für Vatrriand, Kunst, Wissenschaft und grilliges Zrdrn. Nedigirt von l>i Johann Hladnik. «H/^ OO. Samftng dcn 1. December. FOHO. Mein Glück Wnd mag das Schicksal auch mich niederdrücken, Nicht Eincn Sonnenstrahl das Glück mir schicke», Ich stehe ftst, — und lächle seiner Macht! Ich stchc fcst, wenn Stürme mich umtoben, Denn meine Huffnung glänzet >nir von oben, Die mir zum Tage schafft des Unglücks Nacht. Ich träumte viel einst '.'ou des Lebens Freude», Ich träumte vou der Liebe Seligkeiten, Und dieser Traum war meines Lebens Glück! Der Traum zerrann, — und all' die schönen Farben Beim ersten Kuß der Wirklich feit erstarben; — D>s Tramms Tod das ist — der Sonne Blick! Im Herzen ruht, was wahres Glück bekundet, Was dieses Lebens wabres Seyn entzündet. Was uns crhcllt des Lebens Labyrinth. D'rum glücklich, wer des Herzens Ruhe schirmet.' Wenn ihn auch wild die arge Welt umstürmet. — Im Hcrzen leuchtet Fnchliugssonne ihm! Der Alchymist. l Farls.'tzi, i, g,) XI. Die Bibel. ^n dem Hank' am Poborelec war noch ein drittes Zimmer, das stille Seitengemach des Johann Pifecky. Längs zweier Wä„de standen mehicie ,,'ic medicinische,, Blichel» gefüllte Kästen, welche m'bst ei'N'lN Ti'ch und Bett die ge-saminren Möbel» des Gemachs cnisiimchce!,. Nun bcwohiue dasselbe der Gast Boleslaw.' El- seß-te sich zmn Tische »nd heftete sm" ^uge„ frst ans einen Gegenstand, den er eben vor sich hi"^lcgc hatte. Es war cin kleines, 'lindes, an einer k'idc.m, Schnur hangendes Behältniß >n,t den Reliquien irgend cim's Heiden, wie es der damaligen Sitte gemäß die Katholiken am Halse trugen, Boleslaw öffnete dasselbe und betrachtete traurig die daxn aufbewahrten Dinge. An einer kleinen beinernen Buch>e war die aus Peilen zusammengesetzte Aufschrift: Ol'» pro l!l>!)l« ,;u lesen. Darauf lag ein beschriebenes, von r>ie!jä'h-rigen Thränen verwischtes Blatt ohne Ui'terschiift nebst ei'.-ner männlichen Locke. — „Dennoch hast du an dieses Sca-pulier Deinen Segen geheftet, arme Mutter, als Du mir's um den Hals bandest! — Unglückliches Weib! — Schuldig kann ich Dich nichc neuneu ^_ wer weis;, ob Du je geohin hast, daß die ungesegnete Frucht Deines Leibes eine lolche Seligkeit erlangen würde, wie sie mir im Bohmer-Lande zu Theil geworden." So redete Boleslaw, in Gedankenversunken. Und wieder träumte er sich in den Armen der Alten — des Grostoacers'Io ha n n und des Vaters Dietrich, die, hoch erfreut, ihn, den Bräutigam Anna's, als ihren Sohn begrüßten; er las seine Seligkeit in d.n glühenden Augen der Braut, uud es «rar ihm, als wäre er heute zu neuem Leben geboren. Da öffnete sich die Thüre und herein tr.it Dietrich, etwas unter seinein Nocke verbergend. „Gut, daß ich Dich allein finde, lieber Sohn!" sprach er erfreut, und nicht beachtend, daß Boleslaw etwas vor seinen Angen beseitige. »Ich hade mir Dir Manches zu reden. Du hast mir wie einem Vater Dein Herz geöffnet, und thatest Nechc daran; ich will Dir's mit Gleichem vergelten. Vater Johann eifert gegen ein zu großes Vertrauen von meiner Seile; aber man muß dem Allen Manches dahin gehen lassen; ich suchte Dich aus, uni Dir ohne Zeugen etwas mitzutheilen. Doch ich fürchte, weinen zu müssen, und Thränen sind ansteckend; wozu anch sollte ich Dir Augenschmeszen verursachen? Wir wollen es anders beginnen." All'o spi'echend zog er ein großes Buch hervor »Siehst Du, hier bringe ich Dir die Bibel. Wenn Alle in, Hause schlafen werden, dann lies, was darin geschrieben steht, und wenn Du Alles gelesen hast, verbirg das Buch wohl; ich werde es mir wieder abholen. Lies aber qanz gewiß. Zwischen uns Beiden darf kein Geheimnis; seyn. Wir wollen nns insgesammt lieben und dem theuern Vaterland«: Gold bereiten." Nach diesen Worten den künüigen Schwiegersohn küssend, drückte »r ihm die Bibel in die Hand und ging sachte von dannei'. Mit Verwlmderung und bedauerungsoollem Lächeln 382 sah Boleslaw dem Alten nach. Er hielt dieses Betragen für die Folge eines, wie nun, sagt, kindischen Sinnes. Mechanisch öffnete er die Bibel; aber bald las er nicht mehr ihren heiligen Inhalt, sondern die zwischen den Deckel» eingenähten beschriebenen Blätter. D>e Handschrift war mäinilich, und zu ungleichen Zeiten geschü'e-ben; a» einigen Scelle» war die Farbe fast unleserlich blaß, indeß anderwärts die Schwarze noch hell erglänzte, lind Boleslaw las, wie es Dietrich von ihm verlangte. Wir schrieben das Jahr l620 und feierten das Fest der heiligen Elisabeth. Ach! wie wäre es mir möglich, jenen Tag ans meinem Gedächtnisse zu bannen 7 — Meine Elisabeth! Mit Deinem Bilde spielte ich am Morgen ei wachend; an diesem Tage hoffte ich die Frucht des Paradieses zu genießen. Wie könnte ich jenen Tag vergessen? — Wie könnten wir alle jenes Jahr vergessen? Wir waren Sieger, hatten linser Leben und un-sere Güter verspielt, sangen laut das l« l)«,l,n und benetzten unsere Wunden mit Thränen. Auch meine Elisa-beth fand ich weinend. Es waren Thränen tiefgefühlter, jedoch mir aller Kraft der Entschlossenheit unterdrückter Schmerzen. »Was fehlc Dir, meine Seele?" frug ich erschrocken. Elisabeth deutete auf den Vater, der eben in's Zimmer getreten war. »Ihr müßt Euch trennen!" sprach der alte Swe-telsky, ich bin mit meii'cr Familie aus dem Lande verwiesen !" Mich traf ein t'ödtender Blitz, Elisabeth weinte bitterer und warf sich dem Vater in die Arme. »Bis jetzt machte die Verschiedenheit des Glaubens in meiner Liebe zu Eurer Tochter kein Hinderniß aus. Vater S w e-telsky!" rief ich. »Auch jetzt werde ich nicht von Euch lassen. Nichts kann unsere He>zen trennen jetzt uud in Ewigkeit." „Junger Schwärmer," entgegnete der Vater, »meinst Du, wir werden eine Lnstfah-t unternehmen? Womit könn-test Du Dich auf einem so schreckensvollen Wege vertheidigen?" „Die Liebe wird mein Schild seyn und mir ewig verjüngte Kraft einstoßen!" rief ich feurig meine Elisabeth umfassend. «Die Liebe zu dem Madchen?" frug der ernste Vater; willst Du im Sturme auf ein Nohr Dich stützen? Uns muß auf einer so schweren Pilgerfahrt das begleiten, was dem Menschen auf Erden das Heiligste ist, __ uns muß der Glaube wie jener ewig glühende Stern vorleuchten, der über unseren Häuptern mit seinen Strahlen die dunkeln Wolken durchdringt-, Dich bindet Dein Glaube an die Heimach, Du gehörst der Partei der Sieger an — und magst hier verbleiben!" „Nimmermehr!" — wenn Alles, was edel und gut ist, Böhmen verlassen musif so geh' ich mit Dir und will durch meine Leiden mich der lieben Elisabeth würdig zeigen !" Kummervolle Zeiten! — Die armen Verbannten aber lächeln fromm und tiösten sich wechselseitig in ihrem Unglücke, ihren Schmerzen und ihrer hoffnungslosen Sehnsucht nach dem Vaccrlande. Ich kann mich nicht mic ihnen freuen! Die Flamme der Liebe zu Elisa betl) verzehrt mich; triffc Alles doppelt, was ihrer Familie Unangenehmes be-geanet Ich leide, weil «ch „icht zu halfen vermag. Ohne Vtterand! ^. Schrecklicher Gedanke! ohne Vaterland — ein ewiger Fremdling eine verwelkende Blüche, eine verdorrende Wurzel, — Ohne Vaterland! — Unter ewigen Widersprüche» leben und in der Ferne verwandte Seelen leidend wisse» — ist woh! dem Herben eine fürchterliche Qual! Mich verzehrt die Liebesflaimne zum Vaterlande. Ja, ich soll leben in seinem Schooße, ich bin verpflichtet, mich an die Seite derjenigen zu stellen, die sich der Beförderung seines Wohles annehmen. Ohne Vaterland gehe ich zuGruuoe! Was werde ich in dei-Fremde nützen? — Liebe zu Elisabeth! — Liebe zum Vace> lande! — O, wer schützt mich vor doppeltem Unglücke? Elisabeth kann ihren Vater nicht verlassen! Er aber erlaubt ihr nicht mit mir nach Böhmen zurückzukehren, Sie darf nicht zurück; oder sollte sie ihren Glauben andern? — Das wird sie mchr thun! Und ich darf sie noch nicht als Gattin uniarmen ! Imnn'l sind wir noch irrende Vögel niitei' dein Himmel. Und wo werden wi.- endlich unsere Häuprer zur Ruhe bringen? Ich will eiumal meinc Thränen und meine Bitten daran wagen. Ich muß nach Böhmen zurück! Wohl hatte Swecelsky recht, als er sagte: „Du willst Dich im Sturme auf ein Rohr stützen?" Wer hätte m>r früher beweisen können, das, es auf der Welt noch eine stärke,e Liebe gebe, als die glühende Neigung zu einem Mädchen? (Fortsetzung f ll l g t.) K u n st b e r i ch t. Marburg, N'ndc November 184U. In manchen Orten scheint die vergnügende Kunst mit eigener Vorliebe zu walten, nnd ihren Lieblingen mehr zu spenden, als selbe vom Hause aus zu erwarten berechtiget waren.. Ein solches günstiges Loos ließ sie uns heuer für diamalische Erheiterung aus der Urne der Herbst-Wintervergnügungen ziehen, in welcher Weinlese, Concerte, Tanz-unterhaltllugen und Theater die vier alljährlichen Nummern bilden. Die drei ersten wollen zur völligen Nulle werden; denn die Lese war flau mit schlechtem Wetter, und durch die bei der steigenden Theuerung gar o'conomisch gewordene Stimmung in vielen Haushaltungen, besonders der Beamtenfamilien, versäuert; die Concerte, sonst das tägliche Brot, die !>1lUl,»li«-n, der unvermeidliche Himmel voll Geigen der fahrenden Künstler in Marburg, schrumpften zu bescheide- 383 nen Hallsquartetten ein, und drohe» als größerer Kunstgenuß völlig zu versiegen durch den Platzwechsel so vieler ausgezeichneter Kunstfreunde bei der neuen Organisirung der Behörden. Die Tanzunterhalmngen! ,a, die könnten sich machen, an Tanzlustigen fehlt es hier wahrlich nicht. Die unterstey-rischen Walzerheroen, Gins; und Hohl, haben sich hier häuslich niedergelassen, ihre Orchester befriedigen jede Anforderung. Eö mangelt in dein lebenslustigen Marburg nur e,'„^ — ei» geeigneter Saal. Die früher brauchbaren Räum-lichkeiren sind für die jetzigen Bedürfnisse der steigenden Bevölkerung zu beschrankt. Lösch n igg's Salon dient ;nr Unterbringung der T'ansenen, u„d so geht es unserer Jugend bei ihrer vermehrten Zahl, Kunstfertigkeit lind Tin^liebe, wie dem gntcn Liede unt dein Refrain: „Des deutschen Vaterland muß größer seyn," — intest seine Ränder immer mehr beschnitten weiden. Wäh-end in anderen kleineren Städten, mir B l n m a u e r zu sprechen: „Das Nachhaus bis auf die Rachsherren ferrig ist," sind bei nns die Tanzunterhaltungen bis auf den Saal beisammen. Es bleibt also nur das vierte Element, das Tke.ner. Dies; nimmt aber auch heuer die drei übrigen in's Schlepptau, und entschädiget für ihr Scranden. Zöllner, der ruhmlich bekannte Comiker, ließ vor Jahr lind Tag sich häuslich in Marburg nieder, und als Tanzmeister hob er die coreographische Bildung der Jugend und erhob den schaurig unästhetischen alten Theacerrcuim zu einem rechc freundlichen Salon für dramatische Kunst. Der Unermüdete gibt uns bei seinem durch Fleisi und Sparsamkeit gerundeten Vermögen und der seurigeu Vorliebe für Unterst.yer sogar die schöne Hoffnung, unser, seit «3^8 eingeschlafenes Casmo im Caruevale aus der Lethargie erkünstelten und auf-gedrungenen Frostes zu erwecken. Das Repercoir, ein durch kluge, besonnene Wahl gewonnenes Kränzchen tüchtiger Künstler, und ein Costüme, welches durch Reichthum, Pr.-.chc Und Mannigfaltigkeit die kühnsten E N'ntlingeu übeltiiffl, Machen heuer uxsere Bühne in der That beneidensweich, und wir bedauern nur, d.lß unser neues, herrliches Theater ein Denkmal edlen Kinnes und biederer Eintracht unserer Bürger a^g de>n trübsten und bewegtesten Jahre >8^8 zwar als Gebäude fertig, aber bei den jetzt geschwächten finanziellen Kläffn nicht eingerichtet ist. Ein Bild wie Zöllner's Gesellschaft gewährt, wäre eines entsprechenden Rahmens würdig. Mit einem Festprologe von Arthur und dem „Abenteurer '"' Kloster" (mich Tenelly) begann der Cyclus der Henrigen Verstellungen, welche nun in rascher Aufeinanderfolge «M^ia Magda-lena" (von Hel'bel), Kotzeb» 'i^ '"»ner noch gerne gesehene »Kreuzfahrer," »die Zwerge vom Untersberge" und .Pfef-fer-Rösel" (von M. Birchpfeisser), »Stadt und Land" (von Kaiser), das köstliche: »er muß a>.,f'ö Land" (von Friedrich), »Skjalfa" (von Nitschner), »ein Held und seine Liebe" (vom Verfasser des Goldreufels), »die rothe Schleife" (vou Deinharostein) und noch manches Treff- liche brachte. Wenn wir bisher Eines vermißten, so ist (s das Singspiel, an welches man hicr gewöhnt, oder richtiger, durch welches ein Theil unseres Publicums verwöhnt ist. Wohlthuend ist es uns, endlich doch ein Mal eine Künstlergesellschaft auf den Bretern zu sehen, aus welcher auch nicht Ein Mitglied aus mir allzu bekannten Gründen höchst nothwendiger Weise mir dem Soufleur zu coa.net-riren braucht. Durch eigenen Fleiß seiner Sache sicher, finden wir in Jedem jenes ruhige, bescheidene Auftreten, welches in der Th.n selbst auf großen Bühnen selten zu den Vorzügen aller Mitwirkenden gehört. Madame Zöllner, bei uns längst gerne gesehen, als ausgezeichnet in jedem weib. lichen größeren Rollenfach?, weicht von der Norm aller bisher dagewesenen Directionen ab; sie überläßt ihr Fach anderen KünlNerinnen und begnügt sich mi den schlichtesten, untergeordneten Parthien. D,n; diese durch sie gehoben weiden, ist eiü m-.tüilicher Lohn der Bescheidenheit-. Herr Zöllne,, als Comiker, bedarf keiner Beurtheilung — wir weisen auf die crirische Stimme der strengsten Journale ftic m.hi als einem Deceinno und bestätigen ihr Leb. Der zweite Comiker, Herr Unger, wird in seiner Bahn Gutes leisten — wenn er gerade denselben unfehl^ b.nen Weg einschlägt, welcher auch Scholz und Schö-nau, die hier begannen, znm Ruhme geführt — den Weg ruhiger, anständiger Comik, Nirgends lacht man so geine als in Marburg, uncer der Bedingung, dabei nicht erröthen zu dürfen. Die Fräulein Lukatsch und Nostok, als Liebhaberinnen, sind Elscheinungeu, wie sie unsere Bühne nnr in den besten T^gen einzeln sah. Talent, Or^an und Declamation, a!ie5 vereint sich, um Fräulein Lukatsch den Ruhm der Künstlerin für bleibende Zeiten zu sichern. Fran Löß! ist als Anstandsdaine lind in Mutterrollen unoeraleichüch; Fr>n! Göllner eine Künstlerin, deren gerundetes Soiel einer au5ge;eichneten Schule entstammt. Wenn aber >e d.is F.,ch des Nai»e», kindlich Unschuldigen lind Mulbivilli^en eine dii'ch die Gesalnmtil'irkung von Jugend, Schönheit, Laune und Kunststudilim seltene Repräsentantin fand, >'o ist es Frau M ellin. Die Herren Gustav Nostok und Lößl, ersterer ais Liebhaber, Letzterer >n allen Rollenfächern gleich brauchbar, a!>5 Inrri^n.n>t, Geck, Schöngeist, sind tren gebliebene Mitglieder unseier Biibne, auf deren Verdienste ich schon in frühe-en Berichten hinzuweisen Gelegenheit hatte. Der wahr.e Künstler keilit kei>en Stillstand, sondern ern- st.s Streben n>,ch Vollkommenheit ist sein Ziel __ ein Ziel, nach welchem die beiden Herren unermüdet ringen. Herr Merlin ist in harte», st^en^en Väte,rollen eben so an seiner Stelle, all im gemüthlichen Alten; ebenso Herr Moro in seinen Geschäfts- u„d Staatsmännern, seinen Abbe's n,>d ^onvivanr'?. Herr Klobusitzki kann als Rii-ter und Intriguaüt slch mit gleicher Sicherheit bewegen. Herr Zöllner .jüii. verspricht im Heldenfache Gutes zu leisten. Wir können der Gesellschaft freudig zurufe!,: »Nur so forl, in diesem Geleise!" Dr. Audolph Puff. — 384 O eez e i ch n iß der im Jahre 1847 dem Museum verehrten Geschenke. (Fortsetzung) 5/(r. 12. Vom Hrn. Johann Pleshko, Siebnia-cher und Holzivaren-Händler in Laibach, die antiken li»d neu.ren Münzen, w^che sein verstorbener Sciefsohn, Herr I ojh. Pa ki sch, Physiker, aus der Unigeb. Laibachs zusainmen-gesannnelt hat, als: 25. Ein 5 Sols.-Stückder französ. Republik vo» Monneron, l?92. — 26. Ein Sols-Stück detco ,793. — 27. Ein »erwischtes englisches Pence - Stück 1799. — 28. Ein griechisches Lepto", Ollo, «833. .__ 29, 30. Zwei Stücke 5 Lepra, detco 1833 n. »839. __ 3l. Ei» vene- tianisches Stück, Dalmatien und ?/lbaniei, (11 .— A2. Ein derto Aloys Mocenigo (12) 1570^.1577. — 33. Ein detro ?lnton Prioli I6l8—l623. — 34. Ein Rechenpfennig I^lxlov. llll. I.Nil!'«!'.<<. — 35. Ein Ablaß-Pfennig, tzillill l^iis)«, il»,,^, ^i!»l, das Brustbild des Heilandes OullUlpIinl, lt.l?^ fünf aufstehende Gelreidehalme, 17 (12) 2». Vielleicht vom Barinherzigen-Kloster in Graß. Nr. l3 Von, Herrn Ferdinand Schm,i)t, ,',»>, ^ ein Silber-Zivölfer, Eanto» Zug. — /t^',?^,-.',-: ('«li» llix. <^„i. <).iilll«i>l>l ^Il^l'-lilüllnl«. ltl^xi-»llt. , die Kirche auf dein Felse» von brandenden Wogen destnrmc; — llnd eine ziinieine Vled<,ille in Thalera,ro's;e, London, k. k. General-Feldmai schall — auf den Fall von Belgrad den 8. Oecober «789 Nr. 15 Vom Heern I. Aichholzer, iVI:»»!.^!«!' l'llNl'lllÄ«!«« ans Marburq: eine angezeichnete Samnüling von Versteinerungen, welche beim Baue des Leicersbeiger Tunnels zu Tage gefördert worden slnd, und zw>ir I. eine 9" breire Püqermanrelnnlschel (l'uc:ti!ll!) vollkonuneiies Exemplar in beiden Schalen; — 2-8 Stücke Peccinicen von 3" bis 5" Breite; — 3. 6 einzelne Schalen großer Pectiniten; — 4. 6 kleinere Pectiniten in Muschelkalk; — 5. zwei ausgezeichnete, nebst mehreren kleinen Peccini-te„ in grauem Tegel, in welchen, Custos Freyer !<'<>>-:»-»liliit«!'«»» entdeckte, und mittelst Schleminnng ausgeschieden hat. Diese kleinen mikroscopischen Schneckchen erscheinen so reichhaltig, das? ste beinahe '<., des gangen Lehm-Volmnö betrugen; — 6 eine Austerschale von 7"3ange; — 7. eine 3" lange /Xlinmin, und 2 kleinere decro; — 8. einige lXil-«!<;> (Bteinkcrne ohne Schale) von ('.'»rcliom, V^lUli», i>1^-lil„8, Dattelmnschel; — 9. sieben Stücke l'nixl«; --ll) ein 'I'l'ocloi«; — l l. fünf Stücke l>Nl'il!li»m und eine Amonshornschnecke; — ,2. zwölf Stücke kelliüil«» ^Seeigelschalen); — l ^. mehrere l'<;»tnt)>'il!i't^l>-Fragmence; — l 4. drei Stücke iVlinll Lpl'l'i!«;» (Korallen); _ l5. zwölf Stück wohlerhaltene (illu>'^»,^ 8lü i-aln,'); — !9. zivei Stücke versteinertes Holz; — 20, ein kleines Stück Steinkohle mii Schwefelkies; — 2 1. neun Siücke mic Kalkspathkiystallen und zwei Kugeln Eisenbechnenei;. Vil'lm Dank dnn Hcrr>i Glschml^'ln'r dicsn- wl'rchvollnl Eammluna. Mögl'ii dcrlli ivundc b.i dc» Oiftlll'abu^rl'l'itlü auch in Kram dein Milstum ;ur öffcutlichnl Ausstellung vcrchrt wlrdcn! Nr. 16, Vom Hrn. Johann Friedrich Wagner, Hoilll)!- der eoangel>!chen Gemeinden von ^äiüthen und Steiermaik, nnd Pastor in Zlan, folgende Mineralien: ein schönes Schick Knosernickel;__4 Stücke Ble,berger Gelbbleier;; ^_ die Hälfte eim>s ?lmi,ionicen, angeschliffen, nnd eine geschliffene Platte opalislrenden , käiüthnischen Müschel-Marmoi^; ,^ 5 Stücke Muschelkerne (->,!<:!.;!) der l>:<)«:>i-llill <'<>>'. «'!<,',; — ei» Scück rein dn:chslchci-ges Steinsalz, innerlich blau gewölkt, und eine dreizöilige Platte unreinen Steinsalzes mit blauen, gemengt. Nr. 17 Der sel. Herr Anton G^f ^,.„ Hohen-wart hat mit Testanienc oo-n 28, August ,84<) t>^„ ^-^i.. nischen Landesmusenm aus seinen, Cabinecce den öandscha-denbundbei.'e, , dann alle Familien- nnd andere alte Schriften, die man dafür al) geeigner ansehen sollte, legirc. In Folge dessen hac sein Testaments Erecuior, Fia nz Caje-tan Freiherr von Dienersberg, folgende Stücke den, Museum ausgefolgt: l. Die sehr künstlich geschnitzte Holzhülle zur Am'bewahrnng eines silbernen Bechers, welcher sich jedoch in derselben nicht mehr befand. — Dain, ») folge nde Diplome, als: — 2. D.ls vom Kaiser Ferdinand ll. l!«l, Wien 19. ?lugl,st 162», womit Gregor n»d Michael die Watzen Gebrüder, mit dc», ^prädicc,r« voi, Watzenberg in den .'idelstand erhoben lvnrden. Original auf Pergament in rothen Sammet Einband, ohne Sigill. __ 3. Das vom Kaiser Ferdinand lll. "ega, Herr auf Schart'enberg nnd Slattenegg nnd Hauptmain, zu Möctling, erhoben wurde Oriainal ganz wie das Vorige. — 4. Dis des Kaisers Leopold l., on Nen^egg, Herrn auf Scharfenberg, Slatteneg und Hauptleucen zu Mötcling das Prädica t in jenes der Grafen n»d H^ren v, Wal)enberg, Edle Herren auf Scharfenberg umgeändert wurde. Original auf Pergament ohne Sigill. — 6- Das von Kaiser Leopold l nnl"d Wilhelm u„d Hans Herwarch Zecschkher aus einen, uralcen Rittergeschlechle in S'eyr nnd Erain in den Freiherrni'land mit dem Prädicate Zetschther von und zu Waldcega, Freyherrn aufWeinbüch! Erkhen nnd Weirelstain erhoben weiden. Original wie die Vorigen. (Fortsetzung folgt.) Verleger: Ignaz Alois K l e i n m a y r.