LmlmcherWIeitung ÄV^. G^/K F^ Pränumetationsprcl« : Im üomptolr ganzj. ss. 11 > halbj. fl. Z.s.a. YUr die Zustellung in« Hau» * "^^^"> hall>j.5Ulr. MltdeiPostll!,., 3»i. l si.; lonsl pr.Zeilc nn. <;fr., ^!m.8fr., « l^R^»^^ 5m. 1y Ir. u. s. lo. Iuserliouesttnipll jcdc»,». 30 l». ^>^ ^, x, « Mit 1. November beginnt ein ncucs Abonnement anf die ,FlNliacher Zeitung." .. Der Prän n m erati ons-Pre is beträgt für ^ Zcit uoin l, November bis Ende December 1806: ^ Comptoir offen......1 fl. 84 kr. ^ Comptoir nntcr Convert ... 2 „ — „ 3' ^bach ins Hans zngcstcllt . . 2 „ — „ "ut Post nntcr ltrcnzband .... 3 „ 50 „ ^inllicher Chris. y>, »^c. f. f. Apostolische Majestät haben nachstehende höchste Handschreiben allcrgnädigst zn erlassen geruht: .,„ ^icbcr Graf Nothlirch! Ich finde znr Unter- »hlnig h^. Zs^^l ^,„d Nothlcidcudcn in der Hanpt' «,^t Mines Königreiches Böhmen, mit Inbegriff der "Mole Karolincnthal nnd Smichow, einet, Betrag °'l zwallzigtauseud Gulden ö. W. zn widmen, H beauftrage Sic, dicscu Betrag uugcsäumt scincr ksllmmnng zuzuführen. ^rag, am 25. October 1800. Franz Joscpl) in. ^). tisrl ^^cl Vi,^clmcistcr Doctor Bel sly! Die ftatrio-slat!» ^lung, welche die drei Bürgcrcorps der Haupt, licl, ^'"^ Königreiches Böhmen während der fcind-^ " ^ccuftcition an dcn Tag gclcgt, die Verdienste, in?^.^' ^'u Anficchlh^tnng von Rnhe und Ordnnng ei,,,. ^ ^^l)ä»gnißuollcn Zeit erworben, geben Mir l>lü^ ^'^^mincncn Anl^ß, dieselben auf ewige Zeiten M ^ eiucu Act Mcincs kaiserlichen Wohlwollens nnd ^>>er Dunkbarlcil aliszuzcichncn. (n Dcn bewaffneten Bürgcrcorps ertheile Ich daS ,.^1l, uy„ „i,i, a„ ,,„d in alle Zukunft während Mci< y^, °dcr der Anwtfcuheit cincs Mcincr ^iachsolgcr iin ,,/'^c in der Hauptstadt Mciucs itönigicichcs Böh. b«?, ^mhzcilig mit dcm Militär die Burgwache zu ^ Zum Andeuten an die Leistungen der Einzelnen Iv ^^schicdcncn Corps und znr Bclohnuug für ihre dtts^, "'^ Hingebung soll eine Äicdaille, anf der Vor-Il>ln- "'^ Meinen, Bilde, auf der Rückseite mit der ^M>^ ^ ^^^, geprägt werden, welche an einem llic»lc ^ ^'^ ^^' ^audcsfarbeu z>i tragen nnd jcdcm der» dttai,! /'"^reihten Mitglicde der drei BürgeicolpS zu l°lgt!, «st. ^^Ü, den 25. October I860. Franz Joseph ni. p. ^chsj^' ^- ^- Apostolische Majestät haben mit Mler-hüch." Emschlirßnng vom 23. October d. I. Aller-^lzon o"' ^""' Arudcr, Feldmarschall'^icutenanl Erz. Und :,, ^ Ludwig, die Bewilligung znr Annahme den/zl .T^gcn ^^ Höchstdcmscllicn von Sr. Majestät ÜRdins?^" "°" M^ico uettiehenen Adler»Ordens aller-"'^ in ertheilen geruht. ^lls^. ^listizmiuistcr hat dem Nathösccretär dcS "tclth^'Mcs in Imiglinnzlau Johann Hlavc>cek eine ""le daselbst verliehen. ^ ^l ^»stizministcr hat dcn StaatSanwaltssubsti-^eiß ^Mln z)tolos zum Staatsanwalte bei dcm ^'^te in Königgrätz ernannt. ^Lcriclu.^"^'im!nistcr hat die beim Lcmbergcr Lan> ^'^crisl ^^bigtcn vier LandcögcrichlsrathSstcllcn dcn ^°lo'^wüthen Ednard Sommer nnd Jakob vou ^c„.'s " ton icwi cz in PrzcmySl, dann Johann °Uich^ ^ und Dr. Ludwig PcplowSli in Sambor !'^crich^"^^niuistcr hat eine beim Czcrnowitzer Lan- '^cli,^ n/!lcd!gtc LandcögcrichlSrnllMcllc dcm Sta- ""Sgcrichtsrathe Johann Mayer verliehen. s. ^ie ^ » 1?^ in f.'^ ^audcSbchöldc hat die an dcr Hanpt- b^r «n d,. 2^digtc dritte Lchrersstellc dcm Viustcr-'Nichc,, " ^'lvllllschulc zu Pcldcö Johann Lettel Richtamllicher Theil. (Original-Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Wien, 29. October. Die ..Abdpst." meldet aus Pr aft, H7. (?) October. Als Se. Majestät der Kaiser daö rzechische Interimstheatcr ver. ließ, bemerkte der englische Capita« P., daß der Schneidersseselle A. P. die rechte Hand, in welcher er eine kleine Pistole hielt, erhob. Der (Kapitän druckte den Arm des Mannes herab, faßte ihn bei der Brust, wobei dieser eine kleine scharf geladene Pistole mit doppelt gespanntem Hahne ohne Hündhütchen in die Scitcntasche seines Nockcö „leiten lieft. A. P. ist verheiratet und Vater dreier Kinder. <3r wurde sofort dem k. k. Landeögcrichte über« „eben. Die Vorsteherin des Laibachcr FraucnvercinS bringt allen Mitgliedern des Vereins die nachfolgende Zuschrift Sr. Hfcellcnz des Herrn l. l. Statthalters von, 20lcn October 1860 zur angenehmen Kenntniß: ^ „„Dem gefertigten l. l. Statthalter ist vom hohen l. k. Armee-Olicrcommando folgende den Laibachcr Fraueuverein und seiu edlcS Willen betreffende Zuschrift zugelommen: „Dcr commandireude Herr General in Graz, Seine l. l. Hoheit FrldmarschaU'Liculcnant Erzherzog Ernst, hat Mir den NecyenschastHbericht des im lchten Kriege zur Pflege verwundeter Soldaten, dann znr Helbeischasjung von Spi« lalsdedilrfnisscn in Laibach gebildeten Frauenveieinö znr Einsichtnahme vorgelegt. 6s ist für dcn Soldaten ein wohlthuendes Gefühl, zu wissen, wie lhnlnahm'voll und liebreich von wahren Patrioten — Männer wie Fiauen — iu allen Theilcn des weiten Nricheä sitr die Vedürfnissc der Verwundeten gesorgt woiden ist und „och immcr gesorgt wird, und mag insliesondrl'e dcr Laidachcr Irauenvrrcin mit lohnender Aeslicdignng auf sein nunmchr adgcschlosscnts, scgcnrcichc>° Wirten dliclen. Der freudige und louale Opfcrmuth, mit dcm hochherzige, edle Frauen an verwundeten Kricgrrn das Wcrl darmher. zigcr Schwestern ausübten, verdient gewiß die größte Ancr. lcnnung, und ersuche Ich Euere Excellenz, dem Vereine durch Vermittlung scincr würdigen Vorsteherin für die edelmuthige und liebevolle Ladung und Pflege der Verwundeten, sowic für die namhaften Spenden in Meinem und dcr Armee Namen den wärmsten Tanl ausdrücken zn wollen. Erzherzog Albrecht «>. p-, Feldmarschall. Laibach, am 20. October I860." Ich beehre mich, dcm löblichen Fraucnvcrcine von dieser höchsten Anerkennung seiner ebenso menschenfreundlichen alü patl iolischen Nirlsamteit die erfreuliche Mittheilung zu machcn."" Laibach, am 27. October 1600. Die Vorsteherin dcS Laibachcr Fraucuucrciuö: Sophie Freun v. Bach. Laibach, 29. October. Die Einberufung des croatischcn Land« tageö muß als ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung dcr Lösuug in unserer inneren Frage angcschcn werden. Es handelt sich zuuächsl um die Ordnnug dcö Verhältnisses des dlcicinigcn lto'nigrcichcs zu Ungarn und znr Gesamintinoualchic. Zwar sind die Verhand-lungcu dcr ungarischcil nnd croatischen Ncgnicolardcpu« tation in dcr vcrflosseum Laudtagssaison ohne illcsultal gewesen, allein die Schuld daran liegt zunächst nicht auf dcr Seile CroaticnS. In A gram war man vc< müht, dcn Anforderungen dcr Machtstellung nnd Einheit des Reiches Rcch»nug zu tragen. Wenn cine Vclslän. digmig zu Staude lommcn soll, so muß anch in Pest die Ueberzeugung dcr ^iolhwcudigtcit, von dcm Auch< stabcn der 1848ger Gcjttzc M'Erhalluug dcr Macht und Einheit des Reiches abzuweichen, durchdriugcn. Die gemeinsame n Angclcgcuhcilcn mnsscu festgestellt wel-den, ehe die Gcsctzc vom Jahre 1^48 ins ^cben treten tönncn. Ucbcr die Aussichten anf cinc Vcrsläudigung thcilcn wir mit „Vaterland" nicht die Acsmgnissc dcr Pcssimi-mistcu, indem wir glauben,daß man iu P c st dcr Slimmc lebendiger Thatsachen gcgcuübcr sich nicht auf dcu Buchstaben der 1848 Gcschc wcrde bcrufcn tonnen, sondern vielmehr cil'schcu miisscn, daß cS nur dcr Geist der Billigkeit und Ehrlichkeit ist, der daS Land zum ersehutcn Zicle dcr cndlichcn Regelung scincr Angelegen-heitei, fiihrcn lönne. Ob die bisherigen Resultate der Vcrhanolnugen dcr Rcgnicolar.Deputationcn zu Bcschlnsscu dcs croati-schcn Laudtagcs gcungcn werden, oder ob man den Weg dcr Verhandlungen von ncucm wird betreten wollen, meint daS „Vaterland," ist wohl schwer schon jctzt an-zugeben. Immerhin muß aber anerkannt werden, daß dcr croatische Landtag zn einer ersprießlichen Beschluß« fassung in dieser Frage den Pest er Landtag in voller Thätigkeit vor sich schcn muß, da er einseitig vorzugchen wcdcr bcrufcn, noch veranlaßt ist. Je mchr man iu Pest dcn Anforderungen des Gcsammt« staatcs billige Rücksicht cntgegentragcn wird, nui so wc< niger wird man sich iu Agram bcmüssigt scheu, Ungarn gegenüber mit Mißtrancn aufzutreten. Mit dem Maße, mit dcm Ungarn dcm Reiche mcsscn wird, wird auch dcr Landtag dcs drcicinigen icöuigreichcö Ungarn messen, da man in Agram wohl weiß, daß ein nach den 1848er Gesetzen constituirtcS Ungarn dcm guten Rechte Croa-tiens wohl auf dem famosen „weißen Blatt" aber keineswegs iu dcr Wirklichkeit Raum lasscu würde. Dcn österreichischen Pessimisten, welche überall nur Schwierigkeiten, Hiuderuissc und tciac Möglichkeit einer praktischen Lösung uuscrer Vcrfassungslvirrcn sehen, tonnen wir ülnigcnS nachstehende Worte eines praktischen Engländers zur Bchcrzigung empfehlen. Dcr conservative „Herald" sagt nämlich: „Dcr Kaiser Franz Joseph hat durch die Würde und Loyali« tät, mit der er seine neue Stellung in Enropa angenommen hat, sich iu allen Kreisen Achtung errungen. Obgleich die lauten Prahlereien Preußens und der leidenschaft« liche Jubel Italicus cincu weniger gerechten und llngen Monarchen znr tiefsten Vcrstinnnnng hätten rcizcn könncn, hat er scinc Beziehungen zum Berliucr Cabinet in uicht uuaufrichtigem Gcislc wieder ausgenommen uud mit sci< ncm altcn Feinde, dcm Könige von Italien, in gütlicher Weise den diplomatischen Vcrkchr angeknüpft. . .. Daß die Eholera, so wie vorher der Kricg, den Znsammcn« tritt dcs nngarischen Parlamentes anfhält, inag ein scllsamcr Zwifchcnfall scheinen, obglsich dic Vcrlcguug des englischen Parlamentes von Wcslinnnslcr nach O^-fort in dcr Zcit dcr Pcst cinc Art Piäccdenzfall dazu liildct. . . . Wenn die Ungarn dic Deutschen früher haß« ten, so muß eö ctwas wie Dr. Johnson« Schotlenhaß gcwcscn sein, dcn er „sich nicht zn erklären wußte". Sie sind von dcn Dcntschcn nie erobert oder zu Sklaven gcmachi, oder anders als durch ihre cigcncn Acte ihrer Landtage beraubt worden. Abcr nachdlin endlich Ocstcr. rcich in scinc, wie manche glauben, naturgemäße Stcl« lung in Europa zurückgetreten ist nnd sein GcninS nicht darauf anügeht, ein fremdes Gebiet mit Gewalt zurückzuhalten, könncn diese Gcgcnbcschuldignngeu aufhören und dic gcciniglcn Nationen zum beiderseitigen Bcstcn zusammenwirken." — Anßcrdcm versichert dcr „Hcrald", daß die von den Demagogen von 1848 zncrst aufgestellten auSschwcifcudcn Fordcrllna.cn vom nngarischm Volke jctzt dcsavouirt wcrdcn, nnd daß dahcr dcr iuncrn Festigung dcs KaiscrstaatcS nichts mchr im Wcgc stchc. (Weitere Nachrichten nntcr den „Telegrammen.") Zur Kmsrrrcise. Prag, 26. October (Nachts). Se. Majestät der Kaiser haben bente an 14O Personen Andicnz ertheilt. Beim Besnchc dcS RalhhauscS geruhten dcr Kaiser Mcrhochslscincn Namcn in das Gcdcnkbnch cinznschrei-bcn. Sc. Majestät dcr Kaiscr erschienen sodann am Balcon dcs vtathhanses, licßcn das BürgcrcorftS dcfi« liren uud sahen einer Production der Fcncrwchr zu. Die Production fand an drci Hänscru statt und ficl glä'nzcnd ««<<. Sc. Majestät dcr Kaiscr sprachen sich in sehr schmeichelhafter Wcisc übcr die Einrichtung dcr Fcncrwchr aus. Um 1 Uhr erfolgte dcr Besuch dcs Museums, so< dann dcr Kaiolinerlhaler Kirche uud Schule und der Rnston'schm Fabrik, wo Theile der Frcmz.Iosephö.Brücke anfgcstcllt waren. Um 5 Uhr war Hostafcl, zn welcher der Cardinal, dcr Adel, die Gcrichtswürdcntrügcr, dic Civil< nnd Mi-litär»Antoritätcn, dic Rcclorcn der Univcisität und deS Polytechuicnn's nnd dcr Präsident der Handelskammer eingeladen warcn. Abends fand cinc Fcstvorstcllung im Theater statt. Als Se. Majestät dcr Kaiscr in dcr Hoflogc erschienen, wnrde die Voltshymne abgesungen, woranf zahlreiche Hochrufe crtöntcn. Sc. Majestät dcr Kaiscr geruhten länger als eine Stunde der Vorstellung beizuwohnen. 1646 ' Oesterreich. Wien. „W i e O c st e r r c i ch seine Bundesgenossen dupirtc"! Ueber dieses Thema ergeht sich die „Spener'schc Ztg." in cincm Artikel, dessen tcodentiöser (5haraltcr ihn vorweg dem Gebiete entrückt, innerhalb dessen cine würdige Discussion möglich ist. Die „W. Abdpst." erwidert ans denselben in folgender Weise: In Sud-Dentschland nicht blos, gewiß auch allenthalben in Cnropa, wo man einer leidenschaftslosen Erwägung zugänglich ist, herrscht daS Gc-fudl, wie wenig man das Recht hat, in Bczng ans gewissenhaft eisulllc Bnnrespflicht gerade Oesterreich mit irgendwelchem Voiwnrfc zn belasten. Darüber brauchen wir mit niemandem zn rechten. Wenn jedoch zur Unterstützung erbärmlicher Anschuldigungen, mit denen sich nur der Ankläger auf ein gefährliches Terrain begibt, daS ebenbürtige Mittel der Fälschung von That« fachen angewendet wird, so legt uns dieser Umstand vorläufig die Verpflichtung auf, jene Angaben als daS darzustellen, was sie eigentlich sind, - als Umvahrhci-' ten. Und unwahr ist es, wenn vorgebracht wird, die österreichische Regierung hätte ihre süddeutschen Bundesgenossen durch falsche Angaben über die Stärke ihrer Slreitträflc gelänscht. Die kaiserliche Regierung hat vielmehr — wir können dies mit vollster Entschiedenheit erklären — der königlichen baierischen Regierung, welche das Centrum der militärischen Berathungen in Süd'Deutschland bildete, rechtzcitlich die allerbestimm-testen und durch die That bewährten Angaben über die Stärke der österreichischen Nordarmec gemacht. Mit gleich gutem Grunde muß die Insinuation zurückgewiesen werden, als hätte Oesterreich, nnchdem ihm das Glück der Waffen ungünstig war, während der Frie« denSvcrhandlnngen seine Verbündeten „im Stiche gelassen". Wir berufen uns einfach auf den klaren Wortlaut des Artikel IX dcS PrälimmaifriedcusvertrageS von NikolSburg, 2tt. Juli, worin cS auödlücklich heißt: „Der Waffenstillstand wird gleichzeitig mit Baiern hier abgeschlossen und der General Freiherr v. Man» teuffel beauftragt werden, mit Württemberg, Ba« den und Heffcn-Darmstadt einen am Lten Angnst beginnenden Waffenstillstand auf der Grundlage deS militärischen Besitzstandes abzuschließen, sobald die genannten Staaten es beantragen." Angesichts dieser Stipulation, welche unwideileglich beweist, wie Oesterreich leinen Augenblick seiner Bundesgenossen uucinge« denk war, bedarf ess wohl keiner weiteren Auseinander« setzuug zur Wiedeilegung jener Verdächtigung, wenn nicht etwa dcr Bemerkung, daß der Waffenstillstand zwischen Vaiern und Preußen erst zwei Tage nach Abschluß dci> eben citirten Vertrages zu Stande kam. Damit will natürlich das Verdienst dcS Flh. v. d. Pford« len, der seinerseits die Aufnahme cmeö ähnlichen PassuS in ren baierischen Präliminarvertrag durchsetzte, eben so wenig geschmälert lvereen, als die ihm hicfür von seinem würltembergischen Collegeu ausgesprochene An. ellemnmg. Pest, 27. October. Die Slatthalterei hat dem bisherigen Magistrate bekannt gegeben, daß der Leo-poldi-Marlt znr bestimmten Zeit abgehalten werden kann. Trautenau, 26. Oclobcr. Eine Versammlung der Industriellen dcS RiesengebirgeS beschloß, die Ausführung der Verbindungsbahn des Schwadowitz-Tranteu-auer Flügels über Arnan nnd Hohcnelbe, anschließend an die Rcichcnbergcr Bahn, anzustreben. Eine Depn» tation wild Sr. Majcstät dem Kaiser eine Petition überreichen, in welcher um Gewährung einer StaatS-subvention von anderthalb Millionen gebeten wird, weil der fragliche Van ein Nothstandsban sei. Der Bürger» meistcr Dr. Noth wurde zum Präses dcS betreffenden Comite gewählt. Trieft, 27. October. Die heutige „Tricstcr Ztg." meldet: DaS Befinden Ihrer Majestät der Kaiserin Charlotte von Mexico ist unoeländert; Schlaf nnd Appetit gut. DaS erst: vom Kaiser Maximilian ein» getroffene AülwortSlelegramm spricht dessen Zustimmung zu den getroffenen ärztlichen Maßnahmen anS; dasselbe enthält nichts über dessen etwaige Abreise von Mexico. Ausland. Berlin, 27. October. Die „Nordd. Allg. Zgt." schreibt: Die Angaben deS „Frankfurter IoninalS" über die Zugeständnisse Preußens in Bclrcff der Auto» nomie FraulfurlS dürsten noch nicht als feststehend lie« trachtet werden. Es ist anzunehmen, daß diese Anga-ben mit den hier vorgetragenen Vorstellungen der Frank-suiter Deputation übereiuslimmtcn und letzlere in den hiesigen maßgebenden Kreisen Aullang gefunden haben; doch ist dic Entscheidung wohl noch nicht erfolgt und wird vorher daS Gutachten dcr Civiluerwaltung verlangt werden. — Die „Nordd. Allg. Ztg." hört, daß die Zei-tllngSnachlichlel, über angebliche Unterhandlungen, be-treffend eine Vereinigung Braunfchweigs mit Preußen bei Lebzeiten dcS Herzogs erdichtet seien. — Der . Slaatscmzeiger" veröffentlicht die königliche Erlauduiß für den Ministerpräsidenten Grafen Bismarck zur An-legung des baierifchcn HubertuS-OrdenS. Dresden, 27. October. DaS „Dresdner Iour« nal" veröffentlicht eine königliche Verordnung, durch welche die LandeScommissiou aufgelöst und der Kreis-director N ostitz - W a ll wi tz zum Minister des Innern ernannt wird. — Der bisherige Kriegsminister o, Raben horst erhielt ein ehrenvolles königliches Handschreiben und den Orden der Rantcnkronc. — Der preußische Gouverneur, Gcnerallieutcnant v. Tümp-ling, war heute in Pilluitz zur königlichen Tafel geladen. — Die Polizei«ülhe Häpe und Schnauß sind Hieher zurückgekehrt. Venedig, 27. October. DaS Ergebniß ocSPle -biscits ist folgendes: 636.079 stimmten mit „Ja", 68 mit „Nein"; 367 Stimmen wurden anuullirt. Die osficiclle Proclamirung erfolgt wahrscheinlich heute. — Die italienischen Eommissüle haben Alles vor» bereitet, nm die italienischen Gesetze im Venezianischen ino Leben treten zu lasse». Von diesen Gesetzen hcbcn wir folgende hervor: die Einfuhrung dcr Verfassung deS italienischen Königreiches, Abschaffung des Concur» dalö mit Rom, Untcrdlückung der religiösen Köiplr-schaftcn, Gesetze über öffentliche Sicherheit, Anwendung der italienischen Werlhbcslimnlnng für Gold«, Silber-und Vroncc'Müiizcn in Bezug auf österreichische Mün» zen, die Majorcnnitüt mit 21 Jahren, Gleichheit dcr Staatsbürger vor dem Gesetze ohne Rücksicht auf Religion nnd Profession, Einführung dcr königlichen Pla« cet nnd Exequatur, Organisation dcr Nalioualgatde, Abschaffung dcr Slockprügel und Ruthcnstrciche, Ein< führung dcr Prcßgefetzc. Paris, 27. October. Dcr kaiserliche Hof begicbt sich am 7. November nach Cc'Mpicgnc. Mgesneuigkeiten. — Sicherem Vernehmen nach hat das Finanzministerium die bisher bestandenen Tabal'Licenzen fur auslün» bischen Tabak aufgehoben und beschlossen, ein Etablissement zu Wien, jedoch nicht iil eigener Regie, zu errichte», wo man nicht nur echte Havana-Eigarren von bisher unbe« kannte» Sorten in reicher Auswahl laufen, sonder» auch alle beliebigen Sorten aus dcr Havana ohue alle Zollformalitäten direct bestelle» lami. In diesem Freilagcr wcrven auch die vorzüglichsten Sorte» amerikanischer und tür' tisch er Tadale zu haben sein. — Der Handels» und Gew c rbesch e m ati s < m u s für de» gesammten österreichischen Kaiser» staat, enthaltend die vorhandene» Firme» (gegen 30.000), Eintragungen :c., wild in kurzer Zeit erscheinen und zu Ende eines jeden Jahres ei» Supplement erhalten. Ver» sasser ist Herr L. Kastner, Vorstand dcr Registratur und des Expedites der Ereditanstalt für Handel u»d Gewerbe, dcr sche» mehrere ühulichc zweckmäßige Handbücher geliefert hat. Der Ccntralauöschilß des Vereins der österreichischen Industriellen hat seinen Mitglieder» das Weil empfohlen. — Einem Privallniese aus Wie» entnimmt die „KIgf. Ztg." bezüglich der Rudolfs.Aahn, daß der Antrag, aus dem Staatsschätze süns Millionen Gulden zum Beginne des Baues vorzustrecken, im Ministerralh durchgegangen ist und bereits Sr. Majestät zur Sanction unterbreitet wurde. Die Unterhandlungen mit de» Bauunternehmern sind dem Abschlüsse nahe. Im Eomitli hat der Landlagsabgcordnete Niller v. Tschabufchnigg durchgesetzt, daß der Vau in Slever und Klagensurt zugleich begonnen wird (die Strecke Magen« surt-MöSl tann selbständig bestehen) — und man hosft nicht nur, daß heuer der erste Spatenstich geschieht, sonder» auch, daß die Strecke St. Michacl-Villach bis 1808 beendet wird. Locales. Cyolera-Nullelin au5 der 8tM Laiüach. Am 26. October verblieben i» der Behandlung 0, bis 29. Abends sind zugewachsen leine, zusammen 0 Kranke. Davon sind genesen leine, gestorbe» leine, es, verbleiben so« mit in Behandlung 0 Personen. Seit dem Beginne der (lpivemie sind in der Stadt ertrankt 192, genese» 92, gestorben 94 Personen. Laibach, am 30. October 1860. Von der t. l. SanitÜts'Landescom mission. — In den eben erschienenen „Statistischen Tabellen" des Herrn Finanzdirectors Fontaine von Felsen brunn, welche sich bereits einer vielseitigen Anerkennung erfreuen und in dcr That viele deachtenswerthe Daten enthalten, finden wir unter anderm, daß die Anzahl der im Jahre 1L05 in Kram ausgefertigten Hausiipasse nur auf 1319 sich belief, während sie 1850 3054 betrug. Die Abnahme dieses Erwerbszweiges, welcher insbesondere den Bewohnern von Gottschee und Reifniz großen Nutzen brachte, ist fehr bedauerlich und um so bedauerlicher, wenn der Grund davon etwa in ein«m eingtttelenen Mangel der zu diesem GesclMe insbesondere erforderliche» Sprachlenntniß liegen sollte. — Die vorgestern im Saale der (5italnica abgehaltene Veseda erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuches, daher der zur Bekleidung armer Laibacher Schulkinder bestimmte ^ Entll^Ettrag sich auf 210 fl. belauft. Dieser günstige Er« folg ist dem eifrigen und vortrefflichen Wirten des Citalnica» , Süngerchorcs, sowie der übrigen mitwirkenden Mitglieder einer« ^ seits und dem Wohlthäligteitssinne der Bewohner unserer ! Stadt andelerseits zu verdanken. Wir werden deshalb er« ucht, im Namen der reichlich Bedachten den schuldigen Da" hier öffentlich auszusprechen. — Von vollkommen verläßlicher Seite werden wil vo" einer Unzulömmlichleit i» Kenntniß geseht, die nicht n^ öffentliche Nüge, sondern auch sogleiche Abhilfe erheischt. M in der Nacht des verflossenen Sonntag die beiden Hcitt« R. und Z. durch die Polanavorstadt fuhren, stürzte Ml'« der Wagen, in dcm sie sich befanden, so daß beide al>« demselben heraussielen, sich jedoch glücklicherweise nicht"' heblich verletzten. Es stellte sich heraus, daß sic an cine" von mehreren daselbst fast in dcr Mitte der Sttaße aufgeführten Schotterhaufcn angefahren waren, da!>t durch lein Warnungslicht vo» der Existenz die!^ Hindernisses unterrichtet wurde». Wir glaube», es ge»^ darauf aufmerlfam gemacht zu haben und erwarten se>t^ des Stadtmagijlrates die Einleitung der zur sofortigen "<' scitigung dieses Ucbelstandcs und Ahndung dcs Schuldig erforderlichen Schritte. (Diöcesanveränd-rungen.) Das Kür«' perg'sche Eanomcat ist dem Pfarrer in Asp Herrn 3°!« Edle» v. Hillmayer verliehe» worden. Uebels^' si»d die Herren Johann Projic nach Prem als Cooped tor: Ign. A cm aus Gutenfcld »ach Natlas als Coop"«' tori Mathias Smolcj aus Nchmz nach Gutenfelo: M Stubic aus Koschana »ach Reifniz: Karl Klinar a"l Aßling nach Koschana: Ios. Iallic, neu ausgeweiht, >"" Laaserbach: Mattb. I e r c b bleibt i» Gottschee: Job- 6"' dez aus Loitsch nach Grafenbrunn: Ialob Windis^' aus Grafenbrunn nach Aßling. Am 13. b. M. starb " Rudolfswerth der Canonicus Herr Mallh. Svetlit'l' früher Pfarrer in der hiesige» Vorstadtpfarre St. Peter. — Markte in Krain. Im November: "" 2. Neudegg, Weichselberg, Sagor: 0. Aßling, Zir^ Oberlaibach: I I. W»tschla, St. Martin, Krainburg, ? räutsch, Arunndorf, Vcldes, Mitterdorf: 12. Sagu^ Ratschach: 23. Mottling, St. Lorenz: 25. Gurlfcld, Sit»^ Lal: 29. Feislriz: 30. Eisner», Waatsch, Neumalltl, O^' Planina, Gottschee, Aueröperg, St. Nuvrecht. Aus der Gitzung des Gemeinderathes ""'" H7. Dctober. Nach Vorlesung der Prototolle der letzten zwei Sih"^ ge», welche a»standslos genehmigt wurden , vropoinlt ^ Bürgermeister, daß die Sitzungsprototolle anstatt le zeitraubenden Voilcsunq, die doch nur cine Formalilät ^ künftighin auf dem Tische dcs Hauses zur Einsicht fül ^ Herren Gemeinderäthe aufliegen sollen, wobei sich jeder ^ der Nichtiglcit des Piotololls, auf die er selbst srin A<" merk richten werde, überzeugen lönne. Nachocnl gege» ^ sen Vorschlag von lrincr Geite ei» Brde»lc» erhoben >v>l' wird darnach in Hintunft vorgegangen werden. ,. Der Aürgermeister macht die Mittheilung, daß ^ k. l. Landesregierung dem Antrage des Magistrates, ^ Eoliscum u»ter die Polizeiaufsicht des Stadlmagisttales > stlllen, ihre Zustimmung gegeben habe. Weiteis em! derselbe den Todessall unseres Landsmannrö, des M"" Eapitäns Matteo Cussaro, in Fiume. Endlich bringt d selbe die Entscheidung deS Staatsmmisteriums über die ' träge in der Wnsenhaussrage zur Kenntniß der Vers"" lung, aus welcher zu entnehmen ist, daß ei» weilcier 3^ schritt dieser Angelegenheit vo» der Verha»dlu»g """ ,, schlußfassuug dcs Landtages darüber, ob ein Waisenhaus Landeöanstalt gegründet werden soll, abhangig ^ GN. Dr. Tom an interpcllirt iibcr das Schicksal . Ergebenhcitsadressc, die der Gemeindcrath der Stadt La> während dcs letzten Krieges cm Se. l. l. apostolische ^ jrstat gerichtet hat, und wünscht zu erfahren, ob lM^ nichts herabgclangt sei. Dcr A ü r g e rm ei st er erllärt, ^ ihm hierüber nichts zugetommcn sei, daß er jedoch g"'^ Orts Erkundigung einholen werde. «<< GN. Stedry interpcllirt i» Betreff dcr Stad^, rechnunge», die von mehrere» Jahren nicht gelegt """.^ erledigt sind. Der Bürgermeister demerit M" ». daß er diesen, Gegenstande bereits seine AufmcrtsaM"' ^ gewendet habe, und daß es ihm nur erwünscht lown", .< Auflla'runge» über de» Standpunkt, auf dem sich ^^g»' nuugen aus de» Vorjahren befinde», zu geben. D'^ . e>< tcrungcn über die Ncchuung für das Iabr 1802, s""". y,l Rechnung sür das Jahr 1803 befinden sich bereits ^ ^e Finanzsection, die Rechnungen der Stadtcasse sür d>e ^? 1804 und 1805 sind in der Eoviruug begriffe», "" ^ie< selben sowohl, als auch alle Rechnungen über die " , ,„e» denen beim Magistrate verwalteten Fonde werde» M ^c"' vierzehn Tagen in den Hände» der Finanzscclion ^' ^ Wi. Horal frägt an, was mit seinem Antrags 5? Errichtung einer städtischen Musileapelle, der nie an ^^, gesordnung gekommen ist, geschehen ist, worüber "l iF germeister crtlärt, daß er den in diesem G^ ^ von der Section gestellten ablehnenden Antrag l""',^ halb nicht zum Vortrage bestimmt habe, weil je'" ^5 i" lichteit, die «ine Musitcapclle errichten wollte, "'«t ^ ^^e Laibach sich besindct, und dcr Antrag dadurch s"" ^ verloren habe; er sei übrigens, wenn es gcwiw! ^»ns ohne weiters bereit, den Gegenstand auf die Tage ^ zu setzen. t Iai^ ^ Sohin wird zu den eigentlich,,, Gegenständen ^ Flc ordnung übergegangen, wobei Vicebilrgermcisler ^^ de» Vorsitz übernimmt, da der Bürgelmeister selbst " ^ ^ Gegenstände» und insbesondere im Gegenstände ^^.^ Pachtung dcr städtischen Plastcrmauth und dcs ^'^»t "l der zunächst in Verhandlung tommt, als ^' ^eil' girt. In diesem Gegenstande gibt der Aü.g i 1647 ^ Referent zunächst die umfassendsten thatsächlichen Auf' ' "ungen zur Begründung seiner Antrage. Aus denselben ' ^cllt, daß die städtische Pflastermauth für dieses Jahr um ">952 st. verpachtet war, daß jedoch, da dieser zu geringe ^chtschiNing den thatsächlichen Verhältnissen offenbar nicht ^gemessen war, die Pachtung umsomchr gekündigt werden " ^Ußte, als es auch angezeigt schien, den städtischen Vier» ^ischlag, dessen Erträgnis; bis jetzt hinter dem fträliminirten ttrage zurückgeblieben ist, in die Verpachtung mitcinzube« ^ ^cn. Um jede Einbuße der Stadtgemeinde unmöglich zu ^nchcn, ^^ sjch der Vürgermcister schon in vorhinein eines Wertes versichert, welches günstigere Resultate in Aussicht ^le, cils die bisherigen Linnahmen. Die nene Licitation !^ für die Stadtgemcinde auch sehr vorlheilhast ausgefallen, '"dem der bisherige Pächter der Pflastermauth, 5^>err Varlhelmä ^zheuar, mit dem Pachtschillmgc von 2L.L00 fl. Vestbietcr '^^hl für die städtische Pflastermauth, als für den Vier. ^schlag gZblieben sei, wobei die Stadlcasse bei der Pstaster. !^ulh kincn Mehrcrtrag von 3048 fl. gewonnen hade, ^berdies habe der genannte Pächter für die Pachtung der ^chlachtgrlMr und des Iahrmarltuiehslandgeldes den Pacht. ^>l>i„g von 1800 st. angeboten, welcher Anbot indessen "lch das Offert der Herren Peterza und Lnclmann, welche ..^ Pachtschilling von 2000 fl. osfcrirten, überboten worden! ^.' Indem der Nefereut noch welters aufklärt, daß auch >tser letztere Anbot für die Stadtgemeinde sehr Vortheil« ^st sei, stcllt er im Einvernehmen mit der Zinanzseclion ^ Antrag, das; die Verpachtung der Pflastcnnauth und ^ Vierauffchlages für die Zeit vom !. Jänner 16L7, bis ^e 180« um den Iahresfchilling von 26.000 fl. an den ^thelma' Hozhevar, dann die Verpachtung der Schlacdtgebühr "Nd des Iahvmaitt'Viehslandgeldcs an die Pächter Petcrza ^^Luclmanu für die nämliche Zeit um den jähllichen Pacht» Mling ^,^„ 2000 st. genehmiget und der Sladtmagislrat an« 2nvirscu werde, wegen Abschlicsiung der dicsfälligcn Pacht« ^lrilge das Weitere zu veranlassen. — In der Ncbatte ^'Mer werden über Anfragen der G3iN. Dr. Suppau und ^- Vlei weis von Seite de^ Referenten einige lhalfächc ^ Vtomrnte ausgcllärt, während GN. Aucr die Ursachen "useinandersetzt, warum der Vicrauffchlag bis nun nicht die ^wi'mschle Summe abwerfen konnte, und die vorzugsweise lm zu suchen sind, weil im Sommer nicht viel Vier er« ^t, jcdrch am meisten ausgeführt wird. Sofort wird der Wellt? Antrag einstimmig angenommen. ^ Der A ü rgcr m eiste r referirt ferner über das städtische I^^Nmigsstcuer-Aeqmvalent, wobei derselbe eine umstand. ^ ° ^llorische Entwickung des Octroigesällcs vorausschickt. '. ^cr actenmä„igcn Darstellung derselben hatte die Stadt« »Moc- üblich vor dem Jahre 16!i0 ihrc eigenen Octroi« ^?'^ ""l gswisfcu Zuschlägen nach einem bestimmten Ta> ^ Nach dem Jahre 1830, wo die allgemeine Vcrzeh-,'^sslcuer ins Leben trat, war die Stadtgemeinde durch s'^üe Zrit selbst Pächter der vereinten Gebühren und behalf .^ dabei mit Astcrpächtern, welche für die ärarifchcn Ge» ^ eine Quote des Pachtschillmgs an die Camcralcasse ^ si'ir die städtischen Gebühren eine Pachtschilliugsquolc an /° Etadtcasse abzuführen halten. Der Pachtschilling«anthcil ^Aerars bestand im Jahre 1834 in 50.000 sl., welchen /^"g jedoch die damaligen Cameralbehorben für ungenü-^ gehalten haben muhten, denn es ttfchicn cin Hoflam« n,^"l"ß, worin von der Stadt Laibach die Bezahlung ci»es h"l"s,es von 00.000 st., somit um 10.000 sl. mehr, mit t>i« ^^sügen verlangt wurde, daß in dem Falle, wenn die ^^sMicinde in dieses Ansinnen nicht eingehen wollte, ^. . "zchlunMener im Licitationöwege zu verpachten und h " der Fi5calvrciZ mit 108.000 fl. anzunehmen sei, 5> °U die Quote von 00.000 st. für das Aerar und die ,'°te von 48.000 st. CM. für die Stadtcasse bestimmt licl,' ^" ^'° Stadtgcmeindc sich in der That nicht herbei« h ' ^em Ansinnen der Hoslammer nachzulommen, erfolgte ^, ^ationKwcise Verpachtung und die Stadtcasse bezog die ll°hd ^" ^«-000 st. CM. Seit dieser Zcit bleibt es dcr ^ ^"b mittlerweile bei dem Steigen der Konsumtion h^ "lrag der Vcrzehrungsstcuer sich mehr alö verdoppelt c>l,f' ^nnoch mnnsr bci jcncm Vezuge, ohne dah jemand 'l)rc,i ^!° """"türliche Verhältnis,, bei dem die Stadtgcmeinde gc^ "eM'gten Vortheil nicht sindcn tonnte, ausmertsam d,e ^ " Wäre. Nach der Darstellung des Referenten ist bchiw '^""wde "olllommcn berechtiget, ihre nach einem dc> s/'^" T^ifc entfallenden Gebühren felbst zu verpachten, lvtldn ^"""f uie verzichtet hat und eine Verpflichtung zur 4k>^""dcn Annahme dcs bisherigen Äquivalentes vou i»l cv " >l. CVt. oder 50.400 fl. ö. W., welches nur den "'cht?^ ^^'1 bestandenen Verhältnissen angemessen war, ^'n«I .^ ""b nicht nachweisbar ist. Neserent beantragt ^tioii ..^ ^'N'crnchmcn und mit Zustimmung der Finanz' ö'chtst . ^^schluhfassung: die Stadtgemcinoc Laibach vcr-^^zcli^^ ^"^ des Jahres 1868 auf das bishci bezogene ^'e ^ ""^'steuer« Acquivalent, unter der Bedingung, dah "cich ^^?'^ der städtischen Zuschläge zur Verzehrungsstcucr ^ i»/sn"'^ "^" Jahre 1834 ihr selbst in cigener Regie ^"Glcit ^ der Verpachtung übtllassen werde, und der ^"N'i,/..^ hiernach das erforderliche Gesuch au das ^"gen"^""'" ün Wege der hiesigen Finanzdirecliou ein« ^Up^^r Debatte hierüber, an welcher die GRR. Dr. ^ »vie 5, ' ^ lasuil, Auer, der Voisihrnde Dr. Orel, s ^Van .^'^rent sich bctheiligen, Mit GR. Dr. '"^cn ^ .^" Antrag: es sei an die Regierung das Cr« s^äll»^ !."', dah der Stadtgcmcinde entweder der ' °Uer-P^ uge Amhcil von dcm gegenwärtigen Vcrzehrungs» ^"Ulmge, welcher dem im Jahre 1834 bestan- denen Verhältnisse von 48.000 fl. zu 108.000 st. entspricht, > zugewendet, oder die eigene Verpachtung nach dem Antrag des Referenten überlasten werde. Dieser alternative Antrag, welcher vom Referenten bekämpft wird, findet jedoch leine Unterstühung und wird bei der Abstimmung verworfen, wo^ gegen der Antrag dcs Referenten angenommen wird. GN. Dr. Schoppl im Namen der Finanzfection er» stattet Bericht über die Art und Weise der Verwendung des ! Betrages von 150 st., welchen Herr Schwarz, Besitzer des! Gutes Kroiscnegg, zum Besten verwundeter Krieger widmete und wobei derselbe die Art und Wcise der Verwendung dem ! Ermessen der Gcmcindtvertrctung überließ. Die Finanzsection beantragt bei dem Umstände, als eine Äethcilung an die Hand jetzt nicht mehr an der Zeit ist und ein nach Laibach zuständiger Krieger, welcher in Folge einer Verwundung ar-bcitsunsähig gcwordcu ist, nicht eruirt werden kounte, die Beschlußfassung, daß der Betrag von 150 fl. dem bei dem Magistrate bereits vorhandenen Inyalidcnfoude zugeschlagen uud fructificirt werde, wodurch in Verbindung mit zeitweiligen Uebcrschüssen dieses Fondes in Kürze ein neuer Stiftungsplatz creirl werden tonnte. Dieser Antrag stößt mehrseitig auf Widerspruch. GR. Dr. Suppan sindct es der Intention der Geber nicht entsprechend, wenn Sammlungsbeiträge oder überhaupt Beiträge für Verwundete fructisiütt und in Stiftungen umgestaltet werden, da die Spender nur die Bethci« lung an die Hand beabsichtigt Hütten; er stellt den Antrag, daß der Betrag von 150 fl. fogleich zu vertheilen sei. Dieser Antrag wird van den GRR. Dr. Orel, Dr. Bleiweis, Horal unterstützt und vom GR. Dr. Toma u dahin mo-dificirt, daß zunächst Verwundete aus der Stadt Laibach, in deren Ermanglung aber solche aus Kram überhaupt zu bc< theilen seien, bleibt jedoch bci der Abstimmung in der Mi' norität, wogegen der Antrag der Section, welcher sowohl vom GR. I. Pleiwcis, als von dem Referenten in Schul; genommen und wobei insbesondere betont wird, daß der Invalidenfond zum Besten verwundeter Krieger be« stimmt sei, uud eine Verlegung der Intention des Gebers, der die Art der Verwendung dem Gemeindcrathe überlassen hat, nicht behauptet werden tonne, mit überwiegender Majorität angenommen wird. Ueber Vortrag des GR. Bürger im Namen der Bau-section wird für das im August gelieferte Bauholz der Actrag von 184 st. 78 kr. flüssig gemacht, und ebenso wird über Antrag dcs GR. Stcdry der liquidirte Verdienstbc-trag für die Cindeckung mehrerer Canäle mit Steinplatten im Neste von 166 st. 59 lr., über Abzug der lOpercenti-gcn Caution aber mit 134 st. 94 lr. zur Auszahlung angewiesen. Der Bürgermeister als Referent im Namen der Bau« section erörtert die Verhandlungen in Betreff des Ankaufes des derzeit dem Herrn Fra»z Rößmann gehörigen Hauses neben der Schufte» lnücke für die Stadtgemcinde. Aus dem Vortrage erhrllt im wesentlichen, daß zu dem Kaufschillinge von !l100 fl. Frau Caroline Köblcr 2500 st. und Herr Heinrich Hcimann aber 500 st. beitragen werden, woruach aus die Stadtgcmeinde nur der Rest von 400 st. sammt Umschrcibgcbüdren entfällt, daß jedoch bezüglich der Vcr« Wendung dc3 angekauften Hauses eine Differenz mit Herrn Rößmann besteht, die nicht ausgeglichen werden konnte. Dieser Gegenstand, bei dessen Verhandlung GR. R0ß« mann, als bcthciliget, dem Gemeindrstatute gemäß sich cnt» fcrnt, sührt zu einer umfassenden gründlichen Debatte, an der die GRR. Dr. To man, Dr. K al t e n c g g e r, Horal, Suppau, I. Pleiweis, Stedrv, Mallitfch und der Referent lheilnehmen und wobei die Vorlesung aller wesentlichen Actenslücke verlangt wird. Bei der Abstimmung wird zunächst der Autrag des GR. Stcdry, das; vor« erst dem Herrn Rößmann vorzuschreiben sei, wie er da2 Haus erbauen soll und ccst dann, wenn Herr Rößmann darauf nicht eingehen follte, die von der Section beantragten Vorkehrungen zu treffen seien, verworfen und dagegen die vom GR. Dr. u. Kaltcuegg er theilwcise, und zwar mit Zustimmung dcs Referenten, amendirlen Anträge der Section mit allen gegen 2 Stimmen angenommen, welche im wesentlichen lahm gehen: 1. Die Stadtgcmcinde laust das Haus des Franz Rößmann neben der Schusletbrücle um dcu mit dem Eigenthümer bereits festgesetzten Preis von 3400 fl. gegeu fo« gleiche Aezahluug. 2. Der Stadtmagistrat ist beauftragt, für den Fall, als die mit Herrn Rößmann obwaltende Differenz in dieser Angelegenheit nicht noch gütlich ausgeglichen werden lönnlc, die nöthigen Schritte, im gerichtlichen Wege einzuleiten. 3. Tcr Gcmeinderath gestaltet der Frau Caroline Köhler den Zubau zu ihrem Hause nach dem eingeleiteten Plane mit Vorbehalt der politischen Bewilligung gegen dem, daß der Betrag von 2500 fl. in fünf Raten und unter 5pcrc. Verzinsung an die StaDtcasfe geleistet und die Demo» lining des Rößmann'schen Hanfes nölhigcnsalls noch vor dem Vrüctcnhau, der Znbau abcr erst nach dem Brücken« bau geschehe. 4. Die Bauscction hat zu prüfen, ob das neue Pro< ject der Frau Köhler zulässig und entsprechend sei und dar» über zu rclationiren. 5. Der Magistrat wird ermächtiget, dem Herrn Hein» rich Hcimann die Löschung des aus feinem Hauie haftenden Reverses zur Erhaltung deö bisherigen KopfcS der Schuster« brücke gegen dem zu bewilligen, daß er den Betrag von 500 sl. an die Stadtcasse bezahle und zugleich cixc Ver« zichtscrtlärung bezüglich allfülligcr Entschädigungsansprüche aus Anlaß des neuen Brückenbaues ausstelle. Sonach wird die öffentliche Sitzung um halb 6 Uhr geschlossen uud vom Bürgermeister angekündiget, daß er zur Abthuung der nicht zur Verhandlung gekommenen Gegen« stände der Tagesordnung sogleich in der nächsten Woche eine weitere Sitzung anordnen werde.. — Unser vaterländisches Ikgerbataillon Nr. 19 rückt morgen von hier iu seinen neuen Bestimmungsort Zara ab. Heute Abend findet im Hotel Elefant bci frcicM Entree eine Abfchicdssoiree statt, zu welcher der Herr Commandant die Musikcapelle freundlichst bewilligte. Ncucjlc Nachrichten und Telegramme. Laibach, 30. October. Mitten aus dem Festjubcl in Prag bringt uns der Telegraph einc Kunde, welche das Heiz jedcS OesterreicherS anf'S tiefste erschüttert. Während dic kaiserliche Hand Thränen trocknet, Gc» lieuglc aufrichtet, Hoffnungen anf ncncs Erblühen eines schwer geprüften Landes eröffnet, mitten in dicfcm Sc< gcnswirlcn erhebt sich eine mörderische Hand, um das allen Ocslcrreichcrn so theuere ^elicu zu bedrohen. Nir können nnr glauben, baß daS verbrecherische Beginnen cin vereinzeltes, daß cö anch nicht auö einem vielleicht unzufriedenen Vrnchthcil jenes Volkes hervorgegangen, welches den Kaiser mit seinen Iubclrnfen umdrängte, welches in ihm seinen Netter, seinen gütigen Wohl< thätcr in der ärgsten Hcimsnchnng verehrt. In die« sem Augenblicke kann adcr alle österreichischen Völker nnr Eiu Gefühl durchdnngcn, daö der Dankbarkeit gegen den Höchsten, durch ocsseu Füguug cin theueres Leben den Millionen gcrcttet wurde, welche für desscu Erhaltung so oft ihrc Scgcuöwünsche zum Himmel go sendet haben. Prass, 28. October. (N. Fr. Pt.) stur morgen ist eiuc Sitzung dcr Minisler-Honfercuz angesagt, und zwar nnler Vorsitz Sr. Majestät dcs Kaisers. Freiherr u. Bcusl halte heute längere Audienz beim Kaiser uud hierauf eine längere Confcrcnz mit Bclcrcdi. — Palacty crhiclt das Comlhmkrcuz dcr eisernen Krone. — Der Kaiser schenkte 10,000 Gulden dem böhmischen ! Museum, 5000 Gulden dem böhmischen Nalionallhcatcr, >5000 Gulden der gelehrten böhmischen Gesellschaft. Prag, 28. October. Hcutc Vormittags erfolgte die Vorstellung der Laudesabgcordnelcn und Bezirks-odmäimcr. Ersteren dankte Sc. Majestät dcr Kaiser für ihr Wiitcu und forderte sie auf, auch ferner nach Krä'f« tcn zum Wohlc dcS Staates iu diesem Wirken fortzu^ fahren. Se. Majestät der Kaiser besprach sich sodauu mit jcdem einzelnen Abgeordneten über die Verhältnisse seines Wahlbezirks, wobei Allcrhöchstdcrsclde eine außerordentliche Kenntniß dcr Verhältnisse an den Tag legte. Schließlich sprachen Se. Majestät die Hoffnung aus, der Landtag werde bei dcr bcvorstchcndcn Session Ihn iu dcn schwierigen Aufgaben unterstützen. Erschienen sind 150 Abgeordnete. 3lu dcr Spitze der ÄezittSobmänncr befand sich Dr. Nicgcr, welcher an Se. Majestät den Kaiser eine Ansprache in böhmischer uud deutscher Sprache richtete. Se. Majestät dcr Kaiser autwottclc in bcidcn Sprachen huldvollst auf dic Loyalitäts.Versicherungen dcs Redners; Er werde die BczirkSautononiic lhnnlichst befördern, da dicfc die Grundlage dcr Staatsfreiheit fei. Hieranf wcndctc sich Sc. Majestät an jcdcn Eiu« zclnen, sich um die ^agc seines BczirktS erkundigend. Mittags wohnte Sc. Majestät ocm Schützenfeste bci, und bcthciligte sich au dcmfclben durch vortreffliche Schüsse. Hoch» und Slaoarufc crtöntcn, die Volts-hymuc wurde iutonirt. Sämmtliche Vürgcicorps warm ausgerückt. Hierauf besichtigte Se. Majestät dic Frcmz-Ioscphö-Ärückc. Flore»»;, 28. October. 45 untcr 59 Proviuzcu habcu daS vccsultat nbcr das National-Anlchcu be« tanntgcgcbcn. Dcr anf sie entfallende Theil betrug 258 Millioncn, wovon die emznzahlcndci, "/,<, 77 Millionen betrugen. Es wurden abcr 127 Millioucn, dar-untcr ciu Thcil im vorhinein, eingezahlt. Telegraphische Wechsclcourse vom A'>. October. 5pnc. Mctalliqufa.^1.5,5). — 5fterc. National'Nnlchcn (>6.45.-. Bmila^tirn 710.— Eveditactiei, 150.20. — lUKOcr Stciatöcmichen 79,35. — Silber 127. - ^iiduu 125.20. —5t. I/Dncnlm ti.10. ""Theater. Heute Dienstag oru 3 0. Octobcr: Stvadclla. Oper in A Actcu von Flotow. Morgen Mittwoch d cn A1. O c t o lie r: Haus «ausse. __ ^__Schauspiel in 4^lclcn von Paul Heyse. ff Z.^ 3^ ^ ?-',2 « - «- 'st" H, 3 I ^ "'I -2-,6 _____Z ZI- ZZ________^ " ^".L ^ 6U7Mn. 327,8l -i- 2..! O.schr schw, aanz dew. 2l). 2 „ ^1t. 828.15 > -^ 7,a NO, schwach z,Hälfte bl'w. 0.«« 10 „ Ab. 32l).?l z^- I.o NO. s. schw-I sicrneuhell , Gelockerte Wolkendecke. Gegen Abend ganz aufgeheitert, Vcvantworrlichcr Redacteur: Iguaz v. Kleiu «> al, r.