Nr. 62. Mittwoch, 17. März 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vriinumtrnlionsvltis: Mit Postvrrssüd»»!,:. l,l»izjäl,l!n !«1 X, halb,äl>nn 15> X, Im Nunlor: ««„ziälirit, 2i! X, hail'jäl,ri,i 11 X, ssür die Zuslrllimn i»s Ha»s ganzjährig LX. — Inscrtionsatbkhr: Mr llrine I»!rralc bi« zu 4 Zcilr» 5>0 I», grMrr pcr Zcllc ili l,; bei ö«rrrn Wisbrrliolimgs» pcr Zsilc « l>. Dir «Uailinchcr Zrilung» erichrint lliglich, mi! Nnjüwhmr drr Eonn- >i»d ssfisN!<' „ich! ^uriicl^iltslli. Tclcph»«°Mr. >«i Rcdaltwn 82. Nichtamtlicher Heil. Die internationale Lage. Das „Fremdenblatt^ enthält folgendes Kom-üluniqn^: Ein in der lohten N'unnner der „Dan-zerschen Armeczeitnng" erschienener Artikel „Auf nach Belgrad!" enthält unqnalifizierbare Angriffe auf Serbien und schließt nut der Aufforderung, man möa.e endlich mit Italien „reinen Tisch" machen durch die „rücksichtslose Abschüttlung des Bündnisses". Im Interesse der auswärtigen Politik der Monarchie müssen wir es zurückweisen, daß durch Auslassungen, wie die oben erwähnten, willkommene Argumente für Verdächtigungen und Angriffe geliefert werden. Was insbesondere das Verlangen nach Abschüttlung des Bündnisses mit Italien betrifft, liegl darin eine Anflehnung gegen eine Politik, deren Vorteile die Würdigung aller einsichtigen Faktoren Österreich-Ungarns finden. Es konnte in keinem schlechter gewählten Angenblicke vorgebracht werden als gerade seht, nachdem eine bundestreue italienische Regierung ein so eklatantes Vertrauensvotum der Wähler empfing. Die Hallung dieses vom k. u. k. Reichskriegsministerium wiederholt desavouierten Blattes ist um so bedauerlicher, als der Name. den es führt, dielfach die irrige Meinung hervorgerufen hat, als ob es das Organ der Armecverwaltuug wäre, eine Annahme, die jeder Grundlage entbehrt. Aus Budapest wird gemeldet: „Budapcsti Hirlap" weist auf die Nachricht hin, daß Serbien sich in keine direkten Verhandlungen mit Österreich-Ungarn einlassen wolle, sondern nur durch Vermittlung Rußlands. Wenn sich diese Nachricht verwirklichen sollte, dann müsse die bewaffnete Macht hervortreten. ^ „Pchi Hirlap" schreibt: Jede Geduld hat schließlich ein Ende uud es sei viel besser, dasUn-vermeidlichc je eher zu überstehen, als durch Zögern Zl'it und Kraft zu verlieren. Der Unsicherheit, der Verschleppung muß ein Ende gemacht werden; fordern wir eine entschiedene Antwort von Serbien, 'oas es wolle: Krieg oder Frieden. — „Az Ujs-'g" betont, daß die ungarische 'Nation nicht für einen Krieg gestimmt sei. Im Ernstfalle aber müssen wir mit voller Kraft schonungslos vorgehen. — „Egyet^rt^S" hält es nicht für wahrscheinlich, daß die Leiter der rufsifchen Politik zum Krieg entschlossen seien. Über die Bestrebungen dcr serbischen Regierung werden vielleicht die nächsten Tage Klarheit bringen. Es sei höchst an der Zeit, daß die Frage nach rechts oder nach links entschieden werde, damit die seit Monaten andauernde Unruhe ein Ende nehme. — „Budapest" meldet ans Wien, daß man daselbst noch immer auf die Aufrechterhaltung des Friedens hofft. Anderseits sei es aber unleng-bar, daß sich die Lage bedeutend verschlechtert habe nnd es sei nicht ausgeschlossen, daß die Großmachtstellung und die Rechte der Monarchie mit den Waffen verteidigt werden müssen. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß nach Mitteilnngen von unterrichteter Seite die neuerliche Zulassung der Durchfuhr von serbischem Kriegsmaterial dnrch türkisches Gebiet bloß den Charakter einer zeitweiligen, auf bestimmte Mengen beschränk-ten Maßregel habe. Die Bewilligung dcr Durchfuhr der erwähnten Art unter dem früheren Kabinett ist ausschließlich auf den gewesenen Großwesir Kiamil Pascha zurückzuführen, der diese Entscheidung getroffen hat, ohne die anderen Mitglieder der Legierung, fpeziell den Kriegsminister Riza Pascha zu Nate zu ziehen. Das Vorgehen Kiamil Paschas war jedoch nicht bloß verfassungswidrig, sondern stand auch im Widerspruch mit den Bestimmungen des türkisch- serbischen Handelsilbereinkommens. Eine Nachwirkung der früher geübten Duldung war es in gewissem Maße, daß das Kabinett Hilmi Pascha der Intervention zweier Mächte nachgegeben und das Verbot der Durchfuhr von Dynamit, Kriegsmaterial und Munition nach Serbien zeitweilig insoweit aufgehoben hat, daß die Beförderung nichtgefüllter Patronen gestattet wird, ferner !5, Tonnen Dynamit für Bergwerke, die in Serbien von Ausländern betrieben werden, in kleinen Mengen unter dcr Aufsicht türkischer Offiziere an die serbische Grenze gebracht werden dürfen. Die in Serbien erwartete Sendung von 1N0.000 Gewehren wird dagegen nicht zugelassen werden. So- bald das ersterwähnte Material nach Serbien gelangt sein wird, soll, wie man versichert, das Durchfuhrverbot gemäß den Bestimmungen des türkisch-serbischen Handelsübcreinlommens wieder in vollem Umfang in Kraft treten. Es sei bemerkt, daß insbesondere Kriegsminister 3tiza Pascha die Bewilligung der Durchfuhr von Kriegsmaterial nach Serbien vom Anbeginn bekämpft hat und für die uneingeschränkte Aufrechterhaltung des Verbots in der Zukunft nachdrücklich eintritt. Wie aus Talonichi gemeldet wird, hat dort der englische Dampfer „Orchis" von der Ellermann-Linic in London N^ Kisten Munition ausgeladen, die nach Serbien weitergehen. Auch die Sendung Kriegsmaterial, die mit dem französischen Dampfer „Erim^e" erwartet wird und welche infolge der früheren Verfügungen der türtischen Regierung, betreffend die Durchfuhr von Kriegsmaterial nach Serbien, im Piräus umgeladen und nach Marseille zurückgebracht werden sollte, wird nun in Talonichi ausgeschifft und mit der Eifenbahn nach Ristovac weitergehen. Politische Uebersicht. ^nibcich, I I!. März. Das „Fremdenblatl" meldet: Die nunmehr eingctroffene Antwortnote Rumäniens, betreffend die Handclsvertraa.sv0lschläqe Österreich-Ungarns, gipfelt nicht etwa in der Mitteilung der Kündigung des jetzt gellenden Meistbegünstigungsvertrages, sondern wie wir vernehmen, in weiteren Wünschen speziell hinsichtlich der falschen Ausfuhr-lontingente. Die Antwortnote der rumänischen Regierung hat den Gegenstand in internen Verhandlungen bei der österreichischen und ungarischen Regierung gebildet und wird voraussichtlich noch in den allernächsten Tagen am Schlüsse der gemeinsamen Minislertonserenz zum Behufe der endgültigen Beschlußfassung über die zu erteilende Antwort durchbernten werden. Ein auf der Heimfahrt von Vigo nach der Ostsee begriffenes russisches Geschwader wird, wie man aus London schreibt, in den nächsten Tagen Feuilleton. Der Spiritist. Humoreske von G. Hhi^lo. (Schluß.) Wedler brummte uuwillig und I<^ weiter Fing der Sandau schon wieder an zu ulken? Das war ja eben das Dumme, daß man nie wissen konnte, wann einer dcr Chefs kam. Das Privat tonwr der beiden Inhaber lag im Vorderhause, der überdachte Verbindungsweg führte über den Hos und war mit einen: Kokoslaüfer belegt, der den Echall der Tritte verschlang. Von dem Fenster des bureaus tonnte man nur den Hof, nicht den Weg ichen. Also war es unmöglich, das Nahen des Ehefs M bemerken und ganz ausgeschlossen sagen zu können, wer komme. Aber was war das? Die Tür ging auf und herein trat — Lehmann. . Hastig schob Wendler das Zcitungsblatt bei-jcitc: aber doch zu spät. Lchmaun halle'es wohl bemerkt. Sein Morgengruß klang recht verdrießlich und höhnisch sagte er: „Gestern gut nach Hause gekommen? Kopf wohl ein bißchen schwer, nicht? Lassen Sie sich nur nicht stören. — Übrigens Vornhenus haben geschrie bcn, die Faktura stimmen nichi. Hundert Mail zn viel berechnet. Aber das kann ja jet'.t vorkommen, d" so viel zu tuu ist." Das letzte mit Nachdruck betonend legte er Wendler Brief und Rechnung hin und verschwand. Der erste Buchhalter schlug mit der Faust auf den Tisch. „Herrgott sakraments, dieser Schleicher. Und den Bock haben Sie geschossen. Ich kriege ihn natürlich in die Kappe geschoben." In den Überzieher kriegste auch was geschobeu, alter Freund, dachle Sandau und laut sagte er: „Warum haben Sie denn meine Warnung nicht beachtet?" „Ihre Warnung. Quatsch. Das konnten Sie doch nicht wissen." .Aber Sie haben doch gesehen." „Zufall." „Nie Sie wollen, Hcrr Wendler. Aber Sie tun mir unrecht. Ich kann.Ihnen das vorher sagen, wer kommt." „Wohl mit Ihren spiritistischen Kinkerlitzchen? Leute zum Narren haben können Sie, sonst nichts," brummte Wendler ärgerlich. „Es tut nur leid, Herr Wendler, daß ich gestern so taktlos war.Wirklich und wahrhastig. I'z,i-<1/ '»<»>! Aber mit dem Spiritismus hat das seine Richtigkeit. Mich umgibt ein Fluidum, das nur untrüglich anzeigt, wann einer und wer von den Ehefs kommt." „Reden Sie mir nicht solchen Blödsinn vor." „Ich muß doch bitten, Herr Wendler. Wenn Sie nur nicht glauben, können loir ja eine Wette entrieren." „Ei Wetter! Der Wein gestern abends scheint Ihnen geschadet zu haben." Sandau reagierte darauf nicht. Ihm war ein Prächtiger Gedanke gekommen. „Herr Wendlcr, Sie wollten gerne aus meiner Münzsammlnng die alte römische Bronze-medaille haben, die mir nicht feil ist. — Ich gebe sie Ihnen, wenn ich Ihnen nicht genau vorher sagen lann, ob Lehmann oder Müller kommt." Wendler hatte überrascht aufgeblickt. Die Münze zu besitzen, war schon immer sein Wunsch gewesen. Hier tonnte er aus leichte Art dazu kommen und gleichzeitig Sandau für feine Albernheit von gestern abends strafen. „ToPP, es gilt," rief er. „Und wenn ich gewinne, haben Sie nichls gegen meine Bewerbung um Lieschen einzuwenden?" Ei, der ging ja aufs Ganze. Aber Sandau konnte ja nicht gewinnen. „Meinetwegen." „Ich habe Ihr Won, Herr Pendler." „Ja, ja!"----------------- Nach einer halben Stunde legte Sandall plötzlich die Hand an die Stirne. „Müller komm!!" rief er dann zu Wendlcl hinüber. , , Der lächelte. Er freule sich dingung mitgenommen werden dürfen. Gleichzeitig aber erklärte das Fräulein, daß ihr Tierchen gar kein Hund» chen sei. Nun geriet die. „Amtsperson" in Naserel nnd schrie die Dame an: „Fräulein, ich werde doch noch die Tiere unterscheiden können' halleil Sie mich denn für ein Nilpferd?" — „Vielleicht," entgegnete die Dame mit boshaftem Lächeln. Nun war der Krach anf seinem Höhepunkte angelangt: „Sie haben eine Amtsperson beleidigt, jetzt hole ich einen Wachmann. Sie müssen sofort den Wagen verlassen!" Nnn tonnte die Dame ihr Lachen nicht mehr unterdrücken. Sie faßte ihr Hündchen, das sich bei dem Streite völlig regnngslos verhielt, be» herzt bei der Schnauze und siehe da, es war eine — Biberboa. — Weibliche Stadtverordnete.) Eine einschneidende Veränderung hat die innere Verwallnng der Stadt Kopenhagen erfahren' seit knrzem besitzt diese Stadt als erste Europas weibliche Stadtverordnete. Obwohl be-reits im Vorjahre in Finnland Granen in den Land» tag gewählt wnrden, so ist Kopenhagen doch die erste Stadt, die weibliche Mitglieder in eine Sladtuerlre» lnng wählen ließ. — Die Franenbewegnng in den slan» dincwischen Ländern mnß jedem Unbefangenen Respekt einflößen. Unaufhörlich, nnermüdlich arbeitet dort eine Gemeinde von starken, klngen, energischen Granen an der Ausgestaltung nnd konsequenten Durchführung einer Idee, die sich wahrlich nm ein Bedeutendes von dem Leitmotiv der Suffragettes, die in England die dumm« sten Streiche nicht zur Nuhe kommen lassen, unterschei. den. Achtung muß man vor diesen grauen Dänemarks haben, die sich das Vertranen ihrer wählenden Mit< bürger in dem Maße erwerben tonnten, daß man ihnen ein so verantwortuugsvolles Amt in ihre Hände legte. Das passive Stimmrecht, für das die skandinavischen grauen so lange kämpften, ist erobert; die Nachbarinnen auf den britischen Inseln werden ihr „Vot<^ l'oi-^vonu^l!" wohl in alle Ewigleil vergebens rufen, ohne daß anch nur ein Einziger diese überspannten, planlosen Emanzipationsorgien ernst nähme. — ,cl ucrbuu-».! Weit entfernt, einen Triumph zu feiern oder geschmeichelte Eitelkeit zu empfinden, sagte Lina ruhig, wenn auch ohne Schärfe: „Hätten Sie sich die Mühe genommen, meinem Verhalten gegen Sie Beachtung zu schenken, so würde diese Unterredung uns beiden erspart geblieben sein. Die Gründe, Herr Professor, welche ich damals anführte gegen eine Verbindung, sind die nämlichen geblieben.'Heute kommt noch ein anderer hinzu: fehlendes Vertrauen." „Das sind Torheiten", sagte er erregt. „Wir Frauen sind kein Spielwerk, das man heute wohlgefällig in die Hand nimmt und morgen fallen läßt, um es übermorgen wieder aufzunehmen", fiel sie mit leichter Nangcnröte ein. „Wir fordern vom Manne die Achtung, welche er seinesgleichen erweist. — Wir sind auch keine unmündigen Kinder, die mit Zuckerwert gelockt werden; auch keine Kostgänger, die für die gewährte Unterhaltung dem Temperament des Kostgebcrs auf Gnade oder Ungnade verfallen sind. Wir sind zur Selbstbestimmung geschaffen. Die Männer mögen sich daran gewöhnen, daß die Frauen zu der Einsicht gelangt sind, den Begriff der weiblichen Ehre etwas weiter und höher zu spannen, als es der Bequemlichkeit des anderen Geschlechts wünschenswert erschien. — Und diese höher gespannte Fraucnehrc", fuhr sie ruhiger, aber einschneidender fort, „hat Ihr neuerliches Verhalten gegen mich auf das gröblichste verletzt. Daß Sie eine zweite Annähcruug für möglich hielten, beweist, daß wir auf dein rechten Wege sind, den Frauen die Augcu über sich selbst zu öffnen." „Ich ertrage diese Sprache nicht —", flüsterte er undeutlich vor Erregung. „Wenn Sie die Demütigung eines Mannes, wie ich, nicht besfer zu würdigen wissen —" „Demütigung?" fragte sie hoheitsvoll, das Haupt emporhebend, daß der goldene Diademschmuck darum hellauf funkelte. „Und was bedeutet Ihre zweite Werbung für mich, die Frau?" Er lachte bitter. „Sie sind sehr stolz auf Ihre Prophetenrolle, sehr sicher, das ist gewiß. Aber gewifser ist noch, daß ich es war, der Sie in diese Sicherheit hineinhob. Freilich, Ihre Würde als Fahncnträgerin ist schmeichelhaft, aber schmeichelhafter ist noch das Vergnügen, sich von einem fürstlichen Augenpaar bewundert zu sehen, um nicht zu sagen, bclicbäugcll." „Sie wagen es —" „Ich wage nichts, als Ihnen guten Erfolg zu wünschen — in Ihren Bestrebungen." Er verneigte sich und trat in den nächsten Kreis zurück. Laibachcr Zeitung Nr. 62. 533 17. März 1909. »ig, vom Südwinde geschalllell' stille Wächter sind sie und was ihnen die Wellen plaudernd erwählen voll Bin« men dorl oben, die bereits ihre .^öpscheu ileugierig her. vorstreckeu, sie leunen das nnd nicken nur Verständnis» los, es ist ja noch zli früh, düslere Tage lonüllen lloch nach, bis mich endlich für sie die Zeit der Blüten kommt. Gednld bringt auch ihneu — Mtzcheil. Meisen zirpen, mm Ast zn Ast hüpfend, und drübeu aus weißem Grunde erhebt sicl) eiue schwarze Gesell, schast - nnanqenehm kliugl ihr heiseres Gekrächze... biegen oder Schnee bedeutet es, meiut der Volksmu»d. Die beiderseits der Straße liegenden morastigen Wiese» »verde» im Winter stellenweise zu künstlichen Wasserbecken umgewandelt, die so manche Eiskeller unserer Stadt mil ihren spiegelblanke» Eisstücken füllen helfen, linder mit verrosteten Eisen, die mit Stricke» lüllslvoll. gewöhnlich nnr a» einem fuße befestigt »verden, vergnügen sich aus de» scholl triigerisch scheinende» Decke».' Elidlich erreiche ich den Wald u»d ei» gar ge> scbäfliges Lebell, »vie ich es sonst nie bemerken konnte, herrscht darin. Mit Hacke» bewaffnet geht die Torf. jngend daran, die scholl altersschwache» 'Äste abzuhauen, wozu dieses Treibe», das louute ich erst später erfahre». fröhliches Lache» uud Scherze» hallt d»rch de» so»st stille» Wald u»d man zeigt gewiß größere» Eiser beim Holzlese» als »vahrscheiülich anf der harten Schulbank. Über eine kleine Ttembrücke si'lhrt die Straße i»s Dorsche» Pod»tit uud bald daraus bin ich beim Sleiu-bruche. frisch vor»värts, deuu der Weg ist noch laug. Vom Steinbruche au geht's mäßig auswärts; gleich darauf erreicht mau die Nezirlsstraße, folgt ihr ei» Stückchen und Wendel sich da»» beim letzten Sa»dbr»che, durch lieseu Schuee emporwaleud, zwischen föhre»wald der Höhe z», vo» der aus sich einem ei» wniiderbarer Rulldblick über eiuen Teil der Stadt uud die weite Saveebeue bietet. Die roten Dächer von TMo l'elo buchten herüber, im So»»e»gold glänzend. Die tiese Doline rechter Haud isl vo» Rodler- und Slispm'e» durchschllillen »vie das zerschmisle Besicht eines ">teu Semesters. Vo» der obgenannle» Höhe, die etlvas oberhalb dem Prevaluilsattel liegt, leitet eine erst im vorige» ^ahre serliggeslellte Straße zum Höhenorle uud dauu 'oeiter »ach St. Katharina. ,. Ich folge ihr >l»» bis zum Orte' an einige» Stelle» ^st sir schon ellvas „apper", de»» die »varme» Sonnen-Nrahlc, h^^.„ hl>veits <.lrafl; doch was tlit's, bei den. Gefalle werden sich diese Stellen anch überwinde» lassen. Die Rodel nachziehend uud gauz gehörig schwitzend, vlrbrmge ich die ^eit damit, die Straße zu studiere», ^'^' lch in l'j,n.';- halbe» Stunde, allerdings in einem andere» Tempo, abfahre» werde. . Vo» der »e»e» Straße, die elwas »»lerhalb der ^ l'.lschafl eine» großen Böge» bildet, genießt man ei» prachtiges Bild auf »ufere Melropole mit deu Vor-Iladte» li»d Dörfer» Wailsch u»d 5i5la uud deu uoch temveise sch»eebedeckle» Höheuzug v müllerlich iu seineil Schn'tz hält. . .,^^' ^l'eue, die sich einerseits bis z»m >lrim, a»der-"ls bis zn deu A»släusern der Steiuer Alpei, aus-mellei,^ ,st rm weißes feld, uud lonslraslreich treten die ver,chiedene» Ortschaften ans der weißen Decke her° lN'r, ei» »Mldestens so schö»es Ge>»älde wie im Som->»cr, >ue»» alles i» Grün leuchtet. „H'er blickt ei» Tlädtlei» >,»d dort ei» Gefilde, dort ei »es Baches sich schlä»gel»der Lauf." Gleicl, darauf bin ich in TMo l'elo. _^ _________lSchliiß folgt.) — Wicdcrausgabc von Tilbcrquldcn.j Infolge Sistieruug der Ausgabe oou Silberguide» si»d die ver-fügbaren Vorräte an fünf. und Einlronenstücken zur Befriedigung des Bedarfes a» klei»e» Gelduuilauss. mitte!» nicht hinreichend. Die ^slerreichisch.uugarische Bank hat daher ihre Allstalle» angewiese», im falle des Bedarfes a» Stelle vo» fünf- »»d Einkronenstücken wieder Silbergnlde» abzugeben. Ebenso hat das l. l. finanzministerilim die fincmzbehörde» beauftragt, Til« berguldeu wieder i» verkehr zu setze». ^ lÖsscntlichcr Vortra.q.j Gestern abends hielt Herr Pfarrer I. il a l a » im großeil Saale des Hotels „Nilion" einen volkstümliche» Vorlrag »»»e»valt»ngsrat der k. k. priv. Wechselseitige» Araüdschadeil-Versicheriiilgsaiistall i» Graz hat unter voller Würdignug ihrer der Auslall geleistete» Dienste die Herren Oberbuchhalter Inlius Ed > inger uud Inspektor Matthias R o l a sowie die Kommissäre Wilhelm A , ch h o r n und Jug. Kamillo Triule r aus ihr eigeiles Ansnche» i» de» da»er»de» Ruhesiaild versetzt. .li>lder zur Welt l27:3 pro Millel, darunter 3 Tolgeburleu, dagegeu starben 3<» Personen , Schar-lach I. an Tuberkulose 5, infolge Schlagslusses 1, iilsolge Uusalles l, an sonstige» >tra»lhei!e» !^<» Persooe». Unter den Verstorbeilen befanden sich 6 Ortsfremde !^>^j uud l!^ Personen aus Auslalle» l^<»^). In-sekliousersra»ku»ge» »vurde» gemeldet: Wochenbett' sieber 1, Maser» 20, Scharlach 3, Tiphlheritis !, Rot-lauf-7, ägiiplische Augeukraulheit l. . d. M. vormittags war der lilsährige Ausziigler »!>d Maurer Valei'ti» Hrovat ans >!rai,io Brdo. B«' In ihn'iu zartesten Gefühl tödlich vcrlcht, schlm-, ^'na e„n'n Mv.ilent die ^'lngc>,, nichts mehr wn Dcr ycrzog schrill an Ismenen» Teile vor ndcr. „Wollen Sie mit uns Unischau in meiner Ail^ derglUerie hallen, so könnte ich Ihnen den Plal; dl'r Antigone schon bezeichnen, Fräulein Willig." Lina schloß sich ihrer Mitspielerin schweigend nn, welche die Frende des Mends in vollen '',,'iaen "uslostele. " „Dies ist mein Musenm!" ^,, Sie standen in einem Gemach, welches eine tNille kostbarer und seltener. Indnsttieschähe eni-liielt. Ein lanter Nnf des Entzückens nnterbrach ihn. „Hallen Sie also zuerst hier Umschan, Prin^ ^Istll Islnene", scherzte der Herzog, den schweren ^ oppelvorhang zur Galerie auseiimndermffend. "^>r sangen hier an." Und er lies; Lina in den länglichen, hellerleuch' u'lm Muni eintreten, wo Dinstwerk an >tunstwerl ">c ^ande schmückte, feinsinnig geordnet. Hier und "" durch ein Meisterwerk der Bildhauerei unter brochen. „Hier", sagte der Herzog, die Vorhänge lang-'l'M niederfallen lassend, „wandle ich zu später Abendstunde oslmals auf und nieder, eiue geistige Wiedergeburt feiernd. Und hier ist der Platz" — er wies auf eiue leere Stelle au der Waud - „wo Ihr Vild zu sehen fein wird." (5r wandte sich plötzlich an Lina und fragte ernst: „Was wollte Muschler vorhin von Ihnen?" „Meine Hand —" Das Diadem bedrückte ilnen >tops. sie fenlle ihn. „Gestanden Sie ihm vormals das Recht zu. solche Wünsche zu hegen.?" fragte er. sie belrach-lend. „Nie!" „Weshalb versagen ^ic sich !l,mV" Ihre dunklen klugen nahmen den gewohnlen verschleierten Glanz zurück. „Ich fühle für ihn nicht das. was die Wahl der ,^rau allein bestimmen darf", sagte sie ruhig. „3ie wollen von :'lusgleichuugen nichts wissen. Bei Gelegenheil unserer ersten Unterredung sprachen wir schon davon und kamen nichl zu Ende. Erinnern Sie sich?" „Jede Stunde, die mir vergönnt war, in Ew. Hohei! Mhe und in der Nähe Ihrer Hoheit zu verlebeil, wird mir unvergeßlich bleiben", ma»,' ne lief ergriffen. Er nickte. ifortsetzung folgt.) zirksgericht Egg, bei der Reparatur des Ortsbrunuciis als Zuschauer cmwesend. AIs die Arbeiter ei» hölzernes Rohr aus dem Nruuuen zogen, fiel dieses aus das Ende einer daneben gelegeilen hölzernen Stange, wodurch das zweite Ende dieser Stange in die .Höhe schnellte. Hroval wnrde so uuglücklich in die rechte Bauchseite getroffen, daß er »ach wenige» Stunden starb. —<>— - lDaS vrrwilnschcnc Schloß.j Man schreibt uns aus Bischoslack,- Am 15. d. M. gege» !I Uhr »achls brachle» zwei Ortsinsasse» aus All lack i» das hiesige Karliusche Kaffeehaus die Meldung, daß Räuber uud Diebe in das Schloß des Herrn Oberlaildesgerichtsrates Ritters vo» Strahl eingedrunge» seien, ^nch den Miene» nnd Netenernnge» z» urteile», kon»le diese ^'achrichl um so weiiiger einem ^Weisel unterliegen, als die beiden Männer ihre Meldung dem Gendarmerie» Posten weiler erstattete». Die achlköpfige Gesellschaft beschloß einmütig, dem gefährdete» Gutsherr» Hilfe zu bringe». Es wurde» die Nachbar» alarmiert, Jagd» glwehre, Revolver, Hirschfänger und Säbel herbei» geholt nnd verteilt- einer aus der Gesellschaft übel-nahm den Oberbefehl und dann setzte sich die aus zwa». zig Man» a»gewachse»e, auch mit Spaten und Sensen bewafsneleSchar im Laufschritt über die kotigen Straße» i» Neweguug. Vor dem Schlosse »vurde gehalten. Aus den Befehl! „freiwillige vor", traten zwei handfeste Bursche» vor- ma» bewaffnete sie bis cm die ^ähne' del 5lon!ma»dn»< verieille das gauze Aufgebot nach einer Ordre de bataille um das Schloß, a» de» !?r'i^ »var nach drei» monaüicher U»ters»cl,»ngshafl aus freie» fuß gesetzi »vorde» und staild i» seine» ^ivillleider» vor dem Ge> richte. Der tel»perai»e»tvolle Verteidiger, ein ehe-maliger Gerichtsbeamler, Dr. Ljubi^, uahm sich seiues Clienten fehr »varui a». Dieser leugnete rundweg jede Teilnahnle all dem i» Lnibach verilble» >lasse»einbr»che ab u»d ivvllte vo» deil Einbruchswerkzengen, die er in einem Laibacher Gastlolale zur Aufbewahrung über-geben hatte, nichts wissen. Er gab uur zu, sich am 17. Dezember 1907 auf der Durchfahrt von Trieft »ach Wie» einige Stunde» auf der Südbahustaliou i» Lai» bach aufgehalten zu habe», ^oren, der in Laibach sehr gut Bescheid »vußle, hatte im Jahre IWk bei der Wiene: firma Union gearbeitet uud n» der Policmastraße Nr. I,"! gewohnt.' Die Polizei verhaftete ihn am 5. März des gleichen Jahres wegen Diebstahlverdachtes, ließ ihn photographiere» und dann, weil leiiie Beweise erbracht werde» ko»»te», i» sei»e Heimatsgememde St. Ruprecht, Bezirk Gnrkseld, abschiebe». Der Mitangeklagte Iedrej-,',<' bezeichnete sich als ei» Opfer des ,^ore». Auch er wollte vom >lafseneilibr»che bei Iela^i» »ichls lviffe». Er erzählte, daß er bei einem Besuche des Karl Nore» i» filime mit einem unbekannte» Mann zusammen, gekomme» sei, der die beide» zum Einbrüche bei Maz. zoui i» ^ara verleitet habe. Der dritte Angeklagte ,^ gab a», mit ,^nrl Koreu läugere ^eit ciilf de," P" lo»e»dampfer „Gödöllö" gearbeitet zu habe»,' ."^0 habe ihn, eimlial einige Werkzeuge, d,e er l'" ""^ -iverkzenge hielt, z'.r A,.fbe>oal)ru., pressiiligen geübt habe, laiige schl.m aufgehört habe, ein Schreckmittel zu sein. — „Palitila" stellt fest, Oster-reich.Ungar» bleiben uu» in'ch zloei Wege übrig, enl» U'eder die ^)Nslimmn»g zur .^imifereuz zu erleileu ».'der durch weitere Trohnngen eiues Ultiniatnms deu Versuch sl'rlzuse!.',eu, Serbieu zu direkten Perhandlnngen niil Österreich-Ungarn zu Mingen. Da jedoch beide Wege für Österreich.Ungarn doriienoall feie», sei es wahrscheinlich, das; der Minister des Äußern, Freiherr onn Aehrenlhal, et>r>as drittes ».'ählen »r>erde, uämlich den Versnch, die Großmächte zu bitlen, ihn aus der uu> augeuehmen ^age zu retten, in die er fich selbst gebracht hat. — „Veogradsl'e Rooiile" hebeu hennn, wenn Lsterreich-Uugaru für deu abgeschlossenen Haudelsoer-lrag, der für Serbien äichersl ungünstig sei, die ^u-stiminung der Parlanienle nicht hätte erlangen lönueu, dann sei es oon Öslerreich-Ungarn »«ehr als dreist ge> Wesen, Serbien günstigere ^inizessiauen a,lzubielen. — „Mali ^urnal" führt aus, das; die ^'egieruug befser l'll'tau hätte, auf die österreichisch.ungarische Mle in, schärferen Toue zll eru.'idern. Österreich.Ungarn habe Serbien so rüel nud solange malträtiert, das; man leine snUiinentalen Rücksichten mehr gegen Öslerreich-Ungari, >>ben dürse. Tie Stunde der Abrechnnng habe geschlagen. " . „Hamba" sagt, Oslerreicl,'Ungarn sei um eiueu Miß» erfolg reicher. Die serbische Antwort werde auch in alleu l'ünwäischeu ^iesidenzeu einen sehr guten lHindrucl her» l-wrrusen. Während die österreichisch.ungarische ^iole lnnu i). d. M. ein uenes, sehr empfindliches diploina-l'sches ^iaslo Österreich-Uugarns fei, sei sie gleichzeitig l'm neuer, sehr bedeutender diplomatischer Erfolg Ser-b'ens. Ncrlin, IN. März. Der „Vossischeu Zeitung" U'ird aus Petersburg gemeldet: Eine Anzahl russischer Ge-ll'hrter »nd Poliliser, daruuter der Präsident der Dinna, "lassen einen Ansrus an das serbische Vols, ii, »oelchen, ^^llärl wird, die Eilwerleibnng Nosniens und der Her-^glwina tonne nur nach einem Referendum an die ser» b,sche Aevöllernng recht inäßig ioerdeu. Berlin, !l,. März. Der „l^olalauzeiger" meldet a»5 Paris! Der französiscl,e Gesandte .in 'Belgrad wurde Zugewiesen, der serbischen Legierung eine Note sol-s!">deu Iuhalls anzuraten! Die Annexion, welche durch das Ablommen geregelt >!<, bietet Serbien leinen Anlas; mehr, irgeud loelche politische oder territoriale Ansprüche z» erheben. Ser-men nimmt keiueu Anstand, dies mit dem Ausdrucke der Erwartung zu erklären, das; die Mächte Serbiens ^'ll^n, mit großer Selbswerleuguung zur Erhaltung des Friedens beizutragen, richtig einschätzen werden. , Berlin, I«. März. Die „Vossische Zeitung" schreibt "''Leitartikel über die serbische Antwort! Die Verhält-NM ichreiten im,,,^- weiter einem Wasfengange z». Serbien will trotz der Vorstellungen aller Großmächte, trotz des c'ntgegenkommenden Schrittes des Grafen 7vor. glich nicht einlenken. Es fordert den Krieg frevelhaft heraus. Der Habsburgischen Monarchie kann ein solcher «r,eg wenig Ehre und noch oiel »veniger materielle» ^'itzeu bringen, aber was will jemand machen, in de^eu R>ade em kleiner grimmiger Köter sich verbeißt? Ncl.qrad, 1N. März. Die Sk»p>,ina nahm eine Ge,elM>rlage betreffend eine» Nachlragskredil fnr .Veere.'anor»,t,,»g('n i>» Betrage oon 5,,:z5<>.<»„<> Di> ar '»d e.ne» ^achlragskredil von 5..0..KX» Dinar fü7ver->lm"'chc' Zwecke des Ministeriums des Ä ße u' au Pciorsburc,, !g erzielt uiid das Protokoll darüber unterzeichnet, doch müßte wie rs heißt, die vo» der ^ürkei angestrebte ^ignidntio» dei gesamte» Kriegsschuld späteren Verhaudlungen vor-beHalle» werde». KoustlNltiuoPl'l, !l^. März. Die serbische Gesa»d». Ichasl richte! an alle türkischen Blätter eine Milleilnng nber die gestern alls der Pforte abgegebene Erklärung, daß Serbien keine kriegerischen Absichle» bezüglich des Eaudschak Nooibazar hege. , -Uonstantinopel, IU. März. „Srbesli" schreibt! Da d'e Erreguug in Serbien nicht aushört, die Serbeu aus >hre ^orderungeu nicht verzichte!,, welche Österreich. Ungarn »icht akzeptiert, uud die serbischeu Nüstnnge» mn'n Grad erreicht haben, der die Aufmerksamkeit 'dei Mnte erweckt, ist der Ausbruch eiues Krieges zwischen ^Nl'rreich-Ungarn uud Serbien nicht uuwahrscheiulich. ^s^s"l ralung des Haufes auf das außerordeullichsle beschleu. nigl »oerde. — In fortgesetzter Verhandlung des Relrnlenlontingeiites spricht Abg. ^ r e sl i» böhmischer Sprac!,e, woraus Abg. H r i b a r erklärt, die Südslaven besitze» zum gegeiOvärtigeu Ministerium lein Vertrauen, uud meiut, sie betrachten die Berufung des Grafen Elürgth und des Dr. von Hochenburger in das Ka-binett als eine Heraussorderuug. Reduer beschäftigt sich sodauu mit der auslvärligen l^age und erklärt, er »viirde es bedauern, weuu die Monarchie nicht alle Mille! uud Wege versnchen wiirde, eiiiein Kriege mit Serbien ans-znweichen. Dem slaviscl,e» Volke wird die Möglichkeil der freien, ungehemmten Entwicklung nicht genommen werden können. Der Redner beschäftigt sich dann ein-gehend mit den Vorfällen i» Laibach im September v. I. und erhebt heftige Anklagen gegen Leutnant Mayer. Er meint, es wäre Pflicht des Kriegsministers, über das Geschehene eine kriegsgerichtliche Untersuchung eiuzuleileu. Redner empfiehlt schließlich eine Resolution zur Annahme, i» welcher die Regierung ansgesordert wird, unverzüglich dem Abgeordnetenhaufe das Ergeb-»is der über das Porgehen des l. u. l. Militärs an-läßlich der in Laibach am 18., !9. und Ä». September v. I. slallgefnndenen Demonstralionen durchgeführten Untersuchung mitzuteilen und den am Blutvergießen schuldlrageudeu Offizier in entsprechender Weise zur Rechenschaft zu ziehen. Der Präsid e n < erllärt, daß er nach dem H 35 Ut. Wir tragen die Rede des Ministerpräsidenten morgen nach. Anm. der Red.j Nachdem noch der Abg. Udrxal gesprochen halle, wird die Verhandlnng abgebrochen. Schluß der Sitzung um 8 Uhr. - Nächste Sitzung morgen X» Uhr vormittags. Pcrsicn. Teheran, !<>. März. Die andauerude Gärung im Reiche hat den Schah veranlaßt, Vorkehrungen zur Beruhigung des LandeS z» treffen. Ein zu diesem Zwecke abgehaltener Ministerrat hat sich dahin aus» gesprochen, daß Mitglieder aus den verschiedenste» Klasseu der Bevölkerung mil der Ansarbeitnng einer .Konstitnlion zn betrauen seien. Der Schah genehmigle de» Vorschlag, einen Bürgevrat von 00 bis 7«> Personen zn ernennen, der mit seinen Arbeiten in den nächsten 5age» beginne» soll. — Gesler» hatte der Schah eine zweistündige Beratung mit dem russischen Geschäftsträger. Verantwortlicher Ncdaltcur: ?lnwn Funtel. Verstorbene. Am Ib. März. strcniz Ltl'rmsa, Ichnciderssohn, 4 I,, Sparlassastrcche II. ^lnr^lli-^limimmii»,. Am 1--- ^lindcstl)catcr in ^aibach. 97. VorMm.g, Unqcrndcr T°ss. Heuie Miitwoch den 17- März 1»«»tt ';,nu zwritc'Mial: Madame Nutterfly /,^ Ul,r, ^________Ende 10'/. Ul,r. • siTli) 4 2 •''. Mclcoroloqische Beobachtunssen in Laibach. Errhühr W !> S. schwnch teilw, bew. 17.> 7 U. ss. 7li8 ^ ! -1 '5 O. mäs; Das Tagesmitlel der gestrigen Temperatur 3 2°, Noi-male Ii 7°. W rttciuo raus jage für den 17. März: Fin Stpirr. mart, ttnrntrn und jid r a i n: Vcx-wiessenb trübe, ir ' Winde, llliiil^lül-udc Triliperatur, undeständifj; für das > laud: vorwiegend trübe, milde, allmähliche Besserung. EeiSlnische berichte und Beobachtungen drr ^tllibachcr Ordbebcnwaitc lOrt: (^sbäilbe der l, l, StacUs'Obrriealschule.) Lage: Nördl. Breite 4ii' 03'; Östl.Länge vuu Wreenwich l4°8l'. Bledenberichte: Am 16. März im Sulzbergtaie und Nonbergtale wcllenförmisser Erdslos;, Vodcnuuruhr a», 17. März schwach zunehmend. Bei KINDERKRANKHEITEN Ärztlicherseits mil Vorliebe empfohlen. Korkbrand Bei Magensäure, Soropheln, Rachitis, Drüsenanschwellung, Katarrhen, Keucht1 u"ien. Niederlage hoi den Herren Mlohael Kastner und Peter Lassnlk in Laibaoh. (042) Kinematograph Pottii (früher Edison). I *i-OL;-i-;iiii tu vom 17. bis 21. März 1909: 1.) Ein allortümlicher Helm (komisch). - 2.) Das giftige Kraut. (Drama). -- 3.) Der Stierkampf in Nimes (Natur). — 4.) BaueniHtreit (Drama). — o.j Die Geschichte dor Fee (koloriert). 5.) Die Verehrer der Küchin 'sehr komisch). Märzenlufi «nd Märzensianb sind hale »nd gen gleich grfälirliii, un,^ nanilutlich ällcle Pi-rsoni'H. dir viel iin ncsäilossrnrn Zimmci' ail'^ilru, und endlich ^ sollten sich vor itnrn Elliwilluilgen hüten. Es w»rd mancher Lcier danluai- sein, wenn wir wirder auf ^al^ >>,,,, Sudaner Minerlilpastillen hinwrism, die so erprobt find, dnsl sie einer bcsulidcren Elüpscylung taum «och bedürfe». 1 Vabilo na Kill. redn! ohèni /lor „Vzajemne zavarovalnice proti požarnim škodam in poškodbi cerkvenih zvonov v Ljubljani" ki Be bode vröil 15. aprila ob 3. uri pop. v društvenih prostorih. Dnevni reds 1.) Uaèunsko poroèilo nadzorništva. (984) 2.) Poroèilo revirorjev. ;{.) Odobravanje letnoga racuna za leto 1908. 4.) Dopoluilna volitev iiadxoriiiš »7,5 97 35 l»6«er Stantslose 500 fl. 4"/„ ,54 85 15« 8b 1860er „ 100 fl. 4«/„ l>0l>-50 213 5,0 1864er ,, 100 fl. , , !2»',8 50 272 50 1864er ,, 50 fl, , , 26« 50 »72 50 Dom.-Pfandbr. ^ !20 fl, 5"/„!290-- 294— Staatsschuld der im Hleichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Oesterr, Goldrente steuerfr,, Gold per Kasse . , , . 4"/« 11435^114 55, Oestcrr. Rente in «ronenwäh.,.! steuerfrei, per Kasse, 4"/„ 83'^5 93 65 betto per Uüimo , , 4°/«! 93-40 83 60 Lest, Investitions-Rente, steuer- frei, Kr, per Kasse »'/^/n 83 95 »4 1b Eisenbahn' Etaaisschuldverschrtibnngen. Elifabeth-Bahn i. H,, steuerfrei. ! zu 10,000 fl, , . . 4"/« 11365 114 65 Franz Iofeph-Bahn, in Silber! ! /<"/„ l1L'30,1lü'3<) Galizische Karl Ludwig-Bahn > (diti. Et,) «roncn . 4"/n 94 15^ 95 15 Rudolf Bahn, in Kronenwähr.! fteucrsrci, sdiv. St,) , 4"/./ 9450 9b 50 Vorarlbcr^er Bah», stenerfrei,! 40» und 2000 Kronen 4"/„^ 9b—^ 96 — ,^u 2t aa«sschu düngen adneftempeltc haliN'Attien. Hlisabeth-Bah», 200 sl, K. M. i 5'/!°/n von 40« Kronen , 453'— 4b7 — detto Linz-Budweis 200 fl. o, W. in Lüber, 5'/<"/„ - !41b — 418— detto Ealzburg-Iirol 200 fl. ü. W, in Silver, 5"/« . . «b — 42N-— »remstal-Bah» 200 'md 2000 Krone». 4"/„.....193—195'— Geld ! Ware Vom Staaie zur Zahlung ülicrnummcne Eiscnbah>»> Priolitätö'Oblissatilluen. Äühm, Wcstdahn Ein. 18!>5>, 400, 2000 u, 10,000 Kronen 4"/„ 95 2K 96 25 Elisabeth Bahn «00 n. 3000 M. 4 ab 10"/n...... ilS 2b 117 25 Elisabelh-Uahn 400 u, 2000 M, !"/«........ N6 25 N7'25 Ferbinands-Nordbah» , Silber, 4"/„ . 9475 85'75> U»a, Ga!iz,Bali„ 2No fl, S. 5"« 1<8 70 10470 delto -«00 u. 500«! X »'//'/n 86^70 8770 Porarlberner Aal)» 5 4"/» »»ss, Rente in Kronenwähr., steuerfrei, per Kasse , , 9<>'!»5> 91 15 4"/,. detto per Ultimo 9» 90 !»i'!„ 3'/,"/» detto per Kasse . 81 35 81 55 Un«. Prämienanleihe » 100 fl. l»2 25 i»e 25 detto ^ 50 fl. 19225 lüU 25 Theik.-Ress.-Lose 4"/„. . . . i4O'/>0li44 50 4"/„ unss. Grund 'tl.^blig. . l»2'10 93 <<> 4"/„ Iroal. n, sll> Grundentl. Obligationen .... 9375 94'75 Andere öffentl. Anlehen. Bos». La»de«anlcl,en lbiu.) 4"/« 91'85 92»5 BoÖN.-licrcra. liisenb,-Landes- Anlclien ldiu.! 4>/^/„ . . 97'4b 98«! 5"/n Nona» Ren,-Anlchen <»'« >03 20 —-— Wiener VerlehrsaiUchr» 4> . Uk'3<> 9630 detto «900 4"/« 95 30 !!«! ^) «»leben der Stadt Wiru . . 101 .'»o lU^ 50 dcttu detto (Gas> v, I. 1898 . 94 »0 »5 «l< detto (<3Ieltl.1 v. I inoo 94^75! !^l» 75 detto v. I. 1902 95 10 ULK, detto V. I. 1908 . . , >.»5'4«> !!!> 15 Böiscnbau-Anlchenucrlosb. 4"/„ 95.8» 96«0 Russische Staalsanl. v. I. l!>«6 f. 100 X per Kasse . 5"/« 95'9d 9645 detto per Ultimo 5"/« !ib'85 9« 30 Äuln.Staati-Hlipotlielaranlehen 1892......6<7„ 121 — 122 - ! Gelb Ware U»la. Stnals-Goldanleihe 1907 f. 100 Kronen . . 4>/?"/n 86 05 8705 Pfandbriefe usw. Bodcnlrebit, allss, üslerr., in 50 Jahre» verlosbar . 4"/« 939« !»4'!)0 Böhm. Hlipothcicnb.. uerl. 4"/n "»'6" «" 6« Zentral,-Bod.-.«rrd,'Vl,,l!sterr,, 45 Jahre Verl. . 4>/2"/„ <01 — 102 - etto 65 I. Verl. . , 4«/„ 96 50 97 50 Kred, Inst., üsterr., f,Vcrl,.Unt, u, üffentl. Arb. «at. /^ 4"/« 93-50 945>» La»dc«b, d, «önigr, Galijien u Ludom,, 57 '/2 I. riictz, 4"/« 93l>0 94-5.0 Vlähr, Hl!po!hele»b,. Verl. ^V» «5751 !<6 75, ^i. üsteri.La»dcs-Hl,p.-Vlnst. 4"/„ !>6 !»« 97-,0 dcttu inll. 2"/„»r, uerl, 3>/^°/„ 8825 8!,-25 detto K,-Ech»ldsch,ucrl, »'/,"/., ««25, 8!»-25 detto verl.....4"/„ 96'25 972s, Ocsterr,-ui>!i, Banl. 50 Jahre Verl., 4"/„ ö. W ... 9785 98 85 del!« 4"/„ Kro»c»-W. . , 985» 9ü 50 Sparl.,I,>l!erl.4°/„ 99— —- Eisenl»ali«-PrioritätS-Obligationcn. Oesterr. Nordwestbah» 200 fl. T. wl- - i!>5 — Swatsbah» 500 ssr.....40U-!4»4- Vübbal!» k 3"/<, Jänner Juli 50« ssr. (per Nl.I . . . 2L5 75, 267-75 Südbahn a 5"/„ 200 fl. So, G. 118 - 119 -- Diverse Lose. «Per Elüct.) Verzinsliche Lose. 3"/„ Nubenlredit Lose Cm. 1880 273- 27!,-- - detto Ein, >88<> 2<>5 - 271 — 5"/n Nona« Regn!, Lose 109 sl. 260'b«, 26tl 50 Seib.Präm.-Anl.pionssr.«"/, »?^ 98- Nnuerzinsllche Lose. Vudap. Basilila ,Domban) 5 sl. 2» 65 2«' 65 Krediüosc l«0 fl...... 464— 474- Clan, Lose i0 fl. ».-M. . . 145— 155 — Ofener Lose 40 <>...... 212— 222- Palfsi, Lose «0 fl, K.-M. . . >91— 20,- -Roten Kreuz, oft. Ges. v,. 10 fl, 5125 5,5 25, Roten Krcnz, »»«. Ges. »., 5 fl. 30-25 32-25 Rudolf Lose 10 fl......67— 71-^ Salm-Lose 40 fl. K-M. . . 246 — 256 -Türl. E.-B.-Anl.-Pran!. Oblig. 400 Fr. per Kasse . . .181-25 182^5 detto per Medio . . . 17975 180 75 Geld ! War, Wiener Komm-Lose u. I. 1874 487-z 497-ew,-Schd,3"/„Präm..Schuld. d. Vudenlr-Änst, ltm, 1889 > 70 50 74 50 ! l Aktien. z Tlanspl>r<»nternehm«n„tn. , N» 200 fl. per Ult. 995— 1005 -Do»an-Dc»»p!ichi!fahrts-Ges..1., l. l. priu., 50» sl, K, M. . 863'— 873- Dnx-Budcnbacher Eilend. 400Kr. ?>47-— 5:,2- sserbinands-Nurdb. 1000 fl.KM. 5110 — 5150-Kaschcn! - Oderbelyer Eisenbahn 200 fl. S.......855-50 35750 Lemb. Czcr». Iassn - Eisi'nbahn- Gesellschaft, 200 sl. «. . 55>l-.- 55,3 5« Lloyd, üsterr., 40» Kronen . . 402'^ 4«,« — Oesterr. «uiowcslbal,!!, 20»fl.V. 443 50 445 5» d»'t,o ,lit,. l!)20»fl.S.P. Ult, 44l- 444- Praa,.L»x.er Eisenb, loufl.abssst. 217— 2,!»- Ntaatseisenb. 20« fl. L. per Ult. 663- - 684- Nüdbah» 200 fl. E. per Ultimo 9910 loa-i» Nübnurddeutiche Verbindungsb, 200 fl. K.-M.....395'" 397 - Transporlssesellschast, internat., «I.-G., 200 Kronen . . . 90— 10« — Unssar. Westbahn (Naab-Graz) 200 fl. S.......4«9— 411'— Aienrr Lolalb.-?llt,-Ges. 20« fl, --'— 20«-— Bauten. NnnloOcsterr. Banl, 12« sl. . 280-25 2!!1 25 Bllnlurrein, Wiener, per Kasse ^ - - - dettu per Ulümo 511 75 5.1275 Vodtnlr..A»st.,alla..öst.,:>N0Kr. 1055- !i«61— Zeütr.-Bub. Kredbl.,üst..200fl. j 530— 535 — Kreditanstalt für Handel und Gew., 320 Kr,, per Kasse . — — — detto per Ultimo <>135« 614-50 Nreditbanl, lin«, aNa., 20» Kr. 71«— 717 — Nepositenbaül, allss. 200 fl, . 447— 448— Eslumptc - Gesellschaft , nieder- österreichische. l»N Krone» 567— 570 — Giro- », Kasse»«., Wr., 20» fl. 45.1— 453— Hüpolhl'lenbl,, öst., 2»0Kr. 5"/„ 285— 287 — Länderba»!, ösl , 200 fl, p, Kasse — — -'— dctlu per Ullimu 421— 428— «Merlur», Wcchsels 50 Uüioüda,,!, liühmische, 10» fl. , 246- 247 — Aerlelirobanl. nllss,, 14» fl. . Nl0'- 341-50 Geld ^ W^ne Inbustrieuntcruclinlnnne». Aannesellschaft, allgei», iisterr., 1«» nvcrlchrs-Anst.,i!steri.. 100 fl........ 383— 387 - E!se»blll»!w.-Lc!hn, erste, 10» fl. 189— Ii3 — «Elbemühl», Papierfaliril und Verl. Gesellschaft, 100 fl. . 171- 173' - Elellr. Ges.. allssusterr.. 2»afl. 875— 3"U — Elclir. Ges, inler», 2NN fl, . — — — — Elellr, Ällic» Ges,, ucreinisstc . 2N3— ?0« -Hin!erbcra,er Patr-, ^iiudh,- n, Met,-ssadril, 40» Kronen , lültt- 1014 — Licsi»a,er Vra»erci >n» sl. . . 2>5— 21u — Muitta» Ges., öst, alpi,,!', 1»»fl, «19— S20 — «Polbi-Hütte», Tiesi,'In»s!stahl- ss, «ll.-Gssl-llschas!, 200 fl. 400'— 405 — Praner Eilenindüslriencsrllschast 200 f!........ 2306— 231U Rima-MnraiM-Lalno-Tarjaiier Eüe»w 100 sl..... 50825 50!!-25 Salnu Tarj. Steinluhlen 10« fl, 536 — Ü4I — >Schlone!!NÜl)l',Papierf..2U0fl. 302— 30«— «Schodüiea.. A.-G, für Petrol,- Industrie, 5>»o »imis» . 39N— 405 — «Slelirermülil», Papirrsaliril u. Verlan«nescllschaft . . . 41«'— 417 — Trisailer zluhlenw-Gef. 7« fl. 257 — 259 50 Türl. Tal'alreaieaes. 200 Fr, per Kasse....... —— — — betto per Ultimo 331— 33,>' — Wafsenf. Ges., üsterr., 10« fl. . 597- 602 — Wiener Vaunelellschnft, 100 fl. 13» — 143 — Wic»erberner ^ienrlf.Ätt. Ges. 679- «83 — Devisen. Kurze Sichle» nud Scheckö. Amsterdam....... 198 - N»8 25 Dentsche Banlplähc .... 11715^ 117 3,'< Ilalienische Äanlplätze , , . 9467 94 87' London........ 240— 24» 3ü Paris......... !»5 1» !'5>-25> Lt, Petersbür«...... 252— 252 5« Mrich und Basel..... 9512 95» 27 - ! Valnten. ! Tnlaten........ 1133 11 »7 20-Franlcn-Stüclc..... 1905 1908 2«-MarlS>ncke...... 2344 2!!-5» Teutsche Riichöuaulnotc» , . 11717^ 117 !>,'> Ilalicnische Banlnotrn , . . 94'N0 94-80 Rnliel-Nute»....... 251» 2 52 F^Eln- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. __________Los-Versicherung._________ J. C Mayer Bank- und Wechsl(;rj;eschäft Privat-Depots (Safe-Deposit?) ¦ unter eigenem VerschluO der Partei. Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Glro-Kiiti.