Nl. 138.__________ Montag, 21. Juni 1897. Jahrgang 116. Mlmcher Zeitung. VrllnumtlationSpreis: Mit P ost versend u na : gaiizjähnn fl, l5, halbjHhng si. 7-60. Im llomptoii: »llnzjHhrig st, il, holbMrig st, 5L«. ssür die ZusteN»»« in« Ha»« „anzlährin st, 1, — InstrtiouvytbUr: ffiir lleme Inserate bi« zu 4 Zeilen liü lr,, grüße« per Zeile ll li,: bei üftuvei, Wiederholungen per Zeile 3 lr, Die «Laib, Zeit,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Tonn- und Feiertage. Die Udminiftr»tlo» befindet sich Tongressplah Nr, 2, die Redaction Vatmhufyasse Nr, lb, Sprechstunden der Redaction Uon « bl« N Uhr vormittag«. Unftaillieite Vricfe n»»lben nicht angenommen, Mamlscrlple nicht zurüclgestellt. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Mai d. I. dem österreichischen Staatsangehörigen in B^lachany Nikolaus Francich'Dedich das goldene Verdienstkreuz aller-gnädigst zu verleihen geruht. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Maler Felicia» Freiherrn von Murbach unter gleichzeitiger Zuerkennung des Professortitels zum wirklichen Lehrer an der Kunstgewerbeschule des österreichischen Vtuseums für Kunst und Industrie in Wien ernannt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Provisorischen Uebungsschullehrer an der Lehrer-Aildungs-anstatt in Capodistria Franz Finsger zum provisorischen Hauptlehrer an dieser Anstalt ernannt. Der Finanzminister hat den Steuereinnehmer Anton Orehel und den Steueramtsconttolor Gabriel Reven zu Hauptsteue'ramtscontroloren für den Dienstbereich der Finanzdirection in Laibach ernannt. Der Finanzminister hat im Grunde Allerhöchster Ermächtigung die Steuerämter in Krainburg und Gottschee in die Zahl der Hauptsteuerämter einzureihen gefunden. Nichtamtlicher Theil. Die böhmisch-mährischen Sprachen-Verordnungen. Unter diesem Titel ist soeben bei Otto Wigand in Leipzig eine Broschüre erschienen, welche die böhmisch-Mährischen Sprachenverordnungen behandelt. Wie aus dem Inhalte der Broschüre hervorgeht, ist der anonyme Verfasser, der sich als «Alt-Oesterreicher, bezeichnet, deutscher Nationalität und gut deutscher Gesinnung. Trotzdem vermag er die Campagne wider die Sprachen« Verordnungen nicht gutzuheißen und er zergliedert die einzelnen Bestimmungen derselben, um darzuthun, dass dieselben kein deutsches Interesse schädigen. In seiner «Kritik der zweiten Verordnung», welche die eigentliche Veamtenfrage regelt, führt der Autor aus: «Das Recht des Staates, die Bedingungen für den Eintritt in den Staatsdienst vorzuschreiben, erscheint uns ganz unzweifelhaft. Ist jeder Officier, wenn er nicht auf die Beförderung verzichten will, verpflichtet, binnen zwei Jahren die Regimentssprache zu erlernen, kann Entsprechendes auch vom Beamten verlangt werden. Fast in zeder Nummer zedes Prager oder größeren Provinzblattes, und zwar der deutschen ebensowohl wie der czechischen Blätter, findet man Inserate, wo ein Advocat Concipienten und Sollicitatoren, worin Kaufleute Correspondenten und Buchhalter suchen, und die mit dem Satze schließen: Kenntnis der zweiten Landes' spräche unerlässlich^. Und das, was der Private verlangt und verlangen darf, foll der Staat nicht verlangen dürfen?» Der Autor kommt nun auf die Petition der Prager deutschen Professoren zu sprechen. Aufs peinlichste hat uns — sagt hier u. a. der Autor — in der Petition der Professoren der Satz berührt, dass es deutsche Jünglinge geben könne, denen es «im Innersten» widerstrebe, czechisch zu lernen, weil in der czechischen Sprache so viel Feindseliges gegen das deutsche Volk geschrieben oder gesprochen worden sei. Dass ernste Männer, dass ausgezeichnete Gelehrte einen solchen Satz jemals aufstellen könnten, hätten wir, aufrichtig gesagt, kaum geglaubt. Da könnten ja die Ezechen mit ziemlich gleichem Rechte sagen, dass es auch ihnen «im Innersten» widerstrebe, deutsch zu lernen, in welcher Sprache doch auch so manches gegen sie gedruckt und gesprochen wurde. Wohin käme man da? Seit wann ist es denn übrigens Gebrauch, bei Feststellung eines Lehrplanes nach dem zu fragen, was den Schülern passt oder nicht passt, gefällt oder widerstrebt? .... In Frankreich hatte man nach 1871, rein menschlich genommen, gewiss allen Grund, alles Deutsche mit scheelem Auge anzusehen. Was aber thaten Regierung und Gesetzgebung der Republik? Sie führten das Deutsche als obligaten Lehrgegenstand in den Lyceen ein. Sie fragten nicht darnach, ob es den französischen Jung« lingen angesichts der frischen Grabhügel von Grauelotte und Sedan nicht vielleicht «im Innersten» widerstrebe, die Sprache des «Erbfeindes» zu lernen. Sie fragten, was nützlich und zweckmäßig fei, und sobald sie das erkannt hatten, handelten sie nach der gewonnenen Erkenntnis. Sie machten eben im Interesse ihres Vaterlandes und ihres Volles Realpolitik und ließen sich nicht von sentimentalen Uebertreibungen bestimmen. Und mit Verlaub gesagt, Deutschland hatte damals den Franzosen doch vielleicht noch etwas mehr gethan, als die Czechen den Deutschen im Laufe dieses Jahrhunderts gethan haben. Die zweite Sprachenverordnung, die über die sprachliche Qualification der Beamten, halten wir demnach für sachlich ganz gerechtfertigt. Von einer Schädigung der jchigen Beamten kann keine Rede sein. Denn für sie gilt ja die Verordnung ohnedies nicht, und was die zukünftigen Beamten betrifft, so ist die Uebergangsfrist doch ziemlich ausreichend festgefetzt. Vor dem 1. Juli 1904 braucht niemand die Kenntnis des Czechischen nachzuweisen und in sieben Jahren wird man doch wohl eine Sprache erlernen können. Und wer noch vor dem 1. Juli 1901 in den Staatsdienst tritt, braucht ja überhaupt nicht czechisch zu können. Man sollte doch meinen, dass eine Vorschrift, die so viel Zukunftsmusik enthält, unmöglich den «Wirt« fchaftlichen Ruin» zahlreicher deutscher Familien, die «Verödung» der Gymnasien, die «Verkümmerung» der deutschen Universität herbeiführen kann. Hier stehen wir so recht der österreichischen Uebertreibung gegenüber. Die, die derlei Behauptungen aufstellen, sind viel zu hochgebildete Männer, um selbst daran glauben zu können. Wenn sie von «Ruin», «Verkümmerung» und «Verödung» sprechen, so wollen sie eigentlich gar nichts damit sagen, als dass das Erlernen der zweiten Landessprache, dass der Zwang dazu eine verdrießliche Sache sei, die man wie jedes Novum, wie jeden Uebergang unangenehm empfindet. Da sie aber echte Oesterreicher sind, so wird aus einer ärgerlichen Sache gleich der Anfang einer Katastrophe. In keinem Punkte sind wir übrigens fester überzeugt davon, dafs der Ansturm gegen die Sprachenverordnungen sich als ein vergeblicher erweifen wird, als gerade in Bezug auf die Vorschriften bezüglich der sprachlichen Qualification der Beamten. So fest wir überzeugt davon sind, dass die erste Verordnung mit der Zeit einer Modification unterzogen werden wird, die einzelne Härten derselben beseitigt, ebenso fest sind wir überzeugt davon, dass jede österreichische Regierung, und stände ein Deutschnationaler an ihrer Spitze, die zweite Verordnung unverändert aufrecht erhalten wird. Die Doppelsprachigkeit eines Beamten wird immer und überall ein Vorzug sein, und in allen gemischtsprachigen Provinzen wird jede österreichische Regierung auf diese Mehrsprachigkeit dringen, nicht, weil sie will, sondern weil sie muss. Das praktische Bedürfnis des Dienstes ist stärker wie jede andere Erwägung. Bericht der Gewerbe-Inspection. XIX. V. Urbeiterauslveise. Urbeiterverzeichnisse. «rbeits« ordnungen. Lohnzahlungen. Dem Arbeilsbuche wird hier nun bereits allgemein die ihm von der Gesetzgebung zugedachte Bedeutung zuerkannt. Nur in einer Nieten- und Schraubenfabril, in einer Mühle und in einer Hafnerei wurden an Stelle eines solchen andere Documente — dort ein von einer Landgemeinde ausgestelltes «Certificat», hier ein Militärpass, im letzteren Falle ein Dienstbotenbuch — Feuilleton. Ciffy. Non Hans von Kahlenberg. II. Er konnte es nicht mehr aushalten unter den Menschen und lief nach Hause, obgleich man ihn gelten hatte, einige Gedichte vorzutragen. Gedichte von >!ch, vor denen da! ... Er gieng doch wieder hin. Manchmal blieb er Wochen lang weg und dann war er wieder da, spä: am Abend oder des Morgens in aller Frühe, wenn 'ein Mensch Visiten macht. Er wurde immer unruhiger Und elender. Es gab Nächte, in denen er sich aus >einem Lager wand wie ein Wurm. Tage, die er nur Aushalten konnte in der Wildnis, weitab von allem lebendigen. ... Sie blieb immer dieselbe, freundlich, wohlerzogen, M und weiß. Sie spielte ein bischen Clavier: Das ^ebet der Jungfrau und Klosterglocken. . . Sie malte 3.Uch ein bischen: Blumen und Schmetterlinge auf fischen und Kästchen für die Verwandten zu Weih Achten ... und sie hatte den «Trompeter von Sä ?.lngen. gelefen und schwärmte für Julius Wolfs und ^ Eschstruth und ChocoladenbonbonS mit Mandel« lullung. . . Dst sprach er den ganzen Abend lein Wort. Vr saß nur da und starrte sie an. ... Er fühlte e« in sich drängen und reißen wie eine Bestie im Käfig, er konnte nicht anders: und einmal, als sie ganz allein zusammen waren im Garten, der Klee so süß und schwer herttberduftete von der Wiese und überall in den Blumenkelchen die Schmetterlinge hiengen wie todt, mit zusammengefalteten Flügeln, dafs man sie mit der Hand herunternehmen konnte. Plötzlich packte er sie und küsste sie, mitten auf den Mund küsste er sie, auf die kühlen, weichen Lippen und die spitzen, weißen Mausezähnchen, heiß, leidenschaftlich, wieder und wieder ... das Raubthier, das er war! . . . Sie stieß einen kleinen Schrei aus, weder Zorn noch Lust ... nur ein bischen wohlerzogener, jüng-ferlicher Schreck und gleich fuhr sie mit dem Händchen über ihr weißes Kleid: «Oh aber, das dürfen Sie doch nicht! Was thun Sie denn? ... die vielen Leute da vorne, die uns sehen könnten.» «Aber ich liebe Dich doch! Ich liebe dich» ... Nun lächelte sie, aber sie trat doch behutsam einen Schritt zurück und während sie sich mit dem Taschen-tüchelchen die Lippen abtupfte: «Das macht man aber doch nicht fo.» explicierte sie. «So macht man das ja gar nicht. Sie müssen mit meiner Mama sprechen und dann spricht meine Mama mit Ihrer Mama. Und dann werden die Anzeigen rumgeschickt. . Und dann, wenn man wirtlich verlobt ist, dann küsst man sich doch erst. . » «Ja so,> sagte er, «so ist das. . .» Er war todtenblass geworden. Einen Augenblick war es ihm, als drehte sich alles im Kreise um ihn, der Garten mit den weißen und rothen Georginenstöcken und dem vergoldeten Gitter, das weiße Mädchen in dem weißen Kleidchen und der himmelblaue Himmel. . . Er stam-melte eine Entschuldigung und stürzte fort. Sie hatte ihr Kleidchen wieder ganz glatt gestrichen und sich überzeugt, dass niemand von der Straße her zugeguckt hatte. «Was für ein komifcher Mensch er doch ist!» dachte sie. «Ein zu komischer Mensch!» ... Sie kicherte in sich hinein bei der Erinnerung ... ob .er nun morgen kommt und seinen Antrag macht? oder ob ich nicht doch lieber den kleinen Freddi nehme? Sie dachte zärtlich an den kleinen Freddi, wie göttlich er Walzer tanzte, und an seine schönen, langen, schneeweißen Fingernägel und die körn« blumenblaue Schlipse, die er trug. Er trug sogar seidene Hemden, versicherten ihre Freundinnen. Gewiss, der kleine Freddi hatte seine Vorzüge. . . Draußen aber im blühenden Klee unter den samenschweren Sommerhalmen lag einer, der hatte sein Gesicht ins Gras vergraben und die Fäuste in die Erde geklammert, und er weinte, weinte, wie man nur einmal weint mit göttlichen 24 Jahren, dass es Blumen ohne Duft gibt und Weiber ohne Seele, und dass sie so lieblich sind . . . >o wunderlieblich! . . . Laibllcher Zeitung Nr. 138 1250 21. Juni 1897. vorgewiesen. In mehreren Betrieben auf dem flachen Lande wnrde die Wahrnehmung gemacht, dass die Arbeitsbücher sich nicht wie vorgeschrieben (§ 80 o, G. O.), bei dm: Gewerbeinhaber in Aufbewahrung befanden, sondern von diesem dem Gemeindeamte übergeben worden waren. Unstatthafte Eintragungen oder conventionelle Zeichen wurden in den Arbeitsbüchern nicht beobachtet; als solche erschienen aber zuweilen den Arbeitern selbst Dinge verdächtig, welche offenbar als Zufälligkeiten angesehen werden mussten, so Tintenkleckse im Zuge der Unterschrift, geschninkelte Initialen u. dgl. Arbeiterverzeichnisse wurden, einen einzigen Fall (Emailgeschirrfabrik) ausgenommen, in allen fabriks-mäßigen Betrieben als nach Vorschrift (§ 88, G. O.) geführt vorgefunden; es mussten jedoch in mehreren Fällen verschiedene Mängel betreffs der noch einzutragenden Daten beanständet werden. Dagegen fehlten Verzeichnisse in den zum erstenmale inspicierten kleineren Unternehmungen noch vielfach, in den nicht fabriks-mähigen Betrieben fast ausnahmslos: die betreffenden Inhaber glaubten nämlich durch Aufbewahrung der Lohnlisten allein schon dem Gesetze g?nügt zu haben. Inbetreff der Arbeitsordnungen können zwei Gruppen derselben leicht von einander unterschieden werden.- die älteren nämlich, schon auf den ersten Blick an dem großen Umfange ihres Paragraphen: «Strafen» erkennbar, und diejenigen, welchen das vom Amte überlaffene Muster als Vorbild gedient hatte. In einzelnen Fällen begegnet man aber immer noch kleinen Zetteln, deren Inhalt nach Ansicht des betreffenden Gewerbeinhabers als Arbeitsordnung gelten soll. Ein soscher Zettel lautete in seiner Gänze, wie folgt: «In meiner Werkstätte findet gegenseitig keine Kündigung statt. Während der vierzehntügigen Probezeit kann der Austritt, beziehungsweise Entlassung, jeden Tag erfolgen. Nach getroffener Lohnvereinbarung jedoch nur mit Schluss drr Woche, iu welcher der Austritt gegenseitig angezeigt wird. Datum, Unterschrift des Meisters. Unterschrift des Gehilfen.» In einem Falle (Tischlerei) musste die Anzeige an die zuständige Behörde darum erstaltet werden, weil der betreffende Betriebsinhaber die Verpflichtung zur Anbringung einer Arbeitsordnung beftritt. Die überwiegend größte Anzahl von Streitigkeiten entsprang auch im Berichtsjahre wieder dem Mangel an Vereinbarungen über die Art der Lohnzahlungen. Diese finden zwar nunmehr durchwegs in barem Gelde statt, vielfach jedoch nach erfolgten Abzügen, auf welche der Arbeiter nicht gefasst ist, noch auch sein kann, so insbesondere: für an feine Gläubiger geleistete Abzahlung von Schulden, für angebliche Schadenanrich-tungen und Arbeitsfehler, welche bis zum Zahltage mit keinem Worte erwähnt worden waren — durch Eigenmächtigkeiten also, deren Unstatthaftigleit klar-zulegen, eS oft überaus schwer und zeitraubend war. Nachgerade der Willkür des Arbeitgebers erschienen aber nach dieser Richtung hin die Arbeiter in einer großen Tischlerei preisgegeben. Daselbst wechselte nämlich das Lohnsystem fast täglich, so dass die Richtigkeit der daraus resultierenden, auf Combinationen zwischen dem Schicht- und dem Accordlohne basierten Abrechnung sich füglich jedweder Controle entzog. Ebenso willkürlich gieng eine Tuchfabrik vor. Der jeweilig neu aufgenommene Weblrgehilfe blieb nämlich in der Regel nicht länger als zwei bis drei Wochen bei einer und derselben Arbeit, sondern wurde nach zurückgelegter Probe- zeit, jedoch unter Beibehaltung des von vornherein vereinbarten Accordes, zu einem anderen Webstuhle hingestellt, an welchem sehr minderwertiges, vorwiegend aus Abfällen gesponnenes Garn verarbeitet werden sollte; dadurch wird es erklärlich, dass, während der Betreffende sich in der ersten und den beiden darauf gefolgten Wochen durchschnittlich je 12 fl. verdient hatte, infolgedessen er auch mit dem versuchten Accord' satze ganz einverstanden war, sein Arbeitslohn in der vierten Woche fl. 2 37, in der fünften aber gar nur fl. 196 betrug. Lohnvereinbarungen müssen allerdings, da im Gesetze hierüber nichts Näheres bestimmt, im Sinne des § 72, G. O. unter jene Verhältnisse subsumiert werden, die Gegenstand freier Uebereinlunft zwischen den Ge-werbetreibenden und ihren Hilfsarbeitern bilden. Angesichts zahlreicher Vorkommnisse von der zuletzt angeführten Art dürfte indessen die gesetzliche Regelung des Accordsyftems, zumal in der Textilbranche, etwa dahin, dass der Arbeiter sich hiebei niemals weniger als den ortsüblichen Taglohn verdiene, einem wahren Bedürfnisse der Praxls entsprechen. Politische Uelierftcht. Laib ach, 19. Juni. Die «Reichswehr» wundert sich darüber, dass nunmehr aus jenem Theile der liberalen Presse der Ruf nach einer Initiative der Regierung zur Schlichtung der deutsch-böhmischen Sprachen st reites schallt, welcher formell und materiell den Kampf in Bahnen zu leiten bestrebt war, wo es leine Umkehr mehr gibt. Das citierte Blatt wendet sich insbesondere gegen diejenigen Journale, welche das deutsche Voll über die Ziele und Absicht der Regierung irrezuführen suchen. Wer zur Beruhigung und Aussöhnung bei' tragen will, sagt die «Reichswehr», muss vor allem seinem Volle die ganze Wahrheil sagen. Er muss ihm sagen, dass der Kampf, zu welchem es von gewissenlosen und unpatriotischen Elementen gedrängt wurde, nur verderblich sein kann sür die nationalen Interessen; dass nationale Interessen nur im Rahmen drs Staatts vertheidigt und erkämpft werden können; dass der Kampf außerhalb des Staates und gegen denselben an der Lebenskraft Oesterreichs scheitern muss und dass der Kampf gegen den Parlamentarismus ein Wüthen gegen sich selbst ist; dass es höchste Zeit ist, um» zukehren auf den mit politischen Irrthümern und Fehlern gepflasterten Weg der gewaltthätigen Obstruction im Parlamente und des passiven Widerstandes im Lande; endlich, dass die bisherigen Losungen sowohl taltisch als politisch ganz und gar verfehlt waren und dass sie im nationalen Interesse sofort aufgegeben werden müfsen. Die Vertagung des Ausgleiches hat auch die Nothwendigkeit zur Folge, mit der Oest err eichisch-ungarischen Bank eine Vereinbarung über die provisorische Verlängerung des Privilegiums zu treffen. Bisher wurde zwischen der Regierung und der Bank noch keine Verhandlung über diese Maßnahme gepflogen. Der «Neuen Freien Presst» zufolge nimmt man in den Kreisen der Bank an, dass das Privilegium zunächst unter den alten Bedingungen auf die Dauer von ein oder zwei Jahren verlängert werden dürfte und dass die Verhandlungen mit der Regierung gegen Ende des Sommers stattfinden werden. Das Aank- provisorium würde in der neuen Session des Reichsrathes als eine der ersten Vorlagen unterbreitet werden. Das ungarische Abgeordnetenhaus hat gestern die Vorlagen, betreffend die Landwehr« Erziehungs- und Officiers-Vilduugsanstalten, in dritter Lesung angenommen und sodann die Generaldebatte über die Strafprocess-Novelle fortgesetzt. In der italienischen Kammer vertheidigte gestern in fortgesetzter Debatte über das Budget des Ministeriums des Innern Ministerpräsident di Rudini die innere Politik des Cabinetes. Das englische Unterhaus nahm den Antrag Balfours an, dass die Mitglieder deS Hauses am Sonntag dem Iubiläums-Danlgottesdienste in der St. Margareth-Kirche corporativ beiwohnen. William Redmond protestierte gegen diesen Antrag und betonte, dass die Iren sich an der Feier nicht betheiligen könnten. Nach einer der «P. C.» aus Belgrad zugehenden Meldung ist die von einem deutschen Blatte gebrachte Version, dass die Einberufung der großen Slupschtina behufs Revision der Verfafsung aus dem Grunde nicht erfolgt sei, weil man sich der dynastischen Gesinnung der radicalen Partei nicht sicher fühle, absolut unbegründet. Die Loyalität der Radicalen werde an den maßgebenden Stellen umsoweniger angezweifelt, als sie gerade in der letzten Zeit vielfache Beweise ihrer königstreuen Gesinnung geliefert haben. Die große Skuftschtina werde auch im angemessenen Zeitpunkte, wahrscheinlich noch vor Schluss des laufenden Jahres, zusammentreten, um das in Vorbereitung begriffene Verfassungswerk zu berathen. Selbstverständlich seien auch alle Combinationen, die an das angeblich in Hoftreisen gegenüber der radicalen Partei bestehende Misstrauen geknüpft wurden, hinfällig. Das Cabinet Si mill genieße andauernd das Vertrauen der Krone, und da es anderseits von der Majorität der Bevölkerung gestützt wird, so sei es in der Lage sowie auch entschieden gewillt, sein ganzes Programm der Realisierung entgegenzuführen. Aus Sofia wird gemeldet, dass die dortige Universität wieder eröffnet wurde und dass sämmtliche Studierenden, mit Ausnahme von zehn derselben, sich neuerdings inscribieren ließen. Die bekanntlich wegen Kundgebungen der Studenten anlässlich der Ermordung des Schriftstellers Constantinow erfolgte Schließung der Universität war, wie unsere Meldung berichtigend hinzufügt, nicht von der Regierung, fondern vom akademischen Senate verfügt worden. Nach einer aus London zugehenden Meldung transpiriere trotz der strengen Geheimhaltung der Einzelheiten derConstantinoplerConferenzen für die Friedensverhandlungen doch so viel, dass die Angelegenheit eine befriedigende Entwicklung nehme und einer baldigen Löfung nahegerückt fei. Man glaube er« warten zu können, dass der Entwurf deS Friedens' Vertrages im Laufe der nächsten Woche ausgearbeitet sein und dann sofort den Cabinetten zur Genehmigung vorgelegt werden wird. Em Bericht aus Athen betont, dass den noch immer auftauchenden antidynastischen Aeußerungen mancher Blätter keine Bedeutung beizulegen sei. Die angesehenen Organe der öffentlichen Meinung weisen derartige Ausfälle in entschiedener Weise zurück und heben hervor, dass das Schicksal Griechenlands Arraone. Roman von L. Noth. (17. Fortsetzung.) Rudi kam sich vor wie ein Märtyrer, wenn er an jene Zeit zurückdachte. Und dann die Auflösung des ganzen Haushaltes in der Stadt! Fast nicht zu ertragen war es gewrsen. Dazu seine Versetzung in ein anderes Regiment — in ein weniger kostspieliges — so eine Art Strafversetzung, auch das war ihm nicht erspart geblieben. Wahrhaftig, er hatte seine Schuld schwer genug gebüßt. Seine Vorfahren waren viel glimpflicher weggekommen, während sie es doch weit ärger getrieben hatten, als er. Und so gut wie jene immer ihr Haupt hoch zu tragen verstanden hatten, brauchte er das seinige auch noch lange nicht zu senken. Der Vergleich mit den in Frieden ruhenden Waldaus hatte Rudi heiter gestimmt. Er fühlte sich frei und leicht, wie seit langem nicht mehr. Mit Be« Hagen sog er die frische Luft ein, während feine Blicke wohlgefällig umherglitten. Der Frühling brachte auch dem Heidelande feine Gaben, wenn auch nicht so mannigfaltig wie andereu Gegenden. Der junge Mann fand sie in diesem Augenblicke, in dem er allen Druck, der auf ihm lastete, mit dem ihm eigenen Leichtsinn von sich abwälzte, wunderbar schön. Schade, dass sein Urlaub schon wieder zu Ende gieng! «Äh, uns' jung Herr Baron!» sagten die Leute, die auf dem Felde gearbeitet und nun zum Feierabend rüsteten. Sie hatten ihn aufwachsen gesehen und da ihnen m ihrer En.samkeit und Schwerfälligkeit nur langsam die Zeit vergieng, tonnten sie nicht recht be- greifen, dass er nun schon ihr Herr sein sollte. Sein liebenswürdiges, sonst allzeit heiteres Wesen hatte ihm von jeher alle Herzen gewonnen, und der düstere Ernst, der jetzt auf seinen Zügen gelegen, hatt«: ihm die lebhafte Sympathie der einfachen Landbewohner erweckt. Wie der junge Herr sich den Tod seines Vaters zu Herzen nahm! Bei seiner leichten Gemüthsart hatten sie das gar nicht für möglich gehalten. Er war ja wie verwandelt! Es erfreute sie daher nicht wenig, als er sie jetzt zum erstenmale wieder fröhlich grüßte. Freundlich, einige schmeichelhafte Bemerkungen über ihn unter sich austauschend, blickten sie ihm nach. Das Pferd hatte einen leichten Trab angeschlagen. «'n Abend, Herr Baron!» «'n Abend, lieber Tjaden!» Rudi hielt sein Pferd an und reichte dem alten Inspector, der, im Dienste Waldaus ergraut, jetzt an einer Biegung des Weges unvermuthet vor ihm stand, die fein behandschuhte Rechte, zog sie aber schnell wieder zurück und klopfte sie wie abstäubend gegen die Linke. An der schwieligen Hand des alten Beamten hatte etwas Erde, einige Atome seiner heimatlichen Scholle, gehaftet. «Nun, wie geht's, Tjaden?» fragte er aber dennoch leutselig. «Danke, Herr Baron, 's is man so, muss zu frieden sein!» lautete die Antwort. «Wollte den Herrn Baron mau bloß fragen, wie das nun werden soll mit dem Wafsertrog im Kuhstalle; neue Röhren müssen gelegt wcrden, sonst erleben wir, dass das ganze Vieh. zeug mal ersäuft. Am Tage kann man ja Achtung passen, aber nachts —» «Freilich, Tjaden, geben Sie nur Auftrag, dass es geschieht,» unterbrach der junge Gutsherr den Sprecher; der Bericht des alten Mannes langweilte ihn. Verlegen drehte letzterer seine Mühe in der Hand hin und her und meinte: «Möchten der Herr Baron nicht erst den Kostenanschlag —» «Es soll auf Rechnung geschrieben werden!» unterbrach Rudi chn mit Hast. Ein leiser Seufzer antwortete dieser Aufforderung. «Und dann das Dach im Gesindehaus!» fuhr der Inspector fort. «Es regnet den Leuten ins Essen und das gibt eine dünne Suppe!» «Natürlich muss es neu gedeckt werden!» versetzte Rudi. «Sie haben ja i)1oin pouvon-, lieber Tjaden. Sieh da, ein Schwärm Kiebitze! Haben gut gebrütet dieses Jahr!. Rudi nickte dem Beamten freundlich lächelnd zu und wollte davonreiten, aber der alte Mann, ein Ost-friese, pflegte mit der Zäheit seines Volkes eine einmal begonnene Sache zu Ende zu führen. «Ist leine Kleinigkeit, so 'n neues Dach, He" Baron,» sagte er, neben dem Pferde herschreitend. «Glaube ich schon, glaube ich schon,» sagte Ruo» verloren, «besprechen Sie nur alles Nähere mit dem Dachdecker l» , . «Dort ist schon das Haus!» fuhr Tjaden sori. «Möchten der H^rr Baron nicht einmal selbst "-' «Würde gar leinen Zweck haben. Tjaden, g<" leinen, vertraue ganz Ihren Anordnungen!» wehrte oc junge Officier ab. (Fortsetzung ftlgt) Lcnbacher Zeitung Nr. 139. 1251 21. Juni 1897. nicht nur von der Erhaltung des monarchischen Regimes überhaupt, sondern speciell vom Bestände der gegenwärtigen Dynastie abhänge, welche es vermocht habe, den fortwährenden inneren Umstürzen, die das Land an den Rand des moralischen Abgrundes ge-bracht hatten, ein Ende zu setzen. In den letzten Tagen sollen dem Könige viele Kundgebungen der Loyalität und Sympathie zugegangen sein. Der bereits in seinen Umrissen bekannt gewordene neue Vertrag zwischen Transvaal und dem Oranje-Freistaat ist nun von der Vertretung der letzterwähnten Republik mit 40 gegen 15 Stimmen ratificiert worden. Um sich zu einer Föderativ-Union zusammenzuschließen, haben die beiden stammverwandten Staaten vor allem feierlich die friedlichen Beziehungen im Innern und ihr freundschaftliches Verhältnis festgestellt ; ferner verpflichten sie sich zu gegenseitiger Hilfeleistung im Falle bedrohter Unabhängigkeit und zur Bekanntgabe aller Thatsachen, welche den Frieden eines Staates stören könnten. Daran schließen sich Vereinbarungen bezüglich der Freizügigkeit und der Bildung eines Bundesrathes. Tagesneuigleiten. — (Ervffnung der neuen Central» station der Rettungsgesellschaft in Wien.) Die Eröffnung und Einweihung der neuen Centralstation der Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft erfolgte am 16. d.M. in Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers. Ihrer l. u. l. Hoheiten der durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Leopold Salvator, Eugen und Rainer, der Minister Grafen Vadeni, Edlen v. Krieghammer. Grafen Lebebur, Varon Glanz und Varon Iofila, de« Statthalters Grafen Klelmansegg, des Mrgermelfter« Doctor Lueger und zahlreicher anderer Würdenträger. Seine Majestät der Kaiser, mit stürmischen Hochrufen begrüßt, beantwortete die Ansprache des Präsidenten der Reltungsgefellschafl Grafen Lamezan mit der Versicherung, das« er dieses der edelsten Menschenliebe gewidmete Haus mit regem Interesse betrete, und forderte den Verein auf, dass delselbe auch im neuen Haufe seinen Traditionen treu bleibe. Se. Majestät machte sodann einen Runbgang durch alle Räume und verlieh nach einstündigem Aufenthalte unter brausenden Hochrufen der Versammlung, die fich auf die Straße fortpflanzten, das Haus. — (Militärische Gedenkfeier.) Da« In. santerleregiment Hoch. und Deutschmeister Nr. 4 feierte nm 18. d. M. in Wien den 140jährigen Gedenktag der Schlacht bei Kolin, woran das Regiment ruhmreich be« lhelligt war. Da« Regiment stellte fich im Kasernhofe unter dem Commando des Obersten Hausner auf, worauf 8e. l. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog ltugen unter den Klängen der Vollshymne die Front abschritt. Sonach fand in der Kirche am Rennweg ein Vottesdienft statt. In die Kaferne zurückgekehrt, hielt dberft Hausner eine kurze, markige Ansprache an die Truppen, dieselben ermahnend, der ruhmreichen That ihrer Vorfahren zu gedenken. Der Oberst schloss: «Er-Nku-rn wir heute da» Gelöbnis, mit gleicher Treue im Herzen, mit allöfterreichischer Tapferkeit in der Brust zu Kaiser und Vaterland bis in den Tod auszuharren, es d«n tapferen Vorfahren gleichzuthun. So wahr uns Gott helfe.» Eine «ufterhaste Defilierung war der Schluss der Feier. — (Der Process geller vor dem Cassation «Hof e.) Der Oberste Gerichts- als Cassation«. Hof hat am 18. d. M. da« Urtheil überprüst, womit ^r. Karl geller am 31. März vom Landes- als Schwur» Wichte wegen Verbrechens des Betruges, begangen durch bblegung eines falschen Eides, zur Strafe des schweren Erkers in der Dauer eines Jahres verurtheilt wurde. 5r. Karl geller, der seit längerer geit an Händen und Füßen «elllhmt schwer krank darniederliegt, war es, der gegen "n Willen der Staatsanwaltschaft mit Hilfe seine« Verteidigers es durchsehte, dass da« Ober.Landesgericht mit Entscheidung vom 19. Jänner d. I. dle Durchführung °er Hauptverhandlung wider Dr. Zeller in dessen Nb-^«lenheit anordnete. Der Oberste Gerichtshof entschied, A« der Beschwerde der Gattin des Verurtheilten, Frau ^NNa geller, stattgegeben, da« erftrichterliche Urtheil cas-^tt und der Fall zur neuerlichen Verhandlung an da« Schwurgericht geleilet werde. In der Begründung wird ^rvorgehoben, dass die Hauftlvelhandlung in Abwesenheit "« Angeklagten gemäß 8 427 der Strafprocess'Ordnung "lcht durchgeführt werden konnte. ^(DieWitwede« K0nig« Dom Miguell.) ^n Portugal, Adelheid, geborene Prinzessin von Löwen-Aln-Vierthtim, geht, wie aus Rom gemeldet wirb, ins softer. Sic wurde a« 3. April 183 l auf Schloss ^«in-Heubach in Fsanlen geboren, zählt mithin 66 Jahre. ^ Alter von 21 Jahren vermählte sie fich mit dem !°"ige Dom Miguel I. Dieser Ehe entsprossen sieben "'"der. Am 13. Juni gedachte die Dame im Venedic« "erinnenlloster zu Solesmes in Frankreich ihr Nonnen-" lubde abzulegen. b, -^ (Eleltricität« werl in Vrünn.) In ^1 a« 14. b. M. abgehaltenen gemeinsamen Sitzung ^ «ranne, Gemeinderathe« und de» Veleuchtungscomilc» wurde einhellig beschlossen, der «Elellricilätt-Nctlen.Ge. sellschaft, vormals Schlickert hat Gymnasiallehrer Hintner seinerzeit in der Section «Kram» des deutsches und österreichischen Alpenvereincs zwei Vorträge gehalten, die unlängst in der «Oesterr.» Ungar. Revne» (Wien) veröffentlicht wurdcu. Von dieser Studie liegt nunmehr ein Sonderabdruck vor, der um 60 kr. bezogen wnden kann. Der bekannte Pädagoge Bürgerschuldirector und Stadtfchulinspector Frisch in Mal" bürg a. D. widmet der Arbeit im " Rodockendorf (2 H.), St. Veit (1 H.); im Bezirke Loitjch der Gemeinde Altcnmarlt (2 H.); im Bezirke NudolfSlvert ' den Gemeinden Ainbrus (1 H.), St. Michael - Stopic (-' Z'/, Töplch (4 H.) und Tfchermoschnih (1 H.); im Bezirke T'^ nembl in den Gemeinden Altenmarkt (12 H.), Gradaz (1 ^j Kälbersberg (4 H.), Lola (1 H.), Petcrsdorf (1 H.). Podzf"s 1 ll H.), Radeuze (» H.), Schweinberg (4 H.), Semic (^H, Stockendorf (8 H.), Suchor (2 H.), Tribute (2 H.), F'^ nembl (4 H.), Weinih (ü H.) und Winkel (1 H.); im Mi' Laibach Stadt.Mag. (1 H.). Erloschen: die Schweinepest im Bezirke Gottfchee in den Ge'neiH Altlag und St. Gregor; im Bezirke Littai in der OeM',^ Weixelburg: im Bezirke Loitfch in der Gemeindl ^blal, Bezirke Nudolfswert in den Gemeinden Haidowih, Lange"'" Sagrah und Seisenberg; . ^t der Rothlaus bei Schweinen im Bezirke Gurkfeld »>' Gemeinde Heiligenlreuz. Laibacher Zeitung Nr. 138. I ii53 21. Juni 1897. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 19. Juni. Dr. Gruber, städt. Polizeiarzt, Klagenfurt. — Ritter v. Zyorsly, liwigl. ung. Gcnd.«Oberstlieutenant, s, Ge» mahlin, Budapest. — Dr. Kryssel, l. u. t. Regimentsarzt; Slawil, l. n. t. Major, Graz. — Nowak, Beamter, Eisnern. — Rieger, Director, Neumarltl. — Ariel, l. t. Professor, Rudolfswert. — Kulooic, l. l. Beamter, s. Gemahlin; Bubal, Ingen, und Dampf-tessejiuspector, Trieft. — Dr. Machaczef, Brunn. — Hepft, Beamter, Fiume. — Bernert, Klein, Zych, Sobecl, Brenner, Noel, Fischer, Fichherger, Fleischer, Basch, Me,, Wien. Volkswirtschaftliches. Lulliach, 19. Juni. Auf dem heutigen Warlte sind er< schienen: 2 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und Stroh, 12 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. DurchschnittZ.Preise. fi>lr. fl.Ifr. st. ^' st k Weizen pr.Heltolit. 8 50 8 W Butter pr. Kilo . . — 80------- Korn » 6 20 tt 50 Eier pr. Stlick ..-25------- Gerste » bj— 6'— Milch pr. Liter. . — 10------- Hafer » 6 20 6 50 Rindstcifch pr. Kilo -«4-j— Halbfnicht , ---------------Kalbfleisch » -!62—,— Heiden » 7— 7 80 Schweinefleisch » 70------- Hirse » 7 — 6 — Schöpsenfleisch » 4b------ Kukuruz » 5—510 Hähndel pr. Stück -45------ Erdäpfel » 5-----------Tauben » 15-Linsen » 12-----------Heu pr. M.-Ctr. . 1 96------ Erbsen ' 12-----------Stroh » . . 1 78------ Fisolen » 6-------!— Holz, hartes pr. Nindsschmalz Kilo — 94 - - Klafter 6 30------ Schweineschmalz » — 70------- — weiches. » 4 50------ Speck, frisch » - 70------Wcin,roth.,pr.Hktl.------24 -— geräuchert » — 68-------— wrih.cr. » . _ 30 - Verfiorveue. Am 16. Juni. Franz Cemazar, Schlossergehilfe, 56 I., Reber ?, ludercul. pulm. Am 18. Juni. Agatha Ccsnovar, Besitzerin, 48 I., Unlerlrainer.Straße 3, Meningitis. — Agnes Nonca, Iuwoh-li.riu, 74 I., Deutsche Gasse 7, ^ar»»mu8 »enili». Am 19. Juni. Thomas Mostat, Besitzer, 72 I., Au« ftraße 14, acut. Magen- uud Darmlatarrh. Im Civilspitale. Um 13. Juni. Marjeta Cefarmi, 62 I., Lunge», entzllndung. ......---------- «m 14. Juni. Franz Knez, Arbeiter, 25 I., Tuber, culofe. — Peter Marcon, Arbeilerssohu, 4 St., Cyanose. Am 15. Juni. Franz Bas, Knecht, 19 I., luusrcul. pulm. An, 16. Juni. Johann Iereb, Schmiedhelfer, 39 I.' Tuberculose. Am 17. Juni. Eduard Skaberne, Handelsmannssohn, 10 I., ?erloration68 keritoniti». Lottoziehung v,» 19. Juni. Trieft: 63 19 13 31 76 Linz: 83 36 2 13 84 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306-2 m. ^ ^Z 8^ »3 ^^ de« Himmel» R«D <<, 2"ll7N. 728 6 12 4 NO. mäßig Regen" " " 9 . Ab. 733-1 75 S. mäßig dewöltt 7U.Mg. 733 7 7 5 NO. schwach halb bewölkt 20. 2 » N. 731 7 19 4 SW. z»nl. stark halb bewölkt 31-2 9.«b. 732-510-6 SW. schwach j Regen 21. j?U. Mg. ?34-2l 11-4, NO. schwach , h^^ ^.7 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag und Sonntag 10 4« und 12 5°, beziehungsweise um 7 8° und ü-8« unter dem Nonnale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Obm-IanuschowSkd Witter von Wis'ehrali. Was habe ich zu faticren? Was habe ich zu zahleu? Unter diesem Titel erscheint soeben im Verlage von Manz von berufenster Seite eine gemeinverständliche Darstellung der ueueu Steuer.Neform. I. Heft: Allgemeine Erwerbsteuer; Erwerbsteuer von den der öffentlichen Rechnungslegung unter-worfrnni Unteruchmuügen. Preis 50 lr., per Post 53 kr. — Bei der Wichtigleit des nenen Gesetzes ist die Herausgabe eines Buches, das die Reform den weitesten Kreisen in populärer Weife erläutert, freudig zu begrlißen. — Vorräthig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr guten und unvergesslichen Mutter, Schwester und l Schwägerin, der Frau ! Agathe Le8lwlmr Wirtin und Besitzerin ! sowie für die zahlreiche Begleitung der theuren Ver« l blichenen zu ihrer letzten Ruhestätte uub für die ! schöuen Kranzspenden sprechen wir hiemit den herz« lichsten und wärmsten Dank aus. Laib ach, den 19. Juni 1897. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise der Theilnahme während der Krankheit und für die zahlreiche Betheiligung anl Begräbnisse unseres unvergesslichcn Söhnchens Gduard sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekann» ten uufern innigsten Dank- ferner danken wir für die zahlreichen schönen Kranzspenden, dein geehrte« Lehrkörper und den Schülern der II städt. Volksschule ^ für das letzte Geleite und noch besonders den Herren ! Aerzten fiir die aufopfernden Bemühungen während der Behandlung des Verblichenen. Laibach am 21. Juni 1897. Nugust und Adele Vlabernö. Course an der Wiener Börse vom 19. Juni 1897. «««dem »Meuen «o««««««. .. . ^ , ^ G,N> War' ' „ Einheitliche N«nt« ln clolen «r». M,t'«°uembet . . . 10815 10»'3b !n >!<°teil verz. ftebruar-Nu^üs! 102 05 10» »5 .. Oilber verz. Iänner-Iu!! l0L 10 1»» »0 „ „ ,, «pril^vttol't» 10210 10« 30 l!<54,r 4°/, Vtualslolt. »50 st. Ibü 50 15« liU l«N0er 5°/» ,, «anze 500 I, 14« 10 146 bl» l8«0cr Ü«/« „ Fünftel 100 l. ll>8 7b «NU'7^ l864er staat«lol< - - too l. »89 — l»»Ül> b»«. „ . . 50 fl. 189 — <»9 l,0 zo/. V »°/, bto. Nente ln N'rontnwühr., Neuerllti für «0<» Kronen No«. lO0 9U lNl l0 dtx kt» »«'>' 'is»««» , . l«x» 80 l«1 l(» »'/,°/o ssterr. Investltlons'RtNte für «x» Kronen «om.. . . »3 50 »»?b »»1e»»ah». St«at«s«nl>«r. schrei»»»,««. tlisabethbahn in »,, steuerfrei (dlv, st.), für »oo fl. «. 4°/» l»l »0 1»« ilo franz« Joseph >«°hn !n Lllbcr (dw, St.)» 10U fi,Nom.b'///c l»» »b l»8 »0 «ubolf»b»hn 4'a ». Kronen». fteuers.(dlv, 3t. , für 200 Kr. Nom ........ »8 85 lU0 Uü «°rarlber«b u. 2000 Kr. f, llW Kr, No»......««)'—lUl, 75 gn «t»a«lchnlbveelchrelbn». «in abatstnnp.«lsenb..«etie». ««labethbahn »O) fl, «M, ü'/.°/i uun üoo n, ü, W. pr, Etilll . «5b-— libS KO l>tl>. llinz-Nudvoc!« «»« st, 0. «. b>'°/ ....... «34 5l> «3» l>0 °lo, Slllzb.'Tir. «0« si. 0, W. b°/» Wl »0 «»» ü" «nl<,.K<,rl.«ut>v,'«.ll<>N «l, HltlllbethbllhN, 400 U.2U00 w. »W M. 4°/u......1l!>'3l> 12» U5 ffranz Joseph^,, «m. l»84,4°/» »» 50 10« t»U Vnl!,üche »>'<"-l °Lud»!l««Nahn, bwerse Vtüse «"/„..,, 99 4» 100 4l) «orallderz« «ayn, «m. l8»4, . «°/, . blo. pri Ultimo . . :WI/,°/„ 1»3'- 123 8b dto. oto. Silber 100 fl., <>^<>' 101 l>0 10» 50 dto. Vtlla!« Obli«, (Un„, ONb,) d. I. 187«, °°/„..... Ill« bu 181 u> bto.4V,°/°Sch»nlregal.«lbl.«Obl. 1(,1-^> 101 «o bt«. PrHm,'«nl, ^ 100 fi. 5. W. 104— 88 50 4°/, ungarüche (10U fl. 0.W.) . »? 75 »8 ?b Hnd,l» 2ff»ntl. Anl«h»n. Donau°Neg.<2o!e b»/„ .... i«8 — 123 75 dto. ««»leihe 1878 . . 108b0 — - /Inlehcn der Etadt «5rz, . . iiz zo — — .lnleben d. Gtabtgemelnde Wien 104 25 105-25 vlnleyen d. Gtadtaemelnbe Wien (Silber oder »old).... 1»?-»5 128 50 Prämien-Anl. b. VtadtM. «len l«7-l5 i«8 «i» ^örs«bn»!.«nlshen, verloib. b»^, «00 50 10l-«5 «eld Uar< ßsanddri»ft (für 10« fi.). Vod«. »ll«. «st. tn 50 I. verl. 4»/« 99 «« 1;«««« Ltaatibal!l,»°/^Frc».b0«P.St. ^.Il .^ Tlldbah« 8°,o i Frc». ülX) p. St. ,««._ <««>,« dt°. b°/, i»l!00fl. p. 100fi. izg,»«,,,.^ Un«..«»liz. «ahn..... 108 »0'us— 4°/» Unt Wlllbslein-Lose «0 N, NM. . . b8» »l - «ewinftsch. d. »"/»Pr.'GchuIov. b. «odencreditanftalt,!. »m. . lb'4<> l«4U btll. dtl,. ll. «w. 1«8». , »7-I.0 «8 50 « W»« (per Vrüll). «n,lo-l>«. Vanl llftN fi. 60"/,». l59 - 1»0— Vankverein, Wiener, 100 st. . »l>7?b «b8 »b Vl>dcr,.«nfi..Oest.,2U0fl.G.4U°/, 470 — 471 - «rdt..«lnst. f. H»nd,u, «, ISN st. — -— dto. dto. per Ultimo Veptbr. 8s8l>0 8«»^- »reditbaul, «Ng. ung., «00)1. . 401-—4<»U'— Depofitenbanl, «Ng., »00 fi. . »29'— 2» «co«pte««el., Sldröft., bO0 fi. 788 — 740 - «ir»»u. «äffend., Wiener, »00fi. »79 - 2?» 50 HUPl>lhelb..c>tft^,z>00fl.25°/,H. 88- 90- LHnberbant, vell., »00 fi. , . 241 75 24» 2b vtfter:.ungar. Vnnl. «UN fl. . 9«0 — 8U2 — Uliionbanl 200 fi...... 80» «0 »U» S0 Verf«hr«ban», «ll«.. 140 fi, , i?b »b 175 l>0 ßctl»n von , (lit. li) 2»» st. . 54»'—547--. Nllnuu > Daulpfschissahrt« < Vcl , Oesterr,, 5<>t, fi. «M. . . . 470 — 471 — Dul'O°btnbacher0fi.s. 7,.^ 7^,, Ferblnand^^ordb. 10(X> st.TuX, »l>5(> »bb!< Lemb.., T^ernow.-Illssy - Hlsenl,,. G«ltUlchaf« »0ü N. V. . . . 2»?.»l>?»5 ülvvd, Orst., Trieft, b0N st. «M. »8l! — »8«-- Oefterr. Nordim'fib. 200 st. S, . »30'lib »»0 50 dto, bll). (lit. ll) 200 fi. v. 2S4'b0!»»i,'80 Plag-Duxer lii^nb. » l(» Güdbahn »00 st. T..... 8? 50 88 -- Gübnorbd. »erb.»V. »00 fi. IM. 2l49(> 215 40 lra3!wlly'Ges.,Wr.,170fl.«.W. 4»l - 43Ü75 bt». »«.,»«?, «an >l —'— — — <»»ld Ware Tr»n»a^«el., «eueWr., Vl<^> rilalt. 200 fi. GUb« »l»)'5U »II -. Unß.Xii^lv.t^liah »>«»)2». (per VtüH). «nugei.. «lll«. »ft., 100 fi. . . 91'bO 9»l»l» ««y^ier «Nien- und Otahl.Inb. in Wlm 100 st..... ?<> — 7l>— »iltnbahnw.'Helh«., »rfle, »0 fl. liil bX, 1H« lx> ,,,- »»a b»i Mont»n»«e3nb.'«es. »00 fi. «95 - «>99 -. »alao»T»ri. Sieinlohln» S0 l. «oll — »y8 — „Vchlöglnlübl^Papterf., »00 l. »10— »14.- „Vtevrer»,.", P«pi«f. u. »..«. I7l>— - ... »rilatler Kohim».»«es. 70 st. 163 — is«'5u «affenf.'V.,0«fi.lllW- 545'— Wr. «auaelelllchaft 100 y. . . ,0l- l<<» — «len«ber««ZG,s. »1t t»u »l»— D»vis<». »lmsterbam....... 98 — W lb Deutsche «I«tz?...... 58 «7, 58 80 Lvi'.bon........ «19 55 119 i!5 Pali«......... 4?'»») 4?«b v>. V«ter«bur«.............. Dalnlen. Ducaten........ b'S? b'f>9 »0'Fr»banln»ttn . . 5» »7, 5« 75 Itallenilchl' Äcinlnoten . . . 45 40 45 l«> V«v««'»i»bel .... 1'itS". 1 lN". Einladung zu der (2725) Dienstag den 22. Juni I. J. um 6 Uhr abends im Stadtmagistratssaale Laibach stattfindenden General-Versammlung des österreichischen Bundes der Vogelfreunde. Um zahlreichen Besuch wird ersucht. Der Ausschuss. (2624) 3-3 Nr. 2792. Zweite ezee. Feilbietung. Am 2. IlNi 1897, vormittags 10 Uhr, wird hiergfrichts die zweite executive Feilbiktlmg der dem Johann Su-starit von Sela Nr. 4 eigenthümlichen, gerichtlich aus 2540 fi. geschätzten Rea. lität Einl. Z. 869 »ä Tschernembl mit dem Beisatze abgehalten, dass diese Realität hiebei auch unter dem Schätzwerte an den Meistbietenden veräußert werden wird. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 5. Juni 1897. (2387) 3—3 St. 2466. Oklic. C. kr. okrajno sodisèe v Loži na-znanja: Dn6 5 j ul i ja in » 4. avgustal897, ! vsakikrat ob 11. uri dopoldne, vräila! se bode pri tem sodisöi izvrSilna j drafcba Janezu Lahu iz Gradiškega st. 4 lastnega in sodno s pritiklinami vred na 842 gld. 50 kr. cenjenega zemljišèa vl. St. 23 kat. obè. Ciradiško. Dražbeni pogoji, cenilni zapisnik in zemljeknjižni izpisek ležè tukaj na vpogled. V Loži, dn6 2. raaja 1897. Schöne Soiieriliiiipii in Selo, Oberkrain zehn Minuten von der Haltestelle Scherau-nitz (nächst Lees-Veldes) entfernt, sind für die Saison noch zu vergeben. Eg.ydiiiw •lej^lic (2719) 2-1 in Selo, Po»t Lee». Direct bezogen«, garantiert reiue Malaga-, Malwasier-, Mafleira-, (272o, süBrry-Wßiae /-1 zu Originalpreisen zu beziehen bei 40*« Murmayr, Oondltorel, Laibaoh, Petenstraia«. Vergnügungszüge zu Peter und Paul von Laibach nach Wien, Triest, Fiume, Venedig und Budapest. Besonders ermässigte Fahrpreise. 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