(Jf.itmn» plaürna t potovini.) «rfchewt wöchentlich zweimal» To»ner«tag nsd «omttag frStz. •emtleltM-fl vitb «er-sattuva- frrfmioca »Itca St. 5. Telephon «1. — IntslnbtQangca »erde» in d« «erwaltu-g gegen Bttichmua beigster Gebühren entgegengenommen, v«,»««preise: Für da« Jnl-md vierteljährig Dio H—. haidsührig Dia 60—, gan«ährig Din 100-—. Zür da« flueianb entlprechende Erhöhung. — Einwln« Nummern Din l — Nummer 9i Donnerstaq, den 13. November 1924 49. Jahrgang A«f dem Wege zum Zweiparteien iMm? Die Regierusg Pv^ e>Pribcev< ist, obwohl sie in der nunmehr ausgelösten Nmioualversammlung bloß die Minderheit der Mandate innehatte, mit der Au«ichreibung und Durchführung der Neuwahlen be-austrag« worden, weil sie sich daraus b«ufen konnte, daß sie vom vertrauen der größten und stärkst«» politischen Organisation in unserem Staate, der Radikalen Parte«, getragen werde. SS hat sich der Lorgacg vom Dezember 1822 wiederholt, wo der Chef derselben Parni, obwohl diese in» Parlamente nicht über die Mehrheit der Etiwmeu verfügte, «!t de» Wahlmandat betraut worden war. In sormeller Beziehung ist also gegenüber de« letzten WahÜawpfe keine Aenderung eingetreten, in parteipolitischer Hin ficht aber hat sich ein grundstürzend« Wandel voll-zogen, der nicht nur der bevorstehende? Wahlagitation da« Gepräge geben, sondern auch den AuS^ang der ' Wahlen in erheblichem Maße beeii fliissen dürste. Während »äwlich im letzten Wahlkampje der Radikalen Partei die übrigen politischen Organisa-tionen, die unter sich selbst uneinig und bloß aus den eigenen Wahlersolg bedacht waren, ohne gemeinsame Wahlparole gegenüberstanden, werden i« kommenden Wahlkampf« die Parteien bei engeren und weiteren Blocks auf Grund eine» gemeinsamen Programm'S und vielleicht selbst mit gemeinsamen Wahllisten ge schlössen gegen die Radikale Partei vorgehen. Schon Aervöse Leute. Gedanken eine» Laien. Von Eugen Loewcnstein. «I» sehr gewichtige» 5hmpton der Reivosttit ist die Unzusriedenheit al« stär.dige BemütSstimmung. Besonder« Frauen quälen ihre Umgebung mit ihrem Stnben, aus ihrem NreiS herauszukommen und ihre L«ben«lage zu verändern. Solche Nervöse halten ihrer Familie ununterbrochen vor, daß sie eigentlich zu etwa« anderem und besserem geboren seien, daß sie nicht an ihrem richtigen Platze stehen usw. Gewiß kann sich auch ein normaler M«nlch in feinen Berhättnissen oder seinem Berufe unbefriedigt fühlen, aber dann sucht er eben eiren anderen Beruf, der ihn befriedigt. Ander« der Nervöse: Tcr fühlt sich in kl ine m Berufe befriedigt, er motte seine Beschädigung am liebsten Imme,fort wechseln, er hat nie da« rech!« Feuer eine« Betäiigung« dränge«. Er hält sich vielmehr ununte,b>o-yen in diesem zwetspäliigcn Zustande de» Unbefriedigtsein», denn au« diesem Zustande entnimmt er leicht die Möglichkeit, seine Umgebung zu quälen und zu beherrschen. Er gehc also solchen Berusen geradezu au« dem Wege, in denen er nicht ewig raunzen könnte. Er sucht meist ganze Be> rufe al« minderwertig hinzustellen und bauscht deren Schwierigkeit ungebühll.ch auf. flm liebsten möchte er immer Lehrer oder Richicr fein, weit er aus diesem Giftete am ehesten seine MachtsÜUe und Unabhängigkeit tetäligen zu können glaubt. Der Uazusriedenbeit im Beruke Ist die U> zu friedenheit in der Ehe verwandt. Der eine eheliche Partner drangsaliert den anderen mit seiner ew>gen Unzusriedenheit und ISfat ihn fühlen, daß er den Schritt bedaue.t, der ihn sür« ganze Leben an ito gebunden hat. Er tut immer so, al» rb der Grund der U»zu- au« diesem Grunde ist e« unwahrscheinlich, daß di? Wahlregierung Pr Sit« Prib ceolc diesmal au« der Zersplitterung der gegnerischen Parteien Nutzen ziehen könnte, selbst wenn die Rad'/partei sür ein gemein-sa»e« vorgehen mit den Parteien de« engeren Block « nicht zu gewinnen sein sollte. Die Aussichten sür die Wahlregierung P 3 6$rit> frv'c haben sich aber auch deswegen verschlechtert, weil infolge der seither er-folgten Teilnahmt der Radiipartei an den parlamen. tarischen Geschäften der letzte Wahlsieg noch bedeutend überboten werden müßte, u« den nach Abzug der Pltd'i'vitmandate verbleibenden lleberschuh von 54 Stimmen der Raditabgeordnelen wettzumachen. Dazu kommt, daß die vereinigten Blockparteien mit der sehr zugkräftigen Parole „Verständigung zwischen Serbn, und Kroaten- in den Wahlkomps ziehen werden, der die Wahlregierung Po5it - Pribik vit keinen gleich-wertigen Kampfruf entgegenstellen kann. ES wird also in den bevoistehenden Wahlen im Lager der slawischen Parteien zu einer Scheidung der Geister kommen. Auf der einen Seite werden die »m die Rad kale Partei als Lerntruppe gescharten Zentralisten stehen, auf der anderen Seite die auf dem Programm der früheren Blrckregierung verei-niglen Föderalisten. Dies« Trennung würd« umso schärfer in Erscheinung treten, wenn die Wahlregierurg Paic.Pribi vit versuche» sollte, duich Anwendung von Gewalt und Terror den AuSgang der Wahlen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Aus jeden Fall scheint sich bei unS da« ia England seit Jahrhuu- derten bewährte Zweiparteiensystem einzuspielen, da» - fri«5ei-.h it in der Person de« anderen läge, und al« ob er mit einem anderen glücklich oder glücklicher ge worden wäre, aber da« ist nicht wahr. Der Neivöl'e wäre mit jedem Partner ebenso unglücklich geworden, d«un der Keim der Unzufriedenheit liegt in ihm selbst, ia seinem nervösen Zustand. Sein Minderwertigkeit« gesühl ist ein fortwährender Anreiz zum Hinauf und HinauSstreben au« seiner Lage, und durch diese« Streben bediückt und entwerte« er den ehelichen Partner. Der Nervöse empfindet die Ehe et« etwa«, wa« seine Selb ständigkeit und Freiheit beschränk». Er will sich in den Rahner diese» Zwange« nicht hineinsügen. Miltel« seii.e« Kunstgriffe» setzt er stch nämlich ein une,reich bare», ideale« Ziel. Er verlangt von dem anderen Teile Fehlcrlofigkeit. Unfehlbarkeit, um dann sagen zu können, »du bist nicht der, für den ich dich irrtümlich ge-hallen habe". Solche neivöse, immer unzufriedene Leute leben unter dem chronischen Gefühl, daß ihr Leben vnlo,b n und um fein Glück verkürzt s«. Sie stabil! steren ihre Unzufriedenheit und schlagen aus jeder St lualioir Nahrung für ft\ Ob ein Wunsch in Erfüllung oder nicht in Erfüllung geht, immer haben sie einen Untustafflkt und immer stehen sie vor «o-flkten. Sie handeln immer au» einem Uüistch«sbtiiSg«»ühl heraus, und wenn ste etwa? erreicht haben, so quäle» ste stch mit dem Gedanken, ob nicht andere Mögtiä keiten der EisüUuni ihnen m^hr Vorteil g boten hätten. Sie glauben immer geschädigt und zurückgesetzt zu sein. Sie haben sich -b n da» Ziel zu hoch gesteckt und sind immer in dem Wahn, eine »Aufgabe" erfüllen zu müssen Und dann rufen ste, wenn diese Versuch- mißglück,», mit falscher Resignation au»: »Da» ganze Leben lohnt nichl." Mit dieser pseuds pessimistischen Devise Ndmen ste dai n auf lange Z it hinaus jede Re,ung ihrer Tatkraft, und da» ist e« ja, waS sie bezireckl haben, denn ste wollen sii) ja in diesem Zyieticht nervöser U.i I sich im Lause der Jahre zu einer ständigen Einrich-tung erhärten und in harmonischem Wechsel die ze» deihl'che Fortführung der StaatSgeschäft« gewähr-leisten könnte. Wenn die Wahlregierung Pc«ö-Pribicev^ mit einiger Autficht aus Eisolg die Wahlen zum Ab« schluß bringen kann, so wird sie sich nicht auf die eigene Straft verlosten, sondern bei den neutralen Gruppen und jenen kleineren Parteien, die außerhalb de« föderalistischen Blockes st>hen, nach Freunden und Bundesgenossen Umschau hallen muffen. Und die Wahlregierung Pos t Pribiilev t sch int solche Bei suche be eit» unternommen zu haben, ohne daß sie freilich bisher ein positiv:« Ergebnis hä>te erzielen können. Denn e« gibt politische Parteien, die, obwohl sie die Verständigung der Serben mit den Kroaten herbei» sehnen, doch keine Lust verspüren, in der beginnenden Auseinandersetzung zwischen Zentralisten und Födera-listen si& an Parteien und P.ogroame zu binden, die den Verzicht auf ein febständige« Auftreten bei den Wahlen bedingen würden. Hierin eben besteht der Unterschied zwischen unserem Staate und andere« parlamentarisch regierten Lindern: da« Zweiparteiensystem wird sich bei nn« infolge der ander» gearteten Schichtung der Wählerschaft niemals in vollster Schärfe auswirken können, da die in unserem Staaie zwischen den großen Organisationen stehenden Mittel» Parteien ihre festg?gründete Ex stenzberechtigung habe» und aus absehbare Zeiten hiuau» bewahren werden. iättgkelt erhalten, indem st? andere beherrschen und entwerte». So spielen st« stch auf die vom Schicksal Verdammten, auf die Unglücklichen! Der Lat« glaub» ihnen da», der Analytiker aber reißt ihnen die MaSke vom Gesicht. E; gibt Nervöse, die unter der Zwangt Vorstellung der Verarmung stehen. Wenn auch nach aller mensch» lichtn Voraussicht gar kein G und für die Annahme vorliegt, daß ter Nervöse seinen Besitz verlieren könnt«, macht er sich doch immerfort die größten Sorgen. E» steht alle möglichen und unmöglichen Zwischenfälle voran», die ihn um sein G.ld bringe» könnten. Solche Sorgen läbmen ihn und nehmen ihn jeden Elan. Auch der Ge-lunde fürchtet um sein Geld, aber nur, wenn wirklich Anlaß zur Furcht ist. tee trat bereits zu seiner erste« Sitzung zusammen, in der der Erlast über die neue» Obergefpäue ausgearbeitet wurde. Es sollen all« von der Regierung Davisovic ernannten Obergespane ihre« Amte« «nthoben und durch di« allen Odergespane ersitz' werden. Wie man hör», bereitet« die Regierung die Neubesetzung einiger Hunden Bezirkivorsteherstelle« vor. Innenminister B. Maksimovic hat den Erlaß dem König zur Unter-ftitigung unterbreitet. Die letzte Skupschtiuasttzuug vor den Neuwahlen. Für Montag, den 10. November, würd« die Stupschtina zu einer formellen Satzung einberufen. Dieser wohnten ungefähr 150 Abgeordnete be>, da runter 3 Bauernbü-dler, der sozialdemokratifche Ab-geordnet« Divoö und der Dissident der Rad tpartei Kvrdi<. In Abwesenheit der neuen Sekretäre veilaS der Abgeordnet« Sobasica da« Pro okoll der letzt«» Sitzung. Bvj, Laziö protestiert«, von Z schtino, gewählt am 8. Februar 1925. wird zur außeroidentlichen Tagung für den 7. März 1925 einberufen. Unser Min ster de« Innern hat diesen Uka« zu vollstrecken. Beogra» am 10. November 1924. Alixander m. p.* Folgen die Unterfchrifteu aller Minister. Aufruf der Blockparteien an die Bevölkerung. Di« Chef« der MchrheitSparteien, Ljabi Da» v dovic, Nasta« Peirov c, Dr. Soroi c, Dr. Spiho, Dr. Muüt und Abg. Predav.c hielten eine S-tzang ab, in der b«fchlosten wurde, angesich S der Ein« setzung dec Wahlleg'erung Pu« ö-Pribic-vt und der Auflösung der Nationalversammlung folgeodeo Auf« ruf zu erlasten: ^An dle Freunde der Stamm««-Vttständigungl Die Regierung der Stamme«oerstän-d'gung, welche die Korruption bekämpf! und der Ehrlichkeit zum Siege verholfen ha», die Regierung der Gesetzlichkeit und Ordnung, welche in der Na« liooalverfammlung über «in« überwältigend« Mehr-heit verfügte, ist auf unparlamentarischem Wege zu« Rücktritt gezwungen worden. Die Parteien de« SiammcShaste«. der Konuplion, der Gewalttätigkeit und Gesetzlosigkeit stellen in der Nationalv?rsa«m» lung die Minderheit dar. Damit sie d>« Mehrheit bekämen, muß da« Volk wieder in die Wahlen. Zu diese« Zwecke haben sie bereit» ihre Anhänger zu organisieren und zu bewaffnen begonnen. Die Parteien »g wenoen sich mit frei» Stirne an das Volk Sie fürchten sein U>teil nicht und sie sind überzeugt, vag da« Volt nur in sie sein V-rtrauen setzen wird, banit sie mit noch größerer Entschiedenheit den Parlamentarismus verteidige«, u: d die volkssonv-ränität, aus der all« v rfastarg«-mäßigen Rechte h roorgehcn, besser wahren und oie Einmischung unverantwortlicher Faktoren in di« frei« Entscheidung dk« Volke« verhindern können. Die Parteien der Slammeiverständigung stellen mlt Bedauern fest, daß e« ihnen jetzt durch Gewalt un-möglich geworden ist. den Kampf gegen d?e Korrup tion erfolgreich sorizusrtz-«, da e« sür j'tz» zur U„-»ögl chkeit gemacht wuro«, di« Schuldigen sofort vor Gericht zu stelle». Die Koriuption ist zur Regierung berufen worden, damit si« die Regie»ung durchführe und mit Gewalt daS Volk dazu zwinge, daß e« die weiter« Au«saugung und Beraubung, di« man an ihm verüb», billige. Di« Parteien der Stamme«. Verständigung überlaste« e« ruhige« Mute« dem Volke, Ehrlichkeit oder Korruption, brüderlich« Ber-ständigung oder gegenseitigen Haß und Ka»pf, die die V tsassungtmäßigkeit und den ParlameniariSmu« ohcr Absolutismus und Gewalt zu wählen. Beograd. am 7. November 1924. Ljuba Davitov c Dr. Ko>oi c, Dr. Spaho, Dc. Mcc k, Nasta« Petrov t." Hemeinsames vorgehen der Mehrheits-parteien bei den Wahlen. Di« Chef« der MthrheitSpartei«« setz'«« di« B«> ralung«« über ein gemeinsame« Bo gehen bei den Wahlen fort. DiefeS scheint gesicher-. E» handelt stch nur noch u« die endgültige For»ulie,ung. hie auf den Parleikongresten, welche im Naoemve^ sta"fi >»«n sollen, sestzesetzt werden wir». Die D mokransch« Partri hat al« erste de» Kongreß fiir d«> IS. d. M. nach Beograd «inberusen. Nach dr« Besch'üssen der Dcmokraiischen Partei werde« di« MehiheliSpartei«« voraussichtlich endgültige Wahlabmachu'gen treffen. Di« «eisten Abgeordneten haben bereu« B ogra» ver-lasten und wollen sofort mit der Wahlarb'i» beginne'. Dr. Mai-t und Predavec haben sich roch Z.igreb begeben. Desgleichen find Dr. KoreSec « d vr. Spaho «u» Beograd abgereist. Z)er Deutsche Abgeorduetenkluk und die Neuwahlen. Der Deutsche Abgeordnetentlub hielt unter de« Vorsitze feine« Vijkob«anue« Dr. HanS Mo>er eine Sitzung ab, in der er zu der durch d" A> stöiung der Nationalversammlung geschaffenen Lu,« Sirllung nahm. Nach einem eingehenden Berichte Or Moier« und einer längeren Aussprache faßte d<*> Klub die I« Hinblick auf den bevorstehenden Wa»l«airps nö ligen ernsten Beschlüste. Wie man eriährl. soll die Sitzung de« HauptauSschusseS der P "te, d.r veut-schen demnächst einberufen werde«, auf der die gründe legenden Beschlüsse sür die Wahlvorbereitung» der Partei der Deutschen, «i» denen sofort begonnen »erden soll, gefaß» werde» sollen. Die Aersammluug der Magyarische» Partei iu Vcliki Aeikerek vo« Miniflerrat verVoten. Der Ministerrat faßte den Beschluß, die Bet« iammluuz der Magyrrtschen Partei, welche a» 9. November in Beliki Bec'terek hätte stattfiade« sollen, zu verbieten. Ausland. Nücktritt der österreichische» Negierung. Die Verhandlungen zwisch-n der BundeSbah»« direktion und den Vertretern der Organisationen dauerten am 7. November bi« 10 Uhr abend«. Auch «in neuer, innerhalb dr« RahmeuS der bis» herigen Zageständnist« gemachter Vorschlag de« BundeSbahnprästdeuten Dr. Günther wurde abgelehnt, so daß die Verhandlungen scheiterten. Dr. Güntlzer überreichte daraus dem Bundeskanzler feinen Rjick-tritt. Die Regierung trat darauf nohmais zu eine« Mmisterrat zusammen und unterbreitete dem Bunde«-präsidenle» ihren Rücktritt. Sie führt vorläufig die Geschäste werter. Einstellung des gesamten Augsverkehrs in Hesterreich. Die Streikorder wurde von der Streikleitung a« 7.d. bereit« u« 6 Uhr abend« gefaßt und an alle S»a-tionen und Bahnhöfe ausgegeben. Nach den Weitungen der Streikleitung wurden Züge, die vor 12 Uhr Mitternacht abgegangen stnd, bis an die Eadstaiiono» weiter geleitet, doch konnten nach 12 Uhr die Rej« senden in de« Zwischenstationen die Züge nicht m«hr benützen. Die fahrplanmäßigen Zug«, dt« von Wie« vor Mitternacht abgegangen stnd, verkehrten bi» Mitternacht anstandslos und bis Mitternacht find auch alle fahrplanwäßigen Züge abgegangen. Der nächste Negierungschef Dr. Seipet oder Dr. Schober. Man glaubt in poliitichen Kreise«, daß mit der Kabinettibilduag Dr. Seipel teaufiragt werden wird, doch hallen die Pessimiste« dafür, daß i« Falle eine« w.'iteren Scheitern« der Behandlung«« zwischen den Slreikenden und der Regierung nicht D?. Seip't, sondern der j'tzige Polijeidirekior Dr. Echob«r mit der Bildung eine« B,am»entabinetle« w.-rde beiraut werden. Dte Pessimisten sagen auch, es sei möglich, daß sich die Telegraphen., T?l,ph«s. und Postbeamten de« Streite anschließen werden. Endgültiges Nelultat der amerikanische« Urästsentenwahten. Die Eadzistern der Präsi»eutenwahlen liegen nnn»thr vor. Insgesamt sind 32 Millionen Sti««e« abgegeben worden, von denen aus Coo'.idge etwa 17 Millionen, aas DawiS 8 Millionen und auf La Follete« 7 Millionen «itsallen. Im S«nat werd«« die Republikaner «i„e Mehrdeit von 2, höchstens aber 5 Mandaten haben. J>'« Unterhaus find 241 Re» publikaner, 180 Demokraten und 16 Progresftfteu gewählt worden. Bei den GouverneurSwahlen wurde» zwei Frauen zu Gouverneuren gewählt. In EhieaW wurde ei« Reger zu» Richter gewählt. Es ist »i«A da» erste Mal i« der Geschichte der Bereinigte» S aaten, daß eiu Reger jup Richtera«t berufen wurh». Der Ku Klux-Klan hat bei den Wahlen eine schwere R ederlage erlitte«. Kein einziger Anhänger der na-tlonaliftischen Organisation hat irgend ein Mandat erlangen können. _ Aus Stadt und Land. Der Obergespan von Ljubljana ent« hoben. Obergespan Dr. Hporn würd« aus tel«. »raphische« Wege seine« Amte« enthoben. Mit der Foctsührung der Geschäste wurde bi« zur Ernennung deS neuen Od«rqespan« ScklionSches Kremei i t betrqnt. Di- Leiden der Penfioniften in D»l» matten und Slowenien. Die Pensionisten kn Dalmatien und Slowenien haben diesen und >m ver» gangeuea Monat 100—200 Dinar weniger an Woh« nung«gebühr bekommen als früher. Sie richteten ein dringendes Memorandum an die Regierung, in wel» chem sie fordern, daß ihnen dieser Abzug im nächste» Monat ausgeglichen werde. Verhaftung. Ja der vergangenen Woche wurde hier Anton Ucakar auS Sv. Kn& of bei xiaä'o und «in gewister AloiS Greber ^:k au« Ht. J>j bei Velevje wegen schwerer Kirperbeschädigung und ver« «B 91 stillet Ze!ta«g •ehe 8 lchi-deoer DitbKähl« verhaftet. Seid« wurden dem kceiiqerichte eingeliefert. Unfall. Der bri der Firma SiemenS bedien-stete Hiisiarbeiter Jakob Sranjc verunglückte beim Rnßreichen von elektrischen Drähten in der Kaserne m Gaberje dadurch, daß er vom elekrischen Strom erfaßt wurde. Der verunglückte wurde in da» hiesige Allgemeine Krankenhaus überfuhrt. Ausstellung von Reisepässen außerhalb der AmtSstunden. Der »rnShauptwann von Elje verlnutbart: Der Bevölkerung de« AreiseL Elje wird bekanntgegeben, dah die Autstellung und Bidierung von R-isepässkN in dringenden Fällen auch außerhild der AmtSstunden erfolgen kann. In solche» Fällen haben sich die Parteien an die städiische Polizeiwachstnb«, PreSernova »l!c, 13, zu wende». Der gestohlene Koffer der Königin. Ungefähr vor Jahresfrist, al« die Königin mit ihrer Mutter eine Reife durch unsere Küstengewäffer machte, geschah eS. daß auf dem Bahnhöfe von Bakar, von wo die Königin mit ihrem Gefolge nach Bled reifte, ein kleiner lederner Hardkoffer der KSnigin au« de« Salonwagen auf geheimnisvolle Weife verschwand. D5i Koffer enthielt die Tagebücher der König««, einen Hqlivderhut und zwei Reiiemützen de« Reifemarfchall». AileS Sachen nach dem Koffer blieb erfolglos, ebenso auch di« eingeleiteten Nachforschungen, die natürlich mit größter Sorgfalt und Eifer geführt wurden. ES war zwar zweifellos, daß der Koffer nur durch einen Beamten der Eisenbahnstatioa tn Bakar gestohlen werden konnt«, t»a rui diese in den Hofzug Zutritt hatten; eS fehlte aber jeder Anhaltepunkt für ein Eingreifen in irgend einer Richtung. Nun klärt« «in Zufall nach über einem Jahr« di« ganze Angel«^«i'hcit auf. Der gestohlene Koffer und di« Tagebücher der Königin würben bei einer Nachforschung in einer anderen Strafsache tu Bakar entdeckt nntz auch der Täter bereits verhaftet. L«r Täter ist nun, wa« am wenigsten zu erwarten war, der Stationsvorstand von Bakar selbst. Der Sache ist «an zufällig au« Anlaß einer Untersuchung wegen eine« E>nbrut»ZiedstahlS i« Sia'ionSgebäude auf die Spur gekommen. Der mit der Untersuchung betraute Beamte öffnete nämlich unter anderem die Kasse und da fand er zu seiner größten Ueberraschung unter eine« Hausen von Briefen die beiden verschwundenen Tagebücher der Königin. Angesicht« dieser Tatsache «ußt« der zusammeng«. brachene Siationtchef zugeben, daß er die beiden Bücher an« d m Koffer entwendet habe. Durch werter« Nach-fo^chungen würd« sestgestelli. daß der StotionSches den Z^tnver de? Reis««erschall? einer besreundeten Da«« in Brod und di« Reisemützen einer «nver-wandtrn in Zagrrb g«sch«nki hat. Di«f« Tatsachrn zwang«« ihn zu» Geständnis, daß er den Koffer persönlich geöffnet und beraubt hat. Diese Festste!» lungen lassen den verdacht auskommen, daß dcr Hta-tionSchef auch bei dem großen EiubruchSdiebstahl a« Bahnhofe beteiligt gewefen fei, in welcher Richtung ran die Unt«rsuchung wli!er geführt wird. E« stehen in der Angelegenheit noch einige weitere Btrhafiuagen von Eisevbahvfuaktionäreti bevor, durch die die ganz« Angelegenheit mit de« Diebstahl des Kosserd der Königin und deS Einbruchsdiebstahl« am Bahnhose geklärt werden dürften. Verlegung des Andreasmarkt,«. Der Bieh- und K'ämermaikt, dcr am 30. d. M. statt« finden sollte, wurde auf Dienstag den 2. Dezember l. I. verleg«. GesundheitSwochenbericht. DaS hiesige Stadtphysikat veröffentlicht für die Woch- vom 1. bis 8. November folgende» Ausweis über den Stand der ansteckenden Krankheiten im Stadtgebiet«: Scharlach: verblieben 3. neu 2, gestorben 1, bleiben 4; Roilauf: verblieben 1, geheilt 1. Nachrichten aus Warlöor. Todesfall. Am 7. November nachmittap« verschieb F'au Jofefine Weber, Besitzerin und Gast« wirtin in Pobrejfe, im hohen Alter von 79 Jihren. Festkonzert der evangelischen Ge-meinde. Anläßlich deS Lojährigen JubiläomS der hiesige« evangelischen Gemeinde v.ranstaltet d«r evangelisch« Frauenverein im großen Gktzsaale am 3 Dezember l. I. ein Festkonzert unter Mitwiikung »l« Frauenchores, mehrerer Solisten und der ge« samten M'litäikapeltx. Enthebung des Oberqespans Dr. Vo dopivec. Am 7. Noomver wurde von der neue« Regierung der Obeigespan sür Maribor Dr. Bodo-piv«c aus t«legrophisch mens Di Bartolomei Äibrrto und Robert Fall«. Letzterer gab sich al« Dokior und Direktor der Firma „The Co»mcic!al Constaniinople Bukarest Sosia^ aut. «l« ste im genannten Gasthofe schon ein« größer« Z-che hatten, v«rsch?anden beide fpurlo«. Man ver-mut«t, daß «s sich in diesem Falle um zwei berüchtigte Betrüger handelt. Sie dürsten sich nach Kroation begeben hab««. Di« Polizei ist ihnen bereu« auf der Spur. Selbstmordversuch. Dieser Tage gegen Mitternacht bemerkte ein Wachmann an der alten Draubrücke einen jügeren Mann F. H., der sich perade anschickte, in die Wellen der Drau zu spring«. Der Wachmann kam noch im letzten QNoment herbeigeeilt und ei gelang ihm, durch gütliche» Zureden den v«rzweisel>en Mann zum Heimweg zu b.wegen. Der Mann schüttete dem Wachmann sein Herz au« und begab stch dann etwa« getröstet nach Hauje. Oberschlesische S doppelte Heirjcrast und doppelt so schwer wie die früheren Yelenjer Briketts. Preis per Stück 85 Para. 3 Stück genügen für zwölfstündige Feuerung. Zu haben bei Oswatitsch & Dejak Kohlengrosshandlung Celje, Kocenova ulica Nr. 5. erhält man raseheat zu massige« Preisen in der Vereinsbnch* drnckerei „Celeja" In Cejje, PreScruova al. 5. Uebersetzunjren in allen Sprachen übernimmt auf Wunxeh die Druckerei, Sie werden den Aerger nicht los solange Sie eine schlechte Schreib' Maschine haben! Deshalb kaufet „TJnderwood" die best« der Welt! Niederlage der amer. Underwood Zagreb, Mesniöka 1. Suche zu meinem 41/, Jahre alten Milderl eine Erzieherin vollkommen verlässlich, mit Jahreszeugnissen. 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