Polliilna pftCana v fnloftaL ' jf, lalirgaiig EracbeiDt wöclieiiUjci] seciii>iuaJ (mit Aunthme der leiertage). Schrill-Idtung, VerwaJtuog und Buchdruckerei TeL 25-67, 25^38 «od 25^. Muibor, Kopaliika uliea & Mannikripte werdeb olclit rüoomieri Antrauen Rückporto beileiten. M.« ö^ö Nr.21< Samstag, d«ii 24. SapMmbar 19S8 Inseraten- und Abonnements-Annahme in Marihor, Kopaiiäka iihcu 6 (Verwaitunfi). Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Din« zustellen 24 Din, durch die Pott monatlich 28 iMn, für dai Ausland monatlich 35 Din, EinzehmtHttier 1.50 und 2 Din. Preis Din f'50 ^BHeDrr&rfrftuiig (SrriDoe&iete Our^ Xriippen BIN BEFEHL DB$ GENERALS KREjCL LONDON: LAGE OESPANNT, AtJS-SERSTE8 NICHT ZU BEPORCHTEN. — CHAMßERLAIN UND HITLER KONFERIERTEN HEUTE WEITER. 3apan unD Der neue Often Unter diesem Titel viröffentilcht der »Jugoslovenslci Lloyd« einen Bericht seines Instanbuler K0freip0ndent«n, der so aufschlußreich Ist und Japans 2tele Im nahen Osten so deutlich darlegt» da0 wir die Interessanten Au6ftthrungen auch unseren l^esern zukommen liis^n. In dem Bericht heißt es, daß Im August tn Istanbul eine Konferenz stattgefunden hat>e, an der die dlplomatiichen Vertreter Japans In der Türkei, In den ßalkanstaa-ten, Itn Irak, Iran, Afghanistan, Syrien und Aegypten teilgenommen haben« Diese Konferenz habe dtt gfOfite Interesse ausgelöst, well sie Im Moment der größten japanisch-sowjefiusslschen Spannung wihrend des Inildents von Tsehang Ku Feng stattgefunden hat. Da die bexUgllehen Verhandlungen hinter geschlossenen TUren stattfanden und an den Beratungen auch di# Mitglieder der Moskauer jat)anlsehefi'Botschaft sowie die Milltarattachees teilgenommen hatten/ richtete die lUrkliche Regierung an den Japanischen Oesandtsn In Anka* ra eine Note, in welcher' erklärt wurde, daß sie es nicht zulassen kOnne, daß tOr« kisches Staatsgebiet ftir die Zwecke el^ ner ausländischen Propaganda benOtst werde. Die japanische Oesandtschaft gab daraufhin eine zufriedenstellende bexw. beruhigende Antwort. Die Öffentliche Meinung der Türkei konnte Jedoch Über den Inhalt dieser geheimnisvollen Beratungen keine Einzelheiten In Erfahrung bringen. Es besteht Jedoch kein Zweifel darüber, daß sich die Konferenz nicht nur etwa mit ökonomischen Probfemen befaßt hat, sondern es dürfte weit eher die allgemeine Situation im nahen Osten das Thema der japanischen Beratungen auf türkischem Böden abgegeben haben. Japan — darüber ist nicht zu zweifeln — trifft Vorbereitungen, um seinen Einfluß auch in diesem Teile der Welt zu festigen. Es l(onnte in diesem Zusammenhange auch nicht unbemerkt bleiben, daß die Tokioter Regierung im Rahmen ihres panasiatischen Programms ■ eine ausgesprochen Islamfreundiiche Politik betreibt. Ausgerechnet in diesem Jahre fand in Japan der große panislamatlsche Kongreß statt, an dem viele Delegierten teilgenommen haben. Die moslimischen Staaten waren offiziell zwar nicht vertreten, der Kongreß festigte Jedoch das Ansehen Japans In den Ländern des Islams. Hiezu kommt noch, daß Japan eine sehr aktive Politik in Chinesisch-Tur-kestan betreibt, wo die heimische ino-hammcdlnlsche Bevölkerung der tür-klsch-tatarlschen Rasse sowohl gegen die Chinesen als auch gegen Sowjetrußland um seine nationale Unabhängigkeit kämpft. Japan hat einen überaus freundlichen Standpunkt gegenüber den Emanzlpa-tions- und Modernisierungsbestrebungen der Lander des nahen Ostens eingenommen. Die japanlBch-tUrkischen Beziehungen z. B. stehen im Zeichen aufrichtiger Sympathien zueinander. Die Wirtschafts- Prag» 23. Sept. (Avala.) Der Chef des tMhecboslowaklschen Oeneralstabes Oiniril KreJCi erflea gestern bald iiaeh MHlMi den BeieM, daB alle verftigbafen Truppen nach dem OrenageMet abtugeh" en haben und bi allen Orten, wo Sade-tendeutsche wohnen, nlUtirlsche Besatzungen einzurichten sind. Auch das Ideht-ste Dorf darf nicht ohne militärische Be-deckang bMbea. Anl diseen Befehl hfai begannen um 16 Uhr von allen Selten militärische Formado nen mit Panseraiitos und Maschhiengeweh reo in die Sudetendeutsche Gebiet ehi-aurflcked« Die nillitlrieclien Beeatsangen ttbemalmefi In allen Orlen von den sich mittlerweile gebildeten deutschen Ordner» gruppen den Sicheifieltadienst. Die Haken kreaaflaggen» die seit gestern vormittags, als eich die tKhechoslowakischen Tmp* pen und Behörden aue dem sudetendeut-schen Oetrfet zurflckgezogen hatten» an allen Qet)iiiden hingen, mußten wieder entfernt werden. L i n z, 23. Sept. (Avala.) DNB berichtet: Tschechoslowakische Truppen unterminierten die Eisenbahnlinie Lina— Budweis im Orensabschnitt bei Oberhaid Zu einem gegebenen Zeitpunkt ist es In wenigen Augenblicken möglich, die ganze Strecke In die Luft zu sprengen. L o n d o n, 23. Sept. (Avala.) Die Lage wird In unterrichteten englischen Krei sen noch immer als sehr schwer und über aus gespannt bezeichnet. Die weitere Ent Wicklung der Situation hänge von allen möglichen Zwischenfällen ab, doch sind die englischen Kreise Uberzeugt, daß es zum Aeußersten nicht kommen werde. Prag, 23. Sept. (Avala) Das DNB berichtet: Nach Meldungen aus gut unterrichteten Kreisen werden die Mitglieder der englischen Kolonie in Prag nach Anweisungen aus London mit Sonderzug Prag verlassen. London, 23. Sept. (Avala) Die Agence Havas berichtet: Das englische Flugzeug, das heute vormittags die Mitglieder der Abordnung Lord Runclmans und mehrere höhere englische Beamte von Prag nach London bringen sollte, ging auf eine Inzwischen aus London durch Funkspruch erfolgte Anweisung am Flugplatz In Nürnberg nieder. Der Apparat flog sofort nach Prag zurück, um weitere Mitglieder der englischen Kolonie in Prag mitzunehmen. bezlehungen zwischen Japan und den Staaten des nahen Ostens sind auf bestem Wege zu einer großen, bedeutsamen Aufwärtsentwicklung. Nach Japanischen statistischen Daten betrug die japanische Ausfuhr nach Iran, dem Irak, Syrien, Palästina, Arabien, Aden, Cy-pern, Aegypten, der Türkei und dem engllsch-ägyptlichen Sudan Im Jahre 1937 rund 150 Millionen Yens, die Einfuhr aus diesen Ländern hingegen 100 Millionen Yens. Um den Güterverkehr — insbesondere mit den arabischen Ländern so weit wie möglich zu vergrößern, pflegen die japanischen Wlrtschaftskrclse alljährlich besondere Handetsmissionen zu entsenden, deren expansive Tätigkeit bei den P r a g, 23. Sept. (Avala.) Durch die Neubildung der Regierung hat das poli-tlKhe Ministerkomitee keine Aenderung erfahren und setzt sich nach wie vor aus folgenden Mitgliedern zusammen: Dr. Hod2a, Cerny, Bechyne, dramek und Franke« Das Komitee wird weiterhin Uber die Lösung der Nationalitätenfrage beraten. Godesberg, 23. Sept. (Avala) Die Besprechungen zwischen Premierminister Chamberlain und Reichskanzler H i 11 e r sind heute um 11 Uhr wieder aufgenommen worden, und zwar im Hotel »Dresden« in Godesberg. Auf der Hotelterrasse hatte Reichskanzler Hitler gestern abends lange Besprechungen mit verschiedenen führenden Persönlichkeiten Deutschlands, die im Laufe des Tages nach Oodesberg gekommen waren. Die Besprechungen dauerten mehrere Stunden. W a r s c h a u, 23. Sept. Gestern abends fanden hier riesige .Kundgebungen für die Rückgliederung der polnischen Gebiete der Tschechoslowakei an Polen statt. Dem Marschall R y d z -S m 1 g I y wurde eine Resolution unterbreitet, In der es heißt, die polnische Regierung habe alles aufzubieten, um die Rückkehr der Polen aus der Tschechoslo wakei zu ermöglichen. Um diese Forderungen durchzusetzen, wurde eine Im gan zen Lande Verbreitete Aktion eingeleitet, die der Gründung eines polnischen Freikorps den entsprechenden Nachdruck ver leiht. Godesberg, 23. Sept. (Avala.) Der Berichterstatter der Agence Havas teat mit: Dem Vernehmen nach soll der englische Premh^mlnlster Sir NevUle Chamberlainhn Laufe der gestrigen Unterredungen mit Reichskanzler Hitler vorgeschlagen haben, daß sich Deutschbuid sefaier jMllitärmacM nicht be dienen möge, well dies die Verhandlungen dir OrenifcelsetziiBgslwiHMleeton unmöglich machen und die weitere dipk) matlscfie Tätigkeit sehr erschweren würde. Die Abgrenzung des sudetendeutschen OeMetes soll eine IntematkNiale Kommlseion vornehmen, die auch den AustauKli der Bevölkerung leiten würde. L 0 n d 0 n, 23. Sept. (Avala.) Reuter meldet: Vor dem Ministerpräsidium In Downing Street Nr. 10 sammelte sich ge Stern abends eine mehrtausendköpflge Weststaaten eine gewisse Beunruhigung ausgelöst hat, besonders bei Jenen Staaten, die In Aegypten, Syrien, Palästina, Transjordanien und Im Irak großen politischen und wirtschaftlichen Einfluß besitzen. Unter dem Druck dieser Mächte mußten die genannten Länder Ihren (Güterverkehr mit Japan abbremsen. Japan wird aber zweifelsohne daran gehen, seine Wirtschaftsbeziehungen mit dem nahen Osten zu vertiefen, da diese Länder ein wertvoller Markt für Fertigfabrikate sind, während anderseits die arabischen Staaten Japan mit Rohstoffen versehen können, vor allem mit Baumwolle, die in Aegypten, dem Irak, in Iran und in der Türkei immer mehr kultiviert wird. Menschenmenge an, die in heftige Protestrufe gegen den englisch-französischen Plan in der tschechoslowakischen Frage ausbrach. Die Menge brach in Ruie aus; »Seid nicht für die Deutschen! Seid für die TschechoslowakenI Chamberlain soll gehenk Eine Abordnung machte sich auf, um im Foreign Office eine Entschiies sang mit dem Protest gegen den englisch französischen Aufteilungsplan zu übergeben, doch riegelte ein starker Polizeikor-dOft den Platz ab, so daß die Abordnung nicht zum Außenamt gelangen konnte. Die Menge schwoll immer mehr an und zählte schließlich über 10.000 Menschen. Immer wieder wurden Rufe gegen Chamberlain ausgestoßen. Die Menge forderte die Einberufung des Unterhauses. Schließ lieh erhielt die Abordnung die Bewilligung, das Außenamt zu betreten, so daß die Resolution unterbreitet werden konnte. Berlins größte Ehibrecherorganisatlon ausgehotien. — 42 Verbrecher festgenommen. Berlin, 23. September. Der Berliner Kriminalpolizei ist es gelungen, nach wo chenlangen Beobachtungen und mühevollen Erhebungen, eine 42-köpfige Ver-brechcrorganlsation auszuheben. E& handelt sich dabei um die größte Verbre-cberbande, die die Berliner Kriminalge-schlchte überhaupt kennt. Der Bande konnten nicht weniger als 152 Einbrüche nachgewiesen werden, die sie in den fetz ten sieben Jahren auf Ihren Raubzügen In ganz Deutschland verübt hat. Die Beute, die den Verbrechern dabei in die Hände fiel, beläuft sich auf über eino Viertelmillion RM. Der Aufbau Lyblens. Rom, 23. September. Im Rahmen des faschistischen Aufbauprogrammes in Nordafrika wachsen gegenwärtig im nördlichen Teil von Lybien sieben Städte aus dem Wüstenboden empor, die zur Aufnahme der Ende Oktober dort eintreffenden italienischen Kolonisten erbaut werden. Die Städte werden nach großen italienischen Männern benannt werden. Eines der Gemeinwesen wird den Namen Gabriele d'Annunzio, ein zweites den Namen Franzesko Crispi führen. Mit Ende Oktober wird die Ankunft von 20.000 Menschen, die diese Städte besiedeln werden, erwartet. Englische Ftottenmanöver im östlichen Mlttelmeer. A 1 e X a n d r 1 a, 23. Sept. (Avala.) Vor dem Hafen von Alexandria trafen ge Stern 18 englische Kriegsschiffe ein, um an den großen Manövern im östlichen Mittelmecrbecken teilzunehmen. Man erwartet, daß noch andere englische Einheiten vor Alexandria zusammengezogen werden. Lediglich das größte Schiff der englischen Mittelmecrflotte, die »Hood«, wird bis auf weiteres vor Gibraltar ankern. 36rfe Z ü r I ch, 23. Sept. Devisen: Beograd 10, Paris 11.895, London 21.25, Newyork 441375, Brüssel 74.40, Mailand 23.25, Amsterdam 238.15, Stockholm 109.55, Oslo 106.775, Kopenhagen 94.875, Prag 15.15, Warschau 83, Bukarest 3.25, Buda pest 86.50, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Helsinki 9.375, Buenos Aires 111.525. 3>(W SBetter Wettervorhersage für Samstag: Vorwiegend heiter, stellenweise Mor-gennebel, mild. Kabinett (S^nerol 6iroDQ in Kütoq Dir Otrgirruno 6er nationalrn <2iniguno / Gfrob« unO lürdfiOtiit 3)r. Senei apprifrren an öfe Ottoffen / esitze. Fürchtet euch nkht um die Zukunft der Natkm und des Staates. Ihr werdet noch alle eure Kräfte benötigen. Europa geht einer gros sen Krisis entgegen, wir aber bleiben ruhig unter uns. Fürchtet euch nicht, das tschechische Volk hat schon Schrecklicheres überstanden. Die neue Regierung ist gebildet, und zwar die Regienmg der natkwialen Ehiigung. In der neuen Regierung werden alle Parteien und die Wehr macht vertreten sein. Geht alle an eure Arbeitsplätze und seM wie Soldaten, die auf ihrem Posten ausharren müssen. Furchtet euch jedoch vor Provokateuren. Noch einnuü: Fürchtet nicht um Nation und Staat! Für uns gilt die Prophereihnig aus Smetanas »Libu^«. Prag, 23. Sept. Der Prager Rundfunk übertrug in den Abendstunden folgenden Aufruf der neuen Regierung: »Vor unserem eigenen Gewissen und vor der ganzen Welt können wir mutig erklären, daß wir diesen unseren Staat gegründet haben, damit er ein ehrenhafter Herd für alle Einzelmenschen, für jede Familie und jede Nattonalitätengrup-pe werde. Dieser unserer Bemühung sind wir niemals untreu geworden. Wir hätten an der Verwirklichung dieses Ideals weiter gearbeitet, wenn nicht diese schweren Augenblicke eingetreten wären. In der Entwicklung der Ereignisse trat ein Umsturz ein, als uns die Verbündeten fn einem Augenblick, da wir berechtigt auf sie rechneten, nicht hel- fen konnten. Wir hoffen jedoch zumindest, daß unser Opfer nicht vergebens war. Wir haben Europa und den Weltfrieden gerettet. Wir haben dies getan, weil wir das Herz Europas sind, wdches weiter schlagen wird. Wir hoffen auf den Augenblick, in dem das Erbe unserer Vorfahren neuerdings in Ehre und Schön heit erstehen wird. Das Herz Europas hat zu schlagen nicht aufgehört.« Prag, 23. Sept. Als die großen Men-schenmassen, die in den gestrigen Abend stunden in den Straßen Prags zusammengeströmt waren, verfuhren, daß die Regierung auf viermaligen Druck Englands und Frankreichs den Londoner Vorschlag annehmen mußte, wonach Gebiete mit mehr als 50 Prozent Deutschen an Deutschland abzutreten sind, kam es dn verschiedenen Punkten zu großen Ma nifestationen und Demonstrationen. In Prag beteiligten sich etwa hunderttausend Menschen an den Kundgebungen. Die Menge rief: »Wir wollen die Militärdiktatur, es lebe General Sirovyl« Aus der Menge vernahm man auch Protestrufe gegen den .Präsidenten Dr. BeneS, gegen Frankreich und England. Die Volksmenge durchbrach die Polizeikor-done und drang bis zur Burg vor. Wiederum hörte man »Nazdar!«Rufe auf General Sirovy und die Forderung nach der Militärdiktatur. Die Menge rief: »Lieber ehrenvoll sterben als diese Schande erleben!« Daraufhin trat General Sirovy und hinter ihm auch Präsident Dr. BeneS vor die Tausende der Manifestanten. Der General hielt eine kurze Ansprache, in der er für die Manifestationen dankte, die der Armee galten. General Sirovy erklärte: »In diesem schweren Augenblick brauchen wir vor allem Ruhe. Nur die Disziplin unseres ganzen Volkes kann uns helfen. Ihr kennt die Gründe nicht, die die Regierung genötigt haben, die Vorschläge anzunehmen. Auch ich liebe die Republik wie ihr alle, ich bin mir der Verantwortung bewußt. Vertrauet meinen Worten. Eine Diktatur könnte uns nicht helfen. Wir wollen und können die Nation nicht in den Selbstmord treiben!« Bei diesen Worten rief die Menge: »Besser der Selbstmord als die Schande. Gebt uns Waffen für den Kämpft« General Sirovy beruhigte die Menge weiter und rief: »Solche Manifestationen nützen nur Hitler.« Die Menge begann sich daraufhin allmählich zu zerstreuen, doch kam es an verschiedenen Orten zu neuerlichen Kund gebungen. Unablässig demonstrierte die Menge gegen die Regierung, gegen den Prager Bürgermeister und gegen Frankreich und England. Man hörte die Rufe: »Ihr habt uns schändlich verkauft!« Dann wieder: »Unsere Freunde behandeln uns wie ihre größten Feinde! Nieder mit den Verrätern! Schande für Frankreich!« Ueber ähnliche Kundgebungen wird auch aus anderen Städten berichtet. Die Demonstranten begnügten sielt dort mit Manifestationen für die Ar-nKC und Demonstrationen gegen den Prä sidentcn der Repbulik und gegen Frankreich. In Prag gibt es sicherlich keinen Menschen, den es in seiner Wohnung halten würde. Vor den riesigen Menschenmas-sen spricht ein Redner nach dem anderen. Zu Unruhen und Verhaftungen ist es noch nirgends gekommen. Tramway und Autobusse stehen still. Die Kaufläden sind meist geschlossen. Die Aemter und Fabriken sind leer. Ueberall hört man den Namen Sirovy, Worte der Mißbilligung gegen Frankreich und England. Ueberall vernimmt man auch kräftige re volutionäre Parolen. In der Provinz entrollt sich das gleiche Bild. Zu ernstlichen Zusammenstößen ist es nirgends gekommen. :2Iudfprad^r £Danil^-lain—Wr <5<|>tDfrt0irgrn&r fn <$o5eI5 Uhr startete die Maschine j^ftr fonftrfmn (SDombrrlafii unO l^ttltr Hotel »Dresden« in Godesberg am Rhein, wo sich die beUen Staatsmänner zum zweiten Male tnpflen mit dem Premier und seinen Begleitern. Köln, 23. Sept. Um 12.30 Uhr traf gestern Premierminister Chamber-1 a i n auf äen hiesigen Flugplatz ein. Um den Flughafen versammelte sich eine große Menschenmenge, die dem Premier einen manifestativen Empfang bereitete. Zur Begrüßung Chamberlalns hatten sich Reichsaußenminister v. Ribbentrop, der Berliner englische Botschafter Sir Neville H e n d e r s 0 n, der Chef des Protokolls Graf Dernburg und der Kölner Generalkonsul Englands eingefunden. Chamberlain und seine Begleiter fuhren in Kraftwagen nach Petershof. Um 15.45 Uhr begab sich Chamberlain im Kraftwagen nach Godesberg, -wo er vor dem Hotel »Dresden« bereits vom Reichskanzler Hitler erwartet wurde. Die beiden Staatsmänner zogen sich gleich darauf in die reservierten Salons des ersten Stockwerks zurück, wo die Aussprache lediglich in Anwesenheit des Dolmetschers Dr. Schmitt vor sich ging. Die Konferenz dau erte bis 19.15, worauf Premieriminlster Chamberlain nach dem Petershof zurückkehrte. In dem Hotel trat Chamberlain sofort mit London und Paris in telephonische Verbindung. Die Konferenz ist heute vormittags fortgesetzt worden. ononmlMrftininiluno in Stuöapdt Budapest, 23. Septt. Die ungarischen nationalen Vereinigungen vcranstal teten gestern in Budapest eine Massenkundgebung, an der 250.000 Menschen teilnahmen. Die Reden drehten sich um die Forderungen der ungarischen Minder heiten in der Tschechostowakei. Der Feld bischof Msg. Zadravecz forderte in seiner Rede das Selbstbestimmungsrecht für alle Minderheiten in der CSR. Nach der Massenkundgebung manifestier ten die Jugendverbände vor der italienischen und deutschen Gesandtschaft. L o n o n, 23, Sept. Der >D a i l y Telegraph« meldet auf Grund von Informationen aus Godesberg, daß für den Fall, daß die tschechoslowakische Regierung Deutschland nicht entgegenkomme und sich in Prag und der Provinz revolutionäre Umtriebe bemerkbar machen sollten, die deutschen Truppen sofort die Grenzen Überschreiten und eine Aktion entfalten würden, die sich nicht nur auf die sudetendeutschen Gebiete erstrecken würde. Gleichzeitig mit dem Einmarsch der Deutschen «würden auch die Polen ins Teschener Gebiet und die Ungarn in die Slowakei einrücken. Budapest, 23. Sept. (Avala.) Reu tcr berichtet: Der hiesige ungarische C sandte überreichte gestern dem Außenminister Dr. K r o f t a eine Note, in der für die ungarische Minderheit in 6SR die gleiche Lösung gefordert M^isd wie für die Sodetendeutschen, Sinne In der OcMtniisport-Tiiche. Um den häufigen Verisrecher-Ueberfäl* len auf BankangestelHe einen Riegel vor-zusdiieben, ist jetzt in Australien eine neue »überfallssichere« Aktentasche konstruiert worden. Die Tasche ist in ihrem Innern mit einer durch eine StahMcassette geschirtzte Sirenen-Anlage ausgerüstet. Der Bankangestellte, der mit dieser Tasche unterwegs ist, muß mit einem Finger ständig auf einen geheimen Hebelknopf drücken. Läßt er ihn los, so ertönt ein durchdringendes Sirenengeheul, das erst wieder abgestellt werden kann, wenn man die Kasette aufschlieBSchu8ter, bleib bei deinen Leisten!« Dies dürfte wohl das älteste aller geflügelten Worte sein, denn es wurde um 300 V. Chr. geboren. Es stammt von Ap-peles, dem Hofmaler Alexanders des Gro Ben, der die Manie hatte, seine Gemälde öffentlich so auszustellen, daß er dahinter versteckt, sehr wohl und deutlich die Urteile der Passanten zu hören vermochte. Und da kam eines Tages auch ein Schubmacher vorbei, der an dem gerade aingestellten Bild bemängelte, daß die Stiefelchen der gemalten Schönen doch nicht ganz fachgemäß gemalt seien. Die Umstehenden pflichteten ihm bei, und der biedere Schuhmacher gab sich nun, vor Stolz gebiaht, als Kunstkenner. Er DAHiH ISTfÜR DEN ^GUimSOiUHAMMmNMK JpeCIAL'ABSATZ MLMA HON K AV kritisierte weiter, bemängelte die Anato- chen des Gutsbesitzers Grafen Vinzenz mie des Frauenbeines. Und da trat Appc- Nemes aus Abadszalok, das mit seiner les, der das Fachurteil über das Stiefel- Erzieherin in Szepesmindszent zu Gaste chen ruhig ertragen hatte, hinter seinem Bild hervor und schrie wütend: >Schweig Schuster! bleib bei deinen Leisten!« »Ruhe ist die erste Bürgerpflicht« Dieses Wort stammt aus der Zeit der Napoleonischen Kriege. Sein Autor ist Graf Friedrich Wilhelm von der Schulenburg, der zur Regierungszeit Friedrich Wilhelms III. Gouverneur von Beriin war. Am 18. Oktober 1806 gab er den Beril-nem die Niederlagen von Jena und Auer-städt durch öffentliche Plakate bekannt u. schloß seinen Aufruf mit jenen längst zum geflügelten Wort gewordenen kategorischen Imperativ. ISaralgtffer fdDIa(ütrt efn SiDölffäDrIgrd 9liad(|)en GRASSLICHES DRAMA IN VINKOVCL — DER TÄTER SICH SELBST GERICHTET. VInkovci, 23. Sept. Gestern gegen 6 Uhr abends ereignete sich Inmitten von Vinkovci ein Drama, wie es in den An-nalen der Kriminalistik wohl einzig dastehen dürfte. Der 28jährige paralytische Hilfsarbeiter Josef P S e n i c a, der einer erblich schwer belasteten Familie entstammt — zwei Brüder begingen Selbstmord, ebenso die Schwester und der Vater — wartete mit einem großen Küchenmesser eine Gruppe von'Realschülerinnen ab und stürzte sich mit den Worten: »Du bist schuld an meiner Liebe!« auf die 12-jährige Brigitta 0 r e § k 0 v i (5, die er vor den schreckgelähmten Mittelschülerinnen durch acht furchtbar geführte Stiche buch stäblich abschlachtete. Der Täter stieß sich sodann das Messer ins Herz und war auf der Stelle tot. Die furchtbare Tragödie des unschuldigen Mädchens hat in der ganzen Stadt tiefste Anteilnahme ausgelöst. ®oin Sefui)) 9Ruffolini< an 6tr GlaaMgrmse ■ j 4 , I Unser Bild zeigt dad italienischen Ministerpräsidenten Benito Mussolfaii bei seiner Ansprache anf jugoatawiNhem Boden. I m Vordergrunde die Fahne deili0e <$enotiet)a tvQcüe.. Französische Bittprozessionen zur Schutz helligen von Paris. Diu Schutzheilige von Paris ist die H!. Genoveva. Sie wurde im Jahre 422 als Kind einer armen Familie in der Nähe von Paris geboren und hat bereits als 15jährige in Paris, d. h. in der damaligen kleinen Stadtsiedlung den No.i-nenschleier genommen. Die Heilige wurde noch besonders dadurch berühmt, daß sie im Jahre 451 die Invasion der Hunnen voraussagte und bei der Belagerung von Paris die Brotvorräte in wunderbarer Weise vermehrt haben soll. Jedenfalls ist sie wohl eine der belielitesten und volkstümlichsten Heiligen Frankreichs. Der künstlerisch wertvolle Sarkophag der Heiligen steht in dem kleinen malerischen uralten Kirchlein »Saint l^tiennc au Mont«, auf jenem Berge, der nach der Hl. Genoveva benannt ist, mitten im eigentlichen Herzen des dunklen, winkligen Quartier Latin von Paris. Unil ini nahen Pantheon, der Ruhmesstätte Frank reichs. in dem gleichen alten Universitäts-vierlcl gelegen, bewundert man an den Wänden die berühmten edelschonen Fresken des großen A'lalers Puvis de Chavannes, die das Leben der Heiligen schildern. Eine dieser in sanften Farben und strengen Formen gehaltenen Fresken ist besonders eindrucksvoll: man sieht Genoveva im strengen faltigen Nonnengewand aus ihrer hochgelegenen Klause hervortreten und als Wächterin und Schutzpatronin der Stadt das nächtlich schlafende alte Paris unter dem Sternenhimmel blicken. Seit vier Jahren hatte keine feierliche Bittprozession für die Schutzheilige mehr stattgefunden. Jetzt, in diesen kritischen Septembertagen, strömt alles zu dem heiligen Bergkirchlein hin. Zahllos flackerten die Wachskerzen wie unruhig bewegte Seelen rings um den Sarkophag in der engen Kirche und die inbrünstigen Verse erschollen: »Wache, wache über deiner Stadt. Bitte, bitte für deine Stadt!* Die Reliquien der Heiligen wurden zu Ehren dieser Feier für eine ganze Woche vor der gläubigen Menge ausgestellt. Sie soll Zuversicht und Vertrauen durch die Heilige für ihre angstvoll beurnuhigten Herzen erhalten, wie in der Ansprache des zelebrierenden Geistlichen hervorgehoben wurde. Die sanfte Heilige, deren rührend sclunächtigc Gestalt als kleines betendes !]*luOolf :B)arrm-£ippitt Sreilag. (en 23. erptcmdrr lange gesuchten Verbrechers erregte über all größtes Aufsehen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf uns die Nachricht vom Hinscheiden unseres allseits bekannten und hochgeschätzten Rudolf Warren-Llp-p i t. Eingeweihten war es allerdings bereits bekannt, daß der allverehrte Pferde fachniann und Rennfahrer Warren-Lippit dem Ende entgegenging. Er starb an den Folgen eines schweren Magenleidens. Mit Rudolf Warren-Lippit ist ein bedeutender Sportsmann und Pferdeliebhaber, ein vornehmer Mensch und stolzer Charakter aus dem Leben geschieden. Es ist kaum zu fassen, daß uns diese Gestalt nicht mehr begegnen soll. Mit ihm verliert der jugoslawische Trabrennsport »•tnen seiner besten Vertreter. Durch seinen Heimgang ist aber auch die jugoslawische Pferdezucht aufs schwerste getrof Jen worden. Warren-Lippit war nicht nur ein ausgezeichneter Pferdekenner, sondern auch ein namhafter, weithin geschätzter Pferdezüchter. Diese Beschäftigung war ihm nicht nur Sport, sondern Liebhaberei im schönsten Sinn, Er war auch den bäuerlichen Pferdezücfitern in Slowenien ein stets liebenswürdiger Freund und Ratgeber gewesen, sie sahen in ihm ihren Führer und folgten ihm bedingungslos. Rudiilf Warren-Lippit war seit dem jähre 1885 als Pferdezüchtler und Tral^ rennsportler tätig gewesen, sein Gestüt bekam bald internationalen Ruf. Als Rennfahrer, namentlich aber als Zweispänner-Herrenfahrer hat sich Herr von Lippitt viele Auszeichnungen geholt. Als nach dem Umsturz cjer jugoslawische Trabrennsport nach einem Leiter riet hat Herr von Lippitt keinen Augenblick gezögert, dieses schwere Amt auf sich zu nehmen. So wurde der Verewigte Pr3f.' dent der neugegründeten Trabrennzentra le Jugoslawiens. In weiser Voraussicht knüpfte er unablässigBeziehungen zu den Nachbarländern an, um so der jugoslawischen Zucht auch im ausländischen Trabrennsport Eingang zu verschaffen. Das war Herrn von Lippit auch gelungen. Ein Mann vom alten Schlag, vom wirl lieh guten alten Schlag ist mit Rudolf Warren-Lippitt dahingegangen. Ein guter Mensch, ein aufrechter, charaktervoller ^^ann, der viele Jahre hindurch auch im Wiener Trabrennverein beispielgebend wirkte, ist aus seinem arbeitsfrohen Schaffen gerissen worden. Sein Wirken ist in die Geschichte des jugoslawischen Trabrennsports und der jit goslawischen Pferdezucht unauslöschlich eingegraben. Wir werden ihn schwer ver missen.. Wir alle wollen nun dafür sorgen, daß sein Geist nicht sterbe, wenn wir auch in tiefer Tra oier seinen Leib bestatten. Franz König. oefa^ DRAMATI6CHE FESTNAHME DES R/iUBER KÖDER IN UNTERKRAIN. — VOR DER AUFKLARUNG ZAHLREICHER VERBRECHEN. Wie bereits gestern kurz berichtet, v.iirdc Mittwoch der berüchtigte Einbrecher und Räuber Josef Köder, der eine Unzahl von Missetaten in der Umgebung von Maribor begangen hatte, in Unter-krain gefaßt und hinter Schloß und Riege! gebracht. Damit wurde auch das Haupt der Verbrecherbande, das sich meh rerc Monate den Nachstellungen der Polizei und Gendarmerie zu entziehen verstanden hatte, unschädlich gemacht. Die Bevölkerung unserer Gegend atmete auf diese Nachricht hin erleichtert auf und traut sich wieder sorgenlos schlafen. Die Festnahme Köders gestaltete sich sehr dramatisch. Verschiedene Anzeichen sprachen dafür, daß dem Burschen in der Umgebung von Maribor, wo er sein Wesen getrieben hatte, der Boden zu heiß geworden war und daß er sich nach Un-terkrain geschlagen haben dürfte. Tatsächlich ereigneten sich in den letzten Wochen dort zahlreiche Einbrüche und Diebstähle, wobei der Täter außerordentlich keck vorging. Auch dies sprach dafür, daß sich Köder dort aufhalten dürfte. Deshalb wurde die Wachsamkeit der Gendarmerie verdoppelt, besonders da ja auf seinen Kopf eine Ergreifungsprämie von 3000 Dinar ausgeschrieben war. Vor einigen Tagen wurde in den-Pfarrhof in Catez in Unterkrain eingebrochen, doch wurde der Täter, der von einigen r^ersonen gesehen werden konnte, verscheucht und verschwand in der Nacht. Aus Primskovo traf Dienstag die Meldung ein, daß sich dort ein verdächtiger Mann Hirtonmädchcn wir auf den schönen Frtsken von Puvis de Chavannes abgebildet sehen, soll Paris und Frankreich uriVLTsehrt durch die Wogen der schwer-bevvo;.Meri Zeit steuern — wie jenes 1 Scliiffchen«, das Stadtwappen von Pari... das man von heftigen Wellen uni-spü'i Sicht. Es trägt die lateinische Unter-s-^'h-ift •>Fluctuant ncc nicrgitur« (Mögen d'L \Vo;!:i'n fiitcn, wenn es nur nicht umhertreibe, dessen Signalement genau auf Köder passe. Sofort wurde von ät. Vid eine Gendarmeriepatrouille dorthin entsandt, die das Haus, in das der Verdächtige geflüchtet war, umstellte. Köder — denn er war es tatsächlich — eröffnete, als er sich in der Mausefalle sah, sofort ein heftiges Feuer gegen die Gendarmerie, glücklicherweise jedoch ohne zu treffen. Da es bekannt war, daß sich der Bursche, wenn er keinen Ausweg mehr sehen würde, selbst richten würde, mußte die Gendarmerie raöch handeln. Sie drang trotz des Kugelregens mutig Ins Haus ein und stürzte sich auf Köder. Dieser riß sich jedoch los und drückte die Militärpistole gegen seine Schläfe ab, doch ging die Waffe nicht los. Ehe er ein zweitesmal abdrücken konnte, wurde er zu Boden gerissen, entwaffnet und gefesselt. Der Räuberhauptmann war unschädlich gemacht. Köder ergab sich resigniert in sein Schicksal und folgte willig der Patrouille, die ihn nach St. Vid brachte, wo er einem eingehenden Verhör unterzogen wurde. Er gab sofort zu, der Langgesuchte zu sein, sodaß bezüglich seiner Person kein Zweifel mehr obwalten kann. Köder wird in den nächsten Tagen nach Maribor gebracht und hier weiter einvernommen werden. Jetzt erst wird es möglich sein, eine Reihe von noch nicht oder nicht genug aufgeklärten Verbrechen, die in den letzten Monaten in der Umgebung von Maribor begangen worden sind, klarzulegen. Vor allem handelt es sich um die Tötung des Besitzers Aäko in Kal§e bei Polskava, der nach den Angaben des zweiten Hauptes der Bande, Melhior Pin-tariS, von Köder crschossen worden sein soll. Die Konfrontierung zwischen den bei den Burschen wird sicherlich die Wahrheit an den Tag bringen. Köder wurde heute mit dem Personenzug um 11.45 Uhr unter starker Kskorte nach Maribor gebracht und dem hiesigen Gendarm ••"■''i'iMr.i'nlo cü.-Die Eskortierung des bciiU'lniiii'Mi und 100.000 iDinor SranöfiOaöm In der Nacht zum Donnerstag gegen 1 Uhr früh kam in dem isoliert stehenden Anwesen des Fabrikanten Johann Hofbauer in Vitanjevas ein Feuer zum Ausbruch, welches alle Objekte mit Ausnahme einer kleinen Mühle einäscherte. Auch das Wohnhaus fiel dem Brand zum Opfer. Das Vieh und die Schweine konnten noch rechtzeitig gerettet werden. Auch einige Hausgeräte, konnten den Flammen entrissen werden, während alles übrige dem Feuer zum Opfer fiel. Der Besitzer, ein in den letzten Jahren wiederholt von Schicksalsschlägen heimgesuchter Mann, erlitt durch den Brand einen Gesamtschaden' von üb. 100.000 Di nar, der jedoch zum Teil durch Versicher ung gedeckt erscheint. Die Feuerwehr von Vitanje war bis zum Tagesanbruch bestrebt, das Feuer einzudämmen. m. Evangtlischct. Kommenden Sonn* tag, den 25. d. wird der Gemeindegottesdienst entfallen. Am selben Tage findet die ordentliche Jahreshauptversammlung des Deutsch-Evangelischen Seniorates u. des Gustav Adolf-Zweigvereines für das Draubanat in Marenberg statt. \ m. Betimit Euch rcchtzeitigri in Kürze beginnt die 37. Spielrunde. der Staatsklassenlotterie, für die wieder kleine und große' Treffer im Gesamtbetrage von nicht weniger als rund 65 Millionen Dinar ausgesetzt sind. Das Interesse- ist auch diesmal sehr rege und es empfiehlt sich daher, schon jetzt an den Erwert) der Klassenlose zu denken. Die heilen Klassenlose liegen in unserer bestelnge-führten' Hauptkollektur und Qlückstetle B e z j a k, Maribor, Qosposka ullca 25, Tel. 20-97, in größter Auswahl auf. Alle Spielinteressenten tun also gut, wenn sie sich ' unverzüglich an, diä genannte Hauptkollektur der Klassenlötterie wenden, die gerade bei den letzten Spielrunden von einem ganz besonderen Spiel-glUck begünstigt war! m. Aus dem VereJn der Staats- und autofiomen PenskMilsten. Aus unvorherge sehenen Gründen mußte die für ^nntag, den 25. d. anberaumte außerordentlfche Vereinversammlung auf Sonntag, den. 9. Oktober 1938 am gleichen Ort, zur gleichen' Stunde und nllt der^lben Tagesord nung verlegt' werden, woratif die Mit-gUeder aufmerksam gemacht werden... £aii5H(De MiUentraoCOle VATER SCHIESST AUF DEN IHN BEDRÄNGENDEN SOHN In OgljenSÖak bei Polskava spielte sich vorgestern zwischen Vater und Sohn ein blutiges Drama ab. Nur einem glücklichen Zufall ist es zuzuschreiben, daß die Tragödie nicht ein Menschenleben gefordert hat. Zwischen dem 56jährigen Keuschler Josef T e r g 1 a v e n i k und seinem 32jährigen Sohn Franz herrschte wegen der Eigensinnigkeit und Unfolgsamkeit des Burschen schon mehrere Jahre ein sehr gespanntes Verhältnis. Der Sohn war gewalttätig und widersetzte sich bei jeder Gelegenheit dem Vater. Unlängst wurde er vvegen verschiedener Delikte zu einer mehrmonatigen Arreststr^fe verurteilt, die gerade Montag zu Ende war. Vor einigen Wochen kam der Vater zur Gendarmerie und erzählte, er fürchte den Sohn, der jetzt wieder heimkehren werde jmd er bange sogar für sein Leben. Montag kehrte nun der Sohn aus dem Arrest heim und bald gerieten die beldtn aneinander. Der Sohn .er^hitzte sich derart, daß er das Messer zog und sich auf den Vater stürzte. Dieser flüchtete aufs Feld, vom Sohn noch Immer bedrängt. Plötzlich wandte er sich um und gab auf den Verfolger drei Schüsse ab, wobei eine Kugel den Sohn in die Unke Schulter traL Die Wunde ist glücklicherweise nicht gefährlich, so daß der Getroffene nicht ins Krankenhaus gebracht zu werden brauchte. . . ., , Vater und Sohn wurden festgenommen und dem Gericht in Slovenska Bistrica eingeliefert. Der alte Terglavtnlk erklärte, er habe keinen anderen Ausweg gesehen, um sich vor dem ihm mit dem Messer zusetzenden Sohn zu retten, als ihn niederzustrecken. m. Trauungen. In den letzten Tagen wurden getraut: Johann Nemec, Besitzer, mit Frl. Anialia KovaCiö, Anton Horvat, Besitzer, mit Frl. Katharina Riinar; Jakob Sme, Schmied, mit Frl. Marie Art-nik; Johann Saksida, Weber, mit Frl. Amalie Hainz; Anton Rebernak, Chauffeur, mit Frl. Agnes CcrnaC; Franz Pie-berl, Tischler, mit Frl. Marie Fischer; Vladko Mohoriö, Organist, mit Frl. Marie Lamut; Thomas Kreslin, Fleischauer, mit Frl. Mathilde Kosi; Josef Pak mit Frl. Rosalie Puchmeister; Max Cizek, We bcr, mit Frl. Sophie FilipiC; Franz Kop-Se, Weber, mit Frl. Josefine Viher; Anton Sovinek mit Frl. Justine Pukmeister; Franz Hagcndorfer mit Frl. Marie Adam und Karl Ledinek mit Frl. Johanna Aj-diC. Bei veralteten Verstopfungen mit Hämorrhoiden und Leberanschwetlung' ist das natürliche »Franz-Josef «-Bitterwasser, schon in kleinen Mengen genommen, eine wahre Wohltat. Die mild auflösende und sicher ableitende Wirkung des Franz-Josef-Wassers versagt auch bei längerem Gebrauch fast niemals. — Reg. S. br. 30.474/35. ni. Qerüsteiflsturz. Bei einem Neubau in der Kejzarjeva ulica in Melje stürzte gestern nachmittags das Baugerüst ein. Hiebei stürzten vier auf dem Gerüst arbeitende Personen sieben Meter tief ab. Der Arbeiter Alois Ekart erlitt eine arge Verletzung am Arm und innere Verletzungen, während die übrigen drei mit einem blauen Auge davonkamen. Rigolfs, akrobatische Sensation, Ve-iika kavarna. 0503 m. Fleischhauerfachkurs. Das Gewerbe förderungsreferat organisiert in Maribor im "Rahmen der Gewerbeförderungsanstalt der Handels-, Gewerbe- und Industriekammer einen Fachkurs für Fleisch-hauer- und Fleischselchergehilfen aus der Stadt und Umgebung. Die Kursdauer ist auf mindestens 12 Stunden vorgesehen. Die Vorträge werden an einer Tageszeit abgehalten werden, die sich für die Teilnehmer als die günstigste erweist. Anmeldungen während der Vormittagsstunden beim Genossenschaft^inspektorat auf der Bezirkshauptmannschaft, woselbst auch weitere Aufklärungen erhältlich sind m. Gewerbliche Kurse. Im Gewerbeförderungsreferat der Biezirkshauptmann-schaft Maribor werden während . der Amtsstunden Anmeldungen zur Teilnahme am Buchführungskurse, Holzzeichnungskurse für Tischler und Fachrechnungskurse entgegengenommen. m. Jugoslawische Aerzte in Frankreich. Vom 13. bis 16. Oktober veranstaltet dor Jugoslawisch-französische Aerzteverein in Paris medizinische Tage, wobei auch unsere Aerzte Fachvorträge halten werden. Bisher meldeten schon gegen hundert jugoslawische Mediziner ihre Teilnahme an. m. In Ljubljana verschied der Posu.. spektor i. R. Karl D o b r § e k. In Hrast-nik starb die Bahnbeamtin Frau Maria Zabkar aus Maribor. R. i. p.l m. Freie Aerztestellen. Am Kranken-kaus in Murska Sobota sind zwei Aerzte stellen {Beamtenpraktikanten) zu besetzen. Die Gesuche sind bis 2. Oktober an die Banatsverwaltung zu richten. m. Filmwirken eines Jugoslawen aus Berlin. Demnächst wird in Berlin der Bluttat na(8 öttn OllatofAfilen BURSCHENSCHLACHT BEI SV. JAKOB. — EIN TOTER UND EIN SCHWER- vERiemn. Film »Menschen ohne Maske« gedreht werden. Die Einladung zur Mitwirkung erhielt auch der jugoslawische Operetten und Konzertsänger Slavko Luk-m a n, der u. a. auch in Maribor mehrmals aufgetreten war. m. Die Telephonverzelchnlsee für das Oraubatiat, die von der Postverwaltung herausgegeben worden sind und die 10 Dinar pro StUck kosten, werden in verschiedenen Orten von einem Unbekannten» der sich fälschlicherweise als Postorgan herausgibt, zu 25 Dinar verkauft. Vor dem Ankauf solcher Verzeichnisse, auf denen der Originalpreis mit Stampiglie Überdruck ist, wird gewarnt. m. Der Ausflüglerzug Gel je—Dravo-grad verkehrt auch kommenden Sonntag, den 25. d. Der Zug fährt um 4.37 von Celje und um 19.12 Uhr von Dravo-grad ab. m.' [Nc Metallgewerbcvercinigung hielt gestern abends im Hotel »Novi svet« eine Versammlung ab, in der insbesondere gegen das überhandnehmende Pfuscherwesen energisch Stellung genon:-jnen wurde, ^s wurde festgestellt, daß gewerbliche Arbeiten ni<;ht in den Wirkungskreise der, Stadtgemeinde bzw. der Stadtbc.triebe fallen. Das Metallgewcrbe uehnde sich in ein^r schweren Lage, fu Bälde werde eine Verordnung zur Bekämpfung des Pfusch^rwesens erscheinen, wonach im Betretungsfalle schwere Strafen verhängt sowie die Ware und das Werkzeug b«$chlagnabmt werden. m. Heu in Flammcii« In der Betnavska cesta, am ehemaligen Rosenberg Besitz, geriet gestern nachmittags ein dem Bäk-kermeister Feiertag gehörender Heuhaufen in Brand. Die herbeigeeilte Feuerwehr löschte bald den Brand. Der Schaden beläuft sich auf etwas mehr als 300 Dinar. m. StrofiMiaterbrcichung. Die Strombelieferung fijr das Stadtgebiet sowie für die Umgebungsgemeinden wird am Sonntag, den 25. d. zwischen 6 und 8 Uhr mor gens unterbrochen. m. Unfälle. Der 31jährige Winzer Matthlas Schweizer aus Sv. Marjeta a. d. Pes. kam mit der-rechten Hand zwischen die Walzen einer ObstmUlite, wobei er schwe re Riß- und Quetscfiwunden erlitt. Dem 25jahfigen Weinf^rtenhUter Johann Muster in Koäakl explodierte der Lauf des Jagdgewehres, wob(?l ihm der Daumen der rechten Hand buchstäblich weggerissen wurde. Der 21jährigc Fleischhauer Fr. Galun aus KrCevina fügte sich bei der Arbeit eine Verletzung an der linken Hand bei, zu der'sich eine Blutvergiftung gesellte. Alle wurden ins Krankenhaus nach Maribor Uberführt. m. Sondemig .mich Tricst. Sonntag, den 16. Oktober wird ein Sonderzug ab Ljubljana nach Triest abgefertigt. Fahrpreis samt Visum 78 Dinar. Näheres in allen Geschäftsstellen des »Putnik«. ni. Eröffnung der intemationaleii Pho-toausstellung« Die große internationale Photoausstellung, die der Mariborer Pho-toklub im Union-Saal in der Zeit vom 24. d. bis 3. Oktober veranstaltet, wird morgen, Samstag; pm i 1 Uhr feierlich eröffnet werden. Alle Freunde des schönen Lichtbildes sih'^ |iprzlichst eingeladen. p..Messerhelden. Der 19jahrige Keusch terssöhn Aiiton 2ma\^c aus Hvaletinci wurde am Hefmw^g von bisher unbekann tcn Burschen angehalten und grundlos durch einen Mc,sser,stich an der linken Hand verletzt,' ' Außerdem erlitt er am i^anzcn Körper ,Hicbvcrlctzungen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden p. Ein frecher Diebstahl. Am alten Militärfriedhof in Strni§ce bei Sv. Lovrenc am Draufeld wurde auf der dortigen Kirche eine altertüniüche Glocke im Werte von ca. 2500 Dinar durch einen noch un-bcleschäfügten Brotausträger Franz Z e m I j 1 Franz V o -grin und Max Zadravec begaben sich gestern nach Feierabend mit ihren traditionellen Maisschälenrdgo rdg rdgm Fahrrädern nach Sv. Jakob, um dort beim traditionellen Maisschälen mitzuhelfen. Die Arbeit war etwa um 11 Uhr beendigt, worauf die genannten Burschen — vom betreffenden Besitzer zu einem Imbiß u. Tropfen eingeladen — sich mit Musik u. Tanz auf der Dreschtenne einen gOtli-chen Abend machten. Bald nach Mitternacht bemerkten Vogrin und Zeml|i£, daS Zadravec plötzlich verschwand. Da er nicht mehr zum Vorschein kam, entschloß man sich, Nachschau nach seinem Verbleib zu halten. Kauhi waren jedoch Vogrin und ZemljiC ins Freie getreten, stürzten sich einige im Dunkel stehende Bur- ihn in der Hüftengegend des rechten Fus ses getroffen habe. Der Fall wird nun durch die Gendarmerie untersucht. p. 50 Jahre OaatwhtevefClnigung in Ptuj. Vor einigen Tagen wurde anläßlich des 50jährigen Bestandes der Gastwirtegenossenschaft auch die neueingerichtete Genossenschaftskanzlei für das Gastgewerbefach feierlich eröffnet. Bei dieser Gelegenheit wurde beschlossen, daß dem nächst für die Lehrlinge des Gastgewerbes ein Servierkurs ins Leben gerufen werden soll, dessen Dauer auf zwei Monate festgesetzt wurde. An diesem Kurse können sich auch Töchter sowie Söhne der Mitglieder beteiligen und wurde bereits mit den Vorarbeiten begonnen. p. Vieh- und ScHwetnemarkt in Ptuj. Auf den Viehmarkt vom 20. d. wurden aufgetrieben 47 Ochsen, 209 Kühe, 7 Stie re, 25 Jungochsen, 78 Kälber, 3 Kalbinnen, 89 Pferde und 5 Fohlen, zusammen 463 StUck, wovon 186 Stück abgesetzt wurden. Es kosteten Ochsen 4 bis 4.50, Kühe 2.50 bis 4, Stiere 3.50 bis 4.25, Jungpchsen 3.75 bis 4, Kälber 4 bis 4.75, Kalbinnen 6.50 Dinar pro Kilogramm. Pferde 350 bis 4500, Fohlen 1200 bis 2400 Dinar pro Stück. Davon wurden 4 Pferde ins Deutsche Reich verkauft. Der tagsdarauf stattgefundene Schweinemarkt verzeichnete eine Zufuhr von 319 Stück, wovon 81 Stück verkauft wurden. 6 bis 12 Wochen alte Jungschweine kosteten 90 bis 145, Dinar pro Stück, Schweine 7 bis 7J50, Speckschweinc 8 bis 8.25, Zuchtschweine 6.50 bis 7 Dinar pro Kilogramm. sehen mit Messern und Knüppeln auf die Ahnungslosen. Während Vogrin mit einem Schlag auf den Kopf niedergemacht wurde, versetzte einer der Burschen Zemlji£ einen Stich in die Halsgegend. Der Stich der gleichzeitig Schnittwirkung hatte, war so furchtbar, daß dem Bedauernswerten der Hals buchstäblich aufgerissen wurde. ZemljiC brach blutüberströmt zusam-* men und verschied wenige Minuten darauf an den Folgen der gräßlichen Verletzung. Die vertierten Burschen hatten noch nicht genug, sondern stürzten sich auf den am Boden liegenden Vogrin und fügten ihm mit Messern gegen zwanzig Stiche bei. Erst als die Hausbewohner herbeigerannt waren, ließen sie von ihren Opfern ab und verschwanden im Dunkel der Nacht. Man verständigte sofort die Ma-ritjorer Rettungsabteilung, die Vogrin ins Krankenhaus Uberführte. Vogrin schwebt im Krankenhaus zwischen Tod und Leben. Zemljie, der kaum 17 Jahre zählte, wurde In die Totenkammer in Sv. Jakob überführt, wo er auch beerdigt werden wird. Die Leiche wird noch heute ge-richtsärzüich obduziert werden. Miste-riös ist hiebei das Verschwinden des Zadravec, von dem zur Stunde jegliche Spur fehlt. Der barbarische Vorfall hat unter der bftuerlichen Bevölkerung Abscheu und An teilnähme mit den Opfern ausgelöst. berdies liefert SK Celje gegen »Athletik« immer seine besten Spiele. Der Bessere soll, der Glücklichere wird vielleicht gewinnen. Wie der Ausgang auch sein wird, wir hoffen, über einen hingebungsvollen, aber auch ritterlichen Kampf berichten zu können. Beide Mann-schahen werden das Bestreben haben, durch faire Mittel zum Sieg zu gelangen. Das Publikum möge sie in diesem Vorhaben unterstützen, indem es sich von Schreien und Wortbildungen blutrünstiger Ekstase fernhält. c. Pferidereimea nächst Celje. Die Sanntaler Ortsgruppen des Vereines der Bauern burschen und -Mädchen werden am 16. Oktober in der Nähe Celjes große Pferderennen veranstalten, und zwar für Vollblut-, leichte und schwere Pferde. Anmeldungen sind bis zum 1. Oktober an die Ortsgruppe Vojnik des Vereines der Bauemfburschen und -Mädchen (DruStvo kmeäkih fantov in deklet v Vojniku) zu richten. Gleichzeitig ist auch anzugeben, welcher Art das Pferd ist, mit welchem man sich zu beteiligen wiinscht. Es finden auch ein- und zweispännige Rennen statt. Anmeldegebühr 50 Dinar. c. Zur großen Tombohi fai Kranj, bei der, wie bekannt, ein moderner Personenkraftwagen zu gewinnen ist, fährt von Celje aus ein Sonderkraftsteilwagen. Die Tombola in Kranj findet am 2. Oktober statt. Abfa-hrt vom hiesigen Bahnhofplatz zur Mittagszeit. Rückfahrt um 21 Uhr. — Anmeldungen sind in der Zweigstelle des »Slovenec« in Celje abzugeben. c. Vortrag. Die Stadthauptmannschaft gibt bekannt, daß am 27. September mit Beginn um 20 Uhr in der Tunhalle der ehe maligen Umgebungsvolksschule ein Vortrag Über Leibesübungen stattfindet, der allgemein zugänglich ist. UttrfUm Unloa-Tookfiio. Premiere des in Venedig preisgekrönten und anerkannt besten Lustspielschlagers »Der Mustergatte« mit Heinz RUhman, Häns Söhnker, Helli Finkenzeller, Werner Fütterer u. a. ni. Der lustigste Film des Jahres voll Musik, Temperament, Humor, übermütiger Stirn mung, ein ununterbrochener Wechsel der amüsantesten Szenen. Ein Film, der jedem zwei Stunden fröhlichster Entspannung bietet. — Nächstes Programm der neueste Tarzan-Film »Tarzan im Harem« — In Vorbereitung das größte Weltereignis, Sudermanns erfolgreiches Werk »Heimat« mit Zarah Leander, Paul Hör-biger und Leo Slezak. Burg-Tonkino. Die Erstaufführung des sensationellen Abenteuerfilms »Seehel-den« mit Tracy Spencer und Lionel Bar-rymore nach dem berühmten Roman von Rudyard Kipling. Ein Film von unerhörter Wucht und dramatischer Handlung. Es folgt das »Mutterlied«, der schönste Singfilm Benjamino Giglis Filmwerken mit Maria Cebotari, Michael Bohnen Peter Bosse. Bis zum 23. September versehen äk Mariahilf-Apothekc (Mag. Pharm. König) in der Aleksandrova cesta 1, TeL 21-79, und die St. Anton-Apotheke (Mag. Pharm. Albaneze) in der Frankopanova ulica 18. Tel. 27-01. den Nachtdienst. Stmstag, 24. September. LJabljanat 12 Schallpi. 18 Konzert. 18.40 Briefkasten. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Außenpolitik. 20.30 Bunter Abend. — Beograd, 17.45 Lieder. 19 Nachr., Natio-nalvortr. 20 Bunter Abend. 22 Nachr. — Prag I.f 15,20 Sketch. 18.20 Blasmusik. 19.20 Bunte Stunde. 20.35 »Der Korsar«. Operette von VojaCek. — Prag II., II Konzert. 19.30 Bunte Stunde. 20.15 Sze^ nen aus »Der Rosenkavalier«: von Rieh. Strauß. — Budapest, 19 Zigeunermusik. 20.15 Zarah Leander singt. — Beromnn» ster, 19.30 Ballettmusik. 19.55 Militär» konzert. 20.20 Bunter Abend. — Pari^ 1830 Schallpi. 20.30 Konzert. — Straß» borg, 18 Musik von Rimsky-Korsakow» 20.M Heitere Musik, —• Lon^, 18 Mi» litäilconzert. 20 Funkorgel. 20.30 Buntet Abend. — Rom, 19.30 Konzert. 21 Lust' spiel, — Mailand, 19.30 Konzert, 21 Oper% — Deutschlandsender, 18 Kammermusik« 19.15 Singspiel. 20.10 »Die lustige Wit» we«, Operette von Lehar. — Berlin, 1 Breslau, 18 Schallpi. 19 Hörspiel. 20.l(i Tanzmusik, — Leipiig, 18 Vortrag, Lieder. 20.10 Operette. — München, Vortrag. 19 Schallpi. 20 Bunter Abende — Wien, 12 Konzert. 14.10 Schallpi. Operettenmusik. 18 Lieder. 19 Marsch-mustk. 20.15 Bunter Abend. Büdiiudunt b. »Albert Lortzing« von Dr. Hermann Killer. Mit 20 Notenbeispielen und 16 Abbildungen. Akademische Verlagsgesell-schaft Athenaion, Potsdam. In der Samni lung der Lebens- und Schaffensbilder großer Meister »Unsterbliche Tonkunst« ist nun die neue Lortzing-Biographie erschienen. Der große Anreger und ErfOI-1er der deutschen Oper wird in fesselnder Darstellung gewürdigt. b. Die Woche. Die vorliegende Nummer 38 bringt einen aufschlußreichen Bericht über Alaska. 60.000 Einwohner, die sich zur Hälfte aus Weißen und zur Hälfte aus Farbigen zusammensetzen, zählt dieser im Nordostzipfel Amerikas liegende Staat. Der aktuelle Teil des Heftes gibt in zum Teil ganzseitige Bildern Bericht von den letzten Ereignissen. m. In das prangende Traubenland der Slowenischen Büheln führt uns am Sonntag, den 25. d. der »Putnik«. Fahrpreis nur 50 Dinar. ro9tao &M 8ttB6antPortt hp. Celje, 21. Sept. Das Ereignis dieses Jahres auf dem grünen Rasen ist das Meisterschaftswettspiel der ersten Klasse zwischen den beiden alten Rivalen »Athletik« und SK Celje. Das Spiel findet Sonntag, den 25. September, auf dem Sportplatz beim »Felsenkeller« statt. Beginn um 16 Uhr (4 Uhr nachmittags). Die Anteilnahme für das Spiel des kommenden Sonntags ist überaus rege. Es wird Massenbesuch geben. Die Frage nach dem Sieger ist völlig offen. Die Athletiker haben in den letzten Spielen einen erfreulichen Formanstieg erkennen lassen. SK Celje hat sich in letzter Zeit in ernsten Kämpfen recht gut gezeigt. 3eine Mannen haben sich auf den Meister icfriftswettbewerb gut vorbereitet. Ue- Atf yikuiiß ik. Vorzeitiger Reif. In unserem Talgebiet hat sich am 17. und 18. d. früh ein starker Reif eingestellt, der außer an den Heidenfeldern auch an verschiedenen Gartenfrüchten großen Schaden angerich tet hat. ik. ZigemerinvaskM. Im Bachernorte Skomarje erschien vor einigen Tagen eine Zigeunertruppc und belästigte die dor tige Bewohnerschaft mit allen möglichen Anliegen. Die hiesige Gendarmerie befreite die Bewohner von der lästigen Plage. Ihre »diamantene Hochzeit« (60 Jahre verheiratet) beging ein Gärtner-Ehepaar in Zittau. JlüdkhTtdudk !B)a0rr(6t- oöer 6ta6anteniir NEUE ERKENMTMSSE VON ALTEN ANTENNEN ' Eine der heute vielfach auftaudienden Fragen ist dabei, ob man eine Waage* iccht-Antenne durch die immer .beliebter werdende Stab-Antenne ersetzen soll, wenn sich schon Instandsetzungsarbeiten als notwendig erweisen. Es ist natürlich schwer, diese Frage hier in Bauseti und Bogen zu beantworten, aber CS soll doch wenigstens das OrundsAtz-liche an dieser Frage so weit erlliitert werden, daß jeder mit dem notwedlgen Mindestmaß an Wissen zu seinem Radio faclimann gehen 1cni<6(n Die Fußballmeisterschaft rückt immer mehr in den Brennpunkt des allseitigen Interesses. Am Sonntag gibt es wiederum einen Drei-Fronten-Kampf. In Mari" bor gehen abermals zwei Spiele vor sich, und zwar treffen um 14.15 Uhr »M u r a« und »2 e I e z n i £ a r« aufeinander, worauf um 16 Uhr »Mariborc zum Punktekampf gegen >S 1 a v i j a« antritt. Das erste Spiel findet im »2eleznl£ar€-Sta-dion statt, während »Mariborc und »Sla-vija« im Rapid-Stadion ihren Waffengang absolvieren werden. Beide Spiele versprechen einen spannenden Verlauf. »Maribor« und »2elezni£ar« treten auch diesmal a^ . F^vpiits in - Erscheinung,, doch dürften ihnen sowohl »Mura« als auch »Slavija« eine genug harte Nuß zum. Knacken geben» Gerade die letzte Spielrunde zeigte ganz eindeutig, daß die Zeiten längst vorbei sind, daß man diese oder jene Mannschaft unterschätzen und daher ein RÜHikb'wagen könne. Das dritte Splil sielil i» Cakovtc »Rapid« und ^'dtn wCikovecals Oegaer uad dürfte gleichfalls viel zur weiteren Gestaltung der Ftfnktetabelle beitragen. ; »MarfcofH Proket gegen die Verifikation des Jiigcmdmeiste^haftsspieles »Maribor«--<»2emfiiCar« wurde seitens des LNF stattgeget>en Mnd das Match 3:0 fOr »Maribw« gebucht : »JMcial6tfs« Lelelitatfileiiea nach Va ra2<^ Sonntag, ^en 29. d. treten acht Athfieten des; ^ete^lCar in Varatdin Im Rahmen eines letdit^hletlschcn Meetings an. Gleichzeittg wir dein Klubkampf »ZelezniSar«—»Slavija« ausgetragen. Am 2. Oktober kommen die Leichathleten der Varaldiner »Sltvija« nach Marlbor. : Zum Marlborer Vertrauciitiiiifla dea Schrtoitsrichtefkollcfiitffla des UlP wurde der Schiedsrichter Rado K o p i £ Ernannt. : W Jahre Jugotlawiacher Fnßballvfr- band Im nächsten Jahre feiert der Jugoslawische Fußbä)iverband sein 20}lhrigcs Oründungsjol>iläumy aus welchem Anlaß ei9 internationales Fußballturnier zur Durchführung kommen soll Als Termine wurden der 3. August und der 10. ^p-tember, in Aussicht genommen, ; ein Mbänkampr Jagoüawiaii-Deuttchtend w4rd im Oktober 1939 in Berlin ausgeträgm werden. Das Rückspiel soll erst ein Jahr darauf zur Austragung kommen... : Die Ticfrtchöfl9owafcei Sieger des Pttßbanpokab der lOefaiea Entente. Im ersten Jahrgang de» Paftballpokals der Kleinen Entente ist nur noch ein Spiel auszutragen, in welchem die Tschechoslowakei am 28. Oktober in Prag gegen Rumänien antreten wird. Ohne Rücksicht, auf das Ergebnis dieses Kampfes, der gleichzeitig auch das erste Auftreten der rumänischen Nationalmannschaft In Prag bringen wird, ist die Tschechoslowakei bereits der erste Sieger d. Wanderpokals, den Präsident Dr. BeneS gestiftet hat. Die tschechoslowakische Nationalmannschaft hat bisher drei Spiele ausgetragen, aus denen sie 5 Punkte und ein Tor Verhältnis von 9:6 errang. Es folgt Jugoslawien, das alle Spiele absolviert hat, mit 3 Punkten und einem Torverhältnis von 7:9. Rumänien, das vorJäufig mit nur 2 Punkten und 2:3 Toren an letzter Stelle steht, hat die. Möglichkeit, Jugoslawien noch zu üt)erhol(;n, falls es in Prag gewinnt. : Athen onpfiiigt die siegreiche grle-chiscbe AthieleiiaaiwahL Athen bereitete der griechischen Leichtathletenequipe, die in Beograd den Sieg bd den Balkan-Spielen errungen. Hätte, einen herzircheii Empfang. Am iBiahnhol empfing die siegreiche Mannsci^aft der Bürgermeister von Athen und geleitete sie i^ einem triumphalen Umzug in die Stadt. Auch Ministerpräsident Metaxas ließ es sich nicht t nehmen, den Siegern seine Anerkennung im Namen des griechischen Volkes; auszusprechen. , ■ : ^Dif oiympiade 1944 In Käi(^a^^ Das Olympische Komitee vdn Kanada hat. sich entschlossen, sich um die Durchführung der Olympischen Spiele 1944 zu bewerben. Buitape!tf. Lausanne, Athen und don haben abe^ elienfälls ihre BerctWilligkeit zur 'Durchführung der 13. Olympiade bekanntgegeben, aber eine endgüi tigc ßcschtadfassung ist noch nicht erfolgt, Ist aber in Kürze zu erwarten. VOiKSÜPfATSCHAFT »ertenberlcDte LJubljaiM, 22. S^pt. Devisen: Berlin 1757.03—1770.90, Zürich 996.45 bis 1003.52, London 211.80—213.06, New-york 4361-4397.32, Paris 118.61 bis 120.05, Prag 651.19—152.29, Triist 230.69—233.78, engl. Pfund 238; deutsche Clearingschecks 14. Agreb^ 23. Sept. Staatswerte: kriegsschadefi 460—461, 4 proz. Agrar 60—61, 4 proz. Nordagrar 58—60, 6 pr. Begluk 88--90, 6 proz. dalm. Agrar 87 bis 88, 7 proz. dtabilisationsanleihe 95, 7 proz. Investitionsanleihe 98.50—90.50, 7 proz. Blair 88J0—90, 8 proz. Blair 91 bis 93. X AutfahfftlnKlirlokmigen in Frankreich und ^ Schweiz. Nach einer Verfügung der Regierung darf aus Frankreich eine ganze Reihe von Rohstoffen nicht ausgeführt werden, besonders von solchen, die für die Kriegsführung wichtig sind. Aehnllche Maßnahmen wurden auch in der Schwdz erlassen. X Aus Eisenmangel in Deutschiand wird jetzt überall Alteisen gesammelt, um vor allem in der Kriegsindustrie Verwendung zu finden. Eiserne Geländer, Zäune, Tafeln usw. werden durch hölzerne ersetzt. In Europa, soll es 3 Mtlllonen Kleingärten geben, davon in Deutschland allein 1,3 Millionen. In England gibt es rund 900.000, In Frankreich rund 500.000 Melngärten. Arbeiter in'Scherrcbeck (Nonlschles-wlg) wollten bei Erdarbeiten Bauinwur-zeln kürzen. Eine »Wurzel« ließ sich besonders schwer durchhacken. Die Folge davon? Es konnte zwischen zwei Ort« schaffen einige Zeit nicht mehr telepho-nlert werden, da das für eine Wurzel gehaltene Telephonkabjel ■ durchschnitten worden war. (Kostspieliges Verbehen!) 100. bis l;^.0..Jahre vergehen, bevor Kiefern tind Fichten geschlagen werden.,^in Buchenbestand ist nach etwa 140 Jahren »schlagrelf«. Ein Eichenforst braucht "160 Jahre, bis er »ausgewachsen« ist. Die wertvollen ' »Furnier-Elchen« läßt man 300 Jahre stehen, 6tierf(iiii9f unter Gtimn DIE PROVENCALISCHEN STÄDTE EHREN IHRE KAMPFSTIERE DURCH DENKMÄLER. — DIE VATERTRAOÖDIE DES »HELDEN DES RHONEDELTAS«. — EINEN GANZEN WAGEN VOLL ZUSCHAUER AUF DIE HÖRNER GENOMMEN. In Slidfrankreich, in der Proven-' I cc, wo die Kampfstiere stets eine große Rolle gespielt haben, werden »Lieblingsstieren« jetzt sogar Denkmäler errichtet. Die südfranzösdschen Stierspiele unterscheiden sich wesentlich von den spanischen, da sie meist unblutig sind, kein Kampf, sondern ein Geschicklichkeitsspiel des Kämpfers, der die keineswegs leichte und ungefährliche Aufgabe hat, dem Stier an der Stirne eine »Kokarde«, eine Band-schleifc anzuheften. Auch Kämpfe zwischen den Stieren selber werden veranlaßt. Natürlich gibt es auch bei dieser Art Stierkampf die Spannung der Gefahr. Es kommen auch Unglücksfälle vor, wenn die Kämpfer, die »Razetteurs«, nicht schleunigst über die Holzbalustrade flüchten. Einige Stiere sind auch als »Spezialisten« für Einrennen solcher Barrieren gefürch-iet. Aber das Ganze hat doch den ursprünglichen Sinn der »heiligen Sticrsple-lo-r dort noch bewahrt, von denen wir ja in der Kunst Kretas sn bezaubernd antnu-tif;c Figürchcn von »Stierspringern« und auch einige Freskenreste haben. Es ist also ein gefährliches . Geschickllchkeltsspiel, von dem noch in dem spanischen Stlerr kämpf das elegante Ueberspringen des Stiers und ähnliches übrig blieb. Nun hatte sich schon die Stadt NImes in der Provence eine schöne Stierstatue vom Pariser Trocadero-Gebäude als Denk mal gesichert, als dieses Gebäude der Weltausstellung weichen mußte. Zwar war es nur ein Arbeitsstier, der dort dargestellt war, wie er mit gesenktem Haupt einige Garben zertritt. Aber man wollte in NImes irgendwie ein »wildes« Stierdenk mal daraus machen. Ganz anders ist man in Beaucalre an der Rohne, einem alten, berühmten Ort für Stierspiele, verfahren. Beaucaire hat seinerzeit eine sogenannte »Quadrilla«, einen Trupp kühner Stierspieler gehabt, der in ganz Frankreich bekannt war. Diese zeitigen ein Stierspiel, das die Mitte hielt zwischen dem spanischen und dem Spiel des »Landes«, der weiten provenzalischen Ebene. In Beaucaire soll nun der neueste IJeblingsstier »Clalron«, der schon eine ruhmreiche Ahnenreihe besitzt, ein extra angefertigtes Denkmal erhalten, das bei einem jungen Bildhauer; aus Nimes bestellt ist. »Clalron« war der Ruhm seiner Zuchtstätte Granon und hat auch einen schönen Tod gehabt Dabei erinnert man sich wieder des uni-glücklichen Endes des berühmten Stieres »Prouvenco«, der einen merkwürdigen, aber heldenhaften Tod erlitt. Auf den weiten, von Teichen durchsetzten Stierweiden des Rhonedeltas, wo diese schwarzen Kampfstiere mit den Kühen zusamihen ein schöncs freies Leben führen, hat sich näm lieh folgendes trauriges Drama abgespielt: Zwischen den Orten Armaree und Saltes Maries de la Mer,— ein merkwürdiger Wallfahrtsort der sogenarinten »drei Marien«, verfolgte Prouvenco im schönen Monat Mai eifrig eine (Cuh. Seine Rivalen treiben sich in der Nähe herum. Der eine Nebenbuhler »Laletoun« hatte sich zu nähern gewagt, al)er eine tüchtige Wunde am Schenkel davongetragen. Der Abend senkte sich über der weiten Ebene nieder. Die Stiere begrüßten die untergehende Sonne wie allabendlich mit dunklem Gebrüll. Prouvenco begab sich auf einen kiel nen Hügel an einem der Teiche, Er war von seiner Schönen etwas weggegangen. Sofort näherte sich einer seiner eigenen Söhne, »Sangar«, ging auf die Kuh zu und wandte sich dann plötriich gegen den Hügel."Es entspann sich ein u.nbarmher-( ziges Duell zwischen Vater und Sohn. Die Stirnen prallten . zusammen, die Beine Stemmten sich mit aller Muskelanspan-ten beide Stiere einander von der Stelle zu stoßen. Wer bei diesem »Duell ohne Gnade« unterlag, mußte sterben. Alle anderen Stiere hatten sich um den Hügel geschart, stampften und scharrten mit den Füssen unter wildem Brüllen, ieck ten die Hälse vor oder knieten nieder und bearbeiteten die Erde mit den Hörnern — kurz, sie gaben alle Zeichen stierischer Aufregung und Anteilnahme von sich! Wenige Schritte weiter lag die Schöne Helena dieses Stierkrieges und käute fried lieh wieder, als ob es sie nichts anginge* Plötzlich, als ob die Stiere die Gelegenheit begriffen hätten, stürzten sie allesamt von hinten auf den Meister der Herde los, während er noch mit seinem rabiaten Sohn kämpfte. Der tapfere Stier wurde entsetzlich verwundet und stürzte mit furchtbarem Brüllen den kleinen Hang hin ab. Der Sohn aber, der Sieger, stieß seine errungene Kuh vor sich her und rannte in raschem Trab in die Ebene. Prouvenco hatte sich Übrigens einmal das Kraftstückchen geleistet, während des Stierspieles einen ganzen Wagen mit Zuschauern auf seine Hörner zu nehmen u, aufzuheben. Als »König der Kokardenträger« bleibt er jedenfalls im Gedenken der Gegend unvergessen. 3ic bunte lt>clt Oflaiter^orn rrDfilt neue 3)ra0tfeU&alftit! ITA JEN BAUT EiNc OROSSARTIOE BAHNSTRECKE BIS 3500 METER HÖHE. - FAST ZWEI KILOMETER OHNE STÜTZPFEILER ÜBERBRÜCKT! — EISPALAST UND SCHLITTEN WEG ZUM SKIPLATZ. Von einem hochinteressanten Draht-seiibahnprojekt, welches bereits in Angriff genommen ist und neue Strecken des Matterhorns erschließt, erfahren wir von italienischer Seite das Folgende. Von den Bahnbauten des Vel d'Aosta, dem italienischen Zugangstal zum Mat> terhorn (italienisch Monte Cervino genannt), hören wir erstaunliche Dinge. Nachdem bereits in diesem Tal, das heute das »Tal der Drahtseilbahnen« von den Italienern f;i.'nannt wird, zur Hebung des Tourismus eine Bahnstrecke vom Breuil bis zur Station Plan Maison gebaut worden war, ist die Endstation gleich wieder zur Anfangsstation gemacht worden. Denn CS wird jetzt von dort nach Plateau Rosa eine weitere Bahn gebaut. War schon ersteres Stück der Bergbahn eine der größten gebauten Drahtseilbahnen oder Schwebebahnen, da sie* die Höhe von 2500 m erreicht, so wir(' jetzt bis zur Höhe von 3500 ni aufgestiegen, wo ebenso wie im Plan Maison das Maschinenhaus schon im Bau ist. Die Bahn ist von den Professoren Zignoli und Carievaro gebaut worden und soll bereits in einigen Monaten in Betrieb sein. Sie hat eine Länge von 4300 m auf 900 m Höhenunterschied. Das Kühnste und Gn ' r.igste an dieser Strecke is' wohl ci:u' Überbrückung von 1900 ni durch d<;^ Drahtseil — fast zwei Kü mcter frei in der Luft, ohne Stützpfeiler! Denn es ist nicht möglich, auf dem Eise sichere Betonlager für die Stützpfeiler zu errichten. Diese Spannweite von fast zwei Kilometer ist bisher noch nirgends gewagt worden. Die Strecke von Plan Maison bis Plateau Rosa wird nur 12 Minuten erfordern, mit der Geschwindigkeit von 6.30 m in der Sekunde. Auch diese Schnelligkeit wurde bisher noch nicht erreicht. Es sind Doppelseile gelegt, sodaß vier Wagen gleichzeitig verkehren, zwei in Abwärts-, rwei in Aufwärtsbewegung. In der Stunde können so 300 Personen befördert ZWEI STÄDTE (ATP). Am frühen Morgen erreichte unser altes zerbeultes Frachtenschiff aFrancesco Crispi« den Hifeo von Aden. Nebel dampften über den bleichen Bergen, die gleich hinter den Häusern ansteigen; Sonne fiel auf sie, auf Frachtschiffe, Tanks, • Signalmaste. Dann setzte der Betrieb dn: Winden und Krane kreischten, die im Wasser verankerte Oel-Pumpe erbrach steh durch schmierige Schläuche in den Rumpf des Schiffes, Händler überfielen den Dampfer, es wurde gefeilscht, geschrien, verladen. Auf einem der kleinen Boote, zwischen stinkende Araber gequetscht, den Tropenhelm auf der Nase, glückte es uns, vor Mittag noch'ans Land zu gehen, wo wir »Seebären« uns langsam und tolpat-schiß auf dem Asphalt bewegten. Wir riefen Führer und Aiitos herbei, durch deren schreiende Hilfsbereitschaft wir uns zur Post durchredeten. Kine Gedankenlänge später aber stürzten wir schon mit einem der Autos zwischen Häusern hin, an wiegenden, kauenden Kamelen vorbei, auf einer Straße, deren Glätte uns entzückte. Vom offenen Hafen stieg sie an zu einem Felseinschnitt. Dann flog man der Stadt zu, die oben in einem flimmernd-heißen Felsenkessel liegt, weiß, kochend; voller Dünste. Fliegen und Geschrei. Unser Fahrer wischte um Eyken, flitzte an gefährlich werden. Die einzelnen Kabinen sind auf 30 Personen berechnet. Natürlich hat bei dieser Riesenspannweite und auch großen Belastung die Zugfstigkeit der Seile eine ausschlaggebende Bedeutung. Es ist ein Material von äußerster Widerstandskraft gewählt worden, das 200 kg auf den Quadratmillimeter verträgt und dabei eine Durchschnittsstärke von nur 47 mm besitzt. Diese feste Beschaffenheit des Seiles erlaubt es, die tragenden und ziehenden Seile so anzubringen, daß die große Strecke über die Gletscher ohne Stützen überwunden wird. Was es bedeutet, ein solches Drahtseil in einem Stück in Länge von 4300 m im Berggelände zu transportieren und zu montieren, kann auch der Laie ermessen. Was nun den heftigsten Feind hochgelegener Drahtseil-Bergbahnen, den Wind, betrifft, so ist die Spannung der Seile so stark, daß das Sichbewegen derselben auf ein Minimum herabgedrückt wird. Auch die Schwankungen der Kabine, die man z. B. schon auf der kurzen Schwebebahn auf den Gran Sasso bei Aquiia verspürt wie auf einem bewegten Meer, wird auf ein erträgliches Maß herabgedrückt. Professor Panetti vom Polytechnikum in Turin hat die geeignetste Form der Kabine errechnet, damit sie auch heftigsten Seitenwinden Widerstand leisten kann. Eine besondere Quecksilberkontrollvorrichtung gestattet dem Wagenführer in jedem Augenblick, Stand und Neigung des Wagens zu kontrollieren und danach seine Manöver zu bemessen. Der Endpunkt, der wie auch die Fahrt selber herrliche Ausblicke auf das Matterhorn bietet, wird ein großes Hotel mit Restaurant und Bar erhalten. Eine besonders einzigartige Schönheit soll aber ein Eispalast bieten, der in das Eis hineingebaut wird; er ist mit festen Wegen und großartigen Beleuchtungseffekten UND EIN BERG. I hohen Zweiräderwagen vorbei, und plötz lieh hatte man die Tanks erreicht» riesige, zum Teil natürliche Felskessel, in denen das Kostbarste aufbewahrt wird, was der Himmel hier nur alle sieben Jahre geben soll: Wasser. Unten lag die Stadt, Steine auf Sand und Felsen. Den wenigen, von Eisengittern umgebenen Bäumen schleppte man von irgendwo dauernd Wasser zu. Sic sahen aus wie Fremdlinge, wie Verirrte, wie Geiseln, die sterben werden, bevor man sie einlöst. Bäume mit zarten schnittigen Blättern, Sträucher mit müdem Gezweig. Der Durst trieb uns zurück an den Hafen, zu den Hotels: Postkarten, Drinks und hauptsächlich — Eis. Am Hafen stocken sie Kohle, Oeltanks ragen wie Festungen, Funktürme pfeifen wie Minaretts gegen den weißen Himmel, gepanzerte Schiffe liegen hinter jenen Inselchen, indische Truppen stecken irgendwo in Kasematten, Engländer wachen in'diesen Häusern, Pfeife oder Zigarette im Mundwinkel. Aden, Stadt ohne Gärten und Blumen, Steinhaufen, brodelnd heiß. Eine der Türen der Welt: Eingang zum Roten Meer. Port Sudan. Dämmerung, die sich Zeit läßt. Der Dampfer treibt langsam durch das bis zUijjt Grund klare Wasser an die Hafen- versehen, ja sogar mit einer Aussichtsplattform. Von der Schweizer Seite her klimmt bereits eine Drahtseilbahn am Matterhorn-Massiv hinauf. Sie wird durch einen Schlittenweg ergänzt. Nun soll auch italienischerseits vom Plateau Rosa nach Capanna Grandegg (Grandegghütte) ein Schlittenweg vollendet werden, der zu den Skifeldern führt und bereits in wenigen Wochen eröffnet wird. Vom Plateau Rosa hat man einen Panoramablick auf die Alpen vom Po-Tal bis zum Rhone-Tal und zum Jungfrau-Massiv. Vom Plan Maison wird auch nach den Gipfeln »Cime Blanche« eine Nebenlinie ausgebaut. Unterf^9fluo 5iir<|yfun|^t den nrmeaftoöni! Trantatlantik-Kabd in 800 Meter Tiefe kfinatHch »bcfrabenc. In den nächsten beiden Jahren werden sämtliche Transatlantik-Kabel in einem bestimmten Umkreis der englischen und irischen Küste von einem neu konstruierten Untersee-Pflug »eingedeckt« werden. Der europäische Kontinent und die britischen Inseln sind mit Amerika durch verschiedene Untersee-Kabeln verbunden. In England hat man sich seit Jahren mit der Frage beschäftigt, wie man diese Kabel vor Beschädigungen schützen könnte. In einem bestimmten Umkreis von der britischen und der irischen Küste befahren nämlich englische Schleppnetzfischer die See. Die mit Gewichten beschwerten Netze schleifen über den Meeresboden, berühren die Kabelanlagen und können sie unter Umständen beschädigen. Vor vier Jahren tauchte nun In englischen Marine-Kreisen der Gedanke auf, ob man die Kabel nicht einfach zupflügen könnte. Zwei Jahre später wurden Versuche in dieser Richtung unternommen. Und jetzt, nach abermals zwei Jahren, kann das Problem als gelöst angesehen werden. Man hat nämlich einen Pflug konstruiert, der mit Drahtseilen an einem Kabelschiff befestigt über den Meeresboden entlanggezogen wird. Dieser Untersee-Pflug furcht den Meresboden auf und bedeckt die Kabel mit einer aus Schlamm und Sand bestehenden Masse, über die dann die Schleppnetze hinweg- mauer; alles ist neu: die Krane, Gelelseanlagen, Schuppcn, der Telegraph. Händler haben ihre Lederbeutel, Sandalen, Messer und Muscheln auf großen Tüchern ausgebreitet, warten sitzend dahinter, ruhig. Alles scheint zu warten, hat Zeit, drängt nicht, lärmt nicht. Ein wirklicher Abend; Ruhe. Drüben stehen Verladekrane, wie Tiere, die langen Hälse vorgestreckt, als seien sie von fernen Bergen hieher gekommen, um das klare Wasser zu trinken. Ein Schwarzer, in wehend-weißem Gewand, rudert uns wortlos ans jenseitige Ufer der Hafenbucht: der Dampfer lehnt am Quai, ein leuchtender Körper, aus dem Licht strömt, dessen Kamine milden Schein ausstreuen in die wachsende warme Nacht. Im Hotel, das ebenso neu ist, wie alles hier, begräbt uns Stille und Kühle. Ein Boy wickelt sich aus träger Dämmerung, bringt Gläser, ohne zu fragen. Lautlos, Später sitzen wir auf der Baraza, über dem winzigen Rasengärtchen des Hotels, mit dem Manager, der uns zu einem Drink einlädt. Zigaretten glühen, der Rauch bleibt unschlüssig stehen in der schweren Luft. Man ist leicht benebelt, redet Worte, die man von sich gibt, wie den Rauch der Pfeife. So saß man, als in dieses Schweigen die Sirene des Dampfers einbrach, ein stöhnender Schrei. Und man erinnert sich, daß es hinter dieser Ruhe noch Gewässer gab, Wellen am Bug, Städte, Menschen, die warteten. So trug uns das kleine Boot wieder zu dem leichtdampfenden Schiff hinüber, das gehen, ohne daß die Leitungen Schaden läiden. Zwei von den acht AthmtHc-Kabeln wurden im Zuge der Versuchsarbeiten bereits »eingebettet«. In den nächsten beiden Jahren sollen die übrigen sechs Kabel zugepflügt werden. Man hat nicht die Absicht, die Kabel in ihrre ganzen Ausdehnung von England bis nach Amerika mit derartigen Schutzvorrichtungen zu versehen. Ein solcher Plan würde ungeheure Kosten verursachen und auch zuviel Zeit zu seiner Verwirklichung in Anspruch nehmen. »Eingepflügt« werden die Kabel von der irländischen Küste aus gerechnet in einem Umkreis von 200 Meilen und von der englischen Küste aus in einem Raum von 300 Meilen. Das sind die Gebiete, die von den Schleppnetz-Fischern gewöhnlich befahren werden. Der Pflug ist eine sehr kunstvolle Konstruktion. Er ist mit vier elekti^schen Meßinstrumenten ausgerüstet, die wiederum mechanisch mit anderen Meßinstrumenten an . Bord des Kabelschiffes verbunden sind. Dort kann man die Arbelt, die der Pflug unten verrichtet, attf einer Skala ablesen. Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind notwendig, bevor mit dem Pflügen begonnen werden kann. Das Bett des Meeres ist nicht an allen Stellen eben. Auf dem Meeresgrund befinden sich Fels-vorsprünge und höhlenartige Vertiefungen. Diese müssen vorher erst festgestellt und ausgemessen werden. Der Pflug kann dann in einer Tiefe bis zu 825 Metern hinabgeschickt werden. Bei der Arbeit entfaltet das Kabelschiff eine Ge» schwindigkeit von ein bis drei Knote«. Heitere Ecke Weltliiitigfs Revier. 5i>So,« sagte der Vorgesetzte zu dem neuen Polizeianwärter, »Ihr Revier reicht bis zu jenem roten Lkht; bis dorthin gehen Sie!« Nach vierzehn Tagen kehrte der glUckliche zurück. »Wo waren Sie die ganze Zeit?« »Das rote Licht gehörte zu einem Möbelwagen, der nach außerhalb fuhr.« Nach dem Urlaub. »Nun, Herr Becker, smd Sie im Gebirge gewesen? « »Nein, da waren mir die Pfeiee «i hoch!« >»Also waren Sic an der See?« »Auch nicht, da waren sie mir zu gesalzen!« sich vom Ufer löste, langsam, unerbittlich, ohne sich nach dem Hafen umzusehen, der schon dunkel und wie vergessen war. Um sieben Uhr morgens, als der Zug in Mashi einlief, sah ich zum ersten Mal den iOKiHindjafo. Noch ganz benommen, steif und stumm von der Schlafwagennacht, staunte ich ihn an, der weit über der Erde, über Nebe! und Dünsten schwebte. Sonnenbeschienene, leuchtende Gletscher, flammender Schnee. Um zwölf Uhr hatten ihn bereits die Wolken verschluckt. Der letzte Tag der Ferien kam. Und abends hob steh der Regen auf, wie der Vorhang einer Bühne. Und er lag da, unerreichbar, im Mondlicht, das ihn noch ferner machte. Mit drei schwarzen Trägern ging es los: Bananenpflanzungen, tropischer Kochwald mit Elefantenspuren, Hochweiden, Hütte. Windüberspülte Alpweiden, Erikagewächse, eisiges Wasser, eiskalte Nacht, in der das Wasser vor der Hütte einfriert. Dann lag ich hinter Steinblöcken, auf dem Sattel zwischen den beiden Gipfeln, vor Kälte zitternd, doch ich mußte nach ihm sehen, der drüben aufstieg, breit, massig, streng und ewig unerreicht. Wolkenschatten stiegen an ihm auf, Winde rissen an seinen Konturen, Nebef rauchten. Er aber blieb unerreicht, höchster Berg eines Kontinents; »kilimandjaro« — Berg großer! mi (Srir&en im fcDtoarun (Sröteil Aepm per kx Din 2,— vtr-kauft Qeschlft. Meljska ce-sta M. 9458 Ein Dinar rettdt oft ein Kopitat■. Werth Sie rtflmlich om rtchfer» Plotf tv weiten einen Dfnar mehr dut^ebtn, um etwas iO WerfvollÄi wie Ihren Wösctiebesifz zu pflegen und zu erhalten. Sporen Sie nicht ort der Seif«, denn nur waschkröffige und dabei milde Seife hott alten Sdimuti htrctus und schont dobtl dOt OAWdb«. SCHICHT TERPENTIN SEIFE wäscht gründlich und schonend PreBholz für Pressen, Weinfässer und alle Arten gt» schnittefltA ttrtd btarbeltdt#| Holz verkttilft Qtiiliek, Rai» lagava ul. 25. 9472 Sdtim Ttfefiticefl WirtiMKieblotier stidht 2um lOtOrttfteli ctfttritt »Sofra« Gregor£i£eVa 24. 9473 Uhflnoi« öder Lefermldcliffi mit vorseschriebeiKr Schill* bildunt wird lOfbrt ittft«« nomttien. SploSna nabavljal-lia iä^tUiA, OlaVftl tff. 9446 JiiBflir xisucht — Afitufratdn Cafe RotovI. 9474 Reise Aifsl vor lllwnia. nwim iit Mlhsrl Kommen Sie zur Herbstkur nach Vermidinske Toplice, jetzt ist es •o billij;. > Pauschal für 10 Tage Diu 630-- Mb Din 710--^ Das Bad ist für Winterbetrieo reaoviett. 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PmiIIImi Schober, Zwwik, lottner. Pippo öer Harr Roman uon UihI Brauseuirttter ' • Copyright HDartln Feurtituiongir, Progl., BllAky Kmnobortlik 12/14 Vor dein Portal stand Pippos Wagen. Mark, der Chauffeur, öffnete die TUr, Fix sprang als erster bellend voran und. machte es sich neben dem Chauffeur gc-mUtlich. Pippo half Sylvia beim Binatei-lind ohne Lärm fuhr das prächtige Auto an. Kein Gedanke irrte zu dem uti-glücltlichen Mädchen, das still, ohne Kla j{c, an der Schwelle der Freuden gaatan-tlen war.----- Zwölf Uhr nachts. Winternacht. Fest-jicfrorener Schnee, aufgehäuft am Rand tlcr Austraße, dichtgedrängt die dunklen Fichten und Tannen, die ihre weiße Last unwillig abgeschüttelt — fahler Mondschein durch dichten Nebel. Das war das Bild dieser Nacht. Die Welt hier lag stumm wie ein Grab Und doch war sie nur eine Stunde Oehzeit von der lärmenden Stadt entfernt. Nur icrn über den Wipfeln lag blutig-roter Schein. Kalt, öde, traurig war diese Gegend im Winter, kein Laut störte die geisterhafte ??uhc, man konnte nicht glauben, daß "hier jemals Leben geherrscht. Ach, wärt i*s Sommer! Es klang, als seufzte die Krde, und doch war es nur das Knirschen zersprungenen Elses. Nahe, hinter Tannen versteckt lag Gin klöinef Teich. Was war das? Ein Menschentritt? — Wäre es möglich, daß im Winter auf dieser totenstillen Sifflße ein Menftch sich verirrte? LanKsam, wankend schritt tin Mäd-then durch die föhle Nacht, manchmal eiBchütterte ein trockener Husten den tchlankcn, vornübergebeugton Leib. Die *>chncidendc Kälte schien daa armftellge O^schöpf nicht zu fühlen. Es war wie Int Vlürchcn. Leise und flacht ließ Ftau Holle hre Federn fallen — es schneitc. Große 'Tlocken fielen auf das dürftig bekleidete VlernjuIiL-nkind, als wollte die Oute dem {drmen Kindt zum Abschluß noch ein Staataklald schenken oder ein — Lti«-chenhomd? t Barbara Runge schritt durch Uli Nacht — mitten auf dar Straße, Wohin? Wieder ein Laut« fern noch, nun schon nahe — ein Auto raste durch dieaen silU len, melancholischen Frieden, Die Lieh* ter flammten grell, ein Schrei, ein, Fall, ein Knirschen dann Ruhe, sekundenlang nur. Aus dem Innern des Wagent sprang voran ein kleiner Hund, und etwas langsamer folgten zwei Männer. Das Tier heulte gellend, bis es bei der am Boden liegenden reglosen Gestalt angekommen war, dort gebärdete es sich wie tolt, sprang um sie herum, beleckte ihr Qe-' sieht und Hände, beschnupperte die Klei der und rannte den beiden Minnern ent» gegen. »Ich häb' Ihnen geaalt, Sie sollen nicht so schnell fahren«, stammelte der «ine. »Laß das Jetzt, Mark. Schau, ob der Wagen in Ordnung ist, daß wif schnell heimkotnmen.« Und schon knieten die btldtn im Schnee neben ihrem Opt ste, er stoppte, aber zu spät. Der Kotfiu-i gel streifte sie, schleuderte sie zur Seite in den um einen Baum aufgehäuften Schnee, der Kopf schlug gegen den Stamm, aber die weiße Decke, die rings um ihn gelagert war, milderte den Schlag Und nun lag das fremde Wesen in seinen Armen, still'und stumm, reglos, kalt, das schöne, bleiche Gesicht zu ihm erhoben, die Lippen fest zusammengepreßt. Lange blonde Locken ringelten sich um seinen Arm, und leise sickerte Blut durch dieses goldene Oerinsel. Pippo aber achtete nicht darauf. Der Hund stellte sich auf die Hinterbeinchen, legte die Pfötchen auf Herrchens Knie, reckte das schlanke Hälschen und versuchte, mit seiner Zunge das Blut zu stillen« Da wendete sich Mark um: »Soll Ich nach Hause fahren?« Pippo hatte nichts gehört, da aber Mark beim Umwenden nicht auf die Straße achtete, Ubersah er eine kleine Unebenheit, es gab einen Stoß, so daß Pippos Haupt sich ein wenig senkte und Mark glaubte, der Herr habe genickt. Seit einigen Tagen wohnte Pippo mit seiner Schwester In einer eleganten Villa am Rande, der Großstadt. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. - Druck der »Mariborska tiskamac in Mariborc — Fttr den Herausgeber und den Druck w-' antwortlich Direktor ÖTANKO DETELA. - Beide wohnhaft ui Maribor«