Nr, 260. Dienstag, 12. November 1912. 131. Jahrgang. Mibacher Zeitung Prznu,»erll»ion5,'rei»: Mit Pos!vrrllli«i ftün^adrig 'w «., l,lllb,aln,y lb «.. Im Kmüor: gnn^jährin «8 k tialbiabria li i^,, ssm die Zustrlluug ili^ Haus ganzjährig ^ ll^. - Inllrtionsgrbulzr: ssu,- üeine ^i,jera<»> hie zu 4 Zeilen 5,0 k. «rokrre prr ficiie 12 d! b»-i ö'terril Wirdrldolunyc» prr Zrilr !< k. Lie «Laibacher Zei!»»«' elichciiü länlich, mi! - und sseieNage, Die LdniiniNralio« licfindlt sich MMliüiüstraße Nr, ^!<>: die ArdllNlion MilloüiösNasü' Nr. li0, ^pl!'chs »>er Redaktion mm « biö'a Uhl t>m>lntlc,ss«. Uniranlierte V>ie!e werbe» nicht angenommen, Ma:»»lrivte nicht zurnclgestelli. 3tlevh»nNr. l»«r ««»altion 52. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. November d. I. dem Geheimen Rate, Präsidenten des Patentamtes, Sektions» /ef Dr. Paul Nitter Neck von Mannagetta und ^ e r ch e n a u den Freiherrnstand mit Nachsicht der Ta,re nllergnädigsl zn verleihen gernhl. Der Minister des Inilern l)al den Bezirlskonliuifsär Franz Freiherrn von Lazarini znm Landesregie» rungssckretär in Kraiu ernannt. ! Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 9. und W. November !'N2 (Nr. 258 und 259) wurde die Weiter. Verbreitung folgender Plch^eiWlisse verboten: Nr. 253 «8lnv«n8i vom 2. November 1912. Nr. 25 .Nu,ti«u 8v«!wÜ7> vom 7. November 1912. Nr 903 «rr^kürMsIlaj», Nn«» vom 31. Oktober 1912, Nr. 3393 «Wiok uow)". vom 31. Oktober 1912. Nr. 45 <51nuiwr» vom 3. November 1912. Nr- 1543 <6ll26tu. eoc^ieunH« vom I.November 1912. Das l. l. Ministerium d.s Innern hat unterm 7. November 1912. Z. 10482/M. I.. der in Tan Francisco rrschei« nenden periodischen Druckschrift: «.ladr«,«» («'1'!»« ^ärilttic») auf Grund des 8 26 des Preßgesetzes den Posldebit für die l>n Reichsr^tc vertretenen Königreiche uul, Räuber entzogen. Nr. 19 «'I'lldnr^k/ kr^» uom 1. November 1912. Nr. 306 «?rä,v<, ü»!u» >,om 5 November 1912, Nr. 5 «rilunop)" uom 7, November 191'^, Nr. 13 «Ovoin liH^ilk» vom 5, November 1912. MchtamMcher Geil. England und die Balkaninteressen Österreich-Ungarns. Aus London erhält die „Pol. Korr." folgende Mit» toilnng: In den politischen Kreisen Englands sind über bie Stellungnahme Österreich-Ungarns zu den Balkan-Ereignissen allgemein nur güilstige Urteil.' zu vernehmen. Co ledhast auch die Sympathien sind, welche sich die Ballanstaalen dnrch ihre Kriegstaten und die dadurch errungenen Erfolge erworben haben, weigert man sich doch durchaus nicht, die Talsache anzuerkennen, daß Österreich-Ungarn besondere Interessen zu wahren hat. Die Ansicht, das; diese Interessen etwa künstlich konstruiert seien und einer festen (Grundlage entbehren, wird in den maßgebenden politischen Krcisen Londons für unhaltbar erachtet, da bei uuvoreingenommener Prüfung unstreitig eingeräumt werden müsse, daß diese In> teressen eine natürliche Folge der ans dem Balkan» gbietc bestehenden Verhältnisse seien. Es müsse daher bei der Nenordnnng der Nallansrage das größte Gewicht darauf gelegt werden, Wege für einen Ausgleich zwischen den Interessen ,ÖsterreicI>Ungarns nnd denjenigen der Ballanstaalen zu finden, der dcn auf beiden Seiten geltend zn machenden Ansprüchen nach Möglichkeit R^chnnng trüge. In der Erreichung dieses Zieles erblickt mau die nächste nnd vornehmste Aufgabe der europäischen Äplomatic. Das Betreten der Vahn für eine befriedigende Lösung dieser Frage wird, wie man betont, dnrch das maßvolle Anslreten des Wiener Ka° binells erleichtert, »vie es dnrch die anerkennenswerten Erklärnngen des Grafen Verchtold in den Delegationen gekennzeichnet worden ist, nnd man werde wohl über» l all, und Zwar auch in den Valkanslaaten, zugeben müs» sen, daß die Sprache, welche die österreichische nnd ungarische Presse bei der Vertretung d.s Standpunktes der Monarchie führt, durch ihren sehr ruhigen, von Friedensliebe erfüllten Ton greignet ist, zur Förderung einer gütlichen Verständigung beizutragen. An 5em Gedanken, daß für die glückliche Lösung der großen geschichtlichen Frage, vor welche die Diplomatie jetzt gestellt ist, die Erlialtnng des europäischen Konzerts von erhöhter Wichligleil fei, wird in London festgehalten, da ein Zusammenwirken der Mächte am ehesten die Gewähr biete, dem überall in Europa bestehenden, anss tiefste , mpfnndenen Wnnfch der Friedenserhaltung Erfülluug zu bringen. Der Besuch des Marchcse di San Giuliano in Berlin. Aus Berlin geht der „Pol. Korr." folgende Mit» teilung zu: Der Verlauf des Besuchs des italienischen Ministers des Äußern, Marchese di San Ginliano, der hier in jeder Beziehung die besten Eindrücke zurück» läßt, hat sich in manch.n Dingen von ähnlichen früheren Begegnungen uuterschiedeu. Schon die Tatsache, daß der österreichisch-nngarische Botschafter Graf Szögyeny» Marich wiederholt an den Konferenzen zwischen dem italienischen Minister des Auswärtigen einerseits nnd dem Reichskanzler nnd dein Staatssekretär des Ans» wärligm Amtes Herrn von KiderleN'Wächler teilnahm, verlieh dem Ereignisse besondere Züge. Anch das Kom» n»nniqu6, das gestern über den Besuch des Ehefs der Eousulta veröffentlicht wnrdc, weicht in verschiedenen Sätzen von den verallgemeinernden Wendnngen ab, die gewöhnlich in derartigen Kundgebungen zn sinden sind. Diesmal wird ganz klar und deutlich ausgesprocheu, daß eiue positive Frage, nämlich die gegenwärtige Lage im Orient, im Mittelpunkte der Nnt.rhallnngen stand, und es wird anch über die Ergebnisse der Besprechun. gen eine ganz positive Auskunft erteilt. Es sind ja vor Monatsfrist, als der'Balkanbrand so Plöhlich zum Ausbruche kam, auch mehrfach Hoffnungen znm Aus» drucke gelangt, daß dadnrch fogar das feste Gebäude dls Treibuudes Schaden nehmen könne. Diese Hoffnungen muffen sich hente gründlich enttäuscht finden. Namentlich ans französischen Blättern ha! man in der letzten Zeit immer wieder den Nuf nach einer starken Tripelenienle vernommen, viel lauter als den nach Wahrnehmung der allgemeinen europäischen Interessen. Dk'sem Nlise stellt sich das gestrige Kommnnign^ als einr nnansechlbare Bekräftigung des engsten Zusammen, schlusfes der Treibundmächle entgegen, die sich aber mit der Zusicherung verbindet, daß der mittclenropäische Friedensbund bereit ist, in sttter herzlicher und freundlicher Slellnngnahme anch mit den anderen Mäch» ten in danerndem Gedankenaustausch zu verbleiben. Die Össenllichleil darf darans die Bernhignng schöpfen, daß sich die friedlichen Bestrebungen der verbündeten Mächte auch fernerhin über deu Rahmen ihres Vünd. nisses hinaus zugunsten der Nnhe und der europäischen Zivilisation überall gellend machen werden, wo dazu Anlaß gegeben is!. Leuilletan. Zigcunerliebe. Von A. Ztli^kct. (Nachdruck ucrlwlc» ) „Ist's denn wahr, Mariska, fort willst dn, ganz fort?" „Ganz fort Ianesi, jawohl, ich bleibe nimmer hier." „Aber, Mariska, luas zieht dich in die. Well, in bie böse Welt, die schlecht und elend macht? Kann 's ^u anders so schön sein, als bei uns, wo dia Fiedel klingt und die blane Theiß dich in den Schlaf singt, uud b>e weite freie Puszla dir ihre Märchen erzählt — b>e n»s ^^ Schmutz — lebeu — leben!" „Mariska, geh nicht, geh nicht!" Di^, dnnklen Ange» des Nnrschen hasleten in hei» Üem Flehen ans dein schönen Gesicht des Mädchens, aber l'ir Blick sah ins Leere — an ihm vorbei: , ..Ich hab' dich lieb, Marisla, Einzige, so uusag» /^r lieb! Ich >M dich auf deu Händen tragen, arbeiten wlll ich Tag nnd Nacht, Gold will ich über dich schütten, ^>!; du mit dcn kleinen Händen darin wühlen kannst, ^«„i Lied, ^msor altes Lied aus der Kinderzeit, soll lch in den Schlaf fingen, nnd meine heißen Küsse dich daraus erwecke»' ich will dich Huten wie meinen größten Schah — geh nicht fort, Mariska — bleib!" Das Mädchen schüttelte den Kops, daß die schwär» zen Haare flogen und die weißen Zähne blitzten, als sl> spöttisch anstachle: „Märchen, Icmcsi, Liebster, schöne Märchen — aber die Wirklichkeit? Dein Weib — ein Zigennerweib — verachtet, zurückgestoßen! Deine Liebe — Zigeuner» liebe! Erst heiß nnd glühend, daß sie dio Jugend und Schönheil aufzehrt, und dann — dann! Dann soll ich Lasten schleppen, arbeiten tagaus, tageiu, damit du trin» ken kannst und jnbeln und audere Weiber lüsseu! Uud das soll mein Lcben sein, ein Lasttier, durch Schläge an» getrieben? Nein, Ianesi — nie — nie' ich geh' fort, ins Leben — ich such' das Glück — leb' wohl, Ianesi!" „Das Glück, Mariska, findet nie, wer's iu der Ferne sncht! Glanb' mir, nie vergißt der Ungar die alte Heimat' sremd bleibt er, anch wenn er glücklich ist, in der Fremde! Du bist ein Zigennerkind, Mariska, auch dich wird sie quälen, die heiße Sehnsucht uach der Fiedel, auch du wirst es hören, im Wachen nnd Schlasen, das alle Lied — »nser Kinderlied! Znm Abschied noch einmal spielt dir's der Iancsi, spielt dir's in die Seele für ewige Zeiten!" Weich und süß klangen die 5öne der Fiedel, sehn» füchtig klagend und wild lockcnd »vie heiße verhaltene Glut. Dem Mädchen wnrde es ängstlich ums Herz. Sollte sie bleiben — sollte sie?! Nein! Mit einem Ruck sprang sie auf: Ins Lebeu wollte sie — dem Glück ent» gegen . . . Ohne den Nnrschen nochmals anznfehe», ging jie ins Haus, langsam, zögerud. Lcise klang ihr's im Herzen nach, das sehnsüchtige alte Lied aus der Kinderzeit . . . Monate ivaren vergangen, Mariska N>ar fort. An» fangs erzählte die Mutter von ihr, daß es ihr gut ginge, oben iu der Hauptstadt, daß es ein Instiges Leben fein müsse. Dann erzählte sie nichts mehr. Man hatte Ma-riska vergesse». Nnr einer nicht — einer, der dachte an sie.' der branne Ianesi. Der saß bei der allen Mutter und tröstete sie, wenn sie jammernd rief: „Mein Kind, was ist mit meinem Kind! Sie war gut, die Mariska, sie muß tot sein- lebend vergißt sic nicht die alte Mutter. Ich weiß »ichts vou ihr, uichts von meinem einzigen Kind!" Eines Tages sprang der Iancsi ans und sagte: „Mnller — ich geh' die Mariska suchen und ich bring' sie heim!" „Gott segne dich, mein lielwr Sohn! Gott segne dich und helse dir!" Damit legte die Alle ihre zillernden Hände ans den Kopf des Burschen. Und Ianesi ging. Nach Monaten, da lasen sie im Dorf eifrig die Zeitung, denn da standen lango Spalten des Lobes voll über einen der Ihren, der doch nur der braune Zigenner.Ianesi war, an dein sie nie n.xis Bo. fonderes bemerkt. Aber in der Sladl, da halten sie wohl anderc Augeu! Denn da war er berühmt geworden, Pri. mas einer Zigeunerkapelle, und die schönen, reichen Franen konnten sich nicht satt sehen an dem Zigeuner, nicht satt hören an seinem Spiel. Die alle Mutter Mariskas u>artett und wartete. Ianesi kam nicht nnd schrieb nicht. Halte auch er alles ^ vergessen? Iancsi war ein berühmter Maun geworden, er lMe Gold, so viel er nur wollte. AllV Well war toll nach ihm? allabendlich, wenn er in dem vornehmen Re-stauranl spielte, war es gedrängt voll, nnd alles jnbelle ihm zn. dem jungen Zigeuner — der kall blieb wie Eis. lSchl'.lß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 260. 2492 12. November 1912. Politische Ueberficht. Laibach, 11. Oktober. Das „Fremdenblatt" erinnert daran, daß von Saloniki, das sich ohne Schwertstreich ergeben hat, der Triumphzug der Iungtürten ausgegangen ist, die nut elementarer Geloalt die alte Türkei zerstört haben. Die tanipflose Übergabe dieser Stadt erscheine wie ein Syin» bol für den Zusannneubruch jenes Systems, das die Regeneration der Türkei bedcnten sollte, aber tatsächlich ihr Debacle herbeigeführt habe. Wenn es den griechischen Truppen geglückt ist, ohne Kamps in die Zweitgrößte Stadt der enropäischen Türkei einzudringen, so verdan» ken sie dies nicht bloß ihrer eigenen Tüchtigkeit, sondern anch der Zersetzung, der das ottomauische Reich infolge einer intoleranten nnd der Wirtlichkeit nicht Rechnnng tragenden Polilil der Inuglürken versalleil »Mr. Ans Bukarest wird gemeldet: Die „Epoca" vertei° digl im heutigen Leitartikel energisch das Nccht der Albaner, bei Lösung des Ballanlonfliltes gehört zn werde». Gleiches Recht steht den Knhowalnchen zu, die so wenig wie die Albaner statt des türkischen das ser° bische Joch gutwillig auf sich nehmen würden. Es sei ein Irrtum, aus der bisherigeu Haltung Rumäniens, die in den Delegationen Österrcich«Ungarns richtig ge-würdigt wurde, zn schließen, daß Rumänien an der Lösung der Valkaufrage nicht interessiert sei. Der englische Premierminister Asquith hielt beim Lloydmajor»Vankett eine Rede, in der er unter anderem sagte: „Wir leben in einer schr gefahrvollen Zeit." Jeden Augenblick könne Konstantinopel fallen. Er könne aber die Zusicherung geben, daß England zu allen Mächten die besten Beziehuugeu unterhalte. Das Vcr« hältuis der Großmächte zueinander sei ein absolut kor» diales. Alle Slaatsmäuner hätten nach den Erfolgen des Vallanbnndes eingesehen, daß die Ansrechierhaltnng des Status qno unmöglich sei. Die Landkarte der Bai» kanhalbinsel müsse neu entworfen werden. In einer Sache sind sie alle einig, daß die Frucht der Siege den Siegern nicht vorenthalten werden köuue. Au einer Tei. luug der europäischen Türlei sei England unbeteiligt, aber andere Mächte, die stärker interessiert sind, wer-den bei einer endgültigen Lösung der Vallanfrage ihre Stimmcu erheben. — Vci einem Bankett in der Guild Hall erklärte Staatssekretär des Krieges, Obech Scely, einen Toast auf die Armee erwidernd, er glaube uicht, daßdie Stärke der britischen Truppen eine angemessene, sei. Er blicke dem Tage entgegen, da alle im Patriotismus so weit gehen würden, das Vaterland zu verteidigen, und jeder einzelne sagen könnte: „Ich habe aus freien Stücken mein Teil getan." Ein türkisches Blatt meldet, das jungtürtische Komitee habe iu Erlväguug des Umsiandes, daß Eintracht das beste Mittel ses, den Erfolg der nationalen Verteidigung zu sicheru, eine Abordnung zum Ientralklub der liberaleu Entente geschickt nnd versprochen, in Ver« handlnngen einzugehen. Es verlautet, Talaat habe dem Großwesir gelegentlich seines letzten Besuches erklärt, daß das Komitee bereit sei, die< Regierung zu unterstützen. TagcsucmlMclt. — iSpcnde.j Aus Sarajevo wird gemeldet: Der hier verstorbene serbische Bürger Kraljevu- hat sein ganzes Vermögen von IV2 Millionen Kronen dem ser> bischen Knlturverein „Prosvjeta" hinterlassen, wovon die serbischen Vulksschnllehrer 1W.000 X erhalten. — sKönigiu Elcna und der Fuhrmann.) Ein kleine Geschichte, die für das anspruchslose Wesen der Königin Elena von Italien cl)araktcrislisch ist, wird in einem in Pisa erscheinenden Blatte berichtet. Ein italienischer Fnhrmann ist mit seinem Lastkarren nntenvegs, nnd anf der Straße nach Malina begegnet er zwei Damen, die ihre Fahrräder an der Seite führen. Anscheinend Hal es eine Panne gegeben, jedenfalls winken die Namen dem Fuhrmann zu. „Sagen Sie, Galantuumo, dürfen wir mit unseren Rädern bei Ihnen aufsteigen?" Der Fnhrmann lächelt, aber er meint nicht ohne Bedenken: „Nein, wenn ich ehrlich sein soll, mein Karren ist schon herzlich schwer beladen nnd ich habe schon für mich allein sehr wenig Platz." — „Ach," meint die eine der beiden Damon, „es wird schon gehen, man mnß eben ein wenig zusammeurückeu." Und es geht schließlich auch, die beiden Räder werden auf dem Wagen verstaut, die Damen nch» men anf dem Bock Platz uud die Fahrt geht weiter. Nun wird der Fuhrmann mit Fragen bestürmt; der 'gute Mann antwortet, aber dabei bleibt sein Blick immer wieder aus dem Gesicht der eiuen Dame haften. „Keunen Sie mich denn?" fragte die Fremde schließlich. Der Fnhrmann kratzt sich am Kopfe, offenbar sncht er fich über irgend eine dnnkle Erinnerung klar zu werden, aber schließlich meint er: „Nuu ja, irgendwo habe ich das Gesicht schon mal gesehen." Die Dame lächelt: „Ich bin Eure Köuigiu." — Die Köuigin!" Dem lvackeren Fnhrmann entfallen die Zügel und er weiß kein Wort zn sagen. Aber schließlich gelingt es dem fröhlichen G.fpräch der Königin doch, dem' Alten die Befangenheit Zu nehmeil. Und als fie absteigt nnd dem Fuhrmann „für seine Kleinen" eine Banknote reicht, fühlt sich der Villorinu schon als gnter alter Bekannter. — er fie fühlte, daß nur eine offene Erklärung ihrerseits, zu der sie leider n«ch nicht befugt uxir, ihm dazu verhelfen könne. Allmählich, aber sicher »var Tem. pleton ihrem Herzen unaussprechlich teuer geworden; uud so sehr sie dcn alten Lindenhof liebte, so empfand sie doch klar, daß er ohne seineu Herrn keinen dauern» den Reiz auf fie auszuüben vermöge. Sie fragte sich nicht, zu welchem Ende ihre gegen« seitige Zuueignug führen tonne, sondern sie legte vcr» trauend ihre Wünsche in Gottes Hand, welcher Macht besaß, allein den düsteren Schleier der Vergangenheil zu lüsten. Herr Kramer, der seine Geschäfte durch deu An< kauf vou Tiefental zur vollen Zufriedenheit seines Klien» ten beendigt hatte, nahm mit Vergnügen Herrn Templc» tons Einladnng au, noch länger ans dem Lindenhofc zU verweilen. Der kleine Mann schien für das alte Hans und seine Bewohner eine Vorliebe gesaßt zu haben, und wenn auch selbst keiu großer Sporlsmann, so machte es ihm doch stets Vergnügeil, die Iagdfreudcn seines liebenswürdigen Wirtes zu teileu. Aber auch andere, uneigennützigere Motive fesselt^ ihn an den Lindenhuf. Er fah, wie die Sachen standc" zwischen dessen Herrn und der Gesellschafterin seiner Nichte, uud beklagte herzlich die seltsamen Umstände, welche dem Glück der beiden hindernd im Wege s" stehen schienen. Was Herr Templeton ihm über Lel«t° uant Vnller erzählt hatte, gab ihm viel zu denken, u"d er war zu dem Schlüsse gekommen, daß eine seltsamere und düsterere Geschichte als diejenige, welche er geho^ hatte, diesem Geheimnisse zugruude liegeu müsse. D^ Interesse, welches Hermann Templetons edle Pcrsön-lichkeit einflößte, verschärfte uoch seiue angeborene Kluss« heit und ließ in ihm deu Wuusch wach tverden, an dem Orte, wo sich die Geschichte abgespielt halte, noch NM' res uud Bestimmteres darüber zu erfahren. Auf Fra'"' lein Vuiler hatte der gewiegte Jurist seiu Hauptaugen« merk gerichtet; er beobachtete jeden ihrer Schritte. (Fortsetzung folgt.) «w°ä>''. ^'w -. ^r, 2W 2493 _____________12, N°>,.,„l,« ^1ü Lullll- und Pr»uiuzilll-'.»'llchrichlc!>. — lKommalldoül'crnahme.j Seine Exzellenz Herr Feldmarschalleutuanl KuSmanek hat das Stations» und Mililärslalionslommando wieder übernommen. — Ministcricllc Anerkennunssen.) Das f. k. Mini-sterium siir Kultus und Uulerrichl Hot den Lehrerinnen Emma R a n n a ch e r nnd Klolhilde (^ o l f der dentschen Mädctienvollsschnle in Laibach siir ihn- langjährige ersprießliche Dienstleistung dnrch den l. l. Landesschnlrat in Lail»ach die Anerlennnng anzusprechen gefnnden. — lMilitärisches.j Es wllrden ernannt die Oberst-leutnanle iin ^lonlreualstatus der Arlillerieingenieure: Karl Rösner der Pulverfabrik in Bluman zuin Di» rektor der Pulverfabrik in Stein, nnd Wilhelm I 6 k e l, Tireltor der Pulverfabrik in Stein, znm Direktor der Pulverfabrik in Vlnnian. — Vom l. und k. Kriegsmini» sterium lvurde „littest Dekretes belobt der Hauptmann Angnfl 5t ielhanse r des Infanterieregiments Nr. 27 in Anerkennung vieljähriger, vorzüglicher und besonders ersprießlicher Dienstleistnng im Präsidialbnreau des Kriegsministeriums. — Transferiert wird der Leutnant Jos. B ezjak vom Land>v.hrinfailterieregin,ent Laibach Nr. 27 zum Landwehrin santerieregiment ^ Imiitz Nr. 13. — q der henlige,, ordentliche» Ge. meinderatösitzunss.) l. Mitteilungen de? Präsidinins. ^-N. P^rifizierliilg des Protokolls der letzten Sitznng, — 111. Wahl eines Mitgliedes: n) des Armeualisschnsses; >>> des GewerbeanSschiiffes; o) des SchlachlhauSdirekto-viu,us. __ iv. Bericht der Personal» und Rechlssektion in betreff eines Gesuches nm Znsicherung der Ansnahme in den Heimatsverband der Stadlgemeinde. — V. Be° richte der Finanzseltion: 1.) über die Zuschrift des Biirgermeisters, betreffend eine Spende der Sladtg.-meinde fiir die Verwunderen im Ballankriege; 2.j über die Zuschrift des Niirgeriueisters. betreffend die Ao° änderuug des Gemeiuderatsbeschlusses über die Bedin-gnngen der Überlassung der Gebäude der k. k. Staats ge>verbeschu!e ins Eigentum des k. k. Ärars,- 3.) über die Zuschrift des Magistrates, betreffend die 47. Ver-losuug des städtischen Loiternanlehens; 4.) über eine neuerliche Eingabe des akademischen Malers N. Jako» piö, betreffend den Ankanf feines Kunstpavillons durch die Stadtgemeinde; 5.) über das Gesuch des Pächters des KolesiabadeS um leillv ise Abschreibung des Pacht» zinses; 6.) iiber das Gesuch des städtischen Mädchen« lyzeums nin Bewilligung eines Krediten zum Anlauf eines Pianinos- 7.) über die selbständigeil Aulräge der Gemeinderäte Iegli<' und Litozar, betreffend die Telie» rungszulage siir städtische Lehrer. — VI. Berichte der Bansellion: l.) über das Gesuch des Franz Kunovar nm Austeilung der Parzelle Nr. 391/1 der Kalaslral. gemeinde PeterSvorsladl 1. Teil d^im Friedhofl» zum HI. Kreuz iu sieben Bauparzellen; 2.> über das Gesuch des Viktor Orel um Zuerkenuung einer Entschädigung für Beschädigungen anläßlich der Tieferlegung der Nad-vojvode Friderika eesta. — VII. Bericht der Schnlsek-lion über den selbständigen Antrag des Gemeinderales Iegli5, betreffend die Benützung,der Turnhalle in den städtischen Schulen ausschließlich zn Schnlzioeclen. — VIII. Berichte der Poliz,iseltion: l.j über die Tätigkeit des Fenerwehr- nnd ReltungSvereines im znieile» und dritleu Quartal des Jahres 1912; 2.) über die Zu» schrift des Landesansschnsses, betreffend die Beitrags, leistung der Sladlgem.inde für die Ia>ldN)irlscl) treffend die Venennnng der neuen Gasse hinter dem Kaiser Franz Joseph'Inbilännistheater. — IX. Berichte des Direktoriums der städtischen Pfandanflall: 1.) iiber den Voranschlag der städtische» Pfandanstalt pro 1913; 2.) über die Ausschreibung der Stelle eines Schatzmeisters für Preziosen und Effekten in der städtischen Pfandanstalt. — X. Selbständige Anträge: l.j des Gemeinderates Anton R ojin a, betreffend die sosor» tige Inangriffnahme der Arbeiten für den Bau der dritten städtischen Knabenvolksschnle; 2.j des Gemeinde-rates Josef Marinko, betreffend die Abänderung der Normen für den Verkehr der Fäkaliemvagen; 3,j des Gemeinderates Josef Reisn er: :>j betreffend die Benennung einiger Verkehrsstraßen aus dein Laibacher Moore; d) betreffend die Regulierung der Straße vom Noten Kreuz zum Schulgebäude auf dem Laibacher Moor. — Hierauf geheime Sitzung. — lDie österreichische Flagge iu Tiidamcrika.j Der Austru.Americana Dainpfer „Kaiser Franz Josef l." liattc am 22. September eine Sonderfahrt nach Brasilien, Urliguat) nnd Argentinien uuternommeu, uin die österreichische Handelsflagge aus ihrem größten nnd schnellsten Fahrzeuge in den Häfen von Südamerika zu entfalten. Zahlreiche vornehme Passagiere ans den siid» amerikanischen Kreisen in Paris halien die /sahrt mit-ssemacht, eine Grnpve österreichischer Aristokraten sowie der Sektionsrat im Ministerratspräsidinm Dr. Breisli fuhren bis Teneriffa, ^ür die argentinische Presse war Verr Adulfo Keren aus Vueuos Aires designiert. Nahe an 500 Türken nnd Araber benutzten diese Gelegenheil zur Auswanderung. Ihnen wurde ein eigener Teil des Schisses eingeräumt nnd eiue besondere Küche ein.gerich» let. Von Teneriffa »lach Rio de Janeiro brauchte der ^ompser acht Tage, so daß er mit seiner Schnelligkeit «u, diesem südliche,, Gebiete bisher nnübertroffeu da-Nel)t. ^n Nio >de Janeiro, der Hauptstadt Brasiliens, wurde das Schiff mit großen Festlichkeiten empfangen. j Der l. k. Geschäftsträger Ritter Egger von Hoollwald hatte den Präsidenten der Neftnblik Marechal Da Fon-seea eingeladen, das Schiff zu befichiigen. Der Prässdenl ließ sodann an Seine Majestät Kaiser Franz Josef 1. eiu Telegramm absenden, in welch.m er seiner Freude dariiber Ausdruck gab, das schone Schiss, »velches des Kaiserz Namen tragt, in Brasilien begrüßt zn haben, nnd die Hoffnnng anssprach, daß fich die lünsligeu Han-delsbeziehnngen der beiden Staalen auf das beste gestalten mögen. Das Telegramm wurde von Seiner Majestät auf das ausführlichste beantwortet. Die hervorragendsten Vertreter der österreichischen Kolonie vereinigten sich dann mit den brasilianisechn Ministeril nnd sonstigen Re° gierungsvertretern zn einem großen Feste an Bord des „Kaiser Franz Josef I." — Tagsdaraus, am 9. Oktober, ankerte der Dampfer in Santos, dem bekannten Hafen der Kafffeestadl San Paolo, die auf einem felsigen Ter. rain oberlM' von Santos liegt. Anch dort lvar die ösler. reichische Kolonie vollzählig erschienen. Der k. f. Konsnl Louis Jank'.ns mit seinem Sekretär Herrn Albert Reu-ilnger und der f. k. Konsul von San Paolo mit seinem Sekretär Herrn Kosovsli, sowie die Vertreter der Re-gierung lind der Stadt Sau Paolo vereinigte» sich zu einein fröhlichen Bordfeste. Am 12. Oktober lvar das Schiff in Buenos Aires, dem Endpnnkte seiner Reise, der Hanplstadt von Argentinien, angelangt. Die Orts» grnppe des österreichischen Flotlenvereines mit ihrem Vizepräsidenten Herrn Otto Polliher, d^r österreichisch, ungarische Klub» und HilfsVerein mit Herrn Peter von Michanovich erwarteten den osterreichisch-uugarischeil Geschäflslräger, der sich an'der Spitze des Notschaftsund Kousularpersonales znr Begrüßung einfand. Es wurde ei» Huldigungstelegrannil an Seine Majestät Kaiser Franz Joses I. abgesandt und der Anslro-Ame-rieana fiir ihren Unlernehmnngsgeist der Dank ansge-sprochen. Der Vertreter dieser Gesellschaft, Herr Antonio Eosnlich, begrüßte voll Frende die Vertreter der öfter, reichisch.nngarifchen Kolonie nnd besonders die Orts» gruppe des Flottenvereines. Auf der Rückreise wurde ebenso wie auf der Hinfahrt Bareelona angelanfen, wel» cher Hafen nunmehr monatlich einmal von der Anstro> Americana besncht werden wird. Die Presse von Bar-eelona erklärte den Dampfer „Kcnser Franz Josef I." als den größlen nnd schönsten, der in ihren Hafen je eingelaufen sei. (Der „Kaiser Franz Josef I." ist ,licht nnr das größte nnd schnellste Schiss, das unter österrei» chischer Flagge fährt, sondern überhaupt der bedeutendste Dampfer, der in irgendeinem Adrialischen oder Mittelländischen Hafen zn Hanse ist.) Vom 25. Ollober <>s 1. November sand in Madrid ein Fremdenverlehrskon-greß stall, der zumeist von Fraukreich, Portugal nnd Spanien beschickt war. Von Österreich ».xir nnr die Anstro-Amerieana vertreten. Der Delegierte dieser Ge-sellschast wnrde von der gesamten Madrider Pressc ans das freundlichste begrüßt und die nene Verbindnng mil .Österreich ausführlich besprochen. Der spanische Botschafter beim Ouiirinal Se. Exzellenz de Pigna y Millet benutzte den heimfahrenden Dampfer „Kaifer Franz Josef I.", um sich nach Rom zn begeben. TaS Schiff ist am 6. November in Trieft angekommen, wo es von einer zahlreiche» Menschenmenge envarlet nnd begrüßt wurde. Die Passagiere hatteu sowohl aus der Hinfahrt als ans der Rückfahrt dem Kommandanten Kapitän Gerolimich in einem gemeinsameu Doknmenl fiir die vorzügliche Führung ihren Dank ansgesprochen. — Jahrbuch des ssewcrblichen Nuterrichtswesens.) Über Anflrag des k. s. Ministeriums für öffentliche Arbeiten ist im k. k. Schnlbiicherverlage ein Jahrbuch des gelverblichen llnlerrichlswesens »nd der lech»isch-wir!° schastliclien Gelverbesördernilg in .Österreich fiir das Schnljahr 1912/13 erschieiien, welches eine genane Über. ficht iiber das gelverbliche Unlerrichtswese», seine Inspektion nnd oberste Leilnng, iiber die Grnndzüge seiner Organisation, die Vernxillnngsprinzipien, serner ein Verzeichnis aller staatlichen und nicht staatliehc» gewerblichen Lehranstalten nnd der an ihnen beschäftigten Lehr» kräsle, endlich hmfichtlich der technisch-wirlschasllu-hen Gewerbeförderung eingehende Informationeil iiber Organisation, Verwaltungsprinzipie» und die znr Verfü-gung stehende» Mittel enthält. — Wie ans dieser knrzen InlMsübersicht hervorgeht, ist das Werk nicht nnr siir die Leitung nnd die Lehrkräfte der erwähnleu Anstalten, sonder» anch fiir gewerbliche nnd industrielle Kreise über» l>aupl vo» dem größten Interesse. — lVoul Voltsschllldiruste.j Der k. k. Landcsschnl-rat für Krain I)al im Einvernehmen mil dem krainischen Landesansschnsse auf Grnnd des ^ 12 der desinl'liven Schlil. n»d Unterrichlsordnung zu bewilligen befunden, daß an der zweillasfigen Volksschule in Groß-Dorn ini Schliljahre 1912/13 der nicht obligate Unterricht in der dentschen Sprache eingeführt werde. Diese Bewilligung ist jedoch an die Nedingnnsi geknüpft, daß für die ge> dachte Unlerrichtserteilung mindestens drei wöchentliche Unterrichtsstnnden angesetzl werden »nd daß sich dazn wenigstens zehn Schulkinder melden. - Weiters Hal der Landesschnlral die Znsammenziehnn l. der Knaben, nnd Mädch,»»viederholnngsschnle beim ' ieligiousuulerrichle ail der Volksschule iu Lipoglav im Schuljahre 1912/13 bewilligl. — Der k. k. Bezirksschulrat in Lillai Hal an Stelle der studienhalber benrlanblen Lehreri» Angela Sakolnik die gewesene Lehrerin in Vischuflact Ama-lia Hroval znr Cnppleillin an der Volksschule in Watsch bestellt. — lAus bcr Kommission zur Förderung der Vor-waltungsreform.j Ans Wien wird nns geschrieben: Die miindliche Enquete, die von der Kommission zur Förde, ruug der Venvaltnuqsresorm veranstaltet »onrde, nm die , Wünsche der beteiligten Kreise der Vevötterung i» bczng auf die« Reform der inucren und der Fina»zverwaltu»g zu vernehmen, hat nach zehntägiger Dauer <'m vorigen Samstag ihreu Abschluß gefundeu. Die ar.s den ver. schiedensteil Nevölkernngs' nnd Fachkreisen eingeladenen Erperlen »vilrdeil länderweise auf Grund eines 43 Pnnkte umfassenden Fragebogens über die Organisation, den innere» Geschäflsgaog nnd das Versahren sowohl bei den staatlichen als anch bei den anwnomen Behörde», ferner über die Beziehnngen zwischen diese» Behörde», iiber die Verwaltungsgerichtsbarkeit, die Haftpflicht des Staates nnd der autonomen Körperschaften, endlich über die Wünsch in bezng ans die FinanzveNvallnng eiu. veruommen. K rain imd Küstenland kamen am 7. d. M. an die Reihe nnd es nahmen an der Encmete fiir diese Länder als Erperten teil: Herr Dr. M a jar on, Advokat und Kammerpräsident iu Laibach, Herr Dr. P u e. ch e r, Abgeordneter und Direktor der Nezirkskranlen» lasse iil Triesl, und Herr Dr. Znecon, Advokat i'nd LandeSansschußbeisitzer i» Pola. — sTammluuq von mildr» Gabeu.j Das !. l. L.in-despräsidi,lin für Kraiu hat dem Frater Genxisi'.,s V i d iu a r die BeNnlligung erteilt, zugunsten des Kaiser Franz Joses-Spitales der Barmherzigen Brüder in Kan. dia bei Rndolfswert milde Gaben in Krain von Haus zu Halls durch ein Jahr zn sammeln. — Der Wohllälig. keitssinn unserer Bevölkerung >vird sich jedenfalls anch bei dieser Sammluug, die einem eminent humanitären Institut zugute kommen soll, wieder betälige». -"' lLiedertafel.j I» der Glashalle d,r Kasi»o.Oast. >virlscl>aft veraiistaltete der deutsche MännergesangSver-ein „Vonvärts" SamStag abends seine Herbst-Liedei-tasel. Der zahlreiche Bestich zeugte von der. Beliebtheit, d.ren sich der rührige uud strebsame Verein erfreut. Der (5hor verfügt über eiu frisches Stimmateriale vou g»lem Kla»g, sei»e Vorlräge macheil durch ihreu lebe»svolle>', fröhlichen Geist, der sie beherrsch», den besten Eindruck. Der Ehormeisler, Herr Josef Lebitsch, bemnlsl sich mit viel Eifer und gutem Erfolg, auch den InHall dnrch feinere Schalliernnge» ansdrncksvoller zu gestallen. Ein strammer kräftiger Ehor von ihm, „Aus, deutsche Sän-ger!"'fand lebhaften Anklang. Die Hnmoristen des Ver. eines, die Herre» E 1 adIer »nd K örbl e r, erheiler» ten »iil ihre» lanilige» Darbietungen in hohem Maße die Zuhörer. Das Laibacher deutsche Saluuorchesler unter Leitung seines Dirigenten, Herrn K l a n e r , bewies in einer Reihe zündender Musikstücke, daß es schöne Fort-schrille gemacht hatte. — Der Liedertafel folgte ein froh. liches Tanzkränzchen. — sDer laiholischc- Geselleuvereinj veranstalte!, vorgestern lim l! Uhr abends in seinen Vereinslokaülälen eine aus GesaiigSnnmmern nnd dem dreiaktige» Schau» spiel „Zapravljivec" bestehende Abeudunlerhaltnng, ek in Trilovee bei Zlvischenlvässern mit seiuer Ehegattin in einen heftigen Streit, in dessen Verlause er eine Ofengabel ergriff nnd damit seine Gat. tin derart bi'arbeilete, daß die Osengabel zerbrach. So-dann ergriff er einen Dreschflegel n'nd schlug aus seiue Gattin los, bis sie in der Küche zusammenbrach. Hieraus entfernte er sich nnd kam erst gegen Abend nach Hanse. Seine Ehegattin lag »och immer bewußtlos iu der Küche.^ Er schleppte sie ins Wohnzimmer, wo sie laid daranf starb. Polen^ek wnrde verlostet und dem Landes» gerichle eingeliefert. Das dem Alkoholgeunsse ergebene Ehepaar hatte schon seit längerer Zeit in Unfrieden ge. lebt. ' . ' — schadenfener.j Ans St. Georgen bei Krainbura, wird uils unter dem gestrige» geschrieben: Heute um halb 2 Uhr uachmittags schlügen beim Hanse des Io° haun Marlnl Flammen empor und äscherten in kurzer Zeit das Wohnhaus sowie deu daneben besindlichen 5)en» boden ein. Die Ortsfenerwehr tat ihr Möglichstes, eben» so die ans Krainbnrg herbeigeeilte Fenerlvehr/ doch konnie sozusagen nichts gerettet, sondern nnr der Brand lokalisiert werde». — lübcrsllllcn.j Der Manrergchilse Alois Lov^e aus Gradi^-e be,i Moräutsch luurde uulängst in der Ort. schast Rovje zur Nachtszeit von znx'i OrtSbnrschen aus Eisersuchl ubersalleil lind durch Messerstiche schwer ver-letzt. " ' / , ^ Laibacher Zeitung Nr. 260. 2494 12. November 1912. — jSchwer verleht.j Der Grundbesitzer Iol^anil Kamnar in Hrastje n,'lirde diesertage von einem Schmied-lehrling, inil dem er lllrz vorher einen Streit hatte, vor seineiil .Hanse überfallen »nd mit «'inem Messer in die linse Schnller gestocheii. Kanlilar erlitt eine peinlich lange, bis znnt Knochen reichende Schnitlwnnde. — jErtrunken.^ Am vergangenen Sanlstag vorinil-tags siel das zwei Jahre alte Besiherstöchtcrchen Iosefa Fink in Srednja vas bei Dobrunse, das mil anderen Kindern vor dein elterlichen Hanse spielte, in den Hans-brnnnen und crtranl darin. — ^Verhaftung ciues Diebes.) Am vergangenen Samstag nachmittags unirde in Abwesenheit der Hans» lente ins versperrte Hans des Besitzers Jakob Ko'-ir in Prevek, Gerichtsbezirk Littai, eingebrochen. Der Dieb stahl darans einen Männeranzng nnd ein Gebelblich, dann ein ledernes Geldtaschen mit ein>m kleinen Geldbeträge. Der Vestohlelle, der den Diebstah! bald bemerkte, verfolgte in Gesellschaft eines Nachbars den unbekannten Dieb lind es gelang ihm, diesen außerhalb der Ortschaft Prevek einznholen. Die gestohlenen Kleider hatte der Dieb bereits angebogen und wollte sie.dem Beflohlenen keinsfalls znrückgeben. Er wnrde genxilt-tätig nnd schlug ihn mit der Fanst ein pciarmcil derart ins Gesicht, daß Ko^ir leicht verletzt wnrde. Der Dieb wnrde einem mittlerweile herbeigeholten Gendarmen überg.ben, der ihn dem Bezirksgerichte in Littai ein« lieferte. Der Arretierte nannte sich anfangs Franz Po» povn', Taglöhner ans Peltan, später aber Joses Podles^ nil ans Hl. Kreuz bei Gnrtseld. Wie weit seine Angaben ans Wahrheit bernhen, werden die gerichtlichen Erhe-bnngen ergeben. — naltt i» Kaibach.j Ans den Wochen-viehniarll in ^ciibach ani 6. d. M. wlirden 5l3 Ochsen, 170 Kühe. 23 Kälber nnd 35)<^ Pferde misgetrieben. Dar. nnter befanden fich 300 Schlachtrinder. Die Preise lw> tierlen für Maftochstell mil 90 bis 100 l<, fnr halbfette Ochsen mit 80 bis 90 l< nnd für inagere Ochsen mit 74 bis 78 l< fiir 100 Kilogramm Lebendgewicht. " jVerlorrn.j Eine filberne Damennhr mit goldenem Neif, ferner ein Geldtäschchen mit 50 15 nnd eine Zehnsronennole. Theater, Kunst und Titcratur. "" Kaiser Franz ^oseph-Iudilliumctheater.j Znr Vorfeier des 153. Gebnrtstageo Schillers sühne di. dentjche Bühne desfen antikisierende Tragödie „Die Brant von Messina" anf, die als eine Knnstschöpfnng niil der Pracht ihrer Diktion lind Poefie iiberwälligend anf den Zuhörer wirkt, desfen Anteilnahme sich halipt-» sächlich der Form, nicht dem Stosse, zulveildet, denn anch Schiller war der Stoff der Tragödie Nebenfache, die Nehandlnng nach dem Vorbilde der Antike Hauptsache. Den Gebranch des Chors l)at Schiller in seiner herrlichen Vorrede zn der Tragödie gerechtfertigt nnd zngleich Mahnivorle an Darsteller nnd Pnbliknm gerichtet, die anch henle ihre volle Bcrechlignng haben. Müssen »vir nicht selbst so hänfig die Wahrheit seines Anssprnches erkeilnen: „Es ist nicht wahr, llxis Ulan gewöhnlich be-hanpten hört, das; das Pnblilnm die Knnst herabzieht. Der Künstler ziehl dao Pnbliilnn herab nnd zu allen Zeiten, wo die Knnst verfiel, ist sie dnrch die Künstler gefallen. Das Pnblilnm branchl nichts als Empfänglichkeit, und diese besitzt es . . ." Mit voller Empfänglichkeit nahm anch das Publikum das herrliche Wert des Meisters anf; die Ingend halle sich besonders zahlreich eingesnnden, Schiller im Herzen, Veisall in den Händen, nnd gab ihrer ehrlichen Begeisterung, ihrer Freude be» redten Ansdrnck. Wir wissen der Vühneuleitung nnd der von ebenso grof^ni Verständnis wie ^iebe znr edlen Sache zeugenden Spielleitung des Herrn G r u n e Dank, daß sie die Ansführnng der Tragödie würdig gestalteten, die Vorstellnng gewissenhast vorbereiteten nnd ihr einen schönen, stimmnngsvollen Nahmen verliehen. In sein« sinniger Gliederung wnrden die großen Schwierigkeiten überwunden, lvelche die Verwendung des Chores birgt, der in der Tragödie die beiden bürgerlichen Parteien von Messina darstellt. Der Chor trat nicht Marionetten-haft anf, sondern folgte mit Teilnahme den Reden sein.r Führer, hielt eine würdige Haltung ein nnd löste sich sinnentsprechend in malerische Grnpp n ans. Das Wich. tigste der Neden !var geblieben, die Spielleitung begnügte sich nur mit bescheidenen Striche» nnd anch das Znsa'm. nunsprechen des Chores — das natürlich anfs äußerste Maß beschränkt war — entsprach dem Geiste der Dich. tung. Die Tragödie verlangt von den Darstellern eine gereifte Sprechkunst, da ja^ Schiller in seiner Vorrede eindringlich hervorhebt, daß „die lyrische Sprache d.s Chors dem Dichter auflegt, verhälluismäßig die ganze Sprache des Gedichts zu erheben nnd dadnrch die sinn-lichc Gewalt de5 Ausdrucks zu verstärken, nnd ihn nötigt, alle seine Figuren auf den Kothurn zn stellen und seinem Gemälde dadnrch die tragische Größe zu geben." Von der Wichtigkeit ihrer Aufgabe dnrchdrung'.n', bewährten sich die Führer des Chores, Herr I ores lEajetan) nnd Herr G r n n c sBohemnnd) als treffliche, klare Sprecher; würdig schlössen sich ihnen die Herren Felix lBerengar), Vühm iKoger) nnd Stögcr (Tristan) an. Der tragischen Größe Isabellas brächte Fräulein NeufeIddas tragische Ansdrncksvermö'gen der gereif-ten Schauspielerin, eine gefestigte Pathetische Sprache und die dramatische .Haltung entgegen. Daß sie oft mehr Deklamation als Charakteristik gab, liegt in der Natur der Rolle. Fräulein Neuseld ist jedenfalls eine sctMens-lverte Vertreterin des klassischen Faches und war dies-mal an richtiger Stelle verwendet. Die passive, lyrische, in allgemeinen Umrissen gezeichnete Gestalt der Beatrice gab Fräulein Kelseu mit zarler Empsindnng in sanften Tönen. Die Sprechknnfl des Herrn F ü r st bewährte sich leider als Mannel ebeuso wenig wie als Fanst. Er spricht eine Mnndart mit Fehlern der Aussprache, die znm größten Teile unverständlich bleibt. Das Geringste, nxis aber von einem Schcm spieler gefordert werden m n ß, ist eine dcntliche, verständliche Sprache. Man lann voni Pliblilnm nicht verlangen, daß es die Dichtung mitlese, um ihren Interpreten zn verstehen. Zudem war das Spiel des Herrn Fürst, der sich eine unglückliche Maske zurechtgelegt halte, manieriert. Herr Äd lila r spielte »nd sprach den fenrigen Cäsar mit jenen Fehlern des Anfängers, dem nicht Begabung nnd schauspielerische Intelligenz abzusprechen ist. Er überhastete nn,d überstürzte sich hänsig nnd Neß die Iamben stellenweise mit nndentlicher Geschwindigkeit ans dein Mnnde lansen. Velonnngsfehler liefen anch nnter, was übrigens nicht minder dcn andereil Darstellern znr Last fällt. Herrn Adolar sei zndcm eine bessere Haltung lind ein lebhafteres Mienenspiel anempfohlen. In den Schlllß-szenen »var er natürlich nnd fand den richtigen. lebensvollen Ton der Verzweiflung. Die Herren Twerdy uu,d H er b ft entledigten sich ihrer kleinen Ansgaben als Diego nnd Bote entsprechend. Die Ansnahme der Vor° slellllng bewies, wie das Pnblil'nm ideale Vestrebnngen zn wiirdigen w.iß. — Dein hohen ^iede der Schillcrschen Tragödie folgten Sonntag abends die verlockenden Töne der 'kleinen Kunst mit der Operette „100l Nacht", bekanntlich eine von Stein nnd Lindau der Straußschen Mnsil zn „Indigo" aufgepfropfte phantastische, wenig lnrzweilige Märchendichlnng. Die Vorstellung lrng nicht nnr den: Nnlerl)altl!!lgsbedllrfnis, sondern auch der Schanlnsl Re<,hnnng, da sie glänzend ansgeslatlet und inszeilierl war. Der mnsikalische Teil bot Fränlein Kram er und Herr,l Hilde Gelegellheil, ihre be« »oahrle, wirksaiue Sangestullst zu entfalten und reicheil Beifall zn ernten. Fränlein Lamb au er nild Herr Berko brachten wie immer frisches, fröhliches Leben anf die Buhlte, Fran Fa l k e n ft e i n hatte als alternde Odaliske die Lacher anf ihrer Seite; die Herren Felix »nd Twerdy waren recht komisch, ersterer machte sich um die geschickte Spielleitung verdient. Chor nnd Orchester hielten sich nnter Leitung des Kapellmeisters Herrn Hager tüchtig. — Geskrn abends prodnzierte sich der Vari^lünstler T>anny G ü rile r als Dichter, Rezitator, Sänger, Mnsiker niid Tänzer. Sein Ans-lreteil, seiil Benehmen nnd seine „Nonverfcition" niit dem Publikum »var so verblüsfend, daß wir gerne daranf verzichleii, die Tarbielnilgeil dieses Kraftgenies kritisch' zn bekuchten. Darüber >var jedoch niemand im Zweifel, daß sie ebenso wie der Vcrkans seiner „Werke" ins Va» ri5t6theater gehören. <1. — (Auö der deutsche» Theatcrlanzlei.j Heute ge» langt das vieraklige Schanspiel „Die rute Robe" von Engine Brienx zlir T>arstellnng. Das hochinteressante und spanmnde Wert gehört dem Spielplan des t. l. Hofbnrglheaters an. Spielleiter Karl Grüne hat das Slücl ans das Sorgfältigste inszeniert. — Donnerstag findet eine Anfsührung der beliebten Operettennenheit „Der Franenfresser" von Edmuild Eysler statt. Für diesen Abend gelten die gewöhnlichen Preise. Diese Aufführung !xs reizenden musikalischen Werkes isl zn» gleich die letzle in dieser Spielzeit. ^ lPhilharmonische Gesellschaft.) Der erste Kam» mermusilabend gestaltete sich zn einem großen künstle rischen Erfolge und brachte den ansübenden Künstlern, den Heireil Konzerlmeisttr Hans G e r st n e r, Heilirich Wettach nnd den Lehrern der Gesellschaft Robert H ü t l I, Rndolf Paul n s nnd Inlins V a r g a, herz. liche Ehruilgen. Letzterer bewährte sich als feinfühliger Pianist von besonderer Begabung, dessen Mitwirkung bei den Kantmermnsikveranstaltnngell frendig begrüßt wer-dcn kann. — Das Konzert, das mäßig gnt bcsnchl wen Hafen bis zur allgemeinen Abrechnung aufschiebe. London, N. November. Tie „Westminster Gazette" schreibt: Wir wiinscl>en die Ncdentnng der österreichisch« ungarisch-serbischen Frage nicht zu verkleinern, aber die Idee, daß sich Osterrcich'-Ungarn mit Nnßland deswegen in einen Konflikt stürze, und andere Mitglieder des Drci« bnndes nach sich ziehe, erscheint uns lächerlich. Österreich» Ungarn hat sich bisher vollkommen korrett und gednld'st verhalten; aber die albanische Frage ist so wichtig fül Osterreich.Unn.arn und Italien, daß wir füglich nicht erwarten können, daß sie den serbischen Standpunkt als ein Dcfinitivum betrachten. Es ist von Nedentung fü^ ganz Europa, daß, lvcnn dieser .Mmpf vorüber ist, Al« banien nicht an Stelle von Mazedonien das X der orientalischen Gleichung werde. Laibacher Zeiwna Nr. 260. 2495 12.November 1912. London, 11. November. Alle Blätter billign in hohem Masze die Erllärung des Prcnncrminislcrs As-qliith, daß säintlichc gefährliche fragen einer allgemeinen NMlün^ ^nsiesiihrl lverden sullen. „M^rningpost" > schenken, mit' sich bringen wnrde. „Daily News" schreiben, es scheine, daß Tslcrreich.Ungarn aggressiv sei, ill Wirklichkeit hält es sich vielleicht einfach in der Defensiv.'. Um die Untersti'chung Euwpas ,',u gewinnen, muß es die Gerechtigkeit seiner Haltung dartun. Wenn Ösler-reich-Ungarii beweisen kann, daß irgendein ^ebensinter-essr der Monarchie berührt ist, dann werde die öffentliche Meinung Europas ihm Genugtuung widerfahren lassen. Aber Beweise müssen sich auf Tatsachen stützen. Eine Wiederholung traditioneller Formeln werde nicht genügen. Wien, I I. November. Die „Sonn» und Montags-,,eilmig" faßt den Standpunkt der Monarchie in der 3^altansrag7 in folgenden vier Punkten zusammen! >.) Unverkürzte Sicherung der Absahrlsgebiete nach dem Orient und Freiheit des'Handelsweges nach Salonichi, 2.j Integrität Albaniens, 3.) Sicherung der politischen Interessen Österreich-Ungarns durch die Schaffung ^ineH wirtschaftlichen Verhältnisses mit Serbien, welches politische Gegensätze ausschließt, und 4.) Kompensation für Rumänien. —Das gleiche Blatt meldet ans Budapest: Ter Präsident des Sobranje Danev überreichte gestern dem Minister des Äußern Grafen Berchtold eine Bot-scl)aft, welche sich auch auf die Stellungnahme Bulgariens und Serbiens zn Österreich-Ungarn bezieht. Sofia, 1 l. November. Der ,',Mir" hebt hervor, daß Österreich-Ungarn bisher eine vollkommen korrekte Hal-t»ng gegenüber den nitscheidenden Ereignissen ans der Balkanlialbiichl beobachtet habe, eine Haltung, die jeden Verdacht territorialer Absichten der österreichisch-unga-'lischen Monarchie beseitigt. Das Blatt erklärt, wir sind geneigt, allen Mächten nichtlcrriwriale Interessen zuzu-N'ienuen. Diesen Interessen N.chnung tragend, werden 5>i? Nalkanverbündeten eines wollen, das ist, daß die Mächte die vollzogene Veränderung begreifen und aus« hören, die Valkanslaaten als ihre Schutzbefohlenen zn betrachten. Jedes Übereinkommen mit ihnen auf dr ^asis der vollkommenen Gleichheit der Nechte beider ^'ile wird willkommen sein. Paris, II. November. Mehrere Blätter, nmmnt» lich der „Ganlois" nnd der „Petit Parisien", sprechen Unter Hinweis auf das Expose des Grase» Berchtold und die Thronrede die Hoffnung ans, daß Österreich-Ungarn keine aqgr,ssive Politil verfolge nnd vor Beendigung deo Krieges keine irreparablen Maßnahmen ergreifen werde. Tie Mächte der Tripelentente würden Österreich-Ungarn dafür Dank wissen und sich bemühen, eine den beider» leitig.n Bemühungen entsprechende Lösung zu fördern. Konstantinopel, N. November. Privatmeldnngen zufolge versuchte ein Teil der türkischen Armee, der sich bei (5orlu befand, gestern abends cinen bis Lüle-Vnrgas sich erstreckenden Nampf, wobei die Türken große Verluste erlitten haben sollen. Konstantinopel, N. November. Nach Blättermel-düngen hätten die Bulgareil vorgestern Nodosto besetzt. Der Kreuzer „Messudije" habe Befehl erlMen, die Ctadt zu bumbarduren und so die Ausschiffung von 3<>W Mann zu erleichtern, die von zwei Transportschif» fen dorthin gescl)ofst worden seien. Die Ansschiffung der Truppen sei gestern erfolgt. Die Bulgaren hätten No» dosto verlassen, das von den Türken wieder beseht wor» den fti. Konstantinopel, 11. November. (Amtlich.) Der Kom» Nlcmdant dlr ottomanischen Flotte meldet, die ultumani° !che Flotte habe eine bulgarische Batterie an der Küste von Nodosto dnrch Kanonenschüsse vernichtet. Sofia, 11. November. Wie der „Mir" meldet, ver° suchten türkische Trnppen der Adrianupeler Garnison Nestern mu I)alb l l Uhr abends an der Nordwest-Front einen Aussall, wurden aber durch das lebhafte Feinr der bulgarischen Artillerie unter erheblichen Verlusten zu» lück'gcschlMen. Konftantiuopel, ll. November. Wie die Blätter Helden, sind der interimistische Leiter des Kriegsmini. Zeriums Fevzi, Marscl)all Fuad, drei Generale und ^gen 50 Ulcmas gestern abends nach (?atald2a abgereist, ^rinz Abdul Halim ist aus den Kriegsschauplatz zurück» Mehrt. Konstantinopcl, 11. November. Nach Privatmeldun« Jen haltt,, zahlreiche Einwohner von Kavala nnd eineni benachbarten Orte ihre Wohnsitze verlassen. Äonstantinopel, 11. November. Das Preßbureau ^rüffentlicht offiziell ein Telegramm des Kommandanten der Weslarmec, das besagt: Die türkischen Truppen ^unruhiglen die Griechen neuerdings anf der Seitc von ^orooiü lind erbeuteten sieben .Kanonen mit Munition. <»le Griechen flohen in Unordnung. Am 9. d. M. tlah. ^lcn die Türken den Griechen wieder zchn Kanonen famt Munition weg. ilonstantinopel, 11. November. „Sabah" erklärt, es ^dic Pflicht der Npliicrung und der gebildeten albani-a^n Kreise, Europa über dic Bedeutung des muselmani. ^m. wuptsächlich aber ,l>es albanischen Elementes, aus. Klaren, das in der europäischen Türlei jedem anderen lennntr numerisch überlegen sei. Man dürfe daher in konsequenter Weise ihre Nechle nnd ihre Interessen nicht vergessen und man muffe ihren Forderungen Rechnung lragen. Bukarest, 11. November. Den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend, werden mit 4. d. M. die Mann-scljaften des ältesten Assenljahrganges in die Reserve vorsetzt. Die Entlassung der Mannschaften erfolgt in dem Maße, als die Rctruten einrücken. Englisches Unterhaus. London, >l. November. (Unterhaus.) Dic Regie» rung ist bei der Beratung der Humerule-Bill heute mit einer Majorität von 22 Stimmen geschlagen worden, indem ein Abänderuugsantrag der Opposition bezüglich des ganzen finanziellen Teiks des Gesetzes mit 228 gegen 206 Stimmen nxgenommen wurde. Das Haus l>at sich unter großer Erregung vertagt. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Gutachten des Herrn Dr. N. Zorn Brunn. Herrn I. Serravallo Trieft. Ich bezeuge Ihneu mit größter Bereitwilligkeit, daß ich Ihr Präparat „Tcrravalluö China-Wein mit Eisen" seit mehr als 15 Jahren in der Praxis und auch zum eigenen Gebrauche verwende. Diese Tatsache deklariert wohl am besten die Verwendbarkeit diefes vorzüglichen Präparates, Brunn, 14. März 1910. (5074) 2-2 Dr. Zorn. Vlektroradioqraph „Ideal". Programm für Diens» lag, Mittwoch und Donnerstag: PatP-Iournal sNeue-st s, Sport, Mode usw.); Der kleine Dänmling sMär° chen in zwei Allen, ein hervorragender Fritzchcn-Schla-ger, koloriert); Der Buchfink lwissenschaftlich, koloriert); Die eiserne Hand gegen die weißen Handschuhe lFort-setzung des ersten Teiles in zwei Akten, Dettttivdrama — nur abends); Moritz in Verlegenheit slomischer Schlager mit Prince). — Samstag „Die Brücke ülxr den Abgrnnd" lEinsturz einer Brücke samt Eisenbahn-zug). — Nächsten Dienstag „Goldfieber" (drei Akte, koloriert); „Max will größer werden" ^komischer Schlager mit Linder). (4722) Wstl-zlllllz.zllsO.zllliiizWDM in MG Heute Dienstag den 12. November 1V12 ^3. Vorstellung Logen-Nliouilcment ungerade Die rote Robe Schauspiel von Eugime Vrieux \ Schneiderin ^ wohnhaft Gradišèe Nr. 17 , ===== parterre, links ===== tk empfiehlt Hieb. Übernimmt Weißmiheroi und y Kleider. Mädchen zum Nähenlernen i 'werden aufgenommen. 47^0 2—1 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. << 2U. N. 722 2 3 l NO. schwach > neblig " 9 U. Ab. 17-5 3 0 » ! Regen 12> 7 U. F. ! 14 8 06> ' !» l 38 2 Das Tllflesmittel der gestrigen Temperawr bctraql 1-5°, Norniale 4 6°, Nachts Gewitterregen, darauf leichter Schneefall. Wien, N. November. Wettervoraussage für den 12. No» vember für Steiermarl, Kärnten und Kr a in: Veränderlich, meistens windiges Wetter mit Niederschlagen zu erwarten. ^ Für Budapest: Trüb, Niederschlage, nordwestliche lebhafte Winde. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funkenwarte. (Oennmdft nui> der ttiamischsn Znarlasje l»U?,) (Ort: Gebäude der l. t. Staats'Oberrealschulc.^ Lage: Nördl. Preite 4t>° 03'; i>st>, Länge vmi Greenwich 14° 3«'. Bebenaufzeichnungen: Am 7. November um 18 Uhr 15 Minuten und 21 Uhr Fernbebenaufzeichnuna. in Moncalieri. Nebenberichte: Am 7. November um 1b Uhr 15 Mi. nuten starke Erschiltterung in der Provinz Catanzaro, um 15 Uhr 30 Minuten Wiederholung in Mitet. V o d e ll u n ru h e: Mäßig stark. Anleunenstörunqe» : Am 11. November um 18 Uhr" II13"*. Am 12. November um 8 Uhr II. Funtenstärle: Am II. November um 18 Uhr äf. " Die Zeitaxgab?» beziehe» sich ans mitteleuropHische Zslt »üb werden »oil Mittl'limckt bi«! Mitternacht vu» « Uhr bl« 24 Uhr geMü. »" Häuftgleil di'r Hlürlil^e»' > »>el,r lelle», >et>e ll», bis «0, Mi.ml?.-II «!el»e»» jede 4, bi« lN, Minute; III ör!l»genn IV »sehr häuftn» iede b. bis lU, Sclmibe Eillladungeni V »sortbauerod» fast jede Lelmlbe; Vl »„»uiUsrbroche!!» zulauinleühänssende Veräuichc mit Funlen-bilbllng zwischen Aülenne und Eibe ober Sausen im Hör!elepl>u». Hlärle der Ttäniügeu: > «!et,i schwach», 2 «lchwach», « «mähiff start», 4 «start», ü «!ehr starl., -j- Lautftärle der Fuuleujprliche: » «taum uernelimbar», >> «selir schwnck» o «sckwuch», !,tl!ck>.. » »lrclüi«», l »sedr lrästia». Rayon-Vertreter wird für die The Perolin-Fabrikatur für Laibach und Umgebung unter günstigen Konditionen Reflektanten worden ersucht längstens bis 13. d. M. bei Herrn Berliner, Roisodirektor, Im Hotel „Union", Zimmer Nr. 46, vorzusprechen. Vsem 8orodnikom, prijateljera in znancem javljam pretresujoèo vest, da se je danes popoldne ob 2. uri moj iskreno ljubljeni brat, gospod Adolf Petrin tovarnar v 34. letu svoje starosti, previden s svetimi zakramenti, po kratki, muèni bolezni preselil r vecnost. Truplo nepozabnega pokojnika se bode v sredo, due 13. novembra ob 1/ii. uri, Hrenova ulica št. 8, slovesno blagoslovilo ter položilo k veÈnemu poèitku na poko-pališÈe k Sv. Križu. Sv. maše zadušnice se bodo služile v farni cprkvi pri Sv. Jakobu. Pokojnika pripoDÈam v molitev in blag spomiu. Ljubljana, dne 11. novembra 1912. Filipina Petrin sestra. . I. slov. pogrebni zavod Josip Turk. Laidachcr Zeitimq Nr. ^ P-U.4 #6-38 84-66 2 k. st. K. (Jän.-Juli) p. K.4 8446 S466 . „ „ p. A.4 84 -86 84-66 5 4'2°/0».W.Not.Feb.Auf?.l".K.4-2 8T— ST60 a 4-2°/o „ ,, „ ,, P-A.4-8 87 — 8720 3 4-2"/0 ,, Hilb.Apr.-Okt.p.K.4-VJ «740 SV60 wU'8°/„„ „ ,, „p.A.42 W-40 S7-6C Losev.J.18ßOru60on.5.W.4 1666 /Mß Lobo v.J.1860z .i lOOfl.ö.W.4 443— 466-- LoBev.J.18«4zul00fl.ö.W---- 614-— G26-— Lose v.J. 18t>4za 60H.Ö.W-----819-— 831 — St.-Domän.-Pf.l20n.8(K)F.6 —•— --•— Uesterr. Staatsschnld. iJest.StaatBKohatzsc-h.rtfr K.4 97 — 9720 Oest.Goldr.Btlr.Gold'KaflBO . .4 10790 10810 ,.......p.Arrgt. 4 /07 90 10810 Oost.Rentet.K.-W.Rtfr.p.K. .4 84-40 84-60 „ ,. ., n ji »U. .4 84-40 84-60 Oest. Ren to >. K.-W. atonerfr. (1»12) p. K............ 84-40 &4-60 Oest. Route i. K.-W. 8tenerfr. (1912) \>. U............ 84-40 84-60 Oest.lnvo t.-Rent.8tfr.p.K.8>/, 7446 74-66 Franz Joaefab. i.Silb.(d.S.)5'/4 /07— 108-— Oaliz.KarlLudwig8b.(d.St.)4 8616 W/5 Nordwb.,ö.a.südnd.Vb.(d.S.)4 8610 8610 Rudolfsb.i. K.-W.8tfr.(d.S.)4 8626 Ar6-2f ?•¦ Staate e. Zahlung fibern. Eiseibaku-Pi iuritlts-OhllK. Böhm. Nordbahn Em. 1882 4 ///-76 111-76 Bühm.Westbuhn Em. 1885.. 87 26 8826 Böbm.Wostb.Em. 1895 i. K. 4 86-60 86-90 Ferd.-Nordb.E. 18N6(d. S.)..4 92-60 SS'to dto. E. l()04(d.St.)K___4 92-26 93-26 Franz Josefsb.E.l8S4(d.S )S4 88-40 89-40 Q aliz.Karl Lud wigb. (d.St.)F4 88-— 89-- Laib.-SUinLkb.!>00n.l000fl.4 9276 9376 Geld 1 War» Pro*. :.em.-Czer.-J.E. 18i»4 id.S.)K4 86-60 8660 Nor !wb., Oest. 200 11. Silber 6 100-40 101 40 dto. L. A E. 1908 (d.S.1K 3'/, 78— 79- Nordwb.,(>e8t. L. H.üOOfl. S.5 100-60 101-60 dto. L.B. E.1908(d.S.)K8l/j 7S-— 79 — 'Ito. E.1885 200 n.iOOOsl.S. 4 «7- 88-- RudolfabahnE. 1884 id.S.)S. 4 8660 87-60 Stnatsoisonh.-G. SOOF.p. St. 3 869-— 86920 cito. Er"'.-Ncti500F.p.St. 8 864- 866 — SüdnorddoutBcheVbdgb.n. S. 4 86-— 87- Unp.-gal.E. E.1CN7 200Silber 4 84 66 86-66 Ung. StaatHHchuld. Ung.StaatBknsBL'iiiich.p.K^Vi 98-40 r)S-60 Ung. Rente in Gold . . . p. K. 4 /03*0 t03-60 Ung.Rentei.K.stfr.v.J.l«10 4 84— 84-20 Ung. Rente i. K stfr. p. K. 4 84-16 S4-86 Ung. Prämien-Anlehen alOOfl. 418— 426-IJ.TheiBB-R.u.Szug. Prm.-O. 4 287— 299 — U-(!rundnntlantK.-üblg.ö.W. 4 86— 86 — Ändert »ftVntl. Anlehen. Be.-herz. Eis.-L.-A.K.i9O5ä 4l/, 9246 9S-4fi Wr.VorkehrBunl.-A. verl. K. 4 86-— 86- dto. Em. 1900 verl. K .... 4 86-20 86-20 (lalizischoB v. J.l89il verl.K. 4 84-— 86-- Rruin.L.-A.v. J. 1888Ö.W. .4 $3-60 94-60 Mährisches v.J. 1890v.o.W. 4 9V60 92 60 A.d.bt.Budap.v.J. 1903 v. K.4 8426 86-26 Wien (Elck.lT. J. 1900 v. K.4 86-- S6-- \\ ien (Invest.1! v.J. li*02v.K. 4 86-76 87-76 Witin v.J. 1908 v.K.......4 86-— 87-- HusB.St.A.lflOös.lOOKp.U. 5 103-26 103-76 Bul.St.-Goldanl.l907lOOK+Vj 92-— 98 — Pfandbriefe und Kommunal Obligationen. Hodonkr.-A. üut., f>0 J. ei. V\'. \ 8966 90-66 Bodonkr.-A.f. Dahnat. v. K. 4 97— 977b Bölirn.HypothekfnbunkK . .5 100- ior- dto. Hypothbk., i.67J.v.K.4 9f2o 92 26 _GohlJ_WWo" J*r..v. Böhm.Lb.K.-Schaldsch.,:>0J.4 90— si-— dto. dto. 78 J. K.4 88-SS 89-86 dto. h.-Schnldech. 78 J. * 89-- sq.... Caliz.Akt.-Hyp.-Bk.......t> —— —_ dto. inh.50J. verl.K. 4>/, 93-16 94-16 (ializ.Landesb.5lV,Jv.K. 4>/j 94-. $6-— dto. K.-Obl.UI.Em.42j. 4>/2 92- 93-— Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 6 98-80 9980 lBtr.K.-Kr.-A.i.62'/jJv.K. 4'/2 93-40 94-40 Mähr.Hypoth.-B.ö.W.u. K. 4 86-90 87-90 Nied.-öst.(.and.-Hyp.-A.66J.4 88-26 89-26 ObbI. Hyp.-Bank i.50 J.verl. 4 88-26 89-26 Otist.-uTjg. HunköOj.v. ^.W. 4 93-80 94-80 dto. 50 J. v. K..........* 93-30 94-30 Ccntr. Hyp.-B.iwiR. Spark. 4'/i 94— gft._ Comribk.,lJe8t. üng.41 J. 41/» 98-— S6-- dto. Cotn.O. i. 50'/, J. K4'/j 94-— se-- t!orBQ.B.-K.-A.i.5OJ.v.K4'/i 94— s6._ Si »rk.Innor8t.Bud.i.6OJ.K4'/j 96-— s^._ dto. inh. 50 J. v.K.....4'/4 86— g6-— .^rark.V. P.Vat. C. 0. K . . 4'/4 93-26 94-26 üng. Hyp.-B.in PofitK . . . 4Vi 93-76 94-71, dto. Kom.-Sch. i.50J.v.K4«/a »7-60 98-60 Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 84-66 M.si6 dto. Em. 1908 K (d.S.)... 4 84-60 86.2C> LetDb.-C.zer.-J.E.lH84300S.3ö 78-90 79-00 dto. 800 ö............4 86— sr_ h>taaUcisei)b.-Gus«!l. E. 1896 d. St.) M. 100 iM........3 «7-80 88-60 ^tidb. Jan.-J. 500 F. p. A. a-B 239-90 240 9o UnterkrainerB.(d.S.)f; W. . 4 —"— —•— Djverse Lose. H(.rkehrBbauk,allg. 14011.20 „ 848- 860-- Živnoetcn.banka lOOfl. 14 „ 266--~ 266-— Indostrie-Aktien. Berg- u.Hüttw.-d.. öst. 400K//fl6i— //o/'»« Hirtenberg P., Z.n.M.F. 400 K 1283— 1240-- Königsh.Zement-Fabrik 4O0K 878-— 880-- LengenfelderP.-C.A.-G. Ü60 K 173-— 177-— Scbluflknr?! Jield | U'are MotiiangftK.nttefr.-alp kio'I 93S-\ 939-— Perln-.ooBui si. A. u. K. nx't) 462— 466 — Prager Eiseaind.-GeRol, :>oo X 3280- 8260 — Rimamar.-Sali;(i-Tasj. )(>oO. 687-— 6SS-__ ?alg6-Tari.3tk.-B.. .. inoii 6*8-- 70s— »kodawerke A.-G. Pil:,. 200.« 782--- 733 — Wafifen-K.-G.^sterr. . lOtüi 1016-— 1026-— vVeißenselsStahiw.A-G.50'K 770- — 7*0-— Ws8tb. «argbaa-A-G IOt'H 678-— 682 — Devisen. Knrze Sichten and Solicr-hk. Dentsche F^ankplätze.. u?""-* iiao~-* I*alioni8üho H«nkplätr» . 94 92s s«/0 London........... . .?«-'wi 14U 1* Paris............. 'ist-.Qji U6-12* Valuten Münzdukaten......... n-43 u-47 ao-Francc-Stluko..... i.q-y. i$-2t ao-Mark-Stück«....... ?.? n* s8 64 DeütBche Reichsbanknotcn ii7S6 us 06 Italienische Baukjiotcn . 'J4-90 f-6 20 Rubel-Noien . . ......... zbi-— 2W7fl Lokalpapi«re n»ch Privatnolier.d. Filiale .1. K.K. priT.OeHt.CredK-Anfiult. Brauerei Union Akt. üOO K n j.;s— Z46-— Hotel Union ,, öOO ,, 0 —— —— Kraln. Banges. „ 200., 13 K S0O- - tio — ,. Industrio ,. *00 ., 420 480-— ünterkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 70 90-— KanksinaruS « '/j' - Die Notierung t>:imtlicher Afctlot. und der „Diversen Lobo" verstuhl ^i.-h iw htbek.