^tr^l?4.________ Dienstag, 31. Juli 1888. 107. Jahrgang. MbacherWMmg. «llu.?",!""?^'"'^"^' Vtjt Postv«r,50, Fllr die >n« Hau» ganzjährig ft. ,. — I»ltl<«o«»lll»»r: ssllr V befindet sich Vahnb«I«aNc ,k, die Ntdnciion lL!n lnalich von "" ^n!en,,e kl« ,„ < feilen 25 lr.. größere per.^«ile « lr,; bei öfteren Wiederholungen pr. .^eile » kr. ^ 10 l>i« ,2 Uhr vormittan»,— Un vdm, '^" bedeutenden Wasserfall als Hinter-grapse w ^'"'" ^. lafsen. Außer diefer Photo-. Ost n!/^ "l" ^'"dr»ck heimgebracht. Augenblicke'°' ^' 6"t! ^s heißt: in einem /!ten. wenii. ?c"? "°^ "cht viel extravagante Tm-«'"« hoMn^°"^" und Falfchspieler und fast gar ^U. wak^? zu Gesicht bekamt. Ja, du lieber ^^? N°l^'°? ks denn eigentlich jetzt in Ostende zu ^besuV^^pleen, diesen Ort zu dieser Stunde H' denn m?« l'." H"els ist es noch sehr ungenuith-m°n kriegt zu er chwinglichem Preise ein Kausfluaun Nr. 8« Friedrich Rehn den Adelstand allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom IN. Juli d. I. dem Curarzte Dr. Karl Höffinger in Gries bei Vozen in Anerkennung seines ersprießlichen Wirkens den Titel eines kaiserlichen Rathes mit Nachsicht der Taxe aller» gnädigst zn verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Juli d. I. dem Negierungsrathe im Ministerium des Innern Julius K aan den Titel uud Charakter eines Ministerialrathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Taaffem. s». Nichtamtlicher Weil. Eiu Rückblick. Vorgestern war ein Decennium vergangen, seit die Provinzen Bosnien und Hercegovina unter österreichisch-ungarischer Verwaltung stehen. Am 2!). Juli 1878 um li Uhr morgens übersetzten unsere Truppen bei Brod, bei Alt-GraMta, Samac nnd Novi die Save und die Una, um anf ottomanischem Gebiete die Reichbflagge aufzuhissen, und wenige Tage später überschritten die Colonucn des Generals Iovanovic die dalmatinische Grenze, um über Vrgorac und Imoski den Marsch auf Mostar fortzufehen. Im Sinne des Artikels 25 des Berliner Vertrages kamen unsere Truppen, wie es in der Proclamation an die Bewohner Bosniens und der Herceguvma heißt, nicht als Feinde, um sich des Landes gewaltsam zu bemächtigen, sondern als Freunde, um den Uebeln ein Ende zu bereiten, welche seit einer Reihe von Jahren nicht nur die beiden genannten Provinzen, sondern auch die angrenzenden Länder der österreichisch ungarischen Monarchie beunruhigten. Um nicht das eigene Gebiet fremden anarchischen Bestrebungen preiszugeben, hatte unsere Monarchie im Einklänge mit sämmtlichrn Großmächten Europa's und mit Einwilligung der Pforte beschlossen, dem »mliril- gutes Zimmer. Dem Bade fehlt noch die Hauptwürze, drnn man brancht fich in keine blutige Rauferei ein-zulassen, wenn man einen Karren in der Mittagsstunde haben will. Im Lesezimmer des Cursaales herrscht eine lästige Ruhe, man kann seine Zeitungen ungestört lesen und muss nicht fünfzig Minuten auf das «Berliner Tageblatt» warten, bis der kurzsichtige alte Herr sämmtliche Aunoncen von Rudolf Mosfc auswendig weiß. In den Restaurants haben die Kellner für den schlichtesten Gast ein zuvorkommendes Lächeln auf den Lippen — dieselben Kellner, die in vier Wochen selbst vor einem mediatisierten Herzog das stolze Haupt nicht neigen werden. Und wenn man ihnen für das Dejeuner einen halben Franc Trinkgeld gibt, so lassen st? die unbedeutende Münze nicht geringschätzig auf dem Teller liegen, sondern nehmen dieselbe, und manche danken sogar, wenn auch unhörbar. Wenn Sie aus allcdem folgern wollten, dass es in Ostcude «vor der Zeit» nicht lebendig zugrht, so irren Sie sich sehr. Gestern zum Beispiel waren Kirmess-Velustigullgen auf verfchirdeurn Plätzen diefer an» muthigen kleinen Stadt. Illuminationen, Tänze, Ge-fchrei.'Jubel, was weiß ich. Auf dem Gemüsemarkt war eine Musikkapelle etabliert, und die lustigen allen Fisch-Weiber — juuge gibt es heuer nicht — tanzten ausgelassen herum.' Eine unverwüstliche Lebenslust ist diesem braven Volt von Flandern eigen, eine harmlose und laute Fröhlichkeit, die sich nicht in «»erträglichen Ex« cessen äußert. Einer fällt dem andern nicht zur Last mit feiner guten Laune. Ungcmein spasshaft anzusehen war es auch heute vormittags, als die Fanfare des Ortes über den Damm gezogen kam. Vorauf tanzten acht oder zehn junge Schiffer eiuen phantastischen Valletschritt. Dann reichten sie einander die Hände und tanzten alle im großen Kreis vor der marschierenden Musik einher, die lustigste Ringelreihe, die man sich denken kann. Endlich fassten vollen Zustande der Länder Bosnien und Hercegovina entschieden ein Ende zu bereiten. Anfangs schien es, als ob die friedliche Mission, die Oesterreich-Ungarn von den Signatarmächten übertragen worden, sich in ruhiger Weise werde vollziehen lassen. Nach wenigen Tagen jedoch war es klar geworden, dass die durch die jahrelange Ohnmacht der ottomanischeu Behörden großgezogene Unbotmäßigkeit eines Theiles der Bevölkerung, der wilde Fanatismus des muhamedanischen Elementes, endlich nicht zum wenigsten die zweideutige Haltung der Pfortenregierung einen Widerstand gegen den ver« tragsmäßigen Einmarfch der österreichisch-ungarischen Truppen gezeitigt, der in dem Vali und dem Militiir-gouverneur zu Sarajevo bald einen Rückhalt, durch die notorischen Waffeusendungen der Pforte in die zu befetzenden Länder Kriegsmittel und in den daselbst noch befindlichen Nizam«Bataillonen kampferfahrene Verbündete gewann uud durch den perfiden Ueberfall bei Maglaj sein erstes Lebenszeichen von sich gab. Ans der friedlichen Occupation des Landes entwickelte fich nun ein erbitterter Guerillakrieg, der grausamste aller Kriege; immer mehr und mehr Truppen mussten aus der Monarchie auf den Schauplatz der Kämpfe dirigiert werden, und es bedürfte monatelanger Anstrengung, bis endlich im October der Widerstand gebrochen, die letzten Insurgentenscharen zersprengt und entwaffnet waren und man an die eigentliche Culturarbeit schreiten, die Mission in Angriff nehmen konnte, welche unserer Mouarchie in Bosnien und der Herce-qovina übertragen worden. Dies geschah zunächst durch unsere Truppen, welche, nachdem sie das Land mit den Waffen in der Hand erobert, es nun auch moralisch durch eine an die Werke der römischen Legionen er» innernde aufopferungsvolle Thätigkeit sich zueigen machten. Die Festigung drr Sicherheitsverhältnifse. der Bau von Communirationen. die erste Herstellung halbwegs geordneter Verwaltuugszustände auf Grund der alten Gebräuche und Gewohnheiten der Bevölkerung und der türkischen Gesetze war das Werk der k. und t. Armee in den occupierten Provinzen, bis anfangs nnb im Lanfe des Jahres 1870 die Civilverwaltnng die Zügel in die Hände nahm. Wie schwierig es war. nur ein wenig Klarheit iu das Chaos zu briugrn, das in sich zwei und zwei unter und führten einen Magistralen Walzer auf. Alles auf dem eleganten Damm. am hellen Tage. Denn vor der Zeit gehört Ostende noch seinen Einwohnern. Später werden sie ihre ganze Stadt ver» mieten. Anfänge sind natürlich fchon gemacht. Vernünftige Familien, die etwas für die Festigung der Bäckcheu und Wädchen ihrer Babies thun wollen, haben sich schon eingefunden. Die große Welt aläuzt noch durch ihre Abwesenheit, aber die kleine ist schon da. Bebe" am Meere! Nichts Bezaubernderes lässt sich denken, als dieses kleine Volk am Ufer der See. Wie sie mit der nahenden und fliehenden Welle spielen. Wie sie zur Ebbezeit in dem weichen, feuchten Boden hineinpatschen, weit weit hinauslaufen. Schöner noch »st das Spiel mit der Flut. Da werden vorher titanische Bauten aus Sand aufgeführt, Festungen mit Wall und Schanz, die dem Ansturm der Brandung sicherlich trotzen werden. Obenhin werden Fähnchen eingesteckt. Meer. nun komm heran und nimm dicfe Festungen ein. wmn du kannst! Es kommt heran uud es nimmt sie ein. Die Flut zerstört, was Menschen« Hände geschaffen. Morgen fangen sie doch unverbesserlich von neuem an und führen wieder titanische Bauten auf. die eine einzige Welle zerstört. Wahrhaftig, die Kinder sind nicht klüger als wir Großen! So schauen wir ihnen zu. lächelnd und elegisch. Und vor uns dehnt sich das Meer, goldig, braun, glänzend, unendlich. Die Stunden verrinnen — mau merkt es kaum. Wer hat uns gesagt, dass man jetzt noch nicht hieherkimmen dürfe? Ein Unverständiger. Es ist jetzt hier viel besser, als wenn die el?« ganten Lente eintreffen und das Meer zu überschreien versuchen. Wer Ostende ganz genießen will. sin den ist entschieden die richtigste M: «vor der M». _________ Dr.TH. herzl. Laibachcr Zeitung Nr. !?4. 1486 3l. Juli 1888. der Administration damals herrschte, davon können nur Augenzeugen sich einen ungefähren Begriff schaffen. Die Fortschritte, die es in jenen ersten Jahren möglich war zu erzielen, müssen daher mehr nach dem Grade von Mühe und Arbeit, die man daran sehte, als nach den Resultaten selbst beurtheilt werden. Indessen gelang es immerhin, die Keime einer geordneten Administration zu legen. Mit wechselndem Glücke freilich, denn es lässt sich nicht leugnen, dass die Art und Weise, in welcher in jener Zeit administriert wurde, nicht immer den primitiven Zuständen angepasst war. die in dem Occupationsgebiete herrschten, dass die mitunter ganz trefflichen Beamten, welche die erste schwere Aufgabe auf sich nahmen, allzu sehr die fortgeschrittenere Bevölkerung ihrer Heimat sich zur Voraussetzung nahmen uud eifriger vom grünen Tische aus dirigierten, als dass sie in unmittelbarem Contracte mit der Bevölkerung sich mit deren Anschauungen vertraut machten, um aus dieser Kenntnis heraus über das Wohl uud Wehe derselben zu verfügen. Wenn auch die nächste Veranlassung zu dem Aufstande von 1881—1882 die Proclamicruug der allgemeinen Wehrpflicht bildete, so darf nicht übersehen werden, dass daran auch wirkliche Mängel der Verwaltung ebenso die Schuld trugen, als Verhetzungen von außen. Nach der Niederwerfung dieses hoffentlich letzten Aufflackerns des alten Rebellengeistes wurde durch den Reichs'Finanzminister Benjamin von Källay. einen gründlichen Kenner morgenländischer Zustände, ein System der Verwaltung inauguriert, das, durchgeführt von Männern, die in der Schule des diplomatischen Dienstes im Oriente großgezogen, Art und Gehaben des Volkes kennen und verstehen, ohne Zweifel Bedeutendes zur Entwicklung der beiden Länder beigetragen. Wir wollen Verstöße Einzelner im einzelnen nicht allzu sehr rügen, sie kommen überall vor, sie sind nur zu natürlich einem Volke gegenüber, das an die Lässigkeit ottomanischer Behörden gewöhnt, von der Strenge des Gesetzes leine eigentliche Vorstellung hat; die Klagen über solche — wirkliche oder eingebildete — Unbiliig-keiten finden ihre Erklärung in den schwankenden Verhältnissen einer immer für Einzelne verhängnisvollen Uebergaugszeit vom Ueberwundenen zum Modernen, und sie werden ins Maßlose übertrieben von den Or» ganen der privilegierten Feinde österreichisch, ungarischer Verwaltung, die sich häufig gegenseitig in ergötzlichster Weise desavouieren. Wir vernehmen solche Klagen übrigens regelmüßig aus den Spalten einer zügellosen Parteipresse auch in Landern, wie Serbien, deren Ver» waltilng ohne Ausnahme in den Händen von Landes» söhnen ruht. Solche Klagen localen Charakters können das Oesammtbild nicht verdunkeln, und was die Ver< wallnng der occupiertm Provinzen binnen diesem ersten Decenuium geleistet, das illustriert schon allein das Factum der Kronprinzenreise in dieselben. Wenn aber die uccupierten Provinzen gegenwärtig auf einer verhältnismäßig ziemlich bedeuteuden Stufe materieller wie geistiger Entwickluug sich befinden, so hat Oesterreich-Ungarn große Opfer an Eut und Blut, an Geist und ausdauernder Arbeit dargebracht. Umso gedankenloser erscheint deshalb das hie und da in radicalen Blättern gestellte Verlangen, unsere Monarchie solle die mit solchen Opfern erkauften Provinzen nunmehr, da augeblich unsere Mission erfüllt ist. wieder verlassen. Abgesehen davon, dass weder der Berliner Friedenstractat noch die späteren Specialabmachungen zwischen Oesterreich-Ungarn und der Pforte eine Be< stimmung hinsichtlich der Dauer der Occupation Bosniens nnd der Hercegovina enthalten, auch nur sammt' liche Signatarmüchte des Berliner Vertrages gemein» schastlich diesbezüglich ein Uebereinkommen treffen könn» ten, entsteht die Frage, ob in Constantinoftel solche Veränderungen vorgegangen, ob das osmanische Reich eine solche Radicalcur an Haupt und Gliedern durch» gemacht, dass wir demselben in unseren Hinterländern allein die Wacht gegen gewisse Wühlereien überlassen könnten. Auch würde ein ernster Appell an die Bevölkerung trotz allem und allem die Thatsache eclatant erweisen, dass gegenwärtig, außer einem sehr geringen urthcilslosen Bruchtheile des muhamedanischen Elementes, sich keine Stimme erheben dürfte für die Restituierung des ottomanischen Regimes in Bosnien und der Hercegovina. Noch weniger könnte von einer Option der Ve« völkerung für einen der anderen kleinen Balkanstaaten — es kommen eigentlich nur zwei in Betracht — die Rede sein. denn die Zustände in ihnen stechen trotz ihres Selbstbestimmungsrechtes zu sehr von jenen in den occupierten Provinzen ab, als dass diese Lust haben sollten, aus der Gemeinschaft mit der österreichisch« ungarischen Monarchie auszutreten. Nein, nach den Erfolgen des ersten Decenniums unserer Verwaltung in Bosnien uud der Hercegovina und im Hinblick auf alles, was rings um uns geschieht, hat — zum Heile dieser Heiden Länder und deren Bewohner — Oesterreich-Ungarn mehr als je das Recht und die Pflicht, betreffs or« Occupationsczebietes seine Einrichtungen so ^-cl^"'c.«^ zur Lösung der ihm kraft des eurö-pmschen Mandates gewordenen Mission noch viele Menschenalter erforderlich wären, und mit dieser Thatsache wird sich jedermann zn rechnen gewöhnen müssen. Politische UeberNcht. (Jubiläum Sr. Majestät.) «Opavsky Tydennik» führt aus, dass sich unter der vierzigjährigen Regierung Sr. Majestät des Kaisers in Oesterreich so große und glückliche Wandlungen vollzogen haben, dass die künftigen Geschichtschreiber von der glorreichen Ne-gierung des Kaisers Frauz Josef I. eine neue Aera des Habsburgischen Reiches datieren werden. Nimmermehr würden die Slaven Schlesiens vergessen, dass sie alles, was sie an Gutem seitdem erlangt haben, der Huld und Gnade Sr. Majestät verdanken. (Man datsniederlegung.) «Hlas Naroda» meldet, dass der Reichsrathsabgeorduete Pfarrer Franz Weber die Absicht habe. sein Mandat niederzulegen, und deutet au, dass Misshelligkeiten im Lager der mährischen Czechen hiebei im Spiele seien. Abgeordneter Pfarrer Weber vertritt den Landgemcindenbezirt Lunden» burZ/Seelowitz im Abgeordnetenhause. (Spiritussteuer - Enquüte.) Die öster« reichischen Mitglieder der Spiritussteuer-Enqucte haben beschlossen, eine Deputation zum Hauoelsminister Marquis de Aacquehem zu entsenden, welche demselben die Bitte vortragen soll, den Spiritushandel nach Gewicht einzuführen. In der Besprechung, welche diesem Beschlusse vorangieng, wurde darauf hingewiesen, dass seitens der ungarischen Regierung diese Neuerung schon seit Jahren angestrebt wird. (Nationale Unduldsamkeit.) Die «Deutsche Zeitung» ist ungehalten darüber, dass zum Nachfolger des Hofrathes Schneider als Sanitätsreferent des Ministeriums des Innern Dr. Emanuel Kusy ernannt wnrde. weil derselbe ein Czeche ist. Das ist so der hyperkluge Standpunkt, der zwischen deutscher und czechischer Medicin unterscheidet. Vermuthlich will die «Deutsche Zeitung», dass ein Nichtdeutscher überhaupt gar keine Stellung im Leben erringen soll, mit Ausuahme etwa einer als Straßenkehrer u. dgl. In ihrer Verblendung geht die «Deutsche Zeitung» so weit. zu behaupten, der jetzige Hofrath Kusy sei eine unbekannte Größe, von dem man nur weiß, dass er der Bruder des bekannten czechischen Abgeordneten Kusy ist. Weil also die «Deutsche Zeitung» nicht weiß. wer Hofrath Kusy ist, so ist er eine unbekannte Größe. Und sie weiß es nicht, sie weiß ja nicht einmal, dass der Abgeordnete Kusy schon seit zwei Jahren todt ist. (Lootsenwesen an der österreichischen Küste.) Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht eine Ver-ordnung des Handelsministeriums vom 1. Juli 1888, womit Bestimmungen über das Lootseuwesen an der österreichischen Küste erlassen werden. (Ein deutsch-österreichischer Parteitag.) Wir haben es vorhergesagt, dass die Anregung der Idee eines deutsch-österreichischen Parteitages kanm ans fruchtbaren Boden fallen wird. In der That hat die Idee. insbesondere auf deutschnationaler Seite, nur Zu-rückweisuug erfahren, bei den einen, weil sie eine Einigung der Opposition auf eiuem anderen als dem Boden des extremsten Nationalismus zurückweisen, bei den anderen, weil sie die Unmöglichkeit, die disparate» Elemente unter einen Hut zu bringen, nicht verkennen. (Monarchen » Entrevue.) Die «Nationalzeitung» nimmt mit allem Vorbehalt von der Nach« richt Kenntnis, dass die Antrittsbesuche, welche Kaiser Wilhelm den befreundeten Höfen abstattet, durch eine gemeinsame Mouarchenzusammenkunft auf deutschem Boden erwidert werden sollen. (Russland.) Anlässlich der Jubelfeier der Christianisierung Russlands fand Samstag abends in Petersburg eine Festversammlung des slavischen Wohl-thätigkeits-Vereines statt, welcher der serbische Gesandte Simic und der Wiener Journalist Dr. Hivny beiwohnten. Letzterer hielt eine russische Rede, iu welcher er die culturhistorischen, religiösen und literarischen Eigenschaften des Panslavismus analysierte uud den Pan-slavismns als culturelles, aber nicht als politisches Ideal auffasste. Die weiteren Reden des interimistischen Vereinspräsidenten General Kirijev nnd des ehemaligen Professors Orest Müller hatten mm« mehr localen Wert. (Zur bulgarischen Frage.) «DailyNews» erfährt aus Berlin, die Pforte werde ersucht werdrn, deu Fürsten Ferdinand von Bulgarien nochmals auf-zufordern, Bulgarien zu verlafseu. Dabei solle sie betonen, seine Regierung bilde eine Verletzung des Berliner Vertrages. (General Boulanger) ist wieder vollständig genesen und hat vorgestern seine erste Spazierfahrt benützt, um sich von neuem lächerlich zu machen. In Erwartutig ihm huldigender Volksdemonstrationen ließ er sich vou Zeitungsreportern begleiten, die in Fiakern seinem Wagen folgten. Sie hatten aber nichts weiter zu berichten, als dass niemand Notiz genommen vom ki-av («ünüral. — Der socialistische «Parti Ouvrier» seht an die Spitze seiner Spalten folgende Notiz in fetten Lettern: «Wir erinnern daran, dass Boulanger während der 17 Monate feines Ministerium elm! Million dreimalhunderttausend Francs gcheimtt Fonds verschlang, d. i. 2400 Francs täglich oder M Fraucs stündlich; die Nachtarbeit mit eingerechnet.» (Die Landliga) des schottischen Hochlands wird am 19. September ihre Jahresversammlung'" Inverness abhalten. Auch die irische uud wallisW Landliga werden auf derselben durch Abordnungen vertreten sein. An Gladstone und andere Führer der Liberalen hat der Vereiu die Aiiffordernug gerichtet sich durch einen Besuch der schottischen Hochlande pe^ söulich vou der elenden Lage der schottischen Kleinbauern uud Käthner zu überzeugen. (Italien.) Der italienische Ministerpräsident und Minister des Aenßern Crispi richtete am 25. 3>^ zwei Noten an die italienischen Vertreter im Auslande mit der Weisung, dieselben den Ministern des AeM" vorzulesen und. falls gewünscht, Abschriften zurim-zulassen. In der ersten Note weist die italienische 3t" gieruug das uubestreitbare Recht zur Municipalstes EinHebung in Massmiah auch von den Ausländern ohne vorherige Einwilligung ihrer respective» Regl^ rnngen nach. In der zweiten beleuchtet die italienische Regierung die juridische Lage nnd weist nach. dass d^ Occupation Massauahs eine legitime und uubestcel^ bare sei. (Aufstand in Persien.) Die in der Provinz Astrabad wohnenden Turkmenen empörten sich, be' drohten die Stadt Astrabad, plünderten die benachbarten Dörfer und ermordeten deren Bewohner. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazec Morgenpost» meldet, der Feuerwehr iu Studeuze» u>>d jener in Waltersdorf je 60 fl., dann der Feuerwehr lü Lafnitz 80 fl. und dem Veteranenvereine in St.°StcD> ob Stainz zur Auschasfuug einer Vcreinsfahne 60 st zu spenden geruht. — (Zur Kaiserreise nach Belovar.) s'" aus 34 der angesehensten Bürger gebildetes Comity leu^ die Vorbereitungen zum festlichen Empfange des Kaist^ welcher den vom 12. bis 14. September in Belovar s^ findenden Manövern beiwohnen wird. Für das kaisers Hoflager wird bereits das Comitatsgebäude heraeri^/ für den Kronprinzen Rudolf, die Erzherzoge AlblfA uud Iofef, die Minister Orczy, Aedekov^ eventuell auch Tisza, den Banus Grafen Khu^ Hcdervary, den Prinzen Thurn und Taxis, " Grafen Paar und Wolkenstein, Baron P"pA den Leibarzt Lanyi, ferner die übrigen Mitglieder " kaiserlichen Suite werde» andere öffentliche und Privatge^^ adaptiert. Die zu den Manövern einberufenen Trupps theile beginnen sich bereits zu concentriereu. Der ^ memderath stierte zehntausend Gulden behufs ^ läusiger Deckung der Kosten für die Ausschmückung ^ Stadt. , . — (Arand in Graz.) Samstag abends g"'^ in Graz ein Materialplatz in Brand. Da die Feuern^ nicht erschieueu war, weil das Telephon nicht f»^' uierte, hatleu mehrere Bewohner der beuachbarlenH^ unter Leitung des Redacteurs Stradner eine >" gebildet und den Brand eingedämmt. Später erschien Feuerwehr und löschte bald den Vrand. ^ — (Der Tod einer Brautjungfer) , ungemein tragifcher Vorfall hat sich Sonntag frilh.^ Bahnhöfe zu Georgswalde zugetragen. Die 2l) 3^ alte Marie Haas follte bei einer Hochzelt, die in ef^ nahegelegenen Orte stattfand, als Brautjungfer s""^ch und begab sich, festlich geschmückt, auf den Bahnhof- / . hatte sie denselben nicht erreicht, da vernahm sie z" '"«>l grüßten Bestürzung das Glockeusignal zur Abfahrt- ^, athemloser Hast eilte sie weiter, allein in dem ""^ blicke, als sie den Perron betrat, setzte sich der ZW. Bewegung. Tief aufathmend nahm die Zurückgebt'^ auf einer Bank im Wartesalon Platz. Allein schon ""'h Minuten später sank sie ohnmächtig zu Voden "«d ^ bald darauf ihren Geist auf. Ein Herzschlag ha^ jungen Leben ein Ende gemacht. ^?S — (Banjaluka-sseier.) Am ^.Augusts hat sich das 22. Infanterie-Regiment Freiherr v. ^ .^ (Dalmatiner) bei Vcmjaluka rühmlichst ausgezeichne-.^ dein es eine zehnfache, fanatisierte Ucbermacht ^.^s vernichtete. Mit Bewilligung desReichs-Kriegsmi'üst" .,-hat der damalige Oberst Peter Hranilovic de ^ ,^e tasin den 14. August für das Regiment zürn 3^ Asterhoben, und wird dasselbe auch heuer in s""^ tionen Spalato und Zara das Regimentsfest beaM^ — (Epidemische Hysterie.) Der ^t ftß Lomellin bei Pavia ist seit 14 Tagen der Scy"^ eines eigenthümliche» Schauspiels. In einem Zi""> h^ im Erdgeschosse der Malerei Abbadia liegen aUl ^>t Stroh 20 Weiber und junge Mädchen, welche vo" A zu Zeit von hysterischen Convulsionen befallen wcrvr ^ find Personen, welche mit der Aushülsung von ^ M schästigt waren. Jeden Augenblick gerathen ft ' ^-regung, winden sich, stehen auf, sprechen, lache"- Laibacher Zeituna Nr. 174. 1487 31. Iluli 1888. Dann werden sie wieder von dem Uebel befallen, zeigen das Weiße ihrer Augen, knirschen mit den Zähnen und verfallen in eine partielle Starrsucht. Die Präfectur ist "e chäftigt, den Grund dieses epidemischen Hysterismus zu ^- (General Dreuteleu f.) Die Kiever Feier "scheint von einem traurigen Unglücksfalle begleitet. Den Generalgouverneur Drentelcn, einen der hervorragendsten russischen Heerführer, hat Samstag während der Militärparade der Schlag getroffen; derfelbc verschied sofort. Rufsland hat damit einen bedeutenden Verlust ?W"'' welcher durch das eventuelle Ergebnis des Kievcr Jubiläums fchwerlich aufgewogen werden wird. — (Drei Kinder verbrannt.) Zu Goldenbrunn in Mähren ließ ein Taglöhnerpaar, zur Arbeit «ehend, seine drei Kinder allein zu Haufe. Die Kinder iteckten das Zimmer in Brand und giengen dabei zugrunde. -^ (Die Reblaus in dem Nnstcr Wein-Gebirge.) Aus Oedenburg wird gemeldet, dafs die -phylloxera in den St. Margarcthcncr und Rüster Weingebirgen constatiert wurde, worüber in den betroffenen leisen große Bestürzung herrscht. ^ (Der rücksichtsvolle Gatte.) «Wie, schon '^ Uhr morgens, und du kommst jetzt erst nach Hause?» I. 'Ja, weißt', liebes Weiberl, ich hab' dich im ersten "Mas nicht stören wollen.» Triester Oriefe. Trieft an, 28. Juli 1888. der«^'Dunkelfarbigen Schützlinge des deutschen Banners in llHmw^' sa>" Provinz» jtamcrun sind von der lieben Sonne bürste a ?""'" '"^ begünstigt, als wir Triestincr, und es di/d flucht wundernehmen, wenn die dortige Landcssittc, statte» ,^6en des deutbar bequemsten Sommcrcostilmc ge unsore <5^"" hellen Neid erregt. Freilich ist es fraglich, wir bass l,>-^ "" darüber drnlrn, besonders wenn sie erführen, piiiit m laiurillnischen Schönen die Tournure absolu! ver s'ch liir >/"'^ ''^ vullfoiumru den EilelseilSausprücheu genügt, Mrs. ^"'""'"dc einfach in den Duft eines impmüerleu Cache l^ ^" ^""'' ^^ ^^'' '"' "'"^ '" ^"'^^^ ^'^' ^^ einmal, "^" ^'' "uö hat fich eine enorme Sommerhche ^. ' ""b eine uatürlichr Folge davon ist die gesteigerte ""Pienz aller Vadc-Mstalten. ^ >s«> .^ ^s^chteste davon »nd vornehmlich von der «besseren» Hl «'/"wahn- mich gegen die Ersiudnng diefes Attributes — Eon.s, . ' ""geigen, ist das Äad «Execlsior. in Äarcola. l>isl>>r c "«^"ichlet, srit wenigen Tagen nicht nur durch die der i, lMlWilWch "erlehrenden Omnibusse, sondern auch aus riacila," /^'ss'U'tell Tramwaystreckr ebeusoN'ohl u>ie «>i< dem rlcltril^"^ bestimmten «oealdampfer erreichbar, b.i Nacht in ^irl,,». ."' ^^!^' "glänzend, lässt sich die auslerordeullichl' An- i""Mraft dicslr lluternehmuug leicht erklären, ber li^, "^ """ ""s ^"^ lM, frohbelvegte Leben, welches mit Ci >> rinstllleudeu Abendlllhlc — dieses Wort in relalivcm "adeu ?""""""' — durch die Straßen und über die Promc twills 5^'"l' über die «N!!«>l> I!«»!« hin>oegtäuscheu, eiue lchrg l>,^<"ll"al">> des gesellschaftlichen nud eouioiercielleu Arr achtrr ., ^'^ ^"' bm Ereignissen ausmerlsam fulgeuden Veob» Cy»w,',, "lennbar. Als ein diese Äehanptung rrchtsertigrudes welche ss! ">^"»< die eingetretene Hemmung der Bewegung, b>e belli,, l-""^ ^"' hiesigen Handelsfreisen herans insofern gegen sch'rbu,,?. '1"'^ Aushebung des Freihafens richtele, als die Hinaus Es war , c^. Dnrchsilhrnng dieser Maßregel augestrcb! wurde. Nlaß.^ /7'uflosseu worden, eine Deftutatiou uach Wien an die srndeii ^ '^^ ^ur Erwirtuug dilses Zugeständnisses zu ent lich aüs ^'^' diesbezüglichen Vorstellungen sollten sich Hauptfach n>n .^', ""' Hinweis stufen, dass die baulichen Herstellungen s°s'Nelek '^ '^' b"» für die Auflösnng des Zollausschlusses dieser N "s. ""tpuulte nicht volleudet werden l^nnten und dass ^scllu,»,"!,"'^ '" weiterer Folge eiue Quelle vou mancherlei ^"llcl,l<>,».,. i...>, Unzulömmlichleileu bilde» ll'ürdc. Vislaug (MachbruH verboten.) 3>ie Manös öes Mlules. °Nwl alls dem Englischen von Vlaz v. Weißenthurn. (24. Fortsetzung. Vras'??nme mit mir in den Garten,, flüsterte der 'Ni l ^''^' °^ l"°" s^ch "lim Frühstückstisch erhob, ihren Avn, '-'^^ Mcklich?> fügte er hinzu, indem er verM V "^ glücklich,» entgegnete sie errathend, «aber wir dur^ .' "°^ '^ bereits gestern andeutete, dass «Ms,,« ^ ^l"m" werden könnten.» ßkn. soua^ ^""^ hindernd sich zwischen uns zu dran-l" doch wi, "ü wmnder lieben. Und du liebst mich bewealick^, >-? ^ liebe?, fragte er mit jener herz. «Z5" Summe, welche ihr so lheuer war. ^'^l' entg^ntt^s^'^ "^ "'lse". w»e sehr ich dich ^ öd? ^"i. ^"^! Die Welt war für mich leer '" den W^«^.^'ch kennen lernte. Komme mit mir "" "eine?2«^ ^°be dir etwas zu geben, da« du .. Aber woi> ^°S.en musst!» l'che Son«^- ^ Duft der Rosen oder der Herr. lvar noch die Gegenwart des Geliebten Elches auf M«°5/?Z^°lle Empfinden zu bewältigen ^Udlich^w^^?'"e lastete Und als der Graf ?°Ute und ''"kostbaren Ring an den Finger stecken "Netwillen i n-^ ' b'chs alte Familieu-Erbstilck um ^ 'Und w ^^' letzt noch nicht!» ^ ich nich1°^ nicht? Nist du nicht mein, und ge-'^ dlr an?, fragt er mit leisem Vorwurf. ist aber jene Deputation noch nicht abgegangen, und die Ursache < der Verzögerung soll in der derzeitigen Abwesenheit von aus die Angelegenheit bestimmenden Einfluss übenden Persönlichkeiten liegen. Inzwischen tauchen Gerüchte auf, dass die lüstrnländische Statthaltcrci Maßregeln vorbereite, welche die rechtzeitige Fertig-stellung des fraglichen Hauptmagazms garantieren. Damit wären uun freilich die Argumente jeuer Petition hinfällig und dir Ent seudung der Deputation überflüssig geworden, es scheint abcr, dass sich in der schwebenden Frage auch solche Interessen gel tend machen, welche von dem Bau des Hauptmagazins eigentlich nuabhäugig sind. Die heiße Jahreszeit ist in der Regel die Periode der Epidemien. Hat auch glücklicherweise das Gespenst der Cholera heuer seine Krallen eingezogen, so erlahmt dir Fürsorge der über das öffentliche Wohl wachenden Behörde doch tcincswegs, und ein recht anerkennenswertes Lebenszeichen derselben ist die feit gestern funetionicrendc Einrichtung, dass Impsungen, beziehnugs^ weise Wirdcrimpfunge» in den vom Magistrate bekanntgegebenen Loealeu unentgeltlich vorgenommen werden. In Anbetracht der Wirksamkeit dieses Schichmittrls, welche durch statistische Nach-weise über jeden Zweifel gestellt wird, und mit iliüctsicht auf das nachgewiesene Vorkommen vou Vlatterncrkraulungcn — in lchtcr Woche 21 Fälle, daruuter 5 mit lödtlichrm Ausgangc — darf eine recht allgemeine Benützung der so dankenswert gebo« tenen Hilfe wohl vorausgcfcht werden. Mittwoch vormittags traf hier an Bord der Pacht «Amphi trite» der König von Griechenland unter dein Iueoguito eines Grasen von Achauou ein und wurde vom hiesigen griechischen General eousul sowie von deu hervorrageudstcn Vertretern der griechischen Eolonie empfangen. Der hohc Reisende verkehrte mit den Herren in leutseligster Weise und zog dieselben zu dem um l! Uhr abends stattfindenden Diner. Bei der um 8 Uhr abends erfolgten Abreise des Königs war in Vertretung des Statthalters der Statt« haltercirath v. Ninaldini auf dem Bahnhofe erschienen. Die «Amphitrite», ein prächtiges Fahrzeug, welches eine außcrordent» liche Fahrgeschwindigkeit besitzen soll, bleibt bis aus weitere Ordre iu unserem Hasen. bl. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Beileids! undgebungen,) Dem lraini-schcn Landcsausschusse sind infolge Ablebens des Landeshauptmannes Grafen Thurn -Valsassina weitere Aeileidsbezsugungcn zugegangen: von Sr. Excellenz dem l. k. Minister und Leiter des Justizministeriums Dr. Freiherrn von Prazäk, vom Gutsbesitzer, l. l. Truchscss Dr. Ritter von Savinschcgg, von den Landesausschüssen in Linz und .Aagenfurt und vom Presbu-terium der evangelischen Gemeinde in Laibach. — (LaibachcrGemeinderath.) Heute abends il Uhr hält der Laibacher Gcmcindcrath eine öffentliche Sitznna. mit nachstehender Tagesordnung ab: I.) Mittheilungen des Vorsitzenden. 2) Brricht ilber die abgeänderten Durchführungsbestimmungen zu deu Statuten der städtischen Sparcasse. X.) Berichte der Vausection: a) über die Vestimmung der Baulinie am Scllcrqanqe; li) betreffs Anlaufes des Vallhaufcs; <-) betreffs Trottoir-hcrstellung vor den Häusern der Scunig'schcn Erben in dcr Aallhausgasse. 4.) Berichte der Sladtverschöncrungs-sccliou: :») über den Antrag betreffs Errichtung von Markthallen; li) betreffs Reparatur des Bades in der Kolcsia. 5.) Selbständiger Antrag des Gcmeindcrathcs Johann Hribar betreffs Aenderung einiger Gassennamen, ll.) Selbständiger Antrag des ^icebürgcrmcistcrs Vaso Pctricic wegen Vcrlcihnug des taxfreien Bürgerrechtes. — (Todesfall.) Am 2l. d. M. verschied im jugendlichen Alter von noch nicht 2: Jahren in Viltrmg bci Klagenfurt Frau Paula Ubl geb. Slodlar; die Verstorbeue war eine gebürtige Laibacherin und mit dem Militär-Intendanten Herrn Emil Ubl vermählt. «Warum also weigerst du dich, diesen Verlobungsring zu traaen?» «Ich möchte zuvor gewiss sein, dass du niemals Ursache haben wirst, diesen Bund zu bereuen,» entgegnete sie. «Es gibt gewisse Dinge, über welche ich vollstäu' dige Klarheit erlangt haben muss, bevor ich zugeben kann, dass du dein Leben an das meine kettest.» «Theures Mädchen, ich verstehe dich nicht! Was soll ich sagen, was thun, um dir zu beweisen, wie unbegründet deine Sorgen sind?» «Niemand kann mich davon überzeugen, als mein Vater,» erklärte sie mit niedergeschlagenem Blick. «Wenn ich weiß. dass unserm Glücke nichts im Wege stehen kann, dann. o, dann mit tausend Freuden werde ich diesen Ring von dir annehmen und die Deinige werden!» ^. Als sie in das Schloss zurückkehrten, empfteng der Oheim sie mit der Mittheilung, dass er soeben ein Telegramm von Mary's Vater erhalten habe, worin dieser seine Ankunft bereits für den folgenden Tag in Aussicht stellte. _____^_ XV. Am nächsten Tage herrschte allgemeine Aufregung im Schlosse. Wurde doch der Bruder des Besitzers des-elben von seiner Reife zurückerwartet. In einer fast unbeschreiblichen Unruhe befand sich Mary. ein Znstand, wie sie ihn nie zuvor gekannt halte. War für sie die Rückkehr des Vaters doch gleichbedeutend mit einer Erklärung, die Tod oder Leben enthalten musste. Zitternd stand sie und sah auf die Landstraße hinaus, auf welcher die Equipage, in welcher John v. Roden dem Bruder entgegengefahren war, daher« kommen musste. — (Land es-Stipendien) An der Lanbes-Obst-, Wein- und Ackerbauschule in Stauden bei Rudolfswert sind bis 20. September 1886 fünf Landesstipendien für Söhne von Landwirten und Weinbauern aus Krain zu vergeben. Bewerber um diefelben müssen gesund, kräftiger Constitution und wenigstens 1l» Jahre alt sein. Schüler mit Landesstipendicn erhalten in der Anstalt unentgeltlich Kost, Wohnung und Unterricht, die Bekleidung müssen sie sich jedoch selbst beistellen. Nähere Auskünfte können bei der Direction der Schule erhoben werden. — (Der Innerkrainer Schneeberg) verdient als einer der großartigsten Aussichtspunkte der österreichischen Alpenwelt den Naturfreunden zum Besuche bestens anempfohlen zu werden. Die fogenannte Schnee-loftpc, der höchste ober der ausgedehnten Schneeberger Waldregion sich erhebende kahle, als Schafweide benutzte Gipfel, bietet dem Touristen nach einem mühelosen Ausstiege die Aussicht auf ein unvergleichliches Panorama mit der im Norden den Horizont abschließenden Alpen-tette von Ausläufern der Karawanlen bis zu den vene-tianischen Alpen, zu Füßen liegt das öde liarstgebiet Krains und des Küstenlandes und im Süden der Quarnero mit seinen Inseln und den in Südost steil ansteigenden dinarischen, nach Dalmatien sich erstreckenden Alpen. Die seinerzeit von der Section «Küstenland» unter dem höchsten Gipfel des Schneeberges erbaute UnterkunftShütte wurde wegen wiederholter Einbrüche und Befchädigungen durch die dortigen Hirten und Köhler aufgelassen und geht dem Verfalle entgegen. Ein Ersatz für dieselbe ist den Besuchern aus Krain durch das Wirtshaus in l^lluv» äolma geboten, es liegt an der sehr gelungen ausgeführten, von Schneeberg nach Grafenbrunn führenden Schönburger Waldstraße und wird von den Fuhrleuten stark besucht, daselbst stehen noch die Baulichkeiten der ausgelassenen Essigfabril, Von diesem Punkte gelangt man aus bequemen Waldpfaden in drei Stunden auf die Schncekoppc. Wenn man von Laibach aus den Nachmittags-postzug nach Trieft benützt, so kann man auf gut gebahnten Straßen mit dem Wagen von Rakel aus über Zirknitz, Laas, Schneeberg noch am nämlichen Abende die ^e«llcivH dolma und von dort in den ersten Morgen» stunden die Schneekoppe erreichen. Der Rückweg kann auf der Fortfehung der gedachten Waldstrahe nach Grafenbrunn und von dort zur Eisenbahnstation St, Peter eingeschlagen werden, wenn man nicht den Abstieg auf der küstenländischen Seite nach Klana und weiterhin nach Fiume vorzieht. — (Saaten st andsbericht.) Nach dem letzten osficiellen, vom 21, Juli datierten Saatenstandsberichte störten die beinahe überall zahlreichen mehr oder minder ergiebigen Niederschlage die Ernte Arbeiten in bedeutendem Maße. Alle Halmgetreibe-Nrten wurden großentheils durch die Regengüsse niedergelegt. Manche Roggenfaatrn, namentlich jene im Grazer Felde, wurden derart gelagert, dafs sie nur mit der Sichel gefchnitten werden können' In Steicrmarl und Kärnten wächst der in Mandeln auf dem Felde stehende Roggen aus. Einzelne in jeder Beziehung gute oder doch gut mittlere Roggenernten lommn, in Sleiermarl, durchaus fchwachc bis schlechte in Kr a in nnd namentlich in Kärntcn vor, welches in dieser Frucht beinahe eine Missernte zu beklagen hat. Weizen verspricht im großen Ganzen ein gut mittleres Ergebnis, Ganz gute Weizenernten stehen in einigen Gegenden von Steier-mark in Aussicht. Die Sommersaaten (Gerste und Hafer) Woher kam es nur. dafs sie stets einen so un« natürlichen Widerwillen davor empfand, ihrem Vater gegenüberzutrcten?» Der Wagen fuhr vor, Richard v. Roben fprang heraus, eilte auf seine jüngere Tochter zu und umarmte sie mit ungewohnter Herzlichkeit. «Onkel Johns Telegramm hat mir frohe Kunde gebracht, liebes Kind,» sprach er lächelnd, «lasse mich dir von ganzem Herzen Glück wünschen. Ich bin sehr stolz auf dich!» «Ich danke, lieber Vater,» entgegnete Mary kaum hörbar, «doch weiß ich noch nicht, ob ich das Glück annehmen darf, welches sich mir bietet» «Ob du es annehmen darfst?» entgegnete der Vater lächelnd «Nh, du meinst, weil du noch so sehr jung bist? Freilich, Kind, mit dem Heiraten wirst du wohl bis zu deinem 18. Geburtstag warten müssen, aber gegen die Verlobung einstweilen habe ich nichts einzuwenden.» Und mit Lebhaftigkeit wandte er sich Richard und Karoline zu, um beide zu begrüßen. Das Gespräch wurde allgemein; der Vater erzählte von seiner Reife, und während er dies that, hatte Mary Zeit, ihre Unbefangenheit wieder zu erlangen. Angeregt verlief die Abendmahlzeit. Als Mary dem Vater «Gute Nacht!» fagte, bat sie ihn, morgen ihr und Richard ein kurzes Gefpräch zu gewähren. «Gewiss, m-in Kind,» entgegnete v. Roden einigermaßen förmlich, «doch was hat Richard dabei zu schaffen?» «So viel als ich,» entgegnete sie. Es ward Mary unendlich schwer, nichts mehr sagen zu dürfen, aber die Gegenwart Karoline'K und ihres Onkels jesjelte ihre Junge. (Fortsetzung solgt.) Soibaflct Bettung m. 174. 1488 31.3ult 1888, haben sich gebessert, in Steiermarl ist von beiden eine gut mittlere Ernte zu erwarten. Mais steht in den Alpenländern, wo er erst um die Mitte des Juli in Vliite trat, nunmehr zumeist recht hoffnungsvoll. Kartoffeln haben großentheils ihren vielversprechenden Stand behauptet; in Krain ist die I'olonospora, inlostans im ersten Stadium zu bemerken. Beim Raps, welcher zumeist noch nicht eingeheimst werden konnte, sind große Verluste durch Samenausfall zu beklagen; das quantitative Ergebnis in Steiermark kann als «gut mittet» bezeichnet werden. Hopfen hat durch die Kälte während der letzten Wochen etwas gelitten, da sich theils weniger «Anflug» bildete, theils derselbe sich nicht entsprechend entwickelte; auch war die Vegetation des Hopfens überhaupt aufgehalten. Die Hopfenpslücke wird jedenfalls etwas fpäter als gewöhnlich stattfinden; da der Hopfen, so weit die Berichte lauten, mit unbedeutenden Ausnahmen gesund geblieben ist, verspricht man sich immerhin eine gut mittlere Ernte. Vei Graz konnte Frühhopfen schon anfangs Juli gepflückt werden und lieferte ein in jeder Beziehung be-friedigenes Ergebnis. Für die meisten Länder der mittleren Zone stehen ziemlich gute Obsternten in Aussicht. — (Hymen.) In Laibach fand gestern die Trauung des Herrn Friedrich Ritter von Pölz, Generalstabs < Oberlieutenant in Mostar, mit Fräulein M. Smukavc aus Laibach statt. — (Seelenmessen.) Die Seelenmessen filr den verstorbenen Landeshauptmann Grafen Thurn-Val-sassina werden Donnerstag, den L.August, 8 Uhr früh in der Gruftkapelle und Montag, den 6. August, um die gleiche Stunde in der Stabtpfarrlirche zu Radmannsdorf gelesen werden. — (Schutzhülle auf dem Grintouz.) Die im heurigen Winter von einer Schneelawine zerstörte Cchutzhütte auf dem Grintouz ist wieber in Stand gesetzt worden und kann von Touristen benützt werden. — (Das liebliche Rümerbad) erfreut sich, wie man uns von dort berichtet, heuer eines ausnehmend starken Besuches, so dass die Verwaltung mitunter durch unangemeldet ankommende Gäste in nicht geringe Ver» legenheit gesetzt wird. Die hier Anwesenden sind entzückt von den Reizen der landschaftlichen Bilder, den wunderbaren Scenerien und dem gewaltigen Eindrucke der Natur-schiwheiten. Die bei jedem Wetter im besten Zustande befindlichen Parkwege und Anlagen finden insbesondere heuer volle Würdigung, da sie wesentlich dazu beitragen, den ungünstigen Eindruck der schlechten Witterung zu mildern. Es mag aus dem Angeführten wohl begreiflich erscheinen, dass die Anzahl der Besucher des Rümerbads sich in fortwährender Steigerung befindet; einen Beweis, wie weit der vorzügliche Ruf dieses Eurortes bereits gedrungen ist, bietet die jüngst zusammengestellte Fremdenliste, welche Gäste aus Mohylev, Odessa, Madrid, Con-stantinopel und Calcutta zu verzeichnen hat. — (Sang er a bend.) Im Falle günstiger Witterung veranstaltet die Sängerrunde des Laibacher deutschen Turnvereines heute beim Schweizerhause in Tivoli einen zwanglosen Sängerabend, zu welchem die Mitglieder und Freunde des Vereines eingeladen sind. Anfang halb 9 Uhr. — (Wochenausweis der Sterbefälle.) Dem foeben publicierten 29.Wochenausweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: 5 ^ Gesammtzahl H Z»^3 «^A der Z^ ZLnß Städte ^32 Verstorbenen ^ Z^"F HD«____________«Z. 2LL^ ZzZ «-!»- !'^i ^ M" Laib ach . l 27.664 l 13^ 5 18 9 338 Wien. . . 800.836 182 189 371 37 24 1 Prag. . . 185.153 63 56 119 30 33 4 Graz. . . 105.809 27 26 53 14 260 Klagenfurt 19.640 7 4 11 6 291 Trieft . . 159.146 43 54 97 2 31 7 Görz. . . 22.795 8 3 11 — 25 1 Pola. . . 27.115 7 3 10 — 19 1 Zara. . . 12.518 4—41 16 6 Von der Gesammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 55' li Procent in Krankenanstalten gestorben. — (Aus dem Landes-Sanitätsrathe.) Der Landes-Sanitätsrath für Krain hielt jüngst eine Sitzung ab. Den Gegenstand derselben bildete nebst einigen Personalangelegenheiten die Discussion über die seitens des Vorsitzenden Regierungsrathes Dr. Keesbacher entworfene Dienstesinstruction für die im Sinne des Sanitätsgesetzes vom 24. April l. I. anzustellenden Districts-ärzte. Als Referent fungierte kais. Rath Dr. Eisl, über dessen Antrag der Entwurf, da darin der Wirkungskreis der Districtsärzte nach allen Richtungen hin erfchüpfend Präcisiert wird, mit wenigen formellen Abänderungen in seinem vollen Umfange sammt den Zusatzanträgen des Meserenten angenommen wurde. .,. ^(V°m Wetter.) Leider scheinen wir noch mcht so bald eme Besserung des unzuverlässigen und launenhaften Wetters, unter dessen Bann wir nun schon seit drei Wochen stehen, erwarten zu dürfen. Das jüngste meteorologifche Bulletin enthält folgende Prognose: Die noch herrschende Vertheilung des Luftdruckes lässt auch in den nächsten Tagen in unseren Gegenden noch unbeständiges, häufig regnerisches und kühles Wetter erwarten, doch ist kurz vorübergehendes, föhnartiges Aufklären nicht ausgeschlossen. — (Selbstmord im Irrcnhanse.) Der seit dem 23. d. in der niederösterreichischen Landes-Irrenanstalt in Wien internierte, anch in Laibach bekannte Landesbeamte Stefan Filapic hat sich, als er für kurze Zeit von dem Wärter Karl Schwarz unbeaufsichtigt gelassen wurde, im Anstandsorte erhcnlt. Gegen den pflichtvergessenen Wärter wurde die Strasamtshandluug eingeleitet. — (Milzbrand.) In der Ortschaft Dousko, Bezirk Stein, ist unter dem Hornvieh der Milzbrand ansgebrochcn. Wie man uns berichtet, sind dortselbst in sieben Höfen mit einem Bestände von 22 Stück Hornvieh 11 erkrankt, 9 gefallen, 1 genesen und 1 krank verblieben. — (In der Save ertrunken.) In Flödnig spielten vor einigen Tagen mehrere Kinder knapp am Savestrande. Das IN Monate alte Söhnchen des Besitzers Strojan wurde von der Flut erfasst und fand in den Wellen den Tod. — (Sänger fest.) Am 5. August feiert die Liedertafel von Windischgraz das Jubiläum ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens; bei dem Feste wirken der Klagenfurter Gesangverein «Eintracht», die Südbahn-Liedertafel, der Unterdrauburger Sängerverein und die Südbahnwerlstätten-Kapelle mit. — (Stritars Werke.) Von den im Verlage der Firma Kleinmayr H Bamberg in Laibach erscheinenden gesammelten Werken Stritars ist soeben das 54. Bändchen zur Ausgabe gelangt. — (Im Bade Krapina-Töplitz) sind bis 23. d. M. 1211 Personen zum Curgebrauche eingetroffen, darunter aus Krain: praktifcher Arzt Georg Oblak aus Littai und Postmeisterin Karoline Mauer aus Wippach. Aunst und Aiteratur. — («Reifebilder aus Ost-Afrika und Madagascar.» Von Dr. Konrad Keller. Leipzig, C. F. Winter.) Der Züricher Zoologe war zweimal, l«81 und !88li, unter den Schwarzen. Seine Erlebnisse hatte er bereits unter-wegs an die «Neue Züricher Zeitung» berichtet, und das vorliegende Bündchen ist zum Theile eine Wiederholung jener bei> fällig anfgcnommenen «Afrikanischen Reisebricfe». Keller ist eine wohlwollende und optimistisch veranlagte Natur, das merlt man diesen Berichten an; aber es ist behaglich, zur Abwechs lung einmal von «Wilden» zu lesen, ohne Gänsehaut zu be kommen. Die neu beigefügten Capitel naturwisscnfchafllichcn Inhalts, besonders die Beobachtungen über Himmelsbildung, verleihen dem Buche einen strengeren Charakter, ohne es schwer« fällig zu machen. Keller sand die Angabe Darwins bestätigt, dass die Negcnwürmer einen wesentlichen Einfluss an der Bildung der Ackererde nehmen. ?. F5erzeichnis der für die Abbrändler von Wcinil), Podllanc und Golcl beim t. t. Landespräsidium eingegangenen Spenden: Sammlungen der Pfarrämter: Precna 7 sl., Selo bei Schünberg 7 fl. 50 lr.; Sammlung des Pfarr- und Gemeinde-Amtes Oberloitsch 28 st. 8? lr. — Durch die l. l. Vezirlshauptmannschaft Stein: Samm« lungen der Pfarrämter: Gozzd 1 fl. 80 lr., Strajne i) fl. 23 lr., Moräutsch 25 fl., Neul 5 fl., Neuthal 10 fl. 35 lr., Pece 4 fl., Lustthal 4 st., Commenda St. Peter 12 fl., Münkcndorf 10 fl., Vodice b fl., St. Mariin im Tucheiuer Thale 5 st. 10 lr., Nabensberg 7 fl,, Mannsburg 15 st. — Durch die l. l. Bezirks« hauvtmaunfchaft Krainburg: Sammlungen der Pfarrämter: St. Georgen 26 st. 50 kr., Höftein 16 st.; ferner folgende Herren aus Krainburg: C. Savnit 2 fl., F. Sajovic 1 fl,, F. Dolenz 1 fl., R. Krisper 1 fl., Ialokar 50 lr., P. Wrany 1 st., A. Lindtner 1 fl.. Fr. Crobath 1 st.. Ioh. Majdic 50 tr., Fr. Kuralt 1 fl.. C. Pucnil 1 st., Fr. Omcrsa 2 st., I. Hanhart 1 fl., Mauril Mayer 1 st., Ralovc 50 lr., Ignaz Sumi 60 lr., Ioh. Sumi 60 lr.. Leopold Uranic 50 lr., N. Nogataj 30 lr.. M. Plrc 1 fl., I. N. Pollal 50 kr.. P. Majdic 1 fl.. A Globoünil 1 st., Hudover' nig 1 st.. Alois Peönil 30 lr., Fr. Exler 10 lr., U. Zebre 20 kr., Fr. Sajovic 20 lr., Prevec 50 lr., Ovin 50 kr., M. gu< panc 30 lr., U. Grando 50 lr., Ioh. Dollenz 50 kr., Theuer, schuh 30 lr., Vinc. Ieran 30 lr., A. Kreuzberger 50 lr., Tho mas Tomc 20 lr., Spracher 60 kr., die Herren Beamten der l. l. Vezirlshauptmannschaft in Krainburg 8 st.; weiters folgende Frauen von Krainburg: Steinbauer 50 lr., M. Mally 50 lr., Maria Stirn 50 kr., M. RubeM 20 lr., M. Killer 1 fl., M. Vodnil 1 st., Ulrich 30 lr., Francisca Pe.rnic 30 tr., Fran-cisca Pezbic 20 lr., M. Sumi 40 lr., M. Zontar 40 kr., Iosc-fine Schiffrer 1 st. 50 kr., Th. Schiffrer 50 lr., Orel 30 lr., Therese Pucher 20 lr., Kath. Florian 1 fl., Francisca Mayer 40 kr. und folgende Fräulein von Krainburg: G. Scaria 1 fl., Widmar 2 fl., Zaucrsnil 45 lr.; Ungenannt 2 fl., Ungenannt 1 st., Ungenannt 50 lr., drei Ungenannte je 30 kr., Ungenannt 20 kr., fämmtliche aus Krainburg; Nr. 89 in Krainburg 40 lr. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Vcrlili, 30. Juli. Veim Rennen in Charlottenlmrg stürzte Rittmeister Osten. Reiter und Pferd blieben sofort todt. Kopenhagen, 30. Juli. Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich sind um halb 12 Uhr vormittags hier eingetroffen. Der Empfang war überaus glänzend. Der König und der Kronprinz waren dem deutschen Kaiser entgegengefahren und wurden von demselben mit Umarmung und Kuss begrüßt. Die hohen Herrschaften kehrten sodann Hieher zurück, wu bei der 2an< du»gstreftpe die gesammte königliche Familie M Empfange sich versammelt hatte. Kaiser Wilhelm küsste der Königin die Hand und nahm die Vorstellung der Minister, Würdenträger und Notabilitäten entgegen» worauf die Abfahrt nach Amalienborg erfolgte, woselbst das Dejeuner eingenommen wnrdc. Später be-suchten die Herrschaften die Ausstellung. Um 7'/«Uhl fand ein Galadiner statt. Kaiser Wilhelm wurde be« der Aukunft, auf der Fahrt nach Amalienborg sowie in der Alisstelllmg von der Bevölkerung enthusiastisch begrüsit. Auf dem Landungsplätze spielte ein MM" corps «Heil Dir im Sicgeskranz». Paris, .'lli. Juli. Das Syndical der Denwlierungs-Arbeiter votierte seinen Anschluss an den Streik der Erdarbeiter. Heule sind alle Truppen von Paris con-signiert. Mehrere Brücken wurden beseht. Für heute abends ist ein großes Meeting berufen von den Alan-qilisten und dem Comitö der Erdarbeiter. iliol», 30. Juli. Wie die «Agenzia Stefani» meldet, befürchtet die Pforte fehr einen Handstreich Frankreichs auf Tripolis, indem Frankreich seine Eseadre in den tunesischen Gewässern concentriert und eine große Tnlppenzahl an der tripolitanischen Grenze angesammelt habe. Vclgrad, 30. Juli. Heute erschien die erste Nummer der officiösen Wochenrevue «Srpska Rec». Dieselbe besagt in ihrem Vorworte, sie wolle die Eh^ und das Ansehen des serbischen Staates «und die Krone gegen Verdächtigungen und Verleumdungen vertheidigen, welchen in letzterer Zeit nicht nur in fremden, sondern auch in serbischen slavischen Organen Raum gegeben wurde.» Das Blatt meldet die Errichtung eines serbischen Consulates in Trieft. Cetinjc, 30. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Telegramm Pobjedonoscevs, worin derselbe den Fill" sten und das Voll von Montenegro im Namen der russischen Kirche begrüßt. Die fürstliche Familie reiste heute morgens nach Antivari zum Empfang des aus dem Auslande zurückkehrenden Fürsten Nikolaus. Correspondenz der Redaction. U. M — r in Trieft: Weitere Beiträge willlonone"' Näheres brieflich. F. N. hier: Die Erlangnng des Freiwilligenrechtes" von der Ablcgnng der Maturitätsprüfung abhängig. Angekommene Fremde. Am 2i1. Juli. Hotel Stadt Wien. Schwank, Weiß und Engel, Kauslente, B^' — Vuchler uud Pfeifer, Baron Vourgignon, Schisfslieutenaw' Trieft. . Hotel Elefant. Mühlhansen, Kfm., Prag. — Martinek, 5"^ — Zollingcr, Lehrer, Mrich. — v. Pölz, Militär.AladcM'l" Wiener Neustadt. — v. Hcrreuschwcud, k. l. Oberst, Graz- "" Nob. de Ceroni s. Familie, Görz. — Kainz s. Familie, lM' — Dr. Plaltner, Villach. — Witthcn, l. l. Oberstlieutenant, und Legat, l. k. Gymnasialftrofessor, Trieft. — Pölz Edler vo" Nultcrsheim, Mostar. — Neuberg und Ielacic, Wien- "" Eulenstein, Berlin. — Neumann, Kfm., Seivete. Hotel Vairischrr Hof. Garrone, Bassigniano. ^, Verstorbene. Den 2 8. Iuli. Johann Polajner, Ledcrergehilfe, 32 3" Polanadamm 48, Tubcrculose. .,- Den 2 li. Iuli. Francisca Knsar, Maurers-Tochtcr, v« Monate, Hühncrdorf 6, Darmlatarrh. .,,^ Den« 0. Juli. Franz Pust, gimmermanns.Sohn, !""' Monate, Hradchlydorf 12, Darmlatarrh. Im Spita Ie: Den 30. Juli. Maria Klancar, Arbeiterin, 24 I-, "^ ningitis. Meteorologische Beobachtungen in kaibach^ ff N«H «« 3'^ "M7Mg7 W.2.N. 734-b 22 2 NO. schwach meist bew. " 9. Ab. 734!i 111-7 NO. schwach halb heiter Ruhige Luft, gelockerte Wolkendecke, Wärme im g"neh"'^ Das Tagesmittel der Lufttemperatur 19-7«, um U 1* über" Normale. ^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglil. SriahnHtraHH<» Nr. 12 (zwölf) Wohnung vier Zimmer und Zugehör Ende September zu vcr,la70) Anzufragen im ersten Stock. V^^1 Die i>. ^ I»o»t^K>o,»U,<5'i^ . der «K'ailmcher Zeitung», bei welche"^ Abonnement mit diesem Monate ett". werden höflichst ersucht, die weitere D^,,, numeration t>lT.l" N/'^, . ssfnslel in« « '44 50,45.. " m >" ,« « vom I, >«? Oeld Warc no/« Temeser Banat .... 104 «0 il,5 50 s<«/n ungarische...... 105 — 105 70 Ändere öffentl. Anlehen. DoimuMcg.^osc 5"/„ ino fl. . 12« — «20 10 dlo. Nnl^ihc i«7«, steuersrei in« — 107-70 Anledcn b. Stadla.c»ic>nbc Nien i«L- lUü-s.u Nnlchl!« b, Slabtncmcindc wicn (SOdcr,lnt> Bold) .... —-— — — Prä»!!,,!! A»I,d.Elndt»!.m,Wien '<^ ,27 2s, dlo. in s>c» „ „ <'/,"/» loo ün ,s,i.^ dlo. in s'l» „ „ <"/^ . ,,^,s,o c,<,._ dlo, Prämlsn Cchüldvelschr,!»"/,. 10.1,25 K»:l7s> Ocsi,Hypo>hcll'»I'.iill K'j. l>'/,"/„ 101— l01'7<> Oest-un«, Va»l vcrl. <>/,"/,. - - '»1'75 u»2 2s> dto. „ <"/<, . . >oc>'«c> ><><» »0 dto, „ <"/« . - >«c>'»n ioc»»<» Nnss, «Na, Vodencrcdit-Ncliengcs, >>, Pcst im I. i«:ü» vcrl. l>'/,"/„ — — —-— Prioritiits-Olllilllitionen (für W0 sl) Elisal'clh Ncstbahn 1 <5mils!on -— — — Fcrdi»andi!'Nosdl'ahn in Oilbcr wn 20 >no ?l» ftran,«^°sl^3'ahn..... —'— —.— O^alizischc jfarl Vubwig »U.ihn ÜIII. !««l .>«>0 fl. S. 4'/,"/° . !»!,'?0 1N0:'0 O^ficrl, Nl'ldwcflbahn . . . ion»'» l«7 50 Siübenbiilsscl ...... —'— — — Otld llvnic Slaatsbahn l. Emission . . zoi — 201 75 Silbbahn i^ 3«/°..... 1«! 2U '4« «<» « i^ 5«/n..... 125 — ILb'lw Un8 sl..... 5«»— 5»'?0 <"/<> 2>o!!nn-T!c,mpflch, 100 sl. >i».t»0 — — i'ailiachcrPrämicn-Nnlch,20fl. —»- 20 — Oscner i'osc 25 5<> Ealm Vosc ^> «t^^!'' WalbfiriN'l'osc 2« sl. . , . 1«,— 3» ^ Wlildischgräh-^ose 2<» sl, , . 5.2-25 52-75 VnnlActicn (per SlOil). «nsslo.Ocslcrr, Vanl 200 sl. . ic»!»'— >»«» 25 H'aüfvn ciü, Wiener, 1„N fl. . 92 25 »2 75 Bd»<-r,-«nst,,ösl.v00sl,E., Nnss, s, Ha»d,i!,G,N!«l<. ^0ü'2<> I!«» «0 ^rcdilbnxl, «l>l>, llng. 2NN fl. .!c>5 — :l»l> iw T>lpositü!,l'>,l!l. Allst, 2c,0 sl. . I7Ii — 17<>-5<» !ö«comptc <«,, Nicbcrosl, KUNsl. 5»5 — 0,2 — Hvp<,ll>clcnl',.öst,^Wll.25"/„L. «4-50 oli-kl» l'iindcrb,, öst, 2«0 sl. G, 50"/^ E. z,»,.?,, 22» 25 Oefterr-'UNss. Vanl .... »?i — «?2 - Nnlonblinl 200 sl..... 211 70 212 25 ll!— Veld Hare Actien von Transport-Unternehmungen. (Per Stü«l). Mbrechtium,Äahn 200 sl, Silb . 1l>2 b0 183 — «ulsin-Trpl, «iiscnb. xuo sl, «l»i. —'— — — !t<öhln, Nordbahn 150 fl, . . . iz» — III»-— „ Wcstbahn 200 fl, . . . 30« — »l!in,-«»dn>ci5 200 sl, , — — —-— „ Sl»b..Tir.IIl.- — — ffcrdlnande-Nordb. 100N fl. <äM, 24«? 24l»2 strnn^^oscs Vahn A00 sl. Silber — — —>— st«liIcnb,2N!!sl.S. —-— —— Vemdcvn-^zcrnoN'ih^assb-ltifeN' l'ahn.^clcNschafl i!U0 sl. ö.W, »I9l>0 22«— Lloyd, öst,^lnn,Trich5c»0sl,>5M, <4«— <4«— Oefierr, Nordwcftb, «00 s>, Kilb. is.5 i5 i«5,75 dto. »,«) !«»u fl, Silber .i»i-5l>>«2- Prass Duxer Eisvnl', 150 fl. Gild, »2— .12 50 Müdols Äahn Ä0N fl, Silber . l»2>7(» i«i! lo Siül>c!,l'il>gcr «iiscnb, 200 sl, . I7?>»5 i77-7li kb..Verb..».20vfl.— .„-— Waffens.'G.Oell.inw'Uosl. , 2?» — z?e — Devifen. Deutsche Pllhc . ei ?o «1 0 London .... >»4 il> 1»« 50 Pari»........»»07^«»l^ Valuten. Ducalen........ 5»e 0 »8 »n-Nrance-Stllcke.....»8». 9 l« Silbe».........—-. - — Deutsche Msichsbanlnoten . . ««-70 «1 75 Italienische «anknoten (loo kire) 4««, « — Papier.«!ibel pe, Stils ! , >» , ,