Deutsche Wacht. ktAmf* fr1eitaae »Die 6üb«atf fttr «> >n^.«Ins«en Ort ?n> und BuUanix* nehmen Rntftgen mtgcjoi. Zn «Mi a»Ocn selch- beim »erwaller btt .Deu Ischen Bucht* Herrn ffl, Oft#«. Haiiptoia» <. ebener«» nbararMn Mm. imkritr grtft: »ittmvt mib Sam«ug 10 Übe Sormltta«. s»,-chst,mben von II—12 Übt Mtmlitn«« inib oos 3—5 Übt noch mittag. Sb«n Mi Her»»«. pa a» »«waem« II—12 U)t romtttag4 (mtt »usnabxie » »nb s«nm»z> — Xe!>ain«tl»nen sind portofrrt. — Brrichov, bara Berater um Hciactrar luibttanitt ftnb, Uttnat tiiibe beeiU« AiMtflt «erden. Ku«Mitfte werben auch In btt BiuMaiiMrag de« Herrn S$t1( Ratch bereilwiSig» ertheilt. BBS— ____ __ —^ Nr. 64. Cilli, Sonntag den 11. August 1895. XX. Jahrg. ?anssavismus unter den Ktovmen. I LT. In der Cillier Gymnasial frage haben, dank >'sachlichen Haltung der Mehrheit der deutschen be^rdneten. die Slovenen einen neuerlichen, aber xitiAt ebensosehr auf Kosten des österreichischen Ernt als der Deutschen gehenden Erfolg er-;»M. Man ist — darüber kann kein Zweifel mtrn — gerade von „oben" herab mit vollster lingit gegen den berechtigten Widerstand der kästen und für die slavischem Größenwahn ent--^mgnicn Forderungen eines Häufleins windischer iJtocaten, welche sich als die „Führer der flove-Hat Nation" gehaben, vorgegangen. Kelche großartige Rücksichtnahme muss demnach t Staat Oesterreich diesen Slovenen schuldig k. von welchen politischen Tagenden unfchulds-Ma Reinheit und nie wankender Treue müssen ifimbar diese Slovenen gegenüber dem österreichi fai Elaatsgedanken, gegenüber Kaiser und Reich Mi sein! Um, wer in den gesegneten Fluren südwärts k trau und im Flussgebiete der Sann und der itemSooe einigermaßen bekannt ist, hat sich in fefn§ii,ficht schon längst seine Gedanken gemacht. j»Micklich aber kommt sehr zeitgemäß eine djntl aus Laibach, welche auf die gut öfter Msche Gesinnung der windisch-nationalen Agi-tarn sin ganz cunofes Streiflicht wirst. Der jtovenski Narod", das südslavische Hetzblatt fr Braia, Kärnten, Untersteiermark, Görz und Knn, richtet plötzlich seine giftigen Waffen gegen In Hschof von Klagenfurt, Dr. Kahn, mit welchem tk Sownen seit all den vielen Jahren, in denen r t« Aurker Diocefc leitet, stets sehr zufrieden waren, während die Kärntner Deutschen bisher mit Bedauern wahrgenommen hatten, dass Bischof Kahn, obgleich selbst ein Deutscher aus dem Möll-thale, der flovemschen Agitation de« Seelsorge-clerus nicht wehrte und überhaupt seine Sympathien ziemlich einseitig den Slovenen zuwendete. Dem Bischöfe wird zum Vorwürfe gemacht, dass er die Leitung der bischöflichen Kanzlei deni bisherigen Vorstande, CanonicuS Lambert Einspieler. abnahm und sie einem Deutschen übertrug und überhaupt in seine nächste Umgebung, von der er Rathschläge vernimmt, neuestenS deutsche Priester heranzog. Weshalb mag der Bischof das gethan haben? Ist er vielleicht unter die Deutschnationalen ge-gangen oder ist auch ihm wie den Deutschliberalen im Reichsrathe die Cillier Frage zu Kopfe gestiegen? Nichts von alledem! Der Bischof von Klagenfurt hat einfach nicht länger ruhig zusehen können, wie die von ihm bisher so liebreich begünstigte slove-nische Geistlichkeit sich immer mehr und ungenierter jener panslavistischen Richtung überlässt, welche leider von Kroatien und Dalmatien her längst in die geistlichen politischen Kreise Jstriens und Krains und von hier weiter nach Kärnten und Südsteier-mark eingedrungen ist. Wer mit den Verhältnissen in den wendischen Landen oertraut ist, weiß, dass der slooenische Pfarrer und Cooperator fast durchgehend» sich sehr viel mit Politik befasst und dass namentlich in Kärnten noch zahlreiche tschechische Geistliche dazu kommen, welche mit besonderer Leidenschaft das nationale Slaventhum predigen und sich als Pro-pheten panslaoistischer Anschauungen geberden. Dass in Kram schon vor Jahren viele russische Sprachlehrbücher in Verkehr gesetzt wurden, hat Feuikletvn. vom veutschen Michel.* Zl» tschechischen Vereinshause rüstete man sich st am großen volklichen Feste. In dem Aus-ijp! befand sich auch der ehrwürdige Herr fprar, der vor Monden zum erstenmale den 2rj:|ifitn Michel in» tschechische VereinShauS hin-Und da es dein Michel damals so fans gut gefallen, verfiel der Pfarrer aus den letaler., ihn auch zu diesem Feste einzuladen. Z« Festabend kam, die tschechische Opferwillig-U (tränte von allen Seiten herbei, arm und nii Ml und nieder, bot sich freundschaftlich die heid. Und unter den Gästen war auch — der taifdx Michel. Einem biederen Bürger, dem er «s dm Heimwege begegnete, antwortete er auf k» Scrrourf, wie er so selbstvergessen ein tsche-tödrt Fest besuchen könne, er gehe heute dahin, wgm dorthin, er sei ein Freund des Friedens tä bleibe bei alledem das, was er immer war, itwtfcher. lLÄftverständlich wurde der Deutsch« Michel ti best freundlichste begrüßt, der Obmann des jtf drückte ihm die Hand und ein Herr in fcr lschamara wies ihm einen der besten Plätze o. Hatten sie doch wenige solch noble Herren da -, fahrt wusste der Festausschuss gut, was er ». Ter Michel hatte ja Grund und Boden und Iwtchen Batzen, den er von seinem Vater ge-«St. II« dann Mädchen mit bebänderten Cigarren, ' tr,i San »Teulschcn Statt" in Brunn, mit Sträußchen, mit Losen und anderlei Dingen von Tisch zu Tisch giengen, da stellte auch der Deutsche Michel seinen Mann und kaufte mit un-erhörter Verschwendung ein. Eben kamen zu dem Tische, bei dem Michel gesessen, ein behäbiger alter Herr mit seiner Frau und zwei Töchtern. Die Jüngere hatte markante Züge und musste auf den heute so regen Deutschen Michel einen ganz besonderen Eindruck gemacht haben. Wie ich später vernommen, war jener Herr Director einer deutschen Fabrik und die Frau aus reindeutschem Haus«. Ihr seliger Vater, der im Gemeinderath gesessen und sich zu den Führern der deutschen Partei gezählt habe, hätte wohl nimm«r seine Tochter dem damals schon als Buch-führer fanatischen Tschechen gegeben. Allein nach seinem Tode geschah es eben anders. Sie wurde seine Frau und damit eine Tschechin. Sie war nicht die erste und auch nicht die letzte, denn leider unterliegen alle von Haus aus deutschen Frauen dem gebieterischen Einflüsse ihrer tschechischen Männer. Der Deutsche Michel also plauschte und plau-derte mit dem schönen Töchterlein tschechisch, so gut es gieng, und lachte und scherzte, als hätte er heute fein Glück gefunden. Es war ein halbes Jahr um, da hörte ich eines Tages vom Säckelwarte des Deutschen Schulver-eines, dass der Deutsche Michel aus dem Vereine ausgetreten und dass er sich mit Ludmilla L., der jüngeren Tochter des Fabriksdirectors, vermählt. Es hat mich diese Nachricht wohl nicht überrascht; denn soweit mir der Deutsche Michel bekannt war. musste ich ihn der thörichsten und schändlichsten seinerzeit die Oeffentlichkeit vielfach beschäftigt. Es war damals eine ganz gewöhnliche Sache, dass in den „Citalnicas", den slooenische» Casino5. auch im südlichen Steiermark und Kärnten die Begeisterung für das große mächtige Slavenreich des Nordens eifrig gepflegt wurde, und Kenner des Lande» brachten das mit der Thatsache in Zusammenhang, dass der russische Consul in Corsu alljährlich seine Sommerfrische in der schönen GebirgSwelt von Oberkrain verbrachte, nicht ohne zahlreiche Ausflüge im ganzen slovenifchen Gebiete Süd-Oesterreichs zu unternehmen. Man wird sich noch erinnern, dass der Erzbischof von Görz vor wenigen Jahren gezwungen war. mit bemerkenswerter Schärfe gegen die panslavistische Propaganda aufzutreten, die unter dem ihm unterstehenden Curat-CleruS sich immer vordringlicher bemerkbar machte. 'Jhm hat auch der Bischof von Klagenfurt sich genöthigt gesehen, dem Ueberschwange des Slovenen-thumo in seiner Geistlichkeit entgegen zu treten. Canonicua Lambert Einspieler ist, wenn wir nicht irren, ein Bruder des gewaltigen Agitators Pfarrer Einspieler, unter dessen Augen vor wenigen Jahre» in Arnoldstein anlässlich der Wahlen jener politische Mord geschah, der damals die ganze österreichische Presse beschäftigt hat. ES ist wahrlich höchste Zeit, dass endlich einmal ein besserer Sinn und die Friedensliebe wieder einkehre in diese Kreise, die so großen Einfluss auf die Gesinnung der Bevölkerung besitzen. Aber das muss vor allem in den bischöflichen Seminarien versucht werden, wo ja, wie bekannt, im öster-reichischen Süden ein deutscher Nachwuchs schon seit langem nur mehr in äußerst geringer Zahl zu treffen ist. Es fei da insbesondere auf die That fähig erachten. Mein es regte sich doch in mir ein Unwille und es empörte mich geradezu, als ich hörte, dass Ludmilla's Vater feine Tochter nur unter der Bedingung hergab, wenn der Deutsch« Michel sich und seinen Einfluss in die Dienste der Tschechen stelle, und dass der Deutsche Michel in seiner Verlotterung darauf eingieng und so zum Verräther seiner deutschen Mutter, seine» deutschen Vaters, zum Verräther seiner deutschen Heimatstadt und zum Verräther seines deutschen Volkes wurde. Der ehrwürdige Herr Pfarrer hat sie natürlich getraut, und als dann beim HochzeitSschmause für das zu errichtende Sokolistenheim gesammelt wurde, da hielt er sich wohlvergnügt sein schweres Bäuch-lein und grinste vor Wonne. Wie es dem Deutschen Michel weiter ergieng? Ich hab« nur erfahren, dass seine Frau, als dann ein tschechischer Kindergarten errichtet werden sollte, wie wahnsinnig von Haus zu Haus flog, um den Eltern ihre Kinder in den neuen Kindergarten zu entführen, bis sie eines Tages von einem festen, biederen Schlossermeister buchstäblich hinausgeworfen wurde und dass von den drei Kindern zwei ge-starben und da« dritte einen Höcker trägt. Man soll wohl niemandem in der Welt das Leben ver-gällen und verbittern und ihm Schlimmes und Böses wünschen; als ich aber dies hörte, da schlüpften unwillkürlich voll Zorn und Groll über meine Lippen die Worte: diesem Verräther ge-schieht es ganz recht. Volksverrath ist GotteSver-rath, und was ein Volk nicht strafen kann, das straft Gott! ..Deutsche Macht 1893 Marburger Anstalt verwiesen, in welcher ein derart fanatisch slavischer Geist herrscht und in der deutsche Theologen derart behandelt werden, dass ihnen nur die Wahl bleibt, auSzutreten oder Slaven zu werden. Aber freilich, es gibt noch immer viele Leute, welche blind genug sind, zwischen diesen Verhaltnissen und der — Cillier Frage leinen Zusammenhang zu erblicken. Umschau. Zo sammeln die Slaven! Für daS tschechische Gymnasium in Hohen st adt sind, wie ein eben erschienener Aufruf beweist, be-reit« 25.000 fl. (!) gezeichnet und 11.000 fl. bereits erlegt. 9hm wenden sich die Tschechen be-sonder» an die Bewohner der Hanna, um Unter-stützungen von ihnen zu erhalten. Natürlich fehlt unter denjenigen, welche sich an die Spitze des Unternehmens stellten, der tschechische Pfarrer nicht; diesmal ist er aus Blauda und er heißt — Ermis. Slavische Wohlthätigkeit. Für das vom 19. auf den 20. Juli so schwer betroffene Brüx hat der Prager Stadtrath nicht mehr als 500 fl. zu bewilligen gefunden, während man zu bloßen Ausschmückungszwecken für ein Sokolfest erst un-längst «000 fl. bewilligte. Kleine Landstädte, wie Eger, Karlsbad, ja sogar einzelne Private, natürlich Deutsche, haben ebensoviel oder mehr gespendet als Prag. Dafür haben tschechische Blätter, wie .Narodni Politika" und andere, sich wieder mit wüthenden Schimpfereien aus die Deutschen be-merkbar gemacht. Eine deutsche Uotkspartei? E. T. Die geradezu unleidlichenVerhältnifse, welche sich im Lager der Deutschen Oesterreichs, dank des Einflüsse« streberischer Hofrathsseelen herausgebildet haben, lassen die Sehnsucht nach einer „Deutschen Volkspartei", welche, von fortschrittlichen Tendenzen getragen, alle national fühlenden deutschen Ele-mente zusammenfafst. immer stärker werden. Die Unvolksthümlichkeit der liberalen Partei, die jetzt für ganz etwas anderes als die von ihren Führern oft und gern gebrauchten Begriffe: «Fortschritt und Deutschthun," kämpft, wächst von Tag zu Tag. Immer mehr lösen sich deutsche Wählergruppen von dieser Partei los, immer klarer wird die Ueberzeugung, dass die jetzige „Vereinigte deutsche Linke" wohl sehr vereinigt, aber herzlich wenig deutsch ist. Die „Deutsche Nationalpartei" wieder, die einstens als „Deutsch-nationale Vereinigung" die Hoffnung der national fühlenden Deutschen war, hat mit dem stolzen Namen auch eine gewisse, oft beklagte Unempsind-lichkrit für gewisse, die deutschen Kreise bewegen-den Wünsche angenommen. Ihre Agitationskraft erweist sich als nicht bedeutend und es sind meisten» Abgeordnete, welche außer ihrem Verbände stehen — wir meinen da die drei fteirifchen Wilden und die Schönerianer — die als treibende und bewegende nationale Kraft auf-treten. Freilich, die Nationalpartei hat Mitglieder, deren volklich«» Empfinden sich in ernster und er-folgreicher Tagesarbeit in erfreulicher Weife be-thätigt — wir nennen insbesondere die Abgeordneten Dr. Bareuther und Hofmann v. Wellen-Hof. Aber man kann trotzdem dieser Partei nur wünschen, dass ihre alte Form mit neuem und frischen, mit jugendkräftigem Geist erfüllt werde und das» eine besonnene Führung den Anschluss nationalfühlender, bisher theils abseits, theils im deutschliberalen Lager stehender Vertreter deutscher Wähler möglich mache. Das wäre vielleicht ein Weg. die lang ersehnte „Deutsche Volkspartei" zu ermöglichen. In zahlreichen deutschen Provinzorganen beginnt man die Frage der Bildung dieser Vereinigung zu erörtern. Es ist nun bemerkenswert, dass viele Blätter Klagen — oder sollen wir sagen An-klagen? — des Inhalts erheben, die derzeitigen Leiter der nationalen Bewegung hätten es nicht verstanden, die besten und brauchbarsten Männer an die Partei heranzuziehen. Da» vor kurzem in den Besitz des Deutschnationalen Dr. Sueti übergegangene Tagblatt „Bozener Zeitung" schreibt diesbezüglich beispielsweise: „Ein Mann von der Bedeutung Derfchatto'6 gieng. ehe er noch recht ivarm im Kreise der nationalen Partei geworden war; ein fleißiger Arbeiter wie Krau» wurde hinausgetrieben, trotz« dem niemand treuer wie er zum deutschen Volke und feinen Rechten gehalten hat. Wir wollen nicht richten, tven die letzte Schuld dafür trifft, dass die nationale Partei keine Ad-häsionskraft zu üben vermag, aber die bloße That-sache beweist, das» die Forderung nach der Bil-dung einer neuen wirklichen und echten Volküpartei keine muthwillige und unbegrün-dete ist." Ueber die anzustrebende „Deutsche Volküpartei" äußert sich das Blatt dann wie folgt: „Wir meinen es nicht so, dass sich eine neue Fraclion zu den bestehenden Fraktionen bilden soll. Wir meinen, das» die besten Männer aus allen Gruppen, welche als deutsch und freisinnig bezeichnet werden kön-nen, zusammentreten mögen, um sich über die Bildung und die nächsten Schritte einer solchen Partei zu verständigen. Die freisinnigen deutschen Vertreter der Landgemeinden und Städte mögen eine große Gruppe bilden, in welcher alle Platz sinden können, denen die Erhaltung des nationalen und freiheitlichen Besitzstände« die oberste Aufgabe ist." Die deutschnationalen Klagenfurter „Freien Stimmen" geben zu diesen Vorschlägen ihre volle Zustimmung und auch in den Spalten anderer deutscher Blätter beginnt die Frage der Deutschen Volkspartei zu erscheinen — ein deutlicher Beweis, wie unbefriedigt alle wahrhaft national fühlenden Kreise die gegenwärtigen deutschen Parteiverhältnisse lassen. Aezirks-Leörerconferenz. Rrichcnburg, 2. August. Mit nur wenigen Ausnahmen war die gesammte Lehrerschaft der Schulbezirke Drachenburg, Lichtenwald und Rann am 2S. Juli in Reichenburg erschienen, um unter dem Vorsitze de» BezirkS-Schulinspector» Herrn Professor M. Zavadlal die diesjährigeBezirks-Lehrerconferenz abzuhalten. Der Vorsitzende eröffnete die Conferenz mit einem dreimaligen Hoch! auf den Kaiser, in welche» die Lehrerschaft einstimmte. Weiter» ge-dachte er de» Hinscheidens de» Herrn Erzherzog» Albrecht, dem er Worte pietätvoller Erinnerung widmete, erwähnte der letzten Kaisertage in Graz und erinnerte an da» fünfundzwanzigjährige Jubi-läum Sr. Excellenz de» Herrn Statthalter» Frei-Herrn von Kübeck, welchen er als warmen Schulfreund und edelgesinnten Förderer der Interessen der Lehrerschaft feiert«. Ueber feinen Antrag wurde an S«. Excellenz anläsalich dieser seltenen Feier ein BcglückwünschungS-Telegramm abgesendet. Ferner dankte der Herr Inspektor dem anwesenden Leiter der Ranner Bezirkshauptmannschaft, Herrn Statthalterei-Secretär Friedrich T a x, so-wohl für fein Erscheinen zur Conferenz. als auch für da» Interesse, da» er der Schule stet» ent-gegenbringe, und für da» Wohlwollen, mit dem er der Lehrerschaft bei jeder Gelegenheit entgegen-komme, worauf dieser für die freundlichen Worte de» Inspektors herzlichen Dank sagte und die Lehrerschaft seine» ferneren Wohlwollens versicherte. Mit dem Wunsche, dass die Conferenz bei einem würdigen Verlaufe gute Früchte tragen möchte, erklärte der Vorsitzende die Sitzung für eröffnet und ernannte zu seinem Stellvertreter den Herrn Oberlehrer B ö h t i m (Drachenburg). Zu Schriftführern wurden Herr Lehrer P i f ch l (Lichtenwald) und Fräulein S ch u b e r t (Reichenburg) gewählt. In feinen Mittheilungen über die bei den In-fpectionen gemachten Wahrnehmungen konstatierte der Vorsitzende, dass die Lehrerschaft der drei Schul-bezirke mit wenigen Ausnahmen zufriedenstellende Erfolge erzielte. Er empfahl, der erziehlichen Seite des Unterrichtes erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden und die Kinder zur Selbftthätigkeit anzuleiten. 31:4 Ertheilung mehrerer Winke zur Einpräg w»g, fe» Wertung und Wiederholung der einzelnen Unterricht» stoffe schloss der Inspektor seinen Bericht, indem e noch dem Wunsche Ausdruck gab. die Lehms&ü möge stets den kollegialen Sinn, da» Gefiißl Je Zusammengehörigkeit und das Standesbewustö» hegen und von ihrer hochwichtigen Aufgabe drungen fein. Nach d«r Publication d«r im Berichtsjahre» flossenen hierämtlichen Erlässe hielt Fräulein Krähet (Lichtenwald) einen Vortrag über da« „Wann ist eine gewissenhafte Vorbereitung ans j* Unterrichtsstunde nothwendig und wie soll sie schaffen sein?" Die sehr ausführliche AbfomM«! erregte eine lebhafte Wechselnde, an der fit M Aufforderung des Herrn Vorsitzenden nammH ältere Lehrer betheiligten, und ergab mehrere Ä» sätze, deren Zahl durch weitere Thesen der Hem Skaloonik (Bianca) und S ku b e c (Wijell) vermchi wurde. Der nächste Referent, Herr ErLen (Podgerxv der das zweite Thema: „Auswahl, 3lrtortma| und Behandlung de» Lehrstoffe» für Surfe Übungen" behandelt«, erntete wegen seiner grinfc lichtn Auseinandersetzungen reichlichsten BeU Ebenso wurden die vom Herrn Lehrer Krin-i (Kapellen) verlesenen, sowie die vom Herr» Lts-l»hrer Mesiüek (Lichtenwald) und vom Herr» &r> sitzenden aufgestellten Thesen sehr beifällig w genommen. Nach dem Vortrage de» Herrn Er/en wurde fe Conferenz auf ein« halbe Stunde unterböte Die nach der Pause vom Herrn Vorn?enden » lesene telegraphische Danksagung iirt Statthalter» rief große Begeistern^ hervor. Bei der Behandlung de» dritten Jhewl: „Welche Vortheile gewährt der nalurhik«^ Unterricht nach Lebensgemeinschaften und welchen Grundsätzen soll er ertheilt werdend, iti welche» Herr Oberlehrer Ornik (Rann) sehea» gehend referierte, wurde wegen dieser noch mi spruchreif gewordenen Frage von der AufÄt» irgend welcher Thesen Umgang genommen. M alle drei Thesen wurde lebhaft, jedoch streng ich lich debattiert. Darauf folgten die Berichte der BibliM» Commissionen und die Wahlen der i'tdnttga Conferenz-AuSschüsse. In diese wurden gemtt: a) für den Schulbezirk Drachenburg: die Hm» Böheim (Drachenburg), GajSek (Fautsch), Ä« (St. Peter) und Öket (Hörberg); b) für Lichlw wald: die Herren Mesiöek, Kunstiö, Pischl ut Fräulein Grahek (alle aus Lichtenwald); c> fit Rann: die Herren Ornik (Rann), Skub« WÄ. Tominc iGloboko) und Tramsek jun. (Snrndjt. Nach Besprechung einiger Lehr- und Lernn« und nach einigen Bemerkungen zur Zusazmw stellung de» Jahresberichte» dankte der Bovipr» der Lehrerschaft für den überaus erfreuliche» to lauf der Conferenz und forderte sie nochmalt ar ein dreifaches Hoch! auf den Monarch«» aus» bringen, worauf die Volkshymne gesungen «ck Am Schlüsse dankte der Herr Oberlehrer dem Vorsitzenden für die umsichtige mit fea| objectiv« Leitung der Conferenz sowie für die > theilten Winke und Rathschläge, worauf dieser a warm empfundene Ansprache an die Lehrerschaft jtfi Die „Nachconferenz", welche um halb 4 A nachmittag» beim gemeinsamen Mittagimchle i» gann und bei welcher man noch einige Ztmia fröhlich und gemüthlich zusammenfaßt wird, ■ die „Grozet Morgenpost", der wir die« entnehma schreibt, jedermann in angenehmer Erim» bleiben. SKeömket'».« uilleres Schlibvtrkiurs „siid«>rli" bei spu und fUrtim, bri FtSlichkkitr» und StStikck sowie bri unoerhofftk» ßrnnuulif»! ms Aweiter Ausweis ibrr bü eingelaufenen Spenden zur Errichtung tuet Deutschen Hauses und Studenten-heims in Cilli: Er«ß>Graz, Sammlung in der Schwechater NahaLc fl. l 1.50. — Halbdeutsche Wacht j 8.10. - W. Witlaczil, Marburg, fl. 1V. — Wcnerin in Radein fl. 5. — Dr. Max Menger, 3kn, fl. 20. — Engelb. Pernerstorfer, Wien, 110. — Asmana Frech, v. Dumreicher, Madonna di Ciirnpiglio, fl. 100. — Jos. Wertheimer, Lleiabrück. fl. 50. — Otto Steirer Tippen P. Mr'schen Sammlung fl. 5. — Ungenannt jllO. — Deutschnationale Tischgesellschaft Teschen iL 9. — Jos. Pollav. Klagenfurt i Sammlung >, H 36. — Akad. Abend (Sammlung» fl. 6. — ZLHeckel,Villach (Sammlung), fl. 8. — Eduard -»mied. Marburg, fl. 5. — Dr. Georg Kapsammer, Kim. fl. 2. — Ingenieur Bezdek. Cilli, fl. 3. - Csfor Laubheimer, Notar, ÄlsoLendoa, Ungarn, jl. z. — Alois Mayer, Wien. fl. 10.05. — It. Leopold Liehmann, Bezirksarzt, Bn'mn, fl. 5. - Zloi» Offenbacher, Eberstein, fl. 2. — Unge-«mt fl. 5. — Deutschnationale Tischgesellschaft Zeichen fl 7.10. — Graz, Ungenannt, fl. 1. — tt, H. Schuster, Prof. der deutschen Universität, frug. fl. 5. — Andrea» Pollak f. d. deutschen Turnverein, Pettau, fl. 0.55. — Gandolf Gras fuenburg, Obm. d. Ver d. Linken, Braunsdorf, fL 20. — Ungenannt für 100 fl. Tischlerarbeit. - Dr. Franz Krenn. Marburg, fl 10. — Jt Ed. Glantschnigg. Marburg, fl. 10. — Lwmlung. Tischgesellschaft beim „Löwen" (F. Lchrhan) fl. 26.50. — Dr. Eduard Martinak, k. f. fref. d. Z. Goß. fl. 5. — Ingenieur Martin Frise«, 0roj. Kegelaesellschaft fl. 20. — „Ostdeutsche Hwdschau" (Sammlung) fl. 22.80. — Ausschus» de» Vereine» der Notariat»-Candidaten Steiermarks ilmd Herrn Plenk) fl. 20. — L. R. Schütz für 100 fl. Majolika. Aus Stadt und Land. Der IX. Hauptgautag des Lteirifchen Ziadfahrer-GauverbaudeS findet am 7. und 8. September d. I. in Knittelfeld statt. Hin ^euerwehrtag. Au» Klagenfurt ■irb uns folgender Aufruf zugesendet: Am 24. oft 25. August d. I. wird in Bleiburg der acht' ptyitt kärntnerische Feuerwehrtag abgehalten werden, «nchzeing feiert die Freiwillige Feuerwehr in «eidurg da» fünfundzwanzigjährige Jubiläum ipt Bestände», verbunden mit einer Ehrung für ki Feuerwehr-Hauptmann Herrn Josef R. v. Nilnitz. der derselben während der ganzen Zeit ifeeft Bestandes als Wehrhauptmann vorgestanden «. «nd jene Mitglieder, die derselben seit ihrem Be mne ununterbrochen angehören. E» ergeht hicmit an alle Feuerwehr-Kameraden die freundlichste Einladung p zahlreicher Betheiligung an diesem Feste. | üogenfurt, am 6. Juli 1895. Der Obmann: Zerd. Jergitsch. Der Schriftführer: Josef Berger. > - Es wurde folgende Fest-Ordnung für den qnmvehrtag festgestellt: Samstag den 24. August, obnido 8 Uhr, Zapfenstreich. Nach demselben Fest-heipe im Hotel „Elephant". Am Festtage, den 25. August, um halb 6 Uhr früh Tagreveille; an halb 10 Uhr vormittag» Empfang der an-kommenden Gäste am Bahnhofe, festlicher Einzug ans den Hauptplatz und feierliche Begrüßung daselbst. Um 11 Uhr vormittags Sitzung des acht- ^len kärntnerischen Feuerwehrtages im Saale Hotels „Elephant". Zwischen 11 und 12 Uhr Platzmusik. Nachmittags um halb 3 Uhr Schau-Lnrag der Freiwilligen Feuerwehr Bleiburg. Nach kiselben Garten - Concert im Hotel „Elephant". Nmds 8 Uhr Fest-Commers im Hotel „Elephant" unter gefälliger Mitwirkung des Bleiburger Männer» ' Gesangvereines. Die Musik hieb« wird von der «ollzähligen Klagenfurter Stadtkapelle unter persön-lieber Leitung de» Kapellmeisters Herrn Wimmer besorgt. Ernennungen im Iuftizdieufte. Der Leuer des Iustrzministeriumü hat die Bezirksgerichts-Zdjiincten Adalbert Kotzian in Gonobitz und „Deutsche W.cht' Richard Markhl in Marburg zu Gericht»-Adjunaen beim Kreisgerichte in Cilli ernannt; ferner versetzt: die Bezirksgerichts-Adjuncten Jo-hann Stepifchnegg in Rohitfch zum Bezirks-gerichte in Marburg l. Dr.-U., Dr. Jofef Edlen von Ducar in Franz nach Luttenberg und Hubert Wagner von Jdria nach Rohitfch; und ernannt zu Bezirksgerichts-Adjuncten die Auskultanten Emil W u d i ch für Paternion mit der Diensteszuweisung bei Bezirksgerichte in Bleiburg, Robert Englisch für Franz, Dr. Franz Poöek für Gonobitz und Dr. Adolf Boschek für den Sprengel de» Grazer Oberlandeügerichtea extr» st«tum mit der einstweiligen Diensteszuweisung beim Kreis-gerichte in Cilli. Docent. Da» k. k. Ministerium für Cultu« und Unterricht hat die Bestellung des Oberingenieurs der k. k. österreichischen Staatsbahnen und Besitzers der goldenen Medaille für Wissenschaft und Kunst, Ludwig Tiefenbacher, Bruders unsere» heimischen Dichter» Franz Tiefenbacher, als Honorar-Docenten für Hydraulik, Baumechanik und Grapho-statik an der k. k. Hochschule für Bodencultur genehmigt. Deutscher und Testerreichischer Alpen verein. Nach den „Mittheilungen" kann für da» Jahr 1896 bei einem Bestände von 34.000 Mitgliedern eine Einnahme und Ausgabe von 221.500 Mark vorgesehen iverden, darunter 125.000 Mark für die Vereinsschriften und 57.500 Mark für Weg- und Hüttenbauten. Die Führer-UnterstützungScasfe hatte Ende 1804 ein Vermögen von 61.918 Mark. Ein neuer deutschnationaler Turn-verein in Graz. Die k. k. Statthalter« hat die Bildung des Vereine» „Deutfchvolklicher Turn-verein Iahn in Graz" auf Grund der vorgelegten Satzungen genehmigt. Mnfikvereins Concert. Da» nächste Mit-glieder-Concert de» Cillier Musikvereine» findet, wie wir bereit» gemeldet haben, am 17. d. M. im großen Casinofaale statt. Zur Aufführung ge-langt „Siegfried'ST od" au» der „G ö t t e r-dämmerung" von R. Wagner und die Schubert-Symphonie inB-dur. Di« mit Recht beliebte Clavier- und Gesanglehrerin de» Musikvereine», Fräulein W i l h e l m i n e Katholnig g,^wird ein Clavier-Concert von Mozart mit Orchesterbegleitung zum Vor-trage bringen. Außerdem wird ein vierstimmiger Damenchor au» Mitgliedern de» Vereine» zum erstenmale vor die Oeffentlichkeit treten. Der ganz außerordentliche Erfolg, den die gemischten Chöre beim letzten WohlthättgkeitS-Concerte im Stadttheater errangen, berechtigt uns zur Ueber-zeugung, das» auch der Damenchor allein seine Aufgabe auf da» beste lösen werde. Wir begrüßen di« Bildung und da» Wirken desselben auf da» wärmste, weil un» damit die Hoffnung gegeben ist, das» in Cilli recht bald einmal ein größeres Werk für gemischten Chor und Orchester durch lauter heimische Kräfte aufgeführt werde. Evangelische Gemeinde Cilli. Donner»-tag den 15. d. findet ein Gottesdienst zur Feier de» 40. Jahrestage» der Gründung der hiesigen Gemeinde statt. Vom Männergesangverein „Liederkranz" erhalten wir folgende Zuschrift: Löbliche Schrift leitung! Die Vereinsleitung des Männer-Gesang-vereine» „Liederkranz" dankt für die Mittheilung vom 8. August l. I. und bittet um Aufnahme folgender Zeilen: „Bezugnehmend auf die gebrachte Notiz, theilen wir mit, das» Herr Andrea» Hausmann die Stelle als Vorstand, welche er seit vier Jahren zur vollsten Zufriedenheit inne-hatte, freiwillig zurücklegte, was wir umsomehr bedauern, da er eine Wiederwahl entschieden ab-lehnte. Für die Vereinsleitung des Männer-Ge-sangvereines „Liederkranz": Rudolf Tabor, Vor-stand. Fr. Druschkovitsch, Schriftführer." Landesbahn Wöllan - Unterdranbnrg. In der Zeit vom 20. bis einschließlich 27. d. findet die politisch« Begehung der Bahnlinie Wöllan - Unterdrauburg statt. Die Ankunft der Commissionsmitglieder erfolgt am 19. August um halb 7 Uhr abends in Wöllan. An der politischen Begehung werden sich außer Vertretern de» Handels-und des Kriegsministeriums auch solche der Süd- 3 bahn und der Staatsbahn, letztere mit Rücksicht auf die Einmündung in Unterdrauburg, sowie Be-zirkshauptmann Friedrich Freiherr v. Schweickhardt von Seite der Statthalters und Landes-Eisenbahn-director August von Rabcewicz betheiligen. In Cilli trafen am Mittwoch zu kurzem Aufent-halte 56 Frequentanten txr Wiener-Neustädter-Militär-Akademie unter der Führung von zwei Ofsicieren d«s Generalstabs ein. Das Beftkegelschieben, welches vom hie-sigen Vlilitär - Veteranenvereine im Gasthause „Zum Mohren" veranstaltet wurde, nimmt bei zahlreicher Betheiligung den animiertesten Fort-gang. Ueber die gegenwärtige Situation desselben theilt uns ein „Amateur" dieser edlen Kunst mit: E» sind zwölf Kegel vierfach aus. Die wenigsten vom Eck sind fünf Kegel. — Die hüb-fchen Ducatenpreise iverden wohl auch fernerhin für einen günstigen Besuch der fidelen Veranstaltung sorgen. v?in unfreiwilliges Bad nahm vor einigen Tagen eine fröhliche Gesellschaft, welche auf einem Wassertümpel in der Nähe de» „BaierhofeS" sich mit Kahnfahren unterhielt. Eine unvorsichtige Be-wegung einer der Damen, welche das Waffer-vergnügen eben „reizend" gefunden hatte — der schwanke Kahn kippte um und alle Insassen waren nun einmal wirklich „im Waffer". Man gieng nun zwar sofort an'» Retten — die Sache war übrigen» ziemlich ungefährlich — aber die hellen Sommertoilleten d«r Damen erschienen darum doch in böser Weise hergenommen. Die Lust de» Tage» war natürlich gründlich vorüber und die an dem unfreiwilligen Bad Beteiligten vertrieben sich die Zeit bis abend» mit dem Trocknen der Kleider. Ja, da» kommt von da» — sagt Wilbelm Busch irgendwo . . . Bom Zuge überfahren. Am 4. August wurde auf der Strecke Pöltfchach Windisch-Feistritz ein Landmann, welcher auf der Bahnstrecke gieng. vom Zuge Nr. 127 überfahren und sofort getödtet. Der Name und Heimatsort des Getödteten konnten bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Bürgermeiftermahl iu Gonobitz. Bei der Freitags stattgefundenen Bürgermeisterivahl der Marktgemeinde-Vertretung Gonobitz wurde der praktische Arzt Herr Dr. Josef Simonitfch einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Die Wahl wurde von den Mitbürgern freudig begrüßt. Der Gewählte gehört der deutschnationalen Partei an. Auf, nach Gonobitz! Au« Gonobitz wird un» unterm 7. August geschrieben: Sonntag den 11. d. M. unternimmt der Marburger Männer-Gesangverein einen Ausflug in unseren Ort, der hauptsächlich unserem rührigen Männer-Gesang-vereine gUt, jedoch von der ganzen teutschen Be-völkerung des Marktes freudig erwartet wird ; gilt e» doch, da» Band der Freundschaft und nationalen Zusammengehörigkeit beider Vereine zu festigen und ein von echt deutscher Sangeüfreudig-feit getragenes Fest zu begehen. Außerdem geben wir uns der angenehmen Hoffnung hin, das» die Nachbar-Gesangvereine vollzählig erscheinen werden, um zum würdigen Empfange der Marburger bei-zutragen. Vor allem bauen wir auf den Besuch der Cillier, deren Musikvereins-Kapelle an diesem Tage in Gonobitz concertieren wird. Jeder Stamme»-genoffe, der Freude am deutschen Gesänge findet, ist hochwillkommen. Beim Baden ertrunken. Die Leiche der beim Baden in der Drau nächst Tresternitz ertrunkenen Frau Jofefine Jurik wurde bei Polstrau an da» Ufer getrieben und gestern dort zur letzten Ruhe bestattet. „Die Beichte vor der Hochzeit." Herr P. Edler von Ehrenstreben, erzählte die „Villacher Volkszeitung", begab sich Sonntag mit seiner Braut in die Pfarrkirche znm Heiligen Kreuz, um vor der Trauung zu beichten. Die Braut erhielt die Absolution. Auch er beichtete. .. Aus einmal fragte ihn der Beichtvater, wann er zum letztenmal gebeichtet habe. „Vor zehn Jahren," antwortete Herr P., „denn beim Militär kommt man nicht so leicht dazu." „Da kann ich Ihnen keine Absolution er-theilen," meinte der würdige Herr, „gehen Sie zum Decan," streifte die Gebür ein, legte die Stola weg und — verschwunden war er. Herr P., der uns die Geschichte erzählte, konnte uns leider 4 ..Deutsch, Wacht 1895 den Namen des (Heistlichen nicht angeben, nur soviel musste er, dass der Betreffende nur zeitweilig in Villach wohnt. Herr Bürgermeister Ttiger hat für da» „Deutsche Haus" und das „Deutsche Studenten-heim" 1000 fl. gespendet. Ein großcS Warten Zsest findet anlässlich de« Geburtsfeste» des Kaisera, veranstaltet vom Cillier Militär-Veteranen verein im Hotel „zum Mohren" siatt. Das Tchnlsest in Lichtenwald. Zu unserem Berichte wird un» mitgetheilt, dass die Vorträge der Lieder durch die Kinder nicht von Herr» Damofsky sondern von Herrn Tomitfch geleitet wurden. Herr Damofsky leitete die Uebungen der Turnschüler. Wir be-nützen die Gelegenheit um nochmals die verdienst-volle Thätigkeit der beiden Herren für den Erfolg de» Festes zu betonen. Herr Dr. Anton Stmb wurde zum Districts-arzt in Neichenburg ernannt. Eine Nachricht, die sicherlich nicht gerade großes Aufsehen in weitern Kreisen machen wird. Aber in Cilli wird sie doch interessieren. Herr Dr. „Kvab" ? Der Herr war ein Frequeutant de» Cillier Gymnasium» und schrieb sich damals feiner deutschen Abstammung gemäß, Schwab. Commentar überflüssig! Eine slovenisch-nationale Zweier, die Er öffnung des „Narodni dorn*, feiern heute die Windischen in Rann. Unter andern wird bei derselben die Militärkapelle (!) des Jnfantcric Re-gimentes Nr. 101 mitwirken! In Peilenstein sind die Aufschriften sammt-licher Schilder der Kaufleute und Gastwirte slo-venisch. In neuester Zeit hat auch die Schule eine schöne slovenische Aufschrift: „Narodna soln" erhalten. Die slovenischen Abiturienten unter-nehmen den Sonntag über einen Ausflug nach Agram, wo eine solenne Verbrüderung mit den croatifchen Abiturienten gefeiert und sogar eine „Hauptversammlung" abgehalten werden soll. Wer weiß, das» unsere windischen Abiturienten meisten» sehr unbemittelte junge Herren sind, muss wirklich fragen, wo die Herrchen das Geld für den „Spritzer" nach Agram hernehmen. Am Annatag. Man weiß, wie da» Land-volk aller Orten, und insbesondere unsere baue» liche Bevölkerung Festtag« zu feiern pflegt. Vor-mittags die Kirche und nachmittags das Wirt»-hau». Und die frömmsten Beter des Morgens haben manchmal des Abend» die größten Haar-beutel. So war denn auch ein Bauer au» der Umgebung von Cilli am Annentage pünktlich in der Messe gewesen und hatte sich dann zu weiterer lustiger Feier des Tage» in ein Gasthaus zurück-gezogen, wo er in fidelster Stimmung ungezählte Krügel Bier seinem inneren Menschen anvertraute. Und da er zeigen wollte, das» er sich dies auch füglich erlauben könne, da er kein armer Teufel sei. wies er allen, die e» sehen wollten, seine gefüllte Brieftasche vor, in der noch mancher „Zehner" darauf harrte in süffigen Stoff umgesetzt zu werden. Man kann es nun nicht gerade ein Wunder nennen, das» sich bald ein Bursch« fand, der so freundlich war, auf Kosten de» moosbe-sitzenden Bäuerlein» mitzutrinken. Er gieng auch dem biederen Landbewohner mit Rathschlägen an die Hand und schlug demselben unter andern vor. Bier mit Branntwein zu mischen, da» sei dann ein äußerst angenehme» Getränk. DaS Bäuerlein that's, und, unterstützt von dem freundlichen Zuspruch« der Kellnerin, welche sich al» dritte zu den beiden gesellte, hatte e» bald seinen Mord»rausch. Man bewog nun den Volltrunkenen, sich in die Küche zu begeben, wo die Kellnerin ihn unter thätiger M'thilfe dc» Burschen — eine» Spenglcrgehilfen — seiner Brieftasche beraubte. Al» da» Bäuerlein de» anderen Morgens mit wüstem Kopfe erwachte und vergebens nach der Brieflasche suchte, fielen ihm so nach und nach die fidele» Vorgänge von gestern ein und es begab sich schnuritracks auf die Polizei. Dieser gelang e» denn auch, den Spengl«rburschen zu eruieren, welcher bald ein rückhaltsloses Geständnis ablegte, so dass man auch an die Verhaftung der Kellnerin schritt. Der Be-sitzer des Gasthauses, dessen altbegründeter guter Ruf durch diese» zufällige Vorkommnis sicher nicht leiden wird, war an den, erwähnten Tage nicht in demselben anwesend und so ohne Kenntnis von diesen Vorgängen gewesen. Deutscher Schulverein. Wien, 8. August. In der AuSschusSsiyuiig am 6. August wird den beiden Ortsgruppen in Brürin, ferner dcn OrlS-ftruppcn i» Bachern. ltommern, Lieben und Saaz für grob« Sommerfell«, der Ortsgruppe ftablon) für ein Kränzchen und dcn Familien Pilz und Neifeustuhl in Grailitz für die Widmung bei Ergebnisse« von Kegel- und Whistpartien. sowie endlich dem Kcgelclub „Alle Neune" in Kablonz für eine Spende der Dank ausgesprochen. Hieraus werden für arme Linder au? SaSkat und Schariagen. sowie für die Schule in St. Jakob (Tirol) Unterstützunge» und für die Volksbücherei in Wfcherau Bücher a»S den BereinSvorröthen bewilligt und schließlich Angelegen heile» bei Bereintan stalten in Butschowitz, Eisenberg, Zreiberg. Holeschowitz. Zablonetz. Lieben, Zt. Egydi, Winterberg berathen und erledigt. W WPrttn,3fiHni.f rf » (l)fflf Hfl ""tra >" «ilier St,«- am miv, lrrf4itmnt|f . der auch die kleinste Gabe ftankbarl minimal. Vermischtes. Drei kleine (Gerichtsverhandlungen. die jüngst in Wien stattfanden, geben ein Bild der Rechtsanschauungen unserer Zeit. Der Hausbesorger Sonnberger wurde vom Bezirksgerichte zu 10 Gulden Geldstrafe verurtheilt, weil er eine Partei „seines" Hauses. Frau Kölbl. durch Zwicken in den Arm verletzt hakte. — Richter: Rehinen Äe die Strafe an? — Angekl: Zch kann nicht, ich recuricrre! — Richter: We»halb? — An-gekl.: Weil ich auch Recht haben mus» . . . . ich bin die erst« Person im Haus. (Heiterkeit.) Aber auch der Staalsanwalt meldete wegen zu geringer Strafe die Berufung ou.-- Ein mit „K." graviertes Glas halle eine gewisse Fura bei dem Wirt Kleinen! ausgesehen und „behalten". Eine» Tage» denützte ihr Zimmer« Herr ohne ihr Wissen dieses Glas und holte ge-rade bei Klement Wein. Dieser erkannte da» ver-misste Glas und erstattete die Anzeige. Die Fuxa wurde vom Bezirksgerichte zu acht Tagen Arrest verurtheilt.--Ein Flaschenbierhändler namens Finkl fuhr mit feinem „Zeugl" einem Krüppel auf Krücken, der unter einem Hauschore saß, trotz seines Bittens, einen Augenblick anzuhalten, dass er sich entfernen könne, absichtlich über beide Füße, „weil derselbe da nichts zu suchen habe". Der Krüppel konnte acht Tage gar nicht gehen. Für Schmerzen. Heilkosten und Verdienstentgang wurden dem Krüppel die verlangten vier G u l-den zugesprochen. Der — Ehrenmann Finkl erhielt acht Tage Arrest. Vin entsetzlicher Vorfall wird au» Com-piegne «Frankreich» gemeldet. Daselbst überrascht« der Thierarzt Mignard feine Schwiegertochter, eine junge Frau, in intimer Unterhaltung mit einem Nachbar, einem 75jährigen Greis«. In dem Streite, der sich entspann, erschlug da» Paar Mignard und schleppt« dessen Leichnam in den Stall, worauf sich beid«, über ihr« That erschreckt, mittels Strychnin vergifteten. Die drei L«ich«n wurden am Sonntag aufgefunden. reichen Truppen Japan» sehr gut bewährt hab«» Infolge einer Anregung de« Orientrtisatda Professor» Dr. W. Ioest sind sie kürzlich amt einmal einem Garde-Uhlanen in Berlin durch sei» Vorgesetzten probeweise zum Tragen übergeta worden; sie haben diese Probe nicht ausgehalten Der Berliner anthropologischen Gesellschaft irurto in ihrer letzten Sitzung von Professor Ioest I» Reste einer Unterjacke vorgelegt, die nur dre Tage lang das Schwadrons-Erercieren u. |. a. mitgemacht hat: sie war überall — aufgerissen! Außerdem ist sie dem Betreffenden auch durch ifcr» Wärme sehr unangenehm geworden. _ DaS Alter der Forellen. Unter diese, Stichworte erschien in mehreren Bläkten» ei, Notiz, in welcher ein angeblicher Fachverem behauptet, dass die Bachforellen größer als die forelle» werden; und erstere eine Länge von 1*1 Meter mit einem Gewichte von 23 Pfund erreich» Da» höchste Alter wird dabei mit 25 Jahre» » gegeben. Alle diese Behauptungen sind ein rn» Unsinn, denn vor allem ist wohl selbst jede» Laien bekannt, dass die Seeforelle die PachfmiliR sowohl an Größe als auch an Gewicht weit«,« überholt. Dann der weitere Galimathias, tan «in 11 Meter langer Fisch und dazu eine Fond nur 23 Pfund wiegen soll. Bekanntlich iixichtt die Forelle mit zunehmenden Alter mehr i» die Stärke als in die Länge und müsste ein 1*1 Me» lange» Exemplar wohl mindestens 40 Kilo wiege* Die schiverste Seeforelle, und zwar eine Lacht-forelle, wurde im Jahre 1894 im Millslätter Äe mit einem Geirnchl« von 20 Kilo gefangen, wahren» die bis jetzt constatierte größte Bachforelle am 6 Kilo auswies. Ueber das Alter der ^onln aber schwebt noch ein mystisches Dunkel, da Beobachtungen im Freien schwierig, solche aus ta Gefangenschaft für die Freiheil nicht mapgedn» sind. Krittkaftkn irr Srffriftlfitang. Herrn I. R Gleiche»berg. Wie Sie sehe». in Ihr Anitel Verwendung gefunden. Leider nnux Ihre Lhtssre durch emen Druckfehler in J. 8. «m, gewandelt. Air ersuchen, diesen Lapsu« zu entschuldigen und bitten um Ihre fernere Mitardeiterschift. Betreffs der von Ihnen gewünschten Au?kioijt müssen wir noch Erkundigungen einziehen. Deutsche» Gruß. Die Sedristleitiwß. Kindisch -Feistritz und (gonobitz. Berichte sür die letzte Nummer langten leider•* spät ein. um veröffentlicht werden zu könne«. Teutschen Gruß. Herrn stuck. Tfchulik Leibnitz. E« ist bedauer-lich. dass die von windischer Seite in dt* „3i. Ar. Pr," lancierte boshafte Lllge auch von andere« Blättern übernommen wurde. Herzlichen Dank für Ihre Zusendung und stramm deutschen ©ruft. T. Hingesendet. „Waldßaus" in Cilli neßett öcn W«AHern. Feilstes uni> zrejtes Rejimnt. Aufmerksamste Bedienung. ZA äßigs "greife. Mt—30 Hochachtungsvoll Josef £uilm. te HildmarK. Sonntagsbeilage zur „Deutschen Wacht" in Cilli. Ar. »2. III. K«»krgc»»,q. INS5. Kängertrolt. Die Nacht im Aug', und doch ist tS in deinem Herzen licht Und sonnenlicht auch in der edlen Dichterseele; — Richt kränke dich zu sehr, weil'S dir am Tageslicht gebricht. © denke nur. wie eS dich dann wohl schmerzlich quäle, Ringt mächtig sich auS deiner Brust daS süße Lied empor. Du aber schauen würdest wilder Zwietracht wüsten Chor! Cilli, im August 1895. Frain kiefendacher. Sewli geopfert. Roman aus dem Leben einer Großstadt. Von E. Friedrich. „Wird Herr Giesenau bald erscheinen?" kam eS leise hinter dem dichten Schleier hervor. Der Mann zuckte die Achseln. „Sie werden nicht lange zu warten haben I" sprach er, sich verbeugend und das Gemach ver-lassend. Die Zurückgebliebene sasz regungslos. Plötzlich fuhr sie zusammen. Ihr war es gewesen, als habe sie hinter sich ein Geräusch vernommen, als wenn jemand leise gieng und dann, als wenn jemand einen Schlüssel in einein lange nicht gebrauch-ten Schloss umdrehte. Aber sie sah nur Wände; kein Ausgang befand sich nach jener Seite hin. Sie hatte sich zweifellos getäuscht. Jedoch wie lange sie warten musste! Sicher befand sie sich schon eine Viertelstunde allein. Da — ja. das war ein Schritt, der die Treppe heraufkam und sich näherte. Richtig — da, der Drücker bewegte sich, eine Hand öffnete mit Schnel-ligkeit die Thür und-- Mit einem Schrei schnellte die Gestalt aus dem Sessel empor; der über die Schwelle Getretene war kein anderer als Robert Kolbe — und ein teuflischer Triumph leuchtete aus seinen Augen, während dieselben sich aus die Verschleierte rich-teten. „Ah. mein Fräulein, ich habe die Ehre, Sie bei mir zu Besuch zu sehen!" sprach er mit furchtbarem Spott. „Sie werden mir die kleine List, mit der ich mir half, eine Unterredung mit Ihnen, deren Wichtigkeit Sie bald begreifen sollen, zustande zu bringen, verzeihen, wenn Sie in Betracht ziehen wollen, dass all mein Liebesmühen, mir einen Weg zu Ihnen zu bahnen, vergeblich ge-blieben ist. Vielleicht sind Sie ein wenig enttäuscht, statt des Herrn Giesenau, dessem Ruf. wie ich seh«, Sie willig gefolgt ss»d. mich fy«r zu finden Ich kann Ihnen den kleinen Schmerz nicht er-sparen, wir werden noch mehr im Laufe der Unterhaltung auf Herrn Giesenau zu sprechen kommen. Vorerst aber werden Sie mir da« Ver-gnügcii nicht versagen, Ihren Schleier zurückzu-schlagen und mich in Ihr holdselige« Antlitz schauen zu lassen I" Er war ihr um zwei, drei Schritte näher ge-treten, als habe er die Absicht, sich eigenhändig zu erzwingen, was sie ihm verwehren zu wollen schien. „Mein Herr!" rief die Verschleierte, mit einer heftig abweisenden Bewegung vor ihm zurück-weichend. Wie von einer Tarantel gestochen, fuhr er zu» fammen vor ihren Worten. „Das ist nicht Valentine's Stimme! Tod und Teufel, was ist das?" Wie ein Wuthknirschen kamen die Worte über seine Lippen und mit einem Sprung stürzte er auf sie zu, um fast im selben Moment, wie von einem Blitzstrahl getroffen, zurückzutaumeln. Mit einem wächsern starren Ausdruck richteten sich seine Augen über die Gestalt vor ihm hinweg der Wand zu. Erschreckt folgten die Blicke der Ver-schleierten der Richtung, welche seine Augen nahmen, und zugleich entfuhr ihr ein zweiter Schrei. Di« Wand hinter ihr hatte sich wie auf das Gebot «iner unsichtbaren Zaubermacht getheilt und in dem Rahmen d«r geheimen Thür war eine hohe, majestätisch stolze Frauengestalt erschienen, deren Augen versengende Blitze schleuderten auf d«n Mann, d«r wi« ein Gerichtrter dastand, und auf di« Frauengestalt, welche, heftig zitternd und unverkennbar mit einer Ohnmacht ringend, sich krampfhaft mit beiden Händ«n nur mühsam am Tischrand aufrecht hielt. XXX. Madeleinc war in das de Courcy'fche Haus zu-rückgekrhrt, als Valentine eben im Begriff stand, in das Boudoir der Mutter einzutreten. Sie hatt« ein«n harten Kampf gerungen, iu »velchem jedoch ihre Liebe zu Hermann Sieger geblieben, und ivar jetzt zu dem EntschlusS gekommen, von der Mutter völlige Aufklärung zu verlangen, weshalb eine Vereinigung zwischen ihr und dem Geliebten unmög-lich sei. Sie schrak heftig zusammen, al» Madelein«, deren Herannahen si« nicht bemerkt hatte, plötzlich die Hand auf ihren Ann legte und ihr hastig zu-flüsterte: „Einen Augenblick, Fräulein Valentine; Ich habe etwa» für Sie, was von Eile ist!" Das junge Mädchen sah die Sprecherin erstaunt an. „Kommen Si« nur schnell nach Ihrem Zimmer zurück und Si« sollen eS wissen." Willenlos ließ Valentine sich von Madeleine, die bereits ihren Arm genommen hatte, fortführen. Erst als die Thür von des jungen Mädchens Gemach sich hinter beiden geschloffen hatte, erklärte Madeleine: „Ich habe einen Brief für Sie, Fräulein. Rathen Sie einmal, von wem?" „Ich bin eine schlechte Räthsellöserin", lächelte Valentine matt. „Sage es mir. Der Brief ist —" „Von Herrn Giesenau!" versetzt« Madeleine triumphierend und ihr entgieng es nicht, wie e» gleich einem hellen Lichtschein über Valentine'S Züge glitt. „Ein Bote steckte mir denselben ins-geheim mit der Weisung zu, dass das Fräulein ihn in dieser Stunde noch erhalten und lesen müsse." De« jungen Mädchens Hände zitterten, als sie das Couvert entgegennahm, das erste, welches Hermann ihr sandte. „Run, was schreibt denn Herr Giesenau?" fragte Madeleine. nachdem Valentine das Billet entfaltet hatte und unverwandt darauf niederblickte. Als erinnerten sie di«s« Worte erst an die Gegenwart der vertrauten Dienerin, so sah Valen-tine bestürzt auf. Ein kurzes Schwanken jedoch nur und sie überreichte Madeleint das Billet. „Lies selbst!" sprach sie. Die Augen der Französin überflogen mit Leb-haftigkeit die Zeilen des nach Lietwsregeln wohlparfümierten rosafarbenen lettre d'amour. Auch auf ihrem Gesicht zeigt« sich Ueberraschung, aber nicht des Erschrecken«, sondern des regsten Jnter-effea. „O, wie reizend!" rief sie aus. „Ein Aden-teuer! Sie werden zweifellos gehen, Fräulein?" „Du denkst daran, dass ich da« thun könnte?" fragte Valentine vorwurfsvoll zurück. „Wenn di« Mama es erführe — " „Nun, und wenn?" siel Madelein« ein. „Die J'iüma hat auch ihr« Geheimnisse. Umsonst gibt man keine chiffrierten Briefe auf die Post!" Valentine beachtete die letzten Wort» nicht; sie beschäftigte sichtlich ganz und gar der Inhalt de» empfangenen Billets. »Nein, ich kann nicht gehen", sprach sie, wie zu sich selbst. „Ich kann, ich kann es nicht thun I" »Aber ebensowenig können das Fräulein daran denken, den liebenswürdigen jungen Herrn Giesenau vergeblich warten zu lassen. O nein, da» läs»t des Fräulein» gute» Herz nicht zu!" »Madeleine, quäle mich nicht mit solchen Worten. Ich kann es nicht thun. Ich kann die Mama nicht fortgesetzt betrügen. Ich würde mein Leben hin-geben für sein Glück, aber ich kann nicht sündigen um seinetwillen!" »Hu, wie tragisch das liebe Kind eine so Harm-lose Sache wieder aufnimmt l Wer denkt denn an eine Sünde? Ein« kleine geheime Zusammenkunft zwischen zw«i Liebenden hat nicht im entferntesten etwa« damit zu thun. Da» Fräulein werden nicht so grausam sein —" »Doch, Madeleine. ich werde, ich muss es! Ich werde Hermann schreiben —" »Er erhält den Brief nicht vor morgen und heute wartet er umsonst. Und wer weiß, was er so wichtig d«m Fräulein zu sagen hat." Die Worte der Mutter, welche für Minuten au» Valentine'S Gedächtnis verdrängt worden waren, traten ihr auf's neue in die Erinnerung und eine unwillkürliche Angst erfasste sie. »O Madeleine, foltere mich nicht länger; rathe mir lieber, ivas kann ich thun, ohne zu gehen?" Die Dienerin stand Augenblicke lang sinnend. Plötzlich leuchtete es in ihrem Gesicht auf. »Fräulein müssten dem Herrn Giesenau so schreiben, das» er den Brief heute abend noch er-hält!" »Wie soll das geschehen?" »Eine sichere Hand müsste den Brief über-bringen." »Aber wer — wer könnte das thun?" »Nun, ich will nicht so zaghaft und gewissen»-ängstlich sein, wie Mademoiselle. Wenn Sie mir die Botschaft anvertrauen wollen, so will ich an de» Fräulein» statt gehen!" Valentine ergriff bewegt der Getreuen Hand. »Du bist ein« goldene Seele l sprach si«. »Ich werd« dir dein« Treu« nie vergessen!" Die Worte, welche nöthig waren, um da» Er-forderlich« zu «rklären. hatt« da« junge Mädchen bald geschrieben und so verließ Madeleine, da« Gesicht mit einem undurchdringlich dichten Schleier verdeckt, gegen die achte Abendstunde da» Hau«, um für Valentine dem in dem Briefe genannten Rendezvousplatz zuzueilen. Und auch Madeleine und nicht Valentin« war e« demzufolge, welche die List in die einsam gelegen« Villa Robert Kolbe« gelockt hatte und welche jetzt mit ihm überrascht auf die Frauengestalt hinstarrt«, di« gleichsam au» der Wand hervorgetreten war. nur mit dem Unterschied, das» ihre Ueberraschung eine sie fast überwältigende Freude, während die Robert'» der directeste Gegensatz war. Dennoch war er der erst«, der die Sprach« fand. »Signorina Torelli I Si« find hier?" Heiser brachte er die Worte hervor, mit denen er der Eingetretenen eine höchst zweifelhaft« Be-grüßung zuth«il werden ließ. „Ja, ich bin hier, mein Herr, wie Sie sehen, und wie ich wahrnehme, bin ich eben im rechten Moment gekommen, um Sie auf einem Ihrer liebenswürdigen Schliche zu ertappen. Mein Fräulein oder was Sie sonst sind", wandte sie sich der noch immer tief verschleierten Madeleine zu, „Sie können gehen! Was ich mit diesem Herrn zu spreche habe, ist nicht für fremde Ohren berechnet!" „Signorina!" flammte jetzt Robert auf. »Sie geb«rden sich hier al» Herrin —" „Die ich hier zweifellos bin!" versetzte die schöne Italienerin mit blitzenden Augen. »Ich bitt« Sie, der Komödie ein Ende zu machen!" siel er ihr rauh in» Wort. »Wa» wollen Sie hier?" „Sie werden e» hören, mein Freund, gedulden Sie sich nur eine kleine Weile!" versetzte die Sig-norina spöttisch. „E» gefällt mir, «vie auch Sie e» lieben, Sie ein wenig auf die Folter zu spannen, mein Herr! In erster Linie aber müssen wir allein sein, ehe ich sprechen kann. Also wer immer Sie sind," wandte sie sich nochmals der Verschleierten zu, »entfernen Sie sich. Die rückliegende Trepp« hinunter führt Sie an die Hinterpforte, welche nur angelehnt ist. Danken Sie mir nicht, meine Lieb«, fonbtrn rilrn Sie und denken Sie zuweilen freundlich von Stjttorino Torelli. „Holt!" rief Robert laut. „Ich will wissen. wer sie ist!" Aber schon hatte die Signorina mit einer schnellen Bewegung Madeleine durch die Thür gedrängt und dieselbe hinter ihr geschlossen. Mit verschränkten Armen stand sie stolz wie eine Königin. „Nur zu, mein Herr, legen Sie Hand an mich!" sprach sie verächtlich. „Mesien wir unsere Kräfte, aber ich sage Ihnen im voraus. Sie müssen im-terliegen!" Mit einem Sprung hatte er die vordere Thür erreicht und aufgerissen. „Jean, schnell, spute dich, das Mädchen ist ent-schlüpft, eile ihr nach!" rief er, kaum seiner Sprache mächtig, ins Parterre hinab. Unten im Hause flog die Hausthür auf und zu, und Robert wankte ins Zimmer zurück, wo die Signorina mit scheinbar der größten Gemüths -ruhe auf dem Sessel, in welchem vorhin Madeleine gesessen, Platz genommen hatte. (Fortsetzung folgt.) Aeitere Verlockende Annonce. Tüchtiger Canal-räumer findet dauernde und angenehme Beschäf-tigung. Näheres in der Erpedition. Zweifelhaftes Compliment. „Mein Selbsiporträt. Herr Sanden. Wie finden Sie da« Bild?" Herr: „Entzückend! Meisterhaft! Gnädiges Fräulein haben sich selbst übertroffen!" Bedenkliches Echo. Wirt: „Na, wie schmeckt Jhne mei Hasenbrätle? Mi freut er." Gast: „Mi — au!" Gewissenhaft. Student: „Wegen dieser Beleidigung fordere ich Sie auf Pistolen!" Reisender : „Angenommen! Vorerst lösen Sie aber eine Jagd-karte, ich heiße — Hirsch." Verkehrte Welt. Erbonkel: ,Lieber Neffe, ich gratuliere dir herzlichst zu meinem siebzigsten Geburtstag!" Auf dem Maskenball. „Wie der Geschmack doch so verschieden sein kann, mehrere Gälte finden mein antikes Eostüm so unkleidsam, und Sie sind gerade entzückt davon." „Das Harmonische hab' ich immer gern gehabt/ Auf Umwegen. (Gattin sdie in ein Seebad will): „Ach. Alfred, ich möchte mich diesen Sommer zu gerne nach dir aus der Ferne sehnen!" Schneidig. Lieutenant (im Restaurant, wo ein Gast das Clavier bearbeitet«: .^Kellner, nehmen Sie doch 'mal dem Mann das Clavier weg!" Warnung. Fremder (im Restaurant): „Ent-schuldigen Sie. ist dieser Stuhl frei?" — Herr: „Dieser nicht, aber der andere da, neben meiner Schwiegermutter! . . wenn S' Courage haben!" Aus dem Gerichtssaale. Richter: „Anstatt am l. Februar vor Gericht zu erscheinen, haben Sie es vorgezogen, auszukneifen, nicht wahr?"—Stromer: „Ausgekniffen bin ich nicht, Herr Amtsrichter, ich war nur einige Tage verreist, wisien Sie, ich habe nämlich am 2. Februar meinen Geburtstag und da bin ich dem Gratulationstrubel 'n bischen aus dem Wege gegangen!" Im Gebirge. Fräulein: „Der Weg ist mir zu steil; kann man denn hier gar keinen Esel haben?" — Herr: „Bitte, stützen Sie sich doch auf meinen Arm, gnädiges Fräulein!" Vom Regen in die Traufe. Gast: ,cherr Wirt, da schau'n Sie 'mal. in der Suppe schwimmt eine Fliege!" — Wirt (hineinlangend): „Na, die werden wir gleich haben!" Eigenthümliche Wirkung. Herr (zu seinem Freund): „Du kannst gar nickt glauben, wie sehr der Wein aufregt!" — Freund: „O! Das glaub' ich schon, ich weiß es aus Erfahrung! Wenn ich nur zwei Glas Wein trinke, ist meine Alte schon aufgeregt!" Badeerfolg. Karl (bekommt von seiner Mama, feit sie wieder vom Bade zurück ist. die ersten Hiebe. Als die Erecution zu Ende ist. sagte er leise zu seinem Brüderchen): „Du. die Mama ist recht gekräftigt aus dem Bade zurückgekehrt!" Kleines Missverständnis. Reisender (zur Kellnerin): „Wann geht der nächste Zug nach Wien?" — Kellnerin: „Bedauere, das weiß ich nicht." — ,Haben Sie einen „Conducteur?" — „Nein, er ist Forstadjunkt." Vor dem Verlobungswalzer. „Lass mich noch einmal tanzen. Papa! Es ist der letzte Tanz!" — „Das kennt man schon, und dann kommt der allerletzte!" — „Nein. Papa, dies ist wirklich der letzte, ich weiß es ganz bestimmt! geseufzt hat .er' schon!" Enttäuschung. „Stephanie — ich liebe Sie!" „Wirklich?" „Ach nee l — Kann das verdammte Reimen 'mal nicht lassen!" «erlaa: Lenvalluna der ..Deutsche« Wacht" in Silli. - H»-igctxr und verantwortlicher Redacteur »mit Tnllinger. Buchdruckern R. Withalm & ff».. Graz. 1895 ..Dentfche Wacht" 5 In der heissen Jahreszeit kann »I» das best« und zutraulichst« ivm.) Erfrischung*- und Tisctagetr&nk, «ckhe» auch zur Mischung mit Wein, Cognac oder Fruchtwisten besonder» geeignet ist, mm empfohlen werden. Derselbe wirkt kühlend und belebend, rwgt den Appetit an und befördert die Verdauung. Im Sommer ein wahrer Labetrunk. Uhren und Uhrketten kneten sttr jodurmana, d T direct ab Fabrik b-strlit, Bur anebr echt ■Utero« Cylinder - Rononiotr & bis 7 0.. Anker-Beraoeloir mit ■WH oder drei BUberbd«D 7 bü 10 fl., Tola-lhrun tob 12 0., GoLduhrea 1& tt., Goldlne oder nentilbern» & fl.. QitfdkeUeia 10 0.. ■Ubor»« l fl. 50 kr., prima Wecker 1 fl. 75 kr., Pendelnbrea, ecb* T»fe Bcblaffwerk, rom 8 fl. aufwärt«, mit 10 Prozent Kabelt Vkr Siedler. N «nette PrcU Coeraate eaf VerUefee gratis a. freeco bei i. Kareker. Uhrenfabrik in Linz, Kaiser Josefstrasse Nr. 24. so—62 Gegen Harnleiden (Blasen, und Nierenkatarrh. Giieß. Sand und Kicht ,c.> wird der Wadciner Sauerbrunnen von Aerzien vielfach empiohlcn. Viele Curersolge. Meine Damen machen Zie gefl. einen Versuch mit «Bergmann' £ifienmifcfi-8rifc von Bergmann & (So., Xrrüben lclfd)tn a. K lSchutzmarke: Zwei Bergminner) 174—SO e« ist die deNe Keif« gegen Tommersproffen. sowie für zarte», weihe«, rosigen Teint. Borr. h Stück 40 kr. bei Jota. Warmnth und Frans KlnehUTj. Foulurd-Neide OO kr. Ml >. »er Kctrr — jeparvfiHbr. chlnrfilchr tt. in tm nmrfbe, Drlftn» unk Karbe«. foarlt schwärzt, ii*1(k unb (ilrtifi Hrnueberg ieibe uon 34 fr. M« fi. 14.86 prr Leiden-Fabriken G. Henneberg (k.a.k.H«n.), Zürich. Zu 10 □ Meter 1 Ktlcr. s. W. H. 1.50 ©o flf oeimen tt r e t Cb * ( t»I fl. Geruchlos sofort trocknend und dauerhast. Klebt nicht! Franz Christoph's FUSSBODEN-GLANZLACK ! tf, ßimmcr |ti strichen, ©bnr Mffcltan nufrer »t brauch ja W%m, da Kr »eae»eeebrne Uerutb tnb M4 Islnn'o.nt flfbrt« Track«». da« d^r ^rltardr und dem vetlack riarn. vermieden wird. D« An-m*un§ bslWl lst «ft unb »Itlchtzrltl» »lum ji5t babtr anmrnbbat ird< rlaura yurhandfa. wi»rd#n dir««» taNr»»? dirara äkar-rittall; *utimb ftubnH. attlr Ml achini, bu birfe* int KtV al« S& Jahr» lw»t*b»Bd« Fabrikat vielfach aaclurrakat unb ■rfilirkt, ,-nrttrrchfnS ichlechl» un» bluij ,ar nicht brin Zwrd eniix«b 9tt. ®Of«t in «tut M 3*frf Ma:ck. Franz Christoph örfiuSer und allewiqer Fabrikant des echten Fußboden-Gwnjlock. Prag Zürich Herlin Kaiolineittbal. Industrie«Ouartier. NW. Mitielstraftc. 2A! 10 ------- Landschaftlicher Rohitscher Sauerbrunn. emps»hien durch die hervorragendste« Medic.-Amoritätrn. ^ <5r>risch„ngSge«rä»k, besonder» bei >ra;, Tchmiedgafle. 237—2» Preblauep Sauerbrunnen reinster alkalischer Alpensäuerling von ausgezeichneter Wirkung bei chronischen lialarrhen, insbesondere bei Harnsöurrbildung, chronischem klaiarrh der Blase, Blasen- und Nierenstein» bildung und bei Bright'scher Nicrenkrankheit. Durch seine Zu'amniensetzung und Wohl» geschmack zugleich bestes diätetisches und erfrischendes Netränk. ü aana t■ ■ [.|W Eaatan&schläge verschiedener Art, ■k hartem BHMfa ........IM. Die Wirka^ dar Baag* all >iytnanikpi MtbMI rar Baatemaa« dar KmT- nd Wartaibf pn, aar ■■laitan« am Deeäfradtaa dar Hast tat Öickfalle allfela lankiaa« lniart Tl I «K «elltkiat wm4 aalnii limilel a«b allen Ihitcea Thu ndaa daa «■■ Hli — Sai gegae Batrt- and I } ; bartil»H|W lnllrilaB wtrd ee fH*IW 4er Tb»er»«jfo mit KrMf Berg^r's med. Theer-Schwefelseife Vnrelakelteo dwa^TrTnS»* • Kiadar, eawte ale » •r daa UfllalMm ! Berger's Glycerin - Theerselfe, die Sft% Qlyeertn evthUt aetd Ma partaaelM laL Frei» per Stück jeder Sorte 35 kr. n«mt GobraathtMwciatag. *oa daa Uriaea leifer-aabei M*dladal»ah aa—aatlaahaa» BaUaa eenUeaea laehaeeaden herrorrehabm i« werden! W als! >ar Ter leiaenin* "a. Temta; leruielft regen Waaertii Oarbolealfti m »llttaag oppel-HtÄrke. Jader Vf.rin.th fuhrt in daaernder Benutzung. ÜberaU tvttittiiff I» Carton« zu 3, 10 and 10 Kr. Oanenl-DepOt für stirterr.-Gl Oanerml-DepOt Ar <">»terr.-Ungax*: CoftUrt Vorth, wie» Itrit. . I : - XitSntfeniuaQ ijl friii#iiiltriiS. ' ' '.-h! . r-: , l T Meinen p. ?. Kunden i« der provin.» diene zur Nachricht, da IS die Einsendung eine« Muster« »ockeS genügt, um »in passen» de« Sleid zu beziehe». Illu-strirrte Mah-Anleitung sran cv. 5tichte»nv»ni«rendeS wird anstandslos umgetauscht oder der Betrag rückerstattet. US« Hochach tungSvoll » Jakob R othberger t. u. k. Hoflieferant Wien, GtephanSplatz. Radfahrer u.T ouristen Tourenheniden aus englischem Planell . ... II. 3.25 Toureilhemdeil au« Baumwollflanell.....O. 1.8© Radfahrerstriiiiipfe ttUa "'SK ÄTkrUe'g" Radfahrer-Leibchen w »ne» Schwitzer, handgestrickt, X«2ÄWÄ? Id Feinheiten. R enn-Costü m © in verschiedenen schönem und echt waschbaren Farben. Itail fahr er-Würfel aus schwarzem echten Schafwollert mit Ledertasche und Ring. Mitglieder von Radfahrer-Vereinen geniessen lO°/o Rabatt. ■Versagn. ..... vV * »V rjf// Js? / Heinrich Reppitsch Zeugschmied für Brückenwaagenbau und Kunstschlosserei Cilli, SteiermarK erzeugt Dreimal» auch 6(ntidwi'Cti<(it' Waagen, «itterthüren u.«elander. Ornamente u. Wappen auS Schmiedeeisen, «arten- und Grabgitter, He«- u. W«in-presse«, Tiefbrunnen, auch Pampen, » N>schi,iqbrunue«, sowie Wage«»inde«, solid und billigst. 19-52 Damen-Confection. Das Neueste, Beste und Preiswürdigste pro I8S5. G"ZOSS@ von Damen-Mänteln, Negen-Wtänteln, eleganten Capes und Schnlterkriigen in vielen Farben. Damen-Kleider. Jaquets und Jacken v»n einfachster »rltigung bis t» iieftantester A««fiil>r»a-5>Z in Wasser oder Sodawasser, sehr erfrischendes Getränk, ist echt und ««verfälscht nur zu haben bei Eduard Fünck Fabrik feinster Liqueure in Graz. ss? Zacherlin wirkt staunenswert! Es tödtet — wie kein zweites Mittel — jederlei Insecten und wird darum auch ii» der aan,en Welt als einzig in seiner Art gerühmt und gesucht. Seine Merkmale sind: 1. die versiegelte Flas e, 2. der Name „Zacherl" Ctllli Xtnun Stltgn. ■IM« »attan». Victor So«. Et»n, Itlan Qoioaz. $ttMrmiib PtS4. Paul anati*-Snton gtiKit-Kru»ria> .^.itovllich. nton1, Ml'itilaOT-*«rl Oklfl. gt«, rfnnajn Frans: Iob-im P»i»tr, Gonobitz i Storg StilAog. Hraatnlgg: «olfi« ©.uurtKtm Cottfuai-Srttai. I«I iheneqg: ftrn;nßottL Lichten wald lÄ^bionl. e 3- Schal! «uMi' ämcilt-^lucnfel 9i Co. Montprels: X. Orefitcr. Uubiutg ä »bald?« «loboinK. St. Oeorgnn: Im Jtettn Z F g<»<-(4Krto. St. Maraln: Jottf St. Paul! »ob«! Z-ma. Trlfall: Sonium-Satin. X n. Pollat. Sobttl TI<»0»m Vldemt Jod ScimI. Woltonsteln; «. AlkU». Wöllan: stfltl Tischler Wir suchen P«rs»n»i> «Ort Brnif#dnffra iiim Skrfauft oon I S»s»tzttch,»a»«t»t»„ t»f'n ma «atm« *.illlunqisn laut ©t jijslniM XXXI ootr t>aörr 1SS3. I n fepür «rootßon. romtvtl cat ftrc» I Oktal!. M'-W | AauptNädtisch» Wochselflub,» «-s>u sch-f« Adt»e * «»»».. S«»a»»a Hopfen! Nugo Eckert & Comp. Hoffen lonnissiiws-fiescliift In Saa2 (Bihmea) halten sich zum commisfionSweisen Verkanf von ftcirischen Hopfen bestens empfohlen und sichern soliden« und rascheste Bedienung zu. 571-10 Wichtig Angelfischer! (Pdittt HöbrrSl. einwarf SWlfttl. ii* ^tSte, «■»rldit »»r»Ben «tfdjtii Harns.*. «»leiea, tts___ä_____.... V.. ,_t . I>a«k«ii MNh Warben tc. »ii d,t?-rnt bcrbctzulMfcn «* lum Unblsst u Magttl D<>4 ,n%tt Mbertl" nicht »u Wrheimmiltetn, iontwr» mtrb grau« Danksagung. Ich hatte sehr starken, zähen, schleimigen Autwurf mit Brustbellemmung und Athem-noth. Ich bat daher dcn h,«»,»glhischtA Ar,t Herr» Dr. «et. i»ft ii l'ili im Shria. Sichsei-iii| 8, um Rath und Behandlung. Zu meiner größten Freude legte sich die Brustbeklemmung schon am zweiten Tage, auch AuSwurf und Husten sind vollständig verschwunden und ich fühle mich «ieder ganz wohl. Herrn Dr. Hope meinen testen Dank! (flcz.l Mühlen best her A»g. Streetz 266 bei Roß lau a. E. llWli ftu »*i» wii|ii«inii» iHf I"""" —o---- nach CoTtchttft brt 6cft»f(änni«it «iijtlR|i»ft4 n«k ri|AttMft<3'-t« ««>»> «»ttn»tm(. brt(elX» lirtiwm Bucbtr ,®a# «an,» »er JUuel-L-l?,l, IST«, dnoatnum that, oon ml» trjtugt. •In Spneon |4«mi zt-ixo-Zusaid»»« te^t bet oorbtriflft •lTi.«>'■ B*-atfUugn per «mbnniiw oKtVn un'tnnfittt ocrJcnWt. All dttltht» dvtch Friedrich Müller» tüli*' IV, «-,».,«aaN, «t.» «*-»» BUD WEIS. .^WG G-eg-riridet 1705. Uhiiglicl wQ ttemkergische Hitlitleraitn. __MO-10 Haupt-lNiederla^o: Graz, Eggendergerstraße84 Rudolf Specht. Abgabe i« Kebinbe« «nb Alasche«. Fahrkarten und Frachtscheine nuoh Amerika konigl. belgisch« Postdampscr der ,Red Star Linie" von Antwerpen' dirert nach New-York und Philadelphia «ncrss. von der hohen k. t. östcrr. Regierung. Man wende sich wegen Frachten und Fahr-karten an die 14-10 Red Star Linie in WIGü, IV., Weqringergasse 17. Die anerkannt billigsten Brantweinkessel sowie alle übrigen Gattungen Kupfer— kessel bei soo-io Kosef ^imttwC Kupferschmied, Graz, Rabetzkystrafte 4, Wcrkstätte: Leit«ergafsr 6. ^..gründet l«7V. Herren-, Damen u.Kinder-Wäsche-Erzeugung en pro« und en rietail Preis und Ware ohne Cancurrenz. Htrs»t*ll«a4tn «•Im, CSi»ou. »>»lt» Bnut obM Knjvn obM M*«»cbirtt« •7 Sorien pr. BtUck von fl. 1.10 bta S-ln yr. '/t Dl»d. vom l- «Ü bis 14.— Ka*br>.a*ia/, Du«, fl. 4»» bia 7.40. 1 ntxd. Kn««a' TOS fl. IM bla 2.10. 1 Dts4. ■*a»cb»tt*a 1 voa fl. S.W bU f " 1 nt*d. KOr»» (Vorh.m lest) Toa (ll.25bi»s.—. Pür tadellosen Schnitt und reollste Bedienung garantiert die Firma O- T. Hamann Laibach Wiüwhe-Lleferant mehrerer k. u. k. OfflcierB-Unifonnierungtvn und der Uniformiernng In der k. u. k. Krieg» marine. 233-40 Prels-Courante in leittcttr, tiOTtiuclet 1. llilitiiicüi Siracht werd» ms v«ri*nf»ii frmaco »m«Madt. varlanca atata auadruoklioai AI« BBrgtohafl für die Echtheit i •ad Güte achte aiaii beseader« aas > daa Naaienazng daa Erfinder«(J In blauer Sohrin. Dient mr angenbllcklleJie» Herstellung von Fleisch-brlhe und anr Verbesserung von Suppen, ö«niB#e», Saucen und Fleiaehspeisen jeder Art. Vortreffliohae SUrkingamittel für Kranke ontf Geneiende. 8 ..Deutsche Wncht" 1895 ----- ■ : —.............. ; ■n»n'T"l ['■ Zahnarzt Ludwig Heksch H io Wien, I. Bez., Goldschmied» 4 erlaubt sich höflichst anzuzeigen, daüs er von Samstag den 3. August 1895 In m~ CILLI -W in Hotel „Krstaerzoff Johann" von » bis 12 Uhr vormittags and von 2 bis 5 Uhr nachmittag» ordinieren wird. KfinHtlich? Zfthiir and OrbU«r in vorzllglichstttrAmsftihriing, zum Sprechen und Kauen vollkommen geeignet, werden schmerzlos eingesetzt, sowie alle Zahnoperationen, Plombie-rnngen mit ffcnc Sterten: Eine grosse Feuer-Wersicherungs-Anstalt engagiert Reisebeamte. bie neben Organisation«- auch AequifftionSbienstt zu oeiriihten haben. Anträge mit Angabe der bisherigen DiensteSvenoenbung sind unter der Chiffre „BerfichernngS-Anftalt" an d. Annoncen, Spoebition Ludwig v. Schönhofer. «lraz, Sporgaise 5, zu richten. 580—8 Feinputzerei Freigasse Nr. 4. übernimmt alle (Gattungen Wäsche zur schönsten und billigsten Ausführung. Prompte Be-dienung. 581—4 Freiwillige Licitaiion von verschiedenen Einrichtungsstücken. Kleidern :c. findet Mittwoch den 14. August d. I. 582 vormittags von 9 Uhr an im Hofe des MagistratSgebäudcS statt. Kundmachung. Die Qenossenschafts-Gehilfen-Krankencasss dar Schuh- und Ueidermacher u. s. w. gibt hiemit bekannt, dass kt> 11. Ai«iil 1895, »«chmittag« ■■ 2 fltjr, in fitrl die ganzjährige General Tersammlung stattfindet. Cilli, am 5. August 1895. Der Obmann: 572—2 Job. Jamernigg. aus der I. Premslätter Falzziegel-Fabrik, bestes u. billigstes BedachungSrnciterialc, empfiehlt und liefert die Hauptoertretung sitt Mkmsr Jul. Krautforst GRAZ, V., Eggenbergergürtel 12. A — — — — — — — 100 Sliit firchRinffi oi> ZO kr. aafvirts 100 St'it JiStkirtr« >» 30 kr. ■ifnirt« 100 Stjjik Gkschist»'G»»itrl, sinnt lirni'BrnA bis 35 kr. nfnirli b<1 4W> Ulrich Mederl Grnz, Jukominiplat» 17. W W w w 99 Arthur SrafUrnsdorf-pollilly Militär Vrttrantll-Vrmn €Ul Anlässlich des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers Grosses f Garten-Fest verdunben mit einem reich ausgestatteten Glüekshnfen und einer Aas-«tellang von Gegenständen aus der Weltreise Sr. faif. Hoheit des Erzherzogs Kranz Ferdinand d'Sste. 587—2 - Die Musik besorgt die städtische Vereinskapelle unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn A. Tießl. Anfang 4 Uhr. Eintritt 20 kr. Michael Altziebler Thonwaren Erzeuger in Eilli empfiehlt sein Lager aller Torten von zu billigte» Preisen. Bedienung prompt. SolrSo 1 Pm'onen, die besondere Vorliebe und specielle Begabung für eine agentielle Thätigkeit haben, wollen unter „9132", Graz, postlagernd, Anfrage halten. Herrengasse Nr. 27 in Cilli. ganzer erster Stock zu vergeben. Auskunft Traun & Stiger. 586^2 Eine Wohnung bestehenb auS zwei kleinen Zimmern, Küche, Keller und Boden, in der Stadt wird gesucht. Auskunft ertheilt die Verwaltung be« Blattes. 564-3« Eine Villa, "SStff parterre- und einer Mansarden-wohnung, u. zw. erstere mit einem Salon, zwei Wohnzimmern, einem Cadinet, Badezimmer. Dienstboten-zirnmer u. Küche ; letztere bestehenb au« Salon mit Terrasse und zwei Zimmern. Diese Loeali-täten find ad l. Lctober b. I zusammen ober auch theilweise |n vermieten. — Auskunft ertheilt Herr Franz Oaumer. SchlesSberg Är. 38. i»~*> Gommis für ein Kemischlwarengefchäft, gesetzten Alter«, mit guten Zeugnissen, der deutschen und slooenischen Sprache vollkommen mächtig tüchtiger Verkäufer. sowie auch ein Lehr-junge au« best crem Hau!« werden logleud aufgenommen. Offerte sammt Zeugnisse asi Photographie unter ^Fr. J70" postlagern» Pöltschach. 585—I Srlriirrlrbrltiig von starker Körperconstitution, aut besserem Hause, findet sofort Auf-nähme bei Samuel Paycr in V illi. Ein Lehrjunge 1 mit guten Schulzeugnisten. der deutschen unb slooenischen Sprache mächtig, wird in de? Ge milchtwarenhandlung?e«S.F Schalk in Lichtenwald sofort ausgenommen. Ein Lehrling für ein KaffeehauS in Tilli. welcher bet deutschen Sprache vollkommen mächiig ist. findet Ausnahme. Auskunft ertheilt bie La-waitung de« Blatte«. 567—3 Mühle nächst einer kleinen Stadt NntersteiermarA. mit drei Mahlgängen, einer SUbmste iaaaC allem Z »gehör. schönen Wiesen und Aeckr». serner einer Vrettfäge, alle« im besten st.mbe und ständiger Wasserkraft, wird auä freier Hand um Ö40Ü Gulden verkauft. Abzahlung 2200 Aul den. der liest kann als dem Object« liegen bleiben. Anfrage bei der Expedition der „Deutschen Wuchs, ut-t Johann Warmiitli" L Kerren» und Damen > Irisier - Salon Cilli, Grazergasse 10, iis-ä-»is Hotel Koscher «6-52 empfieh.lt cicls. bestens cLem. F. TV Pu'olloum. #ir krtf $rkirui| nk rriilr Wäsche il jrkrnrit trrngBrns Sarge grtrngra. = pamen=3!rificir-$aCon separiert. = Stilttg: Sjetwaliutig der „Deutschen »acht" in Cilli. - .s>-ra.,-!»el^ ,.nd rnmii r.m.w -