Anöacher Ieituna. ^ «»«. Mittwoch mn I«. August «8H«. Dle La.l.acherZe.tm,^ erschei.lt, mit Abnahme i>er Sonn- n,w Fc.ertasse ta^ich. nno losset ,a„„nt den Veilaqcn i„, Co,« v to ir q a n , iäl.ri a V^7 < .... , Kreuzband ,.n Conwtoir ganzjährig «2 ss.. h^l^.hr^ « st- F'.r d.e Z..stelln„^ in's />n,S sind ha l b /s, l i.! W kl . l>r ^.. f b« I b ,a ) r.s, 5 ff. 30 fr. mit l"> ganzjährig, „»ter Krmzbano n.w gelackter Ndre„e 1.i ft., halbjährig 7 fl. 3» f. __ < erä ,°nsa / ss./^n/'K^^ ^it der Post porto- "al.^e Einschalt,.,.«, 3 fr.. f.,r zweimalige 4 lr fl.r .re.mal.ge 5 kr. C. M. Inserate bis >H Zeilen fste. ,ss i. ^M, ' s fF^ M^"'' .'°7 ^n Nan... .derselben, nr ein- ^6» d.esm Gebühren ist nach de../..P^isonsche.. Gcsetzc.om N. November l. I. für I»ftrtionSstä>.,pel"7och 10 k' ^ ^e^,^,^ Einschaltm^^n""^^.!'" ' ^al einznschalte... Nichtamtlicher Theil. Gorrcspondeuzelt. ^ Trieft, 18. August. ..^-.. H^er Geburtstag unseres allergnädigsten Kaisers wurde hier auf dic feierlichste Weise begangen. Schon bei Tagesanbruch donnerten die Kanonenschüsse der Landbatterien und aller hier ankernden Kriegsschiffe weit über die See und verhallten in den Gebirgen. Alles ging durch die belebten Gassen im festlichen Anzüge, und die Truppen der k. k. Marine, der Artillerie, der Infanterie und der Territorialmiliz, mit ihren Musikbanden an der Spiye, mar-schirten schon vor 9 Uhr auf die verschiedenen Parade-pla«;e, wo sie sich aufstellten und wahrend der heil. Messe und den, '!'<' l)«.u>n, welches in der Cathedral-kirche von St. Justus abgehalten wurde, und welchem alle Civil- uud Militärbehörden nebst sämmtlichen Consuln beiwohnten, die gewöhnlichen Salven gaben. Nach der Messe deftlirten sämmtliche Truppen vor Sr. Ercellenz dem Herrn Statthalter Grafen von Wnnpffen. Um 3 Uhr versammelten sich sämmtliche Chefs der Civil- und Militärbehörden zu einem Diner bei Sr. Ercellenz dem Herrn Statthalter, wo gegen 5 Uhr Nachmittags jedem Toaste auf Se. Majestät und das glorreich regierende Kaiserhaus Kanonensalven folgten. — Heute Abends wird das Mauronertheater festlich beleuchtet. Gestern Nachmittags brachte uns der Dampfer „Asia" Nachrichten aus A then und aus der Türkei, welche nicht von großem politischen Interesse sind. Der Senat hatte sich endlich am 7. d. vollzählig versammelt, nachdem es dem Ministerium vicl Mühe gekostet hatte, die Senatoren zn bewegen, den Vorsin dem Alterspräsidenten Hrn. Nako zu gewähren, welcher einer der treuesten Freunde der jel'igen Regierung ist. In der ersten (am 7. d.) und zweiten (am N. d.) Sitzung sprach fast immer der Fiuanzminister. Er zeigte in seiner Nede zuerst den Nachtheil, welchen die, Finanzen durch die so oftmalige Vertagung der Debatten über das neue Finanzgesch erlitten habe. Er gab ferners die weitläufigste Erläuterung über den gegenwärtigen schlechten Stand der Finanzen an, und zeigte die Mittel, mit einem neuen Systeme dem Schaden abhelfen zn können. Obschon seine Nede einen sehr tiefen Eindruck auf die Gemüther der Majorität machte, so sprachen iu den Schlingen vom 11. und 12. d. die Mitglieder der Oppositionspartei mit grosier Heftigkeit gegen das Gesel) und gegen die Annahme desselben. Jeder Wahrscheinlichkeit nach wird demungeachtet das Gesei) angenommen werden. — In der Deputirtenkammer wurden wieder andere Interpellationen gemacht, welche dann insgesammt zu Gunsten der Regierung aus-ft"e"--Mehrere Räuberbanden solle»'sich auf das türkische Gebier geflüchtet haben, wo sie mit den turktschm Gränztruppen, die dort aufgestellt sind, um d,e Gränze zu »chutzen, im besten Einverständnisse leben sollen. - Die Noten rord Palmerstou's au Frankreich und Rußland über die griechische Politik und über das allgemeine System der Verwaltung in diesem Reiche geben iu Athen Aulas; zu den verschiedenartigsten Gerüchten uud Commeutarien. Einige sagen, Lord Palmerston hatte das franzosische Cabinet m dieser Angelegenheit für sich gewonnen, und der ^'^sische Repräsentant am griechischen Hofe hatte '^l's aus Paris Iustructiouen erhalten, sich ga„z nach der Politik des englischen Bevollmächtigten, Hrn. Wyse, zu richten. Andere behaupten, Rußland hege ganz andere Absichten und trachte das griechische Cabinet ganz für sich zu gewinneu. Gewiß ist es, sagt ein Correspondent aus Athen, daß das griechische Cabinet weder an England, noch an Frankreich, noch an Rußland eine Antwort bis jeM geschickt hat. ^ Aus der Türkei erhalten wir sehr wenige Nachrichten, welche bei uns ein Interesse erregen könnten. Oesterreich. Trieft, 18. August. Iu Folge eines Vorschlages der hiesigen Börsedeputation wegen Beschleunigung der Vriefcorrespondenz zwischen Triest, Paris und London, hat das hohe Handelsministerium die Einleitung getroffen, daß die für Triest und Frankreich, Großbritannien, Belgien und die Niederlande anlangenden Cörrespondenzen an das fahrende Postamt Bodenbach-Prag cartirt werden, wodurch es mögltch wird, für dieselben die gewünschte Beschleunigung um 24 Stundeu zu erwirkeu. Gray, 18. August. Die Besorgnisse vieler Winzer, welche durch das verbreitete Gerücht eutstan-den sind, daß die höchst gefährliche Traubenkrankheit auch hier iu Stciermark schon zum Vorscheine ge-komineu sey, dürften durch die aus bester Quelle geschöpfte Mittheilung wieder beseitigt werden, daß dem gedachteu Gerüchte jede Begründung fehlt, und die Rebenkrankheil mit -Ausnahme der Seeküste von Tos-cana und Neapel noch nirgends znm Vorscheine gekommen ist. IUir», 1»",. August. Die Militärgränze, ihrer ursprünglichen Bestimmung nach errichtet, um einen schilpenden Gürtel längst den südöstlichen Gränzen des Reiches gegen die Invasionen der Türken und pestartiger Krankheiten, namentlich in früheren Decennien, zu zieheu, hat eineu so bedeuteudeu Grad der militärischen Entwicklung erreicht, daß jcht ein Institut vou höchster Bedeutsamkeit für die gesammte Monarchie daraus gewordeu ist, ein Sammelpunct der treuergebensten uud kräftigsten Elemeute iu politischer wie in militärischer Beziehung, ein stehendes ^,'ager, aus welchem namentlich jeNt mit Hilfe der bedeutend vervielfältigten und beschleunigten Commnuicationen rasch die ansehnlichsten Streilkrafte gezogen werden können, lim auf eiuem irgeud noch so entlegenen, bedrohten Puncte der Monarchie verweudet zu werdeu. Diese ausgezeichnete Niwlichkeit uud Vortrefflichkeit des gedachten Iustitutes läßt es auch in uu-seren Tagen nichts weniger als entbehrlich erscheinen. Es war dringend vou Nötheu, demselben den althergebrachten militärischen Charakter ungeschmälert z bewahren, und sowohl bezüglich der Verfassung als der Verwaltung dieses eigenthümlichen Gebietes war es nothwendig, den militärischen Gesichtopuuct vorzugsweise festzuhalten. So wie früher bleibt daher auch jeNt das Militärgränzland in allen seinen administrate» Beziehungen dem Kriegsministerium uu-terstellt. Selbst Kirchen, Schulen, Gewerbs- uud Handelssachen erfordern dort eine andere Art der Ue-berwachung uud Regelung, als in allen übrigen Kronländern. Es wird daher ausdrücklich die Bestimmung festgesetzt, daß alle, von andern Ministerien auogeheuden Verfügungen, »renn sie auch in der Mi-litärgräuze zur Auweuduug kommen sollten, stets vom Kriegsministerium verfügt, und im Einverneh- men mit den andern militärischen Organen erlassen werden. Die bisherige militärische Eintheiluug bildet auch die administrative Eiutheiluug derselben, wornach das croatisch-serbische Militärcommando zu Agram über 1l) Regimenter und 7 sogenannte Militär-Commu-nitaten — das walachisch-serbische Commando zu Temesvar über 4 Regimenter und das Tschaikisten-Vataillon, außerdem aber noch über 5 Militär-Com-munitäten sich erstreckt. Die Militärcommuuitäten bestehen in größern Ortschaften und Städten von umfassenderen und regsameren Handelsbeziehungen, welche zwar der militärischen Administration im Gauzen und Großen unterstellt bleiben mussel,, jedoch sowohl in ihrer Behandlung als iu ihrer gemeindlichen Organi-satiou besondere Anordnuugen uud Maßuahmeu wün-scheuswerth macheu. Diesem Bedürfnisse soll lant dem Inhalte des 8. Absattes der a. h. erflosseuen Organisations - Vorschrift dadurch entsprochen werden, daß der administrative Organismus durch besondere Communitätsordllungen festgestellt werden wird. Die Verantwortlichkeit für dic Geschäftsführung deo zugewiesenen Amtsbezirkes ruht auf den Com-paguie-, Regiments- uud ^andesmilitärcommandanten. Die Stellung der ihnen beigegebenen Iudividueu ist daher wesentlich eine berathende und gehorchende, jedoch sind dieselben hinsichtlich der Berathung für die richtige Anwendung aller geschlichen Vorschriften und für die Anträge, welche sie stellen, strenge verantwortlich. Der militärische Berwaltuligsorganismus der Gränze macht es möglich, die für die Verwaltung eutfalleuden Ausgaben durch Zulagcu zu deckeu, welche den sonst auch in gewöhnlicher militärischer Verwendung stehenden Offizieren und Stabsoffizieren für das administrative Geschäft zuerkannt werden. Für dieses Granzregiment sind 14 Verwaltungsoffiziere auserseheu. Die Uuterlieutenants erhalten während der Dauer ihrer Verweuduug eine Functionszulage von 10 ss.; die Oberlieutenants von 15 ss.; die Hauptleute vou 20 st.; die Stabsoffiziere von 30 ft. mo-uatlich. Den exponirten Verwaltungöhanptleuten, welche das uuterste Glied des administrativen Organismus der Gränze biloen, so wie den ihre Stelle versehenden Lieutenants bleibt die Functiousgebühr von 10 fi. jährlich als Zulage vou ihrer Offiziersgage bewilligt. Den bei den Compagnien betrauten Subaltern-Offt-zieren wird eine zweite Pferdeportiou verabreicht. Sämmtliche jeftt verwendete Vrrwaltungsofftziere haben sich nach der a. H. Vorschrift zu erklären, ob sie sich mit den übrigen Offizieren auch zum Truppendienste geeignet fühlen, und werdeu auch darnach zu behandeln seyn. Jene, welche bei der Administration zu bleiben vorziehen, müssen die dießfällige Erklärung abgeben; diejenigen hiugegen, welche iu den activen Dienst einzutreten wünsche», müssen sich einer practischen Prü> fliug aus dem Dienst - Abrichtungs- und Eiercier-Reglement unterziehen. Jeder Offizier, welcher in den Verwaltungsdienst der Gränze zu treten wünsctz, hat sich auch diesifalls ""er Prüfuug zu unterwerfen, deren Einrichtung, so wie die Wahl der betreffenden Gegenstände das Kriegs. ! Ministerium nach Anhöruug der Militärcommaudo's feststelleu wird. Außerdem ist als Vorbereitnugszeit für den Verwaltungsdienst ein Verwendungsjahr erforderlich, wahrend dessen der Offizier eine Zulage von 10 st. monatlich genießt. Nach Ablauf dieser 8i>2 Frist hat eine neue practische Prüfung Statt zu finden. Diese Anordnungen bieten die Garantie, daß nur fähige und bewahrte Individuen zur Verwaltung der Militärgränze werden zugezogen werden. Somit darf mit Zuversicht erwartet werden, daß der öffentliche Dienst in jenem wichtigen Lande zu allseitiger Zufriedenheit mit Präcision, Umsicht und Gewissenhaftigkeit und im vollen Einklänge mit der Action der verbesserten Verwaltungsorganismen der übrigen Kronländer gepflogen werden wird. " Wien, 17. August. Eine kaiserliche Verordnung vom 12. August 18^1, wodurch das Verfahren bei hypothekarischen Darleihensgeschäften geregelt wird, enthält im Wesentlichen folgende Bestimmungen: Der einverleibte Eigenthümer ist berechtiget, auf seiner Realität die bücherliche Anmerkung der pfandrechtlichen Rangordnnng für ein aufzunehmendes Geld-darleihen zu bewirken. Diese Anmerkung kann nur dann bewilliget werden, wenn selbst die Einverleibung des aufzunehmenden Darleihens nach dem Tabular-stände zulässig wäre. In dem Anmerkungsbuche und eben so in der bücherlichen Anmerkung muß der Darleiher, er sey eine physische oder juridische Persou. namentlich angeben, so wie der Betrag und die Währung oder Geldsorte des aufzunehmenden verzinslichen Capitales ansgedrückt werden. Die Unterschrift des Bittstellers muß gerichtlich oder notariel beglaubiget seyn. Wird das Anmerkungsgesnch bewilliget, so ist dasselbe in der Urkundensammlung zu hinterlegen und dem Bittsteller die mit dcm Bescheide uud der Bestätigung der eingetragenen Anmerkuug versehene Rubrik mit thunlichster Beschleunigung zu eigenen Händen zuzustellen. Der Aumerkungsbescheid darf nur in einer einzigen Ausfertigung hinausgegeben werden. Die bücherliche Anmerkuug der pfandrechtlichen Rangordnung ist für das aufzunehmende Darleihen nur auf sechzig Tage wirksam. Auf Grund der Schuld-Urkunde findet die Einverleibung des Pfandrechtes für das Darleihen in der angemerkten Rangordnung Statt, wenn das Einverleibun^ogesuch innerhalb der in der bücherlichen Anmerkung angedrückten Frist bei der Tabnlarbehöroe eingereicht worden ist. Kommt da? in der Anmerkung bezeichnete Darleihen nicht zu Stande, so kann der Eigenthümer des mit der Anmerkuug behafteten Gutes die Loschimg derselben verlangen. Die Tabularbehörde darf jet och diese Löschung in dem Falle, wenn dieselbe innerhalb der in der Anmerkung ausgedrückten Frist angesucht wurde, uur dann bewilligen, wenn mit dem Löschungsgesuche zugleich der Anmerkuugsbescheio zurückgelegt worden ist, welcher sodann als unwirksam zu bezeichnen und mit dem Löschungsgesuche iu der Urkundensammlung auft zubewahren ist. Nach Verstreichung der bestimmten Frist ist die Löschung der Anmerkung, wenn dieselbe nicht schon von Amtswegen vorgenommen worden seyn sollte, auch ohne Rücklegung des Anmerkungsbescheides zu bewilligen. Aus zuverlässiger Quelle vernehmen wir, daß der Abschluß eines Vertrages mit der französischen Republik zum Schutze des literarischen Eigenthums bevorsteht. Es haben diesifaUs bereits Zusammentretungen der betreffenden Ministerien Statt gefunden. - Wien, 18. August. Das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers ward heute durch eine auf dein Glacis zwischen dem Burg- und dem Franzensthore veranstaltete militärische Parade, woran über 20.000 Mann verschiedener Waffengattnngen Theil nahmen, und nach welcher eine Feldmesse abgehalten wurde, gefeiert. Hierauf fand in: Dome zu St. Stephan ein von dem Hrn. Erzbischofe der Residenz admini-strirtes Tedeum Statt, welchem die höchsten hier anwesenden Würdenträger des Reiches und Personen ällrr Standesclassen beiwohnten. Die vortrefflichste Stimmung gab sich abwärts bei dem erhebenden Anlasse kund. . Wie wir vernehmen, wird Se. Majestät heute Abends das Hofoperntheater, wo des Herzogs von h'oburg Oper „Casilda" zum ersten Male ^geben wird, besuchen; es soll uach dem Vorgänge der nm Schönbrunn liegenden Ortschaften Hmina., Speising. Lainz, Baumgarten :c., die Stadt beleuchtet werden. " Am Ui. Angust wurde von der hiesigen Bürgerschaft die Gedächtnißfeier der glücklich überstandenen schwedischen Belagerung Brünn's im Jahre 164K begangen. " Ein Posener Korrespondent des „Ezas" theilt das in Posen circulirende Gerücht mit, daß mau dort das Verbot des „Goniec pol?ki" erwarte. Der '„G. P." verfechte democratische Tendenzen, und habe namentlich bei Citirung von Personen statt des Wortes „Herr" längere Zeic das Wort „Bürger" gebraucht. Um aber den Schein der democratischen Gesinnung zu vermeiden, habe „Goniec" später auch das Wort „Bürger" fallen lassen, ohne jedoch das Wort „Herr" zu gebrauchen, was ihm wohl eine aristocratische Färbuug zu bedeuten scheine. Wenn er von Personen spreche, ibeguüge er sich jetzt bloß mit deren Namen, ohne jedweden Zusatz eines Titels. Auch beuuruhige der „Goniec" durch dunkle nnd halbe Worte uud Andentungen die Gemüther, und da er auf einem radicalen^Wege sein Ziel nicht erreichen könne, so scheint er das Motto sich vorgesetzt zu haben: „Auf verschiedenen Wegen zu einem Ziele." — Die Ansstellnng ungarischer Landesproducte, welche im Pesther Museum im October eröffnet wird, dürfte hohes Interesse an sich knüpfen, weil bereits mehr als 1000 Landwirthe ihre Betheiligung zusicherten , und dadurch der uuendliche Reichthum an Naturproducten dieses gesegneten Landes in der angemessensten Weise für Nah uud Feru anschaulich gemacht wird. — Man schreibt uns aus Mailaud, I.'i. August : Die meisten Bischöfe, namentlich jene von Como uud Pavia, daun der Erzbischof von Mailand, haben an die unterstehenden Pfarreien entsprechende Cirlularieu erlassen, damit sie an drei nacheinander folgenden Feiertagen von der Kanzel herab den: Volke einschärfen, sich ruhig zu verhalten, die legitime Negiernng zu achten, und nur von derselben Schul; gegeu die Umtriebe der Umsturzpartei zu erwarten ; zugleich werden Alle vor den unvermeidlichen Gefahren und traurigen Folgen gewarnt, welche Ungehorsam nnd ein regierungsfeindliches Betraun nach sich ziehen würden. — Die in VeronN versammelt gewesene Stndienorgamsirnngs - Commission hat bekanntlich verschiedene Anträge für die höheren Lehranstalten des lomb.-vl'net. Königreiches gestellt. Nuu wurden dieselben in den wesentlichen Gruuozügen vom Uitterrichtsmiuisterium geuehmigt und sollen schon mit 4. November l. I. in so welt möglich eingeführt werden. D e u l l ch l a n d. Miinckc», 1^. August. Heute Vormittag prellten beim Ererclren zwei Escadrons reitende Artillerie bei einer Attaque auf einander, in Folge dessen einige Pferde stürzten und mehrere Mann verwundet werden. Dieser Vorfall wird von einigen Blattern bereits mit den grellsten Uebertreibungen erzählt. Verlin, 111. Aug. Die diesseitige Regierung hat der „N. Pr. Ztg." zu Folge in die Auslieferung des Redacteurs der „Hornisse", Dr. Kellner, an die hessijche Regierung gewilligt, nachdem die letztere sich verpflichtet hat, den Dr. Kellner nach dort erfolgter Aburtheilling znm weitern gerichtlichen Verfahren zurück zu liefern. Kassel. 14. August. Die Auslieferung dos Dr. Kellner ist gestern erfolgt. Derselbe wurde Abends gegen 11 Uhr unter starker militärischer Escorte nach dem hiesigen Staatsgefängnisse, (5astell genannt, gebracht. Es waren zu diesem Behufe umfassende Si-cherheitsmaßregcln getroffen und sogar der Gefangene auf einem entlegenen Wege über Wilhelmshöhe nach Kassel transports worden. - Frankfurt a M 12. August. Letzten Sonnabend war Bundestagssitznng, in welcher über die beantragte Matricularumlage von <>0.000 fl. znm Uuterhalt der flotte bis Ende December Mli abgestimmt wurde. Außer Preußen, Churhessen und Ln-remburg stimmten sämmtliche Bundestagsgesandte im Auftrag ihrer Regierungen dem Antrag bei. Pren-siens Gesandter ließ zwar hoffen, daß er nachträglich auf den Beitritt instruirt werden dürfte, erklärte jedoch ^nn Voraus, daß seine Regierung der Bundesversammlung principiell das Recht nicht zugestehe, schon jetzt Matricularbeiträge für d,e deutsche Marine auszuschreiben, indem die Frage des Bundeseigenthums und des wirklichen Bestehens der Flotte als einer organischen Vnndeseinrichtuug noch nicht entschieden sey und vorerst zn entscheiden komme. In derselben Sitzung wurden Einleitungen über den Fortgang der in Dresden begonnenen handelspolitischen Verhandlungen getroffen. Bremen, 10. August. Die „N. Br. Ztg." schreibt: Einzelne unserer Cigarrenfabrikanten — es sind uus drei namhafte Häuser genanut — haben in Folge der Zollerhöhung bereits den Entschluß gefaßt, ihr hiesiges Geschäft aufzugeben und neue Etablissements innerhalb des Zollvereins zn begründen. Italic n. Turin, 1''. August. Die „Gaz. Piemontese" erklärt: „Die von mehreren Blättern über ein angebliches Gespräch Seiner Majestät mit den, Könige von Sachsen gegebenen Notizen entbehren jeder Begründung." -^ Ein gewisser Rochietti, der an öffentlichen Orten Reden gegen die Dogmen der katholischen Religion gehalten hatte, ist von dem Appellations-Tri-bunale zu Casale zu einer Geldbuße von 2.'>0 Lire, oder im Falle der Zahlungeunfähigkeit zu Alltägiger Haft, feruer znr öffentlichen Rügung und in die Ge-rtchtskosK'N verurtheilt worden. Rom, 11. August. Uebel' das letzte meuchelmörderische Attentat berichtet die „Mg. Ztg." folgende nähere Umstände: Als Signor Vesari letzten Sonnabend bei Zwielicht durch Via de, Serpentt schlenderte, eilte ein durch Haltung und Gang verdächtiger junger Mann auf ihn zn nnd zückte den Dolch. Der Angegriffene parirte jedoch den Stoß durch eiuen verzweifelten Faustschlag auf das Brustbein des Unbekannten, daß er mit einer Streifwunde über den Vanch davon kam. Auf seiuen Hilferuf warf em nahewohnender ^rigitore dem Fliehenden einen Stuhl vor die Fuße, worüber er stolperte, Hut nnd Mordstahl verlor und endlim von einem französischen Unterofsicier festgehalten wurde. Im nämlichen Augenblicke aber schlichen sich zwei andere Spießgesellen mit gezogenen Messern an den Franzosen, der dann die Freigabe des Fangs für gerathener hielt. Die Sicarier verschwanden spurlos. Ves.ni brachte, in seiner Eigenschaft als zweiter Generalcustos der Staatsarchive und Finanzbeamter, vor drei Jahren viele Papiere auf die S.'ite, welche die Triumvirn für die Legalisirung gewisser Acte um jeden Prvis gern gehabt hätten. Er hat ferner dem Cardinal Antonelli im November 1848 einen kleinen zweiradecigen Wagen zur Flucht verschafft. Portugal. Lissabon, 8. August. Das neue Wahlgesetz, welches die Zahl der Wähler nm ein Bedeutendes vermindert, und zugleich die Zusammeukunft der Cor-tes auf den 1-i. December herausschiebt, ist von der Bevölkernng ruhiger aufglommen worden, als man hätte erwarten sollen. Das neue Ministerinn, fühlt sich so ziemlich sicher, und der Herzog v. Saldanha scheint nicht mehr den Willen zu haben, der Armee alle ihre Ungezogenheiten nachzusehen. Die Straßentumulte der Soldaten fingen aber auch an lästig zu werden. Die Berichte aus Oporto sprechen sich über den Geist der dortigen Bevölkeruug nnd Garnison durchwegs befriedigend ans. Die Cabralisten sind dort zu verhaßt, um auf irgend welche Cympachien zählen zu können, Großbritannien und Irland. London, 14. August. Gestern wurde dem Alderman Mr. Salomon's zn Ehreu ein großes Diner gegeben. Der Vorsitzer, Mr. Rolf, begrüßte ihn als Parlamentsmitglied. Alderman Salomons erwiederte dankend hierauf, daß es fortan Lebeusaufgabe für ihn seyn werde, die Rechte seiuer Wähler durchzn-setzen, daß es ihm gleichgültig sey, ob seine Bestrebungen ihn in den Tower, in das Gefängniß des Unterhauses oder nach Newgate führen würden, da es sich hier durchaus nicht mehr um seine geringe Person, sondern um eine große geschichtliche Frage in den Annalen Englands, um die freie Ausübung eines Rechtes der Bürger Englands, und nicht um eine religiöse Angelegenheit handle. 8tt3 Feuilleton. Mal Vina, oder die Gewnlt des Pinsels. (3, zählung von Po — o. (Fortsetzung.) UUnsere Masken, die mehrere Bekannte in der Gesellschaft haben musiten, unterhielten sich lange Zeit mit Diesem und Jenem. Endlich kamen sie auf nns zu; — die Feuerläuderiunen gaben nns einige Con-fecte mit Verschen und fragten, ob es nns im lust'gen Oesterreich gefalle? Es entspann sich ein neckendes Gesprach, auö dem wir wohl entnehmen konnten, das; sie nns kannten, oder doch etwas über uns erfahren hatten. Die beiden Zigeunerinnen waren inzwischen vorübergegangen, nnd nach einiger Zeit folgten ihnen unsere Fenerlanderinnen. „Das ist nur ein Necognoöcirungs-Trupp, fin-ster5 ist schwarz." Nach einer Weile kamen auch die Zigeunerinnen auf nns zu. '„Wie geht es lieber Eduard?" sprach die Eine, „du wirst heute wenig Licht hier finden;— der glänzendste Stern deines Horizont's ist weit von hier, für dich ist's heute finstere Nacht, trotz der glänzenden Beleuchtung, die meine Augen blendet!" — Da er zweifelte, ob er naher gekannt sey, so erzählte ihm seine Wahrsagerin eine Menge Dinge, die bewiesen, daß sie genauere Kenntniß von seinen Verhältnissen habe. „Und du", sprach die Andere zu mir, „du bist so einsylbig. Mahnt dich etwas an deine Heimat?" — Meine Heimat ist nicht weit von hier, antwortete ich. — „Du lügst", erwiederte sie, „wozu versteh' ich denn die schwarze Knnst, als um alles zu wissen, was vorgeht. Sieh' der Geist Flibbertiggibet sagt mir: Tu sty'st an den Ufern dcr Ostsee zu Haus.', Den heitere» Süden hast du besucht, Erklommen hast dn den Gipfel der Alpen, Gekämpft als Held an dcr brausenden Ncuß; Gs zogen dann weiter deine Vrnder, D» aber lag'st verwundet danieder, Im Sehwcizerlande, bis du geheilt, Den nordischen Schaareu bist nachgeeilt!" Meine Wahrsagerin sprach diese Worte mit einem Tone, der meinen Freund fast schaudern machte. Ich aber, der nur noch in Zweifel stand, ob ich die Muhme, oder die Tante vor mir hatte, sah' ihr forschend in das Auge, ^ und da mir ein glänzendes Dunkelbraun entgegen strahlte, so zweifelte ich nicht länger, daß es die Erstere sey. Um mir aber noch mehr Gewißheit zu verschaffen, nahm ich die Hände beider, und sprach: Fürwahr, ihr räthselhafteu Wesen, ihr kennt das Bnch der Vergangenheit wie die Blätter der Gegenwart; — aber anch ich bin nicht ganz Anfänger in der schwarzen Knnst; — ich habe mich lange der Chiromantie ergeben, und wenn ihr mir cu're Händchen zeigt, so getraue ich mich, ans ihren Linien uud Zeichen anch euer Schicksal euch anzudeuten: Ich ergriff die Hand der Maske,*die sich mit Eduard unterhalten hatte, und indem ich ihr den dunkeln Handschuh abstreifte, faßte ich sie selbst fest in's Auge, — es war blan, uud schien mir unverkennbar der Tante anzugehören. Nachdem ich eine Weile das Innere ihrer Hand besehen hatte, sprach ich: Armes Weib, du verlor'st den Gatten, keinen Sprößling ließ er dir zurück, der dich erheiterte; — dein liebevolles Herz, das sich au etwas schließen mußte, zog dich zu einem nahen Verwandten, dem du eine Zeit lang Alles war'st; — doch mußtest du diese Liebe später mit einem Gegenstande theileu, der ihm noch näher war, — und aus dieser Liuie hier entuehme ich, daß dich die Thei-luug doch nicht krankte.-------- „Es liegt etwas Wahres in deinen Worten", bemerkte meine Maske, „aber dn sprichst dich aus wie ein Orakel; man kann deinen Worten mancher- lei Sinn unterlegen; — lasi einmal sehen, ob du meiner Schwester da auch etwas zu sagen weißt! Meine Prophetin hatte inzwischen den Handschuh ausgezogen, und reichte mir ein Händchen, so frisch und voll, daß es unmöglich einer Person angehören konnte, welche schon den Frühling ihres Lebens kinter sich hatte. „Du zitter'st ja, du großer Chiromant", nef sie mir zu; — „du fürchtest wohl, deine Kunst läßt dich im Seiche; — »,„d wirklich möchte es dir schwer fallen, von mir etwas zn wissen, —denn: Mit meiner Bande, komm' ich ans fernem Lande, noch niemals sah'st du mich!" Ich suchte mich zu fassen, nud antwortete: Du irrest groß, du holdes Wesen, Ich seune dich seit Langem schon, Gar viel hab' ich »„it dir gesprochen, Obschuu du mir nie Antwort gab's!; Ans allen meinen weiten Neiftu War'st du mir stets Begleiterin; Ja, fest war'st d» au mich gekettet, Verlieh'st mich feinen Augenblick. Nnd ohne daß du's se bst gewnßt, Lag'st schweigsam dn an meiner Brust. Im Lande Tell's bist du geboren, Die Mutter starb, als du noch klein, Auch deine Spur ging einst verloren. Dein Vater lebt' in Angst und Pein, Und die dich eben Schwester nannte, Sie weinte sich die, Angen wund', Denn todt war'st du fnr sic, sie wähnte Vcgrabru dich in Vcrgesschlund! Du sieh'st mich an mit stummem Staunen, Zweifelst wohl noch, daß ich Magier sey? So wiffc den», dein Nam' ist Malvina, Und dieses bier — dein Conterfei! Bei diesen Worten risi ich ihr Portrait aus dem Busen, und hielt es ihr vor. Ich labte mich an der Verlegenheit meiner beiden Zigeunerinnen, denn wirklich schienen sie mir überrascht. Da schon einige Gäste ihre Masken abgenommen hatten, so ersuchte ich meine Aegyptierin-nen, diesem Beispiele zu folgen. Sie thaten es, und alle, welche unserer kleinen wahrsagenden und chiromantischen Unterhaltung beigewohnt, staunte,, über die Aehnlichkeit meines Portraits. Wie natürlich, verließ ich die kurze Zeit, alo der Ball noch dauerte, nicht mehr meiue ueue Gesellschaft. Marie erzählte mir in Kürze, das; ihr Bruder sich entschlossen habe, seine Tochter nach Wien zu begleiten, wo sie eine kleine Erbschaft zu erheben hatte. Er wollte diese heitere Stadt, von der man uns so viel Schönes gesagt hatte, doch auch ein Mal sehen, uud da sie denselben Wunsch hegte, und überdieß nicht gerne allein zurückbleiben wollte, so besaun sie sich nicht lange, die Reise mitzumacheu. Seit vier Tageu befinden sie sich in Wien; — an das Haus des Banquiers G. . . . addressirt, fanden sie dort eine sehr gute Aufnahme, und wnrden eingeladen, hier in Bruun einige Tage zuzubringen. Ibr Bruder blieb jedoch in der Stadt, um Mal-vinen's Geschäfte möglichst zu betreibeu. Der Ball ging zn Ende. Ich begleitete die Familie G. ... bis zu dein Wagen, nnd erbat mir die Erlaubnis, sie den andern Tag besuchen zu dürfen. (Fortsetzung folgt,) L ie b ift über die Consumtion uon Caffee nnd Thce. (Fortsetzung von Nr. 1«2 d. !). August.) Seineu Eigenschaften nach gehört das Them zu der Classe der organischen Basen, welche alle ohne Ausnahme eine Wirkuug auf das Nervensystem aus-. übcu. Nach ihren Wirkungen in eine Reihe geordnet, welche mit dem Them beginnt, wirken die Endglieder derselben, das Strychnin, Brucin, als die furchtbarste» Gifte, das Chinin, mehr in der Mitte stehend, als die geschätzteste Arznei; die Bestandtheile des Opiums hab.'n in gewissen Gaben arzneiliche, in größeren Gaben giftige Wirkungen. Die giftlg und avzueilich wirkenden Wanzenbasen enthalten auf ein Aequivalent Stickstoss mehr als acht Aequivalente Kohlenstoff. Them nnd Caffem nud die ihnen ähnlichen Stosse, welche ohne Nachtheil genossen werden können, enthaltet, hingegen auf dieselbe Menge Stickstoff weniger Kohlenstoff als die Blutbestandtheile. Zu keiner organischen stickstoffhaltigen Basis steht das Them hinsichtlich seiner ZusammenseMing in einer näheren Beziehung als zum Kreatinin, zn der so merkwürdigen, im Muskelsystem der Thiere vorhandenen nnd im thierischen ^ebensprozeß erzeugten Verbindung, sowie zum Glycoroll, von dem wir voraussehen dürfen, daß es einen Paarling der ^eim-snbstanz ausmacht. Das Them liefert in gewissen ZerseMmgsprozessen einc Neihe von höchst merkwn»-digen Producten, die mit den Producten, welche die Harnsänre bei ähnlichen Einwirkungen liefert, große Aehnlichkeit haben (Nochleder). Das Getränk Thee unterscheidet sich von dem Getränke Caffee durch ftinen Eisen- uud Mangangehalt. Dampft man einen klaren Theeaufgus; von Pecco- oder Souchong - Thee zur Trockne ab , und äschert den Rückstand vollständig ein, so bleibt eine Asche, welche oft durch mangansaures Kali grün gefärbt ist, und mit Salzsäure — des Gehaltes an dieser Säure wegen — Chlor entwickelt. Der Gehalt des Thees an diesen Metallen lst um so merkwürdiger, weil die empfindlichsten Reagentien das Eisen im Thee nicht anzeigen; sept man ein Eisen-salz zu, so wird der Thee wegen seines Gärbstoffge-haltes schwarz wie Dinte; der Thee-Aufguß enthalt eine Eiscuverbindung, auf welche der Gärbstoss offenbar ohne Wirkung ist. Wir genießen demnach in dem Thee (von manchen Theesorten) ein Getränk, welches den wirkenden Bestandtheil der wirksamsten Mineralquellen enthält, uud so gering auch die Menge Eisen seyn mag, die man täglich darin zu sich nimmt, so kauw dnselbe auf die vitalen Vorgänge nicht ohne Einstuft sryn. Durch seinen Gehalt an empireumatischen Substanzen erhält der Cassee die Eigenschaft, diejenigen Prozesse der Austbsung und Zersennng, welche durch Fermente eingeleitet und im Gang erhalten werden, aufzuheöeu; man weiß, daß alle brenzlichen Stoffe der Gälmmg und Fäulnis; entgegenwirken, und daß z. B. geränchertes Fleisch weniger verdaulich als blos; gesalzenes ist. Personen mit schwachen oder empfindlichen Verdanuugswerkzeugeu werden mit einiger Aufmerksamkeit leicht gewahr, daß eine Tasse starken Cassee's nach Tisch die Verdauung augenblicklich aufhebt ; erst wenn die Aufsaugung und Entfernuug desselben Statt gefunden hat, spürt man wieder Erleichterung; für starke Verdauuugswerkzeuge, welche für dergleichen Wirkungen keine Reagentien sind, dient der (5affee nach dem Essen ans demselben Grunde, um dle durch Wein und Gewürze über eine gewisse Gränze hinaus erhöhte Thätigkeit zu mäßigen. Diese hemmeudeu Wirkungen auf die Verdauung besiltt der Thee nicht, er erhöht im Gegentheil die peristali-schen Bewegungen der Eingeweide, was nach Gennsi von starkem Thee, namentlich nüchtern, durch Brechreiz sich zu erkeuuen gibt. (Tchlust folgt). M i s c e l l e n. (<5omische Translation.) Ein spanischer Pr-licist an der französischen Gränze bekam ein Pariser Zeitungsblatt in die Hand, dessen Feuilleton die Ueberschrift trug: >M!i,jIIe m, N^,!-.. fl,. i;^,^.« Da er nun auch im Tert das Wort »lmm<',-,-l>« und ,>5l.Iv.'5« las, so telegraphirte er eiligst an seine Behörde: „In Rouen blutiger Kampf im Theater; mehrere donnernde Salven von Gewehrfeuer." ^ Die Nachfrage auf diplomatischem Wege ergab, daß der treffliche Baritonsäuger Bataille. vom Theater der comischen Oper zu Paris, in seiner Geburtsstadt Roueu aufgetreten, und mit donnerndem Beifall empfangen worden war. Veilegcr: I^n v. Kleiumnnr und Fedvr Bambera.. zUeranlwoniichcl Herausgeber: Ja«. AluiS v. Kleinmayr Telegraphischer <3o«rs - Vericht der Staalspapiere vom 19. August l85l. Staatsschuldverschrelblmgen zu 5 p<5t. (iu tzM.) 96 1Z/16 bttto ., 5 l/2 „ » 8^ 'V8 Darlehen mit Verlosung v.J. 1834, mr 50tt «. 1030 detto dctto t839, '., 2.'»0 „ 3081/8 Vans - Acliell. vr. Stück 1234 m E. M. Acticli der Kaiser Ferdinands-Nordbah» zu 1000 st. C. M......152l 1/4 st. m l5. M. Actien der östcrr. Douall-Daulpfschissfahrt zu 500 st. C. illt........ 5!11 fl. in li. M. Wechsel-(Zoms vom 19. August 1551 Amsterdam, für 100 ThalerCunaüt, 3ithl. 1«5 3/4 2 Mmiat. Augsl'urg, für 10U Gnldc» l«ur.. Gulb. lll) 7/8 Vf. Ufo. ffl.i»ff!,rt a,Vl.. ( siir 120 st. südd, Äcr- liiis-Währ. im 24 l/i st. Fuß, Gnld.) 11!> Vf. 2 Monat. Hamburg, für 100 Thaler Baino, MHI. I75i 1/4 2 Monat, kwrrno, siir 300 Tos^anische Lire, Gn!d. l l« 3/4 2 Mou.it. London siir i Pfnnd Stcrliiui, Gülden l l - 42 Vf 3 Monal. Mailand, mr 300 Oesterreich. Live, Gnld. litt l/4 !i)f. 2 Monat. Marseille, fnr 300 Franken, . Gnld. 140 1/2 Af, 2 Mo,nU. ^aris. si,r 300 ssraulm . . («">d. 140 1/2 Äf. 2 Monat. Alllarest für 1 Gulden . . . para 232 Zl T.Sicht, ^onstantiuopel, fnr 1 Guldeu . vara 384 31 T. Sich!. K^ K. Mn»,^ - Dncatcn .... 24 .'»/8 pr. Ct. Agio. Geld- und Silber-Course vom 18.An.znst l85i<. Arief. Geld. Kais. Münz-Dncatm A^io..... -^ 24 5/8 detto Rand- dto ....... ^ 24 l/4 Napoleonsd'or ....... — ->27 Sonverainsd'or „..... — 16.24 Nuß. Inwerial ....... — N.^6 Pnuß. D'ors . „..... — l>.48 Engl, Soveraings „ ..... — 11.43 Til'l'cragio ......... — 1!1 l/4 A l! z e i q c. Bel dem k, k. Postmntt in Präwalo ist eine Postexpeoitol-s.'Slcllc gegen Bezuq von Zoo fi., nel'ist freier Kost nnd Qu^rlier zu dcsctzen.^Bewerber wollen lhre Gesuche dis Enoe September, ucost Zeuglnß ldrer bisherigen Dienste und beeidigten 'Auflwhme bei verPostdirecNon, an das Postamt Prä wald einsenden. Z. «036. (1) Ein Quartier mit 7 ganz neu liusge-malten Zimmern, dann Küche H.olzlege und Keller, am Deutschen Platze, Nr. 206 lm ersten Slocke, lst zu Michaeli 0. I. zu beziehen. Anzufragen im nämlichen Hause im i. Stocke, ooer aus GeMigkeit zu edener Erde im Gewölbe i)cs Herrn I. O. Wlnkler. Am Dinstag den 26. d. M,, Vor^ mittags i l Uhr, werden hier lm Hause Nr. 253)240 zwei Wagenpferoe, Kutsche mit Schlitten, Wirtdsckafrewagen, dann Heu^ und andere Fahrniffe, gegcn glelch dare Bezahlung im Versieigerungswege hintangegeden werden. Neustadtl am .6. August ,85,. Z. !t»24. (2) Einladung z ll 1» Ireischießcn, Feuerwerk und Schützcndall in Vetoes ""'21. und 25. August l. I. wird an der Schlchstatt zu Veldcs das dicMhlige Frchchie-ßm ^tatt sinden nach welch^ am 24. A'ends brannt mid darnach auch eine 2a.iz. Unt.rh^ Nmg eröffnet wcrdcn wud, wozu die acchtten Herrm Schützen, Bchuhensreunde und das tan^ und schaulustige Publicum ^'aibach's, so wi. der ganzen übligt'n Nachbarschasl zu erschein höflichst eingeladen wild. M. ¦». 3. 1014 (2) _ ^__ __ HKEISCHIESSEN» gegeben auf der bürgerlichen KrhieMätte in Naibach den 3. bis einschließlich H H. September K83l. 1, Hauptbest: 12 Sp ecies - Duca ten , II. « 6 ,. 's I. Schleckerbest: « „ >, >„it Mcorationen. ll, ^., 3 „ " i > Prämie: ^» „ " ^ >I. „ 2 „ „ ' Besondere Bestimmuusseu : l.Diescs Frcischießen dcgiiutt a,u 7. Scpt^mb^- Nachmittags l Uhr, nnd soll am 1!. September um »«, «<>,»««, ZSMWsb, KGMßsß bis zur geringsten Prämie von 30 fl. iü C, M. Die AuszahlnilO der Gewinne erfolgt durch das hiesige Groschandlungshaus Timon G. Tina. Wien im August 1»5>, D. Zinner zr Tomp. Z. W2l. (2) Haupt - Verlosung des Grosch. bad. Staats-slnlehens von 1^> Millionen Gulde» am 3i August d I (Hrwinllste: ft I^.tttts), /NZ.tt««, 2sZ.ttl)tt, icZ.lZtttt, 5«>"tt, N>/)i) :c. Lose dazu, auf/. Ziehungen giltig, ü5 ft. .^<> kr,, anf » Zxyung , fl. 3o kr., s,nd qc'gen Elnsenoung deö Betrags zn haben bei .1. Ozx,'»^/Hochgaffe, Nr, 5c. in Gral;. I^li. Pläne und Ziehungslisten gratis.