PrI'unuicralioils-prkisc: Für LaibaL: "AiS-rlz . . . 8 fl. 40 Ir. . . . 4 „ 20 „ ^«-Lbrig. . . s . io. ' . . .-.70. .- - >r rer Post: ' ^ . . . II sl. - Ir. Fu rduch e z ^iig. 5 „ 50 . 2 . 7S . ^ r-ertel» ^ '.r.ch t, xr. Arwvime Mit!hrttun^.i werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. ü l d a k t i o r i Lahnl!ofZafse Nr. ij- Lrpcditi.n und Znsrrajcn Üurcan: rkonzr'.'ßvlcr'^ Nr. 81 (Bnchbandl: > z von I. v.Kleinrnanr^F. Bamberg). Juscrüonsprcisr: Für die -?iniv.Htiae Pctit^ile kr bei zweiu'ali»;cr EinscbaLruug L '.kr dreimal L 7 kr. InsertionSs'eknv-'l jedesmal 'ic kr. Bei größeren Inseraten nnd ssterc; Einschaltung entsprechender Nabakt. "n. 57. Äi'orAen: 40 Mcirtirer. Mo:i:ag: Herattius. -> ^ahrqano. Die Katholisch-Poliiischeu über die direkten Wchlcn. Unsere Katholisch-Politischen haben wieder^ein-Mk! der süßen Gewohnheit, sich im politischen Felde Zu ergehen, gehuldigt nnd namentlich den Doktor Costa juckte es schon längst in allen Gliedern, er hat es längst bereut, nicht in den Reichsrath gegangen zu sein Ihm muß cs etwas entsetzliches sein, daß er wie verschollen ist, daß man von ihm so gar "icht mehr spricht; darum ergreift er die nächste ^ste Gelegenheit, öffentlich unter seine» Getreuen das V^rt zu nehmen und die Stacusfrageu, die gegenwärtig das allgemeine Interesse erregen, vor Frommen und Auserlesenen in seiner gewohnten Weise zu behandeln. Nachdem es dem Fahnenträger der Schwarzen und Jesuiten in Krai», Dank der Epistel Hohenwart's, glücklicher Weise gelungen, d'e Welt davon zu überzeugen, daß er noch nicht in Nacht nnd Vergessenheit getaucht, schaart er sein Mhnlein von Meßnern und Tonsnrträger», nnd die es werden wollen, um sich und hält ihnen einen Ertrag über ein Kapitel der Fnudamcntal-Ko»fu-!I. ""d das glückliche Ergebniß ist eine einstimmig angenommene Resolution gegen die so gefürchteten unmittelbaren Wahlen, die dem Laude Krain angeblich so entsetzlichen Nachtheil bereiten würden. Wir entnehmen daraus' einen weiter» Beweis für die zwar schon längst sattsam bekannte That-lache, wie das Zusammengehen des ehemaligen Neichsrathsdcputirteu und Dokiors der Rechte mit den Nltramontanen auf „innerer Wahlverwandtschaft" beruhe. Es ist nicht ein Spiel des Zufalls, wndern logische Nothweiidigkcit: de»» beide, Dr. Costa »,,d die Schwarze» geberden sich, so oft sie 'rgendwie hervortre^e», als unfehlbar. Aber wir andere sind sterbliche Menschen nnd als solche »ich: unfehlbar; wir bemessen irdische Dinge nach irdischen Maßstäben, und das ist auch der Grund, warum wir uns von unserem Standpunkt aus zu obiger Resolution einige Randglossen erlauben. Also das Recht der Landtage, meint der gesetzeskundige Doktor, werde durch die unmittelbaren Wahlen in den Reichsrath geschädigt, weil nach dem Patent vom 20. Oktober uur den Landtagen das Recht, den Reichsrath. zu beschicken, eingeräumt werde. In den Landesordnungen sei. das selbständige Recht zur Vornahme der Wahle» enthalten und bilde schon dadurch ein unbestreitbares Recht der Laudtage, das der Reichstag nicht schmälern dürse, indem er der Krone in allen Fälle» das Recht zn-crkemit, »»mittelbare Wahle» anziwrdiie». Nun kömmt aber leider ein kleiner Umstand dazwischen, den der gesetzeskundige Herr Doklor gänsiich außer Acht läßt, daß nämlich znr Zeit, als das Oktobe patent er-flossen, der Landtag gar kein Wahlrecht, sondern nur ein Vorschlags recht besessen, und die Mitglieder des Reichsrathes von der Regierung ernannt wurde». Das Oktoberpatent hat daher de» Landtage» ein Wahlrecht im gegenwäriigen Sinne gar nicht ertheilt, und es kau» höchstens die Anmaßung cines Uusehlbaren oder die bewußte Absicht zu tätlichen, gewiß aber nicht die klare nnd redliche Auslegung eines Gesetzes sein, die sich daraus beruft. Und sollte etwa für diejenigen, die gedankenlos für das Landtagsrecht gegenüber dein Reicharathe in die Schranken trete», noch ein Zweifel obPalteu, so sei ihnen hiemit ins Gcdnchtniß z»rückgkr»feil, daß zugleich mit dem Oktoberdiplom ei» die Laudesord-nuug begleitendes allerh. Handschreiben erlassen worden ist, aus dem auf Vas uuwidersprechlichste her-vorgeht, daß im Oktoberdiplom an ein Recht der Landtage, die Wahle» in das Abgeordnetenhaus vor Jeuille ton. Tl Tagebücher meiner Nilreise. Po» Franz Wnllucr. II. (Fortsetzung.) I I. Dezember, ^nig zu melde». Heute Nacht sind wir wie-»N'ndlich aufgefahren, die Matrosen mußten iu Finster,,jß vi^ Stunde» nackt im Wasser uuter "geheuer Anstrengung arbeiten, um das schwere ^chlsf wieder flott 'zu machen. Es sah unheimlich genug aus, uud das Kreischen des Sandes, über ,!i das-Fahrzeug endlos lang geschleift werden »Me, um wieder tieferes Wasser zu gcwinneu, war neben dem cinförmig-düsteru Gesang der Matrosen evcu kein angenehmes Wiegenlied. Es ist dies bei se/" ",'edcrii Wasserstande des Nil und bei I ner Eigeiithuiulichkeit, fortwährend feine» Lauf zu ° w'- auch d.e Sandbänke, welche der Wind L>. ° Strom jagt, flntwähreud ' Sttl'ldort ander», e,u leider nicht z., vermei Glider ttebelstand nud eine schwere Plage für die Mannschaft. Da wir starken Gegenwind haben, müsse» die armeu Teusel wieder das Schiff ziehe». Das Mokkatamgebirge begleitet nns noch immer mit seinen seltsamen, wunderliche» Formatioue», hier heißt es „Dsoiiodoi II und bildet die sicherste Schntzmaner vor de-u Verderben, welches den nil-befrnchlelen Landschaften von der Wüste droht. Hinter den Bergen dehnt sich unabsehbar, endlos die todiftarre Wüste, überall gleich in ihre» Schrecke», eiiicrlei ob sie die lybische oder arabische Wüste, oder die Sahara genannt wird; in jeder bedroht de» Reisende» hundertfältiger Tod. 12. Dezember. Wir mußte» diese Nacht in der Nähe des Dorfes Fesch», dcffe» Einwohner im Geruch der Dieberei stcheu, still liege». Wir gäbe» deshalb zur bessere» Sicherheit dem Reis (Führer des Schiffes) uud dem Dragomau Waffen, wurden aber nicht im geringsten aus unserer Ruhe gestört. Weiter auswärts hat der Vizeköuig das ganze Dorf Beni Hassan, dessen Einwohner Wegelagerei getrieben hatte», znsammeuschicßcu lasse». Derlei seltene Vorkommnisse werden hier unbarmherzig a» Leib, Gut und Leben der Verbrecher gestraft, daher auch die Sicherheit, mit der mau hier überall reifeu kann. znnehmeu. nicht im eutsecntsten gedacht wurde, sondern daß nur von einem Vorschlagörechte die Rede war. Ebenso wenig kann mau ein Recht der Landtage ausschließlich die Wahlen in den Reichsrath vorzuuehmeu aus dem Februarpatent ableiten. Die Befnguiß der Landtage, die Wahl i» das Abgeordnetenhaus vorzuuehmeu, welche in den Landesord-»ungen nicht enthalten ist, ersließt erst aus deu Bestimmungen des Gesetzes über die Reichsvertretung. Bestimmungen aber, die im Reichsgrnndgesetze enthalten sind, können nach H >5 auch von der Reichs-vertretuug mit zwei Dri tel der Stimmen zurück-genommcu oder abgeändert werden. Will also die Reichsvertretuug die den Landtagen aufgetragene Pflicht, die Wahlen in de > Reichsrath vorzuuehmeu, wieder an sich nehme» und deu Urwählern zuthei-len, so steht dem gar kein gesetzliches Hinderuiß entgegen; denn der Einwand, ohne die Einwilligung der Landtage könne ein ihnen znslchendcS Recht gar nicht abgeändert werde», zerfällt in sich selbst, wenn erwiese» is!, daß die LandeSorduung keiu solches Recht kennt. Denn im tz 16 der Landesordnungen wird zwar eine doppelte Thätigkeit der Landtage normirt: Die Mitwirkung bei der Gesetzgebung uud die Wahl in de» ReichSrath. Nun wird aber durch den Wortlaut: „Die Landtage sind zur Mitwirkung bei der Gesetzgebung berufen," allerdings die Thätigkeit bei der Gesetzgebung zu einem wirklichen Rechte. Wenn es aber bezüglich der Wahl in demselben Satze heißt: „Sie haben die Wahl vorzuuehmeu," so ist damit die Pflicht der Landtage in den Rrichs-rath zu wählen, nicht aber ein Recht festgesetzt. Dazu kommt noch, daß bereits der. ß 7 der Neichöverfaffung den Gegensatz zwischen den mittelbaren und unmittelbaren Wahle» durch die Landtage hervorhebt. Schon dadurch, daß dieser Gegensatz hervorgehobcn wird, daß >,csagt wird, wann Leider hätte sich beinahe hente ein Unglück ereignet. ,Die lauge» Stricke schleuderte» eiueu von der Mannschaft über Bord, just ais wir um eine Landzunge wenden wollten, in deren Nähe ei» schlimmer Wirbel gurgelte. Im Na war der Ma.m sich um sich selbst drehend verschwunden, ohne daß ich, der ich de» Vorfall i» nächster Nähe mit ansah, eigentlich besondere Angst gehabt hätte, denn die Leute schwimme» sonst alle wie die Ratten. Leider schwamm der Mann aber nicht nud zum größten Unglück war eö unser Koch, der über Bord gefallen ; wir waren also alle auf das höchste bei seiner Rettung interessirt, denn ohne ihn wären wir ja verhungert. Glücklicherweise gelang es ihm noch, das Seil zu fasse», uud so hiug er, Todesangst iu seinen Miene», zwischen Himmel uud Wasser. Mit vieler Mühe gelang es den eisernen MuSkelu des Herrn von Hay, der von nnö allen die größte Geistesgegenwart sich bewahrt hatte, den Verunglückten bald ganz auf das Trockene zu ziehen. Sich wie ein nasser Pudel abschüttelud, wechselte er die Kleider und saß einige Minuten später wieder in der Sonne kauernd da, als ob uicht das Geringste vorgefallen wäre. Des Ra-madans wegen war er nicht zu bewege», sich nach diesem Unfall durch eiue Tasse Kaffee zu stärken. die ursprünglichen Wähler wieder in ihr volles Recht zu treten haben, wird anerkannt, daß die ursprünglich Wahlberechtigten die direkten Wähler sind, die Landtage also dieses Recht nur als ein übertragenes Recht als Bevollmächtigte der Wahlkörper ausübten. Es steht aber gewiß dem Mandatar nicht zu, darüber zu entscheiden, ob der Vollmachtgeber sein Recht wieder an sich nehmen darf oder nicht. Es ist also reine Rabulisterei, es ist bewußte Fälschuug des klaren Wortlautes der Staatsgrundgesetze, wenn Dr. Costa auf das Oktoberdiplom zurückgreift, dessen Wortlaut die wenigsten seiner Zuhörer kennen mögen, und daraus den Landtagen das Recht, in das Abgeordnetenhaus zu wählen, zusprechen will. Also das Recht des Reichsraihes, den Landtagen die Befugniß zur Entsendung von Abgeordneten in den Reichsrath abzuerkennen und unmittelbare Wahlen einzuführeu, kann weder rechtlicher noch vernünftiger Weise bestritten werden, und es ist auch vom politischen Standpunkte ans geboten, daß die Reichsvertretnng endlich zur Einsicht gelangt und dieses Recht an sich nimmt. Die Nothwendigkeit kann niemand bezweifeln, der die Erfahrungen der letzten Jahre auf dem Boden unseres Verfassungslebens nicht unbeachtet gelassen hat. Dem Dr. Costa sollte es doch am allerwenigsten entgangen sein, welcher Mißbrauch in Oesterreich mit dem Wahlmandate getrieben worden, wie dieser wahrhaft anarchische Zustand unserer politischen Verhältnisse uns vor den Augen der ganzen Welt bloßgestellt hat. Er, einer der Hauptarrangeure der schmachvollen Parlamentsstrikes, wird wohl wissen, wie die herrschenden Parteien, wie die herrschenden Nationalitäten in gewissen Landtagen mit dem Reichsrathe verfuhren, wie sie alles mögliche gethan haben, um Konflikte zwischen dem sogenannten Landesrecht und dem Reichsrecht hervorzurufen, um die Beschlußfähigkeit des Reichsrathes zu stören und durch die Drohung mit dem Austritte die Reichsvertretung in Zwangslagen zu versetzen und Zugeständnisse zu erzwingen. Ein Staat, der sich selbst achtet, darf solchen Unfug nicht dulden. Eine Regierung darf den Feinden der Ordnung und der Reichseinheit nicht die Möglichkeit offen lassen, zu konspiriren, die Rechtsordnung zu erschüttern, den stetigen Gang in der Gesetzgebung, in der Entwicklung der Verfassung, in der Verwaltung zu unterbrechen. Darüber muß endlich jedes Staats-wesen zu Grunde gehen. Ein Interesse gegen die unmittelbaren Reichsrathswahleu kann nur derjenige haben, der Landesrecht über Reichsrecht stellt, also den Untergang des einheitlichen Staates will, oder wer politisch nicht ehrenhaft ist und jesuitische Grundsätze und Hiutergedaukeu auch in das öffentliche Leben übertragen wissen will. >"-». Der Abend brachte nns wieder, nach längerer Monotonie der Landschaft, ein reizendes Bild. Wir legten uns vor einer malerischen, rings von grünen Matten umgebenen Insel „Gisireh" vor Anker. Mitten ans dem kahlen, vegetationslosen Bergrücken erhebt ein schön geformtes, rundes Gebirge sein dunkles Haupt, während die sandfarbige Umgebung fast das Aussehen von starken Festungen, die Menschenhand erbaute, hat. Schöne Palmenhaine, in denen wir uns zur Abendrast niederlassen, schließen das Thal eiu, inmitten dieser herrlichen Natur erhebt sich die Kuppel eines alten, halbverfallenen Grabes, welches die Gebeine eines weisen Schechs birgt. Wir wandeln bei nntergehender Sonne am User entlang und freue» uuS still des Gottesfriedens, der ans den Flureu ruht. In langen Reihen ziehen die tiefverhüllten Weiber ans Ufer, nm die großen Krüge, die sie dann frei und graziös anf dein Kopfe heim tragen, mit Wasser zu füllen. Die Männer kommen lustwandelnd anf nnS zn und grüßen uns mit ernster Würde, ohne Zudringlichkeit. Der Rundbau des Berges Dschebil el Hebe glüht im Glanze der scheidenden Sonne wie in, Roseulicht, und unsere Mannschaft ist fröhlich und guter Dinge, denn mit dem Sichtbarwerden des ersten Gestirnes geht heule Politische Rundschau. Laibach, 9. März. Inland. Das Abgeordnetenhaus behandelte in seiner vorgestrigen Sitzung das Erforderniß für Kultus und Unterricht. Ans der Debatte über einzelne Posten sind nur zwei Punkte als bemerkeus-werth hervorzuheben: die alte, stets wiederholte Klage über Hochwürden Rudigier und der Antrag KnollS auf Zweitheiluug der Prager Universität. Beide Gegenstände sind leider nur zu bekannt, leider seit Jahren offene Wunden, über deren Heilung viel berathen, aber des praktischen blutwenig oder gar nichts erzielt worden ist. Abg. Wickhoff entwarf eiu wahrhaft haarsträubendes Bild von der Mißwirtschaft, die unter dem Schutze des Herrn Bischofs in Oberösterreich getrieben wird. Solchem Unwesen sollte Loch endlich gesteuert werden. Zu lauge schon dauert die Langmnth und Nachsicht des Staates; er gewinnt damit die Gegner nicht, nur ihre Opposition zieht er groß, wie sich das an dem Beispiele des Herrn Rudigier deutlich zeigte. Herr Wickhoff wies treffend auf das Beispiel Baierns, Preußens und der Schweiz hin, wo der Staat einem übermüthigen Klerus gegenüber die rechte Stellung nehme. Eine andere Resolution verlangt die baldige Vorlage der schon früher in Aussicht gestellten Gesetze, welche die, durch die Lösung des Konkordates entstandene Lücke auszufüllen berufen sind. Bezüglich der Prager Universität geht die Resolution dahin, die Trennung der Hochschule in eine deutsche und czechische in ernste Erwägnng zu ziehen und eine diesbezügliche Vorlage noch in dieser Session einzubringen. Das „Prager Abendblatt" reprodnzirt ein in czechischer Sprache abgefaßtes Schreiben eines katholischen Priesters, welches sagt: „Gelingt es dem Ministerium, die direkten Wahlen durchzuführen, dann werden auch wir geheimen Verfassungsfreunde czechischer Nationalität ihm ein Hoch zurufen, dann wird der Kaiserthron vor gewissen Wühlereien für immer geschützt sein, dann werden die Bübereien mit kaiserlichen Reskripten, die den anständigen Menschen das Blut in die Wangen treiben, ein für allemal aufhören." Wie aus Berlin offiziös gemeldet wird, hat man bei der Hausuntersuchung beim Domherrn Kozmian in Posen die Entdeckung gemacht, daß der Papst den Gnesener Erzbischof v. Ledochowski zum Primas von Polen ernannnt hat. Die Würde eines Primas setzt aber gewissermaßen die Existenz eines Königreiches Polen voraus, in seiner alten Ausdehuuug und mit der allen Verfassuug. Der Primas ist uach der altpolnischen Verfassung der Stellvertreter des Königs und der Träger der politischen Gewalt, wenn der Thron erledigt ist. Der Papst billigt und för- die bittere Entsagungszeit des Ramadans zu Ende uud morgen winkt ihnen das seltene Glück eines reichlichen Bratengenusses, denn die Chowagi pflegen den Leuten an diesem Tage einen fetten Hammel zu schenken, eine Großmnth, die nns auf wenige Franks zn stehen kommt uud sic glücklich macht. Mau ladet bereits alle Gewehre blind, um deu Freudenabend festlich zu begehe», und die Virtuosen sucheu ihre Instrumente hervor, de»» was wäre dein Araber ein ftest ohne Musik, ohne Gesang, ohne Tanz, ohne das alldeutige Ding, welches er „Fantasia" nennt. Herr Thiers wird von einem Feuilletonisten der „Augsb. Allg. Zlg." in folgender Weife geschildert: Die kleine regsame Gestalt des dermalige» Staatsoberhauptes vo» Frankreich ist schon oft beschrieben worden. Jeder kennt den merkwürdigen Mann, der so sonderbar glückliches Geschick erlebte, dem in seinem hohe» Alter die höchsten Ehren in seinem Laiidc zu Theil werden, nachdem er schon aller Popularität verlustig gewesen. Der junge Marsciller Journalist ward Dcpntirter nnd Minister, er half dann wieder das fclbstgcschasfene Köiiig- dert also die »ational-polnischcu Agitationen, die Bestrebungen zur Losreißung nicht nur der preußischen, sondern auch der österreichischen Provinz Galizien. Die Kurie ist sich dieser staatsfeiudlichen Bestrebnn-gen wohl bewußt, Beweis dessen das Gehcimniß, womit man die Ernennung umsponnen hat. Angesichts solcher Thatsach-n wird die vom österreichischen Kultusminister iu der Altkatho-l i k e n- uud Schulsrage gegenüber den Infallibilisten bewiesene Geschmeidigkeit doppelt unbegreiflich. Das Zirkular an die Länder-Chefs hat Herrn v. Stremayr von Seite der Ultramoutaueu nur Hohu eingetragen, dagegen hat es wie mit einem Schwamme die Sympathien ausgelöscht, welche durch Wiederausrichtung des versassuugstreueu Regiments unserem Reiche in der gebildeten Welt erobert waren. Nicht ohne Schmerz und Beschämung können wir die deutschen Blätter lesen. Auch die österrcichfrenndlichstcn Organe, auch Blätter, welche das Vorgehen des preußischen und des baierischen Kultusministers wegen der Parteinahme für die Altkatholiten scharf getadelt haben, stimmen in das Verdammungsnrtheil ein. Und Oesterreichs Machtstellung ist nicht eine so gewaltige, die Verfassungsherrschaft nicht eine so felsenfeste, daß wir die Antipathie des Auslandes herausfordern dürften. Möge das Abgeordnetenhaus sich beeilen, den von einem Mitglieds der Regierung begangenen Mißgriff gutzumachen! Aber auch für die Berathungen über den ga-lizifchen Ausgleich dürfte die vom Berliner Preßbureau konstatirte Thatsache bedeutsam werden. Die Ernennung eines Primas für das Königreich Polen durch den unfehlbaren Papst zwingt den ge-sammten katholischen Klerus aller Länder, auch Oesterreichs, für die vom Papste in der Ernennung kundgegebene, staatsumwälzende Tendenz thätig zu sein. Daß solches Treiben nicht unter dem Schutze > der galizischeu Autonomie gefährliche Dimensionen annehmen könne, dafür müssen verläßliche Garantien geschaffen werden. Eine wahre Karrikatur des Parlamentarismus bilden die Szenen, die gegenwärtig iin ungarisches Parlamente von der äußersten Linken provozirt werden. Diese Fraktion hat sich cs zum Ziele gesetzt, die Wahlreformvorlage, die gegenwärtig auf der Tagesordnung steht, einfach todtzureden. Wie sie das anfängt? Ihre Redner beginnen ihren Speech an dem einen Tage nnd setzen ihn am ändern fort. Unterstützt werden sie durch die im ungarischen Parlamente eingesührte Unsitte, daß der Präsident nach dem herrschenden Usus die Sitzung um 3 Uhr schließe» muß. Gestern machte die Deakpartei einen Anlauf, diesen Usus zu durchbrecheu, und es kam dabei zu Skandalen, wie sie sonst in keinem Parlamente der Welt mehr vorgekommcn. thnm stürzen, ward Volksvertreter nnter der Republik, wo er sich den reaktionären Bestrebungen anschließt. Daun votirt er für den Präsidenten Louis Bonaparte, leidet kurze Gefangenschaft in der Dezembernacht, schmollt nnd grollt viele Jahre, während er seine Verherrlichung des ersten Napoleon in seinem verderblichen Geschichtswerke zu Ende führt, uud endlich besteht er einen heißen Kampf um die Vertretung der Hauptstadt gegen einen Chvkolade-Fabrikanten. Von da an steigt aber sein Stern wieder, er spricht nicht häufig in der Kammer; wenn er aber spricht, hört man auf sein Wort, eö ist ein literarisches Fest, wie eine Sitzung der Akademie, wenn seine Rede auf der Tagesordnung steht. Seine Anhänger und alten Bewunderer sind in den Znhörer.Tribunen anwesend, nnd der greise hagere General Ehangarnier läßt manche Zähre der Rüh-rnng oder der Freude in seinem glanzlosen Ange glitzern, wenn Herr Thiers deu ranschendeu Beifall des Hauses erlangt. Jetzt denkt Herr Ehangarnier wohl manchmal anders, seit sei» alter Freund Prä-" sident geworden ist. Ueber die Ereignisse der Kriegszeit schwebt noch manches Dunkel, eines aber wußte ganz Frankreich von Herrn Thiers, daß er nämlich mit größter Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 57 vom S. Marz. Ausland. Der große parlamentarische Kampf M preußischen Herrenhause wegen des Schnlauf-sichtsgesetzes hat begonnen. Sowohl der Kultusminister wie Fürst Bismarck haben das Wort ergriffen, um durch das Gewicht ihrer Argumente auf das Haus, das man nach dem Ausspruche eines seiner Führer eher brechen als beugen kann, im Sinne der Annahme des Gesetzes einzuwirken. Während aber die Rede des Herrn Falk sich, so zu sagen, mehr in der Defensive bewegte und zumeist die Besorgnisse der konservativen und frommen Herren, als werde durch dieses Gesetz die Axt an den Baum der christlichen Erziehung der Jugend gelegt, zu zerstreuen suchte, holte der deutsche Kanzler uach seiner gewohnten Manier zu vielen wuchtigen Offensivschlägen gegen seine Gegner aus, wobei wieder die Polen in erster Reihe herhalten mußten. Der Fürst ward nicht müde, mehrmals in seiner Rede hervorzuheben, daß der Unterricht in dev deutschen Sprache das beste Palliativ gegen politische Agitationen in den nichldenlschen Landesthei-len des Reiches sei, und um dies zu erreichen, müsse die Erlernung dieser Sprache auf gesicherte Grundlage gestellt werden, mit' anderen Worten, von dem Belieben des Klerus emanzipirt werden. Wahrhaft vernichtend ist aber der Schlag, den er gegen die Ultramontanen dadurch führte, daß er den Brief eines Gesandten verlas, worin dieser auf A Agitation eines großen Theiles der katholischen Geistlichkeit zu Guusten Frankreichs hinwieS. Der Wortlaut dieses Schreibens wird allenfalls sehr interessant sein und einen neuen Beitrag zum Kapitel von der Vaterlandslosigkeit der römischen Klerisei uesern. Nach der bisherigen Debatte sollen die Chancen der Regierung für die Annahme des Gesetzes günstig stehen. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hatte noch am Vorabende vor dem Beginn der Beratung folgende Mahnung an das Herrenhaus ge-nAk*' «Das Herrenhaus hat häufig den Beweis daß die Staats-Idee in ihm von höchstem . usuiß >st. Im Nameu der Staats-Idee, um lenen staatsfeindlichen Elementen, die wir nicht näher ZU charakterisiren brauchen, eine werthvolle Waffe zu entwinden — das ist der Grund, welcher die Staatsregierung bewogen hat, mit diesem Gesetzentwürfe vor den Landtag zu treten. Es ist nicht rin Gesetz zu Minsten dieser oder zum Nachtheil jen:r Partei, es ist im eminenten Sinn des Wortes ein Staatsgesetz — ein Gesetz für den Staat. In diesem Sinne wünschen wir, daß das Herrenhaus in die wichtigen Verhandlungen, die morgen beginnen, eintreten möge. Dies Wort sagt alles, was wir zu sagen haben." Energie gegen jene fatale Kriegserklärung des seinem Verfalle nahen Kaiserthums ausgetreten war, und daß er eine mühsame Rundreise in Europa unternommen hatte, um Frankreichs Unglück zu mindern, da Kaiser, Regenten, Minister, Generäle und Hös-"ge das im Stiche ließen, das sie ausge-Plundert und in so großes Verderben gestürzt hatten, ^arum ist Herrn Thiers die Präsidentenwahl zu ^eil geworden, er war der Vermittler des Friedens, den das Land wollte, und die in diesem Sinne gewählte Versammlung war natürlich angewiesen, ihn an die Spitze der Exekutivgewalt zu stellen. Herr Thiers kann sich aber nicht mit einer halb paistven Rolle begnügen Reden muß er, wenn die Politik von der Tribüne anSgeht. Der Rang eines schweigenden Präsidenten, wie in Amerika, ist nicht seine Sache. Er tränt es anch keinem anderen zu, Io klar und deutlich und verständlich zn sein sür ledermann, wie er. Deshalb dürfen anch seine Mlm>ter erst in zweiter Linie austreten. Er zöge ohl >elbst Sattsten vor, damit er allein glänze. Sem grei,es Haupt bietet ihm jetzt ein nencS Argument, seine schwankende Gesundheit ist eine andere Redestgur, die ihre» Eindruck selten verfehlt; solche sentimentale Parenthesen konnten natürlich in seinen frühere,l Regierungöepochen keine Anwendung finden. Die „Mittelrheinifche Aeitg." enthält folgende, offenbar übertriebene Notiz: „Der körperliche Zustand des Kaisers Wilhelm ist trotz aller günstiger lautenden Nachrichten ein durchaus unbefriedigender und besorgnißerregender. Die täglichen Spazierfahrten, welche der Kaiser sonst bei noch so ungünstigem Wetter unternahm, sind seit mehreren Wochen gänzlich eingestellt, und man fängt bereits an, gewisse, über kurz oder lang roch eintretende Eventualitäten mit weniger Scheu als sonst in Erwägung zu ziehen. Personen, die den regierenden Kreisen nahestehen, wollen die Bemerkung gemacht haben, daß nicht nur von den Staatsmännern an der Spitze der Geschäfte jene Eventualitäten ins Auge gefaßt, sondern daß denselben auch bereits Konzessionen gemacht worden sind." Aus Paris wird gemeldet: „Wie verlautet, wurden mehrere bonapartistische Agenten, darunter ein Arzt, der früher in den Tuilerien angestellt war, verhaftet. Man soll Papiere saisirt haben, die Chislehnrst stark kompiomittiren. Die Division der Versailler Armee, welche nach Lyon nud St. Etienne gesandt wurde, mußte Paris nnr verlassen, weil ein Theil der Regimenter derselben, besonders das 96., das aus ehemaligen „Voltigeurs der kaiserlichen Garde" besteht, sich zu bonapartistisch gezeigt hatte. Die Kreuzer in der Meerenge des „Pas de Calais" sind auch sehr zahlreich. Es sollen noch andere Schisse ausgesandt werden. Was die versteckten bonaparti-stischen Blätter aubelangt, so haben dieselben jetzt die Instruktion, die imperialistische Verschwörung abzuleugnen und glauben zu machen, daß man über diesem Gespenst die wahre Gefahr, die Demagogie vergesse. Zur Tagesgeschichte. — Der Fürstbischof von Trient, Benedikt v. Riccabona, ist (nach der Meldung des amtlichen Tiroler Blattes) am 5. d. M. gestorben. Wiederholt von Schlaganfällen heimgesucht, ist der greise Kirchenfürst dem Gesetze der Natur endlich erlegen. Im Reichsraths-Almanach findet sich folgende kurze Notiz Uber den Verstorbenen: „Benedikt Riccabona v. Reichenfels, geboren am 23. Mai 1807 zu Cavalefe in Südtirol, widmete sich dem geistlichen Stande und brachte es in verhältnißmäßig jungen Jahren zum Bischof von Verona. Am 5. Februar 1861 zum Fürstbischof von Trient ernannt, erhielt er als solcher in Folge des Patentes vom 26. Februar 1861 Sitz und Stimme im Tiroler Landtage, sowie im Herrenhause. Er ist Ritter des Ordens der eisernen Krone zweiter Klasse. Im Jahre 1869 ging Fürstbischof Riccabona nach Rom, uni dem großen ökumenischen Konzil anzuwohnen. Er gehörte, wie alle öster- reichischen Bischöfe, zu den Verfechtern des Jnfallibili-täts-Dogmas. Gegen die freiheitliche Entwicklung der konfessionellen und Schulgesetze kämpfte er ani dem leicht durchwühlbaren Boden Tirols mit allen Waffen, welche das moderne Arsenal der Kirche sür solchen Krieg birgt, mit Hirtenbriefen und in parlamentarischen Körperschaften. Riccabona, der einen Mittelpunkt klerikaler Bestrebungen des Landes bildete und besonders auf das Bauernvolk von gewichtigem Einfluß war, zählte zu den reichsten Grundherren Tirols. Unsere Gegner auf kirchlichem Gebiete betrauern den Verlust eines ihrer rührigsten Kämpfer auf dem nur schrittweise von ihnen aufgegebenen Terrain geistlicher Machtfülle. — Nordpolexpedition. Wie wir aus bestimmter Quelle erfahren, sind Mitglieder und Mannschaft der österreichischen Nordpol-Expedition bereits komplet, so zwar, daß absolut Niemand mehr angenommen wird. Außer den beiden Führern Weyprecht und Payer begleiten die Expedition die beiden Marineoffiziere Brosch und Orel. Der Maschinist Krisch ist aus Mähren, die Mannschaft, aus der k. k. Kriegsmarine ausgewählt, besteht aus Quarueroli, bekanntlich dem besten Schlag unserer Seeleute, endlich wurden noch die beiden Gletschersteiger und Gemsjäger Haller und Knott aus St. Leonhard im Passayerthal engagirt. Somit ist auf der Expedition jede Nationa-liiäi Oesterreichs vertreten. Ein Harpunier wird in Tromfö im nordöstlichen Norwegen an Bord genommen. Im „Archiv für Seewesen" lesen wir: Das Expedittonsschiff „Tegetlhoff" läuft Ende März in Bremen vom Stapel und wird nach vollständiger Ausrüstung und Einschiffung der Vorräthe im Mai die Anker lichten, um seiner Bestimmung entgegenzugehen. Voraussichtlich werden, wie es bei der deutschen Nordpolarfahrt der Fall war, Freunde des Unternehmens allerlei seltene Lebensmittel spenden, um den Beteiligten im hohen Norden die Erinnerung an die Heimat stets wach zu erhalten. Jene, die solches zu thun beabsichtigen, können wir auf folgendes aufmerksam machen. Es kam nämlich vor allem darauf an, daß die für die Expedition geeigneten Vorräthe zur bestimmten Zeit geliefert werden; dazu hat sich nun die Firma H. Richers in Hamburg kontraktlich verpflichtet, und so ist für die eigentliche Verproviantirung gesorgt. Zu Schenkungen dagegen eignen sich am besten guter Wein, der natürlich wegen der großen Kälte im Norden sehr stark sein müßte, ferner alle die Kleinigkeiten, wie sie von den Hausfrauen für den Winter in Gläsern aufbewahrt zu werden pflegen : eingemachtes Obst, Erbsen, Mixed-Pickles, Gurken, Champignons re. Diese Dinge sind geeignet, den täglichen Mahlzeiten an Brod einen besonderen Reiz zu verleihen, und werden dankbar entgegen genommen werden. Es wäre zweckmäßig, dar- Jetzt macht er häufig Gebrauch davon und er läßt gern hervortreten, daß er sich dem Lande opfere, indem er sich die schwere Last, Sorge, Arbeit und Mühe aufbürde, iu seinem Alter noch zu regieren. Seine Reden beginnen meist in dem zarten gedämpften Tone, der das Ohr des Hörers anstrengt und zur Aufmerksamkeit reizt. Hat er aber einmal die Mäuschenstille gewonnen, die er erstrebt, so hebt sich der silberne Klang des scharfen Organs, die Sätze treten mit markiger Kraft hervor, die Stimme tönt Heller und der Redner von so kleiner Gestalt wirkt mächtiger auf den Hörer, als eine noch so stattliche Figur mit dem sonorsten Organe. Das Bewußtsein des ihm innewohnenden reichen Talentes verleitet aber Herrn ThierS' auch dessen Faszination allzu oft in Anwendung zu bringen, wodurch der Eindruck abgefchwächt und der Effekt verloren wird. Er hält nicht immer Maß. Seit er anf gleicher Stufe fleht mit Königen, ertrügt er den Widerspruch mir mit sichtlicher Üngednld. Sonst, da ihn die kaiserliche Mehrheit nicht anhören wollte, da ein Granier de Eassagnac mit dem Falzbein klapperte, das Pult auf- und zuschlug, um des kleinen Mannes starkes Wort zu übertönen, damals stand er oft mit zusammcngcschlungcncn Armen auf der Tribüne da, die Lippen verziehend, auf- und abschreitend, bis man ihm Gehör schenkte. Er wußte wie wenige seinen Worten folgten, eö waren ja meist Hosdeputirte in der Kammer. Heute ist es anders geworden. Es gibt keine Macht in Frankreich über der seinigen, und er beginnt schon am Herrschen Gefallen zu finden, sich als den Unentbehrlichsten zu stempeln. So hat Herrn Thiers die hartnäckige Gegenwehr der Depntirten erbittert, bis er sic seinen Zorn und Aerger in ungemessenen Ausdrücken fühlen ließ. So begann das Drama von Versailles, das mit dem letzten Kampfstage der Pariser Vertheidiguug vom vorigen Jahre zusammenfiel. Herr Thiers gab der Versammlung sein Amt zurück, setzte diese in die größte Aufregung, und während die Hauptstadt dem alle,, mit Gleichgiltigkeit zusah, verarbeitete man eine Resolution, die den Präsidenten veranlaßte, seine Stelle ferner zu behalten. tiuitu la. eommöckia! Es ist alles wieder wie gestern vor dem erschrecklichen Votnm; die Thrä-nen der Rührung sind getrocknet, die „provisorische" Republik ist gerettet uud das Staatsschiff rudert weiter, bis es feinem allen Piloten beliebt, es wieder einmal anffitzen zu lassen. auf bezügliche Anmeldungen an das „Zentral-Komit-e für die österreichische Nordpol-Expedition in Wien" zu richten, mit der Zusendung der Gegenstände selbst aber zu warten, bis eine Aufforderung dazu von Sei- ten des Komitees erfolgt. — Pariser Tr a uc r t o il e t te. Mehre Damen der Pariser großen Well tragen jetzt auf den Bällen folgende Trauertoilette: fchwarzfeidensS, mit weißen Spitzen und rothen Rosen geschmücktes Kleid; in den Haaren diamantene „Thräueu." Ei» solcher „Schmerzensschrei" als Anzug kostet blos 14.000 Fr.! — Ueber das Erdbeben, welches am 28. Jänner d. I. die Stadl Schcmacha in Kaukasieu vernichtet hat, bringen die „Mr. Vjsdomosti" eiuen Bericht, welcher bestätigt, daß bei der Kcitastrofe 44 Personen schwer verwundet und 118 getödtet wordeu sind. Von den letzleren kamen 18 im armenischen Beihause ums Leben, wo, wie in allen übrigen Kirchen, gerade Gottesdienst gehalten wurde. (Der 28. Jänner war ein Sonntag und das Erdbeben fand fünf Minuten vor 10 Uhr Vormittags statt.) Die ehemalige Dschuma Moschee, welche an 700 Jahre alt war, ist gleichfalls eingestürzt; außerdem erlitten auch dis russische und zwei armenische Kirchen bedeutende Beschädigungen. Die Gemeinde - und Staatsgebäude siud sämnitlich stark beschädigt, wenn nicht ganz in Trümmern. Ueberhaupi sind von 3000 Häusern kaum 20 unversehrt geblieben. — Die Noch der unglücklichen Bevölkerung ist fürchterlich. Mal- und Provinzial-Angelegenheiten-Äkal-CLMuik. Bade- und Schwimmanstalt. (Fortsetzung.) Die an ein Bad gestellten Forderungen gelten auch für die Schwimmanstalt, und andere treten hinzu. Von jenen will ich' nur die Nothwcndigkeit größerer Nähe hervorheben. Man kann die Bevölkern»^ in Beziehung auf den Werth der Zeit in drei Theile sondern : der erste kenn! den Grundsatz, „Zeit ist Geld", und lebt darnach, der zweite begreift denselben noch nicht, muß aber nach ihm leben, der dritte Theil hat Zeit, entweder weil er Geld hat, oder es entbehren kan». Dieser dritte Theil bildet aber bei weitem weniger als das Dritt heil der Laibacher. Bevölkerung; und von ihm geht nnö wieder jene Hälfie, welche Zeit hat, weil sie Geld entbehren kan», wenig oder gar nichts an, es ist die bedürfnißiose, unterste Schichte der Population, die selbst eiu Freibad selien benutzen würde. Wen» demnach nur ein verschwindend kleiner Bruchiheil der Bevölkerung einen längeren Weg in die Schwimmanstalt vielleicht als Spaziergang benützen kann, der Kaufmaunsstaud, der in unserer Siadt so zahlreich vertreten ist, die Beamten in den Fabriken, die Handwerker und Arbeiter und der Sludierende werden eine nahe gelegene Schwimm-fchule in Stunden besuchen, die zu einem weiteren Wege nicht ausreichen würde», und an Tagen, die arm an freien Stunden sind. Im Juni und Juli vor dem Schluffe deö Semesters muß 'die Jugend am meisten lerne», sie hat zu einem weiten Wege keine! Zeit. Der Kaufherr wird gewiß.sich und seinen Kommis und Praktikanten wohl eine Stunde gönnen, nicht aber zwei. Doch wozu Klares klar machen wollen? Nicht nur näher, auch größer soll das Schwimmbad sei», als das Bassi» iu dcr Kolesiamühle; denn erstens läßt sich eine größere Frcgnenz anhvffcn, zweitens ist das in der Kolesia schon für den jetzigen Besuch zu klein, was besonders hcrvortritt, wen» an einem Fe-rialtage das Wasser klar ist. Nnn, i» dem vorliegenden Plane sind 40 Auskleidekabine» proponirt. Das Bassi» aber »ur auf 20" berechnet; man wird es auf 30° verlängern. Das Bassi» soll für Badende und für Schwimmer eingerichtet fein. Da ln unserer Stad! die Zahl derer, welche nicht schwimmen könne», aber doch gerne bade», groß ist, so karf das Bassi» nirgends eine gefährliche Tiefe erreichen. Es g-bt ferner sehr Biele, die einst i» der Vollkraft des Lebens sich am liebsten in recht tiesem Waf- j fer bew gieu, j ^ nur dann, dann aber gerne schwimmen, wenn sie einen sichere» Boden unter den Füßen wissen. Enthalt das Bassin auch nur eine nicht große Stelle von halbwegs gefährlicher Tiefe, so werden es die Frauen mit Aengstlichkeit, viele aber es gar nicht benutzen; und doch ist es in sanitärer Hinsicht, wie uns Doktoren mitiheü-en, höchst wünschsns-werth, daß Laibach ein Badebassin bekomme, wohin manche kränkliche Frau von ihrem Doktor der Heilung und Kräftigung wegen geschickt würde. Allerdings ist es für junge Leuie, welche des Schwimmens vollkommen mächtig sind, sehr angenehm, einen geschlossenen Raum von bedeutender Wassertiefe zur Verfügung zu haben. Da jedoch das Angenehme auch hier nur in dem Geflchls der Sicherheit besteht, ihrem Wunfche aber der gleiche Wunsch der Mehrzahl gegenüdertritt, und beide nun schwerlich zu erfüllen sind, so werden wir wohl ein Bassin von höchstens 4'^ Fuß Tiefe bauen müssen. Es gibt ferner Viele, die ihre Kinder mit sich in das Vollbad nehmen wollen; diese wünschen, daß die Tiefe des Bafsins mit 3 Fuß beginne und dann bis 4 '/z Fuß zunehme. Daß dieser Wunsch sich leicht wird realisiren lassen, hoffen wir, die Fachkundigen werden darüber entscheiden. Aber auch denjenigen wird Rechnung getragen werden, welche als lüchiige Schwimmer in einem tiefen Wasser gern das Weite suche». Zwei Sprungbretts und ein Sprunggerüste bieten ihnen Gelegenheit, außerhalb der Anstalt im offenen Laibachfluffe zu baden. An jenem Ende des BassiaS^ wo es die Tiefe von 4 Fuß erreicht, wird ebenfalls ein Sprungbrett angebracht. ' Und so werden die Wünsche aller Theile der Bevölkerung mit Ausnahme der wenigen, welche ein sehr tiefes Bassin wollen, befriedigt fein. Wir werden nicht ermangeln, dem Publikum über den Fortgang dieser, für dasselbe so wichtigen Angelegenheit Bericht zu erstatten. Jetzt werden aber die Verhandlungen wegen dcs Ankaufes der nöihigen Ufer-cheile gepflogen, und wir hoffe», schon demnächst von ihrem glücklichen Erfolge Nachricht gebe» zu könne». — (Die Ko n st it u iru ng der Wiener W e l t a u s st e l l u n g S k o m m i f f i o it f ü r K r a i n) hat heule unter dem Vorsitze des Landespräsidenten Karl v. Wurzbach stattgesunde». ÜS wurde die Un-tertheiluug »ach vier Sektionen nämlich für Monta-nistik, Landwirlhfchaft, Gewerbe und Handel, und für Statistik b-schlosfen. Die Bildung derselben geschieht durch freiwillige» Beitritt der Mitglieder, und ist jedes Mitglied verpflichtet, an de» Arbeite» wenigstens einer der Sektionen sich zu betheiligen. Die Leitung der Geschäfte besorgt ein Exekutiv - Komitee aus dreizehn Mitgliedern bestehend, in welchem auch die Obmänner der obgedachten Sektionen Sitz und Stimme haben. Von den Anwesenden sind in dieses Komitee eingetrelen, die Herren: Berghauptmann Trinker, Bürgermeister Deschman», Michael Zoys, Otto Baron .Äpselirern, Dr. Costa, Professor Globoönik, Ritter von Gutiuaunsthal, Peier Kosler, Graf Lattthieri, Fürst Metternich, Handelskammer-Sekretär Muniik, Albert Samassa, LaudeSschiUraih Scholar; Präsident deö Exe-kulivkomilees ist Karl von Wurzbach, Vizepräsident V. C. Snppan. — (S l o v e n i f ch e P re is op e r e t t e.) Bekanntlich hat der kraiuifche Landesausschuß iu Aussühruug eiueS Landlagsbeschlusses bereits vor zwei Jahren, nebst mehreren Preism für flovenifche Dramen, auch zwei Preise von 250 und 200 fl. für flovenifche Operetten ausgeschrieben. Der Kvnkurstennin, der mit Eude deö Jahres 1870 ablief, mußie bis Ende Juni 1871 verlängert werden, llnter den elugelaufeueu dramaii-fche» Bewerbungen soll keine preiswürdige sich befinden, dagegen hat der kraiuifche Landesausschuß auf Grundlage des von drei Prager Preisrichtern abgegebenen Gutachtens den ersten Preis von 250 fl. der Operette (OorvuM Mvövk) „die oberkraüusche Nachtigall" zuerkaunt und dem Libretto hiezu den Preis von 75 st. Letzteres rührt vou der flavifchen Dichterin Louise Peffiak her. Die Handlung spielt in der Umgebung von LeldeS, der Kompositeur ist Herr Förster, Ehorregent an der Domkirche in Laibach. Die Präget Preisrichter sprechen sich über die Ko . Position sehr lobend aus, und steht zu erwarten, daß diese Operette demnächst auf dem hiesigen Theater zur Aufführung gelangen werde. Die zweite zur Preisbewerbung einge-langte Operette erhielt keinen Preis, sondern nur eine lobende Anerkennung nebst einer Gratifikation von 80 fl. Der Verfasser des Librettos, betitelt: (kröpir o Lsiütvi) „der Streit um die Hochzeit/' ist Dechant Grabrijau von Wippach, die Komposition, aus einer Reihe von Liedern bestehend, rührt vom Herr» Hribar, früher Lehrer in Wippach, nunmehr in Gör;, her. — (Teater n achricht.) Auf allseitiges Verlangen findet Montag, den 11. März, noch eine Vorstellung der „Prinzessin von Trapezuut" statt, und zwar zum Vonheile des Kapellmeisters C. Pleininger. Wie es heißt, studirt Herr Schlesinger, da er die Rolle des Cabriolo in Laibach zum letztenmale spielen wird und das Publikum zu überraschen gedenkt, neue Kunststücke ein. — (Dem russischen Schriftsteller Pogodin) wurde eine kalligrafisch sehr schön ans-gestaiiete Adresse von den hiesigen slovsnischen Vereinen „Matica", „Eitalnica", „dramatischer Verein" und „Sokol" zugesendet. In der Adresse werden die großen Verdienste (?) Pogodins für die Hebung des Slaven-thums hervorgehoben und sein Name als ein auch in Kram allbekannter nud gefeierter bezeichnet. Außer uufern Moskaupilgern, die den russischen Panslavisten persönlich kennen lernten, dürfte es in Krain wohl nur wenige Slovenen geben, die von seiner literarischen Thätigkit etwas wissen. — (Aus dem Bereinsleben.) Die Generalversammlung des Arbeiter-Kranken- und Jnva-liden-Uuterstützungs-Vereines wird am Sonntag den 10. d. M. um 2 Uhr Nachmittag im Deutschen Ritter-Ordens-Saale abgehalten werden. Tagesordnung: 1. Bericht des Ausschusses. 2. Neuwahl des Ausschusses. 3. Allfällige Anträge. — (SchmerzenSrufe des niederen Klerus.) Neben den viele» Schnierzensruf-n. welche von Seite des niederen Klerus über das Drük-keude ihrer Lage bereits laut wurden, nehmen wir heute von einem Briefe Notiz, welchen „Einer im Namen des Jstrianer Klerus" über die Noch-Wendigkeit der Kongrna Erhöhung in der „N. Fr. Pr." veröffenilicht. Derselbe schreibt: „Man liest und hört von allen Seiten, daß die hohen Kirchenfürsten gegen die Erhöhung der Congrua des nitderen Klerus Proteste einlegen, weil sie, die großen Einkünste genießend, nie die Noch gekannt haben, bei den kanonischen Visiten doch ordentlich bedient zu werden verlangen und nicht kleine Suiten mitbringen, die das mehrmonatliche Einkommen der armen Pfarrer benagen. Sie protestiren, weil sie fürchten, daß die Geistlichkeit, zum Lebe» kommend, die Sklave,iketten abschütteln würde. Hätten aber die Protestirenden Herren hier in Istrien als Kapläne gedient, so würden sie gewiß nicht so sprechen und schreiben, denn sie hätten sich überzeugt, daß jede Dienstmagd besser stehe, als der Kaplan, der für seine 200 fl. nicht einmal die einfachste Kost haben kann; und da er selten oder nie eiu Meßstipendium bekommt, woher soll er noch die Koste» für die Kleidung, Bc-fchuhung, Bedienung, Bücher rc. nehmen? Der Pfarrer hat oft nur aus dem Papier 300 fl. ; mit diesen mag er wirthschasie», wie er will, so kaun er nicht aus-langen; deswegen werde» Pfarreien oftmals ausgeschrieben, ohne daß Jemand kompeiirt. Hätten die Pfarrer so viele Huudcrte als die kleinsten, Protest cinlegenden Prälaten deren Taufende haben, so würde sich gewiß keiner beklagen. Deswegen hegt man allgemein die Hoffnung, daß dcr Kaiser, nnscre Lage beheizigend, sein gegebenes Wort nicht brechen, und der Reichsrach, sich „nser erbarmend, die Proteste nicht beachtend, nufere Kongrua dcr steigenden Theuernng und deu Wellverhältnissen angemessen erhöhe» werde. So wird dcr Kaiser, wen» der Klerus nicht mit der Noch zu kämpseu haben wird, treue Unterlhanen u»d die Kirche nicht wühlerische, sonder» offene, eifrige Arbeiter bekommen, die sich mit Leib und Seele de>» Wohle des Volkes widmen werten." Gedenktafel Äer die am 12. März l872 stattfindenden Lizitationen. 2. Feilb., Cuk'sche Real., Schwarzenberg, BG. Jdria. ^ ^ Feilb., Trotuik'sche Real.. Godowitz, BG. Jdria. — A Feilb, «Zilc'sche Real., Globelj, BG. Neifniz.— 3. Feilb., Gerjol'sche Real., Pristava, BG. Oberlaibach. ___ Theater. Heute: Zum Vorlheile des Regisseurs und Operetteu-s-ingkrs H^rrii Gi, sta v L öcs. Zum zweite» male: Morilla. Komische Opcr üi 3 Akten v. Meilhac uud Halevh. d!ach einem Mährchen frei bearbeitet. Musik v. Hopp. Tel e^ramme. (Orig.-Telegr. des „Laib. Tagblatt.") 28 i en, Mnrz. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget und das Finanz-gesetz pro «872 mit 3.3»'/^ Millionen Ausgaben und '/^ Millionen Einnah men in zweiter und dritter Lesung an. Wien, 8. März. Das Abgeordnetenhaus erledigte in heutiger Vormittags- und Abendsitzuug die Budgets der Ministerien für Unterricht, Handel, Ackerbau und Justiz unverändert nach den Ausschußanträgen. Für Unterrichtszwecke Dalmatiens wurden 10.000 Gulden mehr bewilligt. Bei dem Unterrichtsbudget werden Resolutions-Anträge wegen Trennung der Prager Universität, Errichtung von Universitäten in Czernovitz und Mähren, einer Rechtsakademie in Triest und medizinischen Fakultät in Salzburg angenommen. Bei der Debatte über das Budget des Iustizministcrs wurde die Frage wegen ^elegirmig der Geschwornengerichte erörtert. Der Justizminister erklärte, die Besorgniß vor dem Untergänge des Geschworneninstitutö sei hiebei allein Maßgebend gewesen. Pest. 8. März. Uebrr einstimmigen Beschluß wurde die heute begonnene Unterhaussitzung sofort wieder geschlossen. Man glaubt an das Zustandekommen eines Kompromisses. Berlin, 8. März. Das Herrenhaus nahm mit großer Majorität das Schulaufsichtögesetz an. Spctc.Renke, öft.Pa». dto. dto. öst.inSilb dose von 1SS4 . . Lose von 1880, ganz Lose von 1880, üünfl Vrämiensch. v. >864 Sr»»as»tl.-Odl Kteirrmarl zu SPD KLrnten, »rain u> Küstenland 5 . llugarn. . z»S , kroat.u.SIav. 5 , «i-benbürg. , b . stattonalbanl . . llmon - B»nl . . > Kreditanstalt . . II. ö. Escomvte-G-I. Lnalo-öfterr. Bant Orft. Bodencrcd.-A. O-ft. Hm>otb.-«an! «trier. E»c°mvl.-«! Franko - Austria . ika,s. gerd.-Nordd. Güdbahn-Besellsch. »als. Elisabeth» Bahn jUrrl-Ludwig-Bahn Elrbenb. Eisenbahn EraatSbahn. . . Kais. Kranz-IosefSb. Fünst.-Baicser E.-K Älköld-ffiuN. Bahn brsoadrivf, Nation. ö.W. verloSb. llng. Bob. Sreditanst Allg.oft.Bod.-Sredir dto. in LL rn-3.75 S4.50 104.50 104.70 1L7.- IL,.50 148.75 14S.— 90.— Sl.— 85. >L 81.— 83. 77.75 86. 8I.L5 84.— 78.25 847 . 849.- 325.75 »28.— 348.8V 317.— 955 gtzV. 385.75 »08-25 283— 284- - 98.— IV2 -282. n». 144.LS 144.5g 231». 23,5. 210.»0 211. - 2.9.25 249.75 281.25 281.75 >89. ,89.50 S91 5g 3^L 209.75 2li>. -198. 197.- 187.25 187.75 90.- s 90.20 89.50 89.7i 104.50,105. 87.50 88.- Südb.-Ges. zu SOOgr dto. BonStzpLt Üiordb. (100 st. TM.) 105.25 105.5» Sieb..B. 93.- 93.5V StaalSbahn Pr. Stück 134.5V 135. StaatSb. Pr. St. 1887 131. 132. !»udolsSb.(300fl.°.W.) 94.25 94.50 gran,-4os. l200 fl.E.) I02.4S 103.- L-o»v> Credit 10V fl. ö. W. . Don.-Dampfsch.-Bes. zu IVO st. CM. . . Triester IOV st. CM. dto. SV ft. ö.W. wiener . 4V ft. ö.W. Salm . , 40 „ Palfty . , io , Aar« . , io . Sl. KrnoiS. iv Windischgräh so , Waldsteiu . zg Scglevich . io " »iudollsstist. ivö.W AugSd.ivOst.slldd.w. Franls. Ivv ft. . , London Iv Ps. Sterl. Paris 10V Franc« . «ais. Münz-Dneaten. 20-FrancSstück . . . ^ereinithaler . . «iilier 18S.5V I9V.- I 99.50 1VV.50 120.50 121.50 58. 59. S1.5V 33- 29.— 30 -36— »8.-29.— 3V.-24. - 25 -22 5« 23 14. 18. 14.50 15- »3.9V gl, 93.1» 83.2V 11185 43.90 11.^. 5 30 5.32 8.89 8.!,v 1.86 j 1.88 1IV.25 1IV.75 Telegrafischer Kursbericht ?er Fmalc -er Zteieriilärlr. Eslramptkbaiik in Laiback. von der k. k. öffentlich.'» Börle in Wien am 9. März der Mittagsbörse. ,;4 7-, - i„,d November-Ziiiseu LL. Ba.ibauk >27.40. - Anglobaubank I7^»o b°„k 5>,;.75>. - Mäklerbank - - l ? ^ Verstorbene. Den 8. März. Herr Viktor Häring, k. k. Landes-regierungsbeamter, alt 40 Jahre, in der Stadt Nr. 183 an der knotigen Lungensucht. — Franz Zeleznikar, schnei-dergeselle, alt 49 Jahre, im Zivilspital an Marasmus. Witterung. Laibach, 9. März. Nachts sternenhell, Reif, sonniger Tag, windstill. Wärme' Morgens 6 Uhr j 0.6°, Nachmittags 2 Ulr > 14.4° 6. (1871 -j- 13.9'; 1870 8.8"). Barometer 738.00 Millimeter. Das gestrige Lagesmittel der Wärme -j- 4.8": um L.2° über dem Normale. Geld Ware !,5.- S5.50 112.- 112.52 L30.- 232. Danksagung. Für die ^ herzliche Theilnahme an unserm schmerzlichen Verluste und die so zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte unserer theureu Serafiiik sprechen wir alle», die sich daran betheiligten, unser» tiefgefühlten Dank aus. (129) LÄNiiiie Freiwillige 1^1211: s,^ion. .. . 11. ,1 AU. während der gewöhn- lichen Amtsstunden werden im Hause Nr. 209 in der Ler-> rengafse, im 2. Stocke, verschiedene und andere ««- » au die Meistbietenden gegen gleich bare Bezahlung überlassen werden. (125—3) In den außer dem Stadtpomerio, knapp neben ,» der Wiauth n»d der St. Peterskirche gelegenen, zu ^ Udmat gehörigen Häusern Nr. 22 und 23 sind Vkkonomis - 8smkk-ei6n approbirt n«d sicher keimfähig, von bester Sorte, als: evtil feanriisiZoker, l-ureenee uncl 8teiee. K>eessmen. als: Itiimotksus-, fesnrö8i8eke8, englisvkes, iialieni8<:>ie8 »nd lieul8vl>e8 klieygess. Beste und größte Sorte von Luegunllei' und üdeen-llorfke Muckse- und kunkel- als Futterrüben, nebst verschie-schiedenkn >Vs>cIsämereien. Mei We Ft'sirgiptz (Klccgips). Größte Auswabl in fsrb^saren, Usurer-, l^sler- und knslreiekpinseln, Uöbel- und Xutseken-Lisenlklv^e, l.emäl-und VergoIiIen-fi^ni88S. Großes Sortiment iu kslie- und Vagensvll^ämmen, Lager vo» bester SorteLvkleikteinen in verschiedeilen Größen. Mineralwässer, als: älielkkiliquelle, kilinei- Zruei-deunn, Lael8dali6i-I^ülil-, Spnullel- und 8o>ilo88bi-unnen, Lgeeei' fi'anren8-, 8slr- und Viesenquelie, fi'isili'iclisksllei', Kie8stiüdle>', Klei-vlienbengen Lon8tsntin-, ^oti-rnnis-, und Xlsu8nei--8tslil-quelle, ttsllei' Ivllquelle, I^si-iendaclei' Kneurbnunnen, Oknen Nskoer>-Sittei-«s88ei', psedlsuei-, k>ülnsee, Nokit8el,e>-, kiequseo, 8eltee8 und 8sit8etiitrei'quelle. ^sllee loci-, Uaeiendallei' u«d LselZdaliee 8pl'lllie>-8L>r. ^leei'-Uuttei'-lauge füi- Sällee. als: ^-mlle!n, Ko8>nen, pignolien, pistsrien, Orangen, Umonien, 2stie>n, ^alagati-auden, Keaeiimancieln, 8ai'kle»en, 8ai-l1inen, Xappeen; schönste Lnaref 8v>ilnl> KZ uud halte es nun für meine Pflicht, öffentlich zu ; ^ N --------------------------------------- ' ^ zu 2 und 3 Zunmer» nebst Sparherdküchen, wie auch ^ ^ ein HL«Kr,iei» für die nächste Georgizeit zu ver- -tz « miethcn; auch sind mehrere und AVI«;- S ^ verpachten. ^ ^ .... Auskunft wird in der t-lefa»te»gas,'e ' 1>r. »Z iBrauerei des Herrn »k»I,. ^8 ^ rm 1. Stocke ertheilt. (108-3) H MUMMMMMULUUUMLLMMNMNN E Indem ich für das meinem seligen Manne ^ M geschenkte Zutrauen danke, zeige ich den geehrten U M P. T. Kunden ergebenst an, daß ich das Ge- M M schüft unverändert weiter führe, und gebe die Zu- W L sicherung, daß ich keine Mühen noch Kosten scheuen A W werde, durch fortwährend gute Auswahl von Stoffen ^ A und gewandte Geschäftsleiter allen Anforderungen R E zu entsprechen. M M Ich ersuche gleichzeitig, jenes Vertrauen auf U M mich zu übertrage», uud bitte um ferneren M neigten Zuspruch. Hochachtungsvoll D (126-L) Llvi»«». Der giiylichk Ausimtmsj meines noch vorräthigen zu besonders herabgesetzten Preisen in meiner Wohnung in der (OIL—22) Sternallee im Kollumifschen Hause 1. Stock, neben dem Theater. LL erklären, daß ich Ihnen Unrecht gethan, denn schon in zweiter Ziehung gewann ich R )>' rZ r,r LL ZL >> >'< FX X. einen lerne. rr , Lehrer. U Diese von mir benutzten, so glücklichen Spiel- >x Möchte doch Ihr Ruf sich immer weiter verbreiten, damit noch recht viele durch Sie glücklich werden. (IOl) Heinzendorf. instruktionen sind auf Verlangen sofort gegen kleine Spesen Enischädignng zu erhalten. Anfragen >) finden unentgeltliche Anlwort. Man wende sich »ur vertrauensvoll au den Professur -er Mulheinatik >r ». o» i>»<-in Wilhelmstraße 5. Ll'iaer. ^ ^^^^„,>>> Feuerspritzen, ans der Triester Ausstellung mit der silbernen Medaille ausgezeichnet, sind in verschiedenen Größen, zu verschiedenen Preisen uud für Gemeinden mit der Begünstigung MI ratcnweiser Abzahlung; weiters Z rvtircüpe WeinpNiM,, uenester Konstrnktion, Mit dttlen mau bis sechszia Eimer in d.'r stuude llberschäiiken kan» dann für Ha»sbruiinen und Fabriken solid mid zu billigsteu Preisen zu habe« iu der Glotken- und Metallgießerei voll in Lnil'ach. (II6-2) < ^.................... Urlion äki III äen ^.mt88tU'.iägn V 17-5) Von» Vei^v rl!1r?NK8»atk6 «Ivi ailKvm. VvL8ivltvruii^8l»rnilL 8!üvi;iu,ja> Willi ktt wl Msl r» ÄIMMMÄ, »?. Min ümicl! M, HeriMlmktb^esi'iüor ete. vte., Hos- unä 06ri6ktsaävolca,t o^o., I»rä8iä6^t. ViLSiiräsiäöQt. «A Frische Sendung Drinzejj'en-Wajsee per Flacon 84 kr. 1o86f Ksk-ingei'. Klavier Unterricht ertheilt gründlich in nnd anß.r d"in Hause, auch werden jene welche schon gelernt haben, zur weiteien Ausbildung übernommen, (91—4) k^iNÄ ^SÜUN80!lLg geö.Schneider. aus Wien. alten Markt I.'iö, 3. Stock. I n Sause !Vr-. 8« 8t. «», rst e-ne g,oße (123-4) SchloH'er-Werkstatte si'MNit Gar^n und em iLtall sogleich zu vcrmiethen, sowie auch eine vdL i.n S!adtwald sogleich zu verpachten. Anlage: Ttadt Nr. 23^, Heimann'sches Haus, 2. Stock. Um dem mit unserem Namen vielfach getriebenen Unfuge entgegen zu treten, daß nämlich nur zu häufig schlechte nachgemachte Nähmaschinen als aus unseren Fabriken stammend verkauft werden, werden von nun an zn allen von ,«-»8 erzeugten nnd versandten Howe-Maschinen ans Nummer der Maschine lauten und vom Präsidenten der Compagnie willen 8. Stooliwell unterfertigte I > 8pk tsKitnti beigegeben. Wir ersnchn! daher alle i>. t. Käufer, ja darauf zu achten, daß Zertifikat zu verlangen, sowie auch unsere Marke genau zu besehen, wodurch Mein sie sicher sind, eine ««-S-L« von uns fabrizirte LISn« 'ftye Kaffe« werden zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. zu bekommen. Ne I!»Mm LMM in ^övv-Vonk. llö!' k6PNÜ86Ni32i: Lckite Lttu8 iliiu jZ. auch giltL N k-t-e?ei ^ ^ N8«n r lt. vte.. sowie beste 6-^nö und 8eikle, /p^sie fu,' ^ol.inen, dann tternen- und vsmen-VVssLiw, Sjierialitsten in üemtleinzätren, Kotigen, ^?.n§o>iell8, kmi-sektwinrie ruü-ANijlms L Äoui-ürükel, Nvule^en nnd empfiehlt in großer Auswahl und zu billigsten Preisen Vmo. Mosoimagg Der Gefertigte dankt dem x. t. Publikum fiir den bisherigen Besuch im Lchweizerhause uud zeigt ergebenst an, daß er mit l. März das LL»8Zs,«>-überiivmmen hat. Er erlaubt sich das x. t. Publikum ;u zablreichem Besuche mit der Versicherung eiuzutaden, daß er für vorzügliche Getränke uud prompte Bedienung bestens Sorge tragen wirb. Hochachtungsvoll (128 —t) (II Vruik voll Igo. v. Kleiumahr » grd. tvsmberq «n Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Otkomar Bamberg.