V»oh»-At«««er. Tagesbote für Untersteiermark. VrSnumerationSpretfe für Marburg: »ierteljährig . 2 fl. 10 kr. monatlich . . . . 70 kr. Zustellung monatlich IS kr. Einzelne Rummernj^4 kr. Organ der liberalen Partei. Erscheint täglich tnit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Mannskripte werden nicht/zurüekgesendet. VrSnnWerationspretse mit Poft: monatlich ... . viertel lahrig . . . ganzjährig. ... 12 fi. JnsertionSgebühr 6 kt. pr.gelle. u- .N t»»s. (11.) Marburg, Mittwoch K4. September tS7V. Jahrgang. <» ^ ^ I lallte in der österreichischen Armee kein Berftänd Mt üstftttWftyt AkUttt llllu Akt ßt^Iniß fi»r dieses LebenSbcdingnih des Staates so atvwärtiae Rriea Iwie seiner berufsmäßigen Vertheidiger sein? « « ? . I Wir glauben nach diesen Betrachtungen nur Von emem Rechßrath«abgeordneten. Ikonsttttiren zu dürfen, daß Marburgs Bürger m» - n. c. ^ « II ine Ursache hiben. sich jene^ THStigkeit zu schä- Man sollte glaubt», die osterrelchlsche armen, hilflosen Kriegern mee durste in den Kämpfen der letztenZahre zur s^^^sten und besten Lohn, einen Beweis der Genüge e^ahren Habdaß unsere Burger Theilnahme zuwendeten, de« Schicksale semer Soldaten l-derze't den reg- Welchen Trost haben alle jene Kämpfer der s!teu Authell i»ahmen, und daß aerade die Stadt Armee heute, die in so vielen Marburg mit »vahrhaster Aufopferung die Pfle»,e Schlachten aus Italiens Boden ihr Blut vergossen, «ud Belvlrthung der Verwundeten am Bahnhof,^^nn nicht die Anerkennung ihrer M.tiiürger. daß dorchsuhrtr. . » . Isie alt redlich« Staattbürgir ihre Pftichl — wen» «rmn-rt sich -och manch» r»pst'« vergeblich actlian? «it d«-»erfalllem Herze, der gaAremdlichen Aus Möge die A,me- nie versessen, da» st- tm »ahme ««d Pflege am hiesigen StationtpIaKe. ° Volke wurzel«, «nd daß nur hierin der »ater wie in de» Hiuserii h>'si,>er Burger und R«»li vom Landttnechle sich unterschei tütendefitzer, abgrsehen davon, daß Taben jeder^^^^ ^ Art gesammelt, den HilfSkomites zur Verfügung gestellt, und besonders dem vaterländischen Regi'I Unfehlbarkeit de« meate sllbft auf drtdschaftlichen Maschinen, die übrigens auch zum großen Thetle im Areien abgelagert find. An drr Gassenseite ist der Raum sür die durch Dampf in Bewegung gcsetzten Maschinen, str »velche eln Lokomob'le schon berät ist. So glauben wir in kurzen Umrissen ei» vorläufiges Vild über den Ausstellungsraum ge« ^ben zu h^>ben, dessen Details werden tveiteren Berichtet; vorbehalten. Petri« «d Mirbach. Bor wenigen Tagen lasen wir in der amtlichen „Wiener Zeitung", der LandeSpräsident der Bukowina. Rüter von Mirbach, sc, in den PevfionSstand versetzt. ES dürfte nicht uninteressant sem zu erzählen, wie dicS grscheh-n, lie^t doch in dieser kurzen Notiz ein Stück Zeitgeschichte begrabe«. Kurze Zeit vor Beginn der LandtagSwahlen kam Br. Petrins, dem sein in Vegleitung der Tiroler und Slovenea vollzogener Austritt au» dem ReichSrathe s. z. zu einem Mlnister Pert-feuille verholfen. nach CelnoiviP um sich von neuem um ein LandtagSmandot zu bewerben ; er macht, somit diese Reise nicht als Minister deS Acker« baueS dienstlich, sondern als eigener Wahl-agilator. Mit Rücklicht auf diesen Umstand dürfte v. Mirbach unterlassen tzaben, Se. freih-rrliche Ex-zellenz auf dem Bahnhofe zu begrüßen, worübei dikfe in geivaltigen Zorn gerieth und auf Rache sann. Räch unserer Anficht war der Lande>chej vollkommen, lm Rechte und halte der Armenier Br. Petrins s. g „parlamentarischer Minislei^" keine Berechtigung von diesem eine sudmiffestc Huldigung zu fordern. Wahrscheinlich hatte Herr von Mirbach noch andere Grunde solche zu unterlaffen; vielleicht steht eben Frh. v.Petrino in seinem Heimatlande Vicht in so ungeheurem Aiisehen. um auf besondere Huldigungen Anspruch erheben zu können; vielleicht »var daS Ausbleiben deS Herrn v. Mir. bach von dem durchreisenden Minister citi er« e rthciltes Mißtrauensvotum. Während die ganze Bukowina für ihren Lündeschesdemonstrirtc oicint« der Ackerbuuminister auf dessen Absepung. Um dtr Klemme zil entgehen, schickte Art^s Taaffe Herrn v. Mirbach auf Urlaub. Mittl riveile fiel Br. Pctrino bei der Landtagswahl theilweise durch; er wurde nach.e«. sein Gegenkandidat Stark gcs.et^t. nemlich vom Großgrundbesitz rumänischer Aationulität in den Reichsrath entsendet. Wahrscheinlich alS Trost f»» den th^iltveisen Mißerfolg, lvars dem Ackerbau, minister die Beseitigung seines TkgnerS zu Tvtil. Die Sache ist und bleibt lehrreich gei'Ug; m einem wirklichen RechtSstaatc dursicn de^-arlivt Akte der Willkühr schwerlich vorkommen. Korrefpo»denze«. p. Wie«, 13. September. (Vom Reichö-rat he.) Ach beeile mich Sie zu benachrichtigen, daß morgen AbendS eine Vorbesprechung der vei^afsnngstreuen ReichsrathSabgeordneten statt' findet, in welcher soivohl die einzunehmende Haltung gegelmber den göderalisten und anderen BerfafsungSg'gnern, als auch die Einigung über den Prüftdenten und die Viceprasidrnten dcS Abgeordnetenhauses Oegenstanv der Verhandlung ftin wird. ^ Wie«, 1Ä. September. (Originol-Korre-spondenz.) Der ReichSrmh wird, trotztiem die Llindtage von Tirol und Böhmen die Wahlen noch Nicht vorgenoutmen habe», bestimmt am 15. eröffnet; die Frage, wer ivirv dess n Piüsident. »vurde zuerst durch das „Vaterland" auf die Ta-qeSordnuna geft llt. Die verfaffungStreue Partei b«t zwei Persönlichkeittn ins Auge gefaßt, welche SU diese« Popen berufen werden ki>nnten EiSkra und Rechbauer; tt.'chdun ersterbt sich in liberalen Kreisen längst nicht mehr jener Sympathien erfreut, 'velchc seiner Zeit seine Verusunq inS Ministerium verai'latzten. so düifte Ihr Landsmann Dr Rech bauer zum Präsiventec-. gewählt wei-den, dessen in jeder Richtung inakrllose Vergangenheit die Achtung der Ge^iNer und die unbedingte Werthschätzung t^er Parieigenoffen errungen bat. Obj^leich die Föderalisten oder AuSgleich^partn. »ichliger die Partei der Nationaltlrrikt!len. abgesehen von den Gahlen im böhmischen Landtage eer verfaffungS treuen Partei nummerisch daS Gleichgewicht halten, verzichten dieselben aus die Aufstellung eines sell)stständigen Kandidaten für die Präsidenten' stelle; indem fie gleichzeitig für die Stelle deS Vizepräsidenten Dr. Costa und Smolka i» Aus« sichr »ahmen. Mousignore NardiS Mission wird mit dem Projekte der Ueberfiedlung deS PapsteS nach Tirol iN Zusammenhang gebracht; daß dcShalb Verhandlungen mit den Mußgtbenden Periönlichkclten i« Hofkreisen gepflogen werden, dürfte kaum in Abrede ^stellt werden. Die Gerüchte iil'cr die Restaur.,tion Rapo-leons. über welche tvlr in uns rm letzten Schreiben berichset. gewinnen an KoufiittNz; Kön g Wilhelm will von einer französischen Republik "ichts ivlslea und nur mit der Regentin Eugeni« den Frieden, aber erst nach der Einnahme von Paris schließen. Än hiesigen Diplomatentreisen ist die An-nähme verbreitet, daß die Million deS Earl Gran-villes ins deutsche Hauptqu artier erfolglos bleiben lverde. Seine Ariedensvorschläge lauten angeblich : 1. Frankruch zal»lt ein-' Milliarde KriegSentschä. dlgnng. 2. Utbergibt seine halbe Flotte an Deutschland. 3. M tz, ^traßbuiv,. Toul werden geschlcisl. dafür verzichlet Deuisiiland aus jeden Gebietk-jltlvach». An der letzter« ^^edingu'tg itiird eben die Friedensv rin'tllung schcitern. d nu aus die Annexion von E iaß und Lothrin^ten wird das siegkliche D utichtand nicht verzichten. Das M'nisterium Polocky soll fiir den Fall, als die BcrfaslnngSpaltei im Re chsraihe die Be rathnngen in so lange attfzuschieben beschließt, bis .>»e Fr Ige über den Eintritt der Böhmen erledigt ist. die Kabinetsfrage zn stellen gesonnen jun, mivux jnwais. Y. GrNt, l2. September. (Original-^torre» pondenz.) Mein x ^olle^ hat il)nen zwur be-bereit» d e Beschlüsse uns rer bnden Bereine, der D uisch-Nationalen und deS Demokraten Ber, ins über die Stellung, welche Oeste-rrich gegeiiüber den demschen Liegen einzunehmen habe und die Forderuitg^n. ivelche Deutschland beim Friedensschluß zu stellen, berichtet; ih c?laude mir aber doch auf diesen Gegenstand aus dem Grunde zurückzukommen; um Sie auf die Rede des Herrn Dr. Mack aufmertsani zu machrn; diesem ivurde nämlich die Ausgabe zn !h>il, die von Dr. Hof-»er beantrngtc Reiolution der Deutsi,naiionalen tn Graz zu begründen; ei^ entl^didte fich dieser Aufgave in einer längern. ebenso schwungvoll n als ge^aatenr.ichen R de. Lanier Beislill durch-t»zau!lc nameutlich den ^aal. als der Redn r aus unftren „Retter" anspitlcno. von „gnvislell' und oalerlandstojen KommisvoyagcurS" sprach, deren .,anze Regierungew isheit dol, nichiö anderes sei. US ein in einer ande«» Sprache übertragener und klug bcmäut lter Bonapariismus. dei^ Nicht einmal das Verdienst der Origilialität sür sich hat, jener Retter, der einst für das vergeudete Bolk^glück Oesterreichs, für seine der Raihlosi^ikeit enlstantmen' den Experimente von der Rachivelt mit gleichem MaßegeMlffkN lverd. n wiro, ivie tin Irroine David, ein Grammont, ein DuvernaiS lind lvie alle diese Leute llriften. Aeitnugsscha« Das „Baterland" konstalirt. daß di. jlavtsche Vevölkeriing Böhmens einmüthig auf dem Boden des historischen Staatsrechtes fleht, daß andererseits «mch unter.den Deutschen in Böhmen die Abneigung gegen dessen Wiederherstellung eine sehr getveilte und künstlich j^emachte sei. Co sei eine perfide Änsinnuation. dab in diesem Fall» die deutsche Majorilät unterdrückt, ei.t«lütiottl'.!lsirt geknechtet werde; zum Beweise beruft sich „Baterlaltd" aus d,e Zeit von l848; ii» wclchcr trotz der Anerkennung der politischchistorischen In-divtdualitöt Böhmens die Deutschen zu Klagen keint Ursache hatten, »Lud von solche« auch nichts gehört wurde. Auch jetzt gebe eS genug gemischte Gemeinden, in denen die slavische Majorität die deutsche Minorität bedrücken könnte, faktisch aber nicht bedrückt. Liege nicht der größte Beweis der Versöhnlichkeit in der Haltung MiegerS und der übrigen Stimmführer der Majorität gegenüber di-utschen Kaslnopartei? Zum Schluffe spricht daS Iunkerorgan die Hoffnung aus, daß die Anhänger deS böhmi» schen Staatsrechtes deutscher Zunge sich vermehren werden, lvie sich dieS im ReichSrathe bereits zeigen iverde. Die „Politik" erinnert daran, daß fie jüngst allerdings ein Ultimatum ausitllte, alS sie die Regierung aufforderte, den Forderungen der staatsrechtlichen Opposition ^ genügen, indem nur unter dieser Boraussetzung Böhmen dem unkraftig c^astrhenden Oesterreich Ungarn helfend die Hand zu reichen bereit sei. DaS Betreten deS LandtagSsaale» von Seite hr^r Parteigenossen sei schon an und für fich eine aiisops. rungSvolle Konzesiion gewesen. Interessant ist die an den Grafen Potocky gerichitte Apostrophe, daß er längst gewußt, daß die Detlaranten in Böhmen und Mähren Nie und unter keiner Bedingung den zislei-lhanijchen ReichSrath beschicken werde«. Was weidin unsere Offiziösen dazu sagen, die mit dem Gcgentheile so oft geslunkert haben? Die „Politik'' sagt lveiter, ÄaatSmänner können fich irrea. kin Volk wie daS böhmisch mährische nie; es ivi^^ fich nie selbst untreu und jetzt am wenigsten wo Europa von einem neuen FreiheitSodem durchzogen wird. Die Auslösung deS böhmischen Landtages, die Bertagnng der ReichSrathSeröffnung bis zum 1ö September ist der „Politik", sowie Graf Potocky überhaupt ein Rätljfel. (Ja dieser Richtung sind wir mit der Politik vollkommen einig. (Anm. o. Red ) Die Drohnng einer Landtagsauflösung, die Drohung mil direkten Wahlen schrecke sie nicht, sei ihr und ihrer Partei gleichgiltig. Sie schließt mit der Bemerkung, daß Repräsen-larUen der böhmisch mährischen Nation nie den R'ichSrath in Wien betreten werden, iveder mit noch ohne Vorbehalt, auch in den böhmischen Landtag werde kein Dtk!arant eintreten, wenn die brgehrten Konzessionen nicht gemacht werden. Schon Kaiser Franz erklärte in trüben Zeiten, daß die Nitionen anch rlwaS gelten, dieS sei heute lioch mehr der Fall; d»c böbmisch-mähtische Nation tvird ihre Krast, ihre Macht und Bedeutuug zur Geltuag zu bringen wiffen. Die „Presse" freut sich, daß der Gedaitke eines ÄündnisstS zwischen DtUtschlaad und Oesterreich Boden gewinnt; die Fraae müs1e jedoch so gestellt iverden: „WaS bietet Oesterreich und waS wird ihm von Deutschland geboten?" Sie beaut-wollet diese Frage damit: Oesterreich gestattet die lleberschreitung der im ^ragerfried<» stipulirten Mainlinie; die Entichädlgung für ditseS Zuge-ständn ß bietet der Oi^ient; oenn eineGarantie deS 'Besitzstandes »väre für Oesterreich eine Beleidigung. Die „N. F. Presse" findet eine Gebiets-abtrclung seitens Frankreichs an Deutschland für erechtjertiat; daß. wie behauptet wird. König Will»n der Rede des versaffungstr«uen Klier den Ausdruck „weites Gewissen der Gegner" rügt, wogegen der Redner und das Haus protestiren. Die Behauptung de» folgenden Redners Gf. iLl am - Marti Nitz, die Feudalen ivolleu ein« ehrliche Berständigung. man möge »hitei» den Schutz der deutschen Minorilät überlassen, ruft die Heiterkeit der Linken hervor. Schmeital wiederlegt die Majoritätsadrcsse vom historischen und rechtlichen Standpunkte; seint Rede erntet verdienten Beisall. Der Tiroler Landtag nimmt in seiner VII Sitzung die Petition an die Krone. eine Er-tvtrkung der Amnestie für Alle wegen des Wtd.r. standes gegen das Schulaufsichtsgesetz ln Unter-suchung oder Strafe Verfallenen — mit Majorität an. Aus der Tagesordnung der nächsten Sitzung stehen die Wühlen in den Reichsratli. Marbarger- «ud Provinziai-Ätachrichte« Marburg. 14. September. (Berein „Fortschritt".) 3n der gestrigen Versammlung des politischen Vereines „gortjchritt' wurde über Antrag des ObmanneS eine neue Geschäftsordnung angenommen. Das BereinSmiiglied Herr Prof. Essel beleuchtete die Frage der Errichtung einer Oberrralschule in Marburg, die Borthelle, welche eine solche gegen-über der Bürgerschule bietet. Die Versammlung schloß sich seinen Ausführungen beifällig an und votirte den Herren Abgeordnelen Brandstetter. Reuter und Seidl. sowie der Gemeinderepräjentanz über Antrag des Obmannes sür die Bemühungen durch welche daS Zustandekommen des Projektes ermöglicht ivurde. den Dank deS Bereines Mittelst Crhel)eitS vou den Sitzen; über Antrag de Herrn Stopper wird dieser Dank den betreffende» Herrrn durch eine Deputation ausgedrückt werd«n Zum Schluße erfreute Herr Prof. Essel die Ver sommlung mit einem gehaltvollen Bortrage über Telegraphie; eS wurde nämlich beschlossen. inZu. kunft die Bereinsversammlungen jedesmal mii wissenschaftlichen Borträgen zu schließen, welche aus die Mitglieder anregend und t?elehrend wir-ken sollen. (Die Reftauratioi' und Kaffeterie im hiesigen Casino) wurde vom Vrrwal-tungskomite dem früheren Pächter, Herrn Johann Gscheider überlassen. Die Wahl düifte Anerken-nung finden, da Herr Gscheidee sich von früher eines guten Rufes, bezüglich seiner Solidität uud Lelstungsfähigkeit eifreut. (Z u m Skandal im Orpheum. Wie ner Blättern entnehmen wir. daß der Rame jenes Offiziersaspiranten Graf Kinsky lautet. Gerichtshalle (Ein rumänischer Fürst). Bor dem Wiener k. k. Landesgerichte wird dermalen ein gewisser Franz Kutolek tveger^ BerbrechenS des Betruges steckbrieflich verfolgt. Derselbe b. fitzt einen rumänischen Paß auf den Ramen Fürst Franz Obrowolski, das Ritterkreuz deS Franz Josef Ord nS und mehrere fremde Orden und befindet sich in Begleitung eines Leibjägers. dem die Verpflichtung obliegt, seinem tvürdigen Geb'e ter das Schuldenmach'n zu erleichtern, indem er überall von den sabelhasten Reichthüm rn des Letzteren spricht. Franz Kntolek ist ein Advoka. tensckreiber aus Hallein. 27 Jahre alt. spiicht fr.'nzöfisch und wurk'e »m Jahre 1866 wcgen Betruges zu zwei Jahren schweren Kerkers ver urtheilt. (N. W. T.) Bermtschte Atachrtchte«. (Reduzirung des Religionsunterrichtes.) Wie Wiener Blätter übereinstimmend Melden, wurde am akademischrn Gvmnasium da selbst über Antrag der Dir,kt»on und des Lehrkörpers die Zahl der Religionsstunden in der VIII. Klasse auf 2 wöchentlich reduzirt. (Die Borboten des WinterS)mehren sich; nicht blos die steirischen Gebirge bedecken fich mit Schnee, anch in Tirol waren am 9. !). M. bereits die Berge bis tief ins Thal mit einer dichten Schneedecke bedeckt. (Gebesserte EeschäftSverbÜltnisse). Außer der rückgängigen Beweguna der Dißkontosüße bei den deut-schen Banken deuten noch kleine Anzeichen auf die allmäliae veffernng aller GeschäftSverhältniffe hin. So ljat z. B. die Stadt Nürnberg von der beschlossenen Ausgabe stüdtl' scher Noten i» Anbetracht der veränderten Lage Umgang genommen. Ferner ist wegen Mangel an Veschäftigun»» auf Antrag des Borstande» die Darlehenskasse de» «ord-deutschen Bunde» zu Bremen am S. d. M. geschlossen und aufgehoben worden. — Auch in England dürfte der Baar. zin»fuß weitere Herabminderung erfahren, indem derBaar-Vorrath und die Notenreserve steigt; zur Vermehrung der ersteren hat da» au» Kraakreich fich fiüchtende Geld wesent» lich beigetragen. Die Lage der franMschen Bank verschlimmert fich immer mehr; der Noteneinkauf ist seit S Monaten um fast 600 Millionen Kr», gestiegen, der Baarvorrath um zirka 4b0 Mill. Fr», gefallen. (Co uponbrllet».) Unter diesem Namen gibt die Südbahn seit 1. September Rundreisebillet» au», welche vorzug»weise nur da» Inland betreffen und fich auf die der Sildbahn gehörigen Strecken mit Jnbegriss eine» Theile» ver italienischen L n,e beschränken. (Prag 11. September.) Im Aruchtgeschäft herrscht feste Stimmung, bei mäßigem Umsätze -, die Rilben-ernte leidet in Folge der heftig auftretenden Fäule. (Telegramme nach Pari».) Depeschen nach Pari» sollen vom Zentral Bureau de»Staat»telegrafen nicht mehr zur Beförderung angenommen werden. T» dürfte diese» mit der von der provisorischen Regierung verf^ten Sinstelluag de» Privatdepeschen Wechsel» im Seine-Departement zusammenhängen. (Kour»be richt Wien 13. September.) VaS eschäft bewegte fich auch beute in ziemlich engen Geeuzev, doch wurden alle Papiere besser befahlt; Aktien haben Avau-«n von 2—5 fi., Staat»oahnaktlen von fi. und » ordbahnaktien von 1'/, zu verzeichnen. Renten, Lose und Silber-PrioritätS-Obligatioven wurden gleichfal!» höher auf-genommen. Fremde Wechsel und Ko«ptanten schlössen "um einige Bruchtheile matter. Achtes Berzeichniß der Beiträge für die verwundeten deutschen Krieger. Herr Pollaöek -o-rr Prof. Schaller . Herr Ingenieur Wagner Herr Josef Mich. Korinek Herr Michael Wrctzl . Eine Tischgesellschaft . Summa Früherer Ausweis: 1 Thaler, 2 Napoleons und . 178 Totalsumme 197 1 Thaler, 2 Napoleons. fl-fl. ft. fl-fl. 1 2 S 2 5 4 fl. S2 kr. 19 fl. S tr. er. er. kr. kr. fl. 20 er. fl.'72 er!^ Die «ed. Hrigwak-Tetegramme. Wie«, 14. September. Oberfthofmarschall l^raf Kueffteiu ist zum Präfideute«. die Grafen Wrbna und Fünfkirchen zu Bizeprät1d,uteu des Herrenhaufes für die Dauer der nächsten Seffton ernannt. In Tirol tvurden in den Reichsrath gewählt: Erzpriester Strossis, Kanonikus Bertagnolli, Baron Dipanli, Präl»t Brau der, Prälat Zrschara, Greuter. Giovanelli und Dr. Rapp. Nach der Bornahme der Wahlen wurde die Landtagssession geschlossen. Linz, 13. September. Die Gesammt Ge-meindevorstehung von Unterach veröffentlich» durch die „Tagespost" an die Vöcklubrucker L'ndge-meinlic-Adgeordneten Graf Brandis und Dechaat Pilügl ein Mißtrauensvotum, in welchem hervorgehoben wird, daß Beide in den Wahlver« sammlungen den Rechtsbestand der Verfassung anerkannt und Hochs auf die Verfassung ausge« tiracht. im Landtage aber erklärt haben, daß die Verfassung nicht zu Recht bestehe. Linz, 13. September. Der „Liberale Verein" besprach in seiner heutigen Versammlung die Rückwirkung der deutschen Liege ans unsere Lage und verlangt in einer einstimmig und jubelnd angenommenen Reftlntio» eine dos deutsche Element tvürdiaende verfassungsmäßige Regierung, iveil souft Deutsch-Oefterreich zur Passivität gegenüber dem Gesammtft.,ate gezwungen »verde. In einer weiteren Resolution »vurden die oberöfttrreichischen Abgeordneten auf-.»efoldert. die Regierung zu interpelliren, v^rma Fürst Metternich die widerrechtliche Ausweisung von Deutsch-Oesterreichern hingenommen habe. Paris, 13. September. Cremieuz wird mit der Regierungsvertretung in Tours betraut. Gestern Abends fand vsr dem Palais des amerikanischen Gesandten Washburne eine Manifestation statt. Paris, 13. Septembrr. Deutsche Kavalle» rie traf gestern inProvinS ein. 20.0^ Man» folgen nach. Ebenso befindet sich in Charlepont, Leval und Trazy deutsches Militär. Ilom. 13. September. Der Papst weift jeden Borschlag Viktor Em.inuels zum gütlichen Vergleich entschieden zurück. An unsere Leser! Zur Vermeidung etwaiger Mißv«r? ständnisse beehrt fich der Gefertigte bekannt zu geben, daß jene Herren Aboui»e«»e»» welche den als BeilaH« dieses BiatteS jeden Samstag erscheinenden ..Llodockni Slovenev" zu beziehen wünschen, denselben gegeu einen erhöhten Abonnementsbetrag pr. 1 ganzjährig, halbjährlich 60 kr., beziehen können , auf den Aoveaee" allein, d. i. ohne „TageS-boten für Unlersteiermark" wird Abo»«e«e>»t a>g«i»om«en. Der Verleger. Oenln N«on Hatelberg i« Uragwal^: Wr yelweGv auf die ysrftehende Vetaniltgabe.' '' Hirm'Dr^'C oft« i» Äaibach: Aut hen vH«»o?'Gkei» Wirv kxia Abonnement angenommen. dv ei«ße^dkß» Betrag liegr zu Ihrer Dtspoßtioy. MMs<^«rs Ttltgraym. Z Uh^r Vachvittag. ft. kr. Einheitliche Staatsschu^ in ?totetz .... ük 80 detto detto iü ViM .... 6K 20 lS60it Gtaatß «nlehenS-Loose......91 SV. 1SS4e? di'tto ......III 75 Vavt.«ktleu........................696 - SrediMien ...........S.bö 7°. «nalö.Ba"s»«ttien . .........Z2S 5i)l Staatöbatzn-Uftien..........^5^ 71 ! i ^ ^ ^ A - ^ankfnrt am Main.........^ Lomtjchrtfn............ Tredit-öooie . ...........1b7 b0 Londtt, ............lZ4 b0 Silber ».......... . . . 1ZS — Napoleond'or«...........^2 /, K. t. Münz«Dutateu......... b 87 _____________ P^leuchtungj? - Kalqnd.fr. M«xb«r«> IL. S^ptkwbkr, Vklk-cht«««»»'»' ^. «P 7 I»^ dj«^ 10-, «»» ? >»> Gt. l. l«5S Ntalgyyiaflkum zu Pettav. Die Schüleraufnahme in die erfte und zweite Klasse findet am 29. und 30. Septem ber statt. Die Direktion. llsrröicklMör io »qlir orosLvr M stauneni> bilknen Preist» SS» M ZW.WB«'»MW«. rin»- nno Nooni»emenl»rlvre»l z« yaorn »pverk^uf.findet deq.gtM^nTog^tt von anaetan»»en und zwar ln der Löhnung itAi^«>MLr-ÄyrNadt Nr. 4P, im SMq?chWWg, Dtt »kaekust Ä?sertigte macht hiermit die Do«i»erstag d«« I,K» angtfai^en, Eintritt«. ,tnd »i,oni»ement«tlvte»; zn haben sind.. Dff V^pverk^uf g Uhr TwrgenH. ange^o des HirKors: .. . i^fe de» H.'V. GÄstetger. Sur v«. qnewlichsett ve» Publikum»'jedoch witv in den Borm^t? taßßftvhk« von 10 bis !? die Sasse im Theater eröswk^ und.werde?. dortseM sowqhl «artep für den l,etrxffenven ^iäd bertaüst. al». auch'dre'Wünsche de» hochverehrten PMtttm» iit Mmpfimg genotnmen. ' V^Sßlich her NboANtments- und Dutzend-farte« ist e» nöthig da» Pi^hlitum übex den. lK^ranch dersel^n ^ verständigen. Vit DÄendtaxten können, wie bereit» gesagt, zwang lo» bnMjjt Herben,' doch laute«, dieselben l^i ben Sperrsitze,i eins bestimmt ÄttzHßUMwer wie vi« «ba»ßu«ent»taften. sondern die Dutz^fikqrte. repr^eytir nur einen. Von, geae» welchen an der Taae». oder Abend-tasft iWd eiü beMi'äer Szt^i^rfl^ au»gefoldt wird. Ra. tülm die Direttiöii keine Hastung Vte^hmen. daß nöch Vpeti^ vorhasde« find, wenn z.V. am Abend alle Eche bereis vergriffe» siich, so der Eig«Uh gleiche Aufnahme in <«»? »t. Toedar s VaS. d fUld^t statt eine (K4A steiM-Oeilltizitativu iln Walcher'schen Keller, Wietlergrabeu. Ausgerufen werden mindestens 60 Startin 1SS8er m gröberen oder kleineren Partien, darunter einige Martin Rieslinger und Rother, auf Verlangen mit Gebinden. Bedingniffe: 10'^/^ DjVgngqbe, Imonatliche Abfuhr und Zahlung. 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'S » M S o ^ ^ « v :-» - « «>- » S.» ^-Zss««s ^ »Ss^?sS »FI------ »ZKsAN e s«,2.2. "^(«54 QouponbillSts Septemb^r^ 1870 angesaiigen, werden in den Stationen der Sttdbahn sammt Nebenlinien Couponbillets zu den lmc^tehend sehr ermäHistte« Preisen ausgegeben werden. V 1» M «? tt «io»' «ürWschlag — Bruck»^Le»ben — Bruck — Vraz—Marburg—Bi llach' Klageltfuri — Marburg — Laibach—Tr,ett —Töv^'-Eormon»—Venedig — Tre-viso— CormouS — Adel»-berg'-Pragerhof^ Kaniz^-Oedenbnrg.—Wien ili7 I. il. I '^fen— Stnlilweißenbnrg Kanizsa—Mi^rbiirg — Vit-lach»— Klagenfnrt' Präger-Hof—Laibach -Triest-Älirz-Cormona—Venedig-Tre-Visa Cormon»— AdelS> berg -PragerHof - Kanlzsa -Siofok. Äuhlweißtnburg-Ofen I» Ofen - Kani^stt - Marburg > L'uilach- Klagenfurt - Blei-durg' Graz - Bruck - Mikz-zuschlug » Wien — Oeden-vurg — Steinamanger — Kanizta—Siofok - Stuhl-wtißenbnrg—Ofen I. II. 17 1117 IV Wien — Mürzzufchlag — Bruck — Graz — Marburg-Klayenfurt — Billach — Btelbura — Marburg — S1.SV ! Zj.k« 17V.— i k!>.— ! SS. 36. 25.—IZ4.— Sk.— i17 Tiltigkeitedauer 0rr Billet» in Tagen, vom Tage der Abstemplung an gerechnet' r > 30_I So i »» ^>e liöhere» ^eftimmni^geu stiid au« de» is»»dm»chu»qe>i z» «sehe». SN «i.a.... «.».«mW i«7, Generaldirektion.