Nr. 55. Dienstag, 9. März l91^>. !34. IahrlMg. Mbllllier Zeitung bi» zu vier Ze«f» «0 d. gröhle por Zrür l2 d ^ be! öste«» Wildeiholunge» per geile 8 d. Til ^aibacher gfilung» «!chen>: lüglich. s.,l, «usüabme tc, »<-p» »ut, sssienalie, 3ic Kdn,inlftrat<<»»» lrsiide^ Nch «/iillbßiöslrasie «l, ,«.- die zp«>«KN«» Mitlooicilrasie At. i« Cpvcldstundeu b. ?? Erzherzog seinem bewährten Generalstabschef und dessen Gehilfen und gedachte dann der Armee, die cmrm dem Wahlsvruche des Allerhöchsten Kriegsherrn, nm vereinten Kräften dem Feinde die Spitze biete und oeren todesmutigen Hingabe der schliehliche Erfolg nicht fehlen werde. Die reichsdeutfche waffenbrüderliche Vereinigung maßt einen von den namhaftesten staatlichen und geistlichen Würdenträgern, Politikern, Hochschulrekloren, Ver- tretern der Wissenschaft und der Presse unterzeichneten schwungvollen Ausruf, welcher an die von den österreichisch-ungarischen Truppen, gemeinsam mit den deutschen Truppen geführten heldenhaften Kämpfe, wie sie bisher die Geschichte nicht kennt, erinnert und zur Sendung von Liebesgaben an die österreichisch ungarische Armee ailläßlich des Osterfestes auffordert. Gleichzeitig wird, um die Baude der Brüderlichkeit durch Herstellung persönlicher Beziehungen zwischen den Spendern und Empfängern fester zu knüpfen, angeregt, daß die Spender ihren Namen und Wohnort ihrer Gabe beifügen. Den Berliner Blättern zufolge gewannen die Mitglieder der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses, welche das Kriegsgefangenenlager in Dübrriiz besichtigten, die Überzeugung, daß die Behandlung der Kriegsgefangenen unter strengster Befolgung der internationalen Abmachungen geregelt sei. Die Abgeordneten erhielten die Mitteilung, daß bisher im deutschen Kriegsgefangenenlager insgesamt 780.000 Mann interniert seien. Die Pariser russische sozialistische Zeiwng „Na>e Slovo" meldet einiges über den Verlauf der geheimen Sihung der Duma, in der Sasonov mit den Abgeordneten Fricdensbedinguiigen und die Möglichkeit innerer Reformen in Rußland erörterte. Hauptsächlich die Kadetten bestanden darauf, daß Rußland vor allem die Dardanellen erwerbe. Der Minister des Innern, Makla-kov, erklärte, daß die Regierung teine Konzessionen bezüglich innerer Reformen zu »mchcn gedenke. Die Abgeordneten sprangen bei diesen Worten von den Stühlen cmf und die Sitzung mußte unterbrochen werden. Nach einer Pause versuchte Ministerpräsident Goremytin beruhigende Erklärungen abzugeben. In der Gesellschaft und bei den Kadetten wird die Haltung Goremylins dahin gedeutet, daß er beabsichtige, zum Kurse Stolypins Zurückzukehren. Die „Hamburger Nachrichten" berichten aus Stockholm: Eine überaus schwere KränlunK der schwedischen Neutralität dnrch England wird aus Karlskrona gemeldet: Kapitän Nilson, der einen schwedischen Fracht-dampfer von Spanien nach Karlslrona führte, wurde bei Dover angehalten. Eine Anzahl englischer Soldaten stieg an Nord und ihr Befehlshaber erklärte: „Ich habe den Befehl, auf neutralen Dampfern eine Strecke weit mitzufahren, damit meine Leute auf etwa sich zeigende deutsche Unterseeboote schießen können. Obwohl der Kapitän einen formlichen Protest einlegte und den Eng- ländern in scharfen Worten das in höchstem Grade Schimpfliche und Ehrlose ihrer Handlungsweise vor-ir»arf, blieb die anfgezwungcnc englische Besatzung an Bord. Selbst die Vorhaltung des schwedischen Kapitäns, daß deutsche Unterseeboote eine Beschießung selbstredend beantworten würden, daß also die englischen Soldaten den Kapitän und die gesamte schwedische Besatzung der größten Lebensgefahr aussehen, machte auf die Engländer nicht den geringsten Eindruck. Weiters sagte der schwedische Kapitän aus, er habe am anderen Tage seiner Neise einen englischen Handelsdamftfer, das sogenannte London-Collier-Types gesehen, der die schwedische Flkgge führte. Die Aussagen des Kapitäns, der als durchaus vertrauenswürdige Persönlichkeit geschildert wird, machen in Schweden einen sehr tiefen Ein-druck. In politischen Kreisen wird versichert, daß eine genaue Untersuchung des Zwischensalles angeordnet wird. Die „Times" melden aus Peking: Die chinesisch-japanischen Verhandlun^cn wurden am 4. d. M. sortge-setzt. China nahm Japans Forderung nach Verlängerung des Pachttermines für die Gebiete auf der Halbinsel Liaotung, einschließlich Port Arthur und Dalnijs auf 99 Jahre an. TalMirniKitttl. (PNthin in Paris.) In der „Humanits" hat Vik-lm Tiicll einen Fcldzng gegen die Gilde dcr Wahrsagerinnen und Kartenaufschlägcrinnen unternommen, was, vom kollegialen Standpunkt aus betrachtet, nicht nett >var. Denn gewisse Pariser Blätter ziehen einc erhebliche Einnahme aus den Anzeigen dcr Prophetinnen, die genau wissen, dah ocr siltlichc Zorn dicser Vlättcr übcr die Ausbeulung dcö Aberglaubens an den, Tag zum Durchbruch käme, an dcm er nicht mehr um den Preis von drei Franken die Zeile hintangchallcn würde. Es entspricht dcm! auch durchaus den Sitten dcr Pariser Presse, tvenn Herr Viktor Snell sogleich in den Verdacht geriet, mit seinem Fcldzug gegen die Wahrsage«!, die cr aus Achtung dor dcm Erlist dcr Zeit unterbunden lvisscn möchte, cs in Wahrheit selber auf die Kasse der Wahrsagerinnen ab-acsehcn zn haben. Das hat ihm eine von der Zunft in cincm Briefe ssesagt, von dein wir lebhaft bedauern, seine stilistischen und orthographischen Eigenheitcn nicht wieder-ssebcn zu tönucn. Er ist aber auch so noch schmackhaft ge- Dornröschens Ehe. Roman von Ernst Eckstein. («achdruck vtlbole»,) Wilma saß aus der großen Nasaltbank im Sont-lirunei Park und sah mit verschwimmcnden Äugen hiu-"ls in die Landschaft. Auf ihrem Schoß lag das Lieblingsbuch ihrer ^lndhcit, eine etwas kritiklose Sammlung von Mär-,!l."' <3^"oe" und Sagen, die sie jetzt trotz ihrer sech-seyn Jahre zum hundertsten Male hervorgeholt und mit "nmer erneuter Wonne durchblättert hatte. Bns?^l, """ "n wunderherrlicher Punkt, diese uralte Kl^ Nma,s ,,„ter den Büschen zerstreut etliche ^ amen lm Kopsstil, halb von Moos überdeckt, über-e emer langst entschwundenen Epoche, deren Stim-s?l'" der lauschigen Einsamkeit des Packs rätselhaft Klebte; dichtes Gesträuch; prächtige, vielhundertjährige "aume; die lauwarme Lust von leise hcrübcrschwcbenden ^ojendufteu ersüllt; so bildete dieser Platz einen würdi-«cn ^orhof zu dem hochromantischen Lustgarten, der sich Aer vom Ufer des Flusses an fast zwanzig Minuten ins Und hier, in der Abgeschiedenheit dieser Beete und ^umgange, im Schuh des reizvollen Schlößchens, dessen Nnggengelchniuckter Turm so malerisch hinter den Ulmen inn ^->"' sich Wilma Langsdors ruhig und ohne lnnere Stümie entwickelt. ' /u Ihr Vater, ursprünglich Landwirt, dann aber wissenschaftlich geschulter Botaniker, hatte schon frühzeitig die treusorgende Lebensgefährtin verloren und sich im Laufe der Jahre zu einem weltfremden Sonderling ausgebildet. Fm Einverständnis mit seiner unverheirateten Schwester Aurelie, die ihm die Wirtschaft führte, glaubte er seine Tochter Wilma nm zweckmäßigsten Zu erziehen, wenn cr sie vollständig sich selbst überließ und ihr im übrigen alles das vorenthielt, was seiner Meinung zufolge, die Remhcit ihres Gemüts schädigen konnte. Mit der sogenannten Gesellschaft in Berührung kommen sollte das Mädchen erst dann, wenn es erwachsen und innerlich von Grund aus gefestigt wäre. Ihr Verkehr beschränkte sich deshalb auf das geringste Maß, das überhaupt möglich war. Das entsprach namentlich auch den Wünschen Tante Aureliens, die — wohl auf Grund emes unglücklichen Hcrzenserlebnisses — einen seltsamen Stich ins Qberschwängliche hatte und es als ihre heiligste Pflicht ansah, Wilma so lange als möglich im Zustand einer traumhaften Ahnungslosigkeit über das Leben und seine Konflikte zu lassen. Wilma war merkwürdig veranlagt. Vorläufig fchien sie dcr Ansicht zu sein, als sei diese Welt da draußen in der Tat nicht begehrenswert. Wenn das Glück bei ihr anpochen wollte, so würde es schon den Weg finden — auch hier in die blühende Traumwelt des Sontheimer Parkes. Trotz dieser fast unnatürlichen Einsamkeit war eS noch nicht zu wirklicher langer Weile gekommen. Wilma beschäftigte sich etwas in der Wirtschaft, trieb Sprachen, interessierte sich für die Forschungen ihres Papas, musizierte ^ und vor allem — las außerordentlich viel. Und zwar, wie dies Tante Aurclie in ihrer vermeintlichen pädagogischen Einsicht zu veranstalten wußte, außer den wissenschaftlichen Werken nur solche Bücher, die ihr dio Zukunft wiej eine schöne Erweiterung ihres unvergleichlichen Parkes darstellten. Kein Mißklang sollte schon jetzt an ihr feinfühlendes Ohr schlagen und sie vor der Zeit über den wahren Charakter des Lebens aufklären. Schwärmerische Nackfischnovellen mit Lohengcinartigen Helden, unrealistische Familiengeschichten, aus denen sich Wilma eine Welt aufbaute, wie sie in dieser Vollrom-mrnheit und Wolkenlosigkeit nirgendswo crMertc, da5 waren die Kunstwerke, die Tante Aurelie für besonders geeignet hielt. So war denn Wilma, ohne daß es der Vater oder die Tante vermutete, allmählich zu einer wahren Phantastin geworden. Sie hätte sich kaum noch dcmibc^ gewundert, wenn ihr die Rehe mit sanftem Augcnaufschlaa, den Kopf auf das Knie gelegt, oder wenn nachts ans den Gardinen der Bettstatt geflügelte Gngelsköftfchen hervorgelugt hätten. Jetzt aber hatte si« aus dein alten vergriffenen Ma> chenbuch ihre Lieblingscrzählung, eine Variante des Dornröschens, langsam zu Ende gelesen. Nun tlmin ihr der Schluß dieses Märchens, dessen Stimmim? und Kolorit so völlig zu ihrer Umgebung paßte, ties ,n oer Seele nach. lFortsehung folgt) Laibachcr Zeitung Nr. 55________________^___________416_______________________9. März 1915 nug! ..Vor allein," Iaht sich die resolute Pt)ihia uerneh-inen, „mub ich Ihnen sagen, Sie geifern. Sic solltcu wissen, Eic Idiot, das; dcr Beruf, den ich ausübe, unzählige Jahrhunderte alt ist, dal)er von einem Esel Ihrer Art nichts zn fürchten lxit. Wahrsck^einlich ist Ihre Absicht, sich von den reichen Wahrsagern das Maul stopfen zu lassen. Ich gehöre zn den armen, aber wenn ich anch Geld hälie, so könnten Sie doch, lvaö bei einem Esel verwunderlich wäre, wie eine Nachtigall singen (das französische Bild für die Erpressung), ohne einen Marawedi von mir ^u ergattern. Die Zeiten sind traurig genug, und Sie würden besser tun. jeden seinen Unterhalt verdienen zu lassen. Der Krieg vermehrt unsere Kundschaft nicht, eher das Gegenteil. Ich schi.' sogar, das; Tie den Poli^ipräfelwi auffordern, das Gleiche zu tun, was der von Berlin getan hat. Tas sieht Ihnen ähnlich, Lumpenkerl, der Eie sind. Wenn man Sie morgen dafür bezahlen würde, das Gegenteil zn sagen, würden Sie es auch tun, Sie Tozialist von Berlin oder sonstwo, Sie käufliche Vcrräterseele. Ich sä,lies;e mit dem Wunsch, das; Sie krepieren mögen, Hund. der Sie sind." - Man muh sagen, das) dies eine Pythia ist, die ihre Orakel ohne Itucideutigleit von sich gibt. -- ilki» Schwein fiir 1008 .«ronen.) Auf dem Echlueinemartte in Wien erregte kürzlich ein Riesenschwcin Aufsehen. Das Tier loar wohl nicht in bezug auf Qualität so hervorragend, bloß das Gewicht von 3(il> Kilogramm wurde angestaunt. Es fand sich alsbald ein Käufer, der die stattliche Summe von 1N08 Kronen für das Tier be-zahlk'. Das Kilogramm in Lebendgewicht wurde mit 2 K «0 I, berechnet. Wenn man bedenkt, das; vor einigen Jahren für diesen Preis schon ein Paar Ochsen zu haben waren, so überrascht es um so mehr, dah so ein schiveres Tier so rasch einen Abnehmer fand. Das Schwein wurde für Wieu angelanft. <„Ean mer aber au!") Ein Angsbnrgcr Geschäftsmann erhielt von einem Freunde folgende originelle Zuschrift aus dem Felde: „Wir find ganz an der Front. Ge» stern abends kamen wieder etliche huudert Gefangene dnrch den Ort N. Neben einem deutschen Offizier stehend, sagte ich zn diesem, als soeben wieder ein Trupp Frmi° zosen vorbeizog: ..Die fan froh, das; g'fangn san!" Wie schauten,, wir aver verwundert auf, als ein Notbehoster aus der Gruppe rief: „San mer aber aa!" Wie sich's herausstellte, luar der Sprecher ein französischer Student, der längere Zeit in München den Mahkrug geschwungen und dort „nebenbei" studiert hatte. (Die „Kriegsohrseine".) Die aus Galizien nach Wien geflüchlcte Äeamtensgaltin Wanda' von Nichlihka hatte fich vor dem Margnrelhcner Strafrichter Dr. Natzen-hoser loeaen Mis;1>and1u»g ihres Dienstmädchens Apol-< lonia itouhcU zu verantworten. Am 3. Februar soll die Vc-schuldigte ihr Dienstmädchen geohrfeigt haben. Frau von Richlijjkcr gab dies ohne weiteres zu. Sie habe, erzählte sie, alle Schrecken der Nussenherrschaft in Galizien mitgemacht, das Dienstmädchen unter großer Gefahr für ihre Person alls dell Händen der Kosaken errettet uud es auf eigene Kosten nach Wien mitgenommen. Hier fei das Mädchen mit jedem Tage störrischer geworden und habe sic (die Beschuldigte) an dem kritischen Taae durch ihren Trotz so in Wut gebracht, oah sie dem Dienstmädchen die Ohrfeiyen gab. Der Richter sprach die Dame mit der Begründung frei, datz die Ohrfeigen zwar nicht in Ordnung waren, dah aber die Dame dadurch, dah sie sich des Mädchens annahm und ihm zur Flucht half, Rechte an sie erworben habc. welche nicht nach der gewöhnlichen Dienst-bolenordnung behandelt werden können. („Vater aller Dinge ist der Krieg".) Man hört jetzt so häufig die Bemerkung, daß der Krieg alle Werte umwertet, und findet die Richtigkeit täglich aufs neue im großen und kleinen bestätigt. Ganz merkwürdig stimmt das Sprichwort von heute zu einer Äußerung, die ein Weltmeister Jahrhunderte bor Christi Geburt getan hat, Heraklit aus Ephcsos, der um 500 v. Chr. lebte. Er hat wörtlich gesagt: ..Vater aller Dinge ist der Krieg." Und noch berühmter ist seine Sentenz, das; alles flicht, alles in Bergung ist. Gibt es Bezeichnenderes für die großen Verschiebungen, die jeder Tag auf dem grandiosen Kriegstheater bringt, das die Weltgeschichte kennt? ..Alles flieht und alles bewegt sich". Das tvar für den griechischen Phi-losopl^cn vor beinahe zweieinhalb Jahrtausenden daS Weltge,etz und der ewige Wechsel war ihm die mit dem Urfeuer ldentiw, all.s durchdringende Weltvernunft. Auf das Ere.gnis der Ereignisse, diesen schon siebeumonatigen Krieg angetvendet, bewegt sich alles in diesen Zeiten deren ins Innerste ergriffene Zeugen wir sind, weil eben der Krieg der Vater aller Dinge ist. Die Philosophie triumphiert; sie hat wieder einmal Necht behalten. Lolal- und Provinzilll^^ Sergschuhe für unsere Koldaten: Allgemein bekannt ift die ausgezeichnete Qualität der in den Alpenlä,tdern heimischen Bergsänche, und deshalb hat sich das Kriegs fürsorgeamt des Kriegsmini- stermms entschlösse», unseren im g-elde stehenden Truppe» Bergschuhe, soweit solche erhältlich sind, zuzuführen. (55 wird daher an die opferwillige Bevölkeruug im Bereiche des dritten Korvö die eindringliche Bitte gestellt, dic in ihrem Vesiij befindlichen Bcrgsllnchc uud anderen fcstcn, handgearbeiteten« Schuhe zur Verfügung zu stellen. Jede Spende von Bcrgschuhcu wird vom genannte« Amte mit großem Dank entgegengenommen; wer nicht in der Lage ift, die in seinem Veschc befindlichen Bergfchuhe kostenlos zur Verfügung zu stellen, erhält hiefür von dem genannten Amte eine angemessene, für neue Schuhe die volle Vergütung. (56 wird wohl niemanden geben, der seine Bergschuhe im Kasten liegen läßt, während sie unseren Soldaten in den Karpathen gute Tienfte leisten lmmtcn. Kramer! Zeigt, daß Ihr nie erlahmt in Eurem Opfermut fiir unsere Vrüder, die unser Reich so heldenhaft verteidigen. Liefert also rasch Cure Vergfchuhe ab. Ihr leistet unseren Truppen einen unermeßlichen Dienst. Kriegsfürsorgeamt des k. und t. Kricgsmi«isteriums. Naturalsvendensannnclstelle der I. t. Landesregierung in Laibach, Simon Grcgorciccva ulica W. Das Rote Kreuz Krains im Kriegsjahrc 1M4. Vom Präsidenten des Laiideslnlss' uud Frauenvereines Gustav del Cott. Jahrzehnte schon hatte der Landeshilfs- und Frauenverein vom Noten Kreuze für Kram gemeinsam mu den Zweigvercinen in stiller Fricdcnstätinkcil Vorsorge für den Kriegsfall getroffen. Plötzlich entbrannte der gefurchtere Weltkrieg und nun hatten die Vorbereitungen des Vereines die Belastungsprobe zu bestehen — eine weit größere, als sie vorausgesehen hatte werden können. Nasch mußte sich der Verein in neue Verhältnisse hincin finden, es mußten die opferwilligen Spenden der Bevölkerung geordnet und ihrem Zwecke zugeführt, Unsummen von Anfragen beantwortet, ebenso Weisungen an die Zweigvercine erlassen und berechtigte Ansprüche der militärischen Sanitätsanstalten durch den Landcsvcrein befriedigt werden. Daher betrachtet es der Verein m«r als eine Pflicht dcr Tankbarkeil gegenüber der Öffentlichkeit, m großen Zügen darzustellen, wie er mil seinen Zweigvereinen bemüht war, den großen Anforderungen dcr schweren Zeit bis zum Schlüsse des Jahres 1914 — bis zu welchem Zeitpunkte die Rechnungsabschlüsse und Tätigteits-berichte der Zweigvereine und der Vcrcinsanstalten größtenteils nunmehr vorliegen -- gerecht zn werden. Wenn null schon ein weiter Kreis von Aufgaben dem Noten Kreuze vorgezcichnot ist und in der Hauptsache darin besteht, die militärischen SanNätsanstaltcn zu entlasten, so müssen zm,ächst in erster Linie die Samt ätsanstcüten des Roten Kreuzes erwähnt werden, die sich in Reservesftitäler, Rekonvaleszenten- und Ma-rodcnhäuser, Bcttenwidmungeu und in Krankcnhaltsta-tionen gliedern. Hiezu kommen in weiterer Linie die von edelden-lcndcn, bemittelten Gönnern zur Verfügung gestellten Privatpsicgestätten. Soweit vorauszusehen war, wurde schon im Frieden auf die AusmMung entsprechender Räume Bedacht genommen und deren Ausstattung mit Betten, Wäsche und sonstigem Inventar in Berücksichtigung gezogen. Auf Mund dcr ursprünglichen Vereinbarungen oblag dem Lanoeshilfsvcreine nur die Verpflichtung, das Rcservespital Leon'mum mit 70 Betten, das Relonva leszentenhaus „Ljudskl dom" mit 100 Betten, das im Kaiser Franz Josef-Asyl mit 60 Vctteu, die Kranken-hnltstation Laibach mit 2l0, die in Natek mit 10 Betten uud endlich das Marodenhaus in Haasberg, das von Sr. Durchlaucht dem Fürsten Hugo zu Winbisch-grätz erhalten wird, mit 40 Betten auszustellen. Diese Aufstellungen reichten jedoch für die gesteigerten Erfordernisse nicht aus. In rascher Aufeinanderfolge wurden teilweise nm errichtet, teilweise dem Roten Kreuze nutzbar gemacht: das Nescrvespital der Barmherzigen Brüder in Kandia mit, l.00 Betten, das Kaiserin Elisabcth-Fraucnsftital in Niidolfswcrt mit 80 Betten, das Elisabclhinum in Laibach mit 14 Betten, die Rekonvalcszentenhäufer in Üittai-Ponovi^ mit 100 Betten, in Illyrisch Fcistrik mit 60 Betten, in Aßling mit 12 Betten, in Gotischer mit 60 Betten, in Sagor mil 30 Betten und in der Villa Vovk in Veldes mit 40 Betten. Hiezu kommt noch das Murooenhaus in Bad Töplitz in Unterkrain mit 74 Betten. Voll dein Aufwande für dieses Marodcnhaus hat Se. Durchlaucht dcr Fürst Karl Auersperg die Ver-vsieaunn von 34 Maroden auf sich genommen und di? unentgeltliche Bestellung dcr Bäder für alle Maroden gestartet. Alle diese Arten der Krankenunterbringung in den eigenen Sanitätsanstalten und PrivatpsicachätM zähseil in ganz Kram 1257 Betten, wovon 49 auf Offi' Ziere und der Rest auf Mannschaftspersonen entfällt. Dic Verteilung der Sanitätsanstalten an dell, Haufttverkehrslinicn hat sich gleichwie die eingeführten Vorkehrungen für die Bettenevidcnz und die prompten Meldungen der freien Betten vollständig bewahrt. Der ganze Verwaltungsapparat dcr Anstalten, dic außerhalb Laibuch liegen, wird durch dic Zweigvcreinc besorgt. Begreiflicherweise stellen die Betriebskosten dcr Sanitätsanstalten, an die Gelobestände und Eingänge des Landes- und Fraucnhilfsvcreincs vom Roten Kreuze dic stäch'ten Ansprüche, da namentlich die Gesamtkosten für den Betrieb des Reservesftitalcs Leonium und für die beiden Neloiwalcszentenhäuser Ljudski dom und Kaiser Franz Josef-Asyl vollständig vom Roten Kreuze bestritten werden müssen. Mit Ende dcs Jahres 1914 beliefen sich die Kostm für dcn Betrieb dcs Leoninums auf 19.424 X 36 k, des Liudski dom auf 9106 X 32 /l, dcs Kaiser Franz Josef-Asyls auf 9783 X 32 k, der Krankenhaltstation in Lai-bnch auf 6105 X 73 k und der in St. Peter am Karste aus 80l X. Bei dcn übrigen Anstalten erseht die Hceresverwal tung nur die reinen Verpflegskosten, und zwar täglich' 3 X für den Offizier, 2 /< fiir Personen des Mannschaftsstandes; alle sonstigen Aufwendungen, wie Medikamente, Verbandzeug ?c., fallen dem Roten Kreuze zur Last. Hiebei sei noch erwähnt, daß außer den von dcn einzelnen Spitälern, Rckonvaleszenten- und Maroden lM.'sern für die obigen Auslagen verausgabten Beträgen der Lanocshilfs- und Fraucnverem vom Roten Kreuze für Instrumente und Verbandzeug 10.240 X 73 k, für Medikamente 2254 X 73 k auslegte. Den Dienst in 17 Vereinsanstalten besorgten 2l Ärzte; an Pflegepersonal waren im ssanzcn Lande 26 Bcrusspflegerinüen (Barmherzige und Kreuzschwestern), 32 freiwillige und 05) HilfspsliMrinncn tätig. Besonders erwähnenswert ist die Beförderung der mit der Bahn eintreffenden Verwundeten und Kranken durch eigens ausgebildete, zum Teile! schon im Frieden vorbereitete Transftortkolonnen. Im Kronlande Kram bestanden mit Abschluß des Jahres 1914 fünf Transportkolonnen mit N5 Mann ausgebildeter Mannschaft. An erster Stelle stand dic Lokaltrnnsftoritolonnc in Laibach, die in bczug auf hervorragende Leistungsfähigkeit mit der bedeutenden Zahl von 11.802 Verwundeten und Kranken, die zu befördere waren, in ganz Zisleithanicn an dcr achten Stelle fteht. Als Vefördernngsmittcs standen der Lokallransport-lolonne 40 zum Teilc auch von Privaten beigestellte Fahrzeuge, bestehend aus Sanitätswagen, Automobilen, Breaks und Planwagen zur Verftinung, welche die Beförderung der Verwundeten, sei es von der Bahn in dic Spitäler oder von cinem Spital in das andere klaglos zu bewerkstelligen in der Lage waren. Der Lanocshilfs- und Frauenverein vom Roten Kreuze beschränkte sich jedoch nicht allein auf oleses Gebiet, sondern er sorgte auch für dic sachgemäße La-bunci dcr durchfahrendcn und hier evakuierten Kranken und Verwundeten, indem er in einzelnen Stationen in Kram den Labcdicnst einführte und ihn durch streng hygienische Vorschriften regelte. Die Kosten dcs Labcdienstes auf den Stationen Laibach, St. Peter, Aßlmg, Adclsberg und Rudolfsweit wurden zumeist durch Lcbensmittel-, Tabak- und Zigar-rensftendcn aufgebracht. AIs Beweis hicfür mogc angeführt werden, daß das Note Kreuz in Laibach beispielsweise zum Krankenlabe-dienstc nur einen Zuschuß von 728 X 25 k zu leisten hatte. Der oft in rührender Weise zum Ausdrucke gelangte Dank dcr gelabten Soldaten ist für die hilfsbereiten Frauen, die sich Tag und Nacht dcm schweren Labedienste widmeten, gewiß dcr schönste Lohn. (Schluß folgt.) Sammelt leere Mineralwasserflaschcn zur kostenlosen Beschaffung von Heilwässern für unfere kranken Soldaten!) Die Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuze Hai die kostenlose Beschaffung des großen Bedarfes von natürlichen Heilwässern für Militärsaniitätö-zwecke in ihren Wirkungskreis mit einbczogen und zu diesem Behufe cine Mincralwasscrversorgunssszentrale in Wien errichtet. Um diese Aktion in der gedachten Weise wirkungsvoll durchführen zu können, ist es erforderlich, daß vor allem qrößcre Mengen von Mineralwasserfla-schcn kostenlos beschafft werden. Es ergeht daher an die Einwohnerschaft Laibachs das dringende Ersuchen, alle verfügbaren Mineralwasscrflaschen dieser gemeinnützigen, dcm Wohlc unserer kranken Krieger gewidmeten Fürsorge unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. In erster Reihe kommen Sanatorien, Apotheken, Drogerien, Delikatessen-und Mineralwasserhandlungen, ferner Hotel- und Re-staurationsbetriebe sowie Kaffeehäuser in Betracht, inso^ Laibachcr Zeitimg Nr. 55____________________________417____________________________________9. März 1915 fein in diesen Betrieben Mineralwasser geführt wirb. Alier auch viele Privatpersonen werden im Besitze solcher Flaschen sein und sie dein gedachten Zwecke gerne widmen. — Die Abgabestclle befindet sich a,m Stadtmagi-stratc in der Wachtstube im Parterre des Hauptgebäudes. ^ (Kriessöauszeichmma..) Der Hausmann Emil Dragatin des Landwehrinfantcricregimcnts Nr. 37, ein gebürtiger Laibachcr, wurde mit dein Militär-Ver-dienstkreuze'dritter Klasse mit der Kriegsdelor.^tion ausgezeichnet. — (MilitärkonfeltionsarbcUen) werden an die Schneider aus Laibach und Umgebung von der Konfek-tionszcntrale für Militärlicferungen, die von der hiesigen Gew^befördorungsanstalt gegründet wurde, von gestern an joden Vormittag von 10 bis 12 Uhr in der Kanzlei des Institutes, Wiener Straße 22, ausgegeben. Die. Arbeit wird nur auf Grund von Anweisungen zugewiesen, die von dem Vorstande der Genossenschaft der Klcidcrmacher ?c. in Laibach, Herrn Franz Ielo^nik, Tnibargasse 2, ausgegeben werden. — (Die Hersteliunl, Uuu Schweinefleisch-Dauerware.) Dauerware in Schinken, Speck und Wurst bedarf, falls sie sür längere Zeit haltbar sein soll, einer sorgfältigen Vorbehandlung. Schinken und Speck sind auch in den liefen Lagen gut zu durchsalzen. Hiezu ist namentlich bei Schinken darauf zu achten, daß sie je nach der Größe während sechs bis zehn Wochen in einer ge-nügend starken Pökelbeize gehalten werden. Vci Beginn der Pölelung sind sie ringsum, besonders an den nicht von Schwarte bedeckten Fleischtcilcn, kräftig mit Salz cinzureiben. Während der Pökelung sind die Waren — möglichst in Kellern - ,bei 6 bis 12 Grad Celsius aufzubewahren. Bei höherer Wärme verderben Beize und Ware leicht, bei niedrigerer wird das Eindringen des Salzes in die Tiefe verzögert oder ganz verhindert Nach der Pökelung werden Schinken und Svcck zur Verringerung des Salzgehaltes in den äußeren Schichten einen halben bis eincri ganzen Tag gewässert und darauf gui abgewaschen. Vor dem Räuchern werden sie in einem luftigen Raume, möglichst mit Zugluft, je nach dem Feuchtigkeitsgehalte der Luft, mehrere Tage oder Wochen getrocknet. Würste sind sofort nach ihrer Anfertigung zu trocknen. Während der Trocknung dürfen die Waren Frust, feuchter Luft oder hoher Wärme nicht ausgesetzt werden. — Das Räuchern der Ware ist langsam zu bewirken, und zwar in mäßig starkem, kalten und mit trok-kcncn Sägcspäncn aus Hartholz, dem sogenannten Schmok, erzeugtem Rauch. Für längere Aufbewahrung beträgt die Räucherzeit bei Schinken etwa drei Wochen, bei Speck bis Zu zwei Wochen und bei Wurst bis zu einer Woche. — (Danksagung.) Für die hochherzigen Spende», die die Damen der Nähanstalt im Staatsgymnasium bis nun dem Garnisonsspitale zukommen ließen, fühlt sicy das Sftitalskommando gedrungen, wenn auch in einfacher so doch in herzlicher Weise den innigen Dank mit der Bitte auszusprechen, die hochverehrten Damen mögen mit ihrer Wohltätigkeit dem Sftitalc auch fernerhin gewogen bleiben! Dr. Geduldiger. — (Anonyme Anzeigen über angebliche Mißftiinde in Militärspitälern.) Es ist schon öfter vorgekommen, daß Leute über wirkliche oder eingebildete Anstünde in irgend einem Spitale dem Spitalskommando eine anonyme An zeige einsenden. Dies beweist, daß der Anzeiger nicht den Mut hat, offen und ehrlich feine Anzeige zu erstatten. Es werden von nun an sämtliche Anzeigen, die nicht nut dem vollen Namen und der Wohnungsadresse unterschrieben sind, vollkommen ignoriert werden. Dr. Geduldige r. — ^as Zcntralman.azin des Noten Kreuzes) im Kmser Franz Josef-Asyl ist nunmehr vormittags von 9 bis 12 Uhr offen. -^ (Verwundete in Laibach.) In das k. und k. Reservespital Städtisches Mädchenlyzeum-Mladika wurden bis zum 23. Februar ncunufgenommen: MilFuhrm. An-dre^,ak Jakob, TrAbt., Bruch des linken Schienbeines; ^nf Vangala Johann, IN 31, Erfrierung des linken Fußes; LdstInf. Vakrtw Lazo, ung LIR 27, Erfriernng beider Füße; Inf. Bartha Istuan, HonvIN 300, Schu. des Kopfes und des Halses; EinjFreiw. NcsKorp. Ve-ncsch Nilhelm, IR 49, Erfrierung der Mittelfinger an beiden Hände,, und der linken Ohrmuschel; LdstInf. -Uerkoviu Ignaz, IN 85, Erfrierung beider Füße und ^ rechten Mittelfingers; ErsNesIäg. Bizjak Franz, 6IB 20, EK., aus Dolina bet Görz, Quetschung am z>°Pfe durch Hufschlag; Rekr. Vlaschitz Friedrich, LIN //, K. 1. aus Walburgen bei St. Veit in Kärnten, Lei-enbruch (altes Leiden); ErsNcs. Bumbalck Josef, Ldst.-At. 37, Magengeschwür; Ldstm. Cebav Jakob, LFR ^/l ""s Vrezje bei Nadmannsdorf, Erfrierung aller N -; r^^"s- Ncdilnik Franz, LIR 27, K. 8, aus Rudmk bei Stein, Schv. des linken Unterschenkels; Ldst.-. ?i 5^° Stephan, LIN 27, aus Grado, Schv. des ^".^ Unterschenkels; Ldstm. Eoti5 Andreas, Grenz-' Nelr. Tarlav Nikolaus, IN 97, aus Grad», Erkrankung des rechten Auges; Ldstm. Ti^ar Johann, IN 17, EK. 4, aus Arch bei Gurkfeld, Bindehautentzündung des rechten Auges; Kan. Zamatio Ottavio, FKN 7, B. 3, aus Trieft, Kurz- und Tchwachsichtigkeit beider Augen; Leutnant Dr. Zu min Albano, IN 97, aus Gradiska, Erkrankung des linken Auges; Inf. Znpan Fr.inz, IN 17, EK. 2, aus Preserje bei, Stein, Bindchaulentziui' dung beider Augen; LdstInf. Zupanc Michael, LdstIR 2(>, aus Süßenheim bei St. Marein, Bez. Eilli, Bindehautentzündung beider Augen; Inf. TnidülÄo Angel, IN 97, aus Renöe bei Görz, Hornhautentzündung des linken Auges. — (Kranlentranöport.) Gestern um 8 Uhr 53 Minuten abends traf auf dem hiesigen Hauptbahnhofc ein vom Krakauer Militärgebiet kommender Transport mit 12 dem Offiziers- und 403 dem Mannschaftsstandc angehörenden Soldaten ein, die sich Erkrankungen nicht gefährlicher Natur zugezogen hatten. Der gesamte Transport wurde im Aufnahmsobjelt der Belgierlaserne untergebracht. — (Vom Vollsschuldienstc.) Der t. l. Bezirksschulrat in Nudulfswcrt hat an Stelle der ^krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Mathilde Verbiß die gcwefcnc Supftlentin in Pöllandl Hedwig Schweiger zur Sup-ftlentin an der Volksschnlc in Unter-Kartcljevo ernannt. — Derselbe Bezirksschulrat hat den Lehrer Franz Lan gcr lnit der interimistischen Leitung der Volksschule in Tschermoschnitz betraut. — Der t. t. Bezirksschulrat in Krainburg hat an Stelle des zur Kriegsdienstlcistuug ein gerückten Oberlehrers Franz Eiuha die gewesene Supftlentin in Seizach Antonia Eolnar zur Supplentin an der zwMassigen Volksschule in Flödnig ernannt. — Der k. l. Bezirksschulrat in Loitsch hat an Stelle des zur Kriegs dicnstleistung eingerückten Oberlehrers Karl Straus die Lehrerin Franziska Gabrov 5 ek mit der interimistischen Leitung der Volksschule in Hotederälca und an Stelle des zur Kricgsdienstlcislung eingerückten Oberlehrers Karl örnja« die Lehrerin Kornclia Kon-cilija mit der interimistischen Leitung der Volksschule in St. Veit bei tzilce betraut. — Der k. !. Bezirks schul ^ rat in Adelsberg hat an Stelle des zur Krieasdieustlei slung eingerückten Oberlehrers Andreas Keni,« die Lehrerin Maria Dovgan mit deö,interimistischen Lei tung der Volksschule in Zagorje betraut. — Der k. k. Ae zittsschulrat in Stem hat an Stelle des zur Kr!cnc.dicnsl leistung eingcrückwl Oberlehrers Johann Plimo"<-die Lehrerin Antonia Albrecht mit der mtcrim'lttlchen Leitung der Volksschule ill Münlendorf ""d "n S ^ des zur Kriegsdicnstlcistlina eii.acmckten ^" eyrer-s Wilhem Ro^iö die Lehrerin Maria T a v .ar nut del Laibacher Zeitung Nr. 55 ___________^^ 418 ____ _____^ 9. März 1915 interimistischen Leitung der Volksschule in St. Martin im Tucheiner Tale betraut. — (Tod eines Postmeisters.) Gestern früh hat sich der l. k. Postmeister Herr Vogomir H e l m i ch in Eisnern in einem Anfalle von Sinucsvcrwirrung durch einen Re-volverschiis; entleibt. Der Vedancrnsluerte lvar ein sehr beliebter und äußerst pflichttreuer Benmter; er hatte einc 40jähri^e Hesamidienstzcit hinter sich und seine Ernennung zum Oberp^stmeistcr stand dcin Vernchinen nach unnnttelbar bevor. — Aus den Aufzeichnungen und Vor-z lehrungen, die er unmittelbar vor dem Tode getroffen, ist zweifellos zu entnehmen, das; er die Tat in plötzlicher Sinnesumnachtung verübt hat. — (Tödlicher Sturz vmn Kirchturm.) Der 23 Jahre alle Nesitzerssohn Anton Oscl aus Butovica, Bezirk Stein, war am 3. d. M. nachmittags im Kirchtürme zn Ulik mit dem Glockcnläntcn beschäftigt. Plötzlich fiel cr durch ein offenes Kirchturinfenslcr zu Boden und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu, denen er bald darauf erlag. — (Em Einschleicher.) In einer der letzten Nächte schlich sich ein unbekannter Dieb durch ein offenes Fenster ins Gastzimmer der Wirtin Cäeilia Drinastja in Tt. Martin unter dem Großkahlenbcrgc ein und entwendete aus einem Kasten eine lederne Handtasche mit über 30 X .Kleingeld. Das alte Lied, Sittcndrama in drei Akten, nach dem gleichnamigen Nühnenwcrle von Felix Philipps, kommt von heute Dienstag an im Kino „Ideal" zur Vorführung. Die Hauptrolle spielt ill diesem Film Rudolf Christians mit seiner unvergleichlichen Kunst, Ihn bcsectt die Kraft gesnndcn Denkens und dic Ruhe künstlerischer Gcklärtheit. Mizzi Parla spielt seine Frau in der ihr eigenen soubrettcnhasten Lebend,gleit und wohlwenden Frische. Der Film ist eine nicht alltägliche! Erscheinung. 527 Theater, ßnnft und Literatur. Klavierabend Varga. Jeder Musikfreund wird das Werden und Wachse» eines Talentes mit großer Anteilnahme verfolgen und sich an feinen Fortschritten freuen. Julius Varga, Lehrer der Philharmonischen Gesellschaft, erbrachte bereits den Vcweis, daß er es mit seiner Kunst ernst nimmt, nnd N. Schumanns Ausspruch eingedenk bleibt: „Es ist des Lcrnens kein Ende". In der Brust jedes jungen Pianisten, der am Anfange der Künstlerlaufbahn steht, wohnen zwei Seelen, die des Virtuosen, der mit seiner Technik glänzen, und die des wahren Musikers, der in die Tiefe der, Kunst, ill ihr inneres Wesen eindringen will. Noch überwiegt bei Herm Julius Varga die Freude an dem Lcnchten einer glänzenden Technik^ aber aus dem Vortrage von Beethovens Sonate Opus 111 drang die Erkenntnis durch, die Virtuosität müsse nicht immer behelmt und gepanzert einhertosen, sie könne sich auch im Kleide edler Empsindlmg bescheiden. Wir erinnern an den Ausspruch Hans von Bülows über das tiefsinnige Werk, daß es das erhabenste seiner Gattnng sei. Die Wiedergabe des letzten Kapitels des „mnsitali-schen neuen Testaments" war u»ner den Händen des jungen Künstlers zwar noch keine Offenbarung, aber eine lit,achtenswerte tünstlerische Tat. Die Seelenbildcr der Variationen in der Arietta wurden zum Teile mit schönem Empfindungsausdruck gebracht, ohne ihren Inhalt ganz zu erschöpfen. Hiebei möchten wir noch bemerken, daß Beethoven, trotz des großen freien Stils m dieser Sonate keinerlei Abweichungen, am allerwenigsten Nil-batos zuläßt. — Seiner Individualität entsprechend, konnte sich Herr Varga in der subjelliueu Muse Chopins ausleben. In dem Scherzo Opus 20 und der Ballade in G Moll Opus 23, 1, werden alle künstlerischen Mittel der Gegensätzlichkeit zum Ansdrutte gebracht, die Überraschung uud bizarren Reiz zwijchen Gedanken und Form bilden. Herr Varga riß die Zuhörer durch seine kraftvolle »nd tiliycndc Technil nnd das feine Ausarbeiten der Medodit mit. Die sprühenden Funken des glitzernden Feuerwerkes Chopinscher Passagen kamen mit Bravour und schärfe zur Geltung. Im Feuereifer blieben hie und da Takte aus und wurden harmonische Änderungen bemerkbar, was nicht allzusehr ins Gewicht fi,cl, da bekanntlich auch großen Meistern, »vie Rubinstein, derlei passierte. Nach den mit schlichter Enwfindung vorgetragenen zwölf deutschen Tänzen von Schubert spielte Herr Varga den Karneval von Robert Schumann. Dieses geistvolle Faschingsbild mit seinen pikanten Rhythmen und bunten Modulationen haben wir in den letzten Jahren von verschiedenen Künstlern, so oft gehört, daß uns ein anderes Werk des geistvollen Romantikers, allenfalls die „Kreisleriana", willkommen gcwefen wäre. Da sich Herr Varga erst vor kurzer Zeit ln Graz eines glänzenden Urteiles über den Vortrag des Karnevals erfreut?, können wir auf eine neuerliche Besprechung seiner L^ sn-ng verzichten. Varga liebt es zuweilen, wie im „Pre-ambl'.Ic" die Tempi zu überhaste»'., wodurch einigermaßcu die Klarheit leidet. Einzelne der anmutigen Bilder boten, abgesehen von Kürzungen, ungetrübten Genuß. — Den» Virtuosenerfordernis kam Herr Varga in der ungarischen Phantasie für Klavier und Orchester in vollsten Maße entgegen. In diesem glänzenden, farbenreichen Stücke erwies sich Herr Varga als Tastcnhcld, der in Kräft..'-äußcrungcn mit dem Orchester erfolgreich in Wettbewerb trat. Herr Varga wurde dnrch rauschenden Beifall und Widmung eines Lorbeerkranzes geehrt. Das Konzert leitete die Egmont-Ouvertüre von Veeihovcn, vorgetragen von den vereinigte»: Kapellen der Infantericregimentcr Nr. 17 und Nr. 97, ein, deren heldenhafter Schwung unter Leitung des Militärkapelle Meisters Henn Wolfzu voller Geltung lan». Mit Kraft und Glanz begleitete das Orchester die, ungarische Phan-wfie von Liszt unter Leiwng des Militärkapellmeisters Herrn Zitta. Das Konzert — zu Gunsteil des Roten Kreuzes veranstaltet — war zahlreich besucht. Es beehrten dasselbe die Protctlor'm, Ihre Exzellenz Baronin Schwarz, die H^sräle Graf ChorinsN), Ritter von Kaltenca.-gcr, Edler von Laschan, Kliment, Schneditz, Gcneralstabsodcrst von Walz ei nnd Mete Honoratioren ails, Zivil- und Militärkreiscn mit ihrem Besuche. .1. — Meines Theater.) Sonntag abends wurde zum cistcnmale nach vielen Jahren Laubes dreialtige Komödie mit Vorspiel „Die eine lacht, die andere weint" in Gcwekars den gegenwärtige»» Kriegszciten geschickt angepaßter Neubeurbcituug unter dcm Titel „^ena ftoltov-nitova" aufgeführt. Weil das durchaus nicht anspruchslos einfache, vielmehr in psychologischer Zergliederung arbeitende Stück von seinen Tarstellern tief herausholende Choraktcrausgestaltung fordert und demnach nnr auf Bühnen würdig gegeben werden kann, denen eine entsprechende Anzahl von tiefes seelisches Empfinden zum Allsdruck zu bringeil vermögender .Künstler zu Gebote steht, konnte die seicht gchallcne Aufführung nur recht mäßige Befriedigung erzielen. Frau Herma Groni, ein ehemaliges Mitglied des Laibacher Kaiscr-Franz-Ioseph-Inbiläumsthcatcrs, debütierte mit Erfolg in der Rolle der durchtriebenen „weinenden Witwe" nnd bekam einen Blumenstrauß gespendet. Von gefälliger Erscheinung uud gewinnender Art sich zu geben, befleißigt fich die jllnge Darstellerin einer alzentrichtigen und sinngc-niäßigcn Wiedergabe des jüngst erlernten Sloucnisch der anfs gewissenhafteste einstudierten Rolle und wird sich Zweifellos für nicht allzu tief ins Seelische tauchende Rollen vorzüglich bewähren. Herr Danilo holte sich sür seine prächtig gegebene komische Bcdicntenfignr warme Anerkennung, desgleichen Frau Vuk^ek fur ihre mit Anstand und Würde! ausgestaltete blinde Mutter des tot geglaubten Offiziers und Gemahls der „lachenden Witwe", deren Darstellerin trotz offensichtlichen Strcbens nach schauspielerischer Gediegenheit »licht zn gewinnen vermochte. Vortrefflich war Herr Pe<"-ek als nüchtern urteilender, offenherziger Notar. Sein wohlbedachtes, gemessenes und folgerichtig durchgeführtes Spiel überzeugte. Es' ist erfreulich zu sehen, »vie Herrn Pegels schal»spielerische Befähigung wächst. Die restlichen Rollen fügten sich gut in den oben gekennzeichneten Rahmen. Die Vorstellung war sehr gut besucht. — Ein wohlbedachter Rat sei der Leitung des „Kleinen Theaters" erteilt: In Ansehung der Befähigung des Großteils ihres Darstcllerensembles möge sie ihr Repertoire aui'schließlich aus leicht ausführbaren Lustspielen und Possen neuzeitiger Herkunft zusammenstellen, lnnstern-ftere Stücke aber getrost für günstigere Umstände zurücklegen. Daß sie sich dnrch eine derartige Einrichtung wider die höchsten Prinzipien des Theaters als einer Stätte der Kunst versündigen würde, davor braucht die Leitung nicht zu bangen. Vom Laibachcr „Kleinen Theater", das nur insofern eine Notbühnc ist, als es den in Nöten geratenen Heilnischen Darstellern wenigstens einige Ein-tünste vermitteln soll^ gewärtigt jeder Einsichtige lediglich nur Kurzweil, nicht auch auf hohe dramatische Kunst abzielende Ernstüusssührllngen. Von Kunst nnd ästhetischem Streben zu sprechen wird erst dann am Playe sein, wenn einmal nach Ablauf der Kricgswirren die slowenische Thcaterfrage der Lösung zuzuführen fein wird. X. Der Krieg. Telegramme des «. k. Telegraphen-Korrespondeuz-Bureau«. Ofterreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplatze. Wien, 8. März. Amtlich wird vcrlautbart: 8. März 1915. Dnrch die noch andauernden Kämpfe in Nussisch-Polrn wurden vielfach Erfolge erzielt. Der Gegner wnrde Mio mehreren vorgeschobenen Sti'chpuuttcn und Tchühen-linicn unter ftarlen Verlusten geworfen. Gleichen Erfolg Hütte ein lnrzer Vorstoß unserer Truppen an der Front in Westgalizirn, wo i,n Ranme bei Gorlice Teile der feindlichen Schützenlinien durchbrochen und eine Ortschaft nach blutigem Knnrpfc erobert wurde. Mehrere Of-fiz,ere und ülicr 5,W Mann des Gegnero sind gefangen. In den Karpathen wird hartnäckig grtämpft. Im Naumc bei Luptow scl'tcn die Russen gestern nachmittags einen Angriff mit starten Kräften an. Unter Einsehen neuer Verstärkungen wurden die gelichteten Reihen des Geg. nrrb stets erneuert und mit allen Mitteln vorgetrieben «nd der Angriff trotz schwerer Verluste dreimal nahe an unfcre Stellungen vorgetragen. Jedesmal scheiterte der lchte Ansturm der Russen nntcr vernichtenden Verlusten an unseren Hindcrnislinien. Hunderte von Tuten liegen Vl>r den Stcllnngen. An einem anderen Abschnitte der Kampffront gingen eigene Truppen nach al'neschlaqencn rassischen Vorstößen überraschend zum Angriff über, eroberten eine bisher uum Gegner start bescwc Kuppe «nd »nackten neuerdings 10 Offiziere und 700 Mann z« befangenen. Auch auf einer benachbarten Höhe wurden 1000 Russen gefangen. In Endoft Gnlizicn holte sich starte feindliche Kavallerie, die gegen einen Flügel unserer StcUnngen isoliert vorging, eine empfindliche Schlappe. Der Stellvertreter des Chefs des General stabes: v. Höfer, FML. Ein schwedischer Korrespondent über die Ausdauer unserer Truppen. Verli», 8. März. Die „Tageszeitung" veröffentlicht folgende Stockholmer Meldung: Ein schwedischer Korrespondent, der sich bei der österreichisch-ungarischen Front bcsmdct, schreibt über die Ausdauer der österrcichisch-lingarischen Truppen folgendes: Nach vielen Entbehrungen, die wohl in der Kriegsgeschichte ohnegleichen dastehen, erreichten wir die Ebene nördlich von den Karpathen. Wem» Ulan bedenkt, daß in der Regel nnr ein einziger Weg beim Überschreiten der Karpathen znr Ver-fügug staud, das: sämtliche Häuser ^h Dörfer von den Nüssen zerstört waren, daß die Truppe»» Tag und Nacht unter ständigen Kämpfen im Freien zugebracht haben, ohne eine Möglichkeit, Feuer zu machen, um nicht dein Gegner die Stellung zu verraten, dies alles unter den ungünstigsten Wittenmgsvcrhältnissen, so muß man den ösicrrcichisch-uilgarischcn Soldaten für den unbezähm-baien Mnt lind für die Energie sowie den Willen, zu siegen, volle und wärmste Bewunderung schenken. Auszeichnung des Kriegsministers. Wien, 8. März. Seme Majestät der Kaiser erließ das nachstehende Handschreiben: „Lieber Feldzeugmei^ ster Ritter von Krobatin! Ich verleihe Ihnen den VerdienMern mit der Kriegsdckoration für Verdienste um das Note Krenz. Franz Joseph iu. p." Der Schwarze Adler-Orden für Baron Bunan. Berlin, 8. März. Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adler-Ordens an den österreichisch-ungarischen Minister des Äußern Äaron Bunan. Ministerpräsident Graf Tisza in Wien. Wien, 8. März. Ministerpräsident Graf Tisza, der hcnte früh in' Wien eintraf, ist nachmittags nach Vuda-pest zurückgekehrt. Der „Wehrmann in Eisen". Wien, 3. März. Im Laufe des ersten Tages der Aufstellung des „Wchrmmines in Eisen" haben rund l400 Mensche» i» das Standbild Nägel geschlagen. Gestern waren es während des Tages 14()3 Personen. Unt.'r den Spendern befindet sich auch Minister des Innern Freiherr von Hcinold. Wien, 8. März. Der Zudrang bei der Benagt lung dcs „Wehrmannes in Eisen" war heute so groß, daß sich die Leute anstellen mußten. Die Zahl der Mänuer, Frauen und Kinder nähert sich schon dem fünften Tausend. Vis heute wurden mehr als 2sl)l) Nägel eingeschlagen. Ein Scelenamt für den Bischvf Dr. Hittmair. Wien, 8. März. Heute vormittags wurde im Dome vom Kardinal Fürstcrzbischof Dr. Piffl, dem Metropo' liten des verstorbenen Bischofs Dr. Hittmair, das fein" liche Requiem für diesen abgehalten. Dem Requiem wohnten der Statthalter, die Spitzen der staatlichen un? Laibachcr Zeitung Nr. 55_____________^_____________419____________________________________9. März 1915 autonomen Vchöroen bei. Seme Majestät wurde durch bcn Grafeil Vellegarde vertreten, Erzherzog Franz Sal-valor durch seinen Obersthofineister Varo» Lederer, das Kriegsministerium durch den Platzkomil'cmdanten General Laninger. Veilcidsdcfteschen sind unter anderen eingelaufen: Von Seiner Majestät, von Erzherzog Karl Franz Josef, ferner vom Kardmal Staatssetrctär Doktor Gaspari im Auftrage des Papstes und von der Wiener Nuntiatur. Orzherzog Karl Stephan und Erzherzogin Isabella in Budapest. Budapest, 7. März. (Ungar-Vureau.) Seine k. u. t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Stephan und die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Isabella erschienen heute nachmittags in der Propaganda-abteilung des Kriegshilfsamtcs des Honvedministeriums, wo sie die von der Bevölkerung gespendeten Gold- und Silbergegenstände mit großem Interesse besichtigten und größere Einkäufe machten. Verlesung des Fctwas an die mohammedanischen Sul-date« der Vuoapcster Garuisun. Budapest, 8. März. (Ung. Tel.-Korr.-Vur.) Die mohammedanischen Soldaten der Vudapester Garnison wurden heute vormittags in der Erzherzog Karl-Kaserne versammelt, wo ihnen das Manifest des Kalifen über die Verkündigung des Heiligen Krieges uerlautbart wurde. Hauptinaim Ibruljevn: verlas den Fetwa in kroatischer Sprache, worauf die Soldaten in Hurrarufe auf Ihre Majestäten den Sultan Mehmcd, Kaisor und König Frmlz Josef und Kaiser Wilhelm ausbrachen. Zur Gleichberechtigung der Sprachen in Unaarn. Budapest, «. März. Tas Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung des Unterrichtsministers, nach der der Religionsunterricht gleichwie in den Voltsschulen auch in den Wicdcrholungskurseu der Volksschulen in der Muttersprache erteilt lvcrden soll. Auch sollen die Jahresberichte und andere Drucksortcn der Volksschulen mit nichtuugari-scher Unterrichtssprache zugleich in der Staatssprache und in der Sprache dcr betreffenden Nationalität verfaßt werden. Die Blattern. Wien, 8. März. Vom Sanitätsdepartement des Ministeriums des Innern wird mitgeteilt: Vom 28sten Februar bis 6. März gelangten 64 Erkrankungen an Blattern in Wien zur Anzeige. Insgesamt sind in Wien seit Kriegsbeginn 968 Blatternertranlungen, darunter 224 Todesfälle, vorgekommen. Außerdem waren im österreichischen Staatsgebiete vom 28. Februar bis 6. März 72 Blatternfälle zu verzeichnen, darunter vier in Knittelfeld und ein Fall in St. Michael, Bezirk Leoven. In Knittelfeld handelt es sich um eine Militärperson, in St. Michael um einen Ortsfremden aus Galizien, in den übrigen Fällen um Einheimische. Teutsches Reich. Vo» den KriezSschauplltze». Aerlin, 8. März. (Meldung des Wolff-Nureaus.) Großes Hauptquartier, 8. März. Westlicher Kriegsschauplatz: Feindliche Flieger bewarfen Oftcnde mii Vum-ben, die drei Belgier töteten. Die Kämpfe in der Champagne dauern fort. Bei Souain wurde dcr Feind gestern abends im Handgemenge zurückgeschlagen. Nachts sehte ber Kampf wiedee ein. In der Gegend nordöstlich von ^ Metznil mißglückte ein feindlicher Angriff nachmittags gänzlich. Unser michtlichcr (Gegenangriff war erfolgreich; 4" Franzosen wurden gefangen genommen. Im Prie-^erwalde nordwestlich von Pont 5 Moufson wiesen wir 7«nzäslsch<. Vorstöße ab. In den Bogesm sind die Kämpfe "l der Gegend westlich von Münster und nördlich von 7-^nheim «och nicht abgeschlossen. — Östlicher Kriegs-Miauplah: Südlich von Augustow scheiterten russische griffe u,^er schwere,! Verlusten für den Feind. Bei ^unlin sind weitere Kämpfe im Gange. Westlich von ^rzasnWz und östlich von Pluck machten die Russe» "Nebliche Angriffe. Bei Nawa schlugen unsere Trup-"l" Mehrere russische Nachtangriffe ab. Russische Vor-^M aus der Gegend Nowemiaftu hatten leinen Erfolg. ^ Zahl der gefanyenen Nüsse« betrug dort 115 Mann. Oberste Heeresleitung. Nachträgliches ilber den Unternana der russischen 10. Armee. ^. «erlitt, 8. März. Das Wolffsche Bureau veröffentlicht uen lociteren Bericht aus dem Hauptquartier übcr den ""gang der russischen 10. Armee, dem folgendes zu ent- Y'nen ist: Der Augustower Wald ln-rg eine ungeheure ^Ute: sie zu bergen lvar angesichts neuer russischer An- ^'N^ keine Kleinigkeit. Am 21. Februar streckten die Nus- " ore Waffen. Schon am 23. Februar trafen die ersten erbeuteten Geschütze in Suwalli aus Äugustow ein. Auf dcr Straße nach Grodnu zluischeu Augustolv—-Lizat loaren allein 50 vollgefüllte russische Munitionsloagen stehen geblieben. Schier unermeßlich war die Beute in dem südöstlichen Teile des Augustowcr Waldes, wo die eingekesselten vier russischen Tivisionen kapitulierten. Am größten war das Bild der Zerstörung zwischen Woltusch und Mlymeck. Gange russische Bagage-Kolonnen waren hier vom Artil-lcriefeucr niedergemacht worden. Auf der Wegstrecke zwischen Mlymeck und Narmicti lagcn Hunderte schwerer russischer Granaten, die bei dor Kapitulation liegen geblieben sind. Interessant sind einzelne in den Vefehlöbüchcrn dcr höheren Stäbe aufgefundene Äefehlc: Das Oberkommando dcr russischen 10. Armee erläßt am 5. Dezember folgenden Befehl: Der Oberbefehlshaber hcrt die pünktliche Befolgung dos Befehles dcr obersten Heeresleitung angeordnet, wonach bcim Angriff altc männlichen Landcscin-wohner im arbeitsfähigen Alter vom 10. Lebensjahre ab vor sich herzutreiben sind. Befehl vom 5. Dezember. Der Oberbefehlshaber der Nordwestfront teilte telegraphisch mit, daß bei ihm täglich klagen der Landescinwohncr über Plünderungen einlaufen. Es sollen dagegen die schärfsten Maßnahmen ergriffen loeroen. Es sind Fälle vorgekommen, daß feindliche Truppen unsere Dörfer durchzogen und diese döllig unberührt ließen, während unsere eigenen Truppen diese Dörfer hinterher ausplünderten. Es ist schr bedauerlich, das; solche Fälle in unserer Armee vortommcn. Befehl vum 7. Fcbrna-r. Dcr Höchsttommandicreude hat befohlen, auf dic sich häufenden Fälle des Fehlens jeder Verbindung längs der Front und bei den hintereinander liegenden Truppenteilen hinzuweisen. In dieser Hinsicht ist die Nachlässigkeit so weil gegangen, daß letzthin zwei zum Angriff gegen den Feind angesetzte Truppenteile gegen einander selbst vorgegangen sind und sich im Fcuergesechte Verluste zufügten, wobei sie erst in der gum Bajonettangriff möglichen Entfernung Halt machten. Aus dem Preußischen Abgeordnetenhaus«. Berlin, 8. März. Das Abgeordnetenhaus erledigte den Etat in zweiter Lesung. Zu Beginn der Sitzung teilte der Präsident mit, daß der konservative Abgeordnete Generalmajor Ditfurth vorgestern bei Lumza gefallen ist. Italien. Ein Ginheitsbrot. Nom, 8. März. Durch eine heute veröffentlichte Verordnung wird verfügt, daß vom 22. März angefangen nur ein einziger Vrottyftus erzeugt werden darf, der aus bis zu 80 Prozent Weizenmehls hergestellt wird. Dieser Ärottypus entspricht den Anforderungen dcr Nahrungs-hygienc bei gleichzeitig erheblich vermindertem Weizenverbrauch. Der Seekrieg. Gin englisches Kriegsschiff schwer beschädint. Berlin, 8. März. Die Blätter veröffentlichen eine Meldung des Hamburger Frcmdenblattes, wonach dcr heute aus Leith in Rotterdam eingetroffen? Dampfer „Rotterdam" berichtete, daß am li. März ein am Vordersteven schwer beschädigtes Kriegsschiff, dessen Namen nicht feststellbar war, von zwei Schleppern in den Firth of Forth geschleppt wurde. Kesselexplosion auf einem französischen Torpedoboote. Paris, 8. März. „Petit Journal" meldet aus Cherbourg: An Vord des Torpedobootes „Frambre" ereignete sich gestern bei Varflenr eine Kcssclexftlosion, wobei vier Maschinisten schwev verbrüht wurden. Das Torftedi>-bool konnte nach Cherbourg geschafft werden. Der Dampfer „La Tomainc". Havre, 8. März. Der Kapitän des Dampfers „La Tourainc" meldet durch Funkenspruch, er hoffe das Feuer eindämmen zu tonnen. Der Dampfer kehre nach Havre zurück. M bestehe leine Gefahr. Frankreich. Die finanziellen Folge» dc8 Krieges. Paris, 8. März. Im „Radical" läßt sich Sencrior Per-chut über die finanziellen Folgen des Krieges aus. Er berechnet, daß Frankreich über 20 Milliarden für Kriegszwecke ausgeben würde, wenn der Krieg bis Ende 1915 dauere. Hiezn komme noch die Entschädigung, die der Staat für Kriegsschädcn zahlen müßte, sowie die Renten an die Invaliden und an die Familien von Kriegsopfern. Zur Tilgung dieser Staatsschuld müsse in jedem Iahres-budget eine Summe von ungefähr einer Milliarde ein-ncsctzt werden, loas eine Erhöhung aller Steuern um z'vcmzig Prozent nötig machen werde, sofern nicht die Ausgaben für Rüstungen stark eingeschränkt werden könnten. Während die Staatsschuld anschwoll, sei die produktive Kraft des kandcs infolge des Krieges stark gesunken. Das Land lebe während des Krieges größtenteils vum Kapital, da der Krieg viele Industrien brachgelcgt habe. Um die Folgen dieser ungeheuren Ausgaben und Verluste wettzumachen, müsse Frankreich eine bessere Ausnutzung von volkswirtschaftlichen Kräften erzielen, als es bisher geschehen sei. Frankreich müsse schon während des Krieges bemüht seiu, den Absah seiner Erzeugnisse auf dem Weltmärkte zu steigern. Endlich müsse man der durch die Arbeitslosigkeit entstandenen Krise steuern, aber nicht durch staatliche Geldnnterstühungen, die die Arbeitskraft einschläfern, wndcrn durch Zuweisung von Arbeit an die Arbeitslosen. Einberufungen. Lyo», 8. März. „Nouvessistc" meldet aus Paris: Die bei der erneuten Untersuchung felddiensttauglich befundene, früher zurückgestellte oder militärfreie Mannschaft wird am 15. März einberufen und der Infanterie einverleibt. Unzufriedenheit im Volke. Zürich, 8. März. Nach einer Korrespondenz dcr „Neuen Züricher Zeitung" ist der Krieg in Südfrankreich unpopulär. Man spricht davon, wie von einem fernen Ereignisse, von einer unangenehmen Sacl^c, die in weiter Ferne vor sich geht und baldmöglichst beseitigt werden sollte, well sie das tägliche Leben stört. Auch anderswo zeigen sich Symptome der Unzufriedenheit im Volte. Sie gehen teilweise auf Mißgriffe einzelner Industrieller zurück, die sich nicht scheuen, die gegenwärtige Lage zu Lohnhcrabsehungen in unvernünftigem Umfange auszunützen. Ein weiterer Grund sind die zweifellos übertriebenen Gerüchte von rie» sigcn Gewinnen gewisser Zwischenhändler. Portugal Demission des Finanzministers. Lissabon, 8. März. Finanzminister Gailhardo hat demissioniert. Rußland. Verschiedene Nachrichten. Petersburg, 8. März. Nach einem Verichte der ,.Njec" sind ilber Auftrag des russischen General-lzuuverneurs 4l) kranke Juden, meist Frauen und Kinder, aus einem Sanatorium bei Helsingfors entfernt nnd aus Finnland selbst ausgewiesen worden. Die Zeitung „Utro Nossiji" wurde wegen eines polenfreundlichen Artikels, in dem die Zukunft Polens behandelt wurde, mit einer Geldstrafe von 3000 Rubel bestraft. Die polnischen Mitglieder der Duma und des Reichsrates baten den Ministerpräsidenten Go-remykin für die aus Polen verschickten deutschen, österreichischen und uugarischen Untertanen um Erlaubnis znr Rückkehr. Nulgarien. Eine Versammlung der sozialistischen Arbeiterpartei. Sofia, 7. März. Eine heute abgehaltene Versammlung der sozialistischen Arbeiterpartei war stark besucht und verlief ohne Iwischcnfall. Namens dcr rumänischen Sozialisten sprach die Sozialistin Dr. Ickaterina Arbore, namens der serbischen das Mitglied der SkuMina Ljapcevic. Alle Redner sprachen gegen den Kapitalismus, den Monarchismus und den Zarismus, die den Krieg heraufbeschworen hätten, und verlangten die Bildung einer föderativen Bal° kanrcpublik. Ljapöevi? fasste unter anderem. Serbien sei heute ein großes Grab. Die Toten rufen aus den Grä-liern: Genug des Krieges. Am Schlüsse der Versammlung beantragte der Vorsitzende, gegen die unmenschlichen Maß' nahmen der russischen Regierung gegenüber jenen Dumamitgliedern energisch zu protestieren, die den Mut ha-tten, in der Duma für den Frieden einzutreten. Griechenland. Der Jahrestag der Einnahme von Ianin«. Paris, 8. März. Eine Athener Meldung schildert die Fcier des Jahrestages der Einnahme von Ianina. Die Bevölkerung durchzog die Straßen Athens unter Hoch-niscn auf den König und Vmiselos. Eine Schrapnellezplosion. Wien, 8. März. In einer Wiener Zinngießcrei ereignete sich heute früh durch die Explosion eines Schrapnells, das man für ausgefchossc,! hielt, ein folgenschweres Unglück. Ein Spcnglermcistcr in Pottendorf brachte verschiedene Melallubfällc zum Verkaufe, worunter sich "uch das Schrapnellgcschoß befand. Als der Spenalmnc-i,ter dicfcs zu dem übrigen alten Metalle auf dic Wane wars, erfolgte eine furchtbare Explosion, Sämttiche Fenster der WertsläUe wurden zertrümmert. Vo» dcn dre, anwesenden Personen wurde eine auf der stelle gctotet, tne Laibacher Zeitung Nr. 55______________________________420________________ 9. März 1915 beiden anderen, die Besitzerin der M'wllssießerei >md der Spenl^ctrmeistcr, schwer verletz!. Ter Spenglermeister gab an, er habe das Geschoß, wahrscheinlich ein russisches, von einemvSpenglermeister in Pottendors erhalten. Vermutlich hat es ein Soldat von, Kriegsschauplätze zurückgebracht. Mülileubrand. Betes ° Csaba, 7. März. (Mcldimg des Ungar. Korr. Nur.) Die hiesige Mühle or Uckes-Hsabaer Martin Roscnthalschcn Danipfmühlen-AMengesellschaft ist honte abgebrannt. Verantwortlicher Red^tteur: Autun ,^ u n t c f. Molztee Marbß SLflDiN. Anerkennungen. Von Frau Emm» v. Trnkörxy, Apothekerflirnttin in Gros: Liebor Schwager! Ich will Dir mitteilen, daß Elsas Kleiner mit Sladin (Malztee) aufzogen wird und prächtig gedeiht, daher Sladin warmstens empfohlen werden kaiin. Von Frau Mnrl« Kernffruber, Itttckermelsterin In latsch (VlntsflijfHU, Tirol), il. 9. 1912: Bitte, senden Sio mir wieder ö Stück «/4kg-fakete MaUtee „Sladin". Mir schmeckt öladin bo gut, dnß ich keinen KafTeo mehr mag. Ich nber fUnle mich jetzt gotund und ki ästig. Malitee, als Frühstück oder als Kindornährmiüol im Haushalte verwendet, ist nahrhaft, erspurt 50% au «eld, llttl(t«> an Milch, Halft« Zucker. Zu haben übe all, '/4kg-Paket 60 Holler. lJer Post 5 Pakete + Kronen franko durch Apotheker TrnkdcKy In Lalbnch. Hauptdepots : In Wien In den Apotheken Trnköczy: Schönbnranerstr. 109, Josefstldterstr. 25, Radetzkypl. 4. in Oraz: SackstraOe 4. 5317 ? c cuesterVanä äer Allfteln-Vücher 1.20 Kronen Verla« Allftein V- do, Verlln SMb8 3» beziehen äuichl Iq. v. Klcinmayr <^ Fed. Bambcrsss Nnchhandlung in Lnidach, Kongreßplatz Nr. 2. Meteorologische Beobachtungen in Laibach Eeehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 m» <.^U.N. 725 6 2-9 SO. schwach dewöltt ° 9U.Ab. 28-1 0 9 O. stark . 9l 7 U. F. i 30 4> -151 SO. mäßig > » > 0 » Das Tagesmittel der gestriqen Temperatur beträgt 16», «ormale 2 4». Ausweis iiber den Stand der im Lande Krain »ach de« am 6. März 1915 vorliegenden Berichte» d« politischen Bczirtsbchörden herrschenden Gpizootien. Maul« und Klanenseuche im Bezirle Laibach Umgebuuz m der Gemeinde Ieschza (1 Ort, l Och.). Räude der Pferde im Bezirle Rudolfswe.it in der Gemeinde Nußdorf (1 Ort. 1 Geh.). Schweinepest im Vezirle Rudolfswert in der Gemeinde Treffen (1 Ort, 1 Geh.); im Vezirle TschernembI in den Gemeinden Kälbersberg (1 Ort. 1 Geh.). Tschernembl (1 Ort, 1 Geh.). A. k. Zandesregierung für Arain. Laibach. am 6. März 1915. nach >uie vor unüboitr * .....K 1-60 21/» » Kanue.......K 10— ¦ H 5W) » » .....K 2 80 41/, - » .......K 16-— ¦ WM Wie lange wir diesu noeb niemals erhühtea Preise werden halten können, ^M ¦ ist unabsehbar, jedenfalls empfehlen wir unseren geehrten Ab- H H nehmern, ihren Bedarf für einige Zeit xu decken. 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