80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsni. (mit Ausnahme der Feiertage) Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68. 25-69, Maribor. Kopališka ul. 6. Nr. 225 Mittwoch, den 2. Oktober 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme In der Verwaltung. Bezugspreis» Xbholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din ILO und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. PfCIS Dfft 1*50 Mariborer Minna Italienisch - spanische Solidarität heute tut Zeichen des Besuches des spanischen Innenministers Gerrano Suner / Herzliche Töne der italienischen presse m, l. Dj« i. Oktober. (Avala—Stefani.) k ' tli€niSchen Morgenblätter richten icheni Wülkommgrüße an den spani-^ “Innenminister Serrano S u n e r, ei-Paia großen Führer der spanischen üm n?e> der heute in Rom eingetroffen ist, gie’e,ner Einladung der faschistischen Re SyChng folgend, die ewige Stadt zu be-iflltt n" Minister Suner wird heute nach-vom Duce im Venizianischen Pa-^pfangen werden. Die Aussprache mit dem Duce wird im Palazzo Chiggi zwischen Suner und Außenminister Graf Ciano fortgesetzt werden. »Popolo di Roma« stellt in seinem Leitartikel fest, daß das nationale Spanien ein zuverlässiger Freund Italiens u. Deutschlands sei. Die Achse sei wachsam und entschlossen, im begründeten Zeitpunkt die spanischen Rechte und Aspirationen zu verwirklichen, auch wenn dies mit Waffengewalt geschehen müßte. Die Besprechungen Serrano Suners in Berlin und Rom seien in den Rahmen der klaren Stellungnahme Spaniens gestellt worden. Die Freundschaft, die Spanien und Italien vereinigt, ist so tief, daß keine anderen Tatsachen nötig seien, um Madrid an die Seite Berlins und Roms zu stellen. Die römischen Besprechungen, die in Berlin begonnen hätten, werden zweifelsohne dazu beitragen, die Zusammenarbeit Spaniens, Deutschlands und Italiens immer lebhafter zu gestalten. Die italienische Nation freue sich darüber, den eminenten Vertreter des neuen und befreundeten Spa nien in seiner Mitte zu wissen. Das Blatt verweist auf die Identität der Rasse und auf die tiefe Solidarität Italiens und Spaniens. Die beiden Nationen seien entschlos sen, bei der Schaffung der neuen politischen und moralischen Ordnung in Europa kräftig mitzuwirken. Der Krieg in den Lüften Liverpool sind nach wie vor die Hauptangriffsziele der deutschen Lustwaffe / 'Nsche Stieger über Berlin / Schottische Städte mit Bomben belegt / Italienische Lust- 1. Okt. (Avala—DNB) Das gest kommando der Wehrmacht gab bri1 bekannt: t ^ er8clLuiigsangrilie auf London urieSswichtige Ziele in England chim fottland §ind ohne Unterbre-$i 8 fortgesetzt worden. don‘ uPfongviffsziele waren wieder Lon-gesciv^ Liverpool. Sie wurden von i'cich ,0sscnen Verbänden und zahl-Siaj-i 11 Enizelilugzeugen bombardiert. tei„: e Zerstörungen und Großfeuer in d n bic Wirkung auf wichtige Ziele Weite*1 Efoengebieten beider Städte, ktztz olc Angriffe galten mehreren Hä-R^'foenglands. ferner belegten die schon 8zeu8e bi der Nacht die bur„ 1Schen Städte Aberdeen, Edin-Leith mit Bomben schweren beSoflrirs‘ den Midlands wurde ein Tleffi, s wichtiges Rüstungswerk im schwo ^gegriffen. Ein Volltreffer \Yer, rsteu Kalibers richtete in dem 8r°ße Zerstörungen an. Vor der terSn„ Solang es, zwei Geleitzüge zu Bei Hngen- das r> . gestrigen Nachteinflügen in mit (1.eicbsgcbiet gelangte der Gegner Branr|nzcfoen Flugzeugen in die Mark BeicilsCvn^>urgi ohne jedoch bis zur den. . optstadt Vordringen zu künden V,u efoigen Orten im Westen wur-Scha(i ortlbcn geworfen. Militärischer tete z.Cn entstand nicht. Der angerich-los, Sachschaden ist bedeulungs-kerün a8egen wurden unter der Bevöl-Vet*letzt Wicder zahlreiche Personen Luftkämpfen des 29. Septem-^attinr ^ britische Jäger und ein Schc >!,luSZCug abgeschossen. V'erdeut-kehrt1 Bzeuge sind nicht zurückge-Der « sfotigsvv .nte Angriff auf das Rü-v°n ei'^ jn den Midlands wurde foiu, 2em Kampfflugzeug unter Füh-durr-h,, Oberleutnants von Butlar ^ "“geführt.“ Britisch1 ’r’ 1- Oktober. (Avala — DNB) 30. s e Flugzeuge sind in der Nacht vom Nor » Westdeutschland in den deut-deUtschi Um eingeflogen. In West-ges pp,afnd stießen die Briten auf heftiger, d: e!uer und auf die deutschen Jä-kani hieb S'cl1 ilinen entgegenwarfen. Es z\vej h v ‘ ZU Kämpfen, in deren Verlaufe Herf0rdriJ,scke Flugzeuge des Hampton-Vickere'xv :s. unc* eine Maschine des wUrde'" 'follington-Typs abgeschossen angriffe auf englische Schiffe Fallschirmabsprung und wurden sofort ge fangengenommen. Es konnte festgestellt werden, daß die beiden Flieger der Luftwaffe angehören und daß sie ihren ersten Einflug nach Deutschland absolvierten. Die beiden Flieger erklärten, die bekannten Brandpäokchen und Leuchtbomben mitgenommen zu haben. Einige britische Bomber überflogen die Reichshauptstadt in außerordentlicher Höhe. Die Flak trat sofort in Tätigkeit, sodaß die Bomber am Abwurf der Bomben verhindert wurden. Berlin, 1. Oktober. (Avala — DNB) Die deutsche Luftwaffe hat im Laufe des gestrigen Tages ihre systematischen Angriffe auf London und Südengland fortgesetzt, indem sie militärische Ziele mit Bomben belegte. Hiebei kam es wiederholt zu Luftikämpfen, die für die deutschg Luftwaffe erfolgreich endigten. Die deutschen Maschinen bestätigten auch bei die- ser Gelegenheit ihre Ueberlegenheit. London, 1. Oktober. (Reuter.) Die britische Luftwaffe belegte Berlin auch in der vergangenen Nacht mit Bomben. Andere Ziele der britischen Luftwaffe waren die Häfen an der Kanalküste sowie Objekte in Deutschland. Rom, 1. Okt. (Avala-Stefani). Der italienische Heeresbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: »Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: Im östlichen Mittelmeer hat ein feindliches U-Boot einen kleinen italienischen 700-Tonnen-Dampfer torpediert. Das begleitende Torpedoboot »Cosenza« griff das U-Boot mit Bomben an, das seitlich liegend wieder an die Oberfläche kam und dann unterging. Die gesamte Besatzung des Dampfers ist in Sicherheit gebracht worden. Eine unserer FHegerformationen hat ein feindliches Geschwader in der Nähe der Küste der Marmarica (Libyen) trotz der heftigen Flakabwehr der Schiffe bombardiert. Eines unserer Flugzeuge wurde abgeschossen. Feindliche Jagdflugzeuge, die von einem Flugzeugträger auf gestiegen waren, wurden von unseren Fliegern angegriffen. Drei feindliche Flugzeuge vom Hurricane-Typ wurden im Luftkampf abgeschossen. Einer anderen Formation von Torpedoflugzeugen gelang es inzwischen, ein feindliches Schlachtschiff mit einem Torpedo am Heck zu rammen. Das Schiff stellte seine Fahrt em und wurde sofort von feindlichen Torpedobootzerstörern umgeben. Eine dritte Luftformation hat neuerdings die Depots und Magazine des Hafens von Haifa bombardiert. Im Kampf mit feindlichen Jägern, die unsere Flugzeuge angriffen, wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen, das ins Meer fiel. In Ostafrika wurde bei feindlichen Luftangriffen auf Burgavo (Somaliland) Gura, Assab und Passo Carrin ein Eingeborener verwundet. Drohende Spannung zwischen Rumänien und England Bukarest, 1. Oktober. (United Preß) Die rumänischen Behörden haben gestern eine Forderung der britischen Regierung nach Freilassung von fünf Engländern, die bei den rumänischen Oelquellen beschäftigt waren, abgelehnt. Die rumänische Ablehnung hatte eine kritische Verschärfung der rumänisch-englischen Be- ziehungen zur Folge. Wie ferner verlautet, wurde den in Rumänien lebenden Engländern der Rat erteilt, sich für die sofortige Abreise aus Rumänien bereit zu halten. 15 Engländer, hauptsächlich Geschäftsleute, haben Rumänien mit ihren Familien bereits verlassen. Italien fordert Stützpunkte in Syrien und Libanon Kairo, 1. Oktober. (United Preß). Die italienische Waffenstillstandskommission hat neue zusätzliche Forderungen an die Adresse Frankreichs gerichtet. Wie die Nachrichtenagentur »Arabe Orient« berichtet, fordern die Italiener u. a. die Ue- bergabe der französischen Flotten- und Luftstützpunkte in Syrien und Libanon, ferner die Uebergabe -von französischen Flugzeugen und die Demobilisierung des größten Teiles der französischen Streitkräfte. Gandhi ist unerbittlich Amsterdam, 1. Okt. (Avala-DNB) Wie der englische Rundfunk bereits milgeteilt hat, konnte in der Aussprache zwischen dem indischen Vizekönig Lord j- i n 1 i t h g o w und Malial- • ^-wei Piloten retteten sich durch ma Gandhi in Simla keine Einigung erzielt werden. Der Vizekönig richtete nach Abschluß der Besprechung an Gandhi ein Schreiben, in dem es heißt, daß er infolge der jetzigen Umstände und des europäischen Krieges nicht in der Lage sei, die Forderungen des indischen Nationalkongresses bezüglich der Redefreiheit anzunehmen, Gandhi teilte dem Vizekönig mit, daß die Kongreßpartei unmöglich von ihren politischen Prinzipien abgehen könne. Vier Jahre Caudillo Madrid, 1. Okt. (Avala-DNB) Ganz Spanien feiert heute in feierlicher Weise den Jahrestag der Ernennung des Generalissimus Franco zum Caudillo, d.i. zum Führer des spanischen Staates. Seine Ernennung erfolgte bekanntlich am 1. Oktober 1936. Aufbringung eines portugiesischen Dampfers durch die Engländer Lissabon, 1. Okt. (Avala—Stefani) Der portugiesische Dampfer „Quanza“ ist auf der Fahrt aus Nordamerika 6 Meilen vor der portugiesischen Küste von einem britischen Kriegsschiff aufgebracht und zum Einlaufen in den Hafen von Gibraltar genötigt worden. Börse Zürich, 1. Okt. Devisen: Beograd 10, Paris 9.85, London 10.95, Newyork 4.35, Mailand 21.975, Madrid 40. Berlin 174.50. »•*4 Gedenket der :’! ntttuherf ul ofen-Liqa! Sowjelrusslands Außenpolitik bleib Gowjetrußlanö und Der Berliner Dreimächtevertrag / Vosiüve Wertung des MMtärvmraskes Bertin-Nom-TMo öw'Lh die offiziöse Moskauer „Vrawda" / Moskau war vorher unterrichtet / Keine Aenderung Der ww ^ruffi chm Vo tttt ®a m k iri n Moskau, I. Oktober. (TASS). Die |union und Italien auslegen. Hinsichtlich »P r a w d a« kommentiert an leitender ihrer eigenen Friedens- und Neutralitäts-Stelle den Berliner Dreimächtever- politik kann die Sowjetunion auch von 11 a g zwischen Deutschland, Italien und ihrer Seite die Bestätigung dafür geben, Japan wie folgt: j daß diese Politik — insoweit dies von »Am 27. September ist in Berlin ein Mi litärbündis zwischen Deutschland, Italien und Sowjetrußland abgeschlossen worden. Der Vertrag hat die Sowjetunion keineswegs überrascht, da er im Wesen lediglich die Fortsetzung der Beziehungen darstellt, die sich zwischen Deutschland, Italien und Japan auf der einen und zwischen England und den Vereinigten Staa der Sowjetunion abhängt ändert ble:ben wird.« unver- DeMcher Kommentnr »um Artikel Der „Vrawda" Berlin, 1. Oktober. Aus Moskau wird berichtet: Der Leitartikel der »Prawd a« ist als offiziöse Stellungnahme zum Ber- ten auf der anderen Seite herausgebildet j liner Dreimächtepakt auszulegen. Aus dem haben. Der Vertrag war auch deshalb Stil und aus der Art der Wendungen ist zu ersehen, daß der Artikel von der maßgeblichsten Seite inspiriert worden war. Die »Prawda« stellt in diesem Aufsatz keine Überraschung, weil die Regierung der Sowjetunion durch die deutsche Reichsregierung über die bevorstehende Am Freitag nachmittags wiurde im Großen Saal der neuen Reichskanzlei zwischen Deutschland, Italien und Japan ein Drei-Mächte-Pakt unterzeichnet — Die Unterzeichnung des Paktes. Von links nach rechts — sitzend: Der italienische Außenminister Graf C i a n o, der Reichs minister des Auswärtigen von Ribbentrop und der japanische Botschafter K u r u s u. Unterzeichnung des Dreimächtevertrages fest, daß der Berliner Dreimächtevertrag schon vor dem Beschluß unterrichtet wor. die Kraft und die Bedeutung sowohl des den war. Was die Bedeutung des Ver- deutsch-sowjetrussischen als auch des träges betrifft, so ist zunächst zu betonen, daß er den Eintritt in eine neue Phase des Krieges bedeutet, und zwar in eine umfangreiche Phase. War der Krieg bis zur letzten Zeit auf Europa und Nordafrika beschränkt, in Asien hingegen auf China, wobei die beiden Kriegsgebiete getrennt waren, so ist jetzt diese Trennung vorüber. Japan hat seiner Politik der Nichteinmischung in europäische Dinge entsagt. Anderseits haben Deutschland und Italien ihrer Politik der Nichteinmischung in fernöstliche Dinge entsagt. Dies bedeutet unzweifelhaft die weitere Verschärfung des Krieges und die Erweiterung seines Aktionsradius. Was hat indessen den Abschluß dieses Vertrages bewirkt und welche Gründe waren hie-für maßgeblich? Es kann kein Zweifel dar über bestehen, daß der Vertrag vor allem durch die Tatsache beschleunigt wurde, daß die militärische Zusammenarbeit zwischen England und den Vereinigten Staaten befestigt und erweitert worden ist. Hierher kommt auch die wachsende militärische Hilfeleistung der Vereinigten Staaten für England, die Auslieferung englischer Stützpunkte auf der westlichen Hemisphäre, die Vereinigung der militärischen Bemühungen Englands, Kanadas und Australiens mit den Vereinigten Staaten und die Zustimmung Englands zur Abtretung seiner Stützpunk te in Australien und im Femen Osten an die USA. Freilich, die Vereinigten Staaten sind noch nicht in den Krieg auf Seite Englands gegen Deutschland, Italien und Japan eingetreten. Das ist aber auch nicht wichtig, da die Vereinigten Staaten schon im anderen Lager sind. Eine der bedeutsamsten Besonderheiten des Vertrages besteht darin — so schreibt die »Pravda« weiter —, daß er die Einflußzonen der Signatarmächte offen anerkennt. Dasselbe gilt auch für die Aufteilung dieser Interessenzonen untereinander mit der gegenseitigen Verpflichtung zur Verteidigung dieser Zonen gegen Angriffe Dritter, »besonders aber gegen Angriffe von seiten Englands und der mit England zusammenarbeitenden Vereinigten Staaten. Auf Grund dieses Vertrages erhielt Japan den ostasiatischen Raum, Deutschland und Italien hingegen Europa. Es wird jetzt alles davon abhän-gen, ob es den Unterzeichnern gelingen wird, diese Aufteilung zu verwirklichen; es wird daher alles von der Fortsetzung und der Beendigung des Krieges abhän-gen. der sich jetzt immer mehr verschärft. Eine zweite, wichtige Besonderheit des Vertrages ist im Vorbehalt hinsichtlich Sowjetrußlands enthalten. In dem Vertrag heißt es wörtlich: »Deutschland, Italien und Japan erklären, daß der jetzige Vertrag den gegenwärtigen politischen status zwischen den Signatarmächten und der Sowjetunion nicht berührt.« Diesen Vorbehalt müssen wir vor allem als Achtung der Signatare gegenüber der neutralen Position verstehen, die die Sowjetunion seit dem ersten Tage des Krieges eingenommen h"b müssen ihn ferne*- ab Bestätigung der Gültigkeit Deutschland sowie zwischen der Sowjet ; einem italo-sowjetrussischen Nichtangriffspaktes bekräftigt. Die Klausel des Dreimächtepaktes, die sich auf Sowjetrußland bezieht, ist aber Ausdruck der Achtung der Signatare gegenüber der Neutralitätspolitik der Sowjetunion. Abschließend stellt die »Prawda« fest, daß die Sowjetunion die Versicherung abgegeben hat, daß ihre Pol tik künftig unverändert sein wird. Im übrigen offenbart der Leitartikel der »Prawda« Moskaus Verständnis für die Motive, die zum Abschluß des Dreimächtevertrages zwischen Deutschland, Italien und Japan geführt haben. Der Leitartikel enthält ferner die Zusicherung, daß die Sowjetunion auch ihrerseits weiter verharren wird auf ihren bisherigen Beziehungen zu allen drei Unterzeichnern des Berliner Vertrages. London, 1. Okt. (Reuter.) — Aus Moskau wird berichtet: Der Abschluß des Berliner Vertrages beweist, daß Mo- iotow recht Lehielt, als er in seiner letz- ten Rede die Möglichkeit der Erwe-teru i des Krieges ankündigte. Obzwar die einigten Staaten formell noch nicht f Kriege beteiligt sind, befinden sie doch im Lager der Gegner der Sign^tf des Berliner Vertrages. Die Vereinig Staaten waren es, die durch ihre Ufl e Stützung für England die Unterzeichnt ^ des Berliner Paktes provoziert haben. Deutschland, Italien und Japan v/0- . sich auf Grund dieses Vertrages die * teressenzonen in der Welt neu einte» * die Verwirklichung dieses Planes vVl^ jedoch von ihrer militärischen Macht hängen. Hinsichtlich Sowjetruß’and 1 der Pakt von Bedeutung, da er die N , tralitätspolitik Moskaus restlos anerkent ■ Die Sowjetunion wird anderseits trac ten, diese Politik unverändert beizuh halten. Die Unterzeichnung des Drei-Mächie-VakleS Zwischen Deutschland, Ztalien mb Äapan W Ein jugoslawischer Dampfer aus der Fahrt nach LlSA Kotor, 1. Okt. Die »Zetska Plovidba« erhielt aus Piräus die Mitteilung, daß der jugoslawische Mittelmeer- bzw. Levante Dampfer »Lovce n« mit einer größc-Anzahl von Fahrgästen und Fraclit- ren gütern aus Piräus nach Newyonk abgedampft ist. Die italienischen und die englischen Flottenbehörden sind hievon in Kenntnis gesetzt worden. Deutsche und ungarische VaralleMafsen in Kroatien terhalte erschossen. Die japanischen Behörden haben eine strenge Untersuchung eingeleitet. Es handelt sich nach japanischer Meinung um einen terroristischen Akt. Engere militärische Arbeit der amerikanischen Staaten. Washington, 30. September. (United Press.) In informierten Kreisen wurde gestern abends erklärt, daß eine engere militärische Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und ihren 20 amerikanischen Schwesterrepuiblilken geplant sei, und zwar als Antwort auf den neuen Dreimäch Zagreb, 1. Okt. Auf Grund eines Er- tepakt Berlin-Rom-Tok io. lasses des Banus von Kroatien wurden an zahlreichen Volksschulen der Bezirke VirJkovci, Daruvar, Slavonski Brod, Vukovar, D jakovo und Osijek Parallelklassen mit deutscher bzw. ungarischer Unterrichtssprache errichtet. Die Gäslesteuer m Zagreb in Kraft getreten Zagreb, 1. Okt. Ab heute werden in allen Zagreber Gaststätten die Gäste um 22 Uhr aufgefördert werden, gegen Einhändigung bestimmter städtischer Taxbeschcinigungcn die Konsumationstaxe zu entrichten. Deutsch-iranische Wirtschaftsverhandlungen Teheran, 30. Sept. (Avala-DNB.) Heute ist eine iranische interministerielle Delegation nach Berlin abgereist, um mit deutschen maßgebenden Stellen die Verhandlungen über die Kontingentierung u. den Umfang des deutsch-iranischen Warenaustausches vorzunehmen. Japanischer Off?z:er in Schanghai ermordet. Schanghai, 1. Oktober. — (United Press.) In d-r Nncht auf Sonntag wurde in Schanghai e:n — ‘-eher Cf«z:er von unbekannten Täter aus dem Hin- Bulgariens Zustimmung zur Politik Rumäniens Sofia, 30. Sept. (Stefani) In den politischen Kreisen Bulgariens werden die neuen Richtlinien in der inneren und äußeren Politik Rumäniens günstig kommentiert. Die Entscheidung der rumänischen Regierung, die aus der seinerzeitigen Begründung des Rnlkänbvudcs' sich ergebenden Bin-j düngen als nicht mehr giliig anzuse- del hen, wird in Bulgarien als Folge neuen Lage in Europa, hervorgeru durch das siegreiche Vorgehen Achsenmächte, angesehen. Errichtung eines Zehnerrates bei ov japanischen Regierung. Tokio, 30. Sept. (Avala). DNB richtet: Mit Rücksicht auf die ents hat dende Phase der japanischen Politik g sich Ministerpräsident Fürst Kon o y zur Bildung eines Zehnerrates entschm sen, der sich aus den angesehensten ' tärischen, politischen und wirtschaftlich Persönlichkeiten zusammensetzen wl -j Heute findet ein Ministerrat statt, der s> mit diesem Plan des Fürsten Konoye ' fassen wird. Der Ministerpräsident ist reits mit einer Reihe von Persönlichkei in Fühlung getreten, deren Wissen u Befähigung nicht nur für die Regierung sondern auch für die Bewegung zur b terstützung des »Kodo« (Weg des sers) von Nutzen sein wird. Empfang für Serranno Suirel Zu Ehren des in ____________________Berlin weilenden sehen Innenministers Serrano Suner t der Reichsminister des Auswärtigen ^ Ribbentrop einen Empfang im Hotel Ad — U. B. z.: Reichsminister des Aus'va. tigen von Ribbentrop im Gespräch 1 dem spanischen Gast. ja)- eine Luxemburg, 30. Sept. (Ava Stefani berichtet: Gestern wurde hier £ große nationalsozialistische Feier ab°e„ halten. Die Redner betonten in ihren den, daß Luxemburg zur Gänze deut-C Land sei. Es seien die entsprechen Maßnahmen getroffen worden, um ne- unter dem früheren großherzoglichen gime entstandenen Feh’er und Mängcl sichtlich des Unterrichtes, des SpraC Gebrauches und der Kulturaktionen w aer gutžumacheii. Die Türm fordert die AArecht* krholiung Der Position Syriens ÖIE türken werden es nicht erlauben, dass die Franzosen DURCH ENGLÄNDER AUS SYRIEN VERDRÄNGT WÜRDEN. Isb u01,' Okt. In einem Bericht aus daß" - die Agenzia Stefani, sen i" türkschen politischen Krel-in y englische diplomatische Aktivität ^ ,.yrien argwöhnisch beobachtet. Die k ,,lscIle Presse hat dieser Tage wieder-rie erkIärE daß die Unabhängigkeit Sy-den Un^er a*ien Umständen gewahrt wer-müsse. Die Türkei — so schreiben die Blätter — würde es niemals zulassen, daß die Franzosen in Syrien von ihren Positionen verdrängt und durch die Engländer ersetzt würden. In diplomatischen Kreisen in Ankara hat diese neueste Haltung der türkischen Presse sowie der politischen Kreisen erhebliches Aufsehen ausgelöst. Englisches F ottengeschwader auf der Jagd nach französischen Zerstörern r- ^dger, 1. Okt (Avala) Die Nach-zw Stefani schreibt: Vor s- 61 Tag^ schlüpften zwei franzö-Vori r- ^erslörer durch die Meerenge Gibraltar in die Gewässer des Atter 1ScEen Ozeans. Einige Stunden spä-Sc, .^hnaen ein englisches Schl achtle ’. Ein Kreuzer und vier Zerstö-die Jagd nach den beiden Fran- zosen auf. Ein französisches Flugzeug überflog das englische Geschwader u. verschwand dann in der Richtung auf Frankreich. Bald darauf erschien aus Gibraltar ein englisches Wasserflugzeug und flog — wahrscheinlich zu Erkundungszwecken — in der Rieh tung nach Französisch-Marokko, Ziehung I. Klasse der 41. Staatlichen Klassenlotterle 11. OKTOBER 1940 42.000 Gewinne und 7 Prämien im Betrage von rund 65,000.000 Din Gewinne von 2,000 000 — 500.000 1,000 000 — 300.000* Lospreise: 200.000 — 100.000 — ihw. Heute Aussprache Mussolini-Suner-Liano der 0ln> 1. Okt. Heute, Dienstag, wird^ n e 5Panische Innenminister Serrano S u-treff ays München kommend in Rom ein-}e den- Minister Suner wird noch im Lau-heutigen Tages mit dem Minister- präsidenten Mussolini und dem Außenminister Graf C i a n o bedeutsame (politische Besprechungen führen. Dem Minister wird in Rom ein feierlicher Empfang zuteil werden. Vi LOS Din 200*- V« Los Din 100* V* Los Din 50-- STRENG SOLIDE GESCHÄFTSFÜHRUNG HAUPfKOLLEKTOR DER STAATLICHEN KLASSENLOSER« A. REIN I DRUG ILICA 15 ZAGREB GAJEUA 7 ZWEIMAL IM LAUFE EINES JAHRES (38. und 40. Klasse) haben die grösste Prämie von Din 2,000.000*— (Zwei Millionen Dinar) die von UNSERER Kollektur verkauften Lose Nr. 91760 und Nr. 44848 erhalten Das Ziel der dlplomatlsdien Aktion der Htihsenmädite kre: m> 1- Okt. In hiesigen politischen sche-n hält man Verhandlungen zwi-j;lp n den Regierungen Deutschlands, Italiens und Sowjelrußlands ser yaIlrschcinlich. Der Zweck die-stgi erhandlungen würde darin be-tiv ,n’ den Ring um England defini-Blattu schließen. „II Telegrafo“, das itiei . t Grafen Ciano und Ansaldos, über rhn freue sich herzlich dar-getl ’ da.ß England in den letzten Ta-Bfln. le Sowjetunion nicht zu einem I)jg otlls.zu bewegen vermocht habe, des °.wjetunion geht weiter den Weg Beri-XVlrfscIlaItlichen Abkommens mit ^ hn und : Der Ring um England wird definitiv geschlossen werden / Vor einem deutsch-ttalienisch-fpanischen Abkommen bezüglich Gibraltars / Japan hoff- auf Einigung mit Moskau den, an der Generalfeldmarschall v. Keitel, der spanische Innenminister Serrano Suner, Außenminister Graf Ciano und Reichsaußenminister v. Ribbentrop beteiligt waren. Das genannte italienische Blatt befaßt sich sodann mit der Reise Serrano S u-ners nach Rom und hält dies als Beweis dafür, daß sich Spanien immer mehr dem Berliner Dreimächtepakt nähere. Su-ners Reise nach Rom sei bereits vor seiner Abreise nach Deutschland in Madrid festgelegt worden, möglicherweise sogar als Antwort >auf die Bemühungen des früheren britischen Botschafters Sir Samuel Hoare, dessen Spanien-Mission total gescheitert sei. »II Giornale d’Italia« erwähnt sodann, das Gibraltar-Problem, das bereits in den Berliner deutsch-italienischen Besprecht!n gen und den Besprechungen Sunners mit den deutschen Staatsmännern Gegenstand der Ueberprüfung gewesen sel. Die letzte Aussprache zwischen Keitel, Ciano, Rib- 3cs(. — halte sich strikt an die tilit p rn.unoen des Nichtangriffspaktes dn,117 a*‘en- Der Ausbau der Vcrbin-■telurf11 Zw*schpn Japan und der Sow-hicn ft*1- sc* Sicherheit izurieh t>0n -hsauße!tminlsfer v. Ribben-üaeb ~Verc*e sich bald auf die Reise ben ll0rn> Tokio und Moskau bege- ^ichtet V*’ ^ Okt. United Press be-Sen '. n hiesigen maßgeblichen ICrei-heöjeWlr^ behauptet, die japanische mit >ay die große Glocke hängen«, doch wird e‘, uns dies sicherlich nicht übelnehmen. volle Jahrzehnte journalistischer Tätigt6 sind nämlich fürwahr keine Klieinigh^ und deshalb konnten wir auch nicht um hin, über ein für jeden ZeitungsmenscW so vielsagendes Jubiläum hinwegzugehe ’ ohne seiner wenigstens in kurzen y° ten Erwähnung zu tun. Geradezu ries'.? ist die Bilanz der journalistischen A* des Jubilars in diesen zwei Jahrzehnte^ Ueberall, wo Friedrich Golob seine he ^ vorragende journalistische Begabu*' »spielen« ließ — sei es in Maribor, Lju ljana, Zagreb oder Beograd — len* ^ seine unzähligen profunden und stilistisc schwungvollen und einwandfreien Aufss ze das allseitige Interesse nicht nur Q Zeitungsleserpublikums, sondern eben^ auch seiner Berufskollegen auf eich., y wahrhaft »gottbegnadetem« Journalis6 war und ist ihm kein einziges mensch £ ches Wissensgebiet für seine journahe sehe Betätigung fremd und versperrt ge blieben. Die Redaktionskollegen des J bilars haben nun heute anläßlich des J biläuims nur den einen aufrichtigen un herzlichen Wunsch, daß Friedrich lob, der sich auch als Mensch dank se nem feinen, biederen und aufrechten 0h rakter in Kreisen seiner Berufskollegen der la'Mti m ixi viovu oviiivi uci u wixwn^ wärmsten Sympathien erfreut, sowohl Journalistik als auch seinem Sr0 e Freundes- und Kollegenkreise noch IajjS Jahre in der bisherigen vorbildlich Schaffenskraft erhalten bleiben möge- m. Die Lederaffäre Halbärth. Vor de Bezirksrichter Dr. Obran wurde &e g£, die am Freitag vertagte Verhandlung^ gen den früheren Lederindustriellen w ter H a 1 b ä r t h wegen Zurückhaitu ^ von Leder im Werte von 4 Millionen nar fortgesetzt. Die Verhandlung wur.n, abermals vertagt, um weitere Zeugen 6 zuvernehmen, und wird morgen, M woch fortgesetzt werden. m. In Ljubljana verschied der dort Ruhestande lebende Oberkontrollor ^ Staatsbahnen Ivan C e s a r. R. i- V-m. Warum werden in der Korošce^ ulica und anderswo die Gehsteige ^ den Kreuzungspunkten der Verke' wege halbkreisförmig derart vem tert, daß damit das Einbiegen der tofahrer von einer in die andere 8tr neuen, vergrößerten Gefahren uusg setzt ist? Unsere meisten VcrKc ^ wege sind ohnehin ziemlich sch ’ sodaß der Autoverkehr schon bis ^ mit den größten Schwierigkeiten kämpfen hatte. Nun haben die -niisicn, mil denen unser Autovcr * i zu kämpfen hat, auf die oben bcschr erfahreirt C™C we^ere Verschärfung del!1" VeLrgeSsen nicht, daß schon in def nachsten Tagen die erste Ziehung seni Spielrunde der staatlichen Klas-ste 7 e/’e ^attkindet. Es ist daher höch-neupr,eivi daß Sie in den Besitz eines Sie s- Kiassenloses gelangen. Begeben GlüJx ,unverzügl. in unsere renommierte snnci ? Bankgeschäft Bezjak, Go-noch a n-ica 25, wo neue Klassenlose senln au *'.egen- Bereits zugeschickte Klas-Senr,80’ d'e V0n den Adressaten nicht an-niertmmen werden> mögen sofort retou-sent w^rden> da sie für andere Interes-benötigt werden. Bänduhren Reiche Auswahl —- Billige Preise **. JLGERJEV SIN, Gosposka 15 auiö v nn wird die Hundekonluinaz nicht 1°*1Cn‘" ^ohou lange hörte man Hun \ mcllr von einem tollwutkranken daß C Und 08 *st daher begreiflich, SehnUuscrc Hundebesitzer schon mit Vor SUcbt die Aufhebung der schon deko"! V7ochen verhängten Hun- Selbsl umaZ orwarten. Nur jene, die da Hunde besitzen, wissen ein Lied Bun? LZU sin8CIL welche Qualen die gen p onlumaz für unsere vierbeini-Starli e^ioiter mit sich bringt. An den üche vagislrat dzw. an die maßgeb-Apn n eterinäbehörde wird daher der Sobal gorichtet, die Hundekontumaz .triftj uls möglich abzuschaffen, wenn lut,-®? Gründe für die Aufrechterhal-hieh gegenwärtigen Zustandes nicht ellr vorhanden sind. in ge der höheren Gastgewerbeschule am ogkad findet die Einschreibung nicht licher" ovember statt, wie dies irrtüm-trg Weise verlautbart wurde. Die Vorher eD egannen bereits am 20. Septem-hetl a "och einige freie Plätze vorhan-eine Slnd| *S1 bis zum 15. Oktober noch lieh ^Abträgliche Einschreibung mög-kein'p^btere Anmeldungen können unter here t ßa" berücksichtigt werden. Nä-Re;Se, n/0rniationen werden im »Putnik«-dro in Maribor bekantgegeben. Sokoil7!ieaterauftührung in Studenci. Im ta-, c'm in Studenci findet am Sams-fü'hru d" wieder eine Theaterauf- spieknE,Statt und zwar kommt der Lust-pP„, oblager »Verlegenheit über Verlegenheit«; zur Aufführung. drov ^"^Zusammenstoß. In der Aleksan-cesta stießen gestern zwei Last-zusammen, die beide erheb- ^omobile tin 61 zu Boden gestoßen und verletzt. halte ^!€ Brisourgehilfen und -gehilfinnen OktnK ^ morgen, Dienstag, den 1. er um 20 Uhr in der Arbeiterkam- (jn^^escbädigt wurden. Die Privatbeam o v 3 k aus Pobrežje wurd Mer Fachm ,dcr Sodna ulica 9-11. eine vom sam V anc* einberufene Mitgliederzu-Ford^Hkunft a'b, in der vor allem die che er|lng nach Lohnerhöhung zur Spra- vom A3"8611 wird. Die Mitglieder werden voll ..^u.sscbuß ersucht, der Besprechung zahlig beizuwohnen. Bine automatische Telephonzentrale m. te[rd lm Frühjahr in K r a n j eingerich-Roh Das neue Postgebäude ist im i,n (?aa bereits fertiggestellt. Später wird Zen{ ebäude eine automatische Fernsprech hr,JLa, für ganz Oberikrain untergeht werden. vo!I\AngeSChwemmte Leiche. Unweit ei bv. Marko wurde die Leiche eines „e a bis 25 Jahre alten Mannes an-che HWernmt- Die Agnoszierung der Lei-setzt am dortigen Ortsfriedhof beigewurde, ist noch nicht gelungen. m- Reißaus eines Lehrlings. Der Sch ""S bei ™!!ledaic'ster Ivan Potočnik in Arclin iähr' sandte dieser Tage seinen 15-sein'gen Bebrling I. V. aus Studenci mit Schipp Fabrrad nach Celje, um dort ver-verb enC F'"baufe zu tätigen. Der Junge q 1 .rau°bte jedoch das ihm übergebene blick Und -''eß s'cb seitdem nicht mehr Leh ,6n- ^.!eser Tage wurde der flüchtige i^ r mg 'n Studenci ausgeforscht. Bei renriWUrde das Rad aufgefunden, wäh-Cr das Geld verloren haben will. To,'Wetterbeicbt vom 1. Oktober, 9 Uhr: pro_^e^a,Ur 7.8 Grad, Luftfeuchtigkeit 9o r'Ht Barometerstand 738.6 mm, Windrat' Ung ^'0. Gestrige Max'maltempe-*,r 8.5, Niederschlag 11.4 mm. Sport Sloweniens AGlezen im Trainings! agee Auch der neue Aktionsausschuß der Opposition der Athletikklubs Sloweniens hat mit allem Nachdruck die Vorbereitungen für den Beograder Dreistädtekampf aufgenommen. Am 5. und 6. Oktober wird in Ljubljana ein großes Meeting aller in Frage kommenden Repräsentanten abgehalten werden. Auch Maribor ist in dieser Auswahl ehrenvoll vertreten. — Die Akteure der Kämpfe sind: Diskus, hellenischer Stil: Ing. Stepišnik, Gelič, Hlade, Dobovšek, Merala, Lužnik, Košir. — Kugel: Schmiderer, Agrež, Magušar, Kos, Potočnik, P roj, Jan. — 110 Meter Hürden: Lončarič, Lužnik, Klinar, Rebevšek, Kramer. — 400 Meter Hürden: Pleteršek, Skušek, Urbančič, Pohar, Klinar. — Stabhochsprung: Oroszy, Pribovšek, Smerdel, Bratovž, Janež. — 100 Meter: Račič, Badl, Gracijanski, Kolenc, Taček, Zorko, Hrovatin. — 400 Meter: Klinar, Pleteršek, Oberšek, Pohar, Vilar, čeme. — 10 K i 1 o m e t e r: Zupan, Krepki, Stoj n šek, Kvas, Benedičič. — 200 Meter: Račič, Badl, Klinar, Gracijanski, Černe, Urbančič. — Hochsprung: Milanovih, Zorko, Bratovž. Dreisprung: Smolej, Zorko, Nabernik, Bratovž, Milanovih, Rebevšek, Kraner. — Diskus: Ing. Stepišnik, Dobovšek, Lužnik, Jeglič, Košer. — S p e e r: Mavsar, Gregorovič, Kraner, Rigler, Peters, Urbančič. — 800 Meter: Goršek, Košir, Oberšek, Glonar, Muravs, Schmiderer. — Weitsprung: Zorko, Račič, Stranič, Dr. časny, Lužnik, Lončarič. Jene Athleten, die oben nicht berücksichtigt wurden, aber dennoch für die Auswahl geeignet wären, mögen sich gleichfalls der Jury vorstellen. Sltariborer Radfahrer beim «Latei-Bergremien Unter den Hauplaktcuren des sonntägigen Motorrad-Bergrennens in Čatež (6.5 Kilometer) befanden sich, wie berichtet, auch' die Rennfahrer der Motorsportscktion des Autoklubs in Maribor. Die Mariborer Auloklubequi-pe, die unser Bachernmeistcr Leutnant A. Glcbov anführte, setzte sich aus den Brüdern Hinko in Ivan Gerič, Marijan Komelj und Michael Pušnik zusammen. Den Haupterfolg buchte Hinko Gerič, der in der 1000 ccm-Klasse der Sportmaschinen mit einer BMW 750 ccm in 7:31.2 den Sieg an sich riß. Michael Pušnik wurde in diesem Rennen auf DKW 250 ccm Dritter in 7:56.4. Hinko Gerič holte sich auf Triumph 250 ccm noch den dritten Preis in der 350 ccm-Sportklas-se, in der er kaum 6:17.6 benötigte. Marijan Ko melj errang in der 350 ccm-Klasse der Tourenmaschinen auf Puch 250 ccm in 7:32.6 den zweiten Preis, währen Ivan Gerič in dieser Klasse auf Triumph 250 ccm in 8 Minuten den dritten Preis einheimste. Den Autoklub-Rennfahrern fielen somit fünf schöne Ehrenpreise zu. : Remis der Bulgaren !o MoAau. Die Sofioter »Slavija« trug ihr drittes Moskauer Gastspiel gegen den SK. Dynamo aus, gegen den sie ein ehretnroBes 2:2-Unentschieden erzielte. Die Bulgaren kamen 1:0 und 2:1 in Führung, doch vermochten die Russen immer wieder aus-zugleichen. Auch diesem Kampf, der im Moskauer Ljenin-Stadion vor sich ging, wohnten Tausende und Tausende von begeisterten Zuschauern bei. Aes Füll Für die crwprovMonierung der Stadt Vlui Weitreichende Beschlüsse des Stadtrates. Der Stadtrat von Ptuj hielt dieser Tage eine Sitzung ab, in der größtenteils Approvisionierungsfragen behandelt wurden. Bürgermeister Dr. Remec erwähnte eingangs die Gründe, die vor einigen Monaten zu seinem Rücktritt geführt hatten. Da diese Gründe jetzt hinfällig geworden seien, habe er seine Funktion wieder übernommen. Sodann wurden drei neue Stadträte vereidigt, nämlich die Herren Postverwalter Jakob Čuš, der Besitzer Simon Skaza und der Bahnangestellte Franz Tern e c. Hinsichtlich der Versorgung der Stadt mit Nahrungsmitteln gab der Referent des Verwaltungsausschusses eingehende Aufschlüsse. Es wurde ein b e-sonderer Fond ins Leben gerufen, dessen Mittel der Gemeinde zur Beschaffung von Nahrungsmitteln und Brennholz dienen werden. Die Kmetijska zadruga wird 5 Waggon Kartoffel und der Kauf- mann Rosenfeld lVz Waggon Bohnen beistellen. Hinsichtlich der Mehllieferungen wurden mit den Mühlenbesitzern und Großkaufleuten bereits Besprechungen aufgenommen. Es wurde ein Aprovi-sdonierungsausschuß eingesetzt, hl den einige Vertreter der Stadtgemeinde und der Wirtschaftswelt entsandt wurden. JDa die Gemeinde unbedingt größere Mittel braucht, werden gegenwärtig die alten Gasrohre ausgegraben und als Alteisen verkauft. Man rechnet mit einem Ertrag von etwa 300.000 Dinar. Ein Teil der Rohre wurde bereits der Mariborer Gasanstalt abgetreten. Zu diesem Entschluß kam der Stadtrat, da nicht anzunehmen ist, daß in absehbarer Zeit in Ptuj wieder Leuchtgas eingeführt wird. In der letzten Sitzung des Stadtrates wurde zur Erbauung eines Gebäudes für Ambulatorium der Antituberkulosenliga eine Parzelle am ehemaligen Adelberger-Besitz kostenlos abgetreten. Jetzt wurde dieser Beschluß zurückgezogen, da die betreffende Parzelle für den Bau nicht paßt. Die Gemeinde wird der Liga eine andere Parzelle abtreten oder ihr sonst entgegenkommen. p. Neue Fleischpreise. Der Stadtmagistrat hat für den Bereich der Stadtgemeinde Ptuj nachfolgende Höchstpreise für Fleisch festgesetzt: Rindfleisch I. Qualität 14—16, II. 12—14; wird zwischen Vorder- und Hinterteil beim Rindfleisch ausdrücklich kein Unterschied gemacht, so beträgt der Preis 13—15 Dinar pro Kilo; ferner Zunge 18, Herz 10, Lunge 6, Leber 14, Milz 12, Niere 14, Fleck 8 und Hirn 16 Din; Schnitzelfleisch und Lungenbraten 22, Schlögel, Kugel u. Schulter 20, Rostbraten 18 Dinar. K a t b-f 1 c i s c h 14, Leber 16 Dinar, die übrigen Inneren wie beim Rind, Kalbfleisch ohne Knochen 20—22 Dttrar pro Kilo. — Für Schweinefleisch, Speck und Fett gelten die vom Banus festgesetzten Preise. p. Neue Brotpreise. Der Stadtmagistrat hat für Ptuj den Brotpreis wie folgt festgesetzt: Einheitsbrot 5 und Roggenbrot 5.50 Dinar pro Kilo, Semmeln im Gewicht von 7 dkg 1 Dinar pro Stück. Uebertre-tungen der Höchstpreise werden strengstens geahndet. p. Unfall beim Turnen. Der 14jährige Branislav M 1 a č aus Breg bei Ptuj brach sich beim Turnen den rechten Arm und' mußte ins Krankenhaus geschafft werden. . p. Im Royal-Tonkino in Ptuj gelangt vom 1. bis 3. Oktober der Prachtfilm »Lord Jeff« mit Mickey Rooney und Freddie Bartholomew zur Vorführung. — Ein Film voll spannender Abenteuer von Knaben zu Wasser und zu Lande. Das Wetter Wettervorhersage für Mittwoch: Bewölkung, Nebel, unbeständiger Wettercharakter. Keine Besserung zu erwarten. Im-KUiü Burg-Tonkino. Die jugoslawische Premiere des neuesten Ufa-Filmes »Ein Mann will in die Heimat« nach dem Roman von Fred Andreas und in der Regie von Paul Wegener. In den Hauptrollen Carl Ludwig Diehl, Hermann Speelmanns und Brigitte Horney. Ein Hohelied auf die Heimat! Heldentum in ferner Welt und Einsatz bis zum Letzten. Ein Film, der gerade in diesen bewegten Zeiten mitreißend wirkt. — Ab Montag Kartenvorverkauf für den Experimentalabend S v e n g a 1 i. Esplanade-Tonkino. Bis einschließlich Donnerstag der grandiose Sensationsschlager in herrlichen Naturfarben »Des-perando«. Am Freitag die Premiere des ausgezeichneten, neuesten deutschen Lust spielschlagcrs »Meine Tochter tut da» nicht!« Eine geistreiche, pikante Schlagerkomödie, in welcher das heikle Erziehungsproblem der heutigen Mädels erörtert wird. In den Hauptrollen Geraldine Katt, R. A. Roberts, Rolf Wanka u. a. Union-Tonkino. Der ausgezeichnete franz. Film »Erwachende Leidenschaft« mit Viviane Romance, Pierre Blanchaire und Madelene Renaud in den Hauptrollen. Packende Handlung, meisterhafte Darstellung und Regie. — Nächstes Programm: der große amerikanische Kriminalschlager »Ein Mensch wurde verurteilt.« ApoHekemiachtdientt Bis Freitag, den 4. Oktober versehen S t a d t ap o t h e k e (Mr. Miroarilk) am Hauptplatz 12, Tel. 25-85, und die St. Rochu s-A p o t h e k e (Mr. Rems) an der Ecke der Aleksandrova u. Meljska c, Tel. 25-32, den Nachtdienst. Mittwoch, 2. Oktober. Ljubljana, 7 Uhr Nachr., Friihkonzeri. 12 Tanzmusik. 14 Nachr. 18 Gedenkstunde für den Bienenzüchter Ant. Janša. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Oper, — Beograd, 17 Sport. 17.25 Konzert. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Oper. — Bu* dapest, 12 Konzert. 17.45 Zigeunermusik. 18.55 Tanzmusik. 20 Unterhaltungsmusik. — Deutscher Rundfunk, 16 Opernkonzert. 19.30 Marschmusik. 20 Bekannte Melodien. — Rom, 19.30 Unterhaltungskonzert. 20.30 Sinfoniekonzert. — Prag, 16 Leichte Musik. 17.30 Blasmusik. 20.35 Konzert des Lehrer-Gesangschors. 21.05 Sinfoniekonzert. — Brünn, 17.30 Orgelkonzert. 20 Blasmusik. — Kalundborg, 15 Leichte Musik. 19.05 RO. 22 Solistenabend. — Tallm, 18 Konzert. 19.25 Kinoorgel. 20.10 Militärkonzert. Aus feile w« MH •"___________ c. Auszeichnung. Der Steueroberkontrollor Herr Franz Sek wurde mit dem Orden der Jugoslawischen Krone 5. Klasse ausgezeichnet. c. Ralsherrensitzung. Freitag, den 4. Oktober, findet um 18.30 Uhr eine öffentliche Ratsherrensitzung im Ge-meinderatssaale des Rathauses statt. c. Die pensionierte Lehrerschaft aus Celje und Umgebung trifft sich am Donnerstag, den 3. Oktober um 4 Uhr nachmittags im Gastzimmer der Anschaffungsgenossenschaft („Nabavljal» 11a zadruga“) in Celje. c. Operngastspiel. Die Singgemcin» schaft der Oper in Ljubljana wird die Theaterspielzeit in Celje am 11. Okto» ber mit der Oper „Janufa“ eröffnen. c. Vom Gerüst gestürzt. An einer Baustelle in Konjice stürzte der 40 Jahre alte Maurer Hans Jelenko von einem Baugerüst und blieb mit einer Rückgratvcrlctzung und einem Armbruche liegen. Der Schwerverletzte wurde vom Rettungsdienst in das hiesige Krankenhaus gebracht. c. Kino Metropol. Dienstag u. Mittwoch das packende Filmdrama „Des Bruders Frau“ mit Barbara Stanwick und Robert Taylor in den Hauptrollen. Effekten: Bei den Kursen der staatlichen Obligationen ergaben sich in der verflossenen Woche keine Veränderungen. . Ware ist noch immer sehr beschränkt u. wirkt auf die Stabilität der Kurse ein. Beim Großteil der Papiere erschien Ware überhaupt nicht. Demgemäß sind die Schlüsse minimal, fast unbedeutend. Dies ist auch aus der Tatsache ersichtlich, daß der Umsatz den schon schwachen der Vorwoche um 590.000 Dinar unterbot. Zu Schlüssen kam es nur in der Kriegsschadenrente, 7%igen Investitionsanleihe, Beglukobligationen, dalm. Agrarobligationen und 8%ig. Blair anleieh. In den anderen Papieren wurde in der Vorwoche kein Schluß getätigt. Ein kleiner Fortschritt konnte bei der 7%igen Investitionsanleihe,. 7%ig. Blairanleihe u. 7%ig. Stabilisationsanleihe verzeichnet werden. Die Kriegschadenrente verlor 1 Punkt. Die übrigen Papiere behielten die Kurse der vorigen Woche. Wir bringen einen vergleichenden Ueb erb lick der Kurse vom Ende der Vorwoche mit den Kursen vom Ende der vorangegangenen Woche: 20. Sept. 27. Sept Kriegsschadenrente 438.— 437.— 7% Investitionsanleihe 99.50 99.75 20. Sept. 27. Sept. 4Vä Agrarorbligationen 53.— 53.— 6% Beglukobligationen 76.50 76,50 6% dalm. Agrärobiigat. 69.— 69.— 6% Forstobligationen 69.— 69.— 7% Blairanleihe 94.8 94.50 8% Blairanleihe 99.50 99.50 7% Seiigmananleirthe 103.— 103.— 7% Stabilisationsanleihe 95.— 96.— Aktien: Nationalbank , nur im. Schluß zu 6500 Dinar. Die Aktien der Priv. Agrarbank blieben fast unverändert. Die großen Stücke wurden anfangs zu 200—199.50 getätigt, um am Ende in Geld 199 zu erreichen. Die kleinen Stücke waren anfangs der Woche in Ware 195 und in Geld 194, dann im Schluß 194. Ende der Woche notierten sie nicht. In (ler. vorangegangenen Woche wurden sie zu 193 ge tätigt. Die übrigen Aktien notierten nicht. Devisen: Im Privatclearing wurde die Mark zum unveränderten ' Kurs von 14.80’ getätigt. Umsatz rund 850.000 Mark. Für Termine gab es auch im Laufe der abgelaufenen Woche kein Interesse. Gesamtumsatz.bei den Devisen, 18,Millionen 450.000 Dinar (um 1,700.000 Dinar weniger als in der Vorwoche). im ZaMuWs-mit DMWanö Beograd, Ende September. In den Unterhandlungen, die dieser Tage im Jugoslawisch - deutschen Wirtschaftsausschuß in Beograd geführt werden, kam es zu einer Einigung, wonach ab 1. Oktober d. J. der Kurs der Clearingmark auf 17.82 erhöht wird. Im Zusammenhang mit dem neuen Zahlungsubereinkommen mit Deutschland veröffentlicht die Devisendirektion der Nationalbank folgende Anweisungen: Inkassa der ausgeführten Waren Der gesamte Export, der ab 1, Oktober d. J. nach Deutschland erfolgt, wird auf folgende Weise beglichen: a) Ein Drittel auf dem Wege des neuen Kontos«, das von der jugoslawischen Nationalbank bei der Deutschen Abrechnungskasse in Berlin angelegt wird. Für Ware, wird die Nationalbank die Überwerden, wird die Nationalbank nach Erhalt des Avisos aus Berlin den Exporteuren besondere Schecks auf Reichsmark ausgeben. Diese können durch Verkauf im Privatclearing durch befugte Anstalten an den heimischen Börsen zum Kurse von 17.82 Dinar für 1 RM realisiert werden. Sollte das Privatgeld kleiner sein als Care, wird die Nationalbank die Ueber-schüsse zum selben Kurs abnehmen. b) Für zwei Drittel der neuen Ausfuhr werden die Exporteure die bisherigen Schecks bekommen, da die Erlegung des Teiles des Fakturenbetrages in Berlin auf das alte Konto erfolgt. Diese Schecks kön nen die Exporteure ebenfalls nur im Privatclearing an den heimischen Börsen durch die befugten Anstalten realisieren. Die Kursbasis dafür ist jedoch 14.80 Din für 1 RM. c) Alle Arten der Schecks auf Reichsmark müssen die Exporteure auf oben ausgelegte Art sofort nach Erhalt der Schecks, längstens jedoch im Laufe von 15 Tagen vom Tage der Ausstellung des Schecks an realisieren. d) Die gesamte Warenausfuhr, die nach Deutschland bis zum 30. September 1940 erfolgt, wird auf die bisherige Weise beglichen. Zahlungen der Einfuhr Für die Zahlungen der Einfuhr müssen die Fristen unterschieden werden, in welchen die Einfuhr durchgeführt wurde, sowie in welchen die Schlüsse für die noch nicht eingeführte. Ware getätigt wurden. Es ist zu beachten, in welchen Fristen längstens die Zahlung erfolgt. Demgemäß wird der Wareneinfuhr aus Deutschland folgend gezahlt: a) Sämtliche eingeführte und verzollte Ware wird ab 1. Oktober nur mit dem An kauf der neuen Schecks auf Reichsmark zum Kurse von 18.82 bezahlt werden kön nen. Es werden nur jene Fälle ausgenommen, in denen es sich um Schlüsse handelt, die vor dem 25. September 1940 getätigt wurden. Für diese Fälle sind im Zir kular besondere Anweisungen enthalten. b) Die gesamte eingeführte und verzollte Ware bis einschließlich 30. Septem ber 1940 wird durch Besorgung von alten Schecks zum Kurse von 14.80 bezahlt wer den können, jedoch nur dann, wenn die Zahlung bis längstens 31. März 1941 erfolgt. Mit Rücksicht auf den momentanen Mangel an Reichsmark können die inländischen Importeure unter denselben Bedingungen bei den befugten Anstalten ent sprechende Dinarwerte auf »provisorisch gebundene« Konten der deutschen Gläubiger erlegen. Auch da muß durch Dokumente die Rechtfertigung aus Art. 3 erfolgen. Die befugten Anstalten müssen täglich der Devisendirektion Verzeichnisse über die erhaltenen Beträge auf »provisorisch gebundene« Kontos einsenden. Mit der Einsendung der Verzeichnisse an die Devisendirektion werden die Anstalten den zuständigen Börsen die Gesamtsumme der erhaltenen Markbeträge als Geld anmelden. c) Wenn die inländischen Importeure den alten Kurs nützen wollen, müssen sie vorher eine besondere Genehmigung hiezu von der Devisendirektion erhalten. Die Gesuche, mit denen man von der Devisen direktion diese Genehmigung anfordert u. die bis längstens 31. Oktober 1940 eingereicht werden müssen, haben folgende Angaben zu enthalten: Datum des Ab- schlusses, Art der gekauften Ware, Wert der Ware nach Schlußbrief, Name und Domizil des Lieferanten, genaue Lieferter mine sowie Termine jeder einzelnen Zahlung. Dem Gesuch muß der originale Schlußbrief beigelegt werden, unterschrie ben vom deutschen Lieferanten und mit der angeführten und unterschriebenen Klausel: »Wir garantieren monnsch -nd materiell, daß das Geschäft am............... abgeschlossen wurde.« Die Unterschrift des deutschen Lieferanten muß original sein. Inwiefern die vorgelegten Beweise richtig sind und die Zahlungsfristen nicht nach dem 31. März 1941 fallen, wird den Importeuren die Genehmigung der Zah-; lung zum Kurse von 14.80 erteilt. Für die bis zum 25. September 1940 abgeschlossenen Geschäfte jedoch mit den Zahlungsbedingungen nach dem 31. März 1941, müssen besondere Gesuche eingereicht werden, die später in Bearbeitung genommen werden. d) Vorauszahlungen werden wie bisher nur auf Grund der vorher erlangten Genehmigung erfolgen können. e) Alle Dinarbeträge, die sich bei den befugten Anstalten im Sinne des Zirkulars Dev. Nr. 56 vom 30. März 1939 befinden, sind sofort in die »provisorisch gebundenen« Kontos . einzutragen, falls vorher die Rechtfertigung durchgeführt oder eine Verpflichtung auf Grundder erlangten Genehmigung für die Vorauszahlung angeschafft wurde. - ■ f) In den Gesuchen, deren Dokumente nicht vollständig sind oder wenn sie. auf verschiedene Firmen lauten, müssen nebst den anderen Angaben hauptsächlich das Datum der durchgeführten Einfuhr nach der Zolldeklaration angesehen werden. g) Aus den genehmigten Markbeträgen an den inländischen Börsen müssen die Anstalten die Auszahlungen nach chronologischer Reihenfolge durchführen, wie die Dinarbeträge von seiten der inländischen Importeure eingezahlt wurden, wie auch nach. den der Devisendirektion eingesandten Verzeichnissen. Ware und Geld an der Börse wird getrennt angemeldet für die Geschäf te, die zum Kurse von 14.80 und 17.82 getätigt wurden, obwohl in den Börsen listen nur der Kurs von 17.82 veröffentlicht wird. Unerledigte Verpflichtungen für die eingeführte und verzollte Ware vor dem 15. Jänner 1936 können nur durch die Besorgung von neuen Schecks zum Kurse von 17.82 erledigt werden. Termingeschäfte mit Deutschland in Reichsmark sind untersagt. Die Clearingprovision beträgt wie bisher 2% bei Einzahlung und Auszahlung. Borfmbeilchle Ljubljana, 30. September. — Devisen: London 178.15—181.35 (im freien Verkehr 220.32—223.52), Newyork 4425-4485 (5480—5520), Zürich 1015.64— 1025.64 (1255.05—1265.05); deutsche Clearingschecks 14.70—14.90, ab Diens tag 17.82. Zagreb", 30. Sept. Staatswerte: 2V2°/o Kriegsschaden 437—439, 4% Agrar 51—0, 4”/o Nordagrar 51.50—0, 6% Beg-luk 0—77.50, 6°/-> dalmat. Agrar 0—70.50, 6% Forstobligationen 0—70, 7% Stabil! sationsanleihe 92—0, 7% Investitionsanleihe 97—0, 7% Seligman 100—0, 7°/o Blair 95—95.50, 8%> Blair 99—100; Priv, Agrarbank 192—0. X Brot aus Weizen und Mais. Nach Beograder Meldungen wird an zuständiger Stelle die Einführung des Volksbrotes aus Weizen und Mais ernstlich erwogen. Darnach soll das Brotmehl zu 75% aus Weizen und zu 25% aus Mais vermahlen werden. Die entsprechende Verordnung soll sich bereits in Vorbereitung befinden. X Das Brennholz muß angemeldet werden. Nach einer Verfügung des Preis-kontrollamtes sind die Brennholzmengen von den Produzenten und den Händlern bis 5. Oktober diesem Amte anzumelden, und zwar mit dem Stande vom 1. Oktober. Das Brennholz ist aus dem Grunde anzumelden, um der Bahnverwaltung Gelegenheit zu geben, den Interessenten Waggons zu Holztransporten zur Verfügung zu stellen, da bereits die Zuckerund die Hanfkampagne eingetreten ist und auch Mais in Bälde zu seiner Beförderung große Waggonmengen erheischen wird. Zuwiderhandelnde werden bestraft. X Die Frage des Zentralamtes für Ar- beiterversächerung (Suzor) in Zagreb dürfte in Bälde entschieden werden. Schon im Frühjahr hat Minister für So- zialpolitik diese Frage aufgeworfen hf* sich an maßgebende Fachleute aus a Teilen des Staates gewendet, sodaß J,,-schon die meisten Äußerungen über Schicksal dieser Institution vorliegen. Meinungen gehen stark auseinander, 5 daß die Frage im Schosse einer K01*1^,.-der interessierten Kreise wird endgi bereinigt werden müssen. X Zum neuen Präsidenten der ber Handelskammer wurde Magister K° stantin Vovk mit 43 Stimmen gewäiu-Der bisherige Präsident Dr. Krasnik e hielt 20 Stimmen. X Weniger Treibstoff auch für lndh striezwecke. Wie bereits berichtet, wuf ^ dieser Tage die auf die Automobile Motorräder entfallende Quote der Benz* mischungen neu festgesetzt und geSe.' über der bisherigen etwas gesenkt, erfährt man aus Beograd, daß die M°n polverwaltung auch die Treibstoffmeng für Motore in den Industrieunternehmu gen um rund 25% herabgesetzt hat. X Eine größere Anleihe für öffentlich® Arbeiten beschloß unlängst der Stad» von Zagreb. Die Anleihe sollte V® Personen mit sehr hohem Einkommen 8 zeichnet werden. Nun hat die Banatsve waltung die Genehmigung hiezu abg' lehnt. Kagimt-Cheeigtli Der Deograöer TheatersMl' pian der Saison 1940/41 Nachdem der Repertoire-Ausschuß b^ Unterrichtsministerium das Repertoire d Beograder Nationältheates für die SP1® zeit 1940-41 geprüft hatte, veröffentiic nun die Leitung des Beograder Nationf' theaters die Liste der Werke, die in neuen Spielzeit erstaufgeführt bzw. ne ' einstudiert werden sollen: Drama: Heimische Autoren: Liebhaber« von einem unbekannten D brovniker Schriftsteller des 16. JabrbuL derts, »Der hochmütige Dummkopf« v Jovan št. Popovič, »Die Wählerische« ' »Liebesbrief« von Kosta Trifkovic, »Def Gewalttäter« von Svetozar čorovič, »Pf tektion« von Branislav Gj. Nušič, »Tasa-na« von Borislav Stankovič, »Mittwoc ist Freitag« von Plaovič und Gjokovi » »Der junge König Dušan« von Petar 1 Petrovič, »Ein ungewöhnlicher Mensch von Geno R. Senečič, »Manda« von Mar Gjorgjevič-Malagurska und »Der ew>5 Bräutigam« ■ von Ignjatovič-Ilič (Mu^1 von Hristič). — Slawische Autoren: »De^ Wald« von Ostrovski, »Die Brüder Kara mazov« von Dostojewski, »Der Abgrun von Gončarov.Bor und »Die Schwieg® ' mutter« von Strašimirov. — Französisch Autoren: »Tartuffe« und »Der eingeh1 dete Kranke« von Moliere, >Mercade (oder »Base Betti«) von Balzac, »Zw® Waisen« von D’Ennery, »Dr. Knock« v°^ Jules Romains und »Glückliche Tag _ von Pugel. — Englische Autoren: »Othe' lo« (oder »Ein Wintermärchen«) von Sh® kespeare, »Heimchen am Herd« von L^' kens und »Antonius und Anna« von br' vine. — Deutsche Autoren: »Iphigenie aU Tauris« von Goethe, »Der zerbrochen^ Krug« von Kleist und »Ehre« von Sudef mann. — Italienische Autoren: »Die Na® ten kleiden« von Pirandello. — Spanisch Autoren: »Die törichte Gutsherrin« von Lopez de Vega und »Im blühenden Spa^ nien» von Codina. — Norwegische Auw' ren: »Die Stützen der Gesellschaft« nn »Peer Gynt« von Ibsen. — Schweizer Ah' toren: »Der Verrat von Novara« von Ca' sar von Arx. — Finnische Autoren: »P1 Frauen auf Niskavuori« von Vuolijoki- Ungarische Autoren: »Die Gattin« von Bokai. — Griechische Klassiker: »Die Tf erinnen« von Euripides. Oper: »Miloš' Hochzeit« von KonjO' vič, »Schneeflöckchen« von Rimski-Kof' sakov, »Rheingold« von Wagner, »G*° conda« von Ponchielli, »Los! fan tutte« von Mozart, »Julius Cäsar« und »Xerxes« von Händel, »Peer Gynt von Werner Egk> »Salambo« von Veselin Stojanov, »Piüue Dame« von Tschaikowski, »Carmen« v°n Bizet, »Manon« von Massenet und »Lak' me« von Delibes. Ballett: »Der Bogen« von Lhotka, »Ohrider Legende« von Hristič, »Prorne-theus« von Beethoven, »Bacchanal« v0'’ Wagner, »Kartenspiel« von Strawinski Coppelia« von Delibes und »Schwanen-see« von Tschaikowski, Japan marschier Tongking Die geographischen VerhHltmsfe Im Rordm von Inöochma / 300 Einwohner auf den Quadratkilometer üch auf Pro 'e. sacd>chen Grenzen der chinesischen tllnVlnzen Münnan, Kwangsi und K wanden* .^oben an die Landmasse und an nie TMeeresgolf der französischen Kolo-n ongking. Indochina ist der SammeL (jie ,e ^r die seit dem Jahre 1888 unter lä .^^ösische Verwaltung genommenen ncler Tongking, Ananm, Laos, Kambod SCha und Cochinčhina. trip J ^luuiarsch der Japaner konzen-r vorerst das Interesse auf den nörd-vo 6lh ^e‘* ludochinas, der wehrpolitisch ^besonderer Wichtigkeit ist, und das 0uflH°n8king’ e‘n Gebiet von etwa 120.000 atkilometer. Die Bevölkerung wird uie zekn Millionen geschätzt. Pro /upaner sind von der chinesischen u ,v‘nz Kwangsi nach Süden vorgestoßen sch tr ^en die Grenze südlich der Land-tibe ^ungchow bei der Stadt vondang ö^^itten. Die Entfernung von dort in ' kin IC.k r ^*cbtung zum Golf von Tong-te ? beträgt etwa 150 Kilometer. Die stra gischen Ziele des japanischen Vorsto-dan • en k*ar auf der Hand, denn Don-tov8 1S* Ein günstig gelegenes Einfalls-ta in das verkehrspotitisch wichtige Del-inuR des Songka-Flusses. Zunächst ter auf einer Strecke von 100 Kilome-T0n C*.as verkarstete Gebirgsland Ober, «eh»8 g überwunden werden, und dann ien s. über die dreißig Kilometer brei- kin, Zvvanzig Kilometern ist dann die Stadt erreicht. Wer Hanoi besetzt hat, der hat auch die Herrschaft über die Ver. wfHigen Höhenkämme Mittel-Tong-Ks in das Flachland herab, und nach an2-danoi der fZhr,Svvege, die von den Seehäfen des Gol kin Eh den Nordwestzipfel von Tong-nach China heraufführen. Auf die 5chneidung dieser Zufahrtswege kommt 5rden Japanern an. der eTgenüber der Halbinsel Leitschou und r*chtu * ^a'nan ''egen in ber Nordsüd- das etwa 50 Kilometer landeinwärts alle Linien zu einem Knoten auffängt. Hier enden aber nicht nur die nordöstlich weit ins chinesische Gebiet hineinragenden Zu bringerstrecken des Golfs, sondern auch die Küstenbahn, die sich fast anderthalbtausend Kilometer von Süden her durch das gesamte Gebiet von Armani heraufschlängelt, Von Hanoi geht die Eisenbahn in nordwestlicher Richtung weiter, und die chinesische Grenze wird nach etwa 300 Kilometern bei der Stadt Laokay erreicht. Die Bahnlinie zieht sich von da aus in vielen Windungen durch Südchina und endet nach 400 Kilometern bei der Provinzhauptstadt Yünnan. Nach der Besetzung des Knotenpunktes dieser Tong-king-China-Eisenbahn ist die Versorgung der chinesischen Truppen mit Gütern und Waffen von Südosten her unmöglich. Das war die letzte Einfuhröffnung über französisches Gebiet, nachdem der südwestliche Weg über Birma von den Engländern kürzlich nach heftigen japanischen Protesten geschlossen worden ist. Bei einem Blick über die Wirtschaftsverhältnisse in Tongking ergibt sich, daß die Bevölkerung in den Niederungen dicht Arber 80 englische Gperrbalwne nach Schweden abgetrieben Hondau, T,haibin, Cua-Balaih, u_. "n8 ',die Tonking-Häfen Quangyen, [jaiPhoty ^ntrang, Ninbih und Tanhoa. Von jedem iser Häfen sind Straßen oder Eisen-_averbindungen nach Hanoi zu haben, Die britische Ballonabwehr hat in den letzten Tagen durch schwere Stürme großen Schaden gelitten. Ueberall sah man die Sperrballone, die herrenlos in der Luft herumtrieben. Allein über Schweden wurden etwa 80 Sperrballone gesichtet, deren herak>hängende Taue großen Schaden an den elektrischen Ueberlandein-richtiungen hervorriefen. — Ein britischer Sperrballon, der in der Nähe von Stockholm zum Landen gebracht wurde. zusammengedrängt ist. ln den Landbau, distrikten ergeben sich Dichtigkeitszahr len, die selbst in den lebhaftesten Industriegebieten Europas kaum erreicht werden. Die räumlich kleinen landwirtschaftlichen Distrikte Tongkings zählen über 300 Einwohner auf den Quadratkilometer, während in dem übrigen großen Teil des Landes im Durchschnitt kaum acht Einwohner auf den Quadratkilometer entfallen. Wo der Boden e ne Bebauung zuläßt, wird intensiv gearbeitet. Reis steht im Vordergrund, dann folgen im weiten Abstand Tabak, Baumwolle, Zuckerrohr, Kaffee und Seidenraupenzucht. Von dieser landwirtschaftlichen Erzeugung ist fril her ein erheblicher Teil ausgeführt worden. Aber auch industriell ist Tongking nicht ganz ohne Bedeutung. In einigen Distrikten werden Erze, Zinn, Phosphate, Eisen und Kohlen abgebaut. Der Handel geht mit verschwindend kleinen Ausnahmen über den Haupthafen von Haiphong, der auch direkte Eisenbahnlinien nach Ha noi und ins Innere des Landes besitzt. Rein verwaltungsmäßig ist Tongking in 28 Provinzen eingeteilt, die aber alle keinen großen Umfang haben. Daneben bestehen vier selbständige Stadtprovin-zen, nämlich Hanoi, Hanzhong, Haiduong und Nandinh. Der französische Ober-Resident hat seinen Sitz in Hanoi. An der Verwaltung des Landes sind zwei Körper schäften beteiligt, der Schutzgebietsrat und die Eingeborenenkammer. Das sind zwei Einrichtungen, denen auf dem Papier einige demokratische Rechte zustehen. Die entscheidenden Maßnahmen aber wurden bisher vom Ober-Residenten allein getroffen. Er hat sich dabei in weitestem Maße auf die Kolonialregimenter gestützt, die gleichmäßig auf vier große Militärdistrikte verteilt sind. Unterstützet die t»5> " ~ "" ' über die heide Weht der wind ROMAN VON PAUL HAIN 4$ Erschrocken fährt Ilse herum. Eben hat ^Türgiocke angeschlagen. Die Abend- . ^'e geht zum Vorhang hinüber der vor er Ateliertür hängt, schlägt ihn beiseite, SrLr,,es Hegt nichts dahinter, und gerade eilt es noch einmal. Da öffnet sie. Und weicht fast im gleichen Augenblick . "EN Schritt zurück. Vor ihr steht — er a 111 Friedewald. Stark und groß steht . da, den Hut in der Hand, ein Lächeln dem frischen Gesicht. Un er tritt über Schwelle und schließt die Tür schnell nter sich. »Uff __ Treppen machen einem die n°chen gelenkig,« sagte er, um selber e erste Verlegenheit zu überwinden, uer der Weg zum Himmelreich ist im-er mit einiger Mühe und Herzklopfen n- gEhen. Guten Abend, Ilse, Fräulein JE; Nein, nicht gleich wieder weg. Dicken.« (eJein Bhck geht durch das heli er'cuch->, E Meher und bleibt wiede-- an der '.ar!cnengestalt hängen, die weder zu-kekgewichen ist. »Herr Friedewald, ich hatte Sie ge- ®n«, stammelt sie und fühlt ihr Herz d , immer ungestüm schlagen und fin. keine weiteren Worte mehr, da die ■mme zu schwanken beginnt. lochen streckt ihr die Hand hin — er jEÜt einfach nach der ihren und hält sie fest. aJja> ‘ch habe deinen Wunsch auch ge-met«, sagt er, »bis es nicht mehr wei-tj.8ln§> Bitte, du hast selbst in deinem J'Ek gewünscht, daß Klarheit und Wahr, dar zwisckon uns bestünde. Ich glaube, v, ^ ,s’.e jetzt erst wirklich da ist, diese eit und Wahrheit, und daß ich ein Recht habe, jetzt hier zu stehen und sie dir zu bringen.« »Herr Friedewald —« »Wir sagten uns schon einmal du — Ilse. Und ich will dir die Wahrheit bringen, daß — ich dich liebe, daß du im Irrtum warst, als du glaubtest, es wäre nur eine flüchtige, schwärmerische Verliebtheit gewesen, und daß — auch du mich liebst — ja, so ist das.« Iise steht unbeweglich. Glühwarm strömt es durch ihr Herz, strömt in einer heißen Welle über ihr Gesicht, ihr ist, als bewege sich der Fuß' oder, unter ihr leise auf und ab, wie einem wohl manchmal zumute ist, wenn ein großer Schrecken oder eine große Freude einen überrumpeln. Sie sieht, wie Jochen nun seinen feuchten Mantel auszieht und an einen Türhaken hängt, als wäre er hier ganz zu Hause, wie er sich den Haarschopf zurückstreicht, wie er mit einem Male dicht vor ihr steht und raunt: »Der Jochen Grumbkow macht keine Dummheiten mehr, Ilse, der ist kein Abenteurer, der weiß schon was er will und spricht, der holt sich sein Glück geradewegs aus dem Himmelreich. Du —!« Es ist Ilse, als wäre sie völlig wahrlos, als fielen diese frohen, starken Worte wie jubelnde Fanfarentöne in ihr Herz. Kann dieses leuchtende, starke Männergesicht vor ihr ein Traum, eine Vision sein? Wie oft hat sie solche Visionen gehabt. Aber der Mann spricht weiter leise, zarte, beruhigende Worte, und dann findet sie sich wie erwachend in ihrem Sessel neben dem Ofen wieder, Jochen sitzt an ihrer Seite und hält ihre Hände. »Dies ist die Wahrheit, Ilse«, spricht er, und erzählt von sich und Lena Valetti und all der inneren Verworrenheit, in die er sich gestellt fühlte, seit er Ilse im Spätsommer im Kuhlenkamp bei Heidehof begegnet war. »Ich hab’s dir ja schon damals, nachdem ich dich hier in Berlin wiederfand, gesagt, daß es keine Zufälligkeiten sein könnten, die uns zusammenführten. Da war aus unser beider Vergangenheit die große, innere Verbundenheit, das Schicksalhafte, dem wir beide unterworfen waren.« Schon längst hatte Ilse den Kopf an jochens Schulter gelehnt. Ihr Herz schlägt in einer beseeligenden Gleichmäßigkeit. Aus Rede und Gegenrede löst sich auch die letzte Unklarheit: Wie Ilse glauben konnte, daß Lena Valetti Jochens Braut sei. Der sagte ernst: »Ja, sie muß uns wohl beobachtet haben und versuchte auf ihre Art, zu kämpfen. Aber nun hat sie selbst eingesehen, daß sie mir keine Gefährtin fürs Leben sein könnte.« Doch dann fährt er schon mH beschwingterer Stimme fort: »Für ein Leben draußen in unserer alten Heimat, Ilse. Da brauch ich eine andere Kameradin, die mir schon einmal gestand, daß sie es dort wohl gut mit mir aushalten würde.« Ilses Augen sehen ihn fragend an — tief bis in ihre Seele kann man durch sie hineinsehen. Und Jochen berichtet weiter über die Zukunft, wie er sie sich nun aufbauen will. Träume blühen auf. Die Wände des kleinen Ateliers weichen auseinander, der Raum dehnt sich auf eine zauberhafte Weise, Wiesen schimmern grün, erste Frühsaat treibt aus brauner Ackererde, gelbe Halme wiegen sich im Wind, und Lerchen flöten ihre Frühlingstriller durch eine laufe Luft. Birken winken mit grünen, duftigen Schleiern über die Heide. Und vor einem alten Bauernhaus mit tief herabgezogenem Spitzdach rauschen zwei alte, turmhohe Pappeln, rauschen über den ganzen Hof, raunen von den Men- schen, die hier gehaust haben, stehen im Sonnenglast wie zwei vom Sonnenlicht entzündete Fackeln da, Wächter der Vergangenheit und der Zukunft des alten Hauses. Was rascheln sie? Des Abends klingt es wie feine, silberne Musik durch die Heidestille. Es steht ein Haus zwischen Heide und Moor, Drin hat mich die Mutter geboren, Zwei silberne Pappeln rauschen davor, Birken und Erlen wachsen empor, Wacholder träumt still und verloren. Hier war ich zu Hause, hier war ich Kind, Hier blühten die Träume aus Ginster so lind, 5 Wenn über die Heide, Wenn über die Heide, Wehte der Wind. So hell scheint nirgends das Sonnenlicht, So klar stehen nirgends die Sterne, Und haben doch immer den törichten Wicht Genarrt und gelockt wie ein Irrwischticht In die endlose, flimmernde Ferne. Und die Ferne war dort, wo viel Menschen sind Und das Leben sich dreht, so bunt und geschwind, Daß du nicht spürst, Daß du nicht spürst Die Blumen im Wind. Es steht ein Haus zwischen Heide und Moor, Das werd’ ich wohl nimmermehr sehen, Und die silbern rauschenden Pappeln davor, Und im Zaun das knarrende, alte Tor, Das sollte wohl alles vergehen. — Doch manchmal in Träumen seh ich ein Kind, Und es weht übers Herz mir leise und lind, Wie über die Heide, Wie über die Heide Einst wehte der Wind. (Fortsetzung folgt.) Kleine Amsel gen koeten 60 Perm pro Wort, in der Rubrik ,,Korrespondent“ 1 Dinar — Die Ineemtensteuer (* Dinar bU «0 Worte, S Dinar für grössere Anzeigen) wird besonder» berechnet — Die Mindestlase für eine kleine Anzeige beträgt 10 Dinar -Für die Zusendung von chiffrierten Briefen Ist eine Gebühr von 10 Dinar eu erie