Stimmtrttlenf - Preise Für Laibach: S**ti66rig . . 8 fl 40 h. ■.. 4 „ 20 „ #,Wi6ttig . 2 „ 10 . W»AMch . , . — „ 70 , Nit» »et $ e fl; *ew#$rtg............12 st. Mtjühriz............ 6 „ ^«riMriz 3 , Mr <»PrS«ng ins fyaxt 66 kr , Kcnott. S kr. •bildet HnnBtni 6 kr. Laibachcr Tj 'agblatt. «mmyme Minhridmgeu werden nicht brrückfichttgt; Manuskripte nicht zurüSgesrudrt. Redacti«, Bahnhofgaffe Nr. 1LL Gxpe-iti-n- & 3nfetttfea Bureft»: Lrvgreßplatz Nr. 81 (Buch? Handlung von Jan t>. Sfeitt-mavr & Fed. Bamber« )" ZusertionSpreise: Für die einspaltige PetilM i 4 kr., frei zweimaliger Hr.,. jchaltung ä 7 tr., dreMsMv k 10 kr. \” Kleine Anzeigen bis fv ' 20 kr. Bei größeren Inseraten uns öfterer Einschaltung tnttote» chender Rabatt. Nr. 214. Montag/ 21. September 1874. — Morgen: Mauritius. 7. Jahrgang. Bazaine als Selbstvertheidiger. In demselben Augenblicke, wo der Gerichtshof iu Grasse das romantisch aufgeputzte Märchen von der Rettung BazaineS durch seine liebende Gattin »»barmherzig zerstörte, richtet der Exmarschall an tnrn Bennet, den Chefredacteur des „New-Dork er»ld" ein Schreiben, tim die Welt von der Ungerechtigkeit des gegen ihn in Trianon gefällten Urtheils-fpruches zu überzeugen. Der Exmarschall stellt darin die von stolzem Selbstgefühl zeugende Behauptung auf, daß er als Feldherr dem Feinde Achtung eingeflößt» daß namentlich kein deutscher Heerführer über ihn gelacht haben wird. Mit größerem Rechte dürfen wir behaupten, daß in der publicistischen Welt nur eine Stimme herrscht über den trefflichen Stil und die meisterhafte Handhabung der schneidigen Waffe des Wortes confeite des Mar« schalls, daß namentlich kein französischer General, Mn allerwenigsten der Marschall-Präsident oder der Orleans Aumale bei der Lectüre dieser Rechtfertigung das Gesicht zum Lachen verziehen wird. Schon die Veröffentlichung dieses Briefes in dem gelefensten Blatte Amerikas, schon die Wahl dr« Zeitpunktes ist ein Meisterstreick. Der Mann, von der Pike auf gedient, der, wie er selbst sagt, Flinte und Habersack getragen, der bereit ist gleich den amerikanischen Generalen im SecessionS-jtitge Arbeit zu fordern, die für ihn nichts erniedrigendes hat, wird nicht ermangeln, Sympathie Und Verständnis unter den Jankees zu finden. Und welcher Zeitpunkt konnte geeigneter sein, als der, da die Verhandlungen in Graffe gegen die Mitschuldigen an der Flucht von St. Marguerite schwebten! Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß Mac Mahon die Flucht BazaiytS nicht begünstigt habe, die schonungslose Kritik, die der Briefsteller an dem Präsidenten übt, liefert ihn. Dieselbe ist stellenweise so beißend, daß einzelne Sätze gegen Mac Mahon und den Herzog von Aumale wörtlich ihren Platz in der Rochefort'schen ..Lanterne" finden könnten, ohne bei ihren republikanischen Lesern den geringsten Anstoß zu erregen. Da Bazaine jetzt unter die Journalisten gegangen ist, vertheidigt er sich zuerst gegen die Journale. Sodann sucht er zu beweisen, daß das Kriegsgericht, welches ihn vernrtheilte, gesetzwidrig gewesen sei. „Das Gesetz", klagt der Exmarfchall, ein altes Gesetz, dessen Ursprung sich in die Nacht vergangener Zeiten verliert, ordnet an, daß der Angeklagte nur von feines Gleichen gerichtet werden könne. Mir hat man diese Garantie verweigert. Das Kriegsgericht, das mich verurtheilte, wurde von einem Divisionsgeneral präsidiert, einem Prinzen von Geblüt, den die zweite Republik des Jahres 1848 aus den Cadres ausgestrichen hatte und der gezwungen worden, ins Privatleben zuxji.ckzutreten; der seit dieser Zeit bis zum Jahre 1871 nie als Oberbefehlshaber wichtige militärische Operationen gegiftet hatte und, was ich behaupten muß, so lange nicht daS Gegentheil erwiesen wird, kein anderes militärisches Verdienst besitzt, als daß er der Sohn seines Vaters, des Königs Louis Philipp ist und, dank seiner Geburt, schon mit 22 Jahren Oberst werden konnte." Bazaine wagt nicht zu hoffen, daß er sobald Gerechtigkeit finden werde. „Ich hatte," klagt er, nur zwei Stützen: Kaiser Napoleon III. und Herrn Thiers. Der erstere ist gestorben, der letztere wurde gestürzt und durch Mac Mahon, meinen früheren Kameraden, ersetzt. Meine beiden Stützen gingen mir zu früh verloren. Ich mußte alles aufgeben, als mich die Verkettung der Ereignisse an dem verhängnisvollen Tage zwang, das Commando der Rheinarmee zu übernehmen, ein Commando, das ich, wie man weiß, nicht begehrt habe und dem andere bei Zeiten auszuweichen so glücklich gewesen sind, zu dem mich aber, ich darf daran erinnern, die ganze öffentliche Meinung in Gemeinschaft mit dem Äoifer berufen hat." (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 21. September. Inland. Ein die Stellung des Minister» Stremayr gegenüber der Hierarchie klar-ligender inspirierter Artikel in der „Bohemia" erweist die Unwahrheit der Behauptung des „Vaterland, daß die Landesbehörden die Anstellung solcher Geistlichen gestatten, welche als Agitatoren bekannt sind. Minister Stremayr dulde nicht, daß die Eon« sistonen auf das päpstliche Breve vom 5. Novem ber 1855 bei den Anstellungsanzeigen sich berufen, aber er übersieht dagegen die Jncorrectheit, daß die Anzeigen an die Regierung ohne ausdrückliche Berufung auf die Maigesetze erfolgen. Indem that» sächlich die Bischöfe den Forderungen des Gesetzes Aeuilleton. Ein modernes Kriegsschiff. . Da» Tau. das vielleicht auf sumpfigem ober wrb<8tm Boden gelegen hat, darf das Schiff in "«fern Zustande nicht berühren. Man läßt, wenn es dem Deck nahe kommt, einen mächtigen Waffer-urahl gegen dasselbe spielen und reinigt es voll-«tanbig. Natürlich wir der Wasserstrahl durch Dampf ^ervorgerufrn. Sowie der sonderbar aussehende Anker Deck kommt, setzt die Devastation sich langsam oi* unb Seilet so leicht durch das Wasser hin, sie Ü)cIm ein wirkliches Schiff wäre, während finft»» eine Höllenmaschine ist, die irgend ein im ^t6nbe bc6 Alpdruckes er- Staunen bemerken wir, daß nur ein a»" steuert und sich dabei gar njcht anstrengt. "un^in"g?“66 ** U"b btn ®ttum M°schin°?L„lautet die Antwort; .haben Sie die „Nein." „Wir haben bis zum Frühstück noch Zeit und wollen sie uns ansehen.“ Wir steigen in die Eingeweide des Schiffs hinab und stehen bald vor einer der sechsundzwanzig Maschinen, die alle durch Dampf, in großen Kesseln erzeugt, gespeist werden Wie wir die Maschine betrachten, läuft plötzlich ein excentrischeS Rad wie verrückt runvurn, macht etwa zwanzig Umdrehungen, steht dann still und beginnt feinen Lauf bald wieder. „Wenn es nöthig ist, können wir von hier steuern," sagt unser Führer; dieses kleine Rad wird alles bestens besorgen." „Natürlich Dampf?" „Ja, Dampf." Wir beginnen zusammenjuzählen und finden nun, daß das Boot, in dem wir kamen, mit Damf aufgewunden wurde, daß der Dampf die Thüre dreht, die Geschütze hebt und senkt, die Bentilierung des Schiffes besorgt, es steuert und durch die Wehen treibt und das Ankertau wäscht. Als wir uns zum Frühstück setzen, sind wir überrascht, daß die Erfinder und Erbauer der Devastation doch etwas übersehen haben, denn die Hühner, die auf dem Tische erschienen, sind mit der Hand zerlegt und das Mod nicht mit Dampf geschnitten worden. Der Morgen bleibt hell und schön, während wir durch das Waffer gleiten, bei den als Leucht» thürme dienenden Schiffen Warner und Nab vorbeifahren und dann südlich wenden, die Insel hinter uns taffen, die Höhe des kühnen VorgebirgS der Eulver-Klippe erreichen, zwischen dem Dorfe San* down und her hochliegenden Stadt Shanklin gegen» über durchsteuern und nun die Schnelligkeit de» Schiffes mäßigen, um eine Scheibe auszusetzen, denn wir wollen mit den Riesengeschützen der Devastation eine Schießübung halten. Als wir an der Insel hinfuhren, bemerkten wir, daß die Devastation ifehr fühlbar rollte, obgleich es keine hohen Wogen gab. Im bewegten Meer muß ihr Rollen sehr stark sein. Als die Scheibe ausgesetzt war, merkwürdiger Weise nicht mit Beihilfe von Dampf, hatten wir eine ganz ruhige See. Wir fahre« nun zurück und bewunderten, wie leicht da« Schiff wendete. Es brauchte dazu blos einen Kreis von zweihundertfünfzig Fuß im Durchmesser und gehorchte dem Steuer so leicht wie die zierlichste Jacht auf dem Solent. Ein Horn ertönte und Offiziere wie Matrose» begannen umherzulaufen gleich Ameisen, denen man einen Stock ins Nest gestoßen hat. Jeder hatte eia nachkommen, komic mau diese hierarchische Schrulle immerhin nachsehm. Die „Politik" verlangt die Einleitung einer Agitation gegen die Jungczechen in den Wahlbezirken; dieselben müßten das „herostratische Beginnen" der Jungczechen verdammen, oder das czechische Volk müsse annehmen, daß alle diese Gemeinden und Städte nicht mehr in den Schoß desselben gehören. Die Frage der Canonicats-Besetzungen im ol-mützer Kapitel ist endlich in Fluß gekommen. Der Cultusminister hat den Erzbischof aufgesorderl, ihm mitzutheilen, wann die offenen Canonicate vacant geworden. Der Erzbischof hat die Capitel zur Aeußerung darüber aufgefordert. Die Meldung des „Nasinec", daß Minister Stremayr über Drängen des verfassungstreuen Adels das Adelserfordernis anerkannt habe, wird als falsch bezeichnet. Im Rcichskriegsministerium sollen die Verhandlungen über die Neugestaltung des neralstabes bereits zum Abschlüsse gediehen sein. Nach der „Wehrzeitung" wären die Grundzüge derselben folgende: „Der Generalstab bildet einen von den Concretualständen der Truppen gesonderten Körper, bestehend aus Hauptleuten und Stabsoffizieren; demselben werden nach Bedarf Hauptleute und Sub. alternosfiziere, welche die Kriegsschule mit Erfolg beendet haben, zugetheilt; diese Offiziere werden wie bisher bei ihren Truppenkörpern über den Stand geführt; der Chef des Generalstabes läßt einzelne Hauptleute — grundsätzlich solche, welche ihrem Range nach an die Beförderungstour zum Stabsoffizier gelangen — sich persönlich auf einige Zeit zur Dienstleistung zutheilen, um ihnen nach seinem Ermeffen Aufgaben zuzuweisen und ihre Verwendbarkeit zu prüfen; von den Vorschlägen des Chefs des Generalstabes hängt cs sodann ab, ob die be-treffenden Offiziere zur Truppe einrückend gemacht, oder ob sie in ihrer Tour oder endlich — in besonderen Fällen — außer der Tour im Generalstabe zu Stabsoffizieren befördert werden." Das genannte Militärorgan fügt jedoch hinzu, daß die Durchführung dieser Neugestaltung noch längere Zeit in Anspruch nehmen werde, da sie erst mit der neuen Beförderungsvorschrift ins Leben treten könne. Der kroatische Landtag hat diesertage ein sehr bedeutsames Gesetz acceptiert, nemlich das über die .bedingte Beurlaubung der Sträflinge". Dieses Gesetz ertheilt dem BanuS das Recht, Sträflingen, welche eine« Theil ihrer Strafhaft abgebüßt und Zeichen der Besserung ab. gelegt haben, die bedingte Freilassung zu gestatten, doch bleiben solche Sträflinge bis zum Ablauf des noch übrigen Straftermins unter polizeilicher Auf- Geschäft zu verrichten, einen P^atz einzunehmen. Die eisernen Riegel und Ketten, die auf dem Unterdeck die Stelle von Brüstungen vertraten, wurden sämmt« lich entfernt, um den Geschützen freie« Spiel zu verschaffen. — Jetzt sahen wir, daß jeder Offizier und Matrose mit einem kurzen Degen bewaffnet war. und daß einige Dutzend Snide-Gcwehre mit der bat« gehörigen Munition auf das Deck gelegt wurde». Man schilderte es uns als wahrscheinlich, daß, wenn man die hundertzehnpfündige Pulverladung abfeuerte, die leichten Gegenstände deö Boots, wie Ruder, Bänke und dergleichen herausspringen und unS auf den Kopf fallen könnten, und empfahl uns in ein kleines üserneS Gebäude auf dem Deck zu treten, wo wir gegen den „Windbruch" geschützt sein würden. Im Erdgeschoß dieses Gebäudes befand sich ein von einem Eisengitter bedeckter kleiner Behälter, eine wahre Rattenfalle, die einem Offizier als Gefängnis zu dienen schien. Seine Pflicht schien darin zu bestehen, in gewisse Röhren mit weiter Mündung zu blasen, die fröhlich zu pfeife» begannen, nachdem « den Mund von ihnen entfernt hatte, worauf er Jutze Sätze murmelte, z. B.: „Vorderthurm, laden!" „Htntrrlhurm. fertig!" «. s. w. sicht und können, wenn sie hiezu Anlaß geben, ein-gczogcn und zur Abbüßung des Strafr-steS verhalten werden. Von der Begünstigung dieses Gesetzes sind aber ausgeschlossen Verbrecher aus Gewinnsucht, Brandleger und solche, die zweimal rückfällig geworden. ES ist dies das sogenannte „irische System", aber angepaßt den kroatischen Verhältnissen. Ob dieses Gesetz nicht verfrüht ist, das ist die Frage. Selbst diejenigen Abgeordneten im Landtage, welche mit den Principien des Entwurfes ganz einverstanden waren, mußten sich sagen, daß man mit dem Gesetze noch einige Zeit hätte warten können. Und zwar bis zur Organisation der politischen und Justizverwaltung. Auslau-. In Berlin ist der Präsident des leipziger Reichs-OberhandelSgerichteS Pape eingetroffen, um an die Spitze der vom BuudeSrathe eingesetzten Commission zur Ausarbeitung des Entwurfes eines gemeinsamen deutschen Civilgesetzbuches zu treten. Diese Commission wird zunächst aus ihrer Mitte einen engern Ausschuß von fünf Mitgliedern wählen, der den Entwurf ausarbeiten und nachmals der Plenarcommiffion vorlegen soll. Marschall Mac Mahon scheint sich auf seiner Reise vortrefflich zu befinden. Zwar behagen ihm die Rufe: „ES lebe die Republik!" nicht sonderlich, aber dafür entschädigen ihn die Reden, in denen er mit dick aufgetragenen Schmeicheleien bedacht wird. In Arras zum Beispiel haben ihn erst der Bischof, dann Herr Maiton, BizePräsident der National-Ver-sammlung, zuletzt Herr Hamille beweihräuchert, und er saugt den süßen Duft des Lobes begierig ein. Verschiedene Augenzeugen erzählen, das der Marschall eine ganze Anzahl Schranzen um sich habe, deren Schweifwedelten ihn mit großer Genugtuung erfüllen. Neue« stens haben ihn, da er sich sehr fromm zeigt und stets in die Kirche geht, die Ultramontanen unter ihren besonderen Schutz genommen, und der „Monde" erklärt ausdrücklich, alle Katholiken müßten das Sep-tennat achten und ihm gehorchen. Letzten Sonntag ward in dem von General Lallemand befehligten Lager von Grandchamps ein feuerlicher Feldgottesdienst abgehalten, bei dem der Erzbischof vvu Bannes predigte. Er sagte unter anderm: „Der wahre Patriotismus unterscheidet sich in nichts von einem Glaubensacte; seine Flamme ernährt sich im Gegen« (heile auf dem Altäre, dessen Feuer Gott entzündete und durch die katholischen Priester bewachen läßt. Darum sind der CleruS und die Armee dazu geschaffen, sich gegenseitig zu verstehen, zu lieben und sich eine wechselseitige Unterstützung zu weihen " ' Die Libertö zieht in einem Artikel heftig gegen den preußischen Conful Lindau von Bayonne los, der noch nicht einmal die Exequatur habe und1 „Ist alles bereit?" fragte der Capitän. „Alles bereit,' lautete die Antwort. „Dann lassen Sie das Feuer sofort eröffnen", fuhr der Capitän fort. Bei diesen Worten steckten die meisten Malrosen ihre Finger in die Ohren und wir machten das Manöver mit. Mehrere Minuten vergingen, ohne daß ein Schuß fiel, und eben hatten wir die Finger wieder aus den Ohren gezogen, als das Verdeck unter uns aufzuspringen schien. Unser ganzer Körper bekam einen fürchterlichen Stoß, eiu betäubendes Gebrüll erhob sich und schwirrend flog eine Kugel, wie rin Seevogel anzusehen, dicht über die Scheibe hinweg, berührte daS Meer und ließ einen Wasserstrahl aufspritzen, der größer als der mächtigste Springbrunnen von Syden-ham und weißer als frischgefallener Schnee war. Weiter flog die Kugel, deren lebhaftes Zischen deutlich zu hören war und berührte nach einem Sprunge von tausend Fuß zum zweitenma>e das Meer. Eine zweite Wassersäule stieg in die Luft und fiel in Staub verwandelt langsam nieder. Noch ein dritter Springbrunnen entstand und dann senkte sich der eiserne Todesbote, der seine Geschwindigkeit verloren hatte, unter dir Oberfläche und wurde nicht mehr gesehen, kaum war er verschwunden, so empfanden sich einfach als diplomatischer Agent benehme und sich in alles einmische, tms gegen alle konsularische Traditionen sei. Es scheine, als wolle Herr Lindau bewirken, daß die Härte, die Ansprüche und Sonstige-der Sieger von 1870 und 1871 nicht vergessen werden sollten. Die Lieberte wird sich über die Anmaßung des deutschen Consuls wol trösten, wenn sie erfährt, daß dafür Herr Nadaillac, der bekannte Prä-fect der niedern Pyrenäen, von Don Carlos da-Großkreuz des Ordens von Jsabella der Katholischen erhalten hat. Die Session des heurigen CongresseS der „In« ternationale" in Brüssel wird durch folgenden PaffuS aus den Debatten so vollständig ge« kennzeichnet, daß jede weitere Kritik überflüssig erscheint. Der Deutsche Vrohm sagt: „DaS Kapital ist an sich nichts. Die Bibel hat gesagt: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." ES darf hinfort nur Arbeiter gebe». Man muß die Vampyre umbringen, die das Proletariat aussaugen." — Bürger Eoulon betont, man müsse tabula rasa machen mit der gegenwärtigen Gesellschaft, mit ihren Gesetzen und Institutionen, mit allem, und müsse die Commune stark machen. „Man muß da» Kapital nehmen, wo es ist, denn es gehört de« Volke." — Bürger Flahaut setzt auseinander, daß die Revolution von 1871 nur darum zerschellt ist, weil das Volk noch zu menschlich denkt. Wenn die Commune gesiegt hätte, so würde auch die Presse für sie gewesen sein. Aber die Bürgerpresse ist feig; sie verleumdet und greift das Proletariat an, wo es sein Haupt erhebt. Wehe ihr, wenn eS einst Sieger ist! Die Presse hat sich als schädlich erwiesen — man muß sie in der neuen socialen Ordnung beseitigen. Das Kapital ist nichts; die Arbeit ist alles! „Das Elend hat den höchsten Grad erreicht ! Man hat eine friedliche Revolution nicht gewollt — man soll eine andere haben!" (Stürmischer Applaus.) — Im berliner Diebsviertel hat man genau dieselben Grundsätze in den allumfassenden Satz gekleidet: „Allens muß verrunjeniert werden "________________________________________ _ Zur Tagesgerichte. — Der bömische Lande-commandierende, General Philippovich scheint in hohen Kreisen infolge der verunglückten Manöver bei Brand«- an B-liebthett bedenklich verloren zu haben. Zum Beweise hiefllr mag dienen, daß die duftig offiziöse „Jnlernation. Correfp." dem „Sonn- uud Feiertag- Courrirr* folgende« nachdruckl: ,Da- Sitdco-p», w-lche« die Ber° th-idigungSmacht Oestereich« repräsentierte, hat die ihm gestellte Aufgabe nicht zu vollbringen vermocht. Offenbart Fehler sind seiten- der Oberleitung (FZM Baro» i Philippovich) begangen worden, und die begangenen Feh' i wir wieder einen fürchterlichen Stoß. Das Deck sprang in die Höhe, in unserer Nähe krachte eS und eine Dampfmasse, dichter als der dickste lonbonef Nebel, hüllte uns ein, denn jetzt war es der wi«&' märt« stehende Thurm, der seine hundertundzeh" Pfund Pulver abgebrannt und der Scheibe eine Kugel zngeschickt Halle. Rasch verzog sich der Puloer-dampf und wir sahen an einer herabfallenden ©flffeC' fäule, daß die Kugel vor der Scheibe eingeschlagen hatte, weil auf das Rollen des Schiffe» nicht genug Rücksicht genommen worden war. In fünf Minuten waren die Geschütze wieder geladen, aber die Devastation hatte ihre Stellung geändert und jetzt befanden sic sich, die Scheibe und ein Lootfenboot hinter derselben, in fast gleicher Lin». Ein telegraphisches Signal ging vom Oberdeck den Maschinenraum hinunter, daö Schiff beschr"" einen Halbkreis, nahm eine neue Stellung ein un hatte nun einen freien Horizont vor sich. äö|cb£ feuerten zwei Geschütze nach einander und jetzt wuk» das Ziel so gut genommen, daß ein Schiff, b®f an der Stelle der Scheibe gewesen wäre, bald au> dem Grunde de« Meere« gelegen haben würde. , Man machte nun einen Versuch mit < neuen Methode des Feuern». Die Geschütze F iee fitib charaklergleich mit denjenigen, welchen mir die Niederlagen von 1866 danken. DaS beweist nichiS gegen die Tüchtigkeit der Truppen, zeigt aber, daß die großen Commanden vieleicht nicht fämmtlich in den berufensten Händen liegen. Von den Generalcowminden der Monarchie werden fünf von Serbo-Kcoaten geführt. Daß letztere vor allen ändern Völkern in militärischer Tüchtigkeit herrorragen, ist bisher nicht bekannt geworden. Ganz ohne militärische Fähigkeit dürsten die Deutschen nicht sein. Mollke ist ja kein Äroot“_______________ Local- und Provmzial-AugeiegeuyeueL — (Dritte Landtagssitzung.) Gegen wärtig der Landeshauptmann «ad 29 Abgeordnete, als dlegierungSvertreter fungiert Hofraih v. Widmann. Die heutige Sitzung war rein geschäftlicher Natur. Nach Verlesung und Gutheißung des PiotokolleS der zweiten Sitzung leistet der neugewählte Abgeordnete des Groß, grundbesitzes, Herr Adolf Schaffer, die Angelobung. Baron Rastern entschuldigt fein bisheriges Ausbleiben, Dr. Razlag seine heutige Abwesenheit, Avg. Langer verspricht in der nächsten Sitzung zu erscheinen. Hier-auf verkündet der Vorsitzende die Constituiernng der Ausschüsse wie folgt: Der FinanzanSschuß wählte Dr. Eosta zum Obmann, Herrn Deschmann zum Obmann-stellvertreter, Murnik zum Schriftführer; der Petition? Ausschuß Graf Barbo zum Obmann, Dr. Razlag zum Stellvertreter, Dr. Zarnik zum Schriftführer; der VolkSwirthschastliche Ausschuß Herrn Deschmaun zum Obmann, Murnik zum Stellvertreter, Obres- zu« Schriftführer. Der RechenschastSberichtauSschvß Dr. Zarnik zum Obmann, Dr. Poklukar zum Stellvertreter und Schriftführer. Der SchulauSfchuß Dr. Razlag zum Obmann, Gariboldi zum Stellvertreter, Langer zum Schriftführer. Bon Petitionen find eingelausen die etne» Lehrers der flaper Obst- und W-tnba«sch«le um Er. höhung des G-HalteS, die eines landschaftlichen Beamten um Gewährung von drei Quinquennalzulagen. Dieselben werden an den Finanzausschuß geleitet, desgleichen da« Gesuch eine« Malereleven um eine Unterstützung. Die Wahlacte der Abgeordneten Math Lauten c ic und Eduard Schaffer werden vom Hause ge« »ehmigt, die letzthin erwähnte Regierungsvorlage über die Schonzeit des Wildes wird dem volkswirihfchaft-Uchen Ausschüsse der Vertragsentwurf der Regierung r»r Regelung der Verhältnisse des krainischen Grund-rutlastungSsondeS mit dem Staate dem Finanzausschüsse der Nachtrag zur Schulgesetzuovelle, der Bericht des Landesausschusies wegen Besserung der Volksschulver hällnifsr und Lehrergehalte in Krain dem SchulauS 'chusie; der Bericht des LandeSauSschuffeS wegen Real ichulconcurrenz zwischen der Stadt Laibach und dem vanbe Krain, ferner der Bericht de- LandeSauSscbusfeS ■ibet das Ansinnen der Regierung, eine 20pcrzentige ^"»ehrungSsteuerumlage dem GrundentlastungSfonde zu dem Finanzausschüsse, endlich der Bericht de« LandeSauSschusseS wegen Errichtung einer Ackerbauchule in Uolettrain einem besonders zu wählenden ebengliedrigen Ausschüsse zugewiesen, dessen Wahl aus die nächste Tagesordnung gesetzt wird. Der letztere Segenstaud der Tagesordnung ist die Wahl des Anschusses zur Beralhung der Verlegung des BezirkS-gerichtSfitzeS Planina nach Loitsch. AlS gewählt et» scheinen Costa, Gariboldi, Kotnik, Razlag, Murnik, 1 [Rath. Lautenc c. Nächste Sitzung Mitwoch. — (Jgnaj Edler v. Kleinmayr, t) Heute nachmittag« haben wir einen Mann zur ewigen Kühe bestattet, der in den Kreisen der laibacher Bürger-«Haft sich ein unvergeßliches Andenken erworben hat. Ignaz v. Kleinmayr, geb. am 12. Juni 1795 zu Seisenberg in Krain, war durch länger als ein IjalbeS Jahrhundert Inhaber der Bachdruckerei und Verlagsbuchhandlung v. Kleinmayer in Laibach, sowie Eigentümer, Verleger und verantwortlicher Redakteur Oer „Laib. Ztg." Sein Lebe» war ein in jeder Hin-icht hervorragende«, für Stadt und Provinz erfprteß. licheS. Die langen Iah« feine» Wirken» bekleidete derselbe zahlreiche Ehren- und Vertrauensposten und wirkte als Gerneinderath, Schulinfpector, Sparkasse« director, Direaionsmitglied des philharmonischen Vereins, Ausschußmitglied de» CasinovereineS, überhaupt bei jeder patriotischen Unternehmung für da» Wohl und Gedeihen der Landeshauptstadt. Ueberall, wo e» gemeinnützige», patriotisches und humane» Wirken galt, stellte sich der Verblichene an die Spitze und gab durch sein Beispiel und seine Aufmunterung allseitige Anregung. Als derselbe am 1. Juli 1867 sein bOjährigeS eingerückt: Day-light, Hizh-Flyer, Gouverneur, Agenda I Kent II, Poung Monatqae und Couqaeror, von welchen besondere jene der Normandie für die Zucht viel versprechend in Bau und Verhältnissen sind. Er wird hiemit der Wahrheit gemäß bestätigt, daß Herr Josef Obermann au« Planina die Gotte* spondenz au» Planina im „Laib. Tagbl." Nt. 191 nicht eingesendet hat, auch mit dem bezüglichen Gotte* spoudenteu in keinerlei Verbindung steht. Die Redaction. Witterung. Laibach, 21. September. Morgennebel, später wechselnde Bewölkung. Warmer Herbsttag. Wärme: morgens 6 Uht + HO», nachm. 2 Uhr-j-22 1-0. (1873 + 201«, 1872 + 9-1«! 6.) Barometer stationär 73914 Millimeter. Da« vorgestrige Tagesmittel der Wärme + 147«, das gestrige + 15-8°, beziehungsweise um + 09 und um 2 0° über dem Normale- Buchdrucker- und Buchhändlerjubtläum feierte, wurde er von Sr. Majestät dem Kaiser durch Verleihung de» goldenen Vrrdienstkteuze» mit der Krone ausgezeichnet. Trotz des langwierigen Siechchums während der letzten Jahre bewahrte et seine GeisteSftifche und folgte allen Ereignissen im öffentlichen Leben Oesterreichs wie feiner engeren Heimat mit reger Theilnahme. Ehre seinem Andenken! (In der czechi sch - na tion ale n Asse -curanzbank „Slavia") die auch in Laibach eineFiliale hat, fand am 18. d. M. unter Sieget’« Vorsitz eine geheime Versammlung statt, in welcher aus den Mitteln der „Slavia" und einiger ZaloznaS auf dem Lande 40.000 fl. votiert wurden zur vorläufigen Erhaltung des neu erschienenen czechi-schen Zweikreuzer-BlatteS „Brousek", das in Lkrej-Ichvvsly's Druckerei gedruckt wird und den Zweck hat, die Jungcz-chen in ihren Wahlbezirken za ruiniere«. Die in ihren Interessen gefährdeten Mitglieder der „Slavia* reichten eine Beschwerde bei der Statthalterei ein gegen eine solche PreiSgebung ihrer Spareinlagen und Affecuranz. Prämien. (Pferdezucht in Krain.) Bon den ange-kauften Halbblut englischen und normänischen Hengsten sind für bas Land Krain folgende sieben in Sello Lebensmittel Preise in Laibach am 19. September 1874. W-izm 5 fl. 20 kr.; Korn 3 fl. 40 kr.; Gerste 2 fl. 90 tr.; Hafer 1 fl. 80 ft.; Buchweizen 3 fl. 70 It., Hirse 2 fl. 90 kr., Kukurutz — fi. — kr., Erdäpfel 2 fl — kr., Fisolen 7 fl. 50 fr. pr. Metzen; Rind-schmalz54 kr., Schweinfett 50 tr., Speck, frischet, 42 tr., Speck, geselchter, 42 tr. Pt. Pfund; Eier 2*/e tr. pr. Stück; Milch 10 tr. pr. Maß; Rindfleisch 30 kr., Kalbfleisch 32 tr., Schweinfleisch 30 tr. pr. Pfund; Heu 1 fi. 25 tr., Stroh 75 ft. pr. Zentner; harte» Holz 6 fl. 60 tr., weiche» Holz 4 fl. 80 tr. pr. Klafter. Telegramme. Mantua, 20. September. Bischof dtomi wurde zur Verbüßung der wegen Beleidigung des Königs über ihn verhängten sechstägigen Gefängnis-strafe verhaftet. Turin, 20. September. Der Fürst von Serbien wurde mit Gefolge vom König empfangen. Der Empfang trägt wesentlich privaten Charakter. Kiel, 20. September. Der deutsche Kaiser ist mit glänzendem Gefolge hier eingetroffen und wurde vom Großherzog von Oldenburg und ändern Fürstlichkeiten, Behörden und Corporationen empfangen und enchusiastitch begrüßt. Pari«, 20. September. „Figaro" schreibt: Graf Bari ist eingetroffen, um in Mission de» Grafen Chambord an Don Carlos nach Spanien zu gehen. ■ihurmes sollten mit Hülfe des elektrischen Funkens gleichzeitig abgefeuert werden. Man bewerkstelligt das auf die einfachste Weise, indem man das Zündloch des Geschütze« mit den Telegraphendrählen des eisernen Hauses auf dem Deck in Verbindung bringt. Ist alles fertig und das Ziel genommen, so drückt ein Offizier auf ci„en kleinen Knopf und ein elek, irischer Funke entzündet die Pulverladung gleichzeitig. Bei den länglichen Kugeln, mit denen man feuert, macht man die Beobachtung, daß sie, wenn auf das Wasser schlagen, gewöhnlich nach rechts weichen und zuletzt bedeutend weit aus der Schuß« kommen. Bei runden Kugeln ist dies, besonders .„ruhiger See, nicht der Fall. Sie machen auf die r* ^el to0W rin Dutzend Sprünge, wogegen tauglichen Kugeln der Devastation höchstens drei* wal aufschlugen. ein letzter Versuch wurde gemacht, und Lrt* ,mit Kartätschen. Der eiserne Hagel verwan-,»tn A«8 ®alta in Schaum und brachte die Scheibe r^rzen. Wäre ein Boot an ihrer Stelle sein '0.to6tbe r» in Stücke zerschmettert worden flicoeit wible Devastation eine Breiteseite ab, so ^ aus vier Geschützen fünfviertel Tonnrn Eisen über das Wasser. Dem Stoße einer solchen Eisenmasse kann kein Schiff der Welt wiederstehen und die Devastation führt daher ihren Namen mit Recht. Ehe wir das Ungeheuer verließen machten wir seinem Maschinenraum einen Besuch. Wir fanden ihn erträglich kühl und gut gelüstet. Gelegentlich kamen wir beim Umhergehen in einen kalten Luft-strom, der aus einer Röhre hcroordrang, in die durch Fächer frische Luft tingeführt wurde. Zuletzt zeigte man uns einen dunkeln Gang von etwa vierzig Auß Länge, zu dessen beiden Seiten Oefen standen. Jeder verzehrte seine Ration Kohlen und gab ihre Hitze und ihre Flamme mit einer Geschwindigkeit wieder, die in dem ungeheueren Luftzuge des OfenS ihre Erklärung findet. Nicht weniger als siebzig Heizer befinden sich auf der Devastation und ihr täglicher Kohlenverbrauch beträgt 24 Tonnen. Soll sie den ganzen Tag mit voller Kraft arbeiten, so verzehrt sie hundertundfünf-zig Tonnen Kohlen, die über fünftausend Pferdekraft erzeugen. Im Nothfall kann sie eine ungeheure Schnei-ligkeit entwickeln, bei unserm Besuche fuhr sie verhältnismäßig langsam und legte doch elf Knoten in der Stunde zurück. Eine viertel Loge im Parterre, der Bühne vis-ä-vis, ist zu vergeben. Näheres im Zeitungs-Comptoir. (556 —3) Ein Kostknabe' (am liebsten ein Realschüler) wird gute Pflege und gewissenhafte Uebenvachung finden. Wo? jagt die Expedition dieses Blattes. (562 -2) Die neu errichtete k. k. Speeialitäten-Niederlage in Laibach, am alten Markt Nr. 15 (k. k. Tabak-Haupt-Berlag) empfiehlt ihr gut sortiertes Lager dem p. t. Publicum. Bestellungen werden pünktlichst au§gefiihrt, Tarife gratis ausgefolgt und auf Verlangen auch versandt. (456—10) Die Wechselstube des Rudolf Flock, Graz. Sackftratzt Nr. 4, wird hiermit zur Besorgung aller in das WechSlergeschLft einschlagenden Aufträge'bestens empfohlen. (462—31) Zahnweh! jeder und heftigster Art beseitigt dauernd das berühmte pariser Mton, wenn kein anderes Mittel hilft I Fl&co* ä 60 kr. beim Herrn Apotheker Blruehltz. (474 -3) MEYERS ' KONVERSATIONS LEXliC'ON ,' v Operngucker, prächtiqe Sofiectiou in allen Größen, in len verschiedensten Schärfe-Nummern, vorzüglicher Qualität, soeben ongtlommen und in reicher Auswahl am Lager bei J. Karinger. In des Gefertigten, vom hohen k. k. M i -nisterinm des Unterrichtes mit dem Oesfentlichkeitsrechte autorisierter Privat-Lehr- öc Erziehungsanstalt für Knaben in Laibach beginnt das erste Semester des Schuljahres 1874/75 mit 1 Oktober. Das Nähere enthalten die Statuten, welche aus Verlangen portofrei eingesendet werden. Mündliche ÄnSkunst ertheilt die Vorstehmg täglich von 10—12 Uhr am Hauptplatz Nr. S37, zweiten Stock. (550— 8) Alois Waldherr, Inhaber und Vorsteher der Anstalt. Tieferschüttert unb von unsäglichem Schmerze gebeugt geben wir hiermit die traurige Nachricht, daß Herr tymx HM HlemuiW. B»chh<>nbler und Buchdruckereibcsiyer, Besitzer re« gol-beacn Bcrdienstknize» mit fcet Krone, heute nachmittags halb 5 Uhr, versehen mit den Tröstungen unserer heiligen Religion, nach langem schmerzlichen Krankenlager im 80. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. DaS Leichenbegängnis findet Montag den 21. September 5 Uhr nachmittags vom Sterbehause Bahnhofgasse Nr. 132 aus statt. Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarrkirche Mariä-Verkündigung gelesen. Friede seiner Asche! Laibach, am 19. September 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. Steiermärkische Escompte Danksagung. Kür die vielfachen Beweise der Theilnahme und Die zahlreiche Begleitung beim Leichenbegäng-triffe des verstorbenen Herrn Anion Pirkmayer, k. k. Bezirksrichter «nd Realitätenbesitzer in Oberburg, sagen hiemit den verbindlichsten Dank die trauernden Hinterbliebenen. 1 ] der > Julie Moos | beginnt der 'Unterricht mit 1. Oktober I i Hauptplatz Nr. 262. " 1 (567—1) DOCCCCOCOCnCCCCCOOCCCüUCCCCCCCCO Zur Abonnements-Entgegennahme empfiehlt eich Ign. v. Klei 11111 ayr & F. Bambergs Buchhandlung |n LaüMMih. Der ergebenst Unterzeichnete beehrt sich mit der höflichen Anzeige, daß Sonntag den 27. September die I Subskriptions-Einladung at^f die \ Dritte Auf.lagensM 360 Bildertafeln und Karten. > Heltausgabe: f 240 toüchaulicAe lÄtfcnmp" » ■> 8r- oder 30 kr. ci. W. < Handausgabe: > .10 kroch. WObbtoule 4 1 TMr. 10 Sgr. , fl. 240 „ ' /.5 l.rinwavlbävU. . * * *» ' „ fl.6'70 „ I 15 flnlb/rnnthlnJ» ■ „ fl. 6 — „ ' HlbUographiM-he» Institut Ml UiUUw Verleger »nd für die Viciaction »«antwortlich; Dttomar Bamberg gveltog den 25. September 1. I.. nachmittags 4 Uhr, werden im Theatergebäude die sogenannten TilD.ea.terfozxd.s-ZLogrera. an den Meistbietenden im Licit-»ions,vege veräußert. Lormerknng'n zu Sperrsitzen nnd deren Abonnement werden von Freitag den 25. d. M. >n der Wohnung des ®esntigten| ; Thraterkanzlei, Lternatlee, Cafe Fischer, ebenerdig nfcftCn SDJit der Bitte um qiltine Theilnahme empfiehlt sich hochachtungsvoll ergebenster Josef M. Kotzky, K T^eaterdirecwr, V Dru« von Ign. v. «lrinmahr ft ged. Bamberg in Laibach.