Nr. 88. N. li, »alb«, fi. K-5N. Yür bl« ^ustell«?« in« Kau« ^albi. 50 I., ^il bcr Post ü<.N,j/^.^ haibj",?" Freitag, 14. April. Instlt»on«gedu»t: YU» ll«»n« An!«'»«»« l>i< ^l 4 Ztilln »5 ll . ssrihn« pr. Zlile » l^.! sit! ?sl«!-t'! Viibrrholun en v». »cke l^ ^ ' ""'"Nische, hämische. pol,nsche, ru.w'ischs. d ? vo l« ,fi° 1? «"" -l°'""'usch' Ä««n°be dc« °m 29. Februar Sll»cke7d/«M^i^ .'<.'!./" deut,chcn Au-«°be e.schitnene., VI!, Dassel Ht N^"" °"'^"cu m.b °^e..be«. ^"' ^arme^V ü^-^ 3'bn.ar ,876 «ber die l. l. Gen- ,chen Ländern in de> Zeit vom 3. bis 1l). April 187«. Erloschen ist dic Riodcrpest in obiger Zeit in dcn dalmatinische«! Orlcn: Bogisic (Gcineinde ttrtolc) und San.Matteo (Gemeinde Dodrota im Vczirkc Catlaro). Ausaebrochen ist die Rinderpest in obiaer Zeit i„ Zaorelje (Gemeinde Ragusa) des ranusaner Be. zirtes DalmalietS. Am 10. April d. I erscheint somit in den öfter-relchlschen Bändern nur die Ortschaft Zaorelje in Dal-malien durch Rinderpest vnseucht. Iourlmlstimmcll. Die Mehrzahl der Blätter würdigen an hervor-ragender Stelle in beredten Worten die Bedeutung und die hohen Verdienste des heule seinen sirbziusten Gct'Ulte^ tag begehenden Dichter« und Patriolen Anaslc> siue Grün. In wärmster und herzlicher Weise nedenle> ^ dec Veroicnsle, die er sich lmrch ^ied unt, That um die freiheitliche Entwicklung seines Gesamml^ l.^ um die Hebung des Unterrichtes und Ue '< ^ d-r Bildung in s'.inem Heimatländchen Krain erivoiuc,,, lzc-denken sie seiner aufopfernden Thati^teit sü> die offcut-lichen Interessen, der glänzenden Veweisc glchsim.lgcr und freiheitlicher Denlunqsart. „Das gesammtc ocutsch.österreichische Volk" — sagt die Neue freie Presse am ^6'!„sse ihres Festartilcls -- „wic die Deutsche» i» den weiten Ouuen des neu allfgerichttten Reiches vereinigen sich, um ,hre Dankbarkeit unl» Vctehr,ll!g f"r den Dichler, Stallls-man^i und Patrioten laut zu bekennen. Sein sicbzMo.r Gelmrlslag ist ein Ehrenlag der Nation, die sich chrl, indem sie seinem dichleriichen Genius, seinem cdlm Wollen, seinen Bel-dienste» um die höchsten Il«teltssen der Menschheit den Zoll der Huldlgu.ig duibring!. Mag die Erinnerung an die erhebende» Feste, welche ihm ^cl» tm, dem edlen Manne, oen «kbend seines ^elttns unc Wirken« versüßen." Presse und Tages presse wenden sich enl-schieden gcgcn die Ausführungen eines hiesigen Blatte«, welches in der Intervention des G»as n Andrassy bci den Ausgleicheverhandlungen eilil,' Gefahr für E'5lei» thanien erblicken wollte. Gras And'assy — meint die Presse — hat Vcwcise genug an dm Tag gelebt, daß ihm ein engherziger, magyarischer Standpunkt fremd u»id namentlich in seiner gegcnwärtig?i, Stellung das Interesse des gemeinsamen Reiches es er Aemde des Grafen A,'dr«ssy" hofft auch dieses Blall auf d„ ,chlicljlichen Erfolg der Verhandlunge,,. Unler d.e^r Aeglde finde aUerdinf,s ein Verfaffung^bruch nicbt Ra»m. aber auch kem Fliedrns' und le>n Bunoesbruch. c^ « ^," ? ° " ^ ^ ^^' lun g befüiwv!ltt f!,r dcn ,M, als die Ministcr^crhllndlunqe!, zu fcincm Rewl täte fuhren sollten, die Entsendung von Rcamcolar-Dr putatlonen der beiden BcrlretunMrptr Das Festconcert der Philharm. Gesellschaft zu Ehren des Dichters AnastasinS Grün. (Am N. «lpril 1876 im Schiehst»tt,a°>e> Mit welch' freudiger Erwartung sah man in den Krei,en der philharm. Gesellschaft dem Grün.lLo.'ceNe entacgc,^ das durch die Mitwirkung des berühmten Pia. nyten Ioseffy aus Wien einen ganz besonderen ssunst «enuß zu bieten versprach. Wer hätte wol geahiu, däk IoftffY ttw der Gesellschaft gegebenes Wort nicht halleu t^ /^ ^ "'""^' ^'" Künstler in des Wor tes echtn Bedeutung, die von der Erhabenheit ihres «e rufes durchdrungen sind, liw,en l.ine unedle Tbat k/ New, Md unedel - gcwiß der mildeste Auooruä ist Ioseffy's Handlungsweise. ' ""°^"" — Der Verabredung gemäß hätte Ioseffy am 1 s» >< in Laibach eintreffen sollen. Ueber ein am 11 d M früh vom Musitdireclor abgegebenes Telegramm'tr^i um die Mittagsstunde die Rückantwort ein, Ioseffv Ä gestern abends -also zu ciner Zelt, zu welcher er lch°n in Laibach hätte sein sollen ^ erkrankt Dock n>enn dem auch so war, warum hat Iosrffy die Abreise verschoben, wärmn nicht wenigstens im Momente sei-«"Erkrankung telegraphisch abgesagt? So handelt ein °l!^ " Künstler nicht, am wenigsten aber ciner so tln> ^t>'U°" musikalischen Gesellschaft gegenüber, die '"Beethoven zu ihrem Mitgliede zählte. Ri^uewärtigeu Vereinen möge diefer Vorfall zur falls n ^ ^'""' und können wir denselben nur rathen, , '" Ioseffy je engagieren sollten, sich ein Reugeld auszubedlngen, wie dies beispielsweise bei Lohn< und «lkserungsvenraqen u. s. w. üblich ist. Doch z-eimg dÄvol,. Ioseffy kam nicht, aber das Koncert fand nichtsdestoweniger stall und ist in jeder Mlchtung gläü , cno ausaefallei,. Dic Gesellschaft ha! den Beweis geliefert, daß sie über tüchtige eigr»: Kräfte Ucblttet und daß c« ihr mi: Hilfe derselben :ii, Leichtes war, in der letzten Stunde ein ncucs, schönes Programm zu) «,., Gcrstner (Violine) rcch ferliglcn auch biennal ihren Ruf als Künstler, und muß ihre Leistunu, namcullich in Rücksicht des Zeitraumes von kaum dr^i Sc,<, ocr ihnen zum Einstudieren gegün»t war und in Rücksicht auf die technischen Schwierigkeiten dee UerleS, aeradev.l als eine ausgezeichnete bezeichnet werd'.:'. Dcr hierauf folgend: Männcrchor .,Bl ü , ' c . und Lieder" vom Ehormeister d^s wi^l,cr Mulnic»' gesangvercines Rudolf W e i n w u r m componierl und unserer Gesellschaft für das Grürijche ,^jllo<^.rt ue. widmet, Entzückte das Publikum dl»rH dic Pracht seiger Accordc und durch den in Bezug auf Vnue und Pra cision nahezu vollendeten Vortrug unseres Männerchorc», der diesmal unter der Führung ocs den,"' sf, meisteis Nedv ed in einer wirklich erfreuli lc, — wir alauben auf der Tenorseite allein 20 ^ang^r gezählt zu haben — ins Trcffcn rückte. Der von seiner Declamation zu „Alhalia" vor. lheilhaft bekannte Declama'or Herr Fr^derigt trug hierauf die Anastllstus Grün'schen Gedichte: Di e Leiche zu St. Just, Sieg de r Fr ei>> e i t und We i. denbaum" mit künstlerischer Vollendung vor, und 668 Aus Serbien. Ueber die politische Situation in Serbien wird der „Pol. Corr." aus Belgrad den 9. d. geschrieben: „Schon gestern bei Sonnenuntergang verkündeten drei Kanonensignale das heutige nationale Fest. Vor 61 Jahren am Palmsonntage erhob, sich Milosch Obre-novi»l und vertrieb die Türken vom stachen Lande. Sie blieben fortan, bis zum Jahre 1862, nur in den sieben Festungen und in einigen Städten wohnen. Wiewol schon 1816 Serbien befreit ward, so wollte die Pforte die Autonomie Serbiens doch 14 Jahre lang noch nicht anerkennen und erst am 12. Dezember 1830 langte der Hatti'Scherif herab, der das Fürstenthum als tribntären Staat mit der Dynastie Obrenovit anerkannte. Die Serben feiern jährlich den Erhebungstag mit großem Pomp. Auch diesmal ist die Stadt beflaggt. Truppen vom stehenden Heer und der Miliz rückten in Parade aus. Auffallend war nur, daß dieses Jahr die kirchliche Ceremonie im freien Felde stattfand, während sonst der Metropolit in der Kathedrale zu celebricren pflegte. Man glaubte anfangs, eS sci auf eine kriegerische De« monstration abgesehen, allein bald überzeugte man sich, daß, wenn etwa daran gedacht wurde, doch der Gedanke fallen gelassen wurde. Bei der Ceremonie, wie am Hofe zur Gratulation, erschienen die Vertreter der Mächte nicht. Bei dem heute abgehaltenen Volksfeste ließ sich der Fürst zu seiner Umgebung nicht ungeflissentlich laut in folgender Weise vernehmen : „Wenn die Türken uns an» greifen, sind wir stark genug, sie zurückzuweisen." Ueber die sonstige Situation ist nicht viel neues zu sagen. Der Fürst unterhandelt wieder zur Abwechs» lung mit Ristii, welcher mit Gruit die Bildung des neuen Cabinets übernehmen soll. Die Rüstungen sind keine Minute unterbrochen worden. In Toptschidor wer« den die Kanonenparks zusammengestellt. Die Cavallerie wie Artillerie sind bereits mit nöthigen Pferden ver» sehen. Waffen langen in kleineren Partien täglich an. 100,000 Tornister sind im Auslande bestellt worden. Die gesammte Miliz hält sich zum Ausmarsche bereit. Es wird behauptet, daß der Ausmarsch am 16. April beginnen solle und unter dcr Maske von an dcr Grenze abzuhaltenden Uebungen. Fürst Milan, welcher persönlich die längste Zeit allen kriegerischen Velleitüten abhold war, fängt nun selbst an, martialische Gelüste zur Schau zu tragen." Politische Uebersicht. vaibach, 13. April. Gestern Früh sind Unterrichtsminister Trefortund Iustlzminister Perczel aus Pest in Wien einge. troffen, um einem heute vormittags abgehaltenen Minister« räche beizuwohnen, welcher der Erledigung dcr laufenden Geschäfte der ungarischen Regierung galt. Alle wie immer geaneten Combinationen über die sonstigen Ur» fachen der Hieherkunft der genannten Minister werden von der »Hudap. Corr." als unbegründet bezeichnet. Die gemeinsamen Conserenzen in der AuSgleichsfrage werden nachmittags fortgesetzt. Der Termin für die Rückreise der ungarischen Minister ist noch immer nicht festgestellt, doch verlautet, daß sie jedenfalls noch bis morgen in Wlm verweilen werden. erntete insbesondere der Bortrag des „Sieges der Frei-heil" einen wahren Beifallssturm, der dem begabten >mo strebsamen Schauspieler gewiß der ehrendste Abschieds, grüß der Laibacher war. Frau v. Würz dach, die im Laufe des Nachmit» tage« erst um ihre Mitwirkung gebeten werden konnte, hat Schumanns reizendes Lied „Der arme Pe» ter" hinreißend schön gesungen. Wiederholter Hervor« ruf lohnte die edle Dame, die sich durch diese im letzten Augenblicke übernommene, vom schönsten Erfolge be» gleitete Mitwirkung gewiß ein hervorragendes Verdienst um dir Gej:llschaft erworben hat. Die hierauf folgende Rsoerie von Vieux-lemps und das „Spinn er lied" von Hollander für Violine wurde von Herrn Gerstner mit innigem Verstündnisse und tiefem Gefühle, überhaupt so reizend schön vorgetragen, daß das Publikum ganz bezaubcrl war und daS Hervorrufen fast kein End« nahm. Der Schlußchor „D er Sen nerin Heimkehr" von Engelsberg ist eine ungemein ansprechende, an die Poeten auf der Alm anklingende Composition, die ihre Wirkung nie verfehlen kann, besonders wenn sie in so vollendeter Form wie diesmal zu Gehör gebracht wird. Uns erübrigt noch zu berichten, daß auch der Hußere Erfolg de« ConcertcS ein glänzender war. Eine ungemein zahlreiche Gesellschaft — die Elite un-serer Hauptstadt — darunter Anverwandte dcs Iubi. lanten und mehr als 200 festlich geschmückte Damen, hatte sich in dem prachtvoll ausgestatteten und verschwen, derisch beleuchteten schönen Schießstatlfaale eingefunden, um den großen Dichter und Patrioten zu feiern. ES war ein prächtiger Anblick, die Stimmung eine feierliche und doch fröhliche, kurz alles gelungen. Laibach hat sein Stadtkind und die philharmonische Gesellschaft ihr jüngste« Ehrenmitglied würdig gefeiert! „Narodni Listy" melden, die j u n gcze chlsch e n Abgeordneten werden an Se. Majestät den Kaiser eine besondere Adresse richten, in welcher um Abänderung der bestehenden Landlags«Wahlordnung im verfassungsmäßigen Wege durch eine Regierungsvorlage gebeten werden soll. Die Berathungen wegen Errichtung einer Pro« vinz Berlin haben in der für diese Angelegenheit vom preußischen Abgeordnetenhause eingesetzten (5ommis> sion eine so günstige Richtung genommen, daß jetzt Hoff-nung vorhanden ist, die neue Provinz werde zugleich mit der neuen Städtcordnung in« Leben treten. Die französischen Kammern sind in die Osterferien gegangen. Vorgestern vertagte sich auch daS Abgeordnelenhans bis zum 10. Mai, nachdem noch vor» her der Bericht Leblonds über den Amnestie'Antrag vorgelegt und dessen Berathung bis nach dem Wieder» zusammentritt der Kammer trotz der Opposition der Bonapartisten verschoben worden war. Die Commission beantragt bekanntlich die Ablehauug aller Amnestie« Anträge. Im englischen Unterhause erwiderte North» cote auf eine Anfrage Wolffs, es sci nnmöglich, nähere Auskunft über die Verhandlungen inbetreff der künftigen Gestaltung der Verhältnisse des Sncztanals zn geben, nno könne er nur versichern, daß die Verhandlungen mit der Pforte, dem Khedive und den bethciligtcn See« mächten in vollem Gange seien. Sodann vertagte sich das Unterhaus bis zum 24. April. Es liefen bekanntlich Gerüchte um, daß Garibaldi auch mit dem Ministerium Depretis sich überwürfen habe, weil dieser ihm keinen Platz im Cabinet angeboten habe. Diese Meldungen werden durch die That« sache widerlegt, daß der General nun doch das National-geschcnt angenommen hat, das er unter dem Ministerium Minghetti beharrlich ablehnte. Garibaldi hat diesen Entschluß dein Ministerpräsidenten durch ein eigenhändiges Schreiben angezeigt. DaS spanische Ministerium CanovaS scheint in der Frage dcr Glaubensfreiheit doch noch einlenken und den hierauf bezüglichen zweideutigen Paragraphen der Verfassung in liberalem Sinne umformen zu wollen. Nach der neuen Fassung wären die Tempel und Kirch, döfe der Akatholiken unverletzlich. Kein Spanier kann fortan wegen seines VetennlnisscS verfolgt werden, so lange dasselbe mlt der christlichen Moral vereinbar ist, und alle ,'ind zum Staatsdienst berechligt. Indessen dür> fen die Nichtlatholilcn leine kirchliche Handlung außerhalb ihrer Tempel und K,rchhöfe vornehmen ; jede äußere Kundgebung ist ihnen str:ng untersagt, und namentlich sollen sie nicht durch Inschriften die Orte ihrer Ver. sammlung öffentlich kennzeichnen. Auch inbetreff dcr Frei« heit in Wort und Schrift müssen sie sich mit dem Hi,,' weise auf die weise Gesetzgebung über öffentliche Versammlungen und Presse begnügen. An die katholischen Preßerzeugnisse wird übrigens in Zukunft derselbe Maßslab gelegt werden. Die kirchlichen Veröffentlichungen werden scharf überwacht und müssen, wie alle übrigen Tageblätter, zwii Stunden vor ihrer Ausgabe dem Gouverneur vorgelegt werden. Viele Bischöfe haben des« wegen ihre Diöcesanblättchen „aus Mangel an Preß-freiheit" eingehen lassen und ergchen sich über das Ministerium, namentlich seit dessen Einlenken in der religiösen Frage, in groben Schmähungen. Hagesneuigkeiten. Saatenftandsbericht des l. t. Ack e r bau mi n i steri u m s nach der Lage zu Ende Mär; d. I. Westliche Reichs Hälfte. Mit einziger Ausnahme von Tirol, wo der Winter verhältnismäßig milde und die Schneedecke verhältnismäßig schwach war, letztcre auch in manchen Thälern wiederholt gänzlich verschwand, vcrdienle der vergangene Winter, übereinstimmenden Nachrichten zufolge, überall die Bezeichnung eines sehr strengen und lange anhalten« den. ES blieb die Schneedecke mindestens 3 Monate, in manchen Gegenden auch 4 bis 5> Monate ununterbrochen liegen und erreichte an manchen Orten eine ungewöhnliche Höhe; sowol die Monatsmittel, als die Mafima und Minima der Temperatur blieben meistcnthcils unter oe«i normalen. In der zweiten Hälfte des Monates Februar trat überall Thauwctler ein und daS rasche Schmelzen der gewaltigen Schneemassen hatte in den meisten Gegenden aller Kronländer oaS Austreten der Bäche und Flüsse, Ueberschwemmungen der Wiesen und zum Theile auch der Aeckcr, Wasserrose, auf abhängigen Aeckern, lange stehendes Wasser auf solchen in liefen Lagen, auch viele Erdabrutschungen und in hohen Gebirgen Murbrüche zur Folge. In manchen Gegenden, so namentlich in Krain, reichte die Temperaturerhöhung in dieser Zelt nur so weit, einen Theil der Schneedecke zu schmelzen, während ein Theil auch in lieferen Regionen noch liegen blieb. In manchen günstigen Lagen war der Boden bereits in der ersten Märzhälflc soweit abgetrocknet, daß der Anbau beginnen konnte, namentlich war dies der Fall in einigen Bezirken uon Ostgalizien. Der März brachte aber selbst wieder so viel Regen und außerdem in den meisten Gegenden in der dritten Woche einen Nachwinter mit bedeutendem Schneefalle, so daß, jedoch mit nicht sehr seltenen erfreulichen Ausnahmen, im großen Ganzen vor Ende des Monates März entweder keine Feldarbeit möglich war oder die zu Anfang dieses Monates begonnene wieder eingestellt werden mußte. Die erfreulichen Ausnahmen betreffen das HM' und Flachland der Bukowina, wo bereits der Änbar selt 20. März, dann einige günstige Lagen in den meisten Kronlimdcrn, dcsondcrs in Nieder»Oesterreich und >" Galizien, wo derselbe seit Anfang der letzlen März« woche im Zuge ist. Die Wintersaaten sowol «ls Klee haben im «roßeil Ganzen sehr gut überwintert und bieten die erfreulich' sten Aussichten. Auswinterungen sind im allgemeinen nur in licsc» Lagen zu beklagen, wo das Wasser theils in der zwcile" Febrliar.Hälfle, theils im März allzu lan^c stehen blieb-Auch hat der Nachwinter in dcr dritten MärzM^ mit smrlcn Frösten an mehreren Orten geschadet. seltener brachte diesmal der allerdings an zitlM vielen Orlen voigelommene Umstand, daß der auf«"' gefrorenen Boden gefallene Schnee liegen blieb, Ausn^ terungen hervor; die erste Schneedecke im November^ nemlich nur schwach, zu Ende desselben MonutcS ^ trat starke Kälte bis 18 Gr. Celsius ein, unter de«' Einfluß der Boden trotz der schwachen Schneedecke ^ fror und in diesem Zustande den Winter hindurch ^ harrte. Noch seltener sind Schäden durch Schneedrucl"" den Aeckern vorgekommen. Die meisten Auswinterungen kameli vor in S^ sien, in den mährischen Sudeten und im Egcrer Oe^ Böhmens. Die früh gebauten Saaten waren in diesem ^ ter bedeutend im Vortheile gegen die spät gebauten, ^ der war die Witterung oeö verflossenen Herbstes den» ^ lichen Anbaue nicht günstig gewesen, und sind dieses in der Minorität. In Tirol war der Winter mildc genug, so daß^ Schneedecke ohne besonderen Nachtheil fehlen lomlle, " dies der Fall war. Doch haben dort die Feldmäuse 3'^' lich viel geschadet. Wiesen begrünen sich zeillich und berechtigen wts? der denselben zuzute gekommenen vielen Wintcrfeuchlig«' zu den besten Hossinmgen. Den überschwemmte» bi^ Schlammabsatz reichlichen Ersatz für die durch densely verursachte Slüruno. der Vegetation. , Die Obstbäume haben ebenfalls den Winter glbp' tenlheils ohne Schaden überstanden und habe vie"" Knospen angesetzt. In manchen Gegenden hat dcr Schnccdruck, i" ^ deren hochgradige Kalk einigen Schaden gemacht. Der Wein hat in den wandern dci südlichen" ^ W,den den Winter gut überstanden; in NieocrösteN'^ »nd auch zum Theile in Sleiermarl sind aber "° Reben erfroren. Oestllche Reichshälfte. Der Winter war auch hier ungewöhnlich s<^ schneereich und lange andauernd. ^ Auch die Zeit des Thauwctters und die ha"U, Regen im März stimmten mit dcr bereits beschließ, Witterung der westlichen Reichshalftc, und die ^ schwcmmungen waren hier noch viel bedeutender. ^ Nur dcr Nachwinter in der dritten 'Mrj^ stellte sich hier keineswegs in solcher Verbreitung e<" dort. ^il In der letzten Märzwochc sticg die Tempera^M über die normale, so daß die Vegetation bereits i5"^ >uc sehr lebhaft war und der Anbau an vielen ^" l-Hälfte odcr zu einem noch größeren Theile volles ^d Die Saaten haben auch hier gut überwin^" zwar Raps sowol als auch Getreide. ,. h^es Auswinterungen durch lange stehen 6^ ^„ Wasser im März. zur Zeit als die Veactat^" ^ erregt war, kamen hier wahrscheinlich zahl"'" ^ >" gegen die aus anderen Ursachen noch seltener v^ der westliche!. Rcil'< Hälfte. ^e"' Der Wein hat yier, soweit bie Nachricht" verhältnismäßig wenig gelitten. - (ll >, alilcklicht «5 llrrn.) Am I!. d. c"'s"ve"< in Wien der Fall. bah der Kausmnml Prlsn'ger '"' „ ho'' Tassen sein virte« ,md letzte« Kind c», dc» Mas"» ^ech"^ d,l drille ui'MÄllche stlimilie (Holly nud Müller ^" " ll,- 'v wclchrr lNM'lhalb eine« Zcilraumcs von wcnig"' ^"^« <3ia^^ Kinder, j« 4 b,s 5 an der Zahl. au der D'ph>>? n'^,' l" bräune) oder an dei, Masern oder deren Folgt« ü^ ^ - ( D - r Sultc> n lll « Trbc.) Vor der ersic i fi. 0. W,) zur«"g"° "',' sen'"',^., seine Erben halte, so !c.llt d.eses „anzr ^mnögc" °' > ^chll^ bi:!er, den knülln. Zu seinem Nochsolaer '''/^cfhcr ""s Nmte wurde der ällcsle Euouche de« ^"'°''^',^ isclx" ^'°,,s erimrmt, De.sellie erhil't emen GelM von " '"^„s 3""" <0000 ft. o. W) pe> Mouat unt» lommt bcz«»»'^ ' gleich nach dcm Gillhvczi«!. . ^, ssi,lscn'" ng vere.nc« in Bremen cine F°lsch'U'««re>sc nach "^ ^^,r'v'>'°^,l 'lehmeil. si.id. wie l'nch Bremen gemeldet '"U°' Schw^'!»' «l. meler. durch p.^l.che« Th«..wl.ter am 6. d. M, gllllll.ch in ^lalermburg zM'""« « Nm 7. d. M. sollte die Weilerrc.se m sudl'ai" « Stmipallllm«! lorlgtsetzt werde«. .« 669 fokales. Krainischer Landtag. 13. (Abend.) Sitzung. Laibach, 10. April. Der Herr Landeshauptmann eröffnet die Sitzung um 4 Uhr 20 Minuten. Gegenwärtig 33 Abgeordnete; als Negierungs-vertreter Herr Landespräfident Ritter v. Widmann. Abg. Dr. Pollukar berichtet namens des Gc-meindeausschusses über § 6 des Rechenschaftsberichtes (Gestion des Landesansschusses in Gemeinde-Angelegen, heiten). Inbetrcff der Aenderung der Oemeinde-Ordnnng hat der Landesausschuß nichts verfügt, da im Landtags, btschlnssc vom 14. Mai 1875 keine positive Weisung enthalten war, ob und welche concrete Anträge er der Regierung bezüglich der Aenderungen des Wirkung?-kreises der Gemeinden zu stellen habe. Die Uebcrweisung gewisser Functions des selbständigen Wirkungskreises der Gemeinden, sowie des damit verbundenen Kosten, aufwandes an staatliche Organe könne nur nach einer Reform der gegenwärtigen politischen Verwaltungsbehörden, respective nach einer vorgängigen Vermchrnng der'untersten politischen Behörden erfolgen. Einstweilen seien Beschwerden über ortsftolizcilichc Anordnungen nach dem Vorgänge in Steiermark an die politische Bezirks' behörde zu richten, welche über dieselben nach Anhörung des Gemeindevorstehers entscheidet; über Beschwerden (Recurse) gegen ortspolizeiliche Verfügungen des Gemeindevorstehers habe die politische Behörde zu ent< scheiden, an welche solche Beschwerden binnen 14 Tagen nach der amtlichen Verständigung bei dem Gemeindevorsteher zur weiteren Vorlage einzubringen sind. Es liegt nun hierüber ein doppeltes Votnm vor: die Majorität des Gemeindeausschusses beantragt: der hohe Landtag wolle diesen Bericht zur genehmigenden Kenntnis nehmen; die Minorität dagegen beantragt: der hohe Landtag wolle beschließen, der Landesausschuß werde beauftragt, das Gesetz vom 2. Jänner 1869 end» lich durchzuführen und etwaige Hindernisse im gesetzlichen Wege zu beseitigen. Abg. v. Langer begründet das Minoritätsvotnm näher, indem er ausführt, die Stagnation in einer so wichtigen Angelegenheit dürfe nicht länger fortdauern sondern das hohe Haus solle den, Landesausschnsse die Richtschnur geben.. Diese ist die endliche Durchführung des Gesetzes vom 2. Jänner 18W, welches die Bildung von Haufttgemeinden vorschreibt. Nirgends sonst als m Krain komme es vor, daß cm vom hohen Landtage beschlossenes und vom Kaiser sanctioniertes Gesetz stillschweigend zu Grabe getragen werde. Das Gesetz existiert, es muß daher durchgeführt werden. Keine ein-zige stichhaltige Einwendung gegen die Durchführbarkeit löunc man ihm entgegenhalten, höchstens die Schwierig, leiten wegen des selbständigen und übertragenen Wir-lungstreises, alles Motive, welche der Durchführuug des Gesetzes nicht im Wege stehen. Ist das Gesetz mangelhaft, so wird sich dies aus der praktischen Anwendung ergeben. Redner empfiehlt daher den Minoritatsautrag dem Hause zur Annahme. Herr Landcsprüsidcnt Ritter v. Widmann ergreift ebenfalls das Wort zur Befürwortung des Mi.^ noritä:svortrages. Das Gesetz vom 2. Jänner 1869 verordne die Zusammenlegung der kleineren Ortsgcmeiuden zu Hauptgemeinden. Es sei wol erklärlich, daß cine An-ordnung von solcher Wichtigkeit und Tragweite nicht alsoglcich zur Durchführung gelangen konnte. -Zwischen! der Rcgicrnng und dem Landesausschussc scicn dicsfalls Verhandlungen gepflogen worden, wobei sich allerdings Meinungsverschiedenheiten ergtbcn haben. Es sei endlich im vorigen Jahre ein Compromiß zustande gekommen und es hätte sofort zur Durchführung des Gesetzes gc-»^ schritten werdcu können. Auch er adoptiere ohne Bc-5 denken den Grundsatz eines amerikanischen Staatsmannes, I/ daß man, um die Verwerflichkeit oder schlechte Beschaffen-> > heit eines Gesetzes zu erproben, dasselbe erst durchführen > müsse. Die Regierung würde einer solchen Maßregel, U wie der Bildung von Hauptgcmeinden allen möglichen > Vorschub leisten. Er gebe ferner zu bedenken, daß häufig Gemeindevertretungen, deren Mandat längst erloschen, M'tfuncUoniercn und Neuwahlen mit Ausflüchten und umer Berufung anf das Gesetz über die Znsammen-legung der Gemeinden abgelehnt werden. Da also Ge-«l !" .Wig sci, empfehle er dringend dem Hause die Annahme des Minoritütsautrages. ! Abg. Dr. Bleiweis wendet sich gegen den Mi-, und die Ausführungen Langers. Im ^ahre 1 «49 habe man emphatisch die freie Gemeinde als die Grundlage des freien Staatswcsens proclamiert; heute wolle man den Gemeinden Zwang anthun und Men ein Gesetz aufdrängen, das sie zurückweisen. Das Alk sei dcr Bildung von Haufttgemeindcn entgegen. ^>le Enquete, die man vor kurzem veranstaltet, habe das! ^wiesen. Man möge die Autonomie nicht untergraben ^s Land werde keinen Schaden erleiden, wenn abkartet werde, bis die politische Verwaltung cntsprc-, ^nd abgeändert wurden. Dem Volke seien lieber klci-! beu.f^"""den als große, deren Kosten sich viel hoher we .!"' baw sei der Antrag der Majorität des Ge. "°9- Nuter v. Vcstenccl gibt zu bedenken, daß! nicht ein „Mer,," ein bloßer Beschluß des Landtages, sondern ein vom Kaiser sanktioniertes Gesetz vorliege. Es könne sich demnach nicht darum handeln, erst den Landes-ausschuß zu beauftragen, sondern darum, ob man ein zn Recht bestehendes Gesetz durchführen wolle oder nicht. Auf eine neue politische Organisation könne man nicht erst warten; dieselbe werde nicht sobald ins Leben treten. Wenn Dr. Blciwcis von den hohen Kosten, welche die Bildung dcr Hauptg'.meindcn verursachen werde, gesprochen, so frage er: worin sollen diese Kosten bestehen? Von den derzeit bestehenden 345 Ortsgemeinden sei leine einzige, die nicht 5 Perzent Umlagen habe. 5 Perzent seien aber nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Die Auslagen werden aber dann geringer sein, wenn Haupt-gcmeinden von wenigstens 3(XX) Seelen gebildet sein werden. In einzelnen Landcstheilen habe sich die Zusammenlegung bereits erprobt, so habe die Bczirtshaupt-mannschaft Gurkfeld siebzehn Verwaltungsgemcinden, während die Bezirke Littai und Stein in unzählige kleine Ortsgemcinden mit nur 2(X), 240 bis 300 Seelen zersplittert scicn. Was können solche Gemeinden leisten? Ja, es gebe Gemeinden von 1(XX1 Seelen, wo ein ein-ziges Mitglied dcr Gemeindevertretung seinen Namen fertigen könne, z. B. Bresniz; was könne man davon erwarten? welche Gesetzeslcnntnis mag da herrschen? Die Berufung auf andere Provinzen sei ebenfalls nicht stichhaltig. In Niederöstcrreich z. B. haben sich Vcr-waltungsgcmeindcn freiwillig constiluicrt. Redner em-pfichlt den Minoritätsantrag. Abg. Dr. v. Schrey:' Die Frage ist die, soll em bestehendes Gesetz ausgeführt werden oder nicht? Im letzteren Falle müsse in, Hause ein Antrag gestellt werden, dasselbe sei aufzuheben. Die Sache belassen wie bisher, scheint weder der Wichtigkeit des Gegenstandes, noch dcr Würdc des Landtages angemessen zu sein. zumal derselbe stets die Autonomie bctouc. Der damalige Zustand sei ein anormaler- der Antrag dcr Mmoritat sei geeignet, dem abzuhelfen, darum empfehle er denselben zur Annahme: Abg. Blei we is betont noch einmal, eS müsse ab. gewartel werden, bis die politische Verwaltung enljpre cheno geändert sei. Abg. Deschmann bestreitet die Bchauplung des Dr. Blciweis, daß die Bevölkerung der Zusammenlegung kleinerer Gemeinden in Haupigemeinden wioelstrebc. Dr. Bleiweis selbst habe ja vor kurzem eine Petition ringe-bracht, worin kleinere Gemeinden bitten, ihnen zu gestalten, sich als Hauptgemcinde zu constitaiercn. Die «cten, welche dem LandeSausschusse von der Geistlichkeit vorne-leat worden, lasse« ebenfalls lemerlci Uvneiguna ersehen. Was das Abwarten einer neuen politischen Organisation belreffe, jo befinde sich Dr. Bleiweis in einem argen Irrthum«. Im Neichsralhc drehe sich aUcs einzig um den Gesichtspunkt, die Polizei den Gemeinden adjunct)» men und den politischen Behörden zuzuweisen. Soweit er die Anschauungen der rcchteu Seile des Hauses kenne, jei das einzige Bestreben derselben, nicht blos die Auto« nomie im gegenwärtigen Umfange zu wahren, sondern noch zu erweitern; man perhorresciere daher jede noch so geringe Einflußnahme der politischen Behörde. Einer > neuen Organisation stehe demnach die sta»rste Opposition von dieser Seite in Aussicht. Aus den jüngsten Straßen, debatten tonnte man ersehe», wie gut es damals umoaS Straßenwesen bestellt war, als die politische Behörde dasselbe in Händen hatte, und wie erbärmlich es heut-zutage damit stehl. Als die Linke nun im Sttaßengesetze seinen Passus einfügen wollte, welcher der politischen Behörde größere Einflußnahme gesichert hätte, begegnete sic der heftigsten Opposition von jener Seite. Wenn gesagt wurde, daß Geistliche den Gemeinden Dienste leisten, so sei er freilich ein principieller Gegner davon, daß Gemeindeverwaltungen von Pfarrhöfen abhängen. Allerdings, wo altcrelbte Feindschaft zwischen zwei Nachbargemein. den herrsche, wo nichts als Naufhändel zwischen dm beiderseitigen Gewohnern vorkämen, da sei eine Zu. sammenlcgung nicht am Platze. Sonst aber müsse er den Antrag der Minorität zur Annahme empfehlen. Abg. Obresa sagt, das Gesetz sei bereits in meh. rercn Gemeinden InnertrainS zur Anwendung gilangl, dcr Erfolg sci aber dcr gewesen, daß Gemeinden, die früher gar leine Umlagen halten, jetzt 12 Perzent haben. Die sogenannten Hauptgemcinden wären nur Filialen der Bezirtshauptmaunschaft. Ein klemes Gemeinwesen tomme am billlasten zu stehen; größere müssen außer dem Bürgermeister noch den Oememoefchreiber und Ge-meindeoiener bezahlen und Arrestlolale unterhalten. ' Abg Dr Varuit weist auf das Gesetz über den Leaallsürunasz'wang h"'; ganz Oesterreich sei d:r Ueber, zeugung. daß es schädlich wirke, daß es daher aufgehoben werden wüsse Mein der vom Herrn Regierung«. vMrctcr angezogene Ausspruch eines amerikanischen Slaatsmannes scheine da leine Geltung zu haben. Gegen oie Behaupiung oeS Regierungsvertreters von der un. gesetzlichen Functionsdauer s° mancher Gcmemdevertrctun. M citiert Dr Zarnil die 3 21 und 22 des Gemeinde. ""Herr Landespräsident Ritter v Widmann rep«. ciert hierauf, ihm seien die genannten Paragraphe nicht ,enl»anaen und er wisse recht wohl, daß eine Gemeinde, ve ^ Wirksamkeit bleiben müsse, bis sich d es lbe^ "ber es lomme vor. °ß T s äll i"^ Gemeinderath Lücken - reihen, oft lein Gemeindevorstand mehr da sei, die Gemeinden aber dennoch mit Hinweis aus da« Gesetz vom 2. Iilnner 1869 die Neuwahlen verschieben. Abg. Ritter v. Besten eck wendet sich gegen ble Ausführungen der Abg. Paliz und Obresa und die von denselben behauptete größere Wohlfeilheit der Verwaltung kleinerer Gemeinden. Schon jetzt habe bei den melften Gemeinden der Borstand seinc Entlohnung, außerdem hätten die Gemeinden für einen Schreiber, wenn auch oft zwei bis drei zusammen, und für einen Gemeinde» diener zu sorgen. Die sogenannten Vezirtsdiener substituieren nur die Gemeinbediener in engeren zu einem Oezirle gehörigen Steuergemeinden. Wenn Zirlniz und andere Gemeinden Innerlrams als hauptgemeinden jetzt größere Auslagen haben, so s»i der Grund der, daß die Gemeinden früher nichts geleistet, jetzt aber ihren Verpflichtungen nachkommen müssen. Straßenpollzel, Feld» polizei, SanitälSpolizci werde fast nirgends gehandhabt, Schuld an diesem Saumsal sei aber rie Unfähigkeit in« folge der Kleinheit der Gemeinden. Wenn man in an-derer Lage so sehr den Zwang perhorresciert, so ist es auch Zwang und Verletzung der Autonomie, wenn man die zahlreichen Gemeinden, die um Zusammenlegung pe. tilionieren, ubwciSlich bescheidet. Nachdem die beiden Berichterstatter noch einmal ihre bezüglichen Anträge vertheidigt, wird zur Abstim« mung geschritten, wobei dcr Minoritätsantrag fällt, der Majoritätsantrag dagegen angenommen wird. Abg. Grase lli berichtet sodann im Namen des Rcchenschaftsausschusses über die 88 ^ und 4 des Rechenschaftsberichtes des Laudesausschusses (Steuern, LandeZ. kultur- u.Sanitlltsangclegenheilen). Zum Titel „Steuern" stellt dcr Ausschuß folgende Anträge' ü) Der hohe Landtag wolle beschließen: der Landesausschuß wird beauftragt, sich an die hohe Landesregierung mit der Bitte zu wenden, selbe möge darüber wachen, daß sämmliche Landes, bezirke bei Abschreibung dcr Grundsteuer unter den» Titel der Uebcrbürdung nach dm thatsächlichen Verhält, nissen gleichmüßig zutheil kommen, und daß die Regie» rungsorganc in den einzelnen Bezirken diese Abschreie bung gleichmüßig vertheilen; d) der Landesausschuß wird beauftragt, die l. l. Lanoeörcgierung zu ersuchen, sie möge veranlassen, daß die l. k. Steuerbehörden bei Eintreibung der Steuern möglichst auf den Zeitpunkt Rücksicht nehmen, wann die Leute am leichtesten zahlen können. Der Antrag 2. wird ohne Debatte angenommen. Zu dem Antrage d. stellt Abg. Robii den Zusah, antrag, den Vleurrschuloigcn mögen Zufristungen gestattet werden; und Abg Laureniii den weitcreu Zusatz antrug: die Rcalcfecutioneu mögen im Monate Ollober stattfinden. Abg. Deschmann beantragt, die genannten «n. trüge, die möglicherweise bereits bestehenden Gesetzen widersprechen, m0gen an den RechenschaflSberichlSauSschuß zur Prüfung und Formulierung überwiesen werden, welcher morgen darüber Gericht zu erstatten habe — Der Antrag bleibt in der Mmorilitt. Auf Dr. Pollulars Antrag wird die Sitzung unterbrochen und sodann über Antrag des Ausschusse» der § 2 von der Tagesordnung abgesetzt und auf die Schlußsitzung verwiesen. Zu § 4 des Rechenschaftsberichtes (Landeskultur und SanitätSangelegenheilen) schlügt der Ausschuß folgende Resolutionen vor: ») der Landesausschuß wird beauftragt, bezüglich der Regulierung des Gurlflusses dem Landesingeneur aufzutragen, m günstiger Jahreszeit, und zwar so bald als möglich, die Vorerhebungen zu pflegen, ob jene ste. gulierung überhaupt in «ngriff genommen werden kann, und in welchem Umfange; b) die Flugschrift des Dr. Vicentini mit den bei, gegebenen Plänen in slovenischer und deutscher Ueber« setzung in Druck zu legen und unter den Gemeinden, Großgrundbesitzern und Filialen derLandwirthschaftSgeseU« schaft in jenen Bezirken, auf welche sich die Sliz« be-zieht, mit der Auffordecung zu vertheilen, ihre Meinuna über diese Denlschrifl (wegen Austrocknung des zirknizer Sees und Enlsumpfung deS laascr Thales) abluaeben- o) der Landesausschuß wird beauftragt, dahin zu wirken, daß wenigstens fünf l. l. Waldhüter in Krain bestellt und wenigstens einem die besondere Obhut der Waldungen in Unterlrain anvertraut werde. Die Refolulionen werden mit geringen Abiinberun. gen angenommen. Endlich berichtet Abg. Ritter v. Gariboldi na« menS des NechenschaftSdcrichlSausschusseS über den § 7 des Rechenschaftsberichtes, betreffend Verkehrsmittel und Straßen. Der Ausschuß empfiehlt folgende Resolutionen zur Annahme: Der hohe Landtag wolle beschließen: 1. „Der LandrSllUSschuß erhält den Auftrag: u) die B'lzirlssttahen.AuSschüsse aufzufordern, daß sie die bisher noch nicht durchgeführten Straßenverthei. lungen im Sinne der § 10 des Straßengesetzes unverweiit in Angriff nehmen; b) Recurse in Straßenangelegenheiten mit thunlichster Beschleunigung zu erledigen." ' m ^' ^" La"oesausschuß wird beauftragt, mit allem Nachdrucke oarau hinzuwirken, daß bi Umleauna ^ Meierle und TschcrnN Uch I"» " lausch 670 3. «Der Landesausschuß wird beauftragt, das Nöthige zu verfügen, damit der Landtagsbeschluß vom 16. Oktober 1874 wegen Umlegung der Liltai.Villichbergstraße über Ponovitsch-Sava sofort zur Ausführung gelange." 4. „Der iiandesausschuß erhült den Auftrag: ») das Nöthige einzuleiten, damit die Vorarbeiten wegen Umlcgung des Straße über den Auersperg mit Beschleunigung derart durchgeführt »erden, daß der eigentliche Umlegungsbau noch im laufenden Jahre in Angriff genommen werden kann; d) die Erhebungen wegen der geeignetsten Umlegung über den Wagensperg noch heuer zum Abschlüsse zu bringen und dem nächsten Landtage in dieser Angelegen» heit bestimmte Antrüge zu stellen." 5. „Der ttandtsaueschuß erhält den Auftrag: dem Landtage in der nächsten Session darüber Vericht zu er< statten, ob nach seinen Wahrnehmungen und Erfahrun» gen bezüglich des Strahengesetzes vom 5. März 1873 eine lheilweise Aenderung des letzteren wünschenswerth erscheint, namentlich: 2) ob sich eine Aenderung der Gtraßenlategorisierung in dem Sinne als nothwendig herausstellt, daß einzelne wichtige, mehrere Vezirte verbindende und sehr befahrene Vezirtsstraßen in die Kategorie von Landesstraßen ein« gereiht werden; d) ob sich bei anderen wichtigeren Nezirlsstraßen das Bedürfnis erglbt, bei selben die Naturalleistungen inso ferne zu restringieren, daß die Beschotterung im Liefe-rungswege gesichert und die Auslagen dafür ganz oder theilweise aus dem Vezirlsstraßenfonde bestritlen werden; o) eventuell hat der Landesausschuß die bestimmten Nbünderungsantrüge als Gesetzesvorlage dem nächsten Landtage vorzulegen." Die Resolutionen 1, 2, 3 werden ohne Debatte angenommen. Zu Resolution 4 ») stellt Abg. Braune den Zu. satzamrag: „Der Landesausschuß erhält den Auftrag, das Nölhige einzuleiten, daß noch im heurigen Sommer der Umlegungsbau der Straße über den Auersperg in An-griff genommen werden lann und daß die Thätigkeit des Landesingtnleurs nicht noch einmal durch anderwei-tlge Arbeiten unterbrochen werde." Bei der Abstimmung fällt Braune's Zusahantrag, dagegen wird der Antrag des Ausschusses angenommen. Hierauf wird die Sitzung um 7 Uhl 4b Minuten geschlossen und der Rest der Tagesordnung auf die Dienstags. Sitzung verwiesen. — (Richtigstellung de« ,. S l o v e n e c.") Inder Nummer 44 de« Journal« „ Sl ° oenec" vom 13. d. M. wird den Lesern diese« Vlatle« mitgetheilt, daß sich der Herr Lande«, prilfibenl slitter v. Widmann on dem Festbankette zu Ehren de« 70. Oeburlsfefte« Tr. Excellenz de« Trafen Anton Au er«, perg mit einer Rede »u» i»8t main, ki je oäioöeu uksorotnik uiroä» u»««8» l" betheiligt habe. — Wie aus unserem, in den beiden Nummmern 83 und 84 unseres Matte« vom 11. und 12. d. M. vllüsselillichtln, ausführlichen und - wie wir aus« drücklich hinzufügen — genauen Verichle Über da« erwähnte Feftbanlel hervorgeht, galt die Tischrede de« Herrn Lanbe«prilfi' denten bei diesem Anlasse dem Wohle und Gedeihen de« Lande« Hrain und der historischen Treue seine« biederen Volte«. — Einen anderen Trinlspruch hat der Herr Landesprtlsidenl nicht ausgebracht, und e5 stellt sich somit die oben erwähnte Angabe de« „Slovenec" einfach al« eine Unwahrheit dar. — (Pensionierungen.) In den definitiven Ruhestand wurden versetzt: die Oberftlieutenunl« Friedrich Ritter Gru-meth von Tr euenfeld de« Herzog von Württemberg 73»«r Vambttg als Erwiderung auf die Adresse des laibacher Turnvereine«: „Herzlichsten Gruß und wärmsten Danl meinen frischen, frommen, frohen un» freien Heimatgenossen, Anton Auer«perg." — «ln Dr. Josef Suppan: »Nltte, wärmsten und innigsten Dank für mir erwiesene Ehre und Freundlichkeit entgegenzunehmen und an die unter Ihrem Vorsitze festlich versammelt gewesenen liebwerlhen Heimat«« und Gesinnungsgenossen entrichten zu wollen. Anton Nuersperg." — < Oedenlbla < t.) Cine gediegene Festschrift anläßlich de« 70. Geburtsfefte« Anastasiu« Grün« l°mmt un« so» eben v«m Verfasser llarl Victor Ritter v. Hausgirg zu. Die« selbe — im Großfolioformale gehalten und auch in lypogra« phlscher Hinsicht sehr elegant ausgestattet — bringt uu« einl vorlrefilich geschriebene Schilderung de« Lebensgange«, sowie auch «ine kritische Vesprechnng sämmtlicher poetischer Emanationen be« gefeierten Helden und dürfte allen, welche sich über die nach jeder Richtung hin: al« Mensch, Dichter und Staatsmann bedlulsame Erschlinung des Jubilar« unterrichten wallen, einen ebenso zweck» entsprechenden als geschmackvollen lurzen Leitfaden bieten. — (Unfall.) Der l. l. Oberst und Lcmmandant de« Infanterie-Regiments Varon Wehlar, Hnr Ritter v. Lzito«, welcher vorigen Herbst im Lager bei «del «berg do« Unglück h'tte, durch einen Gturz vom Plerde sich den linken Arm zu brechen, glitt am 8 d. M. auf einer Stufe de« Poftamte« in Trieft au« und brach sich erneuert diesen erst kürzlich ge» heilten Arm. — (Turner. Ausflug nach Trie st.) Anläßlich des Gruppenturnen«, welche« während der Osterfeiertage in Trieft stallfindet, veranstaltet der la i b ach er T u r n v e r ei n bei glln-stiger Witterung eineu Ausflug dorthin, welcher den Theilnehmeru sehr lohnend zu werden verspricht. Die Aiifahrt erfolgt Vam «< tagabend« halb 10 Uhr mit dem gemischten Zuge, die Ankunft Sonntag morgen« 6 Uhr in Trieft, wo die Ankommen» den vom tricfter Turnvereine „Eintracht" empfangen werden. Im Laufe de« Vormittag« werden die Uebungen und das Wetturnen vorgenommen, welchen sich sodann die Vesichtignng der Stadt anreiht; nachmittags unternimmt die Gesellschaft einen Ausflug nach Oböina, woselbst bi« zum Abend verblieben wirb ; schließ« lich wird noch iu einer größeren Lokalität der Sladt eine gemüthliche Kneipe arrangiert Filr Montag ist ein Ausflug nach Miramare sowie ewe Meerfahrt projectiert. Die Rückkehr erfolgt Montag abends. L« wäre sehr zu wünfchen, daß die Ve» theiligung an diesem Au«fluge — zu welchem übrigen« auch Nicht« turner al« Gäste freundlichst eingeladen sind — eme recht leb« hafte würde. Der Sammelplatz ist in d«r Güddahnhof-Restau' ration um 9 Uhr. — (Volksbewegung in Laibach im Jahre 1875.) Die Zahl der imlaufe de« Jahres 1875 in La,bach geschlossenen Ehen betrug 281, in deren überwiegend meisten Fälle» sich Vraut und Vräuligam innerhalb der Altersgrenze van 24—30 Jahren bewegte.,. Der jüngste Vräutigam zählte 22, die jüngste Vraut 17, dagegen der älteste Bräutigam 74 und die älteste Vraul 56 Jahre; letztere Ziffer lann erfahrungsgemäß wol al« eine verhältnismäßig lehr niedrige bezeichnet werden, da andere Jahre in dieser Hinsicht oft bedeutend höhere Mafimalziffern auf» weisen. — Geburten fielen im ganzen 792 vor, hierunter 407 oder 51'4 Perztnl männlichen und 385 oder 48 6 Perzent weiblichen Geschlechtes; erstere überwiegen somit um 28 Per» zent. Ehelichen Ursprunges waren hievou 570 oder 72 Per» zent und unehelichen 222 oder 28 Perzent. — Vestor» ben sind 987 Mensche«, darunter 288 Kinder unter dem erreichten 5, Lebensjahre. Verhältnismäßig gering ist die Zahl der durch Verunglückungen (7) und der durch Selbstmorde <2) nAs Leben gtlommenen Personen. Unter letzteren figurieren ein Erhängter und eine Ertränkte. — Das hüchste erreichte Alter betrug 105 Jahre. — (Verbrechen.) Wie man dem „Glovensli Narod" au« Gurtfeld vom II. d. M. schreibt, wurde dieserlage daselbst em schwere« Verbrechen begangen. Ein Schuster, namens Ko» ritnil, au« der dortigen Gegend gmg m»t der Absicht um, einen mit ihm verfeindeten Menschen zu erschießen. Vei»., Versuche, diese Absicht au«zusühren, traf er — aus welche Weise diese Verwechslung geschah, ist nicht aufgeklärt - einen ganz unbclheiligleu Vaueresohn au« Oroßdorf llldllich und verwundete ein Weib iu H»»d und in Vrust. Der Verbrecher ha» sich bereit« selbst dem Gerichte gestellt. — (Selbstmord.) Am 7. d. M. hat sich die 33jährige Grundbefihrrin Maria Kramer aus Gumnische, Haus: Nr. 5, an welcher erhobenermaßen bereit« seit mehreren Woche« Spuren von Gelfte«zerrültung bemerkt wurden, in dem Hause ihre« Vater« Loren, Virant in PiautzbUchrl mittelst ihre? eigenen Kopstuche« an einer über ihrer Vettftlltte befindliche» Eifenstange erhinll. Ihr Leichnam trurde in die Todlenlammer nach St. Mareln überführt und sodann am dortigen Orlssriedhose beerdigt. — (Von der SUdbahn.) Vcm 10. d. M. an wmde die auf der tiroler Linie der SUdbahn gelegene Station M»><" rell«, die bisher blo» für den beschräillten Frachteutriusvor'. "' öffnet war, auch für den allgemeinen Fiachlenverlrhr zugänglich gemacht. — (Die Heimat.) Unserem heutigen Blatte liegt eine Plilnumer«lion««E>nladung auf das seit 1. April d. I. in W't» erscheinende illustrierte belletristische F^milicn.Iournal ,.D > e Heimat" bei. — Abonnement« übernimmt und führt piinlM aus die Buchhandlung von Kleinmayr K Gamberg >" Laib ach, woselbst auch Probenummern zur geneigten LiM aufliegen. -(Die periodische Press, in Oesterreich 1 Die Zahl der im Jahre 1874 iu Oesterreich erschienenen Ze'lU"' gen m.d Zeitschriften belief sich aui 810 lc,e„m 866 im «" j-,hre); dauon waren 279 politische», 81 voll5wirthsch°it»<^ 58 landwirthschastlichen, 47 gewerblich'lechmschen, 28 medic»»^' naturwisseuschaftlicheu, 26 lheolog'schen, ll rechts' und st«''^ wissenschaftlichen und 16 historisch-l'terarischen Inhalt«; VilH gische Vlä'ter erschienen 83 M«.'' ^ Salzburg, 21 in Steiermacl. je 13 in Kärnten "" Kra, n, 54 in Trieft und im Lilorale, 33 iu Tirol nllst ^ arlberg. 187 in Vühmen. 52 in Mähren. !^1 in Schlesien, °"' Galizien, 3 in der Vukowiua und 9 in Dalmalien bcro»«> , .^ — (..N eueillustrierteZeitun g.") Nr, 15 ^ folgende Illustrationen: Anastasiuö Grüll. — Liedes Verwandlung I., II, Orissmalftichnungen von ssranz siul^ — Ein Frühlingsbild. Kreidezeichnutta, von w. Gunin. -- ^,/ wesel, Nach der Natur gezeichnet von Modert Stieler, ^. der Spihenausstellung im üsterr. Museum für Kunst und 3^, ftrie. ssederzelchnung von H. Gtlöhl. — Texte: 3»^» Nnastasiu« Grüns. — Thurn am Hart. — Liederquell, ^T^, Wandlung, — Oberwesel, — Der Sohn des StaatSlMA Historischer Roman von Heinrich Blechner. (Fortsetzung) ^«^ Spitztnausstellung im österreichischen Museum zu Wieü. "',^l Seelenleben der Thiere. — Springflut. (Fortsetzung) — ^' Lhronit. — Schach. - Lorlespondenzlaften. ^^> Neueste Post. Trieft, 12. April. DaS Marine-Eomma"^ « stimmte als österreichischen Theilnehiner an Ea<"'l Uoungs arttlscher Forschungsreise den Schlffslielltt>" Becker. __________ « Telegraphischer Vechsellout » vom 13. April. aM Papier-Rente 65 50. — Silber - «ente 69 .. l»D Stnllts-Aulehel, 108 75. B°lll.«ctirn 862 - , 6ret»<-^. 138 - Loudo» 119-50. - Silber 108 70. it. l. M""^ luten 5 69. - siapoleoned'or 9 54'/,. — 100 Reichsmark b»^ Wien. 13. April. Zwei Uhr nachmittags. (Tchl"ßH^. lreditacliell 138 25, 1860er Lose 108-75, 1864er V"!c >^ üfterreichisch, Rente ,n Papier 65 .^0. 'VlaatSbahi, 265' '»^ bahn 177-, 20. Frllnlenstücft 955. ungarische 2.« NW. mäßig Sch"" Och"" 9 „ Ab.! 781.?, -i- 0,8 NO. schwach Sch"" ^e ^ Morgen« trübe, nach 10 Uhr heftiger Nordost.l" ai»g "!« lllhlung, Graupenfall. welcher später in Schnee "°^. ^,. abend« noch anhielt. Nachmittag serner Dounel ^" «ilolll" T»ge«mitlel der Wärme -l- 5 4', um 3 7' übcr ^" . —— ----- -.—!---------- «»«lnbtl»'^ Verantwortlicliel Ncdacteur: Otlomar^^. ^ __________________________________________________________________—qnlel^ ^l>^spN^ril^t ^^"' l2' April. Politische Vefürchtungen drückten dem heutigen Verkehre ihren unverkennbaren Stempel auf und traten so sehr in den Vordergrund, d°h ^ Oha"^ ^».l^llwilv^l. ,Ur mterne Fragen sich verminderte. D>e Kurse schwankten heftig und insbesondere waren Devisen Gegenstand einer Speculation von uncemein rasch wsch>^"° ! Gegen «chluß trat Veruhigunz e,n und besserten sich die meisten «urfe. Februar.) """ l.....6b!b ßf.2b z;^1«».«.«.. < -,^ ^ ^ ^ "" U ^ , ,^ ,^ ,^,.' N« ^3^ ' 18^0 '.......!"9- 10i<«k. . I860 zu 100 fi. ... l'6-. N7- ' 1864 ........ 'Wb0 IV1 - Domänen-Pfandbriefe .... I»7 — 1tt7b0 Prilmienanlehea der «ladt Wien 97— 97 50 Douau-Meanlitruligs'Lost . . 10l 50 102 Un«. Eisenbahn-All!..... 99 25 99 b0 Un«. Prän.ien-knl...... 70 — 70 50 «itnn Communal» «lnlehen . 90 00 W7b Aetien »,» V«»le». «Ngl»«««ll........iiy.^ ßO 7b Vullverew........b»— bb — V«tz«»e»eöit«uil«U.....—>- — — »tlb wa« «redltllnstalt........1U7 50 I»8 - «lreditllliftoll, ungnr.....116 50 116 75 Depostlenbanl.......—— —'^- Lscompleanstalt......«35— 645- 8r°nco-«°nl.......N— !1bO Handelsbank........50 — 5« 50 Vllltionoldanl.......bbs — ««0 - 0esl,rr. Bantgesellscheft . . . 149— 150-- Umonbanl ........bü50 2« — «erlehr«banl .......7150 72b0 «cttn» »<« tr«»ep«rt-Nnter»eD- «^«lb w«e Nlfilld-Vahu........,0, - 102 — KarlLudwig.Vahn.....IliZeo 1^875 2)olllln»DllNiPschiff. »Glsellschaft 200- Ü< 5 — Llisabelh-Wtfibahn.....I50K0 1t>1— Lllsalieth.Vahn (Lmz-Vudweif« Strecke).........—— - — ßerdiuands-Nordbahu . . . i?5h— i?«0 -Franz. Joseph - »ahn .... llip- ,«>'^ ^mb..l,«n..I»ffY-Vahn . . 1^4»— I8<»'— Ll»yd.Oeslllsch.........»24— 837 — Otpnr. »ivldwtßbahn .... I8ti - Illd bU Gell, V«e «,idolf«-V«>hn....... N<.. 1,6 Eta°t«bahn........ 2«2 268 — Südbahn......... ?l 25 917h Theiß-Vahn........ 191 — 192 — Ungarische Nordostbahn . . . 100— j0l — Ungarische Oftbahn..... 85 — 26«- Tramway-Glstüsch. ..... 86 — 97 — V«n«eseNsch«fte». «llg. »sterr. Vaugesellschaft . . —»- —-— Wiener Vaugesellschaft..... - «— - — Pfandbriefe. «llg. »sterr. Vodencredit . . . 1017b 102 — dt°. in 33 Jahren 89 - HU 25 slationalbanl ». l»..... 9? — l»7 !i5 Uug. «ooencredit...... 84'00 84 70 Prwritlte». «lisabeth.-«. I. «m..... «9 «l V0-- sserd.-«ordb.«S....... 101-80 10« 10 Hr»nztIoslph-V....... 94 — 94«b »°l. «arl«Ludwiu°«., 1. «n>. . 36-?b »7 — QeUnl. «ordw«ß.V..... lss'N bl^— Siebenbürger......- H^ 1^ Staolsbahn......- - ^,?b l^ Sübbahn i b«/......- g^ ^./ Südbahn, Von«.....' fi2'^- Ung. Ostaahn......' tg Priv«tl«se. ^.^A i lredlt'L..........,8 - « «ud°lfe-L......- ' ' ^b > Ang«bur«........ f.« 10 ßß b ssranlfurt........ h«'l0 ^^ London......... 4715 > Pari« <....... l Aeldsori". ^,,.. ,^ Gelb 5 ft. 6" l Ducalen ... - bsi" ^' » « K ! ,iapoleon«d'°r . . ""^ , b» " «o ' P«euß.««sstVsch«ne 58,.?« -^3.^ Gilber ... - /.^I_5^ ^«geU» Z «rainische «rnnb^afw^o^ ^