.M 2K2. 8amstmz mn 7. Dezember IM Die „Laibachrr Zeitung" ,rsch,i,,t. mit Nilsnadme d,r Sonn» und Fti,ltag,, täjilich. «„!> s«,i1lt sli»lmt d,i> V'ilag»» !>» (loml'toir gau zj äl> ri g il st.. I» a ! l' j ä l, ri q .'» ff. 50 lr., »lit . iin (loon" loir gaxzj. 12 fi.. halbj. 6 st. ^»r die 3>lil>llil»g in'S HanS stnb ball'j. 5l> lr. »ichr ^i ,!ltricht,n. Mil der Post portofrei ^anzj.. u»t,r Krllizl'.illl» uui^ gtinmtter ttoreff, ^5 ft., halbj. 7 Ü. 5« lr I» slrti onsgfl' Ü h r for eiutVarmonb-Gpalt»«-ltile o»er I','« Mauin dsrseld,», ift für lmalig, Oin^ schaltüüg <» ls., snr 2»ia>ige ^ fr.. fiir ^noiliq, Itt lr. u. s. >v. Zn diess,, lH,bühre» üt «och d,r slcillpll per «ltt lr. ft'lr «in« jlvfOma? gs lz ^ yinju zu rlch»e>i, Inserate bis tv Zcllen loftl« 1 ft. »U lr. sur 2 «^il. l st. 40 lr. sur 2 Mal uno «tt lr. Iln l H>l^! (ulll Iilve^liff l»,< I«,',lt>l>nöchstcn Entschließung von, 29. November d. I. die Wahl deö Uniuersiiat-Proslssors Med. Dr. Iosepl' Mayer, zum Prasidenllu der ^ial.nisr Gelehrlen» Gtscllschaft für das Jahr 1862 allcrgnadigst i" ge-nehmi^e» geruht. Das Iustizmillisterium hat den disponiblen Ko^ mitatgtrichteralh Johann Stuchey ans Valass., Gyarnialh über sein Ansuchen zum Krcisgerichtsrall) in CiUi ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Nede Vrolich s. Gehalten in der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 2. Dezember. (Schluß.) Jedes Gesetz muß vor Allem tmen bestimm! e» Zweck haben, und wenn tS dieseu Zwcck hat, so glaube ich, soll es alsdann auch die tauglichsten Mil-lcl zur Erreichung des Zweckes wählen. Dcun ich huldige aewiö nicht dcn, Grunds.ipc: «Der Zweck heiligt Das Miliel", und ich glaube, «inch bag lwht Haus wiro oissr», Glunrnipe nichl yulpiasn. Ws»n man nun alls der Elf«'lining entnehmen muß. 0e tauglichen Millel nicht gewählt hat, um den Zwect zu erleiche». Ich sehe wohl ein. dab t»le Trennung der Justiz von der Verwaltung sehr wülischrubweilh sei. alllin, mi-nn sie geschehen soll. so muß s«e auch so durchgefühlt werden, daß der Zweck erreicht wird. nämlich t'ie schnelle u»d gute '^esorgun^ dcr Iulliz und daß rurch die Erleichung dieses Zweckes utchl aildeie größere Ulbcl heluorgsrnsen werden. Man scheut liier, wie ich aus dem Vcr.chle entnehme, insbesondere lie Kostenflage. Za. mti»e Herren, ohne Kollen geht gar »ichlS. W>U man etwas GutcS hlloorbringen, so mnß man die Kosttn uichl scheuen, man solle die Gclichle fölmlich orga. llislleu. Allein ich glaube, d.iß dem Aolrage des Ausschusses nichl so slhr die Koslenfrage vor Allgen ge. standen sei. als die Sorge, daß er bet Eingehung der bezirlögerichtlichtu Olgaiiistlung eine kleine In-konseqllluz dadurch begehe, daß wir eine ministeriellt Vorlage, nämlich die Iuiliz-Organisation abgelchnl ballen, worin linliedmgt ou^gsspiochen wurde: Die Illstiz werde von der Verwallung gellt»»!. Nun halten wir die Justiz-Orgallisalions» Vor«-läge angenommen, so wäie natürlich auch dadurch dem gsgeuwälligen Gislt)c vorgebeugt und die Trennung dcr I.istiz von der Veiwaltuug anSgespiocheu und der jlßt angtstreble Zweck vollends erreicht. Nachdem aber mm. wie gesagt, ohne KosilnsraKt der Zweck nichl erreicht welken lann. so gebe man also auch in t>icse tin. Man irenur die Justiz vo» der Vcrivallmili. bcNilllme al>cr dagsg^n. auf welch, Art diese« ^,>ch,pe,l sou. „ämllch ourch die volle ScldNsl^lioig.'lil t»eS NichttlS uili> deffeu U»al»^äl>-giglcil vou dcu rolilis^s» Vcamleu und Äehörol,,. Damit er aber vollständig unabhängig ist. geb, man ihm auch ein eigenes PersomUe. Nur dadurch lst die eigcnlliche Tlenmmg rer )llsl,z ^^n drr Vciwaltnng möglich, »ur dadurch wird l>er Ziurck erreich!, sonst ist das Llrlben ui>r Ohilnäre. Ich wlll jeooch iu l>!lscr Veziehung einen beson^ci» Anliag »ichl »ttllen, glaube aber. daß sich der Ausschuß uilllllcht sclc>,. blwoqci» finden könnte, rie Lösung diejer ^rage, wie die Instiz von der Verwaltung gclreuul wlite. nochmals in (ilwägnng zu zi'he«!. Ich erwähne noch des drill,u Paragriiphes bezüglich der Disziplinar'Angellgenhlile». Da hlißl es «nil hier: ^Insoesoudere l>ei AuesüUuug der Qüalifi-kalionötavrUc haben slch blide Porsl^ber ins (^««iver» llehmcu zu scycu; die vlzüglichen (irlässe sioo von beiden zu fertigen." Ja. mcine Hcrrrn. bei solchen Neil'ungen, die nnau?weich!ich siuc», wird oft eül Pramlei von einem Vollleh,l iu Schuß glnommlu. wählend oer A>ll>ere lh,i vtlfolgt oder 5lfsen '^esliligling wüüscht. Wenn eS sich »un um dle AuefüUung v,r lluallftlauonS-labclle bandell, so wild ibn üer (iine lobeiid h'lvor» helien. wnhreno ihn der Andcre helunllr waschen wird (Htilelleü); das wird eme schöoe Wlrlhschail werden! Wen» nun solche Reibungen einlrele,» wel-deu. welb ich nichl, wie ein Ei»versläud»lb zwischen beiren AmiSoorslehern möglich ill. Ich will al>ei l:e Sache auf das Pra'lische führeu. I,d,l vou ben Herren, der el»e ^ubril b«sihl oder sonst eiu bedlu-lendes Elal)llsslll,e»l hat. soll nur den VlljUlli machen, soll den F^bl>köarl)lil,rn zwei Her.en a»fsl,Ue>» uud jedem davon dle Vollmacht g,bcn. über daö Personale zu verjugcu, so blelbt ihm in 14 Tagen l,l» Mernsch mehr da. U»0 we»n man dann frägt warum? so wird es heiße» : ,(is >sl hler u>ch: z>, t»,e»tu , es sind zwei Herren da. lyul man b»m ^uieu r,cht, so ist es dem Andern nichl rechl." Das M die praktische Anschauung. Das soll uun Ied?r probiren. jy wll» er tS ftndcn. Das Gntc ware fltll ch, wenn man die jeßl blstelienoen ^aiiDlS-zfounlXsjione». l'hue raß man Pilses Gl-ssl) slnführt, t»,s,lligen könnte; et«»»» die i.'^nl'sS'Kl'liKUlss o,i ill wohl diejenige, wo t>,r Juslizbeamle seilen cie gleiche Würdigung, wle der pol l^chc fiudel. Die Siimmlnmthihtil lsl bei deu ^andcS-Kommifsionen offsiibar dle der politischen Ve» aiutcu. da der politische ^audeschef auch uoch Vor-slßcnder ist, daß hier also die Meiuuiig o,r polilijcheu Veamie» und deS 5!anl>lSchefs offenbar «mmel eeu Vorzng Hal, das ist gar leint Frage. Ich will nur noch hier zum Schlüsse bemerk,», daß 5tl Ausschuß zur (irlassung ooer üe'ließllug die« slS Gefeßrs wl'YI auch uoch eeu Oluno yubcu löuul« Feuilleton. Laibacher Plaudereien. ll5i>, ,^>ner Winter — Die Alp?,, — Neisr. Erimirnmg — N N ^ Theun.« l'ichl - U.,l;l«cl.fall - Mch c.u Mal die Quartett-Produltiou ^ Auö de..- ThcaUr.) Der Winter 'ä^t sich !>'« icyt sehr bescheiden und zabm an; er veinigl uns n'chl durch allzn groß^altc ,.nd überschüt.et uns nicht mit Masse.' von ^ch.ec. Dic l,me» Tage waren sogar henllch zn nennen; der Himmel glänzlc wie ein Stück ^>l.»" lu/ill,, dic Sonne llrenie ihre goldenen Slrahlen auf die gefro-reue Erde und spie^lte sich in den Oiskrystallen, l?ie vor il)l,m Anblick sich in Thränen auflöste!,; es fchlle nur cin Übliches ^üftewehen, und man balle den Dezember für März ballen können. Am plachiuolistsn „ehmcn sich iu diesen wiutersonnlichrn Tage» die Alpen auS. die auch noch nicht g.niz in Schnee ge. hüllt sind nnd nur auf ilnen Schultern dcn weißen .5ermel,»kraa,en tragen. Ibr Anblick gewälm einen schönen Gcnuß, der noch gesteigert wird. wcnn er sich Mit der Erlnnelung an einen Vcsuch dcr Verglolosse verwebt Dort — liuks von der Kolschna. lief. lief i.u Hintergunde. ragen zwei Schneehäupter dervor » Vi,n<^ krinlov« und Seeberg — zu den Fußeu bisscr Verge licgt dcr reizende TValtcsse! genannt das See» länber Veckcn, und der allerliebste Vallorl Vellach. Es war auch ein sonniger Tag, aber warm. sehr warm. alS wir dem Ocblrgsbade linen Vlsnch machten. Wir lamcn hoch vom Gebirge her und freui,» uns. als wir iu dem emsam gelegenen Vadeorle eine ^aibacher Fam'lit trafen, die uns scbr frlundlich i» ihren Krei) zog. Wir diimlen znsammrn und be-sahe» dauu die Badeanstalt. dic veischiedenln Viu," nen mil dem liienh..lligln Säulllin.,. gingen anf die Kanzel, vou wo man einen Mck in die V.llacher zioischna genießt, sezierten in dem schalliglühlen P>.rl längs dem rausch^'Nl'ln Bache Vcliach. der e'g,l,ll>ch li^Iu heißt, und geiwssln die rc»^rnde Umgebung »es lief in einer Thalschlnchl licgenc'rn Padlorles i» der liebeuswürdissstln Osslllsch.ift. Vlllach ist kein ^lllnS-bad, km, Oil. len die l>«ul v«I<) sung ihrru Thron aufgeschlagc,, h..l. Vlllach ist ei» einfachl-s. il. sciücm jtt'mfott sc>gal noch etwas pri» milivts Vad. wo Niculal'.d ftinc Tollelte mehr znr Schau lrägl. als die h.riliche Natur; wo Niemand größere Verschwenrung tlcibt. als d,e Nalnr mit ihrln Nozen; wo kcin anderer Spiilüsch lliszin. als drr grüne ler Wuse; wo nichis rassinirtcr ist. als die vom Gebirge hcrmebcn^ ^'ufl; irD nichlö so oersuhrc-risch ist. alS dcr stille, kleine, lül'le Park; wo uichls lururiös ist, als die Verge in der Abendsonne — sic triefen von Golo. Wir gingen in die Kolschna. elwa cine Slunde wcit. Vor einem Vausrnhallse auf einer fast bis zum Hußc de: Verge sich ansdehnenbeu grünen Wlese saßen wir ai, eiucm schlichleu Tische; auf dlmsllbe« war Milch. Vuller. Schwarz- uno Wllß« l>rol. llne schölle Hrau machle die Honnllirs, sie y^ll« die «Jause" arrangirl. Tlissllch schmtckie uu« v^s M>>hl ün Anblick rer groöalllgen Alpenualur u»d ge^ würzt von der hcillsslen Uulelhalimig. Die Htoischua lsl .''lr schönste Punll in Vcllach's Umgtbuilg; der liwlllischsste aber ist obcrhü.b drs Baoeones selbst, t'eim '«Vauer Pollsso. (Dle ^aoegaill l^lrumpire« cri, Diminullv ^Polcssl" gewöhullch >u «Zuoljtl-.) Von hier a»»S überblickt man bliS ganze '^,U^,ch senr, die nach Kappe! führt. Au oer Siraßr. dle »ach Kappsl »üblt. haben die Vaucil, eliis» lilsig,« ^,,. (ilillsloph rlchls au den Felsen m^leu lasslu. o«l .„it seiner rothen W»ste und g»ll)en Rock weliyln sichlOar >sl. und sa eine wunoeiliche ^Verschöuclung" dcl R.'lur bildel. Die Sc'mic war eoen ii» Scheidin blgliffeu. >bre goldenen Sllahllli umftulhetru dle Gratr u»d Spiken l)er Alplu. immer löiher glühleu ble graue» ttrgsl uno Zackcu. dunkler ward e» ,n, Thal. e,» violeitcr Du,! lugcrle sich auf der Ge^uo — 'gm,5 wie jlht. drüben au dtu Slciuer Alpe», uur d^»» es smucils — ulcl wärmer war uud w>r ln llldluöwul. digcr (Hlscllschafl dic Wunder der Alplnnalnr geuvssl,'. - während jeht dcr geuiUtlonisl eolsaw durch die ^allllmannS-Ällee wauoell uno in s,il»s» Eü'Xlerllu-gen kramt, Uüter deneu Vad V,K in gegenwärliger Zm »och oaS Villi^st,. Zu all' dl« oerschiereuen lheul-r,» O^jlllln. deren dcr Meusch zu seiner Ellstenz uno zum Pfl/aglichmacheii bee Bebens KHH« bap er gleichsam an die Beschlüsse deS Hanfes gc-bunden ist. Nach meiner Ansicht i,'l rer Allsschuß nur gebulideil, gesetzliche Bcstimmungen zu proponi-ren, festzusctzc». und darüber Bericht zu erstatten. Er ist ullr gebunden, eil, Gesetz in Antrag zu brin-gen, die dicßfälligen Moralitäten anzugeben und für dell Fall, als er glaubt. eS sei nicht oppoltnn. es sficll andere Anstände. so kann er den Antrag sogar ablehnen, kann sagen: Der Ausschuß Hal gefuudeu. in diesen Antrag nicht einzugeben. Also darum glaube ich nicht, daß der Ausschuß erklären konnte. eS seien ihm keine anderen Mute! zu Geliole gestanden, als anch ein scklechtcS Gesetz zu beantiagen. Eine form« liche Organisirung wollte man vermeiden, ein Gesetz sollle dennoch erlassen werden, wo man nicht AUes haben fann. gibt man etwas; allein ein halbes Ge, sey ist niciner Meinung nach immer ein ungenügendes, ein schlechtes Gesch. Indem ich nun, wie ich eS schon hier ausgesprochen habe, das Wort nnr gegen das Gesetz bezüglich der Trennung oer Justiz um, der Administration bei den gemischten Bezirksämtern ergriffen habe. übergehe ich das andere Ges.-y bezüglich der Strafgewall der politischen Behörden mit Stillschweigen. Ich mnß jedoch, da ich daS Gesetz als durchaus prakiisch unausführbar erkläre, und vielmehr, wenn dieses Gesest in Wirksamkeit kommen sollte, besorgen muß. daß es nicht bloß seinen Zweck nicht erreicht, soiidern auch noch größere Nebelwände hervorruft, den Aiürag auf molioirte Tagesordnung stcUcn, und zwar in diesem Sinne: «DaS bohe Haus wolle beschließen: In Erwägung, daß sich der sogleich,» Trennung der Justiz von der Administration, wenn dieselbe nicht zugleich m,t cincr förmlichen Organisation der Gerichte verbunden wird, in der Ausführung so große Hindernisse enlgegenstlllen. daß der beabsichtigte Zweck gar »icht erreicht würde; in Errvägnng, daß eine baldige Justiz.Organisation vom hohen Ministerium ohnehin in Aussicht gestellt und dnrel) das Inölebenirelen der in Kürze zn gewärtigenden Gemlindeordnung ohnehin die politische Verwaltung wenigsten« zum größten Theile an die Gemeinden übergehen wird. und sohin die Trennung der Administration von der Justiz von selbst erfolgen muß. wird in vollster Anerkennung des Grundsatzes der unbedingten Trennung der Justiz von dcr Administration über den Gesetzentwurf, betreffend dle Trennung der Justiz von der Administration" zur Tagesordnnng übergegangen. Korrespondenz. Klagenfurt, 1. Dezember. )l( Nachdem jetzt mit Feststellung deö Prälimi-narcs res Landes- uno GrunrenilastungfondeS für das Jahr 18ti2 Seitens reS LandeSauSschusseS der wichtigste Theil der Aufgabe desselben erledigt ist, gestatten Sie mir wohl, daß ich die Hauplnn'Mlnte seiner Thätigkeit, welche auch für die Leser in unserem licbcn Nachbavlande nicht ohne Interesse sein dürften, kurz resumirc. bedarf, und die bekanntlich Legion sinv, ist nun auch noch das GaS gekommen. Die Konsumenten sind nicht wenig betroffen, die verschiedenen Kubilfuße oes verbrauchten Leuchtstoffes in Silber zahlen zn müssen, wodurch die Beleuchluug um daS Doppelte theuerer wird, als die frühere. Es heißt, dlt GaSdlreklion werre das Gas billiger geben, wenn der Verbrauch ein allgemeinerer und größerer weide. Wenn aber. wie einige Konsumenten zu thun beabsichligen, hie uno da auf das neue Licht verzichtet uno zum Oel zurückgekehrt wild, so wild ein Bllligerwerden sobald nicht einnelen. Ueber daS musikalische Ereigniß der Woche, über die Quartett-Produliion. haben wir schon beuchtet. Erwähnen woUen wir nur noch. daß es vorzüglich deu Vemühungtn deS Herrn Nedwed zn danken ist, daß uuö diese musikalischen Genüsse geboten wurden. Auch ans dem Theater haben wir ein Eceiguiß. wenn man es so nennen wlU, zu melden, die Ans» snhllnia. des FeeumährchenS «DaS Donauwelbchen." Diese alte Operelle, bet unsern Vätern und Großväter» sehr beliebt, obgleich unserm Geschmacke gar nicht mehr zusagend, enthält dennoch viel musikalisch Schönes, uno der geblldele Musiker wird immer mit Iulcresse die. einem nun überwuudencn Standpunkt angeyörigen Gesangs» und AccompagoaliouSsteUen ver« folgen. Der Konipouist, Kauer. Mitte deS vorigen Jahrhunderts Kapellmeister in Wien. war einst wegen diescr Operette sehr beliebt; von seinen 200 Opern hat sich aber keine auf dem Repcrloir erhallen, und anch daö ,Donauwelbchen" ist anliquirt. Und darum nenncn w jeS und die absolute Slimmenmthrhcit ersordcr« lich. Auch hat der Allsschuß die Ersatzmänner mit bcralhtüder Stimme dieseil Sitznngen beizuziehen, Gegenstände von besonderer Wichtigkeit hat der Lan-dköauSschnß vorläufig mit Beiziebnng von Landlagö-Mitgliedern und Fachmännein in einem berathenden Comil^ zu verbandeln." Ebenso wie diescr Paragraph alS eine Abänderung dcr Paragraphe 111 und 42 der Landesordnung zurüctgewieien wuroc, a/schal) cö auch mit dem wichtigsten der Beschlüsse des Landtages: «daß zn den Verathungen deS Präliminaves außer den vier Ausschüssen nno deren Ersatzmanne»n noch vier vom Landtage gewählte Mitglieder einzulieziehen, außerdem aber vom Beginne dieser Sitzungen sämml-l'che 'llbgcotdlute rechtzeilig zu verständigen u»o zur Theilnahme an denselben einzuladen seien." An die Znrückiueisung dieses Beschlusse« knüpfte daS SlaalS-Ministerilim gleichzeitig die Auifordcrnng an den AuS-schuß. die Berathung des PräliminarS für 1862 un» gesälimt vorzunehmen. Dieser Aufforderung kam der LandeSausschuß gegen Ende deS vor. MonateS alich nogtsällmt nach. wobei er dnrch die Ersatzmänner nnd vier Landtag«" Abgeordnete verstärkt wnrrc, da die Einladungen zur Bildung dieses Comites berellS an die betreffenden Mitglieder abgegangen waren. a!S die obenzillllc a.h, Onlscheidu„g emlsaf, welche der AnSschus cem Landtage vorzulegen beschlossen halte. (Schlnß folgt.) O e st e r r e i ch. Wien, 4. Dezember. Telegraphischen Nachrichten entnimmt die «Wiener Ztg." folgende Einzel-heilen über den Aufenthalt Sr. Majestät in Venedig: «Am 2. Dezember geruhten Se. Majestät die k. k. Generalität uno die Stabsoffiziere zu empfan» gen uno sich den hohen KleruS. die Zwll'Auloliiäten uno Repräsentanten vorstellen zu lassen.- «Am 3. Dezember Vormittags beehrten Se. Ma» ;estät daS große Zivilspital und daS städtisch, Armenhaus mit eincm Besuche. Um 2 Uhr Nachmittags fand in Gegenwart Sr. Majestät eine große Militär» parade auf dem MarSfelde Statt. Anch Se. l. Hoh. der Kronprinz Erzherzog Rudolph war bei derselben an der Seite Sr. Majestät zugegen." ,AbenrS erschienen Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin in dem auf Veranstaltung d,s Mu» nizipiums festlich beleuchteten ApoUo - Thcaler nnd wurden von dem dichtglsüllten Hanse unter den Klan» gen der Vollshymne mit stülmifchen nnd wiederholten Akklamationen empfangen. Uebcrall l-rängt sich ''as Publikum auf den Wegen Sr. Majestät." ÄVien, 4. Dezember. Einem Erlaß d,S Fi» nanzministeriums vom 29. November zufolge, wild die Portofreiheit der dienstlichen Korresponren; der LandesanSschüsse auf die dienstlichen Geld- nnd W^rlh-papier - Sendungen dcr LandeöauSschüssc und ler denselben Uliterslehendeu landschaftlichen Aemter auö-gedehnt. — Graf Franz Zichy, welcher bei der letzten Generalversammlung als Präsident fuugirle. hat seine Stelle als VcrwallUl'gSralh der Kredit - Auslalt niedergelegt. — Wie die „O. D. P." meldet, hat dcr Klub der «Uilionistcn" an den Slaalöminlster line Deputation abgesendet, welche die Mittheilung brachte, daß dcr genannte Klub. der ungefähr siebzig Mitglieder zählt, beschlossen habe. falls die Vuda.tlomlag, ge» macht würde, die Kompetenzfrage als lein Hindeilüß der Berathung und Beschlußfassung zu betiachlcn sei; die Mitglieder eeö Klubs seien vielmcllr bereit, das Budget aUsogleich in geschäftsmäßiger Ordnung als eine Aufgabe deS NeichSrathes zu behandeln. Herr v. Schmerling soll ler Deputation die Elöffnung gemacht haben, daß die Vorlage im Laufe der künftigen Woche nach eifolgter Rückkunft Sr. Majestät deS Kaisers staltfinden werde. — Hinsichtlich des gewesenen Landtags - Depu« litten Albrecht o. Nemelh. der, wie es heißt, am 27. Nov. in PllSzta-Cöaz verhaftet wnrde. liegen nähere Mittheilungen vor, welche insofern von Interesse sein dürften, als t-iell der erste FaU ist. welcher der kriegS-gerichtlichen Prozedur unterliegt. Der Vorgaug ist. nach dem «V^terlaiid". folgender: „Bei der am 18. Nov. staltgeflmoeiien KomilalS»Auflösung in Erlau begab sich das Muiuzipium in culjiol« zu dem Erb-Oblrgespa» Erzbijchof u. Bartaloulcö. um Abschied zn nehmen, wobei Herr v. Nemelh alS Sprecher fungirte. Während seiner Ansprache an Se. ElMnz trat ein I. k. Gendarmerie.L'enlcnanl in den Saal, um die versammelten Beamten zum AnScinaudcrgchen aufzufordern. Herr u. Nemelh ließ sich jedoch in seiner Ansprache nicht stören n»o beendete auch dieselbe. Dem sich entfernenden Offizier lief er noch nach: „Ich heiße Albrecht v. Nemelh!" DaS soll die Veranlas« sung deS gegen ihn eingeleiteten Verfahrens sein. Der V.iter des Inlriminirlen. k. k. Rittmeister in Pei'sion, verfügte sich auf die Kmlde des Vorgefallenen zu dem Slalthalter Grafen P"lffy. um sich für seinen Sohn ;n verwenden. Se. Elz«llenz ertheilte ihm. wie es heißt, den freulldschaftlichtn Nall), sein Sohn möge sich über Anffoloellmg lieber fieiwiUia, NeUen. A>N 27. begab sich Hcrr u. Nemeth nach Hm,se. wo er die schriftliche Aufforderung erhielt, sich beim Reg,-ments-KolNmandc' der l. k. Schluarzc»dcrg»Uhlancn in GuöngyöS zn stellen, was er anch lbat. Der ihn begleitende Gendarm wurde vom Herrn Obersten sogleich einlassen. Hcrr v. Ncmclh wurde bercilS ein Mal verhört nnd befmdtt sich auf freiem Fuße. Die Unlersilchnng wird bei dem gexannlen Regiments« Kommando geführt." Prast, 2. Dezember. Allgemein verlautet das Gerücht, daß der Redakteur der «Nar. list." am 1. Dezember oUen seine» Milarbeltern ihre Entlassung zu Neujahr angekündigt hat. Ob der somlt eintretende Milarbeiterwechsel einen Einfluß auf die fernere Haltung deS VlalleS auSüben. und ob diese Allfkün-digung ei»e freiwillige Haudluug deS Redakteurs oder auf höhereu Befehl erfolgte, ist biS jetzt „och nicht bekannt. Möglich i'). Er schließt liicrauf mil dcr Erklärung. daS Mi»>stcri»m habe sowl'bl in rer äußer,» lil< in der innele» Frage '^eiveis,,' seiner po» liliicheu Unfähigkeit ylgebc» ; er spticht somit der bestehenden Negierung sein M'ßtranena.Volum aus. Vroffcrio beqiunl mit eiier AensZerung des Miß« trauen« gegen Frankreich, tadelt Nicasoli. Garibal.-i's kehren, lvls man nach Nom gelange, nicht bcher^igl zu haben; er lad,lt ferner die Ilegielnng wegen ihier iianhcit <>, der Vewaffilung uud wegen ihres U»da»> keö gegen di, Palriele» . und erklärt: Iialien könne nur dlirch offene und thätige Gewalt der ganze» Nation geschaffen werden; er tadelt e»»!ich, waS >» der Admiiüstraüo» gelcisle: worden, die nicht zu rechlfer« tigendcu Ernennlingen und Beförderungen, bespricht sobaun die Unordnung im Polizei- und Gcrichlöwese». den mangrlhaflen Uiüerrichl. und will über dir Wnn< den dcr Finanzen lieber schwsige». Er fordert auf, die geislüchs» Gitter eiuzuziehe». »ill, die schweren Stelle»» zn ctleichlcr». Hierauf unlerwilft Redner Nicasoli's Schreibe» an den ,ömischen Hof einer Kritik, und schließt mit der Aussorl'elung. statt die Diplomatie «»zurufe», einig zn den Waffen zu greife» ohne fremde Allianz zu l>reche„, sich dciselben jedoch »ichl abhängig zn unterwerfen, das allein wäre der Weg mich 3lom und Venedig. Am Schlüsse drr Sihung deponirt die Negi.ruug die eilten bezüglich SpaiueuS. '— Vom ^ Jänner a» mild in Tlirin ein lirch-licheS Vlall erschlinln. das. wochenilich anögegeben. spezieU die römische Frage im Sinn der Unttrorücknng der welilicken Gewalt dls Papstei! behandeln soll. Nedaltcur dcS VlalleS wird der vielgenannte Pater Pafsaglia sein; Müarbeiicr die nicht minder bel.inn-len Gs!!^lichen ^.'iuerani und Prefetti. und die Patres Iesaia »nd Pralo. Frankreich. Paris, 4. Dezember. Der amerikanische Konsnl theilt dcn Journalen ein Schreibe» des General Scott mit. n der Nacht viele Boote der Monte::,griner sich dem Slran-dnngöplahe »ährrn — al>er da« wohlgenährle Fsllcr der Irregulären trieb sie mit groLrm Verluste zurück. Die Türken verloren zwei Torte — nnler den Vcr-lvundeten b,fi"0tt sich d,r Kapilan deS Dampfers dem eine Kugel dcn Halö verleple. In einer Nacht sollen Monienegriner in nnscrm Vazar gesehen wor. den sein »relchc ihn an;n»dcl, wollte». Die Vewoy. ncl der Grenzdörfer Scestan und Murickl waren hier. l,m die Gr'ahr zu sch'loer». in der sie vor den (5,n. fällen der Mo"lc»egli„er schwebe». Mao ließ ihnc» Schteöbedarf mrabltichen. dam'l sie sich vereidige» fönne» (is wäre für n.'ser ganzes l!and schr wun. schenöwerll), >vcn>' diesem unheilvollen Kampfe, der sonN lange zu leiner iwjchcldnng fulircn wud e,n Ende gemacht werde. Eö 'st "" verheeren er Kr,eg, in welchen, kc.n Thcil cin enlschcidcndes Uebergewicht erringt,, lann. Nußlaud. St. Petersburg, 27. Nov. Gestern ist unter allgemeiner Tl)>il,i.'h'ne »»b m,l ganz ungewöhnlichen Ehren die aus Warschau hier angekommene deiche dcS Gencralö Gcrstenzlvcig zur Nnye bcsjalllt worde», Se Majestät dcr Kaiser, nut allen General- und Wgel.Adjnlanttn. die OroMrstcn. der Prinz Peter uon Oldenburg, der gewcstuc Klirgsminisler Sucho« sanjell. kurz AUeö. >vaö Pelcröburg uon Veoeiünng aufzuweisen hat, war versammelt. Nach der am Sarg gehaltene» i!ciche»redc deö lutherischen Predigers trat der Kaiser in die Kirche, und die Einsegmmg geschah "och i» seiner Gegenwart. Der Sarg wurde nun uon den Geutralcn glhobcn und zur Kirche hinaus« lMragen. De trupl'cn, ei» miliiälisches Honneur. wclchcS »llr auf btsoudert» lalsellicheu Vefeli! erwiese» wild. Der Kaiser nil im Zuge mit bis zur großen Marskoe und befahl dann den Truppe,,, den Sarg bis zur Oisenbahn nach Prttll'of zu beglllle». wo in der Nähe uon Slrenna der Kirchhof des Klosters Tro,hkl> St. SerginS liegt, und wo die Vcerdigung stattfand. Wie die »OeN. Z." nach Vcrichlen von Kauf-lcutel, millheill. soll lu dem vier Meilen von der österreichisch!» Grenze entfernte» Stallchen Opatow a», 20. u. M. ein Züsammeiistoß ziuischen der Ve« oöllerung lcö Slädlchenö und ecr dorligen ruisijchen Vesaßling stattgefunden haben. Um 8 Uhr AdendS ocö rolcrwähnlen Tages wurde nämlich em Kaplan unl' Prediger rieses Slädlchene auS politischcil Niick» sichttn uon den Sichnheit»?olga»en uelbailel, D>e ül'lige Oclsllichllit deö Orles, uon dlesem Vorgänge in Kenntniß gesetzt, ließ Slurmläulen und brachte so lie gauze Veuölkerung der Slall in Vewegnng. D>e Vesaßung uon A00 Mann Infanlerie llnl> N10 Mau» Koial«» ruckle in 'Kl'gleilllng mehrerer Grschüße der Mcnschenmasie enlgeg Grafen öolgach zum ungarischen Hoslanzler va> lanle» Posten des Slallhallers >» Böhmen cin» zunehmen. Wien, 6. Dezrmber. Da« Slalut für dc» Un-lerrichtür.ilh Hut die laiserlichl Sanklion erhalte», und wird am 1. Jänner in Kraft treten. Ucucstc Nachrichten und Telegramme. London, ii. Dezember. Pie amtliche Zeitung verössentllchl in einer (^xiln.Ausgabe eine Proliaina. lion der Königin. durch welche die AuSsuhr von Was, s.n, Munilio», Vlei und andtlen Kriegsartikeln uer» bolen wird. Turin, t». Dezember. In der gestrigen Kammer-sihnng sehte Nicciardi die Dlvetgenz zwischen der Po-lllil Kaiser Napoleons und den Bestrebungen Italiens auseinander, und fordert auf. zn waffnen. da j.pl nur 14Ü.000 Mao» bereit si»l' l>»o z» einem ln»s» lige» Kliere 200.000 Mcn>>, sl-sor^ssllch seien. iUe-zil^Iich der Finanz^!, sagle der Nedner. r>aß dnS Aolehe» uo» 600 Mill, verzehr! wurde, noch bevor eö cinkassirl war. liin neues Anlchcn sei wegen der Kredilabnabmr unmöglich, flihr oer Ncdner fort. unc> tadrlle die »»uölhige Auölage von 1M0.000 z.'iil für die glorenzer )lui«stcllnlig. 'bezüglich deS Paziszils. sngte Nicciardi. wurde daS Votum der Vevöllllnng »chlechl verstanden. Die Völker wollten sich nicht a» Piemont anschließen, so», der» mit Iialien verschmelzen nnd sie werden alle Glseße des iialienischl» Pallamenleg annebmcn, wen» d,eses sich in Rom befixden wirb. Hilzauf bemeilte der Prafirenl. daß das Parlament italienisch >st. ob es i» No», over Turin tage. ^ Turin, v. Dezember. G.nibalti soll morgen zurückreise» Äuoncon'pagni sagte, inoenl er das Ministerium vlllheld'gle. in l>»c Armee urn 300.000 Mann haben wird. Nicasoli wird morgen sprecht». AllSM aus icm Protokolle übcr die zehnte Sitzung dos GemeiudcratheS in ^taibach am 3ieu Dezember 186l. (Vlgiun der Sipuug um 4 Uhr NiN.) Votsißender: Vürgermelster Michael Ambrosch, Schriftführer: Konzipist Adolf Hvfbauer gtgeliwäriig 21 Gemeinberäthe. !. Das Sil)ungi?prolokoll von, 26. Ollober 1801 wird angenommen. 2. Vürgerm.« Stello. unl' Neserent der Finanz, Sektion Dr. Zhul, er verliest den S'adlkass,'Gcba. rlingöauölvciS für den Monat November Ittlil mit einem Kassarcsle. als: an Oblignü^ien 20.lll)6 ft, — an Va>schall 4374 sl. 6ü'/, kr. Derselbe wird nach einigen erläuternden Vemer-künden von Seite deS Vorsitzenden, zur VMuschafl genommen. 3. Da die Stalllasss i» Ist/lerer Zeit mehrere berentende Zahlungen geleistet Hal »no il>r solche »och bevolstchen. wo,^i der bare Kass.,staüd nicht hinreicht, währe»c> audeiseilS 20.000 fi i» Obligationen vorhanden sind. uüp verschieden« Zuftnffe ansbafte». so be» antragt die üiuan;»Sektion, daß in ker Sparkasse eine Anleih, von K000 ft. linler Verpfandung einiger Wrrtbpapiere gemacht, dann ober diese Schuld el'e-lhunlichsl. nnd jedenfalls im 5'a düse Mnß» rege!, sowie eine allfällige Devinknlirling ,nit zu vielen Umständen verbunreu sei. Hr. Heim.,,,» >N a«ch gegen eine Anleihe ,n der Sparkasse Will man den »ölbigen Variond erhallen. so ,»ö.ie man l>lloanle« be»sschei»e in rnisprechelider An^hl veraußes»' ma» könne solche später, wenn die Slabikasse wiel'fr zn iftrem Oel»e kommt, abermals einlaufs»; die K»>Sc>>ffsl,,,z werde unbedeutend sei», und sici'ellich weniger betragen, als di, Interessen für die Sparlosse. >v,il riese Papiere schwerlich steigen werden. GN, Horak möchte sämmlllche Obligationen veräußert wissen, um mit dem Ellöse nxchtigerc Ge« ineinoe^lvccle zn realisiren. GN. Dr. Schöppl beantragt di, Vertagung der Frage über die Vülknlirling der Ol'llMionen r>is zu dem Zeilpunkle. wo das Vermögen » Uebergabs» und Uebernahms-Operal beralhen werden wird. Der lehlere Antrag, so wie rie vom Neferenlen vorgeschlagene Anleihe in d,r Sparkllsse, wird g,-»lhmigel. 4. Die (intscheidnng über ei» Gesuch um die Ausfertigung einer ^oschlmgseikiaiuog bezüglich ciilrr. auf den, Haus, Nr. 22 in Udmad lnlabulille» For-dlluug der Gemeiude per 100 ft. au« dem I. 182U wird veriagl, bis ermiltelt ist. ol) diese Schuld !>e-reilS beglichen, oder »ur aus Verslhe» auS der Vol-schreibung gekommen sei. K. Die Verpachtung eines lokales im Pürger> spitalsgebände um den jährlichen Zins von 40 st. auf 3 Jahre wird nach dem Ai.lrage der Sektion genehmiget. U, Ueber die Vilte mehrerer Hantzbestyrl um einen Gemeindebeülag ,» de» Kosten der Alilra^nog des mittelalterliche» Schwibbogens am E»d, der Schnlidergasse. dessen O»lf,s»i!,>g aus salülälspoll-zeilichcn, sowie auS SlartverschöneluossS - Rücksicht,n wüüschenswerih wäre. wirl> ,lne solche Subveülio« gegen die Anlräge der Herren Heimnnn und Horal. welche eine solche verneine», nach dcm Aulrage des GR. i'ukmann zogssicherl. die Höbe derselben aber soU ersl dann bestimmt werden, wen» der Kostkn» Ueberschlag und daS Nesnllat der. unter de» Iüleres-ssnle» ciuzuleilenden Subskription vorliegen wird. 7. Die Verpachinng ,ines G''»e>nl>e - Terrains a>, die ZwaiigarbeilohanS - Verwaltung wiro genehmiget. 8. Der Antrag der Fmanz-Tsklion auf Kel'rung des SchweinmaikleS in eigener Viegie und Verkauf oeS gewonnenen Düngers im Lizitaliol>sw,g5. wliv angenoinine». Die. b,i dieser Gelegenheit ang,segle Fraqe. ob der Schweinmarlt »ichl jüglich in de» Zois'sch,» Olal'e» zu verlegen wäre, wo durch die We^räümug des dort bestandene» Obsinmls.Ma^aunes,i> p,« der und unbenüßier Gemeindrplaß eiuslaud^! ist. wird der Sekno» lV znr Vorberalhunz unt» Rsserirung zl!gew>sseu. N. Deu zwei. beim Magistrale außer P,rwen, dung kommenden Dinrnislen, w>rd jedeln eine Abfer» l>gun»i vc>» l»0 fi. fi!.ssig gsmachl. 10. Dlln Gesuche cuies AmtSl'ieners nn> ,i»e Nemniieralio» für s>ine aüßerordenüiche Verwendung bei Ussorgnng der Oehlbelelichlnng in eigener N,gte. wird keine Fol,,e gegeben. 11. Ueber das (tzinschreilcn der Mc,sM,attz-Di„ »er um eine TbtllllungSaui,l'i!fs. wiro die vorläufige (tzrhcl'ui'g veranIaLl. welche von den Pillstelllln li»er Unterstützung bedürftig und «vlnrig erscheine». (Schluß solgt ) Theater. Heule, Samstag: Der ttiebeszauber, Op. A Viüner »nd Aer!,,. ^Druck und Verlag v^nIgnaz v.'Kleinmayr Kk F.'Bamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur:ss. Bambery. ?^«1<'lnn!i^l'tl^^ Wien, lMittag« l Uhr.1 (Wr. Ztg, Abdbl,) Dic A^rft ,lüffncte in einer günstigen Stimmung, die sich auch bei den Papieren behauptete, wül'rcnb in dm Valii" ^lll^llllllüi/l. 5. Dezember, ten wicdcr ei» Rückschlag lintriitt. Staat^ftN'icre durchschnittlich um din viertel Perznlt uud auch darüber besser befahlt. I» Krcbit-^ltiln lel'haftc .ltaus' lust z,, höheren P eiscu, V.nif-Vlfticn u>u 5 ft. Dcmcm-^ampfschiff-Aktien um 2 st. höher. Fremde Valuten anfangs um eiu halbcS. zuletzt laum »och um ein viertel Perzent billiger als gestern, Gcld sehr Msig. Deffentliche Hchuld. ä. dt« Hla«te« (sür 100 st.) Gelo Ware In üsterr. Währung . zu 5"/« «2 «5 «2,75 i»V. Anleh, von 18ttl mit Nuckz. 8?.?0 87.W National - Aülehen uiit Iä'iner-ssoup. . . . „ 5 „ 8 l 80 81 9(i National » Änlchen mit April-Coup......,5 ., «!,6.', 817.) MetalliqueS......„ 5 „ tt?.7N «7»,. detto mit Mai-Coup. ,. ä „ U7.80 «7.90 drtto .'....., 4„i 5«.— 5U25 mit Verlosung v. I, l«2^> . . l/2.-- 122.«i« „ „ I85i . . K8 75 ^' — ., ^ ,8U(» zu öUl» si. . . «2.<;o 82,«tt „ ^ zu ilwfl. «U.iM :«»... Ccmo»R,nt,»sch. zu 42 I., «u,l<-. l?,5>» 18.— U. der Hronländer (sür I 0ft ft.) Wrul:d,i!llasltlng 89.ä<> Ob. Ocst. und Sal,,, . „ ö „ 8«.- 5«,5« <3sclö Nat, Vühlnen......5 „ 90.-- !)l»,2.» Vteiermarl.......„ 5 „ 88 — 8«,öN Mahren u. Schlesien . „ 5 „ 86.50 «7,äl> llngarn .... „ 5 , »!8,— t>8 »l» tem. Aan,, Kro. u. Slav. „ 5 „ Nil .^y «7.— Galijien.....^ 5 „ «6,««, «7,- Lieben!', u. Vukow.. „ 5 , «tt.-. »'»tt,5<> VenclianischeS Anl. !8.',N „ 5 ., »5 - U4 .^» Aktien (pr. Stücl). Nationalbaos......?4ll,— 7äV — Krrdit:?lnst. f. Handel u. Gew. zu 2<>0 ft. ü. W. (ohne Div.) . 182.30 <«2 4l,' N. ö. liscoiiL-Ges. z. ül><> >l,ö, W. 5i>»,— 5U2, ,ss. Ferd ,!)iordb. z. Kwl) fl. CM. 2^27, 2l.-!8-Staats-Üis.-Ges. zu 200 si. C.M. odcr ä0U Fr......27? 50 2?8 - ssais. (zlis.-Aahn zu 20U ft. C. M. >5»ü0 ,äi»,-Süd-nordd.Äerb.-B.200„ „ I2l..- l2^.2ä Sudl, Staat<-,Iomb.-ven, n. Cent. ita!. ^is. 200si.ö. W. .'/,)() Fr. m. «40 !i. (70°/^ (6!n:».'>.— Wien. Dampsm.-?lst.-ii>es. ^,'H :^«ä,- .'!««,— Pesther KettenbrücklN . . . 3»?,— 111!) — Äühm. Wcstbahn jn 2W ft. . ««,!,— l«^l,5<» Theißbahn - Äkt. 2l> st C, M. m. 140 ft ( National? «jäh. v.^,1«.'i7z. 5"/« l«2,^<1 l02.7.> bankauf 10 „ dctto „ ä„ i)ö. - »>».— CM. verloSbare „ 5„ «^,7.» ««.— ^'7Ä' / vcrlosbare " ^. «"« «'.'" au> ost, W. ( Lose (per Stück) Kred.-Anstalt für Handel u. Vew. zu ,00st öst. W.....<2'..'.N >2l.70 Don.-Damp's.-W. z. l0N st. «M. «ü n<» V5 - 3tablgem.Ofen zu4<»ft.ü. W. . «5- 35 ü" lHs>erl)az>, ^ 40 „ <5,M. . »00,- ,»<.— 2alm ,. 50.....37 75 I« - ölrlö Uäre Palffy zu 40 ft. CM. 3»l.50 37,— Clary zu 40 st, CM. . 34,- :l4.50 Tt. Genois .. ^0 „ ., . 3?.— 37.50 Wiüdischgräh ^ 20 „ ^ . 20.— 20.50 Waldstein ., 20 .. „ . 2l,75 22.2ö K.glevich „ «0 ., „ . l5.2ö lü,60 Wechsel. 3 Monate Gell, Vril, «ngsbnrg, für >N0 fl. südd. W. . l <« 7« l,^>ö ^raiifflnt a. M,, dctto . Il8.75 4«' i.'ol!duu, slir «0 Ps. Slslling . «40.'!ü »4''.«0 Paris, für 0 ., Till'er.Agio >39 .. 50 .. «20 . 75 „ Effekten- und Wechsel-Knrse an der k. k. öffentlichen Vörse in Wien. Den 6. Dezember 1861. Effekte!» Wechsel. ü'/, MatalliqittS s>?«5 Silber . . . I40.Ü0 5'/, 3lai.-?l>ll. ttl.ttä Lcurou . . l 4l 2,', Bansaltien . .75»).— K. s. Dulate» nno Silberarlisitcr, seine Gallln Iosefine. all :jü Jahre, in der Stadt Nr. 1t»7,au der ^nngenlahmnüg. Den 30. Dem Herrn Ioscf Vidit), Magistrats« Se.rstar, sein Htind Sofia, alt l) Moiinlc und 17 Tage. in rer Stadt Nr. 273 , am Scharlach. — Maria Peiernel, Einnelimerstochter, alt 24 Iayre, im Zi> vilspital Nr. 1, am Oilernngsfiebcr. Den l. Dezember. Herr Johann Dangel. Handlungs l Kommis. alt 20 Jahre, in der Stadt 3ir. 27 l, an der Gehirnlählnung. — Dem Aogclo Plraniolo, MagazinSlvächltr. seioe Tochter Maria, all 21 Jahre, in der St. PtterS«Vorsladt Nr. 7, am bluten ^'nngel,oedkm. — Franz Neinl>nd, KeUnerall 24 Jahre, lm Zwilspital Nr. 1. an der i.'nngensncht. Den 2. Dem Herrn Ios,f KoSIenzhar. Bäckermeister, seine Tochter Franzlska. alt 18 Jahre, in rer Kapuziner > Vorstadt Rr. 2U, am Zchrsieoer. Den 3. Mariana Terdin, Imvohnerswilwe. alt 71 Jadre, in eer Gradischa - Vorstadt 3ir. Ul», am Schlagstuß. Den 4. Dcm Andreas Mediy. MlLncr. sein Kind Alois, alt 4 Jahre und ll Monate, in der Kapuziner« Vorstadt Nl. 77. am Scharlach. Anmerkung, Im Monate November 186l sind 64 Personen gestorben. Z^ 2,39. (2) " «IW «i!.»!IWIl». bnrgerl. Orgelbauer, givt sich hiemit die Ehre anzuzeigen, daß er seine Wohnung vom Iahrmark'ts-Platze in sein eigenes Haus Nr. tz«>, St. Peters-Vorstadt, übertragen habe; er empfiehlt sich zugleich der ,». v. hochw. Geistlichkeit, den geehrten Herren Kirchen-Vorstehern und allen Musik sreunden zu allen in sein Fach einschlagenden Arbeiten und bittet um den altbewährten geneigten Zuspruch. l! ail, ach den 2. Dezember 18vl. Z. 462. u (1) VMLIAIL MM 2UIN ^llkmilo von i^086N llßr l^ook^ten von der k. f. Lotto-Gefälls-Dircktion gaiantirten großen Lollerie fur gemeinnützige nnd WohlthätigkeitszweHe Vs gewinnen ^63^ Treffer zusammen 300.000 Gulden öst. Währ., und zwar Treffer: 1 mit 8OO00 fl. 2 ä . . . 5«><> fl. l li « .. tM>«> fl. 2W « . . 50 ss. 1 „ 3 „ 2W0j Serien ^^ „ j „ HttttOtt „ 4 a ... :ttttt „ U)0 « . . Vtttt „ Gewinn 1 „ K«««tt „ l> « . . . I«>«> „ Iljl) ,t. . R«U „ 20001 stc ü H ^ am 2K. Dezember R8ttl. 3 Gulden ^esterr. Währ. «Ä^^-^ Nicht eine Privat-, sondern Staats-Lotterie. — Es besteht nur eine Gat-«^-""' tung Lose ohne Klassen-Unterschied. — Nur ein Lospreiö. — Jedes Los spielt in einer einzigen Ziehung auf alle Gewinnste. — Jede Los-Nummer einer gehobenen Serie kann nebst dem Serien-Gewinne auch einen großen Treffer machen.— Alsbald nach der Ziehung wird das Gewinnst - Verzeichniß ausgegeben. — Vierzehn Tage nach der Ziehung erfolgt gegen Beibringung der mit den gesetzlichen Stempelmarken auf der Rückseite versehenen Original-Lose, bei der Kasse der Lotterie Wien (Salz-gries Nr. 184), die Auszahlung der Gewinnste. — Alle Gewinnste, welche binnen 6 Monaten nach der Ziehung, also bis zum 21. Juni 1862, aus was immer für einem Grunde nicht behoben würden, verfallen nach §. 11 des Spiel-Programmes zu Gunsten der mit dieser Lotterie allergnädigst bedachten öffentlichen Wohlthätigkeits - Anstalt. — Das Nähere ist aus dem Spiel-Programme ersichtlich, welches bei allen Absatz' Organen aufliegt und den angekauften Losen beigegebcn wird. K. K. Lotto-Gesälls-Direktion in Wien. Z. 458. a II) ' Nr7'7765l An die verehrten Bewohner Laibach's. Der herannahende Jahreswechsel und mit diesem die altherkömmliche löbliche Sitte, sich mittelst Armenspenden von den Neujahrs-, Vebnrts- und NmenM-VlMatwlten durch Grlaßkarrcn zu entheben, gibt der Armeninstituts-Kommission den Anlaß zur Bitte, die verehrten Bewohner Laibach's wollen sich auch für das nächste Jahr in gleich mildthätiger Weise betheiligen. Die Erlaßkarten — ohne der Großmuth Schranken zu sehen — ä:j!j Neukreuzer, sind vom 10. Dezember l. I. bis 15j. Iäuner k. I. in der Handlung des Herrn Josef Karinster am Hauptplatze zu bekommen. Die Namen der Wohlthäter werden in üblicher Weise zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden. Laib ach am 4. Dezember 1860. Von der Anneninstituts - Kommission. Der Bürgermeister: .AZuk«'«»««»!!.