Degotardifche Laibachcr Zeitung, Mittwochs den 4. Sept. 1799. Ilatnotlsche Slege^ftlechchkelten mder ganienMonarchie. —Krieg t>.Italien,die^ckla^l bet Novt betreffend; Kneg amNheoi/dle neuesten VorMe in derSchweitz betreffend"—O?« tonomiscKe Nachrickten aus Deutichland. —Beschluß der geheimen Instruktion: dle frant Bücher-^seln; neuesteVorfälle mparls.—GelehrteSachen aus-preussen'—NcbltHofbericht Inländische Vegebcltheiten. Wien. In sämmtlichen Städten und mehreren Gemeinden der Deutschen, Galizischen und Ungarischen Erbstaaten, ist wegen des sieg-rcichen Fortgangs der K K Waffcn, und wegen der glücklich erfolgten Einnahme von Mantua, ein Sankfest, mit dem Ambrosianischen Lobgesan-ge, feyerlich gehalten, und der'Tag dieser Andacht manigfaltigen patriotischen Festen und Ergeßungen. unter den lebhaftesten Segenswünschen für unseren gnädigsten Landesfürsten, geweiht «yrden. Der verwitweten Frau Kurfursti» Von der Pfalz K. H., höchstwelche künftig in Lmdach de» Aufenthalt nehmen , sind daselbst am 18. d. M. eingetroffen. Ausländische Bcgebenhtttett. Krieg in Italiens Amtsbericht wegen der Schlacht bei Novi. (Schreib« des k. k. Hrn. Generals der Kavallerie Freiherrn v. Melas Excellenz an den k. k. Hrn. 'General-Commissar Grasen v. Coccastclli zu Meiland dd. Hauptquartier Novi, den 16. Aug.) Ich eile die Nachricht über deu glänzenden Sieg zu ertheilen, den wir wider den Feind in der Gegend bci Novi erfochten haben. Er rückte, um die Festung von Tortona zu befreien, mit seiner Armee, die gegen 50,000 Mann stark war, gegen uns an. Unsere Armee verlicß hieraufdie Anhöhen der Gebirge, und zog sich ein wenig in die Ebenen zurück, um den Feind dahin zu locken, und sodann im offenen Felde anzugreifen. Der Fe»nd rückte aber nicht weiter vorwärts; es wurde daher dcr Angriff' desselben beschlossen. Der Hr. F. Z. M. Baron von Kray griff den linken Flügel des Feindes an, und das Corps der kais. russischen Hülfstruppen sein Centrum. Die Scklacht fing beim Anbruch des Tages den < 5. d. mit aller Lebhaftigkeit an, «nd war eine der blutigsten. DieNussen griffen das Centrum desHeindes z Mahle mtt der 5 größtenEntMoMnMeunbMuthaNf wurden aber jedesmahl mit Verluste zurückgedrängt. Ich übernahm als dann das Commando dcs linken Flü gelü, welcher aus 8 Grcnadiers-un) 6 Östreichischen Infanterie-Vatail-lonö d^and,und gr^'f den linken Flügel dcö Feind's an. Ungeachtet des H«,i't"äc7?qsten Widerstandes, und des erschrcellichsten Fcucrs gewannen wir ok' Anhöhen, und dcr Feind wurde aus allrnPlmkten dergestalt geworfen, daß wir in kurzer Zeit an seinem Rücken standen. Er war daher gezwungen, die Flucht zu ergreifen, und wurde von uns bis in die späte Nacht verfolget. Der General cn CH?fIoubert blieb todt auf dem Schlachtftlde, und der General Moureau war tödtlich verwundet. Wir haben 4 Generale nämlich Lolli, Grouchi / Perignon undBellerand nebst 4 bis 5000 Maun einschließlich der Offiziere gefangen genommen, und die ganze feindliche Artillerie fiel in unsere Hände. Hcc-scn glänzenden Sieg haben wir z.var nicht ohne Verlust auch uuftrcr Seits erfochten; allein dessen Folgen werdenganz unfehlbar entscheidend sein, und wir können mit Grunde hcssen, vaß die Franzosen in Valde ganz Wälschland räumen werden. Krieg am Rhein. Von den letzten Gefechten in der Schweitz haben wir einige nähere,obgleich noch nicht offizielle Berichte aus Bregenz erhalten, die wir unsern Lesern Hier mittheilen: f, V regen z, den ,9. Aug. Der s Angriff der Franzosen am 14. d. hatte auf die gaize Linie d^r f. k. Armee Statt. Im Zentrum bei Zurch und auf dem recktcnFlügel beiVadcn wur-do d^rFeind mit beträchtlichem Verluste in seine alte Stellung zurükgewor-fen. Auf dem link?« Flügel hingegen mußten die Kais. nach einem hartnäki-gen Widei-stande endllch der Ueber-macht desFeindes weichen» Am 15.d. wurde zu Zürch neuerdin,s Ailarm ge-si^lagcn; allein der Feind wagte es Nicht, einen ernfthaf «Angriff zu unternehmen. S>'. k H. d.r Erzherzog Karl schickte dem General Iettachich, der anfdcmlinkenFlüg l kommandirt, Verstärkungen, zog die erste Abtheiln ?g )es ruffischen Hülfskorps an sich, n::d unternahm am 17. d. selbst einen Tln^riff auf den Feind. Der weitere Erfolg ist noch nicht zuverläßig bekannt; dock wird bereits so viel gemeldet, daß nickt allein Gen. Heil 7-chich den Feind geschlagen, und z„m N'lckzuge gezwungen, sondern auch die k. k. Armee bei Zi'irch über die Llin-mat gesc^t, den Albisbrrg, wo sich die Feinde bisher f. stgesetzt hatten, umgangen, und,? Halbbrigaden gefangen gemacht habe. Die franz. A.mce ist in vollemRuckzugc begriffen. Stündlich erwarten wir umständlichere Nachrichten und offizielle Berichte über diesen wichtigen Vorfall. Vei dcm Ueberfalle am 14. d bci Zur,ch wurde ein Prinz vo^Neuwicd schwer verwundet, und d.m Oberstlieutenant Wideräberg wurdv ein Pftrd unter ^mLcche erschösse«. „ f Deutschland. Schwaben. Ein Menschenfreund hat das Mittels verschluckte Stecknadeln glücklich abzuführen, bekannt machen lassen. Wenn dieses Unglück betroffen hat, der nehme sogleich ein Hühneren, und trinke es ans; nach einer Stunde trinke er noch' > eines« Dieses Mittel ist desto zuver-läßiger, wenn es gleich gebraucht ^ wird, ehe die Nadel sich im Magen ^ festgesetzt hat. ^ Augsburg, den i?. Augs. Vey^ Menschengedenken ist in dieser GegenV. keine Aernte so ergiebig gewesen, als' die gegenwärtige. Gestern ist derNog» gen aushiesigem Kornmarkte um beynahe 5 Fl. im Vrvise gefallen. Noch stär^r nnd die Preise in unserer Nachbarschaft gefalle»?» Stuttgart, benit).Aug. Auch aus andere;» Gegenden Schwabens, und des angränzenden Auslandes erhält man dieNackrickt, daß die Vrod-früchte heuer ungemein gut gerathen seyn. Der Kurfürst von Kolln hat dem General-FeldzeugmeisterVaronKray eine goldene Tabatiere mit Brillanten von großem Werthe zum Geschenke und eine Anweisung von 45,000 Fl. für das kaiserl. VelagerungskorpS vor Mantua zur Vertheilung überschickt, Zu Anfange Augusts war das Diskonto in Hamburg noch 4 2 Proeent, Es ist ab?r dadurch, daß ^ngliMe , (Zubsidicngclder für Nußland angekommen sind, bis auf 4 und 5 Pro-cent herabgefallen. Diese Gelder werden fast ganz in Piastern hergeschickt, die England aus Amerika zieht. Acht Willwnen Mark Banco sind davon in die Hamburger Bank gebracht worden, und noch immer dauert dieser Geldzusiuß fort. Zugleich kommen große Vorräthc von Zucker und Kaffee aus England und Amerika an. Die Amerikaner haben i« der Insel Java großen Ankauf von Kaffee gemacht, welcher durch die Anhäufung dieses Produkts in Va-. tavia um i/z im Preise gefallen ist. Das Pfund kostete dort nur 4 Pence. Auch in St. Domingo sind große Vorräthe, die nun, da die Schifffahrt dahin wieder offen ist, auch Deutschland zu« Gute kommen werden. Von Hamburg werden auch Schiffe nach dieser Insel geschickt. Noch ist aber der Preis jin Hamburg nicht beträchtlich gefallen, weil die Kaufleute, so lange sie nur können, mit ihren Vor-eäthen zurückhalten., Frankreich. ^ Geheime Instruttion des vollziehenden franzö'sis. Direktorium an den Bürger Scherer, Obergeneral dcr I-taliänischen Armee. (Veschluß.) „Weichlichkeit«. Pracht werden nicht ßrmangeln, sich unter einer Nation einznschscichen, die von dem Gebrauche der Waffen und dcrWissenschaften ausgeschlossen ist, und einen frucht- l',-,rc:: V ob«l bar. Unpolitisch / ia sogar unmöglich würde es seyn, von den Bewohnern Italiens strenge Sitten zu fordern; deßwegen müssen Sie, anstatt den Hang zu Lüsten und Unterhaltungen einzuschränken, alle Schauspiele schmzen , und ihn zu beleben suchen, damit die Gemüther darüber das Reiben der Zügel der Unabhängigkeit vergessen, und immer ohnmächtiger werden, Neuerungen zu wagen. Da« mit die griechischen Städte Asiens bezähmt werden konnten, die den Ver-lust ihrer Freiheit unwillig ertrugen, und zu Aufruhren immer geneigt waren , erfanden die Beherrscher des O-rients kein;besseresMittel,als sie in den Abgrund des Geschmackes an prachtvollen Schauspielen, kostbaren Festen , und der unordentlichsten Liebschaften zu stürzen. So ein seines Benehmen wird uns um so leichter gelingen, als wir es gegen Völker anwenden, die durch Müßiggang, durch einen langen Frieden, am Meisten aber durch die Unthatigkeit schwacher Negierungen, die wir vernichtet haben, herabgewürdiget sind. Sogroß die Anzahl der Meisterstücke der Künste und Wissenschaften ist, die matt aus Italien in den Schoos dcr Republik übertragen hat, so ist es doch gewiß, daß noch eine außerordentliche Menge von Bildern, Statuen, Büchern und Münzen an öffentliche« Oertern und in Privathäusern aufbewahrt werden. Es gibt Sammlungen von allen Gattungen Vasen, Urnen, Säulen, Obelisken. Schätzbare Gegenstände, die in allem Sinne geneigt sind, der Nation, die sie besitzt, ein Nibergewicht über öle att-dcre» zu geben ! Es ist ein Grundsay dcs Direktoriums, daß dergleichen Denkmäler nach und nach bald unter dcm Nahmen eines Geschenkes oder enieö Tributs die Republik veredeln füllen, und man wird es für einen einleuchtenden VeweisIhrerGeschtck-lichkcit, Bürger-General, ansehen, wenn Sie die Italiäner dazu bereden, dicse Denkmäler freywillig zu überlassen , die man nicht ermangeln wird, mit Gewalt avznfordern , sobald man sie nicht aus andere Wege erhalten kann. Auf die pünklicke Erfüllung dieses kützlichen Anftrages ist die Größe unsers Vaterlandes gegründet. Gewiß wollen Sie nicht dem Ruhme entsagen, daß Sie sich um dasselbe vorzüglich verdient gemacht haben? Gruß und Achtung ! „ Paris, den 12. Aug. Der Telegraph von der Brester Linie hat am <).d. angekündigt, daß 14 spanische Linienschiffe auf der Rhede von Brest bereits angekommen, und der übrige Theil der kombinirtenEskadre auf der Höhe von Vuesant singnalisirt worden sey. MorgenS am 2. Aug. fand man in Paris eineMengeProklamationendes Prinzen von Conde an die Franzosen. Sie waren auf Eseln hereingekommen, aufweichen gewöhnlich die Landleute Garten-und Vaum-ftüchte zu Markte bringen. DieE-sel liefen aufden Märkten und Strassen ohne Führer, und hatten in ihren Körben gedachte Druckschriften, «nd oben eine Bedeckung von Früch- te«. Diese Proklamationen versprechen allgemeine Verzeihung, baldige Vcfreylmg von der bisherigen Untcr^ drückung. Man ladet die Franzose« ein, sich derLicb? ihres Königs unter den Fahnen würdig zu machen, zu welchen bereits viele dcr n.u ans. geschriebenen Rekruten herbeieilen. Bürger Carrier soll nächstens nach Berlin abreisen, um den Handel wlt den Krondiamanten richtig zu machen. Bekanntlich sind sie der Bank in Berlin für 5 Millionen versetzt worden. Wenn dieselbe noch 2 Millionen nachzahlt, so sollen die Diamanten ihr seyn. Man verkaust hier öffentlich eine Schrift, welche den Titel führt: „Der Geist und der Wunsch der Franzosen. „ Es wird darin zur Wiedereinführung der Königswürde aufgefordert. Ein anderes Pamphlet führt den Titel: „Das vorige Direktorium verkaufte uns: das neue wird uns henken lassen.,, Das Journal der freyen Menschen enthielt vorgestern einen sehr wcitläuftjgcn Artikel unter der Aufschrift: „Zwey Worte über du modernen Gebrauch, an dcn großen republikanischen Festtagen gegenrevolutionäre Rcdcn zu halten.,, Dieser A?s,'a»z ist besonders gegen die Reden gerichtet, welche Sieyes, als Präsident des Direktoriums, am i4ten Iuly und ,oten Ther-midor auf dem Marsfelde gehalten hat. PariS, den 14. August. Der RM dsr Aeltrrn'hat gestern den Beschluß des Raths der zcx? bestätiget, daß da5 Direktoriumz-vcyMolare lang berechtiget sey:l soll, in Paris da, wl> ?s fa-schrWerb r (nämlich für die Feinde der Republik) Verdachts? Personen s oder heimliche Wcz5? foiv)rrathe aus Gründcn verlnitthc^ HmZaüssuchungen vornehmen zn dürfen. — Gestern hat das Direktorium den Versammlungsort des Jakobiner- Clubs in der Straße Vacq verschlossen, mit M^ilar umstellt 5 die Papiere der Gesellschaft versiegeln lassen 5 und davon sogleich dcr Gese«-geblmg Nachricht ertheilet. — Anstatt des bisherigen Militär - Commandanten in Paris, Marbot, welcher mit vielem Geräusche sich in den Iako-bimr-Club hatte aufnehmen lassen; nun aber zu der Armee in Italien zur Dienstleistung von dem Direktorium versitzt worden ist, hat d?r'all-gemcingeschätzte Divisionsgeneral Le-sevre die Stelle eines Befehlshabers der 17. Militär-Division, welche in und um Paris liegt, erhalten. — Servan ist auft Ne,re angestellt worden , und zwar als General - Inspektor der Truppen m den südlichen Departements. — ContreadmiralLacros-se, welcher bisher m wichtigen An-gelcgpnheitcn in d?m spanischen Haftn Cadir sich aufu' lt, ist von daher zurückgekommen. — Die Rede des Präsidenten des Direktoriums, Siey-es, welche er am 1 c>. Aug. 5 bey d. m eepnbsikanischen Fcste hielt, hat die Jakobiner sehr gebeugt, nnd alleMchs-Modmer wieder sehr biruhigtt. Nach- dem er die Jakobiner schrd-rb geschildert, sagte er zum Schlnßc: ,,Ich versichere, daß wcdcr diesc Lcute, deren 8ahl klein, und nur durch Geschrey und lärmen sick größer zu machen b mühet ist, dast weder diese die Oberhand gewinnen werdcn, noch die aidere Gegenpartie, die noch immer wäbnt, einen Herrn von Frankreich herstellen zu können, und die daher mit Recht auf fene, di? die Consti-tution.Md die Republik bedrohen, als ihre Gehülfen zahlt. Das Direktorium erklärt hiermit, daß es gegen Alle gleich unerbitlich seyn wird, daß es, über Gefthren hil v^^hend, miten im Sturme ruhig; alle^ ohne Schwäche so wse ohne Ms ören> bekämpfen wird. Es wird aber nicht ci-nenThcil durch den anderen zu bekämpfen suchen, indem es dieses grausame und nicht staatSklngc Spiel unter derWürdederNcpublikhält. Es wird vielmehr zugleich alle niederdru- l cken, vermittelst kraftvoller Maßregeln, welche ihm die Constitution einräumt, und mit Hulft der unermeßlichen Mehrheit dor Einwohner, wel- ^ Äe ftst entschlossen «st ^ die Constitu-tion zu vercheidigen, nur dem Gesetze zu gehorchen, und sich zu alle« . Zeiten um hie gesetzmäßigen Obrigkeiten her zu vereinigen. „ Bey der Fcyer des Festes des in. Augusts auf dem Marsfelde hat sich ein kleiner Vorfall eräugnet s wovott ganz Paris spricht, und über welchen die Brüder nnd Freunde ganf leise einenSchleyer zuziehen suchen Es betrifft einige Kugeln, weläie die Kleider des DirektorMreas unö dei auSzufttz««, und erwartet, daß alsdann die Abhandlungen bis zum l. May gedachten Jahres eingesandt sein werden. Der Bürger Ott, welchen Si.y's zuVcrlm zurückgelassen hat, ist zum Gcschäftsiräger d.r Französischen Republik mit eincrn Iahrgchalt vc« 22,000 Franken ernannt worder; ungeachtet man wissen will, daß d.r Bürger Quinettc zur Gesandtenstelle anstatt Sicyes solle ernennt ftin Gemäß der Nachrichten aus Dan-zig vom Zo Juli befindet sich die Ru-ßisch-Kais. Eskadre von 7 Linien- Meisen und 2 kleinen KriegDisscn, ! Uwelche von der Nevaler Flotte des M Admirals Chanikow siud, uock < in der Nacht zu London den geheimen Rath in der Adnüralltätver-sammelte, und in derselben Nacht Koureere nach Portsmouth und Irland abschickte. Als dieser Kapitam aus Gibraltar abging wußte man nicktS von Lord Kelch; auch war die Englische Flotte noch nickt d,e Strasse pastlr'. N'm sind schon Befehle in mchrcre Häfen abgefertiget worden , daß sich unverzüglich eine Flotte in Torbay versammeln soll. Al-l.m Anscheine nach wird die gebeimc Ervedizion deswegen keinen Aufschub ^dm Der Mmn-al Mttchell, wel- Nachmittags eine vierstündige Con-ftrcnz in der Admiralität, undreiste sogleich ab. Morgen wird sich die erste Division der Truppen in Rams-l ga^e einschiffen, wo an Sonntage über 50 Schiffe ankamnen. Die Fregate Triton kreuzte gerade vor Cadix als die Französisch-Spanische Flöte in See ging; letze,:e steuerte Nordwest^värtS, als ob sie um Cap St. Vincent gehen wollte, und formirte sich an demselben Tage in 4 Divisionen , von deren einer die FregateTriton mehrercSeemeile« gejagt wurde. Der Kapitain Gore sandte sogleich die Fregate Eme-rald, die mit ihm schiffte, nach Gibraltar ab, um den Lord KciO aufzusuchen, indeß er selbst im Triton nach England sortsegelte. D«» Lord St. Vincent, gleich nachdem er die Nachricht bekam, der Feind sey durch die Strasse paßirt, sei« eigenes Schiff, die Argo a« den Lord Kcith auf der Höhe von Malaga mit der Nachricht absandte , und da man den Lord Keitö am 20. da d?r Wind stark von Osten her wehrte, in Gibraltar erwartete : so hat man allen Grund zu hoffen, daß die Englische Flotte nicht mehr als höchstens zwey Tage Fahrt von der kombinirtcn feind-lichen Flotte entfernt seyn kann. Letztere bestand aus 4c, Linienschiffen und 16 Frcgaten: aus ihrem Course urtheilte man, daß sie nach Irland segeln wollte»