(Nl llynlch esH lMW Samstag den 27. August 1831. Wem Noctor unv Wrofessor Jacob Kuzian. ^)n einer Zeit, wo kaum sich Weib und Mann, Wo Laum das Kind sich und die Mutter liebt, In einer Zeit, die zu verscholl'nem Wahn So Zärtlichkeit als Freundestreue schiebt; In einer Zeit, die nach Procenten schätzt, Und hungernd sucht, was sich mit Händen greift, Wo auf den Thron sein Ich ein jeder setzt. Und Lieb' als selt'ne Alpenblmne reift; In solcher Zeit liebst Du das ganze Land, Das Dich gebar und Deine Sprache spricht, Pflegst jedes Blümchen Du mit treuer Hand, Das hier und dort auf heim'schen Boden kriecht. Hast D>« ein liebend Aug' für jeden Baum, Der jung aus der verwandten Erde steigt» Und ist Dein höchster Wunsch und schönster Traum, "Das Glück, das hold sich Deinen Bergen zeigt ! In solcher Zeit hast Du ein offnes Herz Für jeden Klang aus brüderlichem Mund; Sey's Mensch und Nerg, sey's Wi'se, Bach M'd Erz, Allfasscnd gibt sich Deine Liebe kund! Dieselbe Seele, die in freud'ger '^uft Sich in die Schönheit heim'scher Alpen senkt. Fühlt keinen Schlag in ihrer warmen Brust, Vei dem sie nicht der hmn'schen Brüder denkt'. Erquickend ist's, zu schau'n in solche Gluth, , Die aus gereiftem Mannee'busen spricht, In solchcn Liebesbvrn, der Wunder thut, Und mit Vegeist'rung selbst den Frost durchglüht, In solch ein Herz, das durch die kalte Zeit Die Himmelswärme seines Ursprungs trägt, Und frei und kühn, was sie als Nichts verschreit, Vor aller Welt mit Priesterhänden pflegt! Gewährung sey's, was Deine Wünsche krönt! Die Sprache blühe, die Du bildend liebst; Non ihren Liedern sey das Land durchtönt. Dem Du Dein Leben ganz zu eigen gibst; Jedwedes Thal, und jede Hütt' im Thal, Und Berg und Wald soll lebenöfrisch gedeih'«, Du aber sollst in langer Jahre Zahl Genoß' und Fördrer dieses Lebens seyn! , Franz von H erm a n nst«, a l. ---------------- ,G -------------- Mundert AusVrUcke, die Verzehrungsstcuer betreffend, lauf Verlangen mehrerer vabei Angestellter, i n's Krainische übersetzt von ___ " p. " Abfindung, poZo6bI, podot. Angemessen, «moijen, pi-imer^n. Anmeldung, oglal. ^ Anspruch, ^l-avixa; äomitkliena; ogovor ' Anstand, «bolava; lpo6ol)nolt. Aufheben, U5ckzniü; opukiti. Auflage, naldF, 6avilc. Austassen, nekati, usäignlt!, o^ultiti. 2lufsicht, 925, o5or. Aufwand, trull^ik, potraw. Auskunft, uk, lvöt. Ausmitteln, uZniti. Austrittspunct aus —, psrva ltopina 15 — . Begünstigen, polulla ^ajati; na i-olco iti. Beitrag, prinol; clolilaäa, nrilvlada. Bestandtheil, 6olj. Bevölkerung, Ijucl. Billig, prav «a ^rav. Böfewicht, siu^ej, l^uäoclclnik, nu6obnilc. Bürger, gra^uri, mel^kan, de5liLiun. Brauchbar, 52 rabo, icui-ilten. Bufchenschank, tabernH 0 l-koä6Ii. Domaine, l2li,ln2 ^uslielc?. Durchzug, prekaä, pic>ko6. Einkellerung, ulclaäa v' pivnl2o. Entscheidung, i-ala6ka Entschließung, lklcp. Entsprechend, omei-jon. Erlaubnißschein, 6opull.iven lilt, clopultilc. Erlös, uterällilc. Ersatz, ^avrax^ilc). Eßlvaare, jellvinn. Feilschaft, pincläjg.. Finanzverwaltung, varäcv s^n2i-ij?. Fortgang, ul^^li. Gattung, roclavina, lorla. Gegenstand, prüllmet: r«2l,, ltvar. Gemeinschaftlich, opxlnnllin, licu^i. Gerichtsbarkeit, la6I)a, pravixa loäiti, Gewerbe, ^i-iclob slnvesli:,. Gnadenweg, pot milalti. Grundsatz, pi-avilo. Güter, ^ral^inL; lal^n«, dlag6. Gutsherr, galpolliÄ, laknilc. Handhabung, varclcv. Handlohn, ^>!32^ilo na rnli,0. Klassisiciren, sverlüu, v' re6 poltavili.' Kontrolle, nal^roten 0301-. Kreditgcben, sanpiti, na l)ra6o clati. Kreditiv, lpl-i^kilo. Ladung, nakla^u. Linie, msja. Liqueur, clraFa pijaxlia, Maaß und Gewicht, mei-a w tellta» Mauth, mow, miw. Miethe, najam. Mißhandeln, Faräa ravnati. Mittel, pripomo?!,, lreältva. Mittelbar, lrecHlnllco, po komu clruMu«. ^ Ordnung, r66. Organ, «roä)6. Periodisch, 06 2nala ^a^liala. Realisiren, äo^nati, lpolniti. Rechtskräftig, vslIvna pc> noltavak. Regalien, Icral^'eve nravl^s. Regieren, 1a6ali, vla^gti. Recurs, prallinj^, tosi^da lio villii Fol^ollc,', Selbstständig, lam sa-ls, lvoboclen. Staat, cle5^el2, 6erLl,a,'a. Stoff, rodn. Strafe, lcgzön, Icaia, ^olcoi-a. Tarifs, ^ollava x«n, 8a^>il. Theilnehmer, clelesl^nilc. Uebergewicht, pi-ovil. Uebersicht, pi-cgled, rasgleä. Uebertretung, nr^ltn^. Umfang, olivat,' olco!^,' l)lclc>8l^'e. Unabhängig, lam sa-la, nenocii-usllcno Unrichtig, nezotov. Unternehmen, ic>t!ti le, ^levö^^'„ Unterschleif, ^otulia. Verbindlichkeit, sav652. Verdoppeln, nn^voiiti'. Verein, Lcirus^l)». Vergrößern, velixl^ati, innoskltl, povilclliali, Verhältniß, c>1<0l^^in2: memo. Verpachten, pi-n6«ti prillocil 'Es ist bekannt, daß es Quellen gibt, welche die Eigenschaft besitzen, das Holz in Steine zu verwandein. Auf Befehl des Kaisers Franz I. wurde ein ausgegradener Pfahl von der Brücke, welche der romische Kaiser Trajan 104 Jahre nach Christi Geb. über die Donau schlagen ließ, untersucht. Einen Zoll über der Oberfläche fand man ihn achatartig. __ Viele Früchte sind im Wasser schnell zu Stein geworden. Im See Lough Neagh in Irland wird alles Hol; in Stein verwandelt und so fest, daß man Feuer damit anschlagen kann. Acht Meilen von Guamancha in Peru sprudelt ein heißer Brunnen, der mit versteinernder Materie angefüllt ist- Man gießt sein Wasser in be, lieblge Formen, läßt es verdunsten und erhält auf diese Art Vaustücke, wie man sie haben will. Eine Quelle bei Tours in Frankreich sondert auf einem Felsen eine Steinmasse ab, die sehr fest ist, eine schneeweiße Farbe hat und die schönste Politur amnmmt. Es ist eine Art Alabaster, dem cararischcn Marmor gleich. Bei Gcidenheim imAnspachschcn gibt es Quellen, die Alles, was man hineinwirft, mit einer Steinkruste überziehen, die sich polieren läßt. Der sogenannte Spru« delstcin von Karlsbad in Böhmen ist bekannt. Wenn ein Gegenstand 3H Stunden in der Quelle gelegen hat, so ist er mit einem feinen, weißen oder grauen, auch rothen Steinüberzuge bekleidet. Scharfsinn eines Wunves. Als im Jänner 1829 viel Schnee siel, bemerkte man auf einem Pachthofe in der Nähe von Falkirk (in Schottland) ein merkwürdiges Beispiel von dem Scharfsinn eines Hundcs. Abends um die Zcic, wo die Hühner gewöhnlich zu Bette gehen, verm!ßte man eine Anzahl derselben/ man suchte nach, aber vergebens. Während man um das Küchenfeuer saß und alle Stellen durchmusterte, wo man sie bei Tage gc-sehen hatte, wurde die Aufmerksamkeit der Familie durch den Eintritt des Haushundes aufgeregt, der in der Schnauze eine Henne trug, die dem Anscheine nach todt war. Das kluge Thier bahnte sich einen Weg zum Feuer, legte seine Bürde auf den warmen Hecrd und lief sogleich wieder fort. Bald kam es mit einer andern Henne zurück, welche es wiederum auf dieselbe warme Stelle legte und so fuhr es fort, bis es alle vermißten Hühner gcholc hatte. Diese waren um den Zaun gewandert, und da die Kälte sehr groß war, davon ganz betäubt worden, und hatten sich zusammengekauert, als sie der Hund bemerkte und ihre Rettung bewerkstelligte. Sie hatten nicht lange auf der war-wen Stelle gelegen, so streckten sie ihre Beine von sich, standen auf, gingen herum und kräheten und ka-kertcn ihren Dank ihrem Befreier mit mancherlei neu-cn Veränderungen. M i V c c l l c n. Einer der merkwürdigsten Seebewohner, Vorzug- li'ch der tropischen Meere, ist die Holoth urie, ein Wcickthier, das sich, weil es sehr schwer aufzubewah« ^ , rcn ist, in dcn Sammlungen selten findet und über dessen ganze Geschichte die Naturforscher noch durchaus nicht im Neinen sind. Dieses seltsame Thier segelt oder rudert bei ruhiger See auf der Fläche des Wassers und deßhalb, und seiner sonderbaren Form und seines bunten Farbenspiels wegen, ist es wohl allen Seefah- , rcrn aufgefallen. Die kleinsten Indiuiduen dieserThicr-art sind gegen einen Zoll, die größten sieben einenhal-ben Zoll lang. Das Thier, .dessen Form sicb mit der keines andern lebenden Wesens vergleichen läßt, gleicht im Umrißziemlich einer kleinen länglichen, mit Luft gefällten Blase von azurblauer Farbe, die in dunkleres Vlau und Grün spielt. Ueber dem walzenförmigen Körper sitzt ein gefalteter, sehr beweglicher, purpur und roftn-f.irbig schillernder Kamm. Dieser Kamin dient dem Thier als Segel, und es bewegt sich, mittelst der Richtung , die es ihm gibt, fast w.e ein Schiff. Je nachdem der Wind ist, spannt es das S?gcl aus oder zieht es ein; wenn aber die See hoch geht, taucht es mittelst cincs ganz eigenen Nespirationsapparats unter. Der Körper ist so leicht, daß er auf dem Wasser zu schweben scheint, und er schw!mmt sogar noch auf reinem Weingeist. Am untern und mittleren Theil des Thiers sitzen Röhren, Saugwarzen und Fühlfäden, d!e da<< Thier verlängern und wieder einziehen kann; manche sind sechszehn, siebzehn Fuß lang aber spiral' förmig gewunden, sehr schön blau und rosenroth gefärbt, und dienen zugleich als Saugwerkzeuge, zur Bewegung und zur Vertheidigung. Diese Fäoen, Warzen und Röhren enthalten eine klcbrigte Materie, die, auf menschliche Haut gebracht, Blasen zieht und einen Schmerz verursacht, wie eine leichte, aber ausgedehnte Verbrennung Diese Eigenschaft hält sich sehr lange; die Gefäße, in welchen man Holoch^rien auf-> bewahrt hat, müssen sehr sorgfältig gewaschen und ausgerieben werden, ehe man sie ohne Schaden wieder brauchen kann. Schneidet man mit der Scheere die Fühlfäden ab, oder den Körper queer durch, so stirbt das Thier nicht, od.'c lebt doch noch sehr lange. Der häutige .hamm scheint weit empfindlicher als die andern Thettc, und das Thier bewegt sich weit lebhafter und rascher, wenn man diesen Theil verletzt. Die Ho-lochurie nährt sich von Thieren aller Art; sie verschlingt oft verhältnißmäßig sehr große Thiere, und ihre Ver-dauungskrnfl scheint ausnehmend stark zu seyn. Einige Arten von Seekrebsen und Medusen nähren sich ihrerseits von den Holothurien. In einem englischen litcrarischen Journal finden sich folgende höchst sinnreiche Bemerkuugen: «Freiheit — wohlverstandene Freiheit ist das Le? bcnsprinzip jedes echten politischen Systems,, wie düs Orygcn das Lebensprinzip der atmosphärischen Luft ist. Die Naturforscher haben uns jedoch gelehrt, daß diese Luft neben einem Fünftel Oxpgcn, vier Fünftheile einer dem Leben gefährlichen Sudstanz enthält, die ma:» nicht eine Minute lang einathmen kann, ohne sich den Tod zuzuziehen. Ein Mann, der eine der Zierden unseres Zeitalters war, zog aus diesem Verhältnisse den Schluß, daß auf Vermehrung der Lebensbestand? theile und Verminderung der tödllichen, das große Geheimniß der Erhaltung der Gesundheit und Verlange rung des Lebens beruhe. Er siellre die Versuche an; er bereitete ein Gas, das eini weit größere Proportion von Oxygen, als die atmosphärische Luft, enthielt; und mit inniger Befriedigung sog SirHumphry Davy den erquickenden Dampf ein. Seine Brust erweiterte sich, sein Blut floß schneller; die reizendsten Erscheinungen umgaukelten seine Augen. Bald aber nahm die Wirkung einen gefahrvollen Charakter an; ein convulsivifchcs Lächeln verzerrte scine Gesichtszüge; unwillkürliche Bewegungen bemächtigten sich seiner Glieder; er verlor das Bewußtseyn; er fühlte nur noch einen unersättlichen Trieb nachdem Genusse des treulosen Trankes, der seine Sinne berauscht hatte; und bat-te er den Versuch fortgesetzt, so wären Wahnsinn und Auslösung die unvermeidlichen Folgen gewesen. Ohne einen Bestandtheil von Freiheit geht der geordnetste Staat in einen stehenden Sumpf über. So» bald aber dieser Bestandtheil nach der Alleinherrschaft strebt, sobald er nur das gerechte Maaß überschreitet, welches Ordnung und Negel ihm anweisen, wird er unausbleiblich der Tod der bürgerlichen Gesellschaft. Es sei elnem Laycn erlaubt, eine Bemerkung über «ine Art von Verbreitung epidemischer Krankheiten zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. Notorisch ist es ^ daß die Fliegen überall und am meisten bei Unflath sich aufhalten, auf Kranken, Leichen ihre Nahrung ^ suchen, und von diesen weggeflogen, den Gesunden bc- - lästigen. Auf ihre Füße klebt sich der Schweiß, und - in ihrem Rüssel tragen sie selbst einen Theil der Aus- - dünstung fori, und bringen sie dem gesunden Menschen t auf die Haut, welche bei dcn vielen aufsaugenden Ge-. faßen leicht so den Krankheitsstoss dem ganzcn Mechanismus dcs Körpers mittheilen. Man wird lachen, wenn gegen epidemische Krankheiten als ein wichtiges ) Präservativ gute Fliegengitter, Quassia und Mistel vorgeschlagen werden. Uevacteur: ^r. vav. Meinrich. Verleger: ZOnaz Al. Evler d. Kleinmayr.