H^___________________Montag, 25. Ftbnml 1895. IahiM« N4. Aibacher WMyig st ^ ^"!^s?^«^°^"^^nbI«»«: ganzMrlss ft, 15., hnlbMrlss si, ?l.a. Im Comploir: ^ Die «Lui« 1> Ul»r vormittag«, ^^^^^^^" «» ^ ilttlen «5, lr,, grükcic Per Zeilc ll tr, ? bei üftcren Wiederholungen per Helle » ll, «^ UnfranNerle «riefe werden nicht lmgenommen, Manuleriple nicht zurückgestellt Umtlicher Hheil. ^eihüHsl'/^ '. Apostolische Majestät haben mit Bister s,i! « "^l'eßung vom 20. Februar d. I. dem A°fen W.N- «i""^°igung, Feldzeugmeister Z-no Oldens m5 m ^e""b 'das Großkreuz des Leopold-Itihen geruht ^^^ ^" ^°le allergnädigst zu ver- Aichtamtlicher ^heil. M. Erzherzog Albrecht f ^ durcks..^.^"bienste weiland Sr. k. und l. Hoheit brecht um?.^" Herrn Feldmarschalls Erzherzog ^chen W"?,,^ Entwicklung der österreichisch - unga-^eine'l^^'^ veröffentlicht die «Norddeutsche all-««"""3' emen Leitartikel, dem wir folgende ? Enherm.« H""'- Die Kunde von dem Ableben Meldb^^lbrecht von Oesterreich, des greisen ?^ Feldmarl^^^""lh'l^ungarischen Armee und "^lschen s„ ^°lls, wird ebenso wie in dem üster-Mundenen I-l!", °^" H""n der Welt einer tief e'sen DeullA ^"" begegnen. In den militärischen ?°nz besonk'« ^ patzte man in dem Heimgeqanqenen ''°"en d?r «s? ^ ^'"reter der ruhmvollsten Tradi-3^ "blickt? i"^'schen Kriegs- und Heeresgeschichte "ler i^ranV^?? ^en ersten Verather Sr. Majestät Anäßen Umf.^'^ bei dem großen Werke der zeit-^"archi" m'^"n« der Wehrkraft der Habsburqischen ,°?W?aus .^ " sich als siegreicher Führer und jungen >,«« ^ bewährt und in dm leitenden «'N lnitap^ ^"vorragender Bedeutung bei allen ^dttu„g'^ult hatte, welche auf die Erhaltung und X^lterreU ""d Schlagfertigkeit iL^eicheg I. ""r sowie auf die Landesvertheidigung M«n di°Z"Z h"teN' übernahm er vom Jahre 3. ' '«dem ... ""^ Organisators im Geiste der «3> kaiserliH^A^"^beit leistete bei Umgestal° zi.?" Grunzn Alniee in ein modernes Volksheer I?°"3spunlt ZI ^ allgemeinen Dienstpflicht. Der ^1868 .«"selben war das Wehrgeseh vom w> großen ^..c^.^r I"t, wo es erlassen wurde, U "5 sich der 3^"" ^rftellte. . . . Dieser Aufgabe ^ ^ürs^7l.^"z"g mit nicht rastender Thätigkeit Mcht'ge? ^.zum. Jahre 1886, wo ein weiterer ^z^^^actor ^" «n-^'-f' hinzutrat, das Landsturmgesetz. . . . Auch nach anderer Richtung hin fanden bedeutsame Wandlungen und Reformen im Jahre 1887 statt. Zu denselben gehörte auf dringendes Anrathen des Erzherzogs die Erhöhung des Standes der Reiterregimenter der Armee, um die Kriegsbereitschaft drselben zu «höhen, der Uebergang zum kleinkalibrigen Repetiergewehre nach dem System Mannlicher, die neuen Organisationsbkstimmungen für das Eisenbahn-und Teleqravhenreqiment, die engere Verbindung zwischen Heer und Landwehr bei den Manövern, endlich die Zusammenziehung größerer Cavalleriemassen zu Uebungen im Divisions« und Corpsverbande. Das Jahr 1889 brachte das Inkrafttreten eines neuen, unter der Aegide des Erzherzogs Albrecht entworfenen Wehrgesetzes, das der Wehrkraft der Monarchie ein breiteres und besseres Fundament lieh, als das Gesetz von 1868. ... Im Jahre 1893 wurde dem österreichischen Reichsrathe und dem ungarischen Reichstage eine Landwehrnooelle vorgelegt, durch welche in höherem Maße als bisher die Landwehr dem stehenden Heere genähert und derselben die gleiche Aufgabe der vereinten Action, in erster Linie die Mitwirkung bei den Operationen im freien Felde, zugewiefen wurde. . . . Die Landwehr Organisation, wie sie durch die vom Erzherzog warm vertretene, Landwehrnovelle von 1893 eingeführt worden ist. brachte der Wehrmacht der Monarchie einen Zuwachs von 200 frischen, leistungsfähigen Bataillonen und 100 Escadronen. Sie erhob die österreichisch-ungarische Landwehr auf das Niv'au des stehenden Heeres, von dem sie nun nach Beruf und Verwendung ein gleichartiges Glied wurde. Eine der allerneuesten Zeit an« gehörende rcformatorische Maßregel des hohen Ver» ulichenen war die Aufstellung von Stämmen für jede Landwehrcompagnie und Landwehrescadron, die bis dahin nur für jedes Bataillon, respective Eavallerie» regiment, vorhanden waren, so dass sich bei der Landwehr der Uebergang vom Friedens- zum Kriegsfuß leichter und genau sowie bei dem Heere vollzog. Außerdem wurden auch die höheren Commandobehörden der Landwehr aufgestellt und ihr Wirkungskreis genauer abgegrenzt. Das Blatt Meßt seine Ausführungen folgendermaßen: Das österreichisch-ungarische Heer hat nicht im Frieden allein die Ergebnisse der von seinem genialen Führer ins Werk gesetzten Wandlungen zu schätzen und zu würdigen Gelegenheit gehabt. Die Waffenthaten in Bosnien und in der Hercegovina waren ebenso die Früchte des Reformwerkes, an das der Sieger von Custozza in den Friedensjahren seit 1866 seine ganze Kraft geseht hatte. Der Name des heim» gegangenen Helden ist auf den Tafeln der deutfchen Heeresgeschichte mit unverlöschlichen Zügen eingetragen, er schwebt auch dem deutschen Heere als eine hehre Erinnerung an die kriegerischen Großthaten unserer Zeit vor. ! Die «Bosnische Post» widmet dem Andenkn des ! verblichenen Heldenmarschalls einen längeren Nachruf, in welchem es heißt: Mit Erzherzog Albrecht scheidet aus der Reih? der hervorragendsten Männer unserer glorreichen Monarchie eine der an fruchtbaren Eingebungen und schöpferischen Ideen reichsten Persönlich» leiten; er lässt eine unausfüllbare Lücke hinter sich. Der Correspondent der «Pol. (lorr.» schreibt aul Rom: Die Nachricht von dem Tode des Herrn Feldmarschalls Erzherzog Albrecht wurde auch in Italien, wo Se. k. und k. Hoheit sowohl wegen seines früheren längeren Aufenthaltes in Oberitalien und seiner mili« täuschen Thätigkeit daselbst als auch wegen seiner öfteren Ausflüge nach Mittel- und Södi'alien wohl« bekannt war. mit großer Theilnahme vernommen. Der verstorbene Erzherzog genoss in Italien nicht nur den Ruf eines großen Feldherrn, sondern man brachle ihm auch seines einfachen, liebenswürdigen Auftretens und seiner großen Wohlthätigkeit wegen lebhafte Sympathien entgegen. Besonders im Venetmnischm, wo der Erzherzog längere Zeit, zuerst als Eorps- und dann als Armee-Eommandant, mehrere Jahre hindurch weilte, steht seine hochherzige Freigebigkeit noch in bestem Andenken. Im Sinne der lehtwilligen Verfügung Sr. k. und t. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn FM. Erzherzogs Albrecht, dahin gehend, dass Kranzspenden unterbleiben und statt derselben Seelenmessen gelesen werden mögen, wurde am 22. d. M. vormittags um 10 Uhr in der Hof- und Stadtpsarrkirche zu St. Augustin über Veranlassung des Polen-Elubs des Abgeordnetenhauses ein Trauergottesdienft abgehalten. Vor dem Hochaltar war im Presbyterium ein Katafalk errichtet, den hohe Leuchter mit brennenden Kerzen umgaben. Hochaltar und Wände waren schwarz ausgeschlagen, die Bänke mit schwarzen Tüchern verhängt. Die Seelenmesse las in Vertretung des erkrankten greisen Reichsraths-Abgeordneten Propstes Ludwig Ruczta der hochw. Domherr Pastor. Dem Zieuisseton. g^/"lz°g Albrecht als Redner/ V'^nen E^°"' A Gelegenheit, den nun dahin-^.M b?^ als Redner zu hören 'dlNlicke u?"d"n, «nd ich glaube, diese beiden ^ U" l8^vor^ k^« zu sollen, als ich sie sie Mn der 1,^ ^^ "°ch dem großen Kampfe um dasz "etterdi^??"S. von Eustozza erlebt und als « "nem U>> °lte Wahrheit bewiesen haben, n"e und A Wrn mehr gehört, als ein wenig leite "lnittelba ^' °l,f^°"den 5,j/°r dem Ausbruche der Feindselig, lkl en s^nie M^. "^ stattlicher Heereikö.per -^3°^ in V'«'Verona nnd ein Theil de«. de« ltt>"ge. hie?. " tonmments. ^ """" l°tkn?e Nericn ^ ? sonnigen Städtchen am Fuße < °« der erM.r ^.^''"' «nd wir lebten recht ^chslen Funde k'l^?^ ""Wen. Mit einemmale F".^herzog. werde am standhalten ^'3° besuchen und eine Truppen- ?"s w^etzt unk « ° musste alles in gehörigen ^Nten d" Abend,., ^. ^ ^than werden, ehe wir t^ «bendreumon in die Osteria begeben lk^i? in de? M?"6"lw"oe sammelten sich die ^ fü?"«. und A ^lche die Straße nach Mon- "^^!"e iNevue l«^ "°^ l°«m hie Zeit, mich ' ^ ungewohnten Schauplatzes zu freuen, wo die Soldaten im kühlen Schatten von dicht» belaubten Bäumen standen, durch deren Kronen sich nur hie und da ein Sonnenstrahl stehlen konnte, der dann von dem blanken Stahl einer Waffe flammend «flectierte, als auch schon Hörner erklangen und in mehr oder weniger gelungenen Tonläufen die Ankunft des Feldherrn verkündeten. Der Erzherzog ritt die Fronten der Truppen ab, einfach in seiner Haltung, freundlich und zugleich ernst. Nachdem die Truppen besichtigt waren, hieß eS: «Ossi. ciere und Unterofficiere von Numero 7 vorl. Als wir vor dem Marschall versammeli waren, stellte es sich heraus, dass ein Missverständnis unterlausen war, und wir hörten den Erzherzog mit lauter Stimme sagen: «Ich habe nur die Herren Officiere und die Unter« osficiere des 7. Regimentes verlangt; den Herren des anderen Regimentes habe ich nichts zu sagen!» Nachdem die Nichtgerufenen wieder abgetreten waren, rief der Malschall zunächst die Unterosficiere der Siebener vor und hielt an dieselben eine kurze Ansprache, die mich wegen ihres Inhaltes und ihrer Form außerordentlich überraschte; denn, ich gestehe, ich hatte eine Rede erwartet, die an die Pflichten gegen Kaiser und Vaterland erinnern, eine Rede, die den Patriotis« mus und die Soldatentugenden der Kärntner ent« flammen würde. Nichts von alledem! Der Feldhe»r bearüßte das kärntnerische Regiment in schlichten Worten, ' die mit dem Accent des Dialekts der Alpenländer ge-^ sprochen wuiden und dankte den Soldaten dafür, dass sie während er in Verona schwerkrank daniederlag, aus der Heimkehr nach Kärnten von Saifnitz und Tarvis ^ auf den Lufchariberg wallfahrten gegangen waren, um für den kranken General zu beten. Ich habe schon manche Rede gehört, aber noch niemals konnte ich eine so tiefgehende Wirkung gesprochener Worte beobachten, wie damals bei Lonigo. Die Unterofficiere bebten form« lich vor Erregung, die Augen wurden ihnen feucht, und als sie der Prinz zur Truppe zurückkehren hieß, vergaßen sie zu gehorchen und mussten wiederholt ermahnt werden, dem Wunsche des Erzherzogs zu entsprechen. Im reinsten Deutsch sprach er dan zu den Offi-cieren der Siebener, die er in kurzen Sähen an die glänzende Geschichte des Regimentes und insbesondere daran erinnerte, dass diese Truppe noch niemals ge-schlagen worden. Ich habe diese Reden des Erzherzogs oftmals in meinem Gedächtnisse wiederholt und bin heute noch, wie vor 29 Jahren, der Meinung, dass sie Muster-leistungen feldherrlicher Beredsamkeit waren. Und sie haben gezündet, denn auch diejenigen, welchen der Prmz «nichts zu sagen» hatte, vollführten einige Tage spater auf dem Schlachtfelde bei ilustozza Wunder der Tapferkeit. Was aber die Siebener geleistet haben, das braucht wohl Nicht erst im Detail erzählt zu werden. Dre, Bataillone derselben griffen im Spätnachmittage d,e Stellung auf dem Monte Croce an, wo im Laufe des Tages mehrere Brigaden verblutet waren, uud warfen die Italiener mit einer Raschh-it gegen Villafranca hinab, dass die Fliehenden nicht einmal Zeit hatten, ihre Siebensachen in Sicherheit zu bringen und auch eine Batterie zurückließen, wrlche die Kärntner gleich bmühten, smlich ohne großen Schaden anzurichten. — Nach der Schlacht hielten die Siebener aus dem «aibacher Zeitung Nr. 46. 388 25. Februar 1895. Gottesdienste wohnten bei die Herren: Ihre Excellenzen der Minister für Cultus und Unterricht Dr. Ritter von Madeyski, Minister Ritter von Iaworski. der Obmann des reichsräthlichen Polen-Clubs Dr. Ritter von Zaleski, ferner der Vicepräsident ws Abgeordnetenhauses Ritter von Abrahamowicz. sämmtliche Mitglieder des Polen-Clubs und zahlreiche sonstige Andächtige. An den Seitenaltären wurden ebenfalls zur selben Zeit stille Messen gelesen. Politische Uebersicht. Laib ach, 23. Februar Die hohe kaiserliche Auszeichnung, welche Sr. Excellenz dem Herrn Minister für Landesverthei« digung Grafen Welsersheimb zutheil geworden ist, begleitet das «Fremdenblatt» mit folgenden Worten:, Die hohe kaiserliche Auszeichnung wird in der Land«! wehr wie im Heere als der besondere Ausdruck kaiser-! licher Anerkennung für sein rastloses Wirken und Walten im Interesse der österreichischen Landwehr begrüßt werden. Die endgiltige Annahme der in der neuen Landwehrvorlage niedergelegten Grundsähe bedeutet eben die Krönung jener imponierenden Institution, zu welcher unter der energischen und hervorragenden Mit« Wirkung des Üandesvertheidigungs-Ministers unsere Landwehr entfaltet worden ist. Wer die nie ruhende,' erfolgreiche Arbeit des Grafen Welsersheimb verfolgt! und erkannt hat, der wir) in des Kaisers reicher An-^ erkennung den gerechten Lohn umfassenden, für des Reiches Wehrmacht bedeutsamen Schaffens erblicken. Folgende neue Mitglieder des Herrenhauses haben, wie das «Vaterland» meldet, ihren Beitritt zur Gruppe derRechten angemeldet: Fürst Carlos Elary, Hofrath Professor Dr. Albert, Fürstbischof Puzyna von! Krakau, Graf Stadnicti, Graf Mycielsli, R tter von Lzaykowski und Dr. v. Marchwicki. Hiemit zählt die genannte conservatve Gruppe 90 Mitglieder. Das ungarische Abgeordnetenhaus verhandelte gestern über das Finanzgesetz für das Jahr! 1895. Die Debatte nahm einen größeren Umfang an und dürfte erst in der nächsten Woche ihren Abschluss finden. — Der Präsident Dr. von Szilagyi gab vor! Uebergang zur Tagesordnung bekannt, dass das Leichen-begängnis weiland Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauch« tigsten Herrn Feldmarschalls Erzherzogs Albrecht nächsten Dienstag nachmittags um 3 Uhr stattfinden werde, und ersuchte jene Abgeordneten, welche sich an der Trauerfeier betheiligen wollen, sich bei ihm zu melden. Im preußischen Abgeordnetenhause brachte bei Berathung des Cultusetats gestern Abg. Daurenberg die Klagen des Centrums über nicht der^ Parität entsprechende Behandlung der Katholiken vor. Redner verlangte schließlich ein allgemeines Vollsschul-, geseh. Cultusminister Bosse meinte, man habe Wichtiger es zu thun, als den confessionellen Kamps wieder zu beginnen. Der Minister richtete an das Centrum den Appell, Frieden zu halten zum Wohle der Schule, der Kirche und des Staates. Abg. Freiherr v. Heeremann anerkannte das Wohlwollen des Cultusministers, doch sei eine gesetzliche Regelung der kirchenpolitischen Verhältnisse nöthig. Abg. Dr. Iazdzewski verlangte eine weitere Ausdehnung des polnischen Religionsunterrichtes im Interesse der Erziehung. Cultusminister von Bosse bemerkte, eine allgemeine Revision der kirchenpolitischen Gesetze sei gegenwärtig nicht zweckmäßig. Bezüglich der polnischen Sprachenfrage sei ein weiteres Entgegenkommen der Regierung nicht angebracht. Die deutsche Sprache als Sprache der Gerichte und der Armee müsse auch Unterichtssprache bleiben. Der Titel «Ministergehalte» wird hierauf genehmigt. Morgen findet die Fortsetzung der Debatte statt. Im französischen Senate wurde ein von der Rcgierung überreichter Antrag, wonach Mitglieder des Parlaments nach vollbrachter activer Dienstleistung von jedem weiteren Militärdienste befreit sein sollen, in erster Lesung erledigt. — In der Kammer erklärte der Colonienminister, dass die Nachricht eines Morgenblattes über die Mission Monteils in Afrika vollständig erfunden sei. Das englische Unterhaus hat in seiner ge< ftrigen Sitzung den Antrag James auf Vertagung des Hauses zu n Zwecke eines Protestes gegen die Wiedereinführung der Naumwollzülle in Ostindien mit 304 gegen 109 Stimmen verworfen. Die Agence Havas veröffentlicht nachstehende Depesche aus Älexandrien: Die einheimische Presse protestiert, von der Ueberzeugung ausgehend, dass die Grundbedingung für die Erhaltung der Unabhängigkeit Egyptens im engen Anschlüsse an die europäische Colonie liege gegen die von der englischen Presse erhobenen Anwürfe der Illoyalität. Die Blätter erklären, dass die Regierung sich hüten werde, einer Aufreizung zur Unruhe folgezuleisten und setzen ihre Hoffnung auf die feste Haltung Europa's, insbesondere auf jene der Türkei, Russlands, Frankreichs und Deutschlands. Die Agencia Stefani meldet aus Massauah: Tafari de Ägame, der für die italienische Sache kämpft, habe die Tigriner bei Ndgrod geschlagen und denselben empfindliche Verluste beigebracht. Dem Ras Mangascha sei es gelungen, eine Macht von mindestens 20.000 Mann zu sammeln. König Melenik sei am 24. Jänner nach Schoa zurückgekehrt. Wie die «Times» aus Philadelphia melden, wird der Senat beschließen, den Zuckerpflanzern für die letzte Ernte, deren Ertrag auf fünf Millionen geschätzt wird, eine Prämie zu bezahlen. — Die Silbermänner aller Parteien gedenken, sich für die Präsidentenwahl im Jahre 1896 auf einen Candidaten, welcher ihre Ideen verkörpern würde, zu vereinigen. Tagesneuigleiten. — (Stadtetag.) Der Städtetag nahm am 22. d. M. einstimmig einen Antrag an, an den Reichs» rath und die Regierung eine Petition zu richten, dass ein Theil der den Landesfonds aus dem Mehrergebnisse der reformierten directen Steuern zugedachten Ueberweisung unmittelbar drn Landeshauptstädten zugewiesen werde. Der Referent begründete den Antrag mit dem den Städten erwachsenden Nachtheile infolge des beabsichtigten Nachlasses ber Grund- und Gebäudesteuer. Ein Antrag, wonach die Hälfte oder gweidrittel des in Aussicht genommenen Erträgnisses der Personaleinlommensteuer den Landeshauptstädten zugewiesen werden sollte, wurde ein» stimmig angenommen. Der Antrag, die Regierung und den Reichsrath zu bitten, mit thunlichster Beschleunigung eine Reform des communalen Steuerwesens ins Leben zu rufen, dass von Gemeinden selbständige Einnahmsquellen eröffnet werden, wobei in erster Linie der Ertrag der Verzehrungssteuer für geschlossene Orte in Aussicht zu nehmen wäre, wurde einstimmig genehmigt. Sodann ge» langte eine Zuschrift des Staatsrathes Vraun zur V"< lesung. ln welcher er den wärmsten Dank Sr. Ml^° des Kiiser« für da, anlässlich des Ableben« be« <" Herzogs Albrecht ausgedrückte Beileid dem Städletag " lannt gibt. Der Slädtelag wurde sodann mit einem V°^ auf Se. Majestät den Kaiser geschlossen. ^ ,<. — (Neue Kasernen in Budapest.) "" Stelle der zum Abbruch bestimmten alten Kasernen werM sieben neue Kasernen erbaut, welche innerhalb der nllchsi zwei Jahre der Armee zur Verfügung gestellt tve"^ Se. Majestät ber Kaiser hat mit Allerhöchster Verordn^ vom 19. Jänner d. I. bestimmt, dass die neuen <«" Kasernen die Namen ber verdienstvollsten MarschiM l tragen haben, und zwar: Erzherzog Karl, ErM«» Albrecht, Graf Johann Palffy, Franz Nadasby. 3"'^ v. Laudon, Graf Hadil und Graf Radehly. ^ — (Die Iuckerindustrie.) Die Handels-"" Gewerbekammer in Prag nahm einstimmig den M " lichkeitsantrag an, es solle dem Handelsministerium «^ Petition unterbreitet werden, die Regierung "^e Einberufung einer internationalen Enquete von ^" ^.^ der Zuckerindustlie und der Landwirtschaft sowie sülN"!"^ Iuckerrübenproducenten des Landes anregen, die über b> i Sanierung der gegenwärtigen Krise geeigneten ^ berathen soll. In der Petition ist ferner auf d" u^ plante Erhöhung der Iuckerexportprämie in Deul,cy hingewiesen, welche geeignet sei, die Zuckerlcise i" ' bilisieren und welchem Beispiele die übrigen s""" ? ducierenden Staaten folgen müssen. , .,<) — (Die «Närodni Listy. verurtye» . Die «Närodni Listy. veröffentlichten Samstag die b° ^ cations-Nestätigung de« Prager Landesgerichtes. " ^ besagt, dass die Landlagsreden der Abgeordneten »> Eduard Grögr, Ezernohorsky und Graf Kaunitz z>" ^. achtung und zum Hasse gegen den einheitlichen ^ .^, verband des österr. Kaiserstaates und gegen die » ^ Verwaltung und durch Schmähungen zur Veracht""» ^, zum Hasse gegen die Staatsbehörden und einzelne ^ gane der Regierung sowie zu Feindseligkeiten s^^l, zelne Classen der Gesellschaft, insbesondere gegen den ^ aufzureizen suchen und daher den Thatbestand v"" ^l brechen und Vergehen zum Inhalte haben. Der .. der «Närodni Lifty», welcher diese Landtags«"" ^ geheißen und zu rechtfertigen sucht, bildet den N" nb des Vergehen» gegen die öffentliche Ruhe «nd ^^^,, weshalb die Confiscation bestätigt wird. Der A"«" ^, Senat verurtheilte in geheimer Verhandlung °en ^, arbeiter des «Närodni Listy., Nachmayr, weg"^ht, brechen« und Verssehen« der Störung der öffentlichen begangen durch Veröffentlichung der Berichte "ve ^ czechlsche Meetings, zu vier Monaten schweren K"".' B verantwortlichen Redacteur AniZ wegen Vernacyl"» der pflichtgemäßen Obsorge zu 80 fl. Geldstrafe- ^ — (Der deutsche Handelstag.) ^r«^ Handelstag wurde am 22. d. M. mit einem H°^ ^ ^ Kaiser eröffnet. Es wurde ohne Debatte f°A" eS ^' llärung beschlossen: Der Ausschuss des Handels« hel dauert auf das lebhafteste, dass durch die An"°" ^l Antrages Fnedberg-Niirbach im Reichstage und ° ' ^e durch die in dessen Debatten geoffenbarte Tem>e ' ^ tiefgehende Neunruhigung des Handelsverkehres ^e, gerufen und im Auslande die Vorstellung ern"° he-das« Deutschland eine Aenderung der ^MUgstdl«"' absichtige. Der Ausschuss beauftragt das -p t>el eine neue Plenarversammlung zur Verhak" «^e Wllhlungzfrage hinsichtlich der gegenwärtigen einzuberufen. ^^ thatsächlich blutgedüngten Monte Croce großen Empfang ab. Es kam der Corpscommandant, Feldzeugmeister Härtung, mit Erzherzog Heinrich, es kam der damalige Inhaber des Regiments, Feldzeugmeister Maroicic, es lamen noch andere Herren, um die Truppe zu beglückwünschen und ihr Bewunderung zu zollen. Maroiiit erzählte in drastischer Weise den Hergang der Schlacht, indem er der Leitung der Operationen die höchste Anerkennung zutheil werden ließ. «Nein, an der Schlacht, die wir geschlagen, lässt sich nicht clausewiheln.* Nur eine halbe Stunde lang war zwischen mir und dem 9. Corps ein großes Loch, und wenn sich die Italiener schnell hineingeschoben hätten, so wäre die Sache schief gegangen. Aber bevor die Italiener auf diesen Gedanken gekommen sind, war das Loch durch die Brigade Scudier schon wieder verstopft.» Es kam auch der Marschall zu den Siebenern, und er hielt abermals eine Ansprache. Sie war kurz und knapp, aber sie klang in ihrer Einfachheit überaus herzlich und rief bei dem Auditorium einen Jubel hervor, wie ich einen solchen noch niemals gehört hab?. Es fehlte nicht viel und der Erzherzog wäre vom Pferde gehoben und durch das Lager getragen worden: Die Officiere mussten alles Erdenkbare aufbieten, dies zu verhindern. Die zwei geschilderten Augenblicke hatten mir die W^,«^"N Fracht, dais Erzherzog Albrecht die ,chen FeN"'*' '" "°""'° '«"""he «"«,« d«r Napoleon. Klippen. Roman aus der Gesellschaft von T. Tfchürnau. (39. Fortsetzung.) Es kam dem Prinzen vor, als gehe alles Licht in dem Raume von dieser holdseligen Frauengestalt aus, von dem blühenden, edelgeformten Antlitz und dem goldbraunen Haar, auf dem ein aufstäubendes, flimmerndes Funkeln lag, als ob Goldpurpur über dasselbe verstreut sei. Mit einem lieblichen Lächeln auf den Lippen hörte die junge Frau den Bericht der Commandeuse an, aber dieses Lächeln verschwand, als sie Strusa bemerkte. Eine eigenthümliche Starrheit legte sich über ihr Gesicht; es war, als ziehe sich die Seele aus den schönen Zügen zurück. «Hier bringe ich dir einen alten Bekannten, Tessa,» rief Baron Iähringen schon von der Thür aus. «Ah, Prinz Strusa! Sehr erfreut!» Aus ihrem Ton war wenig von dieser Freude herauszuhören; sie begrüßte den Prinzen kühl, gelassen, wie man eben einen oberflächlichen Bekannten begrüßt, an dessen Existenz man erst durch das erneute Zusammentreffen wieder erinnert wird. Kein noch so scharfer Beobachter würde auf die Idee gekommen sein, dass sich zwischen diesen beiden Menschen einst ein erschütternd! s Liebesdrama abgespielt hatte; sie benahmen sich genau so, wic Leute von gutem Ton in der gleichen Situation sich zu benehmen pflegen, und dennoch vermochten sie wohl die anderen, nicht aber sich gegenseitig zu täuschen. ----------- ____--------^irllü^ Sie durchschaute die Masken, die sn dei Tessa sah das flackernde Feuer in den X^ Prinzen, und er hörte aus ihrem kühl h^ "^7 die Furcht heraus, die bemüht war, ihn '"^M^ Gemeinsam giengen sie nach dem 9"^'«^' salon hinüber, in dem Blanche ihrer neuen u entgegeneilte. ^it 'U Denn sie hatte während der kurzen H«^ ü" Aufenthalts in Wien schon Freundschaft ge'^t< Tessa, für die sie schwärmte mit der ganM ,«^M' achtzehnjährigen, liebebedürftigen und veg fähigen Mädchenherzens. ^ «a's t>M Fred behauptete, dafs er als Bruder ^ " ^ aus als Dritter in den Bund aufgenoMN"^M müsse, und er machte daraufhin allerM ^ 0' geltend, die Tessa ihm lachend bestntt, !° ^e". . Plänkeleien zwischen den beiden kein Ende N"" ^M' Jedenfalls hatte der fesche U" " ve«z> Augen der verrätherischeu Vlidussa vollloMlm ^ »i, über zwei andere Sterne, die noch wen glanzvollerleuchteten. l5ao"?' V" «Willst du nicht etwas spielen. .^^ gett^ Frau von Hardegg ihren Neffen, der fur ^, Klavierspieler galt. . .,„« in ^ .^ Cr gab sofort ihrem Wunsche nach, "" ^le« durfte er der geliebten Frau sagen, wa» . fassen ihm die Ehre verbot. ^ „_. «nter j" Und das Instrument sang und nanu ^, Händen. c^iedenen ^ ^ Er spielte ein Potpourri aus verschal L^ werken Liszts und Wagners -^ des er. ^^W Zeitung Nr. 46.__________________389____________________ 25 ff.lmmr 1895, Ne d.r ^^^^""NlückteDampfer.Elbe».) wird ^ '^«"burger Zeltung, au« Oftende gemeldet «Mti^« ^" Hafenamt dem deutschen Consul 350 einer ^ "°" l>" verunglückten «Elbe' herrühren; äb "7 '"hiilt 21.000 Dollars. - Nach einer aus LlM ^" "«getroffenen Depesche deS norddeutschen httwA.«^ ^lche des auf der «Elbe» verunglückten b°n ein«« . ^^°"^ (Homburg), auf dem Meere treibend. Sucher «.7^"^brenden Dampser aufgefischt. - Der untere Ut ^" liH erboten, die Leichen au» dem weil« .,n °". ^"pler 'Elbe. zu bergen. Derselbe hat lvonaH ^ ^ ^^^°lt seine Dienste in Anspruch nehmen UnM«n? hattet die Witterung noch nicht, auf der ^""te irgend etwa« zu unternehmen, "'he« ver^"^"°"" Dreyfus.) Der wegen Ver-Oern in ^ !m ^^"alige Hauptmann Dreysus wurde lingeschiff "'" be Rs auf einem Spfcialbampscr von »vy ' ^lcher ihn nach der Insel Nix überführte, »ach O^ "" ^ord des Transportschiffes «Finislere» !°ssendtt^ m, ^bracht werden wirb. Es wurden die um- ^n Maßregeln getroffen. wirb bons 2«, " ^ «ten' Conslict.) Aus Petersburg das« ^ ^. ,' ?- M. aus competenter Quelle versichert, "lt der N,. .""^^ salbst lcin Conflict der Studenten ^Aückl in "°n den, A»'^"ben, die Wasserstände zu beobachten "»zu desN^^^" derselben die Belheiligten recht- Ich « k ""a.en. "t^. ^""e daher folgenden Nachrichten-Dienst anzu- !°^" ber w„ss ^"lshauptmannschast Krainburg wird, 7°l Vlete"?'°"b der Save am Krainburger Pegel ?"""g un^ ^ " Nullpunkt erreicht, die Landes« b?«ld w^ " ^zirlshauptmannschasten Littai und !" und üb/, '."^^graphischen Wege zu verständigen 2" täalick ., """"e Steigen die genannten Be-«Äusser ^.^kgraphisch benachrichtigen. Sollte das Ä>^te Nern» .i^"^""- s° hat selbstverständlich die V°°be der VHs^«r"^^ "«r täglich, sondern nach ' i" ersoff ^"'^' "spcctive der wachsenden Ge« !!^5 °blie^?"^°uplmannschast Krainburg wird es sf^^ ' °" ss.«l«»...^^ brücke selbst die erfor- hm" °us"d)m^ Waldweg aus Siegfried und^das r '" leisen «n"?'" Act der Walküre, einige der E l!"tt eigen.« 3/' ^^"'gs und dann zuletzt ließ <>und^ Lauf, bi« alle die w "bangen '" """" ergreifenden Schluss- h?v^ Eaal?""^ batte. blieb es einen Augenblick it2.zu lösen ^ ^°."^ "an Z^it. sich von dem V'ven H"- Dann brach der Beifall aus in jener «wen H ^ d,e der beste Beweis für die Echtheit s°h er in strahlende, nacht-Men 3?"'deren Feuer augenblicklich durch ^ "griff" ^er Künstler,, sagte Blanche de "usa tt ^!' !<""' °r N^<"" b°t ihr dm Arm, 2°hn fordel»?. ithi > ehr ^, " für «< "w-^'"°! Dann werden Sie d"n" Klunker^"^""de °«e Ihre anderen ^o t^n widmen ^"fernung h°lten und sich mir ^'"ereinan^^ ^e heute noch nicht zehn "" den" "sie nu, „^ ^"'" «den dürfen.? ^ ^leichlle führte. " ^gte ihm nach dem Platze. lie w eine jener Salon- "^ ü^ N" n ^ be.de so wohl zu führen i'Nher. ""en flog^ d,e Witzfunken herüber (Fortsetzung folgt.) derliche Ausmerlsamleit zuzuwenden und alle Maßregeln zu treffen, welche eine Verllaufung wirlsam hintanzuhalten vermögen. Auch wird der Bezirksstraßenausschuss von den Wasserstänben behufs Sicherung der Flöbnigger Vrücke in Kenntnis zu sehen sein. Der l. l. Vezirlshauptmannschaft Laibach, welche über die Wasferstände von hier aus in Kenntnis erhalten wird. und ben Vezillshaufttmannschaften Littai und Oml-felb wirb in gleicher Weife die Sicherung der Tazner, der Tschernutscher, respective der Üittaier und Ourlselder Viücke zur Pflicht gemacht, und wird, soweit es sich um ärarische Straßenbrücken handelt, die l. l. Vezirlshaupt-mannfchaft Laibach mit dem k. l. Oberingenieur Völh fich in das Einvernehmen zu setzen haben. Obwohl die Veziilshauptmannschaft Gurlfeld schon durch die l. l. Veziilshauptmannschaft Krainburg Mit» theilungen von dem Wasserstande im oberen Lause der Save erhalten wird, obliegt es dennoch der l. l. Vezills-hauptmannschast Littai, im Hinblicke aus die Einmündungen der Laibach und der Feistritz ebenfalls die l. l. Bezirks' hauptmannlchast Gurlselb teleglaphisch über ein rapides Steigen des Wasserspiegels am Littaier Pegel zu verständigen, und zwar insbesondere dann, wenn zwischen dem von Krainburg signalisierten und dem in Littai beobachteten Wasserstande sich erhebliche Differenzen zeigen sollten. Am meisten der Ueberschwemmungsgefahr ausgesetzt erscheint das Laibacher Moor, und muss daher den Wasserverhällnissen, welche hier in Vttracht kommen, eine besondere Veachtung geschenkt werden. Zu diesem Zwecke wird die t. l. Veznlshauplmann' schast Adelsberg dafür zu sorgen haben, dass der Pegel in Planina genau beobachtet wird und dass ein erhebliches Steigen sogleich der Landesregierung unmittelbar durch den Pegelbeobachter telegraphisch gemlldet werde. Sollte der Wasserstand am Pegel in Planina zwei Meter ober Null erreichen, so ist über Veränderungen in diesem Stande täglich die Landesregierung zu benachrichtigen, bci rapidem Zunehmen des Wasserstande« hat jedoch diese Verständigung nach Maßgabe der Verhältnisse auch öfter im Tage zu ersolgen. Die Vezirlshauptmannschaft Laibach und der hiesige Stabtmagiftrat wirb von den Wasserstandsmeldungen im kurzen Wrge von hier aus verständigt werden, und wird es der l. l. Vezirlshauptmannschast Laibach obliegen, rechtzeitig jene Ortschaften zu verständigen, welche einer Ueber-fchwemmungsgefahr ausgefeht find. damit dieselben von dem Hochwasser nicht überrascht werden, was insbesondere zur Nachtzeit leicht geschehen könnte und damit die noth» wendingen Maßregeln zur Sicherung der Bevölkerung (Delogierung, Verproviantierung u. s. w.) bann zur Ver-gung des Viehstandes im entscheidenden Augenblicke und zeitgerecht erfolgen können. Die k. k. Vezirlshauptmann» fchaft Laibach wirb sich ferner fchon jetzt die Ueberzeugung zu verschaffen haben, ob in den bedrohten Ort« schasten die erforderlichen Kähne, und insbefonbere die für Ueberschwemmungsgefahren zur Disposition gestellten größeren Schiffe (Steinschiffe) vorhanden, in gutem Zustande und mit der nothwendigen Ausrüstung versehen sind. Unter einem wirb auch die genaue Beobachtung de« Oberlaibacher Pegels eingeschärft und die Anordnung ge» troffen, dass höhere Wasserstände rechtzeitig gemeldet werden. Bezüglich der Ueberfuhren kommt zu bemerken, dass allerdings schon laut der Concesflonsurkunden bei gewissen höheren Wasserschäden der Betrieb einzustellen ist; da jedoch bei plötzlichem und abnormem Steigen des Wassers die Anlagen selbst grsährdet, Schiffe fortgerissen und bann insbesondere d?n flussabwälts gelegenen Brücken gefähr-lich werden können, muss ich auch aus diesen Umstand die Ausmerlsamleit der k. l. Bezirlshauplmannschast lenken, rs ihr überlassend, den geeigneten Zeitpunkt wahrzunehmen, ob und wann die Besitzer solcher Anlagen von der drohen» den Gefahr zu verständigen uud zur Sicherung ihrer An« lagen speciell aufzufordern sein werden. Ich muss es ferner der l. k. Vezlrlshauptmann-schasl überlassen, in Erwägung zu ziehen, welche weitere Maßnahmen hinsichtlich der lleineren Flussläufe im dor-ligen Bezirke als nothwendig, respective zweckmäßig, sich darstellen, und kann mich nur darauf beschränken, daraus hinzuweisen, dass es sich empfehlen wird. auch diesen Flussläusen ein Augenmerk zuzuwenden und insbesondere darauf zu dringen, dass Gegenstände, welche von dem auslrctendcn Wasser leicht sorlgetragen werden und insbesondere bei den Brücken leicht Verllausungcn verursachen, nicht, wie das leider ost geschieht, an den Ufern der Bäche und Flüsse abgelagert werden, wie zum Beispiel Holzvoiräth?, gefällte Baumstämme. Blöcke und "^/"lvilb sich daher empfehlen, im Wege der Ge> meinden aus die bevorstehende Gefahr aufmerksam zu machen und die rechtzeitige Räumung derart.ger Ob- ^° D^Ge^nden und die Bezirlsstraßenausschüsse sind lerner darauf ausmellsam zu machen, dass es in chrem eigenen Interesse gelegen ist. den Zustand der Straßen-brücken nicht außeracht zu lassen und bei eintretendem Hochwasser insbesondere jene Brücken, welche aus in da» Flussbelt eingebauten Jochen ruhen, entsprechend bewachen zu lassen, damit einer beginnenden Verklausung durch rasches Eingreifen (Abwehren, respective Abtreiben der ersten fich anlegenden Gegenstände) sogleich begegnet werben lsnne. Hiebei wird fich die l. l. Vezlrkshauptmannschast auch der Mitwirkung der f. l. Gendarmerie zu versichern haben, deren Aufgabe es sein wird, gelegentlich der zweck« entsprechend einzutheilenden Patrouillergänge die fach» dienlichen Wahrnehmungen zu machen, über dieselben der Dienstbehörde zu relatlonieren und den Vollzug der auf« getragenen Maßnahmen zu überwachen. Ich erwarte daher ein umsichtiges Vorgehen feiten« der l. l. Bezirlshauptmannschasten, durch welches, wenn die Mitwirkung der Gemeinden nicht fehlt, es gelingen dürfte, größere Katastrophen erfolgreich hintanzuhalten. — (PatriotischeFeierinRubolfswert.) Aus Rudolsswert schreibt man uns: Vor einigen Tagen fand im hiesigen Casino eine patriotische Feier statt. Der Mangel einer Büste Sr. Majestät des Kaisers im Festsaale des Vereines war von den Mitgliedern desselben stets schwer empsunden worden und aus deren Mitte heraus trat immer lebhafter der Wunsch hervor, das Vereinsheim mit dem schönsten Schmucke für jeden Patrioten zu zieren. Als nun die Büste Sr. Majestät von einem Wiener Künstler vollendet anlam. war man einig darüber, die Enthüllung derselben in festlichster Weise zu vollziehen. Mit Lust und Liebe trug ein jeder das Scine zu dieser Festlichkeit bei. Der reich mit Fahnen in den kaiserlichen und österreichischen Farben mit Reifig und Blumen decorierte Festsaal versammelte am bestimmten Abende die Mitglieder, welche sämmtliche im Festlleide erschienen waren, zu einer Feier, welche noch lange in der Erinnerung der Theilnehmer fortleben wird. Nach einer patriotischen Ansprache des Verein«director« sank die bergende Hüll?, und im bengalischen Lichte leuchtete die Büste unseres geliebten Monarchen den An wcsenden entgegen, während ein dreimaliges Hoch den Saal durchbrauste. Sodann brachten Sänger und Sän» gerinnen in gehobenster Stimmung die Vollshymne zum Vortrage, in welche die anderen Vereinsmitglieder begeistert einstimmten. — (Schulerweiterung.) Der l. l. Landes« schulrath hat im Einvernehmen mit dem lrainischen Üanbesausschusse vom Schuljahre 1695/96 angefangen die Erweiterung der einclasfigen Volksschule in Rieg, Bezirk Gottschee, aus zwei Classen bewilligt und die zweite diesbezüglich systemifierte Lehrstelle in die vierte Vehalt«-classe eingereiht. —o. — (Uferschutzbau.) Ueber Ersuchen des lrai-nifchen Lanbesausschusse« um Bewilligung zur Herstellung eines Uferschuhbaues am rechten Ufer des Laibachflusses in der Cataftralgemeinbe Vizovil findet am 5. März l. I. an Ort und Stelle die borgeschriebene commisfionelle Verhandlung statt. —«. — (Maximalausmaß de« ortsüblichen Fuhrlohn es.) Die k. k. Landesregierung sür Krain hat bestimmt, das« bei Dienstreisen al« Maximalgrenze des ortsüblichen Fuhrlohnes sür einen zweispännigen Wagen von der Station Steinbrück nach Ratschach oder umgelehrt, ohne Rückficht ob mit ober ohne Gepäck, bei Tag 80 lr., bei Nacht 1 fl. 20 kr. und die Brücken« maut von 12 lr. per Pferd; für einen zweispännigen Wagen von der Bahnstation Großlack nach dem gleichnamigen Orte oder retour, ohne Unterschieb, ob bei Tag oder Nacht, 70 lr.; von der Station Treffen nach dem gleichnamigen Orte ober umgelehrl, ohne Unterschied, ob bei Tag ober Nacht. 1 fl,; von der Station Honig-stein nach dem gleichnamigen Orte ober retour, ohne Unterschied, ob bei Tag oder Nacht, 80 lr.; von der Slation Rudolfswert nach der gleichnamigen Stadt oder umgelehrt 1 fl. bei Tag und 1 fl. 50 lr. bei Nacht; von der Station Straja nach Stroja, beziehungsweise Unter.Straza, bei Tag 60 lr., bei Nacht 1 fl.; für einen zweispännigen Wagen, ohne Unterschied, ob bei Tag oder Nacht, von der Station Gottschee nach der Stadt Gottschee oder umgelehrt 1 fl.; von der Station Reifnitz nach dem gleichnamigen Gerichlsorte ober umgelehrt 1 fl., und von der Station Großlaschih nach dem gleich« namigen Gerichteorte oder umgekehrt 1 fl. 50 kr. zu zahlen ist. ^o * (Deutsches Theater.) Gestern gelangte das Schauspitl «Zwischen zwei Herzen» von Richard Voh zur Erstaufführung. Die neueste Bühnendichtung des fruchtbaren Romantikers war auch hier von großem Effrcte liealeitet, der sich allerdings noch bedeutend slärler g.zeigl hätte, wenn zwei Hauplp.'rsonen des Sliickes, Fräulem Fritz und Herr Irwin, ihrer Rollen mächt.« gewesen wären So war es Fräulein Bellau vorbehalten, durch ihr vortreffliche« Spiel die Aufmerksamkeit des Publicums zu fssseln, das der Künstlerin wiederholten reichen Beifall zollte. Nachdem das Stück heule wiederholt wird, behalten wir uns eine eingehende Besprechung vor. VorauösichMch werden die Mängel der Premiere bei der heutigen ZDeit-aufführung vollständig behoben sem und cin Theil de« Personale«, das. wie wir hören, durch eine vorhergegangene Faust-Nufführung in Eilli übermüdet war. wird vessel bei der Sache sein. ^. saibacher Zeitung Nr.'46.________________________390________ 85. Februar iSsb^ — (Die Oetreibe«Ernte in Krain im Jahre 1694) Im vergangenen Jahre hat Kram S04.1S0 Hektoliter Weizen. 22S.470 Hektoliter Korn, 339.080 Hektoliter Gerste, 401.656 Hektoliter Haser und »66.180 Hektoliter Mais, zusammen 1.437.436 Hektoliter Getreide geerntet. V — (Todt schlag.) Der 21jghrige ledige Kammmacher Franz Triler au« Vischoslack hat am 17. d. M. abend« dem ihm in Tminc auf der Straße entgegen« gekommenen 40jährigen ledigen Inwohner Josef Dolinar aus Sminc ohne jede Veranlassung mit einem Messer in die linke Halsseite einen Stich versetzt, infolge dessen Dolinar nach kurzer Zeit starb. —1. — (Von der meteorologischen Ve-obachtungsftation in Stauben) bei Rudolfswert wird berichtet, dass dortselbst vom 24. November v. I. bt« ?. Februar d. I. 31 Schneetage beobachtet wurden, das« der gesamm« Niederschlug in dieser Jett 260 6 Centimeter betrug und dass der größte Niederschlag (32 b Centimeter) am 26. November 1894 war. V. > Seine Kaiser!, und königl. Hoheit ß I Erzherzog Albrecht 1- ^ Nuf Allerhöchste Anordnung wird für weiland Se. l. u. l. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Albrecht die Hoftrauer von Dienstag den 26sten Februar 1895 angefangen durch vier Wochen mit folgender Abwechslung getragen: die ersten zwei Wochen, vom 26. Februar bis einschließlich 11. Vttrz. die tiefe und die letzten zwei Wochen, vom 12. bis einschließlich 3d. März 1895, die mindere Trauer. Samstag fand für weiland Se. l. u. k. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn FM. Erzherzog Albrecht ein vom hochw. Dompropste Dr. Klofutar celebrierter feierlicher Trauergoltesdienft statt, dem Landespräfident Varon He in, Landeshauptmann Detela, die Hofräthe Plachli und Dr. Natik. Landesgerichtspräsident Kokevar, Staatsanwalt Pajl, Handelslammerprä-fident Per ban, der Präsident der Landwirtschasts-Ge« sellschaft lais. Nath Murnil. Oberpostverwalter Aorli. viele Vertreter der Aristokratie. Vertreter der staatlichen und autonomen Vehürden, Corporationen sowie zahlreiche Leidtragend« aus allen Kreisen der Gesellschaft anwohnten. «nlüssllch des Hinscheiden« Sr. k. u. l. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn FM. Erzherzogs Albrecht brachten im Wege der l l. Bezirlshauptmannschaften die Stadtgemeinde-vorftehung Rudolfswe'rt, der Franciscanerconvent, die Echuldirectionen und Schulleitungen in Rudolfswert, die Beamtenschaft in Idria, der Ursulinerinnenconvent in Vischoslack, die Stadtgemeindeoertretung Kr a in» bürg, die Schuldirectionen und Schulleitungen in Krain« burg beim Landespräfidium die Vitte vor, den Ausdruck des ehrfurchtsvollen tiefsten Beileids an die Stufen des Allerhöchsten Throne« gelangen zu lassen. Pas hiesige Veteranencorp« hat in eigener Versammlung die Absendung einer Beileidsadresse an Se, Majestät den Kaiser beschlossen. Für weiland Seine k. und k. Hoheit den durch« lauchtlaften Herrn FM. Erzherzog Albrecht findet morgen den 2s. Februar um 9 Uhr vormittags in der Uisulinnen-lirche ein feierlicher Militär-Trauergottesdienst statt. Die am 22. d. M. abgehaltene öffentliche Sitzung der Handels» und Vewerbelammer in Laibach wurde mit einer Trauerlundgebung für Se. l. u. k. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn FM. Erzherzog Albrecht ervffnet, indem der Vorsitzende, Kammerpräsident Perban, nachstehende Ansprache hielt: Geehrte Kammer! Unser Allerhöchstes Kaiserhaus (die Versammlung erhebt sich) und da« gemeinsame Vaterland haben einen sehr schweren Verlust erlitten. Der sieg» reiche Feldherr, Seine k. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht, ist nicht mehr unter den Lebenden. Nach ihm, dem Reorganisalor unserer tapferen Armee, dem Förderer der Industrie und alles Guten und Edlen trauern unser geliebtes Kaiserhaus und alle Völker unsere« schönen Oesterreichs. Dem ruhmgelrönten Heerführer, Seiner l. u> k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Feldmarschall Erzherzog Albrecht, haben seine Thaten, sein segensreiches Wirken und seine unsterblichen Verdienste um Armee und Vaterland das beste Andenken b« Mit-unb Nachwelt gesichert; wir aber wollen den edlen Todten i»uch noch als Förderer der Industrie in bester Erinnerung behalten. ^°» Podium der Kammer ersuchte den Herrn Handel und'^^, ""'« «>"" im Namen der höchst" de« «ller- Ausdruck?«"^ ^ften Beileibe den «itzen di«s? 5r°ue"2^ überzeugt, dass Sie meinem Vorgehen in allen Punkten zustimmen. Telegraphische Nachrichten vom 23. Februar. Arco. Um 6 Uhr abends sand die Einsegnung und die Ueberführung der Leiche de« Erzherzogs Albrecht auf den Vahnhof unter außerordentlicher Betheiligung der Civil« und Militärbehörden, der Generalität, des Clerus und der Bevölkerung statt. Die hier weilenden Mitglieder des Kaiserhauses folgten dem Sarge und reisten abends nach Wien ai. Der Extrazug mit dem Leichnam gieng um 10 Uhr abends nach Wien ab. Bei der Abfahrt wurden Vatteriesalven gelüst. Wien, 24. Februar. Der Separatzug mit der Leiche Sr. k. und l. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Albrecht wurde auf der Fahrt nach Wien in allen Stationen, wo sich Truppen befinden, feierlich empfangen. In Roveredo, Trient, Vruncck, Klagenfurt, Oraz erwarteten die Spitzen der Civil- und Militärbehörden den Zug, der unter Kanonendonner und Glockengeläute einlangte. In Trient erwartete Statthalter Gras Merveldt, in Klagensurt der Landispräsident Varon Schmidt von Zabisrov, in Graz Statthalter Baron Kübeck, mit den Spitzen d?r staatlichen und autonomen Behörden, die Generalität mit dem Officierscorps, Corporationen und ein zahlreiches Publicum den Zug. Die Commandanten de« 14. und 3. Corgs gaben d?r hohen Leiche im Bereiche ihres Corps das Geleite. Wien, 24. Februar. Nachmittags trafen die durchlauchtigsten Anverwandten Sr. l. u. l. Hoheit des verewigten Herrn Erzherzogs Albrecht aus Arco ein. Die meisten Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses find bereits in Wien versammelt. Weiter« find eingetroffen: Ihre lönigl, Hoheiten das Prinzenpaar Georg von Sachsen, Seine lönigl. Hoheit der Erbgroßherzog Friedrich von Baden, Marschall Martinez Campos, Se. lönlgl. Hoheil Herzog Nikolaus von Württemberg, Deputationen des baierischen fünften Chevauxleger-Regiments und des russischen Infanterie-Regiment« Nr. 86. Der Lelchenzug traf um 10 Uhr auf dem Südbahnhofe ein. Die Ueberführung in die Hofburg fand dem gemeldeten Ceremoniell gemäß statt. Die aus dem Bahnhöfe sowie in den nach der Hofburg füh« renden Straßen angesammelte große M nschenmenge ließ den Trauerzug entblößten Hauptes lautlos passieren. Berlin, 24. Februar. Kaiser Wilhelm begibt sich morgen abends mit großem Gefolge mittels Sonderzuges nach Wien, um an den Veisetzungsfeierlichleiten Seiner l. und l. Hoheit de« durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Albrecht theilzunehmen. Der Kaiser trifft Dienstag vormittags um 11 Uhr auf dem Nordbahnhofe in Wien ein. Wien, 24. Februar. Dec Herzog von Aosta, welcher den König von Italien bei der Leichenfeier Sr. k. u. l. Hoheit des durchlauchtigsten H?rrn Erzherzog« Albrecht vertreten wird, trifft morgen den 2b. o. M. abends um 9 Uhr 45 Minuten aus dem Sübbahnhofe hier ein. Petersburg. 24. Februar. Thronfürst Wladimir Nlexandrowitsch ist gestern nach Wien abgereist, um an der Leichenfeier Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Albrecht lheilzunchmen. GecegratNNLs. Wien, 23. Februar. (Orig.-Tel.) Der Elub der vereinigten deutschen Linken beschloss einstimmig, bezüglich der Errichtung eines slovenischen Untergym-nasiums in Cilli ganz entschieden auf der den vorausgegangenen Parteilundgebllngen entsprechenden Erklärung vom October des Vorjahres zu beharren und betonte zugleich die Uebereinstimmung mit dem bezüglichen einhelligen Beschlusse des steierischen Landtages. Wien, i!3. Februar. (Urtheil im Process der internationalen Banknoten-Schwindler.) Sarah Scha-pira wurde freigesprochen, die übrigen Angeklagten wurden fast einstimmig schuldig befunden und verurtheilt: Nuchem Schapira und Munjch Baumgarten zu sechsjährigem, Aron Frischling zu dreijährigem, Roman Herz zu vierjährigem schweren Kerler. Letzterer wurde auch landesverwiesen. Lottoziehung vom 23. Februar. Wien: 28 7 1 39 89. Meteorologische Beobachtungen in laibach. ß ,"F VZ 8 N ^., . Ansicht ZAZ ?ll. Mg.> 737-3 —146' winksiill s Nebel 23.2 » N. 736-4 —0-8 NO. schwach' , heiter 0-00 9 . Ab. ! 736-1 —7-2 j NO. schwach > heiter ?U.Mg.! 737-1 —13-81 windstill > Nebel 24, 2 . N. 733-9 ! —2 6' O. schwach heiter 0-00 9 , Ab. ! 733-7 ! __3-h, N. schwach heiter Den 26. und 24. An beiden Tagen morgens Nebel, dann heiter. — Das Tagesmittel der Temperatur an den beiden Tassen —75)" und —6-6". beziehungsweise um 72' und 69" »inter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Mitter von Missehrad. Verstorbene. Nm 2 2. Februar. Martiu Goreuc, VerzehlUnM«"' Aufseher, 60 I,, Reitschulgasse 1, Gehirnschlag. ^ Z„ Am 2 3. Februar. Michael Vriselj. Arbeitet, >" Kuhthal 11, Gehirntuberculose. ----- In tiefer Trauer erfüllt der unterzeichnete VereinSausschusS die schmerzliche Pflicht, Nachricht z« geben von dem Ableben seines unvergesslichen ^ sidenten, des hochwohlgeborenen Herrn Johann Salzer t. l. MiMerialrath im Ackerbauministerium, Ritter des lais. österr. Leopold. Ordeus tt. «> welcher am 22. d. M. nachmittags nach schwer^ Leiden sanft entschlafen ist. ., , _„ Die irdische Hülle des theuren Dahingeschieden«' wird Sonntag den 24. d. M. nachmittaaS tn "" feierlichst beigesetzt werden. Laibach am 23. Februar 1895. Der Ausschuss des trainisch-tiisteuländischen Forstveremes^ Bog Vsegamogoèi sklenil je v w°il g0. skonèni modrosti, naSo preljubo nepozal>nO ^ progo, mater, oziroma staro mater, sestro, avakinjo in tašèo, gospo Marijo Snoj roj. Peènik po dolgotrajni, jako muèni bolezni, VjRneS prevideno s sv. zakrarnenti za umirajo^), 0. ob 8. uri zjutraj v 48 letu svoje starosU i klicati k sebi v boljäo bodoènost. ^ne Pogreb dragc pokojnice bode v tore* . v 2si. t. m. ob 9. uri dopoldne iz hiSe Ž»l0Sl Dolenjih Gameljnih ät. 16. žup- Sv. maäe zadušnice darovane bodo v niäki cerkvi v Smartnem pod Smarno G°T°QioO Blago pokojnico priporoèamo v P°" molitev in blau spomin. Dolenje Gameljne dne 24. februvarja a°1 Rodbine: Snoj, PeÖnik, Mally, 3et** \ in Velkaverh. ^^J Vom tiefsten Schmerze gebeugt, geben ^ allen Verwandten, ssreuuden und Velanntsn «. traurige Nachricht von dem Ableben der lw «^ geliebten Gattin, beziehungsweise Mutter, mutter und Schwiegermutter, der Frau Josestne Stoekl geb. W^, welche heute un, 5 Uhr nachmittags im 63. ^ ^^ jähre nach lurzem Leiden und ssestä'rlt "l ^ heil. Sterbesacramenteu, von Gott dem AlMM/ aus diesem Leben abberufen wurde. t.fickene" Die irdifche Hülle der theuren ^"v'"^ch< >uird Dienstag den 2«. d. M. um '/.6 "y^heN mittags vom Trauerhause Domplaft Nr. " »^^b«' und auf den, Friedhofe zu St. Christoph i" bestattet. . . ^ilb Um frommes Gebet filr die Verstorbene gebeten. Laib ach am 24. Februar 1895. ^ Die tr»um!»c>i HinteiblieW«^ Danksagung. l Für die vielen Beweise herzlicher TH" Hin- > welche uns anlässlich der Krankheit ""?.,Chungs" > scheidenS unseres innigstgeliebten Gatten, ^"/Hett" > weife Sohnes, Stiefvaters und Bruders, " » Johann Kosar > Hotelier , «^ ^ D so vielseitig entgegengebracht wurden. s?"'^«e "^ > ! zahlreiche Betheiligung an, Leicheubena"«^^ » für die Vlumenspendcu fprccheu w,r Ylcn> » herzlichsten Danl aus. Kängerr"^ > Insbesondere danken wir noch der ^ «^ ^ » des Laibacher beutfchen Turnvereines I» > greifenden Grabgesang. > Laibach am 23, Februar 1895. ^ss. > Die trauerndenHintttbU^^ ^ ^^Ieitung Nr. 46. 391 «5. ^,,, ^^ Course an der Wiener Börse vom 33. Februar 1893. n^ bem °fficell«« Coursb«««.. Il^s^ i»«lb W«r.' !«^ " «N"^Uli 101 80 ,02- p>r Ultimo . . lOi'„ä loi-ub ^^^^«.»00 fi.«M. 820»!, «2180 »elb «a« Vom Vta»tt znr Z»hl»»g übernommene Gisenb.'Prlor.' Obllgatlonen. Hllsabclhbahn SO« u. 3000 Vl, sür 20» M. 4"/«..... 18125 122 8b «tlisabethbahn, 400 u. 2000 M, 200 Nt, 4"/„..... l»N 75 — — ffranz Joseph «,, to, per Ultimo .... «4-lO 1«4 »!> d!o, Nriile i» «llluenwähr., 4"/„, stcuelftel süiLOONronrnNllm. 99-20 M 4l) 4"/„ dto, dto, pcr Ultimo , . »» »« 99 ün dto.Nt,0 dt°, bto, Silber >l»<> fl,, 4'/,"/« lN4 20 lN» 80 bto. Staats-Oblia, (U,,«. ONb,) v, I. l»?e, ü"/„..... 1ül> 7l. lL«?s> d!o,4V//„ Echllnlrenlll-Nbl.'Obl, „»i ,a i«2 n» blo. Präm.-Nnl. k 100 fi. 0, W. ,U2 50 ,6» 50 dto. dto. k Ü0fi. s, W. l«2 ö« 16» 50 Ihelß Meg.'Lose 4"/« <0- 4"/„ lroatischc und slavonische , 9825 — 4"/„ «naarlsche (><»N fi, ö.W,) , »8'50j W 50 Andere VffenU. Anlehen. DouauMea,, Lose 5"/„ .... l»t 50 l»5!,o btll. .«»leihe l»78 , , !lU8-25l09 85 Unlehen der Sladt Gürz. . . Nl-«! — — «nlehen d. C«!mni!de Wie» l07'2b l«8^i> Nnltuen d, Etadtss^ineinde Wie» ! (Clllier udcr Wulk) . . . , il2ü "»0 l»3'5<> Prämie» A»I. b, Stadlam. Wien >?>' l><» 17? !><> Vllrseba» «nlehen, vcrlo«li. üV„ >l0«»5!l0:i'25 4°/„ Kralner LandesAnlchen . ! —-—j —-— Veld Ware Psandbrleft (fürioofi.). Vobcr, »llg. «si. ln bv I. vl.4»/,G, l»» i»0 124 on dt», „ „ inöl» „ 4>/,°/<> — — " - bto. ,, ,, in50 „ 4°/n S9'80 10t! 70 bto. Prüm.»S bto. il 5°/,..... 122— -.' . U»«.«!,allz. «ah»..... lio-lH 111 5« 4" „ Unleilialner «ahnen , , 98 «> 99-- Diverse Lose (per Stück), «udapest Nastlica (Dombau) . 8 8l> 9 — kreditlose 100 fl...... 200 — «U1-— Ilary'liosc 40 si. llM. . . , b»->- —'— 4"/nD°!,a>! Dampssch.100fi.CM. --- ion-- Osenrr ^ose 40 ft...... »3-— - --— Pnlssn kose 4<) si. üM, , . , «0- enk»<> Nulhe»Nrcuz,Ocsl.Ve<. v., lU fi. 18'— lN 5s> «othe» trreui,, Ung. Ves.»., 5 fi, 12— 1« »0 Mubolphiiose 10 st..... »37t» 24 75 SlllmMf 40 fl. llM. . . . ! 71-. 7»-- S>.»Ge»oi« Lose 40 fi. VM. . , 78-5!» 74 !»<» Walbstei» Unsr 20 si. ÜVl. . , 515» —-- Windischnnih Lose 20 fl, «M, . — — — — Gew.Ech,d.««/<.Präm. Tchuldv. b. Äodc»rr!>oiln»stall,l. ««» z»nk»Ae!lb4 — 55« — » 7b llredilbanl, «llg. ung., 200 fi. . 48» — 49»-- Dcpositenbanl, «lla.. 200 fi. . «59-75 2«N'75 —290'75 Oesterr.llnaar. Vanf. NW fi. . io»6 I09Ü Uüioilbanl 200 fi...... 8l«-75 8»? 50 Verlelirsbaul, «Ug., 140 fi. , I«n - 190 -- Hclien von Transport» > Pnternehmungen (per Stück). «lblechl'Vahn 2l>0 fi. Silber . —'- — - «ussia Tepl. «fisenb. 300 fi. . . ,770 1775 Uübm. Norbbali» 150 fi, . .301 — 805- dto. Westbah» »00 fl. . . . «18- 418 50 «ujchtichrader Eis. 5!X! ft. ''-86« . d!°. bto, slil, «) »00 ss, S, 2?X — 279 5» Prä» D!!i,erlll,n, Elfte -^'^ —' L!ant»e!se»l>ab» '^00 fl. S. , . 89»?t»3955<» Sildbnlm li»0 sl, T..... 105 5« ML'- Lüdnordb, Verb,«. 80üfi. «M. 2W—,LIl-- Iramwlly'Ves.,Wr.,1?0fi.ö.U. «8—»440 bto. 8»/.»nnfl. . . . — —, —-- I »eld !««« tra»N»y»<»es., «euewr., Prio» , rit«t««ctlen 100 fi. . . . > Ung.-nal^. ltisenb. 2«0 fl. Silber / Ung.Wfslb.(Na»b'Vraz)»00fi.V. !^^. ^ <^ Wiener liocalbahnen > «ct.««es. »5— ,? — Industrte-Actten (per Stüll). 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