Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat -- Urlftitttanf »»> StrwoBxnf: ^itkatOM *11« &, tteph»» Ms. 21 (taltnub«») 1 fit Ni 3alon» : vierteljShrig «0 »in, halbjähr«, «0 Lin. g-nq. w.kS.b>gu«gk, ***** w de» Cctoolttmg p, Wntff* »edShee» »to»»»««w»«»» T jähri« 1» »w. gt» h. «—I—d »«tspr»chk»d« «rhöho«g. tin \t» ■ vember 193b sind die Sanktionen in Kraft. Sie haben Italien nicht daran gehindert, Abessinien zu Boden zu werfen. Erscheint nicht im Augenblick der Besetzung von Addis Abeba jeder Gedanke an eine Verschärfung der Sanktionen gegen Italien als et-was Tollkühnes, etwas Absurdes? Solange der Negus noch im Lande war, mutzte man befürchten, daß die Sorge um fein Schicksal zu einem neuen Aufflammen der Spannung zwischen England und Italien führen, daß der Konflikt im Mittelmeer sich verschärfen würde. Fehlt aber nach dem Abgang des Negus künftig nicht jede Handhabe für die eifrig bemühten Sachwalter der abessinischen Unabhängigkeit? Das sind die Fragen, die sich am Tag des italienischen Sieges aufdrängen. Beograder Konferenzen Montag, den 4. d. M. wurde in Beograd die Konferenz der Außenminister der Unterzeichnerstaalen des Balkanpaktes eröffnet, während Mittwoch, den 6. d. M. die Konferenz der Außenminister der Staaten der Kleinen Entente begann. Die Konferenz der Balkanmächte leitete der dies-jährige Präsident, der türkische Außenminister Ruschdi Aras, während bei der Konferenz des Ständigen Ra-tes der Kleinen Entente Ministerpräsident und Außen-minister Dr. Stojadinovic als diesjähriger Präsident des Ständigen Rates den Vorfitz führt. Die Staats-männer des Balkaneinvernehmens und der Kleinen Entente beschäftigen sich mit wichtigen internationalen Fragen. Da diese beiden Konferenzen teillich fast zusam-menfallen und beide in Beograd abgehalten werden, so zeigt sich auch in ausländischen diplomatischen Kreisen und in der ausländischen Oeffenllichkeit für die Beo-grader Tagung starkes Interesse. Deshalb traf auch ein« größere Anzahl ausländischer Journalisten ein. Die wichtigen internationalen Zusammenkünfte in Beograd werden jedoch durch diese Konferenz keines-weg» erschöpft, sondern finden ihre Fortsetzung am 25. I. M, an welchem Tage der polnische Außenminister Beck zwecks Regelung der jugoslawisch-polni-schen Beziehungen nach Beograd kommt. Der Ständige Rat der Kleinen Entente hat sich bei seiner am 6.1 M. begonnenen Konferenz in erster Linie mit der Lage in Mitteleuropa »u befassen mit beson-derer Berücksichtigung der Einführung der Mili- tärdienstpflicht in Oesterreich und der Beziehung der Staaten der Kleinen Entente gegenüber Oefter-reich. Schon jetzt kann gejagt werden, daß die Tscheche-Nowakei, Rumänien und Jugoslawien gegenüber diesen Fragen einen identischen Standpunkt vertreten. Jugoslawisches Chorkonzert in Leipzig Wie man in Deutschland jugoslawische Kunst schätzt und ehrt! oder wie sehr man in Deutschland der jugoslawischen Kulturgellung größte Unterstützung und Verbreitung angedeihen läßt, beweist folgendes Pro-gramm des Leipziger Sender» vom 7. Mai, also heute, um 20.10 Uhr abend», wobei ganz besonder» beach-tenswert ist, daß man als Einleitung neben der deut-»en Hymne die jugoslawische Hymne durch die etherwellen den deutschen Hörern zu Ohren brin-gen wird. Leipzig, Welle 382 mit dem Nebensender Dr es-den 20.10 Uhr, Jugoslawisches (Ueber traguno aus derÄüla der Universität Leipzig). Der Jugoslawische Studentenchor „Obllu", Dir.: Prof. Svetolii Passan - Kojunosf, Prof. Branko Dragutinovic. 1. Deutsch« und jugosla-wische Hymne. 2. Requiem, den Gefallenen des Welt-kriege» gewidmet von Stefan Kristic. 3. Karfreitagslied, von Mokranjac. 4. Alte kroattsche Volkslieder au» dem 17. Jahrhundert, von Paischtschan - Kojanov. S. Zwei alte serbische Lieder, von Tatjancevit. 6. Süd-serbischer Reigentanz, von Papandopulo. 7. Fünfte Sutte über jugoslawische Volksweisen, von Mokranjac. Rücktrittagerüchte über Eden Nach einer Mitteilung des „Daily Mall" rechnet man in konservativen Kreisen mit dem baldigen Rück-Kitt des Außenministers Eden. Erste Fahrt des Luftschiffes „Hindenburg" nach Nordamerika Mittwoch abends startete in Friedrichshasen am Bodensee das Luftschiff „Hindenburg" zu seiner ersten Nordamerikafahrt. Das Luftschiff hat 61 Fahrgäste und viel Post an Bord. Gefährliche Brunnenvergiftung Energische Proteste gegen die Greuelmärchen deutscher Einmarschabsichten in Oesterreich In Berliner polttischen Kreisen haben die Mel-düngen über einen angeblich bevorstehenden Ein-marsch deutscher Truppen in Oesterreich lebhaftes Bestemden hervorgerufen. In der deutschen Presse, wie seitens maßgeblicher Regierungskreise nimmt man eindeutig gegen diese Behauptungen Stellung, die als bösartige und gefährliche Brunnenvergiftung empfunden werden. Nach deutscher Ansicht versolgen diese Gerüchte lediglich den Zweck, etwaige Mög-lichkeiten einer europäischen Verständigung zu zer-schlagen. Diesmal müsse Oesterreich herhalten. Plan- mäßig werde von angeblichen unmittelbar drohenden deutschen Einmarschabsichten geredet, würden beun-ruhigende, ja geradezu alarmierende Nachrichten über an der Grenze bereitstehende deutsche Truppen verbreitet. Die Unsinnigkeit solcher „Enthüllungen" liege, so erklärt man in Berlin, ebrnso auf der Hand, wie die Absicht ihrer Erfinder, in diesem Augenblick vor allem die englische Oeffentlichkett gegen Deutsch-land einzunehmen. Auch sei unschwer die Absicht zu erkennen, dem Foreign Office auf diese Weise die Notwendigkeit von gewissen Fragestellungen klarzu-machen, mit deren Hilfe man dann die Geduld Deutschlands zu erschöpfen hofft. Die bloße Vor-stellung dessen, n»as die französisch-russische Propa-ganda der deutschen Politik zu unterstellen versuch«, sei so grotesk, daß sich jede besondere Klarstellung der Dinge erübrige. Festzuhalten sei dagegen um so mehr die Bedenkenlosigkeit, mit der man in gewissen französischen Kreisen Deutschland zu verdächttgen und die englische Politik für eigene, nicht gerade dem friedlichen Ausgleich dienende Absichten einzu» spannen oersuche. ve mortuis nil nisi dene (9Ran soll nur Schöne« und das Leizie am Abend! SARG'S KALODONT GEG*/V ZAtttfsTE,A/ HEIMISCHES ERZEUGNIS ........................... Celj e > Das Kammerkonzert der jungen Künstler au» der Schule S a n c i n findet heute. Donneretag abends, im Stadttheater statt. Gespielt werden Kompositionen von Haydn, Dvorak, Grieg und Borodin. Kartenvorverkauf in der Buch-Handlung Goriar. Die Fahnenweihe des Schützenver» bandes in Eelje am vergangenen Sonntag litt unter dem schlechten Wetter sehr. Wohl war die Stadt festlich geschmückt, auch viele Festgäste waren gekommen und wurden herzlichst begrüßt, doch mußten wegen des Regenwetters die Feiern in ge-schlössen«» Räumen abgehalten werden. So fand die Fahnenweihe im Turnsaal der Volksschule statt, b«i drr als Vertreter S. K. H. des Prinzen Andreas. Stadtkommandant Oberst M i 1 k o v i t, als Vertreter des Ministers Stadtpräsident Mihelci! und als Vertreter des Bonus Bezirkshauptmann Dr. Z v b e c anwesend waren. Die Weihe nahm der Stadtabt Jurat vor. Die Fortsetzung der Feier fand im „Narodni dom" und im Hotel „Union" statt. Zum Ehrenpräsidenten wurde Oberst Stvj> kovic gewählt, zum Präsidenten Oberstleutnant Krasnik und zum Stellvertreter Karl Pajk. Todesfall und Begräbnis. Am 7. d. M starb in Maribor Hofrat i. R. und ehemaliger Di> rektor der Einkarna in Eelje, H«rr Eduard S y ne k-Das Begräbnis findet am ftädt. Friedhof in Eelje am 9. d. M. um '/,16 Uhr statt. Totenliste vom Monat April. Im Monat April starben in Eelje insgesamt 35 Personen; davon in der Stadt 9 (6 weibliche und 3 männliche). Im Krankenhaus 26 Personen (14 weibliche und 12 männliche). 3 Kinder unter einem Jahr, 4 Kinder zwischen 1 und 10 Jahren, 2 Per-sonen zwischen 20 und 30 Jahren. 6 Personen zwischen 30 und 40 Jahren, 3 Personen zwischen 40 und 50 Jahren, 5 Personen zwischen 50 und 60 Jahren, 4 Personen zwischen 60 und 70 Jahren, 5 Personen zwischen 70 und 80 Jahren, 1 Person mit 81, 1 Person mit 86 und eine Person mit 91 Jahren. .^ino Union. Heute, Donnerstag, „Susanne bin ich", mit Lilian Harvey. Nächstens „Viktoria". M a r i b o r Hauptversammlung de» Marlborer Fremdenverkehrverbands. Der Mariborer Fremdenverkehrsverband hielt Dienstag nachmittag im Hotel „Orel" seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Fremdenverkehr im nördlichen Tell des Drau-banats ist trotz der Krise befriedigend. Maribor hatte im Vorjahr 28.005 Gäste (34.491 Nächtigungen) zu verzeichnen, Eelje 12.029 (23.171), Ptuj 2031 (8602). Rogaska Slatina 6751 (10.490), Dobrna 3316 (58.154), Slatina Radenci 1103 (14.626), Lasko 1759 (13.126), Rimske Toplice 1130 (5383), Ribnira o. B. 1273 (1965), das ßogortal 845 (6073) und die Berghütten des SPD 40.023 (22,936). Die Frage Seit« 4 Deutsche Zeitung Nummer 37 der Modernisierung der Straßen ist, wie Direktor Loos ausführte, für den Fremdenverkehr elne Lebensfrage, welcher der Verband die größte Aufmerksamkeit zu-wandte. Obwohl in Jugoslawien das Benzin teurer ist als in allen europäischen Staaten, sind die Straßen-Verhältnisse sehr schlecht. Bei der Vergebung von öffent-lichen Arbeiten auf Rechnung des Miliardenkredits schnitt Slowenien schlecht ab. D«r Betrag von S Mill. Dinar ttt für die Modernisierung der Straße Staate-grenze. Maribor viel zu gering. Im Vorjahr wurden wohl einige Straßen ausgebessert, doch tritt dies kaum in Erscheinung. Die Werbung ist die erste Aufgabe, die sich der Verband gestellt hat. Es wurde ein Pro-spekt von Maribor in serbokroatischer, deutscher, franzö-sischer und tschechischer Sprach« herausgegeben. Man begann mit den Sammeln von Daten über Unterkünfte. Auch im Vorjahr wirkte der verband an der Maribo-rer Festwoche mit. Im vorigen Sommer wurden neue Erposituren in St. Jlj und in Dravograd eröffnet. In Ptuj wird Heuer eine Erpositur errichtet. Der Verband bemühte sich auch um die Verbesserung der Fahrord-nung für Züge und Aulobusse. Im laufenden Jahr soll eine rege Werbetätigkeit, vor allem im Auslande, entfallet werden. Es werden neue Reiseführer und Prospekte herausgegeben werden. Neues Geschäftszentrum am rechten Drauufer. Einer der verk«hrsr«ichsten Plätze von Maribor ist unzweifelhaft der Kralja Petra trg, von dem vier große Verkehrsadern au-gehen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Platz bald ein zweites Ge-fchäftszentrum bilden wird. Schon jetzt gibt es dort zahlreiche Geschästslokale. Der Pensionsfonds der Ad-vokatenkammer in Ljubljana beschloß unlängst, einen Tell seiner Gelder nutzbringend in Maribor anzulegen. Dem Fonds ist es jetzt gelungen, am Kralja Petra trg das Aroße Grundstück zwischen der RuSka und der Dvorzakova cesta verhältnismäßig billig zu erwerben. Auf diesem Grundstück sollen ein oder zwei dreistöckige Wohn- und Geschäftshäuser errichtet werden. Damit wird der Kralja Petra trg vollkommen verbaut sein. Wie es heißt, interessieren sich bereits einige Geschäfts-leute für die Lokale in diesen Gebäuden. Run müßte die Stadtgemeinde den schon vor Monaten gefaßten Beschluß, den Kralja Petra trg zu regulieren, möglichst rasch ausführen. Der betreffende Akt liegt angeblich noch bel der Banalverwaltung. Vom Martborer Hauptzollamt. Im ver-gangenen Finanzjahr reisten über Maribor insgesamt 86.663 Personen nach Jugoslawien, währen 91.469 über Maribor in» Ausland reisten. Die Einkünfte des Zollamts betrugen 63,326.043 Dinar, um 4,855.031 Din mehr als im Finanzjahr 1934/35. Eingeführt wur-den 58,015.612 kg Waren im Werte von 371,877.354 Dinar, ausgeführt 72,754.844 kg Waren im Werte von 162,834.327 Dinar. Der Grenzverkehr hatte wegen der österreichischen Maßnahmen einen Rückgang zu verzeichnen. An der jugosl.-österr. Grenze gibt es 267 Doppelbesitzer, von denen 31 in Jugoslawien wohnen. Der Autoverkehr wäre viel lebhafter, wenn die Straßen sich in besserem Zustand befänden. Der Schmuggel ist stark zurückgegangen. E, werden fast nur mchr Saccharin. Spielfarten, Feuerzeuge. Feuersteine und In letzter Zeit auch Rasierklingen nach Ju-gvflawien geschmuggelt. Nach Oesterreich werden Seide und andere waren geschmuggelt, die in Oesterreich hoch besteuert sind. 3m abgelaufenen Finan^ahr wurden 64 Schmuggler festgenommen, von denen nur 9 die uorgcitrictcne Gcldslrafe entrichteten, während die übrigen Freiheitsstrafen abbüßten. Billigeres Brot. Wegen des Rückgang» der Mehlpreise setzten die Martborer Bäckermeister den Preis für Weißbrot auf 4, für Halbweißbrot auf 3.50, für Schwa^brot auf 3 Dinar je kg herab. Bisher 20 Verhaftungen wegen der Weisen talldiebstahle. Die Untersuchung wegen der Weißmetalldiebstähle in den Staatsbahnwerkstätten wird fortgesetzt. Bisher sind 20 Verhaftungen vorge-nommen worden. E» liegt der Verdacht vor, daß In die Affäre nicht nur Arbeiter, sondern auch höhere Funktionäre verwickelt sind. Angeblich wurden verschie-dene Arbeiten für Private ohne Wissen der Leitung in der Werkstätte ausgeführt. Siebzigster Geburtstag. Der Besitzer des Cafe „Rotovz" in Maribor, Alois Kaefer, beging dieser Tage in voller geistiger Frische seinen 70. Ge-burtstag. Ein schweres Leiden hält ihn schon mehrere Jahre an den Fahrstuhl gefesselt. Der Jubilar, der aus Deutschlandsberg stamm», ließ sich vor 15 Jahren als Cafetier in Maribor nieder. Er gehörte mehrere Jahre dem Gemeinderat an und wirkte auch längere Zeit in der Leitung der Gapwirtevereinigung, die ihn zum Ehrenmitglied wählte. Sin Schlangenjäger. Der bekannte Präpa-rator Ziringer fand bei Bresternica an einer sonnigen Stelle 26 Hornvipern, die er alle fina. Die Giftschlan-gen werden an serologische Instllute de» In-und Aus-landes verkauft. Da der Winter sehr mild war. wird mit massenhaftem Auftreten von Schlangen im Som-mer gerechnet. Ljubljana Jahresvollversammlung des ehrwür-digen „Scharfschützenvereine»". Der Im Jahre 1562 (!) gegründete „Scharfschützenoerein" hielt am vergangenen Dienstag in den Räumen des Gasthofes Laufer seine 374. ordentliche Jahresvollversammlung ab. Aus dem Berichte de» Schützenmeisters D r. Advls Kaiser entnehmen wir, daß der Verein auch im ver-flossenen Vereinsjahre eine rege Tätigkeit entwickeln konnte. Der Mitgliederstand stieg auf 51. Besondere Ehrungen wurden dem verdienstvollen Obmann Jean Schrey anläßlich seines 80. Geburtstages zu teil. Der Zahlmeister Anton Schuster konnte di« finanzielle ^ige des Vereines trotz der großen Ausgaben für die Instandsetzung des eigenen Schießstätte unter dem Ro-znik, als befriedigend bezeichnen. Die Scharfschützen die natürlich im freundschaftlichen Verhältnisse zu den Bru-dervereinen stehen, haben für das Jahr 1936 ein um-fangr«iches Programm ausgearbeitet. Bei den Wah-len wurde mit geringen Ergänzungen wieder der alte Vorstand unter der bewährten Obhut Jean Schrey's gewählt. Nur 4400 Industriearbeiter zählt Groß-Ljubljana. Eine verschwindent geringe Zahl und ein einwandfreier Beweis, daß die Hauptstadt unserer Banschaft nicht als Industriestadt betrachtet werden darf. t Dr. Anton Schoeppel, Ritter von Sonnwalden. Auf seinem Stammsitz in Unterkrain verschied im Alter von 78 Jahren Dr. Anton Schoep-pel, eine markante Persönlichkeit der Vorkriegszeit. Die Hauptverdienste seiner langjährigen Tätigkeit sind noch heute in Ljubljana sichtbar. Große Verdienste erwarb sich der Verblichene als Vorstand und Direktor der Krainischen Sparkasse unter dessen umsichtiger Leitung da» Unternehmen jene reprensatlve Höhe erreichte, die e» noch heute als Banalsparkasse einnimmt. Dr. Schoep-pel wurde nach Ljubljana überführt und In der Fami-liengruft unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung zur letzten Ruhe gelegt. Ein neuer Juoelierladen. Herr Otto Kiff. mann, ein Sohn des Martborer Kaufmanns Kiffmann, ist aus dem Unternehmen seines Vaters ausgeschieden und hat In Ljubljana sein eigene» Geschäft eröffnet. Unserem Volksgenossen von der Draustadt wünschen wir recht viel Erfolg! Gin ehrenvolle» Ergebnis. Der enttronte Weltmeister Dr. Aljechin konnte bei dem Simultanspiel in Ljubljana von 43 Spielen nur 18 gewinnen, 17 in-deten unentschieden, achtmal mußte Aljechin sich beste-gen lasten. Die Stärke der hiesigen Schachspieler spie- Seit sich eindeutig In diesen Wahlen. Eine besondere leberraschung bot der Sieg eines kaum Vierzehnjährigen, der allerdings von einem Kranze ällerer Kibitze reichlich unterstützt wurde. Liebe Gäste. Am vergangenen Montag hatten wir Gelegenheit, nach längerer Zeit wieder das Brandltrio zu hören, das im Festsaale des hiesigen Konservatoriums ein selbständige» Konzert oeranstal-tete, das auch diesmal die zahlreiche Zuhörerschaft rest-los beftiedigte. Wirtschaft ».Verkehr Weltwirtschaft 1936. Infolge der Saifonbe-wegung des Wellhandels Ist jedoch im Febeuar 1936 gegen den Jänner 1936 eine Verminderung um 4.1 Prozent zu verzeichnen, während die Verminderung im Jahre 1935 63 Prozent betrug. Die Erhöhung des Goldwertes des Welthandels ist mit der Steigerung der Goldpreise um etwa 5 Prozent und mit dem höhe-ren Quantum des Welthandels zu begründen. Aus den statistischen Mitteilungen über die Welthandelsbe-wegung in 75 Staaten geht hervor, das 12 für den Handel besonders wichtige Länder (ausgenommen Italien, das keine Handelsstatistiken mehr liefert) 62.3 Prozent des gesamten Welthandels gegenüber 65.0 Prozent im Jahre 1929 auf sich konzertrlerten. Die Beteiligung der kleinen Staaten am WeUhandel bat sich demnach merklich gesteigert. 2m Jahre 1935 nahm Großbritannien mit 14.2 Prozent im Welthandel die erste Stelle ein. An zweiter Stelle folgen die Vereinig-ten Staaten Nordamerikas mit 11 Prozent, sodann Deutschland mit 8.7 Prozent, Frankreich mit 6.2 Pro-zent, Japan und Kanada mit je 3.6 Prozent, Belgien mit 3.1 Prozent, Holland und Indien mrt je 2.8 Pro- zent, die südafrikanische Union mtt 2.2 Proxnt, Austra-lien und Argentinien mit 2.1 Prozent. Die gesamte Weltvorräte an Gold (ohne Italien und Rußland) haben sich im ersten Quartal 1936 um 79 Millionen Eolddollars erhöht. In der gleichen Zeit haben sich die Goldvorräte in Frankreich um 28 Millionen ver-mindert, in Belgien um 14, in Spanien um 5, in Deutschland und Polen um je 2 Millionen Golddollar. Eine Erhöhung der Goldvorräte verzeichnen die Ver-einigten Staaten Nordamerika» um 35 Millionen. Holland um 28, die Schweiz um 23, die Südafrika-nische Union um 17. Schweden um 13. Japan um 5 und England um 3 Millionen Golddollar. In Ita-lien ist der Goldoorrat Ende Dezember 1935 amtlich mtt 159 Millionen Golddollar geschätzt worden, d. i. etwa die Hälfte der Vorräte von Ende Mai 1935. 4.3 Millionen Landwirte ,zahlen in )u-goslawien Bodensteuer, 0.4 Millionen Landwirte zahlen keine Bodensteuer, weil sie gar keinen Kata-stralreinertrag haben. Steigerung der deutschen Einfuhr nach Jugoslawien. Wie der „Jug. Kur." «fahrt, soll die Einfuhr aus Deutschland um etwa 260 Mill. Dinar jährlich gesteigert werden. Es würde sich um Artikel handeln, die in geringerem Maße oder über-Haupt nicht die Interessen anderer Staaten berührten. Saazer Hopsenbericht. Die Hopsenbauern sind mit dem Aufziehen des Drahtes deschäflig:. In einzelnen Gebietsteilen tritt der Rüsselkäfer in bisher noch nicht beobachtetem Ausmaße auf. Auch der Erd-floh macht sich bereits bemerkbar. Fahrtbegünstigung In Dresden wird heuer vom 4. bis 11. Okto-ber eine große Gartenbauausstellung veranstaltet, für die auch im Auslande großes Interesse herrscht. Die Besucher genießen schon noch einem drettägigem Aufenthalt eine 60°/Otge Fahrpreisermäßigung auf den deutschen Bahnen. Interessenten wollen sich an das Reisebüro „Putnil" wenden. Zum zehnten Male Wiener Festwochen In diesem Jahre w«rd«n die Wiener Festwochen in der Zeit vom 7. bis 21. Juni zum zehnten Male abgehalten. Wie alljährlich w«rden die Festwochen ei-nen Querschnitt durch da» gesamte kulturelle und ge-sellschafiliche Leben Wien» bilden. Die Theater wer-den eine Reihe glanzvoller Vorstellungen bringen und künstlerisch hochwertige Konzerte den Ruhm Wien» al» Stadt der Musik auf» Neue beweisen. Selbstver-ständlich werden auch zahlreiche Veranstaltungen aus sportlichem und gesellschaftlichem Gebiete dafür sorgen, daß die vielen lausenden Fremden au» aller Welt, die in Wien während der Festwochen erwartet werden, Eindrücke mannigfachster Art mtt sich fortnehmen wer-den. Durch weitgehende Fahrtpreis brgünstiaungen wird dafür gesorgt rwrdtn, daß wetten Kreisen der Besuch Wien» während der Festwochen ermöglicht wird. Aufflammen der weitzrusfischen Unabhängigkeitsbewegung Neben den Ukrainern waren und find es de-sonders die Weißrussen, die einst vom zaristisch groß-russischen Zentralismus am härtesten verfolgt wur-den und nun im bolschewistischen Moskaustaat al» Volk erst recht aus dem Regen in die Traufe ge-kommen sind. Aber während die ukralniscbe Nation al» großes Volk mehr Möglichkeiten hat. ihr Dasein zu dokumentieren, ist das unglückliche, völkisch unent-wickevere und kleinere Volk der Weißrussen viel schneller vergessen worden. Sein Unabhängigkeit,-wille ist aber keineswegs erloschen und flammt jetzt besonders bei den Volksteilen, die auf lttauischem Staatsgebiet ihre Heimat haben bezw. dort Zuflucht fanden, verstärkt auf. Der weißrussische Kulturver-band in Kaum beging den 18. Jahrestag der weiß-russischen Unabhängigkeitserklärung als große natio-nale Demonstration, wobei es ihm gelang, auch im litauischen Rundfunk Vortrüge über Weißrußland in weißrussischer, litauischer und ftanzösischer Sprache durchzusetzen. Fixum und Provision bieten wir an Herren, welche für unsere Anstalt in Celje und Umgebung arbeiten wollen. Anträge unier: „Gesicherte Exi-• tenx Nr. 193* an die Verwaltung d. Bl. Drucker, Verleger untfpcratffletnvernnibuchdruckerei .Qdtja" in Eelje. — Verantwortlich für den Herausgeber und venuawortlicher Schriftleiter: Jakob Prah in Selj« Fdr die Druckerei verantwortlich: «abri.1 Szenni in Eelje.