^U71. Dlnstass am 29. Mrz 1864. Die »kaibach« Zeitung" erscheint, ,nit Ausnahme der Gönn- nnd Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-Mrlg ü st. 60 kr., mit tlrenzliand im «lomptoir ganzj. 12 fl., halb). 6 fi. Fur die Zustellung in's HauS siub halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mtt der Post partosrei ganzj., untn Kreuzband und ge« druclter Adresse lü f!.. halbj. 7 fl. 50 K. Hnftrtlousgebüyr !ür e«ne Garmond: SpalteuzeNe oder den Nimm dersslben, ist für Imalige Cinschal« tung 6 kr., fllr 2malige« lr., für 3maligc 10 kr. u. s. m. Zu diesen GeliUhreu ist imch der Iulertions - Stelnpel per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hiuzu zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für 8 Mal, 1 fl. 40 lr. sl!r 2 Mal uud 90 lr. für 1 Mal (mit Inbegriff des Inserrlonsstempel«). Mi! l, Apnl beginnt ein neue« Abonnement cmf die „Laibachcr Zeitung." Der Präuumerations-Preis beträgt vom «. April bis (knde Juni »8tt4: Im Comptoir offen......2 fi. 75 kr. Im Comptoir lintcr Convert ... 3 , — « Für Laibach in's Hans zugestellt . 3 « — « V?it Post n»ter Kreuzband .... 3 „ 75 „ Vom «. April bis (3nde December I8tt4: Im Comptoir offen......8 fi. 25 kr. Im Comptoir nnter Convert ... 9 « — « Fur Laibach ill's Haus zugestellt . 9 » — « Viit Post nnter Krcuzbaud . . . . 11 « 25 . Laibach Ende Mar; »»«4. Zgn. v. Kltinmayr ör F. Damberg. AMchtt Theil. ^e. l. r. Apostolische Majestät habe» mit Aller-höchster Enlschiicßn»g vom 5. März d. I daS Lehr« amt der Pathologic lind medizinische», Klinik an der medizinisch'chinisgischcu Lehranstalt in Innsbruck oem klinischen Assistenten an der Wiener medizinischen Fa> knltät. Dr. Otto Ncmbold, allergnädigst zn ver. leihen geruht. ^ Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Einschließung vom 17. März o. I. den Hono» ^arliofscklltar der k. siebeubürgischcn Hofkanzlei. Viktor Müller Erlen v. Milborn, zum wirklichen Hof-'elretär derselben Hofstclle allcrgnädigst zu ernennen geruht. ^ Se. k. k. Apostolische Majestät haben m!t Aller» höchster Entschließung vom 7. März d. ). den dis> Voniblcn Kreisgerichtsratb Gnstau Meister zum Ober^crichtsrathc zweiter Klasse beim Hermannstädter ^bcrgerichlc. uno den disponiblen Urbarialgerichtsratb ^rl Toppler znm Veisißer zweiter Klasse bei üer loin'glich sielienl'ürgischcn Gerichlstafcl. beide . Gyorok zur ^ >p" fre.wclllich adeligen Damenst.ftes Maria ^chnl dN Vnum^^^lt ^ „.„„,„„ ^„^. Nichtamtlicher Theil. «aibach, 28 März. Die Konferenz, diese Seeschimige neuellcr ^i. schleicht als Vild unerfreulichster Langwei^keit d n 1' dte Spalten der Journale, nnd ma» sollte schicklicher weise das Pnblikum um Verzeihung dilte». wenn n>an ihrer gedenkt. Allein, man kann dcm nicht aus. Zeichen, da täglich Versionen auftauchen, „ach >^i. ^cn das erwartete Küchlein der Diplomatie nun doch "m Ei entlricchen soll. So schreibt der «Botschafter«: «Der deutsche Vuud ist durch England zur T keil nah me an einer Konferenz in der deutsch' däuischeu Streit« nlchc auf der allgemeinen Grundlage der bcadsich-'gten WiedcrberNcliuug oes Fmoeus im Norden von Europa auf dcu 12, April ciugel^cp worden. Die Entwicklung dcr Diuge hat hiermit einen wichtigen Schritt vorwärts gethan, und wir baben einen dreifachen Grund, untcr dcn gegebenen Umständen diesen Gang für einen gnnttigcn zu hallen. Zunächst hat nnS zn jeder Zeit AlieS daran ge< legen, vaß der Vuud, wenn eine Konferenz stattfindet, zu dcrsclbeu berufen werde. Wem darum zu thun ist. daß Deutschland mehr als ein bistorisch, den Vnnb von England ausgegangen ist. Wir waren in dieser wichtigen Mgelegcnbril des europäischen Völkerrechtes der Gunst Frankreichs sicher- anders verhielt es sich mit England. Dcr denlscbc Vund ist in dcr deutsch-oänischen Angelegenheit der eigentliche Gegner E»g< landS, und wir wissen, wie sich der englische Stolz dagegen sträubt, eine Macht von ungewisser Gelluug. eine Macht, die sick nicht in babitucllcr Vorerstellung zu präsentircn pftegt. anzuerkennen. Nesprkt vor dem Kecken. Anmaßung gegen den Schüchterueu. Wcbr dem Schwachen: das si»d die Marimeu dcr englischen Politik, wie des cnglisä'cn Privatlebens. Nun! diese euglische Politik bat sich herbcilasscn müssen, den deut. schcn Vund znr Konferenz einzuladen und für diese Konferenz eine dem Vundc annehmbare Grundlage anzuerkennen. Wir glanben. daß Deutschlaud dieß insbesondere dcm Einflüsse Oesterreichs in London uno zugleich auch der Haltung FrantteimS zu verdanken l'at. Beides kann nicht hoch g"Ulg angeschlagen werden. Unser dritter Grund der Befriedung ist endlich die für die Konferenz gewonnene Grundlage. Die «Wiederherstellung deS Friedens im Norden Europa's-ist ein Ziel. mit dem sich Jedermann einuerstande,» erklären muß. Wie dieses Ziel zu errcichcu sei. möge "uf der Konferenz allseitig erwogen werden." Wir sind nicht abergläubisch; aber daß die Kou. fcrenz «i„ den April" verlegt wird. ist doch jeden, mlls ominös, uud wir fürchten, mit den, Frieden, den s!c zu Stande luingt wird Niemand recht zufrieden sein. am wenigsten Deutschland. Vom Kriegsschauplatze. Vezüglich der Ereignisse in Jutland wird der «N. Ztg." aus Koloiug. 22. März. geschrieben: «Die Beschießung Frldericia's danerle gestern, einige kleine Pausen al'gerechuet. fast ununterbrochen fort, und zwar mit gutem Erfolge: Die Stadt bräunte, nnd auch die Vlockhäuser in dem befeNiglen Lager der Dänen sollen in Flammen aufgegangen sein. Heute ruhen die Waffen, wahrscheinlich in Folge einer Dis« lokation dcr Trnppen. Vei der Ablösnng dcr preußischen Vorposten durch die Oesterrcicher sandten die Dänen einige Granaten aus ihren Festungsgeschüßen; dieselben zerplatzten, jedoch obne Jemanden zn verlepen. Ein Tbeil der preußischen Truppen crseßt iu Mittel« jütland die österreichische». um sich iu den dortigen Quartieren iu etwas von deu Slrapaßen eines vier« zehntägigen Vorpostendicustcs zn erholen." Die Beschießung von Fridericia ist, wie aus Kopenhagen telegraphirt wird. am 22. wieder anf-^cgcbeu worden. Das Feuer selbst hat. wie eine Depesche dcr «Wes.«Ztg." sagt. auS scchs Valtericn am 20. dcn ganzen Tag ununterbrochen fortgedauert. Es sind gegen 1000 Schüsse abgegeben; 9 Todte und 14 Verwundete wurdcu auf Seite der Dänen eingebracht. Wäbrend der Nacht znm 21. wurde das Feuer mit Unterbrechungen fortgesetzt. Am 13, d. verbreitete sich iu Fridericia, wie ein englischer Berichterstatter schreibt, das Gerücht, es sei zwischen Oesterreich und Italien Krieg ausgebro» chcn; die ganze Stadt war bald in einen, Enldu« siasmus der Freude. Kleiue Plakate erschienen sofort an den Straßenecken und in den Ladenfenstern, welche die Nachricht mittheilten und den Soldaten Muth zusprachen. Die beglückende Täuschung aber überlebte den Tag nicht, Satrup. 20. März, Tag uud Nacht donnern die Geschütze gegeneinander, bisweilen iu Pausen von 15 bis 20 Minuten, dann aber wieder ohne Unter« laß, so daß man der Versuchung nicht widelNeben kann. anf eine Anhöhe zu Neigen, um dem Kampfe zuzusehen. Es macht eineu eigenthümliche,, Eindruck, die Vombcn zu beobachte,,, die über die spiegelklare Fläche der blauen Ostsee in größere» nnd kleineren Vögen wie fenerspeiendc Tcnfll hin uud her liranscn uud mit entsetzlichem Getöse die Luft durchschneiden. Ich wiU Ihucu beute nur eine Episode aus dcm Gcfcckte vom 17. März erwählen. Alö spät Abends nach tapferer Gegenwehr ras Dorf Nackcl'üll genommen war. ballen sich über 300 Dänen de» Preußen ergeben; kaum saben sie ader. daß il're Vrsleger noch außerbalb dcö DorfeS auf Widerstand stießen, als sie ibuen in dcn Rücke,, fiele» und eine nicht unl'cdeu. teude Zabl verwundeten. Hiernl'er ergrimmt, kcbrte» die Preußen um und stießen die pcrsidcn Däne» nieder; wäre» die Offiziere niäit dazwischen getreten, so würden vielleicht sämmtliche dänische Gefangene die Strafe für ihren Verrath bekommen habcn. Flcnsbnrg. 23. März, Ein wunder Fleck, der jetzt seiner Heilung entgegenstellt, war die seit« dcrigc Einrichtung des Kriegofubrwcsens. Dcr Ful)r< park der alNirleu Armee bestebt seit sec!.'.' Woche» aus etwa 4000 reciuirirten Paueruwageu. deren Zeulralbureau im diesigen Tivoli vor dem Friesische» Tbore ist. Die Inbal'er der Fuhrwerke babe» sich wäbreud dieser Zrit großentheils die abscheulichsten Betrügereien erlaubt. Manche von ihnen wußte» sich Smeiiic für 8 bis 10 Kriegsfuhren zu verschaff?», vo» dcneu sie nur 2 bis 3 wirklich leistete». wätirend sie i» der Zwischenzeit Pril'atfudre» ül'eruabmc», tue sie sich für eigeue Rechnung möglichst tbener bez^ten ließen. Diesem Mißbrauch mußte natürlich ,'» E"" geschasst werden. u»d so bat ma» ^,", ss" Knrzem bcgonncn. das Kriegsfulirwesen '""" ^'"leming dcs Gutsbesitzers Herrn Fn.'ckc einer besincn Kon- 282 trole zu nnlerwerfc». Es ist indeß ei» großer Uebel-stand, daß die rcquirirten Wagen, sofern sic nicht in Aktivität sind. sämmtlich hicr in Flensburg sich aufhalten müssen. Auf dem freien Playe vor dcm Frle-fischen Tlwrc ist jeßt allerdings cin riesiger hölzcrncr PferoestaU erbaut, doch würde eine Theilung dcS Ilihrparks sehr zu empfehlen sein. Der Hardesvogt Pelerscn von Gravcnstein bat daher den Vorschlag gemacht, entweder die Hälfte des Fuhrparks, circa 2000 Gespanne, nach Snndewitt zu verlebn, wo b!e Wagen doch vorherrschend gebraucht werden und wo die Ablösnng am leichtesten stallfinden kann. oder in Apcnrade linen Reserue,terrichlsratl)S wurde bereits in Anregung gebracht, daß oie Beschlüsse desselben nicht bloß als berathend, solider» auch als entscheidend betrachtet wcroeu sollen. — Mit Ernst und Eifer wird nun der Plan. in Wien lin ('l^l-infr-liou,^ (Kläruugshaus, Anstalt zur gegenseitigen Einlösung fälliger Wechsel) einzurichten, betrieben Eme Konferenz, welche am 24. d. M. abgehalten wnroe. und an der die Vertreter der Nalionalbaul (Generals, krctär Lncam), der Kreditanstalt (Dirrkior Horndoste!). der Eakomptegesellschafl (D'rcktor Bauer) und der. anglo osterreichischcu Bank (Direktor A. Zinner) Theil nahmen, war dieser An-gelegenhcit gewidmet und hat zwar uoch kein prak< tischeö Resultat ergeben, aber doch allseitig die Mci« nung gckcäfligt. daß es gelingen wird. den Plan auszuführen. — lie am 17. December vorigen Jahres von mehreren Etenograplien-Vereiuen (auch vom Laibacher Verein) dem Reichsralb und von diesem dem Staats« minlsterium «zur vollsten Würdigung" übergebene Petition UN! Einführung der Stenographie als obli» gate» LcdrgegenNand iu dcn oberen Klassen der Mittelschul-n wurde in Folge Dekretes der Statt' halterei vom Staatrminlstcrium dahin erledigt: »daß es eine systematische Bestimmung sei. die Stenographie ebenso wie andere mißliche Fertigkeiten. die nicht «m Zwecke der Gymnasial - Bildung liegen, als absolut freie Lehrgegenstände zu behandeln." Gleichzeitig hat das Slaalsministcriuin bemerkt, daß der Emsührung ciucs solchen Unterrichts in den Mittelschulen zwar nichts im Wege flehe, daß aber derselbe weder aus öffentlichen Mitteln honorirt, noch weniger hicfür rinc fire Remuneration oder cin jährlicher Gehalt ansge-seht werden könne. Aus diesem Grunde vermöge oas SlaatSministerium auch nich,t, rücksichtlich der Theilnahme der Schüler an dem Unterricht in nicht obligaten Fächern und in der Stenographic insbe» sondere, eine Verpflichtung auszusprccheu. Es liege vielmehr in der Natur oer Sache, daß ein solcher Unterricht der freien Wahl jeuer Schüler überlassen bleibe, die ein individuelles Bedürfniß oder Interesse zur Aneignung der bezüglichen Ferugkeilen haben, und die dann auch das betreffende Honorar für eincn solchen Unterricht leisten würden. Wien, 26. März. Es verlautete dieser Tage. sowohl von Wien als von Bcilin aus sei einrl An» zahl deutscher Regierungen militärischer Beistand an« geboten worden, für den Fall. als diese Regierungen sich nicht stark genug fühleu sollten, die Revolution niederzuhalten. Von Kurhcsscu und Hannover soll der Antrag mit D"nk angenommen worden sein. Von Hannover ans hat man den Verhicitern dieser schlecht erfundenen Bosheit bereits die Ehre ciner Erwiederung zu Theil werden lassen. Es war aber in der That kaum der Mühe werth. (G. (5.) Trieft, 26, März. Die französische Fregatte ,Thcmiö". Kapitän Mories, ist von Toulo» hellte yicr angekommen. — 25. März. Se. lais. Hoheit dcr Herr Erz' herzog Ferdinand Mar ist heute früh um halb 8 Uhr. von Hchendorf bei Wien kommend, mit dem Hofzug in Miramar eingetroffen. Mit demselben Zuge sino mehrere Mexikaner. Ihre Exzellenzen der Graf und die Gräfin Zichy. Graf Franz Zichy und Graf Bela Hadik, um 7 Uhr hier eingelroffen und am Bahnhof iill Auftrage Sr, kais. Hoheit empfangen und nach dem Hotel dc la Villc geleitet worden. Ucber den Tag, au welchem die Deputation empfangen wird, läßt sich noch nichts Genaues sage», da das Pro« gramm cine Aenderung erfahr«n hat. — Zwischen Tricst und Vera« Cruz soll eine direkte Dampfschiffahrt eingerichtet und mit Mexiko ein äußerst günstiger Handelsvertrag abgeschlossen werden. »Für mich braucht das Vaterland keine Opfer zu blinden, weder in Geld. iwch in Mmm» schaft!" diese Worte soll dcr neue Kaiser von Mexiko zu einem bekannte» Wicncr Industriellen gesprochen habe». Prag, 25. März. Die Besprechungen wegen der Zollkonfcrenz sind erst gestern beendet worden. Ein eigentliches Resultat ist wohl kaum mcikbar, da mir die Anbahnung eigentlicher Konferenz erzielt wer» den sollte. Die Geneigtheit, cincn Zollocrlrag alizu-schließen, war bcidclscits lundgcgchen; da abcr Ocstcr< reich seinen Standpunkt der Zolleinignng festhält, Preußen dagegen sich du-ch dc„ französischen Handels.Vertrag gebunden glaubt, so ist wohl die Schwie. rigkcit ciner Vereinbarung nicht gering. Krakau, 24. März. Gestern wurden nach stattgefuudcner Revision die in dcr Tanbengassc im eigenen Palais wohnende Grafin Ostrowska, deren Gouvernante Frl. R. und der älteste Sohn verhaftet und auf's Kastell in Gewahrjam gebracht. Es wur-deu. wie ich aus sicherer Qncllc erfahre, Papiere von dcr größten Wichtigkeit, cmc unbcdeuienrc Anzahl von Waffen aller Art und eine Summe von 200,000 Guldcu österr. Währuug aufgefunden uno mit Bc-schlag belegt. Die Gräfi» wollte eben ihre Reise nach Paris antreten, als sie. "" """ 'agt, über Dennnziation ihres Kammerdieners, verhaftet wnrde. Der LandeSlommaudirende Baron Lambcrg erlaubte oen noch sehr llmgcn vlcr Kindern der Grafin, bel derselben im Gefängnisse zu wohnen. — Von gestern bis beule wurden hereits ftchs Revisionen vorge. nommen, und zwar: in der Iohanntsgass.- eine mehr-üündigc Hansdurchsuchung, dcrcn Rch.liate unbekannt sind, nno in der Spitalsgasse in der Wohnung des Druckeren'esipclü. Herrn Wywialkowskl' derselbe wurde sammt dem Druckcreipersonale verhaftet und dessen Wohnung und die Prcsscn a"ich'l>ch versiegelt. Ausland. München, 22. März. Vorgesteru trafen, wie bereits gemeldet, im WittelSbacher P">"Ne zwei Briefe von Algier ein. davon einer vom König Ludwig. l!eß. lerer sagt bezüglich der Erkrankn,,) deS Königs Mar: .Es geht mir durch Mark und Bein, daß mein Sohn schwer erkrankt ist." Der andere schildert die ergrel-fende Wirkung der Todesnachricht auf de» greisen Monarchen, Derstlbe sank. obgleich lhm die Trauer, botschaft mit der schonendstc» Vorsicht mitgetheilt wurde, dennoch bewußtlos zusammen. Von einer Hal' digen Rücklehr ist in keinem der beiden Schreiben die Rede. — Einem mitgetheilten Prwalbricfc eines dem Hofe nahestehenden Mannes ans München entnehmen wir Holgenres: „Der jetuge König ha! treffliche Eigen« schallen: er ist gutmüthig, wißbegierig, Iculselig und hilft gern, Unter redlicher Mitwirkung der Minister wird der König ein tüchtiges Staalsoberhanpt, wel< ches die Vorzüge seines verstorbenen Vaters in sich vereinigt. Dcn größten Einfinö auf den König hat seine Mnlter, die an Rechtlichkeit lind Liebenswü» digkeit ihres Gleichen sucht, und Graf La Rosee. der Erzieher des Königs. Dcr Graf bcsipt zwar elne gute Dosis Aoelüstolz, aber nicht von dcr Sorte der hintcrpommer'schcn Junker, sondern nach Art der brit» lischen Hochtorics. Er ist dcr Vcrfassung warm ergehen und durch und durch Ehrenmann." Frankfurt, 2ss, März. In der heute statigc-fundcncn außerordentlichen Bnndestagssißung wurde die Mittheilung Englands bezüglich dcr Konferenz zwischen Oesterreich. Preußen, England und Däne« mark, und eine Einladnng des Blindes zur Theilnahme an derselben vorgelegt. Die Vorlagen wurden den Ausschüssen znr Berichterstattung überwiesen. Frankfurt, 26, März. Die in der heutigen Vundcötagssißnng vorgelegte englische Einladung zu dcr in London zu crössuci'de» Konferenz schlagt den 12. April als Zeitpunkt für dcn Beginn der Konfc« renz vor. Aus Berlin 24. März. bringt die „Ocst. Ztg." folgende Zuschrift, deren Bedeutung niä,t zu verkennen ist; die gemeinsame militärische Aktion dcr bci° dcn deutschen Großmächte trägt auf ciuem Felde Früchie, wo man sie am wenigsten erwarten machte, «Der Geburtstag des König ist durch leine der erwarteten Sicgesnachrichte» von Düppcl ue:herrl!cht worden; dagegen hat er durch cioc Acustcruilg des Königs Gelcgeuhcit zu dcr Wahrnehmung gegeben, daß man sich ill den hohen Regionen nichl über die jetzige Sistirnng des inncrcn Vcrfassungskampfcs täuscht. Z» der Deputation dcS patriotischcu Vereins meinte dcr König nntcr Andcreni, daß, wenn dcr Krieg vor-übcr ftin wird, Zellen zu befürchte,' seien, wie die dcr Icytcn zwei Jahre. Und in dcr That. gcrade der König wird über eine große Frage in dem inncrcil Kampf entscheiden, übcr die innere Organisalion dcr Armee. Die mächtige Debatte scit zwei Jahren übcr die Militärfrage wird dann abermals das Land auf-wühlen, und vor Allem wird das Verhältniß der Bürgerlichen zu den Adeligen im slehcndc» Hccrc, odcr vielmehr in dei, Offizierslcllcn, eine prinzipielle Frage hervorrufen, Oesterreichs Beispiel hat gerade in die-scr Vczichmig sciuc Wirkung nichl vcrfchlt; es ist weder das Verhältniß dcr österreichische» Offiziere z" ihren Soldaten und untcrcinandcr übcrschcu worden, »och die Betheiligung dcr in dcr Heimat znrückgchlie' bencil Stalttcsgcnosscn höchsten Ranges! — — Es lit übrigens. da hier auf dcn Unlerschird zwischen wirklicher Aristokraiie. wie sic Oesterreich im überwiegenden Maßc besitzt, und dein versorguügsbe^ dürftigen Junkcrlhnm, wie cs zum größeren Theile in Prcnßen sich spreizt, hingcwilseu wurde, wohl an» gebracht, vou Zeit zu Zeit dc» Charakler und dcn sittlichen Gchalt i'ieses ncllprcnßischc» Regnn,nls durch Thatsachen i„s Weitcrc würdigen zu lcr»c»." Berlin, 26. März, Ein Petersburger Privat« brief vom 24. meldet: Im Sommer w,rd in Finn' land aus einheimische» Truppen und 30.000 Russen cin Lager gebildet. Berlin, 26. März, Die «Krcnzzrituug« hört: Dcr König habe an sc!»cm Gcbnrlstagc dem Staats-mmistcrium ln de» herzlichsten Worten seine Anerkennung bezüglich dcr Führung dcr inneren wie del äußcrcu Polülk ausgesprochen. Hamburg, 26. März. Aus Kopenhage» wird gemeldet: Die Abreise des Königs von Alsen wal auf den 24. festgcseht. Verschiedene Osfi>t>re slül» liusgewechsclt worden. Die „Vörscühallc" hcricl'tel! Das Hamburger Schiff «Tkrkla Schmidt" . Kapitäl' Hcnnig, von hier nach Cardiff in Ballast, ist am 1?. von dem dänilchen Kriegsschiffe «Dagmar" bcim Te^l genommen woldcn u»d in Kopenhagen angekomme"' Lübeck, 26. März. Die ,Lül>. Ztg," schreibt l Die Behauptung schwedischer Blätter, daß Lübeck aü» 1. April blockirt werde, ist »ach glaubwürdiger Mit-lhcilnng unrichtig. Eine Blockade Lübecks ist übcl" Haupt nicht in grcigc gekommen, Turi«. Die «Stampa" vom 23, März meldet über die Abreise Garibaldi's Folgendcs: „Gcst"" Morgens um 11 Uhr Hal Garibaldi sich auf de>" englischen Dampfer „Valetta" eingeschifft mit "wt Personen, worunter seine beiden Söhne Ricciolti lMv Menotti. Ma» weiß nichts über die Richtung. ^ er genommen hat, ob er üher Malta gehcn odcr sich direkt nach Gibraltar bcgeben wird. Man glam' indessen, er werde nach London gehen. Die ElN" sage», der Zwcck seiner Reise sei. die Behandlung ci»l berühmten englischen Chirurgen zu sucheu. Anrcl versichern, er wolle die öffentliche Meinung in (5Nil land zu Gunsten Italiens in Bewegung seycn." D" genannte Blatt halt cs für unwalnschcinlich. l'"^'. ribaldi mit Mazzini im Elnverständniß stche. l3'" 283 Depesche aus Genua bezeichnet den englischen Oberst Chambers als einc der acht Personen, welche m>t Garibaldi abgereist sind. Nach englischen Blättern entschloß sich Garibaldi znr Neise nach England, weil die Sommcrwillernng auf Caprcra nnerlräglich wild. Kopenhagen, 24. März. Die .Bcrlings'sche Zeitnng" btrichll'l: Die Ncichstagoschlußrede wurde durch den Minister deS Innein verlesen. In derselben heißt eö noch: «Durch die Drohung. Gewalt auzu-wenden, wurde uuscr Vorgänger auf dem Throne bewogen, Holstein und Laucnburg eine besondere Stellung in der Monarchie zu geben. Nuu wiro der dadurch nölbig gemachte Zustand ein Vruch lrakla!enmäß>ger Verpftichlungeu genannt. Namens dieser Verpflichtungen wiro in Holstciu Ere> kution vollzogen. Schleswig als Pfaud okkupirl. Während der Exekution stebt Holstein unler den, Schuß der PundeSlrnppcn und doch IM mau eiuer revolutionären gea.cn uns gerichtete!, Bewcgling freici, Spielraum. Die Okkupation Schleswigs wird bcnüßt. diesen Landestheil als preußische oder österreichische Provinz zu behandeln. Beamte werden massenhaft abgcsept, unter nichtssagenden Vorwänden ins Gc» fänguiß geworfen und schlimmer als gemeine Vcrbre. cher bebaudelt. DaS Grabmonument unserer tapsten Krieger wird geschändet und abgebrochen, unser Na» menSzng all öffentlichen Gebäuden ausgemerzt, dcr Gebrauch dcr Bezeichnung «königlich" verboten, unsere alte Landesfahne. der Dannebrog. muß vor der Fahne deS Aufruhres vom Jahre 1848 weichen. Die Be» stimmnngen der spczialcu schleswig'schsn Verfassung wegen der Sprachverhaltniffe wurden durch osseubare Machtgebote gekrault." Die «Berlina.'sche Zlg." vom 22, d. M. meldet: Der italienische Major Vcnllnini. 1859 Garibaldi's Adjutaut. ist hier angekommen und begibt sich nach When. Kopeuhaa.cn, 25. März. Die »Berling'sche Ztg.« meldet aus Stockholm: Am 23. d. M. er-dielten die Chrfs mcbrerer Artillcrieregimentcr die Ordre zu schleunigen Pferdeankäufen und zur Aus-rüstung zweier Batterien gezogener Kanonen. Ebenso wurde das Husareuregiment Karl XV. zu Pferdcan« kaufen beordert. Et. Petersburg, 25, März. Durch die er-lafsenc Reform des Frcmdeugrsehes wird der obliga> torischc Immobilienverkauf bei Heiraten vou Russiunen mit Ausländern, wie auch dcr kaiserliche Konsens zu derartigen Heiraten und die Zablnng einer dreijährigen Steuer von Ausländern beim Auftritte aus dcm russischen UoterlhanSverbandc abgeschafft. Vukarest, 25. März. In dcr lehten Kammer« slßuug wurde dns neue Slrafgcsch »nil allen gegen sechö Slimmen angcuommc». N,ich dcmsclden ist sowobl die Todesstrafe wie die körperliche Züchtigung abgeschafft. Anch das Geseh üb>'r deu öffeullichcn Unterricht wnrde beendet. Konstantinopel, 19. März. (G. C) Die hier abzuhaltende Konfereuz in Angelegenheit der Donau« fürstlntbiinicr wird als zu Staude gekommen ange« sehen. Von verläßlicher Seite wird versichert, daß dem englischen Gesandleu Sir H. Vnlwer die lcle« grapbischc Neisling ans London zugegangen ist. sich dem Ansinnen Frankreichs vollkommen zu fügen. Lokal- und ProvinM-Nachrichlen. Laibach, 29. März. Das Urtheil des hiesigen l. l. Laudesgerichtes in dem zweileu Prozesse gegen den früheren Redakteur des ,,^upi-0,i", Herrn Vilher, ist vom k. k. Appel. lation^gllichtshof in Graz bestätigt worden. Nach der Lanoes-Wablordnung verliert Herr V i l b e r hier. durch sein Mandat als Landta^sabgsordueter uud ist. wie wir boren. t»e Ausschreibung der Neuwahl für dcu 30. April bercilS angeordnet, ^- Der Magistrat bat mit der Miterausfübrung ^^rabeupfiiislcrnng h^,^ wieder beginnen lassen, in w,V'i "^^. ^" Tbeatergasse gepflastert und dürfte "Nül" ^^„ Die Arbeit schon beendigt sein. aus den"ss.'n" ^"" Save, 27. März. Selbst nerten beme^!' ?^""^'" ""'crer Waldberge do», ung'des ^^Z^'^üye, «c Be. Man komue ganz'^ Fr.dem.a zu stehen; denn wol'in das Aug blickte bllßtcn uab und ferne die Pöller d,,r/ ^ ^ o. Nacht, indeß die Wolken zerrissenen Rotten über den bleiche,, Mond biiw„ trieben. Der Ostcrmorgen ist angebrochen aber die Fluren sind nicht grün, die Wälder sind „ichl belaubt und traurig koulrastirt die öc>e Landschaft mit dem Festtagsgeprä'nge deS heuligeu Tages. — Aber wir haben auch andere Ostersreucen noch erwartet. uud wem ein tieferes Verständniß der Volksbedürfn>sse eigen, der hätte das Zustandekommen des Gemeinde« ".esehes als die best.'Festtagsgabe freudig begrübt. Auch hiei- fall's >ucht an Sympalhicn für die mutbi' gen Vorkämpfer der Verfassung. die jüngst ihr Bau« uer mauuhaft dafür erhoben — das Volk weiß auch ihnen Dank — aber es fühlt, wie schwer daS Opfer ist. daS seine Vertreter dem KoustitutloualiSmus ge. bracht. — Der.Tagespost' wird von hier geschrieben: Bei dem katholischen Missionär Fr. Pirz hatten sich viele Auswanderer, theils Priester, theils Handwerker, für die Reise nach Amerika gemeldet OS konnten jedoch nicht Alle mitreisen, weil die verfügbare Summe oes Leopoldinen »Sliflungöfondes. aus welchem die MissionSreisen bcstmten werden, nicht ausgereicht haben soll. Aus Krain sind mitgereist: Kaplan Buh aus 8marje, die Theologen Trobiz und Zuzcl >n,S ocm ersten und dritten Jahre deS Laibacher Senn-nars, dann die Theologen Velikarje, Tomaxcvic. Plut und Erlach ans dcm Görzer Seminar. Sie haben die Bestimmung, im Seminar St. Paul im Slaalr Minesota den tbeologischcu CourS zu absolvireu. Der dortige katholische Bischof ist Thomas D'Grace. eiu geborener Amerikaner. — Das prachtvolle Album, welcheS die Stadt Triest dem Kaiser Makimilian I. von Mexiko darbringt, lst ein Meisterwerk, welches von dortigen Künstlern vcr« fertigt wurde. Die Deckel sind uou Silber, mit Schnipwerkeu in Elfenbein und Gold und mit kost< bareu Steinen verziert. In der Mille praugt das neue mexikanische Wappen, oberhalb desselben ist das österreichiiche und unten das Wappen der Stadt Triest angebracht. Iu den vier Ecken sind schöne Medaillons, welche den Handel, die Industrie, die Schiffahrt uud die maritime Industrie vorstellen. DaS erste Blatt zeigt eine schöne Ansicht der Stadt Triest, daS zweite eln sehr geluugeneö Bild des SceschlosseS Miramare. Hierauf folgt das Huldiguugsschreibcn dcr Stadt Trieft uud dann die Blätter mil den zahl» losen Unterschriften. Es sind allein 65 Unzen Silber bei dcm Werk verwendet worden, Die Kosten des« selben belaufen sich auf mehr als 4000 ft. — Am 19. d. M. Nachts starb anf Schloß Miramar Ihre Erz. die Frau Obcrsthofmclstcriu Ihrer kaiserlichen Hoheit dcr Frau Erzherzogin Charlotte: Gräfin Maria Ignalia von Lüßliw. geborne Freiin Saint-Just oe Teulada uno verwitwete Marquise von St. Laurent. Slerukreuzordeus» uud Palastdame Ihrer Majestät der Kaiserin. — Das Nymphon des Herru NaUi in Optschina lst am 15. eröffnet worden. Unler den Bedingungen, welche den aufzunehmenden Ehepaaren gestellt wer< den, befinden sich. wie man der «K. Z." schreibt, auch folgende: Dcr Ehegatte darf das 35.. die Gattin das 25. Lebcnkjahr nicht überschritten haben. Feruer sind sie verpflichtet, eiu Sparkassabuch anznlegen uuo jährlich eiu Ersparniß im Betrage vou 50 fl. nachzu-weisen. Etwas sonderbar ist die Verfügung, daß die Inhaber dcr Wohnungen des Nymphou zur Heizung ln Küche uud Ofen nur Steinkohle verwenden dürfen — einc Bedingung, dic ausdrücklich uud buchstäblich in dcm veröffentlichte» Programme gestellt ist. — In Betreff reö großen kärutnischcn Sänger. Festes in Kl^nsurt werden alle VorbcreituuglN ge« troffen. Das große Concert selbst soll am Peter und Pauli Tage im fürstbischöflichcl, Garten stallfiudcn. — Klagcnfurt >oU wieder ciucu Musikucrein er-halten, wie cm solcher vor Jahren bestand, aber leider wieder einging. Man wird zur Gründung eines FondcS ein großes ßoncert veranstalten. bei welchem Haydn'S «vier Jahreszeiten' zur Aufführung kommen. — Wic dcn l. l. Telegraphen.Stationen milge-lhrilt wurde, ist der telegrapbische Vcrkebr mil Däne. mark, Norwegen und Schweden via Hamburg ein« gestellt uud für die Beförderung der Korrespondenz nach diescn Ländern inzwischen festgesetzt worden, daß Depeschen üach Dänemark, Norwegen uud Schweden bis Warnemünde i» Mecklenburg per Telegrapb be. fördert werden können und von dort millclst Post. dampfschiff bis Wadt in Schweden gehcu. von wo sie telegraphisch an die Aorcßstalion gelangen. Wiener Nachrichten. Wien, 27. März. Se. Majestät babeu mit Allerböchster Entschlie« öung vom 15. März d. I, dem archäologischen Vcr> eine «Die Biene von C;aslau" die Genehmigung ertheilt. — Auf den Wunsch des Erzherzogs Maximilian ist gegenwärtig in Brüssel ein Grenadier Hauplmann damit btschäfilgt, eine belgische Garde für die zukünf. tige Kaiseriu Cbarlollc zu bildeu. — i!aut amtlicher Mittheilung ist Major Ernst Entner. deS Infanterie.Regiments König der Belgier Nr. 27. am 25. d. M. seiuen. bei Oeversce crhal. leueu Wuudlu erlege,,. — Ein Pester Wochenblatt veröffentlichte einen Roman unter dem T'ttl: „Eine gekaufte Frau", in welchem eine dlr Alisll'kratic angebörendc Dame sich "erlcpt fühlte. Ein dieser Dame verwandter Kava- lier forderte den Autor dieses Romans, welcher den Beweis lieferte, daZ er mit dem Säbel eben so gut. als mit dcr Feder umzugehen wisse. Dcr Kavalier erbirlt vom Romanschrcibcr cincn Kopf- und zwei Armbicbe. Das Merkwürdigste an der Sache ist, daß bercitS mehrere Damen ans dcn verschiedensten Schichten sich durch diesen Roman verleyt fühlen, und dessen Antor bereits fünf Duelle mit ganz verschiedenen Lcuteu sich zuzog. Vermischte Nachrichten. Die in Berlin erscheinende «Deutsche Ge» richtszeitung. Organ des deutschen Iuristentags". gibt folgende Statistik der Ncchtsau wälle: Auf je einen Nechlsanwall kommen in Ocster» reich (dcnlsclie Bundesstaateu) 22,638 Einwohner, in Baiern 12.900 Einwohner, in Rblinprcuycu 12 786 Einwohner, im übrigen Preubeu 12 5(X) Einwobuer, in Württemberg 6.466 Einwohner, in Frankreich 5.100 Einwohner, in Hannover 4,400 Einwobner. ln Braunschweig 3.653 Einwobner. in Sachsen 2,759 Einwobner. in England und WaleS 1,480 Einwobner, in Franliurt a. M. 792 Eiuwobuer. — Der k. k. Major des in Iglau garnisoniren« deu k. k, 13. Feldjäger «Bataillons E. u. Suppau« czicz, der sich durch das gerade jeht im Erscheinen begriffene Werk ,über die Grundsäße dcr zcrstrenten zechtart« auch alS Militärschriftsteller dokumentirt, hat eine Entdeckung von unabsehbarer praktischer Bedeutung für die Iudullrie und Volkswirtbschaft ge> niacht. nämlich, daß die Pflanzenfaser des gcwöbnli« chen Ginsters, eines percnnirenden. wild vorkommenden, uud überall ohne Schwierigkeiten nnd Kosten zu kultivirenden Unlralitcs. znr Leinenbcreitung alle die« selbeu Fähigkeiten deS Flachses lind dcn Vorzn^ noch größercr Festigkeit babe uud zugleich eiu Vcrfabrcu ermittelt, um diese Pflanzenfaser durch ein der Flachs« btreilimg ähnliches Verfahren zur weitcreu Vcrarbci. lung tallglich zu machen. Es wird bereits an dcr Verfertigung cines Zcugcs aus diesem neuentdecklen Stoffe gearbeitet. ul,o hat der gräflich Allbann'sche WirtbschaflSdireklor Semsch in Swojschih es über« nommen, sich durch Versuche in großem Maßstabe die Ueberzeugung von dem Werthe dieser neuen Eut« rcckung uud ihrer Ausführbarkeit in jeder Richluug zu verschaNen. — Als ein rührender Zug von Pietät verdient angemerkt zu werden, daß jüngst ein schlichtes Bauern» mädchen aus Miesbach in» baierischen Hochgebirge lem jungen Könige von Valcrn beim Eintritt in die Residenz Blunicu streute. Als mau sich nach ibr erkundigen wollte, war sie bereits fort. Das Mädchen battc den dreizehnstündigeu Weg zu Fuß zurückgclegt; sie wußte, daß dcr junge Monarch die Veilchen liebte, und sammelte Tag und Nacht au den Blumen, um ihm die kleine Urberraschung zu bereiten. Man will wissen, daß daS Mädchen die Milchschwester des Kö« nigs ist. an dem sie mit Leib und Seele bangt. — In Altona ist die 110 Iabre alte Inng« frau Antonia Amalia Sopli'a Ma sscnack an, 20. d. Nachmittags beerdigt worden. In il>rcm NachlaL be« findet sich eine Stickerei, welche sie als Kind anfertigte, dic mit der Iahrcszabl 1764 bezeichnet ist. — Alis Rom wird gemeldet, daß Liszt in einigen Tagen in das Kloster Sant Onokrio in Eam» pagna auf dem Moutc Mario gehen wird. Tiefer Kümmerund neue Enttäuschungen sollen den berübmlen Mnsiker dazu bestimmt liaben. Mönch zu weroeu. — Die Kuustwclt Genfs, ja Europa's, ist von eiucm schweren Verluste betroffen worden. Am 19. d. M. starb in Mcntonc. im Fürsteullium Monaco, Alelandcr (5a lame, dcr große Landschaflsmalcr, lincr der Mitbegründer der ncueru Genfer Schnle. Markt- un» Geschäftsbericht. saibach, 26, März. Auf dcm beuligen Markte sind elschiencn: 30 Waaen uud 1 Schiff mit Holz. (W oche nma rkt. Preisc.) Weizen pr. Mehcn fi. —.— (Magazins-Preis fi. 5.69)' Korn ss. —.— (Mgz. Pr. fi. 3.52)- Gerste st -,- (Mgz. Pr ss, 3,8); Hafer fi. —.— (Mgz.Pr. fl. 2.47); Ha'.bfrucht fl —,— s in ftficr Haltung. b»sc»,dsrs für Stantülpa^ier,. von deinn 5,psrjtnt,V,!- (^onvcriirtc »nd MrlalliqucS mit Vlai - Zinsen »m '/,<> bt? '/,,,°/», I8tt0cr,Los^ Hl^i^llv^l^U)». um '/,,'/, blsscr bfjnhlt wllldcn. Von Induslri>pi>piflln l'licl'cn Crrdit» uub No!,'Älticn gilt brh.iuptlt, a»f l5scomptr-Akt,'sN zcigtt sich um 5> fl. h^'dcrl«? Glld. in -«. (Hl!sablth-Ws!U'ahn'?lsticn war Ilbhaftcr iU,rscl>> ;>l ltwas bsssn>,! Pvcift,!, qalijischc K«rl Lnowigb^hn- und lx'hmischc Wcsll'ahn-Aflnn jedoch Vsrlolt» ziun Schluss.- wilder )^t5len, ^,j^ gswonnens Cursaufbcisti'»»^ und Nalioilal-Nnlchcil war .beüsallS u»l rin vciar Zlhntcl bllligcr auSgcl'rtcn, W.chsel auf fltindr Plätze mäßig mid zu unveräudeltni Cnr^ d,n 2'x Mäl,^. scn limqcsiht. Auch Gi'ld u,id Zillitr f.ist ssman wie vi'rqlsscln nc'tirt, Veld wol,I ssluilcirnd. adll' nicht liicl>r si.' flüssig wie in den VortaglU Vessentliche Schuld. ^. dee Slaalcs (sür Il)0 fl.) Ocld W.iar, Hn österr. Währunss . zu 5'/, 67.«0 67,70 5'/. Aoleh. v. 18«1 mit Rückz.'/. l)«.?5 97.- ohne Abschnitt 1NN4 ', . 95). - 95) 25, Nat.Anl.uütIän-c^uP. lu5i'/. 90.10 80 20 ., .. Apr.Coup. „ 5 .. 80.l5 «0.25 M.talliqueS . . . . .. 5 „ 72. 42 I.. nu«li-. 17.50 18.-L. der Sronländer (sür ION sl.) Griiudcntlasiungs-Ol'Iigttionru. Nlcbcr-Ocss.rnich . . zu 5«/, 86.— 66.50 Ob.-iDcst. und Salzb. „ 5., 84.50 85.— Wlmien...... 5,, 92.50 93.— Gtt!fnn..Klw,l. »..ssrain ., 5,. 87.50 88.50 (Ä.ld Waarc M.is,«n.....ju 5<>/, 93.50 95 — Schlesien.....5 ., 88.50 89.— U»,^rn......5 „ 74.5)0 75.25 Tcmlscr-Aanat . . . 5 „ 72 20 72.60 ,l?ro.uicn und Slavonien . 5 „ 75.— 75.50 (5'alizien.....5 „ 71.50 72.— Sisbcul'iirgen .... 5 „ 70.75 71.25 Aull'wina.....5 ., 70.25 70.75 .. m. o. Verl..<5l. 1867 5 „ «g.W 71.75 Vtnetianisches >'lnl. 1859 5 ., 92.— 92.50 Aktie« (pr. Stilck.) Nniional^ml......770. - 771.- Kredit-Anss^It ^u 200 fl. 5. W. 183.60 183.70 Vi. ö. (55com.-Gcs. z. 500 fl. ö.W.614.— 616.-K. Fsrd.'Noidl'. z. 1000 sl. (5. M.18I2.-1814 -St^alS-Kis.- Gcs. zu 200 ,1. CM. odcr 500 Fr.....190.50 191.50 Kais. Mis.. Bahn zu 200 N. CM. 133.75 134.-Süd.-nordo.Vcrl'-Ä.2N0 „ „ 126.75 12?.— Slid. Stcials-, loml'ardisch'Urne. tianische und ccntral italienische Eis. 200 fl. ö. W. 50l) ssr. 24,7. - 249.— (^.Id Waavc Gal. Karl-Ludw.-V. z. 2^0,1.EM.206.75 20«.-Olst.Dou.-Dampssch.-Gfs. ^^ 434.— 436.— Oesterreich. Llcy? in Tricst ZZ 226.— 228.— giüicn. Dampfm.-?lftg.5Mfl.'ö.W. 460.— 470.— Pelier Kl Neudrucke .... 386,— 388.— Aöhm. Welibahn zu 200 N. . 155.50 155.75 Theisldahu-Miiln;u 200 fi. ss. M. m. 140 si. (70°/,) Ciuzahluug 147.— —.— Pfandbriefe (siir 100 fl.) Nationals 10jc,hrige v. I. banf aus^ 1857 zu . 5'/. 101.20 101.40 6. M, ) v.rio^aie 5 „ 90.- 90.5'0 National!', aus 5. W verlob', 5 ., 86.- 86.10 Ungarische Boden-Kredit-Aiislalt zu 5'/, M.....8?.— 87.50 Vose (pr. Stüct.) Kred.-?Instalt sür Handcl u. Gcw. zu 100 fl. öst. W. ... 130.30 130.50 DlN. 100 Franse . . . 46.45 46.60 Eonrs der Gcldsortcn. Geld Waare K. Münz-Dufatcn 5 s!. 62 kr. 5 si. 63 Nt>. Kronen . . .Is, „ 30 „ 16 „ .j3 „ Napolconsd'or . 9 „ 40 „ 9 „ 41 Nnss. ImpfrialS . 9 ,, 66 „ 9 ',' 67 ^.' V.reinSthalsr . 1 ., 76 „ 1 „ 76j ,. Silber . . 117 .. 25 „ 1l7 .. 50 .. Lottoziehung vom 19. März. Wien: tt 88 >jv »7 3« De„ 26. März: Trieft: V« 8 8tt tt8 «8 Fremden-Iln;eigc. Ten 25. Mäv;. Htadt Wien. Die Herren: Kranalvtrr. f. s. Fässer, von Pola. — Hartnnnin, A^cnt. von ,ssla>,enfu!t — Schleiincr, Handcl^iuaiul, von Gottsckee. (3'lcphant. Tie Herren: Varon .ssül'.k, f. f. Statt-balterei-Rath. voll Görz. — Vrockmann. Mcude^ und Heller, Kaufleulc; Hallersbcrg, Agent, von W.en, Mohren. Die He:reu: Noschitz, l, f. Lieutenant, von Palmanuova. — Giutl, Forsikontrolor, vrnLnegg. Den 26. März. Stadt Wien. Die Herren: Eugelsberg. f. f. Hauptman», von TemeSwar. — Siegel, Hüttcnvcrwaltcr. von Toplize.—<3i»ll?,iS, Kaufmann, vo» Aachen. — Roch und Taunenberger, Agenten, von Wien Elephant. Die Herren: Hcll, Großhändler, und Ieralla von Tricst. — Hübler, Beamter, von Sauer-bruun, — Po.;atscher, Folsiadjunlt. von Lock,n — Flamer. Agent, von Wien. — Stella, Vuch-Halter, vcn Graz. Den 27. März. Stadt Wie». Herr Sostaritsch, l. k. Hauptmann, von Trie!?. — Fr.iu Schaider, Holzhändlers-Gattin, von Traz. sslephant. Die Herren: Fabrics) uud Gostizh, Kaufleute UonTriest. — Uranlcr, Maschinist, aui»Aleraiidlien — Werner, l. f. Major, von Stein. —S»'»lig-mann, Kaufmann, von Leipzig. — Tomschih. Verzehrli»>lssteuer-Revident, uon Capodistria, — Vchmidl, Forstadjuult, vou AdelSberg. Vaierischer Hof. Frau Vergau, l. l. Oberlie»tcuantsl^ Hrn. Mathias Pflifcr von Arcb, durch drsscn Mlill'ldcN'cr Hril. Au^liN Panlin, glgeii Michael Nlicccic von Öliciskopil) rie mit dcni oirstscillticii Vc-schcioe vom 17, Dezember 1863, Z. 4283. auf de» 10 März mid 11. Äpri! I. I. licstimmlc erste uno zweilc Neal« feiwietnnss als abgethan erklalt. und lö hat lediglich dri Der dritlcn, tiuf dcn 11. Mot l. I. bcstimmten Feilbietllligöta^scihtUlg sein Verkleiden. Gurkfeld am 9. März 1864.Z (407—3) Nr. 3115. AmortistNlngsciltlcitullg« Von dem k. k. slliot. beleg. Vcmkö, gerichte in Laibach wird hicmit bckannt gemach! : Es sei dic ssiulcitlütg des Amor!lotions' uerfahrcns des auf den Namen der Fra>,< ^iöka Ieglilsch. >'<'<'le« williget woide». Es werde» demnach alle Jene. welche auf dieses Vüchel einen Auspruch stellen zu können vermeinen, angewiesen, solches sogewiß binnen der Frist u o:» 6 Monaten anzumelden und darzutliun. als widrigens dc>S gedachte Vnchel als null und nichlig erklärt werden würde. ss. k. städt. delcg. Veurksgericht i.'aibach am 29. Februar 1864. V Versicherungen für den Ablebensfall ^ W mit ^ 8 75 Promt VewillUNtheil M Gunsten der Versicherten V W bei der V W t. k. privil. ^88joui'a2i0ni ^onei^ii in Trieste) V W Dem Vernehmen nach hat der statutenmäßig Ende 1863 liquidirte Rechnungsabschluß vom Jahre 1857 dcn W «^. Lebensversicherungen mit Gewinnantheil siir den Versicherten der ^^»l-«»'N«i»«l «e»««-»« (Allgemeinen Assecuranz) !^ Wj eine Dividende von ?«>«'/.«<, Procent der laufenden Iahreöprämie ergeben. ^; W Nicht weniger überaus günstig waren bekanntlich die Dividenden der vorangegangenen Abschlüsse, wovon der- P e^l ^-nl'ge pro 1856, welcher Ende December I8«2 liquidirt wurde, sogar eine Vertheilungsquote von OO"/,oo Procent ^2 W der laufenden Iahreöprämie, also beinahe die Totalität der Prämie selbst, für die Versicherten lieferte. A W Die wirklich staunenswerthe Höhe dieser Dividenden erklärt sich durch die von der ^»5l<»»«-»»3«>»l «H'««5nlK W i^ getroffene Einrichtung, die Bilanzen dieser Versicherungen alljährlich zu bilden und auf die nach 6 Jahren noch in Wlrk- !^! M samkeit bestehenden Policen die Quote des Nutzens zu übertragen, welcher den innerhalb derselben Jahre außer Wirk- D >W samkeit gttrttenen Policen nebst Zins und Zinseszins zu übertragen ist. ^ l«H Wir registriren mit Vergnügen diese schönen Erfolge, da dieselben nicht verfehlen können, zu der Ausdehnung der W M in das Wohl der Familien so tief eingreifenden Einrichtung der Versicherung auf den Todesfall mächtig beizutragen. U M Und unter allen Arten der Versicherungen auf den Todesfall ist dlcjemge mit Gewinnautheil, wie dieselbe bei ^ s^H der ^8»l«;»,-tt5l<»,Rl «<5«<^«U besteht, gewiß die vorteilhafteste für die Versicherten, denn stirbt der Versicherte U W innerhalb der ersten 6 Versicherungsjahre, so tritt dann die Zahlung der versicherten Summe ein und beziehen somit M l^ seine Angehörigen einen Betrag, der ohne Vergleich denjenigen der einbczahlten Prämien übertrifft, während, wenn er ^ ^ länger lebt, schon der Betrag der nach den ersten 6 Jahren alljährlich eintretenden Dividende beinahe vollständig ausreicht, W W die von ihm zu entrichtende Iahresprämie zu decken. lß l^ Uebrigens kann die Dividende auch zur beständigen Verminderung der nachfolgenden Iahresprämim oder zur Ver- ^ ^5' mehrung der versicherten Summe verwendet werden. ' W «s--i *) Geueral-Äaentschast sür Krain bei V. Seunig, Gradischa.Vo,st.,dt Nr. 32. ^ WMWMWMMWMlWWWWlUWWWWMWlWWWlWWlMWWW Hiezu ein halber Bogen Amts- und Intelligenzblatt.