Nr. 90. Freitag, 2s». April 1894. 113. Illhllllma. AibacherMMma. °"Mhli° n ?^5e ? " Mlt Post versend »nn: «aüMirlg fl, l5, halbjährig fl. 7 ÜN. Im Comptoir: llriiic H "; ^'bjilhng si, ü 50. Mr die «»stsN»„g <>,« Hau« ganzjährig fl, l. - InststionssstbUr: Mr -^ "»^raie biz ,„ 4 ^z^,^ ^ü lr,, grosiere p>r Zcile s> tr,; bri oflcrc» W!ebcrholu»!,e» per Zelle 3 lr. Die «Laib. Zeit.» erscheint tHgNch, mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. Die «ld«ln«ftratlw, befindet sich Connressplay Nr. L, die Medllttlvn Nahnhosaasse Nr. 15, Sprechstunden der Redaction von « bi« 11 Uhr vormittag», — Unfranlierte »riefe weiden nicht angenommen, Vlanuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Weil. Aller^<-5 ""b ^.' Apostolische Majestät haben mit Lomm^t unterzeichnetem Diplome dem Obersten und den Ml«" der 8. Artillerie-Brigade Moriz Venus alle^nV^o mit dem Prädicate «Elbrinaen» ""Madigst zu verleihen geruht. Rer^l-5 ""^ l- Apostolische Majestät haben mit l. uMA Entschließung vom 27. März d. I. dem Alerank ^""alconsul zweiter Kategorie in Bukarest dez ^'" "'tter von Suzzara das Comthurkreuz geruht ^'^pH-Ordens allergnädigst zu verleihen VlleMM- und k. Apostolische Majestät haben mit Kustos a " Entschließung vom 6. April d. I. den bunten A ""lurhistorischen Hofmuseum und Privat-lichcn Hs f«Ulrich Verwerth zum außerordent' llüien all«. ''^ ^r Petrographie an der Universität in "ergnadlgst zu ernennen geruht. MaoeySli m. p. ^llerhüHf^ "5^ l. Apostolische Majestät haben mit Entschließung vom 6. April d. I. dem "Mchen 3 ?- bahnheilkunde und Leiter des zahn« ^cheff k "Alules der Wiener Universität Dr. Julius Prchs ' "en "iel eines außerordentlichen Universitäts. -^!^^äd^ verleihen geruht. Dieb ?lchtamtliche^Mil! ^uptsllchlichsten Ergebnisse der Kranlencassell-^. Statistik im Jahre 1892. steten" wü^. ^m Kranlenversicherungsgesetze er-l?schrieben«, ?. ."?^ l"d verpflichtet, die vor-Misten ^" UaUstlschen Daten innerhalb bestimmter Äst bei ! Aufsichtsbehörden vorzulegen. Diese Frist des dem w"r eisten Krankencassen mit Ende Mai »„a ^^"gsjahre folgenden Jahres ab. Die .Mchtsl,?^lchtigstellung der Ausweise durch die !!"en «m?^" erster und zweiter Instanz verursacht 'e letzter^ ^eblicheren Mühe- und Zeitauswand, als ?"b"na !" überdies auf eine möglichst intensive Aus-^t Bedai. ^^"istik für die Zwecke der Staatsauf-^ statist ^ nehmen haben. So kommt es, dass ^^^enAustveisefür die Mehrzahl der Kranken- cassen erst in den Monaten Juli und August des dem Erhebungsjahre folgenden Jahres beim Ministerium des Innern einzulaufen beginnen, wo dieselben einer neuerlichen Prüfung unterzogen werden. Diese Ueberprüfung sowie die Veranlassung der noch erforderlichen Ergänzungen und Richtigstellungen nimmt die folgenden Monate derart in Anspruch, dass erst nach Schluss des dem Erhebungsjahre folgenden Jahres das statistische Material in einer solchen Beschaffenheit vorliegt, dass mit der Zusammenstellung und Verarbeitung der einzelnen Ausweise begonnen werden kann. Die Zusammenstellung und Verarbeitung der statistischen Ausweise von mehr als 3000 Krankencassen beansprucht bis zur Gewinnung der hauptsächlichsten Resultate mindestens weitere drei Monate, woraus hervorgeht, dass die Fertigstellung des dem Reichsrathc zu erstattenden Berichts über die Kranlencassen-Statistik vor Ablauf des ersten Vierteljahres des auf das Erhebungslahr zweitfolgenden Jahres gänzlich ausgeschlossen ist. Diese Umstände haben das Ministerium des Innern zu dem anerkennenswerten Entschlüsse ver-anlasst, in Hinkunft die wichtigsten Resultate der Kranlencassen. Statistik noch vor dem Erscheinen des für den Reichsrath bestimmten Berichts der Oeffent-lichkeit zugänglich zu machen, sobald dies nach vorläufigem Abschlüsse der Zusammenstellung der statistischen Ausweise möglich erscheint. Der erste derartige vorläufige Bericht über das Jahr 1892 liegt nun vor, und wir entnehmen dem» selben die folgenden wesentlichsten Daten: Im Jahre 1692 functionierten 2834 Cassen. Von diesen waren 553 Bezirks« Krankencafsen, 1437 Betriebs - Krankencassen. 4 Bau - Krankencassen, 749 Genossen schafts-Krankencassen, 91 Vereins Krankencassen. Bei den angeführten Eassm waren durchschnittlich 1,739.500 Per. sonen gegen 1,666.790 im Jahre 1891, darunter 381.011 weiblichen Geschlechtes, versichert. Di? Zahl der nicht versicherungspslichtigen Cassenmitglieder betrug 109.680. Am Ende des Jahres 1892 betrug bei allen Kranlencassen die Zahl der Mitglieder 1664 230 gegen 1,592.820 zu Ende des Jahres 1891. Die aesammten Einnahmen dieser Krankencassen be-liefen sich im Jahre 1892 auf 14,098.392 fl. gegen 13 332.359 fl. im Jahre 1891, darunter 13,223.117 fl. aegen 12,470.236 fl. im Jahre 1891 an laufenden Beiträgen Die gesammten Ausgaben betrugen 12,897.858 fl. gegen 11,906.193 fl. im Jahre 1891. Die Reserve-fonds erfuhren im ganzen durch den hienach sich er- gebenden Einnahmen-Ueberschuss eine Dotierung von 1,200.534 fl., das ist von 9 07 pEt. der laufenden Bei-träge, und erhöhten sich infolge dessen im ganzen auf 7,773.937 fl. gegenüber 6,576.724 fl. zu Ende 1691. Die Dotierung (Zunahme) der Reservefonds belief sich bei den Bezirks - Krankencassm auf 6 76 pCt. der laufenden Beiträge (gegen 8-42 pCt. im Jahre 1891), bei den Betriebs'Krankencassen auf 13 35 pCt. (gegen 16 71 pCt. im Jahre 1891), bei den Genossenschaft«. Krankencassen auf 12 92 pEt. (gegen 13-17 pCt. im Jahre 1891), endlich bei den Vereins - Krankencassen auf 3-13 pCt. (gegen 5 69 M. im Jahre 1691). Ein Gebarungs - Ueberschuss ergab sich bei 2101 Cassen, von denen 1036 in der Lage waren, den Reservefonds mit 20 pCt. der laufenden Beiträge oder höher zu dotieren. 733 Cassen schlössen mit Gebarungsdeficit. Von den Bezirks-Krankencassen gebarten 356 mit Gebarungs - Ueberschuss, darunter 79 mit einem solchen von 20 oder mehr pCt. der laufenden Beiträge, 197 Bezirks - Kranlencassen schloffen mit einem Ge-barungsoeficit ab. Casfen mit Gebarungs - Ueberschuss gab es 1114 unter den Betriebs-Kranlencassen, 569 unter den Genossenschafts Kranlencassen, 60 unter den Vereins - Krankencassen, darunter 613 Betriebs-, 324 Genossenschafts- und 20 Vcreins-Kranlencassen, welche dem Reservefonds 20 oder mehr pEt. der laufenden Beiträge zuführen konnten. Cassen mit Gebarungs-deficit gab es 323 unter den Betriebs - Krankencassen (gegen 297 im Jahre 1891), 180 unter den Genossen-schafts-Krankencassen (gegen 143 im Jahre 1891). 31 unter den Vereins - Kranlencassen (gegen 17 im Jahre 1891). Unter den Krankencassen waren Ende 1892 1s 1 (gegen 221 im Jahre 1691) passiv. Der Gesammt-betrag der unbedeckten Verbindlichkeiten dieser Eassen belief sich auf 141.054 fl. (gegen 139.908 st. im Jahre 1891). Die Verwaltungskosten betrugen bei allen Krankencassen zusammen 1,027.040 fl., das ist wie im Jahre 1891 78 Procent der laufenden Beiträge. Die Cassen-leistungen erforderten im Jahre 1892 86 Proceut der laufenden Beiträge (gegen 84 Procent im Jahre 1891). Vom 1. August 1889, das ist von dem Beginne der Versicherung nach dem Krankenversicherungs«Gesehe, bis zum Schlüsse des Jahres 1892 haben die nach diesem Gesetz eingerichteten Krankencassen im ganzen circa 33 8 Millionen Gulden an Leistungen für ihre Mitglieder verausgabt. ^ Feuilleton. ' ^""nationale Kunstausstellllug in Wien 1894. Eigenbericht der «Laibacher Zeitung».) lll. Hat Spanien. Analen «?" bie Spanier auf der letzten inter-3" "ste Aufstellung vor vier Jahren gesehen, so ist !" der l5nI- !^' den man jetzt empfängt, entschieden ^treten. "°uschung. Wie glanzvoll waren sie damals n?er lnn^!. "eniger als sechs riesengroße Historien-U'la er^> Aufmerksamkeit des hublicums auf ^nnen Ä Sensation, sowohl durch das eminente gellen j ?s ihnen sprach, als auch durch die :5 ganzen m ^M furchtbaren Motive. Das beste Bild ?" Abteil '^""9 hatten damals die Spanier in Nass^uung, es war Salvador Viniegra «2 wär ^ 'gMng der Felder im Jahre 1800». Nullet f^pltzin air-Bild, wie es sein soll, famos ^ heiße !,? .""b breit gemalt und sehr naturwahr, ""'and bpss ere"t>e Luft auf den Feldern hat noch n Nian '1 dargestellt. M des N,"c!?"Ue gewohnt, in Spanien nur das U"n au^ '. ' nicht nur auf politischem Gebiete, Menschast . "°" diesem beeinflusst, in Kunst und Me es «us j" ,?^n. Im ganzen 18. Jahrhunderte Vr einer V^schem ^biete keine Rolle gespielt, d'r Anreami« M""nen Stagnation anheimgefallen. Rafael Mengs, welcher im " "M in. d,e königlichen Schlüsser in Madrid verzierte, brachten einigen Aufschwung hervor, konnten jedoch gegen den Manierismus des Barockstils nicht aufkommen. Francisco Ios<5 de Goya, ein Schiller Rafael Mengs', beherrschte die spanische Malerei bis zu seinem Tode im Jahre 1828. Er war der erste gewesen, der wieder den Muth besaß, sich an die Natur directj anzuschließen und selbe im Spiegelbilde des Volkslebens wiederzugeben. Eine neue Nera brach für Spanien mit dem Kampfe gegen Napoleon I. ,m Jahre 1808 an. Es erwachte zu neuem Leben, welches sich nicht nur in Revolutionen, auf den Schlachtfeldern und in den Cortes abspielte, sondern ebenso m der Literatur und Kunst zutage trat. Die Kunst hat seit damals schon alle Stadien zurückgelegt, Classlcismus und Romantik standen im Kampfe miteinander; der Eklekticismus schuf eine Menge Kunstströmungen, dle sich heute noch befehden Es wurden die Werke Overbecks studiert/die «Na^ zarener. beachtet, auch Cornelius und Schnorr von Carolsfeld übten chre Wirkung dH aus dass man der Zeichnung und Perspective, den Stiefkindern der spanischen Malerei, mehr Sorafalt zü^ wendete. "' ' Die Steigerung des nationalen Bewusstseins sükrte zur Herstellung einer großen Reihe von HistorienbUdern aus der Geschichte Spaniens und auch zu c n r ,^ ungewöhnlichen staatlichen Förderung dieses Kunst we?aes welche Strömung the.lwe.se noch heute anhält Da 3H erklärt sich auch das imposante'A.lftreien vor w>r Jahren. " "'" Im ganzen kann man die spanische Kunst folgendermaßen charakterisieren: «Neigung zu düsteren blutigen Vorwürfen, zu Impression, Realismus und Naturalismus, genaues Studium des Stosslichen und Decorativen, prächtiges Colorit und Beleuchtung. Die Landschaft ist in Spanien seit jeher vernachlässigt worden und zählt auch heute wenig gute Vertreter, dafür wirb das Genre sehr vorgezogen, was sich aus dem vielfach sehr malerischen und originellen Volksleben leicht erklären lässt.» Den Glanzpunkt der spanischen Abtheilung bildet diesmal Jose' Villegas' «Triumph der Dogaressa Foscari». Eine Riesenleinwand, von vielleicht sieben Meter Länge und vier Meter Höhe, nimmt die ganze Hinterwand des Saales ein. Das Colorit gipfelt in den beiden Farben weiß und roth. Sonderbar berührt es, dass man die Hauptfigur, nämlich die Dogaressa, anfangs gar nicht findet; erst nach längerem Suchen entdeckt sie das Auge tief im Hintergründe, in einem Gewühl von Personen, wo sie von zwei Würdenträgern an beiden Händen geführt wird. Der Zug bewegt sich über die große Freitreppe eines Palazzo direct gegen den Beschauer heraus. Vorne sieht man zum Theil das Wasser des Canals und die Plattform, von welcher aus das Staatsschiff, der «Vucentaurus», bestiegen wurde. Die Malerei ist als Freilichtmalerei an« zusprechen; breiter Pinsel, pastose Technik, prächtige Behandlung der Gewänder, feine Charakteristik der Gesichter, wenig Composition in den Seitengruppen. Die Senkrechte spielt eine große Rolle, die meisten Personen in Vordergrunde stehen gerade aufrecht, ja manche geradezu steif da. alle Aufmerksamkeit auf den Zug concentrierend. Nun ist die Haltung eines Pott-damer Grenadiers bei der Wachablösung für ein Hi- Laibacher Zeitung Nr. 90. 760 20. April 1894. Was die Erkrankungs- und SterblichkeitkverlM-nisse unter den Mitgliedern der nach dem Krankenversicherung« - Gesetze eingerichteten Krankencassen im Jahre 1892 anbelangt, so erkrankten von 1.739.500 Mitgliedern (ge^en 1,666.790 im Jahre 1891), 635.460 (gegen 582.369 im Jahre 1891), in 786.822 ErtrankunaMllen (gegen 719.464 im Jahre 1891) mit zusammen 13,000.662 Krankentagen (gegen 11,939,694 im Jahre 1891). Dazu kommen noch 32.349 Entbindungen (gegen 30.752 im Jahre 1691) mit 857.292 Krankentagen (gegen 814.814 im Jahre 1891). Sterbefälle gab es im ganzen 17.199 (gegen 16.674 im Jahre 1891). Hienach erkrankten von 100 Mitgliedern im Durchschnitte 3ß 5 (gegen 349 im Jahre 1891); die Zahl der auf 100 Mitglieder durch, schnittlich entfallenden Erkrankungen überhaupt (Erkran« kungs-Procent) war 45 2 (gegen 43 2 im Jahre 1891). Ueberdies entfielen auf je 100 weibliche Mitglieder 849 Entbindungen (gegen 8'5 im Jahre 1891). Das Sterblichteits-Procent stellt sich im Jahre 1892 auf 0 98 (geqen 1 im Jahre 1891). Im Jahre 1692 fungierten 212 Lehrlings-Kcancenkassen (gegen 176 im Jahre 1891) mit durchschnittlich 40.472 versicherten Lehrlingen (gegen 32.776 im Jahre 1891), von denen allein 30.655 den Lehrlings'Krankencassen in Niederösterreich (hauptsächlich in Wien) angehörten. Diese Cassen erzielten im Jahre 1892 eine Gesammt-Einnahme von 111.016 fl. (gegen 83.346 fl. im Jahre 1891), d?nen eine Gesammtausgabe von 95.502 fl. (gegen 32.438 fl. im Jahre 1891) gegenübersteht. Der hieraus resultierende Gebarungsüberschuss von 15.514 fl., das ist 15-6 Procent der laufenden Beiträge der Gewerbsinhaber per 99.193 fl. hat eine Erhöhung der Reservefonds auf den Stand von 53,642 fl. für Ende des Jahres 1892 bewirkt. Das Erkrankungsprocent der Lehrlinge ergibt sich mit 14 52. Einschließlich der Lehrlings-Krankencassen beträgt die Gesammtzahl der in die vorstehende Statistik einbezogenen Kranken« cassen 3046, welchen durchschnittlich 1,779.972 ver-sicherte Personen angehörten. Der social-demokratische Palteitag'und der erste Mai. Der kürzlich in Wien stattgefundene social«demo-kratische Parteitag hat in einer Resolution gegen den Ausnahmszustand in Prag und Umgebung sowie gegen alle Ausnahmsgrsetze überhaupt protestiert und erklärt, es solle, wenn der Nusnahmszustand bis zum ersten Mai nicht aufgehoben werde, auf allen Versammlungen, die an diesem Tage in Oesterreich beabsichtigt sind, gegen den Ausnahmszustand protestiert werden. Wir wissen nicht, welche Ansicht bezüglich dieses Gegenstandes in den Arbeiterkreisen die Oberhand gewinnen wird. Wird die Arbeiterschaft dem angeführten Dictate des Parteitages folgen oder wird sie sich von der Vernunft leiten lassen und von der zwecklosen Demonstration abstehen? Im Interesse der Arbeiter und der Sache selbst hoffen wir das letztere und rechnen hiebei auf den gesunden Sinn der Arbeiter, welcher ihnen sagen muss, dass der Ausnahmszustand in Prag und Umgebung mit den Bestrebungen der Arbeiter gar nichts gemein hat. In keinem geordneten Staate könne« derlei Demonstrationen gegen von den legislativen Körperschaften gebilligte Maßnahmen geduldet werden. Mit dem Rcchte der freien Meinungsäußerung haben Demonstrationen dieser Art nichts zu schaffen. Die Regierung, welche die Aufrechthaltung des Ausnahmszustandes nur als eine bittere Staatsnothwendigkeit an» ieht, wird zweifellos nicht ermangeln, die Ausuahms-verfügungen nach Wegfall der Ursachen, welche sie nothwendig a/macht hatten, aufzuheben. Da es ihrcm Ermessen geschlich überlassen ist zu beurtheilen, ob und zu welchem Zeitpunkte diese Gründe als weggefallen anzusehen sein werden, so könnte sich die geplante Demonstration nur als der Versuch einer Pression auf die Staatsgewalt darstellen, wobei das «3ic vnlo, «ic ^ubso» der Arbeiter zum Ausdruck zu kommen hätte. Damit würden die Grenzen des Rechtes der freien Meinungsäußerung überschritten sein und die daraus entspringenden Consequenzen sich von selbst ergeben. . Politische Ueberficht. Uaibach, 19. April Der permanente Steuerausschuss zog am 17. d. M. die Frage der Art der Einschätzung für die Personal-Einkommensteuer bei Ehegatten, Kindern und anderen in gleichem Haushalte lebenden Personen in Eröiterung. Das Subcomite schlug in Uebereinstimmung mit der ursprünglichen Regierungsvorlage vor, dass das Einkommen der Frau und der anderen Angehörigen der Haushaltung dem Einkommen des Vorstandes der Haushaltung hinzuzurechnen sei, so dass die Personal-Einkommensteuer von dem Gesammt-einkommen beider Eheleute und der etwaigen anderen Angehörigen festzustellen sei. Dagegen beantragten die Abg. Czecz und Dr. Menger, dass die Einnahme jedes einzelnen Steuersubjectes abgesondert einzuschätzen sei. In der Debatte hierüber wurde von den Anhängern der Anträge des Subcomite' geltend gemacht, dass die abgesonderte Einschätzung einen erheblichen finanziellen Ausfall zur Folge hätte. Seitens der Vertreter der Anträge des Abgeordneten Menger und Czecz wurde hervorgehoben, dass es doch nicht angehe, dass man, wenn zwei Leute eine Ehe eingehen, dieselben höher besteuere, als wenn sie abgesondert leben. Bei der Abstimmung wurden die Anträge des Subcomitis angenommen. Nachdem das ungarische Abgeordnetenhaus den Geschentwurf über das Eherecht in dritter Lesung angenommen hat, wird derselbe dem Oberhause übermittelt. Die Tabaksteuer-Commission des deutschen Reichsrathes lehnte gestern, trotzdem Staats» secretä'r Graf Posadowsky und Finanzminister Miquel bei der Debatte Concessionen seitens der verbündeten Negierungen in Aussicht stellten, mit 17 gegen 11 Stimmen den § 4 des Tabaksteuergesetzes ab. Dieser Paragraph lautet: «Der zum Verbrauch im Zollgebiete bestimmte fabricierte Tabak unterliegt einer Steuer nach Maßgabe dieses Gesetzes. Dieselbe wird ohne Rücksicht darauf erhoben, ob zur Herstellung Surrogate und Hilfsstoffe verwendet worden sind oder nicht.» Nachdem durch diese Abstimmung die Annahme des ganzen Gesetzes fraglich geworden, vertagte sich die Commission. Das preußische Abgeordnetenhaus genehmigte in dritter Lesung den Etat unverändert nach dm Beschlüssen der zweiten Lesung. Die in ungefähr sechs Monaten stattfindende Neuwahl eines Präsidenten der französischen Republik beschäftigt schon jetzt die öffentliche Mliliung in Frankreich. In den französischen Ze'^'< wird bereits eine ganze Reihe von Candidaten genali^ Ernst zu nehmen sind aber nur zwei von all dn! 8 nannten Persönlichkeiten, nämlich der gegenwaw» Präsident Car not und der Minister-Präsident ^" simir Parier. . ^ In der italienischen Kammer gab m vorgestrigen Sitzung Minister-Präsident Crisp'" friedigende Erklärungen über seine in der letzten Sly"'» gemachten Aeußerungen ab. Es kam sodann über Frage der Abgrenzung des Gebiets der Gemeinoe ^' baste zu einer Debatte. ^ ,,h Das englische Unterhaus hat die Bill betreM die Aufhebung der Befugnisse des O verhau es '^ Veto gegen vom Unterhause angenommene fesche zugeben, in erster Lesung angenommen. Das U haus verwarf ferner mit 252 a/gen 219 StM' das Amendement Balfours zu dem Antrage der ^«^ rung betreffend die Ernennung eines großen A"^ '^ für die schottischen Angelegenheiten. Hierauf w" die Debatte vertagt. Harcourt erklärte, dass ""! ^ Freitag fortgesetzt werden solle. Die Debatte " Uganda, welche für Freitag bestimmt war, wuroe der Tagesordnung abgesetzt. ^ Die zwischen dem spanischen Mmljter Aeußern, Moret, und dem Mitgliede der Senats" mission, Mochales, obschwebende Differenz wurde o« die Vermittlung des Senats-Präsidenten beigeleg',„, Die bci dem russischen VerkehrsmlNljte^ eingesetzte Commission zur Erörteruug der F^, . ^ Richtung kr nach dem Norden Russlands zu '"^ den Eisenbahn zu geben sei, sprach sich, wie v" für die Bevorzugung der Linie Wologda-ArchanaM ^ Im Senate zu Washington begannen ,, 2. d.M. die jetzt noch fortdauernden Verhandle über die Tarifvorlage. ^ h, Die «Times» melden aus Montevideo vom 'M dass der brasilianische Admiral De Me"^ mit dem Reste seines Geschwaders und ^, Mann den argentinischen Behörden unter ve dingung ergab, als politische Flüchtlinge behalt werden. ^ Tagesneuigleiten. — (Die Reise Ihrer Majestät ^ Kaiserin Elisabeth.) Man meldet aus " b,e vom 16. d.M.: Ihre Majestät Kaiserin Elisab.^^, unter dem Namen einer Gräfin von Hohenenis Y' ^ getroffen ist, hat, wie im vorigen Jahre, im b"" ^ Veau-Scjour, Appartements bezogen. Am M0l""^ die hohe Frau den San Salvatoreberg bestiegen, dessen Spitze man eine herrliche Aussicht genießt- ^ — (Mord an einem Mädchen.) »^^ wirb telegraphiert: Der Landwirt Roubinel '" ^^ei" sehte aus einer vorläufig noch unbekannten Ur>?^ ^b bei ihm bediensteten Mädchen mit der b^ec? ^ auf den Kopf, derart, dass das unglückliche Mao" ^ fort todt zusammenbrach. Roubinel und dessen ^^ftet an dem Verbrechen betheiligt erscheint, wurden ^sch) — (Der Vrand i n Ungarisch-Hr" M,i Aus Ungarisch-Hradisch wird vom 19. d. M. telegr^it-Die Entstehungsursache des Brandes, der geste" . Fe^ tags um 11 Uhr hier ausbrach, ist unbekannt. ») ^^^' verbreitete sich rapid infolge des herrschenden ^. Windes und äscherte 31 Objecte ein, darunterv^B storienvild nicht gerade nothwendig, umsoweniger, als auch zur Zeit der venetianischen Republik die Damen kaum ihren Zeitvertreib im Exercieren gesucht haben werden. Diese Stellungen sollen originell wirken, zeigen aber immer etwas Gesuchtes und oft auch Steifes, sie mehren sich leider immer mehr in der neuesten Kunst. Der große weiße Fleck in der Mitte des Bildes ent-puppt sich in der Nähe als eine Gruppe von weißgekleideten Ehrenjungfrauen, die man sich gefallen lassen kann. Eine Auslese von venetianischen Schön« heiten in allen Abarten der Haar- und Hautfarbe ist vertreten und auch fein gekennzeichnet. Die Schwarz-baarige schreitet sieghaft selbstbewusst daher, die Blonde blickt bescheiden zu Boden, die Rothhaarige wirft gefährlich-kokette Blicke umher u. s. w. Der Schwerpunkt des Bildes ruht in dieser Gruppe, alles andere kann man fast als Beiwerk betrachten. Nun drängt sich die Frage auf, war ein solches Geschehnis von nur localer Bedeutung ein passender Stoff fkr ein so umfangreiches Historienbild und hätte man bei dem Umstände, dass sich der ganze Vorgang in der Gruppe der Ehrenjungfrauen concentriert, die Sache mit einem geringeren Aufwande bemalter Lein« wand nicht auch zur richtigen Wirkung bringen können? Etwas Fürchterliches für ein farbenempfindendes Auge ist weiters der grell-zinnoberrothe Teppich, auf welchem sich der Zug daherbewegt. Seine schreiende Farbe erschlägt fast alle übrigen Töne oder fchädigt sie zum mindesten ganz bedeutend. Der kaustische Wiener Witz hat eine äußerst zutreffende Kritik des Bildes in die Worte gelegt: «Weiße Jungfrauen fchwimmen im rothen Meere.» Ein zweites Aufsehen erregendes Bild ist betitelt «Der Tod des Meisters», es stellt die Scene dar, wie einem beim Stiergefecht verunglückten berühmten Espada in der Kapelle neben der Arena die letzten Tröstungen der Religion gereicht werden. Die Gruppierung der Figuren ist ungesucht natürlich, das Ganze concentriert auf die Hauptperson, den zum Tode verwundeten berühmten Meister, besonders gelungen der Ausdruck in den Gesichtern. Die verzweifelnde Geliebte, welche sich über den Sterbenden stürzt, ist sehr wahr gegeben; in den Gesichtern der knienden Espadas sieht man verschiedene Regungen, Schadenfreude bei den Concurrents um die Berühmtheit, Mitleid bei anderen, welche das elgene, wahrscheinlich gleiche Schicksal vor Augen haben, vm Theilnahmslosigkeit oder nur Neugierde bci den P'cadores, Banderilieros lc. Das Bild ist in der Farbe l^ ^"sdringlich, gut zusammengestimmt, hängt jedoch !o yoch im Stiegenhause, dass man ihm nicht nahekommen kann, weshalb manches ununtersucht bleiben Immer interessant ist das spanische Sittenbild mit oen originellen Volkstypen und Charakteren, besonders A» ' ? ?? ""s kirchliche Gebräuche und Kirchen« A"en vorfuhrt. Es ist in den spanischen Ausstellungen weil es eine Fülle malerischer S ^ °"zufühmi, sei" erwähnt: ihrer reichen, malerischen Tracht wohnt einer ^^ der Kirche an, bevor sie au ihr gefährliches, o^ ^,t>, Haltung des Publicums dienendes Handwerk gey - ^e lich sittlich. Benlliure YGilIo s c g'bt " c seh «Feierliche Messe». Diese Art Bilder ist '"" „ische" figurenreich, gut beobachtet und zeigt voMl^ Charakter mehr, wie manches geschriebene ^ - ^r Die Landschaft ist quantitativ und quäl" ^M schwach vertreten, an Porträts sind einige g" ^M da, so z. A. bringt Sorolla Vastida das e^ ^^, Porträt eines jungen, vornehmen Mädchen» " ^ M Salina'sIuanPablo zeigt in semem " ^N' es bei Taufen der Kinder aus vornehmen v zugieng. „. durch v Alvarez Dumont Cefar fal" « eU eigenartige Darstellung des gewählten .Tyem^ ^ Schilderung aus dem ereignisreichen Knege ^„ge^ auf. Guerillas escortieren einen Trupp U ^ Franzosen. Als ihr Anführer fungiert ein ' ^ z" und Pistolen bewehrter Geistlicher, welcher, ^ ^ Ross, den sonderbarsten Eindruck "acht- ^en >A Studenten, welcher, angethan mit der ^ >^ht/'. Nischen Studententracht, in der seinen Gesang wohlgemuth auf der O""" ^M dürfte Ursprünglichkeit nicht abzusprechen I' ^Be es ihm doch sogar, die Gefangenen he»" s . Ein fideles Kriegsbild. snanisch^ ^ Im ganzen ist der Eindruck der lsi« . heü", theilung ein sehr günstiger, wenn er " ^ell ^ letzten internationalen Ausstellung we"«"» ^," Die Originalität der Vorwürfe erregt " ^el^' Interesse. ^a^acher Zetwng Nr. 90. 761 20. April 1894. Na? ^° "" ^m Kloster, da« Vürgersftital und die taX"w k' Der Schade beträgt mehr als hundert-tags l l?^" ^°^ ^"" wurde um 3 Uhr nachmit. u^^/Generalversammlung des deutschen ^ .österreichischen Alpenverelnes.) Wie Vlün! s ^ ^ diesjährige Generalversammlung in als?" ?""' ""^ ^war beginnend mit dem 6. August 2b<«^- "b' Da dieses Fest zugleich die Feier des und?!" Jubiläums der «Section München» bildet des m. ? erstemal ist, dass eine Generalversammlung Anck ^ ^ ^ Mitglieder zählenden Vereines in das ^3 ^schalten wird, so wird alles aufgeboten, um ' »vilrdi«' ä" einer der Stadt München und des Vereines seit N!. ä" «estalten. Eine Reihe von Ausschüssen ist °usz2? '" ^"^er Arbeit bestrebt, das Programm Witch« Me"' ^" Hauplausschuss findet überall das 'nsbesmi? Entgegenkommen für seine Bestrebungen; Wer,i. ^^" die Verwaltung der Stadt überall heut« wil.^ Hatlriistigste Unterstützung. So viel wir bun, Sckl n ^" ^"""- '^ ein großartiges Kellerfest und »kplant "^ °" ^' ^"«"^ ein Ausflug nach Starnberg Nei dem ^^ b°tm die üblichen Touren schließen, die ^?s ^'I erwartenden großen Andränge wird es für Ngliltt/^" zu empfehlen sein, wenn dieselben sich Vie w!>>V^Mll. die Karten lösen. Ueber das Wo und ^o demnächst eine Mittheilung erfolgen. Parz°.!A!" Erinnerung an Franz Grill' Nr. 10 ^«?" der ältesten Gebäude Wiens, das Haus polier! ^""nmarkt, wird noch in diefem Frühling werden ss" ^"^ einen modernen Prachtbau erseht bez h^s""^ °n der dem Bauernmarkt zugekehrten Seite hause ? °"3ebrachte Gedenktafel besagt: «I>, diesem geboren 3 «-"^ ^.Jänner 1791 Franz Grillparzer 3. Jänner i ü ^ Dichters die Gemeinde Wien am sein, durck . ^'- Hoffentlich wird man darauf bedacht ^.lachtbau ""^ entsprechende Inschrift an dem künftigen ^ner Sten^ ^""ernmarkt daran zu erinnern, dass an dichter ^ "^ H°"s gestanden, in welchem der größte ^ ^"eichs das Licht der Welt erblickt hat. wird vom lo^^a^rt n°a) Rom.) Aus Barcelona Wfften s^^ ^lpril gemeldet: Weitere 6000 Pilger hehreren z?.,"^ Julien ein. Dieselben werden von leiten ^ s > ^" ""b anderen hervorragenden Perfön- !3 ^bon^ " ? ^' s! abon.) Die Gesunbheitsverhältnisse ">e seit »in'"^"'en einen beunruhigenden Charakter an. Wist um «?" kochen herrschende Cholerine'Epidemie ^cal- und Provinzial-Nachrichten. ^iebe^. ^°Uagden.) Aus Mllrzzuschlag wird ge' '"en «ins.« Hahnenjagden des Hofes haben bereits ^ yea nw« ?.^°lnmen. Der Großherzog von Toscana ft und M?"'N 'n Neuberg und obliegt dort, in Mürz« " Himmel s?^chlag den Jagden. Seit vorgestern ist ^ Netter umwölkt; zeitweise regnet es, doch darf ^°n. t,. ."n allgemeinen als jagdgünstig bezeichnet . -^ /Fen'llche Windstille herrscht, «in G«^/lonaln achricht.) Ihre Durchlaucht ^ergDritte Winbisch.Oräh, gebor. Prinzessin ^^ ° die Gattin des Herrn Ministerpräsidenten, nimmt zeitweilg Aufenthalt aus dem Schlosse Sr. Durchlaucht des Fürsten Hugo Windisch-Gräh in Gonobitz. Am 13. d. M. hat die Fürstin, begleitet von Ihrer Durchlaucht der verwitweten Fürstin Wilhelmine Auers -perg, ihre 10jährige Tochter, Prinzessin Agnes, mitgebracht, damit sich in frischer Bergluft die angegriffene Gesundheit derselben kräftige. Die Herrschaften empfiengen am vergangenen Sonntag den Befuch Ihrer Durchlauchten des Fürsten Hugo Windisch-Grätz und seiner Gemahlin Christine, der Schwester der Fürstin Gabriele, welche heute wieder zu ihrer Familie nach Wien zurückgelehrt ist. — (Zum Vahnprojecte Rudolfswert-Bregana.) Pas l. l. Handelsministerium hat die dem Bergbaubcsitzcr Cajetan Faber in Wien im vorigen Jahre ertheilte Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für die normalspurige Localbahn von der Station Rudolfswert der Unterlrainer Bahnen über Eirlle, Eatez an die LandeSgrenze bei Bregana zum Anschlüsse an die von ihm projectierte Localbahn von Samobor nach Brrgana sowie sür eine cvmtuelle Verbindung der gedachten Projectslinie mit der Südbahn bei Rann neuerlich auf weitere sechs Monate verlängert. —o- — (Leichenbegängnis.) Unter zahlreicher Theilnahme von Leidtragenden aus allen Kreisen wurde die irdische Hülle des verblichenen l. l. Bezirks - Schul-inspectors und Uebungslehrers an der k. l. Lehrer-Bildungs-anstalt Ioh. Tomsic vorgestern zu Grabe getragen. Die große Menge prächtiger und sinniger Kranzspenden, die Condo-lenzen, welche von allen Seiten der trauernden Familie zukamen, bewiesen, welcher Hochachtung und Verehrung sich der den Seinen und der Allgemeinheit zu früh ent-rissene Verstorbene erfreut hatte. Ii. i. p. — (Mandate zur Entgegennahme von VeitrittsanmelbungenzumReichs-Krieger- corps) wurden vom 15. bis 21. März ertheilt an nachstehende Herren: Victor Graf Lichtenberg, Privat in Gleinitz bei Laibach; Franz Kos, Vorstand des Veteranenvereines in Idria; Ritter v. Savinschegg, f. u. l. Rittmeister d. R. in Mottling. — (Geologische Ausnahmen.) Nach dem genehmigten Plane für die im Sommer 1694 seitens der geologischen Reichsanstalt vorzunehmenden Reambulierungs-und Revisionsarbciten, dann Specialuntersuchungen werden Mitglieder dieser Rcichsanstalt während der nächsten Monate im Bereiche der k. l. Bezirkshauptmannschaften Gurt-feld und Radmannsdorf officielle Arbeiten durchführen, -o. — (Reorganisierung des nautischen Unterrichtes.) Die vielfachen Veränderungen in den wirtschaftlichen und commerciellen Verhältnissen lassen die Herbeiführung einer zeitgemäßen Reform des nautischen Unterrichtswesens in Oesterreich als nothwendig erscheinen. In erster Linie ist es die im Jahre 1817 errichtete Handels- und nautische Akademie in Trieft, welche einer Reorganisation bedarf. Das Ministerium für Cultus und Unterricht beabsichtigt nunmehr, eine durchgreifende Reform auf diefem Gebiete anzubahnen und vor allem die Organi» sation der Triester Akademie in dem Sinne einer Aende-rung zu unterziehen, das« an Stelle derselben zwei getrennte Anstalten, und zwar eine allen gegenwärtigen Anforderungen entsprechende Handelslehranftalt und eine höhere nautische Schule treten. Der Minister für Cultus und Unterricht hat zum Zwecke der Berathung dieser An- gelegenheit für den 23. April b. I. eine Enquete einberufen, an welcher Vertreter der Marine-Section des Reichs' Kriegsministeriums, der Ministerien der Finanzen und des Handels, der küstenländischen Statthalter« und der Srebehörde in Trieft theilnehmen werden. — (K. und l. Artillerie-Kabettenschule in Wien.) Mit Beginn des Schuljahres 1894/95 (16. September) werden an dieser Schule im erften Jahrgange circa 100, im zweiten Jahrgange circa 20 Plätze frei. Hierauf Reflectierende müssen für den erften Jahrgang die fünf unteren Classen einer Realschule oder eines Gymnasiums oder den entsprechenden Jahrgang einer diesen Schulen gleichgestellten Lehranstalt, für den zweiten Jahrgang eine Oberrealschule oder ein Obergymnafium oder eine diefen Schulen gleichgestellte Lehranstalt vollständig absolviert haben und der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sein. Bewerber, welche bloß die vier unteren Classen einer Mittelschule absolviert haben, können in den ersten Jahrgang nur dann zur Aufnahmsprüfung zugelassen werden, wenn sie ein Schulzeugnis mit mindestens befriedigendem Erfolge aufweifen. Von dem Ergebnisse der Aufnahms« Prüfung wird hauptsächlich die Aufnahme abhängig gemacht. Die Aufnahmsgesuche sind bis 20. Juli an das k. und l. Commando der Artillerie-Cadettenschule in Wien (Arsenal) einzusenden, und können die näheren Aufnahmebedingungen von der Buchhandlung Jg. v. Klein-mayrckFed. BamberginLaibach bezogen werben. Insbesondere muss noch auf die der Artillerie-Cadetten-schule zugestandene Begünstigung der Herabsetzung des Schulgeldes für Söhne von Privaten von 150 fl. auf 80 st., sür Sühne von Hof- und Civil - Staatsbeamten von 80 st. auf 40 fl. hingewiesen werden. Söhne von Officieren, Mililär-Beamten und Unterosficieren entrichten, wie bisher, das jährliche Schulgeld von 12 fl. — (Wetter.) Die Temperatur ist größtentheils gesunken. Regen meldeten außer Laibach: Bregenz 1, Graz 1, Klagenfurt 4, Agram 4, Trieft 12, Pola ö, Lesina 2. Punla d'Ostro 19, Gleichenberg 5, Görz 38, Obir 3 Millimeter. In der südlichen Adria herrscht stürmischer Scirocco. Die Prognose für die nächste Zeit lautet: Unbeständiges und theilweise zu Niederschlägen geneigtes kühleres Wetter wahrscheinlich. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 6. bis 14. April kamen zur Welt 25 Kinder, dagegen starben 18 Personen, und zwar an Scharlach 1, Tuberculose 6, Entzündung der AthmunaMgane 2, Schlagfluss 1, Nltersfchwäche 2, infolge eines Unfalles 1, durch Selbstmord 1 und an sonstigen Krankheiten 4. Unter den Verstorbenen befanden sich 3 Ortsfremde und 8 Personen aus Anstalten. Infectionslranlheiten wurden gemeldet: Scharlach 4 und Diphtheritis s. — (Die Spinnerei in Haibenschaft), welche vor einigen Tagen ein Raub der Flammen ge» worden ist, soll nach einer Meldung des «Corriere di Gorizia» nicht in Haidenschaft, fondern in Ronchi wieder aufgebaut werden. Anlafs zu dieser Verlegung gibt die günstige Bahnverbindung in Ronchi, dann der Umstand, dass die Gesellschaft in letzterem Orte ein anderes Fabrils-unternehmen, die Weberei, und außerdem das zur Aufführung eines Neubaues nöthige Terrain besitzt. — Die Spinnerei beschäftigte 500 Arbeiter, welche Wochenlöhne im Gefammtbetrage von 2500 fl. bezogen. n°'"°n°u«. Dennoch. "Us der Gesellschaft von L. Ideler (U. Derelli). Das ' ^' ^rlschung.) Mriebe "V°. Mädchen faltete stumm den eng-l°>ls m-k "s zusammen. Dorendoiff! Sie hatte 3 der K;A "" diesen Menschen gedacht. Er war ihr N>, U ,/" Wn s° grenzenlos gleichgiltig er-^setes a,«!..?"" em anderer. Er aber hatte also ein k . l'e be 3 > ^ gehabt und das kindische Interesse, ° z Upfte f.." der frühesten Lebenszeit miteinander ^ um s? i!"e wenigstens verhindert wurde und dass b '^ Erw.'. Sieche Leben ausgelöscht wurde, für ÜU' Um ft"» W °lle Tage tief im irrsten Herzen Ge chck^rm Wahrheit gewefen wäre? Selten w?r5« D^m." hintereinander für verlobt er-"^andern ' ^b^m. das lange Leben einsam b>, Nesil,.,^^" küssen. Denn welcher rechtliche, vor-b'ekm N-l> "" würde unter diesen Umständen, "eiprochenwerden nock eine Vclbindung mit ihr erstrebenswert erachten? Senden gewiss nicht, und von einem anderen Manne lonnte für sie leine Rede mehr sein; sie hatte ihm ihr Herz zu eigen gegeben, und nun, da er ihr Lieben verschmähen musste, trug sie es für immer zu Grabe. Aber sie schr,eb ihm bald darauf: «Ich bin niemals, weder jetzl noch früher, mit Herrn Doctor Dorendorff verlobt gewesen, und habe ihm keinerlei Veranlassung zu dieser Behauptung ge. qeben. Ist er meiner Verzeihung so gänzlich sicher, so liegt dies wohl daran, dass er mich niemals um die« selbe ersuchen wird, und ich verzichte persönlich auch durchaus auf seine Abbitte. G,bt er meinen Eltern eire aenügende Erklärung fur den Aerger, den er unserer ganzen Familie verursachte, so kann es mir nur an-aenehm sein, wenn ich fortan nichts mehr von der Sache höre. Was kommt es auch auf mich an? Aber wenn Sie noch ein wenig Mitleid für mich haben, Herr Professor, so lassen Sie zeden Gedanken an ein Durll fallen. Die Sachs ist es nicht wert, dass zwei Menschen darum einander verwunden oder aar todten Der bloße Gedanke an diese Möglichkeit erschüttert mich' Vergeben Sie nnr, Herr Professor, dass ein Ilmen fremdes Mädchen Ihrem Leben soviel Unruhe bereitete aber ich trage ,a leine Schuld daran, ich wurde binein verwickelt ohne Wissen u„d Wllen. Haben S e D nk für all die Freundlichkeiten d.e Sie mir erwiesen haben ilnd die in meinem Herzen fortleben werden, ancb w.. n Sie mich längst vergaßen Sie können ja nicht mebr an ein Mädchen denken, das fortwährend Veran a wa zum Be prochenwerden bietet. Leben Sie wobl ' ^ werden Sie glücklich!» ^" ^ und «Wieder stolz,» sagte der Vro^ssn»- «s« «« ^- r Brief gelesen. «Noch z'u Herz anzunehmen. O, mem Lieb, wie quälst du uns beide. Doch wenn sie nur erst zurückgekommen ist und wieder im Elternhause geborgen weilt, dann müssen, ja, dann werden wir uns endlich verständigen.» Mit Ungeduld hoffte der Professor auf die Oster, zeit, die ihm das Glück bringen sollte. Manchmal aber bricht das Glück eher herein; dann ist es gekommen und das Herz weiß nicht, wie; es steht vor uns, strahlend und schöner, als wir es uns je gedacht, und blendet die Augen, «dass die Thränen emporsteigen ... Zehntes Capitel. In Sarrin war trübe Zeit. Ein alter Vauern-hofsbesitzer im Dorfe war gestorben und die Erben ver» äußerten sein Gut, um in die Fremde zu ziehen. Er war ein reicher Mann gewesen, und unter seinen Papieren fand sich ein Schuldschein von Herrn Wachtel, nach welchem dieser von dem Bauer einmal sechstausend Mark geliehen hatte. Herr Wachtel erkannte den Schuldschein als richtig an und die Zinsen waren auch stets pünktlich bezahlt worden, aber nun bestanden die Erben auf Auszahlung der Summ?, und in vier Wochen musste das Geld bezahlt werden. Der Gutsherr machte noch einen letzten Versuch, etwas von den zehntausend Thalern, die einst sein Schwiegervater im Buchberger Gericht für Cora und Harry hinterlegt hntte, zu erlangen; er bot genügende Sicherheit und der Amtsrichter sagte ihm: «Wenn es mein Geld wäre, ich würde es Ihnen unbedenklich geben. Ab?r die Testamentsbestimmungen sind so fest nnd so klar ansgedrückt, dass wir es nicht dürfen. Jedes Ihrer Kinder erhält snn Capital von fünftausend Thalern am Tage seiner Mündigkeit ausbezahlt, gleichviel, ob Sie leben oder nicht. Das ist die Bestimmung, an der nicht gerüttelt werden darf.. iFortjihiln« solg<.) L«tl»acher Zeitmlg Nr. 90. 762 20. April 1894. — (Die Rücklehr der deutschen Kaiserin.) Man telegraphiert aus Abbazia: Ihre Majestät die deutsche Kaiserin ist auf der Yacht «Christabel» nach stürmischer Fahrt gestern um 11 Uhr vormittags in Nbbazia eingetroffen. Das Befinden der Kaiserin ist gut. Der «Moltle» geht nach Fiume, um Kohlen zu fassen. — (Seine Excellenz der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Missia) ist Dienstag abends nach der Beendigung der Vischofs-Vonferenzen von Wien abgereist. — (Jagd-Ergebnisse.) Im Territorium der Stadt Laibach wurden im vergangenen Jahre erlegt: 50 Hasen, 40 Feld« und 1 Haselhuhn, 302 Wachteln, 67 Schnepfen, 70 Wildenten, 6 Iltisse, 1 Fischotter und 5 Thurmfalten. * (Brandschaden.) Am 16. d. M. gegen halb 12 Uhr vormittags brach beim Hochofen der trainischen Induftriegefcllschaft in Sava auf bisher unbekannte Weise Feuer aus, welches, da die Fabrilsfeuerwehr und jene von Sava sogleich am Brandplatze erschienen, nur einen Theil des Dachstuhles einäscherte. Der Schaden soll sich auf 150 fl. belaufen. —r. — (Schwere lörperlicheNefchädigung.) Am 13. Aptil wurde der Bursche Valentin Suinil aus St. Georgen durch den als Rausbold berüchtigteu Ne-sitzerssohn Josef Iagodic in der Stallung seines Vaters meuchlings überfallen und durch einen Hieb mit einer Haue am Kopfe schwer verletzt. —I. — (Congress der Vienenwirte.) Anfangs September versammeln sich die Bienenwkte Deutschlands, Oesterreichs und Ungarns in ihrer diesjährigen Wander« Versammlung zu einem Congresse in Wien, bei welchem Anlasse zugleich eine auf vierzehn Tage anberaumte dienen-wirtschaftliche Ausstellung in den Localitäten der Gartenbau-Gesellschaft stattfinden wird. Für dieses unter dem Protectorate Sr. l. und k. Hoheit des Erzherzogs Albrecht stehende Unternehmen geben sich in fachlichen Kreifen die regsten Sympathien lund, und dasselbe findet auch von Seite der Behörden eine erfreuliche Förderung. In das Ehrenpräsidium, welches der Ackerbauminister Graf Fallen« hayn und der seither verstorbene Bürgermeister Dr. Prix übernahm, ist an Stelle des letzteren der nunmehrige Bürgermeister Dr. Grübl getreten. — (Ein einheitlicher europäischer Tele gravhentaris.) Wie gemeldet wird, finden derzeit zwischen den Handelsministerien sämmtlicher euro» päifcher Staaten Verhandlungen behufs Einführung eines einheitlichen europäischen Telegrammtarifes statt, welche Frage beim nächsten allgemeinen Post-» und Telegraphen-tage zur Berathung kommen wird. Es soll nämlich für jedes Telegramm bis zu einer begrenzte« Anzahl von Worten eine fixe Taxe — ein Franc ist in Vorschlag — festgesetzt werden. Diese Reform würde insbesondere für Geschäftskreise von großem Vortheile fein. — (Furchtbares Spiel.) Man schreibt aus Pola vom 15. d.M.: Iwei Kinder, die viereinhalbjährige Victoria Marega und der siebenjährige Peter Toscan, spielten miteinander im Dachbodenraume des Hauses Nr. 39 in Via Sergia. Toscan nahm eine Flasche Spiritus, goss deren Inhalt auf den Kopf des Mädchens aus und zündete cs dann an. Im Nu stand das arme Kind in Flammen, und obwohl die Mutter der Kleinen rafch zuHilfe kam, hatte eS dennoch fehr schwere Brandwunden am ganzen Körper erlitten. Die Kleine schwebt noch immer in Lebensgefahr. Gegen beide Mütter wurde die Strafamtshandlung eingeleitet. Ueueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 19. April. Zu Beginn der Sitzung wurde der Gesetzentwurf betreffend die Meldepflicht der Landsturmpflichtigen in dritter Lesung angenommen. Ferner wurden zwei Dringlichleitsanträge eingebracht. Der Antrag auf Ein-leitung einer Hilfsaction für die Abgebrannten in Neu« Sandec wurde dem Vudgetausschusse zugewiesen. Der Antrag der Abgeordneten Dr. Vrzoräd und Genossen, dass der Wahlreformausschuss beauftragt werde, in die Berathung der ihm zugewiesenen Anträge einzugehen, wurde mit 131 gegen 50 Stimmen abgelehnt. Es wird sodann die Specialdebatte über den Staatsvoranschlag für das Jahr 1894 fortgesetzt. In Berathung steht Capitel 8, «Ministerium für Landesvertheidigung», und zwar Titel 1, «Centralleitung» (423.600 fl.), Titel 2, «Landwehr» (13.622.912 fl,), Titel 3, «Recrutierungswesen :c.» (96 190 fl.), Titel 4, «Militärstistungen. (36.000 fl.). Titel 5, «Militär-Polizeiwache» (142,000 fl.) und Titel 6, «Gendarmerie» (5.691.680 fl.), zusammen 20,012.382 fl. Nachdem die Abg. Nüscha, Biaukini, Dr. Hofman von Wellenhof und Dr. Sil gesprochen, gieng Seine Excellenz der Herr Landesvertheidigungs - Minister FZM. Graf Welsersheimb in längerer, vom Hause beifällig aufgenommener Rede auf die mit Bezug auf seinen Ressort vorgebrachten Wünsche, Anregungen und Bl'schwl'idcn ein und beleuchtete dieselben vom Stand- punkte der Heeresverwaltung in ebenso eingehender als überzeugender Weise. Der Herr Minister erklärte unter anderem, dass bei dem schweren Militärdienst die vereinzelnten Aus-schreitungen Vorgesetzter gegen ihre Untergebenen vorkommen können, aber zu den Seltenheiten gehören. Im Vorjahre wnrden insgesammt 278 Fälle von Miss-brauch des militärischen Machtbefugnisses untersucht, welche Ziffer bei einem Präsenzftand von 300.000 Mann, der bei Waffenübungen bis 400 000 Mann anwächst, keineswegs auf eine bedenkliche Neigung zu Soldatenmisshandlungen schließen lasse. Bezüglich der Vorgänge in der letzten Session des Vorarlberger Landtages bemerkt der Herr Minister, dass nicht der Landtag, sondern der Wehrausschuss desselben gewisse, das Duell betreffende Fragen erörterte. Der Minister hofft, das Land werde die bisher unerledigte Landwehr-Vorlage, dem Zuge angestammter Treue folgend, demnächst erledigen. Betreffs des Duellwesens führt der Herr Minister aus, wenn die gegen das Duellunwesen gesetzten aller-schärfsten Strafen in früheren Zeiten dasselbe nicht auszumerzen vermochten, so werden es auch Parlamentsbeschlüsse nicht. Die Ansicht, das Duell werde in der Armee begünstigt, sei unrichtig. Der Soldat bedürfe nicht des Duells, um Muth zu beweisen, der seine einfachste Pflicht ist; er hat andere höhere Aufgaben, als den persönlichen Zweikampf. Das Duellwesen hat in der Armee sehr abgenommen, vielleicht mehr als in anderen Kreisen, aber gerade in legislativen Versammlungen herrsche diesbezüglich manchmal eine wahre Krankheit in dieser Richtung. Sobald die verletzte Ehre vom Gesetze und der Gesellschaft volle Genugthuung finden wird, werde sicher derjenige, der dann noch den Zwei' kämpf sucht, als Mörder betrachtet und behandelt werden. Bis dahin sei die Selbsthilfe vielleicht zu beschränken, aber nicht ganz auszuschließen. Das ehren-räthliche Verfahren in der Armee werde irrthümlich beurtheilt, weil es gerade in den meisten Fällen Duelle verhindert; überhaupt werden Ehrenhändel in der Armee im gesetzlichen Wege ansgetragen. Auf die Bemerkungen eines Vorredners erwidert der Minister, dass die Nationalität innerhalb der Armee Berücksichtigung finde, soweit die Erfordernisse militärischen Oeistes und die Bedürfnisse des Gesammt-staates es gestatten. Ein Vorherrschen des Nationalitätsprincipes wäre eine eminente Gefahr. Die Ergebnisse des neuen Wehrgesetzes seien sehr befriedigend, mit den Einjährig-Freiwilligen werden sehr günstige Resultate erzielt. In der Frage der Militärstrafreform sei gegenüber der maßlosen Agitation ein reserviertes Verhalten angezeigt. (Lebhafter Beifall.) Nach den Abgeordneten Dr. Menger, Pacal und Poftovski fpricht der Specialberichterstatter Abgeordneter Freiherr von Schwegel, worauf das Budget des Landes-Vertheidigungsministers angenommen wird. (Nächste Sitzung heute, Specialdebatte.) Krakau, 19. April. Die neuesten Depeschen aus Neu-Sandec berichten, dafs es in verschiedenen Richtungen der Stadt wieder zu brennen beginne. Der Sturmwind dauert fort. Die Spirituslager in den Kellereien explodierten. Die Lage ist fehr ernst. 6000 Einwohner sind obdachlos; es herrscht Hungersnoth. Viele Personen sind verwundet, einige gestorben. Der Schaden an verbrannten Waren beträgt drei Millionen. Detroit, 18. April. (Orig,-Tel.) Die streikenden polnischen Arbeiter griffen, mit Piken bewaffnet, die Arbeiter, welche die Streikenden bei den städtischen Arbeiten ersetzt hatten, an. Die Polizei gab Feuer, tödtete zwei und verwundete fünf Polen. Der Sheriff und drei Polizisten wurden verwundet. Coburg, 19. April. (Orig.-Tel.) Die kirchliche Trauung des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen mit Prinzessin Victoria Melitta von Sachsen-Coburg fand um halb 1 Uhr mittags in der Hoftirche statt. Um 1 Uhr verfammelten sich die Hochzeitsgäste zur Festtafel. Berlin, 19. April. Das «Tageblatt» erfährt, an Stelle des abberufenen PaZic sei der bisherige Geschäftsträger der hiesigen serbischen Gesandtschaft, Iovan Pavlovic. provisorisch nach Petersburg versetzt und der necretar der serbischen Gesandtschaft in Wien, Varlovac, zum Geschäftsträger in Berlin ernannt worden. London, 19. April. Nach einem Petersburger Tele-A"""ue wird die russische Regierung diesen Sommer ^.000 Soldaten eher als üblich verabschieden zum zwecke der rascheren Einheimsung der Ernte sowie der Heradmlnderung des Militärbudgets. Gleichzeitig sollen 3.^ brüten ausgehoben werden. Die meisten Truppenmanöver unterbleiben. in N^"?"' ^' AP"- (Orig.-Tel.) Der Ausstand " ^'pumpst und Hemixhem damrt fort, doch Gmm'rn .^"^"^ "^er gchört. Die Ankunft des MM^ """""' der dem Schiedsgirichte Aiterarisches. Mit welchem Respecte man heute die sogenannte 'Fraue^ Schriftstellern» aufzunehmen hat, beweist wieder emm^ ^ Novelle «Aphrodite und ihr Dichter> von Gabriele N"",,' .. wir im achten Hefte der «IllustriertenFrauen^eliu » finden. Ein spannender, gehaltvoller Inhalt, feine ModM" ,u origineller Vortrag, kurz, alle möglichen Vorzüge verelina>> ,> in dieser Arbeit. — In derselben Nummer fesselt «ns em'» ^ essantcr Veitrag über die wiedererstandene Spihen«Indu^> ^ der Laguuen.Insel Vurauo; er stammt aus der lfeder ^ ^ Arciero« Streichers, während Hans Hermann ihn le ^ illustrierte. — Ferner bringt das Heft 8 einen FeM^'ch' siebzigsten Geburtstage Otto Noquette's nebst drei neuen "V dichtungen des Inbilars in handschriftlicher Nachbildung. ^, ergreifende Novellette «An der Schwelle des Je"'" H,,nav G. von Lieres und Willau, ein sonniges Lenzgcdicht v"^ ,^z Falte, ein Bericht über die jüngste Ausstellung des «"^ ^. der Künstlerinnen uud Kunstfreundinncn zu Verlin» i"w ^l anregende «Redactions» Post» vervollständigen die dU'N.^ Blos mit einem reizenden Bilde «Einst im Frühling» ","' geschmückte Nummer. ..c^ltt fill -(VomFelszumMeer.) Illustrierte ZettM"^ ^ das deutsche Haus.. Jahrgang 1893/94. Heft 8. Unwn °c ,, Verlagsgcsellschaft iu Stuttgart. Verlin, Leipzig. Der '""H^'l Wiederkehr von Thorwaldsens Todestag verdantt das 5"' ^ Anlass zu der reichen Auswahl von Abbildnttgen, die »» ^ Schaffen des großen dänischen Bildhauers, im Rah'«" ^ gehaltvollen Aufsatzes von Robert Proelß, in reizvoll,!" ,^ vergegenwärtigen. Ihm schließen sich als illustrierte ^.^,ch an: «Der heilige Berg der Japaner» von Adolf Fritze, ^^ii> Heine und Lady Duff Gordon» von S. MM, diße Paschas letzte Reise» von W. Kobelt und die lieben^" ^c Plauderei über «Dresden» von Ernst Eckstein, .^j, über zwanzig Ansichten von und aus Dresden, u» . ^s^ künstlerischer Ausführuug von A. Richter, beigegeben!'""' „B dem laufenden Roman «Der Marschallstab» von W. »cy'"^ Vrühl und der Humoreske «Ohm Jonathan» !A' A^ Blüthgen bringt das Heft ein Cabinetstück des italieni^i^,^, mus in der Novelle «Die beiden Wildschützen» """,.'«M'o^ Von den weiteren Beiträgen nimmt Ludwig «5"^?^^^' Anregung «Die Reform der Geselligkeit» außergewol)""" teresse in Anspruch. a?itll"s/ Inhalt der «Wiener Hausfrauen-^ .^, Nr. 1 5. Gelinge» und Misslingen. Von Rnd. Maria ^^ie — Ueber «Emil» oder «Die Erziehung». Eiue Pädagog <.„!l!>b von Friedrich Hilschmann. — V.'reinönachrichtcn. ^ '^ "^ btl Antworten. — Correspondenz der Redaction. — "M>" ^. <,»' Redaction. — Für Haus und Küche. — Speisen" ' ^f„, bürgerliches Haus. — Literatur. — Album der P"!"-'^M Von Anton Nagele. - Räthsel-geitung. -^ ^Aung"" Redigiert von Karl Schlechter. — Liebesopfcr. ^rza^.^ ^ dem baierischen Hochgebirge von Cöcile Gräfin «ci>!^ yo» Feuilleton: Das Taschentuch. Eine cultnrgcschichtllchc " ^B' Hermann Albrecht. Kleine Theaterplaudereien. ^" Schier. — Inserate. — Preis halbjährig 2 sl- 50 l,- Me Alles in dieser Rubrik Besprochene taiM dur«) " g he-Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr 6 Fed. »"," zogen werden._________________________________ Angekommene Fremde. Holcl Stadt Wien. „ , ^ Ml^ Am 19. April: Engländer, Director, Rechuerg- ^„c., Löwy, Steinharter, Hostnig. Attlas. Me., Talzer, Hofrath, s. Tochter. Suppanüö, ,lM" ^ttt, v. Hecht, Kaufmllnns.Oattin, Wien. — v. ObercigN" >^.. Schneeberg. - Mladcl, Görz, - Wintcrhalter. ^.« M Stolfa, Private, Trieft. - Freiherr v. Verg, Prw" .^ca"'^ fuß. - Krammer. Kfm., Bielitz. - Billel, Vergwe" ^ph, Brod. — Rapp, ltaufm., Ubmast. - Helfer, ^ Abbazia. Hotel Elefant. . Kli<^' Am 18. April: Strizko, Herz, Gruber, OIU, EM Kobclt, Semen, Gali' enstem u. Prahe. Wien. -". n, M"/ fcld, - Permc, Perutz und Ärausenel, Trieft- ^ ^'^ DcttH Rodil. — Lcder, Graz. — Roblel. Radulannsdols. ^,M Seiscnbcrg. - Dr. Iagodic, Neumarltl. - >"""^^.,M^ — Nieser, Marburg. — Hocevar, Großlaschch- ^ Brunn. — Chriver, Eilli. — Tomsic, Agram. Hotel Slidlxlhnhof. _,. „ ^. WS" ' An, 18. April: Vidoni, Udine. - Wolf, W'e'. Tarvis. — Stare, Altlack. — Stritof, Alten»,"". Hotel Vllirrischcr Hof. An, 18. April: Schmelzer, Graz. ,;„, Gasthof Kaiser von Oesterreich. ^ M> Am 16. April: Coßovcl und Fonda. P""' Wipvach^___________________________^ ^-----— Lottoziehung vom !8. AP"l. _______Prag: 60 9 45 5^^---^ "Meteorologische NeobachtMgen^in^i-^ « ^ W N «'..st«',, ^ I KZ W^ ßZ wind b°«Hln""" W ___L Z'4 ^ _^-^M^ ^7U7Mg7^33'k^lI^------winMll "en, , M" 19. 2. N. 738 9 14 2 9 , Ab. 734 5 9 6 O. sch" ach lty", „ ^ ^' Tagsüber regnerisch, abwechselnd Sm'nem^ ^B Lagesmittel der Temperatur 11'6°, um <« " male.^________________________________—^h o >" ^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-I"" ^^^ Nittf- .'"" ^^,v zn erwerben, bietet sich in den, "»wlse ^ .^.' ^B steucr-, gebürcn°. faiiernngsfreicn und cau " nußc^e>l''l briefe des Galizifchen Bodencredilvere.n em ,^t a' " sc günstige Chance, die aus dem Grunde v'e'M^ sta ^ wird, weil mau für den Fall eines Kuea. » ^ A. , bal Wüstung des Landes fürchtet. Wie "c"g "'" Dc">'",OrH rechligt ist, hat die Kriegsgeschichte der e^h,,„l^ gethan. Man vergisst anch daran, dass der ^^ nc>^. << grundbesitzers in seinen Feldern liegt, d,e bringen und dass ein Krieg eine wirtschaftlichen Productc zur Folge hat, 1" ""> hiedurch reichen Ersah finden. ^Wbachel Zeltnng Nr. 90. 763 20 Apr« 1894. Course an der Wiener Börse vom 19. April 1894. »«h d«. 0«,«^ Cou«««^ ^Nl!ch°«entc!n Noten 'Vnd^?er . . . S845 98-U5 >. Li ber ^^^unu«» 98 45 93»!. ^"°ei verz. Il>n>,rr.I»l! 88 30 38 50 '"^4°/ «l«««^'^""« k8 35 98 55 >8«0tt ^" '. «°nze bou ii, 145 l,5 145?5 dt° "°"l°!r . . 100 l. 19? 8b 19? ,5 ' °«. bt«. pti Ultimo S? 75 9? 9b ,N"Khn in «. steuerfrei «(blv.A'^'Aahn «n Gilb« ^'bt«.^°<"ft.N°m _.____._ ^°r«ilbe^«"'^-^°m. W«5 97 05 °'H°^"«3^«)0 «l'1. «oa»l. Num. 97'__ yg.^ ^^^^°w'N.z!»r «0« M. 4°/« . . . .119—119 80 «tlisabethbahn, 400 u. 2000 M. 2l>0 M. 4"/„...... 184 ?t 1«5 80 ssranz-Ioseph«. Gm. I8«4 4"/„ 9? S»' 98-20 Valizische »arl' Ludwig»Vahn »7 20 VMllllbeigelVahn, «miss. 1884, 4°/,, (biv.Lt.) E.,f. 10Nfl.N. 97— —'- Ung. Volbrente 4°/« per «lasse, 118 15 »8 8b dto. bto. bto. per Ultimo . . »8 20 i»8 »0 bto. Nente Nionentoähr,, 4°/», steuerfrei für 200 Kronen Nom. 95 10 95 80 4^° dto. dto. dto. per Ultimo . 8b 05 95 25 dto.Et.!t.«l.°/> . . 183 50 184 50 bt«>.4'/,°/oS — I0I-— bt«. Pläm..»nl. i^ INN fi. l>. W. »52 75 15» 50 dto. bto. K «!fl. ö, W. ,5«-75 153 75 Ihelh°«e«..U°le 4°/„ ,00 fl. . 144 7b I4Ü - Plund»ntl.'Hbllzllllon»n (für KXI fl, «ll».). 5«/, „alizische......------------------ b°/, nlederssterreichische . . . 109 75 110 75 4«/, lroalilche unb slavonisch« . — — —'- 4°/, ungarisch» (100 fl. W.) . 95 «0 9« 20 And»« 3ssn»U. Anlehnt. DonaU'«eg,'L°Ie 5°/„ . . . 1»?-—188- - bto, -Nnltih» 1878 . . 10? «5 108 85 «lülehen der Stadt Vürz . . —-— — — »nlebe» d. Lillbtgemelnde WIen 10? — 10760 knleben b, Gtabtll?meinbe Wien (Lllber oder sold). . . . l»l» 25 <3l 25 Prämien V«I. d.Vlabtgm. Wlen 174 50 175 50 Verlebau°«lnlehen verlosb. 5°/^ !<»<> 75 — — 4»/« Krainer Land»»'««!. . . »7-6» Nb — «elb «are Psendbri.Lc>se 40 fl. «W. . . . 58 75 59 50 4«/<,Donau»DampfIch.100ft.»Hl. I4«'7i 143 50 Ofen« üoft 40 st..... S3 50 «4 50 Plllffy'Lose 40 fl. «V. . . . 58 IN 58 70 Rott)m N>«uz,öft. Ges.«., 10fi. 18 50 19- «othrn Kreuz, unl<. Ge< v, b fl. »8 30 13 — «udolphLllst 10 fl..... 83 - 83 75 Elllm«°st 40 fl. «M, , , . 78 50 74 50 Et. Gfnoi« Loss 40 N, «M. . ?0bN 71 — lwllldftein-llose 20 ft. «M. . . 49- - 52 — «8inbcr.'«nft.,0ft,20«fl,8.40°/o 473 — 475 — )-5U Depostteilbanl, All«., 200 fl. . 8l5 — »»? — port« D«t«»«hnnlnzn» (per Stück). «llbrecht-Nllhn 800 fl. V«lb« . 9S 75 9? 85 «usstg'lepl. Eisenb. 8«ft fl. . . i«50 1«S« V»h». NorbbllhN Ibv fi. . . 837 — 88850 „ WeKbahn X« ft. . .408 — 408 — Vuschti,!»r«lb« »is. «» fi. «N». ,880 1838 bt°. N«. ») 800 fl. . 471 - 47» -Donau ' Dllmpftchtffahrt >> ««s. vtfterr. 500 fl. «Vl. . . . 4SS 50 4«8 — Drau.«.(«lltt.'Dl,..Z.)8«0fi.T. — - -- Dui'Vobenbllcher«.»U.80«fi.V. 55- ««- Yerblnand»-Nordb.10««fl. »Vl. »945 »950 Ulmb,' «»ernll».»Iasih« «iseni.» «««lelllch, 800 fi. 8. ... 880 — «88 - - 8loyb,efterl., Inest, boo fi.TVl. bv4 — 508 — vefterr. «orbwestb. 800 fi. Lilb. 88? 50 888 — dto. (M, ») 800 fi. S. . . ,s« ?b 864 75 VragDuxerltissno. 15Ufi. Lilb. 8« 50 87'- Liebenbiirgrr Eisenbahn, erste. —-— —-— Ntlllltleisenbllhn 200 ft. V. . . 843 50 844 50 Vilblmhn l!00 fl. Eilber . . . ,0?— 10? e<) Eübnordd. Nerb.'N. 800 fl. «M. 198 25 19» 75 IlllNlUxH'Ots., «r., l?0st.».W. 887 50 »8? 75 «l».1«,?,8N0fl. —>—! — .. »tlb »« T««lvav«Vts., neue «r., Vrio» rAltw, (per V»ckj. Vauges., »lla. vest., 10a fi. . ll, — l<^ — Ggybler Visen» unb Vtahl»Ind. in Wlen 100 fl..... «?-— K8 — Vl l. 855 — 8t, — »aa»on.L«th«bllnlnoten . . 01 10 «11?» Italienische «anlnoten . , . 4» «0 48 8» Papier.«ul«l . . . l-»»^ 1 84^ soeben erschienen: Kindergarderobe. p^P™ Vierteljahr 45 kr. U B"*Cdrr 8ratis """ ÄKS? *ur? 81'¦ Weinmayr & Fed. Bamberg "^—Jr^lbach, Jongressplatz. *°eben ist erschienen";---------------------- ^. Haokländer, Preis 62 kr. n8t'e|nen Gatten zu wählen. fceito i. Preisn. 1-24 C8Oth«ift des bayerischen ^»ewerbevereines in Heft ! ^n(OW 1894. ^HefLVpreÄ B-ggf"* V°" In it Fi ?u be:!iehen durch ^IuSeJnniayr & Feä- Bambergs 1^-^andlung. in Lalbaoh. (1747) §L«*¦ Wohnuno C'net- Küdfe VcrraUT' drei Zimmern, hi ist im iS fPosekamtner und Holz-Mai S«oLfifohe,n Hauae Nr-8e Mermin ÄS**' für den Ochsten Uik^eres t ehhar' Zu vermieten. ^h,MarAersragen bei J.Knes in (l^w~-—^ggJgI?glraOe 1- (1736) 3-1 ^Wit^x-i St 2286." c. kr , dražbe. Je na ;°kraJno sodišèe v Metliki fta «nanje: Jjf^ i2P5?N° Marko Plešèevih deli0* dV»*k ikov dovoljuje se izvr-N*i«:?t oo Niko Kostelèevega iz Seießa ;f',sodno na 1427 gold. 23 kat nK^ljlšèa vložni St. 322 in ^. obö. Drašèice. na prvi na •Mrugi^ 12. maja b?kWortJiUinija 1894' &^-o5L1vLd?.12-uredoPoW^ ]«? Se *>oda ¦ S° št-3 s Pristavkom, ? ^ ali *I° zemlJisöe pri prvem röku öS860» Whf Cenitveno vrednost, pri 0^ai0 rok« Pa tudi pod to vrednostjo S^^^iiir1*080^ V8led katerih Je b?udbo 10 o/ ponudnik dolžan, pred >**** kcL'° varšèine v roke draž- y*K\k in rJa položifi> cenitveni te8isfratnHemyeknJižni izpisek Iež6 2 G'kr oSlna upo^d. ' a^ila" 1894DO SOdišèe v Melliki dne I El3n.la,d."CLX2Lgr zur Generalversammlung der Laibacher freiwilligen Feuerwehr welche Sonntag den 20. Mai d. J. um 9 Uhr vormittags im Magistratssaale abgehalten wird. Tagreeordniingr. 1.) Lesung des Protokolles über die vorjährige Generalversammlung. 2.) Rechenschaftsbericht des Ausschusses. 3.) Cassenberichte. 4.) Neue Angelobung der Mitglieder. 5.) Neuwahl des Ausschusses. 6.) Allsällige Anträge (welche gemäfl § 21 der Statuten 14 Tage vor der Generalversammlung beim Ausschusse schriftlich einzureichen sind). Laibach, 19. April 1894. Für den Ausschuss : (1730) Franz Doberlet, Hauptmann. (1723) 3—1 St. 9943. Razglas. Neznano kje bivajoèim Martinu Stembovu iz Iške Vasi in Antonu Obrezi iz Brezja ter zamrli Mariji Punlar, roj. ftlenta iz Bezuljaka postavil se je Karol Puppis iz Cerkovske Vasi kuratorjem ad actum, ter so se ta-istemu tusodni zemljeknjižni odloki z dne 23. junija 1893, öt. 5391, 5ega avgusta 1893, št. 6725, in 29. avgusla 1893, št. 7302, dostavili. G. kr. okrajno sodišèe v Logatci dne 3. decembra 1893. ~(173l)~3^i Öt. 3078. Razglas. Neznanim dedièem in pravnim naslednikom tabularnih upnikov Ja-kopa Kalca iz Kufeževega št. 6 in Neže Stemberger iz Zabièa št. 33 se je postavil Josip Gärtner iz Bistrice kuratorjem ad actum, ter sta se zad-njemu dosfavila dražbena odloka od 8. mareija 1894, St. 2118. C. kr. okrajno sodišèe v II. Bistrici dne 14. aprila 1894. (1714) 3—1 St. 2369.~ Oklic. C. kr. okrajno sodiäce v Litiji na-znanja, da je postavilo v izvršilni reèi g. Ivana Wakonika iz Ömartna proti Janezu Deèmanu iz Zavrstnika, sedaj neznanega bivališèa, pcto. 220 gld. zadnjemu kuratorjem na èin v osebi g. Naceta Zoreta, župana v Smartnem ter da je vroèilo le temu tusodni od-lok z dne 12. mareija 1894, fit. 1813. G. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne 7. aprila 1894. 7l729)~iZr St. 2195. Oklic. Neznano kje bivajoèemu Janezu Glavièu iz Svice, okraja ljubljanskega, se postavi kuratorjem na èin g. Ignacij Beifuss vLukovici za sprejemtusodnega odloka z dne 18. mareija 1894, St. 1440, | katenm je izvršilna dražba Martin btarbekovega zemljišèa vl. St. 55 in 56 kat. obè. Dob na 19. maja in 23. junija t. 1. doloèena. C. kr. okrajno sodišèe na Brdu dne lo. aprila 1894. (1514)3113 StTZÖäT Oklic. Cl kr- okrajno sodišèe Mokronog naznanja: . Matevžu Mornu iz Medvedjeka, oziroma neznanim njegovim dedièem, postavil se je skrbnikom ad actum Jože Povöie iz Medvedjeka st. 5 in se JJU9Jnoo a de Praes-15- marciJa 1894i :¦ ^^y' zavoljo dovolitve novosti v pravdi radipripoznanjalaslninske pra-vice vroèila ter odredü v redno ustno razpravo dan na 4. maja 189 4 ob 10. uri dopoldne. Mokronog dne 15. mareija 1894. lifinlier MH welche von ihren ^^^A^^ l ^ Vlütlrrn gar ^nicht ^^^»^V^^^Wl^ oder nur unvoll-MM^^^^^^^^^^ kommen gesäugt werden können, werden durch das »X Henri Nestle'sche U' Kindernähr- D mehl in rationeller Weift aufgezogen. Musterbosen wie auch Broschüren, in welchen die Bcreitunsssweise als auch die zahlreichen Atteste der ersten Capscitäten des Continents, Fmdelhäuser und Kindersftitäler enthalten sind, werden auf Verlangen gratis zugesendet vom Centraldeftot - »'. »««'I)'»««, Wien l», Naglergasse l. (l?16) 10—1 HGnriNestlfi'SKiMeraäMÄ HBnriNßStle'SconiensirteMllCüSOkr. F. Berlyak Wien L, Naglergasse Nr. 1. Depots in allen Apotheken und Sftczcreigeschäften, in Laibach in den Apotheken: Ludw. Grötschel, W Mayr. Gabriel Piceoli, I. Tvoboda, Nb. v Trnloczh (1519) 3—2 St. 1138. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi daje na znanje, da se""Je na prošnjo Josipa Lemuta in Franèiške Kette iz Ustja proti mit. Angelini in Jakobini Stibilj iz Sturja v izterjanje terjalve 60 gld., oziroma 572 gld. 59 kr.,s pr. z odlokom dne 31. mareija 1894, št. 1138, do-volila nova izršilna dražba na 1147 gld. cenjenega nepremakljivega posestva vlož. St.. 133 zemljiske knjige kat. obè. üstja. Za to izvršitev odrejen je samo jeden narok na dan 18. ma-ja 1894 ob 10. uri dopoldne pri tem sodisèi s pristavkom, da se bode lo posestvo pri tem roku le za ali nad cenilno vrednostjo tudi pod 1147 gld. oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiske knjige se inorejo v na-vadnih urah pri tem sodifcöi upogleda) i. C. kr. okrajno «odišsie v Vipavi dne 31. mareija 1894.