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Zur Bestellung der Eommer- und Wintersaat, zur Einbringung der Ernte, zu den jeweilig « W in-, Heu- und Getreidesuhre« verfügt« der Grundherr »ach Belieben (»noch lochaft*) über seine Untertanen. ohne aus deren wirifchafilich« Bedürfnisse Rücksicht zu »tbMcn. Die Roboien bestanden in verschiedenen Dienst« leistuoge« und de«g-«äß teilte man sie in eine Roß-, Fuhr» ober Spann- und Fuß-, oder Hand» robot. «her dielen verschiedenen Diensten waren «och Abgaben verschiedener Art zu leisten. Eine vom Gundzinse gesondert aufzufassende Leistung war der Z»hkalgru«d, vereinigt werde« duifie. Die rückslcht«lose Au«beutung der Leibeigenen (Grunbholden, llnt«, tanen) durch die Grundherr»» Hütte i« Lause be« 16. und 17. Jahr-hundrrt» in ganz Mitteleuropa, in«besonder« auch in Sieier«ark, Kämt«. Kram. Salzburg und Tirol, zu wiederdolien Ausständen oesührt. E>ne bedeutende Wendung zu« Befseren hatte dat Jahr 1680 zu verzeichnen, in welchem Kaiser Leopold I. sich veranloßi sah, renelnd in da« Ber-hältni« zwischen Obrigkeit unb Uitertanen e>nzu-greisen unb zu biesem Behuse bat erste Roboipaient zu erlassen. I« biesem Patente vom 28. Juni 1680 würbe bat erstemal ber Versuch einer pejetz-mäßig»« B»gre«zung ber bäuerliche« L»istu»g»n unternommen. In den weiteren Roboipatentkn vom 22. Februar 1717 unb vom 17. Jänner 1733 unt»r Karl VI. (1711—1740) würben all» will» türlichen Ewatiff» in ba» Bermög»« ber Untertanen den Herrschaften {trenne untersagt. In kräftiger, zielbewußt,r, umfassender Weife wurde jeboch bat große Werk der Baue-nl'.freiung von der Kaiserin Maria Theresia int Lebe« gerufen, unter deren Herrschet der siegreiche Kampf det modern»» Siaa tgkdantenS mit der ständische« Ge» stlljchaftSordnung beginn,; et wurde zunächst bat zu erleichtern. Da bi» Ueberprobuktion det flooe-«ilchen geistigen Proletariat« gerade un« Sttirer« teuer zu stehen kommt, verspüren wir die dem ge-samten Deutschtum durch die Wendenfördernng „er-abreichie Ohrfeige am meisten, denn wir könne» un« am schwersten ber slavischen Aemterjäger er-wehren. Gegen bie n»u»ste k. k. Slavisierung muß also aus jede« Fall aus va« entschiedenste einge-schritten werden. Entweder soll man, und tat wäre dat beste, alle Siaattunlerstützungen für slo» venische Hochschüler überhaupt streichen, oder et müssen auch die deutschen Hochschülerunterstützung«, vereine entsprechend bedacht werden. Da« wenigste, wa« man von der Regierung verlangen kann, iß Neutralität de« nationale« Kamps? g»g»«über; diesem Grundsatz» ab»r widirsprichi »«, wenn bie Slovenkn aus Koste« ber Deutschen einseitig alt Schoßkinber behandelt werben. Man wenb» nicht be« von den Wenden gebrauchten Vorwand »in, daß sie für die sehlende Hochschule enischäbigt wer-werden müßten. Für etwas, wozu man keine« Anspruch hat, braucht «an nicht entschädigt zu werden und daß bat Völklti« mit s'iner ihm selbst unverständlichen, zufammengestohlenen und entl-hn-ten Kunstschristsprache diesen Anspruch nicht »rhkben kann, braucht nicht erst neuerdingt bewiesen zu werde«. Die SauernvenweiNung in Rumänien. Ein ruhige«, bulbsamet, qutmütiget Volk hat sich zu Raub unb Toischlag hinreißen lass»«. Et acht», nicht ber Gesahr, et stürmt Dörfer unb Stäbte unb stellt sich ben Bajonette« ber Solbaten, b»n Mündung»« ihr»r Gewehre und Kanonen todet» verachiend entgegen. — Ohn» furchtbare Ursachen geschehe« solche Dmae nicht. Alle«, wa« ist ist Verbot der Einziehung von Rnitikal^iünZkn durch die Grundherren bei Strafe de« doppelten Weriet erlasse«. Ferner? wurde ben «»«organisierten Kr»it» amiern die Aufsicht über ba» Untertanenwefe« unb bessen Ueb»Prüfung, sowie bie Entfcheibung von Uiiterlanen dejchwerbe« in erster Instanz überwiese». Mit dem Hosbetrete vom 20. Oktober 1753 wurde anflkordnki, baß bie Ernchiung von Verträgen zwischen Grunbherren unb Untertanen nur nach vor-hergegang ner Untersuchung unb Begutachiung durch ba» Kr»i»a«> und Genehmi. ung der R Präsentation (j-tzt Staiihalierei) gestaltet sei. Detgleichen wurden alle willkürlichen Zerstückelungen der Untenanen-gründe „»ad poeo» nulliUtis" verboten. Der bit-h'rige Machthaber, der Grozer Landtag, wehrte sich dagegen. Weitere Gesetze verfolgten den Zw tf. die mißliche Lage der Bauern noch «ehr zu er» leichtern. Zur Kennzeichnung, wat zu Recht bestanden hatte uno nun abgestelli oder geändert wurde, dien« dat Folgende: I« Marburger Kreise nahmen bi« Gruntiherren 3 o. H. vom Gesamivermöge« der Beauileuie, durch da« Hosd»kr»t vom 5. Mai 1764 wurde ba« Höchstau«>naß dieser Heira>tg»bühr an be« Grun^her « mit 3 Gulden f»stg'f tzt Di» Hof» dekr»>» vom 26. Z仫er 1771 ua» vom 26. Juni 1772 oetbieten bie EinHebung ber Jnfulsteu r od»r d,t sogenannten ,A»lob.«elbe»- durch bie Biichöfe und Piälaten. Mit de« Patente »«« 22. Dezember 1769 wurde bie Vollziehung der vo« oer Grund» stelle 2 vernünftig' da» Goethe gesagt. und so ist denn auch die rumänische Bauernrevolmion vernünftig. — I»! Die ewige Vernunft de« L«ben»triebe» hat sie diktiert. Der entsetzliche Hunger sieht den Bauern au« den Augen und steh« auf ihre» mageren Wangen geschrieben, da« Hungersieber zerrüttet ihre Seele. Und ging« nicht mil Bitten und Eingaben, dann muß e« eben mit Gtwal. gehen, bevor Weib und Kinder Hunger« sterben. Also.- surchtbare Ursachen! Die rumänische R.gierung halte zwar schon vor Jahren die Ge-fuhren, welche eindringende« Judentum harmlosen Böllern bringt, erkannt und ein Gesetz erlassen, wonach Juden ia Rumänien keinen Grundbesitz haben dürfn. Aber sie ist auf halbem Wege stehen geblieben, indem sie den Juden da« Land — ver» pachtet«. Der größte Teil de« rumänischen Land,« ist i ämlich im Besiye der Regierung. Dieser war nun der Zude. welcher, mit Bargeld au«gestatiet, sofort zahlt« und ganze große Landstriche aus «in-«al nahm, al» Pächter b-q lemer al« der Bauer; auch «ochie wohl dabei manch Trinkgeld an die vergtbendtn Beamten abfallt«. — Der Pacht-fchilling. welchen die jüdiscden Pächter bezahlten, betrug durchschnittlich 21 Franken per Hektar. Natürlich bewirtschafteten die Juden die gepachtiten Ländereien nicht selbst, sondern gaben sie an die Bauern — denen sie mit der Zahlung zuwarteten, um sie dann auch noch au»zuwuch«rn — zu weit höhere« Preis« weiter. — Da die legten Jahre große Ernten ergaben, steigerten die Juden ihre Pachiforberungen an die Bauern nun so hoch, daß sie 40 Franken per Hektar verlangt«» und erhielt«», also ihr Kapital ohne jede Arbeit mil zirka 95 Prozent verzinsten. — Nun brachte da« Jahr 1906 ein« Mißernte. Um trotzdem nicht mit dem Pacht-preise herunterg«h«n zu müssen — kartellierten sich dl« jüdischen Pächter, der Bauer mußte den Prei« bezahlen und konnte — verhungern. An der Spitze der nun entstand«»«» Ber-jweiflungSbewegung steht» Lehrer, Geistliche, Uni-veistlät«pros«ssoren und Studenten. Erster« kennen durch ihre stete Berührung mit dem Volke die Leiden d« thun nun Oesterreich «il ihrer Anwtsenhei», einig« geprügelt, einzelne der ärgsten Schinder sogar «r-schlag«». Nun schri« „Europa" durch da« Sprachrohr seiner Jude presse laut nach Abhilfe. Die rumänisch« Rtgierung bot denn auch zum Schutze der Wucherer ihr ganze« Militär auf, da« vorging, ul» würde e« nicht gegt» arm« Volksgenossen, fondern gegen Feinde geführt. — Dtr Baurr hat Hungtr, man stillt ihm venftldtn «it Pulver und Blri. Wa« g«l««n lausend Bauernleben gegen «in Jubenltdtnl Die Zudenpresse der ganz«» Well bringt empörte Artikel über bie „Schmach Rumänien«", sie ist viehisch gtnug, zu sagen, daß da« Militär noch »icht genug energisch tingreife, aber — sie sagt k«in Won davon, daß dem rumänischen Bauern obrigk«il v«rhä»gi«n körperlichen Züchtigung von einer krei«ämtlichen Bestätigung abhängig gemacht. Am 4. Oktober 177! wurde dir Urbarial-Hos-kommission zur Schichtung vv» Streitigkeiten zwischen den Herrschaften und ihren Untertanen «ing«setzt und hatte «an endlich auch genau da» Au««aß der Uatertan»schuldjgktit an Abgab«» und p«rfön> lich«a Diensten ftstgtsttllt. Da» edlt Werk, zu dt« bie Kaiserin Maria Th-resia in wohlwolltodster Weise den Grundstein gelegt hatte, sollte von ihre« glorreiche» Nachfolger, de« Kaiser Josef II. (Alltmregierung 1780 bi» 1790) vollend» au»gebaut werden. Die Schaffung eine» selbständige», freien Bauernstande» war da» große Ziel ditst» Monarchen. Am 1. September 1781 erließ Kaiser Joses zwei Patente für die deutsche» und böhmischen Erbländer, ba» sogenannte Untertanen- unb ba» Strafpatent, von benen da» erstere ben Bauern bie Rechttverfolgung gegen bie Grunbodri^keit zu erleichtern bestimmt war. ba» letzter« bie Elrasgewalt ber Herrschaften in enge Schranken bannte und an bi« Aussicht unb Geneh-«igung ber Krei»äwter knüpfte. Die von ben Grunb-Herrschaften über die Untertanen nunmehr zu v«r-häng«nb«n Strafe» konnte» bestthe» in Gesang»,»-strafen, in Strafarbtit, in Btrschärfung beider durch die Anlegung von Fuß«is«n und endlich in der Ab-stistunp von Hau» und Hos. Da» Hofbtkrtt vom 30. Mai 1781 btstimmtt, baß «ba» Schlag». Priegeln unb ändert Bestrafungen dtr Untertanen, Sklitschc Wacht au» seine« Elende gtholsen werden müsse l Da zeigt sich die 'Verachtung, ber Haß und bit Gering-fchätzung be» Ju»tn für ba» arisch« christliche Volk. Der König Karl von Rumänien aber scheint trotzdem etwa« Einsicht unb Mut zur Bttäiigung dieser Einsicht gewonnen zu h»b«n, wenigsten« — verspricht er in seinem am 27. v. M erlass nen Manifeste ein Gesetz, welche« folgende Bestimmungen enthalten soll: 1. Dir staatlich«» Lä'dereien sollen hinfort birefi an bie Bauern verpachtet werden. 2 Die Bauern werde« aus bereit« vertraglich verpachteten Grundstücke» hinfort höchsten« ei» Drittel de« oertrag»«äßig (mit den Jude» ver-einbaNen) festgestellten Pachtzins» zu entrichten hab«». 3. Die Su««- von Ard«il, zu welcher sich «in Familienoberhaupt verpflichtet, dars seine phy-fischen Kräfte nicht übersteigen (doch eigentlich selbst-vtrständlich)! 4. Für an Bautrn gtwährtr Voifchüfse dürfen nicht «ehr al» höchsten» 10 Prozent Zinsen ge-nommen werden. 5. Kein Pächter oder auch kein« Gesellschaft von Pächtern wird «ehr al» zw«i Grundstück« im Gej»miau»maße ton höchst«»» 4000 Hektar besitzen bürft». .All« dies« Maßnahm«» durchzufüdr«»" —> so heißt rS im Manifest — „ist d«r «rnst« Will« des Köoia» und seiner Regierung." Gebe Gott, daß der König Wort halten dars! Konnte die» alles nicht schon früher gefchkhen — früher, bevor bie Bauern zur Erkennt,»» ge-langten, baß sie aus gütlichem Weg« ihr R«cht aus Menschheit»« nicht durchzusetzen vermögen? Die Welt blick« erschauernd aus jene» rnene tekel, da» in Rumänien aufflammt«, st« verlangt starke Maßnahmen zur Unterdrückung ver Revolution, aber sie frägt nicht: „Wie müssen biese armen, fönst gutmütig gearteten Leute entbehrt, wie müssen sie gelitten haben, bevor sie ba» uniernahmen, wa» sie jetzt getan haben! D. V. Wir haben über Ersuchen ben vorstehenden Au»sührungen Raum gegeben, obwohl sie sich nicht völlig mit unserer Ansicht decke». 9i li«gt eine Verlennung der Wirlscha?l»sragen im Allgem«in«n und j«n«r Rumänien» im Besonbere» darin, wenn man die Fieberschauer, von benen ba» unglückliche Land zur Zeit geschüttelt wirb, einzig und allein auf bie Au«beutu»g durch bie Jubt» zurückführt. I» dieser Hinsich« fei in aller Kürz« nur barauf v«r-wiesen, daß der Bauernausstand auch aus den Gütern de« König« au« brach. Politische Rundschau. Näßkrr Achtung! Schaut, wenn ihr «« nicht b«r?it» getan habt, sofort nach, ob euer Name in der Wählerlift« st«h«! Denn wählen kann nur, wer in bie Wählerliste aufgenommen ist. Wer außer in Gestalt einer förmlich nach oorherge-gangrner Unltrfuchung erklärte» Straff" allgemein verboten sei. Bei einem Strasautmaß« von üb«r acht Tagen Arrest oder Strasarbe-t, ober bei ber Abstiftung war bit krei»ä«llich« G«n«hmigung ein-zr holen. Die Abstiftung (Einziehung de« Bauerngut«» durch die Herrschast) durft« nach be« Palenle vo« 1. Stpttmder 1781 und 1. Dezember 1784 nur «ehr aus politischem Weg« in folg«nd«n Fällen stattfinden: 1. Wenn der Untertan ein unruhiger Kops war (l) unb bi« Mitnachbarn ,« Orte aus-wiegelte; 2. wenn sich bit Au«stä»dt über brti Jahrt«sr>sten belitft» und durch bie Pfändung nicht einzutreiben waren usw. usw. In Böhme» hatte der Leibeigene vor Rove«der 1781 nicht einmal die Z»ug«nsähigk«it vor G«richt (!) Drr entscheidende Schritt zur Münbigspr«chung be« Bauernstände« erfolgt« mit bem Patente vom 1. Oktober 1781, woburch bie Leidtigtnfchaft in btn Länber«, wo fit noch zu Rtchl bestand (Böhmen, Mähren. Krain, Galizie») aufgehoben würbe. Der Bauer würbe für persönlich frei erklärt unb an Stelle ber bisherige» Unfreiheit die Gut«untertänig» feit, ein abgeschwächte« Adhängigkeii«oerhäl>ni«. gesetzt, wit t« in btn «tisttn österreichischen Erbländer» (auch in Sttitrmark) bereit« seil be« 17. Jahthunbert bestund. Jeder Untertan wurdt berechtigt, sich bloß gtgtn vorherige Anztigt und un-tntgtltlich auszufertigende» Meldezettel zu otttht- "\umuier 27 nicht in dtr Wähltrliste steht, kann am Tagt der Wahl noch so sonnenklar nachweisen, daß er «ach be« Gesetze da» Wahlrecht btfttzl — er darf dennoch nicht wählen. Damit jtdtr Wähler da» Wahlrecht sich sichern kann, ist di« Reklamation eingefühn Derjenige Wähler, der in der Wählerliste nicht verzeichn«! ist, kann fein Wahlrrcht reklamieren, ba« heißt, «r führt Beschwerde über bi« Nichlaus-nahme in bie Wählerliste. Seiner Beschwerde muß er diejenigen Dokumente, «it benen «r fein« Wahlberechtigung nachweisen kann, beilegen. Wahl-berechiift ist schlechthin jeOec österreichischer Staatsbürger, ber am Tag« drr Wahlau«schr«ibung ba« 24. Lebensjahr zurückgelegt hat und a« gleichen Tag« in der Ge«ei»de ein Jahr gewohnt hat. Dr«, Ding« muß also der Wäiler. b«r reklamiert, nachweisen: baß er österreichischer Staal«bürger ist (durch den Heimalschein); daß er am 19. Februar 1907 mindesten« 24 Jahre alt gewesen ist (Taufschein); baß «r an d««s«m Ta..i bereit« minbtften« ein Jahr lanr, in bet Gemeinde seinen Wohnsitz hat (Bestätigung vom Gem«inbe-amt« od»r polizeilichem Meldeamt). Diese brei Dokument« muß der Reklami«r«ndt beibringen. Dies« Doknmente sind stempelfr«i. An elfter Stnnd« der richtige Wann Da eine Einigung aus «inen ber drutschlr«ih«itlichen Kandidaten im Leidnitz-P«ttau«r Wahlkreise unier ben Wahlorten selbst nicht zustanbe kommen konnte, ha« Herr Postoffizial Paul Pogatschniqg ,» Trieft, ber der kreiallbeuischen Partei angehört, aui Grund von Aufforderungen au« der Wählerschaft de« Be-zirke« seine Bewerbung angem«ldei. Pogatschnigg ist «in« F«u«rsttle und tin Mann von groß«r II«-«rschrvckenheit. eine starke, knorrig« Eicht: seine mann-hafte Haltung ber Regierung gegenüber zeugt für ihn. Durch die mutige An und Weise, «n ber tr für die Gew!ssen«freiheit dtr Staatsbeamten eine Lanze gebrochen hat, hat er sich einen Na«e» ge-«acht. Parteivtrbohrthtil ist ihm fremd, tr schätzt auch an bem Schönerianer bie kräftigt, beutscht Gesinnung, nur macht er bie ZerstörungSpolilik nicht «it. Wir sind überzeugt, daß e» Herr» Po-gatfchnigg gelingen wird, sich da« Vertrauen ber Wählerschaft de« Wahlkreise« 10 zu erwerben; sein offene» und ehrliches Wesen wird auch jtnt, die ihm heute noch in Voreingenommenheit gegen-überstehen, zu feinen Gunsten umstimmen. Ao« Gegner. Unter den siebe» Wahlwerbern de» klerikalen Baurrudunbe» befinde» sich ein Kap-lan, ein Professor, brci Doktoren und zwei Land-wirte. — Daher ber Name „Bauernbunb". $in( Senlattonsmekdnng, angeblich au« Wiener-Neustabt stammen?, wirb von Berlin au» burch bie dortige „Information" verbreitet. Di« Meldung, bie alltrding« nicht zum erstenmale auftaucht, aber auch diesmal al« unsich-re« Gerücht läuft, sti der Besondtrhtit halber verzeichnet. Sir lautet: „Kaiser Franz Josts, dtr jetzt im 77. Ltden«jahre steht, soll dtn unerschütterlichen Enischluß gefaßt haben im nächsten Jahre (1908), dem 60. Jahre feiner Regierung, dem Thron zu enifagen. Eint ganz besonder« Be- liehen, konnte unttr Beobachtung btc Konskription«-Vorschriften au« dem Bereich« der betreffenden Herrschaft wegziehe» unb inntrhalb be« Lanbe» Überall sich niederlasse» oder nach Erhebung tint» Entlassungsscheine« Dienst suchen. Die Obrigkeiten wurden burch ein Patent aufgtsorbtrl, btn Unter-lauen, bit ba» Eigentum ihrer Grnnbstückt erwerben wollen, dasselbe gtgtn billigt Ratenzahlungen ein-zuräume»; sobald die Untertanen da» Eigentum», recht erworben hatte», stand ihnen auch ba» unbt-dingte Recht zu. über ihr Eiqeniu« bei Lebzeiten und letztwilln zu oerft,;«» unb dies«« bi» auf zwei Drittel des Werte» ohne obrigkeitliche Bewilligung zu belasten. — Wenn auch durch alle biese gefetz« liehen Maßregtln dtr Bautrnstand in seinem ruhigen Besitze nunmehr auSgiebig gegen bi« Willkür unb den Einz«lw>ll«n ber Grundh«rrschaft geichützl wurde, so blieben b«sse»ung«achtkt noch viele Lasten, die auf stinem Grunb und Bob«» unablo»bar hafteten. Erst bem sturmb«wtgt«n und an polnisch«» Wirr«» reichen Jahr« 1848 war «» vorbehalte«, diese« Abhängigk«it»o«rhältni» unb bi« ben Bau«rn« ftanb noch immer sehr brückenben Lasten vollenb» unb gründlich zu b«ttitlg«n. ES bleibt für oll« Zeile» denkwürdig, baß in ber »ritten Sitzuna be» österreichischen Re>ch»rate» am 26. Juli 1848 ber Abgeordnete Han» Kudlich einen Antrag aus gänz-licht Anfhtbung de» Unttrtänigktit»otihälilusst» stellte, ber, zum Gesetzt erhobt«, am 7. S«pt««b«r 1848 al» kaiserlich«» Pattnt otrössentlicht wordt« ist. fhmttnw 27 Deutsche Wacht Seite 3 deutung erhält diese Nachricht durch die merkwürdigerweise — trotz bereit« festgestellter Thron-folge de» Erzherzog« Franz Ferdinand — gleich« zeitig austauchenden Zweifel, ob Erzherzog Franz Ferdinand tatsächlich bie Thronfolge antreten werde. Welche Gründe auch ihn zu einem solchen Schritte veranlassen, läßt sich zur Zeit noch nicht sagen. Hingegen aber wird sür den Fall de« beiderseitigen Verzichte» schon der Name eines Prinzen genannt, bei besten Erziehung schon aus die Bestimmung al« Beherrscher eine« Reiche« Rücksicht genommen wird. Nun dürfte e« auch begreiflich erscheinen, warum all die Meldungen, die an die Anwesen-heit de« Erzherzog« Franz Ferdinand in Berlin und seine Zusammenkunft «it de« deutschen Kaiser geknüpft wurden, von den maßgebenden Seiten unbeachtet blieben. Auch die al« bevor» stehend gemeldete Zusammenkunst de« Kaiser« Franz Josef mit de« deutschen »aiser dürste in direkte« Zusa««enhange «it den un« au« Wiener-Neuftavl zugehenden Nachrichten, sowie «it de« bezüglich seiner Zwicke vielfach falsch au«-gelegten Besuch de« österreichischen Thronfolger« stehen. Allerding« soll e« sich bei den Zusammen» fünften auch noch um eine andere schwerwiegende Entschließung handeln". Hiezu sei bemerkt, daß von Berlin au« bereit« halbamtlich festgestellt wurde, daß am Berliner Hose so wenig wie in Wien von einer angeblich geplanten Zusammen-kirnst etwa« bekannt ist. Gi» Streiflicht ans HnKel Sa«. Viel Aussehen erregt dir Beschlagnahme eine« 82.000 Dollar betragenden Fond« durch die Neu« Iorker Staat«anwaltschast. Angeblich soll mit die,er Summe die Bestechung von Neu-Zorker Etaat«senatoren bezweckt sein, die K000 Dollar für den Mann behus» Ablehnung einer Bill er-halten sollen, die die in Neu»?)ork eingegriffene polizeiliche Korruption gründlich au«roiten will. Die Polizei erhielt bisher sehr hohe Bestechung«» gelber von Kupplern, Spielern, Zuhältern und an-deren Leuten. Zu dem beschlagnahmten Fond« mußte jeder Nen-Horker Polizist 20 Dollar bei-steuern. Aus Stadt und Land. In Aismarcks Kedenten. Und wieder ist in Busch «ob Hag — Taufrischer Lenz erstanden, — Ein wunderherrlicher Frühlingstag — Glänzi heut in deutschen Landen! — E« dringt zu un« in hoher Zeit — Eine köstliche Freu^enkund» — Und aller Lär« und Hader und Streit — Schweigt in der Weihestunde. — Bon jede« deutschen Münster-lur« »» Erklingt ein sroh' Geläute — Wie Orgel« klang und Glockensturm — Volltönend in der Weite! — Bom Fuß der Llpenberge erschall»'« — Hin bi« zu« nordischen Meere — Und bi« zu den Eichen de« Sachsenwald«, — Das Weihelieb, da« Durch ein kaiserliche« Patent vom 25. Sep-tember 1350 wurde in jedem Lande die Errichtung eine« Grundentlastung«sond« angeordnet. Die De-zemberoersassung au« dem Jahre 1867 hat die Freiheit von Grund und Boden al« Staat«grund» gesetz sanktioniert und in dem Artikel 7 über die allgemeinen Rechte der Staat«bürger erklärt: jeder Untertänigkeit«- und HörigkeitSverband ist sür immer aufgehoben. Erst «it de« Ansänge de« 18. Jahrhundert« bessern sich diese Verhältnisse, doch blieben sie noch immer nach unseren jetzigen Begriffen von Menschen-würde sehr beschämend. Um gerecht zu sein, dars nicht verschwiegen werden, daß e« auch würdige Edelleute und Geistliche gab, die sich ihrer Tnter-tanen wamsühlend annahmen. Ein solcher war Wolf v. Stubenberg; er ermähnte im Jahre 1500 seine Söhne mit den Worten: »Haltet eure armen Leute gut; wa« sie euch schuldig sind, da« nehmet und hütet sie vor Steuer und nehmt keinen Sterb-»chsen, darum bitte ich euch." Unter den „armen Leuten" verstand man die untertänigen Bauern: bei vielen Herrschaften war eingeführt, daß sie sich bei de« To>e eine« Untenan« dessen beste« Stück Vieh au« de« Stalle neh«en dursten, daher oben der Au«druck „Sterbeoch«". Der beschränkte Raum dieser kulturgeschichtlichen Betrachtung erlaubt eS nicht, die Greuel der Bauernlriege deS 10. und 17. Jahrhundert« zu schildern. Sowohl von de« lange mißhandelten Bauern wie von den schließlich siegreichen Herren hehre: — Heil BiSmarck! seliger, sonniger Held! — Heil dir im Siegeölranze! — Heut' leuchtet der Himmel und leuchtet die Welt — In seiertägigem Glanz»! — Ueber Land und Meer, über Wald und Fluß — Dringt hin zu dir au« tausend — Getreuen Herzen ein Frieden«gruß, — Aufklingend, jauchzend, brausend! — Es loht ein flackernder Feuerschein — Von allen Bergen hernieder — Und tausend? Herzen gedenken dein — Und hundert« lausende Lieder! — Ja! Hunderttausend! Doch allen ist nicht — Das Auge vor Freude gefeuchtet, — Für Taufende hat deines Geistes Licht — Um« sonst gestrahlt und geleuchtet! — Die, denen du einst an hohem Tag, — AIS noch am Rhein« sie lagen. — Mn einem doppelten Keulrnschlag — Die Grenze hast eingeschlagen, — Die, denen dein Ruf I .Der Rhein ist freil" — Noch heut' in den Ohren mag klingen, — Di« werden wohl keine Litanei — Zu Ehren dir heute singen! — Und auch deS Reiches schwarze Schar — Wird heute schwerlich bechern, — Verkriecht sie sich nicht ganz und gar — In ihren dunklen Löchern: — Und auch zu Wien am Jranzentring — Wird sich wohl nicht« heut regen: — ES drückt so »in Tag wie »in eigen Ding — Aus aristokratische Mäg»n! — Und auch an d»r Spree bekommen die Herren — Vom Hofe, mit Orden und Strupfen, — Zum ersten April gewöhnlich gern — Den obligaten Schnupfen l — Doch aber den Andern! Den Jungen, Den Treu'n! — Den Söhnen deS Blut« und der Sonne — Geht heute da« Leben so lieblich ein — Wie Maienluft und Wonne! — Denn deutschen Volke« Majestät — Ist frei von Furcht, von vager, — Alldeulschland, da« hohe, da« ganz« steht — Heut jubelnd in Bi«marck« Lager, — De« Schöpfer« de« Reich«, de« Tilger« der Schmach, — De« Deutschvolk«« herrlichsten Sohne«, — Der dem Reich, der der Einheit die Gaffe einst brach — Und der Macht de« KaiserlhroneS, — Der der Lüge gewehrt und ein Schild für'« Recht — Ge« wesen ist allerwegen — Und g«häust hat aus sein und da« künst'ge Geschlecht — Unendlichen Reichtum und Stgen! — Drum laßt »rklingen den Jubelschall! — Di« Herzen hoch und die Händel — Auch der heutige Tag war sür un« einmal — Eine herrliche Sonnenwende! — Und ihr, ihr Sänger tretet vor — Und singt un« zur goldenen Harfe — Von Canossa, da« Lied im brausenden Chor, — Da« kühne, da« str»iilustschars«! — Und da« Lied vom Deutschen, der in der Welt — Nichi« sürchtet als Gott alleine, — Und da» Lied, das unS ewig zusammenhält. — DaS Lied von der Wacht am Rheine! — Dann, Bruder, zu srohem Schlaa und Streich — Heraus die Waffen und Wehren: — Heil BiSmarck und das Deutsche Reich! — Allvemschland hoch in Ehren! KvangeNsches Kirchenkonzert in Killi. Einen Kunstgenuß einzig in feiner Ari, voll gewaltigster Erhebung und rührendster Andachi, bereitete daS rühmlichst bekannt« Soloquartkit auS Leipzig der Kunstgemeind«, die am Ostersonniag um die Mittags- wurden, besonders in Schwaben (dem jetzigen Würt-temberg) und in Oberöfterreich, haarsträubende Schandtaten begangen. Die besiegten Bauern, größ-tenttil« der neuen Lrhre Luther« zugrwand», wur-den zu tausendtn niedergemetzelt oder sie endeten in Folterkammern, Kerkern oder unter dem Henkerbeile. In der Zeit noch weiter zurückgreisend, sei al« Kennzeichnung feudaler Denkweise erwähnt, daß z. B. nach Niederwerfung der einst freien Franken (Deutsche) durch den normanischen Adel unter Richard II. von der Normandie (jetzt zu Frankreich gihörig) zu Ende de« 10. Jahrhundert« diese Bauern vom adeligen Uedermuie nicht ander« al« .H . . . . söhne" benamset worden sind. Wa« von Peinigungen am gemeinen Manne aristokratischer Frevel sich einzeln erlaubte, da« war alle« zusammen wider da« unglückliche Volk aus einmal angewandt. Einziehung von Hab und Gut war da« Geringste. Den Armen wurden Hand und Fuß verstümmelt, die Zähne «»«gezogen, die Augen au«gestoßen, die Kniekehlen eingebrannt. Ein Beispiel: Ein Bäuerlein hatte im Jahre 1494 in einem Bache, der dem Herrn von Eppsttin gehörte, einige Krebse gefangen. Der Edelherr ließ ihn er» greisen und schickte nach Frankfurt, um den Schars-richtn zu erbitten, damit er da« Bäuerlein köpse. Der Rat der freien Stadt meinte, .der Ar«e könne de» Krebsen« wegen den Rechten noch nicht hin» gerichtet werden," und schlug sein Gesuch ab. Der Herr von Eppstein aber verschaff«» sich and»r«woh»r »inen Scharsrichier und li»ß dem Baurr d»n Kops abschlagen. stund» sich zahlreich in der überau« reizenden und stimmungsvollen Christuskirche ve>sammelt hatte. Die Erwartungen der Zuhörer waren ja hochge-spannt, aber sie wurden in keiner Weise ennäuscht. Dieses Konzert war ein Ereignis, ja »ine Offen» barung für Cilli. Da« at««lose Lauschen bi« zu« Schluss» und di» liefe allgemein» Ergriffenheit wartn d«r befte Beweis dafür. Schon di« großartig« Zu» sammrnsttllung der BortragSordnung. die in seiner, charakteristischer Au«wahl wahre Perlen deutsch-evangelischer Kirchenmusik von den einfachen har» manischen Sätzen voll unvergleichlicher Tiefe und Innigkeit au« der Zeit de« 10. Jahrhundert«, der reichen kontrapunktorisch-ri Satzbehandlung au« der Zeit de« großen B ich bi« zu der modernen har» manischen Richtung der Istzeit zu Gehör brachte, schon da« war «in» Tat! Und nun biese herrlichen Choräle und Lieder vorgetragen von Künstlern, di« in Bezug auf Innigkeit de« Gefühle« und tief religiösen Empfinv«n«, auf ein sich Hineinoerfenken in den Stoff, auf sorgfältigst« t«chn>sch« Herau»» arbeiiung der Klangfiguren, aus ein kaum zu über« treffende« Ineinandergreifen der vier überau« sympathischen Stimmen ihre»gltichtn suchen. Da« aus allen Eigeneffekt verzichtend» In- und Aneinander» schmiegen ber Stimmen, die wundtrbar» Tonrein» heit und da« wie schwebtnd durch d»n Kirch»nrau« verhallende Piaaiffi«o waren unübertrefflich. Da« war nicht bloß Kunstgenuß, nein, da« war Er-dauung i« höchsten Sinn» de« Worte«. Wir rufen den li»ben«würdig»n Künstle-n uns Künstlerinnen, die, wie wir hören, allüberall nur für w hliätige Zwecke singen und auch für die Tilgung der Bau» schuld der Christu«kirche ein schöne« R« Gartensalvn der Gastwirtschaft zu« Mohren in Cilli einen Lichtbilderoortrag. Den Vortrag wird der in Touristen- und Sporikreifen gut bekannte Herr Max Kleinoscheg au« Graz, Mitglied der Schwesterfektio» Graz, ballen, und verspiicht der Abend «in höchst g«nußr«ichrr zu wervrn. Herr Kleinoscheg wird über die Pqrränäin, über Süd» srankreich, Spanien, Marokko sprechen; die vo« Vortragenden selbst aussen»««»»»» Bilder wird daS SektionSmitglied Herr Franz HauSbaum mit Nach dem pomphasien ReichSiage zu AuaSdurg (1547) verließ auch Herzog Heinrich von Liegnitz dies« Stadt und ritt mit seinem Hofgesinde zurück in fein Land. Sastrow, Gesandter der Herzoge von Pommern, im Gefolge genannten Heinrich», schreibt in seinem Tagebuch« üb«r ihn: „Zu Li«gnitz saß «r «inst beim Trunk, ba führt« d«r Weg zwri Stu» biofen, welche ihre Eltern und Freunde besuchen wollten, durch Liegnitz. Die saßen allda zu« Mor» gen. «achten sich auch «it Singen etwa» fröhlich, daß e» der Herzog hörte. Da schickte er zu ihnen, ließ sie greisen, stracks zum Tore hinausführen und ihnen die Köpfe abhauen. Den andern Morgen, ehe er wieder zu trinken anfieng, ritten «ilich« feiner Räle mit ihm spazieren und führten ihn gerade auf den Platz, wo die zwei Studenten enthauptet waren. AIS er das Blut sah und fragte, was daS wär», und sie ihm vermeldeten, eS wäre Blut von den beiden Studiosen, die er den Tag zuvor hätte abhauen lassen, da wunderte er sich und fragte, wa» sie getan hätten? Al< er nun wieder stark bezecht war, befahl er feinen Rälen bei Strafe ihre» LedenS, ihn in den Tur« zu fetzen und «it Wasser und Brot zu speisen und wenn sie anders «it ihm «achen möchten, wollte er ihnen die Köpf« von dem Rumpf herunterhauen lassen . . ." Nach lan-gen Unterhandln»««», mit d«n Räten ließen ihn biese a« dritten Tage «u» dem Tur«. (Fortsetzung folgt.) Seite 4 Deutsche Wacht Rummer 27 dem der Sektion gehörigen Skivptikon projecieren. Zu« Bortrage sind deutsche Gifte willkommen. .,u m Ankaufe de« Projektionsapparate« hat die Sektion einen Betrag von 20V Mark vom Zentral« au«schnsse erhallen. Der Apparat steht den unter« steirischen Alpenoerein«sektionen zu Borträgen zur Verfügung und wird auch an andere Vereine und Schulen gegen Entrichtung einer «äßigen Gebühr leihweise überlassen. — Den Seklion«milgiiedern diene zur Kenntnis, daß der neue Alpenverein«-kalender bereit« erschienen ist. und daß Bestellungen auf denselben in der Buchhandlung de« Herrn Fritz Rasch entgegengeno««en werden. Knr »nseren Schützling die mit sechs Kindern bitler« Not leidende Witwe sind an Spenden weiler-hin eingegangen von M. H. K 1*60, Direktor Eyda«, Graz, 10 K, ©. 1 K, Gefunden 20 h; zusammen 12 K 80 k, mit d«n ber«it« au»ge-witftntn 47 X insgesamt 59 K 80 h. Außerdem Hat ihr der deulsch« Ge l erbebund eine Unterstützung von 20 K zugewendet und drei Kinder hat die Het«at«gemeinde in Pflege genommen. Wir fagen im Namen der Bedrängten, der eine so große Öfter« freude bereitet wurde, allen Spendern herzlichen Dank. Kl» ZSoß»«»g»ei»schteicher. Dien»tag srüh ward der Bea«te der slovenischen Vorschußkasse Loucar gewahr, daß ih« au« seiner am Kaiser Joses«platze gelegenen Wohnung mehrere Kleidung«-stücke und zwei Revolver — unsere Wenden sind fiel« wie die Arnauten bi« an die Zähne bewaffnet — gestohlen worden seien. Die gestohlenen Sachen be« sitzen einen Wert von 180 K. Der Diebstahl mußte a« Montag in den Abendstunden während ver Abwesenheit Lontar« erfolgt fein. Spuren eine« gewaltsamen Eindringen« in die Wohnung konnlen merkwürdigerweise nicht entdeckt werden. Bewohnern de« Hause« fiel am betreffenden Abende ein Mensch aus, der sich bettelud herumtrieb. Nach demselben wird gefahndet. ?enuarini Konzert. Nachdem für das am 6. d. M. stattfindende Konzert des gefeierten Ham-burger Tenoristen fast alle Plätze vorgemerkt sind, fo machen wir darauf aufmerksam, daß die Karten bis Donnerstag Mittag in der Buchhandlung Georg Adler abgeholt werden müssen, da sonst anderweitig darüber versügt wird. J>as Hftrrschieße». Der unsinnige, beim Land-Volke nicht auszurottende Unfug, die Auferstehung des Heilands auf nicht würdigere Weise zu feiern, al« durch wahnsinniges Losknallen von Pöllern fordert Jahr für Jahr seine Opfer, so auch Heuer. Das Osterfest gibt für die Bauernburschen nur den Borwand ab, um dem Vergnügen des Pöllerschießens fröhnen zu können. ES ist nur bedauerlich, daß die Geistlichkeit auf dem Lande nicht nur nichts tut, um diesem tollen Treiben, das in jedem Jahre eine Un-zahl von erwerbsunfähigen Krüppeln schafft, zu steuern, sondern noch dazu auffordert und ausmuntert. So hat einige Tage vor Ostern ein Kaplan, ein würdiger Vertreter der slovenischen Geistlichkeit, zu mehreren Burschen, die ihn um seine Meinung be« fragten, die Aeußerung getan: „Knallt nur draus los Barschen, daß den Deutschtümlern das Herz in die Hose sinkt!" Also in diesem Geiste feiert man im Unterlande die Auferstehung des Heilands. — Bon Unglücksfällen, die uns bekannt wurden, ver-zeichnen wir: Am Ostermontag wurden 2 verunglückte im hiesigen allgemeinen Krankenhause ausge nommeu. ES sind dieS der 22jährige landwirtfchaft-licht Arbeiter Franz Stropnik auS Weireldors und der 41 jährige Zimmermann Anton Sturm aus Groß-Pireschitz. Beide wurden schwer verletzt. — Wir sind begierig, wann endlich einmal die politische Be-Hürde den Mm finden wird, gegen den Willen der hohen Klerisei diese Unsitte abzuschaffen. Schwere Jolgen »es Gkerschiehen». Aus Hochenegg schreibt man un«: Es muß doch für jeden guten Katholiken ei» erhebendes, zur Andacht stimmendes Gesühl sein, wenn an den Osterfeiertagen an allen Ecken und Enden eines Ortes Pöller krachen. Daß dabei alljährlich auch einige Hände mit in die Luft fliegen und alljährlich fo und foviele junge arbeitsfähige Männer zu Krüppeln geschossen werden, das darf einen frommen Christe» in feiner Festesfreude nicht weiter stören. Dieser Ansicht scheint wenigstens unser Pfarrer zu sein. Die Folge davon war ein schweres Unglück. Einem jungen Burschen, Franz Stropnik, dem die Erhallung seiner alten Mutter obliegt, wurde am Osterfonntag die Hand vollständig zertümmnt, so daß ihm im Cillier allgem. Krankenhause der linke Unterarm amputiert werden mußte. Daß der Pfarrer mit Hilfe des § 19 be-richtigen wird, er sei dem Osterfchießen ganz ferne gestanden, ist ja selbstverständlich; daß jedoch in der Kirche zu diesem Zwecke Geld gesammelt wurde, kann die ganze Bevölkerung bestätigen. So steht wohl außer Zweifel, daß nun der Herr Pfarrer, schon auS christlicher Nächstenliebe wenn nicht vom Gericht dazu verurteilt, die Erhaltung deS Franz Skropnik nnd seiner Mutter gerne übernehmen wird. Vie Aeichsllraßenübersetznng der Wolaner Z5ahn ln Haörje. Da« Eifenbahnministerinrn hat über die Beschwerde de« k. k. Bezirk«ingenieur« in Cilli dahin entschiedeu, daß in Ansehung de« großen Fußgeher» und FuhrwerkSverkehreS auf dieser Straßenübersetzung die Bedienungart der bezüglichen Schrankenanlage abgeändert werde u. zw. wurde die Staat«bahndireklion in Billach beauslragt, den Zugschranken in einen Handfchranken umzugestalten. Da« zu errichtende neue Wächterhau« wird mil der Station Cilli und der Haltestelle Pletrovitsch telephonisch verbunden. Damit ist einem lange gehegten Wunsche der Bevölkerung Rechnung ge-tragen worden, denn die bestehenden Berhällnisse bedeuteten für die da« Geleise überschreilende Schul« jugend stet« eine Gefahr und auch der Fuhrwayen-verkehr erlitt an dieser Stelle sehr oft höchst un-liebfame Slörungen. Aaturalverpffegsstation Die hiesige Natural« veipflegSstalion wurde im ersten Viertel diese« Jahre« von 495 Reisenden, darunter einer weiblichen Per-son besucht. Uebernachtet haben 427 Reisende. An Kost wurden 425 Mittag««, 67 Abend- und 427 Frühstücksportionen au«geteil». Die Verpfleg«koste» beliefen sich auf 232 X 20 h. Bon den Reisenden wurden 7 und zwar in 7 Arbeil«stundm beschäftigt. Aibeiten wurden in 5 Fällen vermittelt. Leb ans Aeindesrnnnd. Die Steiermärkifche Sparkaffa hat ein Unterstützungsgesuch des Deutschen Schulvereines abgelehnt. Dafür werden die Herren vom »Slov. Narod" mit dem Titel „Ehrenmänner" bedacht, worauf sie wahrlich nicht stolz zu sein brauchen. Denn man muß wissen, daß die Slovenen diesen Nameu mit Vorliebe jenen aufdrängen, die ihnen durch Verrat gegen die deutschen Interessen einen Gefallen erwiesen haben. Das Blatt findet die uns Deutschen unbegreifliche Hallung der »Steier-märkischen Sparkaffa" in der Rücksicht begründet, die die ängstlichen Machthaber der Sparkassa den — slovenischen Einlegern gegenüber üben müssen. Natür-lich ist das eitel Mumpitz, denn die Wenden tragen ohnehin das meiste Geld in die „posojilnice", die ein ganz anderes Gefühl für völkische Belätigung besitzt als die deutschen Geldinstitute — die Pettauer slowenische UmgebungSsparkaffe z. B. gibt allein dem slow. HochschülerunterstützungSvereine in Wien jähr-lich 2500 Kronen! — und wenn schon irgend ein vorsichtiger Slowene sein Geld der .Steiermär fischen* anvertraut, so weiß er schon warum und würde es auch tun, wenn die Herren — deutschnational wären. Soviel wir indessen die Berhällnisse kennen, nimmt man in Graz eher auf die Klerikalen Rücksicht, freilich auch ohne Grund, weil der Deutsche Schul-verein weder klerikal noch antiklerikal ist und das Odium der Freiheitlichkeit in jüngster Zeit vom Schulverein auf die „Freie Schule" übergegangen ist. O, über die deutsche Michelhaftigkeiti Kisenbahnnnsass. A« 30. v. M. «iltag« entgleisten in der Station Knittelfeld die Maschine und fünf Wagen eine« einfahrenden Güterzuge«, wodurch die Au«« und Einfahrt behindert wurde. Der Personenverkehr wurde durch Umsteigen auf» rechterhalten. Aellanrations Merpachtung. In der Lande«« Kuranstalt Neuhau« bei Cilli gelangt vom 1. Mai an die Anstalt«restauration auf drei Jahre zur Verpachtn»». Auuflreise. Mitte Mai wird die: „Inter-nationale Tournee Marie Rehoff" au« Berlin im hiesigen Sladttheaier zwei Borstellungen geben. Militärisches. Am 4. d. M. hat bei dem hiesigen Jnfanieriebataillon die erste Waffen« übung«periode begonnen. j>ic Kaisermauöver. Die endgültige Be« stimmung ,ür die Kaisermanöoer ist noch nicht erlassen worden, doch wird, wie der Wiener Korrespondent de« „Grazer Volk«blatt" erfährt, al« feststehend angesehen, daß der Kaiser an den im Raume von Laibach, Graz, Villach und Klagensurt stattfindenden Manövern teilnehmen wird. An diesen Manövern werden sich beteiligen da« 3. Korp« (Graz) und da« 14. Korp« (Jnn«» brück); diese« unter dem Kommando de« Korp«« kommandanten Feldzeugmeister« Erzherzog« Eugen. Die Manöver werden drei Tag» in Anspruch nehmen. Am letzten Tage wird die Einwaggonie« rung der Truppen stattfinden. Den Schlußmanö« vern in Anwesenheit de« Kaiser« werden freiwillige Uebungen und Uebungen der Brigade folgen. An den Schlußmännern werden auch die Erzherzoge Franz Ferdinand und Leopold Salvator teilnehmen. Der 1. April. Mundus *ult decipi, die Welt will zu« Narren gehalten fein l hieß e« i« alten Rom. Warum nur die Leute ein so große« Vergnügen daran finden, sich gegenseitig in den April zu schicken?! Ist e« die Sehnsucht, die eia« lönige Fasteuzeit, in die ja der 1. April «eist noch fällt, mit eine« Restchen Fastnacht«humor zu kürzen? Oder ist da« Aprilschicken nur ein Au«oruck de« Wunsche«, den oder jenen in da« schön« Pfefferland reifen lassen zu können? Alle Apotheker. Krämer, Bäcker müßten an diesem Tage Wünschelruthen besitzen, u« die von ihnen verlangten absonderlichen Waren abgeben zu können. Am häufigsten wird eine Portion „Jbidumm" begehrt, «eist von den kleinen Tolpatschen, die noch wenig oder nicht« von der Hinterlist deß Leben« verstehen. Hellere Köpfe lassen sich nur u« Muckenfeil, Froschhaare, gesponnenen Sand, Tannenblätter, Eierwecklsamen und gedörrte« Ei« fortschicken. Die Ladeninhaber wissen solch« Kunden natürlich auch zu bedienen, bedauern, daß da« Gewünschte eben abgegangen sei und geben den jugendlichen Ahnung«losen um den von ihnen vorgezeigten Geldbetrag meist Süßigkeiten, wa« stch die Sendlinz« gar wohl g«fall«n lassen. Daß im allgemeinen mehr schlechte al« gut« Witz« ver-brachen werden, dürst« bekannt sein. Wenn stch der 1. April durch rechi viel verunglückte Witze au«zeichnet, so «zg die« wohl dah«r kommen, daß er al« Unglück«lag ersten Range« gill. Tierseuchen. Räude: Bezirk Gonobitz: in Rötschach ; Bezirk Leibnitz: in Hoch und Schloßberg; in der Sladl Marburg (bei Pferden). — Schweinepest : Bezirk Gonobitz: in VerHolle; Bezirk Pettau: in Feankofzen. Frieda» und Hardegg: Bezirk Raun: in Kapellen und Riegel«dorf. — Blä«chenau«schlag: Bezirk Pellau: in Kormjchitz, Schardmg und Wra« toneschitz (bei Einhusern); Bezirk Marburg: in Krottendors und ZiegelUalt; Bezirk Peltau: in Janfchendorf (bei Rindern). — Wulkrankheit: Be-zirk Marburg: in Maria-Rast. — Rotzkrankheit: Bezirk Gurkfeld: in Tfchadefch und Landstraß. ZSlnd. Keistritz. (Leichenbegängnis. — Todesfall. — Unglücksfall. — Tod durch Erhängen.) Ostermontag Nachmittag wurde die Apothekersgattin Frau Johanna Petzolc unter überaus zahlreicher Beteiligung zu Grabe ge-tragen. Den Leichenzug eröffneten die freiwilligen Feuerwehren von Wind.-Feistritz und Ober-Feistrch. Unter dm Leidtragenden bemerkten wir außer den nahen Verwandten den Bürgermeister nnd Landtags-abgeordneten Albert Stiger mit mehreren Gemeinde-raten, den Turnverein, die Beamten deS Bezirks-geeichtes, des Steneramtes sowie eine stattliche An« zahl von Frauen und Mädchen. Frau Petzolt, die erst im 34. Lebensjahre stand, erfreute sich ob ihrer HerzenSgüte und Menschenfreundlichkeit überall der größten Beliebtheit. Ein tückisches Merenleiden hat ihrem Leben ein allzufrüheS Ende bereitet. Die kühle Erde fei ihr leicht. — Dienstag Früh starb hfcr der Symnasialfchüler Josef Dobrautz im 18. Leben«» jähre. Der Verblichene, der am Cillier StaatSgym-nasinm die sechste Gymnasialkaffe besuchte, war stets ei» Muster seiner Mitschüler und berechtigte zn den schönsten Hoffnungen. Durch 4 Monate lag der Arme an der Auszehrung krank darnieder. Möge er in Frieden ruhen! — Montag Nachmittag fuhren 3 Radfahrer so rasend durch die Schulgafle, daß die eben des Weges kommende Hausbesitzerin Frau Lendaro von einem dieser Radfahrer niedergestoßen wurde und bewußtlos liegen blieb. Nebst bedeutenden Hautabschürfungen erlitt die Bedauernswerte am Hinterhaupte eine ziemlich große Wunde. Unbeachtet ließen die drei Radfahrer die Frau am Boden liegen und fuhren im rasenden Tempo davon. — Der Maschinenagent Michael Belschag hat sich in einer Heutenne in Laporje, Bezirk Wind.-Feistritz, erhängt. Er war wegen Unterschlagung von ihm anvertrauten Geldern steckbrieflich verfolgt. Lichteuwald. (Vom Chor der Kirche gestürzt.) Der Sänger Partl, der sich zuviel über die Brüstung geneigt hatte, stürzte vo« Chor der Kirche herab und zog sich nibst vielen an-deren Beschädigungen «in«n Beinbruch zu. Anfall. Die hiesige Wählerliste w«i«t 2500 Wähler aus. E« handelt sich meist um Sozialdemokralen, die jedoch bei de« entscheidenden Ringen zwischen dem ilovenisch-k l e r i k a l e n und de« slovenisch-f reihe, llichen Wahl-werber, der in diese« Falle leider Ro« heißt, den AuSschlag geben dürsten. V'fUHltJ'Cl 27 deutsche lUsidit «tue Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei und leiden nicht an Verdauungsstörung Herporragend bewährt I bei Brechdurchfall, Darm« Katarrh. DiarrhBe etc. Von Tausenden von Aerzten det la und Autlandet empföhle« inder; mehl Beste Nahrung für gesunde und magenkranke Kinder. Käuflich in Apotheken und Drogerien. Fabrik diät. NfihrmlHel R. KUFEKE, Wien. I. und Bergedorf Haaburg. |^ifei(es Hi« wichtiger Laktor bei ver BerHüiung von Jnfektionekrankheiien ist die rationelle Pflege de« Munde« und der Zähne. Wir wissen heul», daß alle Infektionskrankheiten durch kleinste Lebewesen, den Batterien, hervorgerufen werden, und wo wäre ein pünftiinerer Boden sür deren Entstehung und Bermedrung al« in der Mund-höhle, wo jaule Wurzeln und Zähne den Balte-rien einen geeigneten Nährboden dielen. Durch eine regelmäßige, rationelle Reinigung de« Munde« und einer mechanischen Reinigung der Zähne «it eine« bewährten Zabnputzmillel wie »Sarg« Kalovonl", festigt «an da« Zahnfleisch, erhall die Ziüzne rein, weiß und ge>und und ver-hütet Krankheiten, di« nach neueren Forschungen aus die Wirkung von Bakterien zurückzuführen sind, wie zu« Beispiel Hal«entzüneungen, Magen« erkrankungen zc. fVt Öti LMKr Stadt»erschö»e V^VfUl »ei Spieln». Nette» und Legate»! Herichtssaal. Kerr Kr. Star aus KKcher». Wie wir seinerzeit berichlkten ist der bekannte Dr. Ttor in Tüchern wegen einer Ohrfeige, die er de« Grundbesitzer Schocher ohne alle Ursache und in heim-tückischer Weife verseht», zu einer Geldstrafe von 50 K verurteilt worden. Bei der Bemessung der Strafe war als mildernd die Aufregung infolge übermäßigen Alkoholgenusse« angenommen worden. Dr. Stor brachte gegen diese« Urt/il die Berufung ein, die am 3. d. M. da« hiesige KreiSgericht be-schästigte. Bei dieser Verhandlung berief sich der Vertreter Dr. Stor«, Dr. «rasooec, darauf, daß sein Klient von Schocher mit den Worten »tumastl teharski novec* — .Dummer Tücherer Narr" beschimpft worden sei und daß angenommen werden müsse, daß von Seite Schochers auch andere be-leidigende Aeußerungen fielen, die der Ohrfeige vorangingen. Diese Annahme ließ sich jedoch durch nichi« beweisen, ihr stehen im Gegenteil beeidete Zeuge»au«sagen gegenüber und so mußte denn da« erstrichterliche Uiteil vollinhaltlich bestätigt werden. Auch der Berusung gegen da« Strafau«maß konnte keine Folge gegeben werden und ein Vergleich mi, Per Strafe, die Schocher wegen der angeführten Schimpsworie »ras. erwie« sich deshalb nicht statt-hast, weil sich Schocher auf ein unbeansländeteS Borleben berufen konnte, wa« bei Dr. Stor — er hat bereiii zwei Borstrafen — nicht zutrifft. fRITZ RASCH, BicIMung, CILLI. Schrifttum. S«,ialde«»kratie und Aauerukand. Gegen die soztaloemnkralischen Bewerbungen um Riich«-ral«manr>ale auch in den Landgemeinden bietet «ine foedeu >« Beilage de« .Alldeutschen Tagblatt««-in Wi«n (6. Siu«pergass« 17) erschienene Flugschrift »Sozialdemokratie und Bauernstand" eine kurze Darftell ng der bauernfeindlichen Ziele ber Sozialde«okraiie aus Grund bet Progra««e« der Sozialdemokratie und «ehrerer Au«fprüche der fozialdemokra'ischen Führer Dr. Adler. Dr. Ellen-bogen, o. Bollmar. KauiSky und R sel. Bon der Schrist kosten 10 Si. 60 h. 100 St. 4 K. Ein deutsche« Liederbuch liegt un« zur Be-sprechung vor, da« soeben in der 25. Auflage zur Lu«gad. (Mannte, r« ist oft« daS Liedervuch fit »Nltsche Stadeute« »n» y»r»er von Fritz Hirih. ^Lerlaa o«r L. B. Endert'jchen Kunstan-stall in N utilschein.) Da« vorlirg«nd« Li«d«rbuch «nlstanv an« dem Bedürfnisse, in geselligen «reifen ein kleine« Taschenbüchlein mit all-n gangbaren Liedern zu besitzen. Die erste Au«gabe erfolgte 1835 nach dem Wunsche de« damaligen Verleger« für Studenten und Turner getrennt; weiter« Auflagen «rschienen seither; in rund 130.000 Stücken hat da« Büchlein in seinem altbekannten, ichmucken fchwarz-roi-goldnem Einbande eine weite Ber-breitung in allen Gauen Deutschöfterreich» ge-funden und wohl auch mit einen Teil dazu bei-getrauen, unserer Jungmannschaft deutschen Geist einzuflößen. Die 25ste Au«gabe des Liedrrbuche« erschien soeben al« JubelauSgabe. Studenten- und Turuerlieder sind in ihr zu« ersten«ale zusammen-gezogen, wie e« vom Herausgeber ursprünglich geplant war, wodurch die Anzahl der Lieder auf 201 erhöht wurde gegen 116 der ersten Auflage. Danl de« Kunstsinne« der Berlag«buchhandlung erscheint die JubelauSgabe, in neuem, prächtige« Gewände, in vollständig neuer Schrist und be-reichert durch einig« neu« Bild«? und Buchschmuck von F. Burian ohn« «in« Erhöhung d«S früheren überau» billigen Preise«, der eine Hauptursache der raschen und ausgedehnten Verbreitung wurde. Möge dem Büchl«i» auch im neuen Gewand« die Gunst de« Bolleö tr«u bl«ib«n. Di«s«S Hirth Liederbuch ist in allen Buchhandlungen zu« Preise von 75 Heller in Künstlerbans zu haben. Gegen Einsendung de« Betrage« zuzüglich 10 Heller Port« überallhin sranko unter Kreuzband. Au« Orten, wo man e» nicht bekommen kann, wende «an sich direkt an die Verlagsbuchhandlung der L. B. Ender«schen Kunstanstalt Hofch und Schleif, Neutitschein. S- föi'hiMlkrt des „Teotschtll Schal, ir ^ölMnilul Vereines" imd unseres Schutzvereiues „Südmark" Spielen bei »»d Wetten, bei Festlichkeitea v. Testamente», sowie bei ullverhossteu Getviollfteu? Braut-Seide 5E« Si biC «. 1».».' t, « :. äffen I t«. ffraafo int Mkon rfrwllt irI naiii tlirfert. Reich- um- Klnb Krldrn Fabrlki. Hrnatebergs. Zsirlrh. A» e»ch die Krlös»»g, rusen wir mit Tolstoj, denn warum sollte man nicht ganze Generalionen vor Alkohol-Ber.uslung schützen, wenn die« in Eurer Macht liegt — durch Anwen-dung eine« vorzüglichen gesunddeitSföcvernZen Getränke«. Solches bereitet «an «it Anwendung der bereit« weltberühmt gewordenen MarSner« Braufe-Limonade-Bonbon«. welche heute al« da« gesuchteste, Alkohol bekämpfende Mittel, bezeichn« werden können, weil die mittelst derselben hergestellten Limonaden, vorzüglich sch«ecken und billiger wie jede« alkoholhaltige«. waS immer Nimen tragendes Getränk, sind und daher überall Anwendung finden sollten. Alleiniger Erzeuger der MarZner'« Brause-Limonade-Bonbon« ist die Firma: Erste böhmische Aktien-Gesellschaft oneatalischer Zucker- und Chocoladen-F^briken in Klg. Weinbergen, vor«al« A. Maröner. ranz «Josef] BITTERQUELLE. j von ärztlichen Pirtoritaten seit I «Jahrzehnten als da» oehaltreicHI sicherst» oat' -'ich« flbfuhrmit+N 1 m' _ emp-on eruM „ ^)irection in Budapest. Niederlagen in Cilli bei Gatter Stierer, Jot. Matiö, Apotheke „asar Mariahilf" (Otto SchwanI & Co.) Persoualkredit für Beamte, Ossiziere, .......... * >««r. ! Lebrer tc. die selbständigen Spar- und!. jchaßkonsorlien des Beamten-Bereines er-teilen tu den mäßigsten Bedingungen auch gegen lanasrislige Mckzablungen Personal-dorleden. Agenten sind ausgeschlossen Die Adresse der Konsortien »erben kostenlos mitgeteilt von der Zentralleiiung de« Beamten-BereineS, Wien, t. Wipplingerstrahe SS. 12432 Ausweis über die im städi. Schlachthause in der Wiche vom 25. bi« 31. März 1907 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung rir« eingeführten Fleische«. Name des Fleischer« de,» «AgekAtzNes jyleiich 7» qanzea etidti eingeführte« Fletsch in Kilogra«« 6 s e u I c c c -2 ä i c B § jÜ 1 r 1 e E 1 S E «5 «ö 6= S J9- S St e .5 M 1 i •5 1 "k Z § c U>.lc>u > > i»oi« vo rzei tige« Ergrauen nnd Ausfallen der Haare, förderi den vaacivnH; und in ein au verordentlich trast,. qendes EinreibangSmitiel geqen Rheumaleiben tc Borräng in maichen » it 2. und 4.— in den Apotheken, Drogerien. Varjilm-nc. und F riieurgeschaflen. Plisses und — ileiipliisefi bis 120 cm Breite werden gelegt bei C. Büdefeldt, Marburg, Herreng. 6. Auswärtige Aufträge schnellsten». 11958 i Pflanzenfett > «fcgetati •Reinste Qualität überall erhältlich WERTVOLLE PRAMIENBONS AN ALLEN PAKETEN Patente Marken- und Musters»»« allkr Länder erwirkt. 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WeiKaWt. qpcpc'« jwimusu t—-—-- ClUnta. »jri». et tat» DtosUxncr. «t» »e Oeiwirt, «»m. Lt-xvl-lm. «»tut«. Iittift, Waisch-i-. fBsWmiton, Klirrt»?«. SUtU, K. Danksagung. Allen werten Freunden und Bekannten die mir anlässlich des schmerzlichen Verlustes meiner innigst-geliebten Gattin, der Frau Anna Presker Rralitätenbesitaerin ihr Beileid in so liebevoller Weise entgegenbrachten, jenen welche die teure Verstorbene durch die schönen Kranzspenden geehrt und an ihrem Leichenbegängnisse teilgenommen haben, sage ich tiefstempfundenen Dank. Rötschach bei Gonobitz. im März 1907. Josef Presker. Verleger «ab deransgeder vereinsduchdruderei .keleja" m ttiui. ! Der grösste Erfolg jder; Neuzeit! ist das berühmte nn Hängen Eingetragene Schutzmarke. Gibt blendend wiiiw und völlig genictiltae Wfoehe und schont das Leinen ausserordentlich. 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