Fltitag, 29. September 1899. Jahrgang 118. Macher Zeitung. «»Mbil^'"p«l,: Mt P°slv,r«lnbun»: «cmMhrh sl. lü. halbjilhr!« ,l. 7 50. Im «lomploli: "k'ne än,,.',."" bl>0. ssür d <«!,!>elh°Iu»«en per Zell, » lr V!e «Uaib. Z»g, sljchf!»t lügKch, mit «>,»nabm< der Gönn» unb Y,l«1««e Di» >h«l»lftl»N»» befindet sich oi> von « bt« «0 Ubr »«» «itta«». Uofranlitll, Ul!,ft wtld,« nicht »noenommen, Vlanujrrlpte n!chl zuriutgesttlll. Mit 1. October bes'nnt ein neues Abonnement aus dir 2 Laibacher Zeitung. « nver'« ^^ " umerations ° Nedingungen bleiben rändert und betragen: wNh? ' ^3 l>. - lr. ganzjährig . . „ st. - ,r. "°n«tlich ^ ' ? " ' vierteljährig . » . 7» . "< - . » » «z » monatlich... — . »» « ^°nn/.,t!n Zustellung ins Haus für hiesige "rn len per Jahr 1 Vulden. porwf^l .?^^^r3numerallon« - Veträge wollen '"l lugrsendet werden. -z^^^Is' u. Kleinmayr K Fed. Kamberg. Amtlicher Theil. AlleltM.?/ '' ""b l. Apostolische Majestät haben mit Agenden !/?u"öeichllctem Diplome dem mit den '"«Man « ^neral-Nau-Ingenieurs betrauten Feld-bes Zrd^^""" Maximilian Woat als Ritter lniihbeit ^ der "fernen Krone dritter Classe in Ge-digst in ^"s.^ensstatuten den Ritterstand allergnä-"'» zu verlechen geruht. ?llerh^') und l Apostolische Majestät haben mit beni H^, r. ^lchlleßung vom 10. September d. I. Matthias Sorli in Laibach 2"tidiast ,.. V? ^ratter eines Postamtsdirectors aller- U" zu verleihen geruht. Di Pauli w. p. ^in^w d^n°^'^ ber k. k. Finanz-Direction für iun, CaNi.,. "^ahlamts-Offtcial EmanuelIofin Johann («""^ber ^- »tangsclafse, die Assistenten cialen in !^ v ""b Valentin Dolenec zu Offi- !'"n»spraktikant.n c?°"9sclasse und die Finanz-Rech- 'rno st e r ..Z^"ö Bregant und Milan P a - ben, l t n.^ Wstenlen in der XI. Rangsclasse bei ' l- «andeszahlamte in Laibach ernannt. '/."bel lU^^?^blatte zur «Wiener Zeitung, vom 27. Sep. *"l«erzeugllis ^r. b ,mA'^ ^ultstiibüne. vom !i1. September lUiw. "er 18^ "lahrlnger Vezirls.vlachrichten. vom Ib. Septem. Lt> Nr. 18«'^"° ^^""" vom 21. September 1899. ^umift i89 und 71 M" w^ °"f den Gedanken, die e>"gen u «,^ c.«°V """ ""nut und Ent- "wickelt hatte ?»^^" ""' seltener Schönheit zu bringen und UlH ^ Wachen 'als schlimmster deinen Mm beil "^enen - es ward ihr und ^?w^s^^uf dem Sclavenmarlt aus-? He Summe w'h" ^""heit bezaubernd, und eine W sie g"2 3^ "°" "«em chinesischen General "°" der LN^'eser. «n sehr reHr Mann. wurde "VM kr ,ungen Schönheit immer mehr bestrickt und eines Tages entschloss er sich, die junge Sclavin zu adoptieren und ihr eine hervorragende Erziehung angedeihen zu lassen. Der Zufall wollte es, dafs, nachdem die Erziehung des Mädchens beendet, das sich indessen zu einer Schönheit ersten Ranges entwickelt hatte, der General an den kaiserlichen Hof nach Peking kam. Dort erregte feine Adoptivtochter geradezu Aufsehen und namentlich der Beherrscher des Himmlischen Reiches fand Wohlgefallen an ihr. Nach echt chine-sischer Sitte bot der General das Mädchen seinem Herrn und Gebieter zum Geschenk an, wofür er natürlich vom Kaifer mit Ehren und Geschenken überschüttet wurde. Der Kaiser erhob das junge Mädchen bald zu seiner Gemahlin und obgleich sie ursprünglich erst als zweite Gemahlin rangierte, wusste sie sich doch bald die Stellung einer «ersten» Gemahlin zu erobern. . ^ ., . Nach dem Tode des Kaisers ließ dle Ka,serm-Witwe, welche nun vollständig die Regentschaft übernahm, ihren Neffen zum Kaifer proclamieren. S»e gab dann vor einigen Jahren die kurze Neit aus den Händen, ader memand dilrfte noch j veraesien haben, wie die von einem Ehrgeiz großen N befeelte Frau dann wieder die Staatsgeschafte an sich gerissen hat, welche sie, im ganzen genommen, nun seit fünfzehn Jahren führt. . ^,. ^ . So recht hat die Kalserm. Wltwe dem Mften Kaiser nie freie H«nd gelassen, und als es hich. M ihn eine Gemahlin auszusuchen, da übernahm die energische Dame selbst diese Geschäfte und wählte unter den Candidatinnen ihre Nichte. Die hervorragendste Herrscherin, die China je besessen, muss sich freilich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die Staatscasse zu stark in Anspruch nimmt. Mit größtmöglichem Luxus umgibt sich nun allerdings die kaiserliche Dame und es ist schon möglich, dass sie etwas viel Geld braucht. Ihr Hoflager fetzt sich allein aus nicht weniger als 3000 Officieren und Palastdienern zusammen, 800.000 Mark braucht sie jede Woche zur Bestreitung der Kosten ihres Hof-Haltes. Thatsache foll es fein, oafs sie sich aus Geld-Nöthen fchon öfter durch Verleihung von Orden und Titeln geholfen hat. Trotzdem aber muss man, w»e gesagt, anerkennen, dass sie eine Frau von seltener Intelligenz und eine für chinesische Verhältnisse hoch-gebildete Frau ist. Sie ist geistreich und würde selbst europäischen Hofkreisen zur Zierde gereichen, da sie auch gesellschaftliche Vorzüge besitzt, denn sie ist zun, Beispiel eine vorzügliche Pianistin, und die von ihr gemalten Bilder haben künstlerischen Wert. Die Lieblingsbeschäftigung der Kaiserin ist an sich schon aber so außergewöhnlich, wie die ganze Persönlichkeit selbst, geradezu frappierend aber, wenn einer bedenkt, dass es sich um eine Frau und noch dazu um eine von 63 Jahren handelt. Die Kaiserin-Witwe ist nämlich sine leidenschaftliche — «Ring-lümvsenn'. Laibacher Zeitung Nr. 223. 1764 29. SeptemberM^ kann, dass die Bande, seien sie nun rein politischer oder lirchenpolitischer Natur, welche Egypten mit der Türkei verknüpfen, noch mehr gelockert werden. Aus diesem Grunde wurde der ökumenische Potriarch in das Palais berufen, woselbst ihm in dringlicher Weise nahegelegt wurde, unter keinen Umständen eine Abänderung des bisherigen Wahlmodus für das Patriarchat zu gestatten. Bei dieser Gelegenheit soll von türkischer Seite darauf hingewiesen worden sein, dass ein Sieg des ökumenischen Patriarchates in dieser Frage voraussichtlich auch eine günstige Rückwirkung auf die Angelegenheit der noch immer nicht endgiltig entschiedenen Neuwahl des Patriarchen von Antiochia haben dürfte, eine Angelegenheit, in welcher bekanntlich die russischen Wünsche mit jenen des ökumenischen Patriarchales in Widerspruch gerathen sind. Wie verlautet, soll das Palais jedoch gerade von russischer Seite in officiöser Weise in seinem Widerstände gegen die in Egypten zutage tretenden separatistischen Tendenzen bestärkt worden sein, vermuthlich in der Voraussicht einer Niederlage des ökumenischen Patriarchates in dieser Frage, eine Eventualität, welche schließlich den russischen Bestrebungen nach Nationalisierung der orthodoxen Kirche in der Türkei — wovon die Patriarchenaffaire von Antiochia ein Beispiel ist — zugute kommen müsste. Aus dem Gesagten wird ersichtlich, dass die Frage der Neuwahl eines griechisch« orthodoxen Patriarchen von Alexandrien in bedeutendem Maße in das politische Gebiet hinüberspielt und aus diesem Grunde ein allgemeines Interesse hervorzurufen geeignet erscheint. Politische Ueberficht. Lalbach, 28. September. Die Informationen der Journale über die Ministerlrise lauten übereinstimmend dahin, dass die Mission Liechtenstein endgiltig gescheitert sei, dass aber auch Baron Chlumecly den Auftrag zur Bildung eines Cabinetes nicht erhalten habe. Es stehe jetzt wieder die Bildung eines reinen Beamtenministeriums im Vordergrunde. Das?« NeueWienerTagblatt» will wissen, dass die Berufung eines solchen Ministeriums soviel wie sicher sei, und zwar eines Beamtenministeriums, das nach seiner Zusammensetzung den Deutschen die Beruhigung bieten soll, dass künftig nicht gegen sie regiert werde. Auch dieses, auf solcher Grundlage ge-bildete Cabinet werde seine Wirksamkeit mit der Aufhebung der Sprachenverordnungen beginnen. Bei dieser Sachlage scheine der endgiltige Abschluss der Krise nähergerückt und dürfte die Cabmetsbildung bis morgen, längstens übermorgen vollzogen sein. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zu» gehenden Meldung dürfte das Parlament am 14. oder 15. November wieder zusammentreten. Die Eröffnung wird durch den König Humbert persönlich mittelst^ einer Thronrede erfolgen, der man mit Rücksicht auf die bestehenden politischen und parlamentarischen Ver« Hältnisse eine ganz besondere Bedeutung zuschreibt. Der erste Kampf der Parteien wird sich anlässlich der Wahl des Präsidenten entwickeln, für welchen Posten seitens der Opposition Zanardelli candidiert wird. während die Regierung und die Majorität ihren Candidate« noch nicht nominiert haben. Bezüglich der Ausschreibung allgemeiner Neuwahlen sei, wie versichert wird, noch keinerlei Beschluss gefasst ^ worden, diese Frage werde dann in Erwägung gezogen werden, wenn durch die Fortsetzung der Obstruction der regelmäßige Gang der parlamentarischen und Regierungsgeschäfte gefährdet werden sollte. Wie aus Petersburg gemeldet wird, veröffentlicht der «Herold» ein Interview seine» Cor-respondenten in Sofiamit dem bulgarischen Ministerpräsidenten und Minister des Aeußern, Grekow, der unter anderem Folgendes sagte: Die amtlichen Petersburger Kreise erweisen uns aufrichtige Sympathien. Wir können uns eine andere Lage der Dinge schwerlich denken. Es ist richtig, dass wir grundsätzlich, durch das Wohlwollen aller übrigen Mächte verpflichtet, nichts thun werden, dasselbe zu verscherzen. Gleichwohl sieht Bulgarien in dem Schutze Russlands die beste Bürgschaft seiner Entwickelung. So selbständig wir auch sind und bleiben, kommt doch unserer politischen Consolidation ein Rückhalt Russlands wesentlich zugute. In Warschau hat vor wenigen Tagen in Gegenwart des russischen Kriegsministers Kuropatkin die Eröffnung der neuen Warschauer Cadettenschule stattgefunden. General Kuropatlin hielt bei diesem Anlasse eine Rede, welche von den russischen Blättern sympathisch begrüßt wird. General Kuropatkin sagte, die Aufgabe des Officiers sei, nicht nur im Kriege, sondern auch in Friedenszeit dem Vaterlande zu dienen. Die Cadettenschule müsse daher ihre Zöglinge in den Grundsätzen der Liebe und der Achtung vor dem Volke, dem sie angehören, erziehen. Dazu genüge das Militär-Reglement allein nicht, sondern dazu gehöre auch Herzensbildung. Die Eadettenschule müsse bestrebt sein, in den Zöglingen das Gefühl der Selbstachtung und der Menschlichkeit zu entwickeln, um aus ihnen nützliche Diener des Vaterlandes und des Thrones zu machen. Der englische Staatssecretär des Innern, Ridley, hielt m Blackpool eine Rede, in welcher er erklärte, dass, falls England zum Kriege mit Transvaal gezwungen wäre, dies nicht wegen der Suzeränität oder des Stimmrechtes, sondern um den Beschwerden der Uitlanders abzuhelfen, geschehen würde. Die britische Regierung habe während der Verhandlungen eine höchst versöhnliche Haltung eingenommen. Aber die Regierung habe die Hand an den Pflug gelegt und beabsichtige nicht, umzukehren. Tagesneuigleiten. — (Die Touristen un fälle im heurigen Sommer.) Nach den Zusammenstellungen eines Züricher Blattes gab es im heurigen Sommer 72 schwere Touristen-unfülle in den Alpen. Die Zahl der Opfer der Berge beträgt 6? Todte und 31 Verwundete. Von den letzteren dürften einige noch nachträglich gestorben sein. Die Zahl der Verunglückten in den Schweizer Bergen beträgt 61, auf Tirol und Naiern entfallen 37. Mit vier Todten auf einen Schlag steht in diesem Jahre die Dent Blanche im Canton Wallis in der traurigen Statistik obenan. — (Neugierige Thiere.) Die Neugier ist das einzige rein geistige Element im Seelenleben der Thiere. Wie das Kind durch neugieriges Aufmerken zuerst das Erwachen inneren Lebens zeigt, so verräth anch das Thier durch die Neugierde, dass es den Geg" ständen der Umgebung mehr als rein instiMlo Interesse entgegenbringt. Als die neugierigsten ^'' nennt Scheitlin neben dem Affen: Hund, Ziege u Nachtigall; die Neugier ist jedoch auch bei anderem " lhier hoch entwickelt. Eimer erzählt, dass die », " er auf Rottum zeichnend vor seinem Skizzenbucy 1^ die Weide verließen, sich um ihn herumstellten uno ' weit vorgestreckten Hälsen genau aufpassten, was er ' Neugierige Pferde hat Anschütz in einer M" Photographie wiedergegeben. Während der Py""^ darauf am Boden kniend mit seinen Gerathen beM » ist, hat sich eine Schar frei weidender Pferde zu ^ herangedrängt und verfolgt gespannten Blickes jede,r Bewegungen. Ungemein neugierig sind die V^el. .^ man der Kohlmeise irgend einen fremden GegeMnu das Bauer, hüpft sie sofort herbei, dreht und "Ml ^ nach allen Seiten und hämmert mit dem ^a? darauf los. Der Star steckt seinen langen Schna^ ^ jedes Loch, das ihm der näheren Untersuchung w" scheint. Rey besaß zwei Karolinasittiche, die A" A" heit wegen frei zum Fenster ein und ausfliegen ou, ^ Natürlich erregten die Ausländer große Verwunde"''^ der heimischen Vogelwelt. Ein Sperling war 1" blufft über die bunten Fremdlinge, dass "länge« ^ wie gebannt den einen Papagei verfolgte, sich s..^te. setzte und die seltene Erscheinung unverwandt ani. ^ Auf noch höhere Entwickelung lässt die ""g« schließen, wo sie sich nicht bloß dem einzelnen s« Gegenstand, sondern überhaupt dein Leben und ^ ^ der Umgebung zuwendet. So hat SchopeMU" ^ neugierige .„ Tänzerin, die sich dann von Pezon als Thierban"» ^ ausbilden ließ, ist von mehreren friedlichen Bewohn"' ^ Boulevard des Vatigeolles verklagt worden, ww > ^ ihrer Villa etwa dreißig Gästen ein Festessen gab, "" ^ etliche Löwen — nicht Löwen der Gesellschaft, 1 ^ vierfüßige Löwen — anwohnten. Das Essen da"" ^ ganze Stacht, und die Löwen gaben ihre Zui^ ^ durch ein mark- und beinerschülternoes ^ «^Hba? Die in ihrer Nachtruhe gestörten Bewohner d" -""A^ Häuser konnten sich natürlich nicht denken, dass °^ ^ in Gesellschaft von wilden Bestien speiste, "«° H„ digen ill ihrer Klageschrift ganz einfach die zwe" ^^, Gäste der Thierbändigcrin, während einer ganzen ^ «wie wilde Thiere gebrüllt zu haben». "^ ^Mft Gäste ist diese Annahme gerade nicht sehr sch""^,.) — (Die «Gefahren, der dritten^«,^ Dr. Maclagan, Erzbischof von York, fährt nut " ^ dritter, alfo letzter Classe in England, und da «" ^ Gesellschaft gelegentlich gemischt. So musste " .^ sein Coups mit zwei betrunkenen Kerlen theilen; e«« .^ Vetrunkenheit ist aber noch eine Nummer stelser „ andere. Plötzlich fällt es dem einen der beiden >' ' ^, Phantasien ein, ihn, sei eine Fünfpfundnote wegg" . ,lgl einer der Mitreifenden müsse sie haben. Und " ,.lchos die Taschen der Nachbarn zu revidieren. Dem ^" ^ wurde schwül, denn er hatte eine Fünfpfundnote ^ Fie Marquise. Roman von «mil« «ichebsnrg. Autorisierte Bearbeitung. (42. Fortsetzung.) «Selma!» stieß die Unglückliche auf dem Strohlager aus. «Du bist wirklich gekommen! O, wie danke ich dir dafür! Doch es ist vielleicht ebenso wichtig für dich, wie für mich selber, dass ich dich zu mir rief, da ich nicht zu dir gehen konnte. Vor allem aber sage mir, dass du mir das verzeihst, was ich längst von ganzem Herzen bereuen gelernt habe!» Selma überwand sich selber und trat an die sie also Anflehende heran. «Wenn du wahrhaft bereust», sprach sie zu ihr, «so wird dir Gott verzeihen. Warum sollte da nicht auch ich es thun? An dem einmal Geschehenen ist ja ohnehin nichts mehr zu ändern. Und außerdem — das Glück der Gegenwart und Zukunft tilgt allen Schmerz, den die Vergangenheit für mich birgt.» «Du bist glücklich?» forfchte jene. «Ja», antwortete Selma, «und zwar in meiner Tochter — in dem Kinde, das einst mein Unglück und nun mein Glück geworden ist!» Die Kranke schwieg minutenlang; dann sprach sie: «Ich habe dich zu mir gerufen, weil ich mir sagte, dass ich meine Schuld nur sühnen könne, wenn ich gleichzeitig den Schuldigen der Vergebung — dir überantwortete!» «Du weiht, wer und wo er ist?» rief Selma heftig erregt aus. kbl.'N.?."h' ^*«" sehr reich ist und in Paris ^>. v«5«tz»« kn«. .S«in Name ift August Blaireau.. «Und du kennst seine nähere Adresse nicht?» fragte Selma. «Nein, ich nicht!» erwiderte die Daliegende. «Aber der, uon dem ich selber dies alles jetzt ersterfuhr, lanu dir gewiss Auskunft geben — Jean Renard!» «Er ist dir also treu geblieben?» forschte Selma. «Treu!» seufzte die Kranke mit mattem Lächeln. «Wie man's nimmt! Nach mehr denn fünfzehn Jahren entsann er sich meiner jetzt. Ich weiß nicht, wie er meine Adresse erfahren hat. Er kam jedenfalls, um mich zu befuchen, und fagte mir dann, was ich dir mitgetheilt habe.» «Und wo — wo ist er jetzt?» fragte Selma erregt. «Wo könnte ich ihn finden?» «In Sövres, wo er in einem alleinliegenden Hause für Blaireau Kerkermeisterdienste versieht», ent« gegnete die Leidende. «Dort auf dem Tisch liegt ein Papier mit der genauen Angabe des Ortes.» Selma nahm das Blatt an sich und nachdem sie der Kranken noch Trost zugesprochen und dieselbe reich beschenkt hatte, bot sie derselben Lebewohl und entfernte sich hastig. Um die Mittagsstunde des nächsten Tages pochte sie unerschrocken an die Thür des verlassenen Hauses in Sevres. Nach wenigen Minuten fragte eine rauhe Stimme, wer da sei. «Ich bringe Nachrichten von Sophie!» antwortete der draußen Stehende. Der Name seiner einstigen Geliebten verfehlte seine Wirkung auf Jean Renard nicht; er öffnete; als er aber eine Fremde vor sich sah, verfinsterte sich sein Gesicht. «Sie kommen von Sophie?» fragte e trauisch. ^ nlicb «Ja!» antwortete Selma. «Erkennen A^n!' denn nicht, Jean Renard? Ich bin Selma " ^, «Selma Lebrun!» wiederholte er nut o^ ^,, drucke der Erinnerung. «Und was wollen ^ hier und von mir?» Selma sah den Elenden durchdringend a". ^ «Ich bin hierhergekommen», sprach >' ^" Auskunft von Ihnen zu fordern über Iy"« " -August Blaireau l» ..^ Renard warf einen fcheuen Blick um l^- ^. «Nicht hier!» fagte er plötzlich he's" «"" «Folgen Sie mir ins Haus!» ^ ^H er i" Sie that es, und drinnen angelangt, !p">v völlig verändertem Tone: . ,„M vo" «Nun erklären Sie mir, was Sie eigen"" mir wollen!» ,, „ Aber Selma lieh sich nicht einschüchter"' g„ «Ich meine, ich sagte Ihnen das deu "I" M sagte sie. «Ich möchte von Ihnen Auskunft y"" Ihren ehemaligen Freund August Vlmreau.' ^B «Und ich sehe gar keine Veranlassung. , ^< diese oder irgendwelche Auskunft fönst zu ge" das er. «Ich wusste wirklich leinen Grund oa, z^ thun zu sollen. Es sei denn, dass Sie G"o erpressen wollten.» ^ ,^. '^ «Alles andere als das!» entgegnete Vem> bedarf seines Geldes nicht!» . stecken"' «Wozu wollen S« denn Blmreau ll" " forschte er scharf. (Iwsetzun, sohl.) Hibacher Zeitung Nr. 223____________________________________1765____________________________________ 29. September 18W. lnm !' "'^ >'^ eine unangenehme Situation aus, " "l °ber schnell auf den rettenden Gedanken, Schlaf «" yeucheln. Der Betrunkene naht sich: «Hallo, Nachbar!» lckM l"" ^"lwort. Der Mann fasst ihn am Arme und Ml ^"U- Er schläft ruhig weiter. Der schüttelt und Eck' A °b" Dr. Vtaclagan schläft wie ein Todter. » ^ legt sich der Kamerad des Schüttlers da-frle^ .' '^"" ^", UM, lass den Mann endlich zu-ist a?« ^"^^ du denn nicht, dass der noch besoffener das« ! ^"6 war einleuchtend, und so kam es, enal'l^" ^"" ber gründlichsten Vetrunlenheit einem 'UNI^en Erzbischof einmal förderlich gewcsell ist. auf d.« ^!"^ hübsche Neuerung) in Bezug Couver« .^"'"arrangement bei großen Diners oder der 3 c ^°^ ^em von einer tonangebenden Dame ^ pariser Gesellschaft eingeführt worden. Die Comtesse »roke I- l', ^""ert lhre Gäste nicht mehr an eine einzige decors ' ^°"^"" ^cifst in dem reich mit Blattpflanzen sechs?" Speisesaal mehrere kleinere Tische zu vier bis speciell, ^ decken und bestimmt für jeden Tisch eine °us d- '^npräsidentin'. Dieser Dame liegt es ob, wäblen - " der Geladenen diejenigen Personen zu tinfacko m!" denen sie am besten harmoniert. Auf diese Wick? -s ^ ist die Wirtin der oft recht peinlichen »hm sein A^"' jedem Gaste den Platz anzuweisen, der an d, ? "^ ^emäß gebürt und der ihn nicht etwa einem ^ von Personen führt, die ihm aus irgend ä'koim u"Wuvathisch sind. Die «^»iäcinte Win l-^' ^"'^ dafür, bass nur Leute, die sich gegen-sihen l" "'^"'' °" "nen und denselben Tifch zu beselig..?.'"«?' ""b bie vielgcplagte Gastgeberin hat das Wen n'"^ci", d"is ihre Besucher sich gut unter-Geleaens ." Decoration dieser kleinen Tafeln bietet der n. ?. r ä" mannigfaltiger Abwechslung. An Stelle des Gas! . ? ^laischen Menukarte mit dem Namen besonder, ni" dieser ei" "eines Sträuhcheu seiner Convert . "^lingsblume auf dem siir ihn bestimmten sorte aelci ^^e ^"^l ^ '"^ einer anderen Blumen-steht da? >?' ^" gegenwärtig herrschende Mode be-«Äuirla.lk?"' ^^^ ""^ "uer graziös gewundenen "it den f' ""geben und einige hohe schlanke Vasen wendet n. ^ ^^" ^^^n zu füllen. Mit Vorliebe ver-EhMantt augenblicklich Rosen, Orchideen, Nelken und ze^en 3,7!",,Jede Ehrenpräsidentin trügt als Ab-zierlich^ m " ^ "" ^er Brust oder im Gürtel ein denen die s"^""' ^ dieselben Vlulnen ausweist, mit Diese wirll ^"5 ^^'" ""vertraute Tafel decoriert ist. ahmung.es /^ ^"bfche Mode hat bereits viel Nach- ^tatttn^'l" "'erlwürdige Shakespeare-iuftande «.l, ??! ^"^lich ein zahlenwüthiger Engländer Dichters a f 3 ^^ ^^ die sämmtlichen Werke des Norle und », /c ^"öahl der darin enthaltenen geilen, hallenen N ^"^'^ben hin untersucht und dann die er-2" dem lk! s?k untereinander verglichen. So kam er lpeares der ? ' dass das längste der Werke Shale-Irrungen .^""^t. und das kürzeste die «Komödie der ll'«"ausaab. ^^Ü'""' enthält in der englischen Ori-^0.050" N ^ feilen oder 29.482 Worte oder Brunnen. ^"ben, während die .Komödie der 57.514 N..^l^^ feilen oder 14.438 Worte oder ^53 Nett... ?. ^"' Das ergibt eine Differenz von Da« zwe 3' ! "^^ Worten oder 02.530 Buchstaben. Cleopatra" "'t. ^°"'° Shakespeares ist «Antonius und "odie oe/cv "h"nd «ls kürzeste Werke auf die «Ko-keilen illi^en. folgen: «Der Sturm, mit 2063 beth» mit ?i^°"k" "ber 65.144 Buchstaben; «Mac-^uchstabc,,.^ feilen, 16.546 Worten oder 68.141 ^'^? M_ , """nernachtstraum. mit 2175 Zeilen, beiden Verm.,l °der 05.125 Buchstaben und «Die ^434 N^'"' "it 2293 Zeilen, 16.942 Worten oder " Erneuerung des Oauk-Priuiiegiums. ^ (Schluss.) 3"ls sil/''^"nzicllen Leistungen, welche die Bank als n/Member 1^""^"""» des Privilegiums bis ^"'en n,..s/ ,«" (beziehungsweise 1907) auf sich >fähr 151',^" in erster Linie die Abschreibung von ^' Billionen ^.'?i°""! ^""en "°" der noch rund ^ '"es an ".' ^dm betragenden Darlehensschuld des «>'. W°dl.rck i??1 "°" ursprünglich 80 Millionen .. l' Die Vs^l^be °uf 60 Millionen Gulden herab- ^nehmen ^ ^" ^"^ ^"^ Reservefonds ^ ^lli!?len 2 ^' ^^'"U"» a" die Bank weitere 2 '" ""durch die Schuld herabsinkt. Eine weitere ^"legiums '«^^" d ""W'd der Dauer des neuen » °" Staatsvern s^^ "°"' ^r Gewinnantheil der ,^^'eibuna ^"7""!l?e.l '"rd demnach nicht mehr zur ^'Verh^ verwendet, sond rn k^tsgeI^ der Geschäftserträgnisse in den beiden Littet. "' °" d»e betreffende Regierung bar ab- die Bewilligung ertheilt, "^n. u/^'°nen Gulden ihrem Reservefonds zu ent-den Nominalbetrag kr «lc ien von S"0 auf 700 Gulden ohne Einzahlung der Actionäre zu erhöhen und dadurch ihr Actiencapital von 90 auf 105 Millionen Gulden zu bringen. Die Regierung sichert sich das Recht, die Bank nach Ablauf des Privilegiums gegen den schon jetzt vereinbarten Preis von 760 Gulden für jede Actie, demnach gegen Erlag eines Capitales von 114 Millionen Gulden zu übernehmen. Der Antheil der beiden Staatsverwaltungen am Reingewinne beginnt nicht wie bisher bei einer 7procentigen Verzinsung des Acliencapitales, sondern schon nach einem 4procentigen Präcipuum zu Gunsten der Actionäre und beträgt nach Erreichung dieser Quote und Dotierung des Reservefonds mit 10 pCt. und des Pensionsfonds mit 2 pCt. vom Reste die Hälfte und zwei Drittel jenes Gewinnes, welcher nach 6 pCt. erzielt wird. Die Noten der Oesterreichisch-ungarischen Bank dürfen auf leinen geringeren Betrag als fünfzig Kronen lauten. Die Bank wird jedoch übcrgangsweise gegen Einziehnng der noch umlaufenden Staatsnoten zu 50 fl. und zu 5 sl. bis zum Höchstbetrage von 160 Millionen Kronen Banknoten zn 10 Kronen ausgeben. Desgleichen wird der Bank gestattet, von dem Zeitpunkte der obligatorischen Rechnnng in Kronenwährung (1. Jänner 1900) bis znr Aufnahme der Barzahlungen auch auf zwanzig Kronen lautende Banknoten unter den statutenmäßigen Bedingungen auszugeben. Die Bank wird verpflichtet, fiir Rechnuug jeder der beiden Finanz-Verwaltungen Gelder zu übernehmen und bis zur Höhe des betreffenden Guthabens Zahlungen zu leisten. Auch ist die Bank verpflichtet, auf Verlangen und für Rechnung jeder der beiden Regierungen an den dazn bestimmten Aanl-Cassen Verwechslungen vorzunehmen. Für ihre diessällige Mühewaltung hat jedoch die Bank leinen Anspruch auf Commission und Ersatz der Kosten. Schließlich ist noch zu bemerken, dass der Betrag der präcludicrten (einberufenen, jedoch nicht zur Einlösung gebrachten) Banknoten, welche auf Kronenwährung lauten, zu Gunsten der beiden Staatsverwaltungen verjähren. Die wichtigsten organisatorischen Aenderungen, welche das neue Bank-Statut verfügt, sind folgende: Der Generalrath der Oesterreichisch-ungarischcn Bank besteht nicht mehr aus 15, fondern aus 17 Mitgliedern. An der Spitze desselben steht der von der Krone ernannte Gouverneur, jedoch uicht mehr mit lebenslänglicher, sondern bloß mit fünfjähriger Functionsdaner. Jeder der beiden Finanzmiuister ernennt einen Vice-Gouverneur und einen Vice-Gouverneur-Stellvertreter, ebenfalls nur auf fünf Jahre; doch sind alle diese Functionäre wieder wählbar. Die zwölf Gencralräthe werden von der Generalversammlung gewählt. Neu ist die Bestimmung, dass auch außerhalb der Generalversammlung stehende Personen, wenn dieselben, abgesehen von» Actienbesitze, die erforderliche Qualification besitzen, gewählt werden können, es müssen jedoch je sechs Generalräthe österreichische und sechs Gencralräthc ungarische Staatsangehörige sein. Von der passiven Wählbarkeit ausgenommen sind die Dircctorcn anderer Finanz- und Crcditinstitnte, während bisher auch deren Verwaltungsräthe hievon betroffen wurden. Die Generalversammlung muss statt in Wien in Budapest abgehalten werden, wenn mehr Actien in Ungarn als in Oesterreich hinterlegt wurden. Als Vollzugsorgan des Generalrathes fungiert der Gcneralsecretär. Im Namen und unter Aufsicht des Ge» ncralrathes fällt ihm, als obersten Beamten der Bank, die Oberleitung sämmtlicher Geschäftszweige zu. Der vom l. l. Finanzminister ernannte Vicc-Gou-ucrncur, als Vorsitzender, dann der österreichische Vice-Gouverneur-Stellvertreter und die sechs österreichischen Gencralräthc bilden die Direction in Wien; der vom lön. ungarischen Finanzminister ernannte Vice-Gouver» ncur als Vorsitzender, der ungarische Vice-Gouverneur-Stellvertreter und die sechs ungarischen Generalräthe bilden die Direction in Budapest. Jeder der beiden Dircctionen ist als Referent ein Oberbeamter, welcher den Titel Centralinspector führt und der zugleich Mitglied der Gcschäftslcituna. ist sowie das weiters erforderliche Beamten- und Dienerpcrsonale beigegeben. Beide Regierungen ernennen einen Commissär und einen Stellvertreter desselben, welche die Organe sind, durch die sich die beiden Staatsverwaltungen die Ueberzeugung verschaffen, dass die Banlgescllschaft den Gcsctzen und Statuten gemäß sowie in Uebereinstimmung mit dem Staatsinteresse vorgeht. Von dem den Regierungscommissären zustehenden Einspruchsrechte sind nur die Beschlüsse über die Festsetzung des Zinsfußes, die Berichte an die Generalversammlung sowie die Personal-Angeleaenheiten ber Bank« bediensteten, insoweit es sich hier nicht um eine Aende-run„ des Systems der Dienstesbezüge und Pensionen bandelt, ausgenommen. Vor Ernennung der Censoren durch d,e zuständige Direction werden nicht nur wie bisher die Handels- und Gewerbekammern, sondern auch die betreffenden landwirt-schaftliche» Corporations einvernommen. Von den übrigen meist formalen Aenderungen sei nur noch des künftigen Siegels der Bank Erwähnung gethan, in welchem der kaiserliche österreichische Adler und das Wappen der Länder der ungarischen Krnne ohne Verbindung nebeneinander sowie die Firma in beutscher und ungarischer Sprache als Umschrift geführt wird. 1°. Local- und Promnzial-Nachrichten. — (Zur Weinbaucultur.) Das t. t. Ackerbauministerium hat angeordnet, dass die weinbautreibende Bevölkerung in den von der Reblaus befallenen und bedrohten Gebieten, für welche der Rebenbertehr freigegeben ist, den Bedarf an amerikanischen Unterlagssorten, soweit sie denselben aus den Vorräthen des genannten Ministeriums in der Culturperiode 1899/1900 zu decken wünscht, bis 10. November d. I. bei den Gemeindeämtern anzumelden hätte. Wo man, wie im Wipftacher Thale, die Neben noch in den ersten Wintermonaten zu erhalten wünscht, haben die Anmeldungen bei den Gemeindeämtern bis längstens 1. November 1899 zu er-folgen, da die nach diesem Termine einlangenden Gesuche nicht mehr berücksichtigt werden. Die näheren Auskünfte und Bedingungen über den Rebenansftruch, Wie Preise lc., werden die Gemeindeämter ertheilen. —o — (Militärisches.) Der Oberst Rudolf Maresch, Commandant des Divisions - Artillerie-Regiments Nr. 7, wurde auf sein Ansuchen in den Ruhestand verseht. An seine Stelle wurde der Oberst-lieutenant Eugen Franc! ernannt. — Uebersetzl wurden die Oberlieutenante Karl Marti netz des Infanterie-Regiments Nr. 97 in den nichtactiven Stand des Land-wehr-Infanterie-Regiments Brunn Nr. 14 und Bilitar Szlavil des Feldjäger-Bataillons Nr. 19 in den nichtactivrn Stand des Landwehr-Infanterie-Regiments Klagenfurt Nr. 4. — Ernannt wurden zu Assistenzarzt-Stellvertretern anlässlich der Ableistung der zweiten Hälfte des Präscnzdienstes die Einj. - Freiw. - Mediriner, Doctoren dcr gcsammtcn Heilkunde: Hermann Trunk dcs Infanlerie'Rcgimcnls ^'r. 7, Heinrich DiGasper 0 des Infanterie-Regiments Nr. 17 und Emil Com is so des Infanterie-Regiments Nr. 97. — (Die lrainische A e r z t e l a m m e r) wird am 6. October um 5 Uhr nachmittags eine Kammer-sitzung mit folgender Tagesordnung abhalten: I.) Mittheilungen des Präsidiums. 2.) Ueber die einheitliche Regelung des ärztlichen Honorars in den Sanitäts-districten (Dr. P. D e f r a n c e s ch i). 3.) Ueber einen Eingriff in die Rechte eines Districtsarztes (Dr. Arl 0). 4.) Ueber die neue Todtenbcschauordnung (Dr. Marolt). 5.) Die Tagesordnung des österreichischen Aerztelammer-Tages am 14. und 15. October. 0.) Eventuelle Anträge. — (Sanitäts - W 0 chenbericht.) In der Zeit vom 17. bis 23. September kamen in Laibach 20 Kinder zur Welt, dagegen starben 20 Personen, und zwar an Diphlheritis I, Tuberculose 3, infolge Schlagflusses 3, infolge Unfalles I, durch Selbstmord I und an sonstigen Krankheiten 11 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 7 Ortsfremde und 8 Personen aus Anstalten. Insectionslrantheiten wurden gemeldet: Scharlach 1 und Diphtheritis 3 Fälle. — (Sanitäres.) In den Gemeinden Hönigstein und Wrußnitz, politischer Bezirk Rudolfswelt, ist die Masernlrantheit epidemisch ausgebrochen. Zur Hinlan-haltung der Ausbreitung derselben wurden alle sanitätspolizeilichen Maßregeln getroffen und auch die Schulen in beiden genannten Gemeinden vorläufig auf 14 Tage gefchlossen. —0. — (Impfergebniffe im Sanitäts-Be-zirke Littai im Jahre 1899.) Die im lau-senden Jahre im Sanitätsbezirle Littai vorgenommenen Erstimpfungen und Revaccinationen der Schullinder lieferten nachstehendes Ergebnis: Ungeimpft verblieben sind vom Jahre 1898 146 Schulkinder, zugewachsen sind im Jahre 1899 1147, zusammen 1293 Schullinder. Hie-von sind durch den Tod 48 und durch Auswanderung 8, zusammen 56 in Abfall gekommen. Es verblieben fonach für das Jahr 1899 1237 zu impfende Kinder. Von diesen wurden geimpft mit flüssiger animaler Lymphe 746 Kinder, und zwar mit gutem Erfolge 517, ohne Haftung 3, mit wegen Nichtrevision unbekanntem Erfolge 226 und nicht geimpft verblieben 491. Im Vergleiche zum Vorjahre waren 90 Kinder mehr zu impfen; weniger geimpft wurden 40 Kinder. Ungeimpft verblieben 130 mehr als im Vorjahre. Nebenbei wurden in 17 Schulgcmcinden 4 76 Schullinder theils erstgeimpst. theils revacciniert. Erstimftslinge waren 195. Davon wurden 188 mit gutem, 7 mit negativem Erfolge gemlpft. Wirderimpflinae gab es 281,- von diesen wurden 178 mit gutem Erfolge. 77 ,nit negativem, 1 mtt wegen N.cht-revision unbekanntem und 25 mit nicht ausgesprochenem Erfolge geimpft. Die Lymphe wurde aus der l. l. Imps-Gcwilmungsanstalt in Wien bezogen und war nach den Angaben der einzelnen Impfärzte vorzüglich. Revisionen durch den Amtsarzt wurden im Bezirke nicht vor- genommen. '^' — (Eoncurrenz - Verhandlung) Ueber Einschreiten des Pfarramtes in St. Lamprecht im politischen Bezirke Littai findet zwecks verschiedener an der Kirche und an den Psründengebäuden nothwendig gewordener Reparaturen die Concurrenzverhandwng am 16. October l. I um 10 Uhr vormittags an Ort und Stelle statt. -^k. Laibacher Zeitung Nr. 223. 1766 29. September 1899. — (Vom Noltsschuldieufte.) Fräulein Paula Mühleisen aus Laibach wurde zur Unter« lehrerin iu Rossegg, Kärnten, ernannt. — (Neue Funde aus der Römerzeit in Laib ach) kamen bei den Grundaushebungen für das Iustizgebaude zutage. De« Charakter der Gräber ist der am Vauplatze des Herrn Gr aiser beobachtete, nur haben die meisten durch den Pflug schon gelitten, da das Terrain früher Acker war und die Feldtrume laum 20 bis 30 cm machtiz ist. Der interessanteste Fund war der eines Sarggrabes mitten unter armen Brandgräbern. Man traf im Schotter des Urbodens einen Holzsarg, dessen Holz jedoch total vermodert war; derselbe war mit einem Futter aus Bleiplatten ausgelegt; die Nleiplatten waren mit Eisennägeln an das Holz des Sarges befestigt. Aus den umgebogenen Nägeln lässt sich nachweisen, dass der Holzsarg aus 4 cm dicken Brettern bestanden hatte. Der Bleisarg war 195 «m lang, 55 cm breit und 50 cui tief. Das im Sarge befindliche Slelet war arg vermodert. Der Unterliefer lässt auf ein über 30 Jahre altes Individuum fchliehen, welches die Beigaben als Frau charakterisieren. Einige derselben sind von ganz besonderem Interesse wegen ihrer Seltenheit und Eigenart, abgesehen uom Metallwerte der anderen. Es fanden sich nämlich im Erdreiche, welches den Sarg erfüllte, fol« genoe Gegenstände: Ein Kettchen aus Golddrahtgliedern, 36 cni lang, mit Häkchenverschluss, an den Gliedern stalen kleine echte Perlen; ein goldener Siegelring mit einem Carneol, in welchen zwei Hähne und eine Krabbe eingraviert sind; ein goldener Ring mit einem kleinen Smaragd, und endlich Ueberreste eines goldenen Haarnetzes. Ein Knochenstift ist am Ende ebenfalls mit einem gerifften Goldblech überzogen. Die merkwürdigsten Fund-stücke sind aber zwei Gegenstände aus dunlelrothem Bernsteine, nämlich eine Löwin, welche zwischen ihren Vorderpranken einen Thierloftf hält, und die Nachbildung einer Iakobsmuschel in Naturgröße. Außerdem fand sich das Bruchstück einer Haarnadel aus Bernstein. Von Gefähbeigaben sind ein Neines Salben-slaschcheu und Trümmer einer Henkelflasche zu nennen. Außerhalb des Sarges, in seiner unmittelbaren Nähe, lag zu einer Seite eine Nronzeschale und zur anderen Seite eine Lampe mit dem Stempel c?. VL88I (Fabrik des Caius Dessus). Die Zeit, um welche, oder besser nach welcher die Beerdigung erfolgte, gibt die beigelegte Münze des Kaisers Antoninus Pius (136 — 161 n. Ehr.) an. Das gefundene Münzftüll selbst war i. I. 149 n. Chr. geprägt. Noch ist eines unansehnlichen Fundftückes zu erwähnen, welches im Sarge lag, nämlich einer Nleiglanzstufe, ein Erz, welches in Kram an vielen Orten vorkommt. Die Laibach nächstgelegenen Fundorte find Knapovte und St. Marein. Wir dürften es daher mit der Eigenthümerin oder der Gattin eines Eiaenthümers von Nleigruben hier zu thun haben, welcher man, abgesehen davon, das« man ihren Sarg aus Blei he«ftellte, noch ein Stück Bleierz ins Grab mitgab. — Die löbliche Bauleitung hat den hochinteressanten Fund dem Landesnmseum übergeben. U. Müllner. — (Eine rü«ische Inschrift) wurde jüngst in der Mauer der Ntallung des Herrn Paichl w der Nömerstraße gelegentlich der Abtragung des anstoßenden Hauses des Herrn Baumeisters Zupaniiö bloßgelegt und von dem Herrn Eigenthümer dem Landes-nmseum übergeben. Die Inschrift ist an der Außenseite eines Sarkophages von 89 o»u Länge, 55 cm Breite und 38 om Höhe eingemeißelt; leider ist jedoch der Anfang des Textes abgebrochen. Das Vorhandene behagt, dass die untrüftlichenEltern ihrem verstorbenen Sohne Aelianus die Inschrift widmen. Der Bater nennt sich einen Soldaten der X111. Legion. Müllner. — (Rachenseuche unter dem Rehwilde.) Aus Raibl schreibt man der «Klagens. Ztg.»: Unter dem Nehwiloe herrscht in särnten leider die Rachenseuche, der sehr viele Rehe zum Opfer fallen. In Sleuerberg ob Feldlirchen erzählte mir gelegentlich meines Dortseins ein Iagdinhab«, dass in seinem ausgedehnten und wildreichn! Reviere auffallend viele verendete Rehe gefunden werden. — (Entwässerung.) Nie uns mitgetheilt wird, wurde» die Entwässerungsarbeiten im Kesselthale von Strug, Bezirt Gottschee, am 13. d. M. in Angriff genommen. —o. — (Ruhrepidemie in Graz.) Die Ruhrepidemie, die in der Grazer Reitertaserne in der Leonharostraße zuerst auftrat und die Mannschaft des 5. Dragoner-Regiments so schwer heimsuchte, dass sich das Regiment an den saisermanövern nicht betheiligen konnte, gewinnt noch immer an Verbreitung. In den letzten Tagen trat sie in Besorgnis erregender Weise in der Donünicanertaselne sowie i« städtischen Versorgunas-hause auf. — (Verhaftung eine« Schwindlers.) Unter Bezugnahme auf die unter dieser Spihmarle am 27. d. M. gebrachte Notiz ersucht uns die General-Agentschaft der Versicherungsgesellschaft «Donau» richtigzustellen, dass Tilvefter Weixel aus Marburg weder ««Ureter diese« Gesellschaft ist. noch je lvar. Theater, Kunft und Literatur. — (Verms Gemälde für den Laibacher Rathhaussaal.) Herr Josef Gor up hatte vor Jahresfrist den Betrag von 1000 st. zu dem Zwecke zur Verfügung gestellt, dafs für den renovierten Rathhaus-faal von einem heimifchen Künstler ein Gemälde angefertigt werde, welches die rechte Wand des Saales schmücken sollte. Das Gemälde sollte jenen historisch denkwürdigen Moment festhalten, als der Laibacher Gemeinde-rath Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef I., der anlässlich der Erdbebenkatastrophe im Jahre 1885 die so hart betroffene Stadt besuchte, seine Huldigung darbringt. Mit der Anfertigung des Gemäldes wurde der akademische Maler Josef Germ betraut, der das Gemälde soeben vollendet und seine Aufgabe in glänzender Weise gelöst hat. Der Künstler hat hier eine ganze Reihe gelungener Porträts geschaffen: im Vordergrunde die erhabene Person des Monarchen mit dem Landespräsidenten zur Seite, dann Bürgermeister Grasselli mit dem gesammten Gemeinderath und einigen anderen Würdenträgern. Indem wir eine sachliche Würdigung dieses Kunstwerkes einer gewandteren Feder überlassen, machen wir heute nur die Mittheilung, dass das Gemälde von heute ab im städtischen Rathhaussaale besichtigt werden kann. Eintrittskarten u 10 kr. sind im Magistratsexpedit erhältlich. Der Reingewinn flieht dem Fonde zur Errichtung eines Preöeren-Denlmales in Laibach zu. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Es wird darauf aufmerkfam gemacht, dafs der Vorverkauf für die Eröffnungsvorstellung heute bereits begonnen hat. — («Bühne und Welt») Heft 24 gibt wieder ein Bild von den vielseitigen künstlerischen Aufgaben, die diese Zeitschrift mit Eifer und Geschick löst. Ein amerikanischer Literarhistoriker, A. v. Ende, führt uns durch Neun Jahrhunderte Frauendrama, von der sächsischen Nonne Nosvitha durch die schöngeistigen Salons des XVII. und XVIII. Jahrhunderts bis zur Birch-Pfeiffer, Sand und Rosmer. Wilhelm Kienzl, der Eomponist des «Evangeliuumn», widmet einem anderen Meister der Tonkunst, Johann Strauß, eitlen gehalt- und liebevollen Nachruf. Eduard Reuß schreibt den Epilog zu den diesjährigen Aayreuther Festsftielen, und ein harmloses Satyrspiel dazu liefert Erich Kloß iu feiner Schilderung feuchtfröhlichen Vayreuther Humors. Während der geistreich-eigenartige Anton Lindner mit dem Hausgeist des Wiener Nurgtheaters energische Zwie-sftrach abhält, schildert uns sein Wiener College Paul Wilhelm in reizvoller Pastellmanier eine anmuthige junge Künstlerin, die nicht mit Unrecht «die Hoffnung des Burgtheaters» genannt wird: Lotty Medelsky. Anknüpfend an die denkwürdige Aufführung von Tolstojs machtvoller Nauerntragödie, «Die Macht der Finsternis», im Wiener Raimundtheater gibt Heinrich Stümcke Charakteristik und Inhaltsangabe des eigenartigen Werkes. Max Garr berichtet über die bescheidenen, aber des Interesses nicht entbehrenden Passionsspiele zu Eibeslhal. Die Poesie ist u. a. durch einen Prolog von Felix Dahn vertreten, desgleichen durch die in dieser Nummer zum Abschlüsse gelangende interessante Pariser Novelle, «Ein Narr», von Felix Hübel, welchem jungen Schriftsteller, wie in der «Entscheidung des Preisausschrcibens für Novelletten und Skizzen» mitgetheilt wird, die aus mehreren betanuten Schriftstellern und Literarhistorikern bestehende Jury für eine andere novellistische Arbeit soeben den ersten Preis von 400 Mark zuerkannt hat. — («1^1aniu»lc» Vou tn i !c.,) Die 9.Nummer dieses Organes des slovenischen Alpenvereines enthält die Fortsetzung des Berichtes über eil« Besteigung des Grosz-glockners, die Fortsetzung des Aufsatzes «Auf den Alpen» von Anton Trftenjak, ferner Vereinsmittheilungen. Neueste Nachrichten. Die Eabinetskrise. Wien, 28. September. Seine Majestät der Kaiser empfieng im Laufe des Nachmittags Finanz-minister Dr. Kaizl, Haudelsminister Baron Dipauli, den Präsidenten des Abgeordnetenhauses Abgeordneten Fuchs, die Abgeordneten Iaworsli, Biliuski, Kathrein und Engel. Wlen, 26. September. Mehrere heutige Abendblätter nennen den ehemaligen Ministerpräsidenten Baron Gautsch als zur Cabinetsbildung in Aussicht genommen. Authentisches liegt nicht vor. Wien, 28. September. Die parlamentarische Commission des Polenclubs zog in ihrer heutigen Sitzung die politische Lage in Erwägung und gelangte zur Ueberzeugung, dass, da eine Aenderung des Cabinets auf die politische Ueberzeugung der Parteien keinen Einfluss ausüben kann, der Polenclub fernerhin im Club der Rechten verbleiben werde und gleichzeitig mit Ausdauer die Wiederlehr geordneter parlamentarischer Verhältnisse anzustreben hat. Es wurde beschlossen, den Polenclub für den 10. October zu einer Sitzung einzuberufen. Wien, 29. September. Nach Blätter melduM" habrn gestern die von Seiler Majestät dem »' empfangenen Führer der Majovilätsparteien den ^ druck gewonnen, der Kaiser habe sich für ein Veanm ' Ministerium entschlossen. Einige Blätter, welche gest"' Gautsch zur Bildung eines Beamtemnm'sle'MM designiert hielten, widerrufen heute ihre Meldung Ferner melden die Blätter. Seme Majestät der K"P werde heute auch Vertreter der Oppositiol'spaNl«' empfangen. Der ungarische Reichstag. sOrlgllial-Itltslllinme.) , » Budapest, 28. September. Beide Häuser °e Reichstages nahmen heute die Arbeiten wieder »"> Das Abgeordnetenhaus trat um 10 Uhr zusamm ' Der Präsident verlas ein Allerhöchstes H""^" °",,' mit welchem das Haus vom 12. Juli bis zum yelM Tage vertagt worden war. Das Handschmben w" ehrfurchtsvoll zur Kenntnis genommen und a" Magnatenhaus geleitet. Eine'Zuschrift des W'^ Präsidenten übermittelt den Dank des Kaisers M Glückwünsche anlässlich des Geburtsfestes. Das H" ermächtigt den Präsidenten, anlässlich des MerlM Namensfestes die Glückwünsche zu übermitteln. Verlesung einer Petition, betreffend die Hentz^" beantragt Abgeordneter Kossuth. dieselbe an de" " schuss zu leiten mit der Weisung dringender ^n^ erstattung. Ministerpräsident von Szell erllali , damit einverstanden. Nächste Sitzung morgen. Die Lage in Südafrika. London, 28. September. Die .Times» "" aus Johannesburg: Im Laufe der letzten Nacht w» 4000 Gewehre und eine große Menge SchMu""'^ in das Haus des Iohannesburger Feld - Conles ^ geliefert, die, wie verlautet, heute nachts a» Burgers ausgegeben lverden sollen. ^, „,^, Londo „ , 28. September. «Daily 5M"V" melden aus Capsladt: Die Beweise für oaö ^'"^ einer großen holländischen Verschwörung lM ^„ britische Vorherrschaft in Südafrika häufen 1^ H.t glaubt, dass der Orauje-Freistaat au derselben l>e'y^ sei. Es werden keine Zweifel gehegt, dass die sttg» ,^ des Freistaates oeu Krieg anstrebt. Viele V"A' n den nördlichen Bezirken dürften sich ihren LaM"" anschließen. Die Pest. .^. Berlin. 28. September. Das «Wolsf-Mre meldet aus Oporlo: Während der letzten TA »' ^ Pest mit größerer Heftigkeit aufgetreten. Am ^-" ^ kamen drei Erkrankungen und ein TooAau, B, 24. d. M. vier Erkrankungen und zwei ^oe^ am 25. d. M. eine Erkrankung und am ^"' ^z vier Erkrankungen vor. Auch traten "ußery" ^^ Militärcordous zehn Erkrankungen und füM ^ fälle in Villa nuova auf. weshalb dle Erwelter""" Cordons beschlossen wurde. Gelegrarntne <^ Wien, 28. September. (Orig.-Tel.) Der ehe" ^ Minister Rittner ist gestern in Hietzmg ge»' „, Rittuer litt seit lauger Zeit an sortschreit.'nt>cr ^" ^, tuberculose, doch hielten die Aerzte den Z"'"' Wl-für unmittelbar besorgniserregend. Gestern lral stürz ein. welcher den Tod herbeiführte. ^ize« Budapest. 28. September. (Orig.-Tel.) ^^ ^A verhaftete gester» insgesammt 103 Person"'' ^ ^ sämmtliche uach Feststellung der Ident'tal "V^lH Haft entlassen wurden. Die Polizei mach« »" abends von der Waffe keinen Gebrauch. And" München, 28. September. (Orig.-Tel.) ^^h,o"' tag wurde heute vom Prinzregenten mit e"A „zlagk rede eröffnet, welche zunächst die günstige A^ildigl betont und sodann verschiedene Gesetzentwürfe n ,^, »erlin, 28. September. (Oria.'Tel.) A^M nationale Geographen-Congress wurde heute v ^Htü eröffnet. Der Protector Prinz Albrecht von 4> hieß die Erschienenen willkommen. ,^<5,,,n»! ^' Paris, 28. September. (Orig.-Tel.) MW,^, «Agence Havas».^ Kriegsminister general ^ ordnete eine Untersuchung gegen den U.al" ^,1 Michels vom 5. Dragoner-Regiment an, ^Mets «Echo de Paris» zufolge den Tagesbefehl "^" über den Abschluss der Dreyfus-Affaire ""''^tlA Madrid, 28. September. (Orig.-Tel.)^«-caty schreiben dem heute abends stattfindenden U« . der eine große Bedeutung zu, da sich das ^ gB Absicht des Kriegsministers, für G"uzbH^n i" einen außerordentlichen Credit von 165 UX" beanspruchen, wiedersetzt. ^,, nie <^< Sofia, 28. September. (Orig.-Tel.) ^e ^ t^r»p!li"" vorgerufen Hai. ^^erZeiwng Nr. 223. 1767 29. September l«99. lill. 5. "' 26- September. (Orig. .Tel.) Eine amt-"M Korrespondenz erklärt auf das bestimmteste die U "ngsmeldungen betreffs des Verhältnisses der einzelnen "2" zur Canalvorlage sowie betreffs des Vor-uryens gegen politische Beamte für unbegründet, läw'^ 6"b' 28. September. (Orig.-Tel.) Von ver-bemX ^'^ verlautet, dass der Belagerungszustand vor,? aufgehoben werden wird. Pas'tt wurde heute unk 3 ^ ^" ^blug Alexander in Audienz empfangen Mdw demselben seinen Dank für die erfolgte Be. vor, 3^?"l, 28. September. (Orig.-Tel.) Der «New-S^i?M' meldet in einer Depesche aus Porw ^7." ssnnldad), dass Caracas umzingelt sei. Ge-Nla^liv überraschte die Regierungstruppen iln lvel"?,! «< brl Valcnlia, es lanl zu einem Gefecht, bei Der? Abrade 1500 Todte und Verwundete verlor, ^^rlust der Aufständischen war gering. Angekommene Fremde. y Hotel Glesant. Pola «^ September. Fraß, l. u. l. Oberstlieutenant, 3ubr'eii7» .^!' l-t. Zollbeamter, s. Gemahlin; Produs von ^ Delck^' Vofralh; de Castro. Apotheler. s. Gemahlin, Trieft. A°Nll ?^.' Tierarzt, s. Gemahlin; Samel. Popper. Gellis, Echüns^ u ^ ^"'hwirlh. Richter. Wolfran. Deutsch. Vogler. Hr.«aukf. . .""' Kühn. Dirubacher. Lowy, Steiner. Kflte.; TtM ^'«,.. ^'"lftenal'Secrrtar, Wien. — Pollal, itsm., ^ Vnaman» ^'/ ^N'-' Nudapest. - Ertl. Kfm.. Innsbruck, berg ^"N"' llf'"-' Brcslau. - Philipp. Fabrilant. Stern« 'blzitwi,'- /"^ Viealitatenbesihcrin. f. Tochter, Eilli. - Malter, ^""' ^ 'Morn. Gans, l. u. l. Cadet-, Denier ll«^"^' ^ach. - Voucelj, Kfm.. Eisnern. -3°niei wp?" ' ^- ^'u»'r. - Scalettaii, Kfm., Görz. -' "°hlin' ^^' Dmno. . Ienisch, t. u l. Hauptmann. f. Ge-^7 bo,'ba3 A ^""^'' P'lsrn. - Balusic. Techniler, Wraz. PrHura '^"^' '' "'^. Tissel. - Tretsch. Kfm.. ^ "' " ^«ß. Kfm.. Keszhely. - Seilter, Kfm., Stuttgart, Verstorbene. Am 2K. September, ssranz Groselj. l. l. Umtsdiener, b9 I., Rain 6, Magenkrebs. — Maria Kos, Postofficialstochter, 5 M., Nömerstraße 2, Darmlatarrh. — Francisca Elert. Pri< vate, 49 I., Petersstrahe 2b, Auszehrung. Im Civilfpitale. Am 24. September. Franz Mrhar, Heizer, 29 I., Typhus. Lottoziehung vom 27. September. Prag: 54 42 60 14 6. Volkswirtschaftliches. Lailiach, 2 7. September. Die Durchfchnittspreife stellten fich wie folgt: «tarlt'IMM,-» Mari! >MM, Prel» " Pre!« U, lr, sl.lr ll, fr, sl, rr' Weizen pr. 100 lcz 9 30------- Butter pr. Kilo . . — 90------- Korn » 6 90------- Eier pr. 3 Stücl . — 10 — — Gerste . <> 80 — — Milch ftr. Liter . . —' 8 - — Hafer , 6,-------!— Rindfleijch pr. Kilo --60 — — Hall'frucht » -----------"- Kalbfileisch » —69- — Heiden » 9-------—Schweinefleisch» —,70—^ Hirse, weiß . 9----------- Schöpsenfleisch » —!36 — — Kuluruz » ll 50------- Hähndrl pr. Stlicl -,b0 —^— Erdäpfel . 2 !l0------- Tauben » —>15 - — Linsen Helloliler 12-------^— Heu pr. ----------- Schweineschmalz» —70 — — weiches, » —>----------- Speck, frifch » — «0 — Wein,roth.,pl.Hltl. —----------- — grräu6>ert » — 70 - — weißer, » —^----------- wird zu Mädchen gesucht. Kenntnis der slovenischen Sprache bedingt. Anträge unter «Erzleherln> an die Administration dieser Zeitung erbeten. (3831) 3—1 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 w. Mittl. Luftdruck 736 0 nnu. "»An X« .,I^s 2 U.N. ?Mf 19 ^ SW schwach ^ hlllb"bewM ' ^' 9 » Ab. 733 7 13 4 , SW, schwach ^ theilw. bew. 29. > ? U. Mg7^?33 3 > 11 6 > S. fchwach !theilw? heiterj^ö^ Das lagesmwel der gestrigen lemperatur 13 9', «or-male: 13 1'. Verantwortllcher Redacteur: Anton Funtel. Iur Nebernahme der Van« nnd «Kbel» Unpreicherarbelten in der Stadt und auf dem Lande empfehlen sich aus das angelegentlichste Vriider Vberl, Laibach, Kraneiscanergafie. Villigste Preise, Leistung», fähiglril auher Concurrenz. Große MuftercoUection znr «esälli«en «nsicht. l«?4) 11 7 €ingesendet. Dem anonymen Briefwhreiber „Freund Jürrathe in Laibaeh" wird kein dehlir yeffeben, wenn er nicht den Muth hut, seinen vollen IS amen bekanntzugeben. (8810) 2—2 Triest. Erzieherin wird zu zwei Mädchen im Alter von 10 und 12 Jahren zur vollständigen Leitung des Schulunterrichtes, der Handarbeiten, des Unterrichtes im Französischen uud im Ciavier aufs Land gesuoht. (3809) 3-2 Anzufragen in der Administration dieser Zeitung. Tourse an der Wiener Korse vom 28. September 1899. «a« be« «Meae« «l-urm«««. ^ blaal«.ti„l,,,^ »»ld ««5 ^n ü,.° 'd'aal«!»,, ^.0 st ,7^.^. ,7,,,^ ^"°m..P'^br...w'fi." '^!3;3^ "kuel,rei,^'"'°'"'''''»'.r,. '^««llkts <^" «/''wo . . ,.«»il> l.«, so 'lyrelbuugtn. '"»»r'.K"«"' '««"Kr.,. ' - . 08-. W?»» «,n> «are V»« Vloote »nl Zahlung k>trnommrnt (^!senl>. Plior.« VlIIal's!l»bal,,> om» u, 30Ul> V, 4'/, ab II)»/« », St. . . . ll»'4<»ll««, ««labeldbah», Vl. »0« M, <"/«...... ll? «»»> l«s 3<' Ylali, Iolef'V-, «m. l»»4, 4"/, 9« »>> »» ««» «allzilchf Narl. Lubwlg. Vahil, d<»slss Vlücke 4»/, .... 98 »U «940 v«iallb,r<,rr Vahn, Vm, l»8<, 4'/,(bw.Lt.)E.,<. l«0 fl. «. 9»S« 99 40 Ung. «oldrentt 4»/, per lasse N>l l»ö »,«".<> blo. b»o, per Ultimo , , . . ll« l»l» lib?l> bto, Nl»te in Kroxeiiwälil., 4"/„, steuersrellürzlOUlrroüsüNum, 9b— 9^»? 4»/« bto. bto. per Ultimo . . 9» — 9l» »n dto Sl,«t «l.»old,l)<>ll.,4>/,"/<, »4 lu 84«» btll b<«. Lilb« l00 sl., 4'/,"/» «9lb ll^»»z dlo. Klaa«»-0bli«. (Un«. vs,l>.) v I. lS7«. b"/n..... ,l9 »b llv ?ü bto 4>/,°/<>Eanlvf!,— 9»X' dto Prüm, «n>, il ,lX»s>. ö, W. ,«,-?» ,«»?b dto. dto, ll bN fl. « «». ,«,7b»s»?5 Ihflh.Ueg.Loft 4°/« l!)U sl, . ,4,, - »4« «^> Glund,ntl..Vbll>,allonen (ftl 10« rl,n> b, Llüdlsssinsi»^ Wirn l03 ?5 lO4?« Vl,!lshr,l d, Ktllblnsmrindf W!rn (Sillier oder Gold) ....-------.-— Piämisn «nl. b. VlabtM. Wien lS4 ,» lS^»l> Mllfbaü'Vlüleh,». «llosb, li"/, «» ü<» w^, lx, ^»/, llliall«! U»nbe»>«nlthsn . — - »» 3b Psandbllts« (für 1«c fl.), «obrr, alla,ost,«ii öOI vn-l,^/, ««^90 9?9ii dto. PlHm.'Lchlbv, »°/,„ l, - bto, blo. »"/,., 11,1m. ll?'bc ll««< N 0s!,rr Land»« Hyp, «l.,st,4»/, W ln!l(>0 n» 0,s» »>,„, Van! v,rl, <«/« . . 99/0 ,0jHyl, „ 4«/» . . 9» 70 lUU^U «parcaNe.l.vst., »OIb'/,»/,«. »««> — — Prlosiläl« ybligallonen (i>ll ,"« »«! 99- 99 6« vlsllrr, Nurbwsslbah» . . . l0? »0 l0»X> e»aa!«I'c>l»!!»"/>sslc«,5.!»<>p,V! —-- —-— Südbah» «"/„ k ssrc«, üi»U p. 3>, ls? ö0 lS» 00 bto, l.<>/, i» Ä<>« fl. P. 100 UN« «allz, »ahn..... ll» lu io« ?i< 4«/, U'!l,rlla!»tl «ahn« . . 99 «»ll» — z»nk'Acl>,l, (per Stück). «nglovest. Van! 2NN sl, «V«/, », lbll-«l. lbl 25 «a»lv,r,«n, W!,n!>r, 1W fl. . >" bv »?0 - Vobci,.«nst,.0ss<,,«wsl,S,4N°/, «>»» — 454'- «idt.«nst,f,Ha»b UV, t Ilebilbanl, AN« »n«,, li<«> ll, . °<> — «?< -^ Deposüenbanl. AN«,, liW fl, . »N 50 »««'-- «slompl,'G!s. Ndrost,. l«« fl. ?l>»'- 7»^'- Giro ».«lasw'v.w'rner, Moft. llz?..»«i - Hypothslb,,0ss<,,l!<>"fl,«b«/«». 99 „ l00 - ««ntx-rlxlnl. Oest., «W sl. . . »»?'.. »»7-bU O,slsrr, >l»,ai, Vanl, S0N sl. . »99- 903 - Unloiibanl »00 «, Norbbahn ibN ss, . . »»4—»3«. lvuichtiehrabef «tif, 5 sl. . «07 — S09 — Dou«u . Dampf!ch?b'--»««'-»erbinanb» «ordb. lwofl.I«. »l?0- l»l»0 Lsmb.llzrrüu»,' Iassi, - ltilenh.» «eklüchaf! »lXI fl, E. . . »S< — »8b'5« llloyl», 0rst,, Irleft, 5 sl «Vl, 4»8 — 48»'-Oeftnl. «orbwestb, leu<» sl, S. l»4l?i> »4» bu dto. dto, (lit, U) «>0 fl, V. «» !i0 »^4-. ««««Düler Msenb, l«! fl. E. . 9» — 9s »5 Sla»t», ?>-«ü Kübnorbb. »erb >«, »o« fl, l9«>. Tr«mtt»»hV,s,,»r,17Usl.«,W. —-— —-— bt» Em, >»»?, »(X» fl, . . 489—441»--tramway G,s., Ne»,llVr.. Pri»> rltit» «cl!en ilx> fl. . . . l>7'— ll9'— Ung Hallz «tiseiid.LUUsl. Vilber «)9 75 lil0»»ö Uni, W,slb,(N fl..... lOl'— 108-— ctilenbahiiw «eihg,. «trfte, »ufl. l/0— l?l — „em!ll»l', Papierf. u. «. <», «?-. - 88üb Üiefinaer Brauerei llX> fl, , , l?y >t> 180 »l, Mo,»«» G^slllch,, oest'NlPine ??9 «»»«»'— Pillar Eijs,, ^nd, «sj, »0« fl, i»»4' l8l»7' Lalau Taii, Kteiülohlen SO fl, z«8'—8»l, - „löch!»g!mül,I" Pap,«f, «X!sl, .?l»-. - l?i — „St,ylerw ", papi«! > »»D, b4 - lb8 — »,ld ««, rrlsaller Kohlenw «es. 70 fl. «(»'«»»9» »>> Wafiens . ,Oesl,i!, Wien,l0Usl. «0» bs »08 »O Wagzol, Lsil,aiis>,,VU!n. , in Pest, «r, Vaul,e!ellsch«s> , sl...... ,^7^ ,^ 7,. «llarv Lose 41» ll «M. . . . «,.»«,_ 4"/„D«m„ Lmmpflch, IWsl IM, ,^, ^ i?l» — Palffh.i'oie 4<, fl. ««,... 5zZ ^,^ Roll^ü Kreuz, OeslVelv.'Usl ^.^ ^.^ Rothen «>,»,, l!»a «lles v , 5fl. ««,«, ,, ^. «»bi'lpl, Lole ,<> sl..... »7.^, ^.f^ Salm Los, «» fl, ilM , . . «.« 5?,?^ G!,.i,oi«.^o!e 4« ^.«, ,».^, blo, bto, ll ??, E!.Heler«burg ..... —>. ..<— HlllultN. Ducatni........ ll?s 5'?» 2»>sslll»c« kültle..... 9 58 9'b9 Deulschf »ü'ichcchcmliwlen . . »8'97, 59 0». Itallenijch,' Bllnliwteu ... 44 lX» 5»'«. V»p!»l'l«ubtl...... , «7« « «/. i Vou Hmnusn ^t^',^Ä& tt^t***^****** .**«*"« JT. 0Hm ]JMI»V«Ä* ,i, Privat-Depot» (Safe-Deposits) ***yy»»»»--^_. LoB-Versloherunc i.aII>h<>Ii. SdiIhIl-hhsc. Verzintuii v»n BirEliliim !¦ Ciitt Cirrtit- ttt nf Urt-lMte. « ^ g. 14.504. , Tie», """^"llchung. ! ?li^;^^ mit dem 2i^' bei dr ?^^cht dass es ihnen c^nnsbors «^ !' ^ ^ezlrlshauptmannschaft Mission " zfer be. der politifchen Begehung °r,ng^ ausalllge Einwendungen vorzu- »'. Vanbesrenierun« flir ttrain. '"l"cham!>?.S,^mber 18W. | % St. 14.504. Razglas. C kr. ravnateljstvo državnih železnic v Beljaku je z dopisoin z dn6 19. septembra 1899. I., 8t. 25.227, prosilo, da bi se izvrsil politièni obhod projekta o napravi indu-strialnega /elezniäkega kolovoza od postaje Javornlk do ploèevinske valjarne poleg te postaje. Zgoraj navedeno uradno dejanje se dc loèuje na soboto, 14. dan oktobra 1899. in komisija se snide ob '/410. uro dopoldne na postaji Javornik. Projekt se more vpogledati pri c. kr. okrajnem glavarstvu Radovljloa v roku, ki ga je islo razglasilo. O tem se obveäöajo udeleženci •/. do-datkom, da jim je dano na prosto voljo, pri c. kr. okrajnem glavarstvu Radovljica ali pa pri politiöni obhodni komisiji vložiti morebitne ugovore. C. kr. deielna vlada «a Kranjnko. V Ljubljani, du« 27. septembra 1899. (3801) F. 160/99 1. Oklic. Postavili so se pod kuralelo: Kadi bebosfi: Janez Selan, mesar iz Ljubljane, FJo)janska cesta 69, kurator dr. Kurlun v Ljubljani; Jožes Märn iz Most, kurator Janez Uricelj, Moste; FranèiAka Selan na Brezju, kurator France Selan, tarn; Helena Schmidmayer v Ljubljani, kurator Ant. Valanl, tarn; Anton Jesih iz Dobrunj, kurator Matija Kerne, Bi-zovik; Jožef VVizjan iz Spod. Siöke, kurator Franc Wizjan, tam; radi zapravljivosti: Jožef Rožanc s Träte, kurator And. Strekelj, tam. C. kr. okrajnii sodnija v Ljubljani, odd. I, doe 20. septembra 1899. (3812) C. 283/99 1. Oklic. Zoper Jakoba Zobec, posealnika v Prigorici St. 48, kojega bivaliace je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Kibnici, po Franc Terdina, trgovec v Ljubljani, fozba zaradi 439 gld. 97 kr. s pr. Na podulavi ložbe doloèil »e je narok na 11. oktobra 1899, ob 10. uri dopoldne. V obrambo pravic loženca se po-sfavlja za «krbnika gospod Ivan (Jre-gorciö, not. kandidat v Kibnici. Ta skrbnik bo zastopal toženca v ozna-menjeni pravni stvari na njega ne-varnost in stroske, dokler se ta ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje po-oblasèenca. C. kr. okrajna sodnija v Ribaici, ,odd.l, dn6 22. neptembra 1B99.