Dinstag den l2. Movember 1839. Sch ifffahrt in Trieft: An» ». November. Vergen: A^n^na, Looz, Norweg., in 67 Tagen, mit Stockfischen. Rio Janeiro: Galione, Alexander < Eugl., in 87 Tagen, mit Kasseh. Am 2, dit 0. Catania: St. Croccfiffo, Mirabella, Sicil., in »a Tagen, mit Soda. Catania:- Eugenir, Viscuso, Sicil., in i» Tage», mit Süofilichieu. Galacz: Regina Amalia, Psaruda, Griech., in ZK ^ , Tagen. mit 2i>eizen. Vraila: Glorioso Lüssignano, Stuparich, Oester., in' «8 Tagen, mit Weizen. ' Nlv Janeiro: Rapid, Robertson, Eng!., in »», Ta» geu. mit Kaffch. Smyrna: Conte Cesar«, Biasioli, Oester., in z» Ta« gen, mit Südfrüchten. Prevesa: Giuliano. Mujesan. Oester., in 1« Tagen, mit Blutegeln. - .. ,, . .. , Marseille: Sisto, Dabrilovich, Oester,, in »« Tagen, mit Kasfch. Tschesme:St. Ve.ieranda. Pcipapetro, Griech.. in ib H.agcn. mit Slidftüchten. Am 2. dito. ^"T«°w/.m!>^.'°' «'.nan.. ° «gl, C»idM», N«p»l., w ,° T«> c^eil, llilt Slidfruchttü. ""'^z^^I,^'""'^ ^°'°>- >" - Tag«, ^'ll^z^'^»stasi°, N.ap«m„ i.. S T»g«, ^"'^a^ Ä»fitti!°, Vezz!, Vnech,. >u .» T»ge„. «il »!° Ian«Ii», E„«„„< Stahl, Nudwich, Qlstei , >°> "İn, ,n!t Koffih, " ^°"»"S.f'st^^"°'"' ^«" >" " Tag.,,, Am H. dito. Galacz: Mosca, Sigala, Griech., in 3ü Tagen, mit Mais. Ismail: St. Nicolo, Calichiopulö ^Ruff./tn 26 Ta» gen, mit Mais.. Galacz: Glefceri, Micalopulo, Griech., in 3o Tagen, mit Mais. Patraß: St. Nicolo, Cattira, Griech., in 2i Tagen, mit Korinthen. Vostizza: St. Nicolo, Columbaro, Griech., in 2» Tagen, mit Weinbeeren. Vahia: Paradiso, Mainero, Sard., in 87 Tagen, nnt Zucker. Calamata: Due Sorelle, Devescovlch,'Otst.. in »6 Tagen, niit Feiqen- .5 ^ f .< Marianopel: Brillante, Millinovich, O'este^, in ,2o Tagen, mit Weizen. Marianopel: Lovor, Viscovich, Oesier., in 2» Ta» ssen, nnt Weizen. Candia: Vellapula, Mikali. Griech., in äv Tagen, nut Carobe. Smyrna! Chiarenza, Arghier, Ion., in 2» Tagen, mit Früchte«. Calama ta: Zante, Vlargari, ^on., in «8 Tagen, mit Feigen. TM i e N. Die k. k. vereinigte Hofkanzlei hat dem k. k. Kammerer und Pcnsiom'rtei>.Gubermal.rülhe, Franz Grafen v. Hohen wart, Hie Annahme der von der königlich preußischen märkisch» oconomischen.Gtsellschafl zu Potsdam, der Ccntralstelle des landwirthschastlichln Vereins im Königreiche Würtembcrg und der Mecklen« burgischen naturforschcnden Gesellschaft zu Rostock, demselben zugekommenen Diplome bewilliget. Die k. k. allgemeine Hofkammcr hat di> bei der neu organisirlen k. k. stcyermärkisch illyrischen Cam,ral-GefälltN-Verwaltung spsieniisirtcn 3?albsstellen, dcn bisherigen Camera! - Nälhcn der stlyerm.nkischen Ca-meral-Oefällen-Verwallung, Georg Lenk, Franz Sa ill er und Pius Ragg, bcm bisherigen Nalhe der illyrischen Cameral ° Gefallen - Verwaltung, Ioh. Lamböck, und jenem der mähtisch - schlesischen Lameral-GcfäUen.Verwaltung, Franz Maper, verliehen. Die k. k. allgemeine Hofkammer ha: die bei b,r neu organisirten k. k. küslenländischen dalmatillischen 362 Camera!-Gefallen-Verwaltung systemisirttn Rathsstellen den bisherigen Räthen der illyrischen Camera!-Gefallen-Verwaltung, Anton Frank und Ludwig Pavesch, dann dem Rathe der k. k. lyrolischen Ca-meral-Gefalleu-Verwaltung, August v. Schwind, dem Secretär der illprischen Camera!-Gefallen-Vec-waltung, Anton Weidlich, und dem ersten Commissar der Wiener Cameral' Bezirks - Verwaltung, Carl Kiese wetter, verliehen. (W. Z.) Frankreich. Paris, 25. October. Man versichert, daß Hr. Ramirez oe la Piscina, der letzte Minister der aus« wattigen Angelegenheiten des Don Carlos, und derselbe, der nach der Entlassung des Bischofs von Leon die Decrete und Proclamalionen des Don Carlos con-trasignirte, die Erlaubniß erhalten hat, sich nach Vour-ges zu begeben. ' (Pr. St.) Cs wird behauptet, Graf Toreno werbe gleich nach seiner Ankunft in Madrid zum Premier'Minister ernannt werden. (Franks. Iourn,) Paris, 2?. October. Es ist gewiß, daß dei Vcschluß gefaßt war^ Don Carlos aus Frankreich ab' leisen zu lassen. Hr v, Tiuant,. Adjutant desMarschallZ Sault, hatte sogar den Prinzen zum voraus amtlich davon benachrichtigt, daß er an einem der nächsten Tage, den er ihm selbst bestimmt bezeichnete, seine Pässe erhalten würde. Im Augenblick der Vollziehung ves Versprechens aber sollen dem Cablnett solche Nachrichten zugekommen seyn> daß die Opponenten gegen die Abreise des Prätendenten neue Kraft daraus ge, schöpft hatten, und man sich genöthigt gesehen habe, ihnen-proviforisch' t«lchzugebm. Es wa,r eine Proclamation des Grafen Espana angekommen, worin dieser seiner Armee kund' macht, daß ihm Don Carlos seine Absicht gemeldet habe, so wie er Frankreich verlassen könnte, wieder zu seinen Vertheidigern zu stoßen. Der König Cabrera's und des Glasen Espana hätte in seinem Schreiben an seine zwei tapfern und loyalen Unterthanen dcn Befehl erlassen, durch alle möglichen Mittel Widerstand zu leisten^ dabei halte er ihnen von Seite der Mächte Geldunterstützung versprochen. Diese Urkunde habe den Hof vermocht, seine großmüthigen Entschließungen in Betreff eines unglücklichen Prinzen noch zu verschieben. Don Carlos wird sonach, jedoch bloß biS auf wettern Befehl, in Bourges bleiben, wenn er nicht etwa von da entweicht, wie eS zweimal der Graf Espana gethan hat, und so manche andere Diener des Repräsentanten des salischrn Gesetzes. (Commerce.) Spanien. Madrid, 19. October. Auch heute wurde die Discussion über die Fueros im Aenate nicht beendigt, obwohl kein Zivcifel ist, daß auch dich-r den Gesez- zesentwurf, so wie ihn die Deputirten -angenommen haben, votiren wird. Der Iustizminister erklärte, die Regierung verstände unter constitutioneller Einheit die der Grundbedingungen, die eines Königs, eine« Nationalvertretung. Jedermann erwartet die Auflösung der Corles, als die einzige Maßregel, die der Regierung noch bei der von dem Congreß angenom« nitnen Haltung übrig bleibt. — Esparlero hatte am 12. sein Haupquanier in Muniesa> Cabrera kam am 15. mit sieden Bataillonen in Canelo (Provinz Cuenca) an. Ein legitimistisches Journal hatte die Ankunft Marolo's und seiner Familie in Paris angezeigt. D«m Indicaleur be Bordeaux zufolge hielt« sich aber die Familie Marolo's fortwährend in Bor-» deaux und der General noch in Bilbao aus. Maroto soll, wenn man dem lZco del, lZomercio trauen darf. von Madrid das Gcosikreuz des Ordens IsabeUens der Katholischen erhalten haben. (Mg. Z.) Wir haven gestern, nach Briefen auS Sara? gossa vlxm 21. October, angekündigt, daß die Armee des Generals Espartero nach ziemlich langer Unthätigkeit eine VcweMig vorwärts machen sollte. Nachrichten aus dem Phare de Bayonne Mllden heute (29.), daß die Bewegung Statt gefunden hat. Dieses Journal gibt folgende Details: »Am 20. Oct. war die Armee Espartero's auf folgende Art vertheilt: die Brigade derAvantgarde und das Haupt» quartier standen zu Estercuel,- die erste Division zu Alcoriza, Calanda und Forcalanda; die zweite zu Gargalla, Lamata und Los Olmos,- die dritte zu Cabra und Polomar; die vierte und zweite des Centrums zu Camarillas und '" ber Umgegend. Di« übrige Armee des Centrums hielt die Gränzen d«r Provinz Valencia besetzt.« Alle diese Orte sind Dor» fer zwischen Alcaniz und Moncalban, am Fuße der Gebirgsregion, und noch in großer Entfernung von Cantavieja Und Morella, den beiden Festungen Cabrera's. Camarillas liegt auf der Straße von Teruel nach Montalban, ganz nahe bei Alliaga. Die Armee ist kaum drei Lieues von ihren vorigen Cantonnirun-gen vorgerückt. Gleichwohl ist diese Bewegung insofern von einiger Wichtigkeit, als die Carlistische Festung Segura von dem Gros der Armee, und die Festung Alliaga von der zu Camarillas postirten Division abgeschnitten und bcrennt ist. Mit Ausnahm« des letztern Dorfs liegen alle diejenigen, in denen Efpartero's Truppen canlonniren, sehr nahe bei einander^ dieß beweist die große Aufmerksamkeit , welch« dieser General anwendet, um seine Truppen nicht zu zerstreuen, und sie dem Cabrera auf keinem Punkte bloß zu stellen. Es liefen viele Gerüchte über innere Zwistigkciten, die bei der Armee Cabrera's 363 herrschen sollen, so wie über Maßregeln um, die tr zu ihrer Vereitlung getroffen hätte; bis jetzt konnt« man aber noch nichts Gewisses über die wahre Stimmung der Soldaten und der Hauptanführer erfahren. (Iouln. des Deb.) Telegraphische Depesche. Madrid, 22. October. Die Minister des Innern und des Seewesens haben Ihrer Maj. ihre Entlassung gegeben, die angenommen ward. Diese Departements sind provisorisch dem Justiz - und dem Kriegsminister anvertraut. Die Königinn hat am 20. einer Revue der ganzen Nationalgarde beigewohnt. Madrid genießt vollkommene Ruhe, die keinen Augenblick gestört ward. — Madrid, 25. October. Der Gesetzesentwurf über die Fueros ward gestern im Senate mit der Mehrheit von 75 gegen 6 Stimmen angenommen. (Monit.) Bayonne, 25. October. Man könnte nach Briefen, die aus Saragossa hier angekommen sind, glauben, daß Espartero sich in dieser Jahreszeit Ca? dreia gegenüber zu compromittiren fürchtet. Er vei» wendet die kostbare Zeit zu Anknüpfung von Inlri, gurn mit den araguncsischen Anführern. Die mit Erfolg bei Marolo angewandte Verführung scheint ihm eine vorthcilhaftere Waffe als Kanonen und Flinten. Schon sind die Slraßlu fast lmfahrbar für die schwere Artillerie. Cabrera hat in den Festungen Vorräthe auf ein Jahr angehäuft, wahrend das übrige ver» heerie ^and C'fpartero keinen Unterhalt liefert. Dieser hat alle Karren und alle Zug- und Saumlhiere in der Umgegend von Pamplona in Nequisilion^gesetzt. Sie sollen ihre Richtung nach Saragossa einschlagen. Gsmllnl schca Nelch. C on st a n t in ope l, 16. October. Nachrichten aus Syrien zufolge steig! die Unzufriedenheit daselbst auf eine für Mehcmco Ali höchst beunruhigende Weise. Durch Krankheilen und Elend, durch die bei Aushebung der Necruten von den Aegyptiern verübte Grausamkeit er'oiltcrt, fliehen die Drusen in die Gebirge, und treffen daselbst Anstalten zu einem verzweifelten Widerstand. Wirkliche Geldverlegenheit scheint den Vicekönig noch mehr zu verstimmen. Er sah sich in der letzten Zeit gezwungen, zu Zwangsanlehen seine Zuflucht zu nehmen, da die freiwilligen von Handelsleuten um hohe Procente gemachten Anleihen zur ^ Deckung aller Auslagen nicht mehr erklecken wollen. Man erwartet Mchemcd Ali in Al.randria bis um die Mitte Octobers zurück. Der Vicekönig soll auch nach dem Yemen den Befehl haben ergehen lassen, daß ein großer Theil der ägyptischen Truppen sich von dort zurückzuziehen habe. — Hier ist Alles ruhig und wenig Neucs von Wichtigkeit zu melden. Ni-dimEffendi, Secretär des Ministers des auswärtigen Departements, ist in der vorigen Woche als Pfortcn-commissär nach Belgrad abgegangen, um bei der be- vorstehenden Velehnung des Milan Obrenov'tsch zu functioniren. __ Der junge Sultan entfaltet seil einiger Zeit große Thätigkeit. Er soll einen großen Theil des Tages den Staatsglschaften widmen. Zugleich besucht er fleißig alle öffentlichen Anstalten, wo cr durch seine Gegenwart und durch freig»bige Belohnungen die Thätigkeit der Beamten anzuspornen sucht. — Admiral Noussin wird übermorgen Constan-tinopel verlassen, um über Athen und Malta nach Frankreich zurückzukehren. Bis zur Ankunft des Hrn. v. Pontoiö wird der erste Secrelär der französischen Gesandtschaft als Charge d'affaires funclioniren. Bucharest, 17. October. Nachrichten aus Belgrad zufolge ist daselbst ein von Constantinopel abgesandter Pascha mit dem Berat und dem Tewdschih-Ferman der hohen Pforte für den jungen Milosch angekommen, um als Zroßherrlichcr Kommissär die Investitur des neuen Fürsten vorzunehmen. Milan Obrenovitsch ist gegenwärtig l6 Jahre alt, und ist seiner Mutter, einer Frau von ausgezeichneter From: migkeil, von welcher der Prinz in allen seinen Handlungen sich leiten läßt, unbedingt ergeben. Von der türkischen Gr änze, 18. Octoder. Die verläßlichsten Quellen sind in ihren neuern Belichten aus Constantinopel darüber einig, daß es allen Anschein habe, di, Diplomatie werde auf daS zurückkommen müssen, was sie in übereiltem Eifer vor einigen Wochen hinderte, daS heißt, man werde es dcr Pforte überlassen, und ihr sogar hiezu rathen, sich mit Mchemed Ali zu verständigen, da an ein Einvernehmen der Großmächte über den Besitz Syriens nicht mehr zu denken ist. Frankreich beharrt dabei, daß Mehemed Ali Syrien verbleibe, England will, daß es ihm genommen werde. Die übrigen Großmächte nähern sich in ihren Wünschen mehr oder minder der englischen Politik, doch dürfte die Verfolgung und Ausführung dieser Grundlage kaum Einer zw^tcn Macht so ernst seyn, daß sie sich zu Zwangsmaßregelli herbeiließe, und wie kann man hoffen, daß solche, einseitig unternommen — so lange Mehemed Ali sich des Schuhes Frankreichs erfreut — etwas fruchten werden! England, das es nicht für rathsam fand, in die russischen Vorschläge einzugehen, sucht nun vorerst zu unterhandeln; es hat sich, wie man weiß, bereits geneigt erklärt, seine Basis dahin zu modificiren, daß ein Theil Syriens Mehemed Ali belassen werde, allein damit wird sich dieser, wenn nicht Alles trügt, nicht begnügen. Da kaum anzunehmen ist, daß England oder Frankreich von ihrem Plane gänzlich abstehen werden, so bleibt fast nur der einzige friedliche Ausweg, daß man das übernommene Interventions-und Pacificalionsamt wieder förmlich niederlegt, und der - Pforte die Hände von den angelegten Fesseln wieder - befreit. — So wäre man denn also wiedcr auf dem» 364 selben Puncte, wie schon im Monat August d, I. — Das ganze Personal der französischen Vochschafc in Constantinopel, bis zum Dragoman einschließlich, soll geändert werden, was offenbar nur den Zweck hat, der Welt zu zeigen, daß man die bisher von Rous-sin befolgte Politik mißbillige. Merkwürdigerweise Hort man zugleich, daß hin und wieber, und zwar auf Seiten, wo bisher nur glühender Eifer für Auf-rechthaltung deS Princips der Legitimität bemerkbar lvar, die sonst viel verhöhnte Ansicht Eingang findet, daß Mehemed Ali der Mann sey, der allein im Stande, das tückische Reich und den Islamismus vom Untergang zu retten. — Des Gcoßveziers Chosrew Pascha's Einfluß soll, so schreibt man, von Tag zu Tag sinken, in demselben Grad aber Halil Pascha's Macht sich mehren. Reschid Pascha lavirt; man wird nicht klug aus ihm, er neigt sich scheinbar zu England, laßt übrigens keine Gelegenheit vorbei, dem Könige der Franzosen und dem Marschall Soult groß« Elogen zu machen. — Im Diva» herrscht nicht nur über die politischen Fragen des Reichs, sondern auch inVclltff des Administrationssystems großer Zwitspalt. Er ist getheilt in die Partei der Reformen und die Partei des Rückschritts; etstere stützt sich aus die jetzt schon drohende Haltung der Rajas, und prophezeiht, wenn man vom Neformsystem ablasse, ,inen Umsturz; dasselbe prophezeiht die andere Partei, wenn mau den Verehrern des Islam nicht einige wichtige Concessionen mache. H. Das Mars,!'!: zu Macao, zwei französische Kriegsschiffe in den Gewässern von China. Das enqüsche Kriegsschiff Larne ist Nuch Singapur abgegangen, in der Hoffnung, den englischen Admiral daselbst anzutreffen. (Allg. Z.) Verleger: Aünaz Alo^s Evler v. Aleinma^r.