigt, durch einc Scheidung Sie frei zu geben, ebensowenig werde ich nach Deutschland zuiück> tchren, sondern vielmehr zu Saltair bleiben als Ihr Aufseher und Vormund, und es mir zur Ausgabe machen, Ihren guten Namen in Ehren zu halten, da Sie sich unfähig dazu erwiesen haben. Also scien Sie vorsichtig, ich werde Sie nie aus den Augen lassen. Vor allen Dingen werde ich bemüht sein, Ihren geheimen Liebhaber zu entdecken. Wenn es Effingham ist, so soll er mir'S mit seinem Blute vergelten. Und nun, Ma-dame," schloß er, seinen verzehrenden Kummer unter dem Deckmantel der Satyre verbergend, „erlauben Sie mir Ihnen einen guten Morgen zu wünschen." Er verbeugte sich lief und ging hinaus. Lady Bar-bara »anlte nach der Thüre, verschloß sie und sanl dann erschöpft nieder. lsortsetznng l°l«t.) motivierte Promemoria ihrer vollsten Würdigung zu un< terzichen geneigt sein wird. Eine hohe l. l. Regierung wirb sich mit der rigorosesten und schnellsten Realisierung der vorerwähnten Maßregeln, wie solche in anderen Staaten bereits eingeführt, gar leicht befreunden und sich sowohl um die Elhaltuug als auch um das Emporblühen und lucralloe Gedeihen der österreichischen Volks- und öandwirlhschaft überhaupt wie auch um das Wiederaufleben deS im allgemeinen so lief gesunkenen Wohlstandes insbesondere ein unvergeßliches Verdienst vindicieren. Hagesneuigkeiten. — (Am Frohnleichnaulstage) — Donnerstag, den 4. Juni — werden Se. Majestät der Kaiser und Ihre lais. Hoheiten die dulchlauchtigsten Herren Erz» Herzoge früh um 7 Uhr nach der St.-Stephans»Metto. politanlirche fahren, u« dem Hochamte »nd ber feierlichen Ptocession beizuwohnen. — (Personalnachrichten.) In den ersten Tagen des Monates Juni werden Ihre szccellenzen die Herren Minister de« Innern, ber Justiz und für Lande»-Vertheidigung längere Urlaube antreten, denen Voraussicht« lich in kurzer« Frist auch eine Badereise de« Herrn Ministers flir Cultus und Unterricht nachfolgen wird. — (Großer Uanlnotendiebftahl.) Eine« grazer Vanquicr wurden in der Nacht zum 29. v. M. aus seiner Kasse 10,771 fl. in Vanlnoten, und zwar sech« bis 7 Slllck ü 1000 st., dann in Banknoten zu 100, 50, 10, 5 und 1 st., darunter ein Palet mit 500 st. in Vanl. noten u 5 st. und 10 Pakete mit je 100 st. in «anknoten 1 st. gestohlen. Fünfhundert Gulden Velohnung werden jener Person zugesichert, welche der Sicherheit«-behörde die zur Eruierung des Thäters obigen Diebftahle« führenden Daten liefert. — (Ein Methusalem.) In Esztar, biharer Comitat in Ungarn, lebt ein 112 Jahre aller Mann MmenS ^ Emerich Valogh, welcher dieser Tage einen Ur.Urenlel zur Taufe trug. Der Jubelgreis liest noch ohne Hilfe einer Vrille und hat «st im vorigen Jahre aufgehört, sein Feld selbst zu bebauen. — (Zur Sanität? statist il.) Nach vorliegenden amtlichen Daten zählt Oesterreich 7072 prallicierende Civilärzte, darunter 3874 Doctoren der Medicin und .l198 Wundärzte. Hievon entfallen auf Nleb«öft«reich 1209 Docloren und 619 Wundärzte, davon auf Wien 988 Doctvren und 79 Wundärzte, auf Obnöfterreich 121 Docloren und 301 Wundärzte, auf Salzburg A2 Docloren und 29 Wundärzte. In Böhmen prallicieren 1558 Aerzle (1014 Docloren der Medicin und 544 Wundärzte), in Galizien 340 Docloren und 309 Wundärzte. Die Vulo. wina zählt 30 Docloren und 38 Wundärzte. In Mähren versehen den ärztlichen Dienst 229 Docloren und 41^ Wundärzte. In Steiermark prallicieren 213 Docloren und 36U Wundärzte. Tirol mit Vorarlberg zählt 351 Doctoren und 203 Wundärzte, das Herzogthum Schlesien 41 Doktoren und 96 Wundärzte, «iirnlen 29 Doctoren »nd 99 Wundärzte, Dalmalien 8b Docloren und 19 Wundärzte, Trieft und Territorium 81 Doctoren und 21 Wundärzte, Krain 31 Docloren und 61 Wundärzte, Iftrien 38 Doctoren und 12 Wundärzte, endlich die Grafschaft Gvrz 30 Doctor«« und 8 Wundärzte. Militärärzte zählt die östcrreichisch«ungarische Monarchie 2354, »nd zwar: 2139 active Militärärzte, 63 Marineiirzle und 152 Aerzte der Landwehr. — (NuS den Bädern.) In Karlsbad waren bis 24. Mai 4575, in Teplih.Schönau bis 23. Mai 960, in Marienbad 895, in FranzenSbad bis 27. Mai 46b, in Mldbad-Gastein bis 24. Mai 200, in Meran bt, 19. Mai 1370, in Gleichenberg bis 24. Mai 190 Vnr-gaste angekommen. — (Ueber bie Krankheit des Papstes) er» fährt man aus Rom: DaS Fieber, dem Se. Heiligkeit seil einiger Zeit unterworfen ist, hat einen periodischen Charakter angenommen; deshalb haben ihm am 25. v. M. die Aerzte Chininpulver verschrieben. Tags darauf hörte der Papst im Belle die Morgenmesse, die von dem Oeheim-caplan Monsignore P«tro Bugarini im Nebengemache be« Krankenzimmers gelesen wurde und der die ganze Päpstliche Familie beiwohnte. Während der Messe wurde der heilige Pater wiederholt von heftigem Husten befallen. — (Der verstorbene Cardinal Mariano Falcinelli.Nnloniacci), geboren am 16. Novem» ber 1806 in Assist, war im Venedeclinertloft« aus Monte Cassino Ordenspriester, wurde am 7. März 1853 zum Bischof von Forli im Kirchenstaate ernannt »nd am 21. Dezember 1857 zum Vrzvischos von «then in purti-du« befördert. Nachdem er die apostolische Nuntialur in Brasilien durch einige geil bekleidet hatte, kam er a» 19. September 1863 nach Wien als apostolisch« Nuntius, wo er bis Anfang dieses Jahres verblieb und wegen seiner Kränklichkeit auf eigenes Ansuchen abberufen wurde, nach. dem er kurz zuvor gleichzeitig mit den ltrzbischöfen Tar-noczy und Simor zum Cardinal ernannt wurde. Bei seinem Abschiede von Wien erhielt er von Sr. Majestät dem Kaiser das Orvßlreuz des Leopold.Ordens. — (Vine Professorin.) Die Prosessur on Mathematik an dem Antiochcollegium zu ^ellow'Spllng» in Ohio wurde an Fräulein Nebekla Nice verliehen. S»e hat längere Zeit in Huropa studiert und soll große Gelehrsamkeit und Erfahrung i» itehrsache besitzen. 868 Locale s. Gegen das Vagabundenwescn. Geg.n Feuer« und Hagelschäden lönnen wir unser Eigenthum schlitzen, die bestehenden Versicherungsanstalten sind nemlich so freundlich, u^.ö nach eingezahlter Prämie in eintretenden Fällen den «llilt^ncn Schaden zu vergüten. Gegen Brandschatzungen vonseite arbeitsscheuer und vagabundierender Beltler gibt es leider leinen ausreichenden Schutz, leine Ass?curanzcmstalt. Der vor einem Einlehrumthshause zufällig ohne Aussicht ruhig dastehende und wiederläucudc Ochse wird in der Regel vom wachenden Auge deS Nese he« sogllich beanständet, während der Konftabl« der Ge meindegeilchlsblllleit oft zhn vor ihm vorbeiziehende bettelnde Industrie iller m humanstec Weise unbeanstandet passieren und das Publicum «-.«gestört brandschatzen läßt. Nlf allen Promenaden außer den Stadtmauern sind wir nahezu einer „Rcvo'.verpresswn" ausgesetzt. Die Ärt und Weise, um Almosen zu bitten, verlcioel es uns, di: nächst den Stadien gelegenen Sommersrischen aufzusuchen; bei jedcm Schritt und Tritt begegnet uns entweder ein vagabundierender arbeitsscheuer Induftlieritter und Fechter von Profession, odr ein mit widerlichen lörperUchen Gebrechen behaftetes Individuum ftleckl wegelagernd seine Hand nach Gaben aus und! ftörl so den Genuß in freier schöner Nalur. l Die zunehmende Unsicherheit der Person und des Eigenthum«, zumal auf dem flachenLandc; ist der Gegenstand vielfacher Beschwerden und Klagen, welche auch in wiederholten Aeußerungen im Reichsrathe sowie in den Landtagen zum Nusdiuck gelommen und in den Berichten staatlicher Ocgane als thatsächlich nicht unbegrllndet bezeichnet worden sind. Da« Justizministerium lonnle diese bedauerliche Thatsache uichl unbeachtet lassen, da der Justizverwaltung die Repression der Delikte als Aufgabe gestelll ist und mit der Nrl der Lösung derselben der Zustand der Rechtssicherheit in unleugbarem Zusammenhange steht DaB Justizministerium hat sich daher veranlaßt gefunden, die l. l. Oberstaatsanwallschaften aufzufordern, mit aller Tner» gie auf dle Staalsanwälie und fiaalsanwallfchastlichen Ver« tret« bei den Bezirksgerichten in der Richtung einzuwirken, daß sie thatkräftigst und mit Umsicht bestrebt seien, die be-zilglichen Strafgesetze zur nachdrücklichen Gellung zu bringen, daß sie zu diesem Behufe von den ihnen nuch dem Gesetze zustehenden Befugnissen, die Beweismittel zu sammeln, Gebrauch machen und wenn es angezeigt ist, einer ungerechlserngten Milde der Gerichte mit den ihnen vom Gesetze eingeräumten Mitteln entgegentreten. Insbesondere ist der Handhabung des Gesetzes vom 10 Mai 1873 Über Urbeittscheue und Landstreicher die vollste Beachtung zu widmen; von dlcser wir) eine Abhilfe in dem Zustand der Unsicherheit erwartet und eine Abwehr gegen das Aa» gabunocnlhum gesucht, welche zum großen Theile die Rechls-Unsicherheit zur Echuld gerechnet wird. Die Adgabe in die Zwaugsarbeilsanstallen erscheint neben ciuer strengen Polizeiaufsicht vorzugsweise al« d^s Mittel, diesem Unwesen zu steuern. Die Vertreter der Staatsanwaltschaft haben daher in den Fällen, in welchen die vom Gesetze geforderten Bedingungen vorhanden sind, zu beantragen, baß die Zulässlgleit der Stellung unter Polizeiaufsicht, oder oie Ndgade in die ZD^ngsarbeilsanft^l: Von» Genchte ausgesprochen werde. Die Be«re italienische Linien 997 Meilen. II. Die in dcn Vahichöfen zu Wien, Mraz und Trieft in Ausführung begriffenen Baualbeilen schreilen in regelmäßiger Weise fort; zwischen Wen und Graz wurte das zmeile Gclclse bericsiellt. Das Schienenwalzwcrl zu Graz llcserte 3^2,^)7 Zlr Elsen. uud 93.119 Ztr. Slai,!« schienen, darunier 140,000 Zlr. Hiscnschienen flir fremde Rechnung. IN. Die Nusga beu aus den ursprünglichen corcessio-nierlen Linien des östelr.'unzar. Ncyes belaufen sich 1X73 !auf 2,890,353 fl. uud mit Zurechnung der Ausgaben in l frUheren Iihren im Hinzen auf 164.054,973 fl. IV. Die Lime Billach« Franzensfeste ist nahezu fertig; die Linie St. Peter »Fiume wurde am dösten Juni 1873 eiöffne«; die?lu«^aben sllr diese beiden Linitl, beilugen bis Schluß 1873 39.174.955 fl. V. Die Hafenbauarbeilen in Trieft nahmen regelmäßigen Verlauf, Hafenbamm und erster Molo sind beinahe vollendet. Di.' Hafenbauün dllrften in fUnf Jahren vollkommen f«lig fcin. VI. Die Gesellschaft verzichtete auf weitere siebet' Jahre, d. i. vom 1, Jänner 1874 bis Schluß 1880, aul das Vorrecht bezüglich der Ntlichlung zweier ncuen Linien, betreffend die Verbindung der Rudolsdahn mit dem adriati» schen Meere und jener Tirols mit Vorarlberg. VII Vom italienischen Nctz ftlhen von den con-cessionierlen Linien 260, Meilen im Betriebe und 14 ^ im Bau. Die Hafenbahnhofbaulcn u> Venedig lonnlen noch nicht vollendet werden, die Station Verona wurde vergrößert, unhrere Belriebsanlagen wurden vermehrt, auf den lombardlfch- und central italienischen Linien viele Wasser» schutzhauten durchgeführt, auf den piemontesifchen Linien Bahnhofvergrößeruugen unternommen und zum St. Gott« hirdtunnel 104,118 N. beigetragen. Die Ausgaben auf den Linien des italienischen Netz?« belaufen sich 1873 auf 5.136.408 st, im Ganzen bis Schluß 1873 auf 141 Mllionen 114,595 fl. VIII. Der Belicht meldet weiter die Bau- und Netriebsarbeitcn auf dcn Llnieu Blgevaoa-Mailand, Montsellat, Trosarcllc,Chieri, Moudrrige>,, 25,887 Last. und diversen Wagen, 8 Dampfschiffen und 3 Barten. Die^ Ausgaben sur Bellicbsmiüel und WcllMte« betrugen 1873 11.391,483 ft., im ganzen bis Schluß 1873 87 857,129 st. X. Die Mater ialvor rrathe und Liegen, schuften repräsentieren einen Weuh von 16661,606 ft. Der Kaufpreis der lombardisch-verielianischen Linien betrügt 22.616.76 l fl., jener der Slldbahn 65.246.512 st. und jener der piemonlesischen Linien 70.563,754 st. XI. Die von der Gesellschaft bis zum 31. Dezember stutzig gemachten Kapitalien betragen im ganzen 639.632.677 st, und zwar Einzahlungen auf '«men 150.000,000 st., in 3"/<,igen Obligationen 347.381,058 st,, in 5"/,igen Obligationen 42.831,321 st., und in Bon« 99.420.298 st. XII. Da« Erfordernis der Gesellschaft pro 1874 wurde im ganzen mil 32.000,000 fl. (darunter 10 Millionen 400.000 st. Vauloften, 7,200 000 st. Vetriebsma» leriale) veransHlagt. Die Gesellschaft hat sich die erforder- lichen Geldmittel durch Emission einer neuen Serie von 200.000 Stuck 3percenllger Obligationen beschafft. XIII Die Brutto-Ei «nahmen des Betriebes betrug«, im Jahre 1873 zusammen «4,896.266 st., u. z auf dem ersten öfterr..ungar. Netze 36.757,147 st. u«0 auf dem italienischen Netze 28.139,119 st , um 4.496,510fl. mehr als 1872. («chluß f°<«») — (Dic evangelische Schule) feiert h'u>e „beim Mill'iu" i» Glei'nih »hr FMingS.Schulfest. — (Fleischtarif pro Juni.) Das Pl«^ Rindfleisch bester Qualität von Mastochse» tostet 30 lr., mittlere Sorte 26 kr., geringste Sorte 22 lr.; von Kühen und Zugochse« losten die drei Sorten Fleisch 27, 23 und resp. 19 lr. — (Fill Besitzer von Slaatspapieren) Das l. l. Hinauzministerlunl hat angeordliel, daß von» 20, Juni d. ). angcfancirn.alle löingaben, Zuschriften und Sendungen, welche die Klei», Um-, Zusammen, oder Alls' einandclschrechung von auf Namen lautenden Staat« Ol>li< galionen betreffen, wenn dicfe nicht auf den Namen eiitts Ausländers, einer ausländischen Körperschaft, Gemnl^, Stiftung oder Anstall lauten, ohne Unterschied, ob die Ve< sorgung des inlendienen Geschäfte« nach den bestehenden Normen der Staalsschuldcnlafse oder der Direction del Staatsschuld obliegt, ausschließlich an die Staatsschulden« üisse zu richten sino. Neueste Post. W^e i,. l. Zum. Ziehung der IW4er Prami.'^ Lose: Vcrit l51^i Nr. l»4 gewinnt dm Hauptttck l. Serie ^2.i<; Nr. 47 yewann ^0,000 fl.. Serie ^'! Nr. !0 gewann l5,000 ft.. Serie 1302 Nr. 12 l>" wann 10,000 fl. Andere gezogene Serien: 178 lM 1395. !7U1, 1!»82, 1988. ii01^ 212«. 224^' M^' 3:j43. Tclrgraphtscher VeHsellUi» v«u, 1. Juni, Pllvier-Neule tt9'35) - s»lber^Äentc 74 4!', — llW'' sl 75, Francobant 2^75, Hllndelsba«' 58 b<», Bcreinebaiil 7 75, Hypolyelarrellielibnnl l/ . allmMs'" Vaugcsrllschllst 41-iib. Wiciicc Bailbaul 53l,U Unionbaul.'1^'. Wechslcrbuudlllll 12 «s». Brigiltcuaucr 13 2.>. StaatSbat,» ^ls>."'' Lombarden 1^7 75. ilcliimuliallose —. Vesftr. Angekommene Fremde. Am l.Imi!. «l»te> »G»4>t TV»«»«. Pazowoll), Fubeneaaer Uüd M>"' hart. Nciscnde, >md Ollssinger, ilfm.. Wien - «utely, «i"^' Nrittm. — H)ocl. Priv., Tllffcr. »»«t«> ««««-»««. Pllmelsy. itllllfm.. ni,d H^ffmail». ^"' — Odl», Nadmllllützdorf. Riaggio, Udoie .. Milllcr, 3!"' lohn. - Kraftncr, Oraz. — Hca'dlvli, Berlil, >«»t«> «,,^<»,»». Illlllouz. Klagcilflirt. .- Kural«, l»l'"' lralll - Lindner, Wim. cger, Wien. .«ollruz. Nudolfewerlh ^. ^osn mil F""' Gütlschcl-. -. Nlisjucr. «rambing. F«««,r«u. Paul), Halidelsmalui. Pest. i.'oufchin. NeiW.,'< Keill mit Fran, Mechaniker, Wien. ~ Maly. l l. vb.rst,"" stlldt. Meleolollitllsche H^tjmHillmae«« ill l:,nl^^ V U. Vt8- 7^^.36 -l-14.zl windstill heiter „„,, 1. 2 ^ N. 74,.«5 ^2!,.u SW. s. schw. etwns bcw, "" l0 „ Hb., 7^i.?. i ^.17.» '2b 1»9 7b Priimitnanlehen der Stadt Wien 100— 100 bo «N7u ,«ru«d.l ^-m- SNnbürgm .^ i . . 7125 72- Ungaru j l°ft°u> < . . 74 7b- »nu»u««llgnli»ANll«.ii«>se . . W bO 8b 70 Uu,. «iseubahn.Aul..... ö5t»0 61 — Nallonalbllul......W1 — 98:l — Orsterr. allg. Vuul .... 44— 4450 Oefterr. Van^esellschaft . . . 200— iiOl-— Unieudau' ,......9«— 93 50 «trein«l>«ll..... . 8— 82b «ertchrsbanl.......76 — 77 — »etie» »», «»«»«p»»tUnte«,h. «eld War, «lfUlb.Vahu.......139 50 1^0 50 Karl.Lndwig.Vllhu. . . . - 243 5U 244'— Vonän»Dampfschiff.»Vtsellschast 520-- 525 — Llisabelh.Weftblzhn.....195 f,0 196 50 «lisabt'h'Nahu (Lmz.Vnbwelfer Glreälj.......182- 184- 8erdinonl»y«MotbbllHn . . . 8050 2060 — 3r°uz.I«stph.V»hu.....197—198- Ltmb.'«leru.«I»ffY'V»hn . . .142 - 143 - Lloud.Otftllsch.......411—418 — ^lü«:. «,r;,tltb. , . . 176- ,77- I «llb ««,r, Undol!««V«ll,„..... 150 - I5tt-50 Glaatsbahll..... »1s» 50 316 — GUdbahn........ 138 - 138,50 Theiß.Nahn....... 209 . 20950 Ungarische Norboftbahn . . . 1(14 - 105 — Uugansch, ossillhu . . . , 49 50 50- - Tr»»way.Vestllsch...... 130— 133 — »auaeseUsch«fte». Allg. öfterr. «auaesellschaft . . 45-— 45 50 Wiener Vaugtsellschafl. . . . bb- . 5525 >ll^,m. öflcrr. Vadmeredit . . 9b— 95 50 l»t«. l» 89 Jahren 83 50 84 - «atlonalbaul ». «..... 91 - 91 20 Unz. Bndencreblt..... 8550 857b Prioritäten. «lisabeth««. I. «m.....9250 93 — ßerd..^ordh. G......104 90 105 10 ßranz.Ioseph.V......101 lib 10150 »al. ««l,l!ud»lg.V., 1. «m. . 107 — - ^ Oeftlrr. «°rb»est«V.....9675 97 — «ltllmlinrgtr..... 80— 8025 «t««l,h>lhn ... . .1Vll-1V9b0 .....^'......-------------------------<^ld "«!' südbahn k 3«,......ll>«^/g570 b'/......^'^225^ Güdbahu Von,.....^.64^ Ung. Vstbuhu......63?«' G,l»«tl-,,. ^ «rtdil.L........15«<'" '^i,C «ut>°lf«.i!.......l^^ . . "'""' 93'?" "«' zransfnrt........^"0 ^ L'^on"....... U^y 4^' «>