PtttauerZeitung fi erscheint jehen Sonntag. Drei« für Pettau mit Zustellung in» Hau«! Vielteljilhrig sl t.SV, halbjihrig fl. 2AQ, ganziShrig fl. 4.80, mit Postversendung im Inland«: BieNeljährig sl. 1.40, kalbjthria sl. 2.80, ganzjährig fl. Ö.60. — Einzelne Nummern 10 tr. Schriftleiter: Wilhelm Frisch. — 8crMltM| iil 8trU(: «. vlanke, Ha»»tpl,h Nr v. Handschriften «»erden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst ^rechnet. — Beitrtge sind erwünscht und wolle» längsten» bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden. Deitsch »der todt! «t» «>»«» Helde»»»rt De»tsch »der t»Ws Da« soll »»« letft», Wen» »ir l» blOker «rünne schreit«,, Z» kämpfe» fir »e» «»listhim« Hart, Jetzt heißt e« streite»! von Han» Kordon der Frauen- und Mädchenort»-gruppe .Marburg" der Südmart gewidmet Pränumerations-Einladung. Das Abonnement kann mit jede« Monate begonnen werden und wirb and) gegen monatliche Se)«hlnng s 45 kr. in Pettin, 4 50 kr. nntwiirts mit poKver-sendnng, angenommen. Gleichzeitig er landen »ir nns, alte I. T Leser nnseres Slattes um gefällige Einsendnng de« ent-fallenden ^bonnemeNtbetrages höflichst )» ersnche». Die Berwalt»ng. Slovenische Herzenswünsche. Wo» still »»d heimlich bislang im Busen so manche« slavischen Rottfllhrer« al« frommer Wunsch geschlummen. den man nur dem beste» Ende un Vertrauen «ivheilt«. wird heute in r Begehrlichkeit der durch zahlreiche Eriolge gewordenen Slaven al» Forderung aufge-stellt: Eine slovenische Universität in Laibach al» culturelle« EinigungSmitlel sür die österreichischen Südslaven. Der Appetit kam auch h>er mil dem Esse». Erst in einzelnen Trieben, später mit jähem Schuß wuchs da» südliche Slaveulhum; aus solche Weise brachte e» — wenige italienische Pflanzstätte» au«grnvi»men — alle» X'anb von der Vlbria bil Humus zu de» mittägigen Grenze» Steiermark« und Käente»« unter sein Joch. Welche» Entgegenkomme» von Seile der Regierung da» Siaventh»m dabei gesunde» ha», fai.n Der Riesenhut. Aus meinem abendliche» Sparziergang war ich dem Herrn von Chastelune begegnet, der mir gesagt hatte: .Wa« sangen Sie d,nn heut' abend» an?" .Nicht», bei der Kälte l Ich werde zu Hause bleiben und mir einen Thee bereiten." .Da kann ich Ihnen etwa» Bessere» vor» schlagen: einen Fauteuil zur heutigen PreniiSre. Ich hatte zwei Plätze bestellt sür mich und meinen Schwager; der ist aber geschäsllich verhindert. Wolle» Sie mitkommen?" „Abgemacht!" Und so suhlen wir zusammen nach dem Boulevard de Temple. Eine Hundekälte, brr! Wir kamen in» Theater und ich setzte mich neben meine» Freund iu einen Fauteuil. Eben wollte ich mit dem Operngla« da« Publikum ein wenig mustern, al« ich in bi' Reihe vor mir eine große, schlanke, blonbe Dame treten sah, bie sich aerobe in dem Fauteuil vor mir nieberließ. Und babei bemerkte ich zu meinem Entsetzen, das« sie ous dem Kopfe eine Art Rembraudthut trug, der vorn niedergeklappt und hinten wie ein Gen-barmenbreispitz ausgekrempt war, nur mit beni Unterschieb, das« diese hintere Hülste mit oller-hanb Blumen, Gemüsen, ich glaube sogar, mit einigen kleinen Sträuchern sehr splenbib garniert war. Da sie ben Hut nach der neuen Mode tief in ber Stirn trug, kam natürlich dieser ganze Obstgarten hinten vollend» iu die Höhe, so ba>« man darau» entnehmen, bas« im Miltelpnncte bieser slavischen Bewegung, im Heizogthume Krain, ber Landtag, ber Lai>be«auSsch»ß, ber LanbeSschulrath, die Handels- nnb Gewerbe-kammer. bie LanbwirtschastSgesellschaft. der Ge-meinberach ber Lande» Hauptstadt slovenisiert wurden. Bom ersten BerwaltungSbeamlen der Provinz im Laibacher Regieruni^palaste bi» herab zum letzten Eaplan im Dorfpsarrhofe, von ber weitesten Machtsphßre bi» zur engsten, haben nur Slovenen da« Hest in Händen. Kein Wun-der. wenn bie gebildetsten und wohlhabendsten Schichten der Gesellschaft, bie heute in Krain noch immer deutsch sinb, versolgt und bedrückt werben; kein Wunder, wenn ben HSchstbesteuerten im Lanbe bie Befriedigung ihrer Enltnrbebürs-nifse versagt und jeber öffentliche Einfluß entzogen ist; kein Wunber. wenn für bie beutschen Ständ« und Bernstkreise Krain» ähnliche Schick-sole ongkbrochen sind. e für bie Ritterschaft nnb ba« BMrgerthum ber russischen Ostseeprovinzen. Man hat sich so redlich bemüht, für den Niedergang deutscher Sprachkenntni» Sorge zu tragen, das» in dieser Hinsicht kaum mehr zu leisten übiig bleibt, um so reinen Boden für eine slovenische Universität zu schaffe». Abgesehen von der Masse der kleine» unb reinslovenischen Landschule» ist sogar an de» vierclassigen Volk«-schulen, a»« denen hauptsächlich der Zuzug nach den höheren Studien stattfindet, da« Unterricht«-ergebn!« im Deutsche» ous« Tiefste gesunken. In«-besonder«, seitdem die Gymnasien in Krain bei de» Ausnahmtprüfungen von den Slovenen so ich von der Bühne auch nicht mehr da« Geringste sehen konnte. Da« Zeiche» znm Ansang wird gegeben; ber Borhang geht in bie Höh« und e« beginnt da« Stück. Auf die Gefahr hin, mir eine Genickstarre zuzuziehen, beugte ich mich balb nach recht«, balb nach link«. Doch ich halte ohne meine Blondine gerechnet. .Teufel!" sagte ich mit halblauter Stimme zu Chastelune, „ber Hui da vorne ist rech» störend." Die Dame hört da«, dreht sich halb um, betrachtet mich mit äußerster Berachtung, zuckt bie Achsel» unb lächelt spöttisch. Gleichzeitig richtet sie sich iu ihrem Fauteuil auf, reckt sich, unb e« geling» ihr. burch biise« gymnastische Manöver ben Obstgarten noch um einige Eenti meter höher zu heben Zu meinem Freunbe ge-wendet fahre ich fort: .Na. ich hätte doch wohl besser gethan, mir zu Hause einen Thee zu machen Bon dem Stück hätte ich dabei genau ebenso viel gesehen, wie bierl" Abermals breht sich bie Dame um nnb schickt mir ba« ironischeste Lächeln von ber Welt zu. Da« ist eine Hera»«folberung unb verlangt eine Lection. Ich füge mich also zunächst mit Gebulb in mein Schicksal ... Ich komm mir vor wie ein Blinber, den man in« Theater gt' führt ha». Mit einem Wort — ein zi.mlich gemischter Genus«! Endlich gieng ber erste Act u»ter lanlem Beifall zu Enbe. Alle Welt schien sich samo« gut wie keinen Nachweis deutscher Sprachkenntni« begehren, finden sich auch die Lehrer der vier-classigen Volksschulen nicht mehr veranlaßt, ihren Schüler» diese Kenntnis aufzudrängen. Das hat dann für die slnvenischen Untergymnasiaste» zwei-sache Folgen. Ersten» eine gänzliche Unfruchtbar-keit einzelner UnterrichtSgegenstäiibe. welche theil« lehrplanmäßig, theil« in Ermangelung slovenische? Lehrbücher beutsch beha»belt werde». Zweiten» hat e« bie Folge, bas« solche keiner Cultursprache vollkommen mächtige Schüler überhaupt niemals in Wissenschaftliche Gebiete tiefer einzubringen vermögen. Daran« erklärt eS sich, das« von der Gesammtzahl ber in bie slovenische» Parallelklassen aufgenommenen Gymnasialschüler kaum fünf von hundert den Bildungsgang der Anstalt v"llenben. Wahrenb also einerseits der erleichterte Zu-tritt zum Gymnasium besten Übersüllung verschuldet, gestaltet sich andrerseits berselbe Grunb, welcher bisse Übersüllung bewirkt, auch wieber zur Ursache der frühzeitigen Dichtung der Schüler-reihen. Wahrlich ein burchauS ungesunder Zustand deS UnterrichtSwesenS. der aber von ben slovenische» Parteiführern gerne gesehen wird und zwar barum gerne, weil bei bem übermäßigen Zuflusse slovenische? Schüler nach ben Mittel-schule», trotz des ungeheuren Abgänge« während ber Studiendauer, doch schließlich noch immer eine größere Zahl da« Endziel erreicht, al« ohne jenen unnatürlichen Zudrang der Fall wäre unb eine größere Zahl, al« den heutigen ma-teriellen und gesellschaftlichen Verhältnisse» bes slovenische» Stamme« eigentlich entspricht. zu amüsieren, alle Welt, nur ich nichl! . . . Unb bie Dame hatte mich inzwischen vo» Neuem mit ihrem perfide» Lächel» angestarrt. Umso höhnischer war diese« Lachen, al« sie vor sich einen kleinen Menschen mit vciwachiene» Schultern sitzen hatte. Über den sie bequem hin-wegsah. Ich betrachte diesen kleinen Menschen: z>rdrückleS Zacket, zweifelhafte Wäsche; der ge-borene Freikarleninhaber. Ich ziehe ihn in einen Winkel und sage zu ihm mit leiser Stimme: .Mein Herr, ich hätte ein ganz besonbere« Interesse, Ihren Fauteuil Nummer Achtu»bv>erzig einzunehmen; wollen Sie mir gestatten, Ihnen ben Platz sür 20 Franks abzukaufen? Ich werde Ihnen den meine». N»ninur Zweiuudneuiizig, überlasse», der allerdings etwa« weniger gut ist!" Da« Gesicht de« kleinen Manne« verklärt sich. Er steckt meinen Goldsuch« glückselig in die Tasche unb sagt: .Mein Herr, Sie sinb anßerorbentlich liebenswürdig und ich nehme Ihren Vorschlag mit dem größten Vergnügen an." • * * Niin war ich also glücklicher Besitzer de« Fauteuil« Nummer achtuudvierzig! Mein erster Gedanke war. mich doit niederzulassen und meinen Hut auf bem Kopfe zu behalten; aber ich über-legte, bas« biese Knnbgebnng vom Publicum mis«-verstanden nnb al« Mißachtung für die Künstler aed«utet werden könnte. E« handelt sich eben darum, durch «in« zeitwei-lige Überanstrengung der Bolk«kraft in einseitiger Richtung jenen Überschuß verforgungibedürstrger. .studierter" Slovenen zu «zielen, dessen man bedarf, um die allmähliche Au«tilgnng de« deutschen Elemente« au« allen öffentlichen Wirkung»-kreisen Südösterreich« durchführen zu können. Man nennt da«: „rt in der aiifsteigtnden Elasten» bewegung halbwegs in die Höhe bringen." Das« bei den Slovenen ein grelle« Miß-verhältni« ihre« socialen Zustande« zur Menge ihrer den gelehrten Berufen zustrebenden Jnaend besteht, wird durch eine merkwürdige Thatsache klar. Ein An«wei« über die Ergebnisse der vom Unterrichtsminister Gautsch angeordneten Erhöh-uiio de» Schulgelde« zeigt, das« am Laibacher Gymnasium die 17t Schüler der deutschen Ab-theilungen mehr Schulgeld bezahlten, al« die 326 Schüler der jlovemjche» Parallelclassen, da von den letzteren die meisten wegen gänzlicher Mittellosigkeit von der Entrichtung dieser Abgabe hatten besreit werden müssen. Die Leistung der einen betrug 3900 fl., die der andern 3140 fl. Man kann hieran», wenn mau Ziffern zu lesen versteht, entnehmen, das« in den deutschen Kreisen die Entsendung von Söhnen an da« Gymnasium, ohne alle Nebenabsichten, nur in dem Maße stattfand, wie sich dir« au« den Stande«- und Berufsverhältnissen der betreffenden Familie» ergab, während von slovenischer Seite künstlich ein Nachwuch» an« allen Richtungen dcr Windrose und aus den untersten Lagerungen der Gesell» schaft zur mittlere» Gelehrtenschule herbeigezogen wurde, uni künftige Beherrscher de« communalen. provinziellen, staatlichen und kirchlichen Leben« zu züchten. Zu solchen Beobachtungen bieten iu unseren südlichen Gegen-den alle Städte Gelegenheit, in denen größere Lehran st alten be-stehe n. Wenn man eine vergleichende Statistik der Schulgeldentrichtung feiten« der einzelne» Volks-arte» in der ganze» Monarchie zusammenstellte, so würde sich zeigen, das« und inwieweit der überall gegen die Deutschen geführte Verdräuguugs-kämpf zugleich ein socialer Prozes« ist und zwar ei» solcher, der von den n a t i o-ii ale ii Führern in« Krankhafte gesteigert wird. L.ider ist die« den Bedrohte» selbst k e i n e « w e g « k l a r. Zn den meisten unserer Plötzlich kam mir eine tolle Idee. Ich verließ da« Theater und gieng den Boulevard ei» Stück hinunter, bi» ich eine Modistin gesunden hatte. E» war gerade an der Ecke der Rue BSranger noch »in Laden offen. Ich trat ein und bot die Verkäuferin, mir da« riesigste, auffallendste, pyramidalste Exemplar eine« Hute«, da« sie anf Lager habe, vorziileg»» Sie öffnete eine» Schrank »iid holte ei» wahre» Mo-nument au« schwarzem Pilz mit einer riesigen Sammtschleife hervor; auf diesem Band prangte zuni Überflus« noch ein Puff von drei sehr hohen Federn! Ich erstand de» Hut: »ur sechzig Franc« — reiu geschenkt! Da»» ließ ich ihn einpacken und kehrte in« Theater zurück. Zur Bestürzung Ehasielune«, der über mein Verschwinden ganz anßer sich war. setzte ich mich auf Nummer achtundvierzig vor die Dame, die sich etwa« unruhig hin und her bewegte. Dann holte ich meinen Revanchehut au« feiner Hülle hervor und setzte ihn mir am de» Kops. Ich weiß nicht, wie ich mich mit meinem langen Schnurrbart unter diesem Kopfschmuck ausgenommen habe; aber gewiss hätte eine Bombe, wäre sie in« Paik't eingeschlagen, keine größere Wirkung erzielt. Man schrie, man lachte, man tobte, man trampelte, man stieg auf die Bänke, um mich besser sehe» zu können. Die meisten Herren verstand,» sofort de» symbolischen Sin» meine« Proteste« u»d schrie«: .Bravo! Er hat recht! Bravo!', während Ehaste-lune mir sehr ärgerlich znrief: „Mensch, Sie sind ja verrückt!" Städte erwidern die deutschen Bürgerschaften selbst heute noch da« slavische Machtverlangen ihrerseits so wenig m it n a t i oua ler Miß- ?u n st. d a s« s i e g r o ß m ü t h i g u n d a rg-o« in den slovenische» Jungen, die scharenweise vom Lande iu die Mittelschule strömen, noch immer nicht« al« die Armut sehen und mit Gaben und Freitische» nicht kargen. Da« geschieht, wiewohl man die Erfahrung vor Augen hat, wie der mit deutscher Unterstützung durch die Stu-dienlaufbahn Gebrachte dann dem Wohlthäter und feiner Nachkommenlchaft feindlich gegenüber-tritt und sie national und bürgerlich in« AuSge-dinge setzt. So saugt der deutsche Lande«-genösse den armen slavifchen Heloten an«, foäußert sich die vielve-rusene deutsche Unduldsamkeit! War nun im Herzen der floveiiischen Be-wegung, in Krain, alle« genügend organisiert, erübrigte weiter« eine Anzahl überschüssiger nationaler Kräfte, konnte man getrost an die Aus-wühlung der Unter st eiermark gehen. In diesem Landestheile leben unter einer Viertel-Million Einwohner» 40.000 Deutsche, deren B e d e u t ii n g n i ch t i n d e r Z i f f e r l i e gt, sondern in den gesellschastlichen Stufe», welche sie besetzt halten. Ihnen gehört der große Grundbesitz, sowie da« Bürgerthni» der Städte und Marktflecken an. Die slovenische Bevölkerung in den unteren Schichten, sowie in der Umgebung solcher Orte und entlang den hauptsächlichen Verkehrsstraßen ist zweisprachig. Sie steht in rege» und sreund-lichen Beziehungen mit den deutschen Bürgerschaften. zumal diese ihre Ersparnisse in länd-lichen Wirtschaften a» den wein- und obstgeseg-neten Hüngen anzulegen lieben und zur Bear-beitung der Erde, zur Pflege von Rebstock und Baum die slovenische» La»dleute verwenden. Der Versuch einer T> Übung solch trauten Zusammenleben» gieng hier wie >» Krain zuerst von der Geistlichkeit au». Längere Zeit schienen deren Bemühungen weni£ Erfolg zu erzielen. Denn dir flovenilchea .Bauern mußten a»S ge-fchäftlicheu Gründen eine» leichte» GedankenauS-lausch mit den Mittelpuncten des örtliche» Verkehres wünschen und daher konnte e« ihnen nicht passen, wenn mau sie den Bewohnern der Städte und Märkte entfremden und ihnen die Erwer- Ich aber blieb inmitten de« Sturme«, den ich entfesselt hatte, unbeweglich und begnügte mich damit, von Zeit zu Zeit die Dame hinter mir verächtlich über die Schulter anzusehen. Ui'glücklichmveise war die Fortsetzung der Vorstellung unter solchen Umständen unmöglich. WaS zu fürchten war. blieb nicht an«. Zwei Polizisten drangen in den Zuschauerraum und baten mich sehr höflich, diesem geistreichen Scherz ein Ende zu machen. .Sagen Sie Madame", erwiderte ich mit Würde, .das« ich meinen Hut abnehmen werde, sobald sie den ihren abgenommen hat!" Diese Antwort weckte den Enthusiaimn« von Seiten der Männer, heftige Schmähnngen von Seiten der Frauen und inmitten diese« Tohuwabohu wurde ich mit meinem Riesenhut hochgehoben und von beiden Polizisten in« Foyer getragen, wo man mir gegen da« ausdrückliche Versprechen, meine Ma«kerade nicht z» wieder- hole», meine Freiheit wiedergab. * * ch Die Dame mit dem Obstgarten sollte also triumphieren! Da« war unerhört! Trostlos! Wa« thun? Wüthend stand ich im Foyer, da fiel plötzlich mein Blick aus eine Neine Aibeiterin, die sich eben auf die Gallen? begeben wollte. Sie trug nur einen einfache» kleine» Strohhut aus dem Kopse, war aber mit ihrem Stumpf-»äSchen, ihren lachenden Auge» und ihrer, blon-den Locke» über der Stirn sehr niedlich. Ich rief sie an. bat sie höflich um Gehör und sagte: bung deutscher Sprachkenntni« verwehren wollte. E« zeigte sich klar, die Bestrebung de« Land-cleru« reichte nicht au« zur Herbeiführung eine« Umschwünge« in den altgewohnten Verhältnissen. Man entschloß sich nun, da« Brett zu bohren, wo e« am dickste» war. Man trachtete, in die Städte und Märkte selbst national gesinnte Laien au« Krain zu verpflanze» und so da« deutsche Gepräge dieser Eultur-st ä t t e » von iu nen h e r a u « zu ze r st ö r e n. Zu diesem Zwecke wurde die Fiktion aufge-stell«, da« slovenische Volk der Untersteiermark könnte sich mit Ämtern und Recht«fre»iiden nur in slovenischer Sprache verständigen. E« ist die« eine Fictio», weil alsbald die tägliche Erfahrung da« Gegentheil erwie«. Sie erwie« nämlich, das« für diese« Volk die in Krain neu erfundene slo-venische Schriftsprache ein s r e m d e « Idiom war und das« der Bauer die Behörden »m deutsche Übersetzungen der im fremde» Idiom vufaßien Bescheide bat. E« handelte sich eben sür die slo-venische Bewegung nicht um da« Bedürfnis de« uiiterstkirifchen Bauer», sondern um da« Be-dürfni« de« slovenische» Juristen, nicht um da« Interesse der Bevölkerung, sondern um da« Interesse der Rativiialpartei. Al» ihr Agent sollte der slovenische Jurist in alle» wichtigen Puncten der südliche» Steiermark bei Gericht, im Notariat, in der Advocatnr Fuß fasten, er sollte im Namen jener Fiction den deutschen Juristen hinausdrängen. Ru? so konnte iu die deutschen Bürgerschaften mitte» hinein eine slovenische Intelligenz ge-setzt und ein wertvoller Bruchiheil der deutschen Intelligenz au» ihnen entfernt werden. Wenn die« gelang, so war ein Zusammenwirken recht«-kundiger V^lksverflihrer in den Städten mit d?7. priesterlichen Aufwieglern ans dem Lande ermöglicht; wen» die« gelang, so war eine slove-»ische Partei in Nntersteier geschaffen. Hatte man e« nur einmal soweit gebracht, so ließe» sich dann mit einiger Rührigkeit au« noch so manchen anderen Berufen bi«her unbefangene Elemente gewinnen. Denn jeder de« Reullovenischen Kundige wurde ja in die Bunde«genoss,nfchast gezogen, sobald die junge Partei ihre sprachlichen For-deruugen nach bewährtem krainischem Vorbilde auf möglichst viele Arbeitsbereiche ausdehnte und dadurch in möglichst zahlreiche» Fälle» deutsche» Mitbewerbunge» vorbeugte. So ließ sich insbe. sondere durch eine wohlberechuete UnterrichtSpoli- .Mein Fräulein, wollen Sie mir gestatten, Ihnen einen ganz neuen Hnt anzubieten, den ich sür SO Francs vor einer Viertelstunde erst gekauft habe? Dabei enthüllte ich mein Monument, bei dessen Anblick die Kleine in Ekstase gerieth. .Und wa« mus« ich dafür thun?" fragte sie. .Weniaer al» nicht«! Zuerst solle» Sie ihn sich ans den Kops und dann sich selbst in den Feuteuil Nummer achtundvierzig setze»!" Die Verhandlung dauerte nicht lange. I» zwei Minuten war der einfache Strohwisch durch meine» Riesenhut. der übrigen» brillant saß, ersetzt und die Kleine huschte behend in« Parket, nachdem sie sich ihre Löckchen vor dem Foyer-fpiegel zu recht gemacht hotte. Die Freud« de« Publikum«, al« e« meinen Hut auf einem weiblichen Kvpse wieder auf» tauchen sah. war einfach unbeschreiblich. Man hielt sich die Seiten vor Lache». Und diesmal hatte die Polizei nicht« zu sagen! Ich war auf die Gallerte gestiegen, um mich de« Anblick« zn erfreuen und war wirklich ge> rächt I Die Dame sah gar nicht/ mehr und diente ollen Operngläsern de« Theater« al« Zielscheibe. Sie wollte sich nun auch wie ich nach recht« oder link« beugen, aber sie musste schließlich auf den Kamps verzichten und unter donnerndem Applaus da« Theater verlassen. Endlich war ich Herr de« Schlachtfelde« .. . („Rchb. Ztg.") til sin belröchtlicher Theil bei Lthrstandt» an bir Partei fesseln. Dank der Willfährigkeit ber Regierung, vor allem be» Justizministerium«, aber auch be« Eul-^«Ministerium«, bewährt sich bieser Plan von Jahr zu Jahr vollständiger. Die sogenannte groß« slovenische Idee Hot heute füdwärt« ber Dran unter be» Geistlichen. Beamten. Notaren. Advo-caten unb Lehrer», welche durch Nachschübe nicht blo« au« Krain sondern auch au« Eroatien sich verstärke«. zahlreiche, werkthätige Anhänger. In M"nchen Pfarrkirchen ber Diöcefe wirb mitten unter ber deutschen Gemeinde slovenisch geprebigl. Im Domcapitel zu Marburg schaltet und waltet da« Slaventhum. Da« Marburger Priefterhau« ist zu so einer ungastlichen Stätte für die Deutschen geworden, das« selbst der spärliche Nachwuch« dentjcher Eleriker au«zuble>ben beginnt. Dagegen breiten sich bie slovenische« Hetzcopläue sogar »ach Norben hin in Steiermark an« unb üben, da sie auch zu Katecheten berufen sind, in de» Schulen, aus de» Kanzeln »nd in den Beicht» stühlen einen dreifach bedenklichen Einfluß. In der Lehrerbildung,«anstatt zn Marburg treibe» slavische Schwarmgeister ihr Wesen. An rein deutschen Schulen de« Unterlande« wirken viel-sach slavische Lehrkräfte. In kleineren deutschen und gemischten Orten sind die Vertreter der ge-lehnen Berufe neuangesirdelte Slovenen, in den größeren lassen sie sich immer zahlreicher nieder und schieben sich überall in bie Lücken ein. welche ber Zeitverlauf mit sich bringt unter be» Mensche». Sie entwickeln, bie deutschen Gesell-schasttkreise herautiordenid, eine fieberhafte Thätigkeit in slovenisch-nationalen Vereinen unb organisieren von ihren Kanzleien au« die slavische Agitation. Namentlich ring« um den Burgfrieden der Städte herum streue» sie die Saat de« Rassenhosfe« au«, um diesen deutschen Gemein« wesen den nationalen Athmung«raum zu nehmen. Je genauer man alle Vorgänge auf bem Voben Steiermark« i» ihren Einzelnheiten verfolgt. besto bestimmter ütxneugt man sich, bas« daselbst hie aan»? s.oveuisch« Bewegung niH, »iltttot stlbstempsundtutn Verlangen der ^vStke» rung entsprossen, sonden, von teyvnizten Kreise von Personen in v?rbi»du«g «sl den agi-kalorischen Kräften der südlichen Nachbarländer uno den Gönnern in Wie n gemacht worden ist, ja das« sie gemacht worden ist geaen de» Willen der Mehrheit de« Volke«. Da« Ziel, welche« er-reicht werde» soll, kommt hinter dem Schleier von Redensarten jedtm offenen Auge deutlich zu Gesichte. Die sprachlichen Pn»ng«sorm. eine« der Hilf«-Mittel sortschreitender Handlung; dem Wesen nach erfolgt di e Verdrängung der Menschen de« einen Volk«stamme« durch die Menschen de« andern. Die proctilche Formel, nach welcher die« geschieht, gilt für die nördlichen wie südlichen Provinzen gleich: .Die slavischen Orte und Gegendenreinslavischzu verwalten, die gemischten zu slavisieren, die Deutschen zu u t ra q u i s ie re n." Aus diesem Wege nimmt man den einzelnen Deutschen Brot. Stellung E»fluß; auf diesem Weqe führt man stetigen Niedergang der deutschen Eulturinseln und Ges.ll>chast»schichie» herbei, die nach einem gewiffen Zeiwerlanfe an ihrem Ber» fchwind»n,i«punc«t angelangt sein müssen und auf diesem Wege dringt man endlich zur A u s r i ch» tung eine« geschlossenen slove-nischen Machtbereiche« vor, vom adriatischen Strande bi« zu den windischen Büheln. Wa« die so gewonnene Macht bezwecken soll, ist an dieser Stelle schon erörtert worden. Aber auf die 2 » l« u r s r a g e muß hingewiesen werden, welche in dieser Sprache »frage steckt. Allen Leute», die au« der Geschichte ihre Schlüsse zu zi'hen imstande sind und um die Zukunft de« Kaiferstaate« besorgt sind, ist e« klar, das« e« dem Staate nicht gleichgiltig sein kann, welch« Art und welche« Maß geistiger — Z Cultur in einem so beträchtlichen Theile d<« Staatsgebiete« herrscht, der noch dazu al« Hinter» lanb unsere« Hanpthafeu« eine besondere Bede». t»ng hat. Gleichgiltigkeit erscheint hier umsoweniger gestattet, al« die slovenische Bewegung sich nicht etwa darauf beschränkt, die weitüberwiegende Masse de« elementaren Schulwesen» in der Ge-walt zu besitzen, sondern al« sie auch an die höhere» Lehranstalt«» Hand angelegt, wogegen die Regierung natürlich nicht viel einzuwenden hat. Da» Durchschnitt«maß der in allen diesen anzutreffenden Bildung muß iu Folge dessen tief herabgehen. Ob e» sich in späteren Jahren mit ei»em Aufschwünge ber slovenische« Literatur wieber heben werbe, ist ungewiß. Denn besondere Erwartungen kann man txr Zukunft diese« Schriftthuni« kaum entgegen bringen, wenn man bedenkt, das« »vährend viel-hundertjähriger Berührungen der Slovenen mit den zwei großen Eulturvölkern der Italiener und der Deutschen kein geistzündeiider Funke aus die ersteren übergesprunge» ist. Da die Slovenen jene« dem inneren Dränge entquellende Schaffen der Schriftsteller, welchem die Literaturen ihre wertvollen Bestandtheile zu verdankrn pflegen, sich, wie e« scheint, selbst nicht zutraue», so haben sie sich beim österreichischen Staate die Ansertigung einer Literatur bestellt, ja sogar die Anfertigung einer Eultursprache. Und richtig! Man war bereit, sich mit ihnen in den Fluch der Lächerlichkeit zn theilen. So wird denn eine Art vo» bureaukratischer Literatnrent-Wickelung veranstaltet, eine Literaturentwicklung ans ärarische Kosten. E« werde» Terminologieen durch EoinmissionLre festgestellt, e« werden Lehrer beurlaubt, um statt Schule zu halten, Literatur zu machen, d. h entweder ein deutsche« Buch fy-gleich zu übersetzen. oder au« ottt deutschen Büchern ein vierte« ju^«,,^„zustellen und dann diese« zu über^R, fctirr selbst wenn «rbkn dieser re,»'. mechanischen Erzeugung ein« Literatur "'^ Für da« Deutsche Volk in Oilerreich ist e« immer ei» erhebenber Festtag, da» Gedächtnis an Kaiser Josef den II. z» ehren, da« Andenken an ihn neu zu beleben. E« wirb al« deutsche Pflicht er» achtet, den Namenstag Kaiser Joses« im gemeinsam deutschen Kreise zu feiern und um Kunde zu geben von dem Leben und Wirken diese« großen, deutsche» H«rrscher«. diese« größten Wohlthäter« der Menschheit. Montag den 20. März adend« 8 Uhr findet au« obigem Anlasse im Saale de« Deutscheu Heime» (früher Easino-Saal) eine Kaiser Josefs-Gedenkfeier statt, an welcher alle Deutsche ohne Unterschied de« Ge» schlechte« bei freiem Eintritt« th«iln«hmen wolle» Die Tagkiordnnng bildet: Die Gedenkrebe. Be-sprechung ber politischen und nationale» Lage der Deutsche» in Oesterreich. Für den letzteren ist ein her» vorragender anSwärtigerParteigenoffe und Sprecher gewonnen. Die hierortigen vereine: Turn.. Ge» jang» »nd Musikverein habe» ihre Mitwirkung zugesagt. E» dürfte diefe zeitgemäße Feier eine national erhebende sein und so geben wir nn« der freudige» Erwartung hin, diese Versammlung recht zahlreich besucht zu sehen. Heil! ipettaaer Cintierriu.) Der deutsche Turn-verein hat den Mane» de« unvergeßlichen deutsche» Bolk«kaiser« Joses II. in inniger »nd sinniger Weise gehuldigt, indem er da» Stand» bild im Stadtparke mit einem Kranz mit Bän» der« in unsere» Farben geschmückt ha». Eine Abordnung deutscher Turner zog am Morgen de« l3. März hinau«, um einem bezüglichen Be-schlaffe de« Turnrathe« nachzukommen. (Dir Semkindewahlkll in Kartsch«sina.» welch« infolge Einspruch«» gkgen verschiedene, bei der erste» Wahl vorgenommene Manöver neuerding« vorgenommen werden mus«ten. sind trotz der verzweifelte» Anstrengungen de« leuchtende» Dreigestirne«: Schuster Murko, Advocat B r u m e n, Kaplan Gomilschekau« Jahriug, im deutschsortschrittlichen Sinne «»«gefallen. Be» sondere« Verdienst, der BolkSbethöiung Einhalt gethan zu haben, erwarben sich die Herren W. H i n tz e und B a b o s ch e k. Hatte doch Kaplan Gomilschak die Unverfrorenheit, mit Wahlzetteln zu hausieren und sie den Bauern al« .Wunsch de« Papste«" aufzunöthige». Schuster Murko, der da« Marktrecht der deutsche» Stadt Petlau beansprucht, bearbeitete die Leute beim Windisch mit Zechereien, die er bezahlte. Und dennoch war der Sieg unser! (fürnerfiljrt »ach UJurmbrrg.) Der Turn» verein unternimmt eine solche heute ani Jofefitag »nd würde sich sehr freuen, wenn sich daran zahl» reiche Gäste betheiligen würde». Der Vergnügung«» auSfchuß hat in rühriger Weise für ganz n e u» artige Au«sicht«wageu gesorgt; Platz pr. Person hin und zurück 30 Kreuzer. !g gebeten. (Chk«ter»«chrichl> Noch 2 Vorstellungen und eine AdschiedSacodemie und da»» schließt sich unser schmucker Musentempel — wer weiß auf wie lange Zeit? — Diese letzten Vorstellungen werde» wohl zweifelsohne ausverkauft fein, da sie ja so viel Interesse einflößen. D«nn bei der. einen Borstellung am Donner«taa den 23. Mär& feiert Dir. Gärtner fcintu Ehrenadeud, der doch gewiss ein total ausverkaufte« HauS bringen. wird, umso mehr, al« er sich die Schwand»»-»ätr.Aschermittwoch" gewählt hat. Überall war der Lacherfolg diefe« Schwanke« ein geradezu immenser. Derselbe wir» auch hier nicht au«bleiSr». da fiich die Hauptroll«» in bewährte» Handen befinden. Al« letzte Borstell»«« iu dieser Saison geht am SamStag den 25. «ärz ba« ber«tt« seit längerer Zeit angekündigte «vlss'sche Schauspiel .P r u i * e (a\ mit Frl. Bellauin der Titelrolle, in Scene; die zu bi^em Schauspiele gehörige Weber» iche prächtige Misik wird vom Orchester de« hiesiHen «usikvereine» unter Leitung oe« Herrn EapeÄmeister« L. Schachenhofer suSge-führt. Es ist wohl nicht zu zweifeln, dass sich die letzt« Vorstellung in dieser so genußreichen Saison «ine« starken Besuche« erfreuen wirb, gilt «« ja, 8on unseren Lieblingen auf der Bühne Abschie* zu nehmen. — Sonntag den SS. März findet gleich wie im Vorjahre eine große AbschiedSacademieim Theater statt. Nebst einem Einakter w«rde» v«rschi«brne Ge-fangSnummern. Eoncertstücke. Sonplet«. komische Scenen u. f. w. zum Vortrage gelangen. Zum Schluss? wird ei» Epilog von Frl. Bella» gesprochen. Eine besondere AnziehungSkrast dürfte die Mitwirkung vo» einigen Dilettanten ausüben, welche in der liebenswürdigsten Art und Weise zugesagt habe». Und schon heute wollt» wir ver» rathe», dass jeder Besuchte der Abschiedsacademie ei» siunige» Andenke» an diese Saison erhalten wird: doch weiter können wir hier heute taS Geheimnis nicht lüfte». Da« an«sührliche Pro» gramm werde» wir in dtr »ächsttn Nummer mittheilen. (Thealer-Äbschird.) Junker Lenz sendet imnier mehr und mehr seiner Bote» in« Land. eS lockt dit Flur, der Häuser drückende Enge zu entfliehen, e« kommt die Zeit, da unseie Bühnen-»omoden ihr? Zeltt abbrechen, die Sorge vor den dürren Sommermonaten im Herzen E« kommt der Abschied. Und wir wir stet«, wkii» liebe Gefährten den Wanderstab ergreifen. u»S einfinden. um in daukdarer Anerkennung dessen zu gede»ke». wa» uns den Scheidenden wert ge« mach«, aber auch des Leidet, das wir genirinjam ertragen, so wird die treue Theateigemeinde unserer Stadt nicht untkrlassen, die letzten Bühnen-abende in voller Runde »nd gemeinsamem Ab-schiednehnitn zu begehen. — Am Donnerstag den 23. März wird nun »nser Bühnenleiter. Herr Oslar Gärtner, seinen Ehrenabend begehen. Wenn wir rückblicken ans die dreijährige Bühne», thätigkeit Gärtners, wovon zwei Jahre auf seine Thätigkeit al« Direktor entfallen, dürfen wir ihm weder inbezug auf seine eigenen Lei» stungen als Komik«r noch dem strebsame» »m sichtigen Bühneiileiter Dank und Anerkennung vei sagen. Wir alle wissen, wie viele Stunde» »n« Gärtner durch seine packende Komik gewürzt hat; wir anerkennen die Schwierigkeit, einem ebenso treuen, kritische», wenn auch leider Gotte« wenig zahlreichen Publicnm vo» Abend zu Abend stet« Neue« aufzutischen und den zähen Eifer wie Gärtner diese Schwierigkeit siegreich überwand. Alle Hochachtung aber auch seiner braven Schar, die in strammster Disciplin vo» Abend zu Abend das ihrige that; man vergesse nicht, woS sür eine Selbstvertäugnuiig dazu gehört, bei kleinem Personale ost »nzusogende Rolle» übelnehme» zu müssen, sie zu lernen, nm sie vielleicht nie wieder zu biauche». Pflegte Direktor Gärtner im Sinne deS TheatcrvertrageS vorwiegend da« Lnst-spiel, VolkSfiück »nd die Posse — der weiteren Geschmacksrichtung Rechnung tragend — so zeigte er sich ebenso zuvorkommend gegenüber de» Wünschen anspruchsvollerer Knnst^eniide. Werke — sage» wir dreist, der modere» Klassik — eine« Hanplmanu, Ibsen zu bieten und zwar mit ach-tungSwertem Erfolg. Möge darum da« redliche Bewußtsein, da« Beste gewollt »nd daS Erreich» bare erzielt zu haben. Hm» Director Gärtner hinwegtröstcn über manche» materielle Opfer, daS er bringen mußte; möge ihm darum die ver-diente Anerkennnng an feinem Ehienabende und bei feinem Abschied nicht verlagt sein! W. F. (Her tDafsergasanlagr) widmet da» Salz, burger Tagblat« eine Bespiechniig und erläutert an dtr Hand der ersahrunaSgemäßen Angaben über offenes und Auerlicht. über Acetyle» Glüh-,»>d Bogenlicht die Vortheile des Strache'jchtn System«. Dit Ekizzt schließt mit dtn Worten: .DaS Städtchtn Ptltan, in welch,m die neue Anlagt seit ihr« Jnbktritbsrtzung tadtllo« func tionirrt, macht am Abtnd iu frinrr strahlen-den Beleuchtung, dit an Farbe und Glanz dem electrischen Lichtt sthr ähnelt, einen auSgezeich-nett» Eindruck und ist heute eine der bestbeleuchteten Städte de« Eontinente«." — Ra. na! gar so klein hätte dieser Herr P. K. in Graz in seinem Neid unsere Stadt auch nicht zu machen gebraucht! — Dagegen schließt der Bericht eineS Wiener Blatte« über den Gkgtnstand schon ver-bindlicher: .Man sieht darau«, das« die Ort«-bürger von Pettau dem löblichen Gemeindewese» dtr Hauptstadt Wien an Verständnis für das. waS der Fortschritt dtr Techuik Vortheil hafte« bietet, um ein Beträchtliche« überlegen sind." Wacker 1 — The New-York Herald vom 4. März schreibt: Vienna. The new manufac-lory of water gas at Pettau in fttyria the sirst of its kind in Europa, ha» given mar-vellouB results. The system used is that of Dr. Slrache of Vienna. A numher of French and Belgian firm's are among the founders. The results achieved have made a Sensation among technical experls. The Profits are four times those denived from ordinary coalgas. am»>lung, welche am Sonntag den 12. März mit Mauer-aiischlägtn zu Herr» Malzen (Neue Welt) einberufen worde» war. konnte nicht stalifindtn, wtil der angemeldetk Redner aus Marburg in» folge einer Havarie feines Rade« mit feinen Ge-nasse» weit Über die amtlich angemeldete Stunde eintraf. Aus der Rückfahrt, die Wege» der Un» sicherheit der Stiaße zeitlich angetreten worden, wurde den Gästen eine ländlich sittliche Ausmerk» iamkeit zutheil. Unweit der Kirche in Sl. Johann war über die ganze Breite der Straße ein Banm gelegt, i» der erkennbare» Absicht, die Fahrer zu Falle zu bringe». (^»«grabuog römischer Henkwale.) Der Obmaiiii de» Muieal Vereines von Petlan, Herr Professor Franz F e r k. entdeckte im vorigen Herbste eine römijd)r Straßenlinie, die sich in nord-wesllicher Richtung von Petlan zieht. Ein Theil dieser Straße, der sich vom hiesigen Fried-hose über den Obstgarten de« Herrn Bürgermeister« Josef Ornia erstreckt, wurde von Ensto« deö hiesigen Museum«. Herr» »tud. phil. Hermann Pischinger. gefunden. Über Ansuche» de» genannte» JBnnnc» gestattete »u» der Herr Bürgermeister i» gewohnt liebenswürdiger und ziivorkonimeuder Wrise, das» Herr Proseffor F e r k iu dem genannten Obstgarten AnSgra-bungen veranstalte. Diese werde» nun unter der ben>ähttr». schon vielfach mit Erfolg gekrönten Leitung de« Herr» P i s ch i » g e r voigeuonimeii und rrrege» allgemeine» Interesse. Unter andere» Herren, die diese Ausgrabung besichtigten, er-wähnen wir Herr» BezirkShauptmauu Baron R. vo» Apsaltrer», Herr» Professor Dr. G u r 1 itt, Herrn Professor Vincenz K o h a u t. Bi» jetzt wurden 2, jedenfalls zusammengehörige symmetrische Löwe» a»S Kalkstein gefunden. Der Löwe, dessen Kops sehr beschädigt ist. liegt auf einem römischen Soldaten Außer diese»! schönen Steine fand man de» sehr großen Stein einer römischen Handmühle, eine Grablampe mit eigen» thümlichem Zeichen, ei» Gitter u. dgl. Wichtiger aber als alte diese Funde ist, dass Herr Pro-sessor Aerk wieder ein Glied zu seinem in der Südsteiermark entdeckten römischen Straßennetze fand »nd das» dieser unermüdliche, nur der WisslNichasl lebende Mau» wieder im Gelingen seiner Bemühungen einen neuen Sporn für feine Forschungen bekam. Da» hiesige Museum aber. eineS der reichhaltigsten von Steiermark, wird durch diese Funde gewiß wieder interessanter werden. Herr P i s ch i n g e r ist auch ganz sicher, auf diesem Gebiete einen ibniische» Mosaikboden zu finde», sollte eS gelinge», ihn unversehrt zu erhalten, so wird auch dieser junge, begeisterte AllerthnmSsreund einigen Loh» sür seine» Opser» muth finden. Ei» Hochschüler, der seine Ferien einer Wissenschaft widmet, die außer seinem Fach-studium liegt, verdient gewiß alle Achtung. 8t. (Ungltitkefrille mit lödtlichem Änsgange.) Au» St. Urbani wird geschrieben: I» der abgelaufene» Woche wollten die Brüder Aloi« und Ivhann Schell eine» Felsen sprenge». Sie bediente» sich daz» einer Eisenstange i,»t> eine« Eisenhammer». Johann Schell, der unvorsichtiger-weise den oberen Theil der Stange ersas»t Halle, erhielt dabei einen so wuchtigen Schlag auf den Finger, daf» dieser zerschmettert wurde. Da rasche ärztliche Hilfe der Ensernung wegen nicht zu beschaffen war, erlag der Verunglückte der in Brand übergangenen Wunde. Er hinterlässt ein Weib mit vier unmündige» Kindern. Die für den Bezirk creierte DistrictSarzteSstelle ist leider noch uiibrsetzt. — Wenige Tage vorher wollte ein Schuljunge auf dem Dachboden vo» dem dortselbst hängende» Fleisch und Speck die Katze verscheuchen. Er nahm eine Leiter und stürzte vo» derselbe». Er erlitt einen Schädelbruch und starb an Ort und Stelle. « zur Au«»i!chterung im Gemeiiide» kotler Platz zu nehmen. (Feoerdereitschast der freiwilligen Feuer-wehr.) Für die lausende Woche hält der I. Zug» und die I. Rotte Feuerbereitschast. — Zugs» führer Laureiitschitsch Rottsührer Marljchitich nnd 8 Mann. Feuermeldunge» sind aus der Eentral» station in der SicherheilSwachstube im Rathhanse zu mache». Vermischte Nachrichten. (Ein bemrrkroswerler prrsiprocrs» ) Das „Grazer Togblatt" schreibt unterm 11. d. M: Am 14 d. werde» sich zwei deutschnatiouale Schriftleiter,HonsKordo» und EmanuelUlrich, vor dem Schwurgerichte in Bozen zu oerant-worte» habe». Die Vorgeschichte diese« Presspro» ceffe«, der für unsere dermalige» politische» Verhält» nisse übera»« bezeichiiend ist. sei zum besseren Ver» sländnisse im Folgenden mitgetheilt: Im April des Vorjahre« w»rde in der „Marburger Zeitung' eine dem Sdiriflleiler Kordon übersandte harm» lose Geschichte unter der Aufschrift „AuS dem Himmel, (in Märlein" veröffentlicht, die von der Preisbehörde selbstverständlich »nbeauständet blieb. Der damalige Schriftleiter der „Bozener Zeitung", Ulrich, Druckte diese Erzählniig unter genauer Quellenangabe nach AuchdieStaatS-anwalfchaft in Bozen fand das Märchen durchau« nichtverfänglich und konfiscierte nicht. Umso größer war daS Erstaune» der Herausgeber und Schrift» leiter der genanten Blätter, al« etiva drei Wochen Ipäter die Voruntersuchung wegen der Veröffentlichung der erwähnten Legende ein-geleitet wurde. Und, seltsam zn hören, die Staat«-anwaltjchaft in Bozen, die früher nicht beschlagnahmt hatte, entdeckte mit einemmale in dem Inhalte des in Rede stehenden Feuilleton« den Thatbestand de« Verbreche li « der Re 1 i» gion«störung nach § 122 St. G. während die Staatsanwaltschaft in Marburg darin nur daS Vergehen der Beleidigung einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religivii«gesrllschaft nach § 303 St.-G. erblickte. Die Vornntersnchung wurde z» Ende geführt, ohne das« eS gelaug, den Verfasser der incrimiuierten Fabel zu er» mitttelu, obwohl zweifellos festgestellt wurde, das« da« Märchen zuerst in der .Marburger Ztg." erschiene» war. Die Verfassung der An» klageschnst ließ auf sich warten. An ihrerstatt wurde aber dem Schriftleiter Kordon ein Raths-kammerbeschlus» de« KreiSgerichte» in Marburg mitgetheilt, worin e« hieß, dieser Gerichtshof fei in dem vorliegendem Falle nicht zuständig, weil da« Gericht in Boze» die erste Unter» suchn »g«handlung eingeleitet habe. Gegen diesen Befchluf« wandte sich Rechtsanwalt Dr. Eduard ch laut j ch » igq in riitrr Beschwerde a» den v b e r ft t n Gerichtshof mit) dieser entschied jiifraiiu tiidgiltig. das» das KreiSgericht in Bazeu »i d.r anhängige» Sacht znstäiidig sei. Dan'us-bin trat noch ei» Andere» ein. da« «.lcichfall» „berraschend wirkte: Die EtaatSanwaltichast in Bozen trat vor der Anklage wegen dk» Ver« !:.chcn» der ReligioiiSslbrnng zurück und erhob nun die Anklage zegen die Schriftleiter Kordon und Ulrich nach § 303 St -G. Die Angeklagten machte» nun einen letzten Versuch, iyre Snche vor ein andere» Forum zu bringen und richteten an den Obersten Gerichts- als EafsatioiShof M Ei suchen, einen anderen Gerichtshof zu del«> gieren. Auch diele« Gesuch wurde abgewiesen, der ProcesS wird also vor den Geschworenen in bozen auSgetrage» werden. I» den Kreisen der Römlinge herrscht helle Freude, da diese vo» de» Geschworenen einen Schuldspruch auf da» bestimmteste erwarten. Wie nun nachträglich bekannt wird, soll sich der inzwischen verstorbene Probst vo» Brixen, ein grimmiger Feind der ,Boze»er Zeitung" und jeder freiheitlichen Regung über» luiipt, der zudem in der dortigen Gegend eine» >i»mächtigen Einfluß besitzt, durch den Inhalt de» Märchen» persönlich verletzt qefütjlt haben. — In geheim durchgeführter Schwurgerich». Verhandlung wurden Emanuel Ulrich, ehe-maliger Schriftleiter der „Bozeuer Zeitung", qegki.wärtiger Schriftleiter der .Nordböhmischen Lolttzeitiing" in Teschen und Hans Kordon, srüyerer Schriftleiter der .MarburgerZei» i u » g" wegen de » Vergehen» der Beleidig» n gder katholisch» Kirche, zu drei Monaten strengen ver» ichärften Arreste» ver urtheilt. Der Vertheidiger erhob die Verufiing und die Nichtig-keilsbeschwerde. (Dpi irr Jahrr«i-3ni»flrir) Infolge eine» von der Firma „Styna"-Fahrradwerke. Johann Puch & Eomp. gegen die Firma Auto» Werner & Lomp. wegen Eingriffe» in die Markenrechte der erstgenannte» Firma angestrengten Processe» wurden bei der Firma Anto» Werner & Comp. über 700 fertig« und halbfertige Fahrräder mit Beschlag belegt. Theater. Der MohrdesZaren vo» Rich. Voß. Da» rege Interesse, da» sich auS äußeren >i»d inneren Gründen diesem Lustspiel »un-andte, ivurde nicht enttäuscht: e» herrscht Feiertags-stimmung über dem Stücke, die sich auch dem vollbesetzte» Hause mittheilte. War auch ei» Theil de» Publikums ansang» stutzig, anstatt Rakete», geknatter der landläufigen Lustspiele feierlich abgemessene Iambe» zu hören, so liegt soviel Reiz in der Sprache, ein so künstlerisch schlichter u»d doch so fesselnde Ausbau in der Haudlu'ig, das» e» nur der gewissenhafte» Interpretation selten» der Mitwirkende» bedürfte, um soviel Beifall zu erzielen, wie er dieser Leistung wurde. Fräu-lein Bella» darf ihre» Ehrenabend» in Freuden gedenken. Die Titelrolle de» Herrn «um m auf darf eine Leistung genannt weiden. Am Gelingen de» Abend» hat Übrigen» jeder seinen redliche» Antheil. „Die Unehrlichen" von G Rovetta. Da» Drama bildet im Ausbau und den Prämissen einen anffalltiideu ParalleliSmuS zu .Nora." Hier wie dort dcr selbstgefällige Biedenna«», die >;rau. die um ihrer Liebe w>llen ein Geheinini« zu mache» l>at, die brutale Lösung eines uu« teilbaren Verhältnisse». Liegt im Ibsen'scheu Drama trotz der elementare» Katastrophe »och germanisches Empfinden, vermissen wir diese» beim Italiener; ein Mann der seine Frau würgt und mit Wucht zu Boden schmettert, physisch schmettert, ist unserem Empfinden widerlich. Unter dieser Empfindung litt der Eindruck de» Spiele» merklich und ?» war der dort und da merkbare Beifall nicht eigentlich ander» zn deute», denn ein Höfllchke>t»act gegen den Gast au» Wien, Herrn Anton W c i d i n g e r. der sich in Übertreibungen gefiel, die u»ser Publikum nicht billigt Reben seiner sette», starken Stimme siel e» aus, das» unsere Bühnenkräite. vor allem Fräulein Fischer, sich da» Leisespreche» angewöhnt haben, da« für die Dauer den Zuhörer jehr ermüdet. — b — „Die Gespenster" von Ibsen. Zur Geschichte der unrcchten Ehe in „Nora" ist das die Räch, g,schichte. Nora hätte bleiben müssen, meint man, sich und den Gatten erziehen, da« Hau« refor-mitreit. Nun. machen wir auch dies Experiment. Fra» Helene Alving (Hermiue Lot> tm « nn) ist gebliebe». Sie hatte ihrem wüsten Gatten ent-fliehen wollen — der Pastor (Aloi» Wngga iiig), den sie liebte, überredet sie, zurückzukehren. Es war umsonst. Die Ehe läßt sich nicht refor« mieren. Sie war nicht auf Liebe und Ernst ge-baut — an einen hübschen, wohlgestellten Lebe-mann halt« sich Helene verkaust. All ihr Mühen war umsonst, er >ank tieser nnd tiefer. Ja er sank nicht ohne ihre Mitschuld; seine leichtsinnige Lebenslust bedürfte der Sonne, sie hatte mir trübe» Ernst, nur dürre» Pflichtgefühl. Solche Ehe ist Sünde und diese Sünde verkörpert sich in dem Sohn (Anton Weidi » ger). Er hat die Sinnlichkeit de» Vater» ohne seine genuß« fähige Lebenskraft; er hat die idealen Bedürf. »isse der Mutier ohne ihre leistungsfähige Willen»« kraft. »Ein Kind", sagt Novalis, „ist eine sieht-bar gewordene Liebe"; die» Kind ist eine sichtbar geioordkiie Sünde, es ist nicht zu retten. Oswald muß physisch zugrunde gehen wie seine illegitime Schwester Regine (Therese B e l l a u) auch ei» Sündenkind, moralisch. Alle Aufopferung der Mutter, alle Frömmigkeit de» Pastor«, aller gute Wille des Sohne» selbst — umsonst. Sie selbst muß Oswald vo» seinem Elend befreien; ihr Lebcnsive'k ist vernichtet, nur Schutt liegt auf der Stelle, wo sie „Kammerher Alving» Asyl" a>» Denkmal der Sühne errichtet hatte. Denn die Schuld liegt zu tief, liegt in jener Ehe selbst, liegt in all den falschen coutKiit'OntUrn, au» Wahrheiten zu Lügen entartete» Vorstellungen, die die Gesellschaft beherrschen und wie Gespenster uml^rschleiche». — Die Mitwirkenden, einschließlich Herrn B o r » st ä d t, böte» treffliche Figuren im erschütternden Gemälde, die kleine Ibfenge-meinde folgte mit Andacht dem Spiele und äußerte ihre» Dank durch wiederholte Vorrufe. W. F. Mittheilung der Saatverwertungsstelle de» Obstbauvereines für Mittelsteiermark. Die vom Obstbauvereiue für Mittelsteier, mark »engeylündete Saatveiweitungsstelle hat bereit» seit einige» Monaten ihre Thätigkeit be- gönnen. Sie hat den Zweck, den An- und Verkauf von anerkannt guter Saalware zn ermögliche» und zu fördern. Da jede Neuerung erst langsam Boden ge-winiit, so hat die SaatvcrivertuiigSstelle bi» jetzt »atnrgeuiäß nur bescheidene Erfolge aiiszuweiien. Wir sind aber überzeugt, das» die beide» neu errichteten Vermittlungsstellen die gleiche Lebens-sähigkeit zeigen werde», wie die ObstverwertnngS« stelle. Die SaatverwertnngS-, sowie die Kunst« düngerbezugSstelle können jedoch erst dann ihre Aufgabe voll erfülle», wen» bäuerliche Kauf«-und BerkausSgenossenschasttii oder landwirtschaftliche OrtSvereii'e den genossenschaftlichen An- und Verkauf laudwirtschastlicher Produkte in die Hand nehme». Die landwirtschaftliche» Ort»vereine hätten al» erste und wichtigste Aufgabe zunächst ihr« Thätigkeit al» EintainSgenossenjchast zu e»t-wickeln und den regelmäßigen Bezug der wich-tigsteu landwirtschastlichen VerbrauchSstvffe vor-zunehmen. Die Gründrng von landwirtschaftlichen Ge-nossenschasteu ^OrtSvereinen) in Steierrnarf ist daher mit größtem Nachdrucke zn betreiben. Ist einmal da» Gefühl der Ber»sslondia»gehörigktit in einem kleinen Kreise erwacht und haben prak-tische, geschäftliche Ertolgc den Wert der bäuerliche» Organisation dargethan, so wird der Ge-meinsinn immer größere Gebiete ergreifen und zn einer höheren Organisation führen. Jede Ge-»osseiischast (laiidwimchastlicher OrtSverei») wird sich bald bewußt, das» sie ihre Interessen noch erfolgreicher vertreten kann, wenn sie mit den übrigen Genossenschaften in Fühlung tritt und sich mit ihnen vereinigt. Die Vortheile de» Ankaufe» im Großen werden erst dann wirklich erreicht, wenn sich die einzelnen Genossenschaften (OrtSverrine) zu einer Eeutralgenosseuschast zusammeuschließen. also eine» Verband gründen, dessen Mitglieder Genossen-schasten sind. Der Ankauf z. B. von Saatwaren durch die Eeiitralgenosfeiischaft sichert jedem ein-zelnen Ortsvereine die Vortheile, welche der Ein« käufer im Große» dadurch genießt, das» ihm von Seite der Firme» Preitnachläsfe und son-stige BezugSerleichterunge» bewilligt werden und das« ihm ferner durch die kostenlose Untersuchung der Ware aus ihre» Gebrauchswert zugleich auch der Schutz gegen übervortheilung und Ausbeutung gewährt wird. Die Eeiitralgenofseiischaft koncentriert da» Bez»g»geschäft in eine Geschäftsstelle, welche mit kaufmännisch geschultem Personale ausgestattet ist nnd nicht nur über die nöthige Grschästskenntni», sondern auch über sicheren Eredit verfügt. Im Vergleiche zum gemeinsamen Bezüge ge-stattet sich der gemeinschaftliche Verkauf land, wirtschaftlicher Prodncte viel schwieriger und mit Ausnahme der Molkerei- Aeiiosseiischaste» ist da» Problem der Produktiv Genossenschaften nur vereinzelt gelöst. Erst i» neuerer Zeit tritt durch Gründung von GetreideverkaiifS., Viehzucht»-, und Obstverkauf» Genofscnschasten ein regere» Leben auf diesem Gebiete genossenschaftlicher thätig-keit zutage. Da» Angebot an der hiesigen Saat»oer. wertungSstelle beträgt: 2»« Nachlaß von 5"/,. von 250 Kg. von 10»/,. von 500 Kg. vo» 15'/, gewährt. Auch für die Kwassitzer Original Hanna-Pedigree-Saatgerste. Ernte 1899, gezüchtet von Emannel von ProSkowetz jnn.. hat die Saatoer» Wertung»-Stelle die Kaufsvermittlnng übernommen. Vermittelt wurde»: 100 q Mai», 30 -/ Roggen, 20 q Weizen, 7 q Rothklee. 15 q Silberhaiden, 6 q Wicke» und 2 q Lupinen. Eingesendet.*) Am 9. d. M abend» ließen wir in der hiesigen Haupttabaktrafik fragen, ob schon Karten für die am Sam»tag stattfindende Benefice-Vor« stelliliig zu Gunsten de» Frl. Bellau zu haben sind und gaben zu diesem Zwecke, in der Voraus-setzung, das», wie eigenthümlicher Weist üblich, erhöhte Prtise sein werden, mehr Geld mit. Die Bea»ftragte, die die Karten geholt, kommt mit der ausdrücklichen Antwort zurück, dass diese drei Stück mitgebrachte» Sperrsitzkartell sür SamStag giltig sind und brachte den Mehrbetrag zurück. Im Zioeifel, das» diese Karten bei gewöhnliche» Preise» für die Einnahme de» Frl. Bella» giltig sei» sollten, ließe» wir nochmals um deren Richtigkeil sragt», waS neuerlich bejaht wurde. Wie peinlich wurde» wir überrrascht und dlaiiiiert.al» wir am Abend der Vorstellung erfuhren, Oaf» die Karten ungiltig sind und gewünschte Platze nicht zu bekommen waren. Die Schuld an diesem .Irrthum" wurde nachher einfach auf die Bedienen» geschoben, während dirs? mit dt«i heiligen Schwur für die Richtigkeit ihrer Au»sühruug de» Auftrage» einzutreten geneigt ist. Im Hauptverlage versprach man un». vermitteln zu wolle», un» ob de» erfahrenen Arger» we-»igsttu» vor materiellem Schade» zu schützen und man gab gleichzeitig Namen an. das» solche Con-fusionen wiederholt vorgekommen sind, wa» dein Theaterunternehmer Gärtner gewiß nicht förderlich ist. Nachdem Herr Gärtner sich weigert, den Betrag zurückzuerstatten, oder wenigsten» andere Karte» zu gebe», möge dieser Vorgang vom Publikum gebührend beurtheilt werden. __Drei Utzeiterdrsicher. •) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht verontwortlich. pegeWude nnb Temperaturen. Vstim cm. ttHttrraag Wasser-tmprr. Celsius 11./8. 48 Bewölkt 5 0 12./3. 61 V 66 13/3. 54 * 60 14-/3. 60 Heiter u. warm. 60 15./3. 61 n m 6 2 16./3 62 iv m 66 17-/3. 63 vewSlkt u. sehr kühl, barauf heiter. 65 Zu beiiahcn durch jede Baoh&ndloo^ iit die preisgekrönte in SO. Auflag« erschienene Schrift de» Med-Rath Dr. Müller Ober du Sein Hustenmittel Ifertrifft Kaisers Brust-Bonbons. 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Rattentod (Jrlir Ammisch, Veiitzsch) ist da« beste Mittel, um Ratten und Mäuse schnell und sicher zu vertilgen. Unschädlich für Menschen und Hau«thiere. Zu habe» in Packeten ä 30 unD 60 kr. bei Apotheker H»s Moliior. Öffentlicher Deal btin Herrn Franz Wilhelm. Apothektr i» Rcunkirch«n. N -O .Wenn ich hier in die öffrnllichfcit tret«, so ist e« betchalb, Mrit ich t* uirtst al« Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm. Apotheker in «euukirchen. meinen innigflen Dank anzusprechen für die Dienste, die mir dessen Wilhelm« Idee in meinem fchmeijiicheu »heuniaiischen Leiden leiste»* und (etflB«, um «ach Andere, die diesem gräßlichen Itbrl anheimfallen, ans kiesen tresstichen Thee aufmerksam aii machen Ich bin »tcht im Stande, die marternden ?ar ganz befreit und bin t* »och jetzt, nachdem ich schon sei» 8 Wochen feiaea Thee mehr trinke, auch ««in körperlicher Zustand hat sich «ebeReit Ich bin fest überzeugt, das« Jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zufiuchi zu diesem lhee nehmen, auch den Erfinder dessen, Hern, Franz Wilhelm, so to« ich segnen wird In vorzüglicher Hochachtung Brifin Butfchin-Strkit-selb. Llb«rstl>eutenant«.Gattin - Wilhelm'8 Kräuter-Saft „Marke Schneeberg" ch ärztlicher Vorschrift au« e^ten Kräutersäften erzeugt u Gast hat sich nach Überzeugn» nach ärztlicher Vorschrift au« den heilsamsten, frisch ge-preßten Kräutersästen erzeugt und vielfach venveudet. Dieser Last bat fich nach Üderze^guna ' aus eine außerordentlich günp . , venveudet. Dies», der renommirlesten Arzt« Weife, namentlich be-Hast«», Heiserkeit, Schnnaka, »mstbeNemmnag, «er-sthleimnng, Schwer, ihmigkei». Seitenstechen »e. beivöhi, viele Abnehmer bestätigen, e« sei ihnen dieser Last un. entbehrlich »«Worden und nur diesem Mittel bitten sie al« Prüsernativ. besonder« bei Reife» während rauhen Witterung. Er wir« auf die entzündlich, Schleimhaut be« »khttopie«. der Luftröhre und ihr« Berziveigunger ivr-mchiem reizmildernd und lräftigend, befördert, inDc:u er in bet Brnst da« Vesühl einer sanfien wohlthuenden Wärme verbreitet, den Aulwurf, leitet kongestionen von diesen Theilen ab unb löst Mni|t Stockungen im Unter, leid, ohne bie Verdauung zu beeinträchtigen, bie er bnrch bie beigemengten mild-aromatischen Bestandtheile vielmehr stärkt nnd krästrgt Bei seinem angenehmen Geschmacke ist er nicht nur Kindern angenehm und nützlich, sondern allen, bresthasten, lungenkranken Menschen ein Bedürfni«. dffenl-lichen Rednern und Sängern ei» willkommene« Mittel gegen nmsiorte Stimme oder gar Heiserkeit Man nimm! davon bei leichten katarrhalischen Afsectionen täglich morgen« und abend«, jedesmal eine Stunde vor »der nach dem Speisen einen bl« zioei »ßläsel voll lauwarm und steigt n lagen mit der jedetmaliaen Bade ans drei langwierigen, veraltete» Füllen neyni« nitfh tfel voll täglich drei- bi« viermal, nämlich morgen« nnd abend«, wie oben angegeben wurde und auherde« eine Stunde vor und drn bi« vier Stunden noch dem Mittag«mohle Kinder unter eine« Jahre er-halten davon jeMmal einen, ältere zwei di« drei Kaffee» löstel voll Di» Diät während de« «-brauche« de« Wilhelm'« Kräuter-Saft .Marke Schnee berg nach einigen Ta> «■feJöfel In lan je zwei tßlöfel banlicher aller besteht in leicht ver-frischer Fleischkost mit Ausschluß Obst- un«! 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Sie haben mir keine Stunde ans meinem 5.'cbe» entwendet: die zehn Jahre, die ich freiwillig im Zuchthaus? »erbracht, sind nicht den zehnten Teil wert, die meine Mutter sorgenfrei durch Ihre und Ihrer ersten Fran Güte länger gelebt hat. Ich bin ei» verdorbener, boshafter Mensch; ich gehöre ins Zuchthaus, und wenn ich immer noch nicht dort bin, so ist es, weil die Gelegenheit sich mir stets entzog. Mir haben Sie nichts zu danken. Herr Baron; ich habe Ihnen nicht» zn verzeihen!" Er trat zurück und der Aranke richtete seinen Blick ans seine» schwaaer. Dieser kam seinen Worten zuvor und sagte: .Du tauschest Dich auch in mir. Freund; ich habe weniger auS Zärt-l chkeit für Dich, als meinem Hochmute das Opfer meines richten lichen Gewissen» gebracht. Schon lange hab' ich klar in mir selbst gesehen; nur weil ich eS nicht ertragen konnte, den Rainen, der den, meinen so eng verbunden ist, geschändet zu sehen, habe ich gethan, was ich heute von neuem thun würde — und was ich dennoch, so lange ich atme, bereuen werde. Da» ist der ewige .innespalt im Leben! Ein Richter müßte mehr wie ein Mensch «ein, und ein Mensch kann eben nicht mehr sein. Stirb in Ruhe, »freund, nie ist ein Atom von Bitterkeit gegen Dich in mein bett, «(drangen." Jener schüttelte traurig da« Haupt; dann wandte er sich an leine Frau, welch« zu seiner Seite in die Kniee gesunken war. »Adele, verzeihst Du mir," flüsterte er .Ich, die euer aller Weh und Leid verschuldet, soll verzeihen!" händeringend; ,o. nur noch einmal, ehe Du vor den Gott trittst, an deu ich in der tiessten Tiefe meiner Seele glaube und oer itde Aalt? derselben kennt, noch einmal will ich Dir sagen, schworen, daß ich nie treulos gegen Dich gewesen, weder in That iioch in Gedanken Als junges Mädchen hatte ich mehrere Lieb» Schäften und die letzte war Otto von Serbitz. Ich vergab ihn aber bald, al« ich Dich kennen lernte, Du edler. Du guter Mann, öl» ich die hohe Mission erkannte, Deinem verwaisten Kinde eine Butter zu sein. Da wollte e» der unglückselige Znsall. daß Du die Btlla kauftest, dem Gute angrenzend, das er bewohnte. Er hatte mich nicht vergessen, er liebte mich noch: aber auch er war ein edler, hochherziger Mann; al» er begriff, daß er nicht» mehr mr mich sein konnte, da faßte er den Entschluß, um Dir. dessen Eifersucht er erkannt, jeden Grund zur Unruh« zu nehmen, sich mr immer zu entfernen. O, jene verhängnisvolle Nacht, diese - . fr Unterredung, die ich leichtsinnig gewährt. .Hier i't Dein Bild, hier stnd Deine Briefe, Adele," sagte er. »die Ba-I, c" «n Ollern darf so etwas nie in fremden Händen lassen, «eben Sie wohl und machen Sie Ihren Gemahl ebenso glücklich, wu Sie mich unglücklich gemacht haben." Da krachte Dein Schuj?, fr fiel zu meinen Füßen; aber so strafbar ich auch immerhin sein 'nag, nie bin ich treulo» gegen Dich gewesen!" .Und da» ist ja eb«». Thörin, wa» mich Jahre la»g auält." wgte der Baron mit herber Stimme. .Deine Treulosigkeit hätte -ch vielleicht verziehen, und der Tod de» Schänders meiner (ihre wtte mein Gewisseu weniger bedrückt. Aber ich habe einen Un-huldigen gemordet, das ist e». da»!" .O, mein Gott!" schluchzte die Baronin. .Und endlich Dir. meine Irene. Dir. mein geliebte» Lebe». i>rm ich a»> »leisten Leide» zngesiigi habe - faic — sprich, ich habe Dir das Glück Deines Lebe»» gestvlile», Deine Liebe, o sprich, mein Lind, Du. deren Geist so oft, seitdem Du ih» verloren, Rächt »inhüllt, sprich, verzeihst Dn Deine»! sterbende» Vater?" Doch Irene antwortete nicht, sie hatte sich vom Lehnstnhle ihres Vaters entfernt — wie eine Träumende mit offenen Augen schritt sie dem Fenster zn, die Arme weit vorgestreckt und die Finger krampfhaft zitternd. Sie be»gte ihr Haupt, ihr Busen wallte höher und immer höher, sie schien zu lausche» — ein be> ieligendes Lächeln spielte um ihren Mund — imnier näher kam sie dem Fenster — da mit ei»em Male legte sie die beiden Hände aufs Herz, wankte und wäre gefallen, wenn Sternfeld ste nicht aufgefangen hätte. Doch mit Blitzesschnelle entwand sie sich seinen Armen, sprang ans Fenster und rief: .Er kommt, ich fühle e». er kommt!" .Wer?" schrie Hegeinann und lehnte sich hinau». Da ward die Pforte des Garten» anfgerisien und eilige Schritte ertönten aus dem Kies. .Herr Waldburg, bei Gott, H«rr Waldburg!" rief Hegemann, »er ist eS!" Zwei Minuten später stand ich vor dem Sterbenden; ich wollte sprechen, doch er ließ niich »icht zu Worte kommen. .Auch Sie mnß ich um Verzeihung bitten. Sie. der durch mein Verbreche» »»glücklich ward! O. Gottes Wege si»d seltsam! — Wa» hatte'dieser Man» mit mir zu thu»? — und doch hat ihn Gott in mein vervestetes Hans geführt, tkamit er, wie wir alle, durch mich »»glücklich werde!" »Lästern Sie nicht!" rief ich mit starker Stinime; .ja, es ist ein seltsamer Gott in seiner Allgüte, der mich in Ihr Hau» ge« führt, damit ich mein Herz hier lasse, der mich wie ein Träumen-der durch die W«lt gejagt, damit ich eines Tages mit zerfchmet-terten Gliedern in einen Ort gelangte, dessen Namen keiner von ench je gehört, damit ich hier seine Verzeihung fändr sür da», waS Sie Ihr Verbreche» nennen, und daß ich noch vor Ihrem Tode angkkoi»»»en bi», »m Sie Ihnen zu verkünden — ein seit« famer Gott, der es bestimmt hatte, daß der. welcher e» für das einzige Glück feines Lebens erachtet. Ihr Sohn zu heißen, Ihnen einen ruhigen, renelosen Tod bereite!" »Ich — verstehe Sie nicht!" stammelte der Baron. .So sehen Sie d:?thin!" rief ich, »und beugen Sie Ihr Haupt vor dem Gvtte, der s.'lche Wunder thut!" In der sich öffnenien Thür erschien eine hohe Männergestalt, aus dessen von der So.me gebräuntem Gesichte eine tiefe, innere Bewegung zn lesen v^ar. Er schritt ans de» Kranke» zu — eine Totenstille herrschte im Zimmer, da plötzlich ertönte ein greller Schrei aus der Briist Adele», da»», wie ein Gebrüll von Hege-mann, bleich wie ein Leichnam war der StaatSanwalt von seinem Sitze aufgefprnttgen — und der Kranke streckte röchelnd seine Hände dem Eintretenden entgegen .Herr — Herr von Serbitz," stotterte er. .Otto!" schrie die Baronin, wie eine Wahnsinnige mit den Armen durch dir Lust fechtend, »lebend — nein, nein — e» ist ein Trugbild!" .Ich lebe!" rief er. .ich lebe, »nd erst seit wenigen Wochen weiß ich. was hier geschehen ist!" .Aber, wie ist da« möglich, sprechen Sie, sprechen Sie, wir verlieren alle den Verstand, wenn Sie schweigen!" schrie der Staat»-anwalt, der ihn beim Arm ergriff, als wenn er sich überzeugen wollte, daß e» auch wirklich ein lebendes W»sen sei, welche» vor ihm stand »So höre» Sie," sagte Otto, »ich hatt« Abschied von der Ba-roitin nehmen wollen: nnd während der wenigen Worte, die wir gewechselt, hatt« mich schon der Gedanke geanält, daß ich am Abend Hegemann mit d«r Büchse unter dem Arm hatte durch di« Büsche schlüpfen seh«n, und daß er mich aufspüre, er, der mich haßte, denn ich hatte ihn schon zweimal wegen Wilddieberei ver-urteilen lassen. Da, im Augenblicke, wo ich mein letztes Lebewohl der Baronin gesagt, da fiel der Schuh, der mich in die Schulter traf und mich zu Boden schmetterte. Mein erster Gedanke war, daß eS Hegemon» gewesen, und mein zweiter, daß er mich voll-enden würde, wenn er mich noch lebend fände. Ich faßte schnell einen Ent-schloß, und ohne auf die ohnmächtige Baronin zu achten, kroch ich auf den Knieen die einige hun-dert Schritte bis zum User, sprang in ei-»enKahnund ließ mich dann ström-abwärt» trei-ben. Nun ge-lang es mir auch, meine Wunde zu untersuchen, und ich be-griff, daß ste ja nicht ge-fährlich sein könnte, da es nur ein star-ker Streif- Graf Lr» «apriii f. Mit Text.» schnßwar.Jch legte nasse Tiicher darauf, und eS gelang mir etwa nach einer Stunde, zu landen. Ich lief in das Haus eines Bauern, erzählte ihm eine Geschichte, ließ mich, so gut es ging, von ihm verbinden, und so wenig war ich geschwächt, daß ich noch den Weg bis zur Stadt zurücklegen konnte. Alles war für meine Abreise vorbereitet, meine Effekten waren schon in Hamburg, mein vermögen in meiner Brieftasche. Ich ließ meine ganz unbedeutende Wunde von einem Arzt verbind««, dem ich einen falschen Namen angab, und reiste schleunigst ab. In Hamburg erfuhr ich durch die Zeitungen, daß Segemann, den ich sür meinen Mörder hielt, verhaftet sei. Ich hatte den Entschluß gefaßt, um Ihre Ruhe, Herr Baron, zu schone», gänzlich zu ver-schwinden, und nur die Angst, daß Hegeman» zum Tode verurttUt würbe, hielt mich von der gänzlichen Ueberfiedelung »ach Spanien ab. Ich blieb in Hamburg, bis der Prozeß beendet. Als ich las, daß er zu zwanzig Iahren verurteilt sei, da dachte ich: »DaS hat er verdient, denn er wollte mich töten." und schiffte mich ruhig ein, zufrieden, daß daS Gerücht meines Todes Ihnen und der Frau Baronin Ruhe gebe. Ich lebte zufrieden und glücklich in Spanien, denn meinem Herzen war ein neuer Frühling erblüht, ich hatte mich verheiratet und hotte Namen und Titel meiner Frau ange-nommen; da führte Gottes Fügung den Freund meiner Jugend »ach dem Orte, den ich bewohne — er war verwu»det — man sagte mir seinen Name»; ich stürzte zu ihm, da traf ich glück-licherweise den Doktor Kern, der mich nicht zu ihm lasten wollte und der, als ich mich Ltto von Serbitz nannte, mich einen Lügner schalt, weil jener seit dreizehn Jahre« ermordet sei. So erfuhr ich alles. Entsetzt über das Unglück, das ich Über Ihr Haus gebracht, wollte ich augenblicklich abreisen, doch Kern hielt mich davon ab; er wollte Waldburg. deffen Geist kränker als sein Körper war. erst langsam daraus vorbereiten. Doch es sollte nicht so sein. Wald-bürg überraschte uns, und der tödliche Schreck, den ihm mein An-blick einflößte, hielt uns wochenlang ab. dir Reise hierher zu unter-nehmen. Doch der Gedanke, daß er sie alle von der unendlichen Qual befreie» würde, beschleunigte seine Genesung. Hier sind wir, Herr Baro», und es ist an mir, Sie um Verzeihung zu bitten. Sie durch eine unvorhersehbare Verkettung von Verhältnissen in solches Elend versetzt zu haben.' Während dieser langen Erzählung hatte eine fast weihevolle Stille im Zimmer des Barons gewaltet. Jetzt, wo er geendet, war der Anblick noch erschütternder. Der Staats-anwalt lag bleich, mit geschloffen?« Angen in seinem Armstuhl. Irene kniete zu Füßen ihres Vaters und hatte ihre» Kops in seinem Schoß geborgen. Adele starrte wie eine Wahnsinnige vor sich hin und Hegemon» hielt sast krampfhaft seinen Kops in beiden Händen. Der Baron hatte langsam, fast unbewußt die Hände gefaltet, und sein Blick hatte fich ebenso langsam nach oben gewandt. Lange dauerte die stumme Scene, lauge. Endlich rangen fich, zuerst mühsam, dann aber klar und deutliche Worte aus seiner röchelnden Brust: .Ich danke — Dir — mein Gott — daß — ich kein Mörder - bin!' Er schwieg, und unwillkürlich beugten fich unsere Kniee bei diesem letzten Gebete des Mannes, der noch vor einer Stunde fich einer jeglichen Gnad« sür unwert hielt. Er schwieg, lange, zn lange; dann plötzlich hörte man einen entsetzlichen Schrei Jrenes Ich sprang zu; die andern folgten mir. Die Geliebte meines Herzens hielt den Leichnam ihres Vater» umschlungen. Wir hatten soeben die sterbliche Hülle des BaronS der Erde übergeben, al» der Staatsanwalt meine Hand ergriff und schwei-gend die JreneS hineinlegte. „Ich betrachte mich als ihren Vater,' sagte er mit einem Anflug von wehmütigem, herbem Lächeln, .und als solcher mus; ich am besten wissen, wa» ihr wohl thut. Sei mir nicht böse. Irene, daß ich je mich habe mit der Hoffnung schmeicheln könne». Du könntest mich ander» lieben, als einen Vater!' Und ohne uns Zeit zum Antworten zu geben, verließ er da» Zimmer. Da war nun der Traum, deffen Erfüllung ich nie zu hoffe» gewagt, dennoch zur Wirklichkeit geworden. Irene mein! O, wie jauchzte mein Herz in dem Bedanke», wie schwelgte e» in der unsagbaren Wonne! Stundenlang lag sie an meiner Brust und gab all den Thränen fteien Laus, welche sie seit drei Jahre» in ihr Herz zurückgedröua: hatte. Worte vermochten unsere Seligkeit nicht zn schildern, Worte sind bettelarm, wenn da» Herz vor Glück schlägt. Eine Liebe wie die unsere hat keine Geschichte, fie kann nicht beschrieben werden. Wie viele verstehen fie überhaupt, nur weiiige vermögen daran zu glauben. * • Ich muß dem Leser, welcher mich durch die wundersamen Irr-fahrten begleitet hat, die zu meinem Glücke führten, ein Bild vorführen, welche» ihm den ferneren Verlauf unseres Schicksal» zeigen wird. In jenem Kiosk, denen man sich entsinnen wird, sitzt ein junge», blühendes Weib, einen bildschönen Knaben von beinahe einem Jahre aus dem Schoß. Ihr zur Seite sitzt Doktor Ker», der furchtbar räsonniert, daß der »junge Mensch' so abscheulich verzogen werde »nd schon wieder außerhalb der Mahlzeit einen Zwieback glücklich verschluckt hat. .Verstehen Sie mich. Herr Walter Waldburg!' sagte er, .ein Mensch Jh° re» Alters ist im neunzehn-tenJahrhun-dertkeinKind mehr. Sie betragen sich wirtlich, als wenn Sie nicht schon sechs Zähae hätten. Zum Teufel aber Mensch.wenn m Ihr Vater i verreist ist, sind Sie der einzige Sohn im Hause, auf dem alle Sorge ruhen müßte, eine Art Familienvater in deffen Abwe-senheit, und solch eine respektable Persönlichkeit ^elig F«»", Präsiden« m ?r»»kr«ich f. Wt Ztrs darf keinen Zwieback anßer der Mahlzeit effeu. Sie muffen vernünftiger sei als Ihre Frau Mama, verstanden?' Doch die .respektable Persönlichkeit' tüinmert sich wenig um di wohlverdiente Philippika, sondern sucht mit großer Ungeduld ei» Locke der Mutter zu erhäschen, die vom Winde hin und her gewel, wird. Irene schaut träumerisch vor sich hin. Ein Lächeln, süß wi Zauber, umschwebt ihr schönes Gesicht, dann fich an Ker? wende» sagte fie: .E? kommt, heute noch. bald, ich habe ihn soeben gesehen! :,r Doktor schüttelt den Kopf. .Bringen Sie mich nicht zur irr,; ciflunfl, gnädige Frau,' sagte er, .Ihr gegenseitige» zweite» »cit l paßt gar nicht in die Wissenschaft, und seitdem mich Ihr Kai; bewogen hat, meine arztliche Praxis wieder auszunehmen, >', f. mir nicht erlaubt, aus die Wissenschaft zu schimpfe». DaS mi »t — damals in Spanien — aus der Heerstraße — da konnte i >hl daran glauben, aber jetzt — doch apropos, Spanien — oi >r Marauis von Serbitz-Comacho — anch zwei Namen, dir iib .milder anzubellen scheinen — hat er nicht gestern geschrieben? K-ic.icht e» unserm Freunde Hegemann?' Ctto ist wohl, nur Hegemann will sich dort gar nicht hei-mini) fühlen; er hat eine» Brief an Edgar beigelegt, in welchem >r ilm bittet, ihn doch wieder zurückkommen zu lassen." „Öm! Welch ein Triumph sür die Homöpathie! Gleiches durch Anwies heilbar. HegemannS Wildheit ist durch spanische Civili-muh, kuriert worden. Da hat der Schelm doch die Locke erhascht. )«r. seien Sie ernster, oder wenn der pensionierte StaatSanwalt «lt Ihrer Grosmama Adele zum Besuch kommen, denunziere ich Eic und — * loch er kann nicht fortfahren; Irene ist plötzlich aufgesprungen, Armen meine» Weibe» und lause meiner süßen Puppe entgegen. .Ausgepaßt. junger Mensch! Pa . Und wirklich, al» ich ihm die Arme entgegenstreckte, sagte er ganz deutlich — zum ersten Male Papa! „Hurra!' schreit Kern, .Waldburg, die» ist der schönste Trimnph, den ich je errungen! Gnädige Frau, empfehlen Sie mich Ihrer Bekanntschaft al» Sindermädchen, denn da kann ich mehr leisten, wie al» Arzt."--- Herr, mein Gott, wie viel Glück giebt es doch auf Erden!! (Uns Lt« Caprivi f. Sin halb«« Jahr nach b«m Tod, seine» grosj«« Borgdnger« ist «»« auch der zweit« Kanzler de« Reiche« adderusen worden, ilr hatte den Rest seine« Leben» in gänzlicher ^urückgezogenheil, in vitlliger Abwendung vom politisch«« (»«triebe verbracht. Man hat seit de« Zag«, da «r sei» Amt niederlegte, äußerst selten «t«o« von ihm vernommen; »ieinai« ar den Knaben dem Doktor in die Arme gelegt und ist mit dem In-mfe: .Ich sehe ihn, er ist da!" dem Hause zugeellt. Mit verblüffter Miene sieht er da» Lind an, dann der fast Icienden Mutter nach. Endlich streicht er jenem die schwarzen 'fljw aus der Stirn, erhebt sich und sagt: .So hätte ich e» doch och. Gott sei Dank, bis zum Kindermädchen gebracht! Hm! Run in im Sie mal aufmerksam zu, junger Mensch, dort unten wird tu Papa stehe» und in seinen Armen Ihre Frau Mama; ich . de Sie mit meinen wisienschastlichen Händen höchsteigenarmig thin tragen, und wenn Sie ihn sehen, verstehen Sie mich richtig, u a«r Mensch, dann rusen Sie das süße Wort, das er noch nie von ! en Lippen gehört hat. Pa..pa! Berstehen Sie. Papa! Run, uchen wir » mal: Pa .. pa! Nun! Ich könnte mich bewegen im, Ihnen einen Zwieback zu versprechen, nun? — Pa. .Mamam," sagte der Klein«. .Nicht Mamam, junger Böotier, Papa, Papa! Nun, wird'»?' .Ma . .Pa . .Man, , .Pa . Und so erreichten beide da» Hau»; ich entwinde mich nun den ad«r hat rr aus di« gege« ihn und s«in« «mi»sühru»g gerichtete«, «>i«»l»r recht schars«» Angriff« auch nur mit einer Silbe erwidert. Mit ihm jch«id«t «in Man» au« bem Leben, der sich unleugbar groß« Verdienst« um da« d«utsch« Reich «rword«« hat, bie dadurch nicht g«schm>U«rt «erden, daß «r da» Miß-««schick hatt«, gegen s«ine» «iUen in »in« Stellung b«rusen z» «erden, welch« immer wieder den Vergleich mit seinem großen Borgüng«r h»rau»>ori>«rl«. Ära! Leo v. Saprivi war g«doren am 24. Februar 1831 zu Berlin al« Sohn de« veheimen Lbertribunairai« Juli»« gbuard v. Saprivi lgestorbe« am 25. Dezember 1806) «nd stammt a„» dem Friaulschen Geschlecht llapriva. Zuerst in Steiermark ansässig «nd hier 1863 in den Ztittrrkland erhoben, siedelt« die Familie mit iiarl Leopold Frhra. v. llapriva von Reich«derg und Reslrllhal igestorbe» 1709) »ach Schlesien über. I«ss«n Sohn I»li»» Leopold < 1R05 bi« 1768, Urgroßvater de» nachmalig«« Kanzler!» nannte lich ilavrivi mit dem Beinamen ilaprara d« Montrruruli. der aus «i««r gamilientrabitio» von der Abstammung vo« jenem Geschlecht brruhte Oteorg Leo v. Saprivi besuchte da« Werdersch« Syninasium i« Berlin, trat am I. April 184» in da« Sais«r Franj-wardegrenadierrtgim««» «in, wurde ISbv zum S»k»nd»lieutenant und 18S9. nachdem er inzwischen die Sriegtschul« besucht hatt», zum Premierlieut«. nant b«fdrdert, 18(ii zum Hauptmann unb 186S zum llompagniechef im 64. Regiment ernannt. Im Jahr 1866 in den «eneralstab verseht und zum Major besürdert. macht« er im Stab de» Oberkommando« der ersten Armee den Krieg in Böhmen mit. wurde nach b«ms«ib«» zum Aeneralstab de» «Acniecorp» ver-! s«ht und 1870 al« Oberstli««te»a»t zum llhrs de« oteneralstab« de« 10. Gurt« 1 ernannt, welche Stellung er «ithrend de« sranzdsischen Strirg«« bekleidete. Im D«r Drack»»ft«in bei G»i»li»>e«. (Mit r«xt.) 4 8 nur BeH Un»e»ntzte CettfHritir. Wiffon 6t», Cm Rot, Nr #cfr»Ht tft Kllmlb so verdorben. Weil er sich stet« in «W»auftragt. wurde er 1B77 zum Mtnerdlmajor befördert »nd erhielt 1870 ba» Kommando einer Inkanteriebrigabe in Stettin, 1879 diejenige einer Garde-brigade 1» Berlin Im D»z«»ber 188Z wurde er zum G»n»ralli«»t»nant und Kommandeur der SO. Division in Sieh ernannt und im März 1883 nach dem Bück-tritt V. Stosch» mit der Leitung der Admiralität betraut und «»gleich zu» vle»-admiral desörd»rt. Nachdem er fich um da» lorvediwese» und die taktisch« Aulbildung der Kriegsmarine große Verdienste erwarbe», wurde er 188« bei der Neu-gestaltuug der Marinebehörden von seiner Stellung al» Ih»s der Admiralität entbunden und zum kommandierenden Aeneral de» 10. Armeecorp» in Hannover ernannt. Nach be« Rücktritt de» Fürste« vllmarck ernannte ihn Kaiser Wilhelm am 89. März 1890 zum Reich»ko«zler nnd preußischen Ministerpräsident»« ?«lix Fgur», Präsident von Frankreich, wurde am 16. Februar d. I mitten i» ber Arbeit in seinem Kabinett vom Tode infolge eine» Schlag- anfalle» ereilt. N«r vier Jahre stand er a« ber Spitze der Republik und wurde l» einem Augenblick abberufe», ba dieselbe vo» den schwersten, inneren Kämpfen erschüttert wird. Fran^ol» Fell; Faure war geboren a» 80. Januar 1841 in Pari» al» Sohn eine» Tapezier», wuch» Im Geschäft feine» Vater» auf, besuchte England und trat dann al» LihrlUg in »in« Lohgerberei zu Amboise ein. Später würbe er E«mmi» i» Le Hovre uud Errichtete bort «in Ledergeschäst. Im Jahre 1870 war er Kommandant eine» Mobilgarb«n-«ataiHon», wurde vo« Gamb«tta zum Ankaus von «äff«» und Munition nach England geschickt und «rhielt nach ber Mtckkrhr von bort bat Kreuz ber Ehrenlegion, vei de« von der Kommune entzündeten vrand i. I. 1871 eilte er »it Freiwilligen »ach Pari», um lbschen zu h«lf«n. «ach de» Krieg «idmete er sich wieder seinem «eschtst. wurde Präsident ber Handel»»«»»« «nd Adjunkt be» Bürgermeister» vo» Havre. Im Jahre 1881 i» bi» D«pn-tl«rt»nka»»«r gewählt, schloß er sich ben vportnniften an, war >»»1—1882 unter «a»b»tta, 1883—1886 unter Fern, nnb 1888 «nter Tirnrd Untirstaat» sekretär im Ministerium fttr Handel uud Kolonien »nd «alt in See- »ab Kola-nialangelegenheiten str besonder» sachverständig 1894 würbe Fanrz^n» vie»-^ vräfldent«« der Kammer gewählt unb abernah» im Mal unter D«p«h ba» via-rin««l»ist»rium. Nach dem Rücktritt E«fi»i«r-Perler» wurbe er am 17. Jaaaar 18»» vom Kongreß in verfall!«« »um Präsidenten ber Republik gewählt Der Drackenstein bei OieiSlingin. A»» der Fer»« gesehen erschaut ber Rordwestabfall ber schwäbischen Alt al» ein« fast senkrecht abstürzende, bet» nahe geradlinig fortlaufend« M«u«r, vor ber sich bi» kraftvolle«, tat«- and s»ls»ngeschmlickten Vorberg« noch über da» Albplat««u «Theben. Komm«» wir aber näher, so sinken wir, daß sich zahlreiche, zam Teil wilbr«»«»ttsche Thäler tles In» Sebirg« sich eingrab«». Ihr« Abhäag« sind mit Lanbwakb bestockt »nd mit mOchlige», oft blendend Weißen F»ll»» g«zi»r«. Ja rasche« Lauf »ilin krystallhelle vichlein in ihr«» f«lsig«n v»tt der Niederung zu, um sich, nachdem sie die fruchtbare Altvorebene burchstrtmt, In ben Neckar zn ergießen. Zu den schönsten dieser Aldthäler gehärt auch d«I ödere Fik»Ihal. E» bildet eine» der w»uig»n Länginthäler be» Geblrg» Der Fluß fließt zuerst in nord-Östlicher Richtung bi» I» bie Eege»d von G«i»linge» uud wendet sich «rst von da ob westlich. Da» Thal schneidet flch rasch tief ein, so daß ba» yll»bett bei Küche» 883 Meter tiefn liegt al» a» Ursprung Die Abhänge zu beiden Seiten sind außerordentlich steil »nd au» deu prächtigen vuchenwaldunge» erhebe» flch wie lärme ungeheure Masse« de» weißen, harten Juragestein». Allenthalben finden sich auf de» Hühen Neberreste früherer varge» »nd im Innern de» Gestein» grdßere und kleinere Tropfsteinhöhle«. Im Thale selbst liegen da» Städtchen Wi«s«nst»ig und di« beid«» wegen ihrer Minenilquellen bekannten Bad«ort« Ditzrnbach und Ueberkingen. Drachenstein ober Drackenstein, wie sich ber Ort gegenwärtig schreibt, liegt in einem Seiteuthälchen, i» «»». bachthal. Auf eine« hohen Tuffsteinselsen erheb» flch Überaul »alerisch dle Kirche zum heiligen Michael. Sie ist i« italienische« Stiel erbaut unb i« Innern finden flch zahlreiche Grabdenkmäler au» dem 14.—18. Jahrhundert, »eist den Herren vo» «esterstelien gehärig. Do» Schloß terer von Wester. stellen wurde 1670 abgetragen In dem Felsen, auf dem ber Ort steht, be. finden sich zwei Hühlen, da» sog. Totenloch und nahe dabei ba» Drachenloch. Reib. Frau Müll«»: .Sehen Sie nur den seinen Leichenwagen!' Frau Schulz»i .So einen kriegt uns»r»I»,» im ganzen Leben nicht!' Der englische XechtSbuchstabe. Eine vornehme Dame, keine geringere Perlon al» bie Herzogin von Marlboroogh, hatte flch elne» Wilddiebstahl» schuldig gemacht. Der »«»haste nnd ungalante Jagddefltzer ließ eine färmlich» Klag» gegen fle »«stell«», und da bi« Tbntfache keine» Zweifel »«terlag, so konnte die Frau Herzogin den sehr strenge» Strafen wegen Wilddieberei *i< so viel wir wissen, bi» zur Deportation gehe», verfallen Da reite! sie f<; englische Recht«buchstab«: ba» Gesetz spricht nicht von einer Wilddieb!», s«,. dern nur von einem Dieb, e» braucht nur da» männliche Wort Er, nicht *it und somit sand da» Gesetz auf sie keine Anwendung. 3i Zchlau. Frau: .Du. der Postassistent drtden kauft bei un« seine, ganzen Toilellenbedarf ; können wir ihn nicht mal auch wa» verdienen lassen''» — Blaun .Na. dann werden wir «al hent mittag ein paar Zehnpsenn^. marken bei ihm holen.' „Ich heiße Ihertag!" In der Artikelrelhe .Au» meinem Leben," die Sd Ha»«lick in der .Deutschen Rundschau' veröffentlicht», erzählt er von dem ,hw befreundeten Billroth nachstehende Anekdote; Jherlng, al» Professor an tu Wiener Universität berufen, macht» feine Antrittibesuche «nd kommt auch (t-Villroth während der 0rdiaat>on»st»»d». .Ich heiß« Jhering.' — .Womit fani. ich dienen?' — .Ich h»iß» Jhering.' — Pause. — ,Ja. «a» sehlt Ihnen - — .Ich habe Ihnen doch gesagt, ich heiße Jhering l' rüst barsch und germ, der Professor de» römischen Recht», dreht sich um und stürzt davon, viliio» hat dies» Ordlnation»s«e«» oft lachend «rzählt und mit R»cht gemeint, daß ein Mediziner doch nicht notwendig bie Namen aller bedeutende» Juristen taun müsse. Die beiden Herren habe« flch übrigen» später In geselligen Kreisen gan, gut gesprochen. War doch Jhering, bei aUerding» hitzigerem Temperament a'i Villrath, ein ebenso geistvoller Dann und großer Musikfreund wie dieser, «i. Deshalb Fräulein Silberstein: .Ader Papa, Du hättest h<»! dem Lieut'naut ». N. wohl pump«n können.' — H«rr Silberstei»: .I» kenne ihn z« wenig.' — Fräulein Silberstei«: »Ach, da» ist nur ein« Au»rebe, Du haft ja letzthin d«» Herr« g. auch «icht» gepumpt.' — Heu Silberstei«: .Den kenne ich zu gut.' Aubet» Frag». Ha«»fraa: .Könnt« Sl» alle« selbständig kochen?' Köchin: »Selbstverständlich.' — Hausfrau: .Kann »an »( aber auch essen emtinnüyigeg Um Pilze >» bi» Suppe z« thu«, schneibet »an di»s»lb»« in feine Scheibchen, legt fi« eine viertelstunbe In Salzwasser nnb schüttet fie dann mit demselben t« bi« noch kochende Supp«. Dazu «ign«n sich b«sond«r» di« Hahnen-kämm«. Man kann fl« auch »it Schinken und vrotriud« koche«. Rosen ««ter v>»«e«. E» Ist ganz schön, wenn bie Liethaberei str bi« Ros«« mit jedem Tag« zunimmt, ad«r »an dars nie vergessen, baß man fi« an «in«n geeigneten Platz geben muß, um überhaupt Freude daran zu habe» Nie aber erreiche« Rase« ««ter Laubbäumen, »icht geschlossen zwisch«« Taxu« oder Kouisere« ei« freudige» Wach»tum, wie manche Vorgärten unb $oli> gärte« In bezeichnenber Welse an be« Tag legen. Kann man Kostn feiner. g»eign»t»n Platz Im «arten geben, so verzichte »aa lieber auf Roseu und greif-zn anderen Schatten li»b»«b»n Pflanzen. Wichtig str eiae galt Verdauung ist bei alle», wa» der Mensch genirtt daß bie Speisen ant verkleinert, weder zu heiß, noch zu kalt, noch zu hast!« de» Magen »«geführt «erde«. Sind bi« Speise« gut aufg«l»st, fr wird da« in ihn«« »»thalt»»» Stärkemehl in Dextrin nnd Tra«benzucker berwandrli Im Magen vermischt flch »be» der »in der Magenschleimhaut abgesondert« Magensaft mit den Speisen and löst fle »um großen Teil« aas. Si« vereinigen sich mit be» dünnflüssigen Magensast. Die Absonderung de» letzteren ersolgt unter dem Einflüsse be» Rervenshsteia»; toi« wir ja wissen, baß heftige Gemät» «rregungen bi» Mag»nv»rbau»ng stären Bei FingergefchwSre« «ber beb« s. folgende Salbe sehr gut Reine» gelbe» Wach» u»d Olivenöl, von jeden Bei F>ngerg«sch»Are» oder beb, sog. .Wurm am Fing»r' »»währt si» 90 Gram», w»rb»u »it einander auf gelinde« Feuer geschmolzen! sodan, gießt man unter sortwährende» Umrühren 8 «ramm Perubalsa« hinzu und rührt bi» Masi» so lange um, bl» ber Brei kalt unb steif «ird. Dies» Sold' wird dick auf da» schmerzende Fingerglied gelegt, und bald wird der Schmcn nachlösten Auch zeitigt die» Mittel ben Eiter früher all irgenb ein» andere «alt» Lo»»l>ripl,. »in Wort weiß ich euch hier ,n sagen, »a» »nd zu «nlan» se«en beri »estanv«,« ist'» von dem «entehr. ?hr dann euch sa nicht stnven lassei. «un sollt den flovf an» »nd' ihr «ragen. Wenn ihr m» Ldsen euch besasset. — g. >ind»r-D». * richtig geordnet in d»n senkrechte» und BagtRftii.» ftelbc» gleichlautend: 1) ei» m«h«»ubanlsch,» !»>,-bau», f) tine Ctafet In Wllrtleaiter^ »j eine Sau-art, 4) eine «ernnindung, S) et» torf In »er #tt-vi«z westtale». ~ r» ^ _ Kii,_____ • mit ftriebrlch» Palt»br««. 8arw4n» und rülkwür»! lie» »ei» »»et. »» nennt stet» einen Auhene«. Vorttdrt» di» ich bestimm« sür» Tier. »Utf>t>!lrt» fcchaft du dich nicht nach »it. slatta» galt. >i»>l»s»«g fol«t In nächster Nummer Aufl»su»g»n aa» voriger tzia««»t Te» Arithmogripd»; ttchwetufur«, letl», Hunte, Nuri. Ruttn, Isere, i:*». »lf. Tenertsei Cchtoelnfurt — Te» " ____ ____ lefl«, ?Inn. Logogriph»! taub», »aabe, fioube, tou ai« jiem« ,ffr»e»»lle«. VrrnnltnortlUV "tedottlon von ?rnst Aletsfir, gedruekl und hirnntaeaelien non «retner « Plelfser In G«n»«gnel.