MARBDRGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNOES • ScÄrtMlaitung Marburg « a Lhau, Nf. 1 Psmmtt N, 1549, 25-09, 25-60. Ab 18 Ubi Srschetnt warktlghcb la Morgeozaltung Btzugiprata (In roraut labJbar} tnoiiaUicb KM i,LO atnadLUafl^lcb Samitaji iai dli SchrlftlaUang aus tuf Pamruf Ni 28-67 tnalcbbar Unvarlaogt« ^tcbriften worden 19.8 Rp* PoilieUungigabühn ba) Lieferung Im Stiaifband xuiügllcb Portof bei Abholen (d der GaurbÄftaalalla mcht rfirkgeaaodt Bei aAffltnrhen Anfragen tfl daa RQrkporto beixufegen Poattcheckkonto Wien Nr. 54 Wft ^ Altrelrb durch Post monatlich RM 3,10 (elnicbl- 19,8 Rp* frot^teitungsgebObr) oad 36 Rpf Zutlell OearbAfttitalleo 1r rilM Marktplatf Nt. \7, Fernruf Ni T, und In P«ttao UnT^rtorqaaa« Nr 1. Pernnif Nr 68 {Tebflbr SInxelnummem Verden nur gegen Vorelnaendung dea Elnietpre aea und dar Portoaualageo rugaaaDdat Nr, 237 — 84. Jahrganj^ Marburg-Drau, Donnerstag, 24. Angust 1944 Einzelpreis 10 Rpl Schlachten entlang der Seine Das Kampfbild im Westen — Tiefe Einbrüche im Süden der Ostfront rd Berlin, 23. Auqust Das Bild der Laer« in der großen Schlacht In Frankreich beginnt «ich zu klären, nachdem deutscherseits zwischen Eure und Seine offensichtlich ein Sperr-rieqel errichtet worden i«t, der dem nach Norden angreifenden Gegner zähen Widerstand entgegensetzt. Weiter westlich davon an der unteren Seine halten di» deutschen Absetzbewegungen an, während der Feind hart nachdrängt. Gegen den feindlichen Brückenkopf auf dem Östlichen Seineufer nördlich von Mantee find deutsche Gegenangriffe im Gange, die den Feind weiter auf den Fluß zurückgeworfen haben. Auch südlich Pari« haben eich die Abwehrkärapfe an der Seine zurückverlagert, «odaB der gesamte Seinelauf mit der Ausnahme einer Ausbeutung westlich Paris etwa mit dem Verlauf der K(>mpflinle und Stützpunktstellungen zusammenfällt. Die Fortsetzung dieser Linie nach Südosten zu wird dann durch den in die Seine mündenden Fluß Yonne gebildet. Sicherlich halten »ich noch westlich der Seinelinle ein-zehie Kampfgruppen, die beim schnellen Vormarsch der Anglo-Amerikaner über- holt worden sind und sich zurückkämp-fen müssen. Andrerseits war der Feind noch nicht in der Lage, das gesamte durchfahrene Gelände so zu sichern, daß nicht noch größere Lücken rwischen den verschiedenen feindlichen Abteilen bestanden, durch die sich die überholten deutschen Verbände weiter nach Westen absetzen konnten In Südfrankreich finden ebenfalls Absetzbewegungen statt, die nach Westen gerichtet sind, also dem tiefen Einschnitt des Rhonetales zustreben. Die Besatzung von Toulon jedoch kämpft weiter gegen j die gelandeten feindlichen Streitkrähe, • um ihnen solange wie möglich den Besitz j dieses wichtigen Hafens streitig . zu ^ machen. De südfranzössiche Bevölkerung t leistet den Anglo-Amerikanem jede Unterstützung, was auch schon aus der Mitteilung des W^rn^achtberichtes hervorgeht, d-aß an den Paßstraßen f'er ' französisch-italienischen Grenze Terro- ; ristengruppen zum Angriff angetreten i sind und hierbei aufgerieben wurden. An der O s t f r o n » hat der Feind seinen Großangriff im Südf zur Luft aufzuopfern über die Verteidigungsmöglichkeiten Japans gegen größere feindliche Luftangriffe erklärte Kapitän Kurihare, der Leiter der Marlne-Presseabteilung beim kaiserlichen Hauptquartier, dali mau größeren feindlichen Lufteinheiten vielleicht zahlen- und materialmäßig unterlegen sein könne. In der japanischen Marine-Akademie bereiteten sich aber Tausende von Studenten auf besondere Aufgaben vor. Diese vor dem Hinsatz stehenden Verteidiger Ihrer Heimat sind zum Letzten entschlossen. Sie haben von vornherein auf jeden äußeren Rang und auf jede Beförderung verzichtet, Ihre Einheiten sind Todesschwadronen Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Ihre freiwillig übernommene Aufgabe besteht darin, sich mit leichtcn, aber schnellen Elnmann-Maschlnen auf den Feind zu stürzen und ihn, falls keine anderen Möglichkeiten zu seiner Vernichtung bestehen. Im Rammstoß zum sicheren Absturz zu bringen. Ein Mann, der sich •elbbt freiwillig und freudig aufgegeben hat, bevor er soine Maschine besteigt, hat die Kampfkraft von zehn Gegnern und bleibt in jedem Falle Sieger. Mit dem Eintritt in die Abteilung der Marine-Akademie schließen die Studenten und Flieger endgültig mit ihrem Leben ab. Sie gleichen durch ihr höchstes Opfer die materielle Unterlegenheit gegenüber einem Feind aus, der zur gegebenen Zeit wird feststellen müssen, welch ungeheure Krall durch den todesmutigen Einsat/ dieser jungen Männer ge(|en ihn ausgelöst wird. Das Eichenlaub dnb Führerhauptguartier, 23. August Der Führer verlieh am 19. August das Eichenlaub zum Ritterkreuz rte«, Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Gerhard Pick. Kommandeur eines württemberglsch-ba. disrhen Grenadierregiment»!. aU ."jS.!. Soldaten de» «leutflchen Wehrmacht. Oberstleutnant Pick wurde im Jahre 1910 als Sohn eines Sattlermeisters in Rehden bei Graudenz geboren. Als sie zum erstenmal an der Front in | Erscheinung traten, die Männer von der Nebeltruppe, da machten die Landser kritische Augen. »Ein Stück Blech, ein Stückchen Rohr, fertig ist der Brenna-bor«, reimte ein fixet Berliner, luid er hatte ddmit nicht so r^nz unrechtj denn wer einen der verschiedenen Nebelwerfer mit seinen Raketengeschossen zu Gesicht bekommt, ist zunächst verblüfft über die Einfachheit dea Gerätes. Durch die Bildstreifen der Wochenschau hat inzwischen auch die Heimat die Werferwaffe kennengelernt, und immer hinterließ ihr Anblick ein Gefühl atemberaubender Spannung; wenn aus einer Vielzahl von Rohren die Raketen-geschos^'e wie dämonische Wesen mit feurigen Schweifen hervorschosöen und ihr heulendes Brausen die Luft erschüttern machte, bis dann am Ziel die donnernden Einschläge die Erde erbeben ließen. Dabei auf der einen Seite die verblüffende Einfachheit des Gerätes und seine Wendigkeit auch bei sch'echtcsten ! Wilterungs- und Geländeverhältnissen 1 und auf der anderen, als krasser Gegen- | salz, die ungeheure Feuergeschwindigkeit, die es in denkbar kurzer Zeit mög- j lieh macht, eine gewaltige Munilions- I menge mit besonders vernichtender Wirkung auf den Gegner niederschmettern ! zu lassen. ' | Viele Voraussetzungen, die bei der Herstellum des ArtiUeriegeschützes not-wend'g sir rl, fallen bei der neuen Werfer- . waffe fort, so daß ihre Fertigung wesent- ■ lieh leichter ist und daher auch Werk- , statten anvertraut werden kann, die über keine hoch entwickelten Spezidianlagen ; verfügen. Ein schweres, fein d^irchkon- i struiertßs Geschütz ist hier nicht not- j wemlig, weil r'ai Gerät lediglich dazu r dient, dem Geschoß Höhen- und Seiten- ! richtung zu geben. Welche Entwicklungs-möglichkeiten auf dem Gebiet der Ver- | weni.'iung von Raketenge«choss»in noch j gegeben sind liegt auf der Hand, wenn wir nur an die »V 1« denken. Während m" früheren Krietjen hier nur ffchwact»e Vorläufer zu finden sind, ist von der deutschen Wehrmacht in vorausschauender Erkenntnis ihrer ungeheuren Tragweite diese Waffe zu dem heutigen starken Kampfmittel ausgebaut worden. Daß j wir auf diesem Sektor im Wettlauf bei [ der Schaffung neuer Waffen führend • sind, zeigt die Erfahrung, i Welcher Art sind nun die Aufgaben j dieser jungen Waffengattung des Hee- j res, und wann gelargt sie zum Einsatz? 1 Bei P.eantwortung dieser Fragen muß zu- t nächfit festgestellt worden, daß die Wer- ] ferwaffe nicht etwa ein Artillerieeinsatz ' ist, sonf'ern vielmehr eine Ergünzung , dieses Waffentyps zur Erreichung stärk- j ster Wirkungen darstellt. Sie ist die Schwerpunktwaffe de« Heerde; im Angriff der Rammbock vor unserer Infanterie und in der Abwehr der Wellenbrecher vor unseren Stellungen! Während die Artillerie in erster Linie Einzclzlele unter Punktfeuer nimmt, feindliche Fei de tcl hingen und ausgebaute Bunker beschießt, bekämpft sie vorwiegend Flächenziele, also die Böreitstellungen des Gegners und don in Massen anstür-mende,n Feind. Ihr Salvenieuer stellt die Höchstform des VernlchtuTi-gsfcuers dar. Sie ist d'e Helferin der Infanterie, der treue Kamerad der tapferen Grenadiere, denen sie bei ihrem heldenhaften schweren Ringen Unteistützung und Erleichterung schafft. V/o die Werfer auftau'^hen, da ist »etwas los , da ist »dicke Luft«, und den Ehrentitel >81;'ka zu Fuß«, der von den Land.iern geprägt wurde, hat sich die jungo Waffe seit ihrem ersten Einsatz zu Beginn de-s Ostfeldzugcs in heißen Kampfphascn rulmivoll verdient. Im Orchester aller Waffen sind die Nebelwerfer einmal mit dem Paukenschlag verglichen worden. So wie beim Zusammen-prail der Instrumente die Pauke nur an bestimmten Stellen zum Einsatz gelangt, so müssen auch die Werfer für Augenblicke einer Entscheidung aulgespart werden, selbst dann, wenn es verlockend v erscheinen mag, sie schon vorher zur Geltung zu bringen. Zur rechten Zeit eingesetzt wirkt ihr Einsatz jcdoch stets vernichtend und führt zu dem durchschlagenden Erfolgen, die ihren bisherigen Wog kennzeichnen. Aber nicht nur beim Sclücßcn mit Sprenggranaten findet die Nebeltruppe Verwendung. Eine ihrer wesentlichen Aufgiben liegt auch in dem Gebrauch von Nebel-Munition. Aus den üblichen Geräten werden dabei Granaten geGchocsen, die beim Aufschlag eine starke Nebelwolke entwik-keln, welche die Sicht des Gegner« blendet und somit den Angriff unserer eigenen Infanterieverbände erleichtert oder Absetzbewegungen verschleiert. Die Anfordeningen, die an die Männer der NebeUruppe gestellt werden, sind bedeutend, und es müssen ganze Kerle sein, die hei dieser Waffengattung nach ihrer gründlichen Schulung auf den mannigfachen Gebieten der Waffentechnik und des Kriegshandwerkes als Vorgesetzte Verwendung finden. Durch ihren häufig wechselnden Einsatz bietet di^ Nebeltruppe aber dem jungen Offizier' und Unterführer ganz besonders große Bewährungsmöglichkeiten, und mit Stolz wird einst joder Angehörige dieser Truppe von sich sagen können, daß auch er bei dieser Schwerpunktwaffe des Meere« an der Erringung des deutschen Sieges seinen Anteil halte. Zur Abwechslung schimpfen sie Sowjetische Hetze f^egen Finnlands Führung und Heer rd Helsinki, 23. August Nch einer mehrwöchigen Pause ist der sowjetische Rundfunk wieder dazu übergegangen, die wildesten Verleumdungen und Beschimpfungen gegen Firmland auszustoßen. Staatspräsident Mannerheim und die neuen Regierungsmitglieder werden dabei ebenso wenig verschont wie das finnische Volk im allgemeinen. Die neueste Walze der sowjetischen Agitationsoffensive gegen Finnland bildet eine Reihe angeblicher Protokolle über die Resultate bolschewisti-sche^r Untersuchunqskommissionen in den von Finnland geräumten ostkarelischen Gebieten Mutwillige Zerstörungen, unbeschreibliche Grausamkelten gegen bolschewistische Kriegsgefangene und ein schreckliches Terrorregiment über die ofitkarelische Zivilbevölkerung werden den Finnen vorgeworfen. In Finnland tut man den neuesten Agitationsrummel Moskaus mit einem Achselzucken ab. Die Greuel der Bol-schewisten in Katyn und Winnlza, in den haltischen Staaten und nicht zuletzt iu den Wildmark-Dörfern Nordfinnlands spi-echen eine zu deutliche Sprache. Selbst in Schweden hat darum die neue Lügenkampagne Moskaus Zurückweisung erfahren. Der bolschewistische Wolf I im Schafpelz sittlicher Entrüstung über einen Bruch des Völkerrechts luid der Grundsätze christlicher Moral ist eine zu groteske Erscheinung, um heute noch irgendwo in der Welt ernst genommen zu werden. Die Arbeiterzeitung »Suomen Sossiali-I demokraatti« wendet sich scharf gegen I die von der «owjetiimtlichen »Prawda« erhobenen Beschuldigungen, daß Finn-j land seine internationalen Abmachungen j nicht eingehalten habe. Das sei völlig j unbegründet. Das Blatt weist den Sowjet«; ihro Worlbrüche nach und erklärt, olir.e Zweifel sei Finnland auch jetzt bereit, die sowjetischen Beschuldigungen durch eine neutrale ausländische Kommission untersuchen zu lassen. Aus Gründen der Gegenseitigkeit sollte dann aber eine ähnliche Kommission auch untersuchen wie die Sowjets die Zivilbevölkerunr fremder Länder und ihre Kriegsgefange nen behandelt vmd wie sie ihre internationalen Abmachungen eingehaltep haben. »Würde die Prawda — was Wahrheit bedeutfct — darin einwilligen, daß die Wahrheit erforscht und durch eine unparteiische inteniationale Untersuchungskommission öffentlich verkündet würde?« so fragt die finnische Zeitung zweifelnd. Kosaken bewähren sich Gegen französische Terroristen dnb Berlin 23 August Ein größeres Unternehmen gegen französische Terroristen beiderseits der Ain wurde dieser Tage erfolgreich abgeschlossen. Die Banden hatten in den letzten Wochen mehrere Orte überfallen, dabei Teile der Bevölkerung als Gelsein verschleppt und auch kleinere deutsche Ortsbesatzungen gefangengenommen. Unsere Gebirgsjäger, die gemeinsam mit Frelwilligenverbänden aus dem Osten, von einem Kampfgeschwader der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt, die Terroristen angriffen, konnten dabei in zehn Tagen 7fl Bandenlager und 137 Unterschlüpfe ausheben und vernichten. Die Verluste an Waffen und Munition waren lur die Banden beson- ders empfindlich, da sie dabei auf die Versorgung durch die Alhierten angewiesen sind Bei diesen oft in schwierigstem Ge-birgsgelände geführten Kämpfen haben sich die Freiwilligenverbände aus dem Osten, unter ihnen Ukrainer, Kosaken und Nordkaukasier, tapfer geschlagen. Hierbei zeigten sich die Kosaken mit ihren Pferden als unermüdliche Kämpfer, die dem Feind schwerste Verluste zufügten. Santa Croze in Florenz, die berühmte Kirche, wurde bei der rücksichtsh^sen Beschießung dei von dei deutschen Wehrmacht zur offenen Stadt eiklärten Stadt Florenz, schwer m Mitleidenschaft gezogen. Sie besitzt auch die letzte Ruhestätte Machidvellit und Galiloic. ^elte 2 * I\r. 2JV * Donnerstag, 24. August 1914 MARBURGER ZEITUNG Im fiefsfen Frieden geschrieben Was General Füller 1937 über die Vergeltung sagte Der Generalmajor J. F. C. Füller, auf dessen tür einen Engländer oft verbluffend einsichtige Gedanken sich viele Autoren horufen, vuroffentlichte im Februar 13.17 iii ,,The finglish Review" einnn Aufsatz über ,,Die Luftverteidi-giinrj Londons und der englischen Groß-biddle ". Obwohl dieser britische General sirh über rtie zerstörenden Möglichkeilen einer modernen Rombcnwa^fe durchaus klar war (er rechnete beispielsweise mit einem tunliclien Üurchschnittsyerlust von 4f>0 bis >00 Zivilisten durch Terror-nnfjriffp'l hielt er die Luttwaffe nicht \vp(ir[i ihr'T fntstirhlirlien militärischen, fiondoMi alU'in wegen ihrer Wirkung auf dio i\er'.-» n liir murilicherweise kriegs-ei'tschc'if!« mi, Lr belegt diesen Gedanken mit in!'-rnssn ntern Zahlenmaterial aus dem \Ve!lkrif'(i, das uns in gewissem Tnitanne Rückschlüsse auf die heutigen Vcrhtiltni "si> in England gestattet, da Widor^trnidsfcihigkeit im Gegensatz zji d(n tcrh.nischen Hinsalzmilteln als im wesentlit hcn unverändert gelten darf. Noch Angabe von Füller fand nm 24 Septt mix r 1017 ein deutscher Luft-nngri f auf London statt, hei dem l.S Mcnsclien getutet und 70 verletzt wurden. Ls krmn si( h also nach unseren heu'iqrn Hi fahi unc|cn nicht um eine ,,seriöse Sache" gehandelt haben. Trotzdem stürmten 100 noo Personen in die U-R(dinscbdchte. in der folgenden Nacht war wieder ein Angriff, diesmal dräng-trn sii:i\ l'.^OOOO Menschen in den l'-Rahr.k' llrrii. Durch diese beiden Angriffe wurde eine Siilche Nervosität er-yeniil, riaH an den folgenden beiden N.i(imill(if(en, obwohl keine Fhiazeuge g» mf!i(lel waren, schon \im 17.30 Uhr die Mensclinn in «lie IJ-Rahrj strömten. Die Zeihl der Scl^utzsuchnnden erhöhte sich racli firi'i weitf^ren Störflügen tleutscher Mugzcufii» auf über 300 000, obwohl die y.oUl der Tolen nur 33 betragen hatte. Kiitiislroph.cil wirkte sich die Panik auf fJi" Kricf?sin('n':trie aus. fmmer nach Angabe v'in I'uller, verminderte sich die Arhciter/ahi der Waffenv/erke Woo!-w.ch Tini mehr als die Frzeugung von (;■ w'f^liimunilion, die normalerweise R'iOOOO Stück betrufi, sank auf 0, von (jcwehrriranntrn von 12.1 000 auf 4G 000, hi'i anderen Munitionsarten betrug der Ausfall .50",;. D n moriilisrhe Wirkung dieser von riiiler pIs »{i:lc'ttanti'?ch und unbedeu-t-rul f he,v'chnelen Angritle erficheint in w r '1 Lil ribcrra?( lifnd, und der britische Alltor ht düraiis den Sc hluß, daß dio natiomilc Disziplin der CngitUKler leider Ii.cht «ehr hoch /u bi^werten sei. Dabei Ist iMfh te.nen Worten »die Seite, die mit größpicr Sicherheit der Furcht zu f.pntlt'n ,der CJefahr zu trotzen, die tägliche Arbeit fortzusetzen und infolgedes-t;fn eine Purk lernzuhalten vermag, die Jm ite, wf-»lcho dio «ichere Grundlage für r ntm S.eri legt, denn ftie gibt ihren Slieitkruftcn fIciridlungslrcihcit für An-giilf und Gegenangriff«. Lcbcnszcichen Verschleppter Fslldiids früherer Staatspräsident tc l-folsinkl, 23. August M.irh mehreren Jahren eind die ersten Lrhcns/.richc n von dem nach der So-wjotimion deportierton früheren estni-fichon Staatspräsidenten Pacts und vom fslnisc li(-n Goneriil Laidoner durch Ver-mtllhuig tili Koten Kreuzes in Estland p.ii(|olrol'':'!i, Dio Nachricht vom Präsi-dfiili".! P. ots ist etwa anderthalb Jahre filf. Ans ihr f|o}it hervor, daß der T^räsi-drii! rni' seinem Sohn, dessen Gattin \ind fi lem klr.nt'ii Kind nach der Stadt Ufa Im Ural de|Kvtiert worden Ist. Dem nur fl.is 'J.5 W^ulen bestehenden Brief ist zu entnehmen, daß do.« Leben des Präsidentin "i.d seiner Familie bchwer i'St. Die r^icluirht des Roten Kreu7Ps über General Laidonnr stammt ans Pensa an der Wol.ja und ist an die frühere Haus-argostilltp doL CJenerals gerichtet, über das Befinricn der Frau Laidoner, die schon ?um Zeitn'.inkt dei Deportation krank V'.ir, Wird nichts gesagt. Hierbei »ind nach Füller die totalitären Staaten im Vergleich zu den demokratischen gewaltig Im Vorteil, weil sowohl ihre Völker disziplinierter al« auch ihre Regierungen geqen dis zerrüttend wirkon4en Einflüsse etwaicjer Volke-hyfiterie immun »ind. A!« Bei«piel führt er die wahrecheinliche Wirkung eine« Luftangriffes auf Berlin und Pari« an. Die deutsche Regierung, sagt Füller (1937!) würde »oglelch Herrin der Lago sein und die Disziplin de« Volke« anfeuern. indem sie über den Rundfunk vom Überfall auf Berlin in einer Weise berichten ließe, die jede« deutsche Herz elektrisiert. Paris dagegen wdrds im gicfichen Fall« rweif«llo« von einer Panik fortgarifisen, obwohl die Franzo«en an «ich tapfer seien. Die Regierung, selbst wenn man sie nicht ■tflrzte, würde sicher erschüttert und die Vergeltiuigs-streitkräfte wären von vornherein halbgelähmt, da sie von halhgelShmten Politikern geqen den Feind gesandt würden. »In Deutschland dagegen rückt die Zeit heran, wo durch die Jugendorganisationen und den Arbeitsdienst neben den Landesverteidigungskräften, das ganze Volk diszipliniert sein wird... so wird die mortalische Basis geschaffen sein, von der au« die vollkommenste Wieidervergeltung in« Werk gesetzt werden kann... Aber bei uns, bei unserer verrückten Besees^heit hinsichtlich der persönlichen Freiheit, die in Wirklichkeit nur bloße Zügelloeigkeit ist — denn in mancher Beziehuivg sind wir wer iget frei ak viele Völker dea europäischen Fcfätlandos —• lauen wir tatsachlich die Aufzucht von Uruiiszi-pllniertheit zu und wirken «o von Staat« wehin der Feind seine Diirchbruchsversuche im adriatischen Küstenabschnitt gestern nicht wieder auf. Im «iMlinhen Beeeareblen und in der Moldau griffen die Sowjets mit starken Panzer, und motorisierten Kräften weiter an. Deutsche und rumänische Verbände brachten die feindlichen Angriffsspitzen nach tiefen Einbrüchen an mehreren Stellen zum Stehen. Nord--westlich Baranow zerschlugen unsere Truppen, durch Artillerie und Werfer hervorragend unterstützt, stärkere sowjetische Kräftegruppen. Südöstlich Wark« und nordöstlich Warschau wurden erneute Durchbruchsverauche der Sowjets vereitelt. Eine Panzerdivision schoß allein bei diesen Kämpfefn 52 feindliche Panzer ab. Zwischen Bug und Narew traten die Sowjets unter Einsatz starker Panzcr-und Schlachtfliegerkräfte erneut zum Angriff an. In schweren Kämpfen wurde der Feind in den rückwärtigen Lin'en aufgefangen. Im Einbruchsraum westlich Modohn wurden die Bolschewisten im Gegenangriff nach hartem Kampf zu-rückge^'orfen. W>"^tlich des Plesknuer Sees scheiterten zahlreiche feindliche Angriffe. Kampf- und Schlarhtfliegerverbände griffen an den Schwerpunkten wirksam in die Erdkämpfe ein und zerstörten in Tiefangriffen zahlreiche feindliche Panzer, Ge^ichiitze und mehrere hundert Fahrzeuge, Durch Jarrdflieger und Flakartillerie der Luitwaffe verloren die Sowjets an der Ostfront gestern 62 Flugzeuge. Bei einem Luftangriff britischer Flugzeuge auf einen nordnorwegischen Stützpunkt schossif-n Sicherungsfahrzeuge weitere sieben Bomber ab. Vier davon wurden allein von einem Vorpostenboot zum Abstura gebracht. Im Nordmeer griff eines unserer Unterseeboote einen Kreuzer cier Dido-Klaeee an. Nach drei Torpedotreffern brach der Kreuzer auseinander und sank. Nordamerikanische Bomber grl^ffen da« Gebiet von Wien und einige Orte in Oberschlesicn an. Deutsche und ungarische Luftverteid:gungskräfte schössen 57 feindliche Flua^euge, darunter 51 viermotorige Bomber, ab. In der Nacht wiirdon über Wrstungcirn drei weitere feindliche Bomber zum Absturz ge.brächt. Besonders bewährten sich Zu dem heutigen OKW-Bericht wird ergänzend mitgeteilt: Die niedcrsächsi-sche 19. Panzerdivision unter Führrmg von Generalleutnant Küllner hat sich in den schweren Ktimpfen südostwärts Warka thuch unorschüttorliche Standhaf-tigkeit und hervorragenden Angriffsgeist besonders ausgozeichnct. In den liarten Abwehrkämpten bei Wilkowischken hat sich eine Kampfgruppe der Panzergrena-dierdivision ,,Felciherrnhalle" durch besondere Tapferkeit hervorgetan. Frau in langen Hosen beim Papst Amerikanische Rüpeleien, die im Vatikan empören O Stockholm, 23, August Die amerikanische Zeitschrift »Life« bringt einen Bildbericht über pine Audienz, die Papst Pius XII. amerikanischen Soldaten und Kriegsberichtern zu geben gezwungen wurde. Bekaantlich hatte der Papst, der jederzei diese« Ge- wissens folgt, so findet er leicht die Mittel und Wege, die Fehler abzustellen und jene körperliche Vollkommenheit zu erreichen, die in ihm steckt. Es zeigt sich somit, daß das Gewissen unaustrennbar eingewoben ist in den Lebensstoff imd daß es erst mit dem Menschen stirbt Das Gewissen hört nie auf, am Menschen zu arbeiten. Es läßt in den Versuchen nicht nach, aus dem Leben auch noch des Elendsten eine Schönheit, eine Vollkommenheit, eine edle Handlung herauszuholen und es ermutigt den Edlen, immer noch über sich hinauszugehen und sein Leben auf immer größere Höhen zu tragen. Leonhard Gall Heute vollendet der deutsche Architekt. Vizepräsident der Reichskammer der bildenden Künste, Prot. Leonhard Gall, sein liO. Lebensjahr. Er ist bekannt geworden als Mitarbeiter von Paul Ludwig Troost. Gemeinsam mit Frau Prof. Gerdy Troost führt er heule das Werk ihres Mannes fort, der den klaren und edlen Baustil unserer Zeit geschaffen und damit Gedanken dos Führers — klar, hoch und im Grunde dennoch schlicht — in Stein verwandelt hat. Leonhard Gall stammt aus München. Paul Ludwig Troost nahm schon im Jahre 1908 den damals erst 24jährigen Architekten in sein Münchener Atelier auf. Bei allen Arbeiten Iroosts hat er mitgewirkt, so bei der Gestaltung der schönen Inneneinrichtungen neuer Ozeanriesen, den großen Dcynpferbauten für den Norddeutschen Lloyd wie bei der Architektur der von Prof. Troost entworfenen Grund- und Aufrisse zweckmäßiger Wohnhäuser, schließlich bei den großen monumentaleo Entwürfen für Aufträge, Warschau Das sind Englands Versprediangea dnb Stockholm, 23, August Die verzweifelte Lage, in die die polnischen Aufetändischen in Warschau nicht zuletzt durch den Verrat Großbritanniens und Sowjetrußlands geraten «ind, findet verständlicherweise ein täglich stärker werdendes Echo unter dea Exilpolen, die ob der immer dringlicheren Hilferufe aus Warschau die größten Anstrengungen unternehmen, um die Ga-rantiemächte dieses sinnlosen Aufstan-des zu verstärkten Materialleistungen zu veranlassen. Wie Reuter meldet, war die Dienstag-Kabinetlßsitzung der polnischen Exilregierung in London wiederum völlig ausgefüllt mit den Hilfeschreien dos sogenannten Generals Bor, des Anführers der Untergrundbewegung in Warschau. Auch auf dieser Sitzuna drehte es sich um das Problem, den Aufrührern doch da« bitter benötigte Material zu geben. Die Vereinigrmg der Amerika-Polen, die für sich in Ansipruch nimmt, sechs Millionen amerikanische Bürger zu vertreten, zeigte sich ebenfalls rührig Sio appellierte an Präsident RooseveU, den Hilferufen aus Warschau nach Material «nin Ohr zu schenken und nun endlich Hilfe zu gewähren Auch diese verzweifelten Bemühungen, die alctivo Teilnahme Englands und Amerikas für die Aufstand*ibewegunq in Warschau zu erwecken sind von vorn-fterein zum Scheitern verurteilt, ganz abgesehen davon, daß eine solche Hilfeleistung in nennenswertem Ausmaß nicht durchzuführen ist, liegt es nicht In der Absicht dieser Mächte, den Aufrührern in Warschau einen wirkungsvollen Beistand zu aewähren, die sie bewußt aus sehr eigensüchtigen Motiven durch die Entfesselung dieses Aufruhr« der Vernichtung auslieferten Die große Schuld der an diesen Verhältniesen mitverantwortlichen Mächte wird elndeutia auch aus einem In London herausgegebenen polnischen Bericht ersichtlich, In dem ein Aufruf der Frauen Warschaus wir.dergegeben ■wird. In diesem Bericht heißt es bezeichnenderweise: jiDie sowjetische Armee, die seit drei Wochen vor den Toren Warschaus steht, bewegt sich keinen Schritt vorwärt«. Dia von Großbritannien gelieferte Hilfe reicht nicht aus. Die Welt kümmert «ich nicht um unseren Kampf.« Arbeitspflicht in Nordamerika tc Lissabon, 23. August Die nordamerikanische Regierung hat beschlossen, die Arbeitspflicht in beschränktem Maß durchzuführen. Ein Hauptgrund für diese Maßnahme ist der große Bedarf an Material für die Kämpfe in Westeuropa. Die Regierung wird nun die Zuteilung von Arbeitskräften für solche Industriezweige, denen es an Arbeitern fehlt, behördlich regeln. Ein auilälUjSer Unfall dnb Saloniki, 23. August Der Kraftwagen, der dem zur Zeit In der Sommerfrische in Alexandrien be-finlichen König Faisal II. von Iran gehört, hatte einen Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen. Der König kam ohne Schaden davon In'diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß der Vater von König Faisal durch einen von den Engländern inszenierten Autounfall ums Leben kam. Norwegischer Frelwiniger für Eln-Mann-Torpedn. Der erste norwegische Freiwillige, der «ich zum Einsatz bei den Ein-Mann-Torpedos der deutschen Kriegsmarine gemeldet bat, ist der 18jährige Johann Aalen aus Stavanger, Neuer ungarischer ArmeefUhrer. Der bisherige Generalad jiitcint des Reichsverweseis und Chef seiner Militärkanzlel Generaloberst Miklos wurde zum Befehlshaber der ersten Honvedarmee ernannt. Sein Nachfolger ist Feldmarschallleutnant Vattay, Drurk II VHilag Mfttburgei Verlags- u Drurkerel-Goi mbH- VeriagslflUunq Eqon Bnucnnartnei, Hdiiptsrhrlftleitiing Anton Gcrschark. beldp In Mariiiirg a d Drau. BadqARne 0 Sur Zeit ffli Anr(><ar machte, halle eine 40-jährige Landwirtfichaftsgehilfin aus Mal-■medy vom Feinde abgeworfene Flugblätter gesammelt und zu Hnuse auflie-wahrt, um sie gelegentlich Verwandten und Bekannten zu zeigen. Die Strafkammer des Landgerichts In Aachen verurteilte jetzt die Frau wegen Nicht-abliefeiung der Flugblätter zu einer Gefängni.sstrafe von neun Monaten. Der Trauring in der Wurst. Im Januar wollte ein Einwohner in Linda bei Jessen n, d. Eliäler (Provinz Sachsen) ein Sthwein schlachten. Da der Mnußschläch-ter plötzlich erkrankte, erklärte sich ein auf Urlaub weilender Soldat zur Schlachtung bereit. Als am Abend die Arbeit heeiuJct war, vermißte der Soldat seinen Trauri.ig ,dcr trotz allen Suchens nicht gefunden werden konnte. Vor einigen Tagen schnitt nun die Bauersfrau eine Wurst an und fand dabei im Zipfel den verm Ilten Ring, der nun dem Besitzer w'-odt-T zugeetrllt wird. Sport tmd lurttcn Blick auf die Jugend In vielen Frontberichlen wird imm^T wieder die glänzende Ve fassung und die Tapferkeit der jungen Solddlen gewürdigt, die in den Kämpfen der ff-Panzerdivision »Hitler-Jugend« am deutlichsten in Ersche/nung getreten sind. Solche Leistungen kommen nicht von ungefähr, sie haben Erziehungsqrundlagen, an denen mit Sorgfalt und Umsicht gearbeitet wird. Die Erziehungsaufgaben der Hitler-Jugend sind «ehr vielseitig In der Form-Ziel der gesamten Arbeit ist und bleibt es aber, der Wehrmacht Jungen zuzuführen, d'e weltanschaulich, geistig und körperlich so beschaffen sind, daß sie ,lü kürzester Zeit feldverWridiingsfahig werden. T'otz mancherlei Erschwernisr-sen, die sich der Jugendarbeit im Kr'eg« entgegenstellten und die sich angcsicht* des toflen Kriegseinsatzes noch verstärken dürfen die frontfähifien jugendlichen Jahrgänge nicht schlechter werden. Die bisherigen deutschen Jugendmei-sterschaften in allen Sportarten waren ein absolutes Barometef für den Stara der körperlichen Ertüchtigung. Auf den Gradmesser wird ^ nun v^^rzichtet, die Arbeit selbst geht als unerläßliche Voraussetzung für den sold^itischen K"mpf weiter. Auf dem Sektor der körperlichen E^'tüchtigung kommt darum der Zusammenarbeit zwischen der HJ und dem NSRL weiterhin hohe Bedeutung zu. Dia Leibesübur-aen bilden d'o Gr-'ndlaga jeder Wehrertüchtigung und werden daher trotz des Mangels an übunqsstatten und Übungsleitern in größtmöglichem Umfange fortgeführt. Start zur zweiten Runde Die neue Fußballmeisterschaft im G«i Steiermark nimmt am Sonntag mit der zweiten Spielrunde ihren rnrtgang. In Marburg tritt die in letzter Zeit wiederholt hervorgetretene Ell der BSG Westen Cilli gegen Rapid Marburg an, wahrend die Marburger Reirlitbahner auf Trifailer Boden gegen die dortige BSG ankämpfen werden. Auch in den Gruppen Nord und Mitte stehen wichtigo Spiele am. Programm, und zwar: Bohler — Zeltweg, Bruck — Mürzzuschlag, Kuittelfeld — Kapfenberg, Rosental — GAK, Sturm — Sportklub, SC Graz — Leibnitz und Puch — Reiclisbahn. Ein Jugendmeister in Cilli Der FuRball-Jugendmcißter im Sportgau Kärnten, die BSti Krainische Indii.strle-qesellsrhalt Aßling, weilt zum kommenden Wochenende in Cilli und sp eit am Sanistag abend gegen die Jugcndelf der BSG Westen und Lagsdaraui gegen die Jugendmannschaft der neugi'gründeten Reichsbahn SG Cilli. Die Spiele finden um 18 Uhr auf dem BSG Weften-Plat^ bzw, am zweiton Tag auf der Festwicba statt. I Lichtspici-Theater □ Für Jugandl. niehl luqilaii. □□ Für ^unendl. unior 14 ). nicht tugtlaiitn. ■URGLICHTSPliLE. Heute 15. 17.30, 10.45 Uhr. Fernruf 22-19. — Sybille Scbmitz, Kuil Luüw. Dielil. Fritz und Else WaRticr in einem ruizendeu Lust-spief launiger Einfälle. DI» Hoch-^^apltrln. □□__ ISPLANAOE-LICHTSfTeLeI Tue! ich" 15, 17.30, lfl,45 Utir. ErstaultühtunRi Wenn du jungi Woln blüht. Nach dem Lustspiel von Björnstjerne BjOrn-son mit Henny Porten, Otto OebiiUr, Rene Delleen, Marin« v Ditniar. Ön Vi-rbulen für auiiandische Arbeitet aller Natlonalliatenl _ tiCHTSPIELE BRUHNOORFr~nonnerst^ um 19.15 Uhr. Donaumelodien. □ Dcimerstaj um 17 tJh' Pal und Pa-_taclion icnlagen lich durch. ■URÖLICHTSPIELC" CILLI, Sachsenfel-derstraßc. Spielzeiten; WuchenlaRS 17 und 19.15 Uhr, Sonn- und Fciti-taßs 14.15, 17 und ia.l5 Uhr. Heute, 24. Aujust: LItbt ttr«itg verboten. Ein l ustsplel mit Hans Moser, Carola Hühn, Orethc Weiser, Wo» Albach-Retty, Karl SchönUöck. _Mmik: Heinz Sandauer. □□ FILMTHEATER METROPOL CILLI. Spf^T reit; W. 17 und 10 15 utir; S. »4.45 17 und 19.15 Uhr. Heute, 24. AurusI: An» am Leldentchafl, mit Albrecht Schoenlial», Karin Hanll, Hans saiinlver u. a, □_ FILMTHEATER LEONHARD B. Donnerstag. 24. Aucust, um 20 Ulir, Harry Fiel In Neunzig Minuten Auf-^ enthalt □□_ Töhlichtspiele „dWtsches HAU^" Petlaii, 25. bis 27. Außust: Ein ichüner Tag, mit Oertrudc Mayen, Kdrsta l.öck, Sabine Peters, Volker V. Kollande. □ fÖN-LICHTSPIELE STADTTHEATER, Pettau. Spielzeit: Wochctitaus 17. 19 45. Sonnfatt* 14.30. 17. 19.41 Uhr. Donnerstag, 24. Au«ust' Hnn'. Mho--*. Heinz Wlhmann In dem spannenden und verblülfcndm Dctehtiviiira Dar _Mann dei Shcrlock Hctinot war. □□ LICHTSPIELE RAST im tteimatbundge-bäude. Donnerstag;, den 24. Aiißust: Symphonie einet Lebens. Ein künstlerisch einzlßartlRer Film (ein Meisterwerk), CS spielen Hcnny Forton, Gisela Uhicn, Harry Baur u. a. □ CicHTSPIELTHEATER REICHENBURG. Donnerstag, den 24. Aueusl: Das Abenteuer gehl weller. Ein Bavariu-Lustsplei mit Theo_Llngen u. a. LICHTSPIELE TUFFER. Heuter24rÄü"-gust: StHrhet al> die_Llebe. Q j Verschiedenes j VERORDNUNOS- UNO AMTSBLATT dei Chefs der Zivllverwaltunu in der Un-tcrstelermark, Nr. 17 vom 18. August 1H44. Inhalt: Erlaß des Führers über die Erfassuni; und Verwertung von Lagcrbesländcn für die Rüstung und Kriegswirtschalt vom 13. Juli 1944; Erlaß des Führers über den totalen Krleg!:cinsatz vom 25. Juli 1944; Anordnung über die Meldung von Männern und Frauen für Aulgaben der Relchsverteldigung vom 10. August 1944; Anordnung auf dem Oetilcic der netreldewlrt-schalt vom 2. August 1944; Zweite Bekanntmachung Uber die Ocwerhe-nulsicht und den Arbeits- und Be-trlebsschutz in der Unterstciermark vom 4. August 1944, — Einzelpreis _^10 Rpf;__ *TA ipart Selfel Nach jeder Hausarbeit genügt ein wenig ATA — allein oder mit elwas Seile — um selbst die ichmutziKsten Hünde tadellos zu •lubern. — Hergestellt io den renll-Werke«. Eleklr. Bohraggregate wit Kompresio-ren und Ooiirmasehlnfn, neu oder gebraucht, gegebencnlaiis auch repa-rdturbedürltig, zur Durchliihiung vordringlicher Sprengatbeiten wie Oe-bäudesprcngungen und Stollcnbau »clinelistens zu kauhn oder zu mieten gesucht Angebote erbeten unter ,,Dr l 18911" an ,,Ostag" Anz. __Oejr Wjcn K Singerstrafle 2^_5455 DIE KOHLENKLAUER-nARDEI Mein Freund, Dir sei's hiermit gesagt — die Kohlenkiauergarde tagt — versteckt sucht sie Dich zu umgarnen — drum la'ii Dich dringend vor ihr warnen — spar Kohle, Licht und Arznei dann Ist's mit ihrer Mncnt vorbei. — Füllist Du gesuiidheitlk'h Dich wohl — dann, Freund, «par auch das CHINOSOL — doch wenn erkrankt Dein Nachbar ist — so daß auch Du gclührdet bi<;t — dann ist es Zeil, dann schütz Dich wohl — und ßutglc brav mit CHINOSOL. ACHTLINGI HAUSFRAUEN) Rettet eure waschbaren Woilsachen vor Motten-IraR! Bchnndell sie In der MÜVIN-MOTTENSAI.Z-lösuml Die Motte Stirbt eher, als daO sie eine derart getrilnkte Wol'faser IriBtf MOVIN hinterläßt weder Geruch, noch leiden die Woll5nchi:n an Farbe, Aussehen, Tragfühigkeit, Haltbarkeit, Glanz oder Wcicliheit. Gleichzeitig schützt MOVIN weitgehend vor Schimmel tmd Stocklleckcn. — MOVIN-MOTTEMSALZ_____ Kleiner Anzeiger; Realitäten Sebs ichGnen Beilti samt Vieh und Samen tUr das nüchste lahr per Sofort kcgen Eaniilicnaugelcgenheit in Pacht. Anträge an Franz Koneditz, Podrai 21, Post Eichtnlj^ Unterslciermark. 5454-2 Biiuparzelle, nahe Mniburg, zu kaufen oder gegen Runillunkempfänger mit Wertausgleich zu tauschen gesucht. Zuschriften unter ,,Parzelle 34G0" an die M, Z. 3460-2 Zu verkaufen Kleiderkasten mit Spiegel um ßOO RM zu verkuulen. Adresse in der M. z. 6577-3 Zu kaufen gesucht Stellengesuche Kanilolkraft sucht halbtügige Anstellung im kaulm. Büro. Anträge unter ,,mxis lfi"_an die .M. Z. Cilli. 3488-5 Vollkommen selbständige KUchln sucht .\rbeit. Zuschritten unter ,,Auch so- fort" an die M. Z._____ 657^-5 Such! gute Stellung als Kanzleikrati In Graz-Umgebung oder oberstelermark. Antr. unter „Tüchtig und verlüQlich" an die M. Z._ _ 3472-5 Xonlorlitin sucht Halbtagsbeschlftl-pung. Zu.Khriit unter „1. September" ai^Je M^Z J__B54fl-5 Tüchtige und verisnilche, in allen Arbelten erlahrene Frau, sucht mit zwei Kindern solort Unterkunft. Zuschritten erbeten an LUdde, Ptckern 6S, oder Telefon 20-11. 8554-5 Lastfcrnlt-vaeen, Holz-Gcncrntor. zu kaultn gesucht. Marburger Verlage- u. Oritckerei-Ge!>. m. b. 1). Marburg-Drau. TiefbetrUbt geben wir die Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser Bruder. Onkel, Schwager und Vater, Herr Adolf Pschiinder Gutsverwalter auf Schlofl „Salldch" In Arndorf, CHI) nns am Sonntag, den 20. August 19 u. um 11 Uhr, im 42-Lebensjalire. nach kurzem leiden ftir immer verlMssen hat. Die stbrblichen llherteste des Verstorbenen wurden nach Marburg-Drau überfülirt und am Mitlwoch, den 23, August, am Städtischen Friedholo beigesetzt. Oherrotwein, den 22. August 1944. In tiefer Trauer: lullane Pichundor Mutter; Alolt, Hant, Max, Frllt, Maria, lullane, Anna und Erna, üeschwister, und alle übrigen Verwandten 0563 Oifene Stellen Ol* Elnilellunq von ArbeltikrUften Itl an die Zuitimmung des luttlndigth Arbellsamiet gebunden Abwatcherin für weißes (leschirr sofort oder ab 1. September gesucht. Vorzustellen bei der Staats-Lehrerin-nenbiidungsanstalt. Marburg. Schmide-rergasse 15. _ _ __ _0583-6 HIherln wird für die Leitung einer Ausbesserungswerkstätte für Arbeiter-wüsche und Burulskleidung gesucht. Antrti.ge unter „ArbeiterwÄsche" an die M. 7 _____ 6572-8 Selbständige WIrtithafterln auls Land wird gesucht, Angebote unter ,,Wirtschafterin fiSGl" an die M Z._6561-6 Tapeiierer-Lehrling wird sofort aufgenommen. Adulf-Hitler-Flatz 19, Marburg-Drau. 6570-6 Batriebiichlosser, Kriegsinvalide oder Pensionist, für Fabrik in Marburg dringend gcsuclil. Antrüge unter ..Vielseitig" an die M. Z. 3370-0 Zu mieten gesucht Ruhige, berufsliiilge Frau sucht leeres Zimmer oder Schlafstcile. Zuschr. an die M. Z. unter ,,Sobald als möglich". _____________._____ 6582-8 Ruhige Schülerin sucht nettes Zimmer. Adresse In der M. Z. 6574-8 iJnt^rsteirer sucht möbliertes Zimmer, rein. Zuschriften an Knaflltsch. Kaserngasse 10, Murburg-Drau. erbeten _______________________6^4-8 Zwei Kameradinnen, ganztägig be~ schaftigt. suchen per solort ein möb-lieites Zimmer (Bettwäsche vorhandcnl. Zuschriften unter ..Kameradirwieu" an Jie M^ Z.__________8569-8 Jüifgerer Herr sucht mübliertei Zimmer oder Schlalstelle. Mit oder ohne Bettwäsche. Zuschrilten an die M. Z. unter ,,Marburg oder Umgebung". _____ 0545-8 Kostplatz samt Wohnung, möglichst mit Klavierbenutzung, wird für 15jährige Obcrschülerin In Marburg gesucht. — Adr. in der „M. Z." B537-8 W ohnungstausch Wohnung, schlin, rein, abgeschlossen, im Zentrum, tausche gegen ebensolrhe am linket] Drauufer. Anzufragen bei LIpuschek, Kürntnerstraße 18. 6528-9 Funde und Verluste Verloren wurde am 21. August 1944 in Cilli von Gasthaus Pantner bis Bahnhof eine Geldtasche mit Inhalt eines Führerscheines, Werkausweis, Eisenschein, Krankenschein und ISO RM. Abtugeben gegen Belohnung Im Eichamt Cllik. 9469-13 Kleines Hunderl, braun-welB gefleckt, zugelaufen. Anfragen Adolf-Hitler-Platz 3, Marburg (Dxaul.__6573-l!! Zwei tchlOeial am Mittwoch vom Aüolf-Hltter-Platz bis Untcrrotweiner-Straße verloren. Abztigehen geg. Belohnung Unterrol-weinerttraße 7. ___________''581-13 Ächiunfl Am l3. August 1944 ist »Bf der Feiberinsel ein Handball in der Damen-Kastenabtei-lung abhanden gekommen. Der ehrliche Finder wird ersucht, den Ball gegen Beiohnune in der Verwaltung des Blattes abzugeben. 6565-13 Ein goldener spanischer Ohrring am 18. Augusl auf dem Wege vom Burgkino Cilli nach Luthergasse verloren. Ehrlicher Finder erhält einen Gold-ring mit Rubinen und Brillanten Belohnung. Lex, I ulhergasse Ii. Cilli. 3478-13 Verschiedenes Tausche Oaman-Halbicbuhe Nr. 36 für Kasperl oder Zimmerofen. Zuschrilten unter ..Ausgleich 6576" an die M. Z. __6.57B-14 Herrenfahrrad, tadellos. gegen Nähmaschine. moderne und versenkbare, zu lauschen gesucht. Zuschriften unter „Wertausgleich" an die M. Z._0.^75J^14 tausche schönen, sehr gut erhaltenen großen Teppich für ebensolche Klavierharmonika mit Register, 60 Bässe. Adresse in der M._Z.__.''56J^14 Gebe Damenfahrrad und Volksempfän-ger für 4—ö-Röh-ren-Rundlunkemp-fänger. Seme, BiU-cherstraße 7, Marburg-Drau. lt53R-M Starken Laufteppich, 5 m, oder zwei-flammigen Oasherd oder Pendeluhr tausche gegen guten Anzug in Blau oder Grau, Mittelgröße. Anfragen: Geschäft Zinka. Vlktrlnghof-gasse II. 6524-14 Tausche wenig benutzten TIschipar-Herd. gegen ein Paar Damenschuhe, 37 ein Halb, und Lederhandschuhe, 6 ein Halb. Marburg Drau, Brahmsg. 3. Jedes Nachmittag ab le Uhr. 0533-U 3 JL Amtliche i U»kaii n t III arhm^en Oer Oberbürgermeister der StaCt Marburg ■, d. Orau Sindtkäminerei Bekanüiinachung MMienummerschlloer. Fttr die Anschalfung und Anbringung der Hausnummer-cüilder sind von den Hau^bositzerr für ledes Hausnuin-merschild RM anttiiigc Kosten zu etstaltcii. Die Kinzlchungkbeamten der Stiirithauplkassc beginnen in die en Ta;,cn daniü, diese Kohlen von d.-n Hausbesitzern ;inzuzicbcn. Uesonderf llcianzicliungsbcschcide werden licht gelcrtigt. Ich ersuche die llau^besit/oi dafür zu sorgen, daß den inziehunprbeamten der oben Kcnari.te Bttrag sofort gegebenenfalls vom Hausverwalter oder Hausbesorger ausgezahlt werden katiü. Maiburg, den 23. August llUt. 3475 {. A. Brendel Der Ct«ef der Zlvllverwaltun^ In der Unterstelermarli Der Beauftiagle für Jagda;ice!egenheiten Bekanntmachung Auf die Dauer de* aktiven Wohr.lienstes des Kielsjäger-melsters Herrn Dr Hans Sclineditz. ernenne ich zum kom. Kreisjägermelster Cos .laauU''eises Pettau Herrn Rudolf Burgstallcr, Kreisamtsleite: in Pettau. Die Bestellung des Herrn llnns Slnwitsc'i, Kaufmann in Pettau, als stelivertreterdcn Kreisjägermeister bleibt auirccht. Die Amtsräume befinden ^lich: Pttlau, AdoK-llitler-Platz Nr. 4. Marburg, den 23 August 1914. 3474 Dr. Kupnih. Meldung von Münnern und Frauen für Aufgaben dtr ReichsverfeidisSnn^J Es besteht Veranlassung, nochmals darauf hinzuweisen, laß nach der 2. Veroiilnupt des Oi'neralbevolinuchtig-en für den Arlicitsein^nlz ubi-r die Me'dung von Männern und Frauen lur Aulgaheu der Reichsverteiiligung vom 10. Juni 1944 auch diclcnigen Personen nicldepflichtig sind, deren Arbeilszeil in selbst.iiidiger oder abhängiger Bcscliältigung weniger als 4B Stunden in der Woche beträgt. Somit fallen auch die Arbcitskräite unter die Meldepflicht, die bereits im Voriahre auf Grund der ersten MeldcpIlichtvcTordnunc in Arbeit ^^cselzt wurden, 'lie aber entweder von Anfang an oder von einem späteren Zeltpunkt ab woniger als 48 Stunden arbeiten. Auch dielenigen sind mcldepfiichtig, Uk sich' Im vorigen Jahr zwar gemeldet haben.-seithei aber aus irgendwelchen Gründen vom Arbeitseinsatz belreit oder zeitweise zu-'ückgestelit worden i.ind. Aufruf des Oberkommando» der Kriegsmarine an die deutschen Frauen! Die Schlacht auf den Meeren Ist Im Augenblick und dr die Zukunft wichtiger denn je. Sie noch erfoigrei-chor schlagen wollen, heißt. Mehi Scliill - mehr Walten — mehr Männer! le mehr Männer aus dem l.anddienst der Kriegsmarine durch den Einsatz der deuticben Frau lür den sieg-entscheiilenden Dienst an Bord fieuieniachl werden können, desto wuchtiger schiäg das deutsche Schwert auf den Meeren zu, desto liäriei trilW es den Gegner, desto näher rücken Sieg und Ftiedon Tauseuüe deutscher l'r tuen leisten heule schon nls Marincliclferinnen wertvolle Mitarbeit jn der Kriegsmarine. Weitere müssen Ihrem Heivpiel tolgen! Deutsche Frauen, deutsche Mhdthrn — Euer Einsatz in der Kriegsmarine nls Marinchellerin Isl siegwichtig. Je zahlreicher und ie eher Ihi Euch meldet, desto wirksamer Isl Eure Mithilfe' Euer Einsatz erfolgt an fand als Stabshelferlnnen bei Stäben und in Schreibstuben der Kriegsmarine, in Küchen, Lazaretten, als Truppenhcilerinncn im Nachrichtcn-, Flugmeldn- und l'lakdienst. Ober Einsatz im In- und Ausland Ausbildung, Besoldung, Bekleidung, Urlaub soziale Betreuung unterrichtet das ,,Merkblatt für Marinehelfcrinnen", das bei allen Wehrbezirkskommandos, Abi. Marine, oder bei der 1. Ma-rinehelferinncn-Frsatzableiliing in Mensburg bzw. der 2. Marinehelferlnnen-ErfMzahteilung In Lee' (Ostfr.) angefordert werden kann. Meldungen sind zu richten an 1 Marinehelfcrinnen Fr-Satzabteilung Flensburg. 2. Marinehelferlnnen-FrsatzaMet-lung Leer (Ostfr.). M43 MarktMMMM« <*r KrlMewart—, Aufruf ■ur Meldung von Männern und Trauen für Aufgaben der Relchsvcrtcidlßung 1. Auf Grund der 2. und 3 V rordnung des Oeneralbo-Tollmächtigten tür den Aibeitseipsatz über die Meldung von .Mänaern und Frauen lür Aulgaben der Reiciisvcrteidi-gung vom 10. Juni und 28. Juli 1P44. die auch in der Untersteiermark Anwendung finden, haben sich alle ,Münncr, die zwischen dem 30, lanuar 187fl und dem 1. Auc'i^i l'J2S und alle Frauen, die zwischen dem 1 AugiiPt 1B34 und dem 1. August 1927 geboren sind und die im Reichsgebiet wohnen, einschließlich dei Prolektora'sangtliürigcn und der Schutzangehörigen zu melden, wenn sie a) am l. Juli 1944 nicht In ahhängiger Besrlinftlgung standen ode- einer setbständiaen Be'ii' offLne Fenster ,fioweit diese nicht qerade im Erdqeech»)!» liegen. Auch in den K!c'ingärtcneit naclizugehen, in Wien, OberdoTiau, Salzburg und Steiermark herumgetrieben. Im September 1943 erfolgte auf Veranlassung einer von ihr bestohlenen Frau auf dem Grazer Hauptbahnhof ihre Festnahme. Es wurde festgestellt, daß die Angeklagte in der Zwischenzeit 24 schwere Diebetähle in Wien verübte, wobei sie in besonders roffinierter Weise vorging. Sie gab sich alfi Landwirtin aus, die ihren von der Front schwerverwundet heimgekehrten Gatten in einem Lazarett besuchen und betreuen müsse. Auf diese Weise fand «ie in zahlreichen Familien Aufnahme und mißbrauchte die ihr ge.währte Gaet-fieundschafL Sie stahl Kleider, Schuhe, Wäsche, Bargeld, Lebenemlttelkarten tmd andere Gebrauchsgegenetände in großen Mengen. Außerdem verübte «ie in Melk, St. Pölten und Gratwein verbrecherische Betrügereien und Veruntreuungen und gab sich audh hier als sorgende Gattin eines verwundeten Soldaten und Mutter gefallener und schwerverwundeter Söhne aiis. In Anbetracht der besonders niederträchtigen Handlungsweise als Gewohnheitsdiebin, VolksGchüdling und gefährliche Gewohnheitsverbrecherin wurde Anna Schnalzenberger zum Tode verurteilt. TAPFERER UNTERSTEIRER Aus der Ortsgruppe Ranzenberg, Kreil Marburg-Land, wurde Gefreiter Alexander Weingerl mit dem Kriegsverdienstr kreuz II. Klasse mit Schwertern »usga-ieichnet. An unsere Postbezieher Unter den gegenwärtigen Verkehrsverhältnissen ist e» IUI« leider nicht immer möglich, ucnsere Zeitimgen zu den festgesetzten Zeiten zu v«r»end«n. Wir bitten deshalb bed Verspätungen der io Frage kommenden Zeitungsnummer nicht sofort fehlzumelden, sondern »unÄdist die Postzustellung am folgenden Tage abzuwarten. Wenn auch dann die Zei-tungsnummer nicht •ingegangen Ist, empfehlen wir Ihnen, sich an Ihr Zu«tell-I>ostamt zu wenden. •Marburger Zeltang«, Vertriebsabteilung. ★ Todesfälle. In der Bismarckstrafle 16 in Marburg verschied der 65jährig« Reichsbahner i. R. Joh^aim Borucky. — In C5111 ist die Gnmdbesltzerlji Anns Wretscher vulgo Marowschek, gestorben. Kleina Unfallschronik. Fußgelenkverletzungen durch Sturz zog sich dive 40-jährige Winzerin aus Oberwurz 37, Gemeinde Würz, zu. — Bed der Arbeit verletzte »ich mit der Sichel eine SQj&hrlgo Besitzerin aus Ranzenberg 61 den linken Unterschenkel — Bin 35jähriger Arbeiter aus Brumndoii boi Marburg erhielt durch falsches Einhängen des Kranes mit «dnero Holzstück Kopfverlet39ungwn. — Durch Gemuö nicht einwandfreien Fleisches zog rieh ein Ehepaar aus Sturmberg, Gemeinde Ranzenberg, eine Magenvergiftung zu. — Sämtliche Verunglückten befinden sich im Marburger Gaukrankenhause. FlOsserunglflck auf der Donau. Infolge Hochwassers fuhr dieser Tage ein Langholzfloß der Firma Anton Steindl "uf einen Pfeiler der Nibelimgenbrücke in Linz auf und zerschellte. Während sieben Personen gerettet werden konnten, versanken der Betriebsftthror Anton Steindl und ein bei ihm beschlftigier Pole in den Fluten. Die Leichen der beri-den Ertrunkenen konnten bisher noch nicht geborgen werden. Mit der Lastenseilb'hn in den Tod. Der Reichsbahnbeamte Peter Krautgartner wollte bei einem Besuch im Zögersbachgraben, Gemeinde Lilienfeld, Niederdonau, die dortige Lastenförderbahn benützen. Mit ihm fuhr die Tochter des Besitzers der Seilbahn, Frau Zöching, mit ihrem fünfjährigen Sohn im gleichen Förderkorb. Als der Förderkorb schon riemlich hochgezogon war, riß da« Seil und der Korb saust« in die Tiefe, wo er mit voller Wucht gegen den Sockel der Talstation schlug. Krautgartner erlitt einen Schädelbruch und war sofort tot, während die Zöching md Ihr Sohn schwer verletzt wurden. Relnemachfran In Theaterkleideni. Eigentlich sollte Frau Aloisda Koschka im Kärntner Grenzlandtheater in Klagcn-furt putzen und sohefuem, d®s war ihre Aufgabe. Sie hatte es aber trotz Ihrer 62 Jahre nuf die schönen Stoffe, Spitzen und Bänder abgesehen, die zu Theater-kofitüjiieii verarbeitet wurdeti, und brachts manches davon heimlich beiseite. Das Pech wollte es, daß die Schneddeir-gehilfin, die ihr die fertigen Kleider bringen sollte, in der Straßenbahn gerade einer Angestellten des Theaters gegeni-üborzusitzen kam. Keee erkannte die Stoffe und verfolgte das Junge Mädel unauffällig bis zur Wohnung der Reinemachfrau. Die Sache kam vor das Landgericht Klagenfuirt mit dem Ergebnis, daß FrMi Koschka zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Aus Stadt und Land Straß. Der Zellenleiter in der Ortsgruppe Straß der NSDAP, Pg. Heinrich Ulz, Tischlcrmedster in Ger^dorf, ist nach schweren Leiden im 59. Lebensjahre verstorben. Im Sterbehaus© dankte Schulimgsleiter Pg. Winkler dem Verstorbenen für »eine im nationalsozialistischen Sinne stete treu geleistete Mitarbeit und auf dem Friedhofe von St. Veit am Vognu sprach Pg. Winkler Worte der Verabschiedung. Der BDM sang ein Abschiedslied und das Lied vom »guten Kameraden«. Es wird verdunkelt von 21 bis 5 Uhr Die Mädchen A ^ ^ 3 in der /A. tl ROMAN VON E. M. M U N G E N A S T Nactidrucksrectit: Wilhelm Heyne Verlas 'n Dresden AI« dtr letzte Reiter und das letzte Geschütz hinter der .'ku verschwunden waren, ticbcrte und hebte die Stadt noch lange Zeit unter dem Hindruck, den d-er stürmische Durchzug der Truppe Jiervor-genilen hatte. Mama ,dio Schwestern und die Mcigtl Mathilde standen im Gartentor und fragten, ob auch sie die Soldaten go«ehen habe. »J'a«, erwiderte Stefanie. Ob es nicht herrlich gewesen seil ».Ja, sehr«, meinte sie. Mitten in der Nacht erwachten Ca-btnele uad Stefanie. Sie schl'efen zu zweit ir einem Zimmer. Als sie die .\ugen öffneten, stainl es wie Peuerschein am Nachthimniel. Auch die Hriumwiptel vor den Fenstern w-aren gerölet. R|.>nkn und Gudrun kamen tingekleidet ins Zimmer gestürzt über Rühlhot und Dörrenzim-meim marfich'ere eine r|,in/:e Armee ins Kochertal, iiher alle Hohen und durch alle Se tpniäler kämen sie her.tl), d'außen in der Au, gleich neben dem Garten, blwakierteri bereits zahlreiche Truppen, dl*> ganze Stadt sei auf den Beinen, man den Soldate-n Wasser und Essrn brijigen, bfsondera denen, die nicht rüs- teten, sondern drauRen vor dem Garten in Richtung Lipfeisberg und Koche stein weiter marschierten. Gabriele und Stefanie sprangen aus den Betten. Selbst die Mutter erhob sich, um in Begleitung Gudruns in die Au hinauszugehen und sich das farbenprachtige Biwak und die Marschkolonnen anzusehen. Stefanie kleidete sich hastig an und eilt« aus dem Hause in den Garfeln. C'ia-briele war mit dem Anziehen Irüher fertig gewordc^n. Stefanie l'Pf die Kastanien-allce zum schmiedeeiscnien Tor hiiuib. Fs stand offen Von der Mutter und von den Schwestern war nichts zu sehen. Im geräumigen Gartenhaus vor dem Tnre brannte Licht. Sie stürzte in eijie der Kammern neben Her Remise, nahm einen Korb und füllte ihn luit Äpfeln. Der Gesang der draußen vor dem Tore mar-ßfhiercnden Truppe drang volltönend bis zu ihr. Mit dem gefüllten Korb eilte sie endlich hinaus fjiif die StraCie. Der Mon>,. Verwirrt glitten ihre Blicke über Kochgeschirre, Zeltbahnen, Mäntel Strohbündel, Gewehrpyramiden und Kop-pelzeune mit Patronentaschen, Seitenge wehren, Spaten, Brotbeuteln und Beilen. »Wo kommen Sie her?i( fragte sie. »Von de' Kaserne«, antwortete ein Helläugioer, »und das ganze Manöver ist nur ein kleiner Umweg zur Kaserne zurück I« '>OhU meinte sie ins laute Gelächter, uiid ihr Blick bliel) au dem Soldaten hat- ten, der breitbeinig vor ihr stand. »Haben Sie Durst? Soll ich Ihnen Wein bringen?« »Alkohol ist verboten, Fruchtsaft aber nicht!« »Aber Äpfel darf ich Ihnen doch noch bringen?« »Ist's weit bis zu Ihnen?« »Nein, nur bis dorthiin in den Garten.« Der Helläugige, der den anderen offenbar zu befehlen hatte, meinte zu einem von ihnen, er solle ihm und dem Fräulein folgen. So zogen sie zu dritt zur Straße hin,' auf der es immer noch lärmvoll herging. "Pioniere mit Pontons, Nachrichter, eine Scheinwcrferabteilung und mehrere Rotekreuzwagen karrten bergan. Stefanie blieb bewundernd stehen, betrachtete Pferde und Bereiter und fragte, ob sie während der ganzen Nacht im Sattel säßen »Kommt drauf an, wohin sie müssen«, meinte der Helläugige, nahm Stefanie Uth in den Arm und küßte sie ohne weitere Umstände auf den Mund. Und da siich das Mädchen nicht widc setzte, küfite er es ein zweites Mal. Ein Schauer durchrieselte ihren Körper, sie ließ sicn ein dritlies Mal kü«s«n, und der Soldat, der sie diesmal fest an seinc! Brust preßte, wurde plötzlich schweigsam und atmete schwer tmd tief. Dann eilten sie durchs Giartentor und betraten den Gitrtenbau, und der Soldat, der Stefanie geküßt hrUtc, meinte zum ajidercn, der respekt- voll daneben gestanden, er sollte don Korb mit Äpfeln füllen und ihn draußen in die Au zur Gruppe tragen. Daraufhin sah er Stefanie mit blitzenden Augen an, nahm sie an der Hand und ging mit ihr hinter das Gartenhaus, in den Schatten der Kronendächer. Hier schloß er sie wieder in die Arme und küßte sie. »Ist das zu begreifen?« fragte er plötzlich' wie in einem Rausch geheimnisvollen Entzückens. »Nein, es ist nicht zu bogreifen.« »Nein, man kann es nicht«, flüsterte si*». Er hutte sie gajiz fest umschlungen gehalten. Nun ließ er sie los, öffnete seinen Rock ^auf der Brust und entnahm ihm ein Stückchen harten Papiers, »Hier ist meine Adresse. Nimm sie. Im Juli bin ich wieder daheim. Schreib mirU »Ich werde dir schreiben.« Er küßte sie wieder. »Jaja, ich werde dir schreiben«, flüsterte siie und schlang die Anne um seinen Nackcn. »Wie heißt du mit Vornamen?« »Michael. Und du?« »Stefanie«, sagte sie kaum hörbajr. »Oh. wie fichönl« rief er leise aus, küßte sie, drückte sie wieder an sein« breite Brust und liebkoste ihr Haar. »Nein, man kann es niemals begreifen, obwohl man es sich immer so vorgestellt hat, Stefanie »W«ißt du, immer hat mau's eich so vorgestellt .Du dir aucli?«